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EP 2 028 307 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.03.2010 Patentblatt 2010/13 |
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Anmeldetag: 23.08.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen einer unidirektionalen Lage aus Fäden auf
Längsförderer, Verfahren zum Vorlegen von Schussfäden an Kettenwirkmaschinen sowie
Vorrichtung zur Durchführung dieser Verfahren
Method and device for placing a unidirectional thread layer on longitudinal conveyors,
method for laying weft threads on warp knitting machines, and device to carry out
said methods
Procédé et dispositif destinés à déposer une couche de fils unidirectionnels sur des
convoyeurs longitudinaux, procédé de présentation des fils de trame sur métiers à
tricoter chaîne, et dispositif permettant de mettre en oeuvre ces procédés
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES IT LI |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.02.2009 Patentblatt 2009/09 |
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Patentinhaber: Liba Maschinenfabrik GmbH |
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95119 Naila (DE) |
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Erfinder: |
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- Munzert, Heinrich
95119 Naila (DE)
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Vertreter: Leske, Thomas |
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Frohwitter
Patent- und Rechtsanwälte
Possartstrasse 20 81679 München 81679 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 1 760 974 US-A- 3 606 769 US-A- 4 706 475
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DE-C1- 19 742 721 US-A- 4 045 847
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Aufbringen einer unidirektionalen
Lage aus Fäden auf zwei Längsförderer gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, ein Verfahren
zum Vorlegen von Schussfäden an Kettenwirkmaschinen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
5 sowie eine Vorrichtung zum Aufbringen einer unidirektionalen Lage aus Fäden gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 15.
[0002] Verfahren und Vorrichtungen dieser Art gehören zum Stand der Technik. Ein typischer
Anwendungsfall ist das Vorlegen von Schussfäden an Kettenwirkmaschinen. Dabei werden
die einzeln oder in Gruppen angeordneten Schussfäden parallel zueinander und senkrecht
zu den Längsförderern verlaufend auf diesen abgelegt und den Wirkwerkzeugen der Kettenwirkmaschine
zugeführt. Dort erfolgt das Verwirken mit den zusätzlichen Kettfäden und ggs. vorhandenen
Stehfäden. Zwischen den einzelnen Schussfäden oder Schussfadengruppen kann der Abstand
gezielt eingestellt und variiert werden, um einen gewünschten Musterrapport zu verwirklichen.
Beispiele für diesen ersten Anwendungsfall zeigen die
DE 36 41 640 C1 und
DE 199 57 019 C2.
[0003] Ein weiterer wichtiger Anwendungsfall ist der Aufbau von Multiaxialgelegen auf Multiaxialmaschinen.
Hierbei werden nacheinander mehrere unidirektionale Lagen aus Fäden zwischen den beiden
Längsförderern übereinander abgelegt. Es entsteht ein band-, streifen- oder bahnförmiges
unidirektionales Gelege, das von den Längsförderern einer Verbindungsstation zugeführt
wird, in der die übereinander liegenden unidirektionalen Lagen miteinander verbunden
werden, beispielsweise durch Verwirken, Nähen oder Nadeln. Beispiele für die Herstellung
von Multiaxialgelegen zeigen die
DE 197 26 831 C5 und die
DE 102 07 317 C1.
[0004] Die auf diese Weise hergestellten Multiaxialgelege haben ihre große Bedeutung bei
der Herstellung von Faserverbundwerkstoffen. Hierbei werden die hergestellten Multiaxialgelege
als Verstärkung in eine Matrix eingebunden, wobei die polymeren Systeme, vor allem
Polyester- und Epoxidharze, im Vordergrund stehen. Für die einzelnen unidirektionalen
Lagen kommen vornehmlich Fäden aus Kohlenstoff, Glas, Keramik, aber auch Synthesefasern
wie beispielsweise Aramidfasern oder Polyamidfasern in Frage. Die Fäden werden auch
als Fasern oder Kabel bezeichnet; sie sind aus einzelnen Filamenten aufgebaut und
können sich nicht nur hinsichtlich des Werkstoffes, sondern auch hinsichtlich ihres
Durchmessers und der Zahl der Filamente, aus denen sie bestehen, erheblich voneinander
unterscheiden. Dadurch bedingt, ergeben sich unterschiedliche mechanische Eigenschaften,
die bereits bei dem Ablegen einer Fadenlage und bei deren Befestigung an den Längsförderern
der Multiaxialmaschine berücksichtigt werden müssen.
[0005] Bei den Multiaxialmaschinen werden die Fäden quer zu den Längsförderern abgelegt,
wobei der Ausdruck "quer" einen Verlauf der Fäden senkrecht oder schräg zu der Transportrichtung
der Längsförderer bedeuten kann. Auch hier können die Fäden einzeln oder als Fadenscharen,
also gruppenweise, abgelegt werden. Als Längsförderer sind vor allem Transportketten
üblich, an denen sich Befestigungshaken als Halteelemente für die Fäden befinden.
Der Ausdruck "Befestigungshaken" umschließt alle üblichen für die Endlosablage von
Fäden geeigneten Haltevorrichtungen, also auch Nadeln oder Stifte. Die Befestigungshaken
sind in regelmäßigen Abständen auf den Längsförderern angeordnet, wobei auch Anordnungen
mit zwei oder mehr Längsreihen von Befestigungshaken bekannt sind, vgl. wieder die
DE 102 07 317 C1.
[0006] Bei der hier vorausgesetzten Endlosverlegung werden die Fäden von einem Vorrat der
Fäden als Endlosfäden abgezogen und den Längsförderern zugeführt. Der Vorrat kann
eine einzelne Spule oder ein Spulengatter sein. Dabei sind im Stand der Technik angetriebene
Spulen oder lose Spulen mit Fadenbremse gleichermaßen in Betracht gezogen worden.
Hierfür ist auch die Bezeichnung positiver oder negativer Abzug üblich. Zum Transport
der Fäden an die Längsförderer und zur Befestigung an deren Befestigungshaken dienen
die im Oberbegriff der Ansprüche 1 und 15 aufgeführten Zubringer. Der Ausdruck "Zubringer"
umfasst auch die im Stand der Technik bekannten Fadenführer und Versatzrechen.
[0007] Bei der Endlosverlegung von Fäden zu einer unidirektionalen Lage zwischen zwei Längsförderern
kommt dem Versatz eine besondere Bedeutung zu. Die üblichen Fadenführer, für die auch
andere Bezeichnungen wie Schusswagen oder Fadenleger üblich sind, haben zunächst die
Aufgabe, die Fäden an die sich bewegenden Längsförderer heranzuführen. Sie bewegen
sich hierzu periodisch quer zwischen den Längsförderern und auch über die Längsförderer
hinweg hin und her. Wenn der Fadenführer den Wendepunkt seiner Bewegungsbahn erreicht
hat und die Fäden sich um die Befestigungshaken der Längsförderer herumlegen, ist
ein Versatz der Fäden parallel zur Richtung der Längsförderer, aber entgegengesetzt
zu deren Transportrichtung erforderlich. Nur dann kommt bei der weiteren Bewegung
des Fadenführers eine parallele Fadenablage, also eine unidirektionale Lage zustande.
Vielfach wird diese Versatzbewegung von dem Fadenführer selbst ausgeführt, womit der
Fadenführer neben seiner Transportbewegung (Zufuhr der Fäden zu den Längsförderern)
auch den Versatz (vorübergehendes Zurückhalten der Fäden und ggs. deren Bewegung entgegen
der Transportrichtung der Längsförderer) leisten muss. Erschwerend kann noch hinzukommen,
dass der Versatz nicht nur dazu dienen soll, eine gleichmäßige parallele Anordnung
aller Fäden über die Länge der unidirektionalen Lage zu erzielen, sondern dass durch
einen ggs. veränderlichen Abstand zwischen den einzelnen Fäden oder Fadengruppen,
aber auch durch eine Teilüberlappung bei der Ablage ein veränderlicher Musterrapport
erzielt wird, vgl.
DE 100 49 280 B4 und
EP 0 303 685 B1.
[0008] Diese doppelte Zielsetzung stellt nicht nur an die Steuerung des Fadenführers sehr
hohe Ansprüche, sondern schafft auch Probleme hinsichtlich der Qualität der entstehenden
undirektionalen Lage. Die Fäden dieser Lage, die man bei Wirkmaschinen als Schussfäden
bezeichnet, sollen nämlich zwischen den Längsförderern nicht nur gehalten, sondern
auch gespannt sein, wobei die Fadenspannung für alle abgelegten Fäden möglichst gleichmäßig
sein und während des Transports zu den Wirkwerkzeugen oder der Verbindungsstation
aufrecht erhalten bleiben soll. Zudem sollen Fadengassen, also Lücken innerhalb einer
abgelegten Fadenschar, vermieden werden.
[0009] Zur Funktionstrennung zwischen Transportbewegung und Versatzbewegung sind deshalb
schon Zubringer in Form von beweglichen Versatzrechen vorgeschlagen worden, die mit
dem Fadenführer zusammenwirken, vgl. wieder die
DE 36 41 640 C1 und die
DE 102 07 317 C1. Dabei ist jedem Längsförderer je ein Versatzrechen zugeordnet, der sich in dem Bereich
der Maschine befindet, in dem der Fadenführer die neu zu verlegenden Fäden an die
Längsförderer heranführt. Die Versatzrechen sind an den Außenseiten der Längsförderer,
also außerhalb der entstehenden unidirektionalen Lage angeordnet und parallel zu den
Längsförderern in deren Transportrichtung und entgegengesetzt dazu beweglich. Sie
weisen nach unten gerichtete Befestigungshaken oder Zähne auf.
[0010] Beim Verlegen der Fäden fährt der Fadenführer über den ihm zugeordneten Längsförderer
hinweg, während sich der Versatzrechen synchron und in gleicher Phase mit dem Längsförderer
in dessen Transportrichtung bewegt. Die herangeführten Fäden werden dabei durch die
Befestigungshaken des Längsförderers hindurchgeführt und von den Befestigungshaken
des Versatzrechens übernommen. Der Versatzrechen bewegt sich sodann entgegen der Transportrichtung
des Längsförderers in seine Versatzstellung, wobei er die Fäden mit sich zieht. Der
Fadenführer hat inzwischen seinen Rückweg zum gegenüber liegenden Längsförderer angetreten
und zieht nun seinerseits an den im Versatzrechen befindlichen Fäden. Der Versatzrechen
kehrt nunmehr seine Bewegungsrichtung wieder um und bewegt sich wieder synchron mit
dem Längsförderer und diesem gegenüber in einer solchen Phase, dass die von dem Fadenführer
gezogenen Fäden aus den Befestigungshaken des Versatzrechens abgleiten, dabei die
an dem Längsförderer befindlichen Befestigungshaken umfassen und somit mit Versatz
an dem Längsförderer befestigt sind. Niederhalter können den Vorgang des Abgleitens
unterstützen.
[0011] Die bekannten Zubringer, also der Fadenführer und die mit ihm zusammenwirkenden Versatzrechen,
haben sich in der Praxis bewährt. Dennoch besteht ein Verbesserungsbedarf. Er ist
in der systembedingten Eigenart begründet, dass Bewegungen von Bauteilen aufeinander
abzustimmen sind, die für sich streng linear in unterschiedlichen Richtungen ablaufen.
Gemeint ist damit, dass die Längsförderer und die Versatzrechen parallel zueinander
eine erste lineare Bewegungsbahn haben, die der Versatzrechen dazu in wechselnden
Richtungen bestreiten muss, während die zweite lineare Bewegungsbahn, nämlich die
des Fadenführers, senkrecht oder schräg zu der ersten Bewegungsbahn verläuft, dazu
ebenfalls mit wechselnder Richtung und Geschwindigkeit. Eine harmonische Abstimmung
der Bewegungen ist dabei schwer möglich, besonders wenn hohe Geschwindigkeiten angestrebt
werden. In der Praxis kann das ein ruckweises Arbeiten der Maschine bedeuten, auch
wenn es nur messtechnisch und im Mikrobereich festzustellen ist. Erhöhter Verschleiß
der Maschinen, Abrieb der Fäden und Lärmbelästigung können die Folge sein. Eine schnelle
Hin- und Herbewegung mit häufigen Anfahr- und Bremsbewegungen bedeutet zudem einen
hohen Stromverbrauch.
[0012] Diese grundsätzliche Eigenart kommt besonders nachteilig zur Wirkung, wenn nach dem
Versatz die von dem Versatzrechen noch zurückgehaltenen Fäden von dessen Befestigungshaken
abgleiten sollen. Hierbei sollen Versatzrechen, Längsförderer und Fadenführer nach
jeweiliger Stellung und Geschwindigkeit zusammenwirken, während sie sich konstruktionsbedingt
gegenseitig beeinflussen. Infolgedessen ergibt sich dieses Abgleiten bei den einzelnen
Fäden einer Fadenschar nicht zu exakt gleichen Zeitpunkten, sondern verteilt über
einen Zeitraum während der Bewegung des Fadenführers über den Bereich zwischen den
beiden Längsförderern, wie schon in der
DE 36 41 640 C1 festgestellt worden ist (a.a.O., Spalte 3, Zeilen 1 bis 19). An diesem systembedingten
Nachteil ändert sich auch nichts Grundlegendes, wenn gemäß der
DE 102 07 317 C1 die Bewegungen der Längsförderer, des Fadenführers und der Versatzrechen durch Servomotoren
getrennt angetrieben und gesteuert werden. So wird es gerade gemäß der
DE 102 07 317 C1 für zweckmäßig gehalten, dass der Schussfadenführer während der Versatzbewegung des
Versatzrechens in dieselbe Richtung wie der Versatzrechen, jedoch um einen geringeren
Weg versetzt wird. Dadurch soll eine Kräftekompensation an den Fäden erreicht werden
(a.a.O., Spalte 4, Zeilen 59 bis 64).
[0013] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das eingangs zuerst genannte Verfahren
und die zugehörige Vorrichtung derart zu verbessern, dass durch einen verbesserten
Bewegungsablauf der Zubringer eine ruckfreie Arbeitsweise mit erhöhter Arbeitsgeschwindigkeit
erzielt wird und die Fäden zu genau wählbaren, reproduzierbaren Zeitpunkten aus der
Rückhaltestellung der Zubringer freigegeben werden.
[0014] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt hinsichtlich der Verfahren durch die Gesamtheit
der Merkmale der Ansprüche 1 und 5 und hinsichtlich der Vorrichtung durch die Gesamtheit
der Merkmale des Anspruchs 15.
[0015] Indem die beiden Zubringer zweidimensional bewegt werden, wird eine optimale Abstimmung
auf die Versatzbewegung möglich. Die Zubringer können sich über die Längsförderer
hinweg und zu deren beiden Seiten bewegen, wobei sie bei der Querbewegung zumindest
teilweise durch die Befestigungshaken der Längsförderer hindurchgeführt werden. Im
Gegensatz zum Stand der Technik, bei dem sich Fadenführer und Versatzrechen auf streng
linearen Bahnen bewegen, können die Zubringer gemäß der Erfindung bei einem Verlege-
und Versatzvorgang eine geschlossene gekrümmte Bahnkurve durchlaufen. Konstruktiv
ist eine derartige Bewegung der Zubringer zu verwirklichen, indem eine Anordnung nach
Art eines Kreuzschlittens gewählt wird und Einzelantriebe für die beiden Bewegungsrichtungen
mit einer CNC-Steuerung vorgesehen werden. Aber auch andere konstruktive Lösungen
sind denkbar.
[0016] Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren vorgeschriebene und mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zu verwirklichende geschlossene Bahnkurve erlaubt einen "weicheren" Bewegungsablauf
in Abstimmung auf die Bewegungen der Längsförderer und gegebenenfalls des Fadenführers.
Auf diese Weise wird die Geschwindigkeit der Fadenverlegung erheblich erhöht. Weiter
wird es durch die erfindungsgemäße Gestaltung infolge der größeren Beweglichkeit des
Versatzrechens auch möglich, den Zeitpunkt frei zu wählen, an dem die Fäden von den
Zubringern abgleiten und auf die Befestigungshaken der Längsförderer übergehen. Dies
kann durch eine Profilierung der Halteelemente erfolgen, die sich an den Zubringern
befinden, wobei diese Profilierung auf eine bestimmte Stellung und/oder Bewegung des
Versatzrechens abgestellt ist.
[0017] Ein schneller Bewegungsablauf der Verlege- und Versatzbewegung ergibt sich schon
dadurch, dass zumindest die an den Zubringern vorhandenen Halteelemente bei ihrer
Querbewegung zumindest bereichsweise durch die Lücken der Befestigungshaken hindurchgeführt
werden, die sich an den Längsförderern befinden. Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung
des erfindungsgemäßen Verfahrens können die Zubringer aber auch dreidimensional bewegt
werden, wobei die dritte Bewegungsdimension senkrecht zu der zweidimensionalen Bewegungsebene
der Zubringer verläuft. Dadurch können die Zubringer oder zumindest ihre Befestigungselemente
zumindest teilweise über die Befestigungshaken der Längsförderer hinweggeführt werden.
[0018] Wenn die aufzubringende unidirektionale Lage nicht zu breit ist, ist es möglich,
die von dem Vorrat abgezogenen Fäden unmittelbar dem Zubringer zuzuführen, der dem
ersten Längsförderer zugeordnet ist, und sie daran anschließend dem dem zweiten Längsförderer
zugeordneten Zubringer zu übergeben. Auf diese Weise wird ein besonderer Fadenführer
überflüssig. Der erste Zubringer führt in diesem Fall zugleich die Funktionen eines
Fadenführers und eines Versatzrechens aus, muss aber nicht über die gesamte Verlegebreite
bewegt werden. Je nach Bahnbreite und Beschaffenheit der aufzubringenden Fäden können
diese aber auch über einen Fadenführer, der zwischen den beiden Längsförderern hin-
und her beweglich ist, dem ersten der beiden Zubringer zugeführt werden, von dem sie
dann der zweite Zubringer übernimmt.
[0019] Die Ansprüche 5 bis 14 sind auf ein Verfahren zum Vorlegen von Schussfäden an Kettenwirkmaschinen
unter Verwendung eines Fadenführers gerichtet. Den Stand der Technik hierfür bildet
die eingangs schon erwähnte
DE 36 41 640 C1. Das Ziel der Erfindung bleibt dasselbe, wie es schon zum Anspruch 1 genannt worden
ist. Es soll auch bei der Arbeitsweise mit Fadenführer und Versatzrechen ein verbesserter,
ruckfreier Bewegungsablauf mit erhöhter Arbeitsgeschwindigkeit erzielt werden, wobei
die Fäden zu genau wählbaren, reproduzierbaren Zeitpunkten aus der Rückhaltestellung
der Versatzrechen freigegeben werden.
[0020] Die Zubringer sind in diesem Fall die Versatzrechen, die erfindungsgemäß demnach
in zwei senkrecht zueinander stehenden Achsen x und y gesteuert bewegt werden, wobei
die y-Achse parallel zu der Transportrichtung der Längsförderer verläuft. Der Verlegebereich
des Fadenführers bleibt dabei auf den Bereich beschränkt, der sich zwischen den beiden
Längsförderer erstreckt, während die Versatzrechen in diesem Bereich und außerhalb
davon auf die Schussfäden einwirken.
[0021] Der Fadenführer kann nunmehr optimal auf seine Funktion abgestellt werden, die Fäden
an die Längsförderer heranzubringen. Zusatzbewegungen im Hinblick auf den Versatzvorgang
sind nicht mehr erforderlich. Zudem wird der Bewegungsbereich des Fadenführers auf
den Bereich zwischen den Längsförderern beschränkt. Das erlaubt eine größere Verlegungsgeschwindigkeit
des Fadenführers. Die Versatzrechen werden auf die Versatzbewegung abgestellt und
haben in Folge der zweidimensionalen Beweglichkeit einen "weicheren" Bewegungsablauf,
der eine Abstimmung auf die Bewegung des Längsförderers und des Fadenführers mit noch
größerer Geschwindigkeit erlaubt.
[0022] Hinzu kommt noch ein weiterer Vorteil bei der Funktion der Versatzrechen. In seiner
Grundfunktion zieht ein Versatzrechen eine Fadenschlinge aus den bewegten Endlosfäden,
die von dem Vorrat an die Befestigungshaken der Längsförderer übergeben werden. Eine
Fadenschlinge ist nichts anderes als ein Fadenspanner oder Fadenvorrat. Ein Fadenführer
ist demnach grundsätzlich geeignet, Spannungen und Längenunterschiede zwischen den
Fäden einer Fadenlage auszugleichen und konstant zu halten. Durch die mechanische
Kopplung mit dem Fadenführer, die streng linearen Bewegungsbahnen und den unsicheren
Zeitpunkt des Abgleitens von den Versatzrechen konnten die bekannten Fadenführer die
Aufgabe des Längen- und Spannungsausgleichs bisher nur unvollkommen erfüllen.
[0023] Die "weichere" gekrümmte Bewegungsbahn in einer geschlossenen Bahnkurve ermöglicht
es nunmehr, dass die Versatzrechen Längen- und Spannungsunterschiede zwischen den
Fäden einer Fadenschar weit besser ausgleichen als bisher. Besondere Maßnahmen zum
Spannen der Fäden im Versatzrechen werden entbehrlich, ebenso kann ein Fadenspeicher
am Schussfaden-Magazin der Wirkmaschine entfallen. Bremsen an den Spulen werden in
vielen Fällen ausreichend sein. Die Qualität der zu erstellenden unidirektionalen
Lage wird dadurch weiter verbessert.
[0024] Ferner ermöglicht es die erfindungsgemäße Bewegung und Steuerung der Versatzrechen,
dass der Fadenführer bei seiner Rückbewegung nicht mehr mit bereits abgelegten Fäden
in Berührung kommt und dadurch die Fadenlage stört. Schließlich können die Längsförderer,
in der Regel Transportketten, bei Verwendung der erfindungsgemäßen Versatzrechen unverändert
bleiben.
[0025] Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens nach Anspruch 5 sind in den Ansprüchen
6 bis 14 aufgeführt.
[0026] So soll gemäß den Ansprüchen 6 bis 8 die auf die Bewegungen des Fadenführers und
der Längsförderer abgestimmte Bewegung der Versatzrechen durch eigene Antriebe mit
einer selbstständigen Steuerung erfolgen, wodurch sich die Ausführung des Versatzes
mit zumindest bereichsweise gekrümmter Bahn und gegebenenfalls einer geschlossenen
Bahn mit Komponenten in Richtung der x- und y-Achse verwirklichen lässt.
[0027] Vorteilhafte Einzelheiten im Bewegungsablauf der Versatzrechen sind im Anspruch 9
aufgeführt, während Anspruch 10 darauf abgestellt ist, dass die an den Versatzrechen
befindlichen Halteelemente als Halteklauen ausgeführt sind und eine bestimmte Profilierung
aufweisen müssen, die auf eine bestimmte Stellung und/oder Bewegung des Versatzrechens
abgestellt ist. Dadurch wird es möglich, den Zeitpunkt frei zu wählen, an dem die
Fäden von den Halteklauen abgleiten, und zwar weitgehend unabhängig von der sich ständig
verändernden Stellung des Fadenführers.
[0028] Das Umgreifen der Schussfäden durch die Halteklauen kann unterstützt werden, indem
ein an dem Fadenführer befindlicher Niederhalter die Schussfäden in Richtung auf die
Verlege-Ebene drückt, wodurch die Schussfäden in den Bereich der Halteklauen geraten.
Hierbei kann der Niederhalter betätigt werden, indem der Fadenführer mit dem daran
befestigten Niederhalter verschwenkt wird (Ansprüche 11 und 12).
[0029] Vorteilhaft können gemäß Anspruch 13 die Halteklauen beim Wechsel von der Greifstellung
in die Rückhaltestellung und umgekehrt zumindest bereichsweise durch die Lücken zwischen
den Befestigungshaken an dem sich bewegenden Längsförderer hindurchgeführt werden.
[0030] Weitere Wahlmöglichkeiten bei der Führung der Versatzrechen ergeben sich, wenn gemäß
Anspruch 14 der Versatzrechen auch in der Richtung senkrecht zu der durch die Längsförderer
gebildeten Verlege-Ebene gesteuert beweglich ist. Die Halteklauen können dann zumindest
bereichsweise über die Befestigungshaken hinweggeführt werden, die sich an den Längsförderern
befinden.
