[0001] Die Erfindung betrifft eine Sanitärarmatur mit wenigstens einer Beleuchtungseinrichtung
die wenigstens zwei Leuchtmittel, insbesondere RGB-Leuchtmittel, mit unterschiedlichen
Abstrahlfarben zur Erzeugung von Licht mit einer aus den unterschiedlichen Abstrahlfarben
additiv gemischten Farbe aufweist, und mit einem Diffusor für das Licht.
[0002] Die Leuchtmittel haben bei derartigen bekannten Sanitärarmaturen die Funktion, einen
austretenden Wasserstrahl, zu beleuchten. Solche Leuchtmittel können aber auch den
Zweck haben, Betätigungen der Einstellelemente zu signalisieren oder Betriebsparameter,
wie die Wassertemperatur und/oder die Wasserdurchflussmenge, zu charakterisieren.
Sie können aber auch lediglich zur Erzeugung eines optisch ansprechenden Designs vorgesehen
sein.
[0003] Bei marktbekannten Sanitärarmaturen werden RGB-Leuchtmittel eingesetzt, um Licht
einer die vorherrschende Wassertemperatur symbolisierenden Farbe zu erzeugen. Bei
einer Erhöhung der Wassertemperatur verändert sich beispielsweise die Farbe des Lichts
von blau nach rot.
[0004] Eine gattungsbildende Sanitairarmatur ist beispielsweise aus
DE-A-196 54 359 bekannt.
[0005] Bekannte RGB-Leuchtmittel weisen für die Grundfarben Rot, Grün und Blau getrennte
Leuchtelemente auf, deren Licht auf ein als Diffusor wirkendes streuendes Abdeckglas
strahlt. Von der Betrachtungsseite erscheint das Abdeckglas in der gewünschten Mischfarbe.
Zum Verändern der Mischfarbe werden die Leuchtelemente entsprechend angesteuert. Die
räumliche Verteilung der Leuchtelemente bewirkt allerdings auf der Betrachtungsseite
des Abdeckglases eine inhomogene Farbdarstellung, insbesondere Farbstreifen.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Sanitärarmatur der eingangs genannten
Art zu gestalten, bei der auf der Betrachtungsseite des Diffusors möglichst monochromes
Licht mit einer homogenen Farbverteilung sichtbar ist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zwischen jedem Leuchtmittel
und dem Diffusor wenigstens ein Strahlteiler zur Teilung der Lichtstrahlen in einen
Haupt-Teilstrahl und einen reflektierten Teilstrahl angeordnet ist und jeweils ein
Umlenkmittel zum Umlenken des entsprechenden reflektierten Teilstrahls derart angebracht
ist, dass der reflektierte Teilstrahl und der Haupt-Teilstrahl in unterschiedlichen
Bereichen auf den Diffusor treffen.
[0008] Erfindungsgemäß ist also jedem Leuchtmittel ein Strahlteiler zugeordnet, welcher
das Licht in zwei Teilstrahlen aufteilt und zwei getrennten Bereichen des Diffusors
zuführt. Jedes Leuchtmittel strahlt auf diese Weise eine insgesamt größere Fläche
an. Es findet so eine wesentlich bessere additive Mischung der von den unterschiedlichen
Leuchtmitteln abgestrahlten Farben statt, so dass die Mischfarbe auch deutlich gleichmäßiger,
vorzugsweise nahezu monochrom, erscheint.
[0009] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform kann der Strahlteiler eine teilreflektierende
erste insbesondere ebene Oberfläche aufweisen, die um insbesondere 45° gegenüber der
Hauptstrahlrichtung des einstrahlenden Lichts geneigt ist, und das Umlenkmittel kann
im Strahlengang des reflektierten Teilstrahls eine wenigstens teilreflektierende,
der ersten zugewandte, zu dieser beabstandete zweite insbesondere ebene Oberfläche
aufweisen, die im Wesentlichen die gleiche Neigung wie die erste Oberfläche hat. Auf
diese Weise kann einfach ein Teil des Lichtes vom eingehenden Lichtstrahl abgetrennt
und zum Haupt-Teilstrahl beabstandet auf den Diffusor geleitet werden. Bei einer Neigung
der ersten Oberfläche um 45° weist der Strahlteiler bei entsprechendem Brechungsindex
einen Reflexionsgrad von etwa 0,5 auf, so dass die Lichtintensitäten des Haupt-Teilstrahls
und des reflektierten Teilstrahls etwa gleich sind. Auf diese Weise wird eine gleichmäßige
Ausleuchtung des Diffusors an den beiden Auftreffbereichen erzielt.
[0010] Speziell kann jeweils ein gegenüber der Hauptstrahlrichtung geneigter insbesondere
ebener Oberflächenbereich eines einzigen Linsenkörpers den Strahlteiler beziehungsweise
das Umlenkmittel mit bilden, so dass eine kompaktes optisches System entsteht, welches
einfach mit dem/den Leuchtmittel(n) ausgerüstet werden kann.
[0011] Zweckmäßigerweise kann der Linsenkörper aus Kunststoff, insbesondere aus Polycarbonat,
sein. Linsenkörper aus Kunststoff sind einfach herstellbar.
[0012] Bei einer weiteren besonders vorteilhaften Ausführungsform können die Mittelpunkte
dreier Strahlteiler für drei Leuchtmittel an den Ecken eines insbesondere gleichseitigen
ersten Dreiecks angeordnet sein und dreier den Strahlteilern entsprechender Umlenkmittel
jeweils zwischen zwei Strahlteilern, insbesondere an den Ecken eines ähnlichen, um
180° gegenüber dem ersten Dreieck um deren Schwerpunktachse gedrehten zweiten Dreiecks,
angeordnet sein. Mit drei Leuchtmitteln können die Grundfarben Rot, Grün und Blau
zur Realisierung des RGB-Farbmodells abgestrahlt werden. Die Anordnung an den Ecken
eines gleichseitigen Dreiecks ermöglicht eine gleichmäßige Überlappung aller drei
Farben. Die um 180° gedrehte Anordnung der Umlenkmittel sorgt dafür, dass jeweils
gleiche Farben auf gegenüberliegenden Bereichen des Diffusors auftreffen, wodurch
die Durchmischung der Farbkomponenten deutlich verbessert wird.
[0013] Vorzugsweise können die Leuchtmittel eine rote, eine grüne und eine blaue LED sein.
LEDs sind einfach herstellbar, robust, klein und haben einen hohen Wirkungsgrad.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert; es zeigen
- Figur 1
- schematisch die Untersicht eines Linsenkörpers einer Beleuchtungseinrichtung mit drei
LEDs für eine Sanitärarmatur;
- Figur 2
- schematisch den Linsenkörper aus Figur 1 in Draufsicht;
- Figur 3
- schematisch den Linsenkörper aus den Figuren 1 und 2 in einer Seitenansicht;
- Figur 4
- schematisch den Linsenkörper aus den Figuren 1 und 2 in einer anderen Seitenansicht;
- Figur 5
- schematisch den Linsenkörper aus Figur 2 im Axialschnitt entlang der dortigen Schnittlinie
V-V;
- Figur 6
- schematisch eine Hilfskonstruktion zur Verdeut- lichung der Außenkonturen des Linsenkörpers
aus den Figuren 1 bis 5.
[0015] In Figur 1 ist ein insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 versehener Linsenkörper einer
ansonsten nicht gezeigten Beleuchtungseinrichtung für eine Sanitärarmatur dargestellt.
[0016] Mit dem Linsenkörper 10 wird das von jeweils einer nicht gezeigten, von einer Diodenaufnahmeseite
12 her, in Figuren 3 bis 5 oben, eingebrachten roten, grünen und blauen LED abgestrahlte
Licht so verteilt, dass es mittels einer nicht gezeigten, das Licht streuenden, lichtdurchlässigen
Abdeckscheibe nach dem RGB-Farbmodell additiv gemischt werden kann. Die Abdeckscheibe
ist auf der Lichtaustrittsseite 14 des Linsenkörpers 10, in Figuren 3 bis 5 unten,
angeordnet.
[0017] Der Linsenkörper 10 ist einstückig aus Polycarbonat mit optischer Güte hergestellt
und vorzugsweise UV-stabilisiert; wenigstens seine mit dem Licht der LEDs an- beziehungsweise
durchstrahlten Oberflächen sind optisch geschliffen.
[0018] Der Linsenkörper 10 läßt sich auf folgende Weise zusammengesetzt denken, die mit
einer in Figur 6 gezeigten Hilfskonstruktion verdeutlicht wird, welche den Linsenkörper
10 in seine gedachten Einzelkomponenten zerlegt in der Draufsicht zeigt:
Man nehme drei identische gerade Kegelstümpfe, welche jeweils einen Aufnahmebereich
16 für jeweils eine der LEDs bilden. Die Mantellinien der Kreiskegelstümpfe sind von
außen betrachtet leicht konvex vorzugsweise parabelförmig, insbesondere in Anlehnung
an eine Fraen-Linse, gebogen und die Mantelflächen sind optisch geschliffen. Die
[0019] Mantelflächen der Kegelstümpfe können so für Licht, das vom Inneren der Kegelstümpfe
kommt, als Reflektoren wirken. Dann schneide man jeden Kreiskegelstumpf mit zwei Ebenen,
welche jeweils parallel zu den nicht gezeigte Mittelachsen der Kreiskegelstümpfe verlaufen
und sich gegenseitig unter einem Winkel von 120° schneiden. Die so entstehenden Schnittflächen
17, welche - da sie gedacht sind - lediglich in der Hilfskonstruktion in Figur 6 gezeigt
sind, erstrecken sich etwa über zweidrittel der Höhe der Kreiskegelstümpfe. Anschließend
setze man die drei geschnittenen Kreiskegelstümpfe in Richtung der Pfeile 19 mit ihren
Schnittflächen 17 aneinander, derart, dass ihre Mittelachsen parallel zueinander an
den Ecken eines ersten gedachten gleichseitigen Dreiecks angeordnet sind, dessen Schwerpunkt
auf der Schwerpunktachse 18 des Linsenkörpers 10 liegt. Der so zusammengesetzte Linsenkörper
10 ist in den Figuren 3 bis 5 gezeigt. Die Schwerpunktachse 18 ist in Figuren 3 bis
5 gestrichelt angedeutet. Sie steht senkrecht auf einer Grundfläche 20 des Linsenkörpers
10, welche sich ihrerseits auf der Lichtaustrittsseite 14 befindet. Dort, wo die Schnittflächen
17 aneinander liegen, gehen die Kreiskegelstümpfe einstückig ineinander über. Daraufhin
bringe man jeweils zwischen zwei Kreiskegelstümpfen an den Seitenflächen des Linsenkörpers
10 einen in Figuren 3 bis 5 gezeigten Einschnitt 36 ein, dessen Form weiter unten
noch näher beschrieben ist.
[0020] An die Grundflächen der Kreiskegelstümpfe ist ein ringförmiger Flansch 44 angeformt,
welcher die lichtaustrittsseitige Grundfläche 20 des Linsenkörpers 10 in Umfangsrichtung
abschließt. Die Grundfläche 20 überragt die äußersten Ränder der Grundflächen der
Kreiskegelstümpfe. Die Grundfläche 20 ist optisch geschliffen.
[0021] Von der Diodenaufnahmeseite 12 führt in jeden Aufnahmebereich 16 eine in Figuren
2 und 5 sichtbare kreiszylinderförmige, leicht konische Aufnahmeöffnung 22 für die
entsprechende LED.
[0022] Die Längsachsen der Aufnahmeöffnungen 22 verlaufen nahezu koaxial zu den jeweiligen
Mittelachsen der die Aufnahmebereiche 16 bildenden Kreiskegelstümpfe durch die Ecken
eines gedachten, zweiten gleichseitigen Dreiecks, welches parallel zur Grundfläche
20 des Linsenkörpers 10 ausgerichtet ist. Der Schwerpunkt des zweiten gleichseitigen
Dreiecks liegt auf der Schwerpunktachse 18 des Linsenkörpers 10. Seine Ecken liegen
auf einem zur Schwerpunktachse 18 koaxialen Kreis 24, welcher in Figur 2 gestrichelt
angedeutet ist. Der Radius des Kreises 24 ist etwa halb so groß ist wie die Radien
der Grundflächen der die Aufnahmebereiche 16 bildenden Kreiskegelstümpfe. Die Seitenhalbierenden
des zweiten Dreiecks verlaufen parallel zu denen des ersten gleichseitigen Dreiecks,
durch dessen Ecken die Mittelachsen der Kreiskegelstümpfe der Aufnahmebereiche 16
führen.
[0023] Die in Figuren 2 und 5 sichtbaren Böden 26 der Aufnahmeöffnungen 22 befinden sich
etwas oberhalb der halben Höhe des Linsenkörpers 10. Die Aufnahmeöffnungen 22 verjüngen
sich zu ihren Böden 26 hin; ihre Innenmantelflächen sind zu ihren Längsachsen um etwa
1° geneigt. Die Durchmesser der Aufnahmeöffnungen 22 an ihren engsten Stellen auf
Höhe ihrer Böden 26 sind etwa halb so groß wie die Radien der Grundflächen der Kreiskegelstümpfe
der Aufnahmebereiche 16.
[0024] Die der Diodenaufnahmeseite 12 zugewandten Oberflächen der Böden 26 sind von dort
aus betrachtet konvex gewölbt und dienen jeweils als Kondensor für das von der entsprechenden
LED abgestrahlte Licht. Die Oberflächen sind optisch geschliffen.
[0025] In den Aufnahmeöffnungen 22 sind, in den Figuren nicht dargestellt, die rote, die
blaue beziehungsweise die grüne LED so angeordnet, dass sie im Wesentlichen in Richtung
der Lichtaustrittsseite 14 strahlen (Hauptstrahlrichtung).
[0026] Die Aufnahmeöffnungen 22 sind von außerhalb des Linsenkörpers 10 leicht zugänglich.
Auf diese Weise kann der Linsenkörper 10 einstückig gegossen sein, und die Aufnahmeöffnungen
22 können jeweils mittels eines entfernbaren Kernes ausgespart werden.
[0027] In Verlängerung jeder Aufnahmeöffnung 22 befindet sich auf der Lichtaustrittsseite
14 jedes Aufnahmebereichs 16 in einem Abstand unterhalb ihres Bodens 26 ein in Figuren
1 und 5 sichtbarer, zur Lichtaustrittsseite 14 offener keilförmiger Strahlteiler-Raum
28. Die Strahlteiler-Räume 28 haben rechteckige Grundflächen, was in der Untersicht
in Figur 1 sichtbar ist. Jeder Strahlteiler-Raum 28 wird von einer Tangential-Wand
30 und zwei Radial-Wänden 32 begrenzt, welche alle senkrecht zur Grundfläche 20 des
Linsenkörpers 10 verlaufen, sowie von einer Strahlteilerfläche 34. Die Tangential-Wand
30 verläuft darüber hinaus in einer Ebene senkrecht zu der Seitenhalbierenden des
ersten beziehungsweise des zweiten gedachten Dreiecks und begrenzt die der Schwerpunktachse
18 des Linsenkörpers 10 abgewandte Seite des Strahlteiler-Raums 28. Die Ausdehnung
des Strahlteiler-Raums 28 in Richtung der Seitenhalbierenden der gedachten Dreiecke
auf seiner offenen Seite ist etwas kleiner als der Durchmesser der Aufnahmeöffnungen
22 an ihren engsten Stellen im Bereich der Böden 26.
[0028] Die Radial-Wände 32 eines Strahlteiler-Raums 28 verlaufen parallel zueinander und
senkrecht zu der Tangential-Wand 30. Ihr Abstand zueinander entspricht etwa dem kleinsten
Durchmesser der Aufnahmeöffnungen 22.
[0029] Diodenaufnahmeseitig werden die Strahlteiler-Räume 28 jeweils, wie schon erwähnt,
durch die Strahlteilerfläche 34 begrenzt, welche in einem Abstand in Figuren 3 bis
5 unterhalb der Böden 26 der Aufnahmeöffnungen 22 angebracht ist. Die Strahlteilerflächen
34 sind bezüglich der Grundflächen 20 des Linsenkörpers 10 um 45° geneigt, derart,
dass von den Aufnahmeöffnungen 22 kommendes Licht teilweise zur Schwerpunktachse 18
reflektiert wird. Die Mittelpunkte der Strahlteilerflächen 34 liegen auf einem Kreis
27 um die Schwerpunktachse 18, welcher den gleichen Durchmesser wie der Kreis 24 hat;
dies ist in Figur 1 sichtbar. Insgesamt befinden sich die Mittelpunkte der Strahlteilerflächen
34 an den Ecken eines gleichseitigen Dreiecks, welches zum zweiten Dreieck, durch
dessen Ecken die Mittelachsen der darüberliegenden Aufnahmeöffnungen 22 verlaufen,
in Richtung der Schwerpunktachse 18 betrachtet deckungsgleich ist.
[0030] Die Strahlteiler-Räume 28 dienen im Wesentlich der Realisierung der Strahlteilerflächen
34. Sie können leicht in einem Linsenkörper-Rohling mittels eines Kerns beim Gießen
ausgespart werden, um die Strahlteilerflächen 34 in dem einstückigen Linsenkörper
10 zu erhalten. Die Strahlteilerflächen 34 sind optisch geschliffen.
[0031] Des Weiteren weisen die Seitenflächen des Linsenkörpers 10 jeweils zwischen zwei
Aufnahmebereichen 16 die bereits erwähnten Einschnitte 36 auf; die Einschnitte 36
sind in Figuren 2 bis 5 sichtbar. Die Einschnitte 36 befinden sich jeweils gegenüber
einer der Aufnahmeöffnungen 22. Sie werden an ihren Flanken von zwei parallelen, ebenen
Flankenflächen 38 begrenzt. Die Flankenflächen 38 verlaufen beidseitig in gleichem
Abstand parallel jeweils zu der Ebene, welche durch die Schwerpunktachse 18 des Linsenkörpers
10 und die Mittelachse der gegenüberliegenden Aufnahmeöffnung 22 aufgespannt wird.
[0032] Auf der der Schwerpunktachse 18 des Linsenkörpers 10 zugewandten Seite wird jeder
Einschnitt 36 von einer ebenen rückseitigen Fläche 40 begrenzt, welche sich zwischen
den Flankenflächen 38 tangential zu dem Kreis 24 von der Diodenaufnahmeseite 12 des
Linsenkörpers 10 bis auf Höhe des der Diodenaufnahmeseite 12 zugewandten Randes der
gegenüberliegenden Strahlteilerfläche 34 erstreckt. Die rückseitigen Flächen 40 verlaufen
in Ebenen senkrecht zur Grundfläche 20 des Linsenkörpers 10 und senkrecht zu den Flankenflächen
38.
[0033] Auf der der Lichtaustrittsseite 14 zugewandten Seite wird jeder Einschnitt 36 durch
eine optisch geschliffene Spiegelfläche 42 begrenzt. Diese sind jeweils um 45° bezüglich
der Grundfläche 20 derart geneigt, dass sie Licht, welches von der teilreflektierenden
jeweils gegenüberliegenden Strahlteilerfläche 34 kommt, im Wesentlichen zur Lichtaustrittsseite
14 hin umlenken. Die Spiegelflächen 42 wirken so als Umlenkeinrichtungen für das Licht.
[0034] Die Mittelpunkte der drei den Strahlteilerflächen 34 entsprechenden Spiegelflächen
42 der Einschnitte 36 sind an den Ecken eines um 180° gegenüber dem zweiten Dreieck
um die Schwerpunktachse 18 gedrehten, zu diesem ähnlichen, weiteren gleichseitigen
Dreiecks angeordnet.
[0035] Die Einschnitte 36 dienen in erster Linie zur Realisierung der Spiegelflächen 42.
Sie entstehen beispielsweise beim Gießen des Linsenkörpers 10 in einer entsprechenden
Form.
[0036] Der Linsenkörper 10 wirkt wie folgt:
Das von den LEDs abgestrahlte Licht tritt über die konvexen Oberflächen der Böden
26 der jeweiligen Aufnahmeöffnung 22 in den Linsenkörper 10 ein und trifft dort auf
die entsprechenden Strahlteilerflächen 34.
[0037] Die Strahlteilerflächen 34 teilen das Licht jeweils etwa mit halber Intensität in
einen Haupt-Teilstrahl und einen reflektierten Teilstrahl auf.
[0038] Die Haupt-Teilstrahlen durchstrahlen nach den allgemeinen Brechungsgesetzen die Strahlteilerflächen
34 in Richtung der Lichtaustrittsseite 14, treten dort aus dem Linsenkörper 10 aus
und treffen auf die Abdeckscheibe. Die reflektierten Teilstrahlen werden in Richtung
der Schwerpunktachse 18 des Linsenkörpers 10 umgelenkt.
[0039] Die Spiegelflächen 42 lenken die von den gegenüberliegenden Strahlteilerflächen 34
kommenden reflektierten Teilstrahlen jeweils zur Grundfläche 20 des Linsenkörpers
10 hin um, wo sie in den entsprechenden Haupt-Teilstrahlen gegenüberliegenden Bereichen
aus der Grundfläche 20 des Linsenkörpers 10 austreten und auf die Abdeckscheibe treffen.
Von der Lichtaustrittsseite 14 aus betrachtet erscheint also jede LED auf der Grundfläche
20 des Linsenkörpers 10 doppelt.
[0040] Mit der Abdeckscheibe werden die reflektierten Teilstrahlen und die Haupt-Teilstrahlen
gestreut und erscheinen auf der Betrachtungsseite als diffuses Licht mit der gewünschten
Mischfarbe.
[0041] Bei dem oben beschriebenen Linsenkörper 10 sind unter anderem folgende Modifikationen
möglich:
Der Linsenkörper 10 kann statt für drei auch für mehr oder weniger als drei LEDs ausgebildet
sein.
[0042] Anstelle der roten, grünen und blauen LED können auch andersartige Leuchtmittel verwendet
werden. Die Leuchtmittel können auch integrierte RGB-Leuchtmittel sein.
[0043] Statt der streuenden Abdeckscheibe kann auch ein andersartiger Diffusor eingesetzt
werden.
[0044] Die Strahlteilerflächen 34 und die Spiegelflächen 42 können statt eben auch gekrümmt
sein. Sie können auch unter einem anderen Winkel als 45° gegenüber der Grundfläche
20 oder der Hauptstrahlrichtungen geneigt sein. Die entsprechenden Strahlteilerflächen
34 und die Spiegelflächen 42 können auch unterschiedliche Neigungen aufweisen. Anstelle
der Spiegelflächen 42 können auch teilreflektierende Oberflächen einer andersartigen
Umlenkeinrichtung vorgesehen sein, mit der der reflektierte Teilstrahl umgelenkt wird.
Insbesondere können die Strahlteilerflächen 34 und/oder die Spiegelflächen 42 statt
in Form eines einzigen Linsenkörpers 10 auch über separate Bauteile realisiert sein.
[0045] Der Linsenkörper 10 kann statt aus Polycarbonat auch aus einem andersartigen geeigneten
lichtdurchlässigen Material optischer Güte, beispielsweise einem anderen Kunststoff
oder Glas, sein.
[0046] Die drei Strahlteilerflächen 34 und die entsprechenden Spiegelflächen 42 können statt
an den Ecken gleichseitiger Dreiecke auch andersartig angeordnet sein. Die Spiegelflächen
42 können auch in Nachbarschaft zu den ihnen zugeordneten Strahlteilerflächen 34 plaziert
sein.
1. Sanitärarmatur mit wenigstens einer Beleuchtungseinrichtung, die wenigstens zwei Leuchtmittel,
insbesondere RGB-Leuchtmittel, mit unterschiedlichen Abstrahlfarben zur Erzeugung
von Licht mit einer aus den unterschiedlichen Abstrahlfarben additiv gemischten Farbe
aufweist, und mit einem Diffusor für das Licht,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen jedem Leuchtmittel und dem Diffusor wenigstens ein Strahlteiler (34) zur
Teilung der Lichtstrahlen in einen Haupt-Teilstrahl und einen reflektierten Teilstrahl
angeordnet ist und jeweils ein Umlenkmittel (42) zum Umlenken des entsprechenden reflektierten
Teilstrahls derart angebracht ist, dass der reflektierte Teilstrahl und der Haupt-Teilstrahl
in unterschiedlichen Bereichen auf den Diffusor treffen.
2. Sanitärarmatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Strahlteiler eine teilreflektierende erste insbesondere ebene Oberfläche (34)
aufweist, die um insbesondere 45° gegenüber der Hauptstrahlrichtung des einstrahlenden
Lichts geneigt ist, und das Umlenkmittel im Strahlengang des reflektierten Teilstrahls
eine wenigstens teilreflektierende, der ersten zugewandte, zu dieser beabstandete
zweite insbesondere ebene Oberfläche (42) aufweist, die im Wesentlichen die gleiche
Neigung wie die erste Oberfläche (34) hat.
3. Sanitärarmatur nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein gegenüber der Hauptstrahlrichtung geneigter insbesondere ebener Oberflächenbereich
(34, 42) eines einzigen Linsenkörpers (10) den Strahlteiler beziehungsweise das Umlenkmittel
mit bilden.
4. Sanitärarmatur nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Linsenkörper (10) aus Kunststoff, insbesondere aus Polycarbonat, ist.
5. Sanitärarmatur nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelpunkte dreier Strahlteiler (34) für drei Leuchtmittel an den Ecken eines
insbesondere gleichseitigen ersten Dreiecks angeordnet sind und die Mittelpunkte dreier
den Strahlteilern (34) entsprechender Umlenkmittel (42) jeweils zwischen zwei Strahlteilern
(34), insbesondere an den Ecken eines ähnlichen, um 180° gegenüber dem ersten Dreieck
um dessen Schwerpunktachse gedrehten zweiten Dreiecks, angeordnet sind.
6. Sanitärarmatur nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtmittel eine rote, eine grüne und eine blaue LED sind.
1. Sanitary fitting comprising at least one illuminating device, which has at least two
lamps, in particular RGB lamps, having different radiation colours for generating
light with a colour additively mixed from the different radiation colours, and comprising
a diffuser for the light,
characterised in that
at least one beam splitter (34) for splitting the light beams into a main partial
beam and a reflected partial beam is arranged between each lamp and the diffuser,
and a deflecting means (42) for deflecting the corresponding reflected partial beam
is in each case provided in such a way that the reflected partial beam and the main
partial beam impinge on the diffuser in different regions.
2. Sanitary fitting according to Claim 1, characterised in that the beam splitter has a partially reflective first, in particular plane, surface
(34), which is inclined by in particular 45° with respect to the main radiating direction
of the light radiating in, and the deflecting means has in the beam path of the reflected
partial beam an at least partially reflective second, in particular plane, surface
(42) which faces the first surface (34), is spaced from it and has substantially the
same inclination as it.
3. Sanitary fitting according to one of the preceding claims, characterised in that in each case an, in particular plane, surface region (34, 42), inclined with respect
to the main radiating direction, of a single lens body (10) form the beam splitter
and the deflecting means respectively as well.
4. Sanitary fitting according to Claim 3, characterised in that the lens body (10) is made from plastic, in particular from polycarbonate.
5. Sanitary fitting according to one of the preceding claims, characterised in that the centre points of three beam splitters (34) for three lamps are arranged at the
corners of an, in particular, equilateral first triangle and the centre points of
three deflecting means (42) corresponding to the beam splitters (34) are arranged
in each case between two beam splitters (34), in particular at the corners of a similar
second triangle rotated by 180° with respect to the first triangle about the latter's
axis of the centre of gravity.
6. Sanitary fitting according to one of the preceding claims, characterised in that the lamps are a red, a green and a blue LED.
1. Appareil de robinetterie sanitaire pourvu d'au moins un dispositif d'éclairage qui
présente au moins deux sources lumineuses, en particulier des sources lumineuses RVB
(ou RGB en anglais) ayant différentes couleurs de rayonnement pour générer une lumière
d'une couleur obtenue par mélange additif des différentes couleurs de rayonnement,
et un diffuseur pour la lumière,
caractérisé en ce
qu'entre chaque source lumineuse et le diffuseur est disposé au moins un diviseur de
faisceau (34) pour diviser les rayons lumineux en un faisceau partiel principal et
un faisceau partiel réfléchi et qu'un moyen de déviation (42) pour dévier le faisceau
partiel réfléchi correspondant est chaque fois placé de manière que le faisceau partiel
réfléchi et le faisceau partiel principal atteignent le diffuseur dans des régions
différentes.
2. Appareil de robinetterie sanitaire selon la revendication 1, caractérisé en ce que le diviseur de faisceau présente une première surface (34) partiellement réfléchissante,
en particulier plane, qui est en particulier inclinée de 45° par rapport à la direction
de rayonnement principal de la lumière incidente, et le moyen de déviation présente
dans le chemin optique du faisceau partiel réfléchi une deuxième surface (42) au moins
partiellement réfléchissante, en particulier plane, tournée vers la première et distante
de celle-ci, qui a essentiellement la même inclinaison que la première surface (34).
3. Appareil de robinetterie sanitaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une région de surface (34, 42) respective, en particulier plane, inclinée par rapport
à la direction de rayonnement principal, d'un corps de lentille (10) unique participe
à former le diviseur de faisceau, respectivement le moyen de déviation.
4. Appareil de robinetterie sanitaire selon la revendication 3, caractérisé en ce que le corps de lentille (10) est en matière plastique, en particulier en polycarbonate.
5. Appareil de robinetterie sanitaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les centres de trois diviseurs de faisceau (34) pour trois sources lumineuses sont
disposés aux angles d'un premier triangle, en particulier équilatéral, et les centres
de trois moyens de déviation (42) correspondant aux diviseurs de faisceau (34) sont
disposés chaque fois entre deux diviseurs de faisceau (34), en particulier aux angles
d'un deuxième triangle analogue, tourné de 180° par rapport au premier triangle autour
de son axe de gravité.
6. Appareil de robinetterie sanitaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les sources lumineuses sont une LED rouge, une LED verte et une LED bleue.