| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 031 306 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
14.07.2010 Patentblatt 2010/28 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.08.2007 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Verfahren und Gargerät zum Garen
Cooking method and cooking device
Procédé et appareil de cuisson
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
DE FR GB IT |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
04.03.2009 Patentblatt 2009/10 |
| (73) |
Patentinhaber: Rational AG |
|
86899 Landsberg/Lech (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Greiner, Michael
86899 Landsberg (DE)
- Breunig, Manfred
86956 Schongau (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Weber-Bruls, Dorothée et al |
|
Jones Day
Hochhaus am Park
Grüneburgweg 102 60323 Frankfurt am Main 60323 Frankfurt am Main (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 635 120 WO-A-98/48679 DE-A1- 4 231 365
|
WO-A-01/58214 WO-A-2006/045290 DE-B3-102005 057 585
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Garen eines Garguts in einem
Gargerät mit einem Garraum, zumindest einer Heizeinrichtung, einer Recheneinrichtung,
einer Speichereinrichtung und zumindest einer Sensiereinrichtung, das in Abhängigkeit
von einem Garegrad eines Garguts und/oder einer Gardauer, insbesondere bestimmt durch
die Kerntemperatur, die Bräunung, den pH-Wert und/oder den Kochwert aus Meßwerten
der Sensiereinrichtung, unter Berücksichtigung von in der Speichereinrichtung zumindest
zeitweise hinterlegten Werten über die Recheneinrichtung geführt wird; und ein Gargerät
mit einer Programmierung zum Durchführen eines solchen Verfahrens.
[0002] Es wäre für viele automatische Garverfahren von Vorteil, einen Parameter zu bestimmen
und zur Verfügung zu haben, der eine Aussage über den Garfortschritt erlaubt.
[0003] Aus der
DE 42 31 365 A1 ist ein Verfahren zum Backen, Braten oder Garen bekannt, bei dem die Garraumtemperatur
auf einen Temperatursollwert geregelt wird, wobei in einer Vielzahl von aufeinanderfolgenden
Zeitintervallen jeweils ein Wert der aktuellen Garraumtemperatur oder ein von dieser
aktuellen Temperatur linear abhängiger Wert ermittelt wird, und diese Werte aufaddiert
werden. Wenn die Summe der Werte einen von dem Produkt aus dem Temperatwrsollwert
bzw. einem von diesen linear abhängigen Wert, einer vorgegebenen Wärmeeinwirkungsdauer
und der reziproken Länge eines Zeitintervalls abhängigen Summensollwerts erreicht,
wird ein Signal zum Abschließen des Brat-, Back- bzw. Garvorgangs erzeugt. So lassen
sich Temperaturschwankungen im Garraum, wie sie z.B. durch ein Beladen oder andere
Störeinflüsse auftreten können, während eines Garprozesses berücksichtigen. Nachteilig
an diesem Stand der Technik ist, daß nicht die tatsächliche Temperatur des Garguts
zur Bestimmung der Gare verwendet wird, sondern die Garraumtemperatur lediglich als
eine der Garguttemperatur entsprechende Größe angenommen wird. Dadurch kann es insbesondere
bei Gargütern mit großem Durchmesser zu einer Fehleinschätzung bezüglich des Garendzeitpunkts
kommen.
[0004] Die
EP 0 419 304 A2 offenbart ein Verfahren zum Garen von Gargut, bei dem der pH-Wert oder auch die Kerntemperatur
eines Garguts zur Bestimmung eines Pasteurisierungswerts (P-Werts) verwendet wird.
Das Gargerät soll den Garpzozeß dabei derartig führen, daß zum Ende des Garprozesses
der gewünschte P-Wert, also das gewünschte Maß an Keimfteiheit im Lebensmittel genau
erreicht wird. Nach einer anschließenden Abkühlung der Temperatur des Garguts auf
einen Wert knapp über 0°C kann so ein lange lagerfähiges Lebensmittel erzeugt werden.
Der P-Wert ist nur sehr indirekt mit der Gare des Lebensmittels verknüpft.
[0005] Auch aus der
DE 199 45 021 A1 ist es bekannt, einen Garvorgang in Abhängigkeit eines pH-Werts oder in Abhängigkeit
der Hygiene eines Garguts zu führen. Des weiteren ist dort beschrieben, daß der Garvorgang
auch in Abhängigkeit der Kerntemperatur eines Garguts geführt werden kann.
[0006] Die
DE 196 09 116 A1 offenbart ein Garverfahren in einem Garraum, das dann beendet wird, wenn eine Ist-Kerntemperatur
in einem Gargut eine Soll-Kerntemperatur erreicht. Wenn ein Endzeitpunkt des Garverfahrens
eingestellt ist, werden die Garraumtemperatur, die umlaufende Strömung im Garraum
und die Feuchte im Garraum derart eingestellt oder verändert, daß zum vorgegebenen
Endzeitpunkt die Soll-Kerntemperatur erreicht wird.
[0007] Die
US 4,281,022 offenbart ein Garverfahren zum Garen von dünnem Fleisch in einer Mikrowelle, bei
dem ein Garegrad des Fleischs anhand der Feuchte und der Temperatur im Garraum bestimmt
wird. Dazu wird aus der Temperatur und der Feuchte im Garraum sowie der abgelaufenen
Garzeit eine Zeit tx berechnet, die zum Erreichen eines thermischen Gleichgewichts
notwendig ist. Diese Zeit tx wird dazu genutzt, das Garverfahren zu unterbrechen,
sobald ein gewünschter Garegrad erreicht ist. Der Zusammenhang zwischen der Zeit tx
und dem Garegrad für dünnes Fleisch ist in der
US 4,281,022 beschrieben. Nachteilig ist hieran, daß mit dem Verfahren nur ein spezielles Gargut
gegart werden kann und daß das Gargut von Anfang bis Ende durchgegart werden muß,
bis der gewünschte Garegrad erreicht ist. Eine Unterbrechung und Fertigstellung zu
einem späteren Zeitpunkt ist mit dem Verfahren nicht möglich.
[0008] Nachteilig an dem zitierten Stand der Technik ist, daß Hygiene bzw. P-Wert und die
Kerntemperatur des Garguts nur bedingt geeignet sind, die tatsächliche Gare eines
Garguts zu bestimmen. So ist es beispielsweise allgemein bekannt, daß Kartoffeln,
auch wenn sie in siedendem Wasser eine Kerntemperatur von nahezu 100°C erreicht haben,
noch nicht die zum Verzehr gewünschte Konsistenz erreicht haben. Tatsächlich ist es
nämlich erforderlich, daß diese Temperatur im Kern der Kartoffelstücke für ca. 3 bis
5 Minuten gehalten werden muß, um die Kartoffel verzehrfertig zu machen. Die chemischen
Reaktionen, bei denen die Bestandteile der Lebensmittel umgesetzt werden, erfordern
nämlich neben der Temperatur auch eine gewisse Zeitspanne, bei denen die Inhaltsstoffe
der Lebensmittel umgesetzt werden können. Ein solches Verhalten kann ähnlich dem P-Wert
mit dem C-Wert (cooking value - Kochwert) beschrieben werden. Ein solcher Kochwert
ist in der Ökotrophologie bekannt und läßt sich wie folgt berechnen:

wobei
UF = Umrechnungsfaktor,
BT = Bezugstemperatur =100°C,
T(t) = Kemtemperaturverlauf,
St = Zeitpunkt, bei dem eine Starttemperatur überschritten wurde, abhängig vom Lebensmittel
und
t' = Ist-Zeit
[0009] Ein Verfahren, bei dem ein solches Integral bei der Bestimmung der bakteriellen Belastung
eines Lebensmittels, also eines P-Werts, in einem Gargerät bestimmt wird, ist aus
der
EP 1 317 643 B1 bekannt Dort wird aber wiederum nur die Bestimmung eines Pasteurisierungswertes offenbart.
[0010] Aus der
WO 2004/062372 A2 ist ein Verfahren zum Garen in einem Garraum eines Gargeräts mit einer Steuerung
bekannt, die Zugang zu den zeitabhängigen und nicht zeitabhängigen gemessenen Daten
hat, die mit dem Zustand des Garguts oder des Gargeräts korrelieren. Der aktuelle
Verlauf des Garprozesses wird dabei anhand von gemessenen Daten Z
I des zu garenden Garguts I bis zu einer vorherbestimmten Zeit T
M vor dem Ende der Garzeit T
E bestimmt. Dabei können auch die Daten Z
I (T
E) zum Ende des Garprozesses T
E vorhergesagt werden. Als Garparameter sind dabei die Kerntemperatur, die Bräunung,
die Krustenbildung und auch die Hygiene des Garguts vorgesehen.
[0011] Im Rahmen einer Weiterentwicklung wäre es wünschenswert, den Garvorgang bei Erreichen
eines durch einen Kunden eingestellten Werts für den Garfortschritt (zum Beispiel
einen C-Wert) zu unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen eines neuen
Garprozesses abzuschließen. Dies böte für einen Koch im Kantinen- oder Cateringbetrieb
den Vorteil, daß zu einem Zeitpunkt, bei dem in der Küche noch kein Zeitdruck herrscht,
ein Essen nahezu fertigstellen zu können und schließlich zu einem späteren Zeitpunkt
die fehlende Gare innerhalb sehr kurzer Zeit erreichen zu können, ohne daß das Essen
dabei übergart würde.
[0012] Aus der
WO 01/58214 A1 ist ein Verfahren zur Bereitstellung einer vorbestimmten Endzubereitung von vorgekochten
Speisenportionen bekannt Dabei wird über einen an über Verpakkung angebrachten maschinenlesbaren
Code eine Temperatur und ein Zeitverlauf für einen Endzubereitungsprozeß abgelesen
und ein Endzubereitungsgerät entsprechend eingestellt. Das Anforderungsprofil ist
in diesem Falle abhängig von den beim Vorkochen eingehaltenen Vorzubereitungsparametern.
Die anzuwendenden Endzubereitungsparameter können mittels Vorversuchen in Abhängigkeit
vom Vorzubereitungszustand empirisch festgelegt werden. Nachteilig ist hieran, daß
der Kunde, also der Koch in einer Großküche oder in einem Cateringbetrieb, nicht die
Möglichkeit hat, selbst zu bestimmen, in wieweit das Gargut in dem ersten Schritt
vorgegart werden soll. Des weiteren erlaubt das Verfahren nicht, auf eine Veränderung
des Garablaufs beim Vorgaren derart zu reagieren, daß die Endzubereitung in jedem
Fall gelingt.
[0013] Die
JP 63 128 969 offenbart ein Gargerät, an dem über eine Einstellvorrichtung ein Start, eine Unterbrechung
und ein Ende eines Garprozesses eingegeben werden kann. Mit Hilfe eine Programms kann
eine Heizzeit zu Beginn eines Garvorgangs und eine Heizzeit für den Fall eines Wiedererwärmens
bestimmt werden. Nachteilig ist hierbei, daß keine prozentuale Eingabe durch einen
Kunden eingegeben werden kann. Auch kann kein C-Wert zur Bestimmung der Gare eines
Lebensmittels verwendet werden, da kein Kerntemperaturfühler vorgesehen ist, um einen
internen Garparameter im Lebensmittel zu bestimmen. Auch ist hier nicht vorgesehen,
das Lebensmittel zu einem späteren Zeitpunkt basierend auf einem bereits erreichten
Garegrad mit Hilfe eines separaten Garprozesses verzehrfertig zu garen.
[0014] Aus der
WO 98/48679 A2 ist ein gattungsgemäßes Verfahren zum Führen eines Garprozesses in einem Gargerät
bekannt, bei dem anhand der Ableitung eines Garparameters nach der Zeit das Ende eines
Garprozesses im Voraus berechnet wird, um zu einer definierten Zeit vor dem Ende des
Garprozesses mit einem abschließenden Teil des Garprogramms das Gargut in einen Endzustand
zu überführen. Nachteilig ist hier wiederum daß der Garprozeß nicht unterbrochen werden
kann und so kein abschließender Garprozeß, bei dem das abschließende Garen des Garguts
stattfindet, vorgesehen ist, der auf einen beliebigen späteren Zeitpunkt verschoben
werden kann. Auch ist eine Eingabe bezüglich des Garegrads als Kundenwunsch nicht
vorgesehen.
[0015] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demzufolge, das gattungsgemäße Verfahren
und Gargerät derart weiterzuentwickeln, daß es die Nachteile des Stands der Technik
überwindet. Insbesondere soll die Eingabe eines gewünschten Zwischen-Garegrads eines
Garguts eine Unterbrechung eines Garvorgangs beim Erreichen dieses Zwischen-Garegrads
und ein automatisch berechnetes, zeitlich versetztes Fortführen des Garvorgangs, in
dem die fehlende Gare zu einem späteren Zeitpunkt erreicht wird, ermöglicht werden.
[0016] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch zumindest zwei zeitlich voneinander
getrennte Schritte, umfassend einen Vorgar-Schritt, der bei Erreichen eines bestimmten
Zwischenwerts des Garegrads und/oder der Gardauer, insbesondere einer bestimmten Restzeit
zum Erreichen der Gardauer, unterbrochen wird, und einen Fertiggar-Schritt, insbesondere
in Form eines Finishing-Schritts, der zu einem späteren Zeitpunkt aufgerufen wird,
um das Garen des Garguts unter Berücksichtigung des Zwischenwerts zu beenden.
[0017] Dabei kann vorgesehen sein, daß der Garegrad durch eine zeitliche Summe oder ein
zeitliches Integral zumindest eines Meßwertes, insbesondere bestimmt über einen Kerntemperatunensor
und/oder zumindest einen Gassensor zur Bestimmung des chemischen Zustands des Garguts
anhand der Atmosphäre im Garraum, berechnet wird.
[0018] Es kann auch vorgesehen sein, daß der Zwischenwert in Abhängigkeit von der Dauer
eines weiteren Gar-Schritts bestimmten wird, wobei vorzugsweise der weitere Gar-Schritt
dem Fertiggar-Schritt entspricht.
[0019] Bevorzugt ist erfindungsgemäß, daß der Zwischenwert und/oder ein Endwert des Garegrads
und/oder die Gardauer, insbesondere die Dauer des Fertiggar-Schritts, über eine Bedien-und/oder
Anzeigeeinrichtung verändert und/oder ausgewählt werden kann, vorzugsweise zu Beginn
des Verfahrens, insbesondere unter Auswahl des Garguts, eines Garprogramms und/oder
zumindest eines Parameters des Garguts und/oder des Garprogramms und/oder eines zumindest
teilweise vorgegebenen Fertiggar-Schritts.
[0020] Dabei kann wiederum vorgesehen sein, daß der Parameter des Garguts die Größe, das
Kaliber, das Gewicht, die Temperatur, den Ausgangszustand und/oder die Qualität des
Garguts vor dem Garen charakterisiert, und/oder der Parameter des Garprogramms die
Feuchte, die Luftzirkulation und/oder die Temperatur im Garraum und/oder den Zielwert
der Bräunung des Garguts charakterisiert, und/oder der Parameter des Fertiggar-Schritts
die Feuchte, die Luftzirkulation und/oder die Temperatur im Garraum charakterisiert.
[0021] Ferner kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß von der Recheneinrichtung, insbesondere
unter Zugriff auf in der Speichereinrichtung hinterlegte Werte, der Zwischenwert und/oder
der Endwert in Abhängigkeit von dem ausgewählten Gargut, dem ausgewählten Garprogramm
und/oder dem ausgewählten Fertiggar-Schritt und/oder dem zumindest einen ausgewählten
Parameter bestimmt und/oder auf der Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung angezeigt
wird.
[0022] Mit der Erfindung wird dabei vorgeschlagen, daß der bestimmte und/oder angezeigte
Zwischen- und/oder Endwert, vorzugsweise über die Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung,
verändert und/oder, vorzugsweise in der Speichereinrichtung, insbesondere nach einer
Veränderung, gespeichert werden kann.
[0023] Besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind dadurch gekennzeichnet,
daß der Zwischenwert in Form eines Prozentwertes relativ zum Endwert bestimmt, ausgewählt,
angezeigt und/oder gespeichert wird.
[0024] Erfindungsgemäße Verfahren können sich dadurch auszeichnen, daß, insbesondere bei
Erreichen des Zwischenwerts im Vorgar-Schritt, zumindest der Zwischenwert in der Speichereinrichtung
gespeichert wird, und im Fertiggar-Schritt das Garen des Garguts unter Berücksichtigung
zumindest des aus der Speichereinrichtung geholten Zwischenwerts und von der Sensiereinrichtung
aufgenommenen Meßwerten beendet wird.
[0025] Ein erfindungsgemäßes Verfahren kann des weiteren gekennzeichnet sein, durch ein
Speichern von Meßwerten, dem Zwischenwert, dem Endwert, dem Gargut, dem Garprogramm
und/oder dem Parameter, vorzugsweise zusammen mit einer, insbesondere über die Bedien-und/oder
Anzeigeeinrichtung auswählbaren und/oder veränderbaren, Kennung in der Speichereinrichtung.
[0026] Dabei kann vorgesehen sein, daß die Kennung, insbesondere zusammen mit dem Garegrad
des Garguts, vorzugsweise während des kompletten Verfahrens, angezeigt, verändert
und/oder gespeichert werden kann.
[0027] Mit der Erfindung wird auch vorgeschlagen, daß der Fertiggar-Schritt über die Kennung,
insbesondere mittels der Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung, ausgewählt, verändert
und/oder gespeichert werden kann.
[0028] Ferner kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß der Fertiggar-Schritt über die Bedien-und/oder
Anzeigeeinrichtung gestartet werden kann.
[0029] Weiterhin wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß zwischen dem Vorgar-Schritt und
dem Fertiggar-Schritt zumindest ein Kühl- und/oder Lager-Schritt durchgeführt wird.
[0030] Bevorzugt ist erfindungsgemäß auch, daß beim Bestimmen des Zwischenwerts, beim Führen
des Vorgar-Schritts, insbesondere bei der Bestimmung des Endes des Vorgar-Schritts,
und/oder beim Führen des Fertiggar-Schritts, insbesondere bei der Bestimmung des Endes
des Fertiggar-Schritts, ein Fortschreiten des Garens nach Beendigung des Vorgar-Schritts
und/oder nach Entnahme des Garguts aus dem Garraum nach Beendigung des Vorgar-Schritts,
ggf. unter Berücksichtigung des Kühl- und/oder Lager-Schritts, in Form eines Korrektur-Terms
berücksichtigt wird.
[0031] Dabei kann vorgesehen sein, daß der Korrektur-Term in Abhängigkeit des zeitlichen
Verlaufs der Meßwerte der Sensiereinrichtung zumindest während des Vorgar-Schritts,
insbesondere einer während des Vorgar-Schritts erkannten Gargutgröße, vorzugsweise
bestimmt durch das Gargutkaliber, die Gargutgröße und/oder das Gargutgewicht, und/oder
des Zeitpunkts der Entnahme des Garguts aus dem Garraum nach Beendigung des Vorgar-Schritts
und/oder des Zeitpunkts der Einführung des Garguts in den Garraum für den Fertiggar-Schritt
berechnet wird, wobei die Gargutgröße und/oder das Gargutkaliber insbesondere über
die erste und/oder zweite Ableitung der Kerntemperatur nach der Zeit bestimmt wird
bzw, werden.
[0032] Dabei kann vorgesehen sein, daß der Korrektur-Term dazu verwendet wird, die Dauer
des Fertiggar-Schritts zu korrigieren, wobei besagte Dauer vor und/oder nach der Korrektur
insbesondere über die Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung angezeigt wird.
[0033] Mit der Erfindung wird auch vorgeschlagen, daß eine Kundeneingabe über die Bedien-und/oder
Anzeigeeinrichtung zum Zwischenwert unter Berücksichtigung des ausgewählten Garguts,
des ausgewählten Garprogramms und/oder des zumindest einen ausgewählten Parameters
und/oder unter Berücksichtigung über die Sensiereinrichtung erfaßter Meßwerte auf
Plausibilität überprüft wird.
[0034] Dabei kann vorgesehen sein, daß im Falle einer erkannten fehlenden Plausibilität
ein Hinweis, insbesondere über die Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung, ausgegeben
und/oder automatisch ein berechneter Zwischenwert als Vorschlag angezeigt wird, wobei
der Vorschlag verändert und/oder gespeichert werden kann.
[0035] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß während des
Vorgar-Schritts ein zeitlicher Verlauf zumindest einer das Klima im Garraum bestimmenden
Größe, wie der Feuchte, Temperatur und/oder Luftzirkulation im Garraum, für den Fertiggar-Schritt
bestimmt wird, wobei vorzugsweise mit diesem Verlauf das Gargut innerhalb einer vorgegebenen,
insbesondere über die Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung eingegebenen, Dauer des
Fertiggar-Schritts mit dem vorgegebenen, insbesondere die über die Bedien- und/oder
Anzeigeeinrichtung eingegebenen, Endwert des Garegrads des Garguts und/oder mit der
vorgegebenen, insbesondere über die Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung eingegebenen,
Gardauer erreicht.
[0036] Mit der Erfindung wird auch vorgeschlagen, daß eine Ziel-Zeit, insbesondere Ziel-Uhrzeit,
eingegeben wird, bei der der Fertiggar-Schritt abgeschlossen werden soll.
[0037] Dabei kann vorgesehen sein, daß mehrere, insbesondere in verschiedenen Vorgar-Schritten
vorgegarte Gargüter mit dem Fertiggar-Schritt zu den jeweils gewünschten Endwerten
des Garegrads und/oder der Gardauer so gegart werden, daß die Endwerte aller Gargüter
im wesentlichen zu der Ziel-Zeit erreicht werden.
[0038] Des weiteren wird vorgeschlagen, daß die Ziel-Zeit zusammen mit dem Gargut, insbesondere
unter Verwendung der Kennung und/oder dem Zwischenwert, vorzugsweise für alle vorgegarten
Gargüter, eingegeben und/oder gespeichert wird.
[0039] Dabei kann vorgesehen sein, daß ein Beladungs-Zeitpunkt, zu dem das Gargut in den
Garraum geladen wird, vorzugsweise für jedes vorgegarte Gargut, derart berechnet wird,
daß der Endwert des Garegrads zu der Ziel-Zeit erreicht wird, wobei vorzugsweise zum
Beladungs-Zeitpunkt eine Aufforderung zum Beladen des Garguts, insbesondere unter
Anzeige der dazu gehörenden Kennung, auf der Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung angezeigt
wird.
[0040] Hierbei ist es vorteilhaft, wenn bei der Berechnung jedes Beladungs-Zeitpunkts das
Kaliber des jeweiligen Garguts und/oder die Anzahl der weiteren, in den Garraum zu
ladenden Gargüter, berücksichtigt wird bzw. werden.
[0041] Erfindungsgemäß kann dabei vorgesehen sein, daß die Abfolge der Vorgar-Schritte und/oder
die Start-Zeitpunkte jedes Vorgar-Schritts und/oder jeder Beladungs-Zeitpunkt automatisch
berechnet wird bzw. werden.
[0042] Dabei kann vorgesehen sein, daß während des ersten Vorgar-Schritts die Dauer und/oder
die zumindest eine das Klima bestimmende Größe des Fertiggar-Schritts bestimmt wird
bzw. werden.
[0043] Auch kann dabei vorgesehen sein, daß die Gargüter der weiteren Vorgar-Schritte bis
zu den jeweiligen Zwischenwerten vorgegart werden, von denen aus der Fertiggar-Schritt
bei seiner bestimmten Dauer oder zu der bestimmten Ziel-Zeit, vorzugsweise unter Berücksichtigung
der bestimmten Klima-Größe, die Gargüter bis zu ihren jeweiligen Endwerten gart.
[0044] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß eine Warnung, insbesondere
auf der Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung, ausgegeben wird, wenn die eingegebene
Ziel-Zeit nicht erreicht werden kann und/oder eine Kombination verschiedener vorgegarter
Gargüter in dem Fertiggar-Schritt keine befriedigenden Ergebnisse liefern kann, insbesondere
die vorgegarten Gargüter unterschiedliche Klima-Größen benötigen.
[0045] Dabei kann vorgesehen sein, daß mit der Warnung alternative mögliche Ziel-Zeiten,
Fertiggar-Schritte und/oder Vorgaz-Schritte angezeigt werden, wobei vorzugsweise eine
Auswahl einer Alternativen über die Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung ermöglicht
wird.
[0046] Dabei kann es feiner von Vorteil sein, daß während zumindest eines Vorgar-Schritts
zumindest ein folgender Beladungs-Zeitpunkt und/oder Entnahme-Zeitpunkt, zumindest
eines Garguts aus dem Garraum über die voraussichtliche Dauer des Vorgar-Schritts
und/oder über den zeitlichen Verlauf der das Klima im Garraum bestimmenden Größe bestimmt
wird, wobei vorzugsweise zu jedem Beladungs-Zeitpunkt und/oder Entnahme-Zeitpunkt
eine Aufforderung zum Beladen bzw. Entnehmen des Garguts, insbesondere unter Anzeige
der dazu gehörenden Kennung, auf der Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung angezeigt
wird.
[0047] Erfindungsgemäß wird auch ein Gargerät mit einem Garraum, einer Recheneinrichtung,
einer Speichereinrichtung, zumindest einer Sensiereinrichtung und zumindest einer
Heizeinrichtung und einer Programmierung zum Durchführen eines erfindungsgemäßen Verfahrens
bereitgestellt.
[0048] Dabei kann auch eine Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung, vorzugsweise umfassend
Tasten, einen Drehknopf und/oder ein Touchscreen vorgesehen sein.
[0049] Der Erfindung liegt somit die überraschende Erkenntnis zugrunde, daß es die im wesentlichen
kontinuierliche Berechnung eines Garegrads während eines Garvorgangs, wie z.B. einer
Kerntemperatur oder eines C-Werts anhand eines inneren Garparameters, wie z.B. der
Kerntemperatur oder des pH-Werts, erlaubt, einen definierten Prozentwert einer Vorgarung
und/oder eine Restzeit für das Erreichen eines Endgarzustands in einem späteren Garvorgang
zu berechnen. Bei Erreichen des bestimmten Prozentsatzes bzw. der bestimmten Restzeit,
die durch einen Anwender voreingegeben sein können oder bereits voreingestellt sind,
ist es möglich, den Garvorgang zu unterbrechen und das so vorgegarte Gargut für eine
spätere Endzubereitung unter hygienischen Bedingungen gekühlt zu lagern. Zu einem
späteren Zeitpunkt kann dann der fehlende prozentuale Anteil des Garegrads, z.B. C-Werts,
mit Hilfe eines separaten Finishing-Schritts in kurzer Zeit, nämlich über die Restzeit,
erreicht werden. So kann sichergestellt werden, daß ein Essen zu Stoßzeiten im Küchenbetrieb
innerhalb kurzer Zeit fertiggestellt werden kann, ohne daß es zu einem Unter- oder
Übergaren der Lebensmittel kommt. Dabei kann eine Speichereinrichtung vorgesehen sein,
der den Prozentwert des Garegrads und/oder die Restzeit zusammen mit weiteren Angaben,
wie z.B. vom Anwender eingegebenen Wunsch-Endwerten, der Art des Lebensmittels oder
eine durch einen Anwender eingegebene Kennzeichnung, gespeichert wird. So kann sichergestellt
werden, daß ein Anwender schnell und unkompliziert den geeigneten abschließenden Garprozeß
zur Fertigstellung des Lebensmittels aufrufen und starten kann.
[0050] Hieraus ergeben sich für einen Anwender, insbesondere im Groß- und Gewerbeküchenbetrieb
sowie im Kantinen- und Cateringbereich, eine ganze Reihe von Vorteilen. Dadurch, daß
z.B. der Prozentwert eines zu erreichenden Garendzustands (C-Werts oder Kerntemperatur)
eingegeben werden kann, ist es einem Koch möglich, seine Erfahrungen bei der Behandlung
von Lebensmitteln einfließen zu lassen. Er kann dabei auch seine persönlichen Vorlieben
einfließen lassen und selbst festlegen, daß z.B. ein Gemüse bis zu einem Garegrad
95% vorgegart wird, während Fleisch bis zu einem Garegrad von 80% vorgegart wird,
und so das Gemüse und das Fleisch beim abschließenden Garen von 5% bzw. 20% des Endwerts
des Garegrads die seiner Meinung nach exakt richtige Konsistenz erhält. Auch ist es
so möglich, daß ein Anwender selbst festlegt, wieviel Zeit er für das abschließende
Garen der vorgegarten Lebensmittel in einem solchen Gargerät zur Verfügung hat. So
kann in einem Küchenbetrieb der Zeitablauf noch wesentlich präziser koordiniert werden
als bisher. Beim sogenannten Finishing oder Regenerieren von Lebensmitteln ist ein
Anwender zudem in der Lage, bei der Gratwanderung zwischen einer möglichst kurzen
Wiedererwärmungszeit und einem möglichst guten Garergebnis selbst zu entscheiden,
bei welchem Gargut er welche Grenze ziehen möchte.
[0051] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die beigefügten, schematischen Zeichnungen.
Dabei zeigt
- Figur 1
- ein erfindungsgemäßes Gargerät; und
- Figur 2
- den Ablauf eines Teils eines efindungsgenläßen Verfahrens.
[0052] Figur 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Gargerät 1 mit einem Garraum 5, in dem ein Gargut
10 auf einem Gargutträger 15 plaziert werden kann. Zur Beheizung des Garraums 5 ist
eine Heizung 20 um ein Lüfterrad 25 herum angeordnet. Ferner ist ein Dampfgenerator
30 zur Einspeisung von Dampf in den Garraum 5 vorgesehen.
[0053] Ein Anwender kann über eine Bedieneinrichtung 35, die eine oder mehrere Tasten 40
und einen Drehknopf 45 umfaßt, mit Hilfe einer Anzeigeeinrichtung 50 ein Garprogramm
50a auswählen. Anschließend kann der Anwender über die Bedieneinrichtung 35 verschiedene
Zielvorgaben, wie z.B. Bräunung und Kerntemperatur für das ausgewählte Garprogramm
eingeben bzw. Voreinstellungen hierzu verändern. Sodann erscheint eine Option auf
der Anzeigeeinrichtung 50 zum Durchführen eines erfindungsgemäßen Garverfahrens, z.B.
in der Form eines Felds "Garen mit Finishing" oder "Garen für Finishing", das durch
Drücken des Felds auf der als Touch-Screen ausgebildeten Anzeigeeinrichtung 50 ausgewählt
werden kann. Wird diese Option durch den Anwender über die Bedieneinrichtung 35 oder
die als Touch-Screen ausgebildete Anzeigeeinrichtung 50 ausgewählt, so wird das ausgewählte
Garprogramm mit den Wunschparametern in ein efrindungsgemäßes Garprogramm, also unterbrechbares
Garprogramm umgewandelt. Dazu muß der Anwender einen Zwischenwerts für den Garegrad,
z.B. in Form eines C-Werts oder einer Kerntemperatur oder eine Finishing-Zeit über
die Bedieneinrichtung 35 z.B. mit Hilfe des Drehknopfs 45 eingeben. Die ausgewählten
Werte 50b werden auf der Anzeigeeinrichtung 50 angezeigt.
[0054] Sobald ein Gargut 10 in den Garraum 5 eingebracht worden ist, erscheint eine Kennung
50c auf der Anzeigeeinrichtung 50, die vom Anwender über die Bedieneinrichtung 35
verändert werden kann. Während des nun beginnenden Vorgar-Schritts wird der Zustand
des Garguts 10 mit Hilfe eines Kerntemiperaturfühlers 55, der in das Gargut 10 gesteckt
wurde, und/oder mit Hilfe eines Gassensors 60 überwacht. Mit Hilfe einer Recheneinrichtung
65 steuert das Gargerät 1 das Klima im Garraum 5 über die Heizung 20, das Lüfterrad
25 und den Dampfgenerators 30. Dazu wird die Garraumtemperatur mit Hilfe eines Garraumtemperatursensors
70 und die Feuchte mit Hilfe eines Feuchtesensor 75 überwacht.
[0055] Aus dem Verlauf der Meßdaten des Kerntemperaturfühlers 55 und/oder des Gassensors
60 berechnet die Recheneinrichtung 65 den aktuellen Garegrad des Garguts 10 während
des Vorgar-Schritts. Aus der zeitlichen Entwicklung des Garegrads kann auf den Zeitpunkt
des voraussichtlichen Endes des Garprogramms zurückgeschlossen werden. Die sich aus
dem voraussichtlichen Ende und der aktuellen Garzeit ergebene Restgarzeit und/oder
der aktuelle Garegrad 50b können auf der Anzeigeeinrichtung 50 während des Vorgar-Schritts
angezeigt werden, z.B. an der Stelle, an der zuvor bei der Eingabe des Zwischenwerts
und des Endwerte des Garegrads durch den Anwender, die eingegebenen Werte auf der
Anzeigeeinrichtung 50 angezeigt wurden. Bei Erreichen des durch den Anwender eingegebenen
Garegrads oder wenn die berechnete Restzeit des Garprogramms mit der vom Anwender
eingegebenen Finishing-Zeit übereinstimmt, wird das Ende des Vorgar-Schntts erreicht.
Der Anwender wird zu dieser Zeit zum Entnehmen des Garguts 10 aus dem Garraum 5 mit
Hilfe der Anzeigeeinrichtung 50 aufgefordert. Zusätzlich ist es vorstellbar, daß ein
akustisches Signal den Anwender auf das Ende des Vorgar-Schritts aufmerksam macht.
[0056] Sobald die Tür (nicht gezeigt) zum Garraum 5 geöffnet wird, speichert die Recheneinrichtung
65 in eine Speichereinrichtung 80 den aktuellen Garegrad des Garguts 10 zusammen mit
der vom Anwender eingegebenen oder voreingestellten Kennung 50c ab. Dem Anwender wird
auch zu diesem Zeitpunkt noch die Möglichkeit gegeben, über die Bedieneinrichtung
35 die Kennung 50c zu verändern. Die Kennung 50c stellt eine Art Chargenbezeichnung
dar, die der eindeutigen Zuordnung der Informationen über den Zustand des Garguts
10, z.B. erreichter Garegrad, bzw. C-Wert, erreichte Kerntemperatur, ausgewähltes
Garprogramm, Art des Garguts und Größe des Garguts am Ende des Vorgar-Schritts zur
jeweiligen Gargutcharge, dienen kann. Zu einem späteren Zeitpunkt kann die Gargutcharge
anhand der Kennung 50c identifiziert werden, sodaß der Zustand des Garguts 10 am Ende
des Vorgar-Schritts aus der Speichereinrichtung 80 gelesen werden.
[0057] Anschließend kann der Anwender das Gargerät 1 weiter wie gewohnt nutzen und auch
noch weitere erfindungsgemäße Garprogramme 50a starten. Während dessen können noch
andere Zwischenwerte 50b für Garegrade zusammen mit anderen Kennungen 50c im Gargerät
1 abgespeichert werden.
[0058] Üblicherweise werden die jeweils vorgegarten Gargüter 10 nach der Entnahme aus dem
Garraum 5 in eine externe, nicht gezeigte Kühleinrichtung, z.B. einen Schockkühler,
verbracht, um sie dann anschließend bis zu einem Finishing-Schritt gekühlt zu lagern.
Ein Finishing-Schritt ist ein Fertiggar-Schritt, d.h. ein Programm-Schritt, bei dem
ein vorgegartes Gargut 10 verzehrfertig gegart wird. Dabei kann es vorkommen, daß
aufgrund der im Gargut 10 gespeicherten Wärme noch ein Nachgaren des Garguts 10 im
Schockkühler erfolgt. Aus der zeitlichen Entwicklung der Meßwerte des Kerntemperaturfühlers
55 und/oder des Gassensors 60 kann auf die Größe, d.h. den Durchmesser und die Wärmeleiteigenschaften
des Garguts 10 zurückgeschlossen werden. Je größer das Gargut 10 ist, desto stärker
wird es nach dem Entnehmen aus dem Garraum 5 nachgaren. Diese Information kann dazu
verwendet werden, einen Korrektur-Term zu berechnen, der zu dem gespeicherten Garegrad
automatisch hinzugerechnet wird bzw. von der Restzeit abgezogen wird. Dieser Korrektur-Term
beeinflußt also auch den Zeitpunkt des Endes des Vorgar-Schritts, wenn vom Anwender
eine Finishing-Zeit eingegeben wurde. Bei einer Eingabe eines Zwischenwerts für den
Garegrad durch den Anwender kann das Nachgaren über den Korrektur-Term auch beim anschließenden
Finishing-Schritt berücksichtigt werden. Ohne weiteres ist es aber auch möglich, bei
der Eingabe eines Zwischenwerts für den Garegrad den Korrektur-Term bereits zur Verkürzung
des Vorgar-Schritts zu verwenden.
[0059] Der Korrektur-Term kann wie der C-Wert selbst berechnet werden. Zum Zeitpunkt der
Entnahme des Garguts 10 aus dem Gargerät 1 nach dem Vorgar-Schritt sind die Größe
des Garguts, die Art des Garguts und die Temperatur im Inneren des Garguts bekannt.
Ab diesem Zeitpunkt wird das Gargut 10 gekühlt und deswegen die Wärme aus dem Inneren
des Garguts 10 nach außen abfließen. Für die Kerntemperatur ergibt sich so eine Abklingkurve,
die von der Größe des Garguts 10 und von dessen Wärmeleitfähigkeit abhängt. Für die
Wärmeleitfähigkeit des Garguts 10 kann ein von der Art des Garguts 10 abhängiger Wert
angenommen werden. Die dadurch bestimmte Abklingfunktion T(t) wird mit Hilfe von Gleichung
(1) integriert und so der Korrektur-Term bestimmt.
[0060] Zudem ist insbesondere bei großen Gargütern auch noch Wärme in den Bereichen des
Garguts 10 gespeichert, die zwischen dem Kern und der Oberfläche liegen. Dieser Temperaturgradient
im Inneren des Garguts 10 ist von dessen Größe, Wärmeleitfähigkeit und der Zeit, die
das Gargut 10 im warmen oder heiße Garraum 5 verbracht hat, abhängig. Die Kerntemperatur
wird aufgrund der in diesem Bereich gespeicherten Energie ansteigen, bis sich die
Abkühlung von außen durchsetzt, und dies zu einem Abklingen der Kerntemperatur führt.
Auch dieser Teil des Kerntemperaturverlaufs T(t) kann mit Gleichung (1) berücksichtigt
werden und so in den Korrektur-Term einfließen.
[0061] Beide Korrektur-Terrne können aber auch durch einfache Zahlenwerte abgeschätzt werden,
die zuvor in Labor-Experimenten für definierte Arten von Gargütern, Größen der Gargüter
und Temperaturverläufen im Inneren der Gargüter gewonnen wurden. Diese Zahlenwerte
sind in der Speichereinrichtung 80 des Gargeräts 1 hinterlegt.
[0062] Zu einem späteren Zeitpunkt entnimmt der Anwender ein mit einem Vorgar-Schritt vorgegartes
Garguts 10 aus der Kühleinrichtung, um es mit Hilfe des Gargeräts 1 in den Endzustand
zu überführen, bei dem das Gargut 10 verzehrfertig ist. Dazu kann der Anwender zunächst
über die Bedieneinrichtung 35 aus einer Liste mit abgespeicherten Kennungen 50c den
richtigen Finishing-Schritt für sein Gargut 10 auswählen. Hat der Anwender über die
Bedieneinrichtung 35 eine bestimmte Kennung 50c ausgewählt, lädt die Recheneinrichtung
65 aus der Speichereinirichtung 80 den dazu gehörenden, bereits erreichten und mit
dem Korrektur-Term korrigierten Garegrad zusammen mit dem für das Gargut 10 passenden
Garprogramm und den vom Kunden bereits beim Vorgar-Schritt eingegeben Wunsch parametern.
Mit Hilfe der eingelesenen Parameter und des gespeicherten Garegrads läßt sich dann
der Ablauf des Finishing-Schritts so steuern, daß dem Gargut 10 der noch fehlende
Teil des Garegrads zugegebenen wird. Wurde eine Finishing-Zeit durch den Anwender
voreingestellt, ist es aufgrund des zum richtigen Zeitpunkt unterbrochenen Garprogramms
am Ende des Vorgar-Schritts möglich, das Gargut 10 in der vorgegebenen Zeit bis zu
dem gewünschten Endwert des Garegrads zu garen.
[0063] Im Falle einer durch einen Anwender eingegebenen Finishing-Zeit muß die Zeit berücksichtigt
werden, die zum Erwärmen des Garguts 10 bis in das Innere beim Finishing-Schritt benötigt
wird. Ist die Eingabe der Finishing-Zeit durch den Anwender so kurz gewählt, daß aufgrund
der von der Recheneinrichtung 65 mit Hilfe der Sensoren 55, 60, 70, 75 bestimmten
Größe des Garguts 10 keine ausreichende Zeit zum wiedererwärmen des Garguts 10 im
Finishing-Schritt möglich ist, ist es vorstellbar, den Anwender über die Anzeigeeinrichtung
50 auf dieses Problem hinzuweisen und eine minimale Finishing-Zeit für eben dieses
Gargut 10 vorzuschlagen. Dies erfolgt idealerweise schon gegen Ende oder am Ende des
Vorgar-Schritts.
[0064] Figur 2 zeigt den typischen Ablauf der Auswahl eines Garprogramms 50a mit Wunschparametern
und eines Vorgar-Schritts gemäß der Erfindung. Zunächst wird ein Garprogramm 50a durch
einen Anwender ausgewählt (Schritt 100). Anschließend können verschiedene Wunschparameter
und der Endwert des Garegrads eingegeben werden (Schritt 110). Dazu gehören insbesondere
die Kerntemperatur, die Bräunung oder ganz allgemeine Eingaben, wie z.B. blutig, medium
und durch. Im nächsten Schritt 120 kann der Anwender eine Finishing-Zeit oder einen
Zwischenwert des Garegrads 50b eingeben. Eine Eingabe zum Klima, z.B. Temperatur,
Feuchte und/oder Luftgeschwindigkeit im Garraum 5 während des Finishing-Schritts,
die den Ablauf des Finishing-Schritts beeinflußt, kann ebenfalls möglich sein. Vortoilhafterweise
werden bereits voreingestellte Parameter hierzu angezeigt, die vom Anwender verändert
werden können. Im folgenden Schritt 130 wird das Garprogramm 50a gestartet.
[0065] In dem darauffolgenden Schritt 140 wird der Garraum 5 auf eine geeignete Temperatur
vorgeheizt und gegebenenfalls auch der Dampfgenerator 30 in einen betriebsbereiten
Zustand versetzt. Das Vorheizen kann auch bereits nach der Auswahl des Garprogramms
50a gestartet und parallel zu den Eingaben des Anwenders durchgeführt werden. Ist
das Vorheizen des Garraums 5 und des Dampfgenerators 30 abgeschlossen, so folgt im
nächsten Schritt 150 eine Aufforderung zum Beladen des Garraums 5. Sobald der Garraum
5 mit Gargut 10 beladen ist, was durch das Öffnen und Schließen der Garraumtür bspw.
über einen Kontaktschalter bestimmt werden kann, erfolgt ist, beginnt der eigentliche
Vorgar-Schritt 160. Während des Beladens muß, sofern erforderlich, der Kerntemperaturfühler
55 in das Gargut 10 eingestochen werden. Während des Vorgar-Schritts 170 werden Meßwerte
durch die Sensoren 55, 60 aufgenommen. Auch die Sensoren 70, 75 liefern Meßwerte,
die in der Speichereinrichtung 80 der Recheneinrichtung 65 zusammen mit den Zeitpunkten
der Messungen gespeichert werden. Aus den Sensordaten wird im nächsten Schritt 180
während des Vorgar-Schritis der aktuelle Garegrad des Garguts 10 bestimmt oder berechnet
und/oder die Restzeit zum Erreichen des Endwerts des Garegrads im Finishing-Schritt
berechnet. Gleichzeitig berechnet die Recheneinrichtung 65 des Gargeräts 1 aus den
Meßwerten der Sensoren 55, 60, 70, 75 die Größe des Garguts 10. Die Größe des Garguts
10 hat einen Einfluß auf den Korrektur-Term, mit dem das Nachgaren des Garguts 10
nach der Entnahme aus dem Garraum 5 berücksichtig wird, und auf die Zeit, die notwendig
ist, um das Gargut 10 im anschließenden Finishing-Schritt auf die notwendige Verzehrtemperatur
zu erhitzen. Diese Parameter beeinflussen also den Ablauf des Finishing-Schritts und
somit auch rechnerisch die Restzeit und/oder den zu erreichenden Zwischenwert des
Garegrads. In einem nächsten Schritt 190 wird die aktuell berechnete Restzeit mit
der vom Anwender eingegebenen Finishing-Zeit verglichen, bzw. der vom Anwender eingegebene
Zwischenwert mit dem aktuellen Garegrad verglichen. Ist die so berechnete Restzeit
kleiner als die vom Anwender eingegebene Finishing-Zeit oder ist der Zwischenwert
des Garegrad noch nicht erreicht, so wird der Vorgar-Schritt weiter fortgeführt, d.h.
weitere Meßwerte durch die Sensoren 55, 60, 70, 75 aufgenommen, also zum Schritt 170
zurückgekehrt.
[0066] Dieser Zyklus wird solange wiederholt, bis die Restzeit die vom Anwender eingegebene
Finishing-Zeit erreicht hat oder der vom Anwender eingegebene Zwischenwert des Garegrads
erreicht ist. Ist dies der Fall, ist das Ende des Vorgar-Schritts erreicht, und der
Anwender wird zum Entnehmen des Garguts 10 aufgefordert (Schritt 200). Bis zum Öffnen
der Garraumtür wird idealerweise der Garegrad weiter berechnet, um eine Verzögerung
der Entnahme durch den Anwender zu berücksichtigen. Anschließend kann der Anwender
die so gespeicherten Parameter (Kundeneingaben, aktueller Garegrad, Größe des Garguts
10, verwendetes Garprogramm 50a, usw.) zusammen mit einer Kennung 50c, die vom Anwender
modifiziert werden kann, in der Speichereinrichtung 80 abgespeichert werden.
[0067] Zu einem späteren Zeitpunkt (nicht in Figur 2 dargestellt) können diese Parameter
wieder mit Hilfe der Kennung 50c aufgerufen werden und so ein passender Finishing-Schritt
für das vorgegarte Gargut 10 berechnet und durchgeführt werden.
[0068] Sind die voreingestellten Parameter für einen Vorgar-Schritt passend zu einem Standard-Finishing-Schritt
ohne Änderung bestätigt worden, werden die zu garenden Gargüter alle derart gegart,
daß sie alle mit den gleichen Parametern, d.h. Finishing-Zeit, Temperatur, Feuchte
und Luftstrom, während des Standard-Finishing-Schritts fertig gegart werden. Dann
können alle vorgegarten Lebensmittel mit ein und demselben Finishing-Programm gleichzeitig
verzehrfertig zubereitet werden.
[0069] Dabei kann auch mehr als nur ein Standard-Finishing-Schritt auswählbar sein. Es können
über die Bedieneinrichtung 35 verschiedene Standard-Finishing-Schlitte ausgewählt
werden, die auf der Anzeigeeinrichtung 50 angezeigt werden und deren Parameter in
der Speichereinrichtung 80 hinterlegt sind. Möglich wären zum Beispiel Vorgar-Schritte
für Standard-Finishing-Schritte "Kurz", "Mittel" oder "Lang", die ein Maß für die
Finishing-Zeit darstellen, oder "Feucht", "Medium" oder "Trocken", die ein Maß für
das Klima während des Finishing-Schritts sind, oder "Klein", "Mittel" oder "Groß",
die ein Maß für die Größe der zu behandelnden Gargüter sind. Auch Kombinationen hieraus
sind möglich.
[0070] Wird ein solcher Vorgar-Sehritt mit einem Standard-Finishing-Schritt ausgewählt,
läuft der Vorgar-Schritt entsprechend der sich daraus ergebenden Vorgaben ab. Alle
derart vorgegarten Gargüter können dann mit einem Standard-Finishing-Schritt fertig
gegart werden. Die Auswahl eines Standard-Finishing-Programms entspricht dann einer
Kennung 50c des vorgegarten Garguts 10, wobei eine ganze Anzahl von vorgegarten Gargütern
durch solch eine Kennung 50c charakterisiert werden. Spezifische Informationen zu
einem speziellen Gargut können beim Starten des dazu gehörenden Standard-Finishing-Schritts
nicht mehr verwendet werden. Die Informationen, die anhand des ausgewählten Standard-Finishing-Schritts,
d.h. des Vorgar-Schritts gewonnen wurden, lassen sich jedoch noch für den Standard-Finishing-Schritt
bzw. den Fertiggar-Schritt verwerten. So sind die Zwischenwerte für den Garegrad,
also die C-Werte nach Gleichung (1) für alle Gargüter, die mit dem gleichen Vorgar-Schritt
für den gleichen Standard-Finishing-Schritt gegart wurden, abhängig von der Größe
und Art des jeweiligen Garguts so hoch, daß im Standard-Finishing-Schritt alle durch
diese Kennung 50c vorgegebenen Gargüter nach Ablauf des Standard-Finishing-Schritts
die zuvor ausgewählten Zielvorgaben erreichen.
[0071] Ebenso ist es möglich, daß ein Anwender vorgibt, daß eine ganze Reihe von in Vorgar-Schritten
vorgegarten Gargüter zu einer bestimmten Uhrzeit fertig gegart werden sollen. Dazu
kann er verschiedene Gargutklassen oder gespeicherte Kennungen 50c über die Bedieneinrichtung
35 im Gargerät 1 aufrufen und einen einzigen Finishing-Schritt auswählen, mit dem
alle Gargüter zu einer von ihm eingestellten Uhrzeit fertig gegart werden können.
Damit kann erreicht worden, daß ein ganzes Menü zu einem vom Anwender gewünschten
Zeitpunkt zeitgleich fertig gegart wird. Um dies zu ermöglichen wird in der Recheneinrichtung
65 berechnet, wieviel Zeit für die aus der Speichereinrichtung 80 geladenen Garprozesse
benötigt wird. Der Garprozess, der am längsten dauern wird, wird zuerst angezeigt.
Über die Anzeigeeinrichtung 50 wird der Anwender eines solchen Finishing-Schritts
dazu aufgefordert, das erste Gargut, das die längste Zeit braucht, in das Gargerät
zu laden. Die während des Vorgar-Schritts berechnete Dauer des Fertiggar-Schritts
ermöglicht es dabei, den Zeitpunkt so zu wählen, daß das erste Gargut zu dem vorn
Anwender gewünschten Zeitpunkt fertig gegart ist.
[0072] Das Gargerät 1 kann den Garraum 5 mit Hilfe der Heizung 20 und dem Dampfgenerator
30 bereits so vorheizen bzw. vorbereiten, daß das Gargerät 1 zum Zeitpunkt der Beladungsauf
forderung in dem für das erste Gargut geeigneten klimatischen Zustand ist. Sobald
die Zeitdifferenz zwischen der aktuellen Uhrzeit und der durch den Anwender bestimmten
Uhrzeit der Zeitdauer entspricht, die ein vom Anwender z. B. über die Kennung 50c
ausgewähltes Gargut 10 während des Fertiggar-Schritts benötigt, wird der Anwender
zum Beladen des Garraums 5 mit dem zweiten Gargut aufgefordert. Dies wird für die
restlichen Gargüter so lange fortgesetzt, bis alle Gargüter mit dem kombinierten Fertiggar-Schritt
vezaehrfertig gegart werden. Zu der vom Anwender eingestellten Uhrzeit sind dann alle
die von ihm ausgewählten Gargüter gleichzeitig fertig.
[0073] Die während des Vorgar-Schritts ablaufenden Erkennungsroutinen können selbstverständlich
für die Einstellung der Dauer des Fertiggar-Schritts und/oder zur Berechnung des im
Vorgar-Schritt zu erreichenden Zwischenwerts genutzt werden. Dabei sind insbesondere
Lasterkennungen und Kalibererkennungen nützlich, bei denen die Gesamtmasse des im
Garraum befindlichen Garguts bzw. die Größe bzw. der mittlere Durchmesser des Garguts
bestimmt werden. Für solche Erkennungen werden üblicherweise die zeitlichen Verläufe
der Signale von Garraumtemperatursensoren, Kerntemperatursensoren oder Gassensoren
verwendet Es ist aber genauso möglich, mit Hilfe von optischen Sensoren oder Ultraschallsensoren
auf die Größe der Gargüter und die Anzahl der Gargüter zurückzusahließen. Wie bereits
erläutert, können solche Informationen für die Bestimmung der Dauer des Fertiggar-Schritts
und des im Vorgar-Schritt zu erreichenden Zwischenwerts nützlich sein. Dabei kann
auch das zeitliche Verhalten in Form der ersten und zweiten Abteilung des Signals
nach der Zeit verwendet werden.
[0074] Während des Vorgar-Schritts kann auch ein für den Fertiggar-Schritt geeignetes Klima
bestimmt werden, mit dem ein Gargut im Fertiggar-Schitt behandelt werden soll. Das
Klima wird durch die Temperatur, die Feuchte und die Luftgeschwirtdigkeit im Garraum
bestimmt. Das ideale Klima während des Fertiggar-Schritts hängt maßgeblich von dem
zu garenden Gargut 10 ab und ist somit größtenteils durch die Kundeneingabe bestimmt,
die idealerweise zusammen mit der Kennung 50c gespeichert wurden. Bei einem Kombinations-Fertiggar-Schritt,
bei dem mehrere Gargüter gleichzeitig fertig gegart werden sollen, kann es jedoch
sein, daß ein ganz bestimmtes Klima für eine Mischung der verschiedenen Gargüter besonders
geeignet ist.
[0075] Um auch einen solchen Kombinations-Fertiggar-Schritt zu ermöglichen kann es auch
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und Gargerät möglich sein, bereits im Vorgar-Schritt
eine Kombination verschiedener Gargüter und dazugehöriger Garprozesses einzugeben,
die zu einer vom Anwender bestimmten Uhrzeit in einem Kombinations-Fertiggar-Schritt
in den vom Anwender gewünschten Endzustand zeitgleich überführt werden sollen. Das
Gargerät kann dann das für die Mischbeschickung ideale Klima des Kombinations-Fertiggar-Schritts
berechnen und dem Anwender angeben, zu welchem Zeitpunkt welche Vorgar-Schritte durchgeführt
werden müssen. Dabei ist es zweckmäßig, zunächst solche Vorgar-Schritte durchzuführen,
deren Dauer nur schwer abschätzbar ist, da sie maßgeblich von der Größe des Garguts
abhängen. So wäre es z. B. zweckmäßig zunächst ein Garprogramm für einen Großbraten
zu starten, weil die Dauer des betreffenden Garprogramms am unsichersten ist. Zudem
wird, insbesondere bei großen Kalibern des Großbratens der Fertiggar-Schritt für solch
einen Großbraten länger dauern, als die Fertiggar-Schritte der Beilage und des Gemüses.
So kann nach dem Ablauf des Vorgar-Schritts für den Großbraten bereits abgeschätzt
werden, zu welchem Zeitpunkt das Gargerät wieder benötigt wird, um den Kombinations-Fertiggar-Schritt
zu dem Zeitpunkt zu starten, bei dem das Erreichen der Endgare zu der vom Anwender
gegebenen Uhrzeit möglich ist.
[0076] Sollte sich beim Berechnen der Restzeitdauer eines Vorgar-Schritts herausstellen,
daß nicht alle ausgewählten Vorgar-Schritte rechtzeitig abgeschlossen werden können,
um ein rechtzeitiges Starten des Kombinations-Fertiggar-Schritts zu ermöglichen, so
kann dies dem Anwender über die Anzeigeeinrichtung 50 mitgeteilt werden. Der Anwender
kann dann entweder bestimmte ausgewählte Garprozesse löschen, den gewünschten Zeitpunkt,
zu dem der Kombinations-Fertiggar-Schritt abgeschlossen sein soll, auf eine spätere
Uhrzeit verschieben oder einen Kombinations-Vorgar-Schritt auswählen, mit dem zwei
unterschiedliche Gargüter in einem einzigen Vorgar-Schritt bis zum Erreichen des Zwischenwerts
fertig gegart werden. Dazu werden die idealen Zeitpunkte ausgewählt, bei denen die
verschiedenen Gargüter während des Kombinations-Vorgar-Schritts in den Garraum 5 eingebracht
und wieder entnommen werden sollen. Dabei ist, neben der zu erwartenden Dauer der
Garschritte der verschiedenen Gargüter, insbesondere auch das für die Gargüter ideale
Klima entscheidend, Bestimmte Kombinationen sind natürlich unmöglich in einem einzigen
Gar-Schritt zu verwirklichen. Auch dies muß bei der Zusammenstellung von Kombinations-Vorgar-Schritten
und Kombinations-Fertiggar-Schritten berücksichtigt werden.
[0077] Wird solch eine unmögliche Kombination durch den Anwender eingegeben, so wird er
über die Anzeigeeinrichtung 50 auf die möglichen Risiken beim Durchführen eines solchen
Verfahrens hingewiesen oder das gewünschte Garverfahren mit einem entsprechenden Hinweis
nicht gestartet. Zweckmäßigerweise kann dem Anwender auch ein Alternativvorschlag
unterbreitet werden, mit dem ein mögliches Garverfahren für die vom Anwender ausgewählten
Garprozesse vorgeschlagen wird. Dabei kommt z. B. eine Trennung eines Kombinations-Fertiggar-Schritts
in zwei oder mehr unterschiedliche Fertiggar-Schritte bzw. Kombinations-Fertiggar-Schritte
in Betracht, bei denen die verschiedenen Gargüter z. B. in dem für sie geeignetem
Klima (z. B. trocken und feucht) fertig gegart werden.
[0078] Die in der voranstehenden Beschreibung und in den Ansprüchen offenbarten Merkmale
können sowohl einzeln als auch in jeder beliebigen Kombination für die Verwirklichung
der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.
Bezugzeichenliste
[0079]
- 1
- Gargerät
- 5
- Garraum
- 10
- Gargut
- 15
- Gargutträger
- 20
- Heizung
- 25
- Lüfterrad
- 30
- Dampfgenerator
- 35
- Bedieneinrichtung
- 40
- Tasten
- 45
- Drehknopf
- 50
- Anzeigeeinrichtung
- 50a
- Garprogramm
- 50b
- Ausgewählter oder aktueller Wert des Garegrads
- 50c
- Kennung
- 55
- Kerntemperaturfühler
- 60
- Gassensor
- 65
- Recheneinrichtung
- 70
- Garraumtemperatursensor
- 75
- Feuchtesensor
- 80
- Speichereinrichtung
- 100 - 200
- Vorgar-Schritte
1. Verfahren zum Garen eines Garguts in einem Gargerät mit einem Garraum, zumindest einer
Heizeinrichtung, einer Recheneinrichtung, einer Speichereinrichtung und zumindest
einer Sensiereinrichtung, das in Abhängigkeit von einem Garegrad eines Garguts und/oder
einer Gardauer, insbesondere bestimmt durch die Kerntemperatur, die Bräunung, den
pH-Wert und/oder den Kochwert aus Meßwerten der Sensiereinrichtung, unter Berücksichtigung
von in der Speichereinrichtung zumindest zeitweise hinterlegten Werten über die Recheneinrichtung
geführt wird, gekennzeichnet durch
zumindest zwei zeitlich voneinander getrennte Schritte, umfassend einen Vorgar-Schntt,
der bei Erreichen eines bestimmten Zwischenwerts des Garegrads und/oder der Gardauer,
insbesondere einer bestimmten Restzeit zum Erreichen der Gardauer, unterbrochen wird,
und
einen Fertiggar-Schritt, insbesondere in Form eines Finishing-Schritts, der zu einem
späteren Zeitpunkt aufgerufen wird, um das Garen des Garguts unter Berücksichtigung
des Zwischenwerts zu beenden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Garegrad durch eine zeitliche Summe oder ein zeitliches Integral zumindest eines
Meßwertes, insbesondere bestimmt über einen Kerntemperatursensor und/oder zumindest
einen Gassensor zur Bestimmung des chemischen Zustands des Garguts anhand der Atmosphäre
im Garraum, berechnet wird.
3. Verfahren nach Ansprach 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenwert in Abhängigkeit von der Dauer eines weiteren Gar-Schritts bestimmt
wird, wobei vorzugsweise der weitere Gar-Schritt dem Fertiggar-Schritt entspricht.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Zwischenwert und/oder ein Endwert des Garegrads und/oder die Gardauer, insbesondere
die Dauer des Fertiggar-Schritts, über eine Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung verändert
und/oder ausgewählt werden kann, vorzugsweise zu Beginn des Verfahrens, insbesondere
unter Auswahl des Garguts, eines Garprogramms und/oder zumindest eines Parameters
des Garguts und/oder des Garprogramms und/oder eines zumindest teilweise vorgegebenen
Fertiggar-Schritts.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Parameter des Garguts die Größe, das Kaliber, das Gewicht, die Temperatur, den
Ausgangszustand und/oder die Qualität des Garguts vor dem Garen charakterisiert, und/oder
der Parameter des Garprogamms die Feuchte, die Luftzirkulation und/oder die Temperatur
im Garraum und/oder den Zielwert der Bräunung des Garguts charakterisiert, und/oder
der Parameter des Fertiggar-Schritts die Feuchte, die Luftzirkulation und/oder die
Temperatur im Garraum charakterisiert.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
von der Recheneinrichtung, insbesondere unter Zugriff auf in der Speichereinrichtung
hinterlegte Werte, der Zwischenwert und/oder der Endwert in Abhängigkeit von dem ausgewählten
Gargut, dem ausgewählten Garprogramm und/oder dem ausgewählten Fertiggar-Schritt und/oder
dem zumindest einen ausgewählten Parameter bestimmt und/oder auf der Bedien- und/oder
Anzeigeeinrichtung angezeigt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der bestimmte und/oder angezeigte Zwischen- und/oder Endwert, vorzugsweise über die
Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung, verändert und/oder, vorzugsweise in der Speichereinrichtung,
insbesondere nach einer Veränderung, gespeichert werden kann.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Zwischenwert in Form eines Prozentwertes relativ zum Endwert bestimmt, ausgewählt,
angezeigt und/oder gespeichert wird.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß,
insbesondere bei Erreichen des Zwischenwerts im Vorgar-Schritt, zumindest der Zwischenwert
in der Speichereinrichtung gespeichert wird, und im Fertiggar-Schritt das Garen des
Garguts unter Berücksichtigung zumindest des aus der Speichereinrichtung geholten
Zwischenwerts und von der Sensiereinrichtung aufgenommenen Meßwerten beendet wird.
10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
ein Speichern von Meßwerten, dem Zwischenwert, dem Endwert, dem Gargut, dem Garprogramm
und/oder dem Parameter, vorzugsweise zusammen mit einer, insbesondere über die Bedien-
und/oder Anzeigeeinrichtung auswählbare und/oder veränderbaren, Kennung in der Speichereinrichtung.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kennung, insbesondere zusammen mit dem Garegrad des Garguts, vorzugsweise während
des kompletten Verfahrens, angezeigt, verändert und/oder gespeichert werden kann.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß
der Fertiggar-Schritt über die Kennung, insbesondere mittels der Bedien- und/oder
Anzeigeeinnchtung, ausgewählt, verändert und/oder gespeichert werden kann.
13. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Fertiggar-Schritt über die Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung gestartet werden
kann.
14. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen dem Vorgar-Schritt und dem Fertiggar-Schritt zumindest ein Kühl- und/oder
Lager-Schritt durchgeführt wird.
15. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
beim Bestimmen des Zwischenwerts, beim Führen des Vorgar-Schritts, insbesondere bei
der Bestimmung des Endes des Vorgar-Schritts, und/oder beim Führen des Fertiggar-Schritts,
insbesondere bei der Bestimmung des Endes des Fertiggar-Schritts, ein Fortschreiten
des Garens nach Beendigung des Vorgar-Schritts und/oder nach Entnahme des Garguts
aus dem Garraum nach Beendigung des Vorgar-Schritts, ggf. unter Berücksichtigung des
Kühl- und/oder Lager-Schritts, in Form eines Korrektur-Terms berücksichtigt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
der Konektur-Tenn in Abhängigkeit des zeitlichen Verlaufs der Meßwerte der Sensiereinrichtung
zumindest während des Vorgar-Schritts, insbesondere einer während des Vorgar-Schritts
erkannten Gargutgröße, vorzugsweise bestimmt durch das Gargutkaliber, die Gargutgröße
und/oder das Gargutgewicht, und/oder des Zeitpunkts der Entnahme des Garguts aus dem
Garraum nach Beendigung des Vorgar-Schritts und/oder des Zeitpunkts der Einführung
des Garguts in den Garraum für den Fertiggar-Schritt berechnet wird, wobei die Gargutgröße
und/oder das Gargutkaliber insbesondere über die erste und/oder zweite Ableitung der
Kerntemperatur nach der Zeit bestimmt wird bzw. werden.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß
der Korrektur-Term dazu verwendet wird, die Dauer des Fertiggar-Scbritts zu korrigieren,
wobei besagte Dauer vor und/oder nach der Korrektur insbesondere über die Bedien-
und/oder Anzeigeeinrichtung angezeigt wird.
18. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Kundeneingabe über die Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung zum Zwischenwert unter
Berücksichtigung des ausgewählten Garguts, des ausgewählten Garprogramms und/oder
des zumindest einen ausgewählten Parameters und/oder unter Berücksichtigung über die
Sensiereinrichtung erfaßter Meßwerte auf Plausibilität überprüft wird.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß
im Falle einer erkannten fehlenden Plausibilität ein Hinweis, insbesondere über die
Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung, ausgegeben und/oder automatisch ein berechneter
Zwischenwert als Vorschlag angezeigt wird, wobei der Vorschlag verändert und/oder
gespeichert werden kann.
20. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
während des Vorgar-Schritts ein zeitlicher Verlauf zumindest einer das Klima im Garraum
bestimmenden Größe, wie der Feuchte, Temperatur und/oder Luftzirkulation im Garraum,
für den Fertiggar-Schritt bestimmt wird, wobei vorzugsweise mit diesem Verlauf das
Gargut innerhalb einer vorgegebenen, insbesondere über die Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung
eingegebenen, Dauer des Fertiggar-Schritts mit dem vorgegebenen, insbesondere die
über die Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung eingegebenen, Endwert des Garegrads des
Garguts und/oder mit der vorgegebenen, insbesondere über die Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung
eingegebenen, Gardauer erreicht
21. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Ziel-Zeit, insbesondere Ziel-Uhrzeit, eingegeben wird, bei der der Fertiggar-Schritt
abgeschlossen werden soll.
22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß
mehrere, insbesondere in verschiedenen Vorgar-Schritten vorgegarte Gargüter mit dem
Fertiggar-Schritt zu den jeweils gewünschten Endwerten des Garegrads und/oder der
Gardauer, so gegart werden, daß die Endwerte aller Gargüter im wesentlichen zu der
Ziel-Zeit erreicht werden.
23. Verfahren nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ziel-Zeit zusammen mit dem Gargut, insbesondere unter Verwendung der Kennung und/oder
dem Zwischenwert, vorzugsweise für alle vorgegarten Gargüter, eingegeben und/oder
gespeichert wird.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Beladungs-Zeitpunkt, zu dem das Gargut in den Garraum geladen wird, vorzugsweise
für jedes vorgegarte Gargut, derart berechnet wird, daß der Endwert des Garegrads
zu der Ziel-Zeit erreicht wird, wobei vorzugsweise zum Beladungs-Zeitpunkt eine Aufforderung
zum Beladen des Garguts, insbesondere unter Anzeige der dazu gehörenden Kennung, auf
der Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung angezeigt wird.
25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß
bei der Berechnung jedes Beladungs-Zeitpunkts das Kaliber des jeweiligen Garguts und/oder
die Anzahl der weiteren, in den Garraum zu ladenden Gargüter, berücksichtigt wird
bzw. werden.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abfolge der Vorgar-Schritte und/oder die Start-Zeitpunkte jedes Vorgar-Schritts
und/oder jeder Beladungs-Zeitpunkt automatisch berechnet wird bzw. werden.
27. Verfahren nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß
während des ersten Vorgar-Schritts die Dauer und/oder die zumindest eine das Klima
bestimmende Größe des Fertiggar-Schritts bestimmt wird bzw. werden.
28. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gargüter der weiteren Vorgar-Schritte bis zu den jeweiligen Zwischenwerten vorgegart
werden, von denen aus der Fertiggar-Schritt bei seiner bestimmten Dauer oder zu der
bestimmten Ziel-Zeit, vorzugsweise unter Berücksichtigung der bestimmten Klima-Größe,
die Gargüter bis zu ihren jeweiligen Endwerten gart.
29. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Warnung, insbesondere auf der Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung, ausgegeben
wird, wenn die eingegebene Ziel-Zeit nicht erreicht werden kann und/oder eine Kombination
verschiedener vorgegarter Gargüter in dem Fertiggar-Schritt keine befriedigenden Ergebnisse
liefern kann, insbesondere die vorgegarten Gargüter unterschiedliche Klima-Größen
benötigen.
30. Verfahren nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß
mit der Warnung alternative mögliche Ziel-Zeiten, Fertiggar-Schritte und/oder Vorgar-Schritte
angezeigt werden, wobei vorzugsweise eine Auswahl einer Alternativen über die Bedien-
und/oder Anzeigeeinrichtung ermöglicht wird.
31. Verfahren nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß
während zumindest eines Vorgar-Schritts zumindest ein folgender Beladungs-Zeitpunkt
und/oder Entnahme-Zeitpunkt, zumindest eines Garguts aus dem Garraum über die voraussichtliche
Dauer des Vorgar-Schritts und/oder über den zeitlichen Verlauf der das Klima im Garraum
bestimmenden Größe bestimmt wird, wobei vorzugsweise zu jedem Beladungs-Zeitpunkt
und/oder Entnahme-Zeitpunkt eine Aufforderung zum Beladen bzw. Entnehmen des Garguts,
insbesondere unter Anzeige der dazu gehörenden Kennung, auf der Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung
angezeigt wird.
32. Gargerät (1) mit einem Garraum (5), einer Recheneinrichtung (65), einer Speichereinrichtung
(80), zumindest einer Sensiereinrichtung (55, 60, 70, 75), zumindest einer Heizeinrichtung
(20, 25, 30) und einer Programmierung zum Durchführen eines Verfahrens nach einem
der vorangehenden Ansprüche.
33. Gargerät nach Anspruch 32, gekennzeichnet durch
eine Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung (35, 40, 45, 50), vorzugsweise umfassend
Tasten (40), einen Drehknopf (45) und/oder ein Touchscreen (50).
1. A method for cooking an item to be cooked in a cooking appliance comprising a cooking
chamber, at least one heating device, a processing unit, a memory device, and at least
one sensing device, which method is carried out by the processing unit and depending
on a degree of cooking of an item to be cooked and/or a cooking time, which in particular
is/are determined by the core temperature, the browning, the pH value, and/or the
cooking value, using measured values recorded by the sensing device and taking into
account values which are stored at least temporarily in the memory device,
characterized by
at least two temporally separated steps, comprising
a pre-cooking step which is interrupted when a predefined intermediate value of the
degree of cooking and/or the cooking time, in particular a predefined residual time
of the cooking time, is reached, and
a final cooking step, in particular in the form of a finishing step, which is initiated
at a later time in order to complete cooking of the item to be cooked taking into
account the intermediate value.
2. A method according to claim 1, characterized in that
the degree of cooking is computed using a time summation or a time integral of at
least one measured value which in particular is determined by means of a core temperature
sensor and/or at least one gas sensor for determining the chemical state of the item
to be cooked based on the atmosphere in the cooking chamber.
3. A method according to claim 1 or 2, characterized in that
the intermediate value is determined depending on the duration of a further cooking
step, wherein said further cooking step preferably corresponds to the final cooking
step.
4. A method according to any one of the preceding claims, characterized in that
the intermediate value and/or a final value of the degree of cooking and/or the cooking
time, in particular the duration of the final cooking step, can be changed and/or
selected by an operating and/or display device, preferably at the beginning of the
method, in particular by selecting the item to be cooked, a cooking program, and/or
at least one parameter relating to the item to be cooked, and/or to the cooking program,
and/or to a final cooking step which is predefined at least in part.
5. A method according to claim 4, characterized in that
the parameter relating to the item to be cooked characterizes the size, the calibre,
the weight, the temperature, the initial state, and/or the quality of the item to
be cooked before cooking, and/or the parameter relating to the cooking program characterizes
the humidity, the air circulation, and/or the temperature in the cooking chamber,
and/or the target value of browning of the item to be cooked, and/or the parameter
relating to the final cooking step characterizes the humidity, the air circulation,
and/or the temperature in the cooking chamber.
6. A method according to any one of the preceding claims, characterized in that
the processing unit determines the intermediate value and/or the final value, depending
on the item to be cooked which has been selected, the cooking program which has been
selected, and/or the final cooking step which has been selected, and/or the at least
one parameter which has been selected, and/or displays said value(s) on the operating
and/or display device.
7. A method according to claim 6, characterized in that
the intermediate and/or final value which is determined and/or displayed can be changed,
preferably by means of the operating and/or display device, and/or stored, preferably
in the memory device, in particular after a change has been made.
8. A method according to any one of the preceding claims, characterized in that
the intermediate value is determined, selected, displayed, and/or stored as a percentage
relative to the final value.
9. A method according to any one of the preceding claims, characterized in that
in particular when the intermediate value is reached in the pre-cooking step, at least
the intermediate value is stored in the memory device, and cooking of the item to
be cooked is completed in the final cooking step, taking into account at least the
intermediate value which is retrieved from the memory device and measured values which
have been recorded by the sensing device.
10. A method according to any one of the preceding claims, characterized by storing measured values, the intermediate value, the final value, the item to be
cooked, the cooking program, and/or the parameter in the memory device, preferably
along with an identifier which can be selected and/or changed, in particular via the
operating and/or display device.
11. A method according to claim 10, characterized in that
the identifier can be displayed, changed, and/or stored, preferably throughout the
complete method, in particular along with the degree of cooking of the item to be
cooked.
12. A method according to claim 10 or 11, characterized in that
the final cooking step can be selected, changed, and/or stored using the identifier,
in particular via the operating and/or display device.
13. A method according to any one of the preceding claims, characterized in that
the final cooking step can be started via the operating and/or display device.
14. A method according to any one of the preceding claims, characterized in that at least one cooling step and/or storage step is carried out between the pre-cooking
step and the final cooking step.
15. A method according to any one of the preceding claims, characterized in that
a continuation of the cooking, once the pre-cooking step has been completed and/or
the item to be cooked has been removed from the cooking chamber once the pre-cooking
step has been completed, is taken into account in the form of a correction term, preferably
taking into account the cooling and/or storage step, if applicable, when the intermediate
value is determined, when the pre-cooking step is carried out, in particular when
the end of the pre-cooking step is determined, and/or when the final cooking step
is carried out, in particular when the end of the final cooking step is determined.
16. A method according to claim 15, characterized in that
the correction term is computed depending on the chronological development of the
measured values which are recorded by the sensing device at least during the pre-cooking
step, in particular of a parameter relating to the item to be cooked which is preferably
constituted by the calibre of the item to be cooked, the size of the item to be cooked,
and/or the weight of the item to be cooked, and/or the time of removal of the item
to be cooked from the cooking chamber once the pre-cooking step has been completed,
and/or the time of introduction of the item to be cooked into the cooking chamber
for the final cooking step, wherein the size of the item to be cooked and/or the calibre
of the item to be cooked in particular is/are determined using the first and/or second
derivative of the core temperature with respect to time.
17. A method according to claim 15 or 16, characterized in that
the correction term is used to correct the duration of the final cooking step, wherein
said duration is displayed before and/or after said correction, in particular via
the operating and/or display device.
18. A method according to any one of the preceding claims, characterized in that
a client's entry relating to the intermediate value via the operating and/or display
device is checked for plausibility taking into account the item to be cooked which
has been selected, the cooking program which has been selected, and/or the at least
one parameter which has been selected, and/or taking into account measured values
which have been recorded by means of the sensing device.
19. A method according to claim 18, characterized in that
in case a lack of plausibility is detected, a message is output, in particular via
the operating and/or display device, and/or a computed intermediate value is automatically
displayed as a suggestion, wherein said suggestion can be changed and/or stored.
20. A method according to any one of the preceding claims, characterized in that
during the pre-cooking step, a chronological development of at least one characteristic
determining the climate in the cooking chamber, such as the humidity, temperature,
and/or air circulation in the cooking chamber, is determined for the final cooking
step, wherein preferably with this development, the item to be cooked reaches during
a predefined duration, which in particular is entered by means of the operating and/or
display device, of the final cooking step with the predefined final value of the degree
of cooking, which in particular is entered by means of the operating and/or display
device, and/or with the predefined cooking time, which in particular is entered by
means of the operating and/or display device.
21. A method according to any one of the preceding claims, characterized in that
a target time, in particular a target time of day, is entered at which the final cooking
step is to be completed.
22. A method according to claim 21, characterized in that
several items to be cooked, in particular items which have been pre-cooked in different
pre-cooking steps, are cooked in the final cooking step, until the final values of
the degree of cooking and/or the cooking time which is/are desired in each case are
reached, in such a manner that the final values of all items to be cooked are reached
substantially at the target time.
23. A method according to claim 21 or 22, characterized in that
the target time is entered and/or stored along with the item to be cooked, in particular
using the identifier and/or the intermediate value, preferably for all pre-cooked
items to be cooked.
24. A method according to any one of claims 21 to 23, characterized in that
a loading time at which the item to be cooked is loaded into the cooking chamber is
computed, preferably for each pre-cooked item to be cooked, in such a manner that
the final value of the degree of cooking is reached at the target time, wherein a
request for loading the item to be cooked is displayed on the operating and/or display
device, preferably at the loading time, in particular while the associated identifier
is displayed.
25. A method according to claim 24, characterized in that
the calibre of the specific item to be cooked and/or the number of further items to
be cooked which are to be loaded into the cooking chamber is/are taken into account
when calculating each loading time.
26. A method according to any one of claims 22 to 25, characterized in that
the sequence of the pre-cooking steps, and/or the starting times of each pre-cooking
step, and/or each loading time is/are computed automatically.
27. A method according to claim 26, characterized in that
the duration and/or the at least one characteristic determining the climate of the
final cooking step is/are determined during the first pre-cooking step.
28. A method according to claim 27, characterized in that
the items to be cooked of the further pre-cooking steps are pre-cooked until the respective
intermediate values are reached from which the items to be cooked are then cooked
in the final cooking step, during a defined duration or until a defined target time,
until their respective final values are reached, preferably taking into account the
climate characteristic which has been determined.
29. A method according to any one of claims 21 to 28, characterized in that a warning is output, in particular on the operating and/or display device, if the
target time which has been entered cannot be reached and/or a combination of several
pre-cooked items to be cooked in the final cooking step cannot yield satisfactory
results, in particular if the pre-cooked items to be cooked require different climate
characteristics.
30. A method according to claim 29, characterized in that
alternative possible target times, final cooking steps, and/or pre-cooking steps are
displayed along with the warning, wherein preferably a selection of an alternative
by means of the operating and/or display device is allowed.
31. A method according to claim 30, characterized in that
during at least one pre-cooking step, at least one subsequent loading time and/or
removal time of at least one item to be cooked from the cooking chamber is determined
using the expected duration of the pre-cooking step and/or using the chronological
development of the characteristic determining the climate in the cooking chamber,
wherein preferably a request for loading or removal, respectively, of the item to
be cooked is displayed on the operating and/or display device at each loading time
and/or removal time, in particular while the associated identifier is displayed.
32. A cooking appliance (1) comprising a cooking chamber (5), a processing unit (65),
a memory device (80), at least one sensing device (55, 60, 70, 75), at least one heating
device (20, 25, 30) and a programming so as to carry out a method according to any
one of the preceding claims.
33. A cooking appliance according to claim 32, characterized by
an operating and/or display device (35, 40, 45, 50), preferably comprising buttons
(40), a rotary knob (45), and/or a touch screen (50).
1. Procédé de cuisson d'un produit à cuire dans un appareil de cuisson comprenant un
compartiment de cuisson, au moins un dispositif de chauffage, un dispositif de calcul,
un dispositif de mémorisation et au moins un dispositif de détection, qui est mis
en oeuvre par l'intermédiaire du dispositif de calcul en fonction d'un degré de cuisson
d'un produit à cuire et/ou d'une durée de cuisson, d'une manière qui est en particulier
déterminée grâce à la température centrale, au brunissement, à la valeur pH et/ou
la valeur d'ébullition en provenance des valeurs de mesure du dispositif de détection,
avec prise en compte de valeurs au moins partiellement consignées dans le dispositif
de mémorisation, caractérisé par
au moins deux étapes temporellement séparées l'une de l'autre, comprenant
une étape de précuisson, qui sera interrompue lorsque sera atteinte une valeur intermédiaire
déterminée du degré de cuisson et/ou de la durée de cuisson, en particulier une valeur
déterminée de temps restant jusqu'à l'atteinte de la durée de cuisson, et
une étape de cuisson finale, en particulier sous la forme d'une étape de finition,
à laquelle il est fait appel à un moment ultérieur pour terminer la cuisson du produit
à cuire en prenant en compte la valeur intermédiaire.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que
le degré de cuisson est calculé grâce à une somme temporelle ou une intégrale temporelle
d'au moins une valeur de mesure, d'une manière qui est en particulier déterminée par
l'intermédiaire d'un capteur de température centrale et/ou d'au moins un capteur de
gaz destiné à la détermination de l'état chimique du produit à cuire à l'aide de l'atmosphère
régnant dans le compartiment de cuisson.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que
la valeur intermédiaire est déterminée en fonction de la durée d'une autre étape de
cuisson, l'autre étape de cuisson correspondant de préférence à l'étape de cuisson
finale.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
la valeur intermédiaire et/ou une valeur finale du degré de cuisson et/ou la durée
de cuisson, en particulier la durée de l'étape de cuisson finale, peut ou peuvent
être modifiée(s) et/ou sélectionnée(s) par l'intermédiaire d'un dispositif de commande
et/ou d'affichage, de préférence au début du procédé, en particulier avec une sélection
du produit à cuire, d'un programme de cuisson et/ou d'au moins un paramètre du produit
à cuire et/ou du programme de cuisson finale et/ou d'une étape de cuisson au moins
partiellement prédéfinie.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que
le paramètre du produit à cuire caractérise la taille, le calibre, le poids, la température,
l'état de sortie et/ou la qualité du produit à cuire avant la cuisson, et/ou le paramètre
du programme de cuisson caractérise l'hygrométrie, la circulation d'air et/ou la température
régnant dans le compartiment de cuisson et/ou la valeur cible de brunissage du produit
à cuire, et/ou le paramètre de l'étape de cuisson finale caractérise l'hygrométrie,
la circulation d'air et/ou la température régnant dans le compartiment de cuisson.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
la valeur intermédiaire et/ou la valeur finale est déterminée par le dispositif de
calcul, en particulier avec un accès aux valeurs consignées dans le dispositif de
mémorisation, en fonction du produit à cuire sélectionné, du programme de cuisson
sélectionné et/ou de l'étape de cuisson finale sélectionnée et/ou du au moins un paramètre
sélectionné, et/ou est affichée sur le dispositif de commande et/ou d'affichage.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que
la valeur intermédiaire et/ou finale déterminée et/ou affichée, de préférence par
l'intermédiaire du dispositif de commande et/ou d'affichage, peut être modifiée et/ou
mémorisée, de préférence dans le dispositif de mémorisation, en particulier après
une modification.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
la valeur intermédiaire est déterminée, sélectionnée, affichée et/ou mémorisée sous
la forme d'une valeur de pourcentage par rapport à la valeur finale.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que,
en particulier lorsque la valeur intermédiaire est atteinte dans l'étape de précuisson,
au moins la valeur intermédiaire est mémorisée dans le dispositif de mémorisation,
et la cuisson du produit à cuire est interrompue dans l'étape de cuisson finale en
prenant en compte au moins la valeur intermédiaire extraite du dispositif de mémorisation
et des valeurs de mesure enregistrées par le dispositif de détection.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par
une mémorisation des valeurs de mesure, de la valeur intermédiaire, de la valeur finale,
du produit à cuire, du programme de cuisson et/ou du paramètre, de préférence en commun
avec une identification, pouvant en particulier être sélectionnée et/ou modifiée par
l'intermédiaire du dispositif de commande et/ou d'affichage, dans le dispositif de
mémorisation.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que
l'identification, en particulier en commun avec le degré de cuisson du produit à cuire,
peut être affichée, modifiée et/ou mémorisée, de préférence pendant le procédé complet.
12. Procédé selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que
l'étape de cuisson finale peut être sélectionnée, modifiée et/ou mémorisée par l'intermédiaire
de l'identification, en particulier au moyen du dispositif de commande et/ou d'affichage.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
l'étape de cuisson finale peut être démarrée par l'intermédiaire du dispositif de
commande et/ou d'affichage.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
au moins une étape de tiédissement et/ou de stockage est mise en oeuvre entre l'étape
de précuisson et l'étape de cuisson prête.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
lors de la détermination de la valeur intermédiaire, lors de la mise en oeuvre de
l'étape de précuisson, en particulier lors de la détermination de la fin de l'étape
de précuisson, et/ou lors de la mise en oeuvre de l'étape de cuisson finale, en particulier
lors de la détermination de la fin de l'étape de cuisson finale, une poursuite de
la cuisson après achèvement de l'étape de précuisson et/ou après retrait du produit
à cuire hors du compartiment de cuisson après achèvement de l'étape de précuisson,
éventuellement en prenant en compte l'étape de tiédissement et/ou de stockage, est
incorporée sous la forme d'un terme de correction.
16. Procédé selon la revendication 15, caractérisé en ce que
le terme de correction est calculé en fonction de la succession temporelle des valeurs
de mesure du dispositif de détection au moins pendant l'étape de précuisson, en particulier
d'une grandeur de produit à cuire reconnue pendant l'étape de précuisson, de préférence
déterminée grâce au calibre du produit à cuire, à la taille du produit à cuire et/ou
au poids du produit à cuire, et/ou en fonction du moment du retrait du produit à cuire
hors du compartiment de cuisson après achèvement de l'étape de précuisson et/ou en
fonction du moment de l'introduction du produit à cuire dans le compartiment de cuisson
pour l'étape de cuisson finale, la taille du produit à cuire et/ou le calibre du produit
à cuire étant en particulier déterminé(es) par l'intermédiaire de la première et/ou
seconde dérivée de la température centrale par rapport au temps.
17. Procédé selon la revendication 15 ou 16, caractérisé en ce que
le terme de correction est utilisé pour corriger la durée de l'étape de cuisson finale,
ladite durée étant affichée avant et/ou après la correction, en particulier par l'intermédiaire
du dispositif de commande et/ou d'affichage.
18. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
la plausibilité d'une demande de client est vérifiée par l'intermédiaire du dispositif
de commande et/ou d'affichage par rapport à la valeur intermédiaire avec prise en
compte du produit à cuire sélectionné, du programme de cuisson sélectionné et/ou du
au moins un paramètre sélectionné et/ou en prenant en compte des valeurs de mesure
enregistrées par l'intermédiaire du dispositif de détection.
19. Procédé selon la revendication 18, caractérisé en ce que
en cas de reconnaissance d'une plausibilité défaillante, une indication est émise,
en particulier par l'intermédiaire du dispositif de commande et/ou d'affichage, et/ou
une valeur intermédiaire calculée est affichée de manière automatique en guide de
recommandation, la recommandation pouvant être modifiée et/ou mémorisée.
20. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
un écoulement temporel d'au moins une grandeur déterminant l'atmosphère régnant dans
le compartiment de cuisson, comme l'hygrométrie, la température et/ou la circulation
d'air dans le compartiment de cuisson, est déterminée pour l'étape de cuisson finale
pendant l'étape de précuisson, le produit à cuire atteignant, de préférence avec cet
écoulement, à l'intérieur d'une durée prédéfinie, en particulier entrée par l'intermédiaire
du dispositif de commande et/ou d'affichage, de l'étape de cuisson fidèle, la valeur
finale prédéfinie, en particulier celle entrée par l'intermédiaire du dispositif de
commande et/ou d'affichage, du degré de cuisson du produit à cuire et/ou la durée
de cuisson prédéfinie, en particulier entrée par l'intermédiaire du dispositif de
commande et/ou d'affichage.
21. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
un temps cible, en particulier une heure cible à laquelle l'étape de cuisson finale
doit être interrompue, est entrée.
22. Procédé selon la revendication 21, caractérisé en ce que
plusieurs produits à cuire, en particulier des produits à cuire précuits dans diverses
étapes de précuisson, sont cuits grâce à l'étape de cuisson finale jusqu'aux valeurs
finales respectivement souhaitées du degré de cuisson et/ou de la durée de cuisson,
de sorte que les valeurs finales de tous les produits à cuire sont atteintes essentiellement
à l'issue du temps cible.
23. Procédé selon la revendication 21 ou 22, caractérisé en ce que
le temps cible est entré et/ou mémorisé en commun avec le produit à cuire, en particulier
en utilisant l'identification et/ou la valeur intermédiaire, de préférence pour tous
les produits à cuire précuits.
24. Procédé selon l'une quelconque des revendications 21 à 23, caractérisé en ce que
un moment de chargement, auquel le produit à cuire est chargé dans le compartiment
de cuisson, est calculé, de préférence pour chaque produit à cuire précuit, de sorte
que la valeur finale du degré de cuisson est atteinte à l'issue du temps cible, une
invitation à charger le produit à cuire étant affichée sur le dispositif de commande
et/ou d'affichage, de préférence au moment du chargement, en particulier avec affichage
de l'identification associée.
25. Procédé selon la revendication 24, caractérisé en ce que
le calibre du produit à cuire respectif et/ou le nombre des autres produits à cuire
à charger dans le compartiment de cuisson est/sont pris en compte lors du calcul de
chaque moment de chargement.
26. Procédé selon l'une quelconque des revendications 22 à 25, caractérisé en ce que
l'ordre des étapes de précuisson et/ou les moments de départ de chaque étape de précuisson
et/ou de chaque moment de chargement est/sont calculé(s) de manière automatique.
27. Procédé selon la revendication 26, caractérisé en ce que
la durée et/ou la au moins une grandeur de l'étape de cuisson finale déterminant l'atmosphère
est/sont déterminée(s) pendant la première étape de précuisson.
28. Procédé selon la revendication 27, caractérisé en ce que
les produits à cuire des étapes ultérieures de précuisson sont précuits jusqu'aux
valeurs intermédiaires respectives à partir desquelles l'étape de cuisson finale cuit
les produits à cuire jusqu'à leurs valeurs finales respectives, pendant sa durée déterminée
ou jusqu'au temps cible déterminé, de préférence en prenant en compte la grandeur
déterminée pour l'atmosphère.
29. Procédé selon l'une quelconque des revendications 21 à 28, caractérisé en ce que
un avertissement est émis, en particulier sur le dispositif de commande et/ou d'affichage,
quand le temps cible entré ne peut être atteint et/ou une combinaison de divers produits
à cuire précuits ne peuvent donner des résultats satisfaisants dans l'étape de cuisson
finale, en particulier lorsque les produits à cuire précuits nécessitent différentes
grandeurs atmosphériques.
30. Procédé selon la revendication 29, caractérisé en ce que
des variantes de temps cible, d'étapes de cuisson finale et/ou d'étapes de précuisson
possibles sont affichées avec l'avertissement, une sélection d'une alternative étant
de préférence rendue possible par le dispositif de commande et/ou d'affichage.
31. Procédé selon la revendication 30, caractérisé en ce que
pendant au moins une étape de précuisson, au moins un moment de chargement et/ou un
moment de retrait consécutif d'au moins un produit à cuire hors du compartiment de
cuisson est déterminé par l'intermédiaire de la durée probable de l'étape de précuisson
et/ou par l'intermédiaire de l'écoulement temporel de la grandeur déterminant l'atmosphère
dans le compartiment de cuisson, une invitation à charger ou à retirer le produit
à cuire étant affichée sur le dispositif de commande et/ou d'affichage, en particulier
avec affichage de l'identification associée, de préférence à chaque moment de chargement
et/ou moment de retrait.
32. Appareil de cuisson (1) comprenant un compartiment de cuisson (5) un dispositif de
calcul (65), un dispositif de mémorisation (80), au moins un dispositif de détection
(55, 60, 70, 75), au moins un dispositif de chauffage (20, 25, 30) et une programmation
destinée à la mise en oeuvre d'un procédé selon l'une quelconque des revendications
précédentes.
33. Appareil de cuisson selon la revendication 32, caractérisé par
un dispositif de commande et/ou d'affichage (35, 40, 45, 50), de préférence comportant
des touches (40), un bouton de réglage (45) et/ou un écran tactile (50).


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente