(19)
(11) EP 2 027 788 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
25.02.2009  Patentblatt  2009/09

(21) Anmeldenummer: 08013870.4

(22) Anmeldetag:  01.08.2008
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A43B 5/16(2006.01)
A43B 23/10(2006.01)
A43B 7/20(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA MK RS

(30) Priorität: 24.08.2007 DE 102007040147

(71) Anmelder: POWERSLIDE Sportartikelvertriebs GmbH
95463 Bindlach (DE)

(72) Erfinder:
  • Dobbin, Kalon
    95463 Bindlach (DE)
  • Jarisch, Michael
    95463 Bindlach (DE)
  • Knoll, Matthias
    95463 Bindlach (DE)
  • Pfitzner, Jürgen
    95463 Bindlach (DE)

(74) Vertreter: Schaeberle, Steffen 
Hoefer & Partner Patentanwälte Pilgersheimer Strasse 20
81543 München
81543 München (DE)

   


(54) Sportschuh


(57) Die Erfindung betrifft einen Sportschuh (1) mit einer Schale (2),
dadurch gekennzeichnet, dass die Schale (2) mit zumindest einem Verstärkungselement in Form eines flexiblen Hohlkörpers (4) versehen ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Sportschuh gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

[0002] Insbesondere Sportschuhe, die mit weiteren Komponenten, beispielsweise Inlineskate-Schienen, Schlittschuhkufen oder Rastpedalen von Fahrrädern verwendet werden, unterliegen hohen Anforderungen an ihre Stabilität. Dies ist beispielsweise bei Inlineskate-Schienen durch den Montageabstand der Schiene am Schuh bedingt, der aufgrund der Tendenz zu größeren Rollen weiter auseinander liegt, als dies bei herkömmlichen Inlineskate-Sportschuhen der Fall war.

[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Sportschuh der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Art zu schaffen, dessen Stabilität auf einfache und kostengünstige Art und Weise verbessert ist.

[0004] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruchs 1.

[0005] Erfindungsgemäß ist es demgemäß vorgesehen, die Schale des Sportschuhs mit zumindest einem Verstärkungselement in Form eines flexiblen Hohlkörpers zu versehen. Dies ergibt zunächst den Vorteil der Erhöhung der Stabilität und aufgrund der Verwendung eines Hohlkörpers eine nur geringe Gewichtserhöhung. Da der Hohlkörper darüber hinaus flexibel ausgestaltet ist, kann er sich an unterschiedlichste Schalen bzw. Schuhformen problemlos anpassen und ist auf diese Art und Weise für eine große Vielzahl unterschiedlicher Schuhkonstruktionen geeignet.

[0006] Die für den Hohlkörper verwendeten Materialien können beispielsweise Aluminium, Aluminiumlegierungen, Magnesium oder andere Metalle bzw. Metalllegierungen sein. Ferner sind Karbon, Fiberglas oder Fasergewebe sowie Kunststoffgemische oder andere feste Materialien, die gleichzeitig flexibel sind, geeignet. Eine besonders einfache Ausgestaltung des flexiblen Hohlkörpers stellt eine Ausbildung als Röhrchen dar, das im Extremfall sogar die Ausgestaltung eines handelsüblichen Trinkhalmes (Strohhalms) haben kann.

[0007] Insgesamt ist es möglich, den Hohlkörper an all den Stellen des Schuhs anzubringen, die eine Versteifung bzw. Verstärkung ihrer Konstruktion erfordern.

[0008] Dementsprechend können die Hohlkörper an der Schale und/oder dem Innenschuh angeordnet sein, wobei die Hohlkörper durch Verkleben, Vernieten, Verschrauben oder ähnliches fixierbar sind. Ferner ist es möglich, die Hohlkörper in oder an der Schale bzw. dem Innenschuh, beispielsweise durch Laminieren von Karbon, Fiberglas oder anderen Fasergeweben, einzubetten. Ferner ist es denkbar, den Hohlkörper im Zuge der Vorbereitung des Schalenmaterials in diesem zu integrieren, wobei es möglich ist, den bzw. die Hohlkörper gleichzeitig als Belüftungseinrichtung und/oder als Führungseinrichtung für Befestigungselemente, wie beispielsweise Schnürsenkel oder Befestigungsbänder, auszugestalten.

[0009] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus nachfolgender Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der beigefügten Zeichnung. Darin zeigt die einzige Figur der Zeichnung einen schematisch leicht vereinfachten Sportschuh 1, der mit einer äußeren Schale 2 versehen ist, in der ein Innenschuh 3 angeordnet ist.

[0010] Wie eingangs erläutert, ist es zur Verstärkung der Schuhkonstruktion möglich, die Schale 2 und/oder den Innenschuh 3 mit Verstärkungselementen zu versehen, von denen in der Figur eines mit der Bezugsziffer 4 gekennzeichnet ist.

[0011] Die Verstärkungselemente sind bei der dargestellten Ausführungsform an der Innenseite der Schale 2 angeordnet und beispielsweise mit dieser durch Verkleben befestigt. Ferner ist es, wie ebenfalls eingangs erläutert, möglich, die Verstärkungselemente 4, die als flexible Hohlkörper ausgebildet sind, in der Schale 2 und/oder dem Innenschuh 3 einzubetten.

[0012] Bei der in der Figur dargestellten, besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein weiteres Verstärkungselement 5 in Form eines flexiblen Hohlkörpers vorgesehen, das sich entlang des Oberrandes 6 der Schale 5 erstreckt, wobei aufgrund der Flexibilität des Verstärkungselementes 5 dieses der Form bzw. dem Verlauf des oberen Randes 6 folgen kann.


Ansprüche

1. Sportschuh (1)

- mit einer Schale (2),

dadurch gekennzeichnet, dass

- die Schale (2) mit zumindest einem Verstärkungselement in Form eines flexiblen Hohlkörpers (4) versehen ist.


 
2. Sportschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Innenschuh (3) vorgesehen ist, der in der Schale (2) angeordnet ist.
 
3. Sportschuh nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenschuh (3) mit zumindest einem Verstärkungselement in Form eines flexiblen Hohlkörpers (4) versehen ist.
 
4. Sportschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper (4) im Material der Schale (2) und/oder des Innenschuhs (3) integriert ist.
 
5. Sportschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper (4) auf der dem Innenschuh (3) zugewandten Innenfläche der Schale (2) befestigt ist.
 
6. Sportschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass am oberen Rand (6) der Schale (2) ein weiteres Verstärkungselement in Form eines flexiblen Hohlkörpers (5) angeordnet ist.
 
7. Sportschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper (4, 5) als flexibles Röhrchen ausgebildet ist.
 




Zeichnung







Recherchenbericht