[0031] Anspruch 15 ist auf die Vorrichtung zur Durchführung der Verfahren gemäß den Ansprüchen
1 bis 14 gerichtet. Entsprechend den schon eingangs gemachten Ausführungen kann die
Vorrichtung für einen Einbau in eine Kettenmaschine oder eine Multiaxialmaschine bestimmt
sein. Der Begriff "Weiterverarbeitung" im Oberbegriff des Anspruchs 15 kann somit
entweder bedeuten, dass die Fäden den Wirkwerkzeugen einer Kettenwirkmaschine zugeführt
werden, wobei sie als Schussfäden in einem Winkel von 90° zu den Längsförderern verlaufen;
oder die Weiterverarbeitung kann darin bestehen, dass mehrere Fadenlagen übereinander
abgelegt und einer Verbindungsstation zugeführt werden, wobei die Verbindung nicht
unbedingt durch eine Wirkmaschine erfolgen muss.
[0032] Der Stand der Technik, von dem die Erfindung ausgeht, ist somit derselbe, wie er
schon zu dem Verfahren angegeben worden ist. Ferner bleibt auch das Ziel der Erfindung
dasselbe, wie es schon zu den Ansprüchen 1 und 5 formuliert worden ist.
[0033] Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß Anspruch 15
sind in den Ansprüchen 16 bis 25 angegeben.
[0034] Besonders hervorzuheben ist die Ausbildung der Halteelemente an den Versatzrechen
gemäß Anspruch 19. Die Halteelemente sind somit Halteklauen, deren Greifrichtung in
einem spitzen Winkel von 10° bis 20°, vorzugsweise 13° bis 17°, nach vorn in die Bewegungsrichtung
der Längsförderer weisend schräggestellt verlaufen müssen. Diese Stellung ergibt sich
aus den teilweise widersprüchlichen Forderungen, dass die Halteelemente nach Möglichkeit
oder zumindest teilweise durch die sich bewegenden Befestigungshaken der Längsförderer
hindurchfahren sollen, wobei aber gleichzeitig ein glattes Hinübergleiten der Fadenschar
vom Fadenführer in die Versatzrechen und dann wieder ein Abgleiten von den Halteelementen
des Versatzrechens auf die Befestigungshaken der Längsförderer erfolgen soll. Die
im Anspruch 19 angegebene vorteilhafte Ausgestaltung ist besonders abgestellt auf
Fadenscharen oder einzelne Fäden, die unter einem Winkel von 90° auf den Längsförderern
endlos abgelegt werden. Das ist die Regelablage für Schussfäden an Kettenwirkmaschinen.
Bei einem Idealwert von 15° stimmt die Greifrichtung der Halteklauen und die der von
ihnen gehaltenen Schussfäden während der Versatzbewegung und vor dem Herausgleiten
der Schussfäden etwa überein. Der Vorgang der Übergabe an die Befestigungshaken der
Längsförderer wird dadurch wesentlich erleichtert.
[0035] Wenn - wie bei Multiaxialmaschinen - die Ablage in Schrägrichtung zu den Längsförderern
erfolgen soll, kann eine Variation des Winkels erforderlich werden. Dasselbe kann
sich bei stark unterschiedlichem Fadenmaterial als notwendig erweisen. Die in Bezug
auf die Bewegungsrichtung der Längsförderer schräge Anordnung der Halteklauen bedeutet,
dass die Halteklauen der beiden Versatzrechen spiegelbildlich zueinander ausgebildet
sein müssen.
[0036] Die Ansprüche 20 bis 24 enthalten wesentliche Gestaltungsvorschriften für die Halteklauen,
wobei besonders die genannten Übergangsvorgänge berücksichtigt werden.
[0037] Anspruch 25 richtet sich auf eine besonders vorteilhafte Ausführung für den Antrieb
der Versatzrechen. Längsschlitten und Querschlitten bilden zusammen einen Kreuzschlitten,
der es erlaubt, die Bewegung des Versatzrechens gleichzeitig in Richtung der beiden
senkrecht zueinander verlaufenden Achsen x und y zu steuern, wobei sich mühelos nahezu
beliebige Bahnkurven mit sanften Übergängen zwischen gekrümmten und geradlinigen Bewegungen
verwirklichen lassen.
[0038] Entsprechend den Hinweisen zur möglichen Weiterverarbeitung der von der erfindungsgemäßen
Vorrichtung erstellten unidirektionalen Lagen betrifft die Erfindung auch eine Kettenwirkmaschine
gemäß Anspruch 26 und eine Multiaxialmaschine gemäß Anspruch 27. Diese Maschinen zeichnen
sich erfindungsgemäß dann dadurch aus, dass sie hinsichtlich der Vorrichtung zum Aufbringen
einer unidirektionalen Lage aus Fäden auf zwei Längsförderer nach einem oder mehreren
der Ansprüche 15 bis 25 ausgebildet sind.
[0039] Die für die Erfindung angegebenen Vorteile gelten in gleicher Weise beim Verlegen
von Fadenscharen oder Einzelfäden.
[0040] Der Erfindung wird anschließend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
noch näher erläutert. Die Figuren zeigen das Folgende:
Fig. 1 ist eine Prinzip-Darstellung zu dem erfindungsgemäßen Verfahren, wobei die Zubringer
zugleich als Fadenführer und Versatzrechen dienen.
Fig. 2 zeigt in einer Seitenansicht das Zusammenwirken eines herkömmlichen Fadenführers
mit als Versatzrechen dienenden Zubringern bei der Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
Die Fig. 3 bis 7 zeigen, wie die Bewegungen des Fadenführers und der Versatzrechen aufeinander abgestimmt.
Fig. 8 ist ein Diagramm, aus dem der Ablauf der Bewegungen eines Versatzrechens in seinen
beiden Bewegungsrichtungen x und y in Abhängigkeit von der Zeit hervorgeht.
Fig. 9 ist ein Beispiel für eine Ausführung eines Versatzrechens und seines Antriebs.
Fig. 10 zeigt die Gestaltung und Anordnung der Halteklauen an einem Versatzrechen.
[0041] Fig. 1 veranschaulicht den Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens beim Aufbringen
einer unidirektionalen Lage von nicht zu großer Verlegebreite. Als Beispiel ist das
Verlegen eines einzelnen Fadens 8 in einer mänderförmigen Parallel-Ablage dargestellt.
Zwei im Abstand voneinander befindliche angetriebene Längsförderer 1 und 2 haben Befestigungshaken
3 und 4. Die Längsförderer 1, 2 bewegen sich kontinuierlich in der Transportrichtung
5. In der Praxis bestehen sie aus Förderketten, von denen nur das obere Trum zu sehen
ist.
[0042] Mit der dargestellten Anordnung wird ein endloser Faden 8 von einem Vorrat 6 zu einer
Wirkstation 7 geführt. Der Vorrat 6 kann eine Spule sein; im Falle einer Fadenschar
wäre er ein Spulengatter. Der den Vorrat 6 verlassende Faden 8 wird über eine Umlenkrolle
9 einem ersten Zubringer 10 zugeführt. Von dort läuft der Faden 8 zu einem zweiten
Zubringer 11. Die Zubringer 10 und 11 haben Halteklauen 12 und 13, mit denen sie den
vorbeilaufenden endlosen Faden 8 vorübergehend ergreifen.
[0043] Die Funktion der Zubringer 10, 11 besteht darin, aus dem vorbeilaufenden Faden 8
Schlingen herauszuziehen und diese um den in der Transportrichtung 5 folgenden nächsten
Befestigungshaken 3a bzw. 4a ihres zugehörigen Längsförderers 1, 2 herumzulegen. Auf
diese Weise erfüllen die Zubringer 10 und 11 gleichzeitig die Funktion eines Fadenführers
und eines Versatzrechens. Nach Abschluss der Versatzbewegung ist der Faden 8 um je
zwei Befestigungshaken 3a, 3b und 4a, 4b der beiden Längsförderer 1, 2 herumgelegt.
[0044] Hierzu bewegen sich die Zubringer 10, 11 in zwei senkrecht zueinander verlaufenden
Richtungen x und y, wobei sie derart gesteuert sind, dass kontinuierlich eine geschlossene,
zumindest bereichsweise gekrümmte Bewegungsbahn 14 bzw. 15 durchlaufen wird. Die y-Richtung
verläuft dabei parallel zu der Transportrichtung 5.
[0045] Die Bewegungsbahnen 14 und 15 sind durch kombinierte Antriebe und CNC-Steuerungen
problemlos zu verwirklichen. Die geschlossenen Bewegungsbahnen 14 und 15 mit ihrem
zumindest bereichsweise gekrümmten Verlauf sind auch bei größeren Verlegegeschwindigkeiten
ruckfrei zu verwirklichen.
[0046] Von Bedeutung ist die Ausbildung der an den Zubringern 10, 11 angeordneten Halteklauen
12 und 13, die den vorbeilaufenden Faden 8 je nach Stellung und Geschwindigkeit der
Zubringer 10 und 11 erfassen, mitnehmen oder freigeben müssen.
[0047] Wie aus Fig. 1 deutlich hervorgeht, bewegt sich jeder Zubringer 10, 11 in der x-Richtung
zu beiden Seiten des ihm zugeordneten Längsförderers 1, 2 und über diesen hinweg.
Die Halteklauen 13 und 14 der Zubringer 10, 11 müssen hierzu durch die sich bewegenden
Befestigungshaken 3, 4 der Längsförderer 1, 2 hindurchwandern. Diese Bewegung kann
noch dadurch erleichtert werden, dass die Zubringer 10, 11 auch in einer Richtung
senkrecht zu der durch die Achsen x und y definierten Verlege-Ebene beweglich sind.
Im Falle von waagerecht bewegten Längsförderern 1, 2 bedeutet das eine Bewegung in
lotrechter Richtung.
[0048] Bei der Übergabe des Fadens 8 von dem ersten Zubringer 10 auf den zweiten Zubringer
11 brauchen sich die beiden Zubringer nicht zu berühren. Es reicht aus, wenn - wie
dargestellt - der Faden 8 mit einer ausreichenden Schräglage auf die Zubringer 10
und 11 zuläuft. Damit der Faden 8 an den zur Wirkung kommenden Befestigungshaken 3,
4 der Längsförderer 1, 2 und in den Halteklauen 12, 13 der Zubringer 10, 11 leicht
gleiten kann, ist die Verwendung einer angetriebenen Spule (positiver Abzug) zweckmäßig.
[0049] Fig. 2 zeigt in einem Ausführungsbeispiel die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens, wenn ein herkömmlicher Fadenführer 26 verwendet wird. Hierzu ist eine
Seitenansicht quer zu den Längsförderern 21 und 22 dieser Vorrichtung dargestellt.
Die Längsförderer sind wieder mit Befestigungshaken 23, 24 versehen. Die Längsförderer
21, 22 bilden eine Verlege-Ebene, über der sich der Fadenführer 26 periodisch hin-
und herbewegt. Der Fadenführer 26 ist um eine Schwenkachse 27 verschwenkbar, die senkrecht
zu der Bewegungsrichtung des Fadenführers verläuft. Durch Verschwenken des Fadenführers
26 um seine Schwenkachse 27 kommen wahlweise ein erster Niederhalter 28 oder zweiter
Niederhalter 29 zur Wirkung.
[0050] Die von einem Spulengatter abgezogenen Fäden der Fadenschar 30 verlassen den Fadenführer
26 und werden im Endlosverfahren in die Bestigungshaken 23, 24 der Längsförderer 21,
22 eingelegt. Fig. 2 zeigt den Zustand, dass eine Fadenlage 30a verlegt ist und der
Fadenführer 26 sich nach rechts auf den ersten Längsförderer 21 zu bewegt.
[0051] Jedem Längsförderer 21, 22 ist ein Zubringer in Form eines ersten Versatzrechens
31 und eines zweiten Versatzrechens 32 zugeordnet. Die Versatzrechen 31, 32 haben
Halteklauen 33, 34, mit denen sie die vorbeilaufende Fadenschar 30 vorübergehend in
Form einer Schlinge ergreifen und um die an den Längsförderern 21, 22 befindlichen
Befestigungshaken 23, 24 herumlegen. Die Versatzrechen 31, 32 sind in zwei zueinander
senkrecht stehenden Richtungen x und y beweglich, wobei die y-Richtung parallel zu
der Transportrichtung 25 der Längsförderer 21, 22 verläuft, vgl. Fig. 3. Die Bewegung
der Versatzrechen 31, 32 in der y-Richtung kann in der Transportrichtung 25 und entgegengesetzt
dazu verlaufen.
[0052] Im Folgenden wird dargelegt, wie die Bewegungen der Versatzrechen 31, 32 in der x-
und y-Richtung und die Bewegung des Fadenführers 26 aufeinander abgestimmt sind. Hierzu
sind in den Fig. 2 bis 7 verschiedene Positionen von 0 sowie A bis G dargestellt,
die nacheinander durchlaufen werden. Fig. 8 zeigt im Zusammenhang, wie der erste Versatzrechen
31 innerhalb eines Bewegungszyklus die genannten Positionen in seinen beiden Bewegungsrichtungen
x und y in Abhängigkeit von der Zeit durchläuft.
[0053] Fig. 2 zeigt lediglich in einer Seitenansicht die Ausgangs- oder 0-Position. Der
Versatzrechen 26 bewegt sich über einer bereits abgelegten Fadenschar 30a nach rechts
auf den ersten Versatzrechen 31 zu. Dieser befindet sich in seiner am weitesten ausgefahrenen
Greifstellung.
[0054] Fig. 3 zeigt die Position A in Seitenansicht und in einer Ansicht von oben auf die
Verlege-Ebene. Der Fadenführer 26 ist um seine Schwenkachse 27 verschwenkt, sodass
der erste Niederhalter 28 die Fadenschar 30 nach unten drückt. Die Schussfäden der
Fadenschar 30 laufen dadurch zwischen die Halteklauen 33 des ersten Versatzrechens
31 ein. Zugleich setzt die Bewegung des ersten Versatzrechens 31 in der y-Richtung
entgegen der Transportrichtung 25 ein, vgl. hierzu die untere Teildarstellung in Fig.
8.
[0055] Gemäß Fig. 4 ist die Position B erreicht. Die Fadenschar 30 ist in die Halteklauen
33 des ersten Versatzrechens 31 eingelegt, und dieser bewegt sich in der x-Richtung
weiter auf seine Rückhaltestellung.
[0056] Fig. 5 zeigt eine weitere Zwischenposition, nämlich die Position C. Der erste Versatzrechen
31 steht mit seinen Halteklauen 33 zwischen den Befestigungshaken 23 des ersten Längsförderers
21 und bewegt sich in x-Richtung weiter in Richtung auf seine Rückhaltestellung zu.
[0057] Gemäß Fig. 6 ist für den Fadenführer 26 nur eine einzige Position dargestellt, während
in der Ansicht von oben für den ersten Versatzrechen 31 zwei nacheinander zustande
kommende Position, nämlich die Positionen D und E dargestellt sind. In der x-Richtung
befindet sich der Versatzrechen 31 jetzt in seiner Rückhaltestellung, die bis zu Erreichen
der Position E aufrechterhalten bleibt, vgl. Fig. 8. Die Halteklauen 33 des ersten
Versatzrechens 31 befinden sich nunmehr auf der anderen Seite der Befestigungshaken
23. In der y-Richtung führt der Versatzrechen 31 jetzt den Versatz entgegen der Transportrichtung
25 der Längsförderer 21, 22 aus, bis die Position E erreicht ist. Der Fadenführer
26 ist während dessen wieder zurückgeschwenkt, sodass die beiden Niederhalter 28,
29 wirkungslos sind. Dadurch bleibt die Fadenschar 30 sicher in den Halteklauen 33
des ersten Versatzrechens 31 gehalten. Der Fadenführer 26 bewegt sich währenddessen
weiter in Richtung auf den gegenüberliegen zweiten Längsförderer 22 zu.
[0058] Fig. 7 zeigt weitere Zwischenpositionen F und G. In der Position F beginnt die Auswärtsbewegung
des ersten Versatzrechens 31 in seine Greifstellung. Die Halteklauen 33 haben bereits
die Lücken zwischen den Befestigungshaken 23 durchfahren oder überquert, halten aber
noch die Schussfäden der Fadenschar 30 fest, die indessen schon weitgehend um die
Befestigungshaken 23 herumgelegt sind. Zugleich fährt der erste Versatzrechen 31 in
der y-Richtung und in der Transportrichtung 25 aus seiner Versatzstellung in die Ausgangsstellung
zurück.
[0059] In der Position G ist die Rückwärts-Bewegung des ersten Versatzrechens weitgehend
abgeschlossen. Die Schussfäden der Fadenschar 30 sind um die Befestigungshaken 23
herumgelegt, die Halteklauen 33 sind frei und haben wieder ihre Greifstellung wie
in Fig. 3 erreicht. Lediglich in der y-Richtung ist die Rückkehr in die Ausgangsstellung
noch nicht vollständig erreicht, vgl. Fig. 8.
[0060] Sobald diese Position erreicht ist, liegt wieder die Ausgangs- oder 0-Stellung vor,
und der Zyklus der Versatzbewegung ist abgeschlossen. Der Bewegungsablauf ist auch
an den unterschiedlichen Schrägstellungen der Fadenschar in den Fig. 3 bis 7 gut zu
erkennen.
[0061] Fig. 9 zeigt eine besonders vorteilhafte Möglichkeit, einen Zubringer in der Ausführungsform
eines Versatzrechens gleichzeitig in der Richtung von zwei Achsen x und y unabhängig
voneinander anzutreiben. Von dem Versatzrechen ist in Figur 9 nur der Sockel 53 zu
sehen, an dem sich Gewindebohrungen 54 zum Befestigen von Halteklauen 33, 34 befinden
(vgl. Fig. 10). Zum Antrieb des Sockels 53 dient die Antriebseinheit 41, die ein Gehäuse
42 hat.
[0062] An der Rückwand 43 des Gehäuses 42 ist eine Trage- und Führungsschiene 44 ausgebildet.
An dieser ist ein Längsschlitten 45 in der Richtung der Trage- und Führungsschiene
44 beweglich gehalten. Der Längsschlitten 45 ist mit einem endlosen Antriebsriemen
46 verbunden, der um zwei Rollen geführt ist, von denen in Fig. 9 nur das Lager 47
einer losen Rolle zu sehen ist.
[0063] An seinem anderen Ende ist der Antriebsriemen 46 um eine Antriebsrolle herumgelegt,
die durch einen ersten Stellmotor 48 in zwei Richtungen verdrehbar ist. Hierdurch
ergeben sich auch zwei Laufrichtungen 49 für den Antriebsriemen 46 und damit auch
für den Längsschlitten 45. Der Läufer des ersten Stellmotors 48 ist durch die Maschinensteuerung
in wechselnden Drehrichtungen um bestimmte Winkelgrade verdrehbar.
[0064] An dem Längsschlitten sind Führungsstellen 50 ausgebildet, in denen zwei Führungsstangen
51 eines Querschlittens 52 längsverschieblich geführt sind. Zusammen mit dem Längsschlitten
45 bildet der Querschlitten 52 einen Kreuzschlitten, mit dem es in bekannter Weise
möglich ist, ein Bauglied, in diesem Fall den Sockel 53, gleichzeitig in Richtung
der beiden Achsen x und y zu bewegen, wobei die beiden Bewegungskomponenten unabhängig
voneinander sind.
[0065] Die Steuerung des Querschlittens 52 erfolgt durch eine Koppelschwinge, die aus einem
gelenkigen Koppelglied 56, der Koppelstange 57 und den beiden Schwingarmen 58a und
58b besteht. Das Koppelglied 56 ist über ein Gelenk 55 schwenkbar an dem Querschlitten
52 angelenkt. Es ist außerdem um die Koppelstange 57 schwenkbar und auf dieser in
Längsrichtung der Koppelstange 57 verschiebbar, vgl. die Pfeile 66. Die beiden Schwingarme
58a und 58b verschwenken im Betrieb um bestimmte Winkelgrade um die Schwingwelle 59.
Dadurch kann der Querschlitten 52 auf dem Längsschlitten 45 in Richtung der x-Achse
hin- und herbewegt werden. Da das Koppelglied 56 zugleich auf der Koppelstange 57
gleiten kann, ist die gesteuerte Bewegung des Querschlittens 52 auch dann möglich,
wenn sich der Längsschlitten 45 bewegt und unterschiedliche Stellungen einnimmt.
[0066] Die Schwingwelle 59 wird durch die Riemenscheibe 60 verdreht, wobei der Antrieb von
einer Antriebswelle 61 aus über einen ersten Riementrieb 62, eine Zwischenwelle 64
und einen zweiten Riementrieb 63 erfolgt. Die Antriebswelle 61 ist durch einen zweiten,
in Fig. 9 nicht sichtbaren Stellmotor angetrieben. Der zweite Stellmotor ist genauso
ausgebildet wie der erste, d.h. er versetzt im Betrieb die Antriebswelle 61 und damit
die Riemenscheibe 60 in eine hin- und hergehende Drehbewegung, jeweils nur um einen
bestimmten Winkelbetrag, wie das durch den Richtungspfeil 65 in Fig. 9 angedeutet
ist.
[0067] Somit kann der Sockel 53 in einer waagerechten Ebene beliebige Bewegungsbahnen gesteuert
durchfahren, die sich aus den unabhängigen Komponenten der x- und y-Achse zusammensetzen.
Als Beispiele hierfür sind in Fig. 1 die Bewegungsbahnen 13 und 14 eingetragen. Die
aus Fig. 9 ersichtliche Antriebseinheit 41 wird dabei so in die erfindungsgemäße Vorrichtung
eingebaut, dass die y-Achse in der Richtung des Längsförderers verläuft, dem die Antriebseinheit
41 zugeordnet ist.
[0068] In Figur 10 ist noch einmal der Sockel 53 vergrößert dargestellt. An dem Sockel sind
die Halteklauen 33, 34 befestigt. Der in Figur 10 dargestellte Sockel 53 entspricht
dabei in der Darstellungsweise der Figuren 3 bis 7 einem linksseitig angeordneten
Versatzrechen 32 mit Halteklauen 34, vgl. Fig. 3. Der gegenüberliegende Versatzrechen
31 mit Halteklauen 33 wäre im Vergleich zu Fig. 10 spiegelbildlich darzustellen.
[0069] Die Halteklauen 33 und 34 unterscheiden sich dann durch die Richtung des Winkels
α, um den ihre Greifrichtung 81 ausgehend von der x-Achse in Richtung auf die Laufrichtung
25 der Längsförderer 21, 22 schräg gestellt ist.
[0070] Jede Halteklaue 33, 34 weist eine Befestigungszunge 71 auf, die in einen Auslegerarm
72 übergeht. An das Ende des Auslegearms 72 schließt sich ein abgewinkelter Steg 73
an, der seinerseits in die abermals abgewinkelte Klauenspitze 74 übergeht.
[0071] Die Befestigungszunge 71 trägt zwei abgestufte Bohrungen 75, die auf die Gewindebohrungen
54 in dem Sockel 53 (vgl. Fig. 9) abgestellt sind und zur Befestigung der Halteklauen
33, 34 an dem Sockel 53 dienen.
[0072] Bei waagerechter Anordnung einer durch die x- und y-Achse gebildeten Bewegungsebene
bewegen sich die Halteklauen 33, 34 über der durch die Längsförderer 21, 22 gebildeten
Verlege-Ebene. Zur Abkürzung wird deshalb im Folgenden von "oben" und "unten" gesprochen,
um die Zuordnung der Halteklauen 33, 34 zu den Längsförderern 21, 22 und ihren Befestigungshaken
23, 24 zu beschreiben.
[0073] Die Halteklauen 33, 34 bewegen sich oberhalb der Verlege-Ebene und müssen im Betrieb
durch die an den Längsförderern 21, 22 befindlichen Befestigungshaken 23, 24 hindurchgeführt
werden.
[0074] In der Ansicht von oben ist erkennbar, dass das Ende des Auslegerarms 72, der Steg
73 und die Klauenspitze 74 den Greifbereich der Halteklaue 33, 34 bilden, wodurch
die Greifrichtung 81 definiert ist. Die Greifrichtung 81 ist um den spitzen Winkel
α in Richtung auf die Bewegungsrichtung 25 der Längsförderer 21, 22 schräggestellt.
Es ist erkennbar, dass die Halteklauen 33, 34 dadurch eine Fadenschar 30 gut zurückhalten
können, wenn die Längsförderer 21, 22 sich weiterbewegen und der Versatz ausgeführt
werden muss. Im dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt der Winkel α=15°. Dieser
Winkel ist optimal, wenn Schussfäden 30 einer Kettenwirkmaschine versetzt werden müssen.
In diesem Fall verläuft die Verlegerichtung der Schussfäden 30 senkrecht zur Richtung
der Längsförderer 21, 22. Die Bedingungen beim Ergreifen der von dem Fadenführer 26
kommenden Schussfäden 30 sind andere, als wenn die Schussfäden 30 von den Halteklauen
33, 34 an die Befestigungshaken 23, 24 der Längsförderer 21, 22 übergeben werden müssen.
Der Winkel von 15° ist ein Optimum zwischen beiden unterschiedlichen Forderungen.
[0075] Wenn bei einer Multiaxialmaschine auch schräg zur Laufrichtung 25 der Längsförderer
21, 22 verlaufende Fäden erfasst und versetzt werden müssen, kann experimentell ein
anderer Winkel α als optimal in Frage kommen. Dasselbe gilt bei unterschiedlichem
Fadenmaterial.
[0076] Die Halteklauen 33, 34 sind beim Übergang von der Befestigungszunge 71 in den Auslegearm
72 nach unten abgesenkt; der Auslegearm 72 liegt tiefer als die Befestigungszunge
71. Dadurch ergibt sich eine Anschlagfläche 76, die zum lagegenauen Ausrichten an
dem Sockel 53 dient.
[0077] Der Auslegearm 72 ist an seinem Ende, wo er in den Steg 73 übergeht, mit einem nach
unten vorspringenden Klauenschild 77 versehen. An diesem nach unten vorspringenden
Klauenschild 77 schließen der Steg 73 und die Klauenspitze 74 an. Die Klauenspitze
74 ist unten mit einer Einlaufschräge 78 versehen, die das gleitende Einfahren der
Fadenschar 30 aus dem Fadenführer 26 in die Halteklauen 33, 34 erleichtert.
[0078] Auch an ihrer Oberkante ist die Klauenspitze 74 mit einer Schräge versehen, diesmal
der Auslaufschräge 79, die von Vorteil ist, wenn die Fadenschar 30 von den Halteklauen
30, 34 in die Befestigungshaken 23, 24 der Längsförderer 21, 22 übergehen sollen.
Zudem ist die Oberseite des Steges 73 und der Klauenspitze 74 stufenartig gegenüber
dem Auslegearm 72 nach unten abgesenkt. An dem Auslegearm 72 befindet sich oben innenseitig
und der Greiföffnung der Halteklaue 33, 34 zugewandt ebenfalls eine Schrägfläche 80.
Sie ist bei der Übernahme der Fadenscharen 30 dem Fadenführer 26 zugewandt, vgl. Fig.
3. Die Schrägfläche 80 erleichtert somit das Gleiten der Fadenschar an dem Auslegearm
72, wenn die Versatzbewegung beginnt.
[0079] Die untere Kante des Klauenschildes 77 verläuft waagerecht oder in Richtung auf den
Sockel 53 hin leicht nach oben geneigt. Der Klauenschild 77 hält dadurch die von ihm
umfassten Fäden und auch benachbarte Fäden nieder.
[0080] Dadurch kommt es zu keiner gegenseitigen Behinderung durch die Vielzahl benachbarter
Fäden in einer Fadenschar 30.
[0081] Die besondere Ausgestaltung der Halteklauen 33, 34 dient einmal dem sicheren Bewegungsablauf
beim Versatz der Fadenscharen 30. Es kommt aber auch darauf an, Verschleiß und Abrieb
der zu verlegenden Fäden möglichst gering zu halten. Zugleich unterliegen die Halteklauen
33, 34 selbst je nach Fadenmaterial einem Verschleiß. Es ist daher wichtig, dass die
Halteklauen 33, 34 an dem Sockel 53 oder anderen Teilen der Versatzrechen 31, 32 auswechselbar
befestigt sind. Als Material der Halteklauen kommt Stahl in Form eines Gussteils oder
als Frästeil in Frage; bei hartem Fadenmaterial wie beispielsweise Glasfasern müssen
die Halteklauen hart verchromt und poliert werden.
[0082] Fig. 10 lässt noch erkennen, dass der Klauenschild 77 gegenüber dem Auslegearm 72
nach innen in Richtung auf die Greiföffnung hin eingesenkt ist, so dass an dem Haltearm
72 ein Zwickel 82 entsteht. Diese Ausgestaltung ermöglicht es, dass der Auslegearm
72 verhältnismäßig stabil bleibt und dennoch der durch den Halteschild 77, den Steg
73 und die Klauenspitze 74 gebildete Bereich der Greiföffnung so schmal ist, dass
er zumindest bereichsweise gut durch die Befestigungshaken 23, 24 hindurchfahren kann,
die sich an den Längsförderern 21, 22 befinden. Dieses Hindurchfahren erfolgt, während
sich die Längsförderer 21, 22 bewegen.
Liste der Bezugsziffern
[0083]
Bezugsziffern zu Fig. 1:
- 1
- erster Längsförderer
- 2
- zweiter Längsförderer
- 3, 3a, 3b
- Befestigungshaken
- 4, 4a, 4b
- Befestigungshaken
- 5
- Bewegungspfeil der Transportrichtung
- 6
- Vorrat (Spule, Spulengatter)
- 7
- Verbindungsstation
- 8
- Faden
- 9
- Umlenkrolle
- 10
- erster Zubringer
- 11
- zweiter Zubringer
- 12
- Halteklauen des ersten Zubringers
- 13
- Halteklauen des zweiten Zubringers
- 14
- Bewegungsbahn der Halteklauen 12
- 15
- Bewegungsbahn der Halteklauen 13
Bezugsziffern zu den Fig. 2 bis 8:
- 21
- erster Längsförderer
- 22
- zweiter Längsförderer
- 23
- Befestigungshaken
- 24
- Befestigungshaken
- 25
- Bewegungspfeil der Laufrichtung (Transportrichtung)
- 26
- Fadenführer
- 27
- Schwenkachse des Fadenführers
- 28
- erster Niederhalter
- 29
- zweiter Niederhalter
- 30, 30a
- Fadenschar, Schussfäden
- 31
- erster Versatzrechen (Zubringer)
- 32
- zweiter Versatzrechen (Zubringer)
- 33
- Halteklaue
- 34
- Halteklaue
Bezugsziffern zu Fig. 9:
- 41
- Antriebseinheit
- 42
- Gehäuse
- 43
- Rückwand
- 44
- Trage- und Führungsschiene
- 45
- Längsschlitten
- 46
- Antriebsriemen
- 47
- Lager
- 48
- erster Stellmotor
- 49
- Richtungspfeil der wechselnden Laufrichtung
- 50
- Führungsstelle
- 51
- Führungsstange
- 52
- Querschlitten
- 53
- Sockel
- 54
- Gewindebohrung
- 55
- Gelenk
- 56
- Koppelglied
- 57
- Koppelstange
- 58a
- erster Schwingarm
- 58b
- zweiter Schwingarm
- 59
- Schwingwelle
- 60
- Riemenscheibe
- 61
- Antriebswelle
- 62
- erster Riementrieb
- 63
- zweiter Riementrieb
- 64
- Zwischenwelle
- 65
- Richtungspfeil der wechselnden Drehrichtung
- 66
- Bewegungsrichtungen des Koppelgliedes 56 auf der Koppelstange 57
Bezugsziffern zu Fig. 10 zusätzlich:
- 71
- Befestigungszunge
- 72
- Auslegearm
- 73
- Steg
- 74
- Klauenspitze
- 75
- abgestufte Bohrung
- 76
- Anschlagfläche
- 77
- Klauenschild
- 78
- Einschlaufschräge
- 79
- Auslaufschräge
- 80
- Schrägfläche am Auslegearm
- 81
- Greifrichtung
- 82
- Zwickel
1. Verfahren zum Aufbringen einer unidirektionalen Lage aus Fäden auf zwei Längsförderer
(1, 2), die im Abstand voneinander angeordnet und mit Befestigungshaken versehen sind,
in die die als Endlosfäden von einem Vorrat abgezogenen Fäden mittels gesteuert beweglichen
Zubringern (10, 11), eingelegt werden, wobei die Längsförderer die Verlege-Ebene der
unidirektionalen Lage bilden, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Längsförderer (1, 2) je ein Zubringer (10, 11) zugeordnet ist, der zweidimensional
in einer Bewegungsebene bewegt wird, die in der Verlege-Ebene oder parallel dazu verläuft.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zubringer dreidimensional bewegt werden, wobei die dritte Bewegungsdimension
senkrecht zu der zweidimensionalen Bewegungsebene verläuft.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die von dem Vorrat (6) abgezogenen Fäden (8) unmittelbar dem Zubringer (10) zugeführt
werden, der dem ersten Längsförderer (1) zugeordnet ist, und daran anschließend von
dem dem zweiten Längsförderer (2) zugeordneten Zubringer (11) übernommen werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die von dem Vorrat (6) abgezogenen Fäden (8) zunächst einem Fadenführer zugeführt
werden, der zwischen den beiden Längsförderern (1, 2) hin- und her beweglich ist und
die Fäden (8) an den ersten (10) der beiden Zubringer (10, 11) übergibt, von dem sie
an den zweiten Zubringer (11) übergeben werden.
5. Verfahren zum Vorlegen von Schussfäden an Kettenwirkmaschinen, mit den folgenden Verfahrenschritten:
a) ein Fadenführer (26) führt eine Hin- und Herbewegung durch, die quer zu zwei parallel
angeordneten Längsförderern (21, 22) verläuft;
b) der Fadenführer (26) führt die endlosen Schussfäden (30) an die Längsförderer heran,
c) die Längsförderer (21, 22) befördern die zwischen ihnen verlegten Schussfäden (30)
zu den Wirkwerkzeugen der Kettenwirkmaschine;
d) in den Umkehrbereichen der Hin- und Herbewegung werden die Schussfäden (30) vorübergehend
von als Versatzrechen (31, 32) dienenden Zubringern übernommen, von denen je einer
jedem Längsförderer (21, 22) zugeordnet ist;
e) jeder Versatzrechen (31, 32) führt mit den Schussfäden (30) eine Versatzbewegung
aus, die unabhängig von der Bewegung des Längsförderers (21, 22) ist, dem der Versatzrechen
(31, 32) zugeordnet ist, und übergibt die Schussfäden (30) danach an die Befestigungshaken
(23, 24) dieses Längsförderers (21, 22),
dadurch gekennzeichnet, dass die folgenden weiteren Schritte vorgenommen werden:
f) jeder Versatzrechen (31, 32) wird in einer Bewegungsebene, die parallel zu der
durch die Längsförderer (21, 22) gebildeten Verlege-Ebene verläuft, in Richtung von
zwei senkrecht zueinander stehenden Achsen x und y gesteuert bewegt, wobei die y-Achse
parallel zu der Transportrichtung (25) der Längsförderer (21, 22) verläuft;
g) der Verlegebereich des Fadenführers (26) ist auf den Bereich beschränkt, der sich
zwischen den Befestigungshaken (23, 24) der beiden Längsförderer (21, 22) erstreckt,
während die Versatzrechen (31, 32) in diesem Bereich und außerhalb davon auf die Schussfäden
(30) einwirken.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die auf die Bewegungen des Fadenführers (26) und der Längsförderer (21, 22) abgestimmte
Bewegung der Versatzrechen (31, 32) durch eigene Antriebe mit einer selbständigen
Steuerung erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich jeder Versatzrechen (31, 32) bei der Ausführung des Versatzes zumindest bereichsweise
auf einer gekrümmten Bahn bewegt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Versatzrechen (31, 32) dabei eine geschlossene Bahn mit Komponenten in Richtung
der x- und y-Achse durchläuft.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass beim Versatz der Schussfäden (30) die folgenden Verfahrensschritte in zyklischer
Wiederholung ablaufen:
a) der Versatzrechen (31, 32) ist in x-Richtung in seine Greifstellung ausgefahren,
in der er mit Halteklauen (33, 34), die aus der Bewegungsebene des Versatzrechens
(31, 32) in Richtung auf die Verlege-Ebene vorstehen, in den zwischen den Längsförderern
(21, 22) befindlichen Verlegebereich des Fadenführers (26) eingreift;
b) die von dem Fadenführer (26) nahe an den zugehörigen Längsförderer (21, 22) herangeführten
Schussfäden (30) werden von den Halteklauen (33, 34) umgriffen;
c) aus der Greifstellung wird der Versatzrechen (31, 32) in x-Richtung in seine Rückhaltestellung
zurückgezogen, in der sich seine Halteklauen (33, 34) mit den umgriffenen Bereichen
der Schussfäden (30) mit Abstand hinter den Befestigungshaken (23) des zugehörigen
Längsförderers (21, 22) befinden;
d) in seiner Rückhaltestellung wird der Versatzrechen (31, 32) in der y-Achse entgegen
der Laufrichtung der Längsförderer (21, 22) um die erforderliche Versatzstrecke bewegt;
e) anschließend fährt der Versatzrechen (31, 32) wieder in Richtung der x-Achse zurück
in die Greifstellung aus, in der er in Richtung der y-Achse mit derselben Laufrichtung
(25) wie die Längsförderer (21, 22) wieder in seine Ausgangsstellung zurückkehrt,
während die Schussfäden (30) von den Halteklauen (33, 34) des Versatzrechens (31,
32) abgleiten und auf die Befestigungshaken (23, 24) des zugehörigen Längsförderers
(21, 22) wechseln;
f) dabei können alle in Richtung der x- und y-Achse aufeinander folgenden Teilbewegungen
zur Erzielung gekrümmter Bewegungsbahnen ineinander übergehen.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Umgreifen der Schussfäden (30) durch die Halteklauen (33, 34) und ihre Freigabe
von diesen durch eine Profilierung der Halteklauen (33, 34) erzielt wird, die auf
eine bestimmte Stellung und/oder Bewegung des Versatzrechens (31, 32) abgestellt ist.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zum Umgreifen der Schussfäden (30) durch die Halteklauen (33, 34) die Schussfäden
(30) durch mindestens einen an dem Fadenführer (26) befindlichen Niederhalter (28,
29) in Richtung auf die Verlege-Ebene gedrückt werden, wodurch die Schussfäden (30)
in den Eintrittsbereich der Halteklauen (33, 34) geraten.
