[0001] Die Erfindung betrifft ein elektrisches Gerät mit einem Bedienelement, welches in
einer ersten Betriebsart eine Aktivierung einer dem Bedienelement zugeordneten Funktion
ermöglicht und welches in einer zweiten Betriebsart die Aktivierung der dem Bedienelement
zugeordneten Funktion nicht ermöglicht.
[0002] Ein derartiges elektrisches Gerät ist aus dem Siemens-Katalog ST 80 News, Ausgabe
2007 bekannt. Ein so genanntes Mobile Panel 277 weist ein Bedienelement in Form eines
STOP-Tasters auf, der gut sichtbar am Panel angeordnet ist und nur dann aktiviert
bzw. betriebsbereit ist, falls das Panel im Bereich einer gesicherten Funkreichweite
einer Maschine und mit dieser kommunikativ verbunden ist. Ansonsten ist dieser STOP-Taster
nicht betriebsbereit, was bedeutet, dass eine Betätigung des Tasters durch einen Bediener
ohne Bedeutung ist und keine Reaktion ausgelöst wird. Ein derart nicht aktivierter
bzw. nicht betriebsbereiter Taster ist für einen Bediener insbesondere dann hinderlich,
falls dieser nicht erkennt, dass der Taster nicht betriebsbereit ist; denn es kann
vorkommen, dass eine Bedienung einer Maschine oder ein Eingriff in einen zu steuernden
technischen Prozess aufgrund von Störungen erforderlich ist und der nicht betriebsbereite
Taster vergeblich betätigt wird.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein elektrisches Gerät der
eingangs genannten Art zu schaffen, welches die Betätigung eines nicht betriebsbereiten
Bedienelementes weitgehend vermeidet.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das elektrische Gerät mit einer Einrichtung
versehen ist, die das Bedienelement in der zweiten Betriebsart in eine Ausnehmung
im Gerät verschiebt.
[0005] Vorteilhaft ist, dass durch die automatische Verschiebung des Bedienelementes in
die Ausnehmung des Gerätes einem Bediener angezeigt wird, dass das Bedienelement nicht
für eine Bedienung zur Verfügung steht bzw. das Bedienelement für eine Eingabe nicht
bereit ist. Die Einsatzbereitschaft des Bedienelementes ist ersichtlich; eine vergebliche
Bedienung ist dadurch weitgehend ausgeschlossen.
[0006] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Einrichtung eine Abdeckplatte
aufweist, welche in der zweiten Betriebsart das Bedienelement abdeckt. Dadurch ist
sichergestellt, dass ein nicht betriebsbereites Bedienelement für einen Bediener nicht
zugänglich ist.
[0007] Anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht
ist, werden im Folgenden die Erfindung, deren Ausgestaltungen sowie Vorteile näher
erläutert.
[0008] Es zeigen:
- Figur 1
- ein elektrisches Gerät in einer Vorderansicht und
- Figur 2 bis 4
- ein Bedienelement eines elektrischen Gerätes.
[0009] In Figur 1 ist ein elektrisches Gerät in Form eines mobilen Bedien- und Beobachtungsgeräts
1 dargestellt, welches für eine Maschinen- und/oder Anlagenbedienung geeignet ist.
Dieses weist ein Touchscreen 2, programmierbare Funktionstasten 3 sowie ein Bedienelement
in Form eines Tasters 4 auf, welcher nur dann betriebsbereit ist, falls das Bedien-
und Beobachtungsgerät 1 in einer gesicherten Funkreichweite einer hier nicht dargestellten
Maschine ist, welche das Bedien- und Beobachtungsgerät 1 bedient und mit diesem Informationen
austauscht. Dem Taster 4 ist z. B. die Funktion "Maschine ausschalten" zugeordnet,
wodurch in einer ersten Betriebsart, in welcher der Taster 4 aktiviert bzw. betriebsbereit
ist, durch Tastendruck die eingeschaltete Maschine ausgeschaltet werden kann. Für
den Fall, dass das mobile Bedien- und Beobachtungsgerät 1 sich nicht innerhalb der
Funkreichweite der Maschine befindet, ist der Taster 4 nicht betriebsbereit. In dieser
zweiten Betriebsart kann über den Taster 4 die Maschine nicht ausgeschaltet werden,
d. h., die dem Taster 4 zugeordnete Funktion "Maschine ausschalten" kann in diesem
Fall nicht ausgeführt werden, der Taster 4 ist dazu nicht betriebsbereit.
[0010] Es ist selbstverständlich möglich, dem Taster 4 beliebige Funktionen zuzuordnen.
Beispielsweise kann dem Taster 4 neben der Funktion "Maschine ausschalten" auch die
Funktion "Maschine einschalten" zugeordnet werden. Mittels eines auf dem mobilen Bedien-
und Beobachtungsgerät 1 ablaufenden Bedienprogramms und aufgrund der zwischen dem
Bedien- und Beobachtungsgerät 1 und der Maschine ausgetauschten Kommunikationsdaten
kennt das Bedien- und Beobachtungsgerät 1 den aktuellen Zustand der Maschine. Das
bedeutet, das Bedien- und Beobachtungsgerät 1 "weiß", ob die Maschine ein- oder ausgeschaltet
ist, und ordnet entsprechend diesem Wissen dem Taster 4 die entsprechende aktuelle
Funktion "Maschine ausschalten" oder "Maschine einschalten" zu.
[0011] Um weitgehend zu verhindern, dass ein Bediener den Taster 4 betätigt, obwohl dieser
nicht betriebsbereit ist, und der Bediener die dem Taster 4 zugeordnete Funktion "Maschine
ausschalten" nicht ausführen kann, ist vorgesehen, diesem den nicht betriebsbereiten
Taster 4 anzuzeigen, indem der Taster 4 automatisch in eine Ausnehmung des Bedien-
und Beobachtungsgeräts 1 verschoben wird. Der Bediener erkennt dadurch, dass der Taster
4 nicht für eine Bedienung zur Verfügung steht bzw. für eine Eingabe nicht bereit
ist.
[0012] Im Folgenden wird auf Figur 2 bis 4 verwiesen, in welcher in einer vereinfachten
Darstellung ein Taster eines Bedien- und Beobachtungsgeräts gezeigt ist. Für den Fall,
dass der Taster betriebsbereit ist, ist dies für einen Bediener leicht ersichtlich,
unabhängig davon, ob der Taster gedrückt ist oder nicht. Für den Fall, dass der Taster
nicht betriebsbereit ist, was eine Auswerteeinheit 5 aufgrund fehlender Kommunikationsdaten
zwischen der Maschine und dem Bedien- und Beobachtungsgerät erkennt, "zieht" sich
der Taster in eine Ausnehmung des Bedien- und Beobachtungsgeräts selbstständig zurück.
Dazu steuert die Auswerteeinheit 5 eine mechanische Vorrichtung in Form eines Zahnradantriebs
6 derart an, dass der Taster abgesenkt wird. Selbstverständlich ist zum Absenken des
Tasters auch der Einsatz eines hydraulischen, eines magnetischen oder eines sonstigen
geeigneten Antriebs möglich.
[0013] Um sicherzustellen, dass der nicht betriebsbereite Taster für einen Bediener nicht
zugänglich ist, ist eine hier nicht dargestellte Abdeckung vorgesehen, welche den
Taster abdeckt, wobei die Auswerteeinheit 5 einen geeigneten Antrieb ansteuert, um
die Abdeckung über den Taster zu schieben.
1. Elektrisches Gerät mit einem Bedienelement (4),
- welches in einer ersten Betriebsart eine Aktivierung einer dem Bedienelement (4)
zugeordneten Funktion ermöglicht und
- welches in einer zweiten Betriebsart die Aktivierung der dem Bedienelement (4) zugeordneten
Funktion nicht ermöglicht,
dadurch gekennzeichnet, dass das elektrische Gerät (1) mit einer Einrichtung (5, 6) versehen ist, die das Bedienelement
(4) in der zweiten Betriebsart in eine Ausnehmung im Gerät (1) verschiebt.
2. Elektrisches Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (5, 6) eine Abdeckplatte aufweist, welche in der zweiten Betriebsart
das Bedienelement (4) abdeckt.