[0001] Die Erfindung betrifft einen geschirmten Steckverbinder gemäß dem Oberbegriff von
Anspruch 1.
[0002] Derartige Steckverbinder werden hauptsächlich in der Elektronik, der Automatisierungstechnik
sowie der Telekommunikation für passive bzw. aktive Komponenten verwendet, um eine
abgeschirmte Leitung an ein den Steckverbinder aufnehmendes Bauteil anzuschließen.
[0003] Bekannte geschirmte Steckverbinder weisen einen Steckereinsatz auf, in dem zumindest
ein oder mehrere Kontaktelemente vorgesehen sind, an dem bzw. denen die Litze(n) der
mit dem Steckverbinder zu verbindenden Leitung angeschlossen ist (sind). Die Leitung
weist zumindest eine Litze und ein Schirmgeflecht auf. Zwischen dem Steckereinsatz
und der Leitung ist eine Abschirmung vorgesehen, an der das Schirmgeflecht befestigt
ist.
[0004] Zur Montage wird das Schirmgeflecht der Leitung freigelegt, die Abschirmung auf die
Leitung geschoben, werden die Litzen abisoliert und mit den Kontaktelementen verbunden
und wird das Schirmgeflecht an der Abschirmung befestigt. Anschließend wird der Steckverbinder
umspritzt.
[0005] Da die Abschirmung auf der Leitung angeordnet ist, besteht der Nachteil, dass für
unterschiedliche Leitungsstärken verschiedene Abschirmungen benötigt werden, was höhere
Produktionskosten bedeutet.
[0007] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen geschirmten Steckverbinder
gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 anzugeben, bei dem die Abschirmung für verschiedene
Leitungsdurchmesser einsetzbar ist.
[0008] Die Aufgabe der Erfindung wird mit einem geschirmten Steckverbinder gemäß den Merkmalen
von Anspruch 1 gelöst, Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0009] Erfindungsgemäß umfasst ein geschirmter Steckverbinder gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung eine Leitung, die mindestens eine Ader und ein Schirmgeflecht aufweist,
einen Kontaktträger, in dem zumindest ein Kontaktelement vorgesehen ist, das ein abisoliertes
Ende der mindestens einen Ader der Leitung aufnimmt, und eine Abschirmung für die
mindestens eine Ader, wobei die Abschirmung einen Befestigungsbereich aufweist, an
dem das Schirmgeflecht der Leitung befestigt ist, wobei das Schirmgeflecht an der
Aussenseite der Abschirmung befestigt ist.
[0010] Die Bezeichnung Schirmgeflecht ist nicht im engen Sinne zu verstehen. Durch den Begriff
Schirmgeflecht soll eine Leitungsabschirmung aus einem elastischen Material erfasst
sein. Dazu gehören insbesondere die üblichen Abschirmungen aus geflochtenen Metalldrähten.
Alternativ könnte das Schirmgeflecht aus einem elastischen leitfähigen Material, wie
beispielsweise einem elektrisch leitfähigen Kunststoff ausgebildet sein. Andere dem
Fachmann bekannte Leitungsabschirmungen sind ebenfalls denkbar.
[0011] Die Erfindung hat den Vorteil, dass die Leitung nicht in die Abschirmung eingeführt
wird. Daher kann die gleiche Abschirmung für verschiedene Leitungen mit unterschiedlichen
Aussendurchmessern verwendet werde. Insbesondere kann der Innendurchmesser der Abschirmung
kleiner als der Aussendurchmesser der Leitung sein. Dadurch können Werkzeuge beispielsweise
für unterschiedlich große Abschirmgehäuse eingespart werden. Außerdem kann mit größeren
Toleranzen gefertigt werden, denn der Innendurchmesser der Abschirmung ist unabhängig
von dem Aussendurchmesser der Leitung.
[0012] Wenn gemäß der bevorzugten Ausführung der Erfindung das Schirmgeflecht auf die Abschirmung
mittels einer Crimphülse befestigt wird, ergibt sich der Vorteil, dass das Crimpen
gegen einen harten Gegenanschlag erfolgen kann. Das ist gegenüber dem Stand der Technik
vorteilhaft, bei dem die Leitung beschädigt werden könnte, wenn das Crimpen der Crimphülse
zur Befestigung des Schirmgeflechts auf der relativ weichen Hülle der Leitung erfolgt.
