[0001] Die vorliegenden Erfindung betrifft ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial
mit einem Substrat, optional einer auf das Substrat aufgebrachten pigmentierten Zwischenschicht
sowie einer Farbbildner und Farbakzeptoren enthaltenden wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht.
Die vorliegende Erfindung betrifft genauso die Verwendung des derart vorgeschlagenen
wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials als Ticket bzw. als Fahrschein.
[0002] Wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterialien der eingangs beschriebenen Art mit beispielsweise
einem Papierbogen, einem Synthesepapierbogen oder einer Kunststofffolie als Substrat
sind seit den frühen Jahren chemisch reagierender Aufzeichnungsmaterialien bekannt
und erfreuen sich einer ständig wachsenden Beliebtheit, was unter anderem darauf zurückzuführen
ist, dass ihre Verwendung insbesondere als Ticket für den Ticketausgebenden mit großen
Vorteilen verbunden ist. Weil die farbbildenden Komponenten bei dem wärmeempfindlichen
Aufzeichnungsverfahren in dem Aufzeichnungsmaterial selbst stecken, können die Toner-
und Farbkartuschen-freien Drucker, die in ihrer Funktion von niemandem mehr kontrolliert
werden brauchen, in großer Zahl aufgestellt werden. So hat sich diese innovative Technologie
insbesondere im öffentlichen Personenverkehr, bei Bussen und Bahnen genauso wie im
Flugverkehr, an Stadion- und Museumskassen sowie bei Parkausweisgebern durchgesetzt.
[0003] Mit dem Ziel, die wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien insbesondere in ihrer
Verwendung als Tickets hinsichtlich ihrer Resistenz gegenüber Umwelteinflüssen wie
Wärme und Feuchtigkeit zu verbessern, flossen immer wieder Neuerungen in die zugrunde
liegende Chemie und die Herstellungstechnik zur Erzeugung solcher Aufzeichnungsmaterialien
ein.
[0004] Zur Steigerung der Beständigkeiten ausgebildeter Thermoausdrucke gegenüber Wasser,
wässerigen Alkohollösungen und Weichmachern schlägt die
DE 10 2004 044 204A1 ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial vor, dessen wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht
übliche Farbstoffvorläufer sowie die Kombination eines phenolischen Farbentwickler
und eines Farbentwickler auf Hamstoff-Urethan-Basis aufweist.
[0005] Hamstoff-Urethanverbindungen als Entwickler, die zur Steigerung der Druckdichte ausgebildeter
Thermoausdrucke auch in Kombination allgemein mit Sulfonylhamstoff verwendet werden
können, sind aus der
EP 1116 713 A1genauso wie aus der
DE692 04 777 T2 bekannt, ohne dass diesen Schriften ein Hinweis auf die herausragende Wirkung des
N-(p-toluensulphonyl)-N'-3-(p-toluensulphonyl-Oxy-phenyl)-harnstoffs zu entnehmen
ist.
[0006] Gegenstand der
US2005/0148467A1 ist ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial, das zur Ausbildung eines irreversiblen
Druckbildes mindestens die Komponenten zweier farbbildender Systeme enthält, wobei
das eine System vom Chelat-Typ und das andere ein konventionelles Leuko-Farbstoff-System
ist. Für einen ersten Entwickler werden eine Vielzahl von Sulfonylharnstoffen, unter
anderem auch N-(p-toluensulphonyl)-N'-3-(p-toluensulphonyl-Oxy-phenyl)-harnstoff,
genannt, die in einer Ausführungsform in Kombination mit Harnstoff-Urethanverbindungen
als zweiten Entwickler kombiniert werden können.
[0007] Nachteilig an den Aufzeichnungsmaterialien entsprechend den oben diskutierten Schriften
ist insbesondere im ersten Fall eine zu geringe Weichmacherbeständigkeit, verbunden
mit sehr geringer Weiße des Aufzeichnungsmaterials, sowie die viel zu aufwändigen
Herstellungsprozesse, die den Gebrauch der Vorschläge im Alltag oft ausschließen.
