[0001] Die Erfindung betrifft eine Betätigungsvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Wandeinbauspülkästen, bei denen mehrere Revisionsöffnungen beispielsweise an der
Front- und an der Oberseite angeordnet sind, sind bekannt.
Weiterhin sind aus der
EP 1 647 638 A2 Wandeinbauspülkästen bekannt, bei denen rechteckige Revisionsschächte derart an den
Revisionsöffnungen angeordnet sind, dass der Nutzer wählen kann, ob die Revisionsschächte
und die zugehörigen Abdeckplatten mit den Betätigungstasten in vertikaler oder horizontaler
Richtung angebracht werden sollen.
Da Abdeckplatten üblicherweise mit Firmenlogos oder Aufdrucken versehen sind, müssen
je nach deren gewünschter Anordnung mehrere Varianten vorgehalten werden, da der Aufdruck
ansonsten nicht lesbar ist.
[0003] Vor diesem Hintergrund besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine Betätigungsvorrichtung
für Wandeinbauspülkästen bereitzustellen, die an unterschiedliche Anordnungen des
Revisionsschachts angepasst werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Betätigungsvorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Mit der Erfindung wird eine Betätigungsvorrichtung für ein Ablaufventil eines Wandeinbauspülkastens
bereitgestellt, wobei diese einen Halterahmen, der an einem Revisionsschacht befestigt
ist, eine Abdeckplatte die lösbar an dem Halterahmen befestigt ist und einen Grundkörper
aufweist, der die Elemente zur Steuerung des Ablaufventils aufnimmt, und der an der
dem Revisionsschacht zugewandeten Seite der Abdeckplatte lösbar mit dieser verbunden
ist. Weiterhin umfasst die Betätigungsvorrichtung eine Betätigungstaste, die beweglich
im Grundkörper geführt ist und eine Betätigungskappe, die zur Abdeckung der Betätigungstaste
dient. Die Betätigungskappe ist ein flaches Bauteil, das schmale Kanten aufweist und
senkrecht zu seiner Ebene beansprucht wird. Die sichtbare Außenseite der Betätigungskappe
kann mit einer Beschriftung o.ä. versehen sein. Dabei ist die Betätigungskappe lösbar
mit der Betätigungstaste verbunden. Weiterhin ist die Betätigungskappe um eine Achse
senkrecht zu ihrer Ebene, der sichtbaren Oberfläche drehbar, wobei sie in jeder Drehstellung
an der Betätigungstaste befestigt werden kann. Durch die Form der Betätigungskappe
sind die jeweiligen Dreh- und Befestigungspositionen vorgegeben. Im Gegensatz zu Betätigungskappen,
die von außen mittels eines Werkzeugs, beispielsweise eines Schraubendrehers von der
Betätigungstaste gelöst werden können, kann bei der vorliegenden Betätigungsvorrichtung
die Betätigungskappe nur von der der dem Revisionsschacht zugewandten Seite der Betätigungstaste
gelöst werden. Aus diesem Grund umschließt die Betätigungskappe die Betätigungstaste
derart, dass die Taste von außen nicht sichtbar ist und die Betätigungskappe den Eindruck
vermittelt, die Taste sei einstückig. Die Betätigungskappe weist einen Aufdruck oder
ein Markenzeichen auf, das unlösbar auf die Oberfläche der Kappe, beispielsweise mittels
eines Lasers aufgebracht ist. Da die Abdeckplatte keine Beschriftung aufweist und
somit in allen Positionen jeweils um 90 ° gedreht eingesetzt werden kann und mit der
lösbaren und in der Ebene drehbaren Betätigungskappe die Betätigungsvorrichtung an
die jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden kann, reduziert sich die Anzahl der
vorzuhaltenden Bauteile auf eine einzige Komponente pro Einzelbauteil.
[0005] Damit die Betätigungskappe ohne weiteres Zubehör auf der Betätigungstaste befestigt
werden kann, ist vorgesehen, die Verbindung zwischen den beiden Bauteilen als Rastverbindung
vorzusehen. Damit kann die gesamte Abdeckplatte mit den Funktionsteilen werkzeuglos
montiert werden.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung sind an der Betätigungskappe Rastwülste und
an der Betätigungstaste Rasthaken vorgesehen. Hierbei ist es von Vorteil, wenn wenigstens
ein Rasthaken federnd gelagert ist, so dass er über einen Hebel, der mit dem Federelement
verbunden ist, bewegt und aus der Verrastung mit dem Rastwulst ausgehoben werden kann.
Vorteilhafterweise weist der Hebel eine Länge auf, die die Bedienung des Federelements
bzw. die Auslenkung des Rasthakens sehr leicht gestaltet und die es ermöglicht, dass
der Hebel auch dann betätigbar ist, wenn Grundkörper und Betätigungstaste an der Abdeckplatte
bereits befestigt sind. Dazu ist der Hebel durch Öffnungen im Grundkörper so hindurchgeführt,
dass die Hebelbewegung in jeder Stellung der beweglichen Betätigungstaste im Grundkörper
ausgeführt werden kann.
[0006] Damit die Betätigungskappe in jeder Drehstellung mit der Betätigungstaste verrastet
werden kann, sind an jeder freien Kante der Betätigungskappe je zwei Rastwülste angeordnet.
Im Gegensatz dazu sind an der Betätigungstaste nur an zwei gegenüberliegenden Seiten
je zwei feststehende und zwei federnd gelagerte Rasthaken vorgesehen. Beim Lösen der
federnd gelagerten Rasthaken mittels des Hebels bleiben die gegenüberliegenden festen
Rasthaken noch mit den Rastwülsten verbunden, so dass die Betätigungskappe nicht herunterfallen
kann. Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die federnd gelagerten Rasthaken
über unabhängig voneinander betätigbare Hebel aus der Verbindung mit den Rastwülsten
lösbar sind.
[0007] Zur Markierung der jeweiligen Einbaupositionen kann an einer Seite der Betätigungskappe
eine Positioniernase angeordnet werden, die mit entsprechenden Aufnahmenuten an der
Betätigungstaste korrespondiert. Oftmals sind an den Betätigungsvorrichtungen zwei
Betätigungstasten mit unterschiedlichen Größen angeordnet, wobei üblicherweise mit
der kleinen Taste eine kleine Spülmenge und mit der großen Taste eine größere Spülmenge
ausgelöst wird. Der Aufdruck oder das Firmenlogo werden dabei häufig auf der größeren
Betätigungstaste bzw. Betätigungskappe angeordnet. Durch die Positioniernase kann
dann vermieden werden, dass der Aufdruck auf der Betätigungskappe direkt an der Trennfuge
zur kleinen Taste zu liegen kommt.
[0008] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass im mittleren Bereich der
Betätigungstaste mehrere Erhebungen angeordnet sind. Diese bewirken, dass die Betätigungskappe
im verrasteten Zustand in der Mitte etwas überhöht wird und die Rastwülste an den
Kanten der Betätigungskappe unter Spannung mit den Rasthaken an der Betätigungstaste
verbunden sind. Somit wird verhindert, dass die Kappe bei möglichen Maßabweichungen
und Fertigungstoleranzen in der Rastverbindung wackelt und es zu Geräuschbildung kommt.
[0009] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels und unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen im Einzelnen:
- Figur 1a
- eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung in vertikaler Position
mit gelöster Betätigungskappe
- Figur 1b
- eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung mit zwei Betätigungstasten
in horizontaler Position
- Figur 1c
- eine Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung
mit zwei Betätigungstasten in horizontaler Position
- Figur 2
- eine Rückansicht einer erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung in perspektivischer
Darstellung
- Figur 3
- die zugehörige Vorderansicht zu Figur 2 bei gelösten federnden Rasthaken
- Figur 4
- eine räumliche Darstellung einer erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung in teilweise
geschnittenen Zustand
- Figur 5
- eine räumliche Darstellung der Betätigungsvorrichtung aus Figur 4 mit einem Schnitt
durch die Betätigungstasten.