12. Verfahren nach an Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Niederhalter (28, 29) betätigt wird, indem der Fadenführer (26) mit dem daran
befestigten Niederhalter (28, 29) verschwenkt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteklauen (33, 34) beim Wechsel von der Greifstellung in die Rückhaltestellung
und umgekehrt durch die Lücken zwischen den Befestigungshaken (24, 25) an dem sich
bewegenden Längsförderer (22, 23) hindurchgeführt werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Versatzrechen (31, 32) auch in der Richtung senkrecht zu der durch die Längsförderer
(21, 22) gebildeten Verlege-Ebene gesteuert beweglich ist und dass beim Wechsel von
der Greifstellung in die Rückhaltestellung und umgekehrt die Halteklauen (33, 34)
zumindest bereichsweise über die Befestigungshaken (24, 25) hinweggeführt werden,
die sich an den Längsförderern (21, 22) befinden.
15. Vorrichtung zum Aufbringen einer unidirektionalen Lage aus Fäden auf zwei Längsförderer
(1, 2), die im Abstand voneinander angeordnet, mit Befestigungshaken (3, 4) versehen
sind und die von den Befestigungshaken gehaltenen Fäden der Weiterverarbeitung zuführen,
mit Anordnung eines Vorrats, von dem die Fäden als Endlosfäden abgezogen und den Längsförderern
zugeführt werden,
mit zwei gesteuert angetriebenen Zubringern (10, 11), von denen jeder einem der Längsförderer
zugeordnet ist, die zugeführten Endlosfäden vorübergehend übernimmt und den Befestigungshaken
des zugehörigen Längsförderers übergibt,
insbesondere zur Durchführung der Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zubringer (10, 11) in einer Bewegungsebene, die parallel zu der durch die Längsförderer
(1, 2) gebildeten Verlege-Ebene verläuft, in Richtung von zwei senkrecht zueinander
verlaufenden Achsen x und y beweglich geführt sind, wobei die y-Achse parallel zu
der Transportrichtung (5) der Längsförderer (1, 2) verläuft.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Zubringer zusätzlich in einer Achse senkrecht zu der durch die Längsförderer
gebildeten Verlege-Ebene beweglich geführt und gesteuert angetrieben sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Bewegungsbereich eines jeden Zubringers (10, 11) in der x-Achse zu beiden
Seiten seines zugehörigen Längsförderers (1, 2) erstreckt.
18. Vorrichtung nach Anspruch 15 bis 17, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein beweglich gesteuerter Fadenführer (26) vorgesehen ist, der eine von dem Vorrat
abgezogene Fadenschar (30) wechselweise an die Längsförderer (21, 22) heranführt,
wobei die Zubringer als Versatzrechen (31, 32) dienen.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass zur vorübergehenden Übernahme der Fadenschar (30) an den Versatzrechen (31, 32) Halteklauen
(33, 34) angeordnet sind, die sich im wesentlichen in der x-, y-Bewegungsebene erstrecken,
wobei die Greifrichtung (81) der Halteklauen (33, 34) in einem spitzen Winkel α von
10° bis 20°, vorzugsweise 13° bis 17°, aus der x-Achse vorwärts schräg in die Bewegungsrichtung
(25) der Längsförderer (21, 22) verläuft.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass jede Halteklaue (33, 34) eine an dem Versatzrechen anliegende Befestigungszunge (71)
und einen Auslegerarm (72) aufweist, der über einen quer verlaufenden Steg (73) in
eine zurück gebogene Klauenspitze (74) übergeht, wobei das Ende des Auslegerarms (72),
der daran befindliche Steg (73) und die frei endende Klauenspitze (74) den Greifbereich
der Halteklaue (33, 34) bilden, welche die Greifrichtung (81) definiert.
21. Vorrichtung nach Anspruch. 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Greifbereich der Halteklaue (33, 34) ausgehend von dem Auslegerarm (72) aus der
x-, y- Bewegungsebene in Richtung auf die Verlege-Ebene zu vorspringend ausgebildet
ist, wobei der Auslegerarm (72) der Klauenspitze (74) gegenüberliegend einen in derselben
Weise vorspringenden Klauenschild (77) ausbildet.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (73) und die Klauenspitze (74) abgestuft an dem Klauenschild (77) angesetzt
sind, wobei die Stufe in der Richtung des Vorspringens ausgebildet ist, und dass die
Klauenspitze (74) mit ihrer der Verlege-Ebene zugewandten Kante eine Einlaufschräge
(78) und mit ihrer gegenüberliegenden Kante eine Auslaufschräge (79) bildet, wobei
Einlauf- und Auslaufschräge (78, 79) das Gleiten der Fadenscharen (30) an den Halteklauen
(33, 34) erleichtern.
23. Vorrichtung nach Anspruch 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslegerarm (72) an seiner dem Greifbereich zugewandten Innenfläche, die bei
der Übernahme der Fadenscharen (30) dem Fadenführer (26) zugewandt ist eine das Gleiten
der Fadenscharen (30) erleichternde Schrägfläche (80) aufweist.
24. Vorrichtung nach Anspruch 19 bis 23, dadurch gekennzeichnet, das die Halteklauen (33, 34) an einem Sockel (53) der Versatzrechen (31, 32) lagegesichert
befestigt sind und hierzu im Bereich des Übergangs von der Befestigungszunge (71)
zum Auslegerarm (72) Anschlagflächen (76) aufweisen.
25. Vorrichtung nach Anspruch 18 bis 24,
gekennzeichnet durch Anordnung und Antrieb eines jeden Versatzrechens (31, 32) mit den folgenden Merkmalen:
a) an einer maschinenfesten Führung ist ein Längsschlitten (45) in Richtung der y-Achse
parallel zu dem zugehörigen Längsförderer (21, 22) hin und her beweglich geführt;
b) der Längsschlitten (45) ist durch einen Stellmotor (48) mit umkehrbarer Drehrichtung über einen endlosen Antriebsriemen
(46) in wechselnden Richtungen angetrieben;
c) der Längsschlitten (45) trägt einen Querschlitten (52), der mit Führungsstangen
(51) in dem Längsschlitten (45) in Richtung der x-Achse vor und zurück verschieblich
geführt ist und an seinem dem zugehörigen Längsförderer (21, 22) zugewandten Ende
einen Sockel (53) trägt, an dem sich Halteklauen (33, 34) zur vorübergehenden Übernahme
der Fadenschar (30) befinden;
d) der Querschlitten (52) ist durch eine Koppelschwinge bei jeder Stellung und auch während der Bewegung des Längsschlittens
(45) in wechselnden Richtungen angetrieben;
e) an dem Querschlitten (52) greift über ein Gelenk (55) ein Koppelglied (56) an,
das an einer in Richtung der y-Achse verlaufenden Koppelstange (57) um diese schwenkend
und in ihrer Längsrichtung gleitend angeordnet ist;
f) die Koppelstange (57) befindet sich an den Enden zweier synchron angetriebener
Schwingarme (58a, 58b), deren gesteuerte Hin- und Herbewegung den Antrieb des Querschlittens
(52) bewirkt.
26. Kettenwirkmaschine, bei der die Schussfäden von einem Vorrat als Endlosfäden abgezogen,
auf mindestens einem Paar von Längsförderern abgelegt und den Wirkwerkzeugen zugeführt
werden, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zum Ablegen der Schussfäden (30) auf die Längsförderer (21, 22)
nach einem oder mehreren der Ansprüche 18 bis 25.
27. Multiaxialmaschine zum Vorlegen von band-, streifen- oder bahnförmigen multiaxialen
Fadengelegen, die aus übereinander abgelegten unidirektionalen Lagen aus Fäden bestehen
mit Vorrichtungen, die jeweils eine unidirektionale Lage von Fäden von einem Vorrat
als Endlosfäden abziehen und auf zwei parallel angeordneten Längsförderern ablegen,
auf denen die unidirektionalen Lagen einer Verbindungsstation zugeführt werden, gekennzeichnet durch Vorrichtungen zum Aufbringen der unidirektionalen Fadenlagen (30) auf die Längsförderer
(21, 22) nach einem oder mehreren der Ansprüche 15 bis 25.
1. Method for applying a unidirectional layer of threads onto two longitudinal conveyors
(1, 2) which are arranged at a distance from one another and are provided with fastening
hooks, into which the threads taken off as endless threads from a stock are inserted
by means of feeders (10, 11) movable in a controlled manner, the longitudinal conveyors
forming the laying plane of the unidirectional layer, characterized in that each longitudinal conveyor (1, 2) is assigned in each case a feeder (10, 11) which
is moved two-dimensionally in a movement plane which runs in the laying plane or parallel
thereto.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the feeders are moved three-dimensionally, the third movement dimension running perpendicularly
with respect to the two-dimensional movement plane.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the threads (8) taken off from the stock (6) are supplied directly to the feeder
(10), which is assigned to the first longitudinal conveyor (1), and thereafter are
taken over by the feeder (11) assigned to the second longitudinal conveyor (2).
4. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the threads (8) taken off from the stock (6) are first supplied to a thread guide
which is movable to and fro between the two longitudinal conveyors (1, 2) and which
transfers the threads (8) to the first (10) of the two feeders (10, 11), from which
they are transferred to the second feeder (11).
5. Method for presenting weft threads on warp knitting machines, having the following
method steps:
a) a thread guide (26) executes a to and fro movement which runs transversely with
respect to two longitudinal conveyors (21, 22) arranged in parallel;
b) the thread guide (26) brings the endless weft threads (30) to the longitudinal
conveyors;
c) the longitudinal conveyors (21, 22) convey the weft threads (30) laid between them
to the knitting tools of the warp knitting machine;
d) in the reversal regions of the to and fro movement, the weft threads (30) are temporarily
taken over by feeders which serve as offsetting rakes (31, 32), each of which is assigned
to each longitudinal conveyor (21, 22);
e) each offsetting rake (31, 32) executes with the weft threads (30) an offsetting
movement which is independent of the movement of the longitudinal conveyor (21, 22),
to which the offsetting rake (31, 32) is assigned, and thereafter transfers the weft
threads (30) to the fastening hooks (23, 24) of this longitudinal conveyor (21, 22),
characterized in that the following further steps are carried out:
f) each offsetting rake (31, 32) is moved in a controlled manner in a movement plane,
which runs parallel to the laying plane formed by the longitudinal conveyors (21,
22), in the direction of two axes x and y standing perpendicularly to one another,
the y-axis running parallel to the direction of transport (25) of the longitudinal
conveyors (21, 22);
g) the laying region of the thread guide (26) is restricted to the region which extends
between the fastening hooks (23, 24) of the two longitudinal conveyors (21, 22), while
the offsetting rakes (31, 32) act upon the weft threads (30) in this region and outside
of it.
