[0001] Die Erfindung geht aus von einer Kochvorrichtungsanordnung nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] Es ist eine Kochvorrichtung bekannt, die eine Kochplatte zum Auflegen eines Zubereitungsgeschirrs
und einen Satz von Induktionsspulen aufweist, der einen zusammenhängenden Kochbereich
der Kochplatte bildet. Das Erwärmen des Zubereitungsgeschirrs erfolgt mittels einer
Heizgruppe von Induktionsspulen, die abhängig von einer Wahlposition des Zubereitungsgeschirrs
im Kochbereich gebildet wird.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine gattungsgemäße Vorrichtung
mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich eines kompakten Aufbaus bereitzustellen.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst,
während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen
entnommen werden können.
[0005] Die Erfindung geht aus von einer Kochvorrichtungsanordnung mit einer Heizanordnung
von Heizeinheiten, einer Heizgruppenbildungseinheit, die dazu vorgesehen ist, eine
an eine Wahlposition eines Zubereitungsgeschirrs angepasste Heizgruppe von Heizeinheiten
zu bilden, und einer Leistungsanordnung von Leistungseinheiten zur Erzeugung von Heizleistung
für die Heizanordnung.
[0006] Es wird vorgeschlagen, dass die Kochvorrichtungsanordnung eine Kühlkörpereinheit
aufweist, die wenigstens einen ersten Wärmeaufnahmebereich zur Aufnahme einer von
der Leistungsanordnung erzeugten Wärme bildet und in einer Grundeinbaustellung unterhalb
der Heizanordnung angeordnet ist. Es kann dadurch ein besonders kompakter Aufbau der
Kochvorrichtungsanordnung erreicht werden.
[0007] Mittels der Heizgruppenbildungseinheit kann ein besonders flexibler Kochvorgang erreicht
werden. In diesem Zusammenhang soll unter einer "Wahlposition" insbesondere eine Position
des Zubereitungsgeschirrs verstanden werden, die durch einen Bediener innerhalb eines
zusammenhängenden Kochbereichs zum Heizen eines Zubereitungsgeschirrs beliebig gewählt
werden kann. Unter einem "Kochbereich zum Heizen eines Zubereitungsgeschirrs" soll
in diesem Zusammenhang insbesondere ein Bereich einer Kochvorrichtung verstanden werden,
der zu einem Kochbetrieb des Zubereitungsgeschirrs geeignet ist. Der Kochbereich entspricht
bevorzugt einem Teilbereich einer Kochplatte der Kochvorrichtung, der durch die sämtlichen
Heizeinheiten der Kochvorrichtungsanordnung gespannt ist. Im Gegensatz zu einer Kochvorrichtung
mit getrennten Kochzonen, bei welcher ein Zwischenraum zwischen den Kochzonen zu einem
Kochbetrieb ungeeignet ist, stellt der Kochbereich zusammenhängend einen wesentlichen
Teil, insbesondere mehr als 50 %, vorteilhaft mehr als 75 % und bevorzugt mehr als
90 % der gesamten Oberfläche der Kochplatte dar, der zu einem Kochbetrieb geeignet
ist, wodurch eine besonders hohe Flexibilität in der Wahl einer Kochposition des Zubereitungsgeschirrs
erreicht werden kann. Die Heizgruppenbildungseinheit ist insbesondere dazu vorgesehen,
bei einer Wahlposition des Zubereitungsgeschirrs im Kochbereich die Heizgruppe von
Heizeinheiten zum Heizen des Zubereitungsgeschirrs zu bilden. Unter einer Position
des Zubereitungsgeschirrs "im Kochbereich" soll insbesondere eine Position des Zubereitungsgeschirrs
relativ zum Kochbereich verstanden werden, bei der der Zubereitungsgeschirrboden vollständig
im Kochbereich angeordnet ist. Um einen großen Kochbereich zu erreichen, weist die
Kochvorrichtungsanordnung vorzugsweise zumindest 10, vorteilhaft zumindest 20 und
bevorzugt zumindest 40 Heizeinheiten auf, wobei der gesamte Satz von Heizeinheiten
in mehrere Heizanordnungen unterteilt sein kann. Bei einer derartigen Anzahl von Heizeinheiten
kann durch die Anordnung der für die Kühlung der Leistungsanordnung vorgesehenen Kühlkörpereinheit
unterhalb der Heizanordnung ein besonders großer Bauraum eingespart werden. In diesem
Zusammenhang ist es von Vorteil, wenn die Kühlkörpereinheit einen zusammenhängenden
Wärmeaufnahmebereich bildet, der zur Kühlung von zumindest fünf Leistungseinheiten
vorgesehen ist.
[0008] Unter einer "Heizeinheit" soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Einheit verstanden
werden, die zur Übertragung einer Heizenergie an ein Zubereitungsgeschirr vorgesehen
ist. Die Heizeinheit weist hierzu zumindest einen Heizkörper auf, der z.B. als induktives
Heizmittel oder als Strahlungskörper ausgebildet ist. In einem Heizeinheitsleistungsbetrieb
wird eine Heizeinheit zur Übertragung der Heizenergie zweckmäßigerweise mittels einer
Leistungseinheit der Leistungsanordnung mit elektrischer Leistung versorgt.
[0009] Weisen die Heizeinheiten zumindest ein induktives Heizmittel auf, so sind die Leistungseinheiten
vorzugsweise als Wechselrichter ausgebildet, die mittels Schaltvorgängen zur Erzeugung
eines Wechselstroms mit einer Heizfrequenz zum Speisen in die Heizeinheiten vorgesehen
sind.
[0010] Unter einer "Grundeinbaustellung" soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Stellung
der Kochvorrichtungsanordnung verstanden werden, die bei einer Anwendung einer Kochvorrichtung,
insbesondere eines Induktionskochfelds, bei welchem die erfindungsgemäße Kochvorrichtungsanordnung
eingesetzt ist, unter üblichen bzw. vorschriftsgemäßen Anwendungsbedingungen vorliegt.
Insbesondere sind in der Grundeinbaustellung die Heizeinheiten innerhalb einer horizontalen
Ebene verteilt und sie sind in vertikaler Richtung unterhalb einer Kochplatte angeordnet.
Insbesondere ist in der Grundeinbaustellung bei der Anordnung der Kühlkörpereinheit
"unterhalb" der Heizanordnung die Kühlkörpereinheit in vertikaler Richtung nach oben
von der Heizanordnung zumindest teilweise bedeckt.
[0011] Unter einer Wärme, die "von der Leistungsanordnung erzeugt ist", soll insbesondere
eine Wärme verstanden werden, die durch zumindest eine Leistungseinheit, insbesondere
eine Mehrzahl von Leistungseinheiten der Leistungsanordnung, erzeugt wird.
[0012] In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Kühlkörpereinheit
zwischen der Heizanordnung und der Leistungsanordnung angeordnet ist, wodurch eine
vorteilhafte Trennung der Heizanordnung von der Leistungsanordnung und dabei ein vorteilhafter
Schutz der Leistungsanordnung durch die Kühlkörpereinheit erreicht werden können.
Insbesondere kann die Kühlkörpereinheit in dieser Anordnung als eine elektromagnetische
Abschirmung dienen, welche Leistungseinheiten der Leistungsanordnung von einem durch
die Heizanordnung erzeugten Heizfeld abschirmt. Unter der Anordnung der Kühlkörpereinheit
"zwischen" der Heizanordnung und der Leistungsanordnung soll insbesondere eine Anordnung
verstanden werden, bei welcher es zumindest ein einen Punkt der Leistungsanordnung
mit einem Punkt der Heizanordnung verbindendes Geradesegment gibt, das zwischen den
Punkten die Kühlkörpereinheit schneidet. Insbesondere weist dieses Geradesegment in
der Grundeinbaustellung eine vertikale Komponente auf.
[0013] Vorteilhafterweise kann auf kompakte Weise eine vorteilhafte Kühlung der Heizanordnung
erreicht werden, wenn die Kühlkörpereinheit einen zweiten Wärmeaufnahmebereich zur
Kühlung der Heizanordnung bildet. Insbesondere ist der zweite Wärmeaufnahmebereich
zumindest von einem Teilbereich einer Seite der Kühlkörpereinheit gebildet, die in
einer Grundeinbaustellung der Kochvorrichtungsanordnung einer Kochplatte zugewandt
ist.
[0014] Besonders vorteilhaft sind der erste Wärmeaufnahmebereich und der zweite Wärmeaufnahmebereich
zumindest als Teilbereiche von zumindest zwei aneinander angrenzenden Seiten der Kühlkörpereinheit
ausgebildet, wodurch eine besonders konstruktiv einfache Bauweise erreicht werden
kann. Die Kühlkörpereinheit ist vorzugsweise quaderförmig ausgebildet.
[0015] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der erste
Wärmeaufnahmebereich an einer Mantelseite der Kühlkörpereinheit angeordnet ist, wodurch
eine Wärmeabfuhr über eine große Kühlfläche erreicht werden kann. In dieser Ausführung
sind Leistungseinheiten der Leistungsanordnung vorzugsweise seitlich der Kühlkörpereinheit
angeordnet. Unter einer "Mantelseite" der Kühlkörpereinheit soll in diesem Zusammenhang
insbesondere eine Seite der Kühlkörpereinheit verstanden werden, die von der Oberseite
und der Unterseite der Kühlkörpereinheit unterschiedlich ist. Insbesondere grenzt
eine Mantelseite an die Oberseite und/oder an die Unterseite der Kühlkörpereinheit
an und ist in einer Grundeinbaustellung der Kochvorrichtungsanordnung vorzugsweise
vertikal ausgerichtet. Hierbei entspricht eine "Oberseite" bzw. eine "Unterseite"
der Kühlkörpereinheit einer Seite, insbesondere einer in einer Grundeinbaustellung
der Kochvorrichtungsanordnung horizontal ausgerichteten Seite, die einer Kochplatte
zugewandt bzw. abgewandt ist.
[0016] In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass zumindest
der erste Wärmeaufnahmebereich als Kontaktkühlfläche für zumindest eine Leistungseinheit
ausgebildet ist, wodurch eine effektive Abkühlung erreicht werden kann. Unter einer
"Kontaktkühlfläche" soll insbesondere eine Fläche verstanden werden, die zur Leitung
einer von einer an der Fläche anliegenden Leistungseinheit aufgenommenen Wärme vorgesehen
ist. Um eine besonders effektive Wärmeabfuhr zu erreichen, liegt hierbei vorteilhafterweise
zumindest eine Leistungseinheit, insbesondere zumindest ein wesentlicher Teil der
Leistungsanordnung, an einer Kontaktkühlfläche an.
[0017] Eine besonders hohe Bauraumersparnis kann erreicht werden, wenn die Leistungsanordnung
zwei Reihen von Leistungseinheiten aufweist, die beidseitig der Kühlkörpereinheit
angeordnet sind. Unter einer "Reihe" von Leistungseinheiten kann insbesondere ein
Satz von zumindest drei Heizeinheiten verstanden werden, die einander folgend entlang
einer gemeinsamen Reihenachse angeordnet sind.
[0018] Eine einfache Konstruktion und eine hohe Kühlungswirkung können ferner erreicht werden,
wenn die Kühlkörpereinheit als einteiliger Kühlkörper ausgebildet ist. Besonders vorteilhaft
ist der einteilige Kühlkörper zur Kühlung einer Leistungsanordnung von zumindest fünf,
bevorzugt zumindest zehn Leistungseinheiten vorgesehen.
[0019] Die Kühlungswirkung kann weiter gesteigert werden, wenn die Kühlkörpereinheit zumindest
einen Wärmeabfuhrkanal bildet. Besonders vorteilhaft sind die Leistungseinheiten außerhalb
eines Wärmeabfuhrkanals angeordnet und sind vorzugsweise mittels eines Teilbereichs
der Kühlkörpereinheit vom Wärmeabfuhrkanal getrennt.
[0020] Vorteilhafterweise bildet die Kühlkörpereinheit einen Teilbereich, welcher als Schutzmittel
zum Schützen zumindest eines Teils der Leistungsanordnung gegen ein elektromagnetisches
Feld dient, wodurch konstruktiv einfach ein hoher Schutz einer Leistungselektronik
erreicht werden kann. Insbesondere dient der Teilbereich als elektromagnetische Abschirmung
zum Abschirmen von Leistungseinheiten der Leistungsanordnung vor einem durch Heizeinheiten
der Heizanordnung erzeugten Heizfeld. Dies kann besonders einfach erreicht werden,
wenn die Kühlkörpereinheit zwischen der Heizanordnung und der Leistungsanordnung angeordnet
ist. Unter einem "elektromagnetischen Feld" kann in diesem Zusammenhang ein magnetisches
und/oder elektrisches Feld verstanden werden. Der Teilbereich der Kühlkörpereinheit
kann insbesondere aus einem antimagnetischen Material, wie z.B. einem nicht ferromagnetischen
Material, hergestellt sein, wodurch eine magnetische Abschirmung durch diesen Teilbereich
vorteilhaft erreicht werden kann.
[0021] In einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Kühlkörpereinheit
zur Befestigung der Heizanordnung und der Leistungsanordnung dient, wodurch auf zusätzliche
Befestigungselemente bei der Montage der Kochvorrichtungsanordnung verzichtet werden
kann. Hierzu bildet die Kühlkörpereinheit zweckmäßigerweise eine Befestigungsschnittstelle
zur Befestigung der Heizanordnung und der Leistungsanordnung.
[0022] Es kann ferner eine besonders einfache Montage erreicht werden, wenn die Kochvorrichtungsanordnung
einen Trägerkörper zum Tragen der Heizanordnung aufweist, der an der Kühlkörpereinheit
befestigt ist.
[0023] Die erfindungsgemäße Kochvorrichtungsanordnung eignet sich mit einer kompakten Bauweise
insbesondere zur Kühlung einer großen Anzahl von Leistungseinheiten. In diesem Zusammenhang
können ein effektiver Heizbetrieb mit einer hohen Anzahl von Leistungseinheiten und
eine effektive Kühlung erreicht werden, wenn einer Heizeinheit der Heizanordnung jeweils
eine unterschiedliche Leistungseinheit der Leistungsanordnung zugeordnet ist.
[0024] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Kochvorrichtungsanordnung zumindest eine in einer
Grundeinbaustellung unterhalb der Kühlkörpereinheit angeordnete Leiterplatte zum Anschließen
an Leistungseinheiten der Leistungsanordnung aufweist, wodurch eine kompakte Bauweise
und ein vorteilhafter Schutz der Leiterplatte erreicht werden können.
[0025] Es kann ferner ein einfacher Zusammenbau der Kochvorrichtungsanordnung erreicht werden,
wenn die Leistungsanordnung in Gruppen von zumindest vier Leistungseinheiten unterteilt
ist, die jeweils an eine gemeinsame, für die Gruppen jeweils unterschiedliche Leiterplatte
angeschlossen sind.
[0026] In diesem Zusammenhang kann außerdem eine kostengünstige Ausführung erreicht werden,
wenn einer Gruppe jeweils eine unterschiedliche Gruppensteuereinheit zur Steuerung
der Gruppe zugeordnet ist.
[0027] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0028] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Induktionskochfeld mit einer Kochplatte und einem Satz von Heizeinheiten und zwei
auf der Kochplatte angeordnete Kochge- schirre,
- Fig. 2
- eine Heizanordnung von Heizeinheiten, eine Leistungsanordnung von Leistungseinheiten
und eine Kühlkörpereinheit in einer Ansicht von oben,
- Fig. 3
- die Kühlkörpereinheit aus Figur 2 in einer perspektivischen An- sicht,
- Fig. 4
- die Anordnung der Heizanordnung, der Leistungsanordnung und der Kühlkörpereinheit
in einem Montagegehäuse und unterhalb der Kochplatte in einer Schnittansicht,
- Fig. 5
- eine Heizeinheit und eine Leistungseinheit mit Schaltmitteln in ei- ner schematischen
Darstellung,
- Fig. 6
- eine Anordnung von Leiterplatten, an welchen die Leistungsanord- nung aus Figur 2
angeschlossen ist und
- Fig. 7
- eine alternative Ausführung der Heizanordnung mit ebenen Spi- ralwicklungen.
[0029] Figur 1 zeigt eine als Induktionskochfeld ausgebildete Kochvorrichtung 10 in einer
Ansicht von oben. Die Kochvorrichtung 10 weist einen Befestigungsrahmen 12 zur Befestigung
an einer Arbeitsplatte, eine Kochplatte 14 zum Auflegen von Kochgeschirren und ein
Bedienfeld 16 zum Starten, Stoppen und Einstellen eines Kochbetriebs auf. Die Kochplatte
14 ist durch den Befestigungsrahmen und das Bedienfeld 16 begrenzt. Die Kochvorrichtung
10 ist im Wesentlichen quadratisch mit einer Seitenlänge von ca. 60 cm ausgebildet.
Auf der Kochplatte 14 sind zwei als Topf ausgebildete Zubereitungsgeschirre 18, 20
angeordnet, die jeweils durch eine durchgezogene Kreislinie schematisch dargestellt
sind. Die Kochvorrichtung 10 weist eine Kochvorrichtungsanordnung auf, die unterhalb
der Kochplatte 14 angeordnet ist. Zur Durchführung eines Kochbetriebs der Kochvorrichtung
10 ist die Kochvorrichtungsanordnung mit einem Satz von Heizeinheiten 22 versehen.
Diese umfassen jeweils ein als Induktionsspule ausgebildetes Heizmittel 24, das in
Figur 1 mittels eines gestrichelten Rechtecks schematisch dargestellt ist. In einem
Betrieb einer Heizeinheit 22 wird von deren Heizmittel 24 ein als magnetisches Wechselfeld
ausgebildetes Heizsignal erzeugt, welches eine Heizfrequenz, die z.B. 25 kHz beträgt,
aufweist. Das Heizsignal induziert elektrische Ströme im metallischen Boden der Zubereitungsgeschirre
18, 20. Diese elektrischen Ströme erwärmen eine sich in den Zubereitungsgeschirren
18, 20 befindende Speise. Ein Heizmittel 24 im Betrieb der entsprechenden Heizeinheit
22 wird zur Erzeugung des Heizsignals mit einem elektrischen Wechselstrom gespeist,
welcher mit der Heizfrequenz oszilliert. Zur Erzeugung dieses Wechselstroms und zur
Versorgung der Heizmittel 24 mit einer Heizleistung ist die Kochvorrichtungsanordnung
mit als Wechselrichter ausgebildeten Leistungseinheiten 26 versehen, die in Figur
2 dargestellt sind.
[0030] Die Kochvorrichtung 10 ist zur Erwärmung der Zubereitungsgeschirre 18, 20 mittels
eines Gruppenbetriebs der Heizeinheiten 22 vorgesehen. Hierzu sind die Heizeinheiten
22 mit einem in Figur 5 dargestellten Sensormittel 25 versehen, mittels dessen erkannt
werden kann, ob das entsprechenden Heizmittel 24 von einem der Zubereitungsgeschirre
18, 20 zumindest teilweise bedeckt ist. Dieses Sensormittel 25 kann insbesondere von
einem Heizmittel 24 gebildet sein. Mit Hilfe eines nicht näher beschriebenen Gruppierungsprozesses
werden Heizgruppen 28, 30 von Heizeinheiten 22 gebildet, die jeweils einem der Zubereitungsgeschirre
18, 20 zugeordnet sind. Startet ein Bediener einen Kochbetrieb der Kochvorrichtung
10 mittels des Bedienfelds 16, wird dieser Kochbetrieb mittels der Heizeinheiten 22
beider Heizgruppen 28, 30 durchgeführt, während die weiteren Heizeinheiten 22, die
zu keiner der gebildeten Heizgruppen 28, 30 gehören, unbetrieben verbleiben. Verstellt
der Bediener eines der Zubereitungsgeschirre 18, 20 auf der Kochplatte 14 oder stellt
er ein weiteres Kochgeschirr auf die Kochplatte 14 auf, werden anhand der neuen Anordnung
von zu heizenden Gegenständen relativ zu den Heizmitteln 24 entsprechende Heizgruppen
von Heizeinheiten 22 angepasst bzw. neu gebildet. Die Gruppierungsprozesse zur Bildung
der Heizgruppen 28, 30 erfolgen mittels einer in Figur 1 gestrichelt dargestellten,
als Mikroprozessor ausgebildeten Heizgruppenbildungseinheit 32 der Kochvorrichtungsanordnung,
welche die an eine Wahlposition des Zubereitungsgeschirrs 18 bzw. 20 angepasste Heizgruppe
28 bzw. 30 bildet. Die gesamte Gruppe von Heizeinheiten 22, welche eine Anzahl N von
Heizeinheiten 22 aufweist, ist in n Gruppen mit jeweils einer Heizanordnung 34.1 bis
34.n von N / n Heizeinheiten 22 unterteilt. Hierbei kann eine einfache Konstruktion
erreicht werden, wenn die Anzahl N eine gerade Zahl ist. Im betrachten Fall ist die
gesamte Gruppe von Heizeinheiten 22 in vier Heizanordnungen 34.1 bis 34.4 mit jeweils
zwölf Heizeinheiten 22 unterteilt. Der gesamte Satz von Heizeinheiten 24 der Kochvorrichtungsanordnung
ist ferner in einer Matrixanordnung angeordnet. In diesem Beispiel weist die Matrixanordnung
sechs Reihen und acht Spalten auf. Weitere Ausgestaltungen der Matrixanordnung mit
weiteren Kombinationen von Reihen- und Spaltenzahlen sind denkbar. Die Heizanordnungen
34.1 bis 34.4 entsprechen hierbei jeweils zwei benachbarten Matrixspalten der Matrixanordnung.
[0031] Figur 2 zeigt die Kochvorrichtungsanordnung der Kochvorrichtung 10 und insbesondere
die Heizanordnung 34.1 von zwölf Heizeinheiten 22 in einer Ansicht von oben. Der folgende
Text, welcher sich auf die Beschreibung der Heizanordnung 34.1 beschränkt, findet
auch bezüglich der weiteren Heizanordnungen 34.2, 34.3, 34.4 Anwendung. Die Heizeinheiten
22 der Heizanordnung 34.1 weisen jeweils eines der als Induktionsspulen ausgebildeten
Heizmittel 24 auf, das aus zwei Teilwicklungen besteht, welche in der Figur schematisch
als durchgezogene Rechtecke dargestellt sind. Diese Teilwicklungen sind um eine gemeinsame
Achse gewickelt, die parallel zur Kochplatte 14 ausgerichtet ist. Wie oben beschrieben,
werden bei einem Heizbetrieb einer Heizgruppe 28 bzw. 30 die diese Heizgruppe 28 bzw.
30 bildenden Heizeinheiten 22 mit einem Wechselstrom gespeist, der von Leistungseinheiten
26 erzeugt ist, wodurch die Heizeinheiten 22 mit einer Heizleistung versorgt werden.
Im betrachteten Beispiel ist jeder Heizeinheit 22 eine Leistungseinheit 26 zugeordnet.
Hierbei wird von den Leistungseinheiten 26 ein Wechselstrom zum Speisen jeweils einer
unterschiedlichen Heizeinheit 22 erzeugt. In einer Ausführungsvariante ist denkbar,
dass eine Leistungseinheit 26 einer Mehrzahl von Heizeinheiten 22 zugeordnet ist.
