[0001] Die Erfindung betrifft eine Verpackung für flache quaderförmige Gegenstände wie Laptops
oder Notebooks, die durch zwei im Wesentlichen gleiche, jedoch zueinander sowohl um
eine vertikale als auch um eine horizontale Achse um 180° verdreht zusammengesetzte
Teile gebildet wird, die jeweils zwei Längsseitenteile und zwei Stirnseitenteile aufweisen.
[0002] Eine derartige Verpackung ist aus der
DE 298 16 024 U1 bekannt. Sie wird durch zwei identische Styroporhalbschalen mit jeweils einer Ausnehmung,
die zusammen einen Gegenstand umschließen, gebildet. Es sind dabei jedoch keine Maßnahmen
vorgesehen, um Gegenstände verschiedener Größe federnd und stoßdämpfend aufnehmen
zu können.
[0003] Die
DE 298 08 024 U1 zeigt ein flexibles Polsterteil, dessen Seitenteile sowohl in Längs- als auch in
Querrichtung durch keilförmige Einschnitte für verschiedene Verpackungsgrößen variabel
ausgebildet sind. Ein Gegenstand kann jedoch nur in Längs- und Querrichtung, nicht
aber in allen Richtungen federnd aufgenommen werden. Auch kann dieses Teil einen Gegenstand
nicht allseits umfassend aufnehmen.
[0004] Aus der
WO 02/059014A1 ist eine Verpackung mit nur in einer Richtung dehnbaren Längsseiten teilen bekannt.
Die
DE 83 18 721.9 U zeigt eine rahmenartige Verpackungshilfe mit aufsteckbaren Riegeln als Haltemittel,
mit denen größere Teile zum Transport von Geräten, die aber nicht zur Aufnahme und
allseitigen Umfassung der Geräte ausgebildet oder geeignet sind.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verpackung der eingangs genannten
Art so auszubilden, dass ein Gegenstand in allen drei Koordinatenrichtungen elastisch
und an verschiedene Größen anpassbar aufnehmen kann. Die Verpackung soll insbesondere
Notebooks und/oder Laptops in der Größe von 15 bis 17 Zoll geeignet sein und Stöße,
die beim Handling oder beim Transport auftreten können, mit guter Dämpfung abfedern.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass die Längsseitenteile
und Stirnseitenteile einen zur Aufnahme der Gegenstände geeigneten und dieser entlang
aller vier Seiten stoßdämpfend umgebenden Rahmen bilden und zum Innern des Rahmens
hin einbuchtend und federnd ausgebildet sind, und dass ferner an den Längsseitenteilen
und/oder den Stirnseitenteilen Andrückfinger vorgesehen sind, die bei Auflage auf
die Anlageflächen der Verpackungsrahmenteile federnd und stoßdämpfend auf die eine
und/oder beide der beidseitigen großen Flächen des Gegenstandes drücken.
[0007] Durch die Ausbildung der Längsseitenteile und der Stirnseitenteilen nach innen einbuchtend
in Form eines flachen Bogens ergibt sich eine elastisch federnde Aufnahme von flachen
Gegenständen, insbesondere Laptops oder Notebooks in verschiedenen in Frage kommenden
Größen mit einer Variabilität von 10 bis 20 % in den Dimensionen. Die an den Längsseitenteilen
und/oder den Stirnseitenteilen angeformten Andrückfinger gewährleisten bei einfachem
und materialsparender Ausbildung des Rahmens auch eine Abfederung in z-Richtung.
[0008] Die Erfindung betrifft ferner verschiedene vorteilhafte Weiterbildungen, die in den
Unteransprüchen definiert sind.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die
beigefügte Zeichnungen näher beschrieben. Es stellen dar:
- Figur 1
- zwei zueinander horizontal und vertikal um 180° versetzte identische Verpackungsrahmenteile
1, die zusammengesetzt eine Verpackung 10 (Figur 5) bilden;
- Figur 2
- eine Draufsicht auf ein Verpackungsrahmenteil 1;
- Figur 3
- einen Schnitt entlang der Linie III-III in Figur 2;
- Figur 4
- eine Seitenansicht des Verpackungsrahmenteils 1 in Richtung der Pfeile IV-IV in Figur
2;
- Figur 5
- zwei Verpackungsrahmenteile 1, die, ausgehend von der Darstellung nach Figur 1, zu
einer Verpackung 10 zusammengesetzt sind, in der ein Gegenstand 2 aufgenommen ist;
- Figur 6
- eine Darstellung wie in Figur 5, jedoch mit einem angesetzten Behältnis 51;
- Figur 7
- eine Darstellung wie Figur 6, jedoch in einem Umkarton 50.
[0010] Figur 1 zeigt zwei identische, jedoch zueinander in vertikaler und horizontaler Richtung
jeweils um 180° gegeneinander gedrehte Verpackungsrahmenteile 1. Der Aufbau eines
solchen Verpackungsrahmens, auf den weiter unten Bezug genommen wird, ergibt sich
im Detail aus den Figuren 2 bis 4. Fügt man beide Verpackungsrahmenteile aufeinander,
wie in Figur 5 dargestellt, so bilden sie die aus Figur 5 ersichtliche rahmenartige
Verpackung 10, in der ein als flachen Quader ausgebildeter Gegenstand 2, zum Beispiel
ein Notebook oder ein Laptop, aufgenommen werden kann. Infolge ihrer speziellen Ausbildung,
ist diese Verpackung 10 in allen drei Koordinatenrichtungen elastisch und damit an
verschiedene Größen eines Gegenstands 2 anpassbar, so zum Beispiel Laptops oder Notebooks
in den Abmessungen zwischen 15 Zoll und 17 Zoll mit Gewichten von 2,8 bis 4,3 kg.
[0011] Nach Figur 2 weist ein Verpackungsrahmenteil 1 zwei Längsseitenteile 3a und 3b und
zwei Stirnseitenteile 4a und 4b auf, die miteinander verbunden sind und einen quasi
rechteckigen Rahmen bilden. Die Stirnseitenteile 4a, 4b sind zum Inneren des Rechtecks
3a, 3b nach Art einer Einbuchtung oder in Form eines flachen Bogens gekrümmt. Die
Verpackungsrahmenteile 1 sind hergestellt aus Polypropylen. Infolge der Elastizität
dieses Materials und dieser Formgebung können sich die Längsseitenteile und die Stirnseitenteile
bei der Aufnahme von Gegenständen 2 verschiedener Längen und/oder Breiten an diese
elastisch anpassen und diese gleichwohl mit einem gewissen Druck aufnehmen, so dass
ein solcher Gegenstand federnd und somit stoßdämpfend aufgenommen wird. Infolge dieser
Elastizität und der stoßdämpfenden Aufnahme ergibt sich auch eine gute Dämpfung der
Gegenstände bei Stößen, etwa beim Versand oder bei der Handhabung. Der eingezeichnete
Abstand a zwischen den Längsseitenteile 3a, 3b und der eingezeichnete Abstand b zwischen
den Stirnseitenteile 3 und 4a, 4b kann also bei den aufgenommenen Gegenständen 2 gegenüber
der dargestellten Lage um 10 bis 20 % größer sein und dennoch stets die angestrebte
stoßdämpfende Abfederung gewährleisten.
[0012] Die Längsseitenteile 3a, 3b und die Stirnseitenteile 4a, 4b sind an ihren Verbindungsbereichen
5a, 5b, 5c, 5d durch eine geometrische Formgebung miteinander verbunden, die als Scharnier
oder Gelenk wirkt, so dass bei Verbiegung eines Seitenteils sich die benachbarten
Seitenteile nur unwesentlich verbiegen. Die Seitenteile können sich also praktisch
in ihren Mittelbereichen unabhängig von den benachbarten Seitenteilen verbiegen. Die
geometrische Formgebung der Verbindungsbereiche 5a, 5b, 5c, 5d, die das Gelenk oder
Scharnier darstellt, wird durch Einschnitte 6a, 6b, 6c, 6d erzeugt.
[0013] Aus dem Querschnitt des Verpackungsrahmenbereichs 1 nach Figur 3 ist ersichtlich,
dass der linke Bereich 30 des Längsseitenteiles 3b die Höhe h
1 hat. Sie ist etwas weniger als das Doppelte der Höhe h
2 im rechten Bereich des Längsseitenteiles 3a. Beide Bereiche erstrecken sich in Längsrichtung
je etwa über die Hälfte, so dass, wenn man sie nach Figur 5 umgekehrt und verdreht
zusammenfügt, ein innerer entlang seines Umfangs im Wesentlichen geschlossener Hohlraum
der Höhe h
2-h
1 entsteht, in den ein Gegenstand 2 aufgenommen werden kann. Das gegenüberliegende
Längsseitenteil 3a ist entsprechend ausgebildet. Analog sind auch die beiden Stirnseitenteile
4a und 4b ausgebildet, wie dies insbesondere aus Figur 1 ersichtlich ist.
[0014] Ein Verpackungsrahmenteil 1 weist ferner, wie aus den Figuren zu ersehen, in Nähe
der Verbindungsbereiche 5a, 5b, 5c, 5d, an deren Stirnseitenteile 4a und 4b angeformte
Andrückfinger 11, 12, 13, 14 auf. Jeder Andrückfinger, zum Beispiel 11, verläuft mit
seiner Unterseite von der Anformstelle 15 abwärts und geht, wie aus Figur 3 ersichtlich,
in einen Stützfuß 16 über. Von der Standfläche 16' verläuft er wieder aufwärts zum
äußeren Ende 17 des Andrückfußes 11. Die obere Kante 17' steht gegenüber der Fläche
18 des rechten Teils der Längsseite 3b, der die Höhe h
2 hat, oben etwas über, das heißt sie ist nach oben/innen hervorstehend ausgebildet,
kann jedoch durch einen Gegenstand 2 elastisch zurückgebogen werden , bis die Kante
17' in der Ebene der Fläche 18 liegt, so dass dann der Andruckfinger federnd und mit
einem gewissen Druck stoßdämpfend auf die zugeordnete Fläche des Gegenstands 2 drückt.
Die Standfläche 16' des Stützfußes 16 hat gegenüber der Anformstelle 15 in horizontaler
Richtung eine geringere Entfernung wie das äußere Ende 17 des Andrückfingers 11. Daher
bewirkt die Höhenveränderung des äußeren Endes 17 beim Eindrücken durch den Gegenstand
2 lediglich eine im Verhältnis deutlich geringere Höhenveränderung der Standfläche
16' des Stützfußes 16. Auf diese Weise ergibt sich auch senkrecht zu den großen Flächen
des Gegenstands 2 eine elastische Andrückkraft mit Dämpfungswirkung bei Stößen etc.
[0015] Die Verpackungsteilstücke 1 weisen dann ferner an den Ecken des Rahmens noch Stützfüße
20a, 20b, 20c, 20d sowie in der Mitte der Längsseitenteile noch weitere Stützfüße
20e, 20f auf (vgl. auch Figur 1).
[0016] Figur 7 zeigt, wie eine Verpackung 10 in einen Umkarton 50 aufgenommen werden kann
und zwar derart, dass an der Stirnseite des Verpackungsrahmens 10 anliegend noch ein
separates Behältnis 51 für Anschlusskabel, etc. (vgl. auch Figur 6) Platz findet.
1. Verpackung für flache quaderförmige Gegenstände, zum Beispiel Laptops oder Notebooks,
die durch zwei im Wesentlichen gleiche, jedoch zueinander sowohl um eine vertikale
als auch um eine horizontale Achse um 180° verdreht zusammengesetzte Teile gebildet
wird, die jeweils zwei Längsseitenteile und zwei Stirnseitenteile aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsseitenteile (3a, 3b) und Stirnseitenteile (4a, 4b) einen zur Aufnahme der
Gegenstände (2) geeigneten und dieser entlang aller vier Seiten stoßdämpfend umgebenden
Rahmen (1) bilden und zum Innern des Rahmens hin einbuchtend und federnd ausgebildet
sind, und dass ferner an den Längsseitenteilen (3a, 3b) und/oder den Stirnseitenteilen
(4a, 4b) Andrückfinger (11, 12, 13, 14) vorgesehen sind, die bei Auflage auf die Anlageflächen
(18) der Verpackungsrahmenteile federnd und stoßdämpfend auf eine und/oder beide der
beidseitigen großen Flächen des Gegenstandes (2) drücken.
2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (1) an den Verbindungsbereichen (5a, 5b, 5c, 5d) der Längsseitenteile
(3a, 3b) und der Stirnseitenteile (4a, 4b) jeweils scharnierartig ausgebildet ist.
3. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die scharnierartig ausgebildeten Verbindungsbereiche (5a, 5b, 5c, 5d) durch sich
vom Innenraum her erstreckende Schlitze (6a, 6b, 6c, 6d) gebildet sind.
4. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (1) aus Polypropylen ist.
5. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsseitenteile (3a, 3b) und die Stirnseitenteile (4a, 4b) jeweils zu einer
Hälfte mit einer ersten Höhe (h1) und zur anderen Hälfte mit einer zweiten Höhe (h2), die größer ist als die erste Höhe, ausgebildet sind.