6. Method according to Claim 5, characterized in that the movement of the offsetting rakes (31, 32) which is co-ordinated with the movements
of the thread guide (26) and of the longitudinal conveyors (21, 22) takes place by
means of specific drives having an independent control.
7. Method according to Claim 6, characterized in that each offsetting rake (31, 32), when executing the offset, moves at least in regions
along a curved path.
8. Method according to Claim 7, characterized in that the offsetting rake (31, 32) in this case runs along a closed path with components
in the direction of the x-axis and y-axis.
9. Method according to Claim 8,
characterized in that, during the offsetting of the weft threads (30), the following method steps take place
in cyclic repetition:
a) the offsetting rake (31, 32) is moved out in the x-direction into its gripping
position in which it engages with holding claws (33, 34), which project out of the
movement plane of the offsetting rake (31, 32) in the direction of the laying plane,
into the laying region, located between the longitudinal conveyors (21, 22), of the
thread guide (26);
b) the weft threads (30) brought near to the associated longitudinal conveyors (21,
22) by the thread guide (26) are surrounded by the holding claws (33, 34);
c) the offsetting rake (31, 32) is drawn back out of the gripping position in the
x-direction into its retention position in which its holding claws (33, 34) having
the surrounded regions of the weft threads (30) are located at a distance behind the
fastening hooks (23) of the associated longitudinal conveyor (21, 22);
d) in its retention position, the offsetting rake (31, 32) is moved in the y-axis,
opposite to the running direction of the longitudinal conveyors (21, 22), by the amount
of the required offsetting length;
e) subsequently, the offsetting rake (31, 32) moves out again in the direction of
the x-axis back into the gripping position in which it returns to its initial position
again in the direction of the y-axis in the same running direction (25) as the longitudinal
conveyors (21, 22), while the weft threads (30) slide off from the holding claws (33,
34) of the offsetting rake (31, 32) and change to the fastening hooks (23, 24) of
the associated longitudinal conveyor (21, 22);
f) in this case, all the part movements succeeding one another in the direction of
the x-axis and y-axis can merge one into the other in order to achieve curved movement
paths.
10. Method according to Claim 9, characterized in that the surrounding of the weft threads (30) by the holding claws (33, 34) and their
release from these are achieved by means of a profiling of the holding claws (33,
34) which is tailored to a specific position and/or movement of the offsetting rake
(31, 32).
11. Method according to Claim 10, characterized in that, for the weft threads (30) to be surrounded by the holding claws (33, 34), the weft
threads (30) are pressed in the direction of the laying plane by at least one holding-down
device (28, 29) located on the thread guide (26), with the result that the weft threads
(30) come into the entry region of the holding claws (33, 34).
12. Method according to Claim 11, characterized in that the holding-down device (28, 29) is actuated in that the thread guide (26) is pivoted together with the holding-down device (28, 29) fastened
to it.
13. Method according to one of Claims 9 to 12, characterized in that the holding claws (33, 34) are led through the gaps between the fastening hooks (24,
25) to the moving longitudinal conveyor (22, 23) during the change from the gripping
position to the retention position, and vice versa.
14. Method according to one of Claims 9 to 12, characterized in that the offsetting rake (31, 32) is also movable in a controlled manner in the direction
perpendicular to the laying plane formed by the longitudinal conveyors (21, 22), and
in that, during the change from the gripping position to the retention position, and vice
versa, the holding claws (33, 34) are led at least in regions over the fastening hooks
(24, 25) which are located on the longitudinal conveyors (21, 22).
15. Apparatus for applying a unidirectional layer of threads onto two longitudinal conveyors
(1, 2) which are arranged at a distance from one another, are provided with fastening
hooks (3, 4) and deliver threads held by the fastening hooks for further processing,
with an arrangement of a stock, from which the threads are taken off as endless threads
and are supplied to the longitudinal conveyors, with two feeders (10, 11) which are
driven in a controlled manner and each of which is assigned to one of the longitudinal
conveyors, temporarily takes over the endless threads supplied and transfers them
to the fastening hooks of the associated longitudinal conveyor, in particular for
carrying out the method according to Claims 1 to 4, characterized in that the feeders (10, 11) are guided movably in a movement plane, which runs parallel
to the laying plane formed by the longitudinal conveyors (1, 2), in the direction
of two axes x and y running perpendicularly with respect to one another, the y-axis
running parallel to the direction of transport (5) of the longitudinal conveyors (1,
2).
16. Apparatus according to Claim 15, characterized in that the feeders are additionally guided and driven in a controlled manner movably in
an axis perpendicular to the laying plane formed by the longitudinal conveyors.
17. Apparatus according to Claim 15 or 16, characterized in that the movement range of each feeder (10, 11) in the x-axis extends on both sides of
its associated longitudinal conveyor (1, 2).
18. Apparatus according to Claims 15 to 17, in particular for carrying out the method
according to Claim 5, characterized in that a movably controlled thread guide (26) is provided, which brings a thread set (30)
taken off from the stock to the longitudinal conveyors (21, 22) alternately, the feeders
serving as offsetting rakes (31, 32).
19. Apparatus according to Claim 18, characterized in that, for the temporary take-over of the thread set (30) at the offsetting rakes (31, 32),
holding claws (33, 34) are arranged, which extend essentially in the x- and y-movement
plane, the gripping direction (81) of the holding claws (33, 34) running at an acute
angle α of 10° to 20°, preferably of 13° to 17°, out of the x-axis obliquely forwards
into the direction of movement (25) of the longitudinal conveyors (21, 22).
20. Apparatus according to Claim 19, characterized in that each holding claw (33, 34) has a fastening tongue (71), bearing against the offsetting
rake, and an extension arm (72) which merges via a transversally running web (73)
into a bent-back claw tip (74), the end of the extension arm (72), the web (73) located
on it and the freely ending claw tip (74) forming the gripping region of the holding
claw (33, 34) which defines the gripping direction (81).
21. Apparatus according to Claim 20, characterized in that the gripping region of the holding claw (33, 34) is designed to project, starting
from the extension arm (72), out of the x- and y-movement plane in the direction of
the laying plane, the extension arm (72) forming, opposite the claw tip (74), a claw
shield (77) projecting in the same way.
22. Apparatus according to Claim 21, characterized in that the web (73) and the claw tip (74) are affixed in a stepped manner to the claw shield
(77), the step being formed in the direction of projection, and in that the claw tip (74) forms, with its edge facing the laying plane, a run-in slope (78)
and, with its opposite edge, a run-out slope (79), the run-in and the run-out slope
(78, 79) making it easier for the thread sets (30) to slide on the holding claws (33,
34).
23. Apparatus according to Claims 20 to 22, characterized in that the extension arm (72) has, on its inner face which faces the gripping region and
which, when the thread sets (30) are being taken over, faces the thread guide (26),
an oblique face (80) which makes it easier for the thread sets (30) to slide.
24. Apparatus according to Claims 19 to 23, characterized in that the holding claws (33, 34) are fastened securely in position on a base (53) of the
offsetting rakes (31, 32) and, for this purpose, have stop faces (76) in the region
of transition from the fastening tongue (71) to the extension arm (72).
25. Apparatus according to Claims 18 to 24,
characterized by the arrangement and drive of each offsetting rake (31, 32) having the following features:
a) a longitudinal slide (45) is guided movably to and fro on a guide fixed to the
machine, parallel to the associated longitudinal conveyor (21, 22) and in the direction
of the y-axis;
b) the longitudinal slide (45) is driven in alternating directions by a servomotor
(48) having a reversible direction of rotation via an endless drive belt (46);
c) the longitudinal slide (45) carries a cross slide (52) which is guided displaceably
forwards and backwards in the longitudinal slide (45) in the direction of the x-axis
by means of guide rods (51) and which carries, at its end facing the associated longitudinal
conveyor (21, 22), a base (53) on which holding claws (33, 34) for the temporary take-over
of the thread set (30) are located;
d) the cross slide (52) is driven in alternating directions by means of a coupling
rocker in each position of and also during the movement of the longitudinal slide
(45);
e) a coupling member (56) engages via a joint (55) on the cross slide (52) and is
arranged on a coupling rod (57), running in the direction of the y-axis, so as to
pivot about this and so as to slide in its longitudinal direction;
f) the coupling rod (57) is located at the ends of two synchronously driven oscillating
arms (58a, 58b), the controlled to-and-fro movement of which causes the drive of the
cross slide (52).
26. Warp knitting machine, in which the weft threads are taken off as endless threads
from a stock, deposited on at least one pair of longitudinal conveyors and supplied
to the knitting tools, characterized by an apparatus for depositing the weft threads (30) onto the longitudinal conveyors
(21, 22) according to one or more of Claims 18 to 25.
27. Multi-axial machine for the presentation of band-shaped, strip-shaped or web-shaped
multi-axial thread contextures, which consist of unidirectional layers of threads
deposited one above the other, with apparatuses which in each case take off a unidirectional
layer of threads as endless threads from a stock and deposit them on two longitudinal
conveyors which are arranged in parallel and on which the unidirectional layers are
supplied to a connecting station, characterized by apparatuses for applying the unidirectional thread layers (30) onto the longitudinal
conveyors (21, 22) according to one or more of Claims 15 to 25.
1. Procédé pour appliquer une couche unidirectionnelle de fils sur deux transporteurs
longitudinaux (1, 2) qui sont disposés à distance l'un de l'autre et sont dotés de
crochets de fixation dans lesquels les fils extraits comme fils sans fin d'une réserve
sont posés au moyen de dispositifs d'amenée (10, 11) déplaçables de manière commandée,
les transporteurs longitudinaux formant le plan de pose de la couche unidirectionnelle,
caractérisé en ce que un dispositif d'amenée (10, 11) qui est déplacé en deux dimensions dans un plan de
déplacement qui coïncide avec le plan de pose ou s'étend parallèlement à ce dernier
est associé à chaque transporteur longitudinal (1, 2).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les dispositifs d'amenée sont déplacés en trois dimensions, la troisième dimension
de déplacement étant perpendiculaire au plan bidimensionnel de déplacement.
3. Procédé selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que les fils (8) extraits de la réserve (6) sont amenés directement au dispositif d'amenée
(10) associé au premier transporteur longitudinal (1) et sont ensuite repris par le
dispositif d'amenée (11) associé au deuxième transporteur longitudinal (2).
4. Procédé selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que les fils (8) extraits de la réserve (6) sont d'abord amenés à un guide-fil qui se
déplace en va-et-vient entre les deux transporteurs longitudinaux (1, 2) et qui transfère
les fils (8) au premier (10) des deux dispositifs d'amenée (10, 11) duquel ils sont
transférés au deuxième dispositif d'amenée (11).
5. Procédé de placement de fils de trame sur des machines à tricoter à chaîne, présentant
les étapes suivantes :
a) un guide-fil (26) exécute un déplacement de va-et-vient qui s'étend transversalement
par rapport à deux transporteurs longitudinaux (21, 22) disposés en parallèle,
b) le guide-fil (26) amène les fils de trame sans fin (30) aux transporteurs longitudinaux,
c) les transporteurs longitudinaux (21, 22) transportent les fils de trame (30) posés
entre eux vers les outils de tricotage de la machine de tricotage à chaîne,
d) dans les parties d'inversion du déplacement en va-et-vient, les fils de trame (30)
sont transitoirement repris par des dispositifs d'amenée qui servent de râteaux de
décalage (31, 32) et à chacun desquels est associé un transporteur longitudinal (21,
22) respectif,
e) chaque râteau de décalage (31, 32) exécute avec les fils de trame (30) un déplacement
de décalage indépendant du déplacement du transporteur longitudinal (21, 22) auquel
le râteau de décalage (31, 32) est associé et transfère ensuite les fils de trame
(30) aux crochets de fixation (23, 24) de ce transporteur longitudinal (21, 22), caractérisé en ce que les étapes suivantes sont exécutées :
f) chaque râteau de décalage (31, 32) est déplacé de manière contrôlée dans un plan
de déplacement qui s'étend parallèlement au plan de pose formé par les transporteurs
longitudinaux (21, 22), dans les directions de deux axes x et y perpendiculaires l'un
à l'autre, l'axe y étant parallèle à la direction de transport (25) du transporteur
longitudinal (21, 22), et
g) la zone de pose du guide-fil (26) est limitée à la zone qui s'étend entre les crochets
de fixation (23, 24) des deux transporteurs longitudinaux (21, 22), tandis que les
râteaux de décalage (31, 32) agissent sur les fils de trame (30) dans cette zone et
à l'extérieur de celle-ci.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le déplacement des râteaux de décalage (31, 32) accordé aux déplacements du guide-fil
(26) et des transporteurs longitudinaux (21, 22) s'effectue grâce à des entraînements
propres et à l'aide d'une commande autonome.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que chaque râteau de décalage (31, 32) se déplace au moins en partie sur un parcours
courbe lorsqu'il exécute le décalage.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que le râteau de décalage (31, 32) suit une piste fermée qui présente des composantes
dans la direction de l'axe x et dans la direction de l'axe y.
9. Procédé selon la revendication 8,
caractérisé en ce que lors du décalage des fils de trame (30), les étapes de traitement suivantes se déroulent
en répétitions cycliques :
a) le râteau de décalage (31, 32) est extrait dans la direction x de sa position de
saisie dans laquelle il s'engage dans la zone de pose du guide-fil (26) située entre
les transporteurs longitudinaux (21, 22) par des griffes de maintien (33, 34) qui
débordent du plan de déplacement du râteau de décalage (31, 32) en direction du plan
de pose,
b) les fils de trame (30) amenés par le guide-fil (26) à proximité du transporteur
longitudinal (21, 22) associé sont entourés par les griffes de maintien (33, 34),
c) partant de la position de saisie, le râteau de décalage (31, 32) est reculé dans
la direction x jusque dans sa position de retenue dans laquelle ses griffes de maintien
(33, 34) sont situées avec les parties qui entourent les fils de trame (30) à une
certaine distance en arrière des crochets de fixation (23) du transporteur longitudinal
(21, 22) associé,
d) dans sa position de recul, le râteau de décalage (31, 32) est déplacé de la distance
de décalage nécessaire suivant l'axe y en opposition à la direction d'avancement du
transporteur longitudinal (21, 22),
e) le râteau de décalage (31, 32) ressort ensuite dans la direction de l'axe x pour
revenir dans la position de saisie de laquelle il retourne dans sa position initiale
dans la direction de l'axe y, dans la même direction d'avancement (25) que les transporteurs
longitudinaux (21, 22), tandis que les fils de trame (30) glissent hors des griffes
de maintien (33, 34) du râteau de décalage (31, 32) et s'échangent sur les crochets
de fixation (23, 24) du transporteur longitudinal (21, 22) associé et
f) tous les déplacements partiels qui se suivent mutuellement dans les directions
de l'axe x et de l'axe y peuvent se prolonger l'un dans l'autre pour obtenir des parcours
de déplacement courbes.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que le chevauchement des fils de trame (30) par les griffes de maintien (33, 34) et leur
libération par ces dernières est obtenu par une profilation des griffes de maintien
(33, 34) qui est réglée sur une position définie et/ou un déplacement défini du râteau
de décalage (31, 32).
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que pour que les griffes de maintien (33, 34) chevauchent les fils de trame (30), les
fils de trame (30) sont repoussées en direction du plan de pose par au moins un dispositif
de retenue (28, 29) situé sur le guide-fil (26), suite à quoi les fils de trame (30)
passent dans la zone d'entrée des griffes de maintien (33, 34).
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que le dispositif de retenue (28, 29) est actionné en inclinant le guide-fil (26) sur
lequel le dispositif de retenue (28, 29) est fixé.
13. Procédé selon l'une des revendications 9 à 12, caractérisé en ce que lors du passage de la position de saisie à la position de retenue et inversement,
les griffes de maintien (33, 34) passent dans les trous situés entre les crochets
de fixation (24, 25) prévus sur le transporteur longitudinal (22, 23) qui les déplace.
14. Procédé selon l'une des revendications 9 à 12, caractérisé en ce que le râteau de décalage (31, 32) peut également être déplacé de manière contrôlée dans
la direction perpendiculaire au plan de pose formé par les transporteurs longitudinaux
(21, 22) et en ce que lors du passage de la position de saisie à la position de retenue et inversement,
les griffes de maintien (33, 34) sont éloignées au moins par parties au-dessus des
crochets de fixation (24, 25) situés sur les transporteurs longitudinaux (21, 22).
15. Dispositif d'application d'une couche unidirectionnelle de fils sur deux transporteurs
longitudinaux (1, 2) disposés à distance l'un de l'autre, dotés de crochets de fixation
(3, 4) et amenant vers la poursuite du traitement les fils retenus par les crochets
de fixation, et présentant une réserve de laquelle les fils sont extraits sous la
forme de fils sans fin et sont amenés aux transporteurs longitudinaux,
deux dispositifs d'amenée (10, 11) entraînés de manière contrôlée, dont chacun est
associé à un des transporteurs longitudinaux, reprend transitoirement les fils sans
fin qui lui sont apportés et les transfère aux crochets de fixation du transporteur
longitudinal associé,
en particulier en vue de l'exécution du procédé selon les revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les dispositifs d'amenée (10, 11) sont guidés à déplacement dans la direction de
deux axes x et y qui s'étendent perpendiculairement l'un à l'autre, dans un plan de
déplacement qui s'étend parallèlement au plan de pose formé par les transporteurs
longitudinaux (1, 2), l'axe y s'étendant parallèlement à la direction de transport
(5) des transporteurs longitudinaux (1, 2).
16. Dispositif selon la revendication 15, caractérisé en ce que les dispositifs d'amenée sont de plus guidés à déplacement et entraînés de manière
contrôlée suivant un axe perpendiculaire au plan de pose formé par les transporteurs
longitudinaux.
17. Dispositif selon les revendications 15 ou 16, caractérisé en ce que la plage de déplacement de chacun des dispositifs d'amenée (10, 11) s'étend suivant
l'axe x vers les deux côtés du transporteur longitudinal (1, 2) qui lui est associé.
18. Dispositif selon les revendications 15 à 17, en particulier en vue de l'exécution
du procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'il présente un guide-fil (26) déplacé de manière contrôlée, qui amène alternativement
une nappe de fils (30) extraite de la réserve sur les transporteurs longitudinaux
(21, 22), les dispositifs d'amenée servant de peigne de décalage (31, 32).
19. Dispositif selon la revendication 18, caractérisé en ce que pour reprendre transitoirement la nappe de fils (30), des griffes de maintien (33,
34) sont disposées sur le râteau de décalage (31, 32), s'étendent essentiellement
dans le plan de déplacement x, y, la direction de saisie (81) des griffes de maintien
(33, 34) s'étendant obliquement vers l'avant dans la direction de déplacement (25)
des transporteurs longitudinaux (21, 22) enformant un angle aigu α de 10° à 20° et
de préférence de 13° à 17° avec l'axe x.
20. Dispositif selon la revendication 19, caractérisé en ce que chaque griffe de maintien (33, 34) présente une languette de fixation (71) qui repose
sur le râteau de décalage et un bras de flèche (72) qui se prolonge par une entretoise
transversale (73) en une pointe de griffe (74) rabattue vers l'arrière, l'extrémité
du bras de flèche (72), l'entretoise (73) qui s'y trouve et la pointe libre (74) de
l'extrémité de griffe formant la zone de saisie de la griffe de maintien (33, 34)
qui définit la direction de saisie (81).
21. Dispositif selon la revendication 20, caractérisé en ce que la zone de saisie de la griffe de maintien (33, 34) est configurée de manière à déborder
en direction du plan de pose partant du bras de flèche (72) et hors du plan de déplacement
x, y, le bras de flèche (72) de la pointe (74) de griffe formant en position opposée
un écran de griffe (77) qui déborde de la même manière.
22. Dispositif selon la revendication 21, caractérisé en ce que l'entretoise (73) et la pointe (74) de griffe sont placées en gradin sur l'écran
de griffe (77), le gradin étant formé en direction de la saillie, et en ce que la pointe de griffe (74) forme avec son bord tourné vers le plan de pose une pente
d'entrée (78) et par son bord opposé une pente de sortie (79), la pente d'entrée et
la pente de sortie (78, 79) facilitant le coulissement de la nappe de fils (30) sur
les griffes de maintien (33, 34).
23. Dispositif selon les revendications 20 à 22, caractérisé en ce que sur sa surface intérieure tournée vers la zone de saisie et qui est tournée vers
le guide-fil (26) lors de la reprise des nappes de fils (30), le bras de flèche (72)
présente une surface oblique (80) qui facilite le coulissement des nappes de fils
(30).
24. Dispositif selon les revendications 19 à 23, caractérisé en ce que les griffes de maintien (33, 34) sont fixées en position immobile sur un socle (53)
du râteau de décalage (31, 32) et présentent dans ce but des surfaces de butée (76)
dans la zone de la transition entre la languette de fixation (71) et le bras de flèche
(72).
25. Dispositif selon les revendications 18 à 24,
caractérisé par l'agencement et l'entraînement d'un râteau de décalage (31, 32), avec les caractéristiques
suivantes :
a) un coulisseau longitudinal (45) est guidé à déplacement en va-et-vient sur un guide
fixe de la machine dans la direction de l'axe y parallèle au transporteur longitudinal
(21, 22) associé,
b) le coulisseau longitudinal (45) est entraîné dans des directions opposées par un
moteur pas à pas (48) à deux sens de rotation et par l'intermédiaire d'une courroie
d'entraînement sans fin (46),
c) le coulisseau longitudinal (45) porte un coulisseau transversal (52) qui est guidé
à déplacement en va-et-vient dans la direction de l'axe x dans le coulisseau longitudinal
(45) par des tringles de guidage (51) et porte à son extrémité tournée vers le transporteur
longitudinal (21, 22) associé un socle (53) sur lequel sont situées des griffes de
maintien (33, 34) qui reprennent transitoirement la nappe de fils (30),
d) une bielle d'accouplement entraîne dans chaque position le coulisseau transversal
(52) dans des directions alternées pendant le déplacement du coulisseau longitudinal
(45),
e) par l'intermédiaire d'une articulation (55), un organe d'accouplement (56) disposé
sur une tringle d'accouplement (57) qui s'étend dans la direction de l'axe y de manière
à pouvoir pivoter autour de celle-ci et coulisser dans le sens de sa longueur s'engage
sur le coulisseau transversal (52) et
f) la tringle d'accouplement (57) est située aux extrémités de deux bras oscillants
(58a, 58b) entraînés de manière synchronisée et dont le déplacement contrôlé de va-et-vient
a pour effet l'entraînement du coulisseau transversal (52).
26. Machine à tricoter à chaîne dans laquelle les fils de trame sont extraits d'une réserve
sous la forme de fils sans fin, sont déposés sur au moins deux transporteurs longitudinaux
et sont amenés aux outils de tricotage, caractérisée par un dispositif de pose des fils de trame (30) sur les transporteurs longitudinaux
(21, 22) selon l'une ou plusieurs des revendications 18 à 25.
27. Machine multiaxiale destinée à la pose de couches de fils multiaxiaux en forme de
bandes, de rubans ou de nappes, constituées de couches unidirectionnelles de fils
déposées les unes au-dessus des autres, à l'aide de dispositifs qui extraient une
couche unidirectionnelle de fils d'une réserve sous la forme de fils sans fin et la
dépose sur deux transporteurs longitudinaux disposés en parallèle sur lesquels les
couches unidirectionnelles sont amenées à un poste de liaison, caractérisée par des dispositifs d'application des couches unidirectionnelles de fils (30) sur les
transporteurs longitudinaux (21, 22) selon l'une ou plusieurs des revendications 15
à 25.
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