Die Leistungseinheiten 26, die in der Figur unterhalb der Heizanordnung 34.1 angeordnet
sind (siehe auch Figur 4) und daher gestrichelt dargestellt sind, sind jeweils als
Wechselrichter ausgeführt. Diese Leistungseinheiten 26 erzeugen bei einem Betrieb
der jeweiligen Heizeinheit 22 einen Wechselstrom mit der Heizfrequenz mittels Schaltvorgängen,
die von Schaltmitteln 36 bewirkt werden (Figur 5). Diese Schaltmittel 36 sind als
Halbleiterschalter, und zwar insbesondere als Schalttransistoren, ausgebildet. In
diesem Beispiel weisen die Leistungseinheiten 26 jeweils ein Paar von als IGBT (Insulated-Gate
Bipolar Transistor oder Bipolartransistor mit isolierter Gateelektrode) ausgeführten
Schaltmitteln 36 auf. Alternative Ausführungen der Schaltmittel 36, wie z.B. als FET-Transistoren
(Feldeffekttransistoren), sind ebenfalls denkbar. Eine Darstellung einer Leistungseinheit
26, welche die Schaltmittel 36 aufweist, eines als Induktionsspule ausgebildeten Heizmittels
24 und eines der Sensormittel 25 kann der Figur 5 entnommen werden. Die gesamte Gruppe
von Leistungseinheiten 26 der Kochvorrichtung 10, die eine Anzahl N von Leistungseinheiten
26 aufweist, ist in n Gruppen mit jeweils einer Leistungsanordnung 38.1 bis 38.n unterteilt,
die eine Anzahl von N / n Leistungseinheiten 26 aufweist. Im betrachteten Beispiel
weist die Kochvorrichtung 10 vier Leistungsanordnungen 38.1 bis 38.4 auf, von denen
eine Leistungsanordnung 38.1 in Figur 2 dargestellt ist. Zur Beschreibung der weiteren
Leistungsanordnungen 38.2 bis 38.4, die in den Figuren nicht gezeigt sind, wird auf
die Beschreibung der Leistungsanordnung 38.1 verwiesen. Die Leistungsanordnung 38.1
weist zwei Reihen 40, 42 von Leistungseinheiten 26 auf, die parallel zueinander ausgerichtet
sind. Hierbei sind die Leistungseinheiten 26 in einer Reihe 40 bzw. 42 entlang einer
Gerade einander folgend angeordnet, deren Ausrichtung 44 insbesondere parallel zu
einer Kante der Kochplatte 14 ist.
[0032] Bei einem Betrieb einer Heizeinheit 22 wird durch die entsprechende Leistungseinheit
26, insbesondere durch Verluste von deren Schaltmitteln 36, Wärme erzeugt. In einem
Gruppenbetrieb von Heizeinheiten 22 ist die von einer betriebenen Heizgruppe 28 bzw.
30 von Heizeinheiten 22 erzeugte Wärme abzuführen, um eine Überhitzung der Kochvorrichtung
10 zu vermeiden. Um Beschädigungen der Kochvorrichtungselektronik zu vermeiden, ist
insbesondere die Temperatur der Kochvorrichtung 10 unter dem Wert von 125°C aufrechtzuerhalten.
Hierzu ist die in Figur 2 gezeigte Kochvorrichtungsanordnung mit einer Kühlkörpereinheit
46 versehen, die unterhalb der Heizanordnung 34.1 angeordnet ist. Diese Anordnung
der Kühlkörpereinheit 46 unterhalb der Heizanordnung 34.1 ist in einer Grundeinbaustellung
der Kochvorrichtungsanordnung realisiert. In dieser Grundeinbaustellung ist die Kochvorrichtungsanordnung
in der Kochvorrichtung 10 montiert, welche zu einer Anwendung durch einen Endbenutzer
unter vorschriftsgemäßen Bedingungen zur Verfügung steht, wobei die Kochplatte 14
zum Auflegen von Zubereitungsgeschirren horizontal ausgerichtet ist. Die Kühlkörpereinheit
46 ist von der Heizanordnung 34.1 in einer Richtung 48 senkrecht zur Kochplatte 14
nach oben, d.h. in Richtung auf die Kochplatte 14 hin, bedeckt, wobei diese Richtung
48 in der Grundeinbaustellung der vertikalen Richtung entspricht (siehe Figur 4).
Es ist für jede weitere Leistungsanordnung 38.2, 38.3, 38.4 jeweils eine Kühlkörpereinheit
46 vorgesehen, wobei zur Beschreibung dieser weiteren Kühlkörpereinheiten 46 auf die
Beschreibung der der Leistungsanordnung 38.1 zugeordneten Kühlkörpereinheit 46 verwiesen
wird.
[0033] Die folgende Beschreibung bezieht sich, die Kühlkörpereinheit 46 betreffend, weiterhin
auf die Figur 2 sowie auf die Figur 3, welche diese Kühlkörpereinheit 46 in einer
perspektivischen Ansicht darstellt. Die Kühlkörpereinheit 46 ist ein aus einem Wärme
leitenden Material hergestellter und einteilig ausgeführter Kühlkörper. Unter einem
"Wärme leitenden Material" soll ein Material verstanden werden, das eine spezifische
Wärmeleitfähigkeit λ mit einem Wert von zumindest 50 W / (m K) aufweist. Insbesondere
ist die Kühlkörpereinheit 46 im betrachteten Ausführungsbeispiel aus Aluminium hergestellt.
Die Kühlkörpereinheit 46 ist quaderförmig ausgebildet und ihre Längsrichtung ist parallel
zur Spaltenrichtung der Matrixanordnung von Heizeinheiten 22. Insbesondere entspricht
die Längsrichtung der Kühlkörpereinheit 46 der Ausrichtung 44 der Reihen 40, 42 der
Leistungsanordnung 38.1. Eine Orientierung der Kühlkörpereinheit 46 parallel zur Reihenrichtung
der Matrixanordnung ist ebenfalls denkbar. Die Kühlkörpereinheit 46 weist eine Oberseite
50 auf, die in der Grundeinbaustellung aus Figur 1 der Unterseite der Kochplatte 14
zugewandt ist und sich parallel zu dieser Unterseite erstreckt. In der Grundeinbaustellung
ist die Oberseite 50 horizontal ausgerichtet. Die Kühlkörpereinheit 46 weist ferner
zwei Mantelseiten 52, 54 auf, die an die Oberseite 50 angrenzen und parallel zur Ausrichtung
44 der Reihen 40, 42 ausgerichtet sind. In der Grundeinbaustellung sind die Mantelseiten
52, 54 vertikal ausgerichtet (siehe auch Figur 4). Wie der Figur 2 entnommen werden
kann, sind die Reihen 40, 42 von Leistungseinheiten 26 beidseitig der Kühlkörpereinheit
46 angeordnet.
[0034] Die Kühlkörpereinheit 46 dient zur Kühlung der Reihen 40, 42 der Leistungsanordnung
38.1. Hierzu bilden die Mantelseiten 52, 54 mit deren Oberfläche jeweils einen Wärmeaufnahmebereich
56 bzw. 58, der zur Aufnahme einer von Leistungseinheiten 26 der Reihe 40 bzw. 42
erzeugten Wärme vorgesehen ist. Diese Wärmeaufnahmebereiche 56, 58 sind jeweils als
eine zusammenhängende, sich über die gesamte Mantelseite 52 bzw. 54 erstreckende Wärmeaufnahmefläche
ausgebildet. Die Leistungseinheiten 26 der Reihe 40 bzw. 42 sind dem Wärmeaufnahmebereich
56 bzw. 58 zugewandt. Darunter soll insbesondere verstanden werden, dass die Projektion
der Leistungseinheiten 26 in einer Richtung senkrecht zur Mantelseite 52 bzw. 54 auf
die Mantelseite 52 bzw. 54 hin im Wärmeaufnahmebereich 56 bzw. 58 angeordnet ist,
wie mittels gestrichelter Rechtecke in Figur 3 schematisch angedeutet wird. Im betrachteten
Beispiel sind die Wärmeaufnahmebereiche 56, 58 als Kontaktkühlflächen ausgebildet.
Hierbei liegen die Leistungseinheiten 26 der Reihen 40, 42 an den Wärmeaufnahmebereichen
56 bzw. 58 an, wobei Wärme von einer Kontaktstelle, an welcher eine Leistungseinheit
26 den jeweiligen Wärmeaufnahmebereich 56 bzw. 58 kontaktiert, mittels Wärmeleitung
abführbar ist. In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann dies indirekt erfolgen,
indem die Leistungseinheiten 26 mit einem kleinen Abstand zum Wärmeaufnahmebereich
56 bzw. 58 angeordnet sind. Es ist des Weiteren der Einsatz eines Wärmeleitungsmittels,
wie z.B. einer Wärmeleitpaste, zur Verbindung der Leistungseinheiten 26 mit dem Wärmeaufnahmebereich
56 bzw. 58 denkbar.
[0035] In einem Gruppenbetrieb der Heizeinheiten 22 ist der in Figur 1 gezeigte gesamte
Satz von Heizeinheiten 22 unter den Heizgruppen 28, 30 und den restlichen, unbetrieben
verbleibenden Heizeinheiten 22 geteilt. Durch die großen, sich zusammenhängend über
die ganze Länge der Reihen 40, 42 erstreckenden Wärmeaufnahmebereiche 56 bzw. 58 kann
eine von den betriebenen, den Heizgruppen 28, 30 zugeordneten Leistungseinheiten 26
erzeugte Wärme über Bereiche der Kühlkörpereinheit 46 abgeführt werden, die unbetriebenen
Leistungseinheiten 26 zugewandt sind. Dabei kann bei einem Gruppenbetrieb der Heizeinheiten
22 ein schneller und effektiver Temperaturausgleich zwischen Regionen der Kühlkörpereinheit
46 erreicht werden, die den Heizgruppen 28, 30 einerseits und unbetriebenen Heizeinheiten
22 andererseits entsprechen.
[0036] Die Oberseite 50 der Kühlkörpereinheit 46 bildet ferner einen weiteren Wärmeaufnahmebereich
60, der zur Kühlung der Heizanordnung 34.1 von Heizeinheiten 22 dient. Dieser Wärmeaufnahmebereich
60 ist in der Grundeinbaustellung unterhalb der Heizanordnung 34.1 angeordnet. Die
Wärmeaufnahmebereiche 56, 58, 60 sind von Seiten der Kühlkörpereinheit 46 gebildet,
die aneinander angrenzen. Die Oberseite 50 setzt sich in Längsrichtung der Kühlkörpereinheit
46 und beidseitig des Wärmeaufnahmebereichs 60 als ein als Steg ausgebildeter Teilbereich
62 fort, unterhalb dessen ein Lüfter 64 angeordnet werden kann. Die Unterseite 66
der Kühlkörpereinheit 46, die der Oberseite 50 gegenüberliegt, an die Mantelseiten
52, 54 angrenzt und in der Grundeinbaustellung der Kochplatte 14 abgewandt ist, weist
ferner Rippen 68 auf, welche Wärmeabfuhrkanäle 70 bilden (siehe auch Figur 4). Durch
diese Wärmeabfuhrkanäle 70, die sich in Haupterstreckungsrichtung der Kühlkörpereinheit
46 erstrecken, kann ein besonders effektiver Temperaturausgleich zwischen Bereichen
der Kühlkörpereinheit 46 erreicht werden.
[0037] In Figur 4 ist eine Schnittansicht durch einen Teil der Kochvorrichtungsanordnung
aus Figur 2 entlang der Linie IV-IV dargestellt. Es sind die Heizmittel 24 der Heizanordnung
34.1 sowie die Kühlkörpereinheit 46 zu erkennen. Die Kühlkörpereinheit 46 bildet,
wie oben beschrieben, mit ihren Mantelseiten 52, 54 die Wärmeaufnahmebereiche 56 bzw.
