| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 030 901 B9 |
| (12) |
KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
|
Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
| (15) |
Korrekturinformation: |
|
Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
|
Korrekturen, siehe Beschreibung |
| (48) |
Corrigendum ausgegeben am: |
|
15.08.2012 Patentblatt 2012/33 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
19.10.2011 Patentblatt 2011/42 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.08.2008 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Faltbare Verpackung mit Öffnungshilfe mit veränderlichem Anstellwinkel von Perforationen
Foldable package having opening aid with variable pitch of perforations
Emballage pliable avec aide à l'ouverture muni de variables angles d'orientation de
perforations
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
DE ES FR IT |
| (30) |
Priorität: |
29.08.2007 DE 102007041005
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
04.03.2009 Patentblatt 2009/10 |
| (73) |
Patentinhaber: Smurfit Kappa Deutschland GmbH |
|
22047 Hamburg (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Prinz, Friedrich
23554 Lübeck (DE)
- Blana, Matthias-Uwe
41564 Kaarst (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Stork Bamberger |
|
Patentanwälte
Postfach 73 04 66 22124 Hamburg 22124 Hamburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 375 361 US-A- 2 967 010
|
DE-U1- 8 305 558 US-A- 3 620 438
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine faltbare Verpackung aus Wellpappe nach dem Oberbegriff
von Anspruch 1, wobei eine Öffnungshilfe als Perforationslinie ausgebildet ist.
Stand der Technik
[0002] Für die Verpackungen von einer Vielzahl von flüssigen, gelartigen, festen und/oder
schüttfähigen Füllgütern wie beispielsweise aus der Gruppe der Textilwaschmittel,
Geschirrspülmittel, Pharmazeutika, Körperpflegemittel, Agrarhilfsmittel, Baustoffe,
Farbstoffe, Klebstoffe oder Lebensmittel, ist es heute üblich, Kartonverpackungen
zu verwenden.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind eine Vielzahl von Kartonagen zum Zwecke der Aufbewahrung
und des Transports von rieselfähigen Gütern bekannt, darunter auch solche, die einen
mittels eines aus Pappe ausgebildeten Verschlusses verschließbaren Deckel umfassen.
[0004] Üblicherweise sind derartige Deckel über eine Perforation mit dem Rumpf der Kartonage
verbunden, damit der Deckel durch Aufreißen der Perforation geöffnet und der Inhalt
aus der Kartonage entnommen werden kann.
[0005] Auch sind Transport- bzw. Umverpackungen zur Lagerung und zum Transport von einer
Mehrzahl von Packmitteln wie Flaschen, Dosen, Kartons usw. bekannt. Solche sowohl
als Umkarton als auch als Verkaufshelfer zu verwendenden Behälter, auch häufig allgemein
als Versandfaltschachtel bezeichnet, werden im Einzelhandel häufig eingesetzt. Der
Vorteil besteht darin, dass die Verkaufseinheiten sowohl die Funktion einer beim Transport
schützenden Umverpackung als auch später beim Platzieren im Geschäft die Funktion
einer verkaufsfördernden Darstellung der Ware erfüllen, ohne dass eine gesonderte
Präsentation erforderlich wäre. In vielen Fällen wird der jeweilige, beliebige Umkarton
sogar einfach dergestalt aufgeschnitten, dass der Inhalt für den Kunden, vorzugsweise
in Selbstbedienungsläden, lediglich sichtbar wird.
[0006] Das Interesse des Einzelhandels an der Verwendung von Verpackungen als Warenpräsentation
wird von der Verpackungsindustrie mit entsprechenden Entwicklungen unterstützt. Es
gibt daher eine Vielzahl von Umverpackungsvarianten, die sich mit mehr oder weniger
großem Aufwand nach dem Transport und der Lagerung zu Verkaufshelfern umwandeln lassen.
Beispielsweise wird auf der Innenseite des Umkartons beim Herstellen ein Aufreißband
konfektioniert, das vor der Warenpräsentation aufzureißen ist, so dass der Verkaufshelfer
entsteht. Die Kartons können auch aus entsprechenden Zuschnitten mit einem oder mehreren
Teilen derart hergestellt werden, dass das Umwandeln von der reinen Verpackung zur
Display-Verkaufseinheit erleichtert wird.
[0007] Insbesondere werden Perforationen als Öffnungshilfe vorgesehen, um ein Öffnen der
Versandfaltschachteln ohne zusätzliche Hilfsmittel wie etwa eine Schere oder ein Messer
zu erlauben.
[0008] Zum Beispiel ist gemäß
US 2 967 010 eine Verpackung mit einer ein Abreißteil ausbildenden, S-förmige Materiallücken in
übereinstimmender Ausrichtung aufweisenden Perforationslinie bekannt, die in einer
Vorderwand sowie daran angelenkten Seitenwänden verläuft. Nach völligem Entfernen
des Abreißteils entsteht eine so genannte Display-Verkaufseinheit, die einen Warenblock
zwar noch zusammenhält, die Stückentnahme und die Preisauszeichnung aber ohne weiteres
ermöglicht. Um nach dem Aufreißen eine möglichst gleichmäßig saubere Abrisskante zu
erhalten, ist zwischen benachbarten S-förmigen Materiallücken jeweils eine Materialbrücke
ausgebildet, wobei sich die Materialbrücken sämtlich parallel mit einer Faserrichtung
des Kartonmaterials erstrecken. Eine aus
US 3 620 438 A bekannte, den Oberbegriff von Anspruch 1 bildende Kartonverpackung umfasst eine Perforationslinie,
die sich in einer Seitenwand und einer oberen Wand ovalförmig erstreckt. Schlitzförmige
Perforationen der Perforationslinie sind mit sich änderndem Anstellwinkel derart ausgerichtet,
dass zwischen benachbarten Perforationen beim Aufreißen ein Rand mit einer Ausrichtung
entsteht, die mit der Richtung der Faserstruktur des Kartonmaterials übereinstimmt.
Wie bei
US 2 967 010 A sollen auch mit dieser Maßnahme beim Aufreißen der Perforationslinie relativ saubere
Abrisskanten ungeachtet einer Schwächungswirkung von Perforationslinien auf das Kartonmaterial
erreicht sein.
[0009] Perforationen stellen eine Materialschwächung dar, die die Stabilität von Kartonverpackungen
und Versandfaltschachteln herabsetzt, so dass es zu einem unbeabsichtigten Öffnen
der Verpackung während des Transports, der Lagerung oder der Handhabung kommen kann.
Um dies zu verhindern, wird zumeist die Wandstärke oder die Materialqualität, beispielsweise
durch bessere Papiersorten wie Kraftliner, der mit einer Perforation versehenen Wand
erhöht werden, was zu einem höheren Materialeinsatz und somit Kosten und Ressourcenverbrauch
führt. Zusätzlicher Kostenaufwand über die reine Versandschachtel-Konstruktion hinaus
ist für ein Massenprodukt in der Regel kaum zu tragen.
[0010] Das Dokument
EP 1375 361 A befasst sich mit einwelliger Wellpappe, an der Deckpapiere durchschneidende, gegebenenfalls
nur geringfügig in Wellenpapier eindringende ununterbrochene Schnittlinien als Aufreißlinien
ausgebildet sind. Um die Wellpappe möglichst wenig zu schwächen, werden die Schnittlinien
quer, möglichst senkrecht zur Richtung der Wellen der Wellpappe ausgeführt, wobei
Aufreißlinien in Wellenrichtung relativ kurz gehalten werden und mit einer Vielzahl
von Wendepunkten wellenartig verlaufen.
Aufgabe der Erfindung
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine eine Perforationslinie als Öffnungshilfe
aufweisende Verpackung aus Wellpappe zu schaffen, wobei die Öffnungshilfe bei hohem
Stapelstauch- und Eindrückwiderstand leicht und konvenient ohne Zuhilfenahme eines
Werkzeugs zu handhaben sein soll, und im Vergleich zu einer Verpackung/Faltschachtel
ohne Öffnungshilfe zusätzlichen Materialeinsatz zu vermeiden.
Lösung der Aufgabe
[0012] Die Aufgabe wird in Verbindung mit den oberbegrifflichen Merkmalen durch die Merkmale
nach dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteile der Erfindung
[0013] Vorteil der an der erfindungsgemäßen Faltverpackung angeordneten und ausgebildeten
Öffnungshilfe ist ihr verglichen mit bekannten Perforationslinien hoher Stapelstauch-
und Eindrückwiderstand. Ferner ist die Öffnungshilfe der erfindungsgemäßen Verpackung
dazu geeignet, auch bei zwei- oder darüber hinaus mehrwelligen Wellpappen anwendbar
und funktionsfähig zu sein.
Öffnungshilfe
[0014] Die Öffnungshilfe stellt eine linienförmige Materialschwächung aus Materiallücken
und Materialbrücken im Zuschnitt der Kartonage dar, die sich durch Eindrücken, Herausziehen,
Auf- und Abreißen verhältnismäßig leicht zerstören lässt, um so nachfolgend ein müheloses
Abtrennen oder erstmaliges Öffnen beispielsweise eines Deckelelements zu gewährleisten.
[0015] Die Materialschwächung folgt einer gedachten Linie, die durch die Mittelpunkte der
Materialbrücken als Stützpunkte definiert ist.
Perforationslinienverlauf
[0016] Der Perforationslinienverlauf ist derart gestaltet, dass die Perforationslinie im
aufgebauten Zustand der Verpackung einen geschlossenen Linienzug ausbildet, so dass
das von der Perforationslinie umschlossene Kartonsegment vollständig von der Verpackung
abgetrennt werden kann. Dies ist insbesondere bei Versandfaltschachteln vorteilhaft,
deren Vorderwand, Kopfwand sowie Teile der Seitenwände zum Zwecke der Produktpräsentation
und Produktentnehmbarkeit in einem Regal üblicherweise abgetrennt werden.
[0017] Um einen hohen Stapelstauchwiderstand der Kartonverpackung zu realisieren, hat es
sich als vorteilhaft erwiesen, dass die Perforationslinie bogenförmig über die Seitenwände
derartiger Versandfaltschachteln verläuft. Besonders vorteilhaft ist hierbei eine
parabelförmige Ausgestaltung der Perforationslinie.
[0018] Besonders bevorzugt wird die als geschlossener Linienzug ausgeformte Perforationslinie
als stetige Funktion ausgestaltet, die über ihren Verlauf wenigstens vier Wendepunkte
aufweist. Vorteilhaft ist es, jeweils zwei Wendepunkte spiegelsymmetrisch zu einer
Vorderwand, die eine Zwischenwand zwischen Seitenwänden und Kopfwänden bildet, jeweils
am unteren Ende einer Seitenwand und in der Kopfwandung vorzusehen.
[0019] In einer weiteren, bevorzugten Ausführung der Erfindung sind, ausgehend von einem
ersten Wendepunkt, mindestens 50% des Perforationslinienwegs zu einem zweiten Wendepunkt
mit zur Wellenausrichtung der Wellpappe im wesentlichen parallel verlaufenden Materiallücken
ausgebildet. Hierdurch lässt sich ein höherer Stapelstauchwiderstand erzielen als
bei Materiallücken, die über den Perforationsverlauf eine von der Parallelen zur Wellenausrichtung
abweichende Orientierung aufweisen.
[0020] Die Materialbrücken bzw. -lücken der Öffnungshilfe verlaufen nicht tangential zur
Perforationslinie, sondern weisen eine von der Tangentialen zur Perforationslinie
abweichende Ausrichtung aus. Diese von der Tangentialen abweichende Ausrichtung kann
durch den Anstellwinkel α beschrieben werden.
Anstellwinkel
[0021] Der Anstellwinkel α ist definiert als der spitze Winkel, der durch die Tangente des
Perforationslinienverlaufs und die Tangente des Materiallückenverlaufs im Durchstoßungspunkt
(Kreuzungspunkt) von Perforationslinie und Materiallücke gebildet ist.
[0022] Der Anstellwinkel α weist über den Verlauf der Perforationslinie eine veränderliche
Größe auf. Seine Größe ändert sich also von Materiallücke zu Materiallücke. Hierdurch
wird ein optimales Verhältnis zwischen einer möglichst großen Transportstabilität
und einer möglichst geringen, zum Öffnen der Perforationslinie notwendigen Aufreißkraft
erreicht und konfigurierbar. So kann der Anstellwinkel α beispielsweise im Bereich
von Kopflaschen sehr spitz, also spitzer als in anderen Bereichen ausgebildet sein,
da in diesem Bereich die Verpackung kaum Last zu tragen hat, jedoch ein vergleichsweise
leichtes und sauberes Aufreißen der Perforationslinie vorteilhaft ist, während der
Anstellwinkel α im Bereich von Seitenwandungen über einen möglichst langen Weg der
Perforationslinie parallel zur Wellenausrichtung einer die Perforation aufweisenden
Wellpappe verläuft und somit einen möglichst hohen Stapelstauchwiderstand realisiert.
[0023] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Anstellwinkel α derart gewählt wird, dass
der auf die Materiallücke beim Aufreißen der Öffnungshilfe einwirkende Kraftvektor
einen Winkel β zwischen Materiallücke und Kraftvektor von 75° bis 105° bildet, also
der auf die Materiallücken jeweils einwirkende Kraftvektor zwischen sich und der Materiallücke
einen Winkel von 75° bis 105° bildet. Hierdurch wird eine für den Benutzer über den
Aufreißweg, der der Perforationslinie folgt, gleich bleibend wirkende Öffnungskraft
realisiert, die durch den Benutzer regelmäßig als angenehm empfunden wird.
Verpackungsmaterial
[0024] Als Material für einen Behälter der Art für die Öffnungshilfe kommt jedes faltbare
Material aus Wellpappe in Frage.
[0025] Die Öffnungshilfe ist insbesondere geeignet für ein-, zwei- und weitere mehrwellige
Pappen.
[0026] Ein Wellpappekarton mit Deck- bzw. Wellenpapier sollte vorzugsweise eine gute Bedruckbarkeit
und Faltbarkeit aufweisen sowie über eine geeignete Stabilität verfügen. Ferner sollte
sich das Papier für die Verarbeitung in automatisierten Herstellungsprozessen wie
Aufricht- und Abfüllanlage eignen. Bei dem faltbaren Papier kann es sich um die unterschiedlichsten
Papiere handeln, an denen eine Perforation ausbildbar ist.
[0027] In Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Dabei werden auch besonders bevorzugte Ausgestaltungen
und besonders bevorzugte Kombinationen von Merkmalen im Einzelnen weiter beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Faltzuschnitt einer erfindungsgemäßen Verpackung mit Öffnungshilfe,
- Fig. 2
- eine Detailansicht der gemäß Fig.1 als Perforationslinie ausgebildeten Öffnungshilfe,
- Fig. 3
- einen Ausschnitt der Perforationslinie gemäß Fig. 1 bzw. Fig. 2 mit angreifendem Kraftvektor
und veränderlichem Anstellwinkel α und
- Fig. 4
- in vergrößerter Darstellung die gemäß Fig. 1 bzw. 2 als Perforationslinie ausgebildete
Öffnungshilfe mit veränderlichem Anstellwinkel α und erstem und zweitem Wendepunkt.
[0028] Fig. 1 zeigt einen Zuschnitt für eine Produkt-Umverpackung aus Pappe. Eine derartige
Kartonage wird auch als "shelf-ready-box" bezeichnet. Der Zuschnitt 1 weist eine erste
Seitenwand 6a, eine zweite Seitenwand 6b sowie eine Vorderwand 7a und eine Rückwand
7b auf. Im zusammengebauten (aufgerichteten) Zustand der Produkt-Umverpackung ist
der Zuschnitt 1 zu einem Schlauch geformt, also zu einem ringförmig geschlossenen
Körper, der zunächst offene Stirnseiten belässt. Am oberen Rand der den Schlauch bildenden
Wände 6a, 6b, 7a, 7b sind Kopflaschen 8a, 8b, 9a, 9b schwenkbar angeordnet, die im
zusammengebauten Zustand der Produkt-Umverpackung die Kopföffnung, also die eine offene
Stirnseite des Schlauchs zumindest teilweise überdecken.
[0029] Der Zuschnitt 1 weist eine durch eine Perforationslinie 2 gebildete Öffnungshilfe
auf. Die Perforationslinie 2 erstreckt sich in Bezug auf die Vorderwand 7a und die
Kopflasche 9a spiegelsymmetrisch von der Vorderwand 7a aus über die Seitenwände 6a
und 6b sowie über die Kopflaschen 8a und 8b. Die Perforationslinie 2 bildet im aufgebauten
Zustand des Zuschnitts 1 einen geschlossenen Linienzug aus, der Bereiche der Vorderwand
7a, der Seitenwände 6a, 6b sowie der Kopflaschen 8a und 8b einschließt. Die Vorderwand
7a weist an ihrem bodenseitigen Ende eine Grifföffnung 5 auf, durch die ein Benutzer
zum Aufreißen des durch die Perforationslinie 2 begrenzten Bereichs eingreifen kann.
[0030] Der Verlauf der Perforationslinie 2 weist im unteren Bereich der Seitenwand 6a bzw.
6b jeweils einen ersten Wendepunkt 10a bzw. 10b auf. Ein zweiter Wendepunkt 11a bzw.
11 b ist an der Kopflasche 8a bzw. 8b angeordnet. Zwischen den beiden Wendepunkten
10a, 11a bzw. 11a, 11b verläuft die Perforationslinie 2 mit Abschnitten 2a bzw. 2b
in etwa parabelförmig.
[0031] Fig. 2 zeigt eine Detailansicht der Perforationslinie 2 und deren Verlauf über die
Vorderwand, eine Seitenwand sowie eine Kopflasche. Die Perforationslinie 2 besteht
aus Materiallücken 3 und Materialbrücken 4, wobei die Materiallücke 4 nach Art eines
Schlitzes strichförmig ausgebildet ist. Die in Fig. 2 gezeigten und mit W bezeichneten
Strich-Punkt-Linien geben die Wellenausrichtung einer Wellpappe an, aus der der Zuschnitt
1 geformt bzw. gebildet ist. Die Strich-Punkt-Linien W verlaufen somit parallel zu
einem Wellental oder Wellenberg der Wellpappe.
[0032] Wie aus Fig. 2 weiterhin ersichtlich, verlaufen die strichförmigen Materiallücken
3 im unteren Bereich der Perforationslinie 2 im Wesentlichen parallel zur Wellenausrichtung
W, wobei sie im oberen Bereich eine von der Parallelen abweichende Orientierung aufweisen.
[0033] Fig. 3 zeigt eine Detailansicht der Perforationslinie 2 mit an den Materiallücken
3 anliegenden Kraftvektoren die jeweils beim Aufreißen der Öffnungshilfe auf die Materiallücken
3 einwirken. Der Anstellwinkel α ist dabei derart gewählt, dass der auf die strichförmige
Materiallücke 3 beim Aufreißen der Öffnungshilfe einwirkende Kraftvektor einen Winkel
β zwischen Materiallücke 3 und Kraftvektor von 75 bis 105° bildet, die Kraftvektoren
also unter solchen Winkeln β auf den strichförmigen Materiallücken 3 stehen.
[0034] Der Verlauf des Anstellwinkels α zwischen dem ersten Wendepunkt 10 und dem zweiten
Wendepunkt 11 ist gut anhand von Fig. 4 zu erkennen. Dort sind, ausgehend von einem
unteren Bereich, die Materiallücken 3 zunächst parallel zur Wellenausrichtung W gerichtet,
während sie im oberen Bereich zur Perforationslinie 2 hin kippen, wobei letztere in
einem mittleren Bereich zunehmend gekrümmt verläuft. In jedem Fall sind der Verlauf
der Perforationslinie 2 und die Ausrichtungen der Materiallücken 3 derart, dass sich
der Anstellwinkel α von Materiallücke zu Materiallücke ändert.
Bezugszeichen
[0035]
- 1
- Faltzuschnitt
- 2
- Perforationslinie
- 3
- Materiallücke
- 4
- Materialbrücke
- 5
- Grifföffnung
- 6
- Seitenwand
- 7
- Vorder- und Rückwand
- 8
- Kopflasche
- 9
- Kopflasche
- 10
- Wendepunkt
- 11
- Wendepunkt
1. Faltbare Verpackung aus Wellpappe, nämlich Kartonverpackung, Versandschachtel, Versandkiste
und dergleichen Kartonage, im flachliegenden oder aufgerichteten Zustand die mit einer
Perforation als Öffnungshilfe ausgebildet ist, die eine im flachliegenden Faltzuschnitt
(1) zumindest abschnittsweise gebogene Perforationslinie (2,2a, 2b) mit Materialbrücken
(4) und strichförmig schlitzartigen Materiallücken (3) aufweist, wobei die Materialbrücken
(4) und Materiallücken (3) eine von Tangenten zur Perforationslinie (2) abweichende
Ausrichtung aufweisen und diese Ausrichtung durch einen über den Verlauf der Perforationslinie
(2) veränderlichen Anstellwinkel (α) bestimmt ist, der als spitzer Winkel definiert
ist, der jeweils im Durchstoßungs-, d. h. Kreuzungspunkt von Perforationslinie (2)
und dem Verlauf einer Materiallücke (3) durch zwei Tangenten gebildet ist, nämlich
durch die Tangente des Perforationslinienverlaufs und die Tangente des Verlaufs der
Materiallücke 3, wobei die Verpackung eine Vorderwand (7a) zwischen einer ersten und
einer zweiten Seitenwand (6a, 6b) aufweist, dadurch gekenntzeichnet, dass die Verpackung eine an einem oberen Rand der ersten Seitenwand (6a) schwenkbar
angeordnete erste Kopflasche (8a) sowie eine an einen oberen Rand der zweiten Seitenwand
(6b) schwenkbar angeordnete zweite Kopflasche (8b) aufweist, dass die Wellenausrichtung
(W) der Wellpappe von einem unteren Ende zum oberen Rand der Seitenwände (6a, 6b)
ausgerichtet ist, dass die Perforationslinie (2) über die Vorderwand (7a), die erste
Seitenwand (6a), die zweite Seitenwand (6b) und die Kopflaschen (8a, 8b) verläuft,
wobei an jeder Seitenwand (6a, 6b) in ihrem unteren Bereich ein erster Wendepunkt
(10,10a, 10b) sowie an jeder Kopflasche (8a, 8b) ein zweiter Wendepunkt (11, 11a,
11 1b) der Perforationslinie (2, 2a, 2b) ausgebildet ist und die Perforationslinie
(2, 2a, 2b), betrachtet im flachliegenden Faltzuschnitt (1), zwischen jeweils dem
ersten und zweiten Wendepunkt (10, 11; 10a, 10b; 11a, 1a, 11b) bogenförmig verläuft,
und dass die Materiallücken (3) im unteren Bereich der zwischen den beiden Wendepunkten
(10, 11; 10a, 10b; 11a, 11b) bogenförmigen Perforationslinie (2, 2a, 2b) im Wesentlichen
parallel zu der Wellpappe-Wellenausrichtung (W) des Faltzuschnitts (1) verlaufen,
während sie jeweils im oberen Bereich der zwischen den Wendepunkten (10, 11; 10a,10b;
11a, 11 b) bogenförmigen Perforationslinie (2, 2a, 2b) eine von der Wellpappe-Wellenausrichtung
(W) abweichende Orientierung aufweisen.
2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anstellwinkel (α) derart gewählt ist, dass der auf die Materiallücken (3) beim
Aufreißen der Öffnungshilfe jeweils einwirkende Kraftvektor zwischen sich und der
Materiallücke (3) einen Winkel (β) von 75° bis 105° bildet.
3. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Perforationslinie (2) zwischen dem ersten Wendepunkt (10, 10a, 10b) und dem zweiten
Wendepunkt (11, 11a, 11b) einen in etwa parabelförmigen Verlauf zeigt.
4. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass, jeweils ausgehend von dem ersten Wendepunkt (10, 1 10a, 10b), mindestens 50% des
Perforationslinienweges zu dem zweiten Wendepunkt (11, 11a, 11b) mit zu der Wellenausrichtung
(W) der Wellpappe im Wesentlichen parallelen Materiallücken (3) ausgebildet sind.
5. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Perforationslinie (2) im aufgerichteten Zustand der Verpackung einen geschlossenen
Linienzug ausbildet.
6. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Anstellwinkel (α) im Bereich der Kopflaschen (8a, 8b) spitzer als in den Seitenwänden
(6a, 6b) ausgebildet ist.
1. Foldable package made of corrugated cardboard, namely cardboard package, shipping
box, shipping case or similar cardboard packaging, in the flat or erected state, which
is designed with a perforation as an opening aid which has a perforation line (2,
2a, 2b) that, in the folding blank (1) lying flat, is bent at least in sections and
that has material bridges (4) and slot-like material gaps (3) in a line, wherein the
material bridges (4) and material gaps (3) have an orientation differing from tangents
to the perforation line (2) and this orientation is determined by a pitch angle (α)
which is variable over the course of the perforation line (2) and which is defined
as an acute angle which is formed by two tangents in each case at the point of penetration,
i.e. the point of intersection of the perforation line (2) and the course of a material
gap (3), namely by the tangent of the course of the perforation line and the tangent
of the course of the material gap (3), wherein the package has a front wall (7a) between
a first and a second side wall (6a, 6b), characterised in that the package has a first top flap (8a) arranged pivotably at an upper edge of the
first side wall (6a) and a second top flap (8b) arranged pivotably at an upper edge
of the second side wall (6b), in that the orientation (W) of corrugations of the corrugated cardboard is oriented from
a lower end to the upper edge of the side walls (6a, 6b), in that the perforation line (2) extends over the front wall (7a), the first side wall (6a),
the second side wall (6b) and the top flaps (8a, 8b), wherein on each side wall (6a,
6b) in its lower region is formed a first inflexion point (10, 10a, 10b) and on each
top flap (8a, 8b) is formed a second inflexion point (11, 11, 11b) of the perforation
line (2, 2a, 2b), and the perforation line (2, 2a, 2b), seen in the folding blank
(1) lying flat, extends arcuately between in each case the first and second inflexion
points (10, 11; 10a, 10b; 11, 11b), and in that the material gaps (3) in the lower region of the arcuate perforation line (2, 2a,
2b) between the two inflexion points (10, 11; 10a, 10b; 11a, 11b) extend substantially
parallel to the orientation (W) of corrugations of the corrugated cardboard folding
blank (1), while in each case in the upper region of the arcuate perforation line
(2, 2a, 2b) between the inflexion points (10, 11; 10a, 10b; 11a, 11b) they have an
orientation differing from the orientation (W) of corrugations of the corrugated cardboard.
2. Package according to claim 1, characterised in that the pitch angle (α) is selected so that the force vector respectively acting on the
material gaps (3) when the opening aid is torn open forms an angle (β) from 75° to
105° between itself and the material gap (3).
3. Package according to claim 1 or 2, characterised in that the perforation line (2) between the first inflexion point (10, 10a, 10b) and the
second inflexion point (11, 11a, 11b) shows an approximately parabolic course.
4. Package according to any of claims 1 to 3, characterised in that, starting from the first inflexion point (10, 10a, 10b) respectively, at least 50%
of the path of the perforation line to the second inflexion point (11, 11a, 11b) is
designed with material gaps (3) substantially parallel to the orientation (W) of corrugations
of the corrugated cardboard.
5. Package according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the perforation line (2) in the erected state of the package forms a closed continuous
line.
6. Package according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the pitch angle (α) is more acute in the region of the top flaps (8a, 8b) than in
the side walls (6a, 6b).
1. Emballage pliable à base de carton ondulé notamment emballage en carton, boîte d'envoi,
caisse d'envoi et cartonnage similaire, à plat ou monté, comportant une perforation
servant d'aide à l'ouverture qui est composé, dans la découpe pliable (1) à plat,
d'une ligne de perforation (2, 2a, 2b) au moins incurvée par section avec des ponts
de matière (4) et des espaces vides de matière (3) rectilignes en forme de fente,
les ponts de matière (4) et les espaces vides de matière (3) comportant une orientation
divergente des tangentes par rapport à la ligne de perforation (2) et cette orientation
est déterminée par un angle d'inclinaison modifiable (α) au-dessus du tracé de la
ligne de perforation (2), qui est défini comme étant un angle aigu, qui comporte respectivement
deux tangentes au point de perforation, c'est-à-dire au point d'intersection de la
ligne de perforation (2) et le tracé d'un espace vide de matière (3), notamment la
tangente du tracé de la ligne de perforation et la tangente du tracé d'espace vide
de matière (3), l'emballage étant composé d'une paroi frontale (7a) entre une première
et une deuxième paroi latérale (6a, 6b), caractérisé en ce que, l'emballage est composé d'une première languette supérieure (8a) disposée de manière
pivotante sur une bordure supérieure de la première paroi latérale (6a) ainsi que
d'une deuxième languette supérieure (8b) disposée de manière pivotante sur une bordure
supérieure de la deuxième paroi latérale (6b); en ce que l'orientation des ondulations (W) du carton ondulé va d'une extrémité inférieure
à la bordure supérieure des parois latérales (6a, 6b); en ce que la ligne de perforation (2) s'étend sur la paroi frontale (7a), sur la première paroi
latérale (6a), sur la deuxième paroi latérale (6b) et sur les languettes supérieures
( 8a, 8b), un premier point d'inflexion (10, 10a, 10b) étant formé sur chaque paroi
latérale (6a, 6b) dans leur zone inférieure, et un deuxième point d'inflexion (11,
11a 11 b) la ligne de perforation (2, 2a, 2b) sur chaque languette supérieure (8a,
8b) et que la ligne de perforation (2, 2a, 2b), vue de l'intérieur de la découpe pliable
(1) à plat, s'étend de façon incurvée entre respectivement le premier et le deuxième
points d'inflexion (10, 11, 10a, 10b, 11a, a, 11 b) et en ce que les espaces vides de matière (3), au niveau inférieur qui se trouve entre les deux
points d'inflexion (10, 11, 10a, 10b, 11a, 11b) de la ligne de perforation incurvée
(2, 2a, 2b), s'étendent de façon sensiblement parallèle par rapport à l'orientation
des ondulations (W) du carton ondulé de la découpe pliable (1), alors qu'ils comportent
chacun une orientation différente de l'orientation des ondulations (W) du carton ondulé
dans la zone supérieure de la ligne de perforation (2, 2a, 2b) incurvée entre les
points d'inflexion (10, 11, 10a, 10b, 11 a, 11 b).
2. Emballage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'angle d'inclinaison (α) est choisi de sorte que le vecteur de force en question
agissant sur les espaces vides de matière (3) lors du déchirement de l'aide à l'ouverture,
crée entre lui et l'espace vide de matière (3) un angle (ß) de 75° à 105°.
3. Emballage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la ligne de perforation (2) présente entre le premier point d'inflexion (10, 10a,
10b) et le deuxième point d'inflexion (11, 11a, 11 b) un tracé sensiblement en forme
de parabole.
4. Emballage selon l'une des revendications 1 à 3 caractérisé en ce qu'au moins 50% du tracé de la ligne de perforation, partant respectivement du premier
point d'inflexion (10, 10a ,10b), et arrivant au deuxième point d'inflexion (11, 11
a, 11 b) est formé par les espaces vides de matière (3) sensiblement parallèles à
l'orientation des ondulations (W) du carton ondulé.
5. Emballage selon l'une des revendications 1 à 4 caractérisé en ce que la ligne de perforation (2) de l'emballage redressé forme un segment de ligne fermé.
6. Emballage selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'angle d'inclinaison (α), au niveau des languettes supérieures (8a, 8b), est plus
aigu qu'au niveau des parois latérales (6a, 6b).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente