Stand der Technik
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kraftstoffinjektor nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Kraftstoffinjektoren der hier interessierenden Art finden insbesondere Anwendung
bei Verbrennungskraftmaschinen, welche derartige Injektoren dafür nutzen, das dosierte
Einspritzen des zu verbrennenden Kraftstoffs zu ermöglichen.
[0003] Aus der
DE 103 25 620 A1 ist ein servoventilangesteuerter Kraftstoffinjektor mit einem Druckübersetzer bekannt.
Der hierin offenbarte Kraftstoffinjektor umfasst einen Druckübersetzer, dessen Übersetzerkolben
einen über einen Druckspeicher mit Kraftstoff beaufschlagten Arbeitsraum von einem
druckentlastbaren Differenzdruckraum trennt. Eine Druckänderung im Differenzdruckraum
erfolgt über eine Betätigung des Servoventils, welches eine hydraulische Verbindung
des Differenzdruckraums zu einem ersten niederdruckseitigen Rücklauf freigibt oder
verschließt. Das Servoventil weist weiterhin einen zwischen einem Steuerraum und einem
ersten hydraulischen Raum geführten Servoventilkolben auf. An diesem ist eine den
Servoventilkolben bei Systemdruckbeaufschlagung ständig in Öffnungsrichtung stellende
hydraulische Fläche sowie ein einen niederdruckseitigen Rücklauf verschließender oder
freigebender erster Dichtsitz ausgebildet. Zur Aktivierung des Druckübersetzers ist
jedoch ein Schaltventil erforderlich, welches einen Semoventilkolben aktiviert, was
einen erheblichen konstruktiven Aufwand erforderlich macht. Darüber hinaus sind oben
genannte Piezoaktoren einsetzbar, um das Erfordernis eines Schaltventils zu umgehen.
[0004] Die
DE 10 2004 015 5 744 A1 offenbart einen gattungsgemäßen Kraftstoffinjektor zum Einspritzen von Kraftstoff
in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine mit einem Injektorgehäuse, das einen Kraftstoffzulauf
aufweist, der mit einer zentralen Kraftstoffhochdruckquelle außerhalb des Injektorgehäuses
und mit einem Druckraum innerhalb des Injektorgehäuses in Verbindung steht, aus dem
in Abhängigkeit von der Stellung eines Steuerventils, insbesondere eines 3/2-Wegeventils
mit Hochdruck beaufschlagter Kraftstoff eingespritzt wird. Dabei ist im 3/2-Wegeventil
ein Ventilkolben vorgesehen, welcher hydraulisch mit dem Piezoaktor gekoppelt ist,
der mit dem Druck aus der Kraftstofthochdruckquelle beaufschlagbar ist. Der Ventilkolben
ist dabei in einem Ventilsteuerraum eingebracht und dichtet gegen Dichtkanten ab,
welche im Dichtsteuerraum selbst eingebracht sind.
[0005] Aus der
US 6 895 940 B2 oder
DE 102 57 140 A ist ein Kraftstoffinjektor bekannt, wobei das 3/2-Wegeventil als Ventilglied ein
Kugelelement umfasst, das in der Ruhestellung gegen eine erste Dichtkante und in der
Einspritzstrellung gegen einen zweiten Dichtsitz bewegbar ist.
[0006] Bei den bekannten und hier interessierenden Ausführungsformen von Kraftstoffinjektoren
entsteht das Problem, dass das 3/2-Wegeventil und insbesondere der darin axial bewegliche
Ventilkolben aufwendig ausgestaltet werden muss, was zu einem erheblichen Fertigungsaufwand
führt. Zur entsprechend genauen Ausbildung des Ventilkolbens sind aufwendige Paarungsschleifprozesse
der Dichtsitze erforderlich, wobei diese konzentrisch zueinander im Ventilkörper selbst
eingebracht werden müssen.
[0007] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Kraftstoffinjektor mit
einem 3/2-Wegeventil zu schaffen, welcher eine einfache Ausführung aufweist, sodass
aufwendige Fertigungsprozesse entfallen.
Offenbarung der Erfindung
[0008] Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Kraftstoffinjektor gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 in Verbindung mit dessen kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0009] Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass das 3/2-Wegeventil als Ventilglied
ein Kugelelement umfasst, das mit einer zweiten Endfläche des Ventilkolbens in Verbindung
steht und in der Ruhestellung gegen eine erste Dichtkante und in der Einspritzstellung
gegen eine zweite Dichtkante bewegbar ist, wobei zum druckausgeglichenen Schalten
die erste Endfläche des Ventilkolbens und diejenige hierzu gegenüberliegend angeordnete
Teilfläche an dem Kugelelement, welche durch die zweite Dichtkante begrenzt ist, in
etwa gleich große wirksame Flächen aufweisen, an denen der von der Kraftstoffhochdruckquelle
ausgehende Druck anliegt.
[0010] Diese Lösung bietet den Vorteil, dass der Ventilkolben lediglich als einfaches zylinderförmiges
Bauteil ausgerührt werden kann, wobei die Dichtsitze des 3/2-Wegeventils mittels des
Kugelelements ausgebildet sind. Somit entfällt eine aufwendige schleiftechnische Bearbeitung
des Ventilkolbens, und welcher zudem nicht in den Ventilkörper eingepasst bzw. in
Paarungsschleifenverfahren eingeschliffen werden muss. Das Kugelelement ist dabei
im Ventilsteuerraum eingebracht und in diesem frei beweglich. Dadurch erfolgt eine
Selbstzentrierung der Kugel in den Dichtsitzen, da diese ringförmig ausgebildet sind
und das Kugelelement lediglich durch den fluidischen Druck der Flüssigkeit oder durch
den Ventilkolben selbst bewegt wird. Das Kugelelement ist dabei vorzugsweise angrenzend
an den Ventilkolben angeordnet, wobei eine einfache Festkörperberührung hinreichend
ist; jedoch besteht zudem die Möglichkeit, die Kugel mittels eines beliebigen Fügeverfahrens
mit dem Ventilkolben zu verbinden. Der Durchmesser des Ventilkolbens und der Durchmesser
an der ersten Dichtkante weisen vorzugsweise ein Verhältnis auf, das ein Andrücken
des Kugelelementes in der Ruhestellung mit geringer Kontaktkraft gegen die erste Dichtkante
ermöglicht. Durch dieses Durchmesserverhältnis, durch welches das Kugelelement bei
den herrschenden Druckverhältnissen nur geringfügig an den Dichtsitz gedrückt wird,
wird die Anwendung eines kleinen Piezoaktors ermöglicht, obwohl ein sehr hoher Systemdruck
seitens des Kraftstoffhochdruckspeichers vorliegt.
[0011] Eine weitere, vorteilhafte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sieht vor,
dass das Kugelelement in dem Ventilsteuerraum aufgenommen ist und die Dichtkanten
in der Kontur des Ventilsteuerraums ausgebildet sind. Erst mit den innenseitig im
Ventilsteuerraum ausgebildeten Dichtkanten kann das Kugelelement von einer ersten
Dichtkante und einer zweiten Dichtkante hin- und herbewegt werden. Dabei kann sich
die Kugel das Kugelelement sowohl in der ersten ringförmigen Dichtkante als auch in
der zweiten ringförmigen Dichtkante für die Ruhestellung bzw. die Einspritzstellung
des Kraftstoffs des Einspritzventils selbst zentrieren, so dass eine zuverlässige
Dichtwirkung sichergestellt ist.
[0012] Vorteilhafterweise weist der Ventilsteuerraum eine radialsymmetrische Innenkontur
auf, so dass das Kugelelement gegen die Dichtkanten jeweils einen ringförmigen Dichtkontakt
bildet. Der Ventilkörper umfasst ebenso wie im vorgenannten Stand der Technik erste
und zweite Dichtkanten, welche als abgestufte kreisrunde Bohrungen innenseitig im
Ventilkörper angeformt sind. Jedoch ist die Konzentrizität der einzelnen Dichtkanten
nicht in gleicher Güte erforderlich, da die Kugel frei beweglich ist und sich im rotationssymmetrischen,
d.h. ringförmigen Dichtkantenansatz selbst zentriert.
[0013] Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass der Ventilsteuerung
mit dem Druck aus der Kraftstoffuochdruckquelle beaufschlagt ist, wenn das Kugelelement
in der Ruhestellung gegen die erste Dichtkante abdichtet, wohingegen der Ventitsteuerraum
gegen einen Rücklaufkanal druckentlastbar ist, wenn das Kugelelement in der Einspritzstellung
gegen die zweite Dichtkante abdichtet. In der Ruhestellung des Ventilkolbens ist der
Injektor nicht aktiviert, d.h. es findet keine Einspritzung statt. In der Einsplitzstellung
des Ventilkolbens wird mit Hochdruck beaufschlagter Kraftstoff aus dem Kraftstoffinjektor
in den Brennraum einer Brennkraftmaschine eingespritzt. Vorteilhafterweise ist der
Durchmesser des Ventilkolbens kleiner als der Durchmesser der ersten Dichtkante. Dadurch
wird in der Ruhestellung des Ventilkolbens eine kleine hydraulische Anpresskraft der
Kugel in den Sitz der ersten Dichtkante erzeugt, die eine dichte Anlage der ersten
Dichtkante mit dem Kugelelement gewährleistet.
[0014] Eine weitere, vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass der Durchmesser der zweiten
Dichtkante kleiner ist als der Durchmesser des Ventilkolbens. Dadurch wird in der
Einspritzstellung des Ventilkolbens eine kleine hydraulische Anpresskraft erzeugt,
die eine dichte Anlage der zweiten Dichtkante mit der Kugel gewährleistet.
[0015] Um eine einfache konstruktive Ausbildung des Ventilkolbens zu schaffen, ist vorgesehen,
dass die geometrische Gestalt des Ventilkolbens nach Art eines zylinderförmigen Grundkörpers
ausgebildet ist oder einen zylinderförmigen Grundkörperabschnitt mit einem abgestuften
zylindrischen Endabschnitt kleineren Durchmessers aufweist. Vorteilhafterweise ist
vorgesehen, dass das Kugelelement einen metallischen oder keramischen Werkstoff umfasst
und /oder als Standardwälzlagerkörper ausgebildet ist.
[0016] Vorteilhafterweise steht der Ventilsteuerraum mit einem Druckverstärkersteuerraum
in Verbindung. Der Druckverstärkersteuerraum dient zur Steuerung eines Druckverstärkerkolbens,
der in dem Injektorgehäuse hin- und herbewegbar aufgenommen sein kann. Weiterhin kann
der Ventilsteuerraum mit einem Düsennadelsteuerraum in Verbindung stehen. Wenn der
Druck im Ventilsteuerraum über das 3/2-Wegeventil abgebaut wird, dann hebt die Spitze
der Düsennadel von ihrem Sitz ab und Kraftstoff kann durch die Spritzlöcher in den
Brennraum der Brennkraftmaschine eingespritzt werden.
[0017] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass das Injektorgehäuse einen
mit dem Druck der Kraftstoffhochdruckquelle beaufschlagten hydraulischen Kopplungsraum
umfasst, über den der Piezoaktor hydraulisch mit der ersten Endfläche des Ventilkolbens
gekoppelt ist. An dem Piezoaktor kann zum Beispiel ein im Wesentlichen kreiszylinderförmiger
Kopf aus Metall angebracht sein, dessen Stirnseite den hydraulischen Kopplungsraum
begrenzt. Auf der gegenüberliegenden Seite wird der hydraulische Kopplungsraum vorzugsweise
durch eine erste Endfläche des Ventilkolbens begrenzt. Der hydraulische Kopplungsraum
dient dazu, Volumenausdehnungen des Piezoaktors aufgrund von Temperaturschwankungen
im Betrieb auszugleichen. Zusätzlich kann damit eine Kraft/Weg-Übersetzung zwischen
Piezoaktor und Ventilkolben realisiert werden.
[0018] Vorteilhafterweise weist der Ventilkolben eine Ringnut auf, welche mit dem Druck
der Kraftstoffhochdruckquelle beaufschlagbar ist, so dass ein Abfluss des Fluids aus
dem Kupplungsraum verhinderbar ist. Weiterhin wird durch die Ringnut eine Schmierung
des Ventilkolbens im Ventilkörper geschaffen, welche zumindest das tribologische Verhalten
während der Axialbewegung des Ventilkolbens optimiert.
[0019] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass der Piezoaktor elektrische
Anschlüsse umfasst, wobei diese als Außenkontaktierungen ausgeführt sind, um einen
Schutz vor dem Kraftstoff im Piezoraum zu schaffen. Weiterhin ist vorgesehen, dass
der Piezoaktor wenigstens außerhalb des Bereichs der elektrischen Anschlüsse eine
Beschichtung aufweist, welche die Kontaktschichten des Piezoaktors vor der Umgebung,
insbesondere vor dem Kraftstoff im Piezoaktorraum schützt. Somit ist sichergestellt,
dass die elektrischen Kontaktierungen des Piezoaktors vom Kraftstoff isoliert sind,
um einer möglichen Brandgefahr entgegenzuwirken.
[0020] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von Figuren näher
dargestellt.
Ausführungsbeispiel
[0021] Es zeigt:
Fig.1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Kraftstoffinjektors mit einem 3/2-Wegeventil,
welches ein Kugelelement als Dichtkörper umfasst, wobei die Einrichtung einen Druckübersetzer
umfasst, und
Fig.2 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Kraftstoffinjektors gemäß Fig.1, wobei
die Einrichtung ohne einen Druckübersetzer ausgebildet ist.
[0022] In Fig. ist ein Kraftstoffinjektor 1 in einem Längsschnitt dargestellt, wobei diese
über eine schematisch angedeutete Hochdruckquelle 2 (Common-Rail) mit unter hohem
Druck stehenden Kraftstoff versorgt wird. Vom Innenraum der Hochdruckquelle 2 erstreckt
sich eine Kraftstoffleitung 3, 4 zu einem Druckübersetzer 5, der in den Kraftstoffinjektor
1 integriert ist. Der Druckübersetzer 5 ist von einem Injektorgehäuse 6 umschlossen.
Das Injektorgehäuse 6 umfasst einen Injektorkörper 7 und einen Düsenkörper 8, der
eine zentrale Führungsbohrung 9 aufweist. In der Führungsbohrung 9 ist eine Düsennadel
10 hin- und herbeweglich angeordnet. Die Düsennadel 10 weist eine Spitze 11 auf, an
der eine Dichtfläche ausgebildet ist, die mit einem Dichtsitz zusammenwirkt. Wenn
sich die Spitze 11 der Düsennadel 10 mit ihrer Dichtfläche in Anlage an den Dichtsitz
befindet, sind mehrere Spritzlöcher 12, 13, welche im Düsenkörper 8 eingebracht sind,
verschlossen. Wenn die Düsennadelspitze 11 aus ihrem Sitz herausgeführt wird, wird
mit Hochdruck beaufschlagter Kraftstoff durch die Spritzlöcher 12, 13 in den Brennraum
der Brennkraftmaschine eingespritzt.
[0023] Der Düsenkörper 8 umfasst einen Druckraum 15, wobei an der Düsennadel 10 eine Druckschulter
14 ausgebildet ist, welche im Druckraum 15 angeordnet ist. Die Düsennadel 10 ist durch
eine Düsenfeder 16 mit ihrer Spitze 11 gegen den zugehörigen Düsennadelsitz vorgespannt.
Die Düsenfeder 16 ist selbst im Druckraum 15 angeordnet, wobei dieser mit einem Verbindungskanal
18 verbunden ist, in dem eine Drossel 21 eingebaut ist, und mit einem Druckverstärkersteuerraum
23 in Verbindung steht. Außerdem steht der Druckraum 15 über einen Verbindungskanal
20, in dem eine Drossel 21 vorgesehen ist, mit einem Druckverstärkerraum 22 in Verbindung.
[0024] Im Druckverstärkerraum 22 ist ein Kolbenfortsatz 24 hin- und herbewegbar aufgenommen,
welcher endseitig an einem Druckverstärkerkolben 25 ausgebildet ist. Der Druckverstärkerraum
22 ist selbst im Injektorkörper 7 ausgebildet, so dass der Druckverstärkerkolben 25
im Injektonkörper 7 aufgenommen ist. Dieser hat die Gestalt eines Kreiszylinders,
der einen kleineren Durchmesser aufweist, als der anschließende Teil des Druckverstärkerkolbens
25. Das andere Ende des Druckverstärkerkolbens ragt in einen Druckverstärkerarbeitsraum
26, der über die Kraftstoffzuleitung 3, 4 mit der Kraftstoffhochdruckquelle 2 in Verbindung
steht.
[0025] In dem Druckverstärkerarbeitsraum 26 ist eine Druckverstärkerfeder 27 angeordnet,
mit deren Hilfe der Druckverstärkerkolben 25 aus der Richtung der Düsennadel 10 vorgespannt
ist.
[0026] Mittels eines Verbindungskanals 28 ist der Druckverstärkerraum 22 mit dem Druckraum
15 verbunden. Der Druckverstärkerraum 23 steht wiederum über einen Verbindungskanal
29 mit dem Ventilsteuerraum 30 in Verbindung, der in einem Ventilkörper 31 ausgebildet
ist. Zwischen dem Ventilkörper 31 und dem Injektorkörper 7 ist aus fertigungstechnischen
Gründen ein Zwischenstück 32 angeordnet, in dem ein zentraler Verbindungskanal 33
ausgespart ist. Der Verbindungskanal 33 schafft eine Verbindung zwischen Druckverstärkerarbeitsraum
26 und dem Ventilsteuerraum 30.
[0027] Der Ventilsteuerraum 30 weist einen größeren Durchmesser auf, als der dem Zwischenstück
32 abgewandte Abschnitt der Bohrung. In der zentralen Bohrung des Ventilkörpers 31
ist ein Ventilkolben 34 längs bewegbar aufgenommen. Angrenzend an den Ventilkolben
34 ist ein Kugelelement 35 im Ventilsteuerraum 30 eingesetzt, welche gegen eine erste
Dichtkante 36 sowie eine zweite Dichtkante 37 dichtend in Anlage gebracht werden kann.
Wird der Ventilsteuerraum mit Druck aus der Kraftstoffhochdruckquelle beaufschlagt,
so erfolgt dies bei einer Ruhestellung des Kugelelements 35, in der dieses gegen die
erste Dichtkante 36 abdichtet, wohingegen der Ventilsteuerraum 30 über einen Rücklaufkanal
38 druckentlastbar ist, wenn das Kugelelement 35 in der Einspritzstellung gegen die
zweite Dichtkante 37 abdichtet. Zwischen dem Ventilkolben und der ersten Dichtkante
36 ist ein Rücklaufkanal 38 vorgesehen, der mit einem (nicht dargestellten) Kraftstofftank
in Verbindung steht.
[0028] Endseitig am Ventilkörper 31 ist ein Piezoaktorkörper 39 angeordnet, der durch einen
Deckel 40 verschlossen ist. Der Deckel 40, der Piezoaktorkörper 39, der Ventilkörper
31, das Zwischenstück 32, der Injektorkörper 7 und der Düsenkörper 8 bilden zusammen
das Gehäuse 6 des Injektors. In dem Piezoaktorkörper 39 ist ein zentraler Piezoaktorraum
41 ausgespart, der über einen Verbindungskanal 42 mit der Kraftstoffzuleitung 3 und
somit mit der Hochdruckquelle 2 in Verbindung steht. In dem mit Hochdruck beaufschlagten
Piezoaktorraum 41 ist ein Piezoaktor 43 angeordnet, der einen Piezoaktorkopf 44 aus
Metall mit einer freien Stirnseite 45 aufweist. An dem Piezoaktorkopf 44 ist ein Bund
46 ausgebildet. Zwischen dem Bund 46 und einer Piezoaktorhülse 48 ist eine Piezoaktorfeder
47 eingespannt. Der Piezoaktorkopf 44 ist relativ zu der Piezoaktorhülse 48 in axialer
Richtung verschiebbar. An der Piezoaktorhülse 48 ist eine Dichtkante ausgebildet,
welche am Ventilkörper 31 anliegt. Im Inneren der Piezoaktorhülse 48 ist zwischen
der Stirnseite 45 des Piezoaktorkopfs 44 und der freien Stirnseite des Ventilkolbens
34 ein hydraulischer Kopplungsraum 41 ausgebildet, der mit Hochdruck aus der Hochdruckquelle
2 beaufschlagt ist.
[0029] In Fig. 1 ist der Knaftstoffinjektor 1 in einem deaktivierten Zustand dargestellt.
Der Ventilkolben 34 befindet sich in seiner Ruhestellung. Damit liegt das Kugelelement
35 an der ersten Dichtkante 36 an, welche im Ventilkörper 31 ausgebildet ist. In dem
hydraulischen Kopplungsraum 49 steht in dieser Position der Hochdruck aus der Hochdruckquelle
2 an. Der Ventilsteuerraum 30 ist über die Kraftstoffzuleitungen 3, 4, den Druckverstärkerarbeitsraum
26 und den Verbindungskanal 33 ebenfalls mit Rail-Druck aus der Hochdruckquelle 2
beaufschlagt. Der Druckverstärkersteurraum 23 ist über den Verbindungskanal 29 ebenfalls
mit Rail-Druck beaufschlagt. In dem Druckverstärkerraum 22 und dem Druckraum 15 herrscht
dabei ebenfalls Rail-Druck.
[0030] Wird nun die Kraftstoffeinspritzreinrichtung 1 aktiviert, so wird der Piezoaktor
43 über die elektrischen Anschlüsse 53, 54 bestromt und dehnt sich aus. Die Ausdehnung
des Piezoaktors 43 führt über den Piezoaktorkopf 44 zu einer Druckzunahme in den hydraulischen
Kopplungsraum 49. Diese Druckzunahme führt zu einer axialen Bewegung des Ventilkolbens
34 nach unten, d.h., dass auch das Kugelelement 35 nach unten bewegt wird. Der Ventilkolben
34 sowie das Kugelelement 35 bewegen sich dabei so lange nach unten, bis das Kugelelement
35 mit der Dichtkante 37 an dem Zwischenstück 32 zur Anlage kommt und die Verbindung
zwischen dem Verbindungskanal 33 und dem Ventilsteuerraum 30 unterbricht. Gleichzeitig
hebt sich das Kugelelement 35 von der ersten Dichtkante 36 vom Dichtsitz ab und öffnet
eine Verbindung zu dem Ventilsteuerraum 30 und dem Rücklaufkanal 38. Der Ventilkolben
34 sowie das Kugelelement 35 befinden sich somit in Einspritzstellung. Der Ventilsteuerraum
30 wird aufgrund der Verbindung mit dem Rücklaufkanal 38 druckentlastet.
[0031] Über den Verbindungskanal 29 zwischen dem Ventilsteuerraum 30 und dem Druckverstärkerraum
23 wird der letztgenannte ebenfalls druckentlastet. Da der Druckverstärkerarbeitsraum
26 über die Kraftstoffleitungen 3, 4 auch in diesem Zustand aus der Hochdruckquelle
2 beaufschlagt sind, bewegt sich der Druckverstärkerkolben 25 nach unten, wodurch
der Kraftstoff im Druckverstärkerraum 22 komprimiert wird. Diese Druckerhöhung wirkt
sich über den Verbindungskanal 28 auch im Druckraum 15 aus. Das wiederum führt dazu,
dass die Düsennadel 10 aus ihrem Sitz abhebt und der Kraftstoff in den Brennraum 14
injiziert wird.
[0032] Somit wird der 3/2-Ventilkolben 34 direkt vom Piezoaktor 43 gesteuert, wobei der
Ventilkolben 34 als Kraft- bzw. Bewegungsübertragungsglied auf das als Dichtkörper
ausgebildete Kugelelement 35 wirkt. Das 3/2-Wegeventil mit Ventilkolben 34 und Kugelelement
35 ist nahezu druckausgeglichen ausgeführt. Dies wird dadurch erreicht, dass das Kugelelement
35 ständig mit Hochdruck aus dem Injektorzulauf, welcher den Verbindungskanal 33 betrifft,
beaufschlagt ist.
[0033] In Fig. 2 ist ein Kraftstoffinjektor 1 ohne Druckübersetzer 5 dargestellt. Die in
Fig. 2 dargestellte Einrichtung umfasst den gleichen Aufbau wie der des in Fig. 1
dargestellten Kraftstoffinjektors. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Um Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die vorangegangene Beschreibung der Fig.
1 verwiesen. Im Folgenden wird nur auf die Unterschiede zwischen beiden Ausführungsformen
eingegangen.
[0034] Bei dem in Fig. 2 dargestellten Kraftstoffinjektor 1 steht der Ventilsteuerraum 30
über einen Verbindungskanal 55, der eine Drossel 56 umfasst, mit dem Düsennadelsteuerraum
57 in Verbindung. Der Düsennadelsteuerraum 57 ist innerhalb einer Dichthülse 58 angeordnet,
die mit einer Beißkante ausgestattet ist. Außerdem wird der Düsennadelsteuerraum 57
durch eine Stirnseite einer Düsennadel 59 begrenzet. An der Düsennadel 59 ist ein
Bund 62 ausgebildet, wobei zwischen dem Bund 60 und der Dichthülse 58 eine Düsenfeder
16 angeordnet ist. Damit wird die Beißkante der Dichthülse 58 gegen das Injektorgehäuse
gedrückt. Auf der anderen Seite wird die Düsennadel 59 mit ihrer Spitze aufgrund der
Vorspannkraft der Düsenfeder 16 in Anlage an den zugehörigen Düsennadelsitz gehalten.
Wird der in der deaktivierten Einstellung dargestellte Kraftstoffinjektor aktiviert,
wird die geschlossen dargestellte erste Dichtkante 36 geöffnet und die zweite Dichtkante
37 geschlossen. Dies bewirkt eine Druckzunahme in dem hydraulischen Kopplungsraum
49 und dadurch eine Bewegung des Ventilkolbens 34 sowie des Kugelelements 35 nach
unten. Dabei öffnet die erste Dichtkante 36 und die zweite Dichtkante wird mit dem
Kugelelement 35 verschlossen, so dass eine Verbindung zwischen dem Ventilsteuerraum
30 und dem Rücklauf 38 freigegeben wird. Dadurch wird der Ventilsteuerraum 30 druckentlastet.
Diese Druckentlastung wirkt sich über den Verbindungskanal 55 auch in dem Düsennadelsteuerraum
57 aus, so dass über Abflachungen 59 in der Düsennadel 10 Kraftstoff in den Brennraum
der Brennkraftmaschine eingespritzt wird, da sich die Düsennadel 10 aus ihrem Sitz
abhebt.
1. Kraftstoffinjektor (1) zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum (14) einer
Brennkraftmaschine, umfassend ein Injektorgehäuse (6, 7, 31, 32, 39, 40), welches
eine Kraftstoffzuleitung (3, 4) aus einer Kraftstoffhochdruckquelle (2) aufweist und
mit einem Druckraum (15) fluidisch verbindbar ist, weiterhin umfassend ein 3/2-Wegeventil
zum Einspritzen von Kraftstoff in den Brennraum (14), welches einen Ventilkolben (34)
aufweist, der zwischen einer Ruhestellung und einer Einspritzstellung axial hin- und
her bewegbarer ist, und der über eine an einen Kopplerraum (49) angrenzende erste
Endfläche (50) hydraulisch mit einem Piezoaktor (43) gekoppelt und aktivicrbar ist,
wobei das 3/2-Wegeventil als Ventilglied ein Kugelelement (35) umfasst, das mit einer
zweiten Endfläche (51) des Ventilkolbens (34) in Verbindung steht dadurch gekennzeichnet, dass das Kugelelement (35) in der Ruhestellung gegen eine erste Dichtkante (36) und in
der Einspritzstellung gegen eine zweite Dichtkante (37) bewegbar ist, wobei zum druckausgeglichenen
Schalten die erste Endfläche (50) des Ventilkolbens (34) und diejenige hierzu gegenüberliegend
angeordnete Teilfläche an dem Kugelelement (35), welche durch die zweite Dichtkante
(37) begrenzt ist, in etwa gleich große wirksame Flächen aufweisen, an denen der von
der Kraftstoffhochdruckquelle (2) ausgehende Druck anliegt.
2. Kraftstoffinjektor (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser des Ventilkolbens (34) und der Durchmesser an der ersten Dichtkante
(36) ein Verhältnis aufweisen, welches ein Andrücken des Kugelelementes (35) in der
Ruhestellung mit geringer Kontaktkraft gegen die erste Dichtkante (36) ermöglicht.
3. Kraftstoffinjektor (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Kugelelement (35) im Ventilsteuerraum (30) aufgenommen ist, wobei die Dichtkanten
(36, 37) in der Kontur des Ventilsteuerraumes (30) ausgebildet sind.
4. Kraftstoffinjcktor (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das Kugelelement (35) im Ventilsteuerraum (30) ungeführt aufgenommen ist, und durch
den jeweiligen Sitz in den Dichtkanten (36, 37) dichtend zentrierbar ist.
5. Kraftstoffinjektor (1) nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilsteuerraum (30) eine radialsymmetrische Innenkontur aufweist, sodass das
Kugelelement (35) gegen die Dichtkanten (36, 37) einen jeweils ringförmigen Dichtkontakt
bildet.
6. Kraftstoffinjektor (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilsteuerraum (30) mit dem Druck aus der Kraftstoffhochdruckquelle (2) beaufschlagt
ist, wenn das Kugelelement (35) in der Ruhestellung gegen die erste Dichtkante (36)
abdichtet, wohingegen der Ventilsteuerraum (30) über einen Rücklaufkanal (38) druckentlastbar
ist, wenn das Kugelelement (35) in der Einspritzstellung gegen die zweite Dichtkante
(37) abdichtet.
7. Kraftstoffinjektor (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser des Ventilkolbens (34) kleiner ist als der Durchmesser der ersten
Dichtkante (36) und/oder der Durchmesser der zweiten Dichtkante (37) kleiner ist als
der Durchmesser des Ventilkolbens (34).
8. Kraftstoffinjektor (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Kugelelement (30) aus einem metallischen oder keramischen Werkstoff besteht und/oder
als Standardwälzlagerkörper ausgebildet ist.
9. Kraftstoffinjektor (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die geometrische Gestalt des Ventilkolbens (34) nach Art eines zylinderförmigen Grundkörpers
ausgebildet ist.
10. Kraftstoffinjektor (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass dieser einen mit dem Druck der Kraftstoffhochdruckquelle (2) beaufschlagten hydraulischen
Kopplungsraum (49) umfasst, über den der Piezoaktor (43) hydraulisch mit der ersten
Endfläche (50) des Ventilkolbens (34) gekoppelt ist.
1. Fuel injector (1) for injecting fuel into a combustion chamber (14) of an internal
combustion engine, comprising an injector housing (6, 7, 31, 32, 39, 40) which has
a fuel supply line (3, 4) from a fuel high-pressure source (2) and which can be fluidically
connected to a pressure chamber (15), also comprising a 3/2 directional valve for
injecting fuel into the combustion chamber (14), which 3/2 directional valve has a
valve piston (34) which can be moved axially back and forth between a rest position
and an injection position and which, by means of a first end surface (50) adjoining
a coupler chamber (49), is hydraulically coupled to and can be activated by a piezoelectric
actuator (43), with the 3/2 directional valve comprising as a valve member a ball
element (35) which is connected to a second end surface (51) of the valve piston (34),
characterized in that the ball element (35) can be moved against a first sealing edge (36) in the rest
position and against a second sealing edge (37) in the injection position, wherein
for pressure-balanced switching, the first end surface (50) of the valve piston (34)
and that partial surface on the ball element (35) which is arranged opposite said
end surface (50) and which is delimited by the second sealing edge (37) have approximately
equal-sized effective areas acted on by the pressure from the fuel high-pressure source
(2).
2. Fuel injector (1) according to Claim 1, characterized in that the diameter of the valve piston (34) and the diameter at the first sealing edge
(36) have a ratio which enables the ball element (35) to be pressed against the first
sealing edge (36) with a low contact force in the rest position.
3. Fuel injector (1) according to Claim 1, characterized in that the ball element (35) is held in the valve control chamber (30), with the sealing
edges (36, 37) being formed in the contour of the valve control chamber (30).
4. Fuel injector (1) according to Claim 3, characterized in that the ball element (35) is held without guidance in the valve control chamber (30)
and can be sealingly centred in the sealing edges (36, 37) by the respective seat.
5. Fuel injector (1) according to Claim 1 to 4, characterized in that the valve control chamber (30) has a radially symmetrical inner contour, such that
the ball element (35) forms in each case an annular sealing contact against the sealing
edges (36, 37).
6. Fuel injector (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that the valve control chamber (30) is acted on with the pressure from the high-pressure
fuel source (2) when the ball element (35) seals against the first sealing edge (36)
in the rest position, whereas the valve control chamber (30) can be relieved of pressure
via a return duct (38) when the ball element (35) seals against the second sealing
edge (37) in the injection position.
7. Fuel injector (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that the diameter of the valve piston (34) is smaller than the diameter of the first sealing
edge (36) and/or the diameter of the second sealing edge (37) is smaller than the
diameter of the valve piston (34).
8. Fuel injector (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that the ball element (30) is composed of a metallic or ceramic material and/or is formed
as a standard rolling bearing body.
9. Fuel injector (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that the geometric design of the valve piston (34) takes the form of a cylindrical basic
body.
10. Fuel injector (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that said fuel injector comprises a hydraulic coupling chamber (49) which is acted on
with the pressure in the fuel high-pressure source (2) and by means of which the piezoelectric
actuator (43) is hydraulically coupled to the first end surface (50) of the valve
piston (34).
1. Injecteur de carburant (1) pour l'injection de carburant dans une chambre de combustion
(14) d'un moteur à combustion interne, comprenant un boîtier d'injecteur (6, 7, 31,
32, 39, 40) qui présente une conduite d'alimentation en carburant (3, 4) depuis une
source de carburant haute pression (2) et qui peut être connecté fluidiquement à un
espace de pression (15), comprenant en outre une soupape à 3/2 voies pour l'injection
de carburant dans la chambre de combustion (14), laquelle présente un piston de soupape
(34) qui peut être déplacé axialement en alternance entre une position de repos et
une position d'injection, et qui est accouplé hydrauliquement à un actionneur piézoélectrique
(43) par le biais d'une première surface d'extrémité (50) adjacente à un espace d'accouplement
(49) et peut être activé, la soupape à 3/2 voies comprenant en tant qu'organe de soupape
un élément en forme de bille (35) qui est en liaison avec une deuxième surface d'extrémité
(51) du piston de soupape (34), caractérisé en ce que l'élément en forme de bille (35) peut être déplacé dans la position de repos contre
une première arête d'étanchéité (36) et dans la position d'injection contre une deuxième
arête d'étanchéité (37), et pour assurer une commutation avec compensation de la pression,
la première surface d'extrémité (50) du piston de soupape (34) et la surface partielle
disposée en face de celle-ci contre l'élément en forme de bille (35), qui est limitée
par la deuxième arête d'étanchéité (37), présentant approximativement des surfaces
actives de même taille, sur lesquelles s'applique la pression provenant de la source
de carburant haute pression (2).
2. Injecteur de carburant (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le diamètre du piston de soupape (34) et le diamètre au niveau de la première arête
d'étanchéité (36) présentent un rapport qui permet de presser l'élément en forme de
bille (35) dans la position de repos avec une faible force de contact contre la première
arête d'étanchéité (36).
3. Injecteur de carburant (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément en forme de bille (35) est reçu dans l'espace de commande de soupape (30),
les arêtes d'étanchéité (36, 37) étant réalisées dans le contour de l'espace de commande
de soupape (30).
4. Injecteur de carburant (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément en forme de bille (35) est reçu sans guidage dans l'espace de commande
de soupape (30), et peut être centré de manière hermétique par le siège respectif
dans les arêtes d'étanchéité (36, 37).
5. Injecteur de carburant (1) selon les revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'espace de commande de soupape (30) présente un contour interne à symétrie radiale,
de sorte que l'élément en forme de bille (35) forme contre les arêtes d'étanchéité
(36, 37) un contact d'étanchéité annulaire respectif.
6. Injecteur de carburant (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'espace de commande de soupape (30) est sollicité par la pression de la source de
carburant haute pression (2), quand l'élément en forme de bille (35) réalise l'étanchéité
dans la position de repos contre la première arête d'étanchéité (36), tandis que l'espace
de commande de soupape (30) peut être détendu en pression par le biais d'un canal
de reflux (38), quand l'élément en forme de bille (35) réalise l'étanchéité dans la
position d'injection contre la deuxième arête d'étanchéité (37).
7. Injecteur de carburant (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le diamètre du piston de soupape (34) est inférieur au diamètre de la première arête
d'étanchéité (36) et/ou le diamètre de la deuxième arête d'étanchéité (37) est inférieur
au diamètre du piston de soupape (34).
8. Injecteur de carburant (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément en forme de bille (35) se compose d'un matériau métallique ou céramique
et/ou est réalisé sous forme de corps de palier à roulement standard.
9. Injecteur de carburant (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la forme géométrique du piston de soupape (34) est réalisée sous forme de corps de
base cylindrique.
10. Injecteur de carburant (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que celui-ci comprend un espace d'accouplement (49) hydraulique sollicité par la pression
de la source de carburant haute pression (2), par le biais duquel l'actionneur piézoélectrique
(43) est accouplé hydrauliquement à la première surface d'extrémité (50) du piston
de soupape (34).