[0001] Die Erfindung betrifft eine Lüftungsvorrichtung für eine Schiebetür, ein Schiebefenster
oder dergleichen, mit einem Festrahmen mit einem im Wesentlichen vertikal ausgerichteten
Rahmenschenkel, an welchem die Schiebetür in ihrer geschlossenen Stellung anliegt
und mit dem diese verriegelt ist.
[0002] Schiebetüren sind seit langem bekannt und werden hauptsächlich in Gebäuden zum Austritt
auf Balkone oder Terrassen verwendet. Außerdem sind Schiebefenster bekannt, bei denen
der Schiebeflügel parallel zum Rahmen verschoben wird. Die Türen und Fenster sind
heutzutage hochpräzise ausgeführt und dichten mit dem Festrahmen so gut ab, dass mit
dem Rauminneren kein Luftaustausch stattfinden kann. Um dennoch zum Erhalt eines gesunden
Raumklimas einen gewissen Luftaustausch im Gebäudeinneren zu ermöglichen, muss die
Tür oder das Fenster einen Spalt geöffnet werden oder es muss der Rahmen der Schiebetür
oder der Festrahmen mit einem Lüftungsgitter versehen werden. Derartige Einbauten
sind aber optisch nicht ansprechend.
[0003] Eine andere Möglichkeit schlägt die
EP-A-1 657 392 vor, die eine Schiebetür mit Lüftung offenbart, bei der seitlich am Festrahmen ein
zusätzliches Profil angesetzt ist, welches hohl ausgeführt ist, so dass es von Luft
durchströmt werden kann. Bei geschlossener Schiebetür ist dieses Profil von einer
Seitenfläche der Schiebetür abgedeckt, so dass kein Luftaustausch stattfinden kann.
Ist die Schiebetür teilweise aufgeschoben, wird das Profil freigegeben und ein Luftaustausch
durch dieses Profil hindurch kann stattfinden. Als nachteilig wird angesehen, dass
am Mauerwerk eine zur Aufnahme dieses zusätzlichen Hohlprofils entsprechend große
Aussparung vorgesehen sein muss, was Kosten verursacht. Außerdem muss das Mauerwerk
mindestens eine Breite aufweisen, die der Breite der Schiebetür mit anliegendem Hohlprofil
entspricht. Eventuell muss sogar das Türblatt der Schiebetür um die Tiefe des Hohlprofils
verlängert werden.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Lüftungsvorrichtung bereitzustellen,
die bei geschlossener Schiebetür nicht ins Auge fällt und bei der keine besonderen
Maßnahmen am Mauerwerk erforderlich sind.
[0005] Diese Aufgabe wird mit einer Lüftungsvorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
insbesondere dadurch gelöst, dass die Schiebetür mittels eines teleskopartig verstellbaren
Elements in eine bezüglich des Rahmenschenkels verschobene verriegelbare Lüftungsstellung
bringbar ist.
[0006] Hierdurch wird sichergestellt, dass die Schiebetür eine Lüftungsstellung einnimmt
und dennoch mit dem Festrahmen verriegelt ist, so dass ein ungehinderter Zugang verwehrt
bleibt, ein Luftaustausch aber dennoch möglich ist.
[0007] Bei einer ersten Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Rahmenschenkel ein in Verschieberichtung
der Schiebetür teilweise ausziehbares, das teleskopartig verstellbare Element bildendes
Lüftungsprofil aufweist und das Lüftungsprofil quer zu dessen Verschieberichtung von
Luft durchströmbar ist.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Lüftungsvorrichtung ist das Lüftungsprofil bezüglich des
Rahmenschenkels verschieblich gelagert, wobei das Lüftungsprofil entweder in den Rahmenschenkel
integriert oder auf den Rahmenschenkel aufgesetzt ist. Die Verschieberichtung in dessen
Lüftungsstellung entspricht dabei der Öffnungsrichtung der Schiebetür. Befindet sich
das Lüftungsprofil in seiner eingeschobenen Stellung, dann wird es nicht von Luft
durchströmt, da das Lüftungsprofil entweder vollständig vom Rahmenschenkel aufgenommen
beziehungsweise vollständig von diesem abgedeckt ist. Außerdem ist das in den Rahmenschenkel
integrierte Lüftungsprofil dann nicht sichtbar.
[0009] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass das Lüftungsprofil
einen U-förmigen Querschnitt aufweist. Denkbar sind auch andere Querschnitte, zum
Beispiel ein H-förmiger Querschnitt. Dabei wendet sich bei einem U-förmigen Querschnitt
der Profilquersteg der Schiebetür zu, wohingegen die andere, offene Seite, mit ihren
freien Enden der beiden Profilschenkel mit nach außen abragenden Halteleisten innerhalb
des Rahmenschenkels angeordnet ist. Bei H-förmigem Querschnitt wendet sich der eine
H-Balken der Schiebetür zu und der andere liegt innerhalb des Profilschenkels.
[0010] Zur Aufnahme des Lüftungsprofils befindet sich im Rahmenschenkel eine U-förmige Ausnehmung,
in welche das Lüftungsprofil einschiebbar ist. Die freien Enden der U-förmigen Aufnahme
liegen dabei flächig am U-förmigen Lüftungsprofil an und führen dieses.
[0011] Bei einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass die beiden Profilschenkel des Lüftungsprofils,
beziehungsweise der eine Profilschenkel im Falle eines H-förmigen Querschnitts, mit
Durchbrüchen versehen sind. Diese Durchbrüche dienen dem Luftaustausch bei ausgezogenem
Lüftungsprofil.
[0012] Vorzugsweise ist die Größe der Durchbrüche einstellbar. Hierfür kann das Lüftungsprofil
mit einem Schieber versehen sein, der mehr oder weniger weit über die Durchbrüche
geschoben werden kann.
[0013] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der der Schiebetür zugewandte Profilquersteg
des Lüftungsprofils mit der Schiebetür koppelbar. Dies kann auf unterschiedliche Weise
erfolgen, wobei das Lüftungsprofil hierfür zum Beispiel einen in Verschieberichtung
der Schiebetür vorstehenden Verriegelungszapfen aufweist. Dieser Verriegelungszapfen
kann von der Schiebetür ergriffen werden und das Lüftungsprofil kann über diesen Verriegelungszapfen
aus dem Rahmenprofil herausgezogen werden. Denkbar sind aber auch Magnete, die am
Lüftungsprofil und/oder an der Schiebetür vorgesehen sind.
[0014] Die Magnete können zum Beispiel mittels des Handgriffs der Schiebetür auch aktiviert
beziehungsweise deaktiviert werden.
[0015] Die mechanische Kopplung des Lüftungsprofils an der Schiebetür ist jedoch zu bevorzugen,
da diese Kopplung auch eine Einbruchsicherheit bietet. Insbesondere ist die Schiebetür
mit angekoppeltem Lüftungsprofil auch arretierbar, so dass sie in der augenblicklichen
Stellung mit ausgezogenem Lüftungsprofil sicher stehen bleibt.
[0016] Die Arretierung und Verriegelung der Schiebetür am Festrahmen, d.h. in der vollständig
geschlossenen Stellung erfolgt erfindungsgemäß dadurch, dass das Lüftungsprofil einen
Durchbruch für einen am vertikalen Rahmenschenkel des Festrahmens in Verschieberichtung
der Schiebetür vorstehenden Verriegelungszapfen aufweist, so dass der Verriegelungszapfen
das Lüftungsprofil vollständig durchgreift, so dass er von einem Verriegelungsmechanismus
der Schiebetür ergriffen werden kann. Diese Schiebetür wird also direkt und nicht
über das Lüftungsprofil mit dem Festrahmen bzw. dessen Rahmenprofil verriegelt.
[0017] Erfindungsgemäß ist das Lüftungsprofil teleskopartig aus dem vertikalen Rahmenschenkel
des Festrahmens ausziehbar. Dabei kann das Lüftungsprofil einteilig oder mehrteilig
ausgebildet sein, so dass das Lüftungsprofil in sich auch zusammenschiebbar beziehungsweise
auseinanderziehbar ist.
