[0001] Die vorliegende Erfindung ist auf einen Einweg-Zapfhahn zum Zapfen von Flüssigkeit
aus einem unter Druck stehenden Flüssigkeitsbehälter gerichtet, der gegenüber bekannten
Zapfhähnen so modifiziert ist, dass er vorzugsweise im oberen Bereich der Seitenwand
des Flüssigkeitsbehälters angebracht werden kann. Die Erfindung betrifft außerdem
ein Flüssigkeitsgebinde mit einer entsprechenden Öffnung für und mit diesem Zapfhahn.
[0002] Es ist seit einiger Zeit bekannt, insbesondere kleinere Flüssigkeitsgebinde wie Bierfässchen
mit einem Volumen von 3l, 5l oder auch größer mit einem Einweg-Zapfhahn auszustatten,
der nach Abzapfen der im Behälter befindlichen Flüssigkeit zusammen mit dem Behälter
entsorgt werden kann. Ein solcher Zapfhahn wird in einer relativ weit unten sitzenden
Öffnung der Seitenwand des Flüssigkeits-Gebindes angebracht, um einen möglichst großen
Teil der Flüssigkeit zapfen zu können. In der
DE 198 25 929 A1 ist ein derartiger Zapfhahn mit einem dichtend in den Behälter eingesetzten Außenrohr
sowie einem in diesem verschieblich und dichtend gleitenden Innenrohr gezeigt. Das
Außenrohr besitzt eine Einlassöffnung, die sich relativ nahe an der Behälterwandung
befindet und mit einer Einlassöffnung des Innenrohrs zur Deckung gebracht werden kann,
wenn dieses mit einem Griff nach außen gezogen wird. Das Innenrohr besitzt weiterhin
eine Austrittsöffnung, so dass dann, wenn die beiden Eintrittsöffnungen übereinander
liegen, Flüssigkeit in den Zapfhahn eintreten und durch die Austrittsöffnung gezapft
werden kann. Zum Schließen dieses Zapfhahns muss das Innenrohr wieder vollständig
in das Außenrohr eingeschoben werden. Nachteilig an dieser Ausgestaltung ist, dass
zum Absperren das Innenrohr nach dem Zapfen immer wieder in das Außenrohr zurückgeschoben
werden muss. Verrutscht das Rohr dabei, kann dies zu ungewolltem Flüssigkeitsaustritt
führen.
[0003] Sehr sicher und bedienungsfreundlich ist dagegen der in der
DE 198 35 569 A1 beschriebene Zapfhahn. Auch dieser Zapfhahn umfasst ein Außenrohr und ein Innenrohr,
das im Außenrohr verschieblich angeordnet ist. Im Gegensatz zur früher bekannt gewordenen
Zapfhähnen ist hier die Flüssigkeits-Austrittsöffnung in einem Außenbereich der Wandung
des Innenrohrs angeordnet, das zu Beginn des ersten Zapfvorgangs entsprechend weit
aus dem Außenrohr herausgezogen werden muss. Ein im Inneren des Rohrs angeordnetes
Ventil, dessen Ventilkegel sowohl durch den im Inneren des Gebinde herrschenden Druck
als auch durch den Zug einer elastischen Betätigungseinrichtung gegen seinen Sitz
gedrückt wird, verhindert in seiner geschlossenen Ruhestellung den Durchtritt von
Flüssigkeit und damit den Austritt von Flüssigkeit durch die Austrittsöffnung. Die
Betätigungseinrichtung für dieses Ventil besteht aus einem elastischen Knopf mit einer
Tülle, die den Wulst einer Verlängerung eines Ventilstößels umgreift, der seinerseits
in den Kegel des Ventils mündet. Durch Drücken des Knopfes öffnet sich das Ventil,
und Flüssigkeit strömt durch das Innenrohr zur Austrittsöffnung. Wird der Knopf losgelassen,
schließt sich das Ventil durch die Rückstellkraft, die von der elastischen, den Wulst
umgreifenden Tülle ausgeht und durch den Innendruck im Gebinde unterstützt wird.
[0004] In den Zapfhahn hinein gelangt die Flüssigkeit bei diesem Vorschlag über Öffnungen
in der Stirnseite des Innenrohrs. Um den Zapfhahn vor der ersten Inbetriebnahme vor
dem Eindringen von Flüssigkeit zu schützen, wird diese Öffnung mit Hilfe einer Schutzhülle
verschlossen, die dichtend über den inneren Teil des äußeren Rohrs geschoben ist und
stirnseitig eine rohrförmige Verlängerung mit einem geringeren Durchmesser aufweist.
Das Innenrohr ist stirnseitig mit einem Zapfen ausgestattet, der so dimensioniert
ist, dass er im anfänglichen Zustand, in dem das Innenrohr vollständig in das Außenrohr
eingeschoben ist, in die rohrförmige Verlängerung der Schutzhülle hineinreicht und
diese dichtend verschließt.
[0005] Außerdem ist im nahe der Gebindewandung gelegenen Bereich des Außenrohrs eine Restenleerungs-Bohrung
vorgesehen, die bei weiterem Herausziehen des Innenrohrs mit einer entsprechenden
Bohrung mit diesem zur Deckung gebracht werden kann, so dass Flüssigkeitsreste durch
Neigen des Gebindes in den Zapfhahn gelangen können.
[0006] Nachteilig an den bisher beschriebenen Systemen ist es, dass der Zapfhahn sehr weit
unten in der Seitenwandung des Flüssigkeitsgebindes angeordnet sein muss, damit das
Gebinde in ausreichendem Maße entleert werden kann. Aufgrund des beengten Raums unterhalb
des Zapfhahns muss das Gebinde zum Zapfen auf einen Zapfbock oder eine Tischkante
gestellt werden, um Flüssigkeit in ein entsprechendes Gefäß, z.B. ein Bierglas, zu
zapfen. Es ist daher entweder leicht umzustoßen oder benötigt eine eigene dafür vorgesehene
Standvorrichtung. Außerdem ist das Zapfen wegen des tiefliegenden Zapfhahns unbequem.
[0007] Es wäre deshalb wünschenswert, einen Zapfhahn bereit zu stellen, der in einem oberen
Bereich eines Flüssigkeitsbehälters angeordnet werden kann, um den genannten Nachteil
zu überwinden. Auch dieser Zapfhahn sollte vor der ersten Inbetriebnahme vor dem Eindringen
von Flüssigkeit geschützt sein.
[0008] Damit man aus einem Behälter oder Gewinde wie oben beschrieben auch dann noch Flüssigkeit
zapfen kann, wenn der Flüssigkeitspegel darin unterhalb des Zapfhahns liegt, ist es
erforderlich, den Behälter mit einem System auszustatten oder zu verbinden, mit dem
sichergestellt werden kann, dass immer ein Überdruck im Gebinde herrscht. Solche Systeme
sind bekannt, beispielsweise aus der
DE 298 22 430.5 oder den
US-Patenten 5,333,763,
4,923,095 oder
5,769,282. Alle vorgenannten Systeme sind mit einer Zapfanordnung ausgestattet, die sich auf
der oberen Stirnseite des Flüssigkeitsgebindes befindet. Diese ist jedoch relativ
sperrig und voluminös, da sie seitlich über den Rand der oberen Stirnseite hinausragen
muss, damit das Zapfen in ein daruntergehaltenes Gefäß möglich ist. Man hat daher
nur die Wahl, sie entweder zum späteren Zusammenbau getrennt zu liefern oder aber
auf die Möglichkeit einer Stapelung der Gebinde zum Zwecke der Lagerung oder des Transportes
zu verzichten, da dies gar nicht oder nur unter erhöhtem Platzverbrauch und statisch
nicht optimalen Bedingungen möglich wäre.
[0009] Es besteht daher ein Bedarf an einem System, das die vorliegenden Nachteile vermeidet.
[0010] Ein solches System könnte unter Einsatz eines inneren Druckreservoirs oder einer
inneren Druckgaspatrone betrieben werden. Derartige Druckquellen sind prinzipiell
bekannt. Beispielsweise zeigt die
DE 298 22 430 einen Getränkebehälter, z.B. ein Bierfässchen, in dem eine Hochdruckflasche positioniert
ist. Natürlich wäre es auch möglich, eine Hochdruckquelle mittig, am Boden oder am
Deckel des Fässchens, anzubringen. Der für ein solches System vorgeschlagene Zapfhahn
und gegebenenfalls weiteres Zubehör sollte daher möglichst nicht zu weit in die Mitte
des Gebindes hineinragen, um eine möglichst großen Vielfalt an Anbringungsmöglichkeiten
für die Druckquelle zu erlauben.
[0011] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Zapfhahn mit dem voranstehend als
wünschenswert geschilderten Anforderungsprofil bereitzustellen.
[0012] Diese Aufgabe löst die vorliegende Erfindung, indem sie einen Behälter/ein Gebinde
zur Aufnahme einer daraus zapfbaren Flüssigkeit bereitstellt, der/das eine Bodenseite,
eine Seitenwandung und eine Deckel- oder Stirnseite sowie eine Öffnung für das Anbringen
eines Zapfhahns aufweist und der/das dadurch gekennzeichnet ist, dass sich diese Öffnung
in der Seitenwandung des Behälters/Gebindes befindet, und zwar in einem Bereich, der
sich näher zur Deckel- oder Stirnseite als zur Bodenseite der Seitenwand befindet.
Dann, wenn das Gebinde ein gängiges Getränkefässchen, z.B. ein Bierfässchen aus Aluminium,
Stahl, einem anderen Metall oder aus Kunststoff ist, ist die Öffnung vorzugsweise
im Bereich oberhalb der umlaufenden Auswölbung angebracht, die einem Fassreifen früherer
Holzfässer nachempfunden ist, bzw. in Abwesenheit einer solchen Auswölbung auf einer
Höhe, die der so definierten in der Relation der Abmessungen entspricht. Vorzugsweise
weist die Seitenwandung eine einzige Öffnung auf.
[0013] Außerdem stellt die Erfindung einen Zapfhahn bereit, der in der genannten Öffnung
des Flüssigkeitsgebindes angebracht werden kann, ohne dabei merklich Raum zu beanspruchen,
und mit dem man bei ausreichendem Druck innerhalb des Gebindes Flüssigkeit auch dann
zapfen kann, wenn der Flüssigkeitsspiegel tiefer liegt als der Zapfhahn selbst.
[0014] Bei dem erfindungsgemäßen Zapfhahns handelt es sich um einen solchen gemäß Anspruch
1 oder Anspruch 2 bzw. eine Zapfhahn-Steigrohrkombination gemäß Anspruch 8. Die Unteransprüche
definieren bevorzugte Ausgestaltungen dieses Zapfhahns.
[0015] Der erfindungsgemäße Zapfhahn kann prinzipiell aus einem beliebigen Material gefertigt
sein; vorzugsweise besteht er jedoch aus Kunststoff und ganz besonders bevorzugt aus
einer Kombination von härteren und nachgebenderen Kunststoff-Teilen. Er wird vollständig
gefertigt und sodann in die dafür vorgesehene Öffnung des noch leeren Flüssigkeitsgebindes,
beispielsweise einer 5-1-Fassdose für Bier, dichtend eingesetzt.
[0016] Damit der Zapfhahn dicht und auch sicher waagrecht sitzt, besitzt er auf seiner äußeren
Hülse vorzugsweise einen Rastmechanismus, der wie im Stand der Technik ausgebildet
sein kann. Beispielsweise kann die äußere Hülse zwei umlaufende Flansche oder Rastkeil-Kränze
tragen, zwischen denen sich ein Dichtungsring befindet. Beim Verrasten der äußeren
Hülse in der dafür vorgesehenen Öffnung des Gebindes kommen die Ränder dieser Öffnung
auf der Dichtung zu liegen und werden von den Flanschen oder den Rastkeil-Kränzen
gehalten.
[0017] Das im Innenkanal der äußeren Hülse dichtend angeordnete Rohr ist ein Schieberohr
und besitzt auf seiner nach außen weisenden Seite einen Griff, der sich im montierten
Zustand außerhalb des Flüssigkeitsgebindes befindet. Außerdem weist es nahe seinem
axial äußeren Ende eine Austrittsöffnung für die zu zapfende Flüssigkeit auf. Der
Griff ist so gestaltet, dass man durch Ziehen und ggf. auch Drehen bequem das Schieberohr
zwischen einer Stellung, in der die Austrittsöffnung aus der äußeren Hülse herausragt,
und einer Schließstellung, in der das Schieberohr soweit in die Hülse eingeschoben
ist, dass diese die Austrittsöffnung vollständig überdeckt, gezogen werden kann. Dieser
Vorgang ist beim erfindungsgemäßen Zapfhahn in der Regel nur einmal erforderlich,
da vorzugsweise eine Ventileinrichtung vorgesehen ist, die ohne Betätigung den freien
Zutritt von Flüssigkeit zur Austrittsöffnung verhindert.
[0018] Die Schließstellung, in der das Schieberohr so weit in die Hülse eingeschoben ist,
dass diese die Austrittsöffnung vollständig überdeckt, ist in der Regel mit dem vollständig
in die äußere Hülse eingeschobenen Zustand des Schieberohrs identisch. Um zu vermeiden,
dass das Schieberohr nicht über eine gewünschte Einstellung, in der die Austrittsöffnung
aus der äußeren Hülse herausragt, weiter heraus gezogen werden kann, kann in beliebiger
Weise eine Arretierung realisiert werden, beispielsweise durch das Vorsehen einer
Kulissenbohrung oder -Öffnung in der äußeren Hülse, die mit einem im unteren Bereich
des Schieberohrs außen angebrachten Kulissenstein oder dergleichen zusammenwirken
kann. Eine solche Ausgestaltung ist beispielsweise in der
DE 198 35 569 A1 beschrieben, in der ein allerdings rohrförmiger Kulissenstein eingesetzt wird. Alternativ
kann beispielsweise eine rinnenförmige Ausnehmung vorgesehen sein, die als Führung
für eine entsprechende Arretiernase dient.
[0019] Die bereits erwähnte Ventileinrichtung kann, wenn sie vorgesehen ist, ebenfalls in
geeigneter Weise wie in der
DE 198 35 569 A1 vorgeschlagen realisiert werden. Das Ventil selbst befindet sich dabei innerhalb
des Schieberohrs an einer beliebigen, relativ zur Austrittsöffnung weiter innen gelegenen
Stelle. Vorzugsweise ist es im mittleren Bereich der Innenwand des Schieberohrs angeordnet
und umfasst, wie z.B. in der
DE 198 35 569 A1 beschrieben, einen Ventilsitz, der durch einen ringförmigen Kragen auf der Innenseite
des Schieberohrs ausgebildet ist und eine konische Sitzfläche bildet, die sich mit
Hilfe eines konischen Ventilkegels abdichten lässt. Dieser wiederum ist mit einem
Ventilstößel verbunden oder einstückig mit diesem ausgebildet, wobei der Ventilstößel
seinerseits an seinem außenseitigen Ende mit ringförmigen Wülsten oder Nuten versehen
sein kann, die mit entsprechenden Strukturen einer Tülle zusammenwirken können. Die
Tülle ist elastisch und kann integral mit einem von außen eindrückbaren Balg aus ebenfalls
elastischem Material wie Gummi verbunden sein. Wird der Gummibalg heruntergedrückt,
dann wird der Ventilkegel gegen den Druck der anstehenden Flüssigkeit und gegen die
Rückstellkraft, die vom Eingriff der elastischen Tülle in die ringförmigen Strukturen
am oberen Ende des Ventilstößels ausgehen, vom Ventilsitz wegbewegt. Damit kann Flüssigkeit
aus dem inneren Bereich des Schieberohrs in den Außenbereich eindringen und durch
die Austrittsöffnung gezapft werden. Wird der Gummibalg losgelassen, kehrt das Ventil
in seine geschlossene Ausgangsstellung zurück.
[0020] Das Schieberohr besitzt an seiner inneren Stirnseite Öffnungen oder Durchbrechungen,
durch die die zu zapfende Flüssigkeit in das Innere des Rohrs gelangen kann. Dies
sollte jedoch erst dann möglich sein, wenn das Flüssigkeitsgebinde in Benutzung genommen
und mit dem Zapfen begonnen wird. Deshalb ist es erforderlich, die Flüssigkeit vor
Beginn eines ersten Zapfvorgangs am Eindringen in das Schieberohr zu hindern. Dies
gelingt dadurch, dass die Eintrittsöffnungen in das Schieberohr, die an dessen Stirnseite
vorgesehen sind, durch eine Schutzhülle abgedeckt sind, die gleichzeitig gegebenenfalls
auch die Kulissenöffnung oder eine aus anderen Gründen vorhandene Öffnung in der äußeren
Hülse bzw. dem inneren Schieberohr dichtend abdeckt, oder dadurch, dass die äußere
Hülse seitlich ringsum geschlossen und stirnseitig so ausgestaltet ist, dass sie in
gleicher Weise eine Abdeckung der Eintrittsöffnungen an der Stirnseite des Schieberohrs
bewirkt.
[0021] In den Ausgestaltungen mit Schutzhülle besitzt diese einen ersten, rohrförmigen Teil,
der auf einen in Axialrichtung gesehenen innen liegenden Endteil der äußeren Hülse
(die in diesen Ausgestaltungen durchgehend rohrförmig und an ihrem inneren Ende offen
ist) soweit aufgeschoben ist, dass er die genannte(n), gegebenenfalls vorhandene(n)
Öffnung(en) oder Bohrung(en) im seitlichen Bereich der äußeren Hülse dichtend überdeckt.
Außerdem besitzt die Schutzhülle einen sich in Axialrichtung nach innen anschließenden
Teil mit einer rohrförmigen Ausnehmung, die mit einem an der innen liegenden Stirnseite
des Schieberohrs befindlichen Zapfen, der in Axialrichtung über die Rohrwand hinausragt,
zusammenwirken kann, derart, dass im völlig eingeschobenen Zustand des Schieberohrs
dieser Zapfen die genannte rohrförmige Ausnehmung dichtend verschließt. Auch im Hinblick
auf konkrete Ausgestaltungen dieses Teils des erfindungsgemäßen Zapfhahns sei auf
die
DE 198 35 569 A1 verwiesen.
[0022] Alternativ ist die äußere Hülse so geformt, dass sie die Funktionen der Schutzhülle
mit übernehmen kann. Sie sollte dann seitlich keine Öffnung aufweisen. Außerdem besitzt
dann auch sie wie voranstehend für die Schutzhülle ausgeführt einen in Axialrichtung
gesehen sich nach innen anschließenden Teil mit einer rohrförmigen Ausnehmung, die
mit einem an der innenliegenden Stirnseite des Schieberohrs befindlichen Zapfen, der
in Axialrichtung über die Schieberrohrwand hinausragt, zusammenwirken kann, derart,
dass im völlig eingeschobenen Zustand des Schieberohrs dieser Zapfen die genannte
rohrförmige Ausnehmung dichtend verschließt.
[0023] Wird das Schieberohr an seinem Griff in die Stellung geschoben, in der die Austrittsöffnung
an der Außenseite des Flüssigkeitsgebindes aus der äußeren Hülse herausragt, bewegt
sich gleichzeitig auch der Zapfen aus der rohrförmigen Ausnehmung der Schutzhülle
bzw. der äußeren Hülse, und Flüssigkeit kann in das Schieberohr eindringen, und zwar
bis auf die Höhe des Dichtungsventils, wenn dieses vorgesehen ist. Der Zapfvorgang
erfolgt dann ausschließlich über die Betätigung dieses Ventils, ohne dass das Schieberohr
gegen die äußere Hülse verschoben werden müsste.
[0024] Erfindungsgemäß ist die Schutzhülle bzw. die äußere Hülse in Axialrichtung des Zapfhahns
stirnseitig geschlossen, besitzt aber seitlich eine Öffnung, die ein Mittel zum dichtenden
Ankoppeln eines Rohrs oder Schlauchs aufweist, das als Steigrohr dienen soll, und
die im nach außen geschobenen Zustand des Rohrs in Flüssigkeitsverbindung mit dem
Inneren des Schieberohrs steht. Diese Öffnung kann verschiedenartig ausgestaltet sein.
[0025] In einer ersten bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist in einer ersten Alternative
eine Schutzhülle vorgesehen, die der Kontur der äußeren Hülse und eines äußeren, ringförmigen
Bereichs der Stirnfläche an der Stirnseite der äußeren Hülse folgt und sodann in ein
Rohr übergeht, dessen lichte Weite die genannte rohrförmige Ausnehmung bildet. In
diesem Rohr mit geringerem Durchmesser befindet sich eine seitliche Öffnung oder Aussparung,
die von einem Ringwulst oder Flansch umgeben ist, derart, dass daran ein Rohr oder
Schlauch angekoppelt werden kann, das/der bis zum Boden des Flüssigkeitsgebindes reichen
sollte und als Steigrohr dient. Dieses Rohr oder dieser Schlauch kann entweder außen
über den Ringwulst oder Flansch gezogen oder in diesen hineingesteckt werden. In bequemer
Weise sind die Materialien beider Komponenten bzw. ihre Durchmesser derart ausgewählt,
dass sie unter Haftreibung dichtend aneinander halten.
[0026] Diese Ausgestaltung lässt sich in einer zweiten Alternative ohne Schutzhülle realisieren,
wenn die äußere Hülse wie oben beschrieben realisiert ist. Dann befindet sich eine
seitliche Öffnung oder Aussparung, die von einem Ringwulst oder Flansch umgeben ist,
in dem oben beschriebenen, sich in Axialrichtung gesehen nach innen anschließenden
Teil der äußeren Hülse, der die genannte rohrförmige Ausnehmung aufweist. Für die
Ankopplung eines als Steigrohr dienenden Rohrs oder Schlauchs gilt das im voranstehenden
Absatz ausgeführte.
[0027] In einer zweiten bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung mündet die rohrförmige Ausnehmung
entweder der Schutzhülle oder der entsprechend geformten äußeren Hülse in Axialrichtung
in einen Kanal, der gebogen oder in Knieform zu einer seitlich angebrachten Öffnung
in der Schutzhülle bzw. in der äußeren Hülse führt. In dieser Ausgestaltung können
beide Varianten, sowohl die Schutzhülle als auch die äußere Hülse, einteilig, gegebenenfalls
aber auch zweiteilig ausgebildet sein, wobei im letzteren Fall einer der Teile der
Schutzhülle den ersten rohrförmigen Teil sowie die rohrförmige Ausnehmung umfasst
und der zweite Teil, der den gebogenen Kanal umschließt, als Adapter mit einer Ausnehmung
ausgestaltet sein kann, die auf die Außenwand der genannten rohrförmigen Ausnehmung
aufgeschoben oder anderweitig daran befestigt werden kann.
[0028] In all diesen Fällen ist die äußere Hülse entweder seitlich vollständig rundum geschlossen,
oder sie besitzt ausschließlich die bereits erwähnte Kulissenöffnung oder eine ähnliche
Öffnung im Zusammenhang mit der Arretierung des Schieberohrs im ausgezogenen Zustand,
die dann von der Schutzhülle abgedeckt wird. Eine Restentleerungsöffnung ist nicht
vonnöten.
[0029] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung besteht der versenkbare
Zapfhahn aus sieben oder acht Teilen, nämlich einer elastischen Kappe, die einstückig
mit der erwähnten Tülle ausgebildet ist, einem Ventilstößel mit einer Verlängerung,
die in der beschriebenen Weise mit der Tülle zusammenwirkt, einem Ventilkegel, der
auf den Ventilstößel aufgeschoben und in diesen eingerastet werden kann, das Schieberohr
mit Griff und gegebenenfalls einer Bohrung für den Arretiermechanismus, beispielsweise
die genannte Kulissenbohrung, die äußere Hülse, ein Einsetzteil, das in die innere
Rohrmündung des Schieberohrs eingesetzt werden kann und den Zapfen, stirnseitige Eintrittsöffnungen
für Flüssigkeit und gegebenenfalls Bestandteile für den Arretiermechanismus wie einen
Kulissenstein umfasst, sowie die ein- oder zweiteilige Schutzhülle.
[0030] Aus den vorstehenden Erläuterungen wird deutlich, dass ein Zapfhahn mit den erfindungsgemäßen
Merkmalen die gestellten Anforderungen erfüllt. Er ist gegenüber dem Eindringen von
Flüssigkeit vor der ersten Inbetriebnahme geschützt. Er besitzt Mittel zum dichtenden
Ankoppeln eines Rohrs oder Schlauchs, durch das bzw. den bei Überdruck im Gebinde
Flüssigkeit auch dann in den Hahn gedrückt wird, wenn der Flüssigkeitspegel unterhalb
des Zapfhahns liegt. Er benötigt keine Restentleerungsöffnung. Und aufgrund der Tatsache,
dass das Kopplungsmittel für das Rohr oder den Schlauch seitlich angebracht ist und
damit im eingebauten Zustand nach unten weisen kann, kann der Hahn in Kombination
mit beliebigen Systemen zur Druckbeaufschlagung verwendet werden, auch dann, wenn
sich diese z.B. mittig von der Abdeckung bzw. der inneren Oberseite des Gebindes aus
weiter nach unten erstrecken als in die Höhe, in der der Zapfhahn angebracht ist.
[0031] Der erfindungsgemäße Zapfhahn ist in Kombination mit beliebigen Behälterformen und
-größen einsetzbar. Günstig ist er für größere Gebinde, z.B. mit einem Fassungsvermögen
von 3I, 5I oder mehr. In den letzten Jahren sind auch Dosen in dieser Größenordnung
in Gebrauch gekommen. So kann der Zapfhahn z.B. günstig in Kombination mit so genannten
Dosenfässchen eingesetzt werden, die zweiteilig (Behälterkörper aus Bodenwand und
Seitenwand mit Deckel) oder dreiteilig (Boden, Seitenwand und Deckel) ausgebildet
sein können, wobei der Deckel und gegebenenfalls auch der Boden über einen gängigen
Doppelfalzverschluss oder anderweitig am Behälterkörper oder der Seitenwand angebördelt
ist/sind. Die Form solcher Dosenfässchen kann derjenigen von alten Fässern nachempfunden
sein; häufig besitzen sie eine radialsymmetrische oder annähernd radialsymmetrische
Form (z.B. mit die Holzstruktur alter Fässer nachahmender Vieleckigkeit). An die alten
Fassreifen erinnernde Zierleisten können umlaufend an den entsprechenden Stellen der
Seitenwand angebracht sein. Die Gebinde können auf ihrem Boden oder auf einer vom
Bodenbereich gebildeten Randstruktur stehen. Der erfindungsgemäße Zapfhahn kann dann
in einem oberen Bereich der Seitenwand angeordnet sein, so dass das Gebinde bzw. das
Dosenfässchen bei seiner Herstellung mit einer Öffnung in der Seitenwand an der hierfür
vorgesehenen Stelle versehen wird.
[0032] Nachstehend soll die Erfindung anhand von Figuren beispielhaft erläutert werden.
[0033] In
Figur 1 ist eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Zapfhahns gemäß Anspruch 1 in Verbindung
mit Anspruch 6 dargestellt, also ein Zapfhahn 1 mit einer einteiligen Schutzhülle
16, die in dieser Figur in abgenommenem Zustand gezeigt ist. Der Zapfhahn umfasst
eine äußere Hülse 2 mit Rastnasen 3 und einem in der Hülse 2 verschieblich angeordneten
Rohr 4. Die Rastnasen dienen der Befestigung am Flüssigkeitsbehälter. An der innenliegenden
Stirnseite 13 des Schieberohrs 4, die in der Figur nicht sichtbare Einlassöffnungen
besitzt, ist ein Zapfen 15 angebracht. Auf der außenliegenden Seite, die sich im montierten
Zustand der Zapfhahns an der Außenseite des Flüssigkeitsgebindes befindet, endet dieses
Rohr im Griff 5.
[0034] Die Schutzhülle 16 wird mit ihrem rohrförmigen Teil 19 auf den axial gesehen innenliegenden
Endteil 2' der äußeren Hülse aufgeschoben (der zu diesem Zweck hier einen etwas geringeren
Außendurchmesser besitzt als der restliche Teil), bis die Stirnseite 13 des Schieberohrs
4 an der Wand 24 anstößt. Dabei umgreift die rohrförmige Ausnehmung 20 der Schutzhülle
dichtend den Zapfen 15. In dieser Stellung wird der Zapfhahn ausgeliefert und montiert.
[0035] An der Schutzhülle erkennt man eine seitliche, im eingebauten Zustand nach unten
weisende Öffnung 21, in deren Seitenwand 22 ein Schlauch oder eine Schlauchkupplung
eingesteckt werden kann. Dieser Schlauch dient als Steigleitung, wie in
Figur 7 gezeigt.
[0036] Soll der Zapfhahn in Betrieb genommen werden, so wird erst einmal das Schieberohr
am Griff 5 nach außen gezogen. Dabei wird der Zapfen 15 aus der Ausnehmung 20 gezogen.
Dadurch entsteht eine Flüssigkeitsverbindung zwischen der seitlichen Öffnung 21 der
Schutzhülle und den Einlassöffnungen in der Stirnwand 13, so dass Flüssigkeit vom
Ende der Steigleitung in das Innere des Zapfhahns gelangen kann. Zum Zapfen genügt
es dann, ein im Inneren des Schieberohrs befindliches, in
Fig. 4 beispielhaft dargestelltes Ventil zu öffnen, was durch Drücken des Gummibalgs 9 bewirkt
wird. Rückstellkräfte wie in der obigen Beschreibung erläutert schließen das Ventil
wieder, wenn der Gummibalg losgelassen wird. Das Schieberohr 4 kann daher in ausgezogener
Stellung verbleiben.
[0037] Figur 2 zeigt eine Ausgestaltung, die sich von derjenigen der Fig. 1 dadurch unterscheidet,
dass die Schutzhülle zweiteilig ausgebildet ist, d.h. eine Ausgestaltung gemäß Anspruch
1 in Verbindung mit Anspruch 7. Der Zapfhahn 1 entspricht demjenigen der Figur 1.
Die Schutzhülle besteht aus einem ersten Teil 18, der zwei rohrförmige Abschnitte
19',20' aufweist. Der erste dieser Teile besitzt einen solchen Durchmesser, dass er
dichtend auf die äußere Hülse des Zapfhahns aufgeschoben werden kann, während der
zweite den Zapfen 15 dichtend umschließen kann. Auf dessen Außenwand 24' lässt sich
ein Adapter 17 aufschieben. Wird der zusammengebaute Zapfhahn in Betrieb genommen,
wird der Zapfen 15 aus der Ausnehmung 20' zurückgezogen, und es entsteht über das
im Adapterteil 25 ausgeformte Rohrknie 23 eine Flüssigkeitsverbindung zwischen der
nach unten weisenden Öffnung 21' des Adapters und den Einlassöffnungen in der Stirnwand
13. Auch hier wird in die Seitenwand 22' der Öffnung 21' ein Schlauch oder Schlauchadapter
oder dergleichen eingesteckt, um eine Steigleitung bereitzustellen.
[0038] In
Figur 3 ist eine Ausgestaltung des Zapfhahns gemäß Anspruch 2 in Verbindung mit Anspruch
7 zu sehen. Anstelle einer separaten Schutzhülle ist hier die äußere Hülse zweiteilig
ausgebildet. Am Ende des ersten Teils 2" weist sie eine Verlängerung 29 auf, in der
sich die rohrförmige Ausnehmung 20" zum dichtenden Umgreifen des Zapfens 15 (hier
nicht dargestellt) befindet. Auf diese Verlängerung 29 ist ein Adapter 17" aufgesteckt,
der dem Adapter 17 entspricht, wie er in Figur 2 dargestellt ist. In dessen Öffnung
21" ist ein Zwischenstück 28 eingeführt, über das ein Steigrohr oder -schlauch mit
dem Adapter verbunden werden kann.
[0039] Figur 4 zeigt eine spezifische Ausgestaltung einer Ventilanordnung, wie sie im erfindungsgemäßen
Zapfhahn eingesetzt werden kann und aus der
DE 198 35 560 A1 bekannt ist. Man erkennt eine in der Wand des Schieberohrs 4 ringförmig ausgebildete
Auswölbung 6, die mit einem konischen Ventilkegel 7 zusammenwirkt. Dieser ist über
einen Ventilstößel 8 betätigbar, der in seinem oberen Ende eine ringförmige Ausnehmung
11 besitzt, in die eine ringförmige Auswölbung 10 einer Gummitülle eingreift, die
an einem Gummibalg 9 angeformt ist. Man erkennt in dieser Figur auch die Rastnasen
3 sowie einen Kragen 30, die als Arretierungsmittel zum Arretieren des Zapfhahns in
der Gebindeöffnung dienen. Zum Abdichten ist ein Dichtungsmittel 29 vorgesehen, das
zum Beispiel aus einem nachgiebigen Kunststoffmaterial-Ring bestehen kann.
[0040] In
Figur 5 ist der Zapfhahn 1 gemäß Figur 2 mit dem aufgesteckten ersten Teil der Schutzhülle
18, aber ohne Adapter in der Stellung gezeigt, in der das Schieberohr 4 nach außen
gezogen sind, so dass Flüssigkeit über Einlassöffnungen 13' in der Stirnseite 13 einfließen
kann. Die Bezugszeichen entsprechen denen der Figuren 1, 2 und 4.
[0041] In
Figur 6 ist eine Ausgestaltung des Zapfhahns mit zweiteiliger Schutzhülle zu sehen, wobei
jedoch wie in Figur 5 nur der Teil 18 der Schutzhülle gezeigt ist, der zur seiner
axialen Außenseite hin in dieser Figur kleine Arretierungsnuten 31 aufweist. Bei 27
ist die Arretierung des Schieberohrs 4 an der äußeren Hülse 2 mit Hilfe einer Kulissenbohrung
in Zusammenwirkung mit einem Kulissenstein gezeigt, wie in der Beschreibung dargelegt.
[0042] Figur 7 zeigt einen Zapfhahn wie in Figur 3 dargestellt, eingebaut in ein Flüssigkeitsgebinde,
bei dem es sich hier um ein Dosenfässchen mit umlaufenden Auswölbungen 33 handelt,
die früher üblichen Fassreifen nachempfunden sind. Das Fässchen besitzt einen Bodenteil
37, eine Seitenwandung 32 und einen Deckelteil 38; der Zapfhahn ist dichtend in der
seitlichen Öffnung 36 angebracht. Auf die Verlängerung 29 der Hülse 2" ist der in
Figur 3 beschriebene Adapter 17" aufgesteckt; angedeutet ist, dass das Schieberohr
4 teilweise aus der Hülse 2" ausgezogen ist. Über das Zwischenstück 28 ist ein Schlauch
34 an der Öffnung 21" befestigt, der als Steigrohr dient. Gestrichelt ist das Vorhandensein
eines Druckreservoirs 35 angedeutet.
1. Gebinde zur Aufnahme einer daraus zapfbaren Flüssigkeit, umfassend einen Flüssigkeitsbehälter
mit einem Bodenteil (37), einer im Wesentlichen radialsymmetrischen Seitenwandung
(32) und einem Deckel- oder Abdeckteil (38),
wobei die Seitenwandung eine Öffnung (36) aufweist, die zur Aufnahme eines Zapfhahns
geeignet ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Öffnung (36) näher am Deckelteil (38) als am Bodenteil (37) befindet.
2. Gebinde nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass in die Öffnung (36) in der Seitenwandung (32) des Flüssigkeitsgebindes, vorzugsweise
einer Getränkedose, ein versenkbarer Zapfhahn (1) eingebracht ist, mit
(a) einer äußeren Hülse (2) mit einem Rastmechanismus (3) in der Nähe ihres äußeren
Endes zum dichtenden Anbringen in der Gebinde-/Dosenöffnung, wobei sich die äußere
Hülse (2) in angebrachtem Zustand in Axialrichtung waagrecht oder im Wesentlichen
waagrecht erstrecken soll,
(b) einem im Innenkanal der äußeren Hülse (2) dichtend und verschieblich angeordneten
Rohr (4) mit einem im in die Öffnung der Getränkedose eingebrachten Zustand außen
liegenden Griff (5) und mit einer Austrittsöffnung (12) für Flüssigkeit, die sich
in der dem Griff (5) benachbarten Wandung des Rohrs (4) befindet, wobei das Rohr (4)
an seiner innenliegenden Stirnseite (13) Einlassöffnungen (13') sowie einen über die
Rohrwand hinausragenden Zapfen (15) aufweist und wobei Mittel an der äußeren Hülse
(2) und dem Rohr (4) vorgesehen sind, die die Verschieblichkeit des Rohrs (4) zwischen
einer Stellung, in der die Austrittsöffnung (12) aus der äußeren Hülse (2) herausragt,
und einer Schließstellung, in der das Rohr (4) soweit in die Hülse (2) eingeschoben
ist, dass diese die Austrittsöffnung (12) vollständig überdeckt, begrenzt,
(c) einer Ventileinrichtung (6,7,8), die die Austrittsöffnung (12) des Rohrs (4) dichtend
gegen das Eindringen von Flüssigkeit verschließen kann,
(d) einer Betätigungseinrichtung (9,10,11) für die Ventileinrichtung (6,7,8), die
im Bereich des außenliegenden Griffs (5) angeordnet ist und die das Ventil gegen eine
Kraft (10,11), die es gegen seinen Sitz (6) drückt, öffnen kann, und mit
(e) einer Schutzhülle (16;17,18), die einen ersten, rohrförmigen Teil (19,19'), der
auf einen in Axialrichtung gesehen innen liegenden Endteil (2') der äußeren Hülse
(2) soweit aufgeschoben ist, dass sie eine gegebenenfalls vorhandene seitliche Öffnung
der Hülse (2) dichtend überdeckt, sowie einen in Axialrichtung nach innen anschließenden
Teil (24,24') besitzt, der eine rohrförmige Ausnehmung (20,20') aufweist, die derart
ausgebildet ist, dass sie den Zapfen (15) im vollständig nach innen geschobenen Zustand
des Rohrs (4) dichtend umgreift,
wobei die äußere Hülse (2) in denjenigen Bereichen, die nicht von der Schutzhülle
abgedeckt sind, keine Öffnung aufweist, und dass die Schutzhülle (16;17,18) stirnseitig
geschlossen ist und seitlich eine Öffnung (21,21') besitzt, die ein Mittel (22,22')
zum dichtenden Ankoppeln eines Rohrs oder Schlauchs aufweist und die im nach außen
geschobenen Zustand des Rohrs (4) in Flüssigkeitsverbindung mit dem Innern des Rohrs
steht.
3. Gebinde nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass in die Öffnung (36) in der Seitenwandung (32) des Flüssigkeitsgebindes, vorzugsweise
einer Getränkedose, ein versenkbarer Zapfhahn (1) eingebracht ist, mit
(a) einer äußeren Hülse (2") mit einem Rastmechanismus (3) in der Nähe ihres äußeren
Endes zum dichtenden Anbringen in der Gebinde-/Dosenöffnung, wobei sich die äußere
Hülse (2") in angebrachtem Zustand in Axialrichtung waagrecht oder im wesentlichen
waagrecht erstrecken soll,
(b) einem im Innenkanal der äußeren Hülse (2") dichtend und verschieblich angeordneten
Rohr (4) mit einem im in die Öffnung der Getränkedose eingebrachten Zustand außen
liegenden Griff (5) und mit einer Austrittsöffnung (12) für Flüssigkeit, die sich
in der dem Griff (5) benachbarten Wandung des Rohrs (4) befindet, wobei das Rohr (4)
an seiner innenliegenden Stirnseite (13) Einlassöffnungen (13') sowie einen über die
Rohrwand hinausragenden Zapfen (15) aufweist und wobei Mittel an der äußeren Hülse
(2") und dem Rohr (4) vorgesehen sind, die die Verschieblichkeit des Rohrs (4) zwischen
einer Stellung, in der die Austrittsöffnung (12) aus der äußeren Hülse (2") herausragt,
und einer Schließstellung, in der das Rohr (4) soweit in die Hülse (2") eingeschoben
ist, dass diese die Austrittsöffnung (12) vollständig überdeckt, begrenzt,
(c) optional einer Ventileinrichtung (6,7,8), die die Austrittsöffnung (12) des Rohrs
(4) dichtend gegen das Eindringen von Flüssigkeit verschließen kann, und mit
(d) einer Betätigungseinrichtung (9,10,11) für die Ventileinrichtung (6,7,8), die
im Bereich des außenliegenden Griffs (5) angeordnet ist und die das Ventil gegen eine
Kraft (10,11), die es gegen seinen Sitz (6) drückt, öffnen kann,
wobei die äußere Hülse (2") seitlich ringsum geschlossen ist und einen in Axialrichtung
nach innen anschließenden Teil (24") besitzt, der eine rohrförmige Ausnehmung (20")
aufweist, die derart ausgebildet ist, dass sie den Zapfen (15) im vollständig nach
innen geschobenen Zustand des Rohrs (4) dichtend umgreift, wobei der sich nach innen
anschließende Teil (24") stirnseitig geschlossen ist und seitlich eine Öffnung (21
") besitzt, die ein Mittel (22") zum dichtenden Ankoppeln (28)eines Rohrs oder Schlauchs
aufweist und die im nach außen geschobenen Zustand des Rohrs (4) in Flüssigkeitsverbindung
mit dem Innern des Rohrs steht.
4. Gebinde nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Öffnung (21) in der Schutzhülle (16;17,18) bzw. in der äußeren Hülse (2")
des Zapfhahns seitlich in der rohrförmigen Ausnehmung (20) befindet und dass ein Hülsenteil
(22) rund um diese Öffnung angeformt ist, in das ein Rohr oder Schlauch dichtend eingesteckt
oder das von einem Rohr oder Schlauch dichtend umgriffen werden kann.
5. Gebinde nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich an die rohrförmige Ausnehmung (20',20") der Schutzhülle (16;17,18) bzw. der
äußeren Hülse (2") des Zapfhahns in Axialrichtung ein Teil (25,25") anschließt, der
eine Ausnehmung (22',23) umschließt, die seitlich in der Öffnung (21') mündet.
6. Gebinde nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (22',23) als Rohrknie ausgestaltet ist.
7. Gebinde nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Hülse bzw. die Schutzhülle (16) des Zapfhahns einteilig geformt ist.
8. Gebinde nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzhülle (17,18) bzw. die äußere Hülse des Zapfhahns zweiteilig geformt ist,
wobei ein Teil (18;2") den ersten rohrförmigen Teil (19';2") sowie die rohrförmige
Ausnehmung (20';20") umfasst und ein zweiter Teil (17;17") als Adapter mit einer Ausnehmung
(26;26") ausgestaltet ist, die auf die Außenwand (24';29) der rohrförmigen Ausnehmung
(20';20") aufgeschoben werden kann.
9. Gebinde nach einem der Ansprüche 2 bis 8, worin der Zapfhahn mit einem Rohr oder Schlauch,
der an das hierfür vorgesehene Mittel (22;22';22") an der Öffnung (21;21';21") angekoppelt
ist, kombiniert ist.