| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 030 801 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
08.01.2014 Patentblatt 2014/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.08.2007 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Verfahren zur Herstellung von aus zusammengetragenen Druckbogen gebildeten klebegebundenen
Buchblocks und entsprechende Vorrichtung
Method for manufacturing a book block composed of printed sheets and corresponding
device
Procédé pour la reliure par adhésif de produits imprimés pour la production d'un ouvrage
imprimé et dispositif correspondant
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
04.03.2009 Patentblatt 2009/10 |
| (73) |
Patentinhaber: Müller Martini Holding AG |
|
6052 Hergiswil (CH) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Hug, Theo
8360 Wallenwil TG (CH)
- Fischer, Peter
8408 Winterthur ZH (CH)
- Bötschi, Heinz
8576 Mauren TG (CH)
|
| (74) |
Vertreter: Liebe, Rainer |
|
Müller Martini Holding AG
Patentabteilung
Untere Brühlstrasse 13 4800 Zofingen 4800 Zofingen (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 453 743 EP-A- 1 407 895 DE-A1- 3 019 101 DE-A1- 10 221 542
|
EP-A- 1 155 874 DE-A1- 2 815 144 DE-A1- 10 001 946
|
|
| |
|
|
- KIPPHAN, HELMUT: "Handbook of Print Media: Technologies and Production Methods" 2001,
SPRINGER , BERLIN , XP002462107 ISBN: 3-540-67326-1 * Seite 833 - Seite 834 *
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von aus zusammengetragenen Druckbogen
gebildeten klebegebundenen Buchblocks gemäss Anspruch 1. Sie betrifft auch eine Vorrichtung
zur Durchführung dieses Verfahrens gemäss Anspruch 2.
[0002] Bei der industriellen Fertigung von klebegebundenen Druckerzeugnissen, wie Zeitschriften,
Katalogen, Taschenbüchern oder ähnlichen Produkten, werden in einem ersten Schritt
bedruckte Bogen zu losen Buchblocks zusammengetragen und anschliessend in einem Klebebinder
im Buchrückenbereich bearbeitet und beleimt sowie mit einem Umschlag verklebt resp.
gebunden. Die Lage des Druckbilds der Bogen ist nach deren Rückenkanten und in der
Regel nach deren Kopfkanten referenziert, sodass wenn alle Bogen eines losen Buchblocks
an diesen Referenzkanten ausgerichtet werden, alle Seiten innerhalb eines Buchblocks
ebenfalls untereinander ausgerichtet sind. Nach dem Stand der Technik werden die Druckbogen
in einem Förderkanal liegend durch umlaufende Förderelemente gesammelt und ausgerichtet.
Eine solchermassen verwendete Zusammentrageinrichtung ist beispielsweise durch die
EP 1 726 552 A1 offenbart. Nach dem Zusammentragen werden die losen Buchblocks, deren Rückenkanten
quer zur Förderrichtung ausgerichtet sind um 90° gedreht, sodass die Rückenkanten
nun parallel zur Förderrichtung ausgerichtet sind. In einem weiteren Schritt werden
die losen Buchblocks auf die Rückenkanten aufgestellt, sodass ihre flachen Seiten
senkrecht stehen, und in dieser Lage von unten in die Transportklammern des Klebebinders
eingeführt. Eine solche Vorgehensweise ist in der nachveröffentlichen
EP 1 886 832 A1 der Anmelderin offenbart. Während des gesamten Bindeprozesses sind die Buchblocks
in umlaufenden Transportklammern eingespannt, wobei ihre flächigen Seiten senkrecht
und parallel zur Transportrichtung und die Rückenbereiche aus den Transportklammern
leicht vorstehend nach unten gerichtet sind. Die Positioniergenauigkeit der Buchblocks
in den Transportklammern ist entscheidend für die Qualität eines Buches.
[0003] Aus
EP 1 155 874 A2 ist eine eine Vorrichtung zum seitlichen Binden von Druckprodukten bekannt geworden,
wobei diese Vorrichtung mindestens eine Station zum seitlichen Heften eines Buches
umfasst. Demgemäss lässt sich eine Heftvorrichtung nicht mit einer Klebebindeeinrichtung
vergleichen, womit auch gleichzeitig auf den Umstand hingewiesen wird, dass bei einem
solchen seitlichen Heften die Buchblocks gerade nicht auf dem Rücken stehend vorliegen
dürfen, denn damit liesse sich ebendiese Operation nicht mit der gebotenen Sorgfalt
ausführen. Aus dieser Druckschrift geht zunächst nicht hervor, dass die Buchblocks
auf dem Rücken stehend weiterbefördert werden, und dass die Bindeeinrichtung eine
Klebebindeeinrichtung ist. Dieser Sachlage wird in dieser Druckschrift dahingehend
akzentuiert, dass unter Par. [0006] ausgeführt wird, dass Klebebindungen den Nachteil
haben, dass die Haltbarkeit der geleimten Rücken durch häufigen Gebrauch nachlassen,
so dass der Fachmann gerade nicht angehalten wird, die Bindevorrichtung durch eine
Klebebindeeinrichtung zu ersetzen. Darüber hinaus geht aus Par. [0007] hervor, dass
zur Verbesserung der Klebebindungen und insbesondere der Haltbarkeit der Bindung die
Signaturen oder Bogen unter Einsatz von separaten Heftvorrichtungen seitlich mit Draht
geheftet werden.
[0004] Aus
DE 102 21 542 A1 geht eine Bindung von Signaturen oder Bogen unter Einsatz von separaten seitlichen
Heftvorrichtungen hervor (Par. [0022]), dergestalt, dass auch hier dieselben Überlegungen
gelten, wie bei der vorangehenden Druckschrift
EP 1 155 874 A2. Zwar führt diese Druckschrift eine Möglichkeit bei der Führung der Buchblocks auf,
bei welcher die Buchblocks auf dem Rücken stehend über eine Einfuhr geleitet werden
(Spalte 3, Zeilen 34, 35). Allerdings wird zuvor deutlich auf den Umstand hingewiesen,
dass diese Buchblocks bereits gebunden sind (Spalte 3, Zeile 32), so dass die Einnahme
dieser Stellung nicht vor einer Klebebindeeinrichtung vorliegen kann.
[0005] Somit weist der erfindungsgemässe Gegenstand gegenüber dem nächstliegenden Stand
der Technik gemäss
EP 1 155 874 A2 mindestens zwei vorteilhafte Vorteile auf, welche darin zu sehen sind, dass zum einen
eine Klebebindeeinrichtung zum Einsatz kommt, und zum anderen dass die Buchblocks
bei der Übergabe eine definierte Position aufweisen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die aus lose zusammengetragenen Druckbogen
gebildeten Buchblocks den Transportklammern einer Klebebindeeinrichtung exakt ausgerichtet
zuführen zu können.
[0007] Die Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass bei einem Verfahren zur Herstellung
von aus zusammengetragenen Druckbogen (1) gebildeten klebegebundenen Buchblocks die
den ungebundenen Buchblock bildenden Druckbogen jeweils auf dem Rücken stehend auf
einem Überführungsabschnitt einer geöffneten Transportklammer einer Klebebindeeinrichtung
zugeführt und anschliessend von der geschlossenen Transportklammer über einen Teilbereich
der flachen Aussenseiten des Buchblocks verteilt mit einer Festhaltekraft festgehalten
werden. Die zusammengetragenen Druckbogen des Buchblocks werden auf einem dem Überführungsabschnitt
nachgeschalteten Ausrichtabschnitt in der Transportklammer von dieser gelöst und geführt
ausgerichtet. Nach dem Ausrichten und vor dem Verlassen des zum Ausrichten der Druckbogen
bestimmten Ausrichtabschnittes wird durch Schliessen der Transportklammer von dieser
für einen weiteren Verarbeitungstransport an den flachen Aussenseiten des Buchblocks
an Einspannflächen der Transportklammer mit der zur Verarbeitung in einer Verarbeitungsstrecke
der Klebebindereinrichtung erforderlichen Einspannkraft beaufschlagt und festgeklemmt,
wobei die Festhaltekraft geringer ist als die Einspannkraft.
[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäss des Weiteren dadurch gelöst, dass eine Vorrichtung
mit einem Überführungsabschnitt, einem Ausrichtabschnitt und einer Verarbeitungsstrecke
einer Klebebindereinrichtung, mit einer mit dem Überführungsabschnitt einen Überführungsbereich
bildenden Fördervorrichtung und der an den Überführungsabschnitt nachgeschalteten
Verarbeitungsstrecke ausgebildet ist. Die Klebebindeeinrichtung weist an einem umlaufenden
Zugmittel in regelmässigen Abständen befestigte Transportklammern für durch die Fördervorrichtung
zugeführten Buchblocks auf, wobei die an dem in Förderrichtung rückwärtigen Ende einen
dem Buchblock zugeordneten Mitnehmer besitzenden Transportklammern aus jeweils einem
mit dem Zugmittel fest verbundenen, eine erste Spannbacke bildenden ersten Klammerteil
und einem an letzterem zum Öffnen und Schliessen einer Transportklammer quer zur Förderrichtung
beweglich angeordneten, eine zweite Spannbacke bildenden zweiten Klammerteil gebildet
sind. Die zweite Spannbacke weist über deren Einspannfläche vorstehende, auf eine
flache Aussenseite des Buchblocks teilflächig einwirkende und von der Einspannfläche
zurückziehbare Festhaltevorrichtung auf, wobei dem Überführungsabschnitt der Klebebindeeinrichtung
ein Ausrichtabschnitt nachgeschaltet ist, dem eine die innerhalb einer durch eine
gesteuerte Öffnungsbewegung von der Transportklammer gelösten, die Druckbogen eines
Buchblocks stehend aufnehmende Führungsanordnung zugeordnet ist.
[0009] Somit weist der erfindungsgemässe Gegenstand gegenüber dem nächstliegenden Stand
der Technik gemäss
EP 1 155 874 A2 mindestens zwei vorteilhafte Vorteile auf, welche darin zu sehen sind, dass zum einen
eine Klebebindeeinrichtung zum Einsatz kommt, und zum anderen dass die Buchblocks
bei der Übergabe eine definierte Position aufweisen, wobei Festhaltekraft und Einspannkraft
individuell gehalten sind.
[0010] Aber auch in der zweiten gewürdigten Druckschrift,
DE102 21 542 A1, werden die Buchblocks nicht über eine vorbereitende erfindungsgemässe Fördervorrichtung
geführt werden, in welcher sich eine gezielte Ausrichtung einstellen kann, bevor sie
dann zu einer weiteren Verarbeitungsstufe gelangen. Gerade in dieser Druckschrift
ist keine Fördervorrichtung vorgesehen, innerhalb welcher die von den losen Druckbogen
gebildeten Buchblocks von unten in die geöffneten Transportklammern der Klebebindeeinrichtung
eingeführt werden können.
[0011] Zusammenfassend lässt sich sagen, dass erfindungsgemäss der Klebebindeeinrichtung
eine vorauseilende Überführungsstrecke zugrunde gelegt wird, in welcher jene Ausrichtung
der Druckbogen stattfindet, welche eine entscheidende Qualitätsverbesserung bei der
nachfolgenden Klebebindeoperation bildet. Darüber hinaus kann diese Qualitätsverbesserung
nur dann uneingeschränkt zum Tragen kommen, wenn die Druckbogen von unten in die geöffneten
Transportklammern der Klebebindeeinrichtung eingeführt werden, denn nur so ist gewährleistet,
dass die Ausrichtung bei der heiklen Übergabe in die Transportklammern nicht verloren
geht.
[0012] Die Erfindung wird anschliessend unter Bezugnahme auf die Zeichnung, auf die bezüglich
aller in der Beschreibung nicht näher erwähnten Einzelheiten verwiesen wird, anhand
eines Ausführungsbeispiels erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- Eine Ansicht eines Überführungsabschnittes einer Klebebindeeinrichtung mit einer anschliessenden
Verarbeitungsstrecke in vereinfachter Darstel- lung,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf eine Transportklammer mit einem partiell festgehaltenen Buchblock
und
- Fig. 3
- einen Schnitt durch die Transportklammer nach Fig. 2.
[0013] Fig. 1 zeigt einen Überführungsabschnitt 4 und eine an den Überführungsabschnitt
4 anschliessende Verarbeitungsstrecke 12 einer Klebebindeeinrichtung, die an einem
umlaufenden Zugmittel 16 in regelmässigen Abständen befestigte Transportklammern 5
zur Aufnahme und den Transport von aus lose zusammengetragenen Druckbogen 1 gebildeten
Buchblocks 2 aufweist. Jede Transportklammer 5 besteht aus jeweils einem mit dem Zugmittel
16 fest verbundenen, eine erste Spannbacke 17 bildenden ersten Klammerteil 18 und
einem an letzterem zum Öffnen und Schliessen einer Transportklammer 5 quer zur Förderrichtung
F beweglich angeordneten und geführten, eine zweite Spannbacke 19 bildenden zweiten
Klammerteil 20 zwischen denen die losen Buchblocks 2 eingespannt werden. Jede Transportklammer
5 besitzt an dem in Förderrichtung F rückwärtigen Ende 14 einen dem Buchblock 2 zugeordneten
Mitnehmer 15 (siehe auch Fig. 2 und 3). Der erste Klammerteil 18 ist mittels Laufrollen
in einer Führung 32 in Förderrichtung F verschiebbar geführt und durch das Zugmittel
16 angetrieben. Mit einer nicht dargestellten Schliessfeder -wie beispielsweise in
CH 504 977 offenbart- kann der zweite Klammerteil 20 gegen den ersten Klammerteil 18 mit einer
während der Bearbeitung erforderlichen Einspannkraft verspannt werden. Der bewegliche
zweite Klammerteil 20 weist zudem eine über eine Einspannfläche 9 der zweiten Spannbacke
19 vorstehende, auf eine flache Aussenseite 6 eines Buchblocks 2 teilflächig einwirkende
und von einer Einspannfläche 9 zurückziehbare Festhaltevorrichtung 21 auf, die durch
mehrere senkrecht zur Einspannfläche 9 bewegliche Festhalteelemente 23 gebildet wird,
die gemeinsam einer Rückzugsvorrichtung 24 zugeordnet und durch diese betätigbar sind.
Die Rückzugsvorrichtung 24 besteht im Wesentlichen aus einem am zweiten Klammerteil
20 auf Längsführungen 33 geführten und gegen den zweiten Klammerteil 20 gefederten
Balken 35, der mittels einer Rolle 34 durch eine Steuerschiene 8 quer zur Förderrichtung
F verschiebbar ist. Zur Erzeugung einer für die Förderung der Buchblocks 2 in den
Transportklammern 5 erforderlichen Festhaltekraft sind die Festhalteelemente 23 jeweils
gegen eine durch Federn 31 aufgebrachte Federkraft abgestützt.
[0014] Durch die Aufteilung der gegenüber der Spannkraft geringeren Festhaltekraft auf wenige
Teilflächen der Aussenseiten eines Buchblocks zum sicheren Transport der Buchblocks
2 vom Überführungsabschnitt 4 zum Förderabschnitt 7 resp. Ausrichtabschnitt 13, wird
ein Haften der Druckbogen 2 untereinander und der äussersten Druckbogen 2 an den Spannbacken
17,19 vermieden. Für das Öffnen und Schliessen der Transportklammern 5 ist eine Öffnerschiene
22 vorgesehen, mit der der zweite Klammerteil 20 gegen die Kraft der Schliessfeder
abstützbar ist und die Transportklammer 5 mit der erforderlichen Öffnungsweite W zum
Ausrichten der Druckbogen 1 eines Buchblocks 2 offen hält. Mittels einer Fördervorrichtung
11 werden die aus zusammengetragenen, jeweils auf dem Rücken stehenden Druckbogen
1 gebildeten losen Buchblocks 2 auf einem durch die Fördervorrichtung 11 und dem Überführungsabschnitt
4 gebildeten Überführungsbereich 10 von unten in die geöffneten Transportklammern
5 der Klebebindeeinrichtung eingeführt. Im Bereich des Überführungsabschnitts 4 wird
die Öffnungsweite W so gewählt, dass sich die losen Druckbogen 1 der Buchblocks 2
störungsfrei zwischen die Spannbacken 17,19 einführen lassen, wobei die Festhalteelemente
23 durch die Rückzugsvorrichtung 24 in ihre inaktive äussere Endlage zurückversetzt
sind. Die Fördervorrichtung 11 besteht im Wesentlichen aus einer Vielzahl von in einer
Bahn 25, umlaufend angetriebenen und mit Greifern 27 versehenen Förderelementen 26.
Während der Überführung von der Fördervorrichtung 11 in die geöffneten Transportklammern
5 der Klebebindeeinrichtung sind die Buchblocks 2 jeweils auf dem Rücken stehend durch
die Greifer 27 an ihren flachen Seiten 6 eingespannt resp. gehalten und durch die
Spannbacken 17,19 seitlich geführt. Die Förderelemente 26 bleiben dazu -wie Fig. 1
zeigtim Wesentlichen horizontal ausgerichtet. Die horizontale Komponente der Fördergeschwindigkeit
der Förderelemente 26 mit den Buchblocks 2 entspricht in etwa der Transportgeschwindigkeit
der Transportklammern 5 in Förderrichtung F. Sobald die Förderelemente 26 einen oberen,
geraden und zur Förderrichtung F parallelen Abschnitt 28 der Bahn 25 erreichen, werden
die Buchblocks 2 partiell über ihre flachen Aussenseiten 6 verteilt in den Transportklammern
5 zwischen den beweglichen Festhalteelementen 23 und der ersten Spannbacke 17 mit
einer Festhaltekraft erfasst, resp. festgehalten, sowie die Greifer 27 der Förderelemente
26 geöffnet und in einen Rücklaufabschnitt 29 der Bahn 25 umgelenkt. Dazu wird die
Rückzugsvorrichtung 24 mit Hilfe der Steuerschiene 8 gegen die Transportklammer 5
gedrückt und die Festhalteelemente 23 frei gegeben, damit sie mit der Kraft der Federn
31 die Druckbogen gegen die erste Spannbacke 17 des ersten Klammerteils 18 pressen
können. Die derart im Überführungsabschnitt 4 durch die Transportklammern 5 übernommenen
Buchblocks 2 werden anschliessend dem Förderabschnitt 7 zugeführt, der durch einen
einen Ausrichtabschnitt 13 aufweisenden Ausrichttisch 30 ausgestaltet ist, auf dem
die Druckbogen 1 bei zureichend geöffneter Transportklammer 5 ausgerichtet werden.
Im Förderabschnitt 7 werden die Festhalteelemente 23 gemeinsam durch die Rückzugsvorrichtung
24 wieder in ihre inaktive äussere Endlage zurück versetzt. Die losen Buchblocks 2
sind jetzt zwischen der ersten Spannbacke 17 und der zweiten Spannbacke 19 an den
flachen Aussenseiten 6 und am Rücken 3 durch den Ausrichttisch 30 von unten geführt
und werden so ausgerichtet. Der Weitertransport der Buchblöcke 2 in Förderrichtung
F erfolgt jeweils mittels den am rückwärtigen Ende 14 der Transportklammern 5 angeordneten
Mitnehmern 15, wobei die Druckbogen 1 gleichzeitig an den Mitnehmern 15 gleichmässig
aufgestossen werden. Zur Unterstützung des Ausrichtvorgangs kann der Ausrichttisch
30 schwingend angetrieben oder durch Vibration beaufschlagt sein. Im Bereich des stromabwärts
liegenden Endes des Ausrichttischs 30, beziehungsweise vor Verlassen des zum Ausrichten
der Druckbogen 1 bestimmten Förderabschnitts 7 resp. Ausrichtabschnittes 13 werden
die Transportklammern 5 geschlossen und die Buchblocks 2 zwischen den Einspannflächen
9 der Spannbacken 17,19 mit der zur Verarbeitung erforderlichen Einspannkraft an den
flachen Aussenseiten 6 für den weiteren Verarbeitungstransport festgeklemmt. Die Festhaltekraft
durch die Transportklammern 5 auf die Buchblocks 2 während der Überführung vom Überführungsabschnitt
4 auf den Förderabschnitt 7 ist wesentlich geringer als die während der Bearbeitung
auszuübende Einspannkraft.
1. Verfahren zur Herstellung von aus zusammengetragenen Druckbogen (1) gebildeten klebegebundenen
Buchblocks, bei dem die den ungebundenen Buchblock (2) bildenden Druckbogen (1) jeweils
auf dem Rücken (3) stehend auf einem Überführungsabschnitt (4) einer geöffneten Transportklammer
(5) einer Klebebindeeinrichtung zugeführt und anschliessend von der geschlossenen
Transportklammer (5) über einen Teilbereich der flachen Aussenseiten (6) des Buchblocks
(2) verteilt mit einer Festhaltekraft festgehalten werden, die zusammengetragenen
Druckbogen (1) des Buchblocks (2) auf einem dem Überführungsabschnitt (4) nachgeschalteten
Ausrichtabschnitt (7, 13) in der Transportklammer (5) von dieser gelöst und geführt
ausgerichtet und nach dem Ausrichten und vor dem Verlassen des zum Ausrichten der
Druckbogen (1) bestimmten Ausrichtabschnittes (7, 13) durch Schliessen der Transportklammer
(5) von dieser für einen weiteren Verarbeitungstransport an den flachen Aussenseiten
(6) des Buchblocks (2) an Einspannflächen (9) der Transportklammer (5) mit der zur
Verarbeitung in einer Verarbeitungsstrecke (12) der Klebebindereinrichtung erforderlichen
Einspannkraft beaufschlagt und somit festgeklemmt werden, wobei die Festhaltekraft
geringer ist als die Einspannkraft.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einem Überführungsabschnitt
(4), einem Ausrichtabschnitt (7, 13) und einer Verarbeitungsstrecke (12) einer Klebebindereinrichtung,
mit einer mit dem Überführungsabschnitt (4) einen Überführungsbereich (10) bildenden
Fördervorrichtung (11) und der an den Überführungsabschnitt (4) nachgeschalteten Verarbeitungsstrecke
(12), wobei die Klebebindeeinrichtung an einem umlaufenden Zugmittel (16) in regelmässigen
Abständen befestigte Transportklammern (5) für durch die Fördervorrichtung (11) zugeführten
Buchblocks (2) aufweist, wobei die an dem in Förderrichtung (F) rückwärtigen Ende
(14) einen dem Buchblock (2) zugeordneten Mitnehmer (15) besitzenden Transportklammern
(5) aus jeweils einem mit dem Zugmittel (16) fest verbundenen, eine erste Spannbacke
(17) bildenden ersten Klammerteil (18) und einem an letzterem zum Öffnen und Schliessen
einer Transportklammer (5) quer zur Förderrichtung (F) beweglich angeordneten, eine
zweite Spannbacke (19) bildenden zweiten Klammerteil (20) gebildet sind, wobei die
zweite Spannbacke (19) über deren Einspannfläche (9) vorstehende, auf eine flache
Aussenseite (6) des Buchblocks (2) teilflächig einwirkende und von der Einspannfläche
(9) zurückziehbare Festhaltevorrichtung (21) aufweist, wobei dem Überführungsabschnitt
(4) der Klebebindeeinrichtung ein Ausrichtabschnitt (13) nachgeschaltet ist, dem eine
die innerhalb einer durch eine gesteuerte Öffnungsbewegung von der Transportklammer
(5) gelösten, die Druckbogen (1) eines Buchblocks (2) stehend aufnehmende Führungsanordnung
(30) zugeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegliche zweite Klammerteil (20) durch eine über eine Einspannfläche (9) der
zweiten Spannbacke (19) vorstehende, auf einen Teilbereich einer flachen Seite (6)
eines Buchblocks (2) einwirkende und von der Einspannfläche (9) zurückziehbare Festhaltevorrichtung
(21) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Spannbacke (19) resp. die Festhaltevorrichtung (21) separaten Betätigungsmitteln
(8,22) zugeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Festhaltevorrichtung (21) mehrere senkrecht zur Einspannfläche (9) bewegliche
Festhalteelemente (23) aufweist, die gemeinsam betätigbar sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Festhalteelemente (23) jeweils gegen eine Federkraft abgestützt sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Festhalteelemente (23) gemeinsam einer Rückzugsvorrichtung (24) zugeordnet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2-7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Steuerung aufweist, welche die Öffnungsbewegung steuert, und
wobei der Buchblock (2) im Überführungsbereich bis zu der Überführungsabschnitt des
nachgeschalteten Ausrichtabschnittes (7, 13) durch die teilflächig und auf die flachen
Aussenseiten (6) des Buchblocks (2) einwirkenden Festhaltevorrichtung (21) der jeweiligen
Transportklammer (5) mit einer Festhaltekraft gehalten ist, und vor dem Verlassen
des Ausrichtabschnittes (13) die Transportklammer (5) schliessbar, und der Buchblock
(2) zwischen den Einspannflächen (9) der ersten und zweiten Spannbacke (17, 19) mit
der zur Verarbeitung erforderlichen Einspannkraft an den flachen Aussenseiten (6)
für den weiteren Verarbeitungstransport festklemmbar ist, wobei die Festhaltekraft
geringer ist als die Einspannkraft.
1. Method of producing adhesive-bound book blocks formed of gathered printed sheets (1),
in which the printed sheets (1) forming the unbound book block (2) are fed while standing
on their spines (3) on a transfer section (4) to an opened conveyor clamp (5) of an
adhesive binder and are then held in place by the closed conveyor clamp (5) with a
retaining force distributed over part of the flat outer faces (6) of the book block
(2), wherein the gathered printed sheets (1) of the book block (2) are aligned on
an aligning section (7, 13) downstream of the transfer section (4) while being released
from but guided by the conveyor clamp (5) and, after being aligned and before leaving
the aligning section (7, 13) intended for aligning the printed sheets (1), are clamped
in place for further transport for further processing by closing the conveyor clamp
(5) in that the clamping force required for processing in a processing section (12)
of the adhesive binder is applied to the flat outer faces (6) of the book block (2)
by means of clamping surfaces (9) of the conveyor clamp (5), the retaining force being
lower than the clamping force.
2. Device for carrying out the method according to claim 1, comprising a transfer section
(4), an aligning section (7, 13) and a processing section (12) of an adhesive binder,
comprising a conveying device (11) forming a transfer region (10) together with the
transfer section (4), and the processing section (12) downstream of the transfer section
(4), wherein the adhesive binder comprises conveyor clamps (5) fixed at regular intervals
to a circulating traction mechanism (16) for book blocks (2) supplied by the conveying
device (11), the conveyor clamps (5) provided at their rear ends (14) as viewed in
the conveying direction (F) with pushers (15) associated with the book block (2) are
each formed of a first clamp part (18) rigidly connected to the traction mechanism
(16) and forming a first clamping jaw (17) and a second clamp part (20) arranged to
move transversely to the conveying direction (F) on the first clamp part in order
to open and close a conveyor clamp (5) and forming a second clamping jaw (19), the
second clamping jaw (19) comprises a retaining device (21) which projects beyond its
clamping surface (9), acts on a flat outer face (6) of the book block (2) over part
of the surface thereof and being retracted from the clamping surface (9), and an aligning
section (13) is arranged downstream of the transfer section (4) of the adhesive binder,
a guide arrangement (30) receiving the upright printed sheets (1) of a book block
(2) released from the transport clamp (5) by a controlled opening movement being associated
with said aligning section.
3. Device according to claim 2, characterised in that the movable second clamp part (20) is formed by a retaining device (21) which projects
beyond a clamping surface (9) of the second clamping jaw (19), acts on part of a flat
side (6) of a book block (2) and being retracted from the clamping surface (9).
4. Device according to claim 3, characterised in that separate actuating means (8, 22) are associated with the second clamping jaw (19)
and the retaining device (21).
5. Device according to claim 3 or claim 4, characterised in that the retaining device (21) comprises a plurality of retaining elements (23) which
are movable perpendicularly to the clamping surface (9) and being actuated together.
6. Device according to claim 5, characterised in that the retaining elements (23) are each supported against a spring force.
7. Device according to claim 5 or claim 6, characterised in that a common retraction device (24) is associated with the retaining elements (23).
8. Device according to one of claims 2-7, characterised in that the device comprises a control unit controlling the opening movement, wherein the
book block (2) is held in the transfer region to the transfer section of the downstream
aligning section (7, 13) by the retaining device (21) of the respective conveyor clamp
(5) with a retaining force acting on the flat outer faces (6) of the book block (2)
over part of the surfaces thereof and, before leaving the aligning section (13), the
conveyor clamp (5) being closed and the book block (2) being clamped in place for
further transport for further processing between the clamping surfaces (9) of the
first and second clamping jaws (17, 19) in that the clamping force required for processing is applied to the flat outer faces (6),
the retaining force being lower than the clamping force.
1. Procédé de fabrication de corps d'ouvrages à reliure encollée constitués de feuillets
d'impression (1) rassemblés, dans lequel les feuillets d'impression (1) constituant
le corps d'ouvrage (2) non relié sont respectivement délivrés, à l'état dressé sur
le dos (3) sur un segment de transfert (4), à une bride ouverte de transport (5) d'un
système de reliage par encollage, et sont ensuite fermement retenus par une force
d'immobilisation développée par la bride de transport (5) fermée, avec répartition
sur une région partielle des faces extérieures planes (6) dudit corps d'ouvrage (2),
sachant que, sur un segment d'alignement (7, 13) situé en aval du segment de transfert
(4) dans la bride de transport (5), les feuillets d'impression rassemblés (1) du corps
d'ouvrage (2) sont dissociés d'avec ladite bride, sont alignés avec guidage, puis
sont sollicités par ladite bride de transport (5) par fermeture de cette dernière
à l'issue de l'alignement et avant de quitter ledit segment d'alignement (7, 13) destiné
à aligner lesdits feuillets d'impression (1), en vue d'un convoyage de traitement
ultérieur au niveau des faces extérieures planes (6) dudit corps d'ouvrage (2) contre
des surfaces d'enserrement (9) de ladite bride de transport (5), sous l'action de
la force d'enserrement requise par le traitement sur un trajet de traitement (12)
du système de reliage par encollage, lesdits feuillets étant ainsi coincés rigidement,
sachant que la force d'immobilisation est moindre que ladite force d'enserrement.
2. Dispositif dévolu à la mise en oeuvre du procédé selon la revendication 1, comprenant
un segment de transfert (4), un segment d'alignement (7, 13) et un trajet de traitement
(12) d'un système de reliage par encollage, un dispositif de convoyage (11) formant
une zone de transfert (10) avec ledit segment de transfert (4), et ledit trajet de
traitement (12) situé en aval dudit segment de transfert (4), ledit système de reliage
par encollage présentant des brides de transport (5) fixées à un moyen de traction
(16) en révolution, à intervalles réguliers, et dédiées à des corps d'ouvrage (2)
délivrés par ledit dispositif de convoyage (11), sachant que lesdites brides de transport
(5), comportant un organe d'entraînement (15) assigné au corps d'ouvrage (2) à l'extrémité
(14) occupant une position postérieure dans la direction de convoyage (F), sont respectivement
composées d'une première partie de coincement (18) reliée rigidement audit moyen de
traction (16) et matérialisant un premier mors de blocage (17), et d'une seconde partie
de coincement (20) matérialisant un second mors de blocage (19) et disposée sur ladite
première partie avec mobilité transversale par rapport à ladite direction de convoyage
(F), en vue de l'ouverture et de la fermeture d'une bride de transport (5), ledit
second mors de blocage (19) étant doté d'un dispositif d'immobilisation (21) qui dépasse
au-delà de la surface d'enserrement (9) dudit mors, agit sur une partie de la superficie
d'une face extérieure plane (6) dudit corps d'ouvrage (2), et est rétracté de ladite
surface d'enserrement (9), un segment d'alignement (13) étant situé en aval du segment
de transfert (4) du système de reliage par encollage, segment d'alignement auquel
est affecté un ensemble de guidage (30) recevant, en position dressée, les feuillets
d'impression (1) d'un corps d'ouvrage (2) dissociés d'avec la bride de transport (5)
par un mouvement d'ouverture commandé.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé par le fait que la seconde partie mobile de coincement (20) est réalisée sous la forme d'un dispositif
d'immobilisation (21) qui dépasse au-delà d'une surface d'enserrement (9) du second
mors de blocage (19), agit sur une région partielle d'une face plane (6) d'un corps
d'ouvrage (2), et est rétracté de ladite surface d'enserrement (9).
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé par le fait que des moyens d'actionnement (8, 22) distincts sont affectés, respectivement, au second
mors de blocage (19) ou au dispositif d'immobilisation (21).
5. Dispositif selon la revendication 3 ou 4, caractérisé par le fait que le dispositif d'immobilisation (21) comprend plusieurs éléments d'assujettissement
(23) doués de mobilité perpendiculairement à la surface d'enserrement (9), qui sont
actionnés en commun.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé par le fait que les éléments d'assujettissement (23) prennent respectivement appui en opposition
à une force élastique.
7. Dispositif selon la revendication 5 ou 6, caractérisé par le fait que les éléments d'assujettissement (23) sont conjointement associés à un dispositif
de rétraction (24).
8. Dispositif selon l'une des revendications 2-7, caractérisé par le fait que ledit dispositif est équipé d'une commande pilotant le mouvement d'ouverture, sachant
que le corps d'ouvrage (2) est retenu sous l'action d'une force d'immobilisation dans
la zone de transfert gagnant le segment de transfert du segment d'alignement (7, 13)
situé en aval, par le dispositif d'immobilisation (21) de la bride de transport considérée
(5) qui agit sur une partie de la superficie et sur les faces extérieures planes (6)
dudit corps d'ouvrage (2), ladite bride de transport (5) est fermée avant de quitter
ledit segment d'alignement (13), et ledit corps d'ouvrage (2) est coincé rigidement
au niveau des faces extérieures planes (6) entre les surfaces d'enserrement (9) des
premier et second mors de blocage (17, 19), sous l'action de la force d'enserrement
requise par le traitement, en vue du convoyage de traitement ultérieur, sachant que
la force d'immobilisation est moindre que ladite force d'enserrement.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente