[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Verflüssigen
von Prozessmedien.
[0002] Aus der
DE 35 43 390 A1 geht ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verflüssigung von bei Normaltemperatur
in der Gasphase befindlichen Stoffen hervor. Dabei ist vorgesehen insbesondere Edelgase
und Kohlenwasserstoffgemische in einem Wärmetauscher über ein Kühlmedium zu verflüssigen.
Die Stoffe werden in den Wärmetauscher eingebracht und die äußere Oberfläche des Wärmetauschers
wird über ein gasförmiges Kühlmedium gekühlt. Auf diese Weise kann ein Stoff verflüssigt
bzw. in der flüssigen Phase gehalten werden.
[0003] Eine weitere Möglichkeit der Verflüssigung eines Gases besteht in der Verwendung
eines herkömmlichen Kühlschranks, was aber sehr kostenintensiv ist.
[0004] Auch über einen Joule-Thomson Prozess ist eine Verflüssigung von Gasen möglich. Dieser
ist jedoch von weiteren mechanischen Geräten abhängig und benötigt daher einen relativ
großen Bauraum. Zudem werden spezielle Kältemittel benötigt. Durch die Vielzahl von
Geräten ist dieser Prozess sehr wartungsaufwändig.
[0005] Bei einem Verfahren nach dem Joule-Thomson Prozess zur Gasverflüssigung wird Luft
durch ein Drosselventil von 200 bar auf etwa 20 bar entspannt. Dabei kühlt sich die
Luft um etwa 45 Kelvin ab. Die komprimierte Luft wird dann verwendet, um weitere komprimierte
Luft vor der Entspannung abzukühlen. Über mehrere Kompressions- und Entspannungsstufen
wird das Gas soweit abgekühlt, dass es kondensiert und somit im flüssigen Zustand
vorliegt.
[0006] In der
DE 10 2005 035 432 A1 ist ein Verfahren zum Bereitstellen von blasenfreiem flüssigem CO
2 an einen Verbraucher beschrieben. Es ist vorgesehen gasförmiges CO
2 einer Versorgungsleitung zu entnehmen, es in einem Kondensator zu verflüssigen und
anschließend dem Verbraucher zuzuführen.
[0007] Normalerweise erfolgt die Versorgung von Verbrauchern mit flüssigem CO
2 über Steigrohrflaschen bei einem Druck von 40 bar bis 60 bar. Diese können aber nicht
immer in der Nähe des Verbrauchers aufgestellt werden, so dass bei größeren Abständen
durch den Wärmeeinfall in die Leitungen eine Flüssigversorgung nicht gewährleistet
werden kann.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Verflüssigen
eines Prozessmediums zu schaffen, mit welchem das Prozessmedium einfach und kostengünstig
verflüssigt werden kann.
[0009] Die Aufgabe wird mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und einem
Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 12 gelöst.
[0010] Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den jeweiligen Unteransprüchen angegeben.
[0011] Erfindungsgemäß ist eine Vorrichtung zum Kühlen und/oder Heizen von Prozessmedien
vorgesehen. Die Vorrichtung weist einen Mediumsbehälter zur Aufnahme eines Prozessmediums
auf, wobei im Inneren des Mediumsbehälters Strömungskanäle ausgebildet sind. Auf dem
Mediumsbehälter ist zumindest ein Peltierelement zum Kühlen und/oder Heizen des Mediumsbehälters
angeordnet.
[0012] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird ein Prozessmedium in den Mediumsbehälter
eingebracht, der Mediumsbehälter wird dann über ein Peltierelement beheizt und/oder
gekühlt. Durch die Verwendung des Peltierelements zum Kühlen und/oder Heizen des Mediumsbehälters
ist es möglich mit einer sehr einfachen, wartungsfreien und kompakten Vorrichtung
ein Prozessmedium effektiv und kostengünstig zu Kühlen und/oder zu Heizen. Beispielsweise
kann gasförmiges CO
2 durch Kühlung in den flüssigen Zustand überführt werden und steht dann einem Verbraucher
zur Verfügung. Das flüssige CO
2 wird erst beim Verbraucher hergestellt, dadurch werden die Probleme durch Erwärmung
und die daraus folgende Verdampfung beim Transport vermieden. Hierfür ist lediglich
die kompakte Vorrichtung und eine Leitung zum Zuführen von gasförmigem CO
2 notwendig. Somit kann mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung flüssiges CO
2 direkt beim Verbraucher zur Verfügung gestellt werden.
[0013] Die Erfindung wird beispielhaft anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen dabei
schematisch,
- Fig. 1
- den erfindungsgemäßen Mediumsbehälter in einer seitlich geschnittenen Ansicht,
- Fig. 2
- eine entlang der Linie A-A geschnittene seitliche Ansicht des Mediumsbehälters aus
Fig. 1,
- Fig. 3
- die erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer seitlich geschnittenen Ansicht,
- Fig. 4
- eine Darstellung der Temperaturverteilung in der erfindungsgemäßen Vorrichtung, und
- Fig. 5
- ein System, in das die erfindungsgemäße Vorrichtung integriert ist, in einem Blockschaltbild.
[0014] Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 (Fig. 3) zum Verflüssigen eines Prozessmediums
2, wie z.B. gasförmiges CO
2 2, weist einen Mediumsbehälter 3 (Fig. 1 und Fig. 2) mit einer Deckenwandung 4, zwei
Stirnwandungen 5, zwei Seitenwandungen 6a, 6b und einer Bodenwandung 7 auf. Im Innenraum
8 des Mediumsbehälters 3 sind vertikale Wandungen 9a und horizontale Wandungen 9b
zwischen den beiden Stirnwandungen 5 bzw. den beiden Seitenwandungen 6a, 6b derart
angeordnet, dass sie vertikale Strömungskanäle 10a und horizontale Strömungskanäle
10b ausbilden.
[0015] In der Deckenwandung 4 des Mediumsbehälters 3 ist ein Einlass 11, an den eine Zuführleitung
26 angeschlossen ist, ausgebildet. Die Bodenwandung 7 weist einen Auslass 13 zum Abführen
des flüssigen CO
2 2 auf.
[0016] Über den Einlass 11 strömt das gasförmige CO
2 2 bzw. das flüssig-gasförmige CO
2 2 in die Strömungskanäle 10a, 10b des Mediumsbehälters 3 ein. Durch den Auslass 13
gelangt das flüssige CO
2 2 aus dem Mediumsbehälter 3 über eine Abführleitung 27 zu einem Verbraucher 28.
[0017] Der Mediumsbehälter 3 ist aus einem Material ausgebildet, das vorzugsweise eine gute
Wärmeleitfähigkeit aufweist, beispielsweise Aluminium oder Kupfer. Weiterhin ist der
Mediumsbehälter 3 druckbeständig bis zu einem Druck von 80 bar.
[0018] An zumindest einer der Seitenwandungen 6a, 6b bzw. der Stirnwandungen 5, beispielsweise
an der Seitenwandung 6a, des Mediumsbehälters 3 ist zumindest ein Peltierelement 15,
zum Kühlen des Mediumsbehälters 3, mit einer dem Mediumsbehälter 3 zugewandten Seite
16 vollflächig fixiert. Das Peltierlement 15 wird mit einer Wärmeleitpaste aufgeklebt.
[0019] Die Außenseiten der Wandungen 4, 5, 6b, 7 des Mediumsbehälters, die nicht vom Peltierelement
15 bedeckt sind, sind mit einer Isolierung 17 beispielsweise aus Polyurethan-Schaum
oder Polystyrol-Schaum gegen die Umgebungswärme bzw. Umgebungskälte isoliert.
[0020] Auf einer dem Mediumsbehälter 3 abgewandten Seite 18 ist das Peltierelement 15 vollflächig
mittels Wärmeleitpaste mit einem Kühlkörper 19 verbunden. Der Kühlkörper 19 weist
eine Struktur mit möglichst großer Oberfläche, beispielsweise eine lamellenartige
Struktur auf, um eine möglichst große Fläche für einen hohen Wärmeübergang zur Umgebung
bereitzustellen.
