[0001] Die Erfindung betrifft eine Einspülvorrichtung zum Einspülen von Waschmittel in eine
Waschmaschine und eine Waschmaschine mit einer solchen Einspülvorrichtung.
[0002] Bekannte Einspülvorrichtungen weisen einen Behälter auf, der mit einem Boden und
Seitenwänden zumindest eine Kammer begrenzt. Dabei ist die Kammer geeignet und eingerichtet
Waschmittel aufzunehmen. Ferner ist vorgesehen, dass das Waschmittel mit einer Flüssigkeit
aus der Kammer ausgespült werden kann. Bei bekannten Einspülvorrichtungen sind Mittel
zum Verteilen der Flüssigkeit vorgesehen, mit welchen über mehrere Stellen verteilt
die Flüssigkeit in die Kammer eingespült werden kann, um Waschmittel aus der Kammer
auszuspülen. Ein derartiges Verteilmittel weist zum Einspülen der Flüssigkeit in die
Kammer in der Regel eine oder mehrere Düsen auf.
[0003] Aus der
DE 10 2006 002 400 B3 oder der
DE 195 35 203 C1 ist eine Einspülvorrichtung bekannt, bei der Düsen auf die Seitenwände der Kammer
ausgerichtet sind, um das Wasser an der Seitenwand entlang in den unteren Bereich
der Kammer fließen zu lassen. Hierbei kann es passieren, dass angebackene Waschmittelreste
an der Seitenwand nicht abgelöst werden, wobei die Anbackungen häufiger im unteren
Bereich stattfinden, da die Kammer in der Regel nur teilweise mit pulverförmigen Waschmittel
befüllt wird.
[0004] Aus der
DE 101 22 514 A1 ist es allgemein bekannt, Wandungen einer Einspüleinrichtung für Waschmittel zumindest
teilweise mit einer selbstreinigenden Oberfläche auszubilden, wobei die Oberfläche
der Wandungen mit einer Mikrostruktur-Oberfläche versehen ist, die das Anhaften von
Waschmitteln verhindern soll. Mit dieser Maßnahme ist jedoch nicht sichergestellt,
dass Waschmittelreste sowohl von den Seitenwänden als auch vom Boden der Kammern zuverlässig
ausgespült werden.
[0005] Ein Nachteil der bekannten Einspülvorrichtungen beziehungsweise Waschmaschinen mit
solchen Einspülvorrichtungen ist, dass häufig Reste von Waschmittelpulver in den Kammern
der Einspülvorrichtung zurückbleiben und dort mitunter Verkrustungen bilden, die zumindest
unansehnlich sind. Bei verschiedenen Einspülvorrichtungen sind die Düsen speziell
zum Abspülen von Waschmittelresten auf den Boden der Kammern gerichtet. Dieses verhindert
jedoch nicht das Anhaften von Waschmittelresten an den Seitenwänden. Ferner ist bekannt,
die Seitenwände und den Boden mit selbstreinigenden Oberflächen zu versehen, so dass
das Wasser, welches in die Kammern eingespült wird, von den Oberflächen abperlt. Dieses
führt jedoch zu einer geringen Benetzung insbesondere der Seitenwände, wodurch es
möglich ist, dass das Wasser an den Seitenwänden anhaftendes Waschpulver nicht abspült.
Werden dagegen Seitenwände und Böden mit hoher Benetzbarkeit, d. h. mit hydrophilen
Oberflächen verwendet, führt dies dazu, dass Wasser nach dem letzten Spülen am Boden
der Kammern bleibt und Waschmittel, welches dann für den folgenden Waschgang eingefüllt
wird, mit diesem Wasser eine klebrige schleimartige Masse bildet, die am Kammerboden
anhaftet.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einspülvorrichtung dahingehend zu
verbessern, dass das Anhaften von Waschmittelresten in der Kammer vermindert oder
verhindert wird.
[0007] Diese Aufgabe wird zum Einen erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass einige Düsen, die
nachfolgend als erste Düsen bezeichnet werden, auf einen Bereich der Seitenwände ausgerichtet
sind, der sich über die unteren 2/3 der Seitenwände erstreckt. Da Anhaftungen insbesondere
in den unteren 2/3 der Seitenwände vorkommen, diese bisher jedoch nicht von einem
aus den Düsen austretenden Wasserstrahl getroffen werden, wird durch die Ausrichtung
der ersten Düsen auf die unteren 2/3 der Seitenwände ein Anhaften von Waschmittelresten
effektiv verhindert. Die ersten Düsen können dabei zum Teil auf das mittlere Drittel
zum Teil auf das untere Drittel, insbesondere auf einen an den Boden angrenzenden
Bereich gerichtet sein. Der Vorteil dieser Anordnung ist, dass angehaftete Waschmittelreste
sicher von einem Wasserstrahl erreicht und dadurch zuverlässig von den Seitenwänden
und dem Boden der Kammer gelöst werden.
[0008] Weitere Düsen, die nachfolgend als zweite Düsen bezeichnet sind, können auf das obere
Drittel der Seitenwände ausgerichtet sein, so wie es bei bekannten Einspülvorrichtungen
bereits üblich ist.
[0009] Die Seitenwände einer Kammer einer erfindungsgemäßen Einspülvorrichtung können als
Übergangsbereich zum Boden eine Hohlkehle aufweisen. In dieser Hohlkehle kommt es
ebenfalls häufig zu Anhaftungen von Waschmittelresten. Es ist daher vorteilhaft, wenn
auch auf diesen Bereich Düsen gerichtet sind. Die ersten Düsen können daher auch auf
den Übergangsbereich zwischen den Seitenwänden und dem Boden gerichtet sein. Es können
jedoch auch nachfolgend als dritte Düsen bezeichnete Düsen vorgesehen sein, die auf
den Boden gerichtet sind.
[0010] Bei einer besonderen Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Einspülvorrichtung können
die Düsen, d. h. die ersten, zweiten und/oder dritten Düsen in ihrer Ausrichtung einstellbar
sein.
[0011] Der Behälter und das Verteilmittel sind bei erfindungsgemäßen Einspülvorrichtungen
vorteilhaft gegeneinander verschiebbar. Während der Behälter nach Art einer Schublade
aus dem Gehäuse der Waschmaschine herausziehbar ist, ist das Verteilmittel vorteilhaft
auf der Innenseite des Gehäuses der Waschmaschine befestigt.
[0012] In einer erfindungsgemäßen Ausführung kann der Behälter zum Aufnehmen des Waschmittels
mehrere Kammern aufweisen, die von je einem Boden und Seitenwänden begrenzt werden.
[0013] Diese Kammern können zur Aufnahme von Waschmitteln vorgesehen sein, die zu verschiedenen
Zeitpunkten eines Programms in die Waschtrommel eingespült werden. Es kann sich beispielsweise
um eine Kammer für die Aufnahme von Waschmittel für eine Vorwäsche, um eine Kammer
für die Aufnahme von Waschmittel für eine Hauptwäsche und um eine Kammer für die Aufnahme
von Weichspüler handeln. Jeder Kammer kann dann ein Abschnitt des Verteilmittels zugeordnet
sein, über den die Flüssigkeit in die Kammer eingespült werden kann. Zumindest einer
der Abschnitte weist erste Düsen auf. Vorteilhaft handelt es sich dabei um den Abschnitt,
der der Kammer für das Waschmittel für den Hauptwaschgang zugeordnet ist. Ebenso ist
es denkbar, dass alle Abschnitte erste Düsen aufweisen.
[0014] Die ersten Düsen können wechselweise auf verschiedene Seitenwände ausgerichtet sein.
Ebenso ist es möglich, dass die aus verschiedenen ersten Düsen austretenden Strahlen
mit verschiedenen Abständen zum Boden auf die Seitenwände auftreffen.
[0015] Das Verteilmittel einer erfindungsgemäßen Einspülvorrichtung kann Leitelemente aufweisen,
die geeignet und eingerichtet sind, den Düsen die Flüssigkeit oder Flüssigkeiten zuzuführen.
Denkbar ist insbesondere, dass das Verteilmittel beziehungsweise die Leitelemente
so ausgestaltet sind, dass den ersten Düsen eine andere Flüssigkeit zugeführt wird
als den übrigen Düsen. Bei den Leitelementen kann es sich um Kanäle handeln.
[0016] Eine erfindungsgemäße Spülvorrichtung kann ein Steuermittel aufweisen, welches geeignet
und eingerichtet ist, die Verteilung der Flüssigkeit beziehungsweise der Flüssigkeiten
so zu steuern, dass die ersten Düsen, die zweiten Düsen und/oder die dritten Düsen
im Wechsel mit der Flüssigkeit beziehungsweise mit den Flüssigkeiten versorgt werden.
[0017] In einer vorteilhaften Ausführung sind die Oberflächen des Bodens hydrophob und die
Oberflächen der Seitenwände einer Kammer hydrophil ausgebildet. Um dies zu erreichen,
ist es zweckmäßig, dass der Boden und die Oberflächen unterschiedliche Rauhigkeiten
haben. Dieses kann ein Instrument sein, um die unterschiedlichen hydrophoben beziehungsweise
hydrophilen Eigenschaften des Bodens und der Seitenwände herzustellen. Hydrophob bezeichnet
in diesem Zusammenhang eine schlechte Benetzbarkeit der Oberfläche mit Wasser, während
hydrophil eine gute Benetzbarkeit der Oberfläche mit Wasser meint.
[0018] Die unterschiedliche Benetzbarkeit der Oberflächen kann nicht nur durch unterschiedliche
Rauhigkeiten der Oberflächen hergestellt werden, sondern auch durch Beschichtungen
oder Ähnliches.
[0019] Vorteilhaft ist die Rauhigkeit des Bodens kleiner als die Rauhigkeit der Seitenwände.
Die gemittelte Rauhigkeit des Bodens kann kleiner oder gleich 1 µm, insbesondere kleiner
oder gleich 0,1 µm sein. Die gemittelte Rauhigkeit der Seitenwände ist dagegen vorteilhaft
größer als 3 µm, insbesondere größer oder gleich 4 µm.
[0020] Die Aufgabe wird ferner mit einer Waschmaschine mit einer Einspülvorrichtung wie
oben beschrieben, gelöst.
[0021] Ausführungsbeispiele für eine erfindungsgemäße Einspülvorrichtung sind anhand der
Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Frontansicht einer Waschmaschine mit erfindungsgemäßer Einspül- vorrichtung;
- Fig. 2
- wesentliche Teile einer erfindungsgemäßen Einspülvorrichtung;
- Fig. 3
- ein Verteilmittel der erfindungsgemäßen Einspülvorrichtung gemäß Fig. 2 in einer perspektivischen
Ansicht von oben;
- Fig. 4
- das Verteilmittel gemäß Fig. 3 in einer perspektivischen Ansicht von unten;
- Fig. 5
- einen Behälter der Einspülvorrichtung gemäß Fig. 2;
- Fig. 6
- einen Schnitt durch die Einspülvorrichtung gemäß der Linie VI-VI in Fig. 2 und
- Fig. 7 - 10
- Querschnitte durch die Einspülvorrichtung gemäß der Fig. 2 in verschiedenen Positionen.
[0022] Die in Fig. 1 dargestellte Waschmaschine W ist äußerlich wie eine aus dem Stand der
Technik bekannte Waschmaschine W aufgebaut. Auf der Frontseite der Wachmaschine W
erkennt man eine für eine Waschmaschine W vom Typ eines Frontladers bekannte Tür T,
über die eine Waschtrommel (nicht dargestellt) der Waschmaschine W zum Einfüllen oder
Entnehmen der Wäsche zugänglich ist. Die Waschtrommel ist hierbei über eine horizontale
Achse drehbar innerhalb eines Laugenbehälters (nicht dargestellt) angeordnet. In einem
Bereich oberhalb der Tür T ist auf der Frontseite der Waschmaschine W ein Bedien-
und Anzeigenfeld B vorgesehen, auf welchem verschiedene Bedienknöpfe und Anzeigeelemente
vorgesehen sind. Über die Betätigung der Knöpfe kann die Waschmaschine W gesteuert
werden. Insbesondere ist eine Programmwahl möglich.
[0023] Ebenfalls oberhalb der Tür T ist auf der Frontseite die Einspülvorrichtung E beziehungsweise
eine Abdeckung der Einspülvorrichtung E erkennbar. Die Einspülvorrichtung E ist an
dem bei Waschmaschinen üblichen Platz in der linken oberen Ecke auf der Frontseite
der Waschmaschine W vorgesehen. Die Richtungs- und Positionsangaben beziehen sich
auf die betriebsgemäße Aufstellposition der Waschmaschine W. Im vorliegenden Fall
umfasst die Einspülvorrichtung E einen Behälter, der nach Art einer Schublade herausgezogen
werden kann, um das Waschmittel in Kammern des Behälters einzufüllen.
[0024] Das Wesentliche der Einspülvorrichtung E, das innerhalb der Waschmaschine W angeordnet
ist, ist in Fig. 2 dargestellt. Die wesentlichen Teile werden durch einen ausziehbaren
Behälter 1, ein Verteilmittel 2 und ein Gehäuse 3 gebildet.
[0025] Das Gehäuse 3 und das Verteilmittel 2 sind fest miteinander verbunden und beides
ist über Befestigungselemente des Gehäuses 3 mit dem Gehäuse der Waschmaschine verbunden.
Der Behälter 1 ist aus der Anordnung, bestehend aus dem Gehäuse 3 und dem Verteilmittel
2, herausziehbar und an dieser gelagert. Der Behälter 1 (siehe insbesondere Fig. 5)
weist drei Kammern 3A, 3B, 3C auf, wobei alle drei Kammern 3A, 3B, 3C zum Einfüllen
von Waschmitteln geeignet und eingerichtet sind. Die Kammer 3A oder die Kammer 3B
sind für die Aufnahme von Waschmitteln für einen Hauptwaschgang oder Vorwaschgang
vorgesehen. Der Waschmittelbehälter 3C ist dagegen für die Aufnahme von Weichspüler
vorgesehen.
[0026] Die Kammer 3C ist in einem vorderen Bereich des Behälters 1 vorgesehen, während die
Kammern 3A, 3B im mittleren und hinteren Bereich nebeneinander angeordnet sind.
[0027] Der Boden der Kammer 3A und der Kammer 3B ist nach hinten geneigt. Die Kammern 3A
und 3B werden durch einen Boden 31 und Seitenwände 32 begrenzt. Eine Rückwand ist
nicht vorgesehen. Aufgrund der fehlenden Rückwand ist es möglich, dass Flüssigkeit,
die in die Kammern 3A, 3B eingespült auf der hinteren Seite des Behälters aus den
Kammern 3A, 3B herausläuft, um zur Waschtrommel bzw. in den Laugenbehälter zu gelangen.
[0028] Das Verteilmittel 2 ist dazu vorgesehen, Wasser an verschiedenen Stellen verteilt
in die Kammern 3A, 3B, 3C einzuspülen. Das Verteilmittel 2 ist in vier Abschnitte
2A, 2B, 2C, 2D unterteilt, wobei über die Abschnitte 2A, 2B, 2C die erste Kammer 3A,
die zweite Kammer 3B beziehungsweise die dritte Kammer 3C mit einer Flüssigkeit beaufschlagt
werden kann. Der vierte Abschnitt 2D des Verteilmittels ist für die Weiterleitung
von Flüssigkeit in einen anderen Bereich der Waschmaschine W vorgesehen, was nicht
näher erläutert wird. Die Verteilung der Flüssigkeit auf die vier Abschnitte 2A, 2B,
2C, 2D erfolgt über eine sogenannte Wasserweiche 21, die dem Fachmann aus dem Stand
der Technik bereits geläufig ist (Fig. 3 und 4).
[0029] Der erste Abschnitt 2A des Verteilmittels 2, es handelt sich dabei um den Abschnitt
2A, der der ersten Kammer 3A zugeordnet ist, ist in drei Teilabschnitte unterteilt.
In jedem dieser drei Teilabschnitte 2A1, 2A2, 2A3 ist eine Anzahl von Düsen 25, 26,
27 vorgesehen, über welche die Flüssigkeit in die Kammer 3A eingespült werden kann
(Fig. 7, 8, 9 und 10).
[0030] Der zweite Abschnitt 2B ist in zwei Teilabschnitte 2B1, 2B2 unterteilt, in welchen
ebenfalls verschiedene Düsen 26, 27 zum Einspülen der Flüssigkeit in die Kammer angeordnet
sind (Fig. 4).
[0031] Der dritte Abschnitt 2C ist nicht weiter unterteilt, weist jedoch drei Düsen 28 auf,
mit denen die Flüssigkeit in die dritte Kammer 3C eingespült werden kann.
[0032] Der vierte Abschnitt 2D mündet in einem Stutzen, über welchen das Wasser zu einem
weiteren Ort in der Waschmaschine W geleitet werden kann (Fig. 3).
[0033] Ösen 23 sind für die Befestigung des Verteilmittels 2 an dem Gehäuse der Waschmaschine
W vorgesehen, während Ösen 22 der Befestigung des Gehäuses 3 der Einspülvorrichtung
E an dem Verteilmittel 2 der Einspülvorrichtung E vorgesehen sind (Fig. 2, 3 und 4).
[0034] In dem Teilabschnitt 2A2 des ersten Abschnitts 2A des Verteilmittels 2 sind erste
Düsen 25 vorgesehen, die so ausgerichtet sind, dass eine aus den Düsen austretende
Flüssigkeit, vorausgesetzt, dass die Flüssigkeit mit einer ausreichenden Geschwindigkeit
aus der Düse austritt, auf den unteren 2/3, insbesondere im unteren Drittel auf die
Seitenwände 32 der Kammer 3A auftreffen. Im Teilabschnitt 2A1 und 2A2 angeordnete
zweite Düsen 26 sind so ausgerichtet, dass das obere Drittel der Seitenwände 32 der
Kammer 3A von der Flüssigkeit getroffen wird. In den Teilabschnitten 2A1 und 2A3 vorgesehene
dritte Düsen 27 sind auf den Boden 31 der Kammer 3A ausgerichtet (Fig. 7, 8, 9 und
10).
[0035] Im Abschnitt 2B, der der zweiten Kammer 3B zugeordnet ist, sind zweite Düsen 26 und
dritte Düsen 27 vorgesehen, die auf das obere Drittel der Seitenwände 32 beziehungsweise
auf den Boden 31 der zweiten Kammer 3B ausgerichtet sind. Die vierten Düsen 28, die
im dritten Abschnitt 2C vorgesehen sind, sind auf den Boden der dritten Kammer 3C
ausgerichtet (Fig. 4 und 6).
[0036] Die Oberfläche des Bodens 31 zumindest der ersten Kammer 3A ist hydrophilisiert,
so dass Flüssigkeiten von dem Boden 31 abperlen und kaum die Möglichkeit haben den
Boden 31 zu benetzen. Dagegen sind die Seitenwände 32 zumindest der ersten Kammer
3A hydrophobisiert, so dass Flüssigkeiten die Seitenwände 32 gut benetzen und sich
gut auf den Seitenwänden 32 verteilen. Lediglich in einem dem Boden 31 direkt benachbarten
Übergangsbereich der Seitenwände 32, der als Hohlkehle ausgebildet ist, können auch
die Seitenwände 32 hydrophobisiert sein. Die Hydrophilisierung des Bodens 31 beziehungsweise
die Hydrophobisierung der Seitenwände 32 wird durch unterschiedliche Rauhigkeiten
des Bodens 31 und der Seitenwände 32 erreicht. Der Boden 31 hat beispielsweise eine
gemittelte Rauhigkeit von 0,1 µm, während die gemittelte Rauhigkeit der Seitenwände
32 ungefähr 4 µm beträgt. Die unterschiedlichen Rauhigkeitsgrade können durch eine
entsprechende Oberfläche der Werkzeuge erreicht werden, die zum Herstellen des Behälters
1 verwendet werden. Ebenso ist es möglich, die unterschiedlichen Rauhigkeitswerte
oder die unterschiedliche Benetzbarkeit für Wasser durch Beschichtungen der Oberflächen
oder dergleichen zu erreichen. Auch die Nachbehandlung der Oberflächen nach der Herstellung
des Behälters 1 ist denkbar, beispielsweise durch Chemikalien oder mechanische Bearbeitung.
1. Einspülvorrichtung (E) für eine Waschmaschine (W)
mit einem Behälter (1), der mit einem Boden (31) und Seitenwänden (32) zumindest eine
Kammer (3A, 3B, 3C) begrenzt,
wobei die Kammer (3A, 3B, 3C) geeignet und eingerichtet ist Waschmittel aufzunehmen
und die Kammer (3A, 3B, 3C) geeignet und eingerichtet ist, dass Waschmittel mit einer
Flüssigkeit aus ihr ausgespült werden kann,
und mit einem Mittel (2) zum Verteilen der Flüssigkeit, dass geeignet und eingerichtet
ist über mehrere Stellen verteilt die Flüssigkeit in die Kammer (3A, 3B, 3C) einzuspülen,
wozu das Verteilmittel (2) eine oder mehrere Düsen (25, 26, 27, 28) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass einige Düsen, die nachfolgend als erste Düsen (25) bezeichnet sind, auf einen Bereich
der Seitenwände (32) ausgerichtet sind, der sich über die unteren Zweidrittel der
Seitenwände (32) erstreckt, wobei ein Teil der ersten Düsen (25) auf das mittlere
Drittel der Seitenwände (32) ausgerichtet ist und ein weiterer Teil der ersten Düsen
(25) auf das untere Drittel, insbesondere auf einen an den Boden (31) angrenzenden
Bereich gerichtet ist.
2. Einspülvorrichtung (E) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass einige der Düsen, die nachfolgend als zweite Düsen (26) bezeichnet sind, auf das
obere Drittel der Seitenwände (32) ausgerichtet sind.
3. Einspülvorrichtung (E) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Seitenwände (32) als Übergangsbereich zum Boden (31) eine Hohlkehle aufweisen.
4. Einspülvorrichtung (E) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass einige der Düsen, die nachfolgend als dritte Düsen (27) bezeichnet sind, auf den
Boden (31) ausgerichtet sind.
5. Einspülvorrichtung (E) nach Anspruche 1 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Teil der ersten Düsen (25) auf den Übergangsbereich des Bodens (31)
ausgerichtet sind.
6. Einspülvorrichtung (E) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausrichtung aller Düsen (25, 26, 27, 28) oder eines Teils der Düsen einstellbar
ist.
7. Einspülvorrichtung (E) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Behälter (1) und das Verteilmittel (2) gegeneinander verschiebbar sind.
8. Einspülvorrichtung (E) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Behälter (1) zum Aufnehmen des Waschmittels mehrere Kammern (3A, 3B, 3C) aufweist,
die von je einem Boden (31) und Seitenwänden (32) begrenzt sind.
9. Einspülvorrichtung (E) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeder Kammer (3A, 3B, 3C) ein Abschnitt des Verteilmittels (2A, 2B, 2C) zugeordnet
ist.
10. Einspülvorrichtung (E) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest einer der Abschnitte (2A, 2B, 2C) erste Düsen (25) aufweist.
11. Einspülvorrichtung (E) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass alle Abschnitte (2A, 2B, 2C) erste Düsen (25) aufweisen.
12. Einspülvorrichtung (E) nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die ersten Düsen (25) wechselweise auf verschiedene Seitenwände (32) ausgerichtet
sind.
13. Einspülvorrichtung (E) nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verteilmittel (2) Leitelemente aufweist, die geeignet und eingerichtet sind den
Düsen (25, 26, 27, 28) die Flüssigkeit bzw. die Flüssigkeiten zuzuführen.
14. Einspülvorrichtung (E) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verteilmittel Leitelemente aufweist, die geeignet und eingerichtet sind den ersten
Düsen (25) eine andere Flüssigkeit zuzuführen als den übrigen Düsen (26, 27, 28).
15. Einspülvorrichtung (E) nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leitelemente Kanäle sind.
16. Einspülvorrichtung (E) nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Steuermittel vorgesehen ist, welches geeignet und eingerichtet ist die Verteilung
der Flüssigkeit bzw. der Flüssigkeiten so zu steuern, dass die ersten Düsen (25),
die zweiten Düsen (26) und/oder die dritten Düsen (27) im Wechsel mit der Flüssigkeit
bzw. den Flüssigkeiten versorgt werden.
17. Einspülvorrichtung (E) für eine Waschmaschine (W) nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass Oberflächen des Bodens (31) hydrophob und Oberflächen der Seitenwände (32) hydrophil
sind.
18. Einspülvorrichtung (E) nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Oberflächen des Bodens (31) und der Seitenwände (32) eine unterschiedliche Rauhigkeit
aufweisen, wobei die Rauhigkeit des Bodens (31) kleiner ist als die Rauhigkeit der
Seitenwände (32).
19. Waschmaschine (W) mit einer Einspülvorrichtung (E) nach einem der Ansprüche 1 bis
18.