[0018] Eine Weiterbildung sieht vor, dass am oder im Lüftungsprofil ein Luftfilter oder
Insektenschutz befestigt ist. Auf diese Weise kann die in das Gebäudeinnere einströmende
Luft u.a. von Verunreinigungen befreit werden.
[0019] Um das Lüftungsprofil bei Nichtgebrauch in das Rahmenprofil zurück zu ziehen, ist
das Lüftungsprofil entgegen der Kraft einer Rückstellfeder ausziehbar. Mittels der
in der Rückstellfeder gespeicherten Kraft wird das Lüftungsprofil in die Ausgangsstellung
zurückgezogen, sobald es von der Schiebetür freikommt.
[0020] Dabei kann erfindungsgemäß das Lüftungsprofil gedämpft und/oder gebremst in seine
im Rahmenschenkel versenkte Ruhelage zurückgefahren werden. Dies erfolgt geräuschlos.
Mit Vorzug ist lediglich die Rückfahrbewegung gedämpft beziehungsweise gebremst, jedoch
nicht die Auszugbewegung.
[0021] Bei einer Variante der Erfindung ist vorgesehen, dass das Lüftungsprofil in der ausgezogenen
Stellung mit dem Profilrahmen verrastbar ist. In dieser Stellung des Lüftungsprofils
wird die Schiebetür gehalten, so dass diese nicht selbsttätig in ihre Schließlage
zurückfährt.
[0022] Eine andere, gegebenenfalls kombinierbare Variante sieht vor, dass der Festrahmen
oder die Schiebetür mit wenigstens einem, das teleskopartig verstellbare Element bildenden
Verriegelungszapfen versehen ist und der Verriegelungszapfen teleskopartig verlängerbar
ist. Durch die Verlängerung des Verriegelungszapfens kann die Schiebetür in eine Lüftungsstellung
geöffnet, d.h. verschoben werden und sie bleibt in dieser Lüftungsstellung verriegelt,
bzw. kann in dieser Stellung wieder verriegelt werden.
[0023] Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass der Verriegelungszapfen einen Zapfenkern
mit einem Verriegelungskopf aufweist. Durch diesen Zapfenkern ist die Schiebetür mit
dem Festrahmen verriegelbar. Hierfür wird z.B. ein an einer Treibstange montiertes
Verriegelungsblech verwendet, welches den Verriegelungskopf hintergreift, da der Zapfenkern
unmittelbar hinter dem Verriegelungskopf eingeschnürt ist.
[0024] Die Verlängerung des Verriegelungsbolzens wir erfindungsgemäß dadurch erzielt, dass
der Zapfenkern und der Verriegelungskopf von einer Zapfenhülse umgriffen sind. Wird
der Verriegelungskopf frei gegeben, kann die Zapfenhülse koaxial zum Zapfenkern verschoben
werden. Ein Lösen der Zapfenhülse vom Zapfenkern wird dadurch verhindert, dass die
Zapfenhülse und/oder der Zapfenkern eine Abzugsverhinderung aufweisen.
[0025] Die Verriegelung der Schiebetür in der Lüftungsstellung wird dadurch erreicht, dass
die Zapfenhülse im Bereich der Einschnürung wenigstens einen, insbesondere zwei einander
gegenüber liegende radiale Ausschnitte aufweist. In diese Ausschnitte greift das Verriegelungsblech.
[0026] Die erfindungsgemäße Lüftungsvorrichtung kann für Schiebetüren, Hebeschiebetüren
und Hebeschiebekipptüren bzw. -fenster verwendet werden.
[0027] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
sowie der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung besonders
bevorzugte Ausführungsbeispiele im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in
der Zeichnung dargestellten sowie in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten
Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich
sein.