[0021] Auf einer Seite des Kühlkörpers, vorzugsweise der Unterseite 20 des Kühlkörpers,
ist ein Lüfter 21 angeordnet, um die Wärme schnell von der Oberfläche des Kühlkörpers
19 abzutransportieren und Verschmutzungen zu entfernen. Durch den Abtransport der
Wärme von der Oberfläche des Kühlkörpers 19 wird zunächst die dem Mediumsbehälter
3 zugewandte Seite 16 des Peltierelemets 15 und somit die damit verbundene Seitenwandung
6a des Mediumsbehälters 3 noch stärker bzw. effizienter gekühlt.
[0022] Auf einer unteren Ansaugseite 22 des Lüfters 21 ist ein Luftfilter 23 angeordnet.
Dadurch wird die vom Lüfter 21 angesaugte Luft gefiltert, um über den Lüfter 21 keine
Verschmutzungen in den Kühlkörper 19 einzubringen, die den Wärmeübergang zur Umgebung
behindern würden.
[0023] Nachfolgend wird die Anwendung der oben beschriebenen Vorrichtung 1 zum Verflüssigen
von Prozessmedien 2 erläutert.
[0024] Über den Einlass 11 des Mediumsbehälters 3 strömt das gasförmige bzw. das flüssig-gasförmige
CO
2 2 aus einer Zuleitung 26 in den Mediumsbehälter 3.
[0025] An das Peltierelement 15 wird über eine Gleichspannungsquelle (nicht dargestellt)
eine Gleichspannung, beispielsweise 24 V, angelegt. Dadurch wird die dem Mediumsbehälter
3 zugewandte Seite 16 des Peltierelements 15 gekühlt. Auf diese Weise wird die damit
vollflächig verbundene Seitenwandung 6a des Mediumsbehälters 3 ebenfalls abgekühlt.
[0026] Durch den Lüfter 21 wird die Wärme auf der anderen Seite 18 des Peltierelements schneller
abgeführt. Der Lüfter 21 saugt Umgebungsluft auf der Unterseite 22 des Lüfters 21
durch den Luftfilter 23 an, der den Staub aus der Luft herausfiltert, und bläst sie
über die lamellenförmigen Konturen des Kühlkörpers 19, der dadurch die aufgenommene
Wärme schneller und effizienter abgeben kann (Fig. 4). Der Lüfter 21 verbraucht bis
zu 38W elektrische Leistung.
[0027] Die Seitenwandung 6a des Mediumsbehälter überträgt die Kälte auf die angrenzenden
Wandungen 4, 5, 6b, 7 des Mediumsbehälters 3 sowie die innenliegenden Wandungen 9a,
9b der Strömungskanäle 10a, 10b.
[0028] Das einströmende gasförmige CO
2 2 verteilt sich durch den ersten horizontalen Strömungskanal 10b auf die vertikalen
Strömungskanäle 10a. Diese werden gleichmäßig von oben nach unten hin durchströmt.
Die durch das Peltierelement 15 gekühlten Außenwandungen 4, 5, 6a, 6b, 7 und die Wandungen
9a, 9b der Strömungskanäle 10a, 10b entziehen dem gasförmigen CO
2 2 die Wärmeenergie. Auf diese Weise kondensiert bzw. verflüssigt sich das CO
2 2 und sammelt sich in den vertikalen Strömungskanälen 10a und im unteren horizontalen
Strömungskanal 10b des Mediumsbehälters 3. Der untere horizontale Strömungskanal 10b
bildet somit zusammen mit den vertikalen Strömungskanälen 10a ein Sammelvolumen zum
Sammeln und Entgasen des Prozessmediums 2 aus. Gasblasen die sich im verflüssigten
CO
2 2 bilden und/oder sammeln steigen im inneren des Mediumsbehälters nach oben und werden
erneut kondensiert.
[0029] Durch den Auslass 13 kann das verflüssigte CO
2 2 entnommen werden und steht dem Verbraucher, beispielsweise für ein Flüssig-CO
2-Reinigungsverfahren, zur Verfügung.
[0030] Das verflüssigte CO
2 2 kann sowohl kontinuierlich als auch chargenweise entnommen werden.
[0031] Bei einem in der Praxis verwendeten Prototypen (Fig. 4) wird gasförmiges CO
2 2 mit einer Temperatur von in etwa 20°C, einem Druck von 40 bar und einem Massenstrom
von etwa 40 g/min in den Mediumsbehälter 3 eingeleitet.
[0032] Der am Kühlkörper 19 angeordnete Lüfter 21 saugt Umgebungsluft mit einer Temperatur
von ca. 20 °C an. Die Temperatur der oberhalb des Kühlkörpers 19 ausströmenden Luft
beträgt ca. 35°C.
[0033] Die Temperatur des Peltierelements 15 auf der dem Mediumsbehälter 3 zugewandten Seite
16 beträgt ca. -5°C. Die an das Peltierelement 15 angrenzende Seitenwandung 6a des
Mediumsbehälters 3 kühlt sich dadurch ebenfalls auf eine Temperatur von ca. -5°C ab.
Von der an das Peltierlement 15 angrenzenden Seitenwandung 6a des Mediumbehälters
3 zur außenliegenden Seitenwandung 6b hin ergibt sich eine Temperaturdifferenz von
ca. 10°C, d.h. die Temperatur der außenliegenden Seitenwandung 6b beträgt ca. 5°C
auf. Die maximale Temperaturdifferenz zwischen dem Mediumsbehälter 3 und der Umgebung
konnte in etwa bis zu 35°C betragen.
[0034] Bei diesem Versuch können in etwa 40g CO
2 innerhalb einer Minute verflüssigt werden. Der elektrische Verbrauch liegt dabei
in etwa bei 280 W.
[0035] Es kann auch vorgesehen sein, dass zwei oder mehr Wandungen des Mediumsbehälters
ein Peltierelement aufweisen. Dies hat den Vorteil, dass der Mediumsbehälter weniger
isoliert werden muss und dem Mediumsbehälter mehr Wärme entzogen werden kann.
[0036] Je mehr Peltierelemente verbaut werden und desto größer der Mediumsbehälter ausgebildet
ist, umso mehr Gas kann verflüssigt werden.
[0037] Mehrere Peltierelemente 15 können auch auf einer Seite des Mediumsbehälters 3 gestapelt
sein. Sie sind hierbei elektrisch und thermisch in Reihe geschaltet. Hierdurch kann
eine entsprechend höhere Temperaturdifferenz erzielt werden. Beispielsweise kann CO
2 bei einem Druck von nur 18 bar rückverflüssigt werden, wozu eine Temperatur von ca.
-20°C nötig ist.
[0038] Bei dem oben erläuterten Ausführungsbeispiel sind mehrere Peltierelemente 15 in Reihenschaltung
gestapelt angeordnet. Diese Peltierelemente 15 verbrauchen in etwa 240 W elektrische
Leistung und können eine Temperaturdifferenz zur Umgebung von bis zu 80 K erzeugen.
[0039] Bei einer Umpolung der an dem oder den Peltierelementen anliegenden Spannung können
flüssige oder gasförmige Medienströme auch aufgeheizt werden.
[0040] Der Mediumsbehälter kann einteilig oder mehrteilig, beispielsweise mit Deckel, zylinderförmig,
kugelförmig oder in einer anderen geeigneten Form ausgebildet sein.
[0041] Die Isolierung des Mediumsbehälters kann aus jedem geeigneten Material ausgebildet
sein.
[0042] Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zum Verflüssigen von gasförmigem CO
2 ist in ein System 24 (Fig. 5) integriert. Das System 24 weist einen CO
2-Vorratsbehälter 25 auf, der beispielsweise eine Druckflasche ist. Über den CO
2-Vorratsbehälter 25 wird flüssiges CO
2 in eine Zuführleitung 26 eingespeist. Innerhalb der Zuführleitung 26, die z.B. eine
Länge von über 3 m aufweist, geht das flüssige CO
2 aufgrund der Umgebungstemperatur zumindest teilweise in den gasförmigen Zustand über.
Über die Zuführleitung strömt das gasförmige CO
2 bzw. das flüssig-gasförmige CO
2 zum Verflüssigen über den Einlass 11 in den Mediumsbehälter 3 der Verflüssigungsvorrichtung
1. An den Auslass 13 ist eine Abführleitung 27 angeschlossen, über die das flüssige
CO
2 zu einem Verbraucher 28, beispielsweise einem Trockeneisstrahlgerät, gelangt.
[0043] Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 benötigt nur einen sehr geringen Bauraum. Durch
diese kompakte Bauweise kann sie direkt neben einem Verbraucher 28 angeordnet werden.
[0044] Die Zuführleitung 26 des Systems 24 kann nahezu beliebig lang sein, da das Prozessmedium
2 erst beim Verbraucher in flüssigem Zustand bereitgestellt werden muss und die erfindungsgemäße
Vorrichtung, in unmittelbarer Nähe des Verbrauchers, ein gasförmiges Prozessmedium
2 verflüssigen kann. Somit besteht kein Zwang den Vorratsbehälter 25 in unmittelbarer
Nähe des Verbrauchers anzuordnen.
[0045] Die Länge der Abführleitung 27 beträgt z.B. 0,5 m bis 1 m und vorzugsweise ≤ 1 m,
damit das verflüssigte Prozessmedium nicht erneut in den gasförmigen Zustand übergehen
kann. Die Abführleitung 27 ist vorzugsweise isoliert, um eine weitere Verdampfung
zu vermeiden.
[0046] Im erfindungsgemäßen System sind die Anforderungen an die Isolierung der Leitung
26, 27 geringer als bei herkömmlichen Systemen zum Versorgen eines Verbrauchers mit
flüssigem CO
2.
[0047] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird gasförmiges bzw. flüssig-gasförmiges CO
2 in einen Mediumsbehälter eingebracht, der Mediumsbehälter wird dann über ein Peliterelement
gekühlt. Durch die Verwendung des Peltierelements zum Kühlen des Mediumsbehälters
ist es möglich mit einer sehr einfachen, wartungsfreien und kompakten Vorrichtung
gasförmiges bzw. flüssig-gasförmiges CO
2 effektiv und kostengünstig zu verflüssigen. Das flüssige CO
2 wird erst beim Verbraucher hergestellt. Dadurch gibt es keine Probleme durch Erwärmung
beim Transport über eine längere Strecke. Hierfür ist lediglich die kompakte Vorrichtung
und eine Leitung zum Zuführen von gasförmigem CO
2 notwendig. Somit kann flüssiges CO
2 direkt beim Verbraucher zur Verfügung gestellt werden.
[0048] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind keine Ventile vorgesehen. Die Vorrichtung
ist deshalb unmittelbar in die Zuleitung zum Verbraucher integriert. Hierdurch ist
es nicht notwendig Sicherheitsventile vorzusehen.
Die Erfindung kann folgendermaßen kurz zusammengefasst werden:
[0049] Erfindungsgemäß ist eine Vorrichtung zum Verflüssigen eines Prozessmediums, insbesondere
von gasförmigem CO
2, vorgesehen. Die Vorrichtung weist einen Mediumsbehälter zur Aufnahme des Prozessmediums
auf, wobei im Inneren des Mediumsbehälters Strömungskanäle ausgebildet sind. Am Mediumsbehälters
ist zumindest ein Peltierelement zum Kühlen des Mediumsbehälters angeordnet.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 1.
- Vorrichtung
- 2.
- Prozessmedium
- 3.
- Mediumsbehälter
- 4.
- Deckenwandung
- 5.
- Stirnwandung
- 6.
- Seitenwandung
- 7.
- Bodenwandung
- 8.
- Inneraum
- 9.
- Wandungen
- 10.
- Strömungskanäle
- 11.
- Einlass
- 12.
- 13.
- Auslass
- 14.
- 15.
- Peltierelement
- 16.
- Seite
- 17.
- Isolierung
- 18.
- Seite
- 19.
- Kühlkörper
- 20.
- Unterseite
- 21.
- Lüfter
- 22.
- Ansaugseite
- 23.
- Luftfilter
- 24.
- System
- 25.
- Vorratsbehälter
- 26.
- Zuführleitung
- 27.
- Abführleitung
- 28.
- Verbaucher
1. Vorrichtung zum Verflüssigen eines Prozessmediums (2), insbesondere von gasförmigem
CO2 (2), mit einem Mediumsbehälter (3) zur Aufnahme des CO2 (2), wobei im Inneren (8) des Mediumsbehälters (3) ein oder mehrere Strömungskanäle
(10) ausgebildet sind und zumindest ein Peltierelement (15) zum Kühlen des Mediumsbehälters
(3) am Mediumsbehälter (3) angeordnet ist.
2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Peltierelement (15) ein Kühlkörper (19) angeordnet ist.
3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Kühlkörper (19) ein Lüfter (21) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Lüfter (21) ein Luftfilter (23) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Mediumsbehälter (3) mehrere Peltierelemente (15) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Mediumsbehälter (3) mehrere Peltierelemente (15) übereinander angeordnet und thermisch
in Reihe geschaltet sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Mediumsbehälter (3) eine Isolierung aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Inneren des Mediumsbehälters (3) vertikale Strömungskanäle (10a) ausgebildet sind,
die vom Prozessmedium (2) von oben nach unten durchströmt werden.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass im unteren Bereich des Mediumsbehälters (3) ein Sammelvolumen (10b) zum Sammeln und
Entgasen des gekühlten Prozessmediums (2) ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verbraucher (28) vorzugsweise unterhalb der Vorrichtung (1) angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Gleichspannungsquelle zum Versorgen der Peltierelemente (15) verwendet wird.
12. Verfahren zum Verflüssigen eines Prozessmediums (2), insbesondere von gasförmigem
CO2 (2), wobei das Prozessmedium (2) in einem Mediumsbehälter (3) verflüssigt wird, indem
der Mediumsbehälter (3) über zumindest ein an dem Mediumsbehälter (3) angeordnetes
Peltierelement (15) gekühlt wird, wodurch das Prozessmedium (2) verflüssigt wird.
13. Verfahren gemäß Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass zum Kühlen bzw. Heizen des Mediumsbehälters (3) eine Gleichspannungsquelle mit der
entsprechenden Polung angelegt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Prozessmedium (2) fest oder flüssig oder gasförmig ist.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Prozessmedium (2) im Inneren des Mediumsbehälters (3) von einem oder mehreren
Strömungskanälen (10) geleitet wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Prozessmedium (2) sich im Inneren des Mediumsbehälters (3) im untersten horizontalen
Strömungskanal (10a) zum Entgasen sammelt.
17. Verfahren, insbesondere nach einem der Ansprüche 12 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Vorrichtung (1), nach einem der Ansprüche 1 bis 9, zum Kühlen und/oder Heizen
des Prozessmediums (2) verwendet wird.
18. System mit einer Vorrichtung (1) zum Verflüssigen eines Prozessmediums (2), insbesondere
von gasförmigem CO2, mit einem Vorratsbehälter (25) für das Prozessmedium (2) an dem eine Zuführleitung
(26) angeschlossen ist in der das Prozessmedium (2) in den gasförmigen Zustand übergeht,
die Zuführleitung (26) den Mediumsbehälter (3) der Vorrichtung (1) mit dem Prozessmedium
(2) speist, das gasförmige Prozessmedium (2) im Mediumsbehälter (3) durch Kühlen in
den flüssigen Zustand überführt wird und anschließend einem Verbraucher (28) im flüssigen
Zustand zur Verfügung steht.
19. System nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Abführleitung (27) vom Mediumsbehälter (3) zum Verbraucher (28) vorgesehen ist
und die Abführleitung (27) eine Länge von 0,5 m bis 1 m und vorzugsweise eine Länge
von ≤ 1 m aufweist.
20. System nach Anspruch 18 oder 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Abführleitung (27) vom Mediumsbehälter (3) zum Verbraucher (28) vorgesehen ist
und die Abführleitung (27) thermisch isoliert ist.