(19)
(11) EP 2 029 080 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
21.07.2010  Patentblatt  2010/29

(21) Anmeldenummer: 07720134.1

(22) Anmeldetag:  11.05.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A61G 7/057(2006.01)
A47C 27/18(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/CH2007/000237
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2007/140633 (13.12.2007 Gazette  2007/50)

(54)

KISSEN ZUR LAGERUNG VON PATIENTEN UND ZUR VERHINDERUNG VON DEKUBITUS

CUSHION FOR SUPPORTING PATIENTS AND FOR PREVENTING PRESSURE SORES

COUSSIN POUR SUPPORTER DES PATIENTS ET ÉVITER LES ESCARRES DE DÉCUBITUS


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 09.06.2006 CH 944062006

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
04.03.2009  Patentblatt  2009/10

(73) Patentinhaber: Prospective Concepts AG
8152 Glattbrugg (CH)

(72) Erfinder:
  • HABEGGER, Daniel
    CH-8104 Weningen (CH)

(74) Vertreter: Stump, Beat 
Stump & Partner AG Patentanwälte AG Dufourstrasse 116
8008 Zürich
8008 Zürich (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-86/02244
DE-A1- 10 122 209
US-A- 5 836 027
WO-A-03/028611
US-A- 5 640 728
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kissen und/oder eine Bettauflage, für den Gebrauch in und auf Rollstühlen und, falls als Bettauflage ausgebildet, als Unterlage für Kurz- oder Langzeitpatienten oder als Operationstisch, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

    [0002] Dekubitus tritt als Folge von Unterversorgung vor allem dort im Gewebe auf, wo das Gewicht des Patienten vorwiegend über einzelne Knochen, beispielsweise Kreuzbein, Sitzbeine, Trochanter, die Durchblutung des betroffenen Gewebes über längere Zeit beeinträchtigt. Anerkannte Therapie der Wahl ist entweder Umbetten des liegenden Patienten oder durch apparative Mittel dafür Sorge tragen, dass die Aufliegestellen des liegenden oder sitzenden Körpers wechseln.

    [0003] Aus dieser Anforderung sind viele apparative Lösungen entstanden. Viele dieser Lösungen arbeiten mit quer- und/oder längssegmentierten Matratzen für Patientenbetten. Dabei werden die einzelnen Segmente alternierend oder rhythmisch wechselnd mit einem Druckmedium - Wasser oder Luft - befüllt, und bewirken so Veränderungen und Verschiebungen der Aufliege-, bzw. Aufsitz-Stellen. Ein solches Bett ist - als ein Beispiel dieser Gruppe von Lösungen - beschrieben in US 5,267,364 (D1). In D1 wird ein Spitalbett offenbart, welches auf einer Schaumstoffmatratze eine Luftmatratze trägt. Diese ist in eine Vielzahl von einzelnen, quer verlaufenden Lufttaschen segmentiert, welche je einen individuellen Luftanschluss aufweisen und in steuerbarer Abfolge mit Druckluft befüllt werden. Die Segmentierung ist - verglichen mit der möglichen Ausdehnung von Dekubitus-Wunden verhältnismässig grob und erfolgt nur in der Längsdimension des Bettes. Für vorzugsweise sitzende Patienten, wie Paraplegiker oder Tetraplegiker, ist die in D1 offenbarte Lösung ungeeignet.

    [0004] Die aus EP 0 261 830 (D2) bekannte Lösung zeigt eine gegenüber D1 verfeinerte Segmentierung der Luftmatratze. Der apparative Aufwand insgesamt ist gross und dementsprechend kostspielig.

    [0005] In US 6,592,533 (D3) ist eine Massageliege beschrieben, ebenfalls verhältnismässig grob segmentiert, wobei allerdings nicht ein Wundliegen eines Patienten therapiert oder präventiv behandelt werden soll, hingegen ist eine wechselnde Auflage des Patienten auf Luftkissen und einer Polsterfüllung mit elastischen Fasern ins Auge gefasst.

    [0006] EP 1 307 169 (D4) beschreibt ebenfalls einen Massagestuhl mit einer Anzahl von mechanisch angetriebenen Massageelementen, welche je von einem ringförmigen Kissen umgeben sind. Die Kissen werden durch ein Druckfluid mit gesteuertem Druck beaufschlagt. Die Vorrichtung ist vorzugsweise als Massagestuhl ausgeführt mit Massageelementen auch im Brustwirbelbereich. Der apparative Aufwand ist gross und liesse sich kaum in einen Rollstuhl integrieren.

    [0007] Aus WO 2004/037 148 (D5) schliesslich ist ein Kissen bekannt zur Linderung von Dekubitus, mit einer Schaumstoff-Unterlage, auf welche eine Fluidmatratze aufgelegt ist. Diese Fluidmatratze ist unterteilt in gegeneinander fluiddichte Streifen. Mehrere Fluidpumpen steuern den Druck und die Druckwechselfrequenzen.

    [0008] Dokument DE10122209 offenbart ein Matratzensystem zur Anwendung bei Dekubitus mit eine Kombination von aufblasbaren Bereichen und Bereichen die von einem Festkörper mit definierten Elastizität gebildet sind

    [0009] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines Kissens, als Liege- oder Sitzkissen - welches effektiv die zu Dekubitus führenden Vorgänge verhindern, und zur Linderung und Heilung von entstandenem Dekubitus beitragen kann und welches auch für zahlreiche weitere Anwendungen in der Medizin wie z.B. zur Schmerztherapie oder Mikrostimulation eingesetzt werden kann; zudem ist die zu lösende Aufgabe die technische Ausführung mit kleinem Gewicht, geringer Luftmenge und guter seitlicher Stabilität ohne "Schwimmen" und kleinem Aufwand kostengünstig zu lösen.

    [0010] Die Lösung der gestellten Aufgabe ist wiedergegeben im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 hinsichtlich ihrer wesentlichen Merkmale, in den folgenden Patentansprüchen hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausbildungen.

    [0011] Anhand der beigefügten Zeichnung wird die Erfindung auf der Grundlage von mehreren Ausführungsbeispielen beschrieben. Es zeigen
    Fig. 1
    eine Isometrie eines ersten Ausführungsbei- spiels
    Fig. 2
    eine Draufsicht auf und einen Querschnitt durch ein Pneumatikelement.
    Fig. 3a,b,c,
    Querschnitt durch eine Anordnung gemäss Fig. 1.
    Fig. 4
    Ausschnitt durch einen Teil eines Ausführungs- beispiels mit einer Ergänzung,
    Fig. 5
    eine Draufsicht auf ein zweites Ausführungs- beispiel.


    [0012] In der Isometrie gemäss Fig. 1 ist das Innere des erfindungsgemässen Kissens oder eines Teils einer Bettauflage, beispielsweise einer Matratze, exemplarisch dargestellt. Eine Gruppe von Schaumstoffzylindern 1 ist gehalten von einer mehrlagigen Matrix 2 aus Pneumatikelementen 3. Die Härte des verwendeten Schaumstoffes kann so ausgesucht und der aufliegenden oder aufsitzenden Körperstelle angepasst werden. Wird das erfindungsgemässe Kissen als Sitzkissen, beispielsweise in einem Rollstuhl, verwendet, so sind vor allem die Sitzbeinhöcker des Patienten mit einer anderen Härte zu unterlegen, als beispielsweise die Oberschenkel. Eines der Pneumatikelemente 3 ist in Fig. 2a, b dargestellt.

    [0013] Fig. 2a zeigt eine Draufsicht, Fig. 2b einen Schnitt AA. Zwei elastische Folien 4, beispielsweise aus Polyurethan oder einem anderen geeignetem Kunststoff, werden aufeinandergelegt und entlang von ringförmigen (Ringe 5) Konturen miteinander verschweisst, anschliessend Löcher 5a ausgeschnitten, so, dass die Schaumstoffzylinder gegebenenfalls mit Spiel in die Löcher 5a passen. Die Verschweissung der Folien 4 kann für ein Kissen mit einem einzigen Werkzeug erfolgen. Anstatt die Folien 4 zu verschweissen, können diese auch mit einem geeigneten Kleber verklebt werden.

    [0014] Mehrere kongruente Pneumatikelemente 3 können so aufeinandergelegt werden und bilden zusammen einen flächigen linearen pneumatischen Aktor 6. Pro Pneumatikelement 3 ist mindestens ein Anschluss für Zu- und Abfluss für ein Druckmedium vorgesehen. Beim Befüllen des Pneumatikelementes 3 bilden die zwischen den Folien 4 entstandenen Hohlräume Blasen 7. Wird ein solches druckmediumbeaufschlagtes Kissen nun belastet, so ändern sich die Formen der Blasen 7, wie in Fig. 3c gezeigt.

    [0015] In Fig. 3 ist ein Ausschnitt aus einem solchen Aktor 6 in belastetem Zustande dargestellt.

    [0016] Fig. 3a zeigt einen Schaumstoffzylinder 1 mit dem ihn umgebenden Teil der Matrix 2 aus - hier drei - Pneumatikelementen 3 im leeren Zustande.

    [0017] In Fig. 3b ist das gleiche Arrangement mit den druckluftbefüllten Pneumatikelementen 3 dargestellt, jedoch im unbelasteten Zustande.

    [0018] Der belastete Zustand ist in Fig. 3c dargestellt mit einer schematisch eingezeichneten flächigen Last 8. Die Schaumstoffzylinder 1 und die - aus den drei Pneumatikelementen 3 bestehenden - pneumatischen Aktoren 6 tragen jeweils den ihren Nachgiebigkeiten entsprechenden Teil der Last 8.

    [0019] Sowohl die Matrix 2, als auch entsprechend Anzahl, Grösse und Härte der Schaumstoffzylinder 1 können den besonderen Anforderungen an Lage, Gewicht und Grösse des zu lagernden Patienten in weitem Rahmen angepasst werden.

    [0020] Die Erfindungsidee, welche dem Betrieb eines solchen bisher beschriebenen Kissens zugrunde liegt ist folgende: Die in der Matrix 2 zusammengefassten Pneumatikelemente 3 werden durch steuerbaren Luftdruck oder eines anderen Mediums mit einer medizinisch etablierten Amplitude und Frequenz mit Druck beaufschlagt und - vorzugsweise - teilentlastet. Damit verteilt sich die örtlich aufliegende Last des Patienten alternierend einmal mehr auf die Schaumstoffzylinder 1, einmal mehr auf die Pneumatikelemente 3. Durch diese wechselnde Belastung des aufsitzenden oder aufliegenden Gewebes ist Versorgung dieses Gewebes und der eingebetteten Nerven mit Blut und Lymphe stark verbessert. Solche Steuerungen in Amplitude und Frequenz der versorgenden Druckluft sind bekannt und nicht Gegenstand dieser Erfindung.

    [0021] In Fig. 4 ist eine erfindungsgemässe Ergänzung zum in Fig. 3 ausschnittsweise gezeigten Kissen dargestellt. Die Anordnung aus Schaumstoffzylinder 1 und Pneumatikelement 3 auf einer Unterlage 9 wird überdeckt durch ein Distanzgewirk 10, vorwiegend aus Monofil-Fasern und geeignet befestigt. Solche Distanzgewirke 10 sind bekannt und kommerziell erhältlich. Sie haben die Eigenschaft, auch bei hohen Flächenlasten nicht zu kollabieren, ein verglichen mit der durch die Monofil-Fasern besetzten Querschnittsfläche ein grosses Lumen aufzuweisen, sind flexibel und leicht zuschneidbar. Überdeckt ist das Distanzgewirk 10 durch einen geeigneten Kissenstoff 11. Wegen des grossen Lumens kann in diesem Distanzgewirk 10 eine Querströmung aufgebaut werden; in Fig. 4 mit einem horizontalen Pfeil angedeutet. Die für eine solche Querstömung eingesetzte Luft kann in einer kleinen Klimaanlage - beispielsweise mit Peltierelementen - aufbereitet werden. Die Luft kann in einem offenen System strömen oder/und rezykliert werden. Solche Klimaanlagen sind aus dem Einsatz für Automobile bekannt. Ergänzend oder alternativ kann die allenfalls klimatisierte Luft auch von unten her eingeblasen oder abgesaugt werden und durch die Ringspalte um die Schaumstoffzylinder 1 herum nach oben oder nach unten gelangen. Selbstverständlich ist es auch möglich, ein oder mehrere Pneumatikelemente 3 an geeigneten Stellen mit kleinen Luftlöchern derart zu versehen, dass durch diese Luftlöcher die Klimatisierung erreicht werden kann, wobei natürlich gleichzeitig nur soviel Luft entweichen bzw. durchfliessen darf, dass die Pneumatikelemente ihre Funktion zur Belastungsaufnahme weiterhin erfüllen können.

    [0022] In den Fig. 1, 3, 4 sind jeweils drei Pneumatikelemente 3 übereinander gelegt. Selbstverständlich kann auch eine andere, kleinere oder grössere Anzahl gewählt werden. Ebenfalls sind die Durchmesser der Schaumstoffzylinder 1 keinesfalls zwingend alle gleich. Für verschiedene Einsatzzwecke - ob für ein Bett oder eine Sitzfläche - kommen grössere oder kleinere Schaumstoffzylinder 1 oder elastische Volumenkörper aus geeigneten Materialien in Betracht, ebenfalls unterschiedliche Grössen in ein und derselben Matrix 2 eingelassen.

    [0023] Die Herstellung der Pneumatikelemente 3 aus zwei Folien 4 ist verhältnismässig einfach; einzelne Schweiss-Stempel können einfach ausgetauscht und in einem anderen Muster arrangiert werden. Daneben kann jedes Pneumatik-Element auf dem Kissen natürlich den anatomisch-medizinischen Vorgaben und Wünschen angepasst werden, beispielsweise durch die Form, Grösse und Zahl der Elemente. Insbesondere können die Pneumatikelemente in Gruppen zusammengefasst oder einzeln als separate Luftkammern ausgebildet und je nach Anwendung auch separat angesteuert, befüllt und entlüftet werden.

    [0024] Fig. 5 ist eine Draufsicht auf einen Ausschnitt einer Matrix eines zweiten Ausführungsbeispiels. Hier sind die Löcher 5a teils rund, teils polygonal (mit gerundeten Ecken), teilslänglich und gerundet. Die Herstellung einer solchen Matrix verläuft ebenso, wie zu Fig. 2a, b ausgeführt. Anstelle von Schaumstoffzylindern 1 werden in die nicht-runden Löcher 5a selbstverständlich analog zu den Löchern 5a geformte Schaumstoffkörper 1a eingesetzt. Für alle Ausführungsbeispiele gilt auch, dass an Stelle von Schaumstoff auch viskoelastische oder viskoplastische Volumenkörper 1b erfindungsgemäss verwendet werden können, ebenso Volumenkörper 1c auf textiler Basis. Erfindungswesentlich ist, dass die mit 1, 1a, 1b bezeichnete Elemente passiv nachgiebig oder elastisch sind. Sie werden zusammengefasst unter dem Begriff Federelemente 15, worunter auch viskoplastische Körper gerechnet werden, sofern sie beim Wegfallen der Last die ursprüngliche Form wieder annehmen. Die Nachgiebigkeiten dieser Federelemente 15 können für die individuellen Bedürfnisse und den einzelnen Anwendungsfall ausgesucht und eingestellt werden.

    [0025] Ebenso gilt als Matrix im Sinne der hier beschriebenen Erfindung nicht nur ein Rechteck, das in regelmässiger und symmetrischer Art in Gebiete und Elemente unterteilt ist, sondern die Matrix bedeutet in umfassendem Sinne auch alle auf einer begrenzten Fläche regelmässige und unregelmässige sowie symmetrische als auch nichtsymmetrische Anordnungen von Löchern 5a und damit von Federelementen 15.

    [0026] Die für den Betrieb der Pneumatikelemente 3 benötigte Luftmenge ist gering und erlaubt, im Vergleich mit bekannten pneumatischen Matratzen und Kissen, ein rasches und kurzzeitiges Reagieren auf die Befindlichkeit von Patienten.


    Ansprüche

    1. Kissen zur Lagerung von Patienten, mit Pneumatikelementen (3), dadurch gekennzeichnet, dass

    - die Pneumatikelemente (3) je eine Matrix (2) bilden welche mit einem Druckmedium befüllbar sind und eine Vielzahl von Löchern (5a), mit und dicht verschweissten Konturen (5) aufweisen

    - eine Vielzahl von Federelementen (15) vorhanden und in mehrere oder alle Löcher (5a) eingesetzt sind,

    - zwei oder mehr im Wesentlichen kongruente Matrizen (2) mit Pneumatikelementen (3) vorhanden und aufeinander gelegt sind, dergestalt, dass das Kissen beim Befüllen der Pneumatikelemente (3) mit dem Druckmedium das Auflagegewicht des Patienten mehr an den Stellen trägt, wo der Patient die Pneumatikelemente (3) belastet, beim mindestens teilweisen Ablassen des Druckmediums mehr mit den Federelementen (15)


     
    2. Kissen nach einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Löcher (5a) im Wesentlichen kreisförmig sind.
     
    3. Kissen nach einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Federelemente (15) aus Schaumstoff oder aus viskoelastischen oder viskoplastischen Elementen oder einem federnden Textil bestehen.
     
    4. Kissen nach einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahl der Löcher (5a) gleich der Zahl der Federelemente (15) ist.
     
    5. Kissen nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Pneumatikelemente (3) in den Matrizen (2) Gruppen zusammengefasst oder einzeln oder in Kammern unterteilt mit Luft befüllt und geleert werden können.
     
    6. Kissen nach einem der vorherigen Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Löcher (5a) in der Matrix (2) regelmässig angeordnet sind.
     
    7. Kissen nach einem der vorherigen Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Härte und Elastizität der Federelemente (15) unterschiedlich gewählt ist.
     
    8. Kissen nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung der Löcher (5a) auf deren Grösse so Bezug nimmt, dass die aktive Fläche der Matrixen (2) im Wesentlichen mit der Fläche der Federelemente (15) übereinstimmt.
     
    9. Kissen nach Patentanspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass das einzelne Pneumatikelement (3) aus zwei elastischen Folien (4) aus einem Kunststoff oder Kautschuk hergestellt ist und welche derart dicht miteinander verbunden sind, dass zwischen den linienhaften Verbindungsstellen miteinander kommunizierende Blasen (7) entstehen und jeweils um ein Loch (5a) herum eine Verbindungsstelle in Form eines Ringes (5) erzeugt ist.
     
    10. Kissen nach Patentanspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Folien (4) durch Kleben miteinander verbunden sind.
     
    11. Kissen nach Patentanspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Folien (4) durch Schweissen miteinander verbunden sind.
     
    12. Kissen nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Distanzgewirk (10) vorhanden und auf die oberste Matrix (2) und/oder auf die Fedelemente (15) aufgelegt ist.
     
    13. Kissen nach Patentanspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Klimaanlage vorhanden ist, von welcher klimatisierte Luft durch das Distanzgewirk (10) eingeblasen und/oder verbrauchte Luft abgesaugt werden kann und diese in Querrichtung zur Last des Patienten durchströmt.
     
    14. Kissen nach Patentanspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Klimaanlage vorhanden ist, von welcher klimatisierte Luft von unten in das Kissen eingeblasen oder abgesaugt werden kann und gegen die Last oder in Richtung der Last des Patienten das Kissen in vertikaler Richtung durchströmt.
     
    15. Kissen nach einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass pro Matrix (2) mindestens ein Anschluss für das Druckmedium vorhanden ist.
     


    Claims

    1. A cushion for supporting patients comprising pneumatic elements (3), characterised in that

    - the pneumatic elements (3) each form a matrix (2) which can be filled with a pressure medium and which has a plurality of holes (5a) and tightly welded contours (5)

    - a plurality of spring elements (15) are provided and inserted into a plurality of, or all of, the holes (5a),

    - two or more substantially congruent matrices (2) are provided with pneumatic elements (3) and placed one upon the other such that on filling the pneumatic elements (3) with the pressure medium, the cushion bears the resting weight of the patient more at the points where the patient stresses the pneumatic elements (3), whilst at least partially discharging the pressure medium more with the spring elements (15).


     
    2. The cushion according to any one of the preceding patent claims, characterised in that the holes (5a) are substantially circular.
     
    3. The cushion according to any one of the preceding patent claims, characterised in that the spring elements (15) consist of foam or of viscoelastic or viscoplastic elements or an elastic textile.
     
    4. The cushion according to any one of the preceding patent claims, characterised in that the number of holes (5a) is equal to the number of spring elements (15).
     
    5. The cushion according to patent claim 1, characterised in that the pneumatic elements (3) in the matrices (2) can be filled with air and emptied combined in groups or individually or divided in chambers.
     
    6. The cushion according to any one of the preceding patent claims, characterised in that the holes (5a) are arranged regularly in the matrix (2).
     
    7. The cushion according to any one of the preceding patent claims, characterised in that the hardness and elasticity of the spring elements (15) is selected differently.
     
    8. The cushion according to patent claim 1, characterised in that the arrangement of the holes (5a) refers to their size so that the active area of the matrices (2) substantially coincides with the area of the spring elements (15).
     
    9. The cushion according to patent claims 1 and 4, characterised in that the individual pneumatic element (3) is produced from two elastic sheets (4) of a plastic or rubber and which are connected tightly with each other in such a manner that bubbles (7), communicating with each other are produced between the linear connection points and a connection point in the form of a ring (5) is produced around respectively one hole (5a).
     
    10. The cushion according to patent claim 9, characterised in that the sheets (4) are joined to each other by gluing.
     
    11. The cushion according to patent claim 9, characterised in that the sheets (4) are joined to each other by welding.
     
    12. The cushion according to patent claim 1, characterised in that a spacer fabric (10) is provided and is laid onto the uppermost matrix (2) and/or onto the spring elements (15).
     
    13. The cushion according to patent claim 12, characterised in that an air-conditioning system is provided by which conditioned air can be blown in and/or used air can be sucked out through the spacer fabric (10) and this air flows through in the transverse direction to the load of the patient.
     
    14. The cushion according to patent claim 12, characterised in that an air-conditioning system is provided by which conditioned air can be blown in from below into the cushion or sucked out and the air flows through the cushion against the load or in the direction of the load of the patient in a vertical direction.
     
    15. The cushion according to any one of the preceding patent claims, characterised in that at least one connection for the pressure medium is provided per matrix (2).
     


    Revendications

    1. Coussin pour coucher des patients, avec des éléments pneumatiques (3), caractérisé en ce que

    - les éléments pneumatiques (3) forment chacun une matrice (2) remplissable avec un fluide sous pression et comportent une pluralité de trous (5a) et des contours (5) intimement soudés,

    - une pluralité d'éléments à ressort (15) sont présents et sont insérés dans plusieurs ou dans tous les trous (5a),

    - deux ou plusieurs matrices (2) sensiblement congruentes avec des éléments pneumatiques (3) sont présentes et posées les unes sur les autres, de sorte que lors du remplissage des éléments pneumatiques (3) avec le fluide sous pression, le coussin porte le poids d'appui du patient de façon plus importante aux endroits auxquels le patient contraint les éléments pneumatiques (3) lors de l'évacuation au moins partielle du fluide sous pression, plus avec les éléments à ressort (15)


     
    2. Coussin selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les trous (5a) sont sensiblement de forme circulaire.
     
    3. Coussin selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments à ressort (15) sont en mousse synthétique ou en éléments visco-élastiques ou visco-plastiques ou en un textile résilient.
     
    4. Coussin selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le nombre de trous (5a) est égal au nombre d'éléments à ressort (15).
     
    5. Coussin selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments pneumatiques (3) dans les matrices (2) peuvent être remplis d'air ou vidés, soit réunis en groupes ou individuellement ou divisés en compartiments.
     
    6. Coussin selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les trous (5a) sont disposés régulièrement dans la matrice (2).
     
    7. Coussin selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la dureté et l'élasticité des éléments à ressort (15) est sélectionnée de valeur différente.
     
    8. Coussin selon la revendication 1, caractérisé en ce que la disposition des trous (5a) se reporte à leur dimension de sorte que la surface active des matrices (2) concorde sensiblement avec la surface des éléments à ressort (15).
     
    9. Coussin selon la revendication 1 et 4, caractérisé en ce que l'élément pneumatique (3) individuel est fabriqué à partir de deux films élastiques (4) en une matière plastique ou en un caoutchouc qui sont intimement assemblés l'un à l'autre, de sorte qu'entre les zones d'assemblage linéaires se forment des bulles (7) communiquant les unes avec les autres et qu'autour de chaque trou (5a), il se créé une zone d'assemblage de la forme d'un anneau (5).
     
    10. Coussin selon la revendication 9, caractérisé en ce que les films (4) sont assemblés les uns aux autres par collage.
     
    11. Coussin selon la revendication 9, caractérisé en ce que les films (4) sont assemblés les uns aux autres par soudage.
     
    12. Coussin selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une structure d'écartement (10) est présente et posée sur la matrice supérieure (2) et/ou sur les éléments à ressort (15).
     
    13. Coussin selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'un système de climatisation est présent, par lequel système de climatisation de l'air peut être insufflé dans la structure d'écartement (10) et/ou de l'air vicié peut être aspiré et circule à travers ce dernier en direction transversale par rapport à la contrainte exercée par le patient.
     
    14. Coussin selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'un système de climatisation est présent, par lequel système de climatisation de l'air climatisé peut être insufflé par le bas dans le coussin ou peut être aspiré et circule à travers le coussin en direction verticale, à l'encontre de la contrainte ou en direction de la contrainte exercée par le patient.
     
    15. Coussin selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un raccord est présent par matrice (2) pour le fluide sous pression.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente