[0001] Die Erfindung betrifft eine Gelenkeinheit für die Pfosten eines klappbaren Transport-
bzw. Lagergestells, mit einem ersten und einem zweiten Gelenkelement, die in einem
ersten Zustand nicht zueinander verschwenkbar sind und in einem zweiten Zustand relativ
zueinander in einer Schwenkebene verschwenkbar sind, wobei wenigstens das erste Gelenkelement
eine Führungsfläche aufweist, die derart angeordnet ist, dass die Gelenkelemente durch
eine Relativbewegung der Gelenkelemente entlang der Führungsfläche aus der relativen
Lage des ersten Zustands in den zweiten Zustand überführt werden können, und ein klappbares
Transport- bzw. Lagergestell mit Pfosten, die solche Gelenkeinheiten aufweisen.
[0002] Transport- bzw. Lagergestelle werden zum Beispiel zur Lagerung oder zum Anliefern
von Fahrzeugteilen zu einer Produktionsstätte verwendet. Sie weisen in der Regel zumindest
vier Eckpfosten auf, die an einem rechteckigen Bodengestell befestigt sind. Solche
Gestelle werden zum Beispiel zum Transport von Bauteilen verwendet, die wegen ihrer
Formgebung oder Empfindlichkeit in üblichen Verpackungen zu wenig geschützt wären,
wie zum Beispiel Kotflügel, Sitze oder fertig montierte Baugruppen, wie Achsen oder
ähnliches.
[0003] Um im leeren Zustand der Gestelle Platz einsparen zu können, werden in den Pfosten
Gelenke vorgesehen, über die die Pfosten zum Beispiel paarweise in Richtung der Mitte
des Gestells umgeklappt werden können.
[0004] Ein solches Transport- und Lagergestell ist zum Beispiel in
DE 296 18 314 U1 beschrieben. Die zwei Gelenkelemente eines Gelenkes sind über eine Schwenkachse miteinander
verbunden. In der aufgeklappten Stellung, in der die Pfosten aufgerichtet sind, wird
die Schwenkbewegung bei der bekannten Lösung mit Hilfe eines Riegels blockiert, der
verschiebbar an einem Gelenkelement vorgesehen ist und in eine in dem anderen Gelenkelement
vorgesehene Nut eingreifen kann. Die aufgerichtete Position wird über den Riegel festgehalten.
Die Gelenkelemente sind an ihrem von dem Gelenk abgewandten Ende mit Hohlprofilrohren
zur Bildung der Pfosten verschweißt.
[0005] EP 1 739 022 A1 beschreibt ein Gelenk für die Pfosten eines Transport- oder Lagergestells, bei dem
eines der Gelenkelemente eine Aufnahme zur Festlegung des anderen Gelenkelements mit
einer im aufgerichteten Zustand des Gelenks zur Vertikalen geneigten Führungsfläche
aufweist, in der das zweite Gelenkelement führbar ist. Eine Relativbewegung der Gelenkelemente
entlang der Führungsfläche bewegt das zweite Gelenkelement aus der Aufnahme heraus
und bringt die Gelenkelemente aus der festgelegten Endstellung in die Schwenkstellung,
in der die mit dem Gelenkelement verbundenen Pfosten abgeklappt werden können.
[0006] Während der Lagerung oder des Transports werden oftmals mehrere Gestelle aufeinander
gestapelt, so dass sowohl die Gestelle als auch die Gelenke hohen statischen Lasten
ausgesetzt werden. Insbesondere beim Transport muss außerdem sichergestellt sein,
dass die aufeinander gestapelten Gestelle fest miteinander verbunden werden. Zum Stapeln
werden dazu zum Beispiel Stapelzapfen eingesetzt, die an einem Gestell vorgesehen
sind und in die Pfosten eines darunter liegenden oder darüber liegenden Gestells einführbar
sind.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte Gelenkeinheit anzugeben,
die einfach zu handhaben ist und ein sicheres Stapeln der Transport- bzw. Lagergestelle
ermöglicht.
[0008] Diese Aufgabe wird mit einer Gelenkeinheit mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand von Unteransprüchen. Ein klappbares
Transport- bzw. Lagergestell mit Pfosten, die erfindungsgemäße Gelenkeinheiten aufweisen,
ist Gegenstand des Anspruchs 17.
[0009] Eine erfindungsgemäße Gelenkeinheit weist an dem Gelenkelement, das die Führungsfläche
aufweist, einen ersten Ansatz an einer zu der Schwenkebene der Gelenkelemente parallelen
Seitenfläche auf. Die erste Führungsfläche ist an diesem Ansatz vorgesehen.
[0010] Die Führungsfläche, entlang derer die Relativbewegung der Gelenkelemente geführt
wird, wenn sie von dem ersten Zustand, in dem sie nicht zueinander verschwenkbar sind,
in den zweiten Zustand, in dem sie in der Schwenkebene verschwenkbar sind, überführt
werden, befindet sich bei der erfindungsgemäßen Gelenkeinheit also an einer Außenseite
eines der Gelenkelemente an einem gesondert vorgesehenen Ansatz. Die erfindungsgemäße
Gelenkeinheit weist also keine innerhalb der Gelenkeinheit angeordneten Führungsflächen
auf, so dass sie eine größere Flexibilität zum Beispiel beim Einsatz von Stapelzapfen
gewährleistet.
[0011] Die Begriffe "erster Zustand" bzw. "zweiter Zustand" werden sowohl für die Gelenkeinheit
als auch für die Gelenkelemente verwendet, wobei sich die Gelenkeinheit in dem ersten
(zweiten) Zustand befindet, wenn sich die Gelenkelemente im ersten (zweiten) Zustand
zueinander befinden.
[0012] Grundsätzlich ist es möglich, wenn an einem Gelenkelement eine Führungsfläche vorgesehen
ist und an dem anderen Gelenkelement ein an dieser Führungsfläche abgleitendes Führungselement
vorgesehen ist. Besonders vorteilhaft ist es, wenn das zweite Gelenkelement als Führungselement
ebenfalls eine Führungsfläche aufweist, die zu der ersten Führungsfläche des ersten
Gelenkelements korrespondiert, so dass bei der Relativbewegung der beiden Gelenkelemente
die zwei Führungsflächen aneinander abgleiten. Dies gewährleistet eine besonders glatte
und sichere Relativbewegung in wohldefinierter Richtung. Eine einfache Ausgestaltung
sieht vor, dass die zweite Führungsfläche an dem zweiten Gelenkelement an einem zweiten
Ansatz vorgesehen ist, der an einer Seitenfläche des zweiten Gelenkelements vorgesehen
ist, die der Seitenfläche des ersten Gelenkelements entspricht, an der der erste Ansatz
vorgesehen ist.
[0013] Eine Weiterbildung sieht vor, dass die bei der Relativbewegung der beiden Gelenkelemente
während des Überganges vom ersten in den zweiten Zustand nachlaufenden Enden der Führungsflächen
abgerundet sind. Eine solche Ausgestaltung ist insbesondere bei der Zurückführung
der Gelenkeinheit von dem zweiten in den ersten Zustand von Vorteil: Die abgerundeten
Enden der bei dem Übergang von dem ersten in den zweiten Zustand nachlaufenden Enden
der beiden Führungsflächen sind bei einem Übergang vom zweiten in den ersten Zustand
vorlaufend. Durch die Abrundung ist gewährleistet, dass sie bei ihrem Zusammentreffen
die Überführung vom zweiten in den ersten Zustand möglichst wenig behindern.
[0014] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass die Führungsfläche bzw.
die Führungsflächen im ersten Zustand der Gelenkeinheit gegen die Richtung, in der
die Gelenkelemente zueinander im ersten Zustand stehen, geneigt sind. Werden die Gelenkelemente
bei einer solchen Ausführungsform entlang der Führungsfläche bewegt, wird durch diese
Relativbewegung die Schwenkbewegung bereits eingeleitet. Vorteilhaft ist ein Winkelbereich
von 30 bis 60 Grad, besonders bevorzugt 45 Grad.
[0015] Durch zwei schräg angeordnete zueinander korrespondierende Führungsflächen ist zudem
bereits ein stabiler Formschluss zwischen den beiden Gelenkelementen in dem ersten
Zustand gewährleistet, in dem keine Verschwenkung möglich ist.
[0016] Eine zusätzliche Sicherung ist bei einer solchen Ausführungsform, aber auch bei anderen
erfindungsgemäßen Ausführungsformen durch ein zusätzliches Verriegelungselement möglich.
Dazu weist eine Ausführungsform der Erfindung an einem der Gelenkelemente einen beweglich
gelagerten Riegel auf, der eine Sperrstellung einnehmen kann, wenn die Gelenkelemente
im ersten Zustand sind, in dem sie nicht gegeneinander verschwenkbar sind. An dem
anderen Gelenkelement ist ein Riegelgegenstück vorgesehen, das mit dem Riegel derart
zusammenwirkt, dass die Überführung der Gelenkelemente in den zweiten Zustand gesperrt
ist, wenn der Riegel in seiner Sperrstellung ist.
[0017] Der Riegel und das Riegelgegenstück können an einer Seitenfläche der Gelenkeinheit
vorgesehen sein. Besonders vorteilhaft ist es, wenn sie sich an derjenigen Seitenfläche
der Gelenkeinheit befinden, an der auch der erste Ansatz vorgesehen ist, so dass die
Elemente an dieser einen Seitenfläche möglichst kompakt angeordnet werden können und
die Gelenkeinheit von einer Seite her vollständig bedient werden kann.
[0018] Eine einfache Ausgestaltung sieht dazu vor, dass das Riegelgegenstück einen nach
außen weisenden Fortsatz an dem ersten Ansatz umfasst.
[0019] Der Fortsatz kann dabei zum Beispiel eine Sperrfläche aufweisen, an der der Riegel
in der Sperrstellung anliegt, wenn die beiden Gelenkelemente in dem ersten Zustand
sind, in dem sie nicht zueinander verschwenkbar sind.
[0020] Wird die Gelenkeinheit aus dem verschwenkbaren Zustand in den ersten Zustand zurückbewegt,
kann der Riegel zur Anlage an die Sperrfläche verschoben werden, so dass die zusätzliche
Sicherung durch die Verriegelung gewährleistet ist. Besonders vorteilhaft ist jedoch
eine Ausführungsform der Gelenkeinheit, bei der der Fortsatz eine Rastführungsfläche
aufweist, die derart angeordnet und ausgestaltet ist, dass der Riegel bei der Bewegung
der Gelenkelemente vom zweiten in den ersten Zustand an der Rastführungsfläche abgleiten
kann, bis er selbsttätig in die Sperrstellung einrastet. Die Rastführungsfläche ist
dazu vorteilhafterweise in einem spitzen Winkel zur ersten Führungsfläche des ersten
Ansatzes vorgesehen, so dass sie zu der Richtung geneigt ist, in der die Gelenkelemente
zueinander stehen, wenn sie im ersten Zustand nicht verschwenkbar sind.
