[0001] Die Erfindung betrifft eine Doppelbarren-Raschelmaschine zur Herstellung von Abstandsgewirken,
mit einer Wirkstelle, an der in Lochnadeln geführte Kettfäden, Wirkfäden und Polfäden
mit ihnen gegenüber liegenden Wirknadeln zusammenwirken und zwischen zwei Fräsblechen
die entstehende Bahn des Abstandsgewirkes ausgebildet und abgeführt wird, und mit
Schussfaden-Eintrag zu beiden Seiten der Wirkstelle in den Arbeitsbereich zwischen
den Reihen der Lochnadeln und Wirknadeln, wobei die Schussfäden jeweils in die an
der Seite ihres Eintrags entstehende Deckschicht des Abstandsgewirkes eingebunden
werden, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Abstandsgewirke sind unter dem Namen "Polware" schon länger bekannt; sie bestehen
aus zwei Gewirkeflächen, die durch Polfäden miteinander verbunden werden. Bekannt
ist die Herstellung von Doppelplüschware, bei der die Warenbahn durch ein Bandmesser
in Längsrichtung aufgeschnitten wird und Veloursware entsteht, aber auch die Verwendung
der vollständigen Abstandsgewirke zu Gegenständen der Bekleidung, Möbelbezugsstoffen,
Polsterstoffen und Netzen (Firmenprospekt doppelbarrige Raschelmaschine DG DPLM der
LIBA Maschinenfabrik GmbH). In Bekleidungssystemen ermöglichen Abstandsgewirke die
Regulation des Mikroklimas (
K. Machowa, G. Hoffmann und C. Cherif, Melliand-Textilberichte 2006, Seiten 818/819).
[0003] Ferner wurden technische Abstandsgewirke mit biaxial verstärkten beidseitigen Gewirkeflächen
vorgeschlagen, wobei die Gewirkeflächen als Deckflächen bezeichnet werden. Die biaxiale
Verstärkung wird durch Steh- und/oder Kettfäden gebildet, die dem Gewirke zusätzlich
zugeführt werden; dabei sind oft Gitter-Strukturen vorteilhaft. Die Deckflächen werden
durch die Polfäden stützend auf Abstand gehalten, so dass so genannte Spacermaterialien
oder Sandwich-Strukturen entstehen. Ein besonders hervorgehobenes Anwendungsgebiet
sind Baumaterialien und Betonprodukte wie beispielsweise leichte Trennwände mit Abstandsgewirken
als SandwichPlatten, vgl.
A. Roye und Th. Gries, Kettenwirk-Praxis 3/2004, Seiten 26/27.
[0004] In dem zuletzt genannten Aufsatz ist auch die Einzelanfertigung einer Doppelbarren-Raschelmaschine
erwähnt, die zu Forschungszwecken dient und als Stand der Technik im Oberbegriff des
Anspruchs 1 der Anmeldung berücksichtigt ist. Das Besondere dieser bekannten Doppelbarren-Raschelmaschine
ist ihre Wirkeinheit, bei der zu beiden Seiten der Wirkstelle je eine Schusseintrag-Einheit
vorgesehen ist, die zum Eintragen von 90°-Rovings dient. Die schematisch gehaltene
Zeichnung und der knappe Text hierzu in dem Aufsatz von A. Roye und Th. Gries lassen
keinen sicheren Rückschluss auf technische Einzelheiten der dort verwendeten Schusseintrag-Einheiten
zu.
[0005] Bei Kettenwirkmaschinen, die zur Herstellung von Flachware in der Massenproduktion
bestimmt sind, ist die Zufuhr von Schussfäden zu der Wirkstelle im so genannten Magazin-System
bekannt. Hierbei werden fortlaufend Schussfäden auf paarweise angeordneten endlosen
Längsförderern, in der Regel Transportketten, abgelegt und vorübergehend gehalten.
Die Schussfäden können den Längsförderern als abgelängte Fadenscharen oder Einzelfäden
fortlaufend zugeführt werden, oder es erfolgt eine Ablage von endlosen Fadenscharen
oder Einzelfäden, wozu Fadenführer in Verbindung mit Versatzrechen dienen können.
Die Magazin-Systeme erlauben eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit der damit ausgestatteten
Kettenwirkmaschinen.
[0006] Bei einer Kettenwirkmaschine der zuletzt genannten Art beispielsweise gemäß der
DE 198 16 440 C1 laufen die Längsförderer mit den darauf abgelegten Schussfaden in waagerechter Richtung
auf die Wirkstelle der Kettenwirkmaschine zu und - nach dem Verwirken der Schussfäden
- leer in unveränderter waagerechter Richtung weiter, bevor sie umgelenkt und zurückgeführt
werden. Die Stehfäden werden von oben zugeführt und laufen in der Richtung schräg
abwärts durch die Wirkstelle hindurch, wobei auch die fertige Flachware zunächst dieselbe
Richtung hat, wenn sie durch die Wirkmaschine hindurch- und aus dieser herausgeführt
wird. Oberhalb der an der Wirkstelle vorbei laufenden Längsförderer sind auch die
Lochnadeln mit den Kettfäden angeordnet, während unterhalb der Längsförderer die Nadelbarren
für die Schiebernadeln, Einschließ-Abschlagplatinen und Schussfaden-Vorbringerplatinen
beweglich angetrieben gelagert sind (a.a.O., insbesondere Figuren 4 und 10). Die Kettenwirkmaschinen
dieser bekannten Bauart zur Herstellung von Flachware haben sich in der Praxis bewährt
und ermöglichen im zuverlässigen Dauerbetrieb eine hohe Produktivität. Dabei liegen
durch die Ansammlung vieler beweglicher Teile im Bereich der Wirkstelle erhebliche
konstruktive Zwänge vor; es ist nicht ersichtlich, wie die bekannte Ausführung, insbesondere
bei der Ausstattung mit Schussfaden-Magazinen, auch für die wirtschaftliche Herstellung
von Abstandsgewirken in Frage kommen könnte.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Doppelbarren-Raschelmaschine
der eingangs zuerst genannten Art zu schaffen, die für die Produktion geeignet ist
und im Dauerbetrieb mit hoher Arbeitsgeschwindigkeit und großer Zuverlässigkeit die
Herstellung von Abstandsgewirken von hoher Qualität ermöglicht.
[0008] Die Lösung dieser Aufgabe gelingt mit einer Doppelbarren-Raschelmaschine mit der
Gesamtheit der Merkmale des Anspruchs 1. Bei einer Doppelbarren-Raschelmaschine gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 wird somit vorgesehen, dass zu beiden Seiten der Wirkstelle
je ein Schussfaden-Magazin mit Zubringer-Vorrichtung und mit je einem Paar von endlosen
Längsförderern angeordnet ist, wobei die von den Zubringer-Vorrichtungen auf den Längsförderern
abgelegten Schussfäden fortlaufend der Wirkstelle zugeführt werden, dass die beiden
Paare der Längsförderer entgegengesetzte Laufrichtung haben, dass ihre in lotrechten
Ebenen verlaufenden Bewegungsbahnen sich bereichsweise gegenseitig durchdringen und
dass sich die Wirkstelle der Doppelbarren-Raschelmaschine am Rand des Durchdringungsbereiches
befindet, der von den beiden Paaren der Längsförderer umschlossen ist.
[0009] Bei der erfindungsgemäßen Doppelbarren-Raschelmaschine sind zwei Paar von endlosen
Längsförderern vorhanden, deren Bewegungsbahnen sich bereichsweise gegenseitig durchdringen.
Die Längsförderer laufen mit entgegengesetzter Laufrichtung jeweils auf die Wirkstelle
zu, die sich am Rand des Durchdringungsbereiches befindet. Dadurch sind die Voraussetzungen
zu einer kompakten Bauweise geschaffen, die es dennoch ermöglicht, die für die Funktion
des Wirkvorganges erforderlichen Einrichtungen und einzelnen Baugruppen funktionssicher
unterzubringen.
[0010] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung weisen die Bewegungsbahnen der Längsförderer
in dem Durchdringungsbereich eine Ablenkungsstelle im Sinne einer Abwärtsbewegung
mit verstärkter Neigung auf. "Abwärtsbewegung mit verstärkter Neigung" bedeutet, dass
die Neigung der Bewegungsbahn sich in der Laufrichtung verstärkt. Die Bewegungsbahn
wird gewissermaßen nach unten abgeknickt; wenn sie ohnehin schon geneigt war, so ist
diese Neigung nach der Ablenkungsstelle noch stärker. Genau an dieser Ablenkungsstelle
oder diesem Knickpunkt sollen sich die Bewegungsbahnen der beiden Paare der Längsförderer
kreuzen, wobei sich die Ablenkungsstelle im Bereich der Wirkstelle befindet.
[0011] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung hat jeder Längsförderer in Laufrichtung
aufeinander folgend zunächst einen waagerechten Vorlegebereich, in dem die Schussfäden
abgelegt werden, darauf folgend einen gegenüber der Waagerechten schwach geneigten
Zulaufbereich, auf den die schon erwähnte Ablenkungsstelle folgt, und sodann einen
gegenüber der Waagerechten stärker geneigten ersten Rücklaufbereich. Die Ablenkungsstelle,
an der sich die Längsförderer kreuzen, liegt im Bereich der Wirkstelle.
[0012] Durch diese spezielle Anordnung, bei der die Transportketten in zwei Stufen schräg
zur Maschinenmitte hin abfallen, entsteht einerseits ein ausreichender Bauraum für
die Legebarren und andererseits auch genügend Platz für die Unterbringung des Stechkamms.
Für den Wirkprozess ist es ohnehin von Vorteil, wenn die Schussfäden von oben her
zugeführt werden. Die Schussfäden bewegen sich dann ohnehin schon annähernd in Abzugsrichtung,
und es ergibt sich auch eine Erleichterung beim Schneiden, weil die Schussfäden der
beiden Maschinenbereiche abwechselnd gegen die Schneideinrichtung bewegt werden. Auch
die äußeren Schussfäden können auf diese Weise der Wirkstelle einwandfrei zugeführt
werden.
[0013] Bei einer erfindungsgemäßen Doppelbarren-Raschelmaschine, deren Längsförderer im
Vorlegebereich waagerecht verläuft, hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn
der Neigungswinkel des Zulaufbereichs gegenüber der Waagerechten zwischen 6° und 20°,
vorzugsweise zwischen 10° und 14°, weiter vorzugsweise 12° beträgt und der Neigungswinkel
des ersten Rücklaufsbereichs gegenüber der Waagerechten im Bereich von 35° bis 55°,
vorzugsweise von 40° bis 50°, weiter vorzugsweise bei 45° liegt. Bei geänderten Auslegungsparametern
der Maschine, wenn beispielsweise aus anderen Gründen schon der Zulaufbereich geneigt
sein soll, können sich die Werte allerdings ändern.
[0014] Damit sich die Bewegungsbahnen der beiden Paare der Längsförderer in lotrechten Ebenen
gegenseitig durchdringen können, wird in vorteilhafter Weise vorgesehen, dass die
Längsförderer des einen Paares einen geringeren Abstand voneinander haben als die
Längsförderer des anderen Paares.
[0015] Zur vorteilhaften Ausgestaltung des Wirkvorganges ist bei der erfindungsgemäßen Doppelbarren-Raschelmaschine
weiterhin die spezielle Ausbildung vorteilhaft, dass unter dem Zulaufbereich eines
jeden Längsförderers im Bereich der Wirkstelle ein Schussfaden-Leitblech angeordnet
ist, auf das die herangeführten Schussfäden auflaufen, ausgelängt und gestrafft werden;
hierbei sind vorteilhaft unterhalb der Schussfaden-Leitbleche Stechkammplatinen gesteuert
hin- und herbeweglich, die mittels Greiföffnungen zugleich als Schussfaden-Vorbringer
dienen.
[0016] Durch diese Anordnung gelingt es, den Abschlag am Ende des einzelnen Wirkvorgangs
zuverlässig durchzuführen und zugleich die Schussfäden präzise an die Wirkstelle zu
transportieren, obwohl der zur Verfügung stehende Bauraum sehr gering ist.
[0017] Bei der erfindungsgemäßen Doppelbarren-Raschelmaschine kommt der Auswahl der richtigen
Wirknadeln besondere Bedeutung zu. Als besonders vorteilhaft hat es sich herausgestellt,
wenn die Wirknadeln als Zungennadeln mit federbelasteten Zungen ausgebildet sind;
ihre Zungen werden somit durch Federkraft stets in eine leichte Offenstellung vorgespannt.
