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EP 2 025 572 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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18.02.2009 Patentblatt 2009/08 |
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Anmeldetag: 03.07.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL BA MK RS |
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Priorität: |
17.08.2007 DE 102007038914
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Anmelder: Vossloh Locomotives GmbH |
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24159 Kiel (DE) |
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Erfinder: |
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- Hildebrandt, Tim
24244 Felm (DE)
- Kröger, Hartwig
24161 Altenholz (DE)
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Vertreter: Hansmann, Dierk et al |
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Patentanwälte
Hansmann-Klickow-Hansmann
Jessenstrasse 4 22767 Hamburg 22767 Hamburg (DE) |
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Vorrichtung für Puffer an Lokomotiven |
(57) Bei einer Pufferanordnung mit einem außenliegenden Pufferteller (6) zur Stoßaufnahme
über eine federnd aufgenommene Aufnahme ist vorgesehen, daß im Crashfall ein Dorn
(9) aus dem Pufferteller (6) hervortritt. Hierzu besitzt der Pufferteller (6) einen
Durchtritt (8) und der Dorn (9) liegt im Normalbetrieb unterhalb der Außenfläche des
Puffertellers (6). Bei Einfederung im Crashfall tritt der Dorn (9) aus der Außenfläche
über den Durchtritt (8) hervor.
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung für Puffer an Lokomotiven zur Aufnahme
von Stößen und zur Fixierung, wobei ein außenliegender Pufferteller zur Stoßaufnahme
über ein Pufferrohr mit einem Dämpfungselement federnd in einem feststehenden Aufnahmerohr
kolbenartig verschiebbar angeordnet ist.
[0002] Ausbildungen dieser Art sind mit unterschiedlichen Federungskonstruktionen bekannt
und werden an jeder Lokomotive stirnseitig eingesetzt. In der Praxis hat sich gezeigt,
daß Schwierigkeiten bestehen, wenn auf eine Lokomotive oder bei einem Lokomotiv-Verbund
sogenannter Crashfall auftritt. Hierbei hat sich gezeigt, daß beim Aufeinandertreffen
der Puffer der Lokomotiven eine Aufkletterbewegung auftreten kann, wobei durch die
Gleitpaarung Stahl auf Stahl und eine geschmierte Oberfläche ein Gleiten der Oberflächen
und damit eine Aufkletterbewegung der Lokomotiven begünstigt wird.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung ist es, Puffer für einen Crashfall auszubilden, die einer
Aufkletterbewegung beim Aufeinandertreffen der Puffer entgegenwirken.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß mindestens ein Dorn
im bzw. am Puffer angeordnet ist sowie dem Dorn ein Durchtritt im Pufferteller zugeordnet
ist und der Dorn im Normalbetrieb bei Einfederung des Puffers außerhalb der Außenfläche
des Puffertellers angeordnet ist und bei weiterer Verschiebung des Pufferrohres im
Crashfall der Dorn aus der Außenfläche des Puffertellers über den Durchtritt hervorragt.
[0005] Hierdurch wird ermöglicht, daß nur bei vollständiger Einfederung des Puffers und
im Crashfall der Dorn Kontakt mit dem Puffer des Crashgegners erhält und durch die
entstehende reibschlüssige Verbindung eine Aufkletterbewegung verhindert wird.
[0006] Eine vorteilhafte Ausbildung besteht darin, daß der Durchtritt mittig im Pufferteller
angeordnet und der Dorn am Dämpfungselement ausgebildet ist.
[0007] Eine alternative Ausbildung ohne Eingriff in den Bauraum eines Standardpuffers besteht
darin, daß der Pufferteller mindestens zwei Durchtritte für zugeordnete Dorne aufweist,
die durch im Außenbereich von Pufferrohr/Aufnahmerohr angeordnete Stangenelemente
gebildet sind.
[0008] Um eine verstärkte Ausbildung zu schaffen, wird vorgeschlagen, daß der Pufferteller
über zusätzliche Verstärkungsrippen mit dem Pufferrohr verbunden ist.
[0009] Zur Reibungsvergrößerung wird vorgeschlagen, daß die außenliegenden Kontaktflächen
der Dorne durch Rändeln bzw. in Form einer Verzahnung bearbeitet sind.
[0010] Um eine stabile Ausbildung zu gewährleisten, wird vorgeschlagen, daß die Stangenelemente
zur Ausbildung der Dorne über Führungen am Pufferrohr/Aufnahmerohr angeordnet sind.
[0011] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Ausbildung als Schnittdarstellung eines Puffers mit einem mittig angeordneten
Dorn im uneingefederten Zustand;
- Fig. 2
- eine Darstellung wie Fig. 1 im eingefederten Zustand;
- Fig. 3
- eine Darstellung gemäß Fig. 1 im Crashfall;
- Fig. 4
- eine zweite Ausbildung eines Puffers als Schnittdarstellung im uneingefederten Zustand;
- Fig. 5
- eine Darstellung gemäß Fig. 4 im Crashfall
[0012] Bei den gezeigten Ausführungen ist ein Puffer 1 in üblicher Ausgestaltung angeordnet.
Ausgehend von einem Grundelement 2 ist ein Aufnahmerohr 3 fest zugeordnet und nimmt
zur Stoßaufnahme ein kolbenartig eintauchendes federnd angeordnetes Pufferrohr 4 mit
Dämpfungselement 5 auf. Mit dem Pufferrohr 4 ist ein Pufferteller 6 verbunden, wobei
über Verstärkungsrippen 7 die Verbindung verstärkt ist.
[0013] Gemäß der Ausführung nach Fig. 1 bis 3 besitzt der Pufferteller 6 einen mittigen
Durchtritt 8 im Pufferteller 6, dem ein innenliegender Dorn 9 zugeordnet ist. Der
Dorn 9 ist in diesem Fall in Verlängerung des Dämpfungselementes 5 angeordnet und
tritt im Crashfall in Verbindung mit der Verschiebung des Aufnahmerohres 3 aus der
Außenfläche des Puffertellers 6 hervor.
[0014] Hierdurch wird eine reibschlüssige Verbindung geschaffen, die eine Aufkletterbewegung
stark erschwert. Durch diese Ausbildung ist es möglich, außerhalb des Crashfalles
die normalen Betriebsverhältnisse mit der erforderlichen Einfederung ohne Beeinträchtigung
durchzuführen.
[0015] Eine weitere Ausführungsform gemäß Fig. 4 und 5 besteht darin, daß zwei Durchtritte
18 im Pufferteller 6 angeordnet sind, denen zwei Dorne 19 zugeordnet sind. Die Dorne
19 werden dabei durch Stangenelemente 10 gebildet, die im Außenbereich von Pufferrohr
4 und Aufnahmerohr 3 angeordnet sind und zusätzlich über Führungsabschnitte 11 am
Pufferteller 6 geführt sind. Auch bei dieser Anordnung treten die Dorne 18 lediglich
im Crashfall hervor.
1. Vorrichtung für Puffer an Lokomotiven zur Aufnahme von Stößen und zur Fixierung, wobei
ein außenliegender Pufferteller zur Stoßaufnahme über ein Pufferrohr mit einem Dämpfungselement
federnd in einem feststehenden Aufnahmerohr kolbenartig verschiebbar angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Dorn (9) im bzw. am Puffer (1) angeordnet ist sowie dem Dorn (9) ein
Durchtritt (8) im Pufferteller (6) zugeordnet ist und der Dorn (9) im Normalbetrieb
bei Einfederung des Pufferrohres (4) außerhalb der Außenfläche des Puffertellers (6)
angeordnet ist und bei weiterer Verschiebung des Pufferrohres (4) im Crashfall der
Dorn (9) aus der Außenfläche des Puffertellers (6) über den Durchtritt (8) hervorragt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchtritt (8) mittig im Pufferteller (6) angeordnet und der Dorn (9) am Dämpfungselement
(5) ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Pufferteller (6) mindestens zwei Durchtritte (18) für zugeordnete Dorne (19)
aufweist, die durch im Außenbereich von Pufferrohr/Aufnahmerohr (3, 4) angeordnete
Stangenelemente (10) gebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Pufferteller (6) über zusätzliche Verstärkungsrippen (7) mit dem Pufferrohr (4)
verbunden ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die außenliegenden Kontaktflächen der Dorne (9, 19) durch Rändeln bzw. in Form einer
Verzahnung bearbeitet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stangenelemente (10) zur Ausbildung der Dorne (19) über Führungen (11) am Pufferrohr/Aufnahmerohr
(3, 4) angeordnet sind.