Wollte man das vermeiden, müßte man unter das Schirmgeflecht zum Crimpen einen harten
Unterlagring anordnen, was einen zusätzlichen Fertigungsaufwand und somit höhere Kosten
verursacht. Vorteilhafterweise weist die Abschirmung ein hartes Gehäuse auf, auf das
das Schirmgeflecht und die Crimphülse angeordnet werden kann, damit beim Crimpvorgang
ein harter Gegenanschlag bereitgestellt wird. Die gleichen Vorteile eines harten Gegenanschlags
ergeben sich auch bei alternativen Befestigungsverfahren, wie beispielsweise Löten,
Schweißen oder Kleben.
[0013] Gemäß dieser Ausführung der Erfindung ergibt sich auch der Vorteil, dass die Abschirmung
nicht mehr zur Montage auf die Leitung geschoben werden muss, sondern nach der Verbindung
der zumindest einen Ader an dem zumindest einen Kontaktelement angebracht werden kann.
Daher kann die Abschirmung eine Öffnung mit einem Durchmesser aufweisen, der kleiner
als der Leitungsaußendurchmesser ist, aber ausreicht, um die zumindest eine Ader aufzunehmen.
Das hat den Vorteil, dass man von dem Leitungsmanteldurchmesser unabhängig ist, weil
der Leitungsmantel außerhalb der Abschirmung angeordnet werden kann und nur das Schirmgeflecht
auf den Befestigungsbereich der Abschirmung gelegt und dort auf geeignete Weise befestigt
werden muss. Durch diese Anordnung kann auch ein nahezu glatter bzw. stufenloser Übergang
von der Leitung zu dem Steckverbinder erreicht werden, wenn die Abschirmung mit dem
Schirmgeflecht umspritzt wird.
[0014] Der geschirmte Steckverbinder kann erfindungsgemäß vorzugsweise mehrere Kontaktelemente
in einem Kontaktträger aufweisen, wobei die Anzahl der Kontaktelemente vorzugsweise
der Anzahl der Adern der Leitung entspricht, beispielsweise 3, 4 usw.. Die abisolierten
Litzen der Adern können beispielsweise an die entsprechenden Kontaktelemente angelötet,
angeschweißt, angelasert bzw. angecrimpt sein.
[0015] Gemäß der Erfindung weist bei dem geschirmten Steckverbinder die Abschirmung zumindest
im Befestigungsbereich für das Schirmgeflecht mehrere, vorzugsweise zwei, in Längsrichtung
der Leitung nebeneinander verlaufende Teile auf, die miteinander zu einer die zumindest
eine Ader umschließenden Abschirmung verbindbar sind.
[0016] Gemäß weist bei dem geschirmten Steckverbinder die Abschirmung zumindest im Befestigungsbereich
für das Schirmgeflecht ein Schirmgehäuse auf das aus mehreren, vorzugsweise zwei,
Teilen ausgebildet ist.
[0017] Beispielsweise können die Teile über eine Schanierverbindung miteinander (z.B. Filimschanier
etc.) verbunden sein. Dadurch kann die Montage vereinfacht werden.
[0018] Das Schirmgehäuse kann beispielsweise aus Zinkdruckguss, Aluminiumdruckguss, Blech
(Stanzbiegeteil, Tiefziehteil), Messing, Stahl, Kupfer, Aluminium bzw. einem leitfähigen
Kunststoff ausgebildet sein.
[0019] Nicht von den Ansprüchen umfasst kann bei dem geschirmten Steckverbinder zusätzlich
oder alternativ die Abschirmung zumindest im Befestigungsbereich für das Schirmgeflecht
einen Längsschlitz aufweisen. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass die Abschirmung
zur Anordnung an dem geschirmten Steckverbinder aufweitbar ist. Beispielsweise kann
die Abschirmung dazu elastisch ausgebildet sein bzw. mit einem Gelenk (z.B. Filmschanier,
Schanier etc.) versehen sein.
[0020] Beispielsweise kann sich die Abschirmung von dem Steckerelement bis zu dem Schirmgeflecht
einer an der Steckverbindung angebrachten Leitung erstrecken.
[0021] Beispielsweise kann die Abschirmung aus Messing, Stahl, Druckguss, leitfähiger Kunststoff,
Kupferlegierung oder einer Kombination mehrerer Materialien ausgebildet sein.
[0022] Erfindungsgemäß kann die Abschirmung eine Schirmhülse umfassen, die das Kontaktelement
umgibt und an den Steckereinsatz angrenzt. Die Schirmhülse kann dabei mittels einer
geeigneten Vorrichtung an den Steckereinsatz bzw. den das Kontaktelement bzw. die
Kontaktelemente aufnehmenden Kontaktträger gefügt, geschraubt, gepresst, geklebt oder
geschweißt sein.
[0023] Bei Ausführungsformen der Erfindung ohne Schirmhülse könnte beispielsweise eine Überwurfschraube,
eine Überwurfmutter oder ein anderes Verbindungselement zum Schluss von der Steckseite
aus montiert werden. Dabei könnte an der Abschirmung (bzw. den Schirmgehäusehälften)
eine Einführungsschräge und Freimachungen zwecks einer Rastwirkung vorgesehen werden.
[0024] Erfindungsgemäß weist die Abschirmung zwei Schalen auf, die gemeinsam ein Schirmgehäuse
bilden, dessen eines Ende die Schirmhülse einschließt und dessen anderes Ende den
Befestigungsbereich bildet. Die Schirmhülse kann dabei beispielsweise eine Nut umfassen,
in die entsprechende Falze an den Schalen des Schirmgehäuses eingreifen. An den Schalen
können auch Anschläge vorgesehen sein, um eine gute Orientierung der Schirmhülse zu
dem Schirmgehäuse zu erreichen.
[0025] Erfindungsgemäß sind die beiden Schalen mittels einer Pressverbindung miteinander
verbunden sein. Beispielsweise können die beiden Schalen mit Zapfen und Bohrungen
versehen sein, mit denen eine Presspassung beim Fügen geschaffen wird. Zusätzlich
können die Schalen verschweißt, verklebt, verlötet, vernietet bzw. verschraubt sein.
[0026] Zusätzliche können die beiden Schalen beispielsweise an einer Seite mittels einer
Schanierverbindung miteinander verbunden sein. Dadurch kann sich die Montage vereinfachen.
[0027] Beispielsweise kann bei dem geschirmten Steckverbinder zusätzlich oder alternativ
in der Abschirmung zumindest eine Öffnung zum Einspritzen von Gussmaterial vorgesehen
sein.
[0028] Vorzugsweise können dabei mehrere Öffnungen vorgesehen sein. Beispielsweise können
bei einer Abschirmung aus zwei Gehäusehälften in jeder Gehäusehälfte jeweils eine
Öffnung vorgesehen sein. Beispielsweise kann auch alternativ oder zusätzlich zumindest
eine Öffnung an einer Verbindungslinie der beiden Gehäusehälften vorgesehen sein.
[0029] Beispielsweise kann bei dem geschirmten Steckverbinder zusätzlich oder alternativ
die Abschirmung einen Innenraum bilden, der vorzugsweise vollständig mit einem Gussmaterial
gefüllt ist.
[0030] Gussmaterial dichtet den Innenraum gegen den Steckverbinder und die Leitung ab. Dadurch
ist der Steckverbinder einerseits gegen durch die Leitung kriechende Feuchtigkeit
(oder andere Fluide) bzw. Schmutzpartikel (Staub etc.) oder andere Fremdkörper geschützt.
Dadurch erreicht man eine höhere IP-Schutzklasse. Andererseits wird mit einer hohen
Wahrscheinlichkeit sichergestellt, dass keine Feuchtigkeit durch den Steckverbinder
in die Leitung eindringen kann, was ansonsten an dem anderen Ende der Leitung zu Problemen
führen könnte.
[0031] Zusätzlich oder alternativ können die Abschirmung, das Schirmgeflecht und die Leitung
von einem Gussmaterial zumindest teilweise und vorzugsweise vollständig umschlossen
sein.
[0032] Dabei kann der Innenraum der Abschirmung mit dem gleichen Gussmaterial gefüllt sein,
das die Abschirmung, das Schirmgeflecht und die Leitung zumindest teilweise und vorzugsweise
vollständig von außen umschließt.
[0033] Das Gussmaterial kann vorzugsweise ein Schmelzkleber sein. Die Verwendung eines Schmelzklebers
hat den Vorteil, dass eine fluiddichte, d.h. gas- und flüssigkeitsdichte Verbindung
von der Leitungsmantelöffnung bis hin zum Steckereinsatz geschaffen wird. Gleichzeitig
schafft der Schmelzkleber eine sichere und zuverlässige Verbindung der beiden Gehäusehälften
der Abschirmung mit der Schirmhülse bzw. dem Steckereinsatz. Alternativ zu einem Schmelzkleber
kann auch Vergussmaterial mit einer oder mehreren Komponenten (vorzugsweise 2) oder
Umspritzmaterial eingesetzt werden.
[0034] Beispielsweise kann eine Crimphülse zur Befestigung des Schirmgeflechts an dem Befestigungsbereich
der Abschirmung vorgesehen sein. Alternativ oder zusätzlich kann das Schirmgeflecht
auch durch andere dem Fachmann bekannte Techniken an der Abschirmung befestigt sein,
beispielsweise Schweißen, Nieten, Festlaschen usw..
[0035] Die Crimphülse kann beispielsweise aus Messing, Eisen oder einem anderen Nichtedelmetall
ausgebildet sein. Beim Vercrimpen kann beispielsweise ein 4-kant-Crimp, 6-kant-Crimp
oder ein anderer Mehrkantcrimp ausgebildet werden. Alternativ oder zusätzlich kann
das Schirmgeflecht an dem Befestigungsabschnitt der Abschirmung angelötet, angeschweißt
oder angeklebt sein. Erfindungsgemäß kann die Crimphülse auch geschlitzt sein und
federnd an dem Schirmgeflecht anliegen und gegen die Abschirmung gespannt sein.
[0036] Beispielsweise kann ein Verbindungselement zur Verbindung des geschirmten Steckverbinders
an einem Gegenstück vorgesehen sein. Das Verbindungselement kann beispielsweise eine
Überwurfschraube, eine Überwurfmutter, ein Schnappverbindungselement, ein Kupplungsteil,
ein Steckverbindungsteil, oder ein Rastverbindungsteil sein. Das Gegenstück kann beispielsweise
ein Gegenstecker oder ein Steckplatz in einem Gehäuse sein.
[0037] Beispielsweise kann die Abschirmung einen Winkelabschnitt aufweisen.
[0038] Durch die winklige Ausbildung der Abschirmung ergibt sich beispielsweise ein Winkelstecker.
[0039] Beispielsweise kann die Abschirmung auch im wesentlichen gerade ausgebildet sein.
Durch die gerade Ausbildung der Abschirmung ergibt sich beispielsweise ein Axialstecker.
[0040] Beispielsweise kann auch eine Umhüllung aus Spritzgussmaterial vorgesehen sein, beispielsweise
aus thermoplastischen Kunststoffen, vernetzenden Elastomeren, Kautschuk oder LSR.
[0041] Nicht beansprucht ist eine Verbindungsleitung mit einem oder mehreren und vorzugsweise
zwei erfindungsgemäßen geschirmten Steckverbindern gelöst, die vorzugsweise eine gemeinsame
Leitung aufweisen.
[0042] Nicht beansprucht ist ein Verfahren zur Herstellung eines geschirmten Steckverbinders
mit folgenden Schritten gelöst:
- a) Anordnen eines Verbindungselements auf einer Leitung, die mindestens eine Ader
und ein Schirmgeflecht aufweist,
- b) Befestigen der mindestens einen Ader bzw. der Adern der Leitung an einem bzw. mehreren
Kontaktelementen eines Kontaktträgers, und
- c) Anordnen einer Abschirmung an dem Kontakträger und um die Adern,
- d) wobei das Schirmgeflecht auf einem Befestigungsbereich der Abschirmung auf der
Aussenseite der Abschirmung befestigt wird.
[0043] Es ergeben sich die erwähnten Vorteile, weil die Abschirmung gemäß einem Gesichtspunkt
einen Innendurchmesser aufweisen kann, der kleiner als der Aussendurchmesser des Leitungsmantels
ist. Man ist unabhängig vom Leitungsmanteldurchmesser.
[0044] Beispielsweise kann der Schritt c) das Zusammenfügen von zumindest zwei Teilen einer
Abschirmung umfassen. Alternativ oderzusätzlich kann der Schritt c) das Aufweiten
einer geschlitzten Abschirmung umfassen.
[0045] Vorzugsweise kann das Schirmgeflecht in Schritt d) mittels einer Befestigungshülse,
vorzugsweise einer Crimphülse auf der Abschirmung befestigt werden, wobei die Befestigungshülse,
bzw. Crimphülse vorzugsweise in Schritt a) vor dem Verbindungselement auf der Leitung
angeordnet wird.
