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EP 2 028 297 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.11.2012 Patentblatt 2012/45 |
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Anmeldetag: 01.08.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zum Öffnen und Dosieren von Fasermaterial
Method for opening and metering fibrous material
Procédé d'ouverture et de dosage de matière fibreuse
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
17.08.2007 DE 102007039055
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.02.2009 Patentblatt 2009/09 |
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Patentinhaber: Temafa Maschinenfabrik GmbH |
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51469 Bergisch Gladbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Morgner, Jörg
51515 Kürten (DE)
- Bruhn, Michael
51429 Bergisch Gladbach (DE)
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Vertreter: Bergmeier, Werner |
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Canzler & Bergmeier
Friedrich-Ebert-Straße 84 85055 Ingolstadt 85055 Ingolstadt (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 818 566 DE-A1- 10 040 533 DE-U1- 29 923 579
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EP-A1- 1 262 580 DE-A1- 10 214 389
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Öffnen und Dosieren von Fasermaterial, wobei
das Fasermaterial über einen Speiseschacht einer Öffnereinrichtung zugeführt wird,
sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Bei der Vliesherstellung ist die gleichmäßige Materialversorgung die Voraussetzung
für eine hohe Vliesgleichmäßigkeit. Zur Beschickung der Krempel werden sogenannte
Flockenspeiser verwendet, die üblicherweise nach dem Doppelschachtprinzip arbeiten
(
DE 44 34 251). Ein Ventilator bläst das von den Mischer- und Öffneranlagen zu Faserflocken aufbereitete
Fasermaterial über eine Verteilleitung in den großdimensionierten Oberschacht, den
sogenannten Materialreserveschacht des Flockenspeisers, an dessen unteren Ende das
Fasermaterial durch eine Zuführwalze erfasst und einer Öffnerwalze zugeführt wird.
Zur sicheren Führung wird das Fasermaterial durch federnde Einzelsegmente einer Einzugsmulde
gegen die Zuführwalze geklemmt, wobei die Einzelsegmente sich automatisch der jeweiligen
Fasermasse anpassen. Die so der Öffnerwalze dargebotene Fasermasse wird von der Öffnerwalze
geöffnet und in den Unterschacht, den eigentlichen Speiseschacht für die Krempel,
transportiert. Dies wird üblicher Weise durch einen Luftstrom unterstützt. Am unteren
Ende des Speiseschachtes ist eine Speisewalze angeordnet, die mit gefederten, sektionierten
Mulden zusammenarbeitet, so dass die Materialstärke durch diese Mulden abgetastet
und entsprechend reguliert werden kann. Da der Mengendurchsatz des Fasermaterials
von der Dichte des Materials abhängig ist, wird die Füllhöhe im Speiseschacht möglichst
gleich gehalten und mittels einer Luftströmung eine möglichst gleichmäßige Verdichtung
herbeigeführt.
[0003] Für die Verbesserung des Verdichtungsluftstromes am Ausgang des Speiseschachtes sind
verschiedene Vorrichtungen bekannt geworden, beispielsweise durch die
EP 0 929 704. Hierbei taucht das Problem auf, den Verdichtungsluftstrom aus dem Speiseschacht
wieder abzuführen und vom Fasermaterial zu trennen und gleichzeitig dabei eine gleichmäßige
Verdichtung über die gesamte Breite des Speiseschachtes zu erhalten. Besonders bei
sehr großen Leistungen der Vliesmaschine, die beispielsweise eine Materialspeisung
von über 1.000 kg/h erfordern, sind die bekannten Einrichtungen nicht in der Lage,
entsprechende Schwankungen ohne starke Änderung der Füllhöhe sowohl im Reserveschacht
als auch im Speiseschacht auszugleichen, was zu Ungleichmäßigkeiten in der Dichte
des Fasermaterials führt und sich nachteilig auf die Gleichmäßigkeit des Vlieses auswirkt.
[0004] Um einen kontinuierlichen Materialfluss für den aktuellen Bedarf der Vlieskrempel
zu erreichen, ist auch bereits bekannt geworden, einen Dosieröffner dem Flockenspeiser
vorzuschalten, um damit eine Entkoppelung des Flockenspeisers von den Mischer- und
Öffneranlagen zu erreichen. Da diese erfahrungsgemäß von der Ballenbeschickung und
Öffnung derselben abhängig sind, verbessert die Vorschaltung eines Dosieröffners vor
den Flockenspeiser die Betriebssicherheit erheblich (Trützschler-Prospekt "Technologie
Scanfeed TF Beschickung Dosieröffner FD - S"). Dieser Dosieröffner besteht aus einem
großvolumigen Füllschacht, in welchen das Fasermaterial von den Mischer- und Öffneranlagen
hineingeblasen wird. Lichtschranken kontrollieren die Füllhöhe und den jeweiligen
Materialbedarf, um ihn von den Mischer-und Öffneranlagen anzufordern. Für große Durchsatzmengen
von Fasermaterial ist dieser Dosieröffner jedoch nicht geeignet, da durch die zwar
platzsparende, aber hohe Bauweise durch Materialschwankungen, die durch die vorgeschalteten
Mischer- und Öffneranlagen bedingt sind, große Höhendifferenzen entstehen, die zu
ungleichmäßiger Dichte des Fasermaterials führen. Der zum Ausgleich der Höhenschwankungen
vorgesehene Verdichtungsluftstrom ist nicht in der Lage, die Höhen- und damit Dichteschwankungen
befriedigend auszugleichen.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, um
insbesondere für große Materialdurchsätze auch bei Schwankungen in der Materialvorbereitung
eine gleichmäßige Vliesherstellung zu ermöglichen.
[0006] Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass eine gleichmäßige Vliesherstellung
in erster Linie bedingt ist durch die kontinuierliche Zuführung von Fasermaterial
gleicher Dichte. Hierfür ist einmal eine möglichst feine Auflösung erforderlich, denn
fein aufgelöstes Fasermaterial lässt sich gleichmäßiger verteilen und ist auch in
sich durch die feine Auflösung gleichmäßiger in der Dichte. Zum anderen wird die Dichte
nachteilig durch stärkere Füllhöhenschwankungen beeinflusst, die durch die komplizierte
Verdichtungsluftstromführung nicht ausreichend ausgleichbar sind. Durch die Merkmale
der Ansprüche 1 und 4 wird die Aufgabe der Erfindung gelöst.
[0007] Durch die zweistufige Öffnung wird das Fasermaterial sehr gut aufgelöst, wobei gleichzeitig
noch eine Art Verzug bzw. Verdünnung des Fasermaterials eintritt. Auch dadurch wird
die Dichte des Fasermaterials vergleichmäßigt. Durch die große Querschnittsfläche
des der ersten Öffnerstufe vorgeschalteten Speiseschachtes wird bei geringer Füllhöhe
eine große Bevorratung ermöglicht und große Schwankungen in der Füllhöhe vermieden.
Für die zweite Öffnerstufe ist durch die Vermeidung pneumatischer Transportwege nur
ein wesentlich kleinerer Füllschacht erforderlich, der nach dem Bedarf der zu beschickenden
folgenden Arbeitsmaschine sehr exakt gesteuert werden kann. Verzögerungen, wie sie
durch die Zwischenschaltung von pneumatischen Transportmitteln entstehen, werden vermieden.
Dadurch kann im nachfolgenden zweiten Speiseschacht die Füllhöhe sehr exakt konstant
gehalten werden. Durch die konstante niedrige Füllhöhe im zweiten Speiseschacht wird
auch die Verdichtung des Fasermaterials weitgehend gering und konstant gehalten. Komplizierte
Verdichtungsluftströme zum Ausgleich von Dichteschwankungen werden so auf einfache
Weise vermieden.
[0008] Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens weist zwei Öffnerstufen auf, die
übereinander angeordnet sind. Dadurch werden erhebliche Platzeinsparungen trotz großer
Reservemengen erreicht. Pneumatische Transporteinrichtungen erübrigen sich und die
durch sie bedingten Verzögerungen im Transport werden eliminiert.
[0009] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeichnungen beschrieben. Es
zeigen:
- Fig. 1
- eine übliche Öffner- und Vorbereitungsanlage für die Herstellung von Vliesen;
- Fig. 2
- eine Anlage mit dem erfindungsgemäßen Dosieröffner;
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch den erfindungsgemäßen Dosieröffner.
[0010] In Figur 1 ist eine übliche Anlage zur Vorbereitung des Fasermaterials für die Vliesherstellung
gezeigt. Das als Ballen vorgelegte Fasermaterial wird über die Öffner- und Mischanlage
I geöffnet und auf ein Transportband abgeworfen und sodann dem Mischöffner II zugeführt,
durch den das Fasermaterial eine erste Auflösung und weitere Durchmischung erfährt.
Vom Mischöffner II gelangt das Fasermaterial in den Feinöffner III, in welchem es
eine Feinauflösung erfährt. Über Rohrleitungen 4 gelangt das Fasermaterial schließlich
zum Füllschachtspeiser IV, von welchem die Krempel V gespeist wird. Die Maschinen
II, III und IV weisen jeweils einen schmalen und hohen Füllschacht auf, die als Puffer
dienen, um Schwankungen in der Zulieferung durch die Öffner- und Mischmaschinen I
auszugleichen. Sie sind durch pneumatische Transporteinrichtungen miteinander verbunden.
Die für ein genügend großes Reservevolumen notwendige große Bauhöhe der Füllschächte
wirkt sich zwar platzsparend in der Grundfläche aus, nachteilig ist jedoch, dass sich
durch die Materialsäule bei Schwankungen der Materialzufuhr große Dichteunterschiede
in der Zuführung des Materials ergeben, insbesondere bei der Speisung der Krempel
V durch den Füllschachtspeiser IV.
[0011] Wie aus Figur 2 ersichtlich, werden die Maschinen II und III zusammengefasst in dem
Dosieröffner D, der eine erste Öffnerstufe 1 und eine zweite Öffnerstufe 2 besitzt,
die übereinander angeordnet sind. Die Öffneraggregate 11, 12, 13 und 21, 22, 23 dieser
Öffnerstufen 1 und 2 sind unmittelbar über einen Füllschacht 20 miteinander verbunden.
Die Öffnerstufe 1 ist mit einem Speiseschacht 10 ausgestattet, der ein sehr großes
Speichervolumen besitzt, um Materialschwankungen ausgleichen zu können. Erfindungsgemäß
besitzt dieser eine große Querschnittsfläche, so dass bei der üblichen Höhenbauweise
ein beispielsweise 2- bis 3-fach größeres Materialvolumen gespeichert werden kann.
Selbst größere Materialschwankungen wirken sich nur in geringen Höhenunterschieden
aus, so dass sich die Verdichtung durch eine in der Höhe schwankende Materialsäule
nur geringfügig ändert.
[0012] Am unteren Ende des Speiseschachtes 10 der ersten Öffnungsstufe 1 ist ein Öffneraggregat
angeordnet bestehend aus zwei Einzugswalzen 11 und 12, die mit einer Leistengarnitur
bestückt sind. Der Abstand der Einzugswalzen 11 und 12 ist veränderlich, so dass das
Ineinandergreifen der Leistengarnituren für die Materialzuführung einstellbar ist.
Durch die Einstellung kann ein Ineinandergreifen auch ganz aufgehoben werden, wenn
es das Material erfordert. Das auf diese Weise geklemmte Fasermaterial wird über die
Einzugswalzen 11 und 12 dosiert einer Öffnerwalze 13 zugeführt. Diese Öffnerwalze
13 ist mit Stiften besetzt, wie sie üblicherweise für Voröffnerwalzen verwendet werden.
