[0001] Einer der ältesten Grundlagen-Erfindungen der Menschheit ist die Stoffherstellung
aus gesponnenen Fäden als Web- und Maschenware. Mit einem Webstuhl konnte bereits
vor Tausenden von Jahren eine Vorstufe der maschinellen Stofferzeugung angewendet
werden, weil die Konstruktion vorwiegend aus Holzteilen bestand. Die mechanisierte
Maschenstoff-Erzeugung erforderte jedoch feine Elemente, an denen sich die zuletzt
entstandenen Maschen weiterbilden. Diese Nadeln genannten Elemente konnten nur aus
Metall hergestellt werden, so dass ihre Entwicklung als Stand der Technik in der Metallbearbeitung
gesehen werden kann. So entstanden 1589 erstmals Hakennadeln, auch Spitzen oder Wirknadeln
genannt, die Zungennadel 1856 und die Schiebernadel Anfang des 20. Jahrhunderts.
[0002] Insbesondere war es die Zungennadel, welche sich für die massenhafte Erzeugung von
Strickstoffen dominierend durchsetzte, die Voraussetzung dafür war härtbarer Stahl,
der erst ab Mitte des 19.Jahrhunderts in der benötigten Qualität herstellbar war.
Bei dieser Technologie ist es ein Vorteil, dass der Faden bei der Maschenbildung zwangsläufig
eine Steuerungsaufgabe durch die Bewegung der Zunge übernimmt und dadurch - von Musterungs-Effekten
abgesehen - nur ein Steuerfuß an der Nadel vorgesehen sein muss. Außerdem ist die
Zungennadel als einbaufertige Funktionseinheit ausgebildet, die sich vom Bedienungspersonal
leicht in die Maschine einsetzen und austauschen lässt. Mit zunehmenden Steigerungen
der Drehzahlen bei Rundstrickmaschinen und gleichzeitiger Vermehrung der Strick-Systeme
erweist sich der beschriebene Vorteil jedoch als Schwachstelle für die Produktionssicherheit.
Es wurden daher schon intensive Überlegungen angestellt, neue Wege zu finden, um die
lagerungsbedingten Nachteile der Zunge auszuschalten. Dabei fand man als Alternative
zur Zungennadeltechnologie zweiteilige Maschenbildungselemente, bei denen der Faden
mittels des Hakenteils einer Strick- oder Wirknadel jeweils durch die an der Spitze
des Komplementärelementes gehaltenen Masche als Schleife hindurch bewegt wird und
eine neue Masche bildet, wobei die alte Masche über den Kopf der Nadel abgeworfen
wird. So konnte sich für spezielle Anwendungen, bspw. bei Kettenwirkmaschinen mit
den dort extrem kurzen Zykluszeiten dieser Nadeltyp bereits durchsetzen. Der Nachteil
dieser Technologie bei Strickmaschinen besteht aber darin, dass für jedes Element
eine besondere Steuerbahn für dessen Steuerfuß notwendig ist, die jeweils in den Schloßsystemen
untergebracht sein muss. Für die doppelflächige Anwendung mit den dort beengten Schlosskonstruktionen
liegt hier ein zusätzliches Problem.
[0003] Aus der Offenlegungsschrift
DE 2241769 A sind zweiteilige Maschenbildungselemente bekannt, die sowohl das phasenweise Anhalten
des Schiebers durch einen Haltenocken als auch das Anhalten durch Bremswirkung im
Nadelkanal vorsehen. Für die Verwirklichung ist aber eine beträchtliche Baulänge des
Schieberteiles notwendig, um die Anschläge für die Relativbewegung des Schiebers zur
Nadel unterzubringen. Auch die Handhabung in der Praxis zum Einsetzen des Schiebers
in die Maschine erfordert eine handhabbare Länge dieses Bauteiles. Die zweiteilige
Lösung war für die allgemeine Anwendung zu kompliziert und konnte sich deshalb in
den vielen Jahrzehnten gegen die Zungennadel nicht durchsetzen.
[0004] Die in der Offenlegungsschrift
DE 2245731 A beschriebene Ausführung kommt zwar ohne Haltenocken am Schieberteil aus, die durch
erstere Veröffentlichung bereits vorweggenommen war, diese Lösung kommt jedoch wegen
der Nachteile durch die Erwärmung infolge der Bremswirkung des Schiebers für Hochleistungsmaschinen
nicht in Betracht.
[0005] Die verbreitete Technologie der Maschenbildung mit Zungennadeln baut auf einem über
hundertjährigen Entwicklungszeitraum mit einer Vielzahl verschiedener Maschinenbauarten
auf. Um den Vorteil zungenloser Maschenbildungselemente für die vielfältigen Anwendungen
mit Hochleistungsmaschinen nutzen zu können, steht nicht so viel Entwicklungszeit
mit entsprechend großem Konstruktionsaufwand wie früher zur Verfügung. Die dementsprechend
kurze Entwicklungszeit erschwert die schnelle Einführung dieser Technik auf breiter
Grundlage.
[0006] Die Aufgabe der im Anspruch 1 gekennzeichneten Erfindung besteht darin, eine Strick-
oder Kettenwirkmaschine anzugeben, bei der die Vorteile der Zungennadeltechnik als
Funktionseinheit mit den Vorteilen der Schiebernadeln ausnutzbar sind. Dabei soll
der Nachteil eines extra gesteuerten Komplementärelementes in bedienungstauglicher
Baugröße in die Maschine einsetzen zu müssen vermieden werden.
[0007] Gemäß Erfindung nach Anspruch 1 entsteht eine als Schwinggliednadel zu bezeichnende
vierte Nadelkategorie, in welcher der lange Schaft des Schieberelementes sich in ein
innerhalb der Nadel hin- und herschwingendes Mini-Platinenglied verwandelt. Dieses
wird phasenweise einerseits zusammen mit der Nadel bewegt und andererseits von der
Maschine gesteuert, phasenweise angehalten. Vom Standpunkt der Verwirklichung betrachtet
ist die Längsführung immer aufwändiger wie die Drehpunktlagerung eines Bauteiles.
Mit üblichen Konstruktionsvorbildern wäre dies auch hier so: die Platine müsste einen
Führungsansatz aufweisen und mit Nut und Federausführung seitlich gegen Herausfallen
aus dem Nadelschaft leichtgängig gesichert sein, was neben diesen Schwierigkeiten
in der Massenproduktion die Feinheit der Ausführung begrenzt. Je kleiner die Platine
sein soll umso komplexer ist eine massenproduktionstaugliche Lösung zu finden. Wünschenswert
wäre aber wegen der Angleichung der Bewegung vom Haltezustand zur Bewegungsphase eine
annähernd masselose Ausführung des Schwingelementes. Die Erfindung vereinfacht die
problem-behaftete Längslagerung bei kleinster Baugröße dadurch, dass zwischen dem
Schwingglied und dem Nadelkörper ein zentraler Verbindungsbügel vorgesehen ist, der
sowohl die Relativbewegung des Schwinggliedes zum Nadelkörper als auch seine seitliche
Führung, sowie die auf der Gleitfläche in der Nadel, sicherstellt. Auf diesem Wege
wird analog zur auf- und zuschwenkenden Zunge ein in der Nadel hin- und herschwingendes
Mini-Platinenglied verwirklicht mit dem wichtigen Unterschied, nicht vom Faden, sondern
von der Maschine gesteuert zu werden. Die Präzision der Ausführung verlangt nicht
höchste Ansprüche, da die in der Maschine vorhandene Genauigkeit nach dem Einsetzen
der Nadel in diese von den Nadelkanälen und vom Schlosssystem gegeben ist. Daraus
lässt sich eine neue Technologie der Nadelherstellung mit neuen Möglichkeiten der
Maschinenkonstruktionen ableiten, die erlaubt, mit weniger spezialisierter Technologie
die erforderliche Präzision zu erreichen. Im Vergleich zur Herstellung und Montage
der Zunge bei Zungennadeln vereinfacht sich diese drastisch, weil anstelle der komplizierten
Gestaltung der Zunge mit verschiedenen Zonen und dem Übergang vom flachen Stängel
zum löffelartigen Zungenkopf ein nur einfach strukturiertes Schwingglied tritt. Dabei
entspricht der Verbindungsbügel in seiner Funktion der Achse bei einer Zungennadel,
um die Schwenkbewegung der Zunge in eine geradlinige Schwingbewegung des Minigliedes
zu verwandeln. Komplexe Arbeitsgänge fallen weg und die Montage zur Funktionseinheit
lässt die Hochtechnologie aufwändiger Fertigungs- und Montageautomaten durch viel
günstigere Vorrichtungs- bzw. Handarbeitsgänge mit der notwendigen Präzision ersetzen.
Die erfindungsgemäße Konzeption der Schwinggliednadel lässt Maschinenkonstruktionen
auf der Basis von Zungennadeln mit nur einer Schlossbahn zu, wobei die Relativbewegung
des Schwinggliedes zur Nadel als Go- und Stop-Funktion mittels zweier Haltebalkone
auf einen Stopzahn am Schwingglied wirkend oder durch Bremswirkung in den Nadelkanälen
auf das Schwingglied erfolgt. Die bisher koordinierte zweite Steuerbahn entfällt.
Hier ist sogar eine der Nadelbewegung entsprechende Selbststeuerung des Schwinggliedes
möglich. In Kettenwirkmaschinen, bei denen die Komplementärteile in einem zweiten
Barren in Hochgeschwindigkeit phasengenau bewegt werden müssen, wird dieser Vorteil
besonders deutlich.
[0008] Auf diesem Wege lässt sich der Konstruktionsaufwand für die Vielzahl der Anwendungen
bedeutend verringern. Es können dieselben Schlosskonzeptionen mit kleineren Wegen
wie bei den zahlreichen Zungennadel-Strickmaschinen zugrunde gelegt werden. Die Anwendung
für die zweiflächige Stoffherstellung mit zusätzlicher Rippscheibe bietet sich wegen
der geringen Baulänge ebenfalls an.
[0009] Es sind zwar aus der
DE 2950147 A1 zweiteilige Maschenbildungselemente beschrieben, die senkrecht zu den Nadeln bewegbar
und parallel dazu kippbar sind. Diese müssen aber in einem besonderen äußeren Ring
um den Nadelzylinder in zugeordneten Schlitzen angeordnet und jeweils zu jeder Nadel
eingesetzt sein. Auf diesem Wege ist es nicht möglich, Funktionseinheiten die aus
Nadel und Übertragungselement bestehen, zu verwirklichen.
[0010] Auch bei der
DE 4446952 A1 handelt es sich um eine Schiebernadel, mit dem Ziel, die dabei von der Nadel getrennte
Steuerung des Schiebers, wie bei einer Zungennadel mittels des Fadens auszuführen.
Der Aufbau dieser komplizierten Einheit ist aber mit den vorgesehenen Langlöchern
in den Seitenwänden und den Führungsstiften darin unstabil und für feine Ausführungen
nicht fertigungstauglich. Außerdem sollte bei Hochleistungsmaschinen vermieden sein,
das Garn für Steuerungsaufgaben bei der Maschenbildung zu beanspruchen, d.h., diese
Aufgaben sollten von der Maschine übernommen werden.
[0011] Wesentlich für die Lösung der Aufgabe gemäß Erfindung sind jedoch Maschenbildungselemente,
in die jeweils ein von der Maschine steuerbares Miniplatinenglied integriert ist.
[0012] Die Erfindungen sind grundsätzlich für alle Maschinenvarianten vorteilhaft anwendbar.
Sie bieten insbesondere auch für feinste Teilungen und niederste Maschenhöhen mit
dem Ziel fester Maschenstoffe vielseitige Musterungsmöglichkeiten.
[0013] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindungen sind in den Unteransprüchen 2 bis 14
angegeben:
Die Weiterbildung nach Anspruch 2 betrifft die Einwirkung der Maschine auf das Element
durch das phasenweise Anhalten des Schwinggliedes (11) mittels eines Stopzahnes (14)
von Haltebalkonen (26) der Schlosssysteme.
[0014] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindungen sind in den Unteransprüchen 2 bis 14
angegeben:
Die Weiterbildung nach Anspruch 2 betrifft die Einwirkung der Maschine auf das Element
durch das phasenweise Anhalten des Schwinggliedes (11) mittels eines Stopzahnes (14)
von Haltebalkonen (26) der Schlosssysteme.
[0015] Mit der Weiterbildung nach Anspruch 3 wird eine Bremswirkung auf das Schwingglied
(11) erreicht.
[0016] Die Weiterbildung nach Anspruch 4 verwirklicht eine andersartige Bremswirkung auf
das Schwingglied (11).
[0017] Die Weiterbildung nach Anspruch 5 betrifft die Anordnung der Haltebalkone (26) im
Stricksystem.
[0018] Die Weiterbildung nach Anspruch 6 betrifft die Ausbildung des Nadelkörpers (1).
[0019] Die Weiterbildung nach Anspruch 7 betrifft die Gestaltung des Schwinggliedes (11),
bei dem eine Trennungsnut (18) vorgesehen ist, welche die im Schlitz (4) geführte
vordere Sektion mit der Übertragungsspitze (12) von der hinteren Sektion mit Anschlagkante
(19) und der Befestigungslücke (15) abgrenzt.
[0020] Die Weiterbildung nach Anspruch 8 beschreibt die Befestigung des Verbindungsbügels
(8), und zwar entweder mit seinem Kopf im Schwingglied (11) oder mit seinen offenen
Schenkeln im Nadelkörper (1).
[0021] Die Weiterbildung nach Anspruch 9 ist ein Alternativvorschlag zum Verbindungsbügel
(8), der den mit dem Schwingglied (11) fest verbundenen Führungsfinger (28) aufnimmt.
[0022] Die Weiterbildung nach Anspruch (10) betrifft die Gestaltung der Übertragungsspitze
(12) und des Nadelschlitzes (4), die aufeinander abgestimmt sein müssen.
[0023] Die Weiterbildung nach Anspruch 11 betrifft den Fadenübergang von der Übertragungsspitze
zum Nadelhaken (2) und den Platzbedarf des Fadens beim Kuliervorgang.
[0024] Die Weiterbildung nach Anspruch 12 ist eine spezielle Ausbildung des Leitfensters
(13), die eine Querbewegung der Übertragungsspitze (12) beim Vorbewegen des Schwinggliedes
(11) ermöglicht.
[0025] Die Weiterbildung nach Anspruch 13 ist eine andere Lösung der Querbewegung der Übertragungsspitze
(12) bei der Vorbewegung des Schwinggliedes (11).
[0026] Die Weiterbildung nach Anspruch 14 betrifft die zusätzliche Führung des Schwinggliedes
(11) durch den Verbindungsbügel (8) und eine spanlose Herstellung der Vertiefungen
(7,16) am Schwingglied (11) und am Nadelkörper (1).
Beschreibung der Erfindung
[0027] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Figuren 1 bis 32 erläutert.
Diese sind, wenn nicht anders angegeben, alle im vergrößerten Maßstab ca. 5:1 ausgeführt.
Es zeigen:
Fig. 1 bis 3 Prinzipdarstellungen der Komponenten der Funktionseinheit Schwinggliednadel,
die in der Reihenfolge der bisherigen Maschenbildungselemente die vierte Fortsetzung
sein soll. Sie bedeuten eine weniger spezialisierte, fortschrittliche Nadeltechnologie
und erweiterte Möglichkeiten für die Konstruktion der Strick- und Wirkmaschinen in
zusätzlichen Anwendungsgebieten, und zwar
Fig. 1 eine Seitenansicht und Draufsicht von vorne des Schwinggliedes (11) der Funktions-Einheit
Schwinggliednadel in der ersten Ausführung;
Fig. 2 die Seitenansicht und Draufsicht von oben auf den zentralen Verbindungsbügel
(8);
Fig. 3 die Vorderpartie des Nadelkörpers (1) in einer Seitenansicht;
Fig. 4 eine Darstellung in Seitenansicht und Draufsicht von oben des Schwinggliedes
(11) mit eingeklemmtem Verbindungsbügel (8);
Fig. 5 die fertig montierte Funktionseinheit;
Fig. 6 die Seitenansicht und die Draufsicht von oben auf einen Schnitt durch die Befestigungszone
bzw. Gleitzone der Führungsvertiefungen (7);
Fig. 7 und Fig. 8 in Seitenansichten die Möglichkeit, die Führungsvertiefungen (7)
am Nadelkörper (1) spanlos durch einen Prägevorgang herzustellen;
Fig. 9 bis 13 Prinzipdarstellungen der Maschenbildung in einem Schnitt durch den Nadelkanal;
Fig. 9 die Nadel in der Einlaufzone des Stricksystems;
Fig. 10 die weitere Drehung des Zylinders;
Fig. 11 einen Zustand, bei dem bei weiterem Rückzug der Nadel von Fig.10 nach Fig.11
kein Haltebalkon vorhanden war;
Fig. 12 den Zustand des angehaltenen Schwinggliedes (11) an der Unterseite des nächsten
Balkons (26);
Fig. 13 die Schlussphase, also den Zustand von Fig.12 nach Fig.13, in dem kein Haltebalkon
(26) mehr vorhanden ist;
Fig. 14 die Seitenansicht und von vorne den Nadelhaken (2), in 10-facher Vergrößerung;
Fig. 15 den Blick auf die inneren Funktionsteile des Stricksystems;
Fig. 16 in zehnfacher Vergrößerung die Beziehung der Haltebalkone (26) zur Anordnung
des Stopzahnes (14) am Schwingglied (11).;
Fig. 17 eine Ausführungsvariante kompakter Bauart für feinste Nadelstärken in einer
Seitenansicht und Ansicht von oben des Schwinggliedes (11);
Fig. 18 in denselben Ansichten den Verbindungsbügel (8);
Fig. 19 die Durchführung der Vormontage des Verbindungsbügels (8) in den Nadelkörper
(1) in einer Seitenansicht;
Fig. 20 die Funktionseinheit Schwinggliednadel (11) in einer Seitenansicht;
Fig. 21 eine weitere Ausführungsvariante der Führung des Schwinggliedes in einer Seitenansicht;
Fig. 22 einen Schnitt durch das Schartenpaar;
Fig. 23 die Seitenansicht und Ansicht von vorne in 10-facher Vergrößerung, wie vom
oberen Nadelhakendurchmesser bis zur Hälfte Material abgenommen wurde;
Fig. 24 die zweite Bauart der Funktionseinheit Schwinggliednadel in einem Nadelkanal;
Fig. 25 die Seitenansicht und Draufsicht von oben auf den Nadelkörper (1);
Fig. 26 in gleichen Ansichten wie Fig.25 eine alternative Befestigung des Verbindungsbügels
(8);
Fig. 27 den Durchbruch (7) des Nadelkörpers (1);
Fig. 28 den längeren Durchbruch (7);
Fig. 29 die Ansichten auf das Schwingglied (11) von vorn, hinten und der Seite;
Fig. 30 die Seitenansichten des Schwinggliedes (11) und
Fig. 31 und Fig. 32 die Seitenansichten der Funktionseinheit Schwinggliednadel in
den beiden Endstellungen des Schwinggliedes (11), und zwar zwei verschiedene Ausführungen;
[0028] Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht und Draufsicht von vorne des Schwinggliedes 11 der
Funktions-Einheit Schwinggliednadel in der ersten Ausführung mit dem höchsten Rationalisierungs-Effekt
und dem größten Anwendungsspektrum. Die vordere Übertragungssektion ist in ihrem Gleitbereich
mit der Übertragungsspitze 12 dem Nadelschlitz 4 angepasst und wird durch eine Trennungsnut
18 mit Anschlagkante 19 von der hinteren Sektion abgegrenzt, welche mit einer Befestigungslücke
15 für den Kopf 10 des Verbindungsbügels 8 versehen ist. Die Anschlagkante 19 der
Trennungsnut 18 dient für die Begrenzung der Relativbewegung des Schwingliedes im
Nadelkörper 1 nach vorne. Dazu ist ein Stopzahn 14 am Schwingglied 11 vorgesehen.
[0029] In der Seitenansicht und Draufsicht gemäß Fig. 2 von oben auf den zentralen Verbindungsbügel
8 ist der mit seinen offenen Schenkeln 9 bei dieser Ausführung beweglich in seitlichen
Führungsvertiefungen 7 mit dem Nadelkörper 1 verbunden. Sein Kopf 10 ist in einer
Befestigungslücke 15 am Schwinglied 11 eingeklemmt.
[0030] Gemäß Fig. 3 enthält die Vorderpartie des Nadelkörpers 1 in einer Seitenansicht die
nadeltypischen Merkmale Nadelhaken 2, Nadelbrust 3, Nadelschlitz 4 und als Besonderheit
eine Absetzung mit Anschlagkanten 5 und 6 hinter der kurzen Nadelbrust. Außerdem sind
die seitlichen Führungsvertiefungen 7 für die offenen Schenkel 9 des Verbindungsbügels
8 im Nadelschaft angedeutet.
[0031] In Fig. 4, einer Darstellung in Seitenansicht und Draufsicht von oben des Schwinggliedes
11 mit eingeklemmtem Verbindungsbügel 8 in einer Vormontage, ist der ganze vordere
Abschnitt des Schwinggliedes auf die Schlitzweite 4 abgesetzt. Die Schenkel 9 weisen
eine nach außen wirkende Federbiegung 20 auf, so dass beim Einsetzen der Funktionseinheit
in den Nadelkanal eine Bremswirkung auf das Schwingglied 11 entsteht, welche die Go-
und Stopfunktion ohne Stopzahn 14 ermöglicht.
[0032] Gemäß Fig. 5 wird das Schwingglied 11 mit dem vormontierten Verbindungsbügel 8 schräg
von oben mit seinen etwas aufgespreizten Schenkelenden 9 über den Nadelschaft eingeführt
und dann zurückbewegt, so dass die Schenkel in die Führungsvertiefungen 7 einspringen.
Dabei wird der einfache Grundaufbau und die kinderleichte Montage der Funktionseinheit
Schwinggliednadel demonstriert.
[0033] In Fig. 6 ist in Seitenansicht und Draufsicht von oben ein Schnitt durch die Befestigungszone
bzw. Gleitzone der Führungsvertiefungen 7 gezeigt.
[0034] Fig. 7 und Fig. 8 zeigen in Seitenansichten die Möglichkeit, die Führungsvertiefungen
7 am Nadelkörper 1 spanlos durch einen Prägevorgang herzustellen. Dabei ist anstelle
der Führungsvertiefungen 7 ein Spalt 17 mit anschließendem Durchbruch auf die Führungsbreite
7 vorgesehen, derart, dass mit zwei gegeneinander wirkenden Stempeln die seitlichen
Führungsvertiefungen 7 eingeprägt werden, wobei sich der Spalt 17 durch die Materialverdrängung
verkleinert, wie in Fig. 8 ersichtlich ist.
[0035] Fig. 9 bis 13 zeigen Prinzipdarstellungen der Maschenbildung in einem Schnitt durch
den Nadelkanal unter zusätzlicher Einwirkung der Strickmaschine bei der Vor- und Zurückbewegung
der Funktionseinheit Schwinggliednadel. Die in den Balkonfassungen 25 aufgenommenen
Haltebalkone 26 ermöglichen die Go- und Stop-Funktion des Schwinggliedes 11, dessen
Stopzahn 14 in einer ringförmigen Ausnehmung 23 im Strickschloss Platz hat. Dabei
ist mit Z ein Schnitt durch einen Nadelkanal mit der darin befindlichen Schwinggliednadel
1 und mit S der Schnitt eines der an der Zylindermantelfläche angereihten Stricksysteme
bezeichnet. Beim Durchlauf einer Nadel durch das Stricksystem ergeben sich folgende
Funktionen.
[0036] In Fig. 9 befindet sich die Nadel 1 in der Einlaufzone des Stricksystems. Die letzte
Masche ist über der Nadelbrust 3 mit der darin befindlichen Übertragungsspitze 12
in Austriebsstellung gehalten, d.h. das Schwingglied 11 befindet sich in der hinteren
Stellung und ein neuer Faden wird in den Nadelhaken 2 eingeführt. Der Haltebalkon
26 ist mit seiner Oberkante unterhalb und am Anfang in Drehrichtung des Stopzahnes
14.
[0037] Während der weiteren Drehung des Zylinders in Fig. 10 wurde die Nadel 1 zurückgezogen.
Dabei wurde das Schwingglied 11 durch Entlanggleiten des Stopzahnes 14 an der Haltebalkonoberkante
26 angehalten, so dass in dieser Phase des Rückzuges die letzte Masche auf die Übertragungs-spitze
12 gelangt und dabei der neue Faden eingeschlossen wird.
[0038] Fig. 11 zeigt einen Zustand, bei dem beim weiteren Rückzug der Nadel von Fig.10 nach
Fig.11 kein Haltebalkon vorhanden war, so dass sich die Nadel 1 zusammen mit dem in
vorderster Stellung befindlichen Schwingglied 11 in die Kulierstellung bewegt. Während
diesem Vorgang wird die alte Masche von der Übertragungsspitze 12 abgeworfen, so dass
jetzt eine neue Masche im Nadelhaken 2 hängt. Vor der Bewegungsumkehr nach vorne befindet
sich der Stopzahn 14 bereits unterhalb des zweiten Haltebalkons 26 im Stricksystem.
[0039] Fig. 12 zeigt den Zustand, bei dem bei der Vorwärtsbewegung der Nadel 1 von Fig.11
nach Fig.12 das Schwingglied 11 an der Unterseite des nächsten Balkons 26 mittels
seines Stopzahnes 14 angehalten wurde und die Übertragungsspitze 12 den Nadelhaken
2 öffnete, d.h. diese gelangt wieder in die Nadelbrust 3.
[0040] Fig. 13 zeigt die Schlussphase, also den Zustand von Fig.12 nach Fig.13, in dem kein
Haltebalkon 26 mehr vorhanden ist, d. h. Nadel 1 und Schwingglied 11 gelangen zusammen
in die Austriebsstellung. Zwischen der Auslaufzone und der Einlaufzone in das nächste
Stricksystem befindet sich kein Haltebalkon 26. Der Stopzahn 14 läuft in das nächste
Stricksystem wieder oberhalb seines ersten Haltebalkons 26 ein.
[0041] Zwischen den Darstellungen gemäß Fig. 12 und 13 besteht auch mit derselben Auswahltechnik
wie bei Zungennadeln die Möglichkeit, Fangmaschen zu bilden. Dazu wird ebenfalls eine
bestimmte Nadel 1 nicht wie Fig. 9 zeigt voll, sondern nur soweit ausgetrieben, dass
sich der Stopzahn 14 unterhalb des Haltebalkens 26 befindet. Bei der anschließenden
Rückbewegung der Nadel 1 zusammen mit dem Schwingglied 11 bleibt die Übertragungsspitze
12 in der Nadelbrust 3, so dass die dort befindliche Masche wieder in den Nadelhaken
2 gelangt, in dem bereits ein neuer Faden eingefangen wurde.
[0042] In der Darstellung gemäß Fig. 14, die Seitenansicht und von vorne den Nadelhaken
2, hier in 10-facher Vergrößerung, wurde auf die übliche Rundreduzierung des Nadelhakens
verzichtet, d.h. dieser weist die volle Schaftstärke der Nadel 1 auf, und die Übertragungsspitze
12 ist nicht wie üblich oberhalb, sondern im Nadelhaken 2 in einer Hakenkerbe 24 eingetaucht.
Auf diesem Wege lassen sich um 0,3 mm niedrigere Maschenhöhen verwirklichen und Stoffe
nahezu so fest wie Webware, herstellen. Um Platz für den Faden während des Kuliervorganges
zu schaffen, kann man in der Mitte des Nadelhakens 2 halbmondförmige Einbuchtungen
27 vorsehen.
[0043] In Fig. 15 sind die inneren Funktionsteile des Stricksystems in etwa natürlichem
Maßstab dargestellt. Darin sind die Balkonfassungen 25 auf gleicher Höhe vorgesehen,
wenn die Haltebalkone 26 außermittig als schmales elastisches Bauteil in den Balkonfassungen
25 aufgenommen sind. In diesem Maßstab ist auch die Steuerbahn F für die Nadelfüße
sichtbar.
[0044] Fig. 16 zeigt in zehnfacher Vergrößerung die Beziehung der Haltebalkone 26 zur Anordnung
des Stopzahnes 14 am Schwingglied 11. Dabei ist die Relativbewegung des Schwinggliedes
11 zur Nadel 1 mit a bezeichnet, während die gemeinsame Bewegung der Nadel 1 mit dem
Schwingglied 11 als b festgelegt wurde. Die Breite des Stopzahnes 14 ergibt sich damit
mit b/2 und die Exzentrizität der Halteoberkante des Balkons 26 in der Balkonfassung
25 mit b/4.
[0045] Die Ausführungsvariante laut Fig. 17 zeigt in kompakter Bauart für feinste Nadelstärken
in einer Seitenansicht und Ansicht von oben das Schwingglied 11. Dabei geht das Schwingglied
11 mit seiner hinteren Begrenzung in einen Führungsfinger 28 über, der seitliche Absetzungen
29 in der Verbindungsbügelstärke aufweist, Fig. 18 in denselben Ansichten den Verbindungsbügel
8, der bei dieser Ausführung statt der Führungsvertiefungen 7 fest in einem Befestigungsdurchbruch
7 im Nadelkörper 1 eingeklemmt ist Fig. 19.
[0046] Die Vormontage des Verbindungsbügels 8 in den Nadelkörper 1 erfolgt gemäß Fig. 19.
[0047] Das Schwingglied 11 in Fig. 20 ist, wie früher beschrieben, in den Nadelkörper 1
zur Funktionseinheit in dieser Ausführungsvariante feinster Nadelstärken einmontiert
und in die hinterste Stellung geschoben.
[0048] In Fig. 21 ist der Führungsbügel 8 für den Führungsfinger 28 durch punktförmige,
in den Durchbruch 7 ragende Scharten 30 an den Außenseiten des Nadelkörpers 1 ersetzt.
Ein schmaler Stempel, der mit seinen die Durchbruchöffnung etwas überstehenden Kanten
auf den Nadelschaft drückt, bildet Mikrospäne zur unteren Schaftseite, die dort durch
die Gegenhaltefläche zu punktförmigen Führungsscharten 30 werden. Die Darstellung
zeigt zwei Schartenpaare auf der unteren und dazwischen ein Schartenpaar auf der oberen
Schaftseite.
[0049] Fig. 22 zeigt einen Schnitt durch das Schartenpaar, das sich auf der linken Nadelseite
gebildet hat. Auf der rechten Nadelseite ist die Ansicht des weiter hinten auf der
anderen Seite befindlichen Schartenpaares zu erkennen.
[0050] In Fig. 23 ist in Seitenansicht und Ansicht von vorne in 10-facher Vergrößerung gezeigt,
wie vom oberen Nadelhakendurchmesser bis zur Hälfte Material abgenommen wurde, um
auch bei dieser Ausführung möglichst niedere Maschenhöhen zu ermöglichen. Durch die
niedere Schlitztiefe kann zum selben Ziel am Rücken des Nadelkörpers 1 eine Ausnehmung
vorgesehen sein.
[0051] Fig. 24 zeigt die zweite Bauart der Funktionseinheit Schwinggliednadel in einem Nadelkanal,
bei welcher der Verbindungsbügel 8 mit seinen offenen Schenkeln 9 in Führungsvertiefungen
7 des Nadelkörpers 1 befestigt ist, wobei der geschlossene Bügelkopf 10 in ein Leitfenster
13 des Schwinggliedes 11 führend eingreift. Außerdem ist im Strickschloss anstelle
des Haltebalkons 26 und des Stopzahnes 14 eine Magnetleiste 22 vorgesehen, die auf
einen die Nadelkanäle überstehenden Kamm des Schwinggliedes 11 wirkt, d.h. durch Bremswirkung
dessen Relativbewegung zum Nadelkörper 1 ermöglicht. Durch die zusätzliche seitliche
Führung des Schwingliedes 11 im Nadelkörper 1 ist diese Bauart auch für außerhalb
von Kanälen benutzte Nadeln, z. B. in Kettenwirkmaschinen, vorteilhaft.
[0052] Im Nadelkörper 1 gemäß Fig. 25 mit in den seitlichen Führungsvertiefungen 7 sind
z. B. mittels eines Laserschweißpunktes die offenen Schenkel 9 des Verbindungsbügels
8 befestigt.
[0053] Fig. 26 zeigt wie Fig. 25 eine alternative Befestigung des Verbindungsbügels 8, bei
dem ein Schenkel 9 kürzer als der andere abgewinkelt ist, so dass nach dem Einsetzen
der Abbiegungen in den in einer Seitenansicht gemäß Fig.27 dargestellten Durchbruch
7 des Nadelkörpers 1, eine Fixierung in Längsrichtung eintritt. Der längere Durchbruch
7 in Fig. 28 dient dazu, die Relativbewegung des Schwinggliedes 11 zum Nadelkörper
1 auszuführen, so dass auch die zuerst beschriebene Bauart mit befestigtem Kopf 10
des Verbindungsbügels 8 im Schwingglied 11 möglich ist.
[0054] In Fig. 29 ist das Schwingglied 11 von vorne und hinten dargestellt, dazwischen die
Seitenansicht mit Leitfenster 13 und den, analog zum Nadelkörper, in der hinteren
Begrenzung beiderseits angebrachten Führungsvertiefungen 16.
[0055] Beim Schwingglied 11 in Fig. 30 werden die Führungsvertiefungen 16 spanlos hergestellt.
Zu diesem Ziel ist in der hinteren Begrenzung des Schwinggliedes 11 ein Spalt 17 vorgesehen,
so dass mittels zweier gegeneinander wirkender Stempel die Vertiefungen 16 eingeprägt
werden können, wobei sich durch Materialverdrängung der Spalt 17 verkleinert.
[0056] In den beiden Endstellungen des Schwingliedes 11 im Nadelkörper 1 gemäß Fig. 31 ist
das Leitfenster 13 im Schwingglied 11 geringfügig abgewinkelt, und die Auflagefläche
verläuft dazu parallel, derart, dass beim Vorbewegen des Schwinggliedes 11 der Verbindungsbügel
8 dieses vorne geringfügig anhebt, wodurch die Übertragungsspitze 12 eine kleine Querbewegung
ausführt. Für diese Ausführung kann es zweckmäßig sein, im Kopf 10 des Verbindungsbügels
8 einen Verschleißeinsatz V vorzusehen.
[0057] Nach Fig. 32 (Seitenansichten der Funktionseinheit Schwinggliednadel) ist in den
beiden Endstellungen des Schwinggliedes 11 ebenfalls eine kleine Querbewegung der
Übertragungsspitze 12 bei der Vorbewegung des Schwinggliedes 11 vorgesehen. Dabei
befindet sich eine Erhöhung an der Gleitfläche des Schwinggliedes in der hinteren
Stellung in einer Raststelle 21 der Absetzung 5. Beim Vorbewegen des Schwinggliedes
11 gelangt die Erhöhung aus der Raststelle 21, wodurch die Übertragungsspitze 12 etwas
angehoben wird, wobei das Leitfenster 13 durch eine Abwinklung der Neigebewegung folgt.
1. Strick- oder Kettenwirkmaschine mit einem Maschenbildungselement, zum maschinellen
Maschenbilden mit mindestens einem kontinuierlichen Faden, der mittels des Nadelhakens
(2) einer Nadel (1) jeweils durch die zuvor gebildete Masche zum Bilden der neuen
Masche als Schleife hindurch bewegt wird, bei der die Nadel (1) unterhalb des Nadelhakens
(2) in der Brust (3) einen Schlitz (4) aufweist, in den eine mittels Komplementärteil
bewegbare Übertragungsspitze (12) eindringbar ist, deren relative Längsbewegung zur
Nadel (1) durch Bremswirkung eines damit verbundenen Federteiles (20) im Nadelkanal
oder durch steuerbare Einwirkung vom Schlosssystem her erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass der Nadelkörper (1) ein mit diesem hin- und her bewegbares im wesentlichen planparallel
strukturiertes, eine Übertragungsspitze (12) enthaltendes Schwingglied (11) enthält,
das als ein kompaktes Minibauteil (Miniplatinenglied) ausgebildet ist, die Relativbewegung
zur Nadel (1) begrenzt und durch einen zentralen Verbindungsbügel (8) mit der Nadel
(1) eine Funktionseinheit bildet, und dass der Verbindungsbügel (8) sowohl die Relativbewegung
des Schwinggliedes (11) zum Nadelkörper (1) als auch dessen seitliche Führung und
Führung auf der Gleitfläche im Nadelkörper (1) sicherstellt.
2. Maschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch im Nadelschloss angeordnete Haltebalkone (26), die mit einem Stopzahn (14) des Schwinggliedes
(11) zyklusweise korrespondieren.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch am Schwingglied (11) als Feder (20) ausgebildete Schenkel (9) des Verbindungsbügels
(8).
4. Maschine nach Anspruch 1 oder 3, gekennzeichnet, durch einen im Schlosssystem angeordneten Permanent- oder elektromechanischen Magneten,
der auf den die Oberkante des Nadelkanals überstehenden Schwinggliedschaft während
der Stopphase einwirkt.
5. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die als elastischer Einsatz ausgebildeten Haltebalkone (26) in zylindrischen Balkonfassungen
(25) außermittig angeordnet sind und in Bohrungen gleicher Höhe im Stricksystem drehbar
angeordnet sind.
6. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass hinter der Nadelbrust (3) eine Absetzung mit sie begrenzenden Anschlagkanten (5)
und (6) vorgesehen ist. (Fig. 3)
7. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterkante des Schwinggliedes (11) eine Trennungsnut (18) mit Anschlagkante
(19) vorgesehen ist, welche das Vorderteil mit der Übertragungsspitze (12) vom hinteren
Teil mit der Befestigungslücke (15) abgrenzt (Fig. 1), und das Schwingglied (11) entweder
mit einer Befestigungslücke (15) zur Befestigung des Verbindungsbügels (8) oder mit
einem Leitfenster (13) für seine Führung im Nadelkörper (1) ausgeführt ist. (Fig.
1, Fig. 29)
8. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsbügel (8) entweder mit seinem Kopf (10) in einer Befestigungslücke
(15) des Schwingliedes (11) eingepresst ist und seine offenen Schenkel (9) in Führungsvertiefungen
(7) des Nadelkörpers (1) gleitend geführt sind, oder seine offenen Schenkel (9) z.
B. durch einen Laserschweißpunkt in Fixierungsvertiefungen (7) befestigt sind und
der Kopf (10) im Leitfenster (13) des Schwinggliedes (11) seitlich geführt und längsbewegbar
begrenzt das Schwingglied (11) auf der Gleitfläche der Absetzung (5) leitet. (Fig.
5 und 24)
9. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwingglied (11) mit seiner hinteren Begrenzung in einen Führungsfinger (28)
mit seitlichen Absetzungen (29) übergeht, welche auf das Innenmaß des im Durchbruch
(7) der Nadel (1) befestigten Verbindungsbügels (8) abgestimmt ist, und durch im Durchbruch
(7) an den Außenseiten des Nadelkörpers (1) in den Durchbruch (7) ragende,
punktförmige dünne Führungsscharten (30) vorgesehen sind, innerhalb denen die Absetzung
(29) gleitend geführt ist.
10. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseite der Übertragungsspitze (12) dem Nadelschlitz angepasst konisch verjüngt
und der Nadelschlitz (4) nach oben konisch erweitert sind.
11. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Nadelhaken (2) seitlich die volle Nadelstärke aufweist und zur Aufnahme der Übertragungsspitze
(12) eine Hakenkerbe (24) vorgesehen ist und im Nadelhaken (2) seitlich halbmondförmige
Einbuchtungen (27) vorgesehen sind.
12. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitfenster (13) am Schwingglied (11) geringfügig derart abgewinkelt ist und
die Auflagefläche dazu parallel verläuft, derart, dass beim Vorbewegen das Schwingglied
(11) durch den Verbindungsbügel (8) vorne geringfügig anhebbar ist.
13. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitfläche des mit dem Leitfenster (13) ausgeführten Schwinggliedes (11) eine
Raststelle (21) aufweist, bestehend aus einer Erhöhung der Gleitfläche und einer Lücke
in der Absetzung (5) der Nadel (1), derart, dass beim Vorbewegen des Schwinggliedes
(11) die Übertragungsspitze (12) etwas angehoben wird und das Leitfenster (13) durch
eine Abwinklung der Neigebewegung folgt.
14. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die hintere Begrenzung des Leitfensters (13) beiderseits Vertiefungen (16) aufweist,
die an die Stärke der Schenkel (9) des Verbindungsbügels (8) angepasst sind, und zur
spanlosen Herstellung der seitlichen Vertiefungen (7, 16) im Nadelkörper (1) oder
am Schwingglied (11) ein Spalt (17) vorgesehen ist und mittels zweier gegenseitiger
Stempel schmale Vertiefungen (7, 16) eindrückbar sind.