[0046] Beispielsweise kann der Innenraum der Abschirmung vorzugsweise vollständig mit einem
Gussmaterial, vorzugsweise einem Schmelzkleber, gefüllt werden. Dabei kann vorzugsweise
die Abschirmung, das Schirmgeflecht und die Leitung von dem Gussmaterial zumindest
teilweise umschlossen werden, wobei das entmantelte Schirmgeflecht von dem Gussmaterial
vorzugsweise vollständig umschlossen wird.
[0047] Das Befestigen der Adern an den Kontaktelementen kann beispielsweise durch Löten,
Schweißen, Lasern oder Crimpen geschehen.
[0048] Beispielsweise kann um den geschirmten Steckverbinder ein Gehäuse gespritzt werden.
[0049] Erfindungsgemäß kann das Verbindungselement eine Überwurfschraube, eine Überwurfmutter,
ein Schnappverbindungselement, ein Kupplungsteil, ein Steckverbindungsteil, oder ein
Rastverbindungsteil sein.
[0050] Nicht beansprucht ist ein Verfahren zur Herstellung eines geschirmten Steckverbinders
mit folgenden Schritten gelöst:
- a) Anordnen einer Befestigungshülse und eines Verbindungselements auf einer Leitung,
- b) Befestigen der Adern der Leitung an Kontaktelementen eines Steckereinsatzes, und
- c) Anordnen einer Abschirmung an dem Steckereinsatz und um die Adern.
[0051] Beispielsweise kann der Schritt c) das Zusammenfügen von zumindest zwei Teilen einer
Abschirmung umfassen.
[0052] Alternativ oder zusätzlich kann der Schritt c) das Aufweiten einer geschlitzten Abschirmung
umfassen. Die Erfindung wird im folgenden anhand der in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiele
näher beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt eine Schnittansicht einer ersten Ausführung der Erfindung.
- Fig. 2
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Steckereinsatzes mit Überwurfschraube und
Schirmhülse.
- Fig. 3
- zeigt eine Explosionszeichnung der Teile von Fig. 2.
- Fig. 4
- zeigt eine Ansicht der Teile von Fig. 2 mit einer Schirmgehäusehälfte gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
- Fig. 5
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Schirmgehäusehälfte von Fig. 4.
- Fig. 6
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Teile von Fig. 2 mit zwei Schirmgehäusehälften,
einer Leitung und einer Crimphülse gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
- Fig. 7
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Teile von Fig. 2 ohne Überwurfschraube mit
zwei Schirmgehäusehälften, einer Leitung, einer Crimphülse und einem Vorverguss in
der Abschirmung und um die Crimphülse und die Leitung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
- Fig. 8
- zeigt eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels von Fig. 1.
- Fig. 9
- zeigt eine Ansicht des Ausführungsbeispiels von Fig. 1 von oben.
- Fig. 10
- zeigt eine Vorderansicht des Ausführungsbeispiels von Fig. 1.
- Fig. 11
- zeigt eine perspektivische Ansicht einer Schirmhülse für einen geschirmten Steckverbinder
gemäß einer weiteren Ausführung der Erfindung.
- Fig. 12
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Kontaktträgers für einen geschirmten Steckverbinder
gemäß der weiteren Ausführung der Erfindung.
- Fig. 13
- zeigt eine weitere perspektivische Ansicht der Schirmhülse von Fig. 11.
- Fig. 14
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Schirmhülse von Fig. 11 mit einem Verbindungselement.
- Fig. 15
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Schirmgehäusehälfte für einen geschirmten Steckverbinder
gemäß der weiteren Ausführung der Erfindung.
- Fig. 4A
- zeigt eine der Fig. 4 entsprechende Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels der
Erfindung.
- Fig. 5A
- zeigt eine der Fig. 5 entsprechende Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels der
Erfindung.
- Fig. 6A
- zeigt eine der Fig. 6 entsprechende Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels der
Erfindung.
- Fig. 8A
- zeigt eine der Fig. 8 entsprechende Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels der
Erfindung.
[0053] In der Beschreibung der Ausführungsbeispiele werden folgende Bezugszeichen verwendet:
- 10
- Steckereinsatz
- 11
- Kontaktträger
- 13
- Kontaktelement
- 24
- Ausnehmung als Verdrehsicherung
- 20
- Schirmhülse
- 21
- Zylinderwandung
- 22
- Flansch
- 23
- Nut
- 24
- Ausnehmung für Verdrehsicherung
- 25
- Vorsprung (Feder einer Nut-Feder-Verbindung) als Anschlag für Verdrehsicherung
- 30
- Verbindungselement (z.B. Überwurfschraube)
- 40
- Abschirmung
- 41A, 41B
- Schirmgehäusehälfte
- 42A, 42B
- Öffnung (zum Einspritzen von Schmelzkleber)
- 43, 44, 45
- Zapfen
- 46
- Anschlag
- 47
- Falz
- 471
- Vorsprung (Feder einer Nut-Feder-Verbindung) als Anschlag für Verdrehsicherung
- 48A, 48B
- Aussparung
- 49
- Befestigungsbereich
- 50
- Crimphülse
- 60
- Leitung
- 61
- Hülle
- 62
- Schirmgeflecht
- 63
- Ader
- 70
- Verklebung
- 71
- Innenbereich
- 72
- Aussenbereich
- 80
- Umspritzung
- 81
- Konturbereich
- 82
- Konischer Bereich
[0054] Die Figuren 1 bis 10 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung, d.h. einen
Winkelstecker, während die Figuren 4A, 5A, 6A und 8A Details einer zweiten Ausführung
der Erfindung zeigen. Im folgenden wird das erste Ausführungsbeispiel beschreiben.
Anschließend werden betreffend des zweiten Ausführungsbeispiels nur die Unterschiede
beschreiben und im übrigen auf die Beschreibung des ersten Ausführungsbeispiels verwiesen,
wobei gleiche Bezugszeichen gleiche Bauteile bezeichnen. Entsprechende Bauteile haben
die gleichen Bezugszeichen, jedoch mit einem Strich.
[0055] Fig. 1 zeigt eine Schnittdarstellung des ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung.
Ein Steckereinsatz 10 weist einen Kontaktträger 11 mit 4 Kontaktelementen 13 auf.
An den Kontaktträger 11 schließt sich eine Schirmhülse 20 an, die in Fig. 3 detaillierter
dargestellt ist. Die Schirmhülse 20 hat eine Zylinderwandung 21, einen Flansch 22,
mit dem die Schirmhülse 20 an dem Steckereinsatz 10 mittels der Überwurfschraube 30
gehalten wird. Desweiteren weist die Schirmhülse eine Nut 23 auf, in die Schirmgehäusehälften
41A, 41B der Abschirmung 40 mit entsprechenden Falzen 47 (siehe Fig. 5) eingreifen.
Um die korrekte Ausrichtung der Schirmgehäusehälften zu gewährleisten, sind Anschläge
46 (siehe Fig. 5) vorgesehen.
[0056] Die Schirmgehäusehälften 41A, 41B weisen jeweils eine Öffnung 42A bzw. 42B zum Einspritzen
von Schmelzkleber auf.
[0057] Die Schirmgehäusehälfte 41A weist Zapfen 43, 44 und 45 (siehe Figuren 4 und 5) auf,
die in entsprechende Bohrungen (nicht gezeigt) in der Gehäusehälfte 41B eingreifen.
Die Abmesssungen sind derart, dass eine Presspassung beim Zusammenbau der Schirmgehäusehälften
erfolgt. Die Presspassung hat den Vorteil, dass die weitere Montage vereinfacht wird,
denn die Gehäusehälften werden zueinander fixiert, was das Einlegen in die Gußform
für die Anordnung der Gussmasse wesentlich vereinfacht.
[0058] Die Schirmgehäusehälften 41A, 41B weisen an ihrer jeweiligen Rückseite Aussparungen
48A bzw. 48B auf, die gemeinsam eine weitere Öffnung beim Zusammenbau bilden (siehe
Fig. 6). Desweiteren weisen die Schirmgehäusehälften 41A, 41B einen Befestigungsbereich
49 auf, an dem ein Schirmgeflecht 62 einer Leitung 60 mittels einer Crimphülse 50
befestigt ist.
[0059] Die Leitung 60 weist eine Manteloberfläche 61 auf, die im Bereich der Befestigung
von dem Schirmgeflecht 62 entfernt ist. Die Leitung 60 umfasst vier Adern 63, deren
abisolierte Litzen an den jeweiligen Kontaktelementen 13 befestigt sind.
[0060] In dem Innenraum des Schirmgehäuses 41A, 41B der Abschirmung ist ein Schmelzkleber
70 eingebracht, der bis in die Leitung 60 und an den Steckereinsatz reicht. Durch
die vollständige Füllung des Innenbereichs 71 wird eine sehr gute Dichtigkeit gegen
Fluide (Gase und Flüssigkeit) erreicht. Der Schmelzkleber ist auch im Aussenbereich
72 vorgesehen (siehe Fig. 7).
[0061] Bei von der Anmelderin durchgeführten Versuchen hat sich gezeigt, dass es sich durch
die erfindungsgemäße Ausgestaltung erreichen läßt, dass der geschirmte Steckverbinder,
dessen Innenraum vollständig mit Schmelzkleber gefüllt ist, einem an dem offenen Leitungsende
angelegten Überdruck von mindestens 0,5 Bar (entspricht 1,5 Bar Druck) standhält.
Durch diese hohe Druckfestigkeit wird die Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit dieser
Ausführungen der Erfindung gegenüber den bekannten geschirmten Steckverbindern erheblich
verbessert.
[0062] Die gesamte Abschirmung 40 einschließlich des Schmelzklebers im Aussenbereich 72
ist mit thermoplastischen Kunststoff umspritzt. Die Umspritzung 80 mit den Konturen
81 und ihrem konischen Bereich 82 kann man am besten in den Figuren 8 bis 10 sehen.
[0063] Die Figuren 2 bis 10 erläutern anschaulich die einzelnen Schritte zur Montage des
ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung.
- Zunächst werden die Crimphülse 50, die Überwurfschraube 30 (bzw. alternative Verbindungsmittel,
wie oben erwähnt) und die Schirmhülse (falls vorhanden) auf die konfektionierte Leitung
gezogen.
- Die abisolierten Litzen der Adern werden an den entsprechenden Kontaktelementen des
Kontaktträgers befestigt.
- Die Schirmhülse wird mittels einer bekannten Vorrichtung auf den Kontaktträger gefügt.
- Die Überwurfschraube (oder alternative Verbindungselemente werden dann auf den Kontaktträger
geschoben. (Somit entsteht eine Baugruppe im wesentlichen entsprechend Fig. 2, wobei
jedoch die Leitung an die Kontaktelemente anschlossen ist.)
- Die Schirmgehäusehälften werden an der Schirmhülse montiert und mittels einer Presspassung
(Zapfen, Bohrung) verbunden. Alternative Verbindungen sind wie oben erwähnt denkbar.
Die positionsgenaue Ausrichtung des Kontaktträgers kann und wird durch eine Montagevorrichtung
sichergestellt.
- Das Schirmgeflecht der Leitung wird über den Befestigungsbereich der Abschirmung geschoben,
und die Crimphülse wird in dem Befestigungsbereich angeordnet.
- Die komplette Baugruppe wird in eine Crimpvorrichtung eingebracht und vercrimpt. Die
Baugruppe sieht in dieser Montagestufe entsprechend Fig. 6 aus.
- Die Schirmgehäusehälften werden mit Schmelzkleber mit Hilfe eines Vorumspritzwerkzeugs
durch eine Öffnung in den Schirmgehäusehälften verklebt. Dabei wird sowohl der komplette
Innenbereich der Schirmgehäusehälften als auch der Leitungsanschlussbereich im Bereich
der Crimphülse und teilweise auch der Leitungsmantel mit Schmelzkleber umschlossen.
Dadurch entsteht eine hervorragende Dichtigkeit. Die Baugruppe sieht jetzt entsprechend
Fig. 7 aus, wobei dort der Übersicht halber die Überwurfschraube nicht dargestellt
ist.
- Der geschirmte Steckverbinder wird abschließend noch mit thermoplastischen Kunststoff
mit geeigneten Werkzeugen umspritzt. Die Figuren 8 bis 10 zeigen das fertige Produkt.
[0064] Die Figuren 4A, 5A, 6A und 8A zeigen ein im wesentlichen dem ersten Ausführungsbeispiel
entsprechendes zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das zweite Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich im wesentlichen nur durch die nicht winkelige sondern gerade Ausbildung
der Schirmgehäusehälften 41A', 41B', wie insbesondere in Fig. 5A gezeigt. Im übrigen
wird auf die Beschreibung des ersten Ausführungsbeispiel verwiesen.
[0065] Die Figuren 11 bis 15 zeigen eine Abwandlung der oben genannten und beschriebenen
Ausführungen mit einer Verdrehsicherung. Die Bezugszeichen sind zweigestrichen und
bezeichnen die entsprechenden Bauteile. Im folgenden werden nur die Unterschiede beschrieben
und im übrigen wird auf die obige Ausführung verwiesen.
[0066] Gemäß dieser Ausführung wird eine Verdrehsicherung vorgesehen. Dazu ist jeweils eine
sogenannte Nut-Feder-Verbindung einerseits zwischen der Schirmhülse 20" und dem Kontaktträger
11" und andererseits zwischen der Schirmhülse 20" und zumindest einer, vorzugsweise
beiden Gehäuseteilen 41A" vorgesehen.
[0067] Wie aus Fig. 13 ersichtlich ist, sind an der Innenwandung der Schirmhülse 20" Vorsprünge
25" vorgesehen, die mit zusammenpassenden Ausnehmungen 14" des Kontakträgers 11" (siehe
Fig. 12) als Verdrehsicherung im montierten Zustand zusammenwirken.
[0068] An der Innenwandung des Gehäuseteils 41A" ist ein Vorsprung 471" vorgesehen (siehe
Fig. 15), der mit einer zusammenpassenden Ausnehmungen 24" der Schirmhülse 20" (siehe
Fig. 11 und Fig. 13) als Verdrehsicherung im montierten Zustand zusammenwirkt.
[0069] Ein entsprechender Vorsprung kann vorzugsweise an dem anderen Gehäuseteil (nicht
dargestellt) vorgesehen sein.
[0070] Durch die Verdrehsicherung wird gewährleistet, dass bei Ausübung einer Kraft auf
den Steckverbinder entgegen der Verdrehsicherung keine Verdrehung stattfindet, die
ein Ablösen der abdichtenden Gussmasse und damit eine Beeinträchtigung der Dichtungswirkung
verursachen könnte.
[0071] Keine Verdrehung bedeutet in diesem Zusammenhang, dass höchstens eine Verdrehung
zugelassen wird, die kein Ablösen der Gussmasse bewirkt. Somit könnte beispielsweise
eine Verdrehung von weniger als 3 oder vorzugsweise weniger als 2 Grad und bevorzugt
von weniger als 1 Grad zugelassen sein. Die elastische Gussmasse wird eine Rückstellkraft
ausüben, die den Steckverbinder nach dem Lösen der Kraft wieder in die Ruhestellung
bringt. Bevorzugt soll keine Verdrehung möglich sein. Diese Ausführung ist besonders
bei abgewinkelten Steckverbindern wichtig, bei denen leicht größere Kräfte ausgeübt
werden können.
[0072] Die Merkmale der Verdrehsicherung können selbstverständlich vorteilhafter bei allen
genannten Ausführungen der Erfindung vorteilhafterweise vorgesehen werden.
1. Geschirmter Steckverbinder mit
- einer Leitung (60), die mindestens eine Ader (63) und ein
Schirmgeflecht (62) aufweist,
- einem Kontaktträger (11), in dem zumindest ein Kontaktelement (13) vorgesehen ist,
das ein
abisoliertes Ende der mindestens einen Ader der Leitung aufnimmt, und
- einer Abschirmung (40) für die mindestens eine Ader,
wobei die Abschirmung einen Befestigungsbereich (49) aufweist, an dem das Schirmgeflecht
der Leitung befestigt ist,
- wobei das Schirmgeflecht an der Aussenseite der Abschirmung befestigt ist, und die
Abschirmung zwei Schalen (41A, 41B) aufweist, die gemeinsam ein
Schirmgehäuse bilden, dessen eines Ende den Befestigungsbereich für das Schirmgeflecht
bildet,
dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schalen mittels einer Pressverbindung (43, 44, 45) miteinander verbunden
sind.
2. Geschirmter Steckverbinder nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschirmung eine Schirmhülse (20) umfasst, die das Kontaktelement umgibt
und an den Kontaktträger angrenzt.
3. Geschirmter Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressverbindung in entsprechende Bohrungen eingreifende Zapfen (43, 44, 45) aufweist.
4. Geschirmter Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schalen mittels der Pressverbindung und einer Schanierverbindung miteinander
verbunden sind.
5. Geschirmter Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 4 , dadurch gekennzeichnet, dass
das andere Ende des Schirmgehäuses die Schirmhülse einschließt.