[0028] In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung eines Abschnitts eines Rahmenschenkels des Festrahmens
sowie eines Abschnitts einer Schiebetür;
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht des Rahmenschenkels mit ausgezogenem Lüftungsprofil (teilweise
geschnitten);
- Figur 3
- einen Schnitt III-III gemäß Figur 2 bei eingeschobenem Lüftungsprofil;
- Figur 4a
- einen Schnitt IV-IV gemäß Figur 3 bei eingeschobenem Lüftungsprofil;
- Figur 4b
- einen Schnitt IV-IV gemäß Figur 3 bei ausgezogenem Lüftungsgitter;
- Figur 5a
- einen Schnitt V-V gemäß Figur 3 bei eingeschobenem Lüftungsprofil;
- Figur 5b
- einen Schnitt V-V gemäß Figur 3 bei ausgezogenem Lüftungsprofil;
- Figur 6
- eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Lüftungsprofils;
- Figur 7a - 7e
- diverse Ansichten eines teleskopartig verlängerbaren Verriegelungszapfens;
- Figur 8
- eine perspektivische Ansicht eines dritten Ausführungsbeispiels der Erfindung mit
in Schließstellung sich befindender Schiebetür; und
- Figur 9
- die Ansicht gemäß Figur 8 mit in Lüftungsstellung sich befindender Schiebetür.
[0029] Die Figur 1 zeigt eine insgesamt mit 10 bezeichnete Lüftungsvorrichtung, die bei
Schiebetüren 16, insbesondere bei Hebeschiebetüren und bei Hebeschiebekipptüren, verwendet
wird. In der Figur 1 ist ein Abschnitt eines Rahmenschenkels 12 eines Festrahmens
14 erkennbar, an welchem der vertikale Holm einer derartigen Schiebetür 16 anliegt,
wenn diese ihre Schließlage einnimmt. In den Rahmenschenkel 12 ist ein Führungsprofil
18 eingelassen, aus welchem ein Lüftungsprofil 20 in Richtung der Schiebetür 16 herausragt.
Der Rahmenschenkel 12 kann aber auch selbst die Form des Führungsprofils 18 ausweisen.
Das Lüftungsprofil 20 besitzt Durchbrüche 22, durch welche Luft ins Rauminnere 24
hinein- beziehungsweise aus diesem herausströmen kann. Die Schiebetür 16 ist mit einem
Schlitz 26 versehen, der das Lüftungsprofil 20, vor allem in der Schließlage der Schiebetür
16 teilweise aufnehmen kann. Das Lüftungsprofil 20 besitzt einen im Wesentlichen U-förmigen
Querschnitt mit zwei Profilschenkeln 28 sowie einen Profilquersteg 30. Seitlich des
Schlitzes 26 befinden sich Dichtlippen 32, die an den Außenseiten der Profilschenkel
28 anliegen, so dass die Luft das Lüftungsprofil 20 durchströmen muss und es nicht
über den Schlitz 26 umgehen kann.
[0030] In der Figur 2 ist das Führungsprofil 18 mit dem herausgezogenen Lüftungsprofil 20
dargestellt, wobei die beiden Profile 18 und 20 teleskopartig ineinander schiebbar
sind. Die freien Enden der Schenkel des Führungsprofils 18 besitzen nach innen umgebogene
Enden 34, die von nach außen und parallel zu den Profilschenkeln 28 umgebogenen Enden
36 des Lüftungsprofils 20 hintergriffen sind. Außerdem besitzt das Lüftungsprofil
20 seitlich abragende Stützflügel 38, die an der Innenwand des Führungsprofils 18
anliegen. Auf diese Weise wird eine exakte Führung des Lüftungsprofils 20 im Führungsprofil
18 in Verschieberichtung (Pfeil 40) der Schiebetür 16 geschaffen. Die freien Enden
34 liegen flächig an den Außenflächen der Profilschenkel 28 an. Außerdem liegen die
beiden Enden 34 und 36 flächig aneinander an, wobei das Ende 34 spielfrei zwischen
den Profilschenkeln 28 und den Enden 36 gehalten und geführt ist.
[0031] In Figur 2 sind außerdem zwei Verriegelungszapfen 42 und 44 erkennbar, wobei der
Verriegelungszapfen 42 vom Profilquersteg 30 abragt, wohingegen der Verriegelungszapfen
44 einen im Lüftungsprofil 20 vorgesehenen und sich in Verschieberichtung 40 erstreckenden
Durchbruch 46 durchgreift. Der Verriegelungszapfen 44 ist außerdem von einem im Wesentlichen
quaderförmigen Stützelement 48 umgeben, welches sich auf einer Führungshülse 50 abstützt.