58, die beidseitig der Kühlkörpereinheit 46 jeweils zur Kühlung einer Reihe 40 bzw.
42 von Leistungseinheiten 26 dienen. Ferner sind die Oberseite 50, oberhalb welcher
die als Induktionsspulen ausgebildeten Heizmittel 24 angeordnet sind, und die die
Wärmeabfuhrkanäle 70 bildenden Rippen 68 zu erkennen. Die Kochvorrichtungsanordnung
ist unterhalb der Kochplatte 14 angeordnet. Hierbei ist die Heizanordnung 34.1 der
Kochplatte 14 zugewandt und oberhalb der Kühlkörpereinheit 46 angeordnet. Die Kühlkörpereinheit
46 ist zwischen der Heizanordnung 34 und der Leistungsanordnung 38.1, und zwar jeweils
zwischen der Heizanordnung 34 und einer Reihe 40 bzw. 42 von Leistungseinheiten 26
angeordnet. Durch diese relative Anordnung der Kühlkörpereinheit 46, der Heizanordnung
34.1 und der Leistungsanordnung 38.1 dienen Teilbereiche 84, 86 der Kühlkörpereinheit
46, die in der Grundeinbaustellung von Heizmitteln 24 in vertikaler Richtung nach
oben bedeckt sind, als elektromagnetische Abschirmung zum Schützen von Leistungseinheiten
26 vor einem von den Heizmitteln 24 erzeugten Heizfeld.
[0038] Unterhalb der Kühlkörpereinheit 46 ist ferner eine Leiterplatte 72 angeordnet, an
welche Leistungseinheiten 26 der Reihen 40 und 42 angeschlossen sind. Die Kochvorrichtungsanordnung
weist einen Satz von drei Leiterplatten 72 auf, die der Leistungsanordnung 38 zugeordnet
sind. Die Leistungsanordnung 38.1 ist in g Gruppen mit einer Anzahl von jeweils N
/ (n g) Leistungseinheiten 26 unterteilt. Im betrachteten Ausführungsbeispiel ist
die Leistungsanordnung 38.1 mit zwölf Leistungseinheiten 26 in drei Gruppen von jeweils
vier Leistungseinheiten 26 unterteilt. Die Leistungseinheiten 26 einer Gruppe sind
jeweils an eine gemeinsame, für die Gruppen unterschiedliche Leiterplatte 72 angeschlossen.
Somit ist einer Leistungsanordnung eine Anzahl g, im betrachteten Fall drei Leiterplatten
72 zugeordnet. Die Leiterplatten 72, die der Leistungsanordnung 38.1 zugeordnet sind
und in der Grundeinbaustellung unterhalb der Kühlkörpereinheit 46 angeordnet sind,
sind in Figur 6 dargestellt. An jede Leiterplatte 72 sind jeweils vier Leistungseinheiten
26 angeschlossen. Es ist ferner jeder Gruppe von Leistungseinheiten 26 eine jeweils
unterschiedliche Gruppensteuereinheit 74 zugeordnet, die zur Steuerung der entsprechenden
Gruppe von Leistungseinheiten 26 dient und welche auf der entsprechenden Leiterplatte
72 angeordnet ist. In einer weiteren Ausführungsvariante kann eine Gruppensteuereinheit
74 einer anderen Anzahl von Leistungseinheiten 26 zugeordnet sein. Es ist auch denkbar,
dass jede Leistungseinheit 26 jeweils durch eine unterschiedliche Steuereinheit gesteuert
wird. Durch die Anordnung der Leiterplatten 72 unterhalb der Kühlkörpereinheit 46
und insbesondere unterhalb der Wärmeabfuhrkanäle 70 kann vorteilhaft ein Aufrechterhalten
eines zirkulierenden Kühlluftstroms in den Wärmeabfuhrkanälen 70 mittels der Leiterplatten
72 erreicht werden.
[0039] Die Kühlkörpereinheit 46 bildet ferner eine Befestigungsschnittstelle zur Befestigung
der Leistungsanordnung 38.1 sowie der Heizanordnung 34.1. Die Kochvorrichtungsanordnung
weist einen Trägerkörper 76 auf, der zum Tragen der Heizanordnung 34.1 dient. Dieser
Trägerkörper 76, welcher ebenfalls in Figur 2 zu sehen ist, ist als eine aus Kunststoff
hergestellte Trägermatrix ausgebildet, die Aufnahmebereiche 78 aufweist, in welchen
die Heizmittel 24 bzw. die Teilwicklungen der Heizmittel 24 eingelegt sind und welche
auf der Oberseite 50 der Kühlkörpereinheit 46 aufgelegt ist. Der Trägerkörper 76 ist
an der Kühlkörpereinheit 46 festgehalten, z.B. durch Herstellung eines Kraft- und/oder
Formschlusses. Die Leiterplatten 72 sind ferner an der Kühlkörpereinheit 46 mit Hilfe
von schematisch dargestellten Befestigungselementen 80 befestigt. Die Kühlkörpereinheit
46, der Trägerkörper 76, der die Heizanordnung 34.1 trägt, und die Leiterplatten 72,
an welche die Leistungsanordnung 38.1 angeschlossen ist, bilden ein Baumodul, das
zusammenhängend bei dem Zusammenbau der Kochvorrichtung 10 in ein Montagegehäuse 82
eingelegt wird, welches auf bekannte Weise an der Kochplatte 14 befestigt wird. Hierbei
ist dieses Baumodul an dem Montagegehäuse 82 mittels einer Befestigung der Kühlkörpereinheit
46 an diesem Montagegehäuse 82 festgehalten. Hierdurch können eine besonders einfache
Montage sowie ein leichtes Trennen des Baumoduls von dem Montagegehäuse 82 lediglich
durch das Lösen der Kühlkörpereinheit 46 von dem Montagegehäuse 82 erreicht werden.
[0040] Figur 7 zeigt eine alternative Ausführungsvariante der Heizanordnung 34.1 in der
Ansicht von Figur 2. In dieser Ausführung sind die Heizmittel 24 der Heizeinheiten
22 als eine ebene Spiralwicklung ausgebildet, deren Wicklungsebene in der Grundeinbaustellung
parallel zur Kochplatte 14, d.h. horizontal ausgerichtet ist. Diese Heizmittel 24
sind insbesondere direkt auf die Oberseite 50 der Kühlkörpereinheit 46 aufgelegt,
wodurch eine Kühlung der Heizeinheiten 22 durch eine Wärmeabfuhr aus einer Kontaktstelle,
an welcher ein Heizmittel 24 die Kühlkörpereinheit 46 direkt kontaktiert, mittels
Wärmeleitung erreicht werden kann. In einer Ausführungsvariante können diese Heizmittel
24 in einem an der Kühlkörpereinheit 46 befestigten Trägerkörper aufgenommen sein.
Bezugszeichen
[0041]
- 10
- Kochvorrichtung
- 12
- Befestigungsrahmen
- 14
- Kochplatte
- 16
- Bedienfeld
- 18
- Zubereitungsgeschirr
- 20
- Zubereitungsgeschirr
- 22
- Heizeinheit
- 24
- Heizmittel
- 25
- Sensormittel
- 26
- Leistungseinheit
- 28
- Heizgruppe
- 30
- Heizgruppe
- 32
- Heizgruppenbildungseinheit
- 34
- Heizanordnung
- 36
- Schaltmittel
- 38
- Leistungsanordnung
- 40
- Reihe
- 42
- Reihe
- 44
- Ausrichtung
- 46
- Kühlkörpereinheit
- 48
- Richtung
- 50
- Oberseite
- 52
- Mantelseite
- 54
- Mantelseite
- 56
- Wärmeaufnahmebereich
- 58
- Wärmeaufnahmebereich
- 60
- Wärmeaufnahmebereich
- 62
- Teilbereich
- 64
- Lüfter
- 66
- Unterseite
- 68
- Rippen
- 70
- Wärmeabfuhrkanal
- 72
- Leiterplatte
- 74
- Gruppensteuereinheit
- 76
- Trägerkörper
- 78
- Aufnahmebereich
- 80
- Befestigungselement
- 82
- Montagegehäuse
- 84
- Teilbereich
- 86
- Teilbereich
1. Kochvorrichtungsanordnung mit zumindest einer Heizanordnung (34.1) von Heizeinheiten
(22), einer Heizgruppenbildungseinheit (32), die dazu vorgesehen ist, eine an eine
Wahlposition eines Zubereitungsgeschirrs (18, 20) angepasste Heizgruppe (28, 30) von
Heizeinheiten (22) zu bilden, und einer Leistungsanordnung (38.1) von Leistungseinheiten
(26) zur Erzeugung von Heizleistung für die Heizanordnung (34.1), gekennzeichnet durch eine Kühlkörpereinheit (46), die wenigstens einen ersten Wärmeaufnahmebereich (56,
58) zur Aufnahme einer von der Leistungsanordnung (38.1) erzeugten Wärme bildet und
in einer Grundeinbaustellung unterhalb der Heizanordnung (34.1) angeordnet ist.
2. Kochvorrichtungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlkörpereinheit (46) zwischen der Heizanordnung (34.1) und der Leistungsanordnung
(38.1) angeordnet ist.
3. Kochvorrichtungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlkörpereinheit (46) einen zweiten Wärmeaufnahmebereich (60) zur Kühlung der
Heizanordnung (34.1) bildet.
4. Kochvorrichtungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Wärmeaufnahmebereich (56, 58) an einer Mantelseite (52, 54) der Kühlkörpereinheit
(46) angeordnet ist.
5. Kochvorrichtungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der erste Wärmeaufnahmebereich (56, 58) als Kontaktkühlfläche für zumindest
eine Leistungseinheit (26) ausgebildet ist.
6. Kochvorrichtungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leistungsanordnung (38.1) zwei Reihen (40, 42) von Leistungseinheiten (26) aufweist,
die beidseitig der Kühlkörpereinheit (46) angeordnet sind.
7. Kochvorrichtungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlkörpereinheit (46) als einteiliger Kühlkörper ausgebildet ist.
8. Kochvorrichtungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlkörpereinheit (46) zumindest einen Wärmeabfuhrkanal (70) bildet.
9. Heizvorrichtungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlkörpereinheit (46) einen Teilbereich (84, 86) bildet, welcher als Schutzmittel
zum Schützen zumindest eines Teils der Leistungsanordnung (38.1) gegen ein elektromagnetisches
Feld dient.
10. Kochvorrichtungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlkörpereinheit (46) zur Befestigung der Heizanordnung (34.1) und der Leistungsanordnung
(38.1) dient.
11. Kochvorrichtungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Trägerkörper (76) zum Tragen der Heizanordnung (34.1), der an der Kühlkörpereinheit
(46) befestigt ist.
12. Kochvorrichtungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einer Heizeinheit (22) der Heizanordnung (34.1) jeweils eine unterschiedliche Leistungseinheit
(26) der Leistungsanordnung (38.1) zugeordnet ist.
13. Kochvorrichtungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest eine in einer Grundeinbaustellung unterhalb der Kühlkörpereinheit (46)
angeordnete Leiterplatte (72) zum Anschließen an Leistungseinheiten (26) der Leistungsanordnung
(38.1).
14. Kochvorrichtungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leistungsanordnung (38.1) in Gruppen von zumindest vier Leistungseinheiten (26)
unterteilt ist, die jeweils an eine gemeinsame, für die Gruppen jeweils unterschiedliche
Leiterplatte (72) angeschlossen sind.
15. Kochvorrichtungsanordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass einer Gruppe jeweils eine unterschiedliche Gruppensteuereinheit (74) zur Steuerung
der Gruppe zugeordnet ist.