[0010] Der Einfachheit halber sind bei den Ausführungsbeispielen in der Zeichnung gleiche
oder entsprechende Elemente jeweils mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Figur 1a zeigt eine Abdeckplatte 1 für einen Revisionsschacht eines Wandeinbauspülkastens.
Die Betätigungsvorrichtung für ein Ablaufventil weist hierbei zwei Betätigungstasten
3, 4 auf. Während bei der kleineren der beiden Tasten 3, mit der die kleinere Spülmenge
ausgelöst wird, die Betätigungskappe fest mit dieser verbunden ist, ist die Betätigungskappe
2 der größeren Betätigungstaste 4 lösbar montiert. Die Betätigungskappe 2 weist eine
Aufdruck 21 in Form eines Markenzeichens auf, der der jeweiligen Ausrichtung der Abdeckplatte
angepasst werden kann.
Zur Verbindung von Betätigungskappe 2 mit der Betätigungstaste 4 sind an dieser zwei
feste Rasthaken 12 und zwei federnde Rasthaken 11 vorgesehen. Die zugehörigen Rastwülste
an der Betätigungskappe 2 befinden sich an allen vier Seiten im Bereich des Randes
23. In der Mitte der Betätigungstaste 4 sind vier kleine Erhebungen 6 angeordnet,
die über die weitere Oberfläche der Taste hinausragen und die die Betätigungskappe
2 im aufgerasteten Zustand ein wenig nach außen drücken. Dadurch wird auf die Betätigungskappe
2 eine leichte Vorspannung aufgebracht, wodurch Fertigungstoleranzen ausgeglichen
werden können, so dass die Rastverbindung spielfrei ineinander greift. Weiterhin weist
die Betätigungstaste 4 Ausnehmungen 5 für eine Positioniernase 22 auf, so dass bestimmte
Ausrichtungen der Betätigungskappe 2 vorgesehen oder auch ausgeschlossen werden können.
[0011] Die Figuren 1b und 1c geben die weiteren Positionen wieder, die mit der erfindungsgemäßen
Betätigungsvorrichtung erzielt werden können ohne dass andere oder zusätzliche Bauteile
oder Werkzeug notwendig wären. Die Betätigungskappe 2 ist in der Ebene bzw. um eine
Achse senkrecht zu ihrer Ebene jeweils um 90 ° drehbar. In jeder der vier möglichen
Drehpositionen kann die Betätigungskappe 2 mit der der Betätigungstaste 4 lösbar verbunden
werden.
[0012] Figur 2 zeigt die Betätigungsvorrichtung von hinten im unmontierten Zustand. Neben
einem Halterahmen 7 weist die Betätigungsvorrichtung einen Grundkörper 8 auf, der
mit der Abdeckplatte 1 verbunden ist und der die Betätigungselemente zum Auslösen
des Ablaufventils aufnimmt. In dem Grundkörper 8 sind die Betätigungstasten 3, 4 mittels
federnder Führungsschienen 9 beweglich in umseitig angeordneten Schlitzen geführt.
Beim Drücken der Betätigungstasten 3, 4 wird beispielsweise ein Faltenbalg im Grundköper
8 zusammengepresst, so dass das Ablaufventil pneumatisch gesteuert ausgelöst werden
kann. Weiterhin weist der Grundkörper 8 Öffnungen 81 auf, durch die die Hebel 10,
die mit den federnden Rasthaken 11 verbunden sind, hindurchragen.
Wenn die Hebel 10 nach unten gedrückt und somit die federnden Rasthaken 11 aus der
Rastverbindung gelöst werden, bleiben die gegenüberliegenden Rastwülste noch in den
feststehenden Rasthaken 12 verankert. Somit kann die Betätigungskappe 2 zunächst nicht
herunterfallen. Durch eine zusätzliche Drehbewegung, die in Figur 3 durch den schwarzen
Pfeil angedeutet ist, wird die Betätigungskappe 2 dann endgültig gelöst.
[0013] Figur 4 und 5 zeigen die Betätigungsvorrichtung in liegender Position. An einem Halterahmen
7, der an einem Revisionsschacht eines Wandeinbauspülkastens befestigt wird, wird
die Abdeckplatte 1 befestigt. Der Grundkörper 8 ist wiederum mit der Abdeckplatte
1 verbunden. der Grundkörper 8 weist Schlitze auf, in denen die Zapfen 31, 41 der
Betätigungstasten 3, 4 beweglich geführt sind. Während die Kappe der kleinen Betätigungstaste
3 fest mit dieser verbunden ist, ist die Betätigungskappe 2 der großen Betätigungstaste
4 lediglich mit dieser verrastet. Die Verrastung kann mittels zweier Hebel 10, die
durch Öffnungen 81 im Grundkörper 8 nach außen ragen, gelöst werden. Zur Positionierung
der Betätigungstaste 2 besitzt diese an drei Seiten Positioniernasen 22, die mit entsprechenden
Aufnahmenuten 5 in der Betätigungstaste 4 korrespondieren.
Bezugszeichenliste
[0014]
- 1
- Abdeckplatte
- 2
- Betätigungskappe
- 21
- Aufdruck
- 22
- Positioniernase
- 23
- Rand
- 3
- Betätigungstaste
- 31
- Zapfen
- 4
- Betätigungstaste
- 41
- Zapfen
- 5
- Ausnehmungen
- 6
- Erhebungen
- 7
- Halterahmen
- 8
- Grundkörper
- 81
- Öffnungen
- 10
- Hebel
- 11
- Rasthaken federnd
- 12
- Rasthaken feststehend
1. Betätigungsvorrichtung für ein Ablaufventil eines Wandeinbauspülkastens mit einem
- Halterahmen (7), der an einem Revisionsschacht befestigt ist,
- einer Abdeckplatte (1), die lösbar an dem Halterahmen (7) befestig ist,
- einem Grundkörper (8),
- - der die Elemente zur Steuerung des Ablaufventils aufnimmt, und der an der dem
Revisionsschacht zugewandeten Seite der Abdeckplatte (1) mit dieser verbunden ist,
- einer Betätigungstaste (3, 4), die beweglich im Grundkörper (8) geführt ist
- eine Betätigungskappe (2), die zur Abdeckung der Betätigungstaste (4) dient,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Betätigungskappe (2) um eine Achse senkrecht zur ihrer Ebene drehbar ist und
lösbar mit der Betätigungstaste (4) verbunden ist, wobei die Lösung der Verbindung
nur von der dem Revisionsschacht zugewandten Seite der Betätigungsvorrichtung erfolgt.
2. Betätigungsvorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindung zwischen Betätigungskappe (2) und Betätigungstaste (4) eine Rastverbindung
ist.
3. Betätigungsvorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der Betätigungskappe (2) ein Rastwulst und an Betätigungstaste (4) ein Rasthaken
(11, 12) vorgesehen ist.
4. Betätigungsvorrichtung gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Rasthaken (11) federnd an der Betätigungstaste (4) gelagert ist.
5. Betätigungsvorrichtung gemäß Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Rasthaken (11) über einen Hebel (10) aus der Verbindung mit den Rastwülsten lösbar
sind.
6. Betätigungsvorrichtung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (10) auch bei montierter Betätigungstaste (4) und an der Abdeckplatte (1)
montierten Grundkörper (8) betätigbar ist.
7. Betätigungsvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass je zwei Rastwülste an jeder Kante (23) der Betätigungskappe (2) angeordnet sind.
8. Betätigungsvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der Betätigungstaste (4) an zwei gegenüberliegenden Seiten je zwei feststehende
(12) und zwei federnd gelagerte (11) Rasthaken angeordnet sind.
9. Betätigungsvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die federnd gelagerten Rasthaken (11) über unabhängig voneinander betätigbare Hebel
(10) aus der Verbindung mit den Rastwülsten lösbar sind.
10. Betätigungsvorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Seite der Betätigungskappe (2) eine Positioniernase angeordnet ist, die
mit entsprechenden Aufnahmenuten (5) an der Betätigungstaste (4) korrespondiert.