Das Stützelement 48 ist von den beiden Profilschenkeln 28 des Lüftungsprofils 20 flankiert
und wird von diesen getragen und die Führungshülse 50 erstreckt sich koaxial zum Durchbruch
46 innerhalb des Führungsprofils 18. Die Führungshülse 50 umgreift den zylindrischen
Körper des Verriegelungsbolzens 44.
[0032] Dieser Verriegelungsbolzen 44 ist, wie sich aus Figur 3 ergibt, mit seinem Fuß im
Mauerwerk oder Blendrahmen 52 verankert, insbesondere in dieses eingeschraubt, wobei
das Mauerwerk oder der Blendrahmen 52 sich hinter dem Führungsprofil 18 befindet.
Der Verriegelungszapfen 42 ist in geeigneter Weise im Lüftungsprofil 20 verankert,
insbesondere in dieses eingeschraubt. Deutlich erkennbar ist, dass bei in das Führungsprofil
18 eingeschobenem Lüftungsprofil 20 die beiden Verriegelungszapfen 42 und 44 gleich
weit vom Profilquersteg 30 des Lüftungsprofils 20 abragen. Dies hat den Vorteil, dass
die Köpfe der beiden Verriegelungszapfen 42 und 44 mit herkömmlichen Verriegelungsmechanismen
der Schiebetür 16 ergriffen und mit diesen verriegelt werden können.
[0033] Ist der Verriegelungszapfen 44 mit der Schiebetür 16 gekoppelt, dann ist die Schiebetür
16 mit dem Festrahmen 14 verriegelt und kann nicht geöffnet werden. Ist der Verriegelungszapfen
44 jedoch frei, der Verriegelungszapfen 42 aber nach wie vor mit der Schiebetür 16
verriegelt, dann wird das Lüftungsprofil 20 beim Aufschieben der Schiebetür 16 aus
dem Führungsprofil 18 um die zulässige Wegstrecke, das heißt bis zum gegenseitigen
Hintergreifen der Enden 34 und 36, herausgezogen. Ein weiterer Ausschub und somit
ein weiteres Verschieben der Schiebetür 16 ist nicht möglich. In dieser Position kann
das Lüftungsprofil 20 mit dem Führungsprofil 18 zum Beispiel verrasten. Der Auszug
des Lüftungsprofils 20 aus dem Führungsprofil 18 kann auch entgegen der Kraft einer
(nicht dargestellten) Rückstellfeder erfolgen, so dass bei anschließender Entkopplung
des Lüftungsprofils 20 von der Schiebetür 16 das Lüftungsprofil 20 selbsttätig in
das Führungsprofil 18 zurückgezogen wird, wobei diese Rückzugsbewegung gebremst und/oder
gedämpft erfolgen kann. Hierfür sind geeignete Mittel (nicht dargestellt) im Rahmenschenkel
12, insbesondere im Führungsprofil 18, vorgesehen.
[0034] Die Figuren 4a und 4b zeigen den Querschnitt IV-IV gemäß Figur 3 bei eingeschobenem
Lüftungsprofil 20 beziehungsweise aus dem Führungsprofils 18 ausgezogenem Lüftungsprofil
20. Es ist deutlich erkennbar, dass das Lüftungsprofil 20 von den Flachseiten der
Enden 34 geführt wird und sich über die Flügel 38 an der Innenfläche der beiden Schenkel
des Führungsprofils 18 abstützt und dadurch ein zur Verschieberichtung 40 paralleler
Auszug gewährleistet ist und ein Verkanten vermieden wird. In der Figur 4b ist deutlich
der doppelte Hintergriff der Enden 34 und 36 und die spielfreie Aufnahme des Endes
34 zwischen einem Profilschenkel 28 und dem Ende 36 erkennbar.
[0035] In den Figuren 5a und 5b ist deutlich erkennbar, dass der Verriegelungszapfen 44
mit seinem Zapfenfuß ins Mauerwerk oder den Blendrahmen 52 eingeschraubt und dort
sicher verankert ist, so dass über diesen Verriegelungszapfen 44 die Schiebetür 16
einbruchssicher verriegelt werden kann. Dieser Verriegelungszapfen 44 wird vom ausgezogenen
Lüftungsprofil 20 überfahren, wobei dieses über das Stützelement 46 auf der Führungshülse
50 gleitet. Der Verriegelungszapfen 44 dient zusätzlich als Führungselement für das
Lüftungsprofil 20 bei dessen Auszug.
[0036] Die Figur 6 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei der das Führungsprofil
18 mit einem in Richtung des Lüftungsprofils 20 sich erstreckenden Stützprofil 54
versehen ist, welches beidseitig vom Lüftungsprofil 20 flankiert ist und an dessen
Seitenwänden 56 die Profilschenkel 28 des Lüftungsprofils 20 anliegen. Das Stützprofil
54 hat die Funktion der Führungshülse 50 mit Stützelement 48.
[0037] Außerdem ist erkennbar, dass der Profilquersteg 30 des Lüftungsprofils 20 mit einer
schlüssellochartigen Öffnung 58 versehen ist. Diese Öffnung 58 besitzt einen relativ
langen und schmalen ersten Öffnungsabschnitt 60 und einen relativ kurzen und breiten
zweiten Öffnungsabschnitt 62. Fluchtend zur Verschieberichtung 40 ist in einem Profilquersteg
64 des Stützprofils 54 eine zweite Öffnung 66 vorgesehen, die einen relativ kurzen
und schmalen ersten Öffnungsabschnitt 68 und einen relativ langen und breiten zweiten
Öffnungsabschnitt 70 aufweist. Der erste Öffnungsabschnitt 68 liegt deckungsgleich
zum ersten Öffnungsabschnitt 60 und der zweite Öffnungsabschnitt 62 liegt deckungsgleich
zum zweiten Öffnungsabschnitt 70.
[0038] Die in dieser Figur nicht dargestellte Schiebetür besitzt einen in Längsrichtung
des Lüftungsprofils 20 verschieblich und in Richtung der beiden Öffnungen 58 und 66
abragenden Verriegelungszapfen. Dieser Verriegelungszapfen greift bei geschlossener
Schiebetür durch beide Öffnungen 58 und 66 und nimmt seine unterste Stellung, nämlich
seine Riegelstellung ein. Dabei liegt er in beiden ersten Öffnungsabschnitten 68 und
60, so dass der Riegelkopf, der breiter ist als die Breite der ersten Öffnungsabschnitte
60 und 68 von diesen hintergriffen wird. Die Schiebetür ist dadurch verriegelt. Wird
der Verriegelungszapfen vertikal in eine Mittelstellung, nämlich seine Lüftungsstellung
verschoben, dann kommt er aus dem ersten Öffnungsabschnitt 68 frei und befindet sich
im zweiten Öffnungsabschnitt 70. Der Riegelkopf wird aber nach wie vor vom ersten
Öffnungsabschnitt 60 hintergriffen, so dass beim Verschieben der Schiebetür das Lüftungsprofil
20 aus dem Führungsprofil 18 herausgezogen wird, wie es in Figur 6 dargestellt ist.
Durch ein weiteres Verschieben des Verriegelungszapfens nach oben in seine Öffnungsstellung
kommt dieses schließlich aus dem Hintergriff des ersten Öffnungsabschnitts 60 frei
und befindet sich im zweiten Öffnungsabschnitt 62, so dass die Schiebetür vollständig
geöffnet werden kann.
[0039] Die Figur 7 zeigt einen insgesamt mit 72 bezeichneten Verriegelungszapfen, der einen
Zapfenkern 74 und eine Zapfenhülse 76 aufweist, die teleskopartig ineinander verschiebbar
sind, was deutlich aus der Figur 7 erkennbar ist. Der Zapfenkern 74 trägt ein Außengewinde
78 (Figur 7a), über welches er im Festrahmen 14 oder alternativ in der Schiebetür
16 verankerbar ist. Ein Ende des Zapfenkerns 74 wird von einem Verriegelungskopf 80
gebildet, der in der Figur 7a von der Zapfenhülse 76 über- und hintergriffen ist.
Hierfür besitzt die Zapfenhülse 76 einen radial nach innen gezogenen Rand 82, der
eine Schulter 84 am Verriegelungskopf 80 hintergreift. Außerdem ist in den Figuren
7c und 7e erkennbar, dass der Verriegelungskopf 80 eine Einschnürung 86 aufweist,
die bei zusammengeschobenem Verriegelungszapfen 72 auf der axialen Höhe eines radialen
Ausschnitts 88 der Zapfenhülse 76 liegt. Diesem radialen Ausschnitt 88 der Zapfenhülse
76 folgt ein Hülsenkopf 90, der breiter ist, als der Verriegelungskopf 80, was deutlich
in Figur 7c erkennbar ist.
[0040] In Figur 8 ist die Schließlage der Schiebetür 16 dargestellt, in der sie am Festrahmen
14 anliegt und in der sie dadurch verriegelt ist, dass der Verriegelungszapfen 72
von einem Verriegelungsblech 92 ergriffen ist. Dieses Verriegelungsblech 92 wird z.B.
von einer Treibstange 94 gebildet, die in der Schiebetür 16 in deren Längsrichtung
verschieblich gelagert ist. Die Kopplung von Verriegelungszapfen 72 und Verriegelungsblech
92 erfolgt dadurch, dass der Verriegelungskopf 80 und der Hülsenkopf 90 eine Verriegelungsöffnung
96 durchgreifen, deren Öffnungsweite abgestuft ist. In der dargestellten Position
liegt die erste Stufe 98 um die Einschnürung 86 und den Ausschnitt 88, so dass ein
Öffnen der Schiebetür 16 in Richtung des Pfeils 40 aufgrund des Hintergriffs des Verriegelungskopfs
80 blockiert wird.
[0041] In der Figur 9 liegt in der ersten Stufe 98 der Verriegelungsöffnung 96 lediglich
der Ausschnitt 88, indem zuvor die Treibstange 94 so weit angehoben wurde, dass die
zweite Stufe 100 in den Bereich des Verriegelungskopfs 80 kommt. Da die Breite des
Verriegelungskopfs 80 geringer ist als die Weite der zweiten Stufe 100 der Verriegelungsöffnung
96, kann die Verriegelungsöffnung 96 über den Verriegelungskopf 80 geschoben werden.
Da aber die Breite des Hülsenkopfes 90 breiter ist, als die Weite der zweiten Stufe
100 der Verriegelungsöffnung 96, wird die Zapfenhülse 76 beim Verschieben der Schiebetür
16 in die in der Figur 7a dargestellte Stellung bis zum Anschlag an der Schulter 84
mitgenommen. Sodann wird die Treibstange 94 wieder in die Ausgangsposition nach unten
verlagert. Diese Position ist in der Figur 9 gezeigt. Die Schiebetür 16 nimmt ihre
Lüftungsstellung ein und ist verriegelt.
[0042] Eine vollständige Entriegelung der Schiebetür 16 wird dadurch erreicht, dass die
Treibstange 16 so weit nach oben verschoben wird, bis die dritte Stufe 102 den Ausschnitt
88 umgibt. Die Weite dieser dritten Stufe 102 ist größer als die Breite des Hülsenkopfes
90, so dass dieser die dritte Stufe 102 passieren kann.
1. Lüftungsvorrichtung (10) für eine Schiebetür (16), insbesondere eine Hebeschiebetür
oder eine Hebeschiebekipptür, ein Schiebefenster oder dergleichen, mit einem Festrahmen
(14) mit einem im Wesentlichen vertikal ausgerichteten Rahmenschenkel (12), an welchem
die Schiebetür (16) in ihrer geschlossenen Stellung anliegt und mit dem diese verriegelt
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebetür (16) mittels eines teleskopartig verstellbaren Elements in eine bezüglich
des Rahmenschenkels (12) verschobene verriegelbare Lüftungsstellung bringbar ist.
2. Lüftungsvorrichtung, insbesondere nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmenschenkel (12) ein in Verschieberichtung (40) der Schiebetür (16) teilweise
ausziehbares, das teleskopartig verstellbare Element bildendes Lüftungsprofil (20)
aufweist und das Lüftungsprofil (20) quer zur Verschieberichtung (40) von Luft durchströmbar
ist.
3. Lüftungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüftungsprofil (20) einen geschlossenen und/oder einen symmetrischen, insbesondere
einen U-förmigen, H-förmigen, X-förmigen, Y-förmigen oder T-förmigen Querschnitt aufweist.
4. Lüftungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die beiden parallelen Profilschenkel (28) des Lüftungsprofils (20) mit Durchbrüchen
(22) versehen sind, wobei die Größe der Durchbrüche (20) insbesondere verstellbar
und/oder einstellbar ist.
5. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Profilquersteg (30) des Lüftungsprofils (20) mit der Schiebetür (16) koppelbar
ist.
6. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüftungsprofil (20) einen in Verschieberichtung (40) der Schiebetür (16) vorstehenden
Verriegelungszapfen (42) aufweist und/oder dass das Lüftungsprofil (20) einen Durchbruch
(46) für einen vom vertikalen Rahmenschenkel (12) des Festrahmens (14) in Verschieberichtung
(40) der Schiebetür (16) vorstehenden Verriegelungszapfen (44) aufweist und der Verriegelungszapfen
(44) das Lüftungsprofil (20) insbesondere vollständig durchgreift.
7. Lüftungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebetür (16) ein Verriegelungsblech für die Verriegelungszapfen (42, 44) aufweist.
8. Lüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüftungsprofil (20) von einem Stützprofil (54) hintergriffen ist und das Lüftungsprofil
(20) und das Stützprofil (54) Öffnungen (58 und 66) für einen an der Schiebetür (16)
verschieblich gelagerten Verriegelungszapfen aufweisen, wobei die Öffnungen (58 und
66) insbesondere ein Schlüssellochprofil aufweisen und insbesondere jeweils einen
schmalen ersten Öffnungsabschnitt (60, 68) und einen breiten zweiten Öffnungsabschnitt
(62, 70) aufweisen, wobei insbesondere der schmale erste Öffnungsabschnitt (60) der
Öffnung (58) des Lüftungsprofils (20) länger ist, als der schmale erste Öffnungsabschnitt
(68) des Stützprofils (54) und/oder der breite zweite Öffnungsabschnitt (62)der Öffnung
(58) des Lüftungsprofils (20) kürzer ist, als der breite zweite Öffnungsabschnitt
(70) des Stützprofils (54) und/oder die Öffnungen (58 und 66) insbesondere zueinander
in Verschieberichtung (40) fluchten.
9. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüftungsprofil (20) teleskopartig aus dem vertikalen Rahmenschenkel (12) des
Festrahmens (14) ausziehbar ist und/oder der vertikale Rahmenschenkel (12) des Festrahmens
(14) einen Schlitz aufweist, aus dem das Lüftungsprofil (20) ausziehbar ist.
10. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am oder im Lüftungsprofil (20) ein Luftfilter befestigt ist.
11. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüftungsprofil (20) entgegen der Kraft einer Rückstellfeder ausziehbar ist und/oder
gedämpft und/oder gebremst in seine im Rahmenschenkel (12) versenkte Ruhelage zurückfahrbar
ist.
12. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüftungsprofil (20) in der ausgezogenen Stellung mit dem Rahmenschenkel (12)
verrastbar ist.
13. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Festrahmen (14) oder die Schiebetür (16) mit wenigstens einem das teleskopartig
verstellbare Element bildenden Verriegelungszapfen (72) versehen ist und der Verriegelungszapfen
(72) teleskopartig verlängerbar ist, wobei der Verriegelungszapfen (72) insbesondere
einen Zapfenkern (74) mit einem Verriegelungskopf (80) aufweist, der insbesondere
unmittelbar hinter dem Verriegelungskopf (80) eingeschnürt ist.
14. Lüftungsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfenkern (74) und der Verriegelungskopf (80) von einer Zapfenhülse (76) umgriffen
sind, wobei die Zapfenhülse (76) und/oder der Zapfenkern (74) insbesondere eine Abzugsverhinderung
aufweisen.
15. Lüftungsvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Zapfenhülse (76) im Bereich der Einschnürung (86) wenigstens einen, insbesondere
zwei einander gegenüber liegende radiale Ausschnitte (88) aufweist.