Bei der Aufwärtsbewegung der Zungennadeln werden die federnden Zungen von an den Stechkammplatinen
befindlichen Fangdrähten derart angesteuert, dass sie sich stets zuverlässig weit
öffnen. Die Federzunge bewirkt, dass sich die Zunge nach dem Abschlag automatisch
vom Nadelkopf abhebt. Durch das Abheben der Zunge kann der Zungenfangdraht näher und
vor allem tiefer zum Nadelhaken angeordnet werden. Diese Ausbildung ist ein weiterer
wichtiger Beitrag, um eine niedrige Bauweise zu verwirklichen.
[0018] Vorteilhaft ist es außerdem, dass randseitig an der Wirkstelle je eine Trenneinrichtung
angeordnet ist, welche die Schussfäden beider Paare von Längsförderern zu dem Zeitpunkt
durchtrennt, an dem der Wirkvorgang das erfordert. Eine derartige Trenneinrichtung
kann eine Trennscheibe oder - je nach Fadenmaterial - auch eine thermische Trenneinrichtung
sein. Entscheidend ist es, dass je eine Trenneinrichtung an den Rändern der entstehenden
Warenbahn für die beiden Paare von Längsförderern ausreicht. Dabei kommen die Schussfäden
der beiden Paare abwechselnd und an verschiedenen Stellen der Trenneinrichtungen mit
diesen in Eingriff.
[0019] Für den Antrieb der Längsförderer ist es schließlich vorteilhaft, wenn jeder der
Längsförderer durch einen eigenen Servomotor mit nachgeschaltetem Planetengetriebe
angetrieben ist, wobei die Umlenkung der Längsförderer allein durch die Kulisse erfolgt.
Das führt insgesamt zu einem genau steuerbaren Antrieb mit raumsparender Führung der
Längsförderer. Indem für den Abzug des erzeugten Abstandsgewirkes ein gesonderter
Antrieb in Form einer Abzug-Walzengruppe vorgesehen wird, ist außerdem die komplizierte
zweifache Zufuhr der Schussfäden von dem Abzug der Warenbahn entkoppelt, bei der die
beiden Schussfadengruppen dann in den Deckflächen zusammengefasst sind.
[0020] Die Erfindung wird anschließend in einem Ausführungsbeispiel anhand von Figuren noch
näher erläutert. In den Zeichnungen ist das Folgende dargestellt:
Figur 1 ist eine Seitenansicht auf eine erfindungsgemäß ausgebildete Doppelbarren-Raschelmaschine
mit dem zugehörigen Baumtraggestell.
Figur 2 erläutert die Führung der beiden Längsförderer an der Raschelmaschine gemäß
Figur 1.
Figur 3 zeigt die Wirkstelle der Raschelmaschine gemäß Figur 1 mit den einzelnen Wirkwerkzeugen
in vergrößerter Darstellung, jedoch ohne Darstellung der Längsförderer.
Figur 4 ist eine vergrößerte räumliche Darstellung der beiden Längsförderer im Bereich
ihrer Kreuzung an der Wirkstelle.
Die Figuren 5 bis 7 erläutern die Funktion der Wirkwerkzeuge an der erfindungsgemäßen
Doppelbarren-Raschelmaschine.
Figur 8 ist eine räumliche Ansicht auf einen Ausschnitt eines mit der erfindungsgemäßen
Doppelbarren-Raschelmaschine hergestellten Abstandsgewirkes.
[0021] Figur 1 zeigt die erfindungsgemäße Doppelbarren-Raschelmaschine, im Folgenden abkürzend
Raschelmaschine genannt, in einer Seitenansicht. Die Ansicht wird äußerlich beherrscht
durch das Baumtraggestell 1, das die eigentliche Wirkmaschine 9 von drei Seiten umgibt.
An dem Baumtraggestell sind je zwei Stehfaden-Bäume 2h,v, zwei Wirkfaden-Bäume 3h,v
und zwei Polfaden-Bäume 4h,v angeordnet. Hier und im Folgenden bezeichnen die Zusatz-Buchstaben
h und v gleich oder spiegelbildlich ausgebildete Bauteile, die der Hinter- oder Vorderseite
der symmetrisch aufgebauten Wirkmaschine 9 zugeordnet sind. Deutlich erkennbar sind
in Figur 1 zwei Zwischenräume 35h,v zwischen dem Baumtraggestell 1 und der Wirkmaschine
9. Durch diese Zwischenräume 35h,v sind die Bedienungsseiten der Wirkmaschine 9 für
die Bedienungspersonen zugänglich.
[0022] Von den verschiedenen Fadenbäumen 2h,v, 3h,v, und 4h,v laufen die Stehfäden 5h,v,
die Wirkfäden 6h,v und die Polfäden 7h,v der Wirkstelle 10 zu, an der die verschiedenen
Fäden durch die Wirkwerkzeuge verwirkt werden, vgl. Figur 3. Die Zufuhr der Schussfäden
11h,v zu der Wirkstelle 10 erfolgt im so genannten Magazin-System. Die beiden Schussfaden-Magazine
in ihrer Gesamtheit sind in Figur 1 mit den Bezugsziffern 8h,v bezeichnet; zu ihnen
gehören die endlosen Längsförderer 13h,v und die Zubringer-Vorrichtungen 12h,v. In
den Figuren 3 sowie 5 bis 7 sind auch die mit 11h,v bezeichneten Schussfäden gut zu
erkennen.
[0023] Die Schussfäden 11h,v werden der Wirkstelle 10 auf den endlosen Längsförderern 13h,v
zugeführt, die stets paarweise angeordnet, in der Regel als Transportketten ausgebildet
sind und Haltevorrichtungen für die Schussfäden 11h,v aufweisen. Die Umlaufrichtung
der Längsförderer ist durch die Richtungspfeile 36h,v angegeben. Über den Längsförderern
13h,v sind die Zubringer-Vorrichtungen 12h,v, bestehend aus Fadenführer und Versatzrechen,
angeordnet. Die Zubringer-Vorrichtung 12h,v kann mit besonderem Vorteil gemäß der
deutschen Patentanmeldung (
L83208DE) der Anmelderin ausgebildet sein. Die Schussfäden 11 h,v werden durch die Zubringer-Vorrichtungen
12h,v von den Schussfaden-Spulen 8h,v abgezogen und senkrecht zu den paarweise angeordneten
Längsförderern 13h,v verlaufend auf diesen abgelegt. Die auf den Längsförderern 13h,v
abgelegten Schussfäden 11h,v haben somit in der Darstellung der Figur 1 eine zu der
Zeichnungsebene senkrecht verlaufende Richtung. Die Schussfäden 11h,v werden durch
Befestigungshaken, Klemmvorrichtungen oder dergl. vorübergehend an den Längsförderern
13h,v befestigt, so dass sie zwischen diesen auch mit einer gewissen mechanischen
Längsspannung gehalten sind.
[0024] Die Schussfäden 11h,v werden in Abstimmung mit dem Wirkvorgang auf den Längsförderern
13h,v an die Wirkstelle 10 herangeführt. Das bedeutet, dass die Längsförderer 13h,v
nicht mit gleich bleibender Geschwindigkeit arbeiten. Entsprechend dem symmetrischen
Aufbau der erfindungsgemäßen Raschelmaschine sind zwei Paare von Längsförderern 13h,v
vorgesehen, deren Bahnen sich in der Darstellung der Figur 1 im Bereich der Wirkstelle
10 kreuzen und in ihrem Rücklaufbereich (vgl. Figur 2) bereichsweise parallel nebeneinanderliegen.
Damit das möglich ist, muss das vordere Paar der Längsförderer 13v eine andere Arbeitsbreite
haben als das hintere Paar der Längsförderer 13h. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
hat das Paar der vorderen Längsförderer 13v die geringere Arbeitsbreite, wie das aus
Figur 4 deutlich hervorgeht.
[0025] Zur besseren Erkennbarkeit sind in Figur 2 der Verlauf oder die beiden Bewegungsbahnen
der Längsförderer 13h,v isoliert herausgezeichnet, wobei die übrigen Maschinenteile
weggelassen sind (der in der Zeichnung enthaltene leichte Versatz der beiden Bewegungsbahnen
dient nur dazu, die beiden Bahnen zeichnerisch voneinander abzuheben, ist aber in
Wirklichkeit nicht vorhanden). Die eingetragenen Bezeichnungen werden im Einzelnen
für das Paar der vorderen Längsförderer 13v beschrieben. Der Verlauf des Paares der
hinteren Längsförderer 13h verläuft spiegelbildlich entsprechend; so dass es nicht
erforderlich ist, die Bezugsziffern mit dem Zusatzbuchstaben h gesondert zu erklären.
[0026] Die endlosen Längsförderer 13v laufen in der Umlaufrichtung 36v um. Sie durchlaufen
dabei einen waagerechten Vorlegebereich 14v, in dem auf ihnen von der Zubringereinheit
12v die Schussfäden 11v senkrecht zu der Umlaufrichtung 39v verlaufend abgelegt werden.
An den Vorlegebereich 14v schließt sich ein schwach geneigter Zulaufbereich 15v an,
der im dargestellten Ausführungsbeispiel etwa um12° aus der Waagerechten nach unten
geneigt ist. Die Schussfäden 11v erreichen nunmehr die Wirkstelle 10, wo sie von den
Längsförderern 13v abgenommen werden. Im Bereich der Wirkstelle 10 wird der Bahnverlauf
der vorderen Längsförderer 13v noch einmal nach unten abgelenkt, und es schließt sich
der stark geneigte erste Rücklaufbereich 16v an. Die Längsförderer 13v sind hier etwa
um 45° gegen die Waagerechte geneigt. An den ersten, stark geneigten Rücklaufbereich
16v schließt sich der übrige Rücklaufbereich 17v an, der zunächst waagerecht und dann
wieder schwach geneigt aufwärts gerichtet ist.
[0027] Die so gestalteten Längsförderer 13h, v bilden infolge ihrer gegenseitigen Durchdringung
oder Überschneidung mit ihren Bewegungsbahnen einen etwa dreieck-förmigen Durchdringungsbereich
38, der in Figur 2 durch Schraffieren verdeutlicht ist.
[0028] Unterhalb der Wirkstelle 10 ist eine Abzug-Walzengruppe 18 angeordnet, mit der die
Warenbahn 19 des erzeugten Abstandsgewirkes abgezogen wird. Mit 20 sind Faden-Spannelemente
bezeichnet. Die baulichen Einzelheiten hierzu können als bekannt vorausgesetzt werden.
Die erfindungsgemäße Raschelmaschine arbeitet im Betrieb mit weitgehend gleichbleibender
Fadenspannung der Schussfäden 11h,v. Vorteilhaft ist auch eine Ausführung der Zubringer-Vorrichtung
12h,v nach der deutschen Patentanmeldung (
L83209DE) der Anmelderin.
[0029] In Figur 3 ist die Wirkstelle 10 aus Figur 1 in einem vergrößerten Maßstab mit den
einzelnen Wirkwerkzeugen dargestellt, wobei wegen der besseren Übersichtlichkeit der
Verlauf der Längsförderer 13h,v nicht mit eingezeichnet ist. Mit 21 h,v sind die Schussfaden-Leitbleche
bezeichnet, auf denen die auf den Längsförderern 13h,v herangeführten Schussfäden
11 h,v zu liegen kommen, wenn sie sich der Wirkstelle 10 nähern. Unterhalb der Schussfaden-Leitbleche
21 h,v ist die Stechkammbarre 22h,v angeordnet, an der mittels der Stechkammfassungen
23h,v die Stechkamm-Platinen 24h,v befestigt sind. Die Stechkamm-Platinen 24h,v sind
an ihren vorderen Enden mit Greiföffnungen 25h,v zum Erfassen der Schussfäden 11h,v
ausgebildet. Sie weisen ferner Fangdrähte 37h,v zum Zusammenwirken mit den Zungen
29h,v der Zungennadeln 28h,v auf.
[0030] Die Fräsbleche 26h,v bestimmen die Polhöhe des entstehenden Abstandsgewirkes. An
ihnen entlang laufen zugleich die an Nadelbarren 27h,v befestigten Zungennadeln 28h,v
mit ihren beweglichen Zungen 29h,v. Ferner sind in Figur 3 Haken 30h,v zu erkennen,
von denen sich je zwei seitlich neben jeder Nadelbarre 28h,v befinden und den Schneidvorgang
unterstützen, wenn die an den Längsförderern 13h,v befestigten Enden der Schussfäden
11h,v abgetrennt werden. Zum Trennen dienen die Trennscheiben 31, die je nach Fadenmaterial
aber auch durch eine thermische Trenneinrichtung ersetzt sein können.
[0031] Oberhalb der Schussfaden-Leitbleche 21 h,v sind drei Paare von Lochnadel-Reihen angeordnet.
Es sind
die Stehfaden-Lochnadeln 32h,v für die Stehfäden 5h,v,
die Wirkfaden-Lochnadeln 33h,v für die Wirkfäden 6h,v und
die Polfaden-Lochnadeln 34h,v für die Polfäden 7h,v,
wobei für jedes Paar wieder die Aufteilung auf den vorderen und den hinteren Maschinenbereich
besteht.
[0032] Die Anordnung der Fräsbleche 26h,v, der Lochnadeln 32hv, 33h,v und 34h,v und ihre
Funktion im Zusammenwirken mit einer Stechkammplatine 22h,v entspricht im Wesentlichen
dem Stand der Technik, jedoch mit dem großen Unterschied, dass die Schussfäden 11
h,v auf zwei Paaren von Längsförderern 13h,v der Wirkstelle 10 ständig in Abstimmung
auf den Wirkvorgang zugeführt werden. Hierzu greifen die zwei Paare von Längsförderern,
nämlich 13v und 13h, im Bereich der Wirkstelle 10 ineinander, also an einer Stelle,
an der ohnehin große Raumknappheit besteht. Die Längsförderer 13h,v müssen deshalb
eine unterschiedliche Arbeitsbreite haben, damit ein Ineinandergreifen überhaupt möglich
ist.
[0033] Ferner sind die Bewegungsbahnen aller Längsförderer 13h,v an der Stelle des Ineinandergreifens
in der gleichen Weise nach unten abgelenkt. Die Längsförderer 13h,v laufen beladen
mit den Schussfäden 11h,v von beiden Seiten gegenläufig in Richtung aufeinander und
auf die Wirkstelle 10 zu (Richtungspfeile 36h,v), lassen die Schussfäden 11 h,v auf
die Schussfaden-Leitbleche 21 h,v auflaufen, werden durch die Trennscheiben 31 von
den Schussfäden 11h,v befreit und laufen somit leer nach dem Ablenken nach unten weiter.
Durch das Ablenken wird eine zunächst sanfte Schräglage der Längsförderer 13h,v im
Zulaufbereich 15h,v (vgl. Figur 2) in eine steilere Schräglage des stark geneigten
Rücklaufbereiches geändert, bis schließlich nochmals ein Umlenken erfolgt und der
allgemeine oder übrige Rücklaufbereich 17h,v beginnt.
[0034] Die prinzipielle räumliche Darstellung gemäß der Figur 4 lässt die Verhältnisse gut
erkennen. Die Längsförderer sind dort mit Ihren Abdeckungen dargestellt, aus denen
die Schussfäden 11h,v seitlich herausragen. Wie groß die räumlichen Zwänge sind, wird
deutlich, wenn man die Figuren 1, 2 und 4 im Zusammenhang betrachtet. Über die Zwänge
an der Wirkstelle 10 selbst hinaus muss auch der notwendige Platz für die Schussfaden-Zubringer-Vorrichtungen
12h,v zur Verfügung gestellt werden, die in Figur 1 nur schematisch angedeutet sind.
Eine wesentliche Platzeinsparung bei unveränderter Zuverlässigkeit des Wirkvorganges
wird auch durch die Verwendung der Zungennadeln 28h,v erreicht, deren Zungen im Sinne
des Öffnens federbelastet sind.
[0035] Im Folgenden wird der Wirkvorgang beschrieben, der an der Wirkstelle 10 mit den beschriebenen
Wirkwerkzeugen in Verbindung mit der von beiden Seiten erfolgenden Zufuhr der Schussfäden
11 h,v abläuft. Die Figuren 5 bis 7 veranschaulichen dazu weitere Phasen des Wirkvorgangs.
[0036] Wie zuvor beschrieben, erfolgt die Zufuhr der Schussfäden 11 h,v an die Wirkstelle
10 nicht mit gleich bleibender Geschwindigkeit der Längsförderer 13h,v. Vielmehr werden
die Längsförderer 13h,v zyklisch beschleunigt und verzögert. Die Beschleunigung erfolgt
während des Vorgangs der Maschenbildung, um den nächsten Schussfaden 11h,v rechtzeitig
an die Wirkstelle 10 heranzuführen. Beim Abfallen der Zungennadel 28h,v, hingegen
werden die zugehörigen Längsförderer 13h,v verzögert und damit der folgende Schussfaden
11h,v etwas zurückgehalten, damit die Zunge 29h,v der Zungennadel 28h,v genügend Platz
für den Schließvorgang hat. Trotz hoher Geschwindigkeit der Längsförderer 13h,v kann
daher mit einer engen Teilung der Haltevorrichtungen (Befestigungshaken) an den Längsförderern
13h,v gearbeitet werden, und die Abfallmenge, die durch die abgeschnittenen Schussfaden-Enden
entsteht, wird geringer.
[0037] Auf diese Weise gelangen die Schussfäden 11 h,v in exakt eingestellten Zeitabständen
auf die Schussfaden-Leitbleche 21h,v, werden aus der Bewegungsbahn der Längsförderer
13h,v ausgelenkt und gestrafft und gelangen an die den Fräsblechen 26h,v zugewandte
Kante der Schussfaden-Leitbleche 21 h,v (Figur 3, vorderer Bereich). Gleichzeitig
bewegt sich die Stechkammplatine 24h,v unter das Schussfaden-Leitblech 21 h,v und
verweilt dort, bis der vordere Schussfaden 11 h,v in die Greiföffnung 25h,v dieser
Stechkammplatine 24h,v gleitet und von ihr vorgebracht wird (Figuren 5 und 6, vorderer
Bereich).
[0038] Die Nadelbarre 27h,v mit Zungennadeln 28h,v und Haken 30h,v ist jetzt in ihrer unteren
Position (Figur 5, vorderer Bereich). Nunmehr bewegt sich die Stechkammplatine 24h,v
weiter in Richtung Maschinenmitte; der Schussfaden 11h,v wird von seinen Längsförderern
13h,v und mit Unterstützung der Stechkamm-Platine 24h,v ebenfalls in Richtung Maschinenmitte
transportiert und befindet sich schließlich jenseits der sich nach oben bewegenden
Zungennadeln 28h,v (wieder Figur 6, vorderer Bereich). Die Nadelbarre 27h,v mit Zungennadeln
28h,v und Haken 30h,v fährt weiter in ihre höchste Position, wobei die Zungen 29h,v
an dem Fangdraht 37h,v der Stechkammplatinen 24h,v weit geöffnet werden (Figur 7,
vorderer Bereich). Daran schließt sich einer der üblichen Maschenbildungsvorgänge
an.
[0039] Zuletzt trennen die beiden Trennscheiben 31 die eingebundenen Schussfäden 11h,v von
ihren Befestigungsenden an den Längsförderern 13h,v. Die seitlich neben den Nadelbarren
27h,v befindlichen Haken 30h,v unterstützen diesen Vorgang, indem sie die Schussfaden-Enden
erfassen und den Schussfaden 11 h,v den Trennscheiben 31 gezielt zuführen.
Liste der Bezugsziffern
[0040]
- 1
- Baumtraggestell
- 2h,v
- Stehfaden-Baum
- 3h,v
- Wirkfaden-Baum
- 4h,v
- Polfaden-Baum
- 5h,v
- Stehfaden
- 6h,v
- Wirkfaden
- 7h,v
- Polfaden
- 8h,v
- Schussfaden-Magazin
- 9
- Wirkmaschine
- 10
- Wirkstelle
- 11 h,v
- Schussfaden
- 12h,v
- Zubringer-Vorrichtung
- 13h,v
- Längsförderer (Transportkette)
- 14h,v
- Vorlegebereich
- 15h,v
- Zulaufbereich, schwach geneigt
- 16h,v
- Rücklaufbereich, stark geneigt
- 17h,v
- übriger Rücklaufbereich
- 18
- Abzug-Walzengruppe
- 19
- Warenbahn
- 20
- Fadenbremse
- 21 h,v
- Schussfaden-Leitblech
- 22h,v
- Stechkammbarre
- 23h,v
- Stechkammfassung
- 24h,v
- Stechkammplatine
- 25h,v
- Greiföffnung
- 26h,v
- Fräsblech
- 27h,v
- Nadelbarre
- 28h,v
- Zungennadel
- 29h,v
- Zunge
- 30h,v
- Haken
- 31
- Trennscheibe, Trenneinrichtung
- 32h,v
- Stehfaden-Lochnadel
- 33h,v
- Wirkfaden-Lochnadel
- 34h,v
- Polfaden-Lochnadel
- 35h,v
- Zwischenraum
- 36h,v
- Richtungspfeil
- 37h,v
- Fangdraht
- 38
- Durchdringungsbereich
- 39h,v
- Ablenkungsstelle
1. Doppelbarren-Raschelmaschine zur Herstellung von Abstandsgewirken, mit einer Wirkstelle
(10), an der in Lochnadeln geführte Steh- oder (5h,v) Kettfäden, Wirkfäden (6h,v)
und Polfäden (7h,v) mit ihnen gegenüber liegenden Wirknadeln zusammenwirken und zwischen
zwei Fräsblechen die entstehende Bahn (19) des Abstandsgewirkes ausgebildet und abgeführt
wird, und mit Schussfaden-Eintrag zu beiden Seiten der Wirkstelle in den Arbeitsbereich
zwischen den Reihen der Lochnadeln und Wirknadeln, wobei die Schussfäden (11h,v) jeweils
in die an der Seite ihres Eintrags entstehende Deckschicht des Abstandsgewirkes eingebunden
werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass zu beiden Seiten der Wirkstelle je ein Schussfaden-Magazin (8h,v) mit Zubringer-Vorrichtung
(12h,v) und mit je einem Paar von endlosen Längsförderern (13h,v) angeordnet ist,
wobei die von den ZubringerVorrichtungen (12h,v) auf den Längsförderern (13h,v) abgelegten
Schussfäden (11 h,v) fortlaufend der Wirkstelle (10) zugeführt werden,
dass die beiden Paare der Längsförderer (13h,v) entgegengesetzte Laufrichtung (36h,v)
haben,
dass ihre in lotrechten Ebenen verlaufenden Bewegungsbahnen sich bereichsweise gegenseitig
durchdringen
und dass sich die Wirkstelle (10) der Doppelbarren-Raschelmaschine am Rand des Durchdringungsbereiches
(38) befindet, der von den beiden Paaren der Längsförderer (13h,v) umschlossen ist.
2. Doppelbarren-Raschelmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsbahnen der Längsförderer (13h,v) in dem Durchdringungsbereich (38) eine
Ablenkungsstelle (39h,v) im Sinne einer Abwärtsbewegung mit verstärkter Neigung aufweisen,
dass sich die Bewegungsbahnen der beiden Paare der Längsförderer (13h,v) an dieser
Stelle kreuzen und dass die Ablenkungsstelle (39h,v) sich im Bereich der Wirkstelle
(10) befindet.
3. Doppelbarren-Raschelmaschine nach Anspruch 2,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- die in parallelen lotrechten Ebenen verlaufenden Bewegungsbahnen der endlosen Längsförderer
(13h,v) weisen in ihrer Laufrichtung (36h,v) nacheinander die folgenden Abschnitte
auf: a) einen waagerechten Vorlegebereich (14h,v), in dem die Schussfäden (11 h,v)
auf den paarweise angeordneten Längsförderern (13h,v) abgelegt werden, b) einen gegenüber
der Waagerechten schwach geneigten Zulaufbereich (15h,v), c) einen gegenüber der Waagerechten
stärker geneigten ersten Rücklaufbereich (16h,v) und d) einen die Verbindung zum Vorlegebereich
(14h,v) herstellenden übrigen Rücklaufbereich (17h,v);
- die Bewegungsbahnen der beiden Paare der Längsförderer (13h,v) kreuzen sich - in
waagerechter Richtung gesehen - an der Ablenkungsstelle (39h,v), an der der schwach
geneigte Zulaufbereich (15h,v) der Längsförderer (13h,v) in den stärker geneigten
ersten Rücklaufbereich (16h,v) übergeht;
- die Kreuzungsstelle der Bewegungsbahnen der beiden Paare liegt im Bereich der Wirkstelle
(10).
4. Doppelbarren-Raschelmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Neigungswinkel des Zulaufbereichs (15h,v) gegenüber der Waagerechten zwischen
6° und 20°, vorzugsweise zwischen 10° und 14°, weiter vorzugsweise 12° beträgt und
der Neigungswinkel des ersten Rücklaufbereichs (16h,v) gegenüber der Waagerechten
35° bis 55°, vorzugsweise 40° bis 50°, weiter vorzugsweise 45°.
5. Doppelbarren-Raschelmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsförderer (13v) des einen Paares einen geringeren Abstand voneinander haben
als die Längsförderer (13h) des anderen Paares.
6. Doppelbarren-Raschelmaschine nach Anspruch einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass unter dem Zulaufbereich (15h,v) eines jeden Längsförderers (13h,v) im Bereich der
Wirkstelle (10) ein Schussfaden-Leitblech (21 h,v) angeordnet ist, auf das die herangeführten
Schussfäden (11 h,v) auflaufen, ausgelenkt und gestrafft werden, und dass unterhalb
der Schussfaden-Leitbleche (21h,v) Stechkammplatinen (24h,v) gesteuert hin- und her
beweglich sind, die mittels Greiföffnungen (25h,v) zugleich als Schussfaden-Vorbringer
dienen.
7. Doppelbarren-Raschelmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirknadeln als Zungennadeln (28h,v) ausgebildet sind, deren Zungen (29h,v) unter
Federkraft im Sinne des Öffnens vorgespannt sind und von an den Stechkammplatinen
(24h,v) befindlichen Fangdrähten (37h,v) im Sinne des vollständigen Öffnens gesteuert
werden.
8. Doppelbarren-Raschelmaschine nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass randseitig an der Wirkstelle (10) je eine Trenneinrichtung (31) angeordnet ist, durch
welche die auf den Längsförderern (13h,v) der beiden Paare befindlichen Schussfäden
(11 h,v) beim Wirkvorgang abgetrennt werden.
9. Doppelbarren-Raschelmaschine nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass jeder endlose Längsförderer (13h,v) durch einen eigenen Servomotor mit nachgeschaltetem
Planetengetriebe angetrieben ist, dass die Umlenkung der Längsförderer (13h,v) allein
durch die Kulisse erfolgt und dass zum Abzug des erzeugten Abstandsgewirkes eine gesondert
angetriebene Abzug-Walzengruppe (18) vorgesehen ist.
1. Double-bar Raschel machine for the production of spacer knits, with a knitting point
(10), at which standing or warp threads (5h, v), and knitting threads (6h, v) and
pile threads (7h, v) guided in perforated needles co-operate with knitting needles
lying opposite them, and the spacer knit web (19) obtained is formed and discharged
between two milling plates, and with weft-thread insertion on both sides of the knitting
point into the working region between the rows of perforated needles and knitting
needles, the weft threads (11 h, v) in each case being tied into the covering layer,
obtained on the side of their insertion, of the spacer knit, characterized in that a weft-thread magazine (8h, v) with a feeder device (12h, v) and in each case with
a pair of endless longitudinal conveyors (13h, v) is arranged on each of the two sides
of the knitting point, the weft threads (11h, v) deposited on the longitudinal conveyors
(13h, v) by the feeder devices (12h, v) being supplied continuously to the knitting
point (10), in that the two pairs of longitudinal conveyors (13h, v) have an opposite running direction
(36h, v), in that their movement paths running in vertical planes penetrate one another in regions,
and in that the knitting point (10) of the double-bar Raschel machine is located at the margin
of the penetration region (38) which is surrounded by the two pairs of longitudinal
conveyors (13h, v).
2. Double-bar Raschel machine according to Claim 1, characterized in that the movement paths of the longitudinal conveyors (13h, v) have in the penetration
region (38) a deflection point (39h, v) with the effect of a downward movement of
increased inclination, in that the movement paths of the two pairs of longitudinal conveyors (13h, v) intersect
at this point, and in that the deflection point (39h, v) is located in the region of the knitting point (10).
3. Double-bar Raschel machine according to Claim 2, characterized by the following features: The movement paths, running in parallel vertical planes,
of the endless longitudinal conveyors (13h, v) have successively in their running
direction (36h, v) the following portions: a) a horizontal presentation region (14h,
v) in which the weft threads (11h, v) are deposited on the longitudinal conveyors
(13h, v) arranged in pairs, b) a run-in region (15h, v) inclined to a slight extent
with respect to the horizontal, c) a first run-back region (16h, v) inclined to a
greater extent with respect to the horizontal, and d) another run-back region (17h,
v) making the connection with the presentation region (14h, v); the movement paths
of the two pairs of longitudinal conveyors (13h, v) intersect, as seen in the horizontal
direction, at the deflection point (39h, v) at which the run-in region (15h, v), inclined
to a slight extent, of the longitudinal conveyors (13h, v) merges into the first run-back
region (16h, v) inclined to a greater extent; the intersection point of the movement
paths of the two pairs lies in the region of the knitting point (10).
4. Double-bar Raschel machine according to Claim 3, characterized in that the angle of inclination of the run-in region (15h, v) with respect to the horizontal
amounts to between 6° and 20°, preferably between 10° and 14°, further preferably
12°, and the angle of inclination of the first run-back region (16h, v) with respect
to the horizontal amounts to 35° to 55°, preferably 40° to 50°, further preferably
45°.
5. Double-bar Raschel machine according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the longitudinal conveyors (13v) of one pair are at a shorter distance from one another
than the longitudinal conveyors (13h) of the other pair.
6. Double-bar Raschel machine according to one of Claims 3 to 5, characterized in that under the run-in region (15h, v) of each longitudinal conveyor (13h, v), in the region
of the knitting point (10), a weft-thread guide plate (21 h, v) is arranged, onto
which the delivered weft threads (11 h, v) run and are deflected and tautened, and
in that trace-comb sinkers (24h, v) are movable to and fro in a controlled manner underneath
the weft-thread guide plates (21 h, v) and, by means of gripping orifices (25h, v),
serve at the same time as weft-thread feeders.
7. Double-bar Raschel machine according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the knitting needles are designed as latch needles (28h, v), the latches (29h, v)
of which are prestressed under spring force with the effect of opening and are controlled
with the effect of complete opening by tuck wires (37h, v) located on the trace-comb
sinkers (24h, v).
8. Double-bar Raschel machine according to the preceding claims, characterized in that arranged marginally at the knitting point (10) in each case is a separating device
(31), by means of which the weft threads (11h, v) located on the longitudinal conveyors
(13h, v) of the two pairs are separated during the knitting operation.
9. Double-bar Raschel machine according to the preceding claims, characterized in that each endless longitudinal conveyor (13h, v) is driven by a specific servomotor having
a following epicyclic gear, in that the deflection of the longitudinal conveyors (13h, v) takes place solely by means
of the shift gate, and in that a separately driven take-off roller group (18) is provided for the take-off of the
spacer knit produced.
1. Machine à tricoter Raschel à double barre destinée à produire des tricots à écart,
dotée d'un emplacement de tricotage (10) sur lequel des fils fixes ou de chaîne (5h,
v) guidés dans des trous d'aiguille, des fils actifs (6h, v) et des fils de poils
(7h, v) coopèrent avec leurs aiguilles à tricoter situées l'une en face de l'autre,
la bande obtenue (19) de tricot à écart étant formée et évacuée entre deux tôles fraisées,
et d'une entrée de fil de trame des deux côtés de l'emplacement de tricotage dans
la zone de travail située entre les rangées d'aiguilles perforées et d'aiguilles de
tricotage, les fils de trame (11 h, v) étant liés dans la couche de recouvrement du
tricot à écart formée sur le côté de leur entrée, caractérisée en ce que un magasin (8h, v) de fils de trame doté d'un dispositif d'amenée (12h, v) et d'une
paire de transporteurs longitudinaux sans fin (13h, v) est disposé de chaque côté
de l'emplacement de tricotage, les fils de trame (11 h, v) déposés par le dispositif
d'amenée (12h, v) sur les transporteurs longitudinaux (13h, v) étant amenés en permanence
à l'emplacement de tricotage (10), en ce que les deux paires de transporteurs longitudinaux (13h, v) ont des sens d'avancement
(36h, v) opposés, en ce que leurs bandes de déplacement qui s'étendent dans des plans verticaux se traversent
mutuellement dans certaines parties et en ce que l'emplacement de tricotage (10) de la machine à tricoter Raschel à double barre est
situé sur le bord de la zone de pénétration (38) entourée par les deux paires de transporteurs
longitudinaux (13h, v).
2. Machine à tricoter Raschel à double barre selon la revendication 1, caractérisée en ce que les parcours de déplacement des transporteurs longitudinaux (13h, v) dans la zone
de pénétration (38) présentent un emplacement de déviation (39h, v) à pente plus forte
dans le sens de leur déplacement vers le bas, en ce que les parcours de déplacement des deux paires de transporteurs longitudinaux (13h,
v) se croisent en cet emplacement et en ce que l'emplacement de déviation (39h, v) est situé dans la zone occupée par l'emplacement
de tricotage (10).
3. Machine à tricoter Raschel à double barre selon la revendication 2, caractérisée par les caractéristiques suivantes les parcours de déplacement des transporteurs longitudinaux
sans fin (13h, v) qui s'étendent dans des plans verticaux parallèles présentent successivement
les parties suivantes dans leur direction d'avancement (36h, v) : a) une zone horizontale
de pré-positionnement (14h, v) dans laquelle les fils de trame (11 h, v) sont déposés
sur les transporteurs longitudinaux (13h, v) disposés par paires, b) une zone d'amenée
(15h, v) faiblement inclinée par rapport à l'horizontale, c) une première zone de
recul (16h, v) plus fortement inclinée par rapport à l'horizontale et d) une zone
supplémentaire de recul (17h, v) qui conduit à la zone de pré-positionnement (14h,
v), les parcours de déplacement des deux paires de transporteurs longitudinaux (13h,
v) se croisent dans la direction horizontale en l'emplacement de déviation (39h, v)
sur lequel la zone d'amenée (15h, v) faiblement inclinée des transporteurs longitudinaux
(13h, v) se prolonge en la première zone de recul (16h, v) plus fortement inclinée
et l'emplacement de croisement des parcours de déplacement des deux paires est situé
dans la zone occupée par l'emplacement de tricotage (10).
4. Machine à tricoter Raschel à double barre selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'angle d'inclinaison de la zone d'amenée (15h, v) par rapport à l'horizontale est
compris entre 6° et 20°, de préférence entre 10° et 14° et vaut de manière plus préférable
12°, et en ce que l'angle d'inclinaison de la première zone de recul (16h, v) par rapport à l'horizontale
est compris entre 35° et 55°, de préférence entre 40° et 50° et vaut de manière plus
préférable de 45°.
5. Machine à tricoter Raschel à double barre selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les transporteurs longitudinaux (13v) de l'une des paires ont entre eux un plus petit
écartement que les transporteurs longitudinaux (13h) de l'autre paire.
6. Machine à tricoter Raschel à double barre selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisée en ce qu'une tôle de guidage (21 h, v) de fils de trame sur laquelle les fils de trame (11
h, v) amenés se déplacent, sont déviés et tendus, est disposée dans la zone de l'emplacement
de tricotage (10) en dessous de la zone d'amenée (15h, v) de chaque transporteur longitudinal
(13h, v) et en ce que des plaques de peigne (24h, v) peuvent être déplacées en va et vient de manière contrôlée
en dessous de la tôle de guidage (21 h, v) de fils de trame et servent également de
dispositif d'avancement des fils de trame au moyen d'ouvertures de saisie (25h, v).
7. Machine à tricoter Raschel à double barre selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que les aiguilles à tricoter sont configurées comme aiguilles en languettes (28h, v)
dont les languettes (29h, v) sont pré-tendues dans le sens de l'ouverture sous une
force élastique et sont commandées dans le sens de l'ouverture complète par des fils
de saisie (37h, v) situés sur les plaques de peigne (24h, v).
8. Machine à tricoter Raschel à double barre selon les revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un dispositif de coupe (31) par lequel les fils de trame (11 h, v) situés sur les
transporteurs longitudinaux (13h, v) des deux paires sont coupés lors de l'opération
de tricotage est disposé sur chaque bordure de l'emplacement de tricotage (10).
9. Machine à tricoter Raschel à double barre selon les revendications précédentes, caractérisée en ce que chaque transporteur longitudinal sans fin (13h, v) est entraîné par un servomoteur
propre suivi d'une transmission à planétaire, en ce que la déviation des transporteurs longitudinaux (13h, v) s'effectue uniquement par le
coulisseau et en ce qu'un groupe (18) des cylindres d'extraction entraînés séparément est prévu pour extraire
le tricot à écarts produits.