[0021] Bei einer solchen Ausgestaltung ist es besonders vorteilhaft, dass der Riegel beim
Aufklappen des Gestells bzw. dessen Pfosten aus dem zusammengeklappten Zustand in
den aufgerichteten Zustand automatisch in seine Verriegelungsposition gelangt. Dadurch
wird die Sicherheit erhöht, da das Verriegeln nicht vergessen werden kann.
[0022] Das selbstständige Einrasten des Riegels in die Sperrstellung kann zum Beispiel durch
ein entsprechendes Federelement oder durch Schwerkrafteinwirkung bewirkt werden.
[0023] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform wird der Riegel in einer Riegelführung geführt,
die außen an dem zweiten Ansatz vorgesehen ist, der am zweiten Gelenkelement angeordnet
ist. Vorteilhafterweise bildet die Riegelführung eine bauliche Einheit mit dem zweiten
Ansatz. Eine solche Ausführungsform ermöglicht ein engeres und haltbareres Zusammenspiel
zwischen der Verriegelungseinheit mit Riegel und Riegelgegenstück einerseits und den
Führungsflächen andererseits beim Überführen der Gelenkelemente aus dem ersten Zustand
in den zweiten Zustand oder umgekehrt.
[0024] Die so mögliche massive Kontur des kombinierten Funktionsteils macht die gesamte
Gelenkeinheit stärker belastbar.
[0025] Um die beiden Gelenkelemente fest miteinander verbunden zu halten und dennoch eine
Schwenkbewegung zu ermöglichen, wird einfacherweise in einem der Gelenkelemente eine
Nut oder Bohrung vorgesehen, in die ein Bolzen eingreift, der an dem anderen Gelenkelement
festgelegt ist oder Teil dessen ist. Der Bolzen dient dann als Achse für die Schwenkbewegung.
Die Bohrung oder Nut weist eine lang gestreckte Form auf, so dass die Relativbewegung
der Gelenkelemente entlang der ersten Führungsfläche bzw. der Führungsflächen bei
der Überführung vom ersten in den zweiten Zustand möglich ist. Ein möglichst behinderungsfreies
Verschieben der Gelenkelemente entlang der Führungsfläche wird dabei mit einer Ausführungsform
erreicht, bei der die lang gestreckte Form der wenigstens einen Bohrung bzw. der wenigstens
einen Nut einen schrägen Bereich aufweist, der etwa in dieselbe Richtung geneigt ist,
wie die Führungsflächen.
[0026] Ein besonderer Vorteil einer erfindungsgemäßen Gelenkeinheit, bei der die Führungsfläche
bzw. die Führungsflächen an einem Ansatz bzw. an Ansätzen außen an einer Seitenfläche
vorgesehen sind, zeigt sich besonders an einer Ausführungsform, bei der an demjenigen
Ende des ersten Gelenkelementes, an dem im ersten Zustand das erste Gelenkelement
mit dem zweiten Gelenkelement in Anlage ist, stirnseitig eine Aufnahme für einen Stapelzapfen
vorgesehen ist. Im verschwenkten Zustand der Gelenkeinheit liegt dieses Ende frei,
so dass in die Aufnahme ein Stapelzapfen eines weiteren Transport- bzw. Lagergestelles
eingeführt werden kann.
Da die Führungsfläche bzw. die Führungsflächen an dem Ansatz bzw. den Ansätzen an
einer seitlichen Außenseite der Gelenkeinheit vorgesehen sind, kann diese Aufnahme
für den Stapelzapfen eine Form und Größe aufweisen, die nicht durch in die Gelenkeinheit
hineinragende Elemente beeinträchtigt wird. Insbesondere kann die Aufnahme eine Form
und Größe besitzen, die auch zur Aufnahme von Stapelzapfen geeignet ist, die an anderer
Stelle an dem Transport- bzw. Lagergestell verwendet werden.
[0027] Besonders bevorzugt sind Ausführungsformen der Gelenkeinheit, bei denen Riegel und
Riegelgegenstück in der Verriegelungsstellung formschlüssig zueinander sind und/oder
bei der die erste und die zweite Führungsfläche formschlüssig zueinander sind. Durch
die formschlüssige Verbindung bzw. die formschlüssigen Verbindungen wird ein höherer
Widerstand gegen dynamische Beanspruchung erreicht.
[0028] Die Erfindung betrifft außerdem ein klappbares Transport- bzw. Lagergestell mit Pfosten,
die erfindungsgemäße Gelenkeinheiten aufweisen. Die erfindungsgemäßen Gelenkeinheiten
können dabei für ein klappbares Transportgestell, ein klappbares Lagergestell oder
ein Gestell verwendet werden, das sowohl zum Transport als auch zum Lagern geeignet
ist.
[0029] Die Vorteile und bevorzugten Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Gestells ergeben
sich aus den oben geschilderten Vorteilen und bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Gelenkeinheit.
[0030] Die Erfindung wird anhand der folgenden Figuren, die in schematischer Darstellung
und nicht notwendigerweise maßstabsgetreu Ausführungsformen der Erfindung zeigen,
im Detail erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine seitliche Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Gelenkeinheit im nicht verschwenkbaren,
ersten Zustand,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf eine andere Seite der Gelenkeinheit der Fig. 1 in Blickrichtung
II,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf eine Seitenfläche eines erfindungsgemäßen Gelenkeinheit im ersten
Zustand, in dem eine Verschwenkung nicht möglich ist, im entriegelten Zustand,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf die Seitenfläche der Gelenkeinheit der Fig. 1 bis 3 während der
Überführung in den zweiten Zustand, in dem eine Verschwenkung möglich ist,
- Fig. 5 Fig. 6
- eine seitliche Draufsicht auf die Gelenkeinheit der Fig. 1 bis 4 in verschwenktem
Zustand, eine seitliche Draufsicht auf die Gelenkeinheit der Fig. 1 bis 5 bei der
Zurückführung aus dem verschwenkten Zustand in den ersten Zustand, in dem eine Verschwenkung
nicht möglich ist,
- Fig. 7
- eine teilaufgerissene Gesamtansicht einer erfindungsgemäßen Gelenkeinheit, und
- Fig. 8
- eine seitliche Ansicht zweier erfindungsgemäßer Transport- bzw. Lagergestelle mit
erfindungsgemäßen Gelenkeinheiten in einem besonderen Stapelzustand.
[0031] In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Gelenkeinheit 100 mit einem Unterteil 10 und
einem Oberteil 40 gezeigt, die das erste bzw. zweite Gelenkelement bilden. Fig. 2
zeigt diese Gelenkeinheit in Blickrichtung II, wie sie in Fig. 1 angedeutet ist.
[0032] An den Verbindungsansätzen 12 bzw. 42 mit zum Beispiel viereckigem Querschnitt können
zum Beispiel Vierkanthohlprofile aufgesetzt und gegebenenfalls verschweißt werden.
Die so gebildeten Pfosten bilden die Eckpfosten eines Transport- bzw. Lagergestells,
zum Beispiel für Autoteile.
[0033] Gelenkeinheiten 100 dienen dazu, die Pfosten seitlich abklappen zu können, um im
leeren Zustand des Transport- bzw. Lagergestells Platz einsparen zu können. Die Schwenkebene
entspricht dabei der Papierebene der Fig. 1. Um das Umklappen zu ermöglichen, ist
das Unterteil 10 an der in Fig. 2 sichtbaren Seite offen.
[0034] In dem in Fig. 1 und 2 gezeigten ersten Zustand liegt das Oberteil 40 mit der Auflage
50 zumindest auf der Kante des oberen Endes 28 des Unterteils 10 auf.
[0035] Das Unterteil 10 weist einen ersten Ansatz 14 auf, der von der Seitenfläche 15 vorsteht,
wie es in Fig. 2 erkennbar ist. Eine im Wesentlichen senkrecht zu der Seitenfläche
15 ausgerichtete erste Führungsfläche 16 an dem ersten Ansatz 14 hat eine Neigung
von ca. 45 Grad gegenüber der mit Bezugsziffer 201 bezeichneten Ausrichtung, die dem
Pfosten in seiner aufgerichteten Position entspricht. Die erste Führungsfläche 16
endet im oberen Bereich in einer Abrundung 17. An dem ersten Ansatz 14 ist ein Fortsatz
18 vorgesehen, der eine im Wesentlichen in Richtung 201 des aufgerichteten Pfostens
weisende Sperrfläche 20 aufweist, die bei dieser Ausführungsform also im Wesentlichen
senkrecht angeordnet ist. Im spitzen Winkel dazu schließt sich daran am Zusammentreffpunkt
23 eine Rastführungsfläche 22 des Fortsatzes 18 an, deren Funktion weiter unten erläutert
werden wird.
[0036] In der Seitenfläche 15 und gegebenenfalls in der nicht sichtbaren gegenüberliegenden
Seitenfläche der Gelenkeinheit 100 ist ein Bolzen 26 gelagert, der in noch zu beschreibender
Weise in eine Nut oder eine Bohrung 52 des Oberteils 40 eingreift.
[0037] Das Oberteil 40 weist ebenfalls einen Ansatz 44 auf (im Folgenden auch "zweiter Ansatz"),
der eine zweite Führungsfläche 46 aufweist, die zu der ersten Führungsfläche 16 korrespondiert
und in dem Zustand der Gelenkeinheit 100, in dem der Pfosten aufgerichtet ist, im
Wesentlichen gleich ausgerichtet ist, wie die erste Führungsfläche 16. In dem Innenteil
28 (Fig. 4) des Oberteils 40, das in das Unterteil 10 hineinragt und deshalb in Fig.
1 nicht sichtbar ist, ist ein gestrichelt angedeutetes Langloch 52 vorgesehen, das
den Bolzen 26 umgreift. Dabei muss der Bolzen 26 nicht das gesamte Unterteil 10 durchsetzen,
sondern es kann ausreichen, wenn er von der Innenwand des Unterteils 10 so weit in
das Unterteil hineinragt, dass das Langloch 52 geführt wird.
[0038] Außen an dem zweiten Ansatz 44, der sich am Oberteil 40 befindet, ist eine Riegelführung
60 vorgesehen, in der ein Riegel 62 in Richtung 200 linear bewegt werden kann. Dazu
besteht die Riegelführung 60 aus einem parallel zur Seitenfläche 15 des Oberteiles
40 angeordneten, an seinen Enden offenen Hohlkörper, der vorzugsweise eine bauliche
Einheit mit dem zweiten Ansatz 44 bildet. Um die Bewegung des Riegels 62 einleiten
zu können, ist ein Riegelhebel 64 vorgesehen, der nach außen vorsteht (Fig. 2). In
der in Fig. 1 gezeigten verriegelten Stellung liegt das untere Teil des Riegels an
der Sperrfläche 20 des Fortsatzes 18 an, der insofern als Riegelgegenstück fungiert.
Gleichzeitig ist der Riegelhebel 64 in der Riegelaufnahme 66 sicher gelagert.
[0039] Bezugsziffer 65 bezeichnet ein Riegelstoppelement, das ebenfalls nach außen vorsteht
um das Austreten des Riegels 62 aus der Riegelführung 60 zu verhindern, wie es mit
Bezug zu Fig. 3 erläutert werden wird.
[0040] Fig. 2 zeigt die Gelenkeinheit 100 in Blickrichtung II, die in Fig. 1 angedeutet
ist. Gestrichelt ist hier der die Gelenkeinheit 100 durchsetzende Bolzen 26 dargestellt.
Bei einer abweichenden Ausführungsform ragt der Bolzen nur von einer Seite so weit
in das Innere der Gelenkeinheit 100, dass er in das Langloch 52 in dem Innenteil 48
des Oberteils 40 eingreift. Bei einer solchen Ausführungsform kann das Langloch 52
auch durch eine entsprechend geformte Nut in der äußeren Wandung des Innenteils 48
des Oberteils 40 ersetzt sein. Schließlich kann ein solcher kurzer Bolzen auch auf
gegenüberliegenden Seiten der Gelenkeinheit 100 vorgesehen sein.
[0041] Fig. 3 zeigt die Gelenkeinheit 100 in einem entriegelten Zustand, in der der Riegel
62 in der Riegelführung 60 verschoben ist, so dass er nicht mehr an der Sperrfläche
20 des Fortsatzes 18 anliegt. Diese Riegelbewegung ist mit Bezugsziffer 200 bezeichnet.
Das Riegelstoppelement 65 liegt dabei an der Riegelstoppelementaufnahme 68 am unteren
Ende der Riegelführung 60 an, die die lineare Bewegung des Riegels 62 derart begrenzt,
dass er die Riegelführung nicht verlassen kann.
[0042] Fig. 4 zeigt die Relativbewegung 202 der Gelenkelemente vom ersten Zustand, in dem
eine Verschwenkung in Richtung 204 nicht möglich ist und der in Fig. 1 bis 3 gezeigt
ist, in den zweiten Zustand, in dem die Verschwenkung in Richtung 204 möglich ist.
[0043] Fig. 5 zeigt die Gelenkeinheit 100 im verschwenkten Zustand, in dem die (nicht dargestellten)
Vierkanthohlprofilrohre, die mit den Verbindungsansätzen 12, 42 verbunden sind, zueinander
verschwenkt sind. Die dazu durchgeführte Schwenkbewegung ist wiederum mit Bezugsziffer
204 bezeichnet.
[0044] Fig. 6 zeigt die Gelenkeinheit 100 beim Zurückschwenken des Oberteils 40 in die aufrechte
Position. Diese Zurückschwenkbewegung 206 entspricht dem Aufrichten des mit dem Verbindungsansatz
42 verbundenen und in den Figuren nicht gezeigten Pfostenteiles. Der in Fig. 6 gezeigte
Zustand wird eingenommen, wenn der Riegel 62 auf die Rastführungsfläche 22 des Fortsatzes
18 trifft. Durch dessen schräge Anordnung wird der Riegel 62 in Richtung 208 verschoben,
die im Wesentlichen der Richtung der Riegelöffnungsbewegung 200 entspricht.
[0045] Fig. 7 zeigt zur weiteren Erläuterung eine Teilaufrisszeichnung einer erfindungsgemäßen
Gelenkeinheit 102. Abweichend von dem Langloch 52 der Ausführungsform der Fig. 1 bis
6 weist das Langloch 106 in dem Innenteil des Oberteiles 40 hier einen schrägen Bereich
108 und zwei Endbereiche 110 auf.
[0046] Strichpunktiert ist hier beispielhaft ein Vierkanthohlprofilrohr 104 angedeutet,
das auf dem Verbindungsansatz 12 des Oberteils 40 befestigt ist.
[0047] Fig. 8 zeigt die seitliche Draufsicht auf eine Anordnung aus zwei übereinander gestapelten
erfindungsgemäßen Transport- bzw. Lagergestellen 72, 74 mit erfindungsgemäßen Gelenkeinheiten
100, wobei letztere nur schematisch dargestellt sind. Man blickt auf zwei Pfosten
eines Gestelles mit vier Pfosten, die an den Ecken eines Rechteckbodenprofiles 84
aufgebaut sind. Auf dem Rechteckbodenprofil 84 sind untere Vierkanthohlprofile 80
fest montiert, die durch die Versteifung 82 gegeneinander abgestützt sind. Das untere
Transport- bzw. Lagergestell 72 ist mit abgeklappten Pfosten gezeigt. Mit Hilfe der
erfindungsgemäßen Gelenkeinheiten 100 sind in beschriebener Weise die Pfosten abgeklappt
worden, so dass die oberen Vierkanthohlprofile 70, die mit den Oberteilen 40 der Gelenkeinheiten
100 verbunden sind, nach innen geklappt sind. Das obere Transport- bzw. Lagergestell
74 ist in aufgerichteter Position gezeigt. Mit nicht gezeigten Stapelzapfen ist das
obere Transport- bzw. Lagergestell 74 auf die Unterteile 10 der Gelenkeinheiten 100
des unteren Transport- bzw. Lagergestelles 42 aufgesetzt. Dazu sind die oberen Enden
der Unterteile 10 der Gelenkeinheiten 100 jeweils derart ausgestaltet, dass ein Stapelzapfen
eingeführt werden kann. Sie weisen dazu insbesondere jeweils eine nach oben weisende
Aufnahme für einen entsprechenden Stapelzapfen auf.
[0048] Die Gelenkeinheiten 100 auf der rechten Seite der Fig. 8 sind spiegelverkehrt zu
den Gelenkeinheiten 100 auf der linken Seite der Fig. 8.
[0049] Eine erfindungsgemäße Gelenkeinheit wird wie folgt eingesetzt. Im Zustand der Fig.
1 sind das Oberteil 40 und das Unterteil 10 nicht gegeneinander verschwenkbar. Ein
Verschwenkungsversuch des Oberteils 40 in Richtung 204 wird durch die Anlage der zweiten
Führungsfläche 46 an der ersten Führungsfläche 16 verhindert. Als zusätzliche Sicherung
wird die Schwenkbewegung durch den Riegel 62 behindert, der an der Sperrfläche 20
des Fortsatzes 18 anliegt. Die beiden Gelenkelemente 10, 40 sind also in der Position
fest. Vierkantrohre, die zum Beispiel mit den Verbindungsansätzen 12, 42 verschweißt
sind, sind in einer Linie ausgerichtet. Ein Transport- bzw. Lagergestell, das vier
derartig gebildete Pfosten aufweist, ist zur Beladung bereit.
[0050] Als besonders günstig erweist sich bei dieser Ausführungsform, dass im aufgeklappten
Zustand sowohl die korrespondierenden Führungsflächen 16, 46 als auch der Riegel 62
und die Sperrfläche 20 jeweils formschlüssig zueinander sind, so dass ein sehr hoher
Widerstand gegen dynamische Beanspruchung erreicht wird.
[0051] Soll das Transport- bzw. Lagergestell zusammengeklappt werden, muss das Oberteil
40 der Gelenkeinheit 100 gegen das Unterteil 10 der Gelenkeinheit in Richtung 204
verschwenkt werden. Dazu wird zunächst mit Hilfe des Riegelhebels 64 der Riegel 62
in Richtung 200 in der Riegelführung 60 nach oben gezogen. Dabei verlässt der untere
Bereich des Riegels 62 die Sperrfläche 20. Es entsteht der Zustand der Fig. 3, in
der der Riegel 62 entriegelt ist. Das Oberteil 40 kann jetzt schräg nach oben in Richtung
202 entlang der Richtung der Führungsflächen 46, 16 verschoben werden. Diese Bewegung
wird durch die lang gestreckte Form des Langlochs 52 ermöglicht.
[0052] Eine weitere Bewegung des Oberteils 40 in Richtung 204 führt zu dem Zustand der Fig.
5, in dem das Oberteil 40 vollständig gegen das Unterteil 10 verschwenkt ist. Ein
mit dem Verbindungsansatz 12 verschweißtes Vierkantrohr liegt also jetzt.
[0053] Beim Wiederaufrichten des Pfostens entsteht zunächst ein Zustand, der in Fig. 6 gezeigt
ist. Durch die abgerundeten Enden 45 (sichtbar zum Beispiel in Fig. 1, 3 und 6) und
17 (sichtbar zum Beispiel in Fig. 1 und 3) der Führungsflächen 46 bzw. 16 der beiden
Ansätze 44 bzw. 14 ist auf wirkungsvolle Weise gewährleistet, dass die Ansätze 14,
44 bei der Zurückschwenkbewegung 206 aneinander abgleiten können, bis der Zustand
der Fig. 6 erreicht ist.
[0054] Im Zuge der Zurückschwenkbewegung 206 trifft der Riegel 62 auf die Rastführungsfläche
22 und wird aufgrund deren schräger Ausgestaltung in Richtung der Riegelausweichbewegung
208 nach oben weggedrückt. Der Riegel behindert also nicht die vollständige Aufrichtung
des Oberteils 40. Sobald der Riegel den Zusammentreffpunkt 23, an dem die Rastführungsfläche
22 und die Sperrfläche 20 aneinander stoßen, überschritten hat, fällt er aufgrund
der Schwerkraft in Richtung der Riegeleinrastbewegung 210 nach unten und verriegelt
automatisch ohne zusätzlichen Eingriff einer Bedienperson den Zustand, in dem die
Gelenkelemente 10, 40 in einer Richtung 201 (Fig. 1) zueinander ausgerichtet sind.
Das Herunterfallen des Riegels 62 in die in Fig. 1 gezeigte Stellung wird durch die
abgerundete Kante des Fortsatzes 18 am Zusammentreffpunkt 23 zwischen Rastführungsfläche
22 und Sperrfläche 20 einerseits und die abgerundete untere Kante 63 des Riegels 62
andererseits begünstigt. Sobald der Riegelhebel 64 in der Riegelaufnahme 66 der Riegelführung
60 zu liegen kommt, stoppt der Riegel 62.
[0055] Insgesamt wird auf diese Weise wieder der Zustand eingenommen, der in den Fig. 1
und 2 gezeigt ist, in dem eine Verschwenkung der beiden Gelenkelemente 10, 40 zueinander
nicht möglich ist.
[0056] Bei dieser erfindungsgemäßen Gelenkeinheit ist also die Überführung in den zweiten
Zustand, in dem die beiden Gelenkelemente gegeneinander verschwenkbar sind, zum einen
durch die geneigte Anordnung der Führungsflächen 16, 46 und deren formschlüssiges
Zusammenwirken verhindert, wenn sich die Gelenkeinheit im ersten Zustand befindet,
der in Fig. 1 gezeigt ist. Zusätzliche Sicherheit wird durch die Verriegelung mit
dem Riegel 62 in beschriebener Weise erreicht. Die baulich kompakte Anordnung der
Führungsflächen, Ansätze und der Elemente der Verriegelung ermöglicht ein enges und
haltbares Zusammenspiel. Außerdem wird die endgültige Verriegelung mit Hilfe des Riegels
62 automatisch aufgrund der Schwerkraft vorgenommen, wenn der Riegel über die Rastführungsfläche
22 den Punkt 23 überschreitet.
[0057] Bei einer Ausführungsform der Gelenkeinheit 102, wie sie in Fig. 7 gezeigt ist, ist
das Langloch 106 im Wesentlichen schräg angeordnet und weist einen schrägen Bereich
108 mit Endbereichen 110 auf. Die schräge Anordnung erleichtert das Bewegen des oberen
Gelenkelementes 40 entlang der Führungsfläche 16 des Ansatzes 14 des unteren Gelenkelementes
10.
[0058] In Fig. 8 ist eine gestapelte Anordnung aus zwei Transport- bzw. Lagergestellen 72,
74 gezeigt. Die oberen Vierkantrohre 70 des unteren Transport- bzw. Lagergestelles
72 sind zusammen mit den oberen Gelenkelementen 40 nach innen geklappt, wobei die
entsprechende Klappbewegung mit den in Fig. 8 nur schematisch dargestellten Gelenkeinheiten
100 durchgeführt wurde, wie oben mit Bezug zu den Fig. 1 bis 7 erläutert.
[0059] In nicht sichtbarer Weise weisen die unteren Gelenkelemente 10 zumindest des unteren
Transport- bzw. Lagergestelles 72 an ihrem oberen Ende 28 Aufnahmen auf, in die Stapelzapfen
eingesetzt werden können. Dabei ist von besonderem Vorteil, dass die Anordnung der
Führungsflächen, Ansätze und Elemente der Verriegelung sich an einer Außenseite der
Gelenkelemente 100 befindet. Es können auf diese Weise normale Stapelzapfen eingesetzt
werden, die auch an anderer Stelle zum Zusammensetzen von Transport- bzw. Lagergestellen
verwendet werden, da keine störenden Elemente in die Aufnahme für die Stapelzapfen
hineinragen.
[0060] Auf die Stapelzapfen wird dann das obere Transport- bzw. Lagergestell 74 in der in
Fig. 8 gezeigten Weise aufgesetzt. Das obere Transport- bzw. Lagergestell 74 ist mit
aufgerichteten Pfosten gezeigt. Je nach Bedarf können dessen Pfosten ebenfalls umgelegt
werden, wie es für das untere Transport- bzw. Lagergestell 72 gezeigt ist.
Bezugszeichenliste
[0061]
- 10
- unteres Gelenkelement, Unterteil
- 12
- Verbindungsansatz
- 14
- erster Ansatz .
- 15
- Seitenfläche
- 16
- erste Führungsfläche
- 17
- abgerundete Kante
- 18
- Fortsatz
- 20
- Sperrfläche
- 22
- Rastführungsfläche
- 23
- Zusammentreffpunkt von Sperrfläche und Rastführungsfläche
- 26
- Bolzen
- 28
- oberes Ende des unteren Gelenkelementes
- 40
- oberes Gelenkelement, Oberteil
- 42
- Verbindungsansatz
- 44
- zweiter Ansatz
- 45
- abgerundete Kante
- 46
- zweite Führungsfläche
- 48
- Innenteil
- 50
- Auflage
- 52
- Langloch
- 60
- Riegelführung
- 62
- Riegel
- 63
- abgerundete Kante
- 64
- Riegelhebel
- 65
- Riegelstoppelement
- 66
- Riegelaufnahme
- 68
- Riegelstoppelementaufnahme
- 70
- Vierkantrohr
- 72, 74
- Transport- bzw. Lagergestell
- 80
- Vierkantrohr
- 82
- Versteifung
- 84
- Rechteckbodenprofil
- 100, 102
- Gelenkeinheit
- 104
- Vierkantrohr
- 106
- Langloch
- 108
- schräger Langlochbereich
- 110
- Langlochendbereich
- 200
- Riegelöffnungsbewegung
- 201
- Ausrichtung im ersten Zustand
- 202
- Relativbewegung der Gelenkelemente
- 204
- Schwenkbewegung
- 206
- Zurückschwenkbewegung
- 208
- Riegelausweichbewegung
- 210
- Riegeleinrastbewegung
1. Gelenkeinheit (100, 102) für die Pfosten eines Transport- bzw. Lagergestelles, mit
einem ersten und einem zweiten Gelenkelement (10, 40), die in einem ersten Zustand
nicht zueinander verschwenkbar sind und in einem zweiten Zustand relativ zueinander
in einer Schwenkebene verschwenkbar sind, wobei wenigstens das erste Gelenkelement
(10) eine erste Führungsfläche (16) aufweist, die derart angeordnet ist, dass die
Gelenkelemente (10, 40) durch eine Relativbewegung (202) der Gelenkelemente (10, 40)
entlang der Führungsfläche (16) aus der relativen Lage des ersten Zustandes in den
zweiten Zustand überführt werden können, gekennzeichnet durch einen ersten Ansatz (14) an einer zu der Schwenkebene parallelen Seitenfläche (15)
des ersten Gelenkelementes (10), wobei die erste Führungsfläche (16) an dem ersten
Ansatz (14) vorgesehen ist.
2. Gelenkeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Seitenfläche des zweiten Gelenkelementes (40) eine zur Führungsfläche (16)
des ersten Gelenkelementes (10) korrespondierende zweite Führungsfläche (46) an einem
zweiten Ansatz (44) derart vorgesehen ist, dass die beiden Führungsflächen (16, 46)
bei der Relativbewegung (202) der Gelenkelemente (10, 40) zwischen dem ersten und
dem Zustand aneinander abgleiten.
3. Gelenkeinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden bei der Relativbewegung der beiden Gelenkelemente (10, 40) während des
Überganges vom ersten in den zweiten Zustand nachlaufenden Enden (17, 45) der Führungsflächen
(16, 46) abgerundet sind.
4. Gelenkeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsfläche (16) gegen die Richtung (201), in der die Gelenkelemente (10,
40) zueinander im ersten Zustand stehen, geneigt ist, vorzugsweise in einem Winkelbereich
von 30 bis 60 Grad, besonders bevorzugt um 45 Grad.
5. Gelenkeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen an einem der Gelenkelemente (40), vorzugsweise am zweiten Gelenkelement, beweglich
gelagerten Riegel (62), der eine Sperrstellung einnehmen kann, wenn die Gelenkelemente
(10, 40) im ersten Zustand sind, in der er mit einem an dem anderen Gelenkelement
(10) vorgesehenen Riegelgegenstück (18) derart zusammenwirkt, dass die Überführung
der Gelenkelemente (10, 40) in den zweiten Zustand gesperrt ist.
6. Gelenkeinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Riegel (62) und das Riegelgegenstück (18) an einer Seitenfläche der Gelenkeinheit
(100, 102) befinden.
7. Gelenkeinheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (62) und das Riegelgegenstück (18) an derjenigen Seitenfläche der Gelenkeinheit
(100, 102) vorgesehen sind, an der sich der erste Ansatz (14) befindet.
8. Gelenkeinheit nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelgegenstück einen nach außen weisenden Fortsatz (18) an dem ersten Ansatz
(14) umfasst.
9. Gelenkeinheit nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Fortsatz (18) eine im Wesentlichen in Richtung der Ausrichtung (201), in der
die Gelenkelemente zueinander im ersten Zustand stehen, weisende Sperrfläche (20)
aufweist, an der der Riegel (62) in der Sperrstellung anliegt.
10. Gelenkeinheit nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Fortsatz (18) eine Rastführungsfläche (22) vorgesehen ist, die derart angeordnet
und ausgestaltet ist, dass der Riegel (62) bei der Bewegung der Gelenkelemente (10,
40) vom zweiten in den ersten Zustand an der Rastführungsfläche (22) abgleiten kann,
bis er in die Sperrstellung einrastet.
11. Gelenkeinheit nach den Ansprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrfläche (20) und die Rastführungsfläche (22) in einem spitzen Winkel aneinander
treffen, der in der Schwenkebene liegt.
12. Gelenkeinheit nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (62) in einer Riegelführung (60) an einem Gelenkelement (40) verschiebbar
gelagert ist, in der er in die Sperrstellung oder aus der Sperrstellung heraus bewegt
werden kann.
13. Gelenkeinheit nach Anspruch 12, insoweit er direkt oder indirekt von Anspruch 2 abhängig
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegelführung (60) außen an dem zweiten Ansatz (44) vorgesehen ist, wobei die
Riegelführung (60) und der zweite Ansatz (44) vorzugsweise eine bauliche Einheit bilden.
14. Gelenkeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Gelenkelement (40), vorzugsweise das zweite Gelenkelement, wenigstens eine
Bohrung (52, 106) oder Nut aufweist, in die ein in dem anderen Gelenkelement (10)
festgelegter Bolzen (26) eingreift, der als Achse bei der Schwenkbewegung (204) dient,
wobei die Bohrung (52, 106) oder Nut eine lang gestreckte Form aufweist, die derart
ausgestaltet ist, dass sie die Relativbewegung (202) der Gelenkelemente (10, 40) entlang
der ersten Führungsfläche (16) bei der Überführung vom ersten in den zweiten Zustand
ermöglicht.
15. Gelenkeinheit nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung (106) einen zu der Richtung (201), in der die Gelenkelemente (10, 40)
zueinander im ersten Zustand stehen, schrägen Bereich (108) aufweist.
16. Gelenkeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass in demjenigen Ende (28) des ersten Gelenkelementes (10), das im ersten Zustand an
dem zweiten Gelenkelement (40) anliegt, eine Aufnahme für einen Stapelzapfen vorgesehen
ist.
17. Klappbares Transport- bzw. Lagergestell mit Pfosten, die Gelenkeinheiten (100, 102)
nach einem der vorhergehenden Ansprüche zum Zusammenklappen aufweisen.