Unmittelbar an dieses Öffneraggregat schließt sich ein zweiter Speiseschacht 20 an,
in den die Öffnerwalze 13 das vorgeöffnete Fasermaterial abwirft. Dieser zweite Speiseschacht
20 ist wesentlich kleiner im Querschnitt als der Speiseschacht 10 und auch von geringer
Höhe. Das Fasermaterial wird in diesem zweiten Speiseschacht 20 somit kaum verdichtet,
weder durch Luft noch durch eine größere Füllhöhe, so dass es locker bleibt wie durch
die Voröffnung geliefert. In diesem Zustand wird das Fasermaterial am unteren Ende
des Speiseschachtes 20 von Einzugswalzen 21 und 22 erfasst, die ebenfalls mit Leistengarnituren
besetzt sind, und einer Feinöffnerwalze 23 zugeführt, die mit einer Nadel- oder Sägezahngarnitur
besetzt ist. Die Leisten können auch direkt in die Einzugswalze eingefräst sein. Hier
erfolgt eine Feinauflösung des Fasermaterials. Die durch die Einzugswalzen 21 und
22 zugeführte Fasermenge ist zwar die gleiche wie die, die in den Speiseschacht 20
von der Öffnerwalze 13 geliefert wird, jedoch laufen die Einzugswalzen 21 und 22 mit
einer höheren Geschwindigkeit als die Einzugswalzen 11 und 12, so dass eine Verdünnung
des Fasermaterials eintritt. Es entsteht quasi ein Verzug, der eine sehr feine Auflösung
des Fasermaterials ermöglicht. Das auf diese Weise feingeöffnete Fasermaterial wird
über eine Rohrleitung 4 pneumatisch in den Füllschacht IV zur Speisung der Krempel
V gefördert.
[0013] Da das Fasermaterial von der Öffnerstufe 1 unmittelbar ohne Zwischenschaltung von
pneumatischen Transportmitteln in den Speiseschacht 20 geliefert wird, kann der Speiseschacht
20 sehr klein gehalten werden. Die geringe Bauhöhe ist nicht nur günstig für die Beibehaltung
des durch die Öffnerstufe 1 erzeugten Auflösezustands, sondern ermöglicht auch eine
Anordnung der beiden Öffnerstufen übereinander, ohne dass über das Übliche hinausgehende
Gebäudehöhen erforderlich sind.
[0014] Eine Steuereinrichtung steuert den Ausgang nach der zweiten Öffnerstufe des Dosieröffners
je nach dem, welchen Bedarf der Füllschachtspeiser IV anfordert. Außerdem wird über
diese Steuereinrichtung auch die Lieferung von der Öffnerstufe 1 in die Öffnerstufe
2 gesteuert in Abhängigkeit der Füllstandshöhe im Füllschacht 20. Sobald diese Höhe
den eingestellten Wert verlässt, wird die Zulieferung aus der Öffnerstufe 1 beschleunigt
oder verringert oder ganz abgestellt. Durch die Elimination pneumatischer Transporteinrichtungen
und die kompakte Bauweise der Öffnerstufen 1 und 2 übereinander werden schnelle Reaktionen
bei der Steuerung der Materialzufuhr erreicht, so dass die Füllhöhe im Speiseschacht
20 so gut wie nicht schwankt. Der Speiseschacht 20 braucht keine Materialschwankungen
ausgleichen.
[0015] Dies erfolgt bereits durch den großen Speiseschacht 10 der Öffnerstufe 1. Der Speiseschacht
20 kann somit sehr klein gehalten werden. Beispielsweise reicht eine Höhe von 700
mm und eine Tiefe T2 von 300 mm vollkommen aus auch für Materialdurchsätze von 1.000
- 2.000 kg/h. Dagegen hat der Speiseschacht 10, ausgelegt für eine ausreichend große
Materialreserve, beispielsweise eine Tiefe T1 von 1.000 mm bei einer Höhe von 2.500
mm.
[0016] Für den Speiseschacht 10 ist eine Überfüllsicherung vorgesehen, die anspricht, wenn
die Füllhöhe ein gewisses Niveau übersteigt, so dass der Speiseschacht 10 die von
den Öffner- und Mischmaschinen I gelieferte Fasermenge nicht mehr aufnehmen kann.
Bei großen Mengendurchsätzen von 1.000 kg und mehr pro Stunde ist es notwendig, auch
eine entsprechend große Reserve zu haben, um Stillstände oder Ausfälle in der Zulieferung
von den Öffner- und Mischmaschinen 1 ausgleichen zu können. Dies ist durch den erfindungsgemäßen
Speiseschacht 10 bei relativ geringer Füllhöhenschwankung gewährleistet. Pneumatische
Fördereinrichtungen zwischen zwei Maschinen bedingen stets längere Reaktionszeiten
bei Stillstand und Anfahren oder Veränderung der Materialliefermenge. Die direkte
Koppelung der Öffnerstufe 1 mit der Öffnerstufe 2 ohne pneumatischen Zwischentransport
gewährleistet kurze Reaktionszeiten und damit auch eine entsprechende Sicherheit und
Garantie für eine konstante Füllhöhe im Speiseschacht 20. Dieser kann deshalb wesentlich
kleiner gehalten werden als der Speiseschacht 10. Alle diese Maßnahmen tragen jeweils
für sich zu einer außerordentlich gleichmäßigen Vliesbildung bei.
[0017] Wie aus dem Vergleich der herkömmlichen Anlagen mit der erfindungsgemäßen Anlage
gemäß Figur 2 zu erkennen ist, entfallen die Maschinen II und III, die durch den Dosieröffner
D ersetzt werden. Rohrleitungen und auch entsprechende pneumatische Fördereinrichtungen
entfallen, da die Voröffnerstufe 1 und die Feinöffnerstufe 2 übereinander angeordnet
sind und somit das Fasermaterial direkt aus der ersten Öffnerstufe 1 in den Speiseschacht
der zweiten Öffnerstufe 2 abgeworfen wird. Abgesehen von der kompakten Bauweise hat
sich gezeigt, dass die erfindungsgemäße Verfahrensweise zu einer außerordentlich guten
und gleichmäßigen Auflösung führt, so dass in einfacher Weise gleichmäßige Vliese
hergestellt werden können. Die Anlage bedarf wesentlich weniger Raum. Komplizierte
Einrichtungen, um das Material mit Luft unabhängig von der Füllhöhe zu verdichten,
entfallen. Die Betriebssicherheit wird erhöht.
1. Verfahren zum Öffnen und Dosieren von Fasermaterial, wobei das Fasermaterial von einer
Öffner- und/oder Mischanlage (I) zunächst einem Dosieröffner zugeführt wird, von dem
es anschließend an den Flockenspeiser (IV) einer Krempel (V) oder anderen Bearbeitungsmaschine
abgegeben wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Fasermaterial im Dosieröffner (D) in einer ersten Öffnerstufe (1) bearbeitet
und ohne Zwischenschaltung einer pneumatischen Wegstrecke dem Speiseschacht einer
zweiten Öffnerstufe (2) zugeführt wird, in welcher das Fasermaterial bei gleichem
Mengendurchsatz feiner als in der ersten Öffnerstufe (1) bearbeitet wird, wobei die
Füllhöhe im zweiten Speiseschacht (20) über die Zulieferung durch die erste Öffnerstufe
(1) annähernd konstant gehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse des Fasermaterials in der zweiten Öffnerstufe (2) gegenüber der ersten
Öffnerstufe (1) verdünnt (verzogen) wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabe des Fasermaterials an der zweiten Öffnerstufe (2) nach dem Bedarf der
zu beschickenden folgenden Verarbeitungsmaschine (IV, V) gesteuert wird.
4. Vorrichtung zum Öffnen und Dosieren von Fasermaterial, die von einer Öffner- und/oder
Mischanlage (I) über einen Speiseschacht gespeist wird und das von ihr bearbeitete
Fasermaterial einem Flockenspeiser (IV) einer Krempel (V) oder einer anderen Bearbeitungsmaschine
zuliefert, gekennzeichnet durch eine erste Öffnereinrichtung (1), der ein großvolumiger Speiseschacht (10) vorgeschaltet
ist und welche das Fasermaterial an einen im Volumen um ein Vielfaches kleineren Speiseschacht
(20) abgibt, der das Fasermaterial einer zweiten Öffnereinrichtung (2) zuführt, wobei
beide Öffnereinrichtungen mit ihren zugeordneten Speiseschächten übereinander angeordnet
sind, sowie durch eine Steuereinrichtung, welche die Füllhöhe im zweiten Speiseschacht (20) annähernd
konstant hält.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Öffnereinrichtung (1) als Voröffneraggregat (11, 12, 13) ausgebildet ist,
welches das Fasermaterial ohne Zwischenschaltung einer pneumatischen Wegstrecke unmittelbar
dem zweiten Speiseschacht (20) zuführt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des der ersten Öffnereinrichtung (1) vorgeschalteten Speiseschachtes
(10) um ein Vielfaches größer ist als der Querschnitt des der zweiten Öffnereinrichtung
(2) vorgeschalteten Speiseschachtes (20).
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Speiseschacht (10) etwa die gleiche Breite wie der Speiseschacht (20) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe (T2) des zweiten Speiseschachtes (20) weniger als die Hälfte der Tiefe
(T1) des ersten Speiseschachtes (10) beträgt.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe T1 etwa das 2,5- bis 3,5-fache der Tiefe T2 beträgt.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe des Speiseschachtes (10) der ersten Öffnerstufe (1) etwa das 3- bis 4-fache
der Höhe des Speiseschachtes (20) der zweiten Öffnerstufe (2) beträgt.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Öffnereinrichtung (2) als Feinöffneraggregat (21, 22, 23) ausgebildet
ist.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass bei gleicher Liefermenge die Liefergeschwindigkeit des Feinöffneraggregates (21,
22, 23) höher ist als die des Voröffneraggregates (11, 12, 13), so dass eine Verdünnung
(Verzug) des Fasermaterialstromes erfolgt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung in Abhängigkeit der Füllhöhe im zweiten Speiseschacht (20)
die Zulieferung durch die erste Öffnereinrichtung (11, 12, 13) steuert.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Öffnereinrichtung (11, 12, 13) zwei zusammenwirkende Einzugswalzen (11,
12) sowie eine Voröffnerwalze (13) aufweist.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Voröffnerwalze (13) mit Kegelstiften besetzt ist.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzugswalzen (11, 12; 21, 22) ineinandergreifende Garnituren aufweisen, die
in ihrem Eingriff verstellbar sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzugswalzen (11, 12; 21, 22) Leistengarnituren aufweisen.
18. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Öffnereinheit (21, 22, 23) eine Öffnerwalze (23) aufweist, die mit einer
Nadel- oder Sägezahngarnitur besetzt ist.
1. Method for opening and dosing fiber material in which the fiber material from an opening
and/or mixing equipment (I) is initially fed to a dosing opener from which it is afterwards
delivered to the flock feeder (IV) of a carding machine (V) or another processing
machine, characterized in that the fiber material in the dosing opener (D) is processed in a first opener stage
(1) and delivered, without interposition of a pneumatic passage, to the feeding shaft
of a second opener stage (2), in which the fiber material, under conditions of the
same quantity throughput, is processed more finely than in the first opener stage
(1), wherein the filling level in the second feeding shaft (20) is maintained approximately
constant by the delivery through the first opener stage (1).
2. Method according to Claim 1, characterized in that the mass of the fiber material in the second opener stage (2) is thinned (drafted)
with respect to the first opener stage (1).
3. Method according to one of Claim 1 or 2, characterized in that the output of the fiber material in the second opener stage (2) is controlled according
to the demand of the next processing machine (IV, V) to be loaded.
4. Device for opening and dosing fiber material, which device is fed by an opening and/or
mixing equipment (I) via a feeding shaft and which delivers the fiber material processed
by it to a flock feeder (IV) of a carding machine (V) or to another processing machine,
characterized by a first opening device (1), before which is placed a large-volume feeding shaft (10)
and which delivers the fiber material to a feeding shaft (20) having a many times
smaller volume, which in turn feeds the fiber material to a second opening device
(2), wherein both opening devices with their associated feeding shafts are arranged
on top of one other, and by a control device that maintains the filling level in the
second feeding shaft (20) approximately constant.
5. Device according to Claim 4, characterized in that the first opening device (1) has been designed as a pre-opening unit (11, 12, 13)
that feeds the fiber material directly to the second feeding shaft (20) without interposition
of a pneumatic passage.
6. Device according to one of the Claims 4 or 5, characterized in that the cross section of the feeding shaft (10) placed before the first opening device
(1) is many times larger than the cross section of the feeding shaft (2) placed before
the second opening device (20).
7. Device according to one or several of the Claims 4 through 6, characterized in that the feeding shaft (10) is roughly as wide as the feeding shaft (20).
8. Device according to one or several of the Claims 4 through 7, characterized in that the depth (T2) of the second feeding shaft (20) is less than one-half of the depth
(T1) of the first feeding shaft (10).
9. Device according to one or several of the Claims 4 through 8, characterized in that the depth T1 is about 2.5 to 3.5 times the depth T2.
10. Device according to one or several of the Claims 4 through 9, characterized in that the height of the feeding shaft (10) of the first opener stage (1) is about 3 to
4 times the height of the feeding shaft (20) of the second opener stage (2).
11. Device according to one or several of the Claims 4 through 10, characterized in that the second opening device (2) has been designed as a fine opening unit (21, 22, 23).
fine opening unit (21, 22, 23).
12. Device according to one or several of the Claims 4 through 11, characterized in that the speed of delivery of the fine opening unit (21, 22, 23), under conditions of
delivery of the same quantity, is higher than that of the pre-opening unit (11, 12,
13) so that a thinning (drafting) of the fiber material takes place.
13. Device according to Claim 4, characterized in that the control device controls the supply through the first opening device (11, 12,
13) depending on the filling level in the second feeding shaft (20).
14. Device according to one or several of the Claims 4 through 13, characterized in that the first opening device (11, 12, 13) has two draw-in rollers (11, 12) that act together
and a pre-opening roller (13).
15. Device according to one or several of the Claims 4 through 14, characterized in that the pre-opening roller (13) is studded with pins.
16. Device according to one or several of the Claims 4 through 15, characterized in that the draw-in rollers (11, 12; 21, 22) have intermeshing clothings with adjustable
engagement.
17. Device according to Claim 16, characterized in that the draw-in rollers (11, 12; 21, 22) have selvedge clothings.
18. Device according to one or several of the Claims 4 through 17, characterized in that the second opening unit (21, 22, 23) has an opening roller (23) studded with a needle
or saw-toothed clothing.
1. Procédé d'ouvraison et de dosage de matière fibreuse, dans lequel une installation
d'ouvraison et/ou de mélange (I) délivre d'abord la matière fibreuse à un doseur-ouvreur,
par lequel elle est ensuite délivrée à une hotte d'alimentation des cardes (IV) d'une
carde (V) ou d'une autre machine de traitement, caractérisé en ce que la matière fibreuse, dans le doseur-ouvreur (D), est traitée dans une première étape
d'ouvraison (1) et, sans interposition d'une distance parcourue pneumatique, délivrée
à la gaine d'alimentation d'une seconde étape d'ouvraison (2), dans laquelle la matière
fibreuse, au même débit massique, est soumise à un traitement plus fin que dans la
première étape d'ouvraison (1), sachant que le niveau de remplissage dans la seconde
gaine d'alimentation (20) est maintenu à un niveau approximativement constant par
l'approvisionnement par la première étape d'ouvraison (1).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la masse de la matière fibreuse est amincie (étirée) dans la seconde étape d'ouvraison
(2) par rapport à la première étape d'ouvraison (1).
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la livraison de la matière fibreuse à la seconde étape d'ouvraison (2) est commandée
selon le besoin de la machine de traitement à charger en aval (IV, V).
4. Dispositif d'ouvraison et de dosage de matière fibreuse, qui est alimenté par une
installation d'ouvraison et/ou de mélange (I) via une gaine d'alimentation et qui
livre la matière fibreuse qu'il a traitée à une hotte d'alimentation des cardes (IV)
d'une carde (V) ou d'une autre machine de traitement, caractérisé par un premier dispositif d'ouvraison (1), qui est disposé en aval d'une gaine d'alimentation
de grand volume (10) et qui délivre la matière fibreuse à une gaine d'alimentation
(20) dont le volume est le quart de son propre volume, laquelle délivre la matière
fibreuse à un second dispositif d'ouvraison (2), sachant que les deux dispositifs
d'ouvraison avec leurs gaines d'alimentation respectives sont disposés l'un au-dessus
de l'autre, ainsi que par un dispositif de commande, qui maintient le niveau de remplissage
dans la seconde gaine d'alimentation (20) à un niveau approximativement constant.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que le premier dispositif d'ouvraison (1) se présente sous la forme d'un groupe de pré-ouvraison
(11, 12, 13), qui délivre la matière fibreuse directement à la seconde gaine d'alimentation
(20), sans interposition d'une distance parcourue pneumatique.
6. Dispositif selon l'une des revendications 4 ou 5, caractérisé en ce que la section transversale de la première gaine d'alimentation (10) disposée en amont
du premier dispositif d'ouvraison (1) est égale à un multiple de la section transversale
de la seconde gaine d'alimentation (20) disposée en amont du second dispositif d'ouvraison
(2).
7. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que la gaine d'alimentation (10) présente approximativement la même largeur que la gaine
d'alimentation (20).
8. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 4 à 7, caractérisé en ce que la profondeur (T2) de la seconde gaine d'alimentation (20) est égale à moins de la
moitié de la profondeur (T1) de la première gaine d'alimentation (10).
9. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 4 à 8, caractérisé en ce que la profondeur T1 est égale approximativement à 2,5 à 3,5 fois la profondeur T2.
10. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 4 à 9, caractérisé en ce que la hauteur de la gaine d'alimentation (10) de la première étape d'ouvraison (1) est
égale approximativement à 3 à 4 fois la hauteur de la gaine d'alimentation (20) de
la seconde étape d'ouvraison (2).
11. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 4 à 10, caractérisé en ce que le second dispositif d'ouvraison (2) se présente sous la forme d'un groupe d'ouvraison
fine (21, 22, 23).
12. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 4 à 11, caractérisé en ce que, pour la même quantité de livraison, la vitesse de livraison du groupe d'ouvraison
fine (21, 22, 23) est supérieure à celle du groupe de pré-ouvraison (11, 12, 13),
si bien que le flux de matière fibreuse est aminci (étiré).
13. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que le dispositif de commande la livraison par le premier dispositif d'ouvraison (11,
12, 13) en fonction du niveau de remplissage dans la seconde gaine d'alimentation
(20).
14. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 4 à 13, caractérisé en ce que le premier dispositif d'ouvraison (11, 12, 13) comporte deux cylindres d'alimentation
coopérant (11, 12) ainsi qu'un cylindre de pré-ouvraison (13).
15. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 4 à 14, caractérisé en ce que le cylindre de pré-ouvraison (13) est doté de goupilles coniques.
16. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 4 à 15, caractérisé en ce que les cylindres d'alimentation (11, 12 ; 21, 22) présentent des garnitures engrenées,
dont l'engrènement est réglable.
17. Dispositif selon la revendication 16, caractérisé en ce que les cylindres d'alimentation (11, 12 ; 21, 22) présentent des garnitures à lisières.
18. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 4 à 17, caractérisé en ce que la seconde unité d'ouvraison (21, 22, 23) présente un cylindre d'ouvraison (23),
qui est doté d'une garniture à aiguilles ou à dents de scie.


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