Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Außenverkleidung von Bauwerken, insbesondere Fassade,
mit einer Platte zum Anordnen im Außenbereich des Bauwers, insbesondere Fassadenplatte,
mit einem flächigen Grundkörper, der zumindest teilweise aus Holz oder einem Holzwerkstoff
besteht, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Fassadenplatten oder sonstige Außenverkleidungen von Gebäuden werden traditionell
auch aus Holz oder Holzwerkstoffen hergestellt. Dabei besteht das Problem, dass Hölzer
bzw. Holzwerkstoffe bei Bewitterung durch Regen, Wind, Sonne etc. nur eine begrenzte
Lebensdauer besitzen und vergleichsweise schnell unansehnlich werden.
[0003] Daher ist es üblich, die Platten mit einer witterungsbeständigen Beschichtung zu
versehen. Dies führt jedoch nicht nur zu einem erheblichen Bearbeitungsaufwand, sondern
hat sich auch an manchen Stellen der Platten als unzureichend erwiesen. Insbesondere
an Stellen, an denen die Platten eine offenporige Struktur besitzen, wie an den Schnittkanten
von Span- oder Faserplatten, kann eine Beschichtung nicht dieselbe Schutzwirkung entfalten
wie an deren Breitflächen, die eine vergleichsweise geschlossene Struktur aufweisen.
Daher sind an den Schnittkanten oft zusätzliche Maßnahmen erforderlich, was zu einer
aufwändigen Herstellung führt.
[0004] Darüber hinaus besteht auch das Bedürfnis, holzbasierte Außenverkleidungen hinsichtlich
Brandschutz, Pilzbefall und weiterer Eigenschaften zu verbessern.
Darstellung der Erfindung
[0006] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Außenverkleidung von Bauwerken, insbesondere
Fassaden, mit einer Platte der eingangs genannten Art zum Anordnen im Außenbereich
des Bauwerks bereitzustellen, die bei einfacher Herstellung eine hohe Dauerhaftigkeit
besitzt.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Außenverkleidung von Bauwerken, insbesondere Fassaden,
mit einer Platte nach Anspruch 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung nach Anspruch
7 gelöst. Besonders bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0008] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, beim Auftrennen der Platten bereits integral
eine Konservierung der Trennkanten (Schnittkanten) gegenüber Umwelteinflüssen zu erzeugen.
Vor diesem Hintergrund ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass bei einer gattungsgemäßen
Platte der Grundkörper vom Ausgangsmaterial mittels Laserschnitt abgetrennt worden
ist und dadurch die mindestens eine Trennkante zumindest abschnittsweise eine verkohlte
Oberfläche aufweist. Unter einer verkohlten Oberfläche ist dabei eine Oberfläche zu
verstehen, wie sie bei Bearbeitung des jeweiligen Werkstoffs mittels eines Lasers
entsteht.
[0009] Da die Trennkante im Oberflächenbereich mit einer verkohlten Schicht ausgebildet
wird, ist anstelle der offenporigen Struktur einer gesägten Trennkante ein zumindest
teilweise geschlossenes Gefüge vorhanden. Hierdurch erhält die Trennkante simultan
mit deren Herstellung eine integrale Schutzschicht, die diese wirksam und dauerhaft
vor Umwelteinflüssen schützt. Darüber hinaus erhält man eine einfache Herstellung
der Platte mit wenigen Verfahrenschritten. Nicht zuletzt ermöglicht die Erstellung
der Trennkante mittels Laserschnitt einen sehr hohen Freiheitsgrad der geometrischen
Ausgestaltung der Platte. So lassen sich nicht nur rechteckige, sondern auch runde,
sternförmige oder sonstige, beliebig geformte Platten problemlos herstellen, was mit
herkömmlichen Sägen nicht oder nur mit hohem Aufwand möglich ist.
[0010] Vor diesem Hintergrund ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass
der Grundkörper senkrecht zu seiner flächigen Erstreckung mindestens eine Durchgangsöffnung
aufweist, die durch eine Innentrennkante begrenzt ist, welche mittels Laserschnitt
hergestellt wurde und dadaurch zumindest abschnittsweise eine verkohlte Oberfläche
aufweist. Auf diese Weise kann die erfindungsgemäße Platte beispielsweise mit Montageöffnungen
oder Lichteinfallöffnungen versehen werden, ohne dass hierdurch die Dauerhaftigkeit
der Platte beeinträchtigt oder das Herstellungsverfahren aufwändiger gemacht wird.
[0011] Dabei ist es besonders bevorzugt, dass der Grundkörper eine Mehrzahl von Durchgangsöffnungen
aufweist, wobei die Durchgangsöffnungen eine Fläche von mindestens 10%, bevorzugt
mindestens 20%, besonders bevorzugt mindestens 30% der Fläche des Grundkörpers in
der Ebene seiner flächigen Erstreckung einnehmen. Auf diese Weise lassen sich durch
die erfindungsgemäße Platte vielfältige optische und architektonische Effekte erzielen,
beispielsweise indem die Platte mit einer Mehrzahl beliebig ausgeformter und angeordneter
Lichteinfallsöffnungen versehen wird. Dabei ist erneut zu beachten, dass die Dauerhaftigkeit
der Platte durch das Vorsehen der Durchgangsöffnungen nicht beeinträchtigt wird und
sich die Durchgangsöffnungen auf einfache Weise einbringen lassen.
[0012] Um bei der erfindungsgemäßen Platte die Dauerhaftigkeit und Witterungsbeständigkeit
weiter zu erhöhen und ein gleichmäßiges und ansprechendes Erscheinungsbild zu ermöglichen,
ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass die mindestens eine Trennkante
und/oder die mindestens eine Innentrennkante mindestens eine Deckschicht aufweist.
Dabei ist es besonders bevorzugt, dass die mindestens eine Deckschicht gleichartig
zu der mindestens einen flächigen Deckschicht ausgeführt ist, um die zuvor genannten
Vorteile besonders ausgeprägt zu realisieren.
[0013] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist ferner vorgesehen, dass der Grundkörper
ein Brandschutzmittel aufweist, und/oder dass die mindestens eine Deckschicht ein
Flammschutzmittel aufweist. Hierdurch ergibt sich - in Kombination mit der erfindungsgemäßen,
verkohlten Ausbildung der mindestens einen Trennkante - eine völlig neuartige Platte
für den Außenbereich von Gebäuden, die auch hohe Anforderungen an Brandsicherheit
erfüllen kann.
[0014] Art und Ausgestaltung des Grundkörpers der erfindungsgemäßen Platte sind im Rahmen
der Erfindung nicht besonders beschränkt. Allerdings hat es sich im Hinblick auf eine
gute Dauerhaftigkeit, gute Verarbeitbarkeit mittels Lasers sowie gute mechanische
Eigenschaften als vorteilhaft erwiesen, dass der Grundkörper durch eine Flachpressplatte
(beispielsweise definiert nach EN 312) gebildet ist. Dabei hat es sich insbesondere
im Hinblick auf den Einsatz eines Lasers als vorteilhaft erwiesen, dass die Flachpressplatte
als Bindemittel Polyurethan und/oder PMDI enthält.
[0015] Gemäß einer weiteren Zielrichtung stellt die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen
der oben beschriebenen Außenverkleidung von Bauwerken nach Anspruch 7 bereit. Dieses
Verfahren ist durch den Einsatz eines Lasers zum Erstellen der mindestens einen Trennkante
an dem flächigen Grundkörper gekennzeichnet, sodass sich die oben diskutierten Vorteile
erzielen lassen.
[0016] Um bei diesem Verfahren einen optimalen Verkohlungsgrad der Trennkante zu erreichen,
welcher eine hohe Witterungsbeständigkeit sicherstellt, ohne die Trennkante zu stark
zu zerstören oder optisch unansehnlich zu machen, ist gemäß einer Weiterbildung des
erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen, dass der Laser mit einer Leistungsaufnahme
im Bereich von 2.000 W bis 5.0000 W, bevorzugt im Bereich von 3.000 W bis 4.000 W
betrieben wird.
[0017] Die Art und die Betriebsweise des Lasers sind im Rahmen der Erfindung nicht besonders
beschränkt. Allerdings hat es sich zur Erzielung und Ausbildung der oberflächlichen
Verkohlung der Trennkante als vorteilhaft und besonders wirksam erwiesen, dass der
Laserschnitt durch Laserstrahlsublimierschneiden ausgeführt wird.
[0018] Ferner ist es im Rahmen der Erfindung besonders bevorzugt, dass der Laserschnitt
ohne vorheriges Einstechen ausgeführt wird, da sich hierdurch besonders gleichmäßige
Eigenschaften, insbesondere ein besonders gleichmäßiger Verkohlungsgrad, der Trennkante
ergibt.
[0019] In ähnlicher Weise haben die Erfinder festgestellt, dass sich durch eine besonders
gleichmäßige und dauerhafte Verkohlung der Trennkante ergibt, wenn der Laserschnitt
mit einer Vorschubgeschwindigkeit im Bereich von 4 bis 8 m/min, bevorzugt im Bereich
von 5 bis 7 m/min ausgeführt wird.
[0020] Wie bereits oben stehend ausgeführt, eignet sich die erfindungsgemäße Außenverkleidung
bzw. die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Außenverkleidung besonders
gut als Fassade, und zwar aufgrund ihrer ausgezeichneten Dauerhaftigkeit und Widerstandsfähigkeit,
auch gegenüber Brand- und Pilzbefall, sowie ihres ansprechenden Erscheinungsbildes.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0021]
- Fig. 1
- zeigt schematisch eine Perspektivansicht einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Platte;
- Fig. 2
- zeigt schematisch eine Schnittansicht der in Fig. 1 gezeigten Platte, wobei der Schnitt
entlang der Linie II-II in Fig. 1 geführt ist;
- Fig. 3
- zeigt schematisch eine Teilansicht einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Platte.
Ausführliche Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
[0022] Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend ausführlich
unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben.
[0023] Eine Platte 1 gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in
Fig. 1 und Fig. 2 schematisch in einer Perspektivansicht bzw. einer Schnittansicht
gezeigt. Bei der hier gezeigten Platte 1 handelt es sich um eine Fassadenplatte, obgleich
die vorliegende Erfindung nicht hierauf beschränkt ist und die Platte auch zu anderen
Zwecken im Außenbereich von Bauwerken angeordnet werden kann, beispielsweise zu Dekorationszwecken.
Dabei ist zu beachten, dass die Platte 1 im Rahmen der Erfindung vielfältige geometrische
Formen einnehmen kann, beispielsweise auch sternförmig, herzförmig oder dergleichen.
[0024] Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Platte 1 nicht notwendigerweise auf einer
bestehenden Wand angeordnet werden muss, sondern auch selbst zumindest teilweise eine
Außenwand eines Gebäudes definieren kann.
[0025] Die Platte 1 besitzt zunächst einen flächigen Grundkörper 2, der in der vorliegenden
Ausführungsform durch eine Flachpressplatte nach EN 312 gebildet ist, wobei die Platte
als Bindemittel in der vorliegenden Ausführungsform Polyurethan enthält. Alternativ
oder zusätzlich ist es jedoch ebenso möglich, andere Bindemittel einzusetzen, wie
insbesondere PMDI. Darüber hinaus enthält der Grundkörper 2 ein Brandschutzmittel,
und zwar in der vorliegenden Ausführungsform ein Brandschutzmittel vom Typ "Fire Fighting
Composition" der Fa. Cosmetische & Chemische Produkte GmbH, 04539 Groitzsch, in einer
Konzentration von 0,3 Gewichts-%.
[0026] Der Grundkörper 2 ist in der vorliegenden Ausführungsform durch vier Trennkanten
4 begrenzt, wobei jede Trennkante 4 eine verkohlte Oberflächenschicht aufweist, die
durch eine Laserbehandlung erzeugt worden ist, wie untenstehend noch näher erläutert
wird.
[0027] Die Breitfläche des Grundkörpers 2 (die in Fig. 2 nach oben gewandte Oberfläche des
Grundkörpers 2) ist mit einer flächigen Deckschicht 6 versehen, um den Grundkörper
2 gegenüber Witterungseinflüssen zu schützen. Obgleich die Deckschicht 6 durch unterschiedlichste
Materialien gebildet werden kann, ist diese in der vorliegenden Ausführungsform durch
einen Primer gebildet, auf dessen Oberfläche dann eine Farbe, beispielsweise vom Typ
Perlcolor der Böhme AG, CH-3097 Liebefeld aufgebracht wurde. Dabei wurde dem Lack
ein Flammschutzmittel zugefügt, und zwar in der vorliegenden Ausführungsform ein Brandschutzmittel
vom Typ "Fire Fighting Composition" der Fa. Cosmetische & Chemische Produkte GmbH,
04539 Groitzsch, in einer Konzentration von 0,3 Gewichts-%.
[0028] Die der mit der flächigen Deckschicht 6 beschichteten Oberfläche gegenüberliegende
Oberfläche des Grundkörpers 2 kann zwar ebenfalls mit einer derartigen flächigen Deckschicht
versehen sein, ist in der vorliegenden Ausführungsform jedoch lediglich hydrophobiert,
da sie meist geringeren Witterungseinflüssen ausgesetzt ist.
[0029] Wie in Fig. 2 am besten zu erkennen ist, weist der Grundkörper 2 senkrecht zu seiner
flächigen Erstreckung mehrere Durchgangsöffnungen 8 auf, die durch eine Innentrennkante
10 begrenzt sind, wobei auch diese Innentrennkante eine verkohlte Oberflächenschicht
aufweist. Auch diese verkohlte Oberflächenschicht ist durch eine Laserbearbeitung
gebildet, wie untenstehend noch näher ausgeführt wird. Die Durchgangsöffnungen 8 können
in der vorliegenden Ausführungsform beispielsweise als Montageöffnungen zum Hindurchführen
von Schrauben oder Dübeln verwendet werden, wobei durch die verkohlte Oberflächenschicht
sichergestellt wird, dass auch an diesen Stellen keine vorzeitige Bestätigung der
Platte 1 durch Witterungseinflüsse auftritt.
[0030] Wie ebenfalls in Fig. 2 am besten zu erkennen ist, sind sowohl die Trennkanten 4
als auch die Innentrennkanten 10 jeweils mit einer Deckschicht 12 versehen, die in
der vorliegenden Ausführungsform gleichartig zu der oben beschriebenen flächigen Deckschicht
ausgeführt ist. Auf diese Weise ergibt sich nicht nur ein ansprechendes Erscheinungsbild,
sondern auch eine ausgezeichnete Dauerhaftigkeit und ein gutes Brandverhalten der
erfindungsgemäßen Platte 1.
[0031] Die Herstellung der erfindungsgemäßen Platte 1 vollzieht sich beispielsweise wie
folgt. Zunächst wird der flächige Grundkörper 2 von einem entsprechenden Ausgangsmaterial
(hier Flachpressplatte mit Brandschutzmittel) abgetrennt, und zwar indem ein Laserschnitt
entlang der Trennkanten 4 geführt wird. Dabei ist der Laserstrahl selbstverständlich
im Wesentlichen parallel zu der jeweiligen Trennkante 4 gerichtet. In der vorliegenden
Ausführungsform kommt ein Laser zum Einsatz, der mit einer Leistungsaufnahme von 3.500
W betrieben wird und den Laserschnitt durch Laserstrahlsublimierschneiden ohne vorheriges
Einstechen ausführt.
[0032] Während der Erstellung des Laserschnitts wird der Laser kontinuierlich entlang der
jeweiligen Trennkante 4 bewegt, und zwar bei der vorliegenden Ausführungsform mit
einer Vorschubgeschwindigkeit von etwa 6 m/min. Durch die Laserbehandlung wird nicht
nur ein Trennschnitt ausgeführt, sondern es wird gleichzeitig eine verkohlte Oberflächenschicht
an der jeweiligen Trennkante 4 gebildet. Zusätzlich ist es jedoch ebenso möglich,
eine weiterführende Laserbehandlung auszuführen, um den Verkohlungsgrad der Oberflächenschicht
noch weiter zu erhöhen.
[0033] In ähnlicher Weise werden die Durchgangsöffnungen 8 in den flächigen Grundkörper
2 eingebracht, und zwar entweder vor oder nach Erstellung der Trennkanten 4.
[0034] Anschließend wird der Grundkörper 2 mit einer flächigen Deckschicht 6, 12 versehen,
und zwar auf der in Fig. 2 nach oben gerichteten Breitfläche sowie im Bereich der
Trennkanten 4 sowie der Durchgangsöffnungen 8. auf diese Weise erhält man die in Fig.
1 und Fig. 2 gezeigte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Platte.
[0035] Eine Platte 1 als zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in Fig. 3
schematisch in einer Teilansicht gezeigt. Die in Fig. 3 gezeigte Platte 1 zeichnet
sich dadurch aus, dass sie eine Vielzahl von Durchgangsöffnungen 8 aufweist, die in
der vorliegenden Ausführungsform mit unterschiedlichsten Geometrien und großflächig
in den Grundkörper 2 eingebracht sind. Die Herstellung und Beschichtung der Durchgangsöffnungen
8 entspricht denjenigen in der ersten Ausführungsform.
[0036] Allerdings sind die Durchgangsöffnungen 8 in der vorliegenden, zweiten Ausführungsform
großflächig vorgesehen, sodass in der vorliegenden Ausführungsform ca. 40% der Fläche
des Grundkörpers 2 in der Ebene seiner flächigen Erstreckung durch die Durchgangsöffnungen
eingenommen sind. Hierdurch lassen sich völlig neuartige optische und architektonische
Effekte erzielen, beispielsweise ein neuartiges Spiel von Licht und Schatten, ohne
dass die Dauerhaftigkeit und bautechnische Sicherheit der Platte hierdurch beeinträchtigt
werden.
1. Außenverkleidung von Bauwerken, insbesondere Fassaden, mit einer Platte (1) zum Anordnen
im Außenbereich des Bauwerks, insbesondere Fassadenplatte, mit
einem flächigen Grundkörper (2), der zumindest teilweise aus Holz oder einem Holzwerkstoff,
insbesondere einem Holzfaserwerkstoff, besteht, wobei der Grundkörper (2) mindestens
eine Trennkante (4) aufweist, entlang derer er von einem Ausgangsmaterial abgetrennt
worden ist, und
mindestens einer flächigen Deckschicht (6), die auf mindestens einer Oberfläche des
Grundkörpers (2) vorgesehen ist, um den Grundkörper (2) gegenüber Witterungseinflüssen
zu schützen, dadurch gekennzeichnet, dass
der Grundkörper vom Ausgangsmaterial mittels Laserschnitt abgetrennt worden ist und
dadurch die mindestens eine Trennkante (4) zumindest abschnittsweise eine verkohlte Oberfläche
aufweist.
2. Außenverkleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) senkrecht zu seiner flächigen Ersteckung mindestens eine Durchgangsöffnung
(8) aufweist, die durch eine Innentrennkante (10) begrenzt ist, welche mittels Laserschnitt
hergestellt wurde und dadurch zumindest abschnittsweise eine verkohlte Oberfläche
aufweist.
3. Außenverkleidung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper eine Mehrzahl von Durchgangsöffnungen (8) aufweist, wobei die Durchgangsöffnungen
(8) eine Fläche von mindestens 10 %, bevorzugt mindestens 20%, besonders bevorzugt
mindestens 30% der Fläche des Grundkörpers (2) in der Ebene seiner flächigen Erstreckung
einnehmen.
4. Außenverkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Trennkante (4) und/oder die mindestens eine Innentrennkante (10)
mindestens eine Deckschicht (12) aufweist, die bevorzugt gleichartig zu der mindestens
einen flächigen Deckschicht (6) ausgeführt ist.
5. Außenverkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) ein Brandschutzmittel aufweist, und/oder dass die mindestens
eine Deckschicht (6, 12) ein Flammschutzmittel aufweist.
6. Außenverkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) durch eine Flachpressplatte gebildet ist, die bevorzugt als Bindemittel
Polyurethan und/oder PMDI enthält.
7. Verfahren zum Herstellen einer Außenverkleidung von Bauwerken, insbesondere Fassade,
mit den Schritten:
Abtrennen eines flächigen Grundkörpers (2) von einem Ausgangsmaterial, das zumindest
teilweise aus Holz oder einem Holzwerkstoff, insbesondere einem Holzfaserwerkstoff,
besteht, entlang mindestens einer Trennkante (4),
Aufbringen mindestens einer flächigen Deckschicht (6, 12) auf mindestens einer Oberfläche
des Grundkörpers, um den Grundkörper (2) gegenüber Witterungseinflüssen zu schützen,
und
Anordnen des Grundkörpers (2) im Außenbereich eines Bauwerks dadurch gekennzeichnet, dass
das Abtrennen mittels Laserschnitt erfolgt, wodurch die Trennkante zumindest abschnittsweise
eine verkohlte Oberfläche aufweist.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Laser mit einer Leistungsaufnahme im Bereich von 2000 W bis 5000 W, bevorzugt
im Bereich von 3000 W bis 4000 W betrieben wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Laserschnitt durch Laserstrahlsublimierschneiden ausgeführt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Laserschnitt ohne vorheriges Einstechen ausgeführt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Laserschnitt mit einer Vorschubgeschwindigkeit im Bereich von 4 bis 8 m/min,
bevorzugt im Bereich von 5 bis 7 m/min ausgeführt wird.
1. External cladding for buildings, in particular façades, with a panel (1) for arranging
in the external region of the building, in particular façade panel, having
a flat base body (2) which is at least partially made of wood or a derived timber
product, in particular a wood fibre material, wherein the base body (2) has at least
one cut edge (4) along which it has been cut off from a raw material, and
at least one flat top layer (6) which is provided on at least one surface of the base
body (2) to protect the base body (2) from weathering effects, characterised in that
the base body has been cut off from the raw material by laser cutting and as a result
the at least one cut edge (4) in at least one section has a charred surface.
2. External cladding according to claim 1, characterised in that the base body (2) has, perpendicularly to its two-dimensional extent, at least one
through-opening (8) which is defined by an inner cut edge (10) which was made by laser
cutting and as a result in at least one section has a charred surface.
3. External cladding according to claim 2, characterised in that the base body has a plurality of through-openings (8), wherein the through-openings
(8) take up an area of at least 10%, preferably at least 20%, particularly preferably
at least 30% of the area of the base body (2) in the plane of its two-dimensional
extent.
4. External cladding according to any of the preceding claims, characterised in that the at least one cut edge (4) and/or the at least one inner cut edge (10) has at
least one top layer (12) which is preferably made identically with the at least one
flat top layer (6).
5. External cladding according to any of the preceding claims, characterised in that the base body (2) has a flame retardant, and/or in that the at least one top layer (6, 12) has a flame retardant.
6. External cladding according to any of the preceding claims, characterised in that the base body (2) is formed by a flat compressed board which preferably contains
polyurethane and/or PMDI as the binder.
7. Method for the manufacture of an external cladding for buildings, in particular façades,
having the steps of:
cutting off a flat base body (2) from a raw material which is at least partially made
of wood or a derived timber product, in particular a wood fibre material, along at
least one cut edge (4),
applying at least one flat top layer (6, 12) to at least one surface of the base body
to protect the base body (2) from weathering effects, and
arranging the base body (2) in the external region of a building, characterised in that
cutting off is effected by laser cutting, as a result of which the cut edge (4) in
at least one section has a charred surface.
8. Method according to claim 7, characterised in that the laser is operated with a power consumption within the range from 2000 W to 5000
W, preferably within the range from 3000 W to 4000 W.
9. Method according to claim 7 or 8, characterised in that laser cutting is carried out by laser beam sublimation cutting.
10. Method according to any of claims 7 to 9, characterised in that laser cutting is carried out without piercing beforehand.
11. Method according to any of claims 7 to 10, characterised in that laser cutting is carried out at a feed rate within the range from 4 to 8 m/min, preferably
within the range from 5 to 7 m/min.
1. Revêtement extérieur d'ouvrages, en particulier des façades, comportant un panneau
(1) à disposer dans la zone extérieure de l'ouvrage, en particulier un panneau de
façade, comportant
un corps de base (2) plan, qui est constitué au moins partiellement en bois ou dans
un matériau à base de bois, en particulier dans un matériau à fibres de bois, ledit
corps de base (2) comportant au moins un bord de séparation (4), le long duquel il
a été séparé du matériau initial, et
au moins une couche de recouvrement (6) plane, qui est prévue sur au moins une surface
du corps de base (2) pour protéger le corps de base (2) contre les intempéries,
caractérisé en ce que
le corps de base est séparé du matériau initial par une découpe laser et, de ce fait,
ledit au moins un bord de séparation (4) comporte, au moins par zones, une surface
carbonisée.
2. Revêtement extérieur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le corps de base (2) comporte, perpendiculairement à son extension plane, au moins
un orifice de passage (8) qui est délimité par un bord de séparation intérieur (10),
qui a été réalisé par une découpe laser et, de ce fait, comporte au moins par zones
une surface carbonisée.
3. Revêtement extérieur selon la revendication 2, caractérisé en ce que le corps de base comporte une pluralité d'orifices de passage (8), lesdits orifices
de passage (8) occupant une surface d'au moins 10 %, de préférence d'au moins 20 %,
encore mieux d'au moins 30 % de la surface du corps de base (2) dans le plan de son
extension plane.
4. Revêtement extérieur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que ledit au moins un bord de séparation (4) et/ou ledit au moins un bord de séparation
intérieur (10) comportent au moins une couche de recouvrement (12) qui, de préférence,
est réalisée de manière identique à ladite au moins une couche de recouvrement (6)
plane.
5. Revêtement extérieur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps de base (2) comporte un moyen de protection contre l'incendie, et/ou en ce que ladite au moins une couche de recouvrement (6, 12) comporte un moyen de protection
contre les flammes.
6. Revêtement extérieur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps de base (2) est formé par un panneau pressé à plat, qui contient, de préférence,
du polyuréthanne et/ou du PMDI en tant que liant.
7. Procédé permettant la réalisation d'un revêtement extérieur d'ouvrages, en particulier
de façades, comportant les étapes de :
séparation d'un corps de base (2) plan dans un matériau initial, qui est constitué
au moins partiellement en bois ou dans un matériau à base de bois ou dans un matériau
à fibres de bois, le long d'au moins un bord de séparation (4),
application d'au moins une couche de recouvrement (6, 12) plane sur au moins une surface
du corps de base pour protéger le corps de base (2) contre les intempéries, et
disposition du corps de base (2) dans la zone extérieure d'un ouvrage,
caractérisé en ce que
la séparation est effectuée au moyen d'une découpe laser, moyennant quoi le bord de
séparation comporte, au moins par zones, une surface carbonisée.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que le laser est utilisé avec une puissance absorbée dans la plage de 2000 W à 5000 W,
de préférence dans la plage de 3000 W à 4000 W.
9. Procédé selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que la découpe laser est réalisée par une découpe laser par sublimation.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que la découpe laser est effectuée sans perçage préalable.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 7 à 10, caractérisé en ce que la découpe laser est effectuée avec une vitesse d'avance dans la plage de 4 à 8 m/min,
de préférence dans la plage de 5 à 7 m/min.