[0008] Die vorliegende Erfindung hat deshalb die Aufgabe, ein insbesondere als Ticket und/oder
als Fahrschein geeignetes wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial zur Verfügung zu
stellen, das aufgrund hoher Absatzmengen in einem heftig umkämpften Markt zu geringen
Produktionskosten herstellbar sein muss und deshalb über einen einfachen Aufbau zu
verfügen hat. Insbesondere soll das neue Aufzeichnungsmaterial keiner zusätzlichen
Schutzschicht zur Abdeckung der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht bedürfen,
weil eine solche Schutzschicht zu kostenintensiv sowohl hinsichtlich der dafür notwendigen
Rohstoffe wie auch hinsichtlich der dafür notwendigen Maschinen und Prozessenergien
ist. Gleichzeitig soll das neue Aufzeichnungsmaterial jedoch eine ausgezeichnete Beständigkeit
gegenüber Ethanollösungen, Wasser und Weichmacher aufweisen. Auch werden an das neue
Aufzeichnungsmaterial Anforderungen hinsichtlich einer guten Bestempelbarkarkeit und
Entwertbarkeit gestellt, worunter im Sinne der dieser Erfindung zugrunde liegenden
Aufgabe zu verstehen ist, dass aufgestempelte Entwerterzeichen nach ca. 10 Sekunden
weder trocken noch genässt vollständig weggewischt werden können.
[0009] Die vorgegebene Aufgabe wird gelöst mit einem wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterial,
umfassend ein Substrat und eine Farbbildner und Farbakzeptoren enthaltende wärmeempfindliche
Aufzeichnungsschicht, wobei
■ die Farbbildner ausgesucht sind aus der Liste, umfassend: 3-diethylamino-6-methyl-7-Anilinofluoran,
3-dibutylamino-6-methyl-7-Anilinofluoran, 3-(N-methyl-N-propyl)amino-8-methyl-7-Anilinofluoran,
3-(N-ethyl-N-isoamyl)amino-6-methyl-7-Anilinofiluoran, 3-(N-methyl-N-cyclohexyl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran,
3-(N-ethyhN-tolyl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran und 3-(N-ethyl-N-tetrahydrofuryl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran,
■ die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht zwei Farbakzeptoren aufweist, das sind:
N-(p-toluensulphonyl)-N'-3-(p-toluensulphonyl-Oxy-phenyl)-harnstoff gemäß der folgenden
Formel (1):

sowie eine Harnstoff-Urethan-Verbindung gemäß der folgenden Formel (2):

■ wobei das auf Gew.-% in der warmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht bezogene Verhältnis
der beiden Farbakzeptoren N-(p-toluensulphonyl)-N'-3-(p-toluensulphonyl-Oxy-phenyl)-harnstoff
gemäß Formel (1) zu der Harnstoff-Urethan-Verbindung gemäß Formel (2) in einem Bereich
von 10 : 1 bis 1 : 1 liegt.
[0010] Die vorliegende Erfindung erstreckt sich im gleichen Maße auf die Verwendung eines
derart beschriebenen wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials als Ticket bzw als
Fahrschein.
[0011] Das wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterial it vorliegender Erfindung weist zur Kennzeichnung
seiner Empfindlichkeit gegenüber zugeführter Thermoenergie durch einen Thermodruckkopf
eine Druckdichte auf, die - ausgeführt mit einem Thermodruckkopf bei einer Auflösung
von 300 dpi und einer Energie pro Flächeneinheit von 9 mJ/mm
2 - bevorzugt in einem Bereich von 0,87 bis 1,07 ODU (=
Optical Density Units, gemäß DIN 16536-1, Ausgabe Mai 1997) und ganz besonders bevorzugt in einem Bereich von 0,91 bis 1,03 ODU liegt.
[0012] Zur messtechnischen Erfassung der Druckdichte wird ein schwarz/weiß kariert-gestalteter
Thermoprobeausdruck mit einem Gerät der Type Atlantek 400 der Firma Printrex (USA)
erstellt, wobei ein Thermokopf mit Auflösung von 300 dpi und einer Energie pro Flächeneinheit
von 9 mJ/mm
2 zum Einsatz kommt. Die Druckdichte selbst der schwarz gefärbten Flächen werden mit
dem Densitometer Gretag MacBeth TYPE D19C NB/U gemessen (Fa Gretag MacBeth, 8105 Regensdorf,
Schweiz), wobei für jeden Messwert die dynamischen Druckdichten an drei Stellen gemessen
und aus den drei Einzelwerten das arithmetische Mittel gebildet wird.
[0013] Das erfindungsgemäße wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterial weist bevorzugte Werte
für die prozentuale Beständigkeit eines Thermoprobeausdruckes auf
- in einem Bereich von 91,5% bis 96,5% und bevorzugt in einem Bereich von 92,5% bis
95,5% gegenüber einer 25%-tigen Ethanollösung,
- in einem Bereich von 95,5% bis 99,5% und bevorzugt in einem Bereich von 96,5% bis
99,0% gegenüber Wasser,
- in einem Beeich von 90,5% bis 95,5% und bevorzugt in einem Beeich von 91,5% bis 94,5%
gegenüber Weichmacher (TESA®-Grafik-Film 57331).
[0014] Auch für die messtechnischen Erfassung der prozentualen Beständigkeit eines Thermoprobeausdruckes
werden jeweils schwarz/weiß kariert-gestaltete Thermoprobeausdrucke mit einem Gerät
der Type Atlantek 400 der Firma Printrex (USA) erstellt, wobei ein Thermokopf mit
Auflösung von 300 dpi und einer Energie pro Flächeneinheit von 16 mJ/mm
2 zum Einsatz kommt. Für jede Einzelbestimmung der prozentualen Beständigkeit eines
Thermoprobeausdruckes gegenüber Ethanol oder Wasser wird zunächst bei einem Thermoprobeausdruck
an drei Stellen die dynamischen Druckdichte der schwarz gefärbten Flächen mit dem
Densitometer Gretag MacBeth TYPE D19C NB/U gemessen (Fa Gretag MacBeth, 8105 Regensdorf,
Schweiz). Anschließend erfolgt die jeweilige Behandlung des Thermoprobeausdrucks.
[0015] Diese Behandlung sieht im Falle der prozentualen Beständigkeit gegenüber einer 25%-tigen
Ethanollösung das Eintauchen des Thermoprobeausdruckes in ein Ethanolbad (25 Vol.-%
Lösung, 23° C) über 20 Minuten vor. Der Ausdruck wird anschließend mit Löschpapier
vorsichtig abgetupft und dann über 24 Stunden bei 23° und 50% Luftfeuchte ruhen lassen.
[0016] Im Falle der prozentualen Beständigkeit gegenüber Wasser wird der Thermoprobeausdruck
über 20 Minuten in ein Wasserbad (entionisiertes Wasser, 23° C) gelegt. Abtupfen und
ruhen lassen erfolgt anschließend wie bei der Ethanolbehandlung.
[0017] Nach dem Ruhen lassen erfolgt erneut die Bestimmung der dynamischen Druckdichte an
drei Stellen der schwarz gefärbten Flächen mit dem Densitometer Gretag MacBeth TYPE
D19C NB/U. Die jeweiligen Mittelwerte der Messungen vor/nach dem Bad in der Ethanollösung
bzw. in Wasser werden gebildet und der Mittelwert nach dem Bad prozentual bezogen
auf den Mittelwert vor dem Bad.
[0018] Für jede Einzelbestimmung der prozentualen Beständigkeit eines Thermoprobeausdruckes
gegenüber Weichmacher wird zunächst auf einen mittels Gerät der Type Atlantek 400
der Firma Printrex (USA) erstellten Thermoprobeausdruck ein ca. 10 cm langes Stück
TESA
®-Grafik-Film 57331 aufgeklebt. Anschließend wird unverzüglich an drei Stellen die
dynamischen Druckdichte der schwarz gefärbten Flächen mit dem Densitometer Gretag
MacBeth TYPE D19C NB/U gemessen. Der Ausdruck wird dann über 24 Stunden bei 23° und
50% Luftfeuchte ruhen lassen. Nach dem Ruhen lassen erfolgt erneut die Bestimmung
der dynamischen Druckdichte an drei Stellen der schwarz gefärbten Flächen mit dem
Densitometer Gretag MacBeth TYPE D19C NB/U. Die jeweiligen Mittelwerte der Messungen
vor/nach dem ruhen lassen werden gebildet und der Mittelwert nach dem ruhen lassen
bezogen auf den Mittelwert vor dem ruhen lassen.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform ist es möglich, dass die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht
mehr als einen Farbbildner aufweist, jeweils ausgesucht aus den oben in Absatz [0009]
aufgelisteten Farbbildnern. Das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmaterial kann jedoch
neben diesen als Fabbildner angegebenen Substanzen weiterhin auch eine oder mehrere
der folgenden, im nahen Infrarot-Bereich absorbierenden Verbindungen enthalten:
[0020] 3,6-Bis(dimethylamino)fluoren-9-spiro-3'-(6'-dimethylaminophthalid), 3-Diethylamino-6-dimethylaminofluoren-9-spiro-3'-(6'-dimethylaminophthalid),
3,6-Bis(diethylamino)-fluoren-9-spiro-3'-(6'-dimethylaminophthalid), 3-Dibutylamino-6-dimethylaminofluoren-9-spiro-3'-(6'-dimethylaminophthalid),
3-Dibutylamino-6-diethylaminofluoren-9-spiro-3'-(6'-dimethylaminophthalid), 3,6-Bis(dimethylamino)fluoren-9-spiro-3'-(6'-diethylamino-phthalid),
3-Diethylamino-6-dimethylaminofluoren-9-spiro-3'-(6'-diethylaminophthalid), 3-Dibutylamino-6-dimethylaminofluoren-9-spiro-3'-(6'-diethylaminophthalid),
3,6-Bis-(di-ethylamino)fluoren-9-spiro-3'-(6'-diethylaminophthalid), 3,6-Bis-(dimethylamino)-fluoren-9-spiro-3'-(6'-dibutylaminophthalid),
3-Dibutylamino-6-di-ethylaminofluoren-9-spiro-3'-(6'-diethylaminophthalid), 3-Diethylamino-6-dimethylaminofluoren-9-spiro-3'-(6'-dibutylaminophthalid),
3,3-Bis[2-(4-dimethylamino-phenyl)-2-(4-methoxyphenyl)-ethenyl]-4,5,6,7-tetrachlorophthalid.
[0021] In zahlreichen Versuchsreihen, die der vorliegenden Schrift zugrunde liegen, zeigte
sich, dass das auf Gew.-% in der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht bezogene
Verhältnis der beiden Farbakzeptoren N-(p-toluensuiphonyl)-N'-3-(p-toluensulphonyl-Oxy-phenyl)-hamstoff
gemäß Formel (1) zu der Harnstoff-Urethan-Verbindung gemäß Formel (2) zur Erzielung
bester Ergebnisse idealerweise in einem ganz besonders bevorzugten Bereich von 5 :
1 bis 2,5 : 1 liegt. Zur Erzielung gewünschter Weißegrade der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht
ist es notwendig, die Harnstoff-Urethan-Verbindungen gemäß Formel (2) vor ihrer Vermischung
mit dem anderen Farbakzeptor und/oder mit anderen Komponenten der wärmeempfindlichen
Aufzeichnungsschicht auf 60° C zu erwärmen und diese Wärmebehandlung 24 Stunden ununterbrochen
fortzusetzen.
[0022] Bezogen auf das Gesamtgewicht der Aufzeichnungsschicht, können die beiden Farbakzeptoren
der Formel (1) und der Formel (2) bis zu 35 Gew.-%, bevorzugt jedoch einen Anteil
in einem Bereich von 25 bis 30 Gew.-% der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht
ausmachen, Der Effekt, den die Mischung aus den beiden Farbakzeptoren in ihrer Gesamtheit
bewirkt, ist eine Kombination, die sich aus den Eigenheiten der beiden einzelnen Farbakzeptoren
ergibt: Während N-(p-toluensulphonyl)-N'-3-(p-toluensulphonyl-Oxy-phenyl)-harnstoff
gemäß Formel (1) als ein Farbakzeptor nach zahlreichen Einzel- und Kreuzversuchen
erkannt wurde, der eine hohe Empfindlichkeit der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht
auf Energieeinwirkung erwarten lässt, können Harnstoff-Urethan-Verbindungen gemäß
der Formel (2) eher als solche Farbakzeptoren beschrieben werden, bei denen das durch
Energieeinwirkung induzierte Druckbild eine hohe Stabilität gegenüber Fälschungsversuchen
und Umwelteinflüssen aufweist. Werden beide Farbakzeptoren in einem Mischungsverhältnis
in der Aufzeichnungsschicht eingesetzt, wie es von den Erfindern erkannt wurde, ist
das Ergebnis ein schnell ansprechendes wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial, das
zu wenig Hintergrundvergrauung neigt und ein gegenüber Umwelteinflüssen stabiles Wärme
induziertes Druckbild aufweist.
[0023] Die Aufzeichnungsschicht des erfindungsgemäßen wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials
kann zur Erhöhung der thermischen Ansprechempfindlichkeit bevorzugt auch Sensibilisatoren
mit einem Schmelzpunkt idealerweise von 60°C bis 180°C, besonders bevorzugt mit einem
Schmelzpunkt von 80°C bis 140°C, enthalten. Derartige Sensibilisatoren sind beispielsweise:
Benzyl-p-benzyloxy-benzoat, Stearamid, N-Methylolstearamid, p-Benzylbiphenyl, 1,2-Di(phenoxy)-ethan,
1,2-Di(m-methylphenoxy)ethan, m-Terphenyl, Dibenzyloxalat, Benzyl-naphthylether und
Diphenylsulfon, wobei Benzylnaphthylether, Diphenylsulfon, 1,2-Di(m-methylphenoxy)ethan
und 1,2-Di(phenoxy)-ethan als bevorzugt gelten.
[0024] Geeignete Bindemittel zur Einbindung in die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht
sind beispielsweise wasserlösliche Bindemittel wie Stärke, Hydroxyethylzellulose,
Methylzellulose, Carboxymethylzellulose, Gelatine, Kasein, Polyvinylalkohole, modifizierte
Polyvinylalkohole, Natriumpolyacrylate, Acrylamid-Acrylat-Copolymere, Acrylamid-Acrylat-Methacrylat-Terpolymere,
Alkalisalze von Styrol-Maleinsäure-anhydrid-Copolymeren oder Ethylen-Maleinsäureanhydrid-Copolymeren,
wobei die Bindemittel allein oder in Kombination untereinander eingesetzt werden können;
auch wasserunlösliche Latexbinder wie Styrol-Butadiene-Copolymere, Acrylnitril-Butadien-Copolymere
und Methyl-Acrylat-Butadien-Copolymere bieten sich als Bindemittel zur Einbindung
in die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht an. Im Sinne der vorliegenden Erfindung
gelten Polyvinylalkohol in Verbindung mit Acrylat-Copolymere als besonders bevorzugte
Bindemittel, die zusammen, bezogen auf das Gesamtgewicht der Aufzeichnungsschicht,
in einem Bereich von 12 bis 21 Gew.-% in die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht
eingebunden sind.
[0025] Zur Vermeidung des Klebens an einem Thermokopf und zur Vermeidung einer übermäßigen
Abnutzung des Thermokopfes kann die Beschichtungsmasse zur Ausbildung der wärmeempfindlichen
Aufzeichnungsschicht weiterhin Gleit- und Trennmittel enthalten wie Metallsalze höherer
Fettsäuren, zum Beispiel Zinkstearat, Kalziumstearat sowie Wachse, wie zum Beispiel
Paraffin, oxidiertes Paraffin, Polyethylen, Polyethylenoxid, Stearamide und Kastorwachs.
Weitere Bestandteile der Aufzeichnungsschicht sind beispielsweise Pigmente, bevorzugt
anorganische Pigmente wie beispielsweise Aluminium(hydr)oxid, Kieselsäure und Kalziumkarbonat,
wobei hier insbesondere Kalziumkarbonat, das bevorzugt in einer Menge von 10 bis 20
Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Aufzeichnungsschicht, in die Aufzeichnungsschicht
eingebunden sein soll, als bevorzugt gilt.
[0026] Zur Gewährleistung eines guten Kontrasts zwischen Schriftbild und unbeschrifteter
Aufzeichnungsschicht weist die Aufzeichnungsschicht bevorzugt eine Weiße in einem
Bereich von 79 bis 85 % bei Verwendung von Licht ohne UV-Anteil und eine Weiße in
einem Bereich von 87 bis 93 % bei Verwendung von Licht mit UV-Anteil, gemessen nach
ISO 2469 / ISO 2470, auf, wobei jedoch D65-Licht verwendet wird bei einem Betrachtungswinkel
von 8°.
[0027] Als Beschichtungsvorrichtung zum Auftrag der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht
bieten sich insbesondere Rollrakelstreichwerk, Messerstreichwerk, Vorhangbeschichter
oder Luftbürste an. Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform ist die zur Ausbildung
der Aufzeichnungsschicht genutzte Beschichtungsmasse wässrig. Die anschließende Trocknung
der Beschichtungsmasse geschieht üblicherweise durch ein Verfahren, bei dem Wärme
zugeführt wird, wie es durch Heißluft-Schwebetrockner oder auch Kontakttrockner geschieht.
Bewährt ist auch eine Kombination aus den aufgeführten Trockenverfahren. Die flächenbezogene
Masse der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht liegt bevorzugt zwischen 2 und 6
g/m
2 und noch besser zwischen 2,3 und 5,8 g/m
2.
[0028] Zwischen der Aufzeichnungsschicht und dem Substrat des erfindungsgemäßen wärmeempfindlichen
Aufzeichnungsmaterials ist zweckmäßigerweise eine pigmentierte Zwischenschicht angeordnet.
Ist die Zwischenschicht in einer bevorzugten Ausführungsform mit egalisierenden Beschichtungsvorrichtungen
aufgetragen, wie sie beispielsweise Walzenstreichwerke, Streichmesser- oder (Roll-)
Rakelstreichwerke darstellen, kann die Zwischenschicht ferner einen positiven Beitrag
zur Egalisierung der Substratoberfläche leisten, womit sich die Menge an notwendigerweise
aufzubringender Beschichtungsmasse für die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht
reduziert. Für die flächenbezogene Masse der Zwischenschicht hat sich ein bevorzugter
Bereich zwischen 5 und 20 g/m
2 und noch besser zwischen 7 und 12 g/m
2 bewährt.
[0029] Werden in die zwischen der Aufzeichnungsschicht und Substrat gelegene Zwischenschicht
anorganische ölabsorbierende Pigmente eingebunden, können diese Pigmente die durch
Hitzeeinwirkung des Thermokopfes verflüssigten Wachsbestandteile der wärmeempfindlichen
Aufzeichnungsschicht bei der Schriftbildausbildung aufnehmen und begünstigen damit
eine noch sichere und schnellere Funktionsweise der wärmeinduzierten Aufzeichnung,
weshalb eine solche Ausführungsform als bevorzugt gilt.
[0030] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Pigmente der Zwischenschicht eine Ölabsorption
von mindestens 80 cm
3/100 g und noch besser von 100 cm
3/100 g, bestimmt nach der japanischen Norm JIS K 5101, aufweisen. Kalziniertes Kaolin
hat sich aufgrund seines großen Absorptionsreservoirs in den Hohlräumen besonders
bewährt. Jedoch auch folgende anorganische Pigmente sind als Bestandteile der Zwischenschicht
sehr gut geeignet: Siliziumoxid, Bentonit, Kalziumkarbonat sowie Aluminiumoxid und
hier besonders Böhmit. Auch Mischungen aus mehreren verschiedenartigen anorganischen
Pigmenten sind vorstellbar.
[0031] In Versuchen zeigte sich, dass auch die Einbindung von organischen Pigmenten in die
pigmentierte Zwischenschicht sehr vorteilhaft sein kann, was damit begründet wird,
dass solche organischen Pigmente in einem besonderen Maße einem hohen Wärmereflexionsvermögen
der Zwischenschicht zuträglich sind. Die in einer Zwischenschicht eines wärmeempfindlichen
Aufzeichnungsmaterials angeordneten organischen, so genannten Hohlkörperpigmente weisen
in ihrem Inneren Luft auf, die einen guten Wärmeisolator darstellt. Die so als Wärmereflexionsschicht
optimierte Zwischenschicht erhöht das Ansprechverhalten der Aufzeichnungsschicht gegenüber
Wärme, was das Auflösungsvermögen des wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials deutlich
erhöht und ferner die Druckgeschwindigkeit im Thermodrucker nach oben zu setzen vermag.
[0032] Das Mengenverhältnis zwischen organischem und anorganischem Pigment ist ein Kompromiss
der von den beiden Pigmentarten bewirkten Effekte, der besonders vorteilhaft gelöst
wird, wenn die Pigmentmischung zu 5 bis 30 Gew.-% bzw. besser zu 8 bis 20 Gew.-% aus
organischem und zu 95 bis 70 Gew.-% bzw. besser zu 92 bis 80 Gew.-% aus anorganischem
Pigment besteht. Pigmentmischungen aus unterschiedlichen organischen Pigmenten sind
vorstellbar.
[0033] Neben den anorganischen und gegebenenfalls auch organischen Pigmenten enthält die
pigmentierte Zwischenschicht mindestens ein Bindemittel bevorzugt auf Basis eines
synthetischen Polymers, wobei beispielsweise Styrol-Butadien-Latex besonders gute
Ergebnisse liefert. Die Verwendung eines synthetischen Bindemittels unter Beimischung
mindestens eines natürlichen Polymers, wie besonders bevorzugt Stärke, stellt eine
besonders geeignete Ausführungsform dar. Im Rahmen von Versuchen mit anorganischen
Pigmenten wurde ferner festgestellt, dass mit einem Bindemittel-Pigment-Verhältnis
innerhalb der pigmentierten Zwischenschicht zwischen 3:7 und 1:9, jeweils bezogen
auf Gew.-%, eine besonders geeignete Ausführungsform vorliegt.
[0034] Auch wenn nicht auf Papier als Substrat beschränkt, ist Papier und hier speziell
ein nicht oberflächenbehandeltes Streichrohpapier bevorzugt in einem Bereich für die
flächenbezogene Masse zwischen 45 und 130 g/m
2 das Substrat, das sich am Markt auch mit Blick auf die gute Umweltverträglichkeit
wegen der guten Recyclingfähigkeit durchgesetzt hat und das im Sinne der Erfindung
bevorzugt ist. Unter einem nicht oberflächenbehandelten Streichrohpapier ist ein nicht
in einer Leimpresse oder in einer Beschichtungsvorrichtung behandeltes Streichrohpapier
zu verstehen. Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird dabei insbesondere ein nicht
oberflächenbehandeltes, in der Masse geleimtes Streichrohpapier mit einem anorganischem
Pigment, insbesondere Kalziumkarbonat, in der Masse als geeignet angesehen. Für die
Erfindung sind im gleichen Maße Folien beispielsweise aus Polyolefin und mit Polyolefin
beschichtete Papiere als Substrat möglich, ohne dass eine solche Ausführung ausschließenden
Charakter aufweist.
[0035] Die in der Beschreibung und in den Ansprüchen gemachten Angaben zur flächenbezogenen
Masse, zu Gew.-% (Gewichts-%) beziehen sich jeweils auf das "atro"-Gewicht, d. h.
absolut trockene Gewichtsteile.
[0036] Die Erfindung soll anhand des folgenden Beispiels 2 und der beiden Vergleichsbeispiele
1 und 3 weiter verdeutlicht werden:
[0037] Als Substrat wird auf einer Langsieb-Papiermaschine aus gebleichten und gemahlenen
Laub- und Nadelholzzellstoffen unter Zugabe von 0,6 Gew.-% (atro) Harzleim als Masseleimung
sowie weiterer üblicher Beischlagstoffe, bezogen auf den Gesamtfeststoffgehalt (atro)
der der Papiermaschine zugeführten Pulpe, ein Trägerpapier mit einer flächenbezogenen
Masse von 53 g/m
2 hergestellt. Frontseitig wird eine kalziniertes Kaolin als Pigment, Styrol-Butadien-Latex
als Bindemittel und neben weiteren Hilfsmitteln Stärke als Cobinder aufweisende Zwischenschicht
mit einer flächenbezogenen Masse von 9 g/m
2 unter Nutzung eines Streichmessers aufgebracht.
[0038] Auf diese pigmentierte Zwischenschicht wird mittels Rollrakel-Streicheinrichtung
jeweils eine von drei verschiedenen wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschichten mit
einer jeweiligen flächenbezogenen Masse von 5,4 g/m
2 aufgetragen. Die dazu verwendeten wässerigen Streichmassen enthalten die folgenden
Komponenten nach den in Tabelle 1 wiedergegebenen Rezepturen:
- Farbbildner (Fb): 3-dibutylamino-B-methyl-7-Anilinofluoran,
- Farbakzeptor (Fa) 1: N-(p-toluensulphonyl)-N'-3-(p-toluensulphonyl-Oxyphenyl)-harnstoff
gemäß Formel (1),
- Farbakzeptor (Fa) 2: Harnstoff-Urethan-Verbindung gemäß Formel (2),
- Sensibilisator (Sb): Benzyl-naphthylether,
- Bindemittel (Bm): Polyvinylalkohol,
- Cobinder (Cb): Acrylat-Copolymere,
- Pigment (Pm): Kalziumkarbonat

[0039] Weitere nicht prozentual und bezogen auf das Gesamtgewicht in Gew.-% (atro) angegebene
Bestandteile der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht sind unter anderem Dispergiermittel,
Entschäumer, optische Aufheller, Verdicker, Wachse und Vernetzer.
[0040] Bei dem erfindungsgemäßen Beispiel 2 liegt das auf die Gew.-% (atro) bezogene Verhältnis
Farbakzeptor (Fa) 1 = N-(p-toluensulphonyl)-N'-3-(p-toluensulphonyl-Oxy-phenyl)-harnstoff
gemäß Formel (1): Farbakzeptor (Fa) 2 = Harnstoff-Urethan-Verbindung gemäß Formel
(2) innerhalb der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht bei 4 : 1 und somit inmitten
des hier besonders bevorzugten Bereichs. Bei dem Vergleichsbeispiel 1 liegt dieses
Verhältnis bei 11 : 1, was bedeutet, das sehr wenig an Harnstoff-Urethan-Verbindung
gemäß Formel (2) im Verhältnis zu N-(p-toluensulphonyl)-N'-3-(p-toluensulphonyl-axy-phenyl)-harnstoff
gemäß Formel (1) in der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht eingesetzt wird. Bei
dem Vergleichsbeispiel 3 liegt dieses Verhältnis bei 1 : 2, was bedeutet, das sehr
viel an Harnstoff-Urethan-Verbindung gemäß Formel (2) im Verhältnis zu N-(p-toluensulphonyl)-N'-3-(p-toluensulphonyl-Oxy-phenyl)-harnstoff
gemäß Formel (1) in der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht eingesetzt wird.
[0041] Nach Fertigstellung von Mustern wärmeempfindlicher Aufzeichnungsmaterialien gemäß
der zwei Vergleichsbeispiele 1 und 3 und des erfindungsgemäßen Beispiels 2 werden
zur Bestimmung der dynamischen Druckdichten und der prozentualen Beständigkeiten gegenüber
einer 25%-tigen Ethanollösung, gegenüber Wasser und gegenüber Weichmacher - wie weiter
oben in der Beschreibung ausführlich beschrieben - schwarz/weiß kariert-gestaltete
Thermoprobeausdrucke mit einem Gerät der Type Atlantek 400 der Firma Printrex (USA)
erstellt, wobei ein Thermokopf mit Auflösung von 300 dpi und einer Energie pro Flächeneinheit
von 9 mJ/mm
2 (dynamische Druckdichten) bzw. von 16 mJ/mm
2 (prozentuale Beständigkeiten) zum Einsatz kommt. Die jeweilige Druckdichte selbst
der schwarz gefärbten Flächen werden mit dem Densitometer Gretag MacBeth TYPE D19C
NB/U (Fa Gretag MacBeth, 8105 Regensdorf, Schweiz) gemessen. Es ergeben sich die folgenden
Messwerte It. Tabelle 2.

[0042] In aufwendigen Marktanalysen zeigt sich, dass wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterialien
gemäß Vergleichsbeispiel 1 als zu wenig lagerbeständig innerhalb von Einsteckhