[0001] Die Erfindung betrifft eine Textilschicht-Anordnung, ein Textilschicht-Array und
ein Verfahren zum Herstellen einer Textilschicht-Anordnung.
[0002] Seit einigen Jahren gibt es Bestrebungen seitens Forschung und Entwicklung, Technologie
so zu gestalten, dass die eigentlichen Geräte in der Umgebung des Menschen in den
Hintergrund treten und nur die Funktion der Geräte für einen Benutzer sichtbar wird.
Ausprägungen solcher mit dem Begriff "Umgebungsintelligenz" (Ambient Intelligence)
bezeichneten Entwicklungen sind beispielsweise Stereoanlagen, die keine Bedienpanele
mehr enthalten sondern auf Gestik oder Sprache des Benutzers reagieren. Im Extremfall
muss der Benutzer eine Melodie nur noch vor sich hin summen, um diese abspielen zu
lassen. Von solchen Visionen geht eine große Faszination aus. Andererseits lässt sich
das Prinzip von Ambient Intelligence aber auch in eher konventionellen Szenarien sinnvoll
anwenden.
[0003] Die beiden Unternehmen "Vorwerk Teppichwerke" und "Infineon Technologies AG" haben
auf der Fachmesse "Orgatec 2004" einen ersten Funktionsprototypen eines interaktiven
Teppichbodens (sogenannter "denkender Teppich" bzw. "Thinking Carpet") mit eingestickten
Sensorfeldem zur Personendetektion vorgestellt, siehe [1]. Bei dem vorgestellten Teppichboden
sind die Sensoren mit Kupferlitze mäanderförmig gestickt. Die Mikroelektronikmodule
sind unter Verwendung konventioneller Bauelemente auf einer Platine (Printed Circuit
Board, PCB) in das Textil integriert. Die Module sind innerhalb des gewebten Textils
untereinander durch leitfähige Fasern zum Datenaustausch verbunden. Sensorsignale
werden über eine sich selbst organisierende baumförmige Netzwerkarchitektur zum Rand
des Textils weiter geleitet und über eine serielle Schnittstelle (Interface) zu einem
externen Personal Computer (PC) geführt. Datenpakete eines Sensorsignals werden somit
durch eines oder mehrere Netzwerkelemente hindurch bis zum Anschluss weitergereicht.
Die Selbstorganisation des Netzwerkes führt dazu, dass an bestimmten Knoten im Netzwerk,
den sogenannten Portalknoten bzw. Portalen zum PC, relativ hohe Ströme geschaltet
werden müssen, da diese Knoten die gesamte anhängende Baumstruktur des Netzwerkes
versorgen müssen.
[0004] Ein bisher nicht gelöstes Problem des vorgestellten "Thinking Carpet" ist die mechanische
Verbindung der Versorgungsleitungen und der Datenleitungen zum Anschluss und zwischen
verschiedenen Bahnen in der Fläche.
[0005] Ferner müssen Techniken gefunden werden, mit denen die Produktionskosten von sogenannten
intelligenten Textilien ("Smart Textiles") um ungefähr einen Faktor 10 reduziert werden
können und mit denen Smart Textiles in einem Rolle-zu-Rolle-Prozess gefertigt werden
können, um eine großvolumige Herstellung von Smart Textiles zu ermöglichen.
[0006] In [4] ist eine Textilgewebestruktur beschrieben, welche aufweist: eine Mehrzahl
von Mikroelektronikkomponenten, welche in der Textilgewebestruktur angeordnet sind;
elektrisch leitfähige Fäden, welche die Mehrzahl von Mikroelektronikkomponenten miteinander
koppeln; leitfähige Datenübertragungs-Fäden, welche die Mehrzahl von Mikroelektronikkomponenten
miteinander koppeln; und elektrisch nicht-leitfähige Fäden. Ferner sind die leitfähigen
Fäden und die leitfähigen Datenübertragungs-Fäden am Rande der Textilgewebestruktur
jeweils mit elektrischen Schnittstellen bzw. Datenübertragungs-Schnittstellen versehen.
[0007] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, auf einfache und kostengünstige Weise einen
Textilaufbau bereitzustellen, welcher als textile Flächenverkleidungsstruktur verwendet
werden kann.
[0008] Das Problem wird durch eine Textilschicht-Anordnung, ein Textilschicht-Array sowie
ein Verfahren zum Herstellen einer Textilschicht-Anordnung mit den Merkmalen gemäß
den unabhängigen Patentansprüchen gelöst.
[0009] Beispielhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
Die weiteren Ausgestaltungen der Erfindung, die im Zusammenhang mit der Textilschicht-Anordnung
beschrieben sind, gelten sinngemäß auch für das Textilschicht-Array sowie das Verfahren
zum Herstellen einer Textilschicht-Anordnung.
[0010] Eine Textilschicht-Anordnung weist eine erste Textilschicht sowie eine zweite Textilschicht
auf, wobei die zweite Textilschicht auf oder über der ersten Textilschicht ausgebildet
ist. Die Textilschicht-Anordnung weist ferner mindestens ein elektronisches Bauelement
auf, welches zwischen der ersten Textilschicht und der zweiten Textilschicht ausgebildet
ist. Weiterhin weist die Textilschicht-Anordnung mindestens eine in mindestens einem
Randbereich der Textilschicht-Anordnung ausgebildete Energieleitung zum Bereitstellen
elektrischer Energie auf. Ferner weist die Textilschicht-Anordnung mindestens eine
Zuleitung auf, welche mindestens eine Zuleitung das mindestens eine elektronische
Bauelement mit der mindestens einen Energieleitung elektrisch koppelt. Die mindestens
eine Energieleitung ist in einem Abstand zu dem mindestens einen elektronischen Bauelement
angeordnet, und
die mindestens eine Zuleitung ist in einem Winkel zu der mindestens einen Energieleitung
angeordnet.
[0011] Ein Textilschicht-Array weist eine Mehrzahl von Textilschicht-Anordnungen auf, welche
mittels der mindestens einen Energieleitung miteinander gekoppelt sind.
[0012] Anschaulich kann unter einem Textilschicht-Array ein Textilschicht-Feld verstanden
werden mit einer Mehrzahl von nebeneinander angeordneten Textilschicht-Anordnungen
(beispielsweise in Matrix-Form), wobei die Textilschicht-Anordnungen mittels der mindestens
einen Energieleitung miteinander gekoppelt sind.
[0013] Bei einem Verfahren zum Herstellen einer Textilschicht-Anordnung wird mindestens
ein elektronisches Bauelement auf einer ersten Textilschicht angeordnet. Ferner wird
eine zweite Textilschicht auf der ersten Textilschicht und auf dem mindestens einen
elektronischen Bauelement gebildet. Weiterhin wird mindestens eine Zuleitung von dem
mindestens einen elektronischen Bauelement zu mindestens einem Randbereich der Textilschicht-Anordnung
hin gebildet. Mittels der mindestens einen Zuleitung wird mindestens eine Energieleitung
in einem Winkel zu der mindestens einen Zuleitung und in einem Abstand zu dem mindestens
einen elektronischen Bauelement in dem Randbereich der Textilschicht-Anordnung elektrisch
kontaktiert.
[0014] Ein Aspekt der Erfindung kann darin gesehen werden, dass eine Textilschicht-Anordnung
mit einem mehrlagigen Textilaufbau bereitgestellt wird, welche zum Bilden einer großflächigen
textilen Flächenverkleidungsstruktur insbesondere für Sensor-/Aktor-Netzwerke (auch
Sensor-/Aktuator-Netzwerke genannt) verwendet werden kann.
[0015] Unter einem Sensor-/Aktor-Netzwerk kann ein Netzwerk verstanden werden, welches auf
Netzwerkelementen basiert, welche jeweils mindestens ein elektronisches Bauelement
aufweisen, und welche (beispielsweise in einem regelmäßigen Raster) in einer Flächenverkleidungsstzuktur
(beispielsweise einer textilen Flächenverkleidungsstruktur) integriert werden können.
Jedes Netzwerkelement des Sensor-/Aktor-Netzwerkes weist ein erstes Sende-/Empfangselement
und ein zweites Sende-/Empfangselement auf. Ein Netzwerkelement kann daher auch als
Sende-/Empfangs-Einheit bezeichnet werden. Das erste Sende-/Empfangselement ist beispielsweise
als Radiofrequenz-Element (RF-Element), beispielsweise als RFID-Tag; ausgebildet,
und weist eine einzigartige Kennungs-Information (zum Beispiel eine einzigartige Identifikationsnummer)
auf, welche bei einer Installation des Systems einmalig in eine topografische Karte
für einen Steuer-PC übernommen werden kann. Zusätzlich können in der Textilstruktur
auch RFID-Tags für eine Robotersteuerung mit integriert werden.
[0016] Jedes Netzwerkelement kann mit einem oder mehreren Sensorelementen (Sensoren) und/oder
Aktorelementen (Aktoren) elektrisch gekoppelt sein, wobei die Sensorelemente bzw.
Aktorelemente ebenfalls in der Flächenverkleidungsstruktur integriert sind. Die Netzwerkelemente
(im folgenden auch Netzwerkmodule genannt) sind mit einer Versorgungsspannung elektrisch
gekoppelt, welche die für den Betrieb der Netzwerkelemente erforderliche elektrische
Energie bereitstellt.
[0017] Ein Aspekt der Erfindung kann darin gesehen werden, dass die Zuführung der Versorgungsspannung
zu den einzelnen Netzwerkelementen (bzw. den in den Netzwerkelementen ausgebildeten
elektronischen Bauelementen) mittels einer in einem Randbereich der Textilschicht-Anordnung
ausgebildeten Energieleitung erfolgt, wobei die Netzwerkelemente zu der Energieleitung
beabstandet sind und mittels der mindestens einen Zuleitung mit der Energieleitung
elektrisch gekoppelt sind. Anschaulich weist die Textilschicht-Anordnung mindestens
eine gemeinsame Energieversorgungsleitung (Energieleitung) auf, wobei ausgehend von
der Energieleitung eine oder mehrere Zuleitungen unter einem Winkel (gemäß Ausführungsbeispielen
der Erfindung unter einem von 0°(0 Winkelgrad) bzw. 180° (180 Winkelgrad) verschiedenen
Winkel; in einem Ausführungsbeispiel der Erfindung unter einem Winkel in einem Bereich
von ungefähr 10° bis 170°, beispielsweise unter einem Winkel in einem Bereich von
ungefähr 45° bis 135°, beispielsweise unter einem Winkel von ungefähr 90°) zu den
von der Energieleitung beabstandeten Netzwerkelementen bzw. elektronischen Bauelementen
verlaufen. Mit anderen Worten kann mittels der mindestens einen Energieleitung die
Zuführung einer Versorgungsspannung zu jedem einzelnen Netzwerkelement entlang der
Kanten des Textilaufbaus erfolgen.
[0018] Datenleitungen sind in dem Sensor-/Aktuator-Netzwerk nicht vorgesehen, da eine Datenübertragung
bzw. Signalübertragung (zum Beispiel von Sensorsignalen und/oder Aktorsignalen) beispielsweise
drahtlos oder mittels Powerline-Communication (PLC) erfolgt. Alternativ können die
Netzwerkelemente mittels Leiterbahnen untereinander verbunden und an der Versorgungsspannung
angeschlossen sein. In diesem Fall kann ein Power-Routing-Verfahren zum automatischen
Abschalten von kurzgeschlossenen Leitungen verwendet werden, wie es an sich beispielsweise
in [2] beschrieben ist.
[0019] Ein Vorteil eines Sensor-/Aktor-Netzwerkes kann darin gesehen werden, dass nur geringe
Anforderungen an die Übertragungskapazität von Datenleitungen (sofern vorhanden) gestellt
werden, da Datenpakete eines Sensorsignals nicht drahtgebunden durch viele Netzwerkelemente
bis zum Anschluss weitergereicht werden müssen sondern beispielsweise drahtlos übermittelt
werden können. Dadurch wird der Netzwerkverkehr in dem Sensor-/Aktor-Netzwerk verringert,
so dass Kollisionen zwischen Datenpakten und ein damit möglicherweise einhergehender
Verlust von Datenpaketen ganz oder nahezu vollständig vermieden werden.
[0020] Ein weiterer Vorteil des Sensor-/Aktor-Netzwerkes gegenüber dem oben erwähnten "Thinking
Carpet" kann darin gesehen werden, dass zum Aufbau der Datenpfade keine Baumstruktur
bzw. Selbstorganisation der Netzwerkelemente erforderlich ist. Damit wird bei dem
Sensor-/Aktor-Netzwerk vermieden, dass bestimmte Knoten des Netzwerkes sehr hohe Ströme
schalten müssen.
[0021] Ein anderer Aspekt der Erfindung kann darin gesehen werden, dass mittels der Textilschicht-Anordnung
eine Lösung bereitgestellt wird für eine mechanische Verbindung der Versorgungsleitungen
und der Datenleitungen zum Anschluss und zwischen verschiedenen Textilbahnen in der
Fläche.
[0022] Ein Vorteil der Erfindung kann darin gesehen werden, dass unter Verwendung der bereitgestellten
Textilschicht-Anordnung bzw. des Verfahrens zum Herstellen einer Textilschicht-Anordnung
sogenannte intelligente Textilien ("Smart Textiles") auf einfache und kostengünstige
Weise in einem Rolle-zu-Rolle-Prozess gefertigt werden können, so dass die Produktionskosten
solcher intelligenter Textilien stark reduziert werden können.
[0023] Zum Beispiel wird bei der Textilschicht-Anordnung ein aufwendiges Einweben von Datenleitungen
in das Textil zum Verbinden der Module ganz oder nahezu vollständig vermieden.
[0024] Ein anderer Aspekt der Erfindung kann darin gesehen werden, dass großflächige Sensor-und
Aktuator-Flächenverkleidungs-Elemente bereitgestellt werden, mit deren Hilfe es möglich
ist, Applikationen von "intelligenten Umgebungen" zu realisieren.
[0025] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung sind/ist die erste Textilschicht und/oder
die zweite Textilschicht als elektrisch nicht-leitende Textilschicht ausgebildet.
[0026] Die erste Textilschicht und/oder die zweite Textilschicht können/kann ein Polyester-Material
aufweisen bzw. aus einem Polyester-Material bestehen. Die erste Textilschicht und/oder
die zweite Textilschicht können/kann beispielsweise ein Trevira® CS Material aufweisen
oder daraus bestehen. Alternativ können andere geeignete Materialien für die erste
Textilschicht und/oder die zweite Textilschicht verwendet werden.
[0027] Die erste Textilschicht und/oder die zweite Textilschicht können/kann eine Vlies-Struktur
aufweisen, zum Beispiel mit einem Flächengewicht von ungefähr 200 g/m
2 bis 800 g/m
2, beispielsweise 350 g/m
2 bis 650 g/m
2, beispielsweise ungefähr 500 g/m
2.
[0028] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung weist die Textilschicht-Anordnung
mindestens einen Zwischenträger (im folgenden auch Interposer genannt) auf, wobei
das mindestens eine elektronische Bauelement auf einer ersten Hauptoberfläche des
mindestens einen Zwischenträgers ausgebildet ist, und wobei eine der ersten Hauptoberfläche
gegenüberliegende zweite Hauptoberfläche des mindestens einen Zwischenträgers eine
gemeinsame Grenzfläche aufweist mit einer oberen Oberfläche (anschaulich der Oberseite)
der ersten Textilschicht oder mit einer unteren Oberfläche (anschaulich der Unterseite)
der zweiten Textilschicht.
[0029] Anschaulich kann der Zwischenträger so angeordnet sein, dass das mindestens eine
auf der ersten Hauptoberfläche des Zwischenträgers ausgebildete elektronische Bauelement
der Oberseite oder der Unterseite der Textilschicht-Anordnung zugewandt ist.
[0030] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass die mindestens
eine Zuleitung, welche das mindestens eine elektronische Bauelement mit der mindestens
einen Energieleitung elektrisch koppelt, auf der oberen Oberfläche der ersten Textilschicht
ausgebildet ist.
[0031] In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass die mindestens
eine Zuleitung auf der oberen Oberfläche der zweiten Textilschicht ausgebildet ist.
[0032] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung weist das mindestens eine elektronische
Bauelement mindestens einen integrierten Schaltkreis auf. Das mindestens eine elektronische
Bauelement kann als integrierter Schaltkreis ausgebildet sein.
[0033] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung weist das mindestens eine elektronische
Bauelement mindestens ein Sende-/Empfangs-Element auf. Das mindestens eine Sende-/Empfangselement
kann ein RF-Element (Radiofrequenz-Element) aufweisen, beispielsweise einen aktiven
oder passiven RFID-Tag.
[0034] Anschaulich kann das mindestens eine elektronische Bauelement als ein Netzwerkelement
bzw. eine Sende-/Empfangs-Einheit eines im vorangegangenen beschriebenen Sensor-/Aktor-Netzwerkes
ausgebildet sein.
[0035] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist die mindestens eine Energieleitung
mit einem hohen elektrischen Potential und/oder mit einem niedrigen elektrischen Potential
elektrisch koppelbar. Die Energieleitung kann beispielsweise mit einer elektrischen
Versorgungsspannungsquelle elektrisch gekoppelt sein.
[0036] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung weist die Textilschicht-Anordnung
mindestens eine elektrisch leitfähige Struktur auf. Die mindestens eine elektrisch
leitfähige Struktur kann zwischen der ersten Textilschicht und der zweiten Textilschicht
ausgebildet sein. Alternativ kann die mindestens eine elektrisch leitfähige Struktur
auf der oberen Oberfläche (anschaulich auf der Oberseite) der zweiten Textilschicht
ausgebildet sein.
[0037] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist die mindestens eine elektrisch
leitfähige Struktur als elektrisch leitfähige Textilstruktur ausgebildet.
[0038] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist die mindestens eine elektrisch
leitfähige Struktur als Sensor-Struktur bzw. Sensorelement ausgebildet, zum Beispiel
als kapazitives Sensorelement. Die elektrisch leitfähige Struktur kann als Sensorfläche
ausgebildet sein.
[0039] Eine Sensorfläche kann beispielsweise unter Verwendung eines Carbon-Materials gedruckt
werden oder kann alternativ aus Textil bestehend aus leitfähigen Polymeren gebildet
werden.
[0040] Alternativ kann die Sensorfläche mittels Aufdruckens eines metallgefüllten Klebers
gebildet werden. Alternativ kann zum Bilden der Sensorfläche lokal eine galvanische
Metallschicht aufgebracht werden.
[0041] Die mindestens eine elektrisch leitfähige Struktur (zum Beispiel das Sensorelement)
kann mit dem mindestens einen elektronischen Bauelement elektrisch gekoppelt sein.
[0042] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung weist die Textilschicht-Anordnung
eine elektrisch leitfähige Schicht auf, wobei die erste Textilschicht auf der elektrisch
leitfähigen Schicht ausgebildet ist.
[0043] Die elektrisch leitfähige Schicht kann als elektrisch leitfähige Textilschicht ausgebildet
sein. Eine als elektrisch leitfähige Textilschicht ausgebildete elektrisch leitfähige
Schicht kann eine Vlies-Struktur aufweisen, zum Beispiel mit einem Flächengewicht
von ungefähr 10 g/m
2 bis 500 g/m
2, beispielsweise 50 g/m
2 bis 250 g/m
2, beispielsweise ungefähr 100 g/m
2.
[0044] Die elektrisch leitfähige Schicht kann eine Dicke von ungefähr 1 µm bis 200 µm aufweisen.
[0045] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist die elektrisch leitfähige Schicht
mit einem niedrigen elektrischen Potential (zum Beispiel dem elektrischen Masse-Potential)
elektrisch koppelbar.
[0046] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist das mindestens eine elektronische
Bauelement mit der elektrisch leitfähigen Schicht elektrisch gekoppelt.
[0047] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung weist die Textilschicht-Anordnung
mindestens eine zumindest in der ersten Textilschicht ausgebildete Kontakt-Struktur
auf zum elektrischen Kontaktieren des mindestens einen elektronischen Bauelementes
mit der elektrisch leitfähigen Schicht durch die erste Textilschicht hindurch.
[0048] Anschaulich kann mittels Durchkontaktierens durch die elektrisch nicht-leitende erste
Textilschicht hindurch das elektronische Bauelement mit der elektrisch leitfähigen
Schicht (welche zum Beispiel als eine Masseleitung ausgebildet ist) elektrisch kontaktiert
werden. Mit anderen Worten bildet die Kontakt-Struktur einen Durchkontakt zum elektrischen
Kontaktieren des elektronischen Bauelementes mit der elektrisch leitfähigen Schicht
(Masseleitung) durch die nicht-leitende erste Textilschicht hindurch.
[0049] Die Durchkontaktierung kann unter Verwendung von Metall-Filamenten gebildet werden.
Das Bilden eines Durchkontakts kann zum Beispiel mittels Verstickens leitfähiger Filamente
(zum Beispiel Kupfer-Drähte, versilberte Kupfer-Drähte, Stahldrähte, Metalldrähte
in Kombination mit Polyester-Filamenten bzw. Aramid-Garnen) oder alternativ mittels
Vernietens oder Crimpens (d.h. Ausbilden einer Klemmverbindung) an der entsprechenden
Stelle erfolgen.
[0050] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung weist die mindestens eine Kontakt-Struktur
mindestens ein elektrisch leitfähiges Filament auf, welches durch die erste Textilschicht
hindurch verläuft.
[0051] Ein Aspekt der Erfindung kann darin gesehen werden, dass das mindestens eine elektronische
Bauelement mittels punktuellen Durchkontaktierens durch die erste Textilschicht hindurch
mit einer Masseleitung elektrisch gekoppelt werden kann, wobei das elektronische Bauelement
und die Masseleitung in unterschiedlichen Ebenen der Textilschicht-Anordnung ausgebildet
sind.
[0052] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung weist die Textilschicht-Anordnung
mindestens eine zumindest in der zweiten Textilschicht ausgebildete Kontakt-Struktur
auf zum elektrischen Kontaktieren des mindestens einen elektronischen Bauelementes
mit der mindestens einen (zum Beispiel als Sensor-Struktur ausgebildeten) elektrisch
leitfähigen Struktur und/oder mit der mindestens einen Zuleitung durch die zweite
Textilschicht hindurch. Anschaulich kann das elektronische Bauelement mittels Durchkontaktierens
durch die zweite Textilschicht hindurch mit der mindestens einen Zuleitung und/oder
mit der mindestens einen elektrisch leitfähigen Struktur elektrisch kontaktiert werden,
beispielsweise falls die mindestens eine Zuleitung und/oder die mindestens eine elektrisch
leitfähige Struktur auf der oberen Oberfläche der zweiten Textilschicht ausgebildet
sind/ist.
[0053] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung weist die mindestens eine Energieleitung
mindestens eine elektrisch leitfähige Anschluss-Textilschicht auf. Die mindestens
eine Energieleitung kann als elektrisch leitfähige (Anschluss-)Textilschicht, zum
Beispiel als elektrisch leitfähiges Textilband, ausgebildet sein.
[0054] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist die mindestens eine elektrisch
leitfähige Anschluss-Textilschicht so ausgebildet, dass sie einen in dein mindestens
einen Randbereich der Textilschicht-Anordnung ausgebildeten Endabschnitt der zweiten
Textilschicht umschließt.
[0055] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung weist die Textilschicht-Anordnung
mindestens eine Klemmschiene auf zum elektrischen Kontaktieren der mindestens einen
elektrisch leitfähigen Anschluss-Textilschicht, welche mindestens eine Klemmschiene
den mindestens einen Randbereich der Textilschicht-Anordnung umschließt.
[0056] Die mindestens eine Klemmschiene kann aus einem elektrisch nicht-leitfähigen Material
(zum Beispiel einem Kunststoff-Material) bestehen. Alternativ kann die Klemmschiene
ein elektrisch leitfähiges Material aufweisen, welches mit einer elektrisch nicht-leitfihigen
Beschichtung versehen ist.
[0057] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist die Textilschicht-Anordnung als
Flächenverkleidungsstruktur ausgebildet, zum Beispiel als Bodenverkleidungsstruktur
bzw. Bodenverkleidung.
[0058] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung wird bei einem Verfahren zum Herstellen
einer Textilschicht-Anordnung die elektrisch leitfähige Schicht auf eine der zweiten
Textilschicht abgewandte Oberfläche der ersten Textilschicht aufgedruckt. Mit anderen
Worten wird gemäß dieser Ausgestaltung die elektrisch leitfähige Schicht auf eine
untere Oberfläche (anschaulich die Unterseite) der ersten Textilschicht aufgedruckt.
[0059] Zum Aufdrucken der elektrisch leitfähigen Schicht kann ein elektrisch leitfähiges
PolymerMaterial verwendet werden.
Ferner kann die aufgedruckte elektrisch leitfähige Schicht galvanisch verstärkt werden.
[0060] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung wird eine zweite elektrisch leitfähige
Schicht ganzflächig auf die obere Oberfläche (d.h. die Oberseite) der ersten Textilschicht
aufgebracht.
[0061] Eine auf der oberen Oberfläche der ersten Textilschicht ausgebildete zweite elektrisch
leitfähige Schicht kann derart strukturiert werden, dass mindestens eine elektrische
Leiterbahn (zum Beispiel die mindestens eine Zuleitung) und/oder mindestens eine Sensor-Struktur
(zum Beispiel eine Sensorfläche) auf der ersten Textilschicht gebildet wird. Gemäß
einer anderen Ausgestaltung der Erfindung wird die zweite elektrisch leitfähige Schicht
ganzflächig auf die obere Oberfläche (d.h. die Oberseite) der zweiten Textilschicht
aufgebracht.
[0062] Eine auf der oberen Oberfläche der zweiten Textilschicht ausgebildete zweite elektrisch
leitfähige Schicht kann derart strukturiert werden, dass mindestens eine elektrische
Leiterbahn (zum Beispiel die mindestens eine Zuleitung) und/oder mindestens eine Sensor-Struktur
(zum Beispiel eine Sensorfläche) auf der zweiten Textilschicht gebildet wird.
[0063] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung wird das mindestens eine elektronische
Bauelement mittels elektrischen Durchkontaktierens durch die erste Textilschicht hindurch
mit der elektrisch leitfähigen Schicht elektrisch gekoppelt.
[0064] Das Durchkontaktieren kann unter Verwendung eines oder mehrerer der folgenden Verfahren
erfolgen:
- ein Verfahren zum Versticken elektrisch leitfähiger Filamente;
- ein Verfahren zum Vernieten;
- ein Crimp-Verfahren.
[0065] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung werden die erste Textilschicht und
die zweite Textilschicht unter Verwendung eines Laminier-Verfahrens miteinander verbunden.
[0066] Ein Aspekt der Erfindung kann darin gesehen werden, dass eine Textilschicht-Anordnung
mit einem mehrlagigen Textilaufbau (anders ausgedrückt, einem gestackten Textilaufbau)
bereitgestellt wird, welcher Textilautbau eine Abfolge von leitfähigen und nichtleitfähigen
Textillagen aufweist, wobei die einzelnen Textillagen entsprechend der gewünschten
elektrischen Eigenschaften unter Verwendung textiler Verbindungstechniken wie zum
Beispiel Sticken, Rascheln, Nähen, Wirken mit wahlweise leitfähigen oder nichtleitfähigen
Filamenten oder auch unter Verwendung von Klebetechniken mit leitfähigen oder nichtleitfähigen
bzw. anisotrop leitfähigen Klebern miteinander verbunden werden können.
[0067] Ein anderer Aspekt der Erfindung kann darin gesehen werden, dass ein Kontaktieren
von in die Textilschicht-Anordnung integrierten Elektronikmodulen bzw. elektronischen
Bauelementen (zum Beispiel eines Netzwerkelementes) beispielsweise mittels Klebens
mit nichtleitfähigem oder anisotrop leitendem Kleber (wie beispielsweise in [3] beschrieben)
erfolgt, alternativ mittels Lötens, Laser-Schweißens oder Verstickens mit leitfähigen
Filamenten.
[0068] Ein Vorteil der Erfindung kann darin gesehen werden, dass die für eine Applikation
gewünschte Elektronik mit einem oder mehreren in der Textilschicht-Anordnung integrierten
Sensorelementen (Sensorflächen) und/oder Aktuator-Elementen so verbunden werden kann,
dass zusätzlich zu der elektrischen Verdrahtung ein mechanischer Schutz während des
Gebrauchs gewährleistet wird.
[0069] Ferner können Kurzschlüsse in der Textilschicht-Anordnung beispielsweise dadurch
vermieden werden, dass elektrische Leitungen, welche mit unterschiedlichen elektrischen
Potentialen gekoppelt sind (zum Beispiel die mindestens eine Energieleitung und eine
als Masseleitung ausgebildete elektrisch leitfähige Schicht), in unterschiedlichen
Ebenen der Textilschicht-Anordnung ausgebildet sind.
[0070] Ein anderer Vorteil der Erfindung kann darin gesehen werden, dass durch den Textilaufbau
der Textilschicht-Anordnung eine Abschirmung gegen Störeinflüsse und ein einfacher
und robuster elektrischer Anschluss für eine Versorgungsspannung erreicht werden.
[0071] Ein anderer Vorteil der Erfindung kann darin gesehen werden, dass mit der Textilschicht-Anordnung
bzw. mit dem Verfahren zum Herstellen einer Textilschicht-Anordnung unter Verwendung
einfacher, preiswerter und bereits standardmäßig vorhandener Flächenbildungsverfahren
eine gewünschte mehrlagige Flächenverkleidungsstruktur mit allen gewünschten Eigenschaften
geschaffen sind bzw. werden.
[0072] Ein anderer Aspekt der Erfindung kann daher darin gesehen werden, dass bei dem mehrlagigen
Textilaufbau der Textilschicht-Anordnung mit der gewählten Abfolge von leitfähigen,
nichtleitfähigen Textillagen und textilen Verbindungstechniken bzw. Klebetechniken
mit leitfähigen bzw. nichtleitfähigen Materialien eine Flächenverkleidungsstruktur
bereitgestellt wird, welche Flächenverkleidungsstruktur ein einfaches Kontaktieren
der integrierten Elektronik (z.B. integrierte elektronische Bauelemente bzw. Schaltkreise
eines oder mehrerer Netzwerkelemente), der Sensorflächen und deren Anschlüsse gewährleistet,
und welche Flächenverkleidungsstruktur ferner eine Abschirmung, Masseflächen und einen
einfachen Netzanschluss gewährleistet. Außerdem können die nichtleitfähigen Textillagen
antistatisch beschichtet werden, um einen ESD-Schutz, d.h. einen Schutz vor elektrostatischen
Entladungen (ESD: Electrostatic Discharge), zu gewährleisten.
[0073] Ein anderer Aspekt der Erfindung kann darin gesehen werden, dass es mittels Durchkontaktierens
zwischen verschiedenen Schichten einer Textilschicht-Anordnung gelingt, einen Großteil
separater Zuleitungen (bzw. elektrisch leitfähiger Bahnen) einzusparen. Die textilen
Bahnen mit der integrierten Elektronik können mittels einfachen Aneinanderlegens und
Verklebens mit leitfähigen Klebebändern in einer Fläche installiert werden. Das Anschließen
an einen elektrischen Netzanschluss kann beispielsweise unter Verwendung einer einfachen
Klemmleiste erfolgen. Auf aufwendige Stecker kann daher bei dieser Technik verzichtet
werden. Der Mehrlagenaufbau kann so ausgebildet sein, dass nur eine Textillage der
Textilschicht-Anordnung mit aufwendiger Kontaktierungstechnik verarbeitet werden muss.
Die anderen Textillagen können mittels ganzflächigen Laminierens ohne Justieraufwand
miteinander verbunden werden. Lediglich das um die Kante geführte leitfähige Textil
für den großflächigen Netzanschluss wird in einem Arbeitsschritt auf die Oberfläche
geklebt oder festgenäht. Durch eine geeignete Wahl des Klebers beim Laminieren der
einzelnen Textilschichten kann die Mehrlagenstruktur der Textilschicht-Anordnung bei
Bedarf wasserfest gemacht werden und die integrierte Elektronik vor einem Kurzschluss
bei Nässe geschützt werden.
[0074] Ein anderer Aspekt der Erfindung kann darin gesehen werden, dass eine Anwendung beschrieben
wird, die zum Beispiel einen Fußboden als ein großflächiges intelligentes Sensor-Netzwerk
einsetzt (sogenannter Sensor Floor). Unsichtbar unter beliebige Bodenbeläge installiert,
vereinfacht und verbessert die beschriebene Technologie jene Funktionen, welche derzeit
von vielen getrennten Systemen erfüllt werden müssen. Darüber hinaus werden aber auch
völlig neue Anwendungen ermöglicht, die von der Erhöhung der persönlichen Sicherheit,
über innovative Komfortfunktionen bis zur Einsparung von Energie reichen.
[0075] Vorteilhafte Anwendungen ergeben sich beispielsweise in den Bereichen Pflege und
Gesundheit (zum Beispiel Sturz-Erkennung: ein Sensor-Floor mit integrierten Sensoren
kann "erkennen", ob eine auf dem Boden gestürzte Person liegen bleibt oder wieder
aufsteht), Komfort und Sicherheit, Gebäude-Automation, Facility-Management und Transport-Logistik.
Hierbei kommen einerseits Sensoren zum Einsatz, die die Anwesenheit von Personen auf
einem Fußboden erkennen können. Andererseits ermöglichen in einen Boden integrierte
Landmarken eine genaue Lokalisation von Fahrzeugen wie zum Beispiel Robotern oder
Rollstühlen. Als Basistechnologie können Sensoren und mikroelektronische Komponenten
verwendet werden, die in Textilien eingebettet sind.
[0076] Ein anderer Aspekt der Erfindung kann darin gesehen werden, dass bei einem Textilschicht-Array
anschaulich mehrere einzelne Textilschicht-Anordnungen (auch als textile Bahnen bzw.
Textilbahnen bezeichnet) mittels einfachen Aneinanderlegens zu einer großen Fläche
zusammengefügt werden können. Auf diese Weise kann eine großflächige Flächenverkleidungsstruktur
geschaffen werden, mit lateralen Abmessungen von beispielsweise ungefähr 10 cm bis
10 m. Die einzelnen Textilschicht-Anordnungen bzw. Textilbahnen des Textilschicht-Arrays
sind mittels der in den Textilschicht-Bahnen ausgebildeten Energieleitungen miteinander
gekoppelt, zum Beispiel unter Verwendung einer oder mehrerer Klemmschienen, elektrisch
leitfähigem Kleber oder elektrisch leitfähigem Klebeband.
[0077] Eine Textilschicht-Anordnung bzw. ein Textilschicht-Array kann auf einem Untergrund
(zum Beispiel einem Estrich) aufgebracht werden. Ferner kann die Textilschicht-Anordnung
bzw. das Textilschicht-Array mit einem handelsüblichen Bodenbelag (zum Beispiel Kunststoffboden,
Gummiboden, Laminat, Parkett, Fliesen, Steinbelag oder andere geeignete Bodenbeläge)
abgedeckt werden. Bei einer Abdeckung mit Fliesen oder einem Steinbelag kann eine
weitere Zwischenschicht (zum Beispiel Watec®2E) eingefügt werden, welche Zwischenschicht
ein armiertes Tragesystem bildet für im Dünnbett verlegte keramische Fliesen im Innenbereich
und zur Entlüftung sowie zur Entkopplung des Belags vom Untergrund dient.
[0078] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Figuren dargestellt und werden im
folgenden näher erläutert. In den Figuren sind gleiche oder ähnliche Elemente, soweit
sinnvoll, mit gleichen oder identischen Bezugszeichen versehen. Die in den Figuren
gezeigten Darstellungen sind schematisch und daher nicht maßstabsgetreu gezeichnet.
[0079] Es zeigen
- Figur 1A und Figur 1B
- Querschnittsansichten einer Textilschicht-Anordnung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Figur 2
- eine Draufsicht einer Textilschicht-Anordnung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Figur 3
- eine Draufsicht einer Textilschicht-Anordnung gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Figur 4
- eine Draufsicht einer Textilschicht-Anordnung gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Figur 5
- eine Draufsicht einer Textilschicht-Anordnung gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Figur 6A und Figur 6B
- Querschnittsansichten einer Textilschicht-Anordnung gemäß einem sechsten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Figur 7
- eine Querschnittsansicht einer Textilschicht-Anordnung gemäß einem siebten Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
[0080] Fig.1A und
Fig.1B zeigen jeweils eine Teilquerschnittsansicht einer Textilschicht-Anordnung 100 gemäß
einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Textilschicht-Anordnung 100 weist
eine erste Textilschicht 1 und eine zweite Textilschicht 13 auf, welche als elektrisch
nicht-leitende Textilschichten ausgebildet sind.
[0081] Fig.1A zeigt die Textilschicht-Anordnung 100 während eines Prozessschrittes eines
Verfahrens zum Herstellen der Textilschicht-Anordnung zu einem Zeitpunkt vor einem
Verbinden der ersten Textilschicht 1 mit der zweiten Textilschicht 13, und Fig.1B
zeigt die Textilschicht-Anordnung 100 während eines anderen Prozessschrittes des Verfahrens
nach dem Verbinden der ersten Textilschicht 1 mit der zweiten Textilschicht 13.
[0082] Die zweite Textilschicht 13 ist auf bzw. über der ersten Textilschicht 1 ausgebildet
und dient anschaulich als Abdeckschicht der Textilschicht-Anordnung 100. Die mehrlagige
Textilschicht-Anordnung 100 dient zur Verwendung in einem großflächigen Sensorboden
mit kapazitiven Sensoren. Die Textilschicht-Anordnung 100 weist ein als Silizium-Chip
ausgebildetes elektronisches Bauelement 3 auf, welches zwischen der ersten Textilschicht
1 und der zweiten Textilschicht 13 ausgebildet ist. Anschaulich dient die elektrisch
nichtleitfähige erste Textilschicht 1 als Basis für ein oder mehrere in die Textilschicht-Anordnung
100 integrierte elektronische Bauelemente bzw. Mikroelektronik und deren Verdrahtung.
Die in die Textilschicht-Anordnung 100 integrierte Mikroelektronik bzw. elektronischen
Bauelemente (in Fig.1A und Fig.1B beispielhaft durch das elektronische Bauelement
3 bzw. den Chip 3 dargestellt) ist auf einem (beispielsweise flexiblen) Zwischenträger
2 (Interposer) ausgebildet. Der Zwischenträger 2 bzw. Interposer 2 dient anschaulich
als Träger für die in die Textilschicht-Anordnung 100 integrierte Elektronik. Der
Zwischenträger 2 weist eine erste Hauptoberfläche 2a und eine der ersten Hauptoberfläche
2a gegenüberliegende zweite Hauptoberfläche 2b auf, wobei das elektronische Bauelement
3 auf der ersten Hauptoberfläche 2a des Zwischenträgers 2 ausgebildet ist.
[0083] Die Textilschicht-Anordnung 100 weist eine Energieleitung 8 zum Bereitstellen elektrischer
Energie auf, welche Energieleitung 8 in einem Randbereich 40 der Textilschicht-Anordnung
100 ausgebildet ist. Die Energieleitung 8 ist mit einer äußeren Versorgungsspannungsquelle
elektrisch koppelbar. Die Energieleitung 8 verläuft senkrecht zur Zeichenebene der
Figuren 1A und 1B , vgl. Fig.2. Die Textilschicht-Anordnung weist ferner eine auf
einer oberen Oberfläche 1a der ersten Textilschicht 1 ausgebildete Zuleitung 7 auf,
welche Zuleitung 7 das elektronische Bauelement 3 mit der Energieleitung 8, welche
Energieleitung 8 in einem Abstand zu dem elektronischen Bauelement 3 angeordnet ist,
elektrisch koppelt. Die Zuleitung 7 ist in einem (von Null verschiedenen) Winkel zu
der Energieleitung 8 angeordnet. Anschaulich verläuft die Zuleitung 7 senkrecht, d.h.
unter einem Winkel von 90° (90 Winkelgrad) zu der Energieleitung 8 (vgl. Fig.2). Die
Energieleitung 8 und die Zuleitung 7 können jedoch auch einen anderen (von 0° bzw.
180° verschiedenen) Winkel miteinander bilden.
[0084] Die Energieleitung 8 weist eine Anschluss-Textilschicht auf, welche Anschluss-Textilschicht
als elektrisch leitfähiges Textilband ausgebildet ist. Gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel
wird bei dem Verfahren zum Herstellen der Textilschicht-Anordnung 100 das Textilband
8 in dem Randbereich 40 der Textilschicht-Anordnung 100 auf der ersten Textilschicht
1 (genauer auf der oberen Oberfläche 1a der ersten Textilschicht 1 ) aufgebracht und
zum Beispiel mittels textiler Standard-Verbindungstechniken mit der ersten Textilschicht
1 verbunden, wobei anschaulich ein Teil des Textilbandes 8 übersteht, d.h. nicht mit
der ersten Textilschicht 1 verbunden ist (siehe Fig.1 A). In einem anderen Prozessschritt
des Verfahrens, nachdem die erste Textilschicht 1 und die zweite Textilschicht 13
miteinander verbunden sind, wird das Textilband 8 anschaulich um die (in Fig.1A linke)
Kante 13c der zweiten Textilschicht 13 herum nach oben geklappt, so dass das Textilband
bzw. die Anschluss-Textilschicht 8 einen in dem Randbereich 40 der Textilschicht-Anordnung
100 ausgebildeten Endabschnitt der zweiten Textilschicht 13 umschließt (siehe Fig.1
B), wobei ein erster Teilbereich der Anschluss-Textilschicht 8 zwischen der ersten
Textilschicht 1 und der zweiten Textilschicht 13 ausgebildet ist, ein zweiter Teilbereich
der Anschluss-Textilschicht 8 auf der Kante 13c der zweiten Textilschicht 13 ausgebildet
ist, und ein dritter Teilbereich der Anschluss-Textilschicht 8 auf einer oberen Oberfläche
13a der zweiten Textilschicht 13 ausgebildet ist.
[0085] Auf der ersten Hauptoberfläche 2a des Zwischenträgers 2 sind ferner ein erster elektrischer
Kontakt (erstes Kontaktpad) 4, ein zweiter elektrischer Kontakt (zweites Kontaktpad)
5 und ein dritter elektrischer Kontakt (drittes Kontaktpad) 6 ausgebildet. Anschaulich
weist die Mikroelektronik 3 elektrische Anschlüsse (nicht gezeigt) zum Anschließen
einer Versorgungsspannung, Masse und eines elektrischen Sensor-Elementes 10 auf, wobei
die Anschlüsse der Mikroelektronik 3 über das erste Kontaktpad 4 (Versorgungsspannung),
das zweite Kontaktpad 5 (Masse) und das dritte Kontaktpad 6 (Sensoranschluss) nach
außen geführt werden.
[0086] Eine Versorgungsspannung kann an das elektrisch leitfähige Textilband 8 angeschlossen
werden und mittels der (elektrisch leitfähigen) Zuleitung 7 an dem ersten Kontaktpad
4 des Zwischenträgers 2 bereitgestellt werden. Anschaulich bildet die Anschluss-Textilschicht
8 (Textilband 8) den Anschluss der Versorgungsspannung an der Oberseite der mehrlagigen
Textilstruktur 100.
[0087] Der Interposer 2, die darauf ausgebildete Mikroelektronik 3 und die Kontaktpads 4,
5, 6 bilden zusammen anschaulich ein Elektronikmodul 18, welches Elektronikmodul 18
beispielsweise als ein Netzwerkelement eines Sensor-/Aktor-Netzwerkes ausgebildet
sein kann. Das Elektronikmodul 18 bzw. der Zwischenträger 2 des Elektronik-Moduls
18 wird so angeordnet, dass nach dem Verbinden der ersten Textilschicht 1 mit der
zweiten Textilschicht 13 die zweite Hauptoberfläche 2b des Zwischenträgers 2 eine
gemeinsame Grenzfläche aufweist mit der unteren Oberfläche 13b der zweiten Textilschicht
13 (siehe Fig. 1 B). Mit anderen Worten wird der Zwischenträger 2 so angeordnet, dass
die auf dem Zwischenträger 2 ausgebildete Mikroelektronik 3 der oberen Oberfläche
1a der ersten Textilschicht 1 zugewandt ist.
[0088] Der erste elektrische Kontakt 4 (erstes Kontaktpad 4) wird mit der Zuleitung 7 elektrisch
verbunden (vgl. Fig.1B), so dass dem Zwischenträger 2 bzw. dem darauf ausgebildeten
elektronischen Bauelement 3 mittels der Energieleitung 8, der Zuleitung 7 und dem
ersten Kontaktpad 4 elektrische Energie (in Form einer Versorgungsspannung) bereitgestellt
werden kann.
[0089] Die Textilschicht-Anordnung 100 weist ferner eine elektrisch leitfähige Schicht 11
auf, wobei die erste Textilschicht 1 auf der elektrisch leitfähigen Schicht 11 ausgebildet
ist. Die elektrisch leitfähige Schicht 11 ist als elektrisch leitfähige Textilschicht
ausgebildet und kann beispielsweise ein möglichst niederohmiges Textil-Material aufweisen.
Die elektrisch leitfähige Schicht 11 bildet anschaulich eine Masseleitung der Textilschicht-Anordnung
100, eine Abschirmung zum Untergrund sowie einen elektrischen Anschluss für ein elektrisches
Netzteil.
[0090] Gemäß einer anderen (nicht gezeigten) Ausgestaltung der Erfindung kann die elektrisch
leitfähige Schicht 11 aus einer leitfähigen Schicht bestehen, welche auf die erste
Textilschicht 1 (bzw. auf eine der oberen Oberfläche 1a gegenüber liegende untere
Oberfläche der ersten Textilschicht 1) aufgebracht ist (zum Beispiel mittels Aufdruckens
eines leitfähigen Polymers).
[0091] Die Textilschicht-Anordnung 100 weist ferner eine elektrisch leitfähige Bahn 9 auf,
welche elektrisch leitfähige Bahn 9 auf der ersten Textilschicht 1 ausgebildet ist.
Weiterhin weist die Textilschicht-Anordnung 100 eine elektrisch leitfähige Textilstruktur
10 auf, welche als eine Sensorfläche 10 für einen kapazitiven Sensor des Sensorbodens
dient. Die elektrisch leitfähige Textilstruktur bzw. Sensorfläche 10 ist mittels der
elektrisch leitfähigen Bahn 9 mit dem Elektronikmodul 18, genauer mit dem auf dem
Zwischenträger 2 ausgebildeten dritten elektrischen Kontakt (dritten Kontaktpad) 6
elektrisch gekoppelt.
[0092] Das Elektronikmodul 18 der Textilschicht-Anordnung 100 kann alternativ mit mehreren
Sensorflächen 10 elektrisch gekoppelt sein. Zum Beispiel können auf dem Zwischenträger
2 mehrere dritte elektrische Kontakte 6 (dritte Kontaktpads 6) ausgebildet sein, welche
jeweils mittels einer elektrisch leitfähigen Bahn 9 mit der jeweiligen Sensorfläche
10 elektrisch verbunden sind (siehe zum Beispiel Fig.4 und Fig.5).
[0093] In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass die Anforderungen an die Leitfähigkeit
der Sensorfläche 10 für den kapazitiven Sensor deutlich geringer sind als bei dem
ersten elektrischen Kontakt 4 für die Versorgungsspannung bzw. dem zweiten elektrischen
Kontakt 5 für Masse. Die Sensorfläche 10 kann daher beispielsweise unter Verwendung
eines Carbon-Materials gedruckt werden oder kann alternativ aus Textil bestehend aus
leitfähigen Polymeren gebildet werden.
[0094] Die Leiterbahnen und Leiterflächen für die Versorgungsspannung und Masse können aus
metallisiertem Vlies oder Gewebe hergestellt werden. Alternativ können diese Flächen
aufgedruckt werden, zum Beispiel mit metallgefülltem Kleber.
[0095] Die Textilschicht-Anordnung 100 weist ferner eine Kontakt-Struktur 12 auf, welche
Kontakt-Struktur 12 unterhalb des zweiten Kontaktpads 5 in der ersten Textilschicht
1 und in der elektrisch leitfähigen Textilschicht 11 ausgebildet ist. Anschaulich
bildet die Kontakt-Struktur 12 einen Durchkontakt zum elektrischen Kontaktieren des
elektronischen Bauelementes 3 (bzw. des zweiten Kontaktpads 5) mit der elektrisch
leitfähigen Schicht 11 (Masseleitung) durch die nicht-leitende erste Textilschicht
1 hindurch.
[0096] Der Durchkontakt 12 kann unter Verwendung von Metall-Filamenten gebildet werden,
zum Beispiel mittels Verstickens leitfähiger Filamente (zum Beispiel Kupfer-Drähte,
versilberte Kupfer-Drähte, Stahldrähte, Metalldrähte in Kombination mit Polyester-Filamenten
bzw. Aramid-Garnen) oder alternativ mittels Vernietens oder Crimpens an der entsprechenden
Stelle.
[0097] Das Kontaktieren des Zwischenträgers 2 kann mittels Klebens mit leitfähigem, nichtleitfähigem
oder anisotrop leitfähigem Kleber erfolgen. Alternativ kann das Kontaktieren des Zwischenträgers
2 mittels Lötens, Laserschweißens oder Anstickens an die elektrischen Kontakte 4,
5, 6 erfolgen, weiter alternativ mittels eines Crimp-Verfahrens ("Crimpen").
[0098] Fig.1B zeigt die Textilschicht-Anordnung 100 während eines Prozessschrittes des Verfahrens
nach dem Verbinden der Textilschichten 1 und 13. Das Verbinden der ersten Textilschicht
1 mit der zweiten Textilschicht 13 kann mittels eines Laminier-Verfahrens erfolgen.
Das Anschlusstextil 8 bzw. die Anschluss-Textilschicht 8 für die Versorgungsspannung
wird durch Umbiegen auf die Oberseite der Mehrlagenstruktur (d.h. die obere Oberfläche
13a der zweiten Textilschicht 13) geführt und kann mittels Klebens oder alternativ
mittels Nähens mit nichtleitfähigem Garn 80 befestigt werden und bildet dort den Anschluss
für die Versorgungsspannung. Durch die optionale Naht 80 kann gleichzeitig ein mechanischer
Kantenschutz für das Textil erreicht werden, der es bei einer baustellenseitigen Installation
und während des Gebrauchs schützt.
[0099] Dadurch, dass bei der Textilschicht-Anordnung 100 die Elektronik, die Sensorfläche(n)
- und die entsprechende Verdrahtung zwischen der ersten Textilschicht 1 und der zweiten
Textilschicht 13 ausgebildet sind, kann ein guter mechanischer Schutz der entsprechenden
Komponenten erreicht werden.
[0100] Fig.2 zeigt eine Draufsicht einer Textilschicht-Anordnung 200 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
Die Darstellung entspricht im Wesentlichen einer Draufsicht auf die in Fig.1A gezeigte
Textilschicht-Anordnung 100, wobei in Fig.2 die obere Textilschicht, d.h. die zweite
Textilschicht 13, nicht dargestellt ist.
[0101] Gemäß dem in Fig.2 gezeigten Ausführungsbeispiel ist bei der Textilschicht-Anordnung
200 jeweils eine Sensorfläche pro Elektronik-Modul bzw. Netzwerkelement vorgesehen.
In Fig.2 sind beispielhaft zwei Netzwerkelemente 18a und 18b und vier Sensorflächen
10a, 10a, 10b und 10b' gezeigt, wobei ein erstes Netzwerkelement 18a mit einer ersten
Sensorfläche 10a elektrisch gekoppelt ist, und ein zweites Netzwerkelement 18b mit
einer zweiten Sensorfläche 10b elektrisch gekoppelt ist. Eine dritte Sensorfläche
10b ist entsprechend mit einem (nicht gezeigten) dritten Netzwerkelement gekoppelt,
und eine vierte Sensorfläche 10b' ist mit einem (nicht gezeigten) vierten Netzwerkelement
gekoppelt. Die Textilschicht-Anordnung 200 weist eine erste Energieleitung 8a auf,
welche erste Energieleitung 8a in einem ersten Randbereich 40a der Textilschicht-Anordnung
200 ausgebildet ist. Ferner weist die Textilschicht-Anordnung 200 eine zweite Energieleitung
8b auf, welche zweite Energieleitung 8b in einem zweiten Randbereich 40b der Textilschicht-Anordnung
200 ausgebildet ist. Das erste Netzwerkelement 18a ist mittels einer ersten Zuleitung
7a mit der ersten Energieleitung 8a elektrisch gekoppelt, und das zweite Netzwerkelement
18b ist mittels einer zweiten Zuleitung 7b mit der zweiten Energieleitung 8b elektrisch
gekoppelt. Bei der Textilschicht-Anordnung 200 gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel
sind die erste Zuleitung 7a und die erste Energieleitung 8a in einem rechten Winkel,
d.h. unter einem Winkel von 90°, zueinander angeordnet. Ferner sind die zweite Zuleitung
7b und die zweite Energieleitung 8b ebenfalls unter einem Winkel von 90° zueinander
angeordnet. Gemäß alternativen Ausführungsbeispielen der Erfindung können/kann der
Winkel zwischen der ersten Zuleitung 7a und der ersten Energieleitung 8a und/oder
der Winkel zwischen der zweiten Zuleitung 7b und der zweiten Energieleitung 8b einen
anderen (von 0° bzw. 180° verschiedenen) Wert aufweisen. Anschaulich ist an jeder
Kante der Textilschicht-Anordnung 200 bzw. des Textils jeweils eine Energieleitung
8a, 8b ausgebildet, wobei die Energieleitungen 8a, 8b mit einer Versorgungsspannung
elektrisch koppelbar sind zum Bereitstellen elektrischer Energie an den Netzwerkelementen
18a, 18b. Mit anderen Worten wird das erste Netzwerkelement 18a (bzw. die in dem ersten
Netzwerkelement 18a ausgebildeten elektronischen Bauelemente 3) mittels der ersten
Energieleitung 8a mit elektrischer Energie versorgt, und das zweite Netzwerkelement
18b (bzw. die in dem zweiten Netzwerkelement 18b ausgebildeten elektronischen Bauelemente
3) wird mittels der zweiten Energieleitung 8b mit elektrischer Energie versorgt. Das
(nicht gezeigte) dritte Netzwerkelement, welches mit der dritten Sensorfläche 10a'
gekoppelt ist, kann mittels einer dritten Zuleitung (nicht gezeigt) mit der ersten
Energieleitung 8a gekoppelt sein und von dieser mit elektrischer Energie versorgt
werden, und das (nicht gezeigte) vierte Netzwerkelement, welches mit der vierten Sensorfläche
10b' gekoppelt ist, kann mittels einer vierten Zuleitung (nicht gezeigt) mit der zweiten
Energieleitung 8b gekoppelt sein und von dieser mit elektrischer Energie versorgt
werden. Die erste Energieleitung 8a und die zweite Energieleitung 8b sind jeweils
als elektrisch leitfähiges Textilband ausgebildet.
[0102] Mittels mehrfachen Aneinanderlegens der in Fig.2 gezeigten Textilschicht-Anordnung
200 (welche auch als Textilbahn bezeichnet werden kann) kann ein Textilschicht-Array
gebildet werden, wobei in dem Textilschicht-Array die Energieleitungen 8a, 8b der
einzelnen Textilbahnen 200 miteinander gekoppelt sind. In diesem Zusammenhang ist
anzumerken, dass aufgrund der Symmetrie der in Fig.2 gezeigten Textilschicht-Anordnung
200 zwei Textilbahnen 200 sowohl so aneinandergefügt werden können, dass jeweils zwei
erste Energieleitungen 8a miteinander gekoppelt sind und zwei zweite Energieleitungen
8b miteinander gekoppelt sind, als auch so, dass eine erste Energieleitung 8a der
einen Textilbahn mit einer zweiten Energieleitung 8b der anderen Textilbahn gekoppelt
ist und umgekehrt. Mit anderen Worten können beim Aneinanderfügen mehrerer Textilbahnen
200 eine oder mehrere der Textilbahnen 200 um 180 Grad gedreht sein. Anschaulich kann
die in Fig.2 gezeigte Struktur nach oben bzw. unten, d.h. in Richtung der Längsachse
der Energieleitungen 8a, 8b, durch Aneinanderfügen einzelner Textilbahnen periodisch
fortgesetzt werden. Alternativ oder zusätzlich kann die in Fig.2 gezeigte Struktur
nach links bzw. rechts, d.h. senkrecht zur Längsachse der Energieleitungen 8a, 8b,
durch Aneinanderfügen einzelner Textilbahnen periodisch fortgesetzt werden. Mittels.
Aneinanderlegens einzelner Textilbahnen zu einem Textilschicht-Array kann somit eine
beliebig große Fläche mit Textilbahnen abgedeckt werden.
[0103] Fig.3 zeigt eine Draufsicht einer Textilschicht-Anordnung 300 gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel
der Erfindung, bei der wie bei der Textilschicht-Anordnung 200 jedes Netzwerkelement
an eine Sensorfläche angeschlossen ist. Im Unterschied zu der in Fig.2 gezeigten Textilschicht-Anordnung
200 ist jedoch bei der Textilschicht-Anordnung 300 die Sensorfläche fast vollständig
bis auf den Anschluss für die Versorgungsspannung um das jeweilige Elektronikmodul
herumgeführt. Beispielhaft sind ein erstes Netzwerkelement 18a und ein zweites Netzwerkelement
18b sowie eine erste Sensorfläche 10a und eine zweite Sensorfläche 10b gezeigt, wobei
das erste Netzwerkelement 18a mit der ersten Sensorfläche 10a elektrisch gekoppelt
ist, und das zweite Netzwerkelement 18b mit der zweiten Sensorfläche 10b elektrisch
gekoppelt ist. Eine erste Zuleitung 7a koppelt das erste Netzwerkelement 18a (bzw.
eines oder mehrere in dem ersten Netzwerkelement 18a ausgebildete elektronische Bauelemente
3) mit einer in einem ersten Randbereich 40a der Textilschicht-Anordnung 300 ausgebildeten
ersten Energieleitung 8a, und eine zweite Zuleitung 7b koppelt entsprechend das zweite
Netzwerkelement 18b (bzw. eines oder mehrere in dem zweiten Netzwerkelement 18b ausgebildete
elektronische Bauelemente 3) mit einer in einem zweiten Randbereich 40b der Textilschicht-Anordnung
300 ausgebildeten zweiten Energieleitung 8b.
[0104] Fig.4 zeigt eine Textilschicht-Anordnung 400 gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel der
Erfindung. Die Textilschicht-Anordnung 400 unterscheidet sich von der in Fig.2 gezeigten
Textilschicht-Anordnung 200 dadurch, dass an das erste Netzwerkelement 18a und an
das zweite Netzwerkelement 18b jeweils vier Sensorflächen 10 angeschlossen sind. Der
Zwischenträger 2 des jeweiligen Netzwerkelementes bzw. Elektronikmoduls weist dazu
vier dritte elektrische Kontakte bzw. Kontaktpads 6 auf für die Sensoren 10. Die Elektronik
3 kann so eingerichtet sein, dass ein Multiplexen der Sensoren 10 (bzw. der Sensor-Signale)
möglich ist.
[0105] Fig.5 zeigt eine Textilschicht-Anordnung 500 gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel der
Erfindung, bei der acht Sensoren bzw. Sensorflächen 10 pro Netzwerkmodul 18a, 18b
vorgesehen sind. Gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel weisen die Sensorflächen
10 eine dreieckige Form auf, um ein einfaches Anschließen der dritten Kontaktpads
6 mittels der elektrisch leitfähigen Bahnen 9 (Verbindungsbahnen) an die Sensorflächen
10 zu erreichen.
[0106] In den in Fig.3 bis Fig.5 gezeigten Ausführungsbeispielen sind jeweils zwei Elektronik-Module
(Netzwerk-Module bzw. Netzwerk-Elemente) in einem Abstand nebeneinander (d.h. in einer
Reihe) ausgebildet (in Fig.3 bis Fig.5 sind repräsentativ ein erstes Netzwerkelement
18a und ein zweites Netzwerkelement 18b dargestellt), wobei eines der beiden Netzwerkelemente
mit der ersten Energieleitung 8a elektrisch gekoppelt ist, und das andere Netzwerkelement
mit der zweiten Energieleitung 8b elektrisch gekoppelt ist.
[0107] In alternativen Ausgestaltungen der Erfindung können mehr als zwei Module pro Reihe
in die Mehrlagen-Struktur einer Textilschicht-Anordnung bzw. Textilbahn integriert
sein. Ferner kann eine zusätzliche Energieleitung in der Mitte der Textilbahn eingeführt
werden, welche zusätzliche Energieleitung mit der Versorgungsspannung gekoppelt werden
kann. Bei einem sehr dichten Raster von Netzwerkmodulen kann die Versorgungsspannung
durch alle Module durchgeschleift werden.
[0108] Eine in der Mitte einer Textilbahn ausgebildete zusätzliche Energieleitung kann alternativ
mit einem niedrigen elektrischen Potential (zum Beispiel dem elektrischen Masse-Potential)
gekoppelt sein, und die in der Textilbahn bzw. Textilschicht-Anordnung ausgebildeten
Netzwerkelemente können (zum Beispiel mittels elektrisch leitfähiger Bahnen) mit der,
in diesem Fall anschaulich als Masseleitung dienenden, zusätzlichen Energieleitung
elektrisch gekoppelt sein.
[0109] Fig.6A und
Fig.6B zeigen jeweils eine Teilquerschnittsansicht einer Textilschicht-Anordnung 600 gemäß
einem sechsten Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei Fig.6A die Textilschicht-Anordnung
600 vor einem Verbinden der ersten Textilschicht 1 mit der zweiten Textilschicht 13
zeigt, und Fig.6B die Textilschicht-Anordnung 600 nach dem Verbinden der beiden Textilschichten
1 und 13 zeigt, wobei die erste Textilschicht 1 und die zweite Textilschicht 13 mittels
eines Laminier-Verfahrens miteinander verbunden werden.
[0110] Die Textilschicht-Anordnung 600 unterscheidet sich von den vorangehend beschriebenen
Textilschicht-Anordnungen im wesentlichen dadurch, dass das nichtleitflähige Textil
13 (die nicht-leitfähige zweite Textilschicht 13) als Grundlage für die Verdrahtung
der Elektronik 3 dient. Das Elektronik-Modul 18 bzw. der Zwischenträger 2 des Elektronik-Moduls
18 wird so angeordnet, dass die zweite Hauptoberfläche 2b des Zwischenträgers 2 eine
gemeinsame Grenzfläche mit der oberen Oberfläche 1a der ersten Textilschicht 1 aufweist.
Der Zwischenträger 2 mit der Elektronik 3 ist auf der unteren Oberfläche 13b der zweiten
Textilschicht 13, mit anderen Worten auf der Unterseite 13b des nichtleitfähigen Textils
13, verdrahtet. Die Sensorflächen 10, die Energieleitung 8 (d.h. der Anschluss zu
der Versorgungsspannung) und die Zuleitung 7, welche das bzw. die auf dem Zwischenträger
2 ausgebildeten elektronischen Bauelemente 3 mit der Energieleitung 8 elektrisch koppelt,
sind auf der Oberseite der Mehrlagenstruktur, mit anderen Worten auf der oberen Oberfläche
13a der zweiten Textilschicht 13 ausgebildet. Dadurch wird erreicht, dass der Abstand
zur elektrisch leitfähigen Schicht 11 (bzw. Masseabschirmung 11) größer und gleichzeitig
der Abstand zur Oberfläche des Bodenbelags kleiner wird. Die Grundkapazität des kapazitiven
Sensors kann somit verringert werden, wodurch ein zu detektierendes Signal einer Kapazitäts-Änderung
durch Begehen des Bodenbelags vergrößert werden kann.
[0111] Der erste elektrische Kontakt 4 (erstes Kontaktpad 4 für die Versorgungsspannung)
ist mittels einer ersten Kontakt-Struktur 12a (erster Durchkontakt 12a), welche erste
Kontakt-Struktur 12a in der zweiten Textilschicht 13 ausgebildet ist, mit der Zuleitung
7 elektrisch verbunden. Ferner ist der dritte elektrische Kontakt 6 (drittes Kontaktpad
6 für den Sensoranschluss) mittels einer zweiten Kontakt-Struktur 12b (zweiter Durchkontakt
12b), welche zweite Kontakt-Struktur 12b in der zweiten Textilschicht 13 ausgebildet
ist, mit der Sensorfläche 10 elektrisch verbunden. Anschaulich wird das erste Kontaktpad
4 mittels Durchkontaktierens durch die zweite Textilschicht 13 hindurch mit der auf
der oberen Oberfläche 13a der zweiten Textilschicht 13 ausgebildeten Zuleitung 7 elektrisch
gekoppelt, und das dritte Kontaktpad 6 wird entsprechend mittels Durchkontaktierens
mit der Sensorfläche 10 elektrisch gekoppelt. Das Durchkontaktieren bzw. das Ausbilden
der Kontakt-Strukturen 12a, 12b kann in analoger Weise erfolgen wie im Zusammenhang
mit Fig.1A bzw. Fig.1B für den Durchkontakt 12 beschrieben wurde.
[0112] Der zweite elektrische Kontakt 5 (zweites Kontaktpad 5 für Masse-Anschluss) ist mit
einer auf der unteren Oberfläche 13b (anschaulich der Unterseite) der zweiten Textilschicht
13 ausgebildeten zweiten elektrisch leitfähigen Bahn 19 elektrisch verbunden. Die
zweite elektrisch leitfähige Bahn 19 ist mit einem elektrisch leitfähigen Textil 17
verbunden, welches in dem Randbereich 40 der Textilschicht-Anordnung 600 auf die untere
Oberfläche 13b der zweiten Textilschicht 13 aufgebracht wird (siehe Fig.6A) und nach
dem Verbinden der ersten Textilschicht 1 mit der zweiten Textilschicht 13 um die erste
Textilschicht 1 und die elektrisch leitfähige Schicht 11 herumgeführt wird (siehe
Fig.6B), so dass das elektrisch leitfähige Textil 17 einen in dem Randbereich 40 der
Textilschicht-Anordnung 600 ausgebildeten Endabschnitt der ersten Textilschicht 1
und der elektrisch leitfähigen Schicht 11 umschließt, wobei ein erster Teilbereich
des elektrisch leitfähigen Textils 17 zwischen der ersten Textilschicht 1 und der
zweiten Textilschicht 13 ausgebildet ist, ein zweiter Teilbereich des elektrisch leitfähigen
Textils 17 auf der Kante 1c der ersten Textilschicht 1 und auf der Kante 11c der elektrisch
leitfähigen Schicht 11 ausgebildet ist, und ein dritter Teilbereich des elektrisch
leitfähigen Textils 17 auf einer unteren Oberfläche 11b (mit anderen Worten auf der
Unterseite 11b) der elektrisch leitfähigen Schicht 11 ausgebildet ist. Anschaulich
wird mittels des Textils 17 ein Kontakt der zweiten elektrisch leitfähigen Bahn 19
zur Masseleitung 11 gebildet, so dass ebenfalls das zweite Kontaktpad 5 des Netzwerkmoduls
18 mit der Masseleitung 11 elektrisch kontaktiert ist.
[0113] Fig.6B zeigt die Textilschicht-Anordnung 600 im laminierten Zustand. Das leitfähige
Textil 17, welches (zusammen mit der zweiten elektrisch leitfähigen Bahn 19) die Masse
11 mit dem Netzwerkmodul 18 verbindet, ist um die nichtleitfähige Textillage 1 (erste
Textilschicht 1) und die elektrisch leitfähige Schicht 11 (zum Beispiel leitfähiges
Textil 11) herumgeführt und kontaktiert auf diese Weise die Abschirmfläche mit dem
Netzwerkmodul 18. In analoger Weise wie im Zusammenhang mit Fig.1B beschrieben, können/kann
mittels Nähens mit nichtleitfähigem Garn 80 die Energieleitung 8 und/oder das leitfähige
Textil 17 befestigt werden. Mittels der optionalen Naht 80 kann wiederum zusätzlich
ein mechanischer Kantenschutz für das Textil erreicht werden.
[0114] Fig.7 zeigt eine Textilschichtanordnung 700 gemäß einem siebten Ausführungsbeispiel der
Erfindung. Die Textilschichtanordnung 700 unterscheidet sich von der in Fig.1B gezeigten
Textilschicht-Anordnung 100 dadurch, dass die Textilschichtanordnung 700 zusätzlich
eine Klemmschiene 14 aufweist, welche Klemmschiene 14 den Randbereich 40 (vgl. Fig.
1B) der Textilschicht-Anordnung 700 umschließt. Die Klemmschiene 14 dient zum elektrischen
Kontaktieren der Energieleitung 8 bzw. der elektrisch leitfähigen Anschluss-Textilschicht
8.
[0115] Mit anderen Worten kann mittels der Klemmschiene 14 ein Anschluss der textilen Mehrlagenstruktur
bzw. der Textilschicht-Anordnung 700 an die Stromversorgung erreicht werden. Die Klemmschiene
14 kann aus einem elektrisch nichtleitfähigen Material (zum Beispiel Kunststoff),
alternativ aus einem elektrisch leitfähigen Material mit einem elektrisch isolierenden
Überzug, ausgebildet sein. Die Klemmschiene 14 weist auf einer Innenseite 14a eine
erste leitfähige Beschichtung 15 auf, welche erste leitfähige Beschichtung 15 als
erster Kontakt der Klemmleiste dient und auf der Oberseite das elektrisch leitfähige
Textil 8 (Energieleitung 8) elektrisch kontaktiert. Ferner weist die Klemmschiene
14 auf der Innenseite 14a eine zweite leitfähige Beschichtung 16 auf, welche zweite
leitfähige Beschichtung 16 als zweiter Kontakt der Klemmleiste 14 dient und auf der
Unterseite das leitfähige Textil 11 (Masseleitung 11) elektrisch kontaktiert. Die
Klemmschiene 14 kann so ausgebildet sein, dass sie gegenüber der elastischen textilen
Mehrlagenstruktur eine federnde Verbindung herstellt. Werden mehrere Textilbahnen
nebeneinander gelegt (bzw. zu einer Fläche zusammengefügt), können sie beispielsweise
an der Stirnseite mittels Anbringens einer durchgehenden Klemmleiste 14 elektrisch
miteinander verbunden werden, alternativ mittels Verklebens mit leitfähigem Kleber
oder mittels leitfähigen Klebebands.
[0116] Die Textilbahnen können, wie in Fig.7 gezeigt, direkt auf einem Untergrund 20 (zum
Beispiel einem Estrich) aufgebracht bzw. montiert werden. Ferner können die Bahnen,
wie in Fig.7 gezeigt, mit einem handelsüblichen Bodenbelag 30 (zum Beispiel Kunststoffboden,
Gummiboden, Laminat, Parkett, Fliesen, Steinbelag oder andere geeignete Bodenbeläge)
abgedeckt werden. Bei einer Abdeckung mit Fliesen oder einem Steinbelag kann eine
weitere Zwischenschicht wie zum Beispiel Watec®2E eingefügt werden. Diese Zwischenschicht
bildet ein armiertes Tragesystem für im Dünnbett verlegte keramische Fliesen im Innenbereich
und dient zur Entlüftung sowie zur Entkopplung des Belags vom Untergrund.
Bezugszeichenliste
[0118]
- 1
- erste Textilschicht
- 1a
- obere Oberfläche der ersten Textilschicht
- 1c
- Kante
- 2
- Zwischenträger
- 2a
- erste Hauptoberfläche
- 2b
- zweite Hauptoberfläche
- 3
- elektronisches Bauelement
- 4
- erster elektrischer Kontakt
- 5
- zweiter elektrischer Kontakt
- 6
- dritter elektrischer Kontakt
- 7
- Zuleitung
- 7a
- erste Zuleitung
- 7b
- zweite Zuleitung
- 8
- Energieleitung
- 8a
- erste Energieleitung
- 8b
- zweite Energieleitung
- 9
- elektrisch leitfähige Bahn
- 10
- Sensorfläche
- 10a
- erste Sensorfläche
- 10b
- zweite Sensorfläche
- 10a'
- dritte Sensorfläche
- 10b'
- vierte Sensorfläche
- 11
- elektrisch leitfähige Schicht
- 11b
- untere Oberfläche der elektrisch leitfähigen Schicht
- 11c
- Kante
- 12
- Kontakt-Struktur
- 12a
- erste Kontakt-Struktur
- 12b
- zweite Kontakt-Struktur
- 13
- zweite Textilschicht
- 13a
- obere Oberfläche der zweiten Textilschicht
- 13b
- untere Oberfläche der zweiten Textilschicht
- 14
- Klemmleiste
- 14a
- Innenseite der Klemmleiste
- 15
- erster Kontakt der Klemmleiste
- 16
- zweiter Kontakt der Klemmleiste
- 17
- elektrisch leitfähiges Textil
- 18
- Elektronik-Modul
- 18a
- erstes Netzwerkelement
- 18b
- zweites Netzwerkelement
- 19
- zweite elektrisch leitfähige Bahn
- 20
- Untergrund
- 30
- Bodenbelag
- 40
- Randbereich
- 40a
- erster Randbereich
- 40b
- zweiter Randbereich
- 80
- Nichtleitfähige Naht
- 100, 200,
- 300, 400,
- 500, 600,
- 700
- Textilschicht-Anordnungen
1. Textilschicht-Anordnung (100),
• mit einer ersten Textilschicht (1);
• mit einer zweiten Textilschicht (13), wobei die zweite Textilschicht (13) auf oder
über der ersten Textilschicht (1) ausgebildet ist;
• mit einem Elektronikmodul (18) mit mindestens einem elektronischen Bauelement (18a,
18b), welches zwischen der ersten Textilschicht (1) und der zweiten Textilschicht
(13) ausgebildet ist;
• mit mindestens einer als Sensorelement (10, 10a, 10b) ausgebildeten elektrisch leitfähigen
Struktur, welche zwischen der ersten Textilschicht (1) und der zweiten Textilschicht
(13) ausgebildet ist, wobei das Sensorelement (10, 10a, 10b) mit dem Elektronikmodul
(18) verbunden ist;
• mit einer elektrisch leitfähigen Schicht (11), wobei die erste Textilschicht (1)
auf der elektrisch leitfähigen Schicht (11) ausgebildet ist; wobei das mindestens
eine elektronische Bauelement (18a, 18b) mit der elektrisch leitfähigen Schicht (11)
elektrisch gekoppelt ist; und
dadurch gekennzeichnet, dass die Textilschicht-Anordnung (100)
• mindestens eine in mindestens einem Randbereich (40, 40a, 40b) entlang einer Kante
(1c) der Textilschicht-Anordnung (100) ausgebildete Energieleitung (8) zum Bereitstellen
elektrischer Energie; und
• mindestens eine Zuleitung (7), welche das mindestens eine elektronische Bauelement
(18a, 18b) mit der mindestens einen Energieleitung (8) elektrisch koppelt;
aufweist, und
• wobei die mindestens eine Energieleitung (8) in einem Abstand zu dem mindestens
einen elektronischen Bauelement (18a, 18b) angeordnet ist; und
• wobei die mindestens eine Zuleitung (7) in einem Winkel zu der mindestens einen
Energieleitung (8) angeordnet ist.
2. Textilschicht-Anordnung (100) gemäß Anspruch 1, wobei die erste Textilschicht (1)
und/oder die zweite Textilschicht (13) als elektrisch nicht-leitende Textilschicht
ausgebildet ist.
3. Textilschicht-Anordnung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2 wobei das Elektronikmodul
(18) mindestens einen Zwischenträger (2) aufweist , wobei das mindestens eine elektronische
Bauelement (18a, 18b) auf einer ersten Hauptoberfläche des mindestens einen Zwischenträgers
ausgebildet ist, und wobei eine der ersten Hauptoberfläche gegenüberliegende zweite
Hauptoberfläche des mindestens einen Zwischenträgers eine gemeinsame Grenzfläche aufweist
mit einer oberen Oberfläche der ersten Textilschicht (1) oder mit einer unteren Oberfläche
der zweiten Textilschicht (13).
4. Textilschicht-Anordnung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das mindestens
eine elektronische Bauelement (18a, 18b) als integrierter Schaltkreis ausgebildet
ist.
5. Textilschicht-Anordnung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das mindestens
eine elektronische Bauelement (18a, 18b) mindestens ein Sende-/Empfangs-Element aufweist.
6. Textilschicht-Anordnung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die mindestens
eine Energieleitung (8) mindestens eine elektrisch leitfähige Anschluss-Textilschicht
aufweist.
7. Textilschicht-Anordnung (100) gemäß Anspruch 6, wobei die mindestens eine elektrisch
leitfähige Anschluss-Textilschicht so ausgebildet ist, dass sie einen in dem mindestens
einen Randbereich (40, 40a, 40b) der Textilschicht-Anordnung (100) ausgebildeten Endabschnitt
der zweiten Textilschicht (13) umschließt.
8. Textilschicht-Anordnung (100) gemäß Anspruch 7, mit mindestens einer Klemmschiene
(14) zum elektrischen Kontaktieren der mindestens einen elektrisch leitfähigen Anschluss-Textilschicht,
welche mindestens eine Klemmschiene (14) den mindestens einen Randbereich (40, 40a,
40b) der Textilschicht-Anordnung (100) umschließt.
9. Textilschicht-Array, mit einer Mehrzahl von Textilschicht-Anordnungen (100) gemäß
einem der Ansprüche 1 bis 8, welche mittels der mindestens einen Energieleitung (8)
miteinander gekoppelt sind.
10. Verfahren zum Herstellen einer Textilschicht-Anordnung (100), bei dem
• ein Elektronikmodul (18) mit mindestens einem elektronischen Bauelement (18a, 18b)
auf einer ersten Textilschicht (1) angeordnet wird;
• eine zweite Textilschicht (13) auf der ersten Textilschicht (1) und auf dem mindestens
einen elektronischen Bauelement (18a, 18b) gebildet wird;
• mindestens eine als Sensorelement (10, 10a, 10b) ausgebildete elektrisch leitfähige
Struktur zwischen der ersten Textilschicht (1) und der zweiten Textilschicht (13)
gebildet wird, wobei das Sensorelement (10, 10a, 10b) mit dem Elektronikmodul (18)
verbunden wird;
• eine elektrisch leitfähige Schicht (11) gebildet wird, wobei die erste Textilschicht
(1) auf der elektrisch leitfähigen Schicht (11) gebildet wird; wobei das mindestens
eine elektronische Bauelement (18a, 18b) mit der elektrisch leitfähigen Schicht (11)
elektrisch gekoppelt wird; und
dadurch gekennzeichnet, dass
• mindestens eine Energieleitung (8) zum Bereitstellen elektrischer Energie in mindestens
einem Randbereich (40, 40a, 40b) entlang einer Kante (1c) der Textilschicht-Anordnung
gebildet wird;
• mindestens eine Zuleitung (7) von dem mindestens einen elektronischen Bauelement
(18a, 18b) zu dem mindestens einen Randbereich (40, 40a, 40b) der Textilschicht-Anordnung
(100) hin gebildet wird; und
• mittels der mindestens einen Zuleitung (7) die mindestens eine Energieleitung (8)
in einem Winkel zu der mindestens einen Zuleitung (7) und in einem Abstand zu dem
mindestens einen elektronischen Bauelement (18a, 18b) in dem Randbereich (40, 40a,
40b) der Textilschicht-Anordnung elektrisch kontaktiert wird.
11. Verfahren gemäß Anspruch 10, wobei die erste Textilschicht (1) und/oder die zweite
Textilschicht (13) als elektrisch nicht-leitende Textilschicht gebildet werden.
12. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 10 oder 11, wobei das mindestens eine elektronische
Bauelement (18a, 18b) mittels elektrischen Durchkontaktierens durch die erste Textilschicht
(1) hindurch mit der elektrisch leitfähigen Schicht (11) elektrisch gekoppelt wird.
13. Verfahren gemäß Anspruch 12; wobei das Durchkontaktieren unter Verwendung eines oder
mehrerer der folgenden Verfahren erfolgt:
• ein Verfahren zum Versticken elektrisch leitfähiger Filamente;
• ein Verfahren zum Vernieten;
• ein Crimp-Verfahren.
14. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 10 bis 13, wobei die erste Textilschicht (1) und
die zweite Textilschicht (13) unter Verwendung eines Laminier-Verfahrens miteinander
verbunden werden.
1. A textile layer arrangement (100), comprising:
• a first textile layer (1);
• a second textile layer (13), wherein the second textile layer (13) is formed on
or above the first textile layer (1);
• an electronic module (18) having at least one electronic component (18a, 18b), which
is formed between the first textile layer (1) and the second textile layer (13);
• at least one electrically conductive structure configured as a sensor element (10,
10a, 10b), which is formed between the first textile layer (1) and the second textile
layer (13), wherein the sensor element (10, 10a, 10b) is connected with the electronic
module (18);
• an electrically conductive layer (11), wherein the first textile layer (1) is formed
on the electrically conductive layer (11); wherein the at least one electronic component
(18a, 18b) is electrically coupled with the electrically conductive layer (11); and
characterized in that the textile layer arrangement (100) comprises
• at least one energy line (8) formed in at least one peripheral region (40, 40a,
40b) along an edge (1c) of the textile layer arrangement (100), for providing electrical
energy; and
• at least one supply line (7), which electrically couples the at least one electronic
component (18a, 18b) with the at least one energy line (8);
and
• wherein the at least one energy line (8) is at a distance to the at least one electronic
component (18a, 18b); and
• wherein the at least one supply line (7) is arranged at an angle to the at least
one energy line (8).
2. The textile layer arrangement (100) according to claim 1, wherein the first textile
layer (1) and/or the second textile layer (13) is configured as electrically non-conductive
textile layer.
3. The textile layer arrangement (100) according to one of claims 1 or 2, wherein the
electronic module (18) comprises at least one interposer (2), wherein the at least
one electronic component (18a, 18b) is formed on a first main surface of the at least
one interposer, and wherein a second main surface of the at least one interposer opposing
the first main surface comprises a common interface with an upper surface of the first
textile layer (1) or with a lower surface of the second textile layer (13).
4. The textile layer arrangement (100) according to one of claims 1 to 3, wherein the
at least one electronic component (18a, 18b) is configured as integrated circuit.
5. The textile layer arrangement (100) according to one of claims 1 to 4, wherein the
at least one electronic component (18a, 18b) comprises at least one send-receive element.
6. The textile layer arrangement (100) according to one of claims 1 to 5, wherein the
at least one energy line (8) comprises at least one electrically conductive contact
textile layer.
7. The textile layer arrangement (100) according to claim 6, wherein the at least one
electrically conductive contact textile layer is configured such that it encloses
an end section of the second textile layer (13) formed in the at least one peripheral
region (40, 40a, 40b) of the textile layer arrangement (100).
8. The textile layer arrangement (100) according to claim 7, comprising at least one
clamping rail (14) for electrically contacting the at least one electrically conductive
contact textile layer, which at least one clamping rail (14) encloses the at least
one peripheral region (40, 40a, 40b) of the textile layer arrangement (100).
9. A textile layer array, comprising a plurality of textile layer arrangements (100)
according to one of claims 1 to 8, which are coupled with each other by means of the
at least one energy line (8).
10. A method for fabricating a textile layer arrangement (100), in which
• an electronic module (18) having at least one electronic component (18a, 18b) is
arranged on a first textile layer (1);
• a second textile layer (13) is formed on the first textile layer (1) and on the
at least one electronic component (18a, 18b);
• at least one electrically conductive structure configured as a sensor element (10,
10a, 10b is formed between the first textile layer (1) and the second textile layer
(13), wherein the sensor element (10, 10a, 10b) is connected with the electronic module
(18);
• an electrically conductive layer (11) is formed, wherein the first textile layer
(1) is formed on the electrically conductive layer (11); wherein the at least one
electronic component (18a, 18b) is electrically coupled with the electrically conductive
layer (11); and
characterized in that
• at least one energy line (8) is formed in at least one peripheral region (40, 40a,
40b) along an edge (1c) of the textile layer arrangement, for providing electrical
energy;
• at least one supply line (7) is formed from the at least one electronic component
(18a, 18b) towards the at least one peripheral region (40, 40a, 40b) of the textile
layer arrangement (100); and
• by means of the at least one supply line (7), the at least one energy line (8) is
electrically contacted in the peripheral region (40, 40a, 40b) of the textile layer
arrangement at an angle to the at least one supply line (7) and at a distance to the
at least one electronic component (18a, 18b).
11. The method according to claim 10, wherein the first textile layer (1) and/or the second
textile layer (13) are formed as electrically non-conductive textile layer.
12. The method according to one of claims 10 or 11, wherein the at least one electronic
component (18a, 18b) is electrically coupled with the electrically conductive layer
(11) by means of electrical through-contacting through the first textile layer (1).
13. The method according to claim 12, wherein the through-contacting is carried out using
one or more of the following methods:
• a method for stitching electrically conductive filaments;
• a method for riveting;
• a crimp method.
14. The method according to one of claims 10 to 13, wherein the first textile layer (1)
and the second textile layer (13) are bonded to each other using a lamination method.
1. Structure de couches textiles (100),
- avec une première couche textile (1) ;
- avec une deuxième couche textile (13), la deuxième couche textile (13) étant réalisée
sur ou au-dessus de la première couche textile (1) ;
- avec un module électronique (18) avec au moins un composant électronique (18a, 18b),
qui est réalisé entre la première couche textile (1) et la deuxième couche textile
(13) ;
- avec au moins une structure électroconductrice réalisée sous la forme d'un élément
capteur (10, 10a, 10b), qui est réalisée entre la première couche textile (1) et la
deuxième couche textile (13), l'élément capteur (10, 10a, 10b) étant relié au module
électronique (18) ;
- avec une couche électroconductrice (11), la première couche textile (1) étant réalisée
sur la couche électroconductrice (11) ; ledit au moins un composant électronique (18a,
18b) étant couplé électriquement avec la couche électroconductrice (11) ; et
caractérisée en ce que la structure de couches textiles (100) comporte
- au moins une ligne d'énergie (8), réalisée dans au moins une zone de lisière (40,
40a, 40b) le long d'un bord (1c) de la structure de couches textiles (100) et destinée
à fournir l'énergie électrique ; et
- au moins une ligne d'acheminement (7) qui relie électriquement ledit au moins un
composant électronique (18a, 18b) avec ladite au moins une ligne d'énergie (8) ;
et
- ladite au moins une ligne d'énergie (8) étant disposée à distance dudit au moins
un composant électronique (18a, 18b) ; et
- ladite au moins une ligne d'acheminement (7) étant disposée en angle par rapport
à ladite au moins une ligne d'énergie (8).
2. Structure de couches textiles (100) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la première couche textile (1) et/ou la deuxième couche textile (13) sont réalisées
sous forme de couche textile non électroconductrice.
3. Structure de couches textiles (100) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le module électronique (18) comporte au moins un support intermédiaire (2), ledit
au moins un composant électronique (18a, 18b) étant réalisé sur une première surface
principale dudit au moins un support intermédiaire, et une deuxième surface principale,
en regard de la première surface principale, dudit au moins un support intermédiaire
comportant une interface commune avec une surface supérieure de la première couche
textile (1) ou avec une surface inférieure de la deuxième couche textile (13).
4. Structure de couches textiles (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à
3, caractérisée en ce que ledit au moins un composant électronique (18a, 18b) est réalisé sous la forme d'un
circuit intégré.
5. Structure de couches textiles (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à
4, caractérisée en ce que ledit au moins un composant électronique (18a, 18b) comporte au moins un élément
d'émission et de réception.
6. Structure de couches textiles (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à
5, caractérisée en ce que ladite au moins une ligne d'énergie (8) comporte au moins une couche textile de raccordement
électroconductrice.
7. Structure de couches textiles (100) selon la revendication 6, caractérisée en ce que ladite au moins une couche textile de raccordement électroconductrice est réalisée
de telle sorte qu'elle entoure une zone d'extrémité de la deuxième couche textile
(13), réalisée dans ladite au moins une zone de lisière (40, 40a, 40b) de la structure
de couches textiles (100).
8. Structure de couches textiles (100) selon la revendication 7, comportant au moins
un rail de serrage (14) pour la mise en contact électrique de ladite au moins une
couche textile de raccordement électroconductrice, lequel au moins un rail de serrage
(14) entoure au moins une zone de lisière (40, 40a, 40b) de la structure de couches
textiles (100).
9. Matrice de couches textiles, avec une pluralité de structures de couches textiles
(100) selon l'une des revendications 1 à 8, lesquelles sont couplées entre elles par
l'intermédiaire de ladite au moins une ligne d'énergie (8).
10. Procédé de fabrication d'une structure de couches textiles (100), dans lequel
- un module électronique (18) avec au moins un composant électronique (18a, 18b) est
disposé sur une première couche textile (1) ;
- une deuxième couche textile (13) est formée sur la première couche textile (1) et
sur ledit au moins un composant électronique (18a, 18b) ;
- au moins une structure électroconductrice réalisée sous la forme d'un élément capteur
(10, 10a, 10b) est formée entre la première couche textile (1) et la deuxième couche
textile (13), l'élément capteur (10, 10a, 10b) étant relié au module électronique
(18) ;
- une couche électroconductrice (11) est formée, la première couche textile (1) étant
formée sur la couche électroconductrice (11) ; ledit au moins un composant électronique
(18a, 18b) étant couplé électriquement avec la couche électroconductrice (11) ; et
caractérisé en ce que
- au moins une ligne d'énergie (8), destinée à fournir l'énergie électrique, est formée
dans au moins une zone de lisière (40, 40a, 40b) le long d'un bord (1c) de la structure
de couches textiles (100) ;
- au moins une ligne d'acheminement (7) est formée à partir dudit au moins un composant
électronique (18a, 18b) jusqu'à ladite au moins une zone de lisière (40, 40a, 40b)
de la structure de couches textiles (100) ; et
- au moins une ligne d'énergie (8), formant un angle avec ladite au moins ladite une
ligne d'acheminement (7) et située à distance dudit au moins un composant électronique
(18a, 18b), est mise en contact électrique, par l'intermédiaire de ladite au moins
une ligne d'acheminement (7), dans la zone de lisière (40, 40a, 40b) de la structure
de couches textiles.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que la première couche textile (1) et/ou la deuxième couche textile (13) sont réalisées
sous forme de couche textile non électroconductrice.
12. Procédé selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que ledit au moins un composant électronique (18a, 18b) est couplé électriquement à la
couche électroconductrice (11) par l'intermédiaire d'une métallisation électrique
traversant la première couche textile (1).
13. Procédé selon la revendication 12,
caractérisé en ce que la métallisation est effectuée moyennant l'utilisation d'un ou de plusieurs des procédés
suivants :
- un procédé destiné à broder sur les filaments électroconducteurs ;
- un procédé de rivetage ;
- un procédé de sertissage.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 10 à 13, caractérisé en ce que la première couche textile (1) et la deuxième couche textile (13) sont reliées l'une
à l'autre moyennant un procédé de stratification.