| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 026 920 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
21.10.2009 Patentblatt 2009/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.06.2007 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2007/055419 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2007/141217 (13.12.2007 Gazette 2007/50) |
|
| (54) |
VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINES BEHÄLTERS AUS ALUMINIUMBLECHEN
METHOD FOR PRODUCING A CONTAINER FROM ALUMINIUM SHEETS
PROCÉDÉ DE FABRICATION D'UN RÉCIPIENT À PARTIR DE PLAQUES D'ALUMINIUM
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
07.06.2006 DE 102006026828
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
25.02.2009 Patentblatt 2009/09 |
| (73) |
Patentinhaber: Hydro Aluminium Deutschland GmbH |
|
51149 Köln (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- SCHRÖDER, Dietmar
41515 Grevenbroich (DE)
- WÖSTE, Stefan
50937 Köln (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Cohausz & Florack |
|
Patent- und Rechtsanwälte
Bleichstraße 14 40211 Düsseldorf 40211 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 4 021 467 JP-A- 4 190 615 JP-A- 2000 312 646
|
DE-A1- 4 021 468 JP-A- 2000 234 699
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Behälters aus Blechen
aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung, wobei die Oberflächen der Aluminiumbleche
am fertigen Behälter zumindest teilweise sichtbar sind. Darüber hinaus betrifft die
Erfindung einen entsprechenden Behälter zumindest teilweise bestehend aus Blechen
aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung.
[0002] Als Behälter im Sinne der vorliegenden Erfindung werden insbesondere technische Behälter
zum Transport von flüssigen, gasförmigen oder festen Stoffen verstanden, beispielsweise
Druckbehälter, Kraftstoffbehälter oder Transportbehälter für flüssige oder schüttfähige
Güten. Einen solchen Behälter und ein entsprechendes Verfahren zur dessen Herstellung
sind bereits aus
JP-2000 234699 A bekannt. In der Regel bestehen diese Behälter aus einer Mehrzahl von zusammengefügten
oder auch aus einzelnen, umgeformten Aluminiumblechen. Behälter aus Aluminiumblechen
ersetzen aufgrund der Gewichtsersparnis zunehmend Behälter, die aus Stahlblechen hergestellt
werden. Neben den technischen, beispielsweise mechanischen Eigenschaften der Behälter
aus Aluminiumblechen stehen zusätzlich auch dekorative Eigenschaften der Behälter
im Vordergrund. Beispielsweise bestehen Kraftstoffbehälter für Lastkraftwagen häufig
aus mehreren zusammengefügten Segmenten, welche aus einzelnen Aluminiumblechen hergestellt
sind. Aufgrund unterschiedlicher Herstellungsparameter oder einer unterschiedlichen
Lagerzeit der verwendeten Aluminiumbleche weisen diese häufig unterschiedliche Oberflächenaussehen
auf. Um ein fleckiges Aussehen des Kraftstoffbehälters unmittelbar nach der Herstellung
zu vermeiden, werden die Kraftstoffbehälter daher oberflächenbeschichtet bzw. lackiert,
um eine homogene Oberfläche zu erhalten. Problematisch an der Oberflächenbeschichtung
des Behälters ist nun, dass diese aufwändig ist und zu zusätzlichen Kosten bei der
Herstellung des Behälters führt. Darüber hinaus zeigen die oberflächenbeschichteten
Behälter nicht den typischen dekorativen metallischen Glanz einer unbeschichteten
Aluminiumoberfläche. Um dennoch Behälter mit unbeschichteten Aluminiumoberflächen
und einem einheitlichen Aussehen zur Verfügung zu stellen, werden bisher vor dem Zusammenfügen
die verschiedenen Aluminiumbleche einer genauen Untersuchung im Hinblick auf deren
Oberflächenaussehen unterzogen und nur gleiche oder ähnliche Eigenschaften aufweisende
Aluminiumbleche für die Herstellung verwendet. Der dabei entstehende Ausschuss und
der zusätzliche fertigungstechnische Aufwand des Aussuchens und Bereithaltens von
Aluminiumblechen mit unterschiedlichem Oberflächenaussehen steht jedoch in keinem
Verhältnis zu dem erzielten Effekt einer dekorativen, einheitlichen Oberfläche des
gesamten Behälters. Andererseits besteht zudem die Gefahr, dass auch während der Herstellung
noch Oberflächenbeschädigungen durch die Handhabung des Behälters entstehen, die zu
Ausschuss oder Nacharbeit führen.
[0003] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zur Herstellung eines Behälters aus Aluminiumblechen zur Verfügung zu stellen, mit
welchem mit geringem Aufwand Behälter mit dekorativen, sichtbaren Aluminiumoberflächen
hergestellt werden können.
[0004] Darüber hinaus liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde nach dem Verfahren hergestellte
Behälter vorzuschlagen.
[0005] Gemäß einer ersten Lehre der vorliegenden Erfindung wird die oben aufgezeigte Aufgabe
für ein gattungsgemäßes Verfahren gemäss Anspruch 1 dadurch gelöst, dass durch Umformen
und/oder Fügen der Aluminiumbleche, welche am fertigen Behälter sichtbar sind, der
Behälter zumindest teilweise vorgefertigt wird und nachfolgend der gesamte, zumindest
vorgefertigte Behälter einer Oberflächenbearbeitung durch mechanisches Strahlen unterzogen
wird, wobei die sichtbaren Oberflächen der Aluminiumbleche unbesichtet bleiben.
[0006] Es hat sich überraschenderweise gezeigt, dass durch ein mechanisches Strahlen des
bereits teilweise fertiggestellten Behälters das unterschiedliche Aussehen der verwendeten
Aluminiumbleche so verändert werden kann, dass die Behälter Aluminiumoberflächen mit
einheitlichem, dekorativem Aussehen und metallischem Glanz aufweisen. Zusätzlich werden
durch das mechanische Strahlen auch während der Herstellung, beispielsweise beim Umformen
oder Fügen, entstandene Oberflächenfehler, welche bisher zu Ausschuss in der Produktion
geführt haben, bis zu einem gewissen Grad beseitigt, so dass der Ausschussanteil und
Nacharbeitsanteil bei der Herstellung der Behälter mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
deutlich verringert werden kann. Die so hergestellten Behälter können sehr gut unbeschichtet
verwendet werden. Auf eine weitere Beschichtung der Aluminiumoberflächen kann verzichtet
werden, so dass das erfindungsgemäße Verfahren besonders kostengünstig ist. Darüber
hinaus werden die Aluminiumoberflächen der Behälter beim mechanischen Strahlen verfestigt,
wodurch die Behälter gegen mechanische Oberflächenbeschädigungen resistenter werden.
[0007] Gemäß einer ersten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird durch Umformen
und/oder Fügen der Aluminiumbleche der Behälter fertig hergestellt und der gesamte
fertig hergestellte Behälter mechanisch gestrahlt, so dass die Oberflächenbearbeitung
des Behälters im letzten Fertigungsschritt stattfindet. Durch das vorteilhafte Verfahren
können daher besonders leicht oberflächenfehlerfreie Behälter zur Verfügung gestellt
werden, die eine besonders dekorative Oberfläche aufweisen. Vorzugsweise werden zumindest
die mechanisch gestrahlten Aluminiumoberflächen keiner weiteren Beschichtung unterzogen
und bleiben daher unbeschichtet.
[0008] Gemäß einer nächsten weitergebildeten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
erfolgt das mechanische Strahlen durch Glasperlen, Korund, Edelkorund, Sand und/oder
Stahlkugeln. Glasperlen, Korund, Edelkorund und Sand weisen gegenüber Stahlkugeln
den Vorteil auf, dass sie zu keinem zusätzlichen Eintrag von Eisen in die gestrahlten
Aluminiumoberflächen führen, welcher aus Korrosionsgründen vermieden werden soll.
Andererseits können mit Stahlkugeln hohe Verfestigungen der Aluminiumoberfläche erzielt
werden, so dass die Widerstandsfähigkeit der Aluminiumoberflächen gegenüber mechanischen
Einflüssen, beispielsweise Steinschlag, stärker erhöht werden kann. Denkbar ist auch
die Verwendung anderer Mittel oder deren Gemische zum mechanischen Strahlen.
[0009] Vorzugsweise ist der Behälter ein Druckbehälter, ein Kraftstoffbehälter, insbesondere
ein modular aufgebauter Kraftstoffbehälter oder ein Transportbehälter für flüssige
oder schüttfähige Güter. Alle genannten Behälter werden häufig in modularer Bauweise
oder aus einer Mehrzahl von Aluminiumblechen hergestellt und vorzugsweise unbeschichtet
verwendet, so dass diese Behälter mit dem erfindungsgemäßen Verfahren besonders wirtschaftlich
hergestellt werden können.
[0010] Gemäß einer nächsten weitergebildeten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
bestehen die Aluminiumbleche aus einer Aluminiumlegierung vom Typ 3xxx, 5xxx und/oder
6xxx. Aluminiumlegierungen vom Typ 3xxx zeichnen sich durch ein gutes Umformverhalten
aus, so dass das Fügen und Umformen der Aluminiumbleche zu einem Behälter auf einfache
Weise gelingt. Andererseits sind die Festigkeitswerte der Aluminiumlegierungen vom
Typ 3xxx nicht so hoch wie die der Aluminiumlegierungen vom Typ 5xxx und 6xxx. Aluminiumlegierungen
vom Typ 6xxx weisen die höchsten Festigkeitswerte der genannten Legierungstypen auf.
Allerdings sind die Umformeigenschaften der Aluminiumlegierung 6xxx wiederum nicht
so gut wie die des Typs 5xxx. Einen guten Kompromiss zwischen sehr guten Festigkeitseigenschaften,
guter Umformbarkeit und guter Korrosionsbeständigkeit stellt die Aluminiumlegierung
vom Typ 5xxx dar. Alle drei genannten Legierungstypen ist gemein, dass diese bei einem
mechanischen Strahlen zu einer hohen Oberflächenverfestigung neigen, welche die Widerstandsfähigkeit
der Aluminiumoberfläche in Hinblick auf mechanische Beschädigungen deutlich verbessert.
[0011] Gemäß einer zweiten Lehre der vorliegenden Erfindung wird die oben hergeleitet Aufgabe
durch einen gattungsgemäßen Behälter gemäss Anspruch 5 dadurch gelöst, dass die sichtbaren
Aluminiumoberflächen nach einem Zusammenbau zumindest der sichtbaren Aluminiumbleche
durch Fügen und/oder Umformen durch mechanisches Strahlen des gesamten, zumindest
vorgefertigten Behälters oberflächenbearbeitet sind, wobei die sichtbaren Oberflächen
der Aluminiumbleche unbesichtet sind.
[0012] Wie oben bereits ausgeführt, führt das mechanische Strahlen der Aluminiumoberflächen
nach dem Zusammenbau des Behälters zu einem homogenen Erscheinungsbild der Aluminiumoberflächen,
selbst wenn diese aus dem Umform- bzw. Fügeprozess Oberflächenfehler oder unterschiedliches
Oberflächenaussehen vor der Oberflächenbearbeitung durch mechanisches Strahlen aufweisen.
[0013] Vorzugsweise sind die sichtbaren Oberflächen der Aluminiumbleche des Behälters unbeschichtet,
so dass die Kosten für die Oberflächenbeschichtung, beispielsweise für Lackieren und
Trocknen, eingespart werden können.
[0014] Gemäß einer nächsten vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behälters
bestehen die Aluminiumbleche des Behälters aus einer Aluminiumlegierung vom.Typ 3xxx,
5xxx und/oder 6xxx. Die genannten Aluminiumlegierungen lassen sich gut mechanisch
Strahlen und zeigen eine deutliche Verfestigung der Oberfläche nach dem Strahlen.
Abhängig vom Anwendungsfall, beispielsweise ob besonders korrosionsbeständige Werkstoffe,
besonders gute Umformeigenschaften erforderlich sind oder ein Kompromiss aus beiden
Eigenschaften benötigt wird, können die verschiedenen Aluminiumlegierungstypen abhängig
von den oben beschriebenen Eigenschaften zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Behälters
oder einzelner Segmente eines erfindungsgemäßen Behälters ausgewählt werden.
[0015] Vorzugsweise ist der erfindungsgemäße Behälter ein Druckbehälter, ein Kraftstoffbehälter,
insbesondere ein modular aufgebauter Kraftstoffbehälter oder ein Transportbehälter
für gasförmige, flüssige oder schüttfähige Güter. Die genannten Behälter werden in
der Regel aus einer Mehrzahl von Aluminiumblechen hergestellt, so dass deren Oberflächen
beschichtet werden müssen, um ein einheitliches Aussehen der Oberflächen zu erhalten.
Bei den erfindungsgemäßen Behältern wird dagegen durch das im Anschluss an den Zusammenbau
durchgeführte mechanische Strahlen den verschiedenen Oberflächen eine einheitliche
Oberflächenstruktur verliehen, wodurch sogar Oberflächenfehler aus der Produktion
zumindest bis zu einem gewissen Grad beseitigt werden. Die vorzugsweise unbeschichtet
eingesetzten Druckbehälter, Kraftstoffbehälter und Transportbehälter können erfindungsgemäß
auf einfache und kostengünstige Weise zur Verfügung gestellt werden und dennoch hohen
dekorativen Ansprüchen genügen.
[0016] Da bei dem erfindungsgemäßen Behälter auf eine Oberflächenbeschichtung der Aluminiumoberflächen
verzichtet werden kann, können die genannten Behälter, wie bereits ausgeführt, besonders
wirtschaftlich hergestellt werden.
[0017] Besonders große wirtschaftliche Vorteile ergeben sich zudem dann, wenn der Behälter
aus mehreren, aus Aluminiumblechen hergestellten Segmenten aufgebaut ist. Die einzelnen
Segmente müssen dann erfindungsgemäß nicht gemäß ihrer Oberflächeneigenschaften ausgewählt
und zusammengefügt werden, so dass der Ausschussanteil in der Produktion der Behälter
deutlich gesenkt werden kann.
[0018] Es gibt nun eine Vielzahl von Möglichkeiten, das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung
von Behältern sowie die erfindungsgemäßen Behälter weiterzubilden und auszugestalten.
Hierzu wird einerseits verwiesen auf die den Patentansprüchen 1 und 6 nachgeordneten
Patentansprüche, andererseits auf die Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung
mit der Zeichnung. Die Zeichnung zeigt in einer einzigen Figur ein Ausführungsbeispiel
eines nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Behälters, vorliegend einen
Kraftstoffbehälter für einen Lastkraftwagen.
[0019] Der in der Fig. 1 dargestellte Kraftstoffbehälter 1 eines Lastkraftwagens besteht
aus drei Segmenten 2, 3, 4, welche durch Schweißnähte 5, 6 miteinander verbunden sind.
Üblicherweise werden die drei Segmente 2, 3, 4, getrennt voneinander, aus verschiedenen
Produktionslosen stammenden Aluminiumblechen herstellt. Die unterschiedlichen Segmente
2, 3, 4 können aber auch aus verschiedenen, an die jeweilige Funktion angepassten
Aluminiumlegierungen bestehen oder auch nur unterschiedliche Dicken aufweisen. Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die unterschiedlichen Funktionen der Segmente
durch eine Einfüllöffnung 3a und Trittstufen 4a angedeutet. Bereits durch die damit
einhergehenden unterschiedlichen Prozessparameter der für die Herstellung der Segmente
2, 3, 4 verwendeten Aluminiumbleche ergibt sich ein unterschiedliches Aussehen der
Aluminiumoberflächen, das vom menschlichen Auge besonders deutlich wahrgenommen wird.
Es können aber auch unterschiedliche Lagerungszeiten und Witterungseinflüsse zu unterschiedlichem
Aussehen der Oberflächen der verwendeten Aluminiumbleche, insbesondere der Segmente
2, 3, 4 des Kraftstoffbehälters 1, führen, so dass der dekorative Eindruck des Behälters
1 nach der Herstellung nicht optimal ist. Erfindungsgemäß wird nun der gesamte Kraftstoffbehälter
1, erst nach dem dieser zumindest teilweise zusammengebaut ist, einer Oberflächenbearbeitung
durch mechanisches Strahlen unverzogen. Eventuell unterschiedliches Aussehen der Aluminiumoberflächen
wird durch das mechanische Strahlen ausgeglichen, und eine einheitliche, metallisch
glänzende Aluminiumoberfläche wird erzeugt. Wesentlich ist dabei, dass vor dem mechanischen
Strahlen zumindest die Aluminiumbleche zusammengefügt und/oder umgeformt sind, welche
später am fertiggestellten Behälter sichtbar sind, da ansonsten die Gefahr besteht,
dass Oberflächenfehler, verursacht beispielsweise durch die Handhabung des Behälters
während der Herstellung, auf den Oberflächen verbleiben und zu Ausschuss führen. Das
erfindungsgemäße mechanische Strahlen der Aluminiumoberflächen des Behälters führt
nämlich dazu, dass beispielsweise bei der Herstellung der Bleche auf die Oberflächen
eingebrachte Kratzer oder Fehler bis zu einem gewissen Grad beseitigt werden können.
Der Ausschuss- und Nacharbeitanteil in der Fertigung der Behälter kann daher deutlich
gesenkt werden. Eine besonders gute Verfestigung der Oberfläche ohne zuviel Material
auf der Aluminiumoberfläche abzutragen, wird ferner dadurch erreicht, dass die Partikel,
welche zum Strahlen verwendet werden, im Wesentlichen senkrecht auf die zu strahlenden
Aluminiumoberflächen gerichtet werden. Denkbar ist aber auch die Partikel in einem
anderen Winkel auf die Aluminiumoberfläche zu lenken.
1. Verfahren zur Herstellung eines Kraftstoffbehälters, insbesondere eines modular aufgebauten
Kraftstoffbehälters aus Blechen aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung, wobei
die Oberflächen der Aluminiumbleche am fertigen Kraftstoffbehälter zumindest teilweise
sichtbar sind, wobei
durch Umformen und/oder Fügen zumindest der Aluminiumbleche, welche am fertigen Kraftstoffbehälter
sichtbar sind, der Kraftstoffbehälter zumindest teilweise vorgefertigt wird, nachfolgend
der gesamte, zumindest vorgefertigte Kraftstoffbehälter einer Oberflächenbearbeitung
durch mechanisches Strahlen unterzogen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die sichtbaren Oberflächen der Aluminiumbleche des Kraftstoffbehälters unbeschichtet
bleiben.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
durch Umformen und/oder Fügen der Aluminiumbleche der Behälter fertig hergestellt
wird und im letzten Fertigungsschritt der gesamte fertig hergestellte Behälter mechanisch
gestrahlt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das mechanische Strahlen durch Glasperlen, Korund, Edelkorund, Sand und/oder Stahlkugeln
erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
Aluminiumbleche aus einer Aluminiumlegierung vom Typ 3xxx, 5xxx und/oder 6xxx verwendet
werden.
5. Kraftstoffbehälter zumindest teilweise bestehend aus Blechen aus Aluminium oder einer
Aluminiumlegierung,
wobei die Oberflächen der verwendeten Aluminiumbleche zumindest teilweise am Kraftstoffbehälter
sichtbar sind, insbesondere hergestellt nach einem Verfahren gemäß Anspruch 1 bis
4, wobei
die sichtbaren Aluminiumoberflächen des Kraftstoffbehälters nach einem zumindest teilweisen
Zusammenbau des Kraftstoffbehälters durch Fügen und/oder Umformen der Aluminiumbleche
durch mechanisches Strahlen des gesamten, zumindest vorgefertigten Kraftstoffbehälters
oberflächenbearbeitet sind; dadurch gekennzeichnet, dass die sichtbaren Oberflächen der Aluminiumbleche des Kraftstoffbehälters unbeschichtet
sind.
6. Behälter nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aluminiumbleche des Behälters aus einer Aluminiumlegierung vom Typ 3xxx, 5xxx
und/oder 6xxx bestehen.
7. Behälter nach einem der Ansprüche 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Kraftstoffbehälter modular aufgebaut ist.
8. Behälter nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Behälter aus mehreren aus Aluminiumblechen hergestellten Segmenten (2, 3, 4) aufgebaut
ist.
1. Method for producing a fuel tank, in particular a fuel tank of modular construction,
from sheets of aluminium or an aluminium alloy, the surfaces of the aluminium sheets
being at least partially visible on the finished fuel tank, wherein the fuel tank
is at least partially prefabricated by shaping and/or joining at least the aluminium
sheets that are visible on the finished fuel tank, subsequently the entire, at least
prefabricated fuel tank being subjected to a surface treatment by mechanical blasting,
characterized in that the visible surfaces of the aluminium sheets of the fuel tank remain uncoated.
2. Method according to Claim 1,
characterized in that
the tank is produced by shaping and/or joining the aluminium sheets and, in the final
production step, the entire, fully fabricated tank is mechanically blasted.
3. Method according to any one of claims 1 to 2,
characterized in that
mechanical blasting takes place by glass beads, corundum, special fused alumina, sand
and/or steel balls.
4. Method according to any one of claims 1 to 3,
characterized in that
aluminium sheets made from an aluminium alloy of the type 3xxx, 5xxx and/or 6xxx are
used.
5. Fuel tank at least partially made from sheets of aluminium or an aluminium alloy,
the surfaces of the aluminium sheets employed being at least partially visible on
the fuel tank, in particular produced by a method in accordance with claim 1 to 4,
wherein, after at least partial assembly of the fuel tank by joining and/or shaping
of the aluminium sheets, the visible aluminium surfaces of the fuel tank are surface
treated by mechanical blasting of the entire, at least prefabricated fuel tank, characterized in that the visible surfaces of the aluminium sheets of the fuel tank are uncoated.
6. Tank according to Claim 5,
characterized in that
the aluminium sheets of the tank are made from an aluminium alloy of the type 3xxx,
5xxx and/or 6xxx.
7. Tank according to any one of claims 5 or 6,
characterized in that
the fuel tank is of modular construction.
8. Tank according to any one of claims 5 to 7,
characterized in that
the tank is constructed of a plurality of segments produced from aluminium sheets
(2, 3, 4).
1. Procédé de fabrication d'un réservoir de carburant, en particulier d'un réservoir
de carburant à structure modulaire, constitué de tôles d'aluminium ou d'alliage d'aluminium,
les surfaces des tôles d'aluminium étant visibles du moins en partie sur le réservoir
de carburant fini, dans lequel le réservoir de carburant est préfabriqué au moins
en partie par déformation et/ou assemblage au moins des tôles d'aluminium, qui sont
visibles sur le réservoir de carburant fini, puis le réservoir de carburant total
au moins préfabriqué est soumis à un traitement de surface par impacts, caractérisé en ce que les surfaces visibles des tôles d'aluminium du réservoir de carburant restent non
revêtues.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le réservoir est fabriqué par déformation et/ou assemblage des tôles d'aluminium et,
à la dernière étape de la fabrication, l'ensemble du réservoir fini est exposé à un
traitement de surface par impacts.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 2,
caractérisé en ce que
le traitement de surface par impacts se fait par le biais de perles de verre, de corindon,
de corindon raffiné, de sable et/ou de billes d'acier.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
l'on utilise des tôles d'aluminium constituées d'un alliage d'aluminium de type 3xxx,
5xxx et/ou 6xxx.
5. Réservoir de carburant constitué au moins en partie de tôles d'aluminium ou d'alliage
d'aluminium, dans lequel les surfaces des tôles d'aluminium utilisées sont visibles
au moins en partie sur le réservoir de carburant, en particulier fabriqué par un procédé
selon les revendications 1 à 4, dans lequel les surfaces d'aluminium visibles du réservoir
de carburant font l'objet d'un traitement de surface, après un montage au moins partiel
du réservoir de carburant par assemblage et/ou déformation des tôles d'aluminium par
un traitement de surface par impacts de l'ensemble du réservoir de carburant au moins
préfabriqué, caractérisé en ce que les surfaces visibles des tôles d'aluminium du réservoir de carburant ne sont pas
revêtues.
6. Réservoir selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
les tôles d'aluminium du réservoir sont constituées d'un alliage d'aluminium de type
3xxx, 5xxx et/ou 6xxx.
7. Réservoir selon l'une quelconque des revendications 5 ou 6,
caractérisé en ce que
le réservoir de carburant a une structure modulaire.
8. Réservoir selon l'une quelconque des revendications 5 à 7,
caractérisé en ce que
le réservoir est constitué de plusieurs segments (2, 3, 4) fabriqués à partir de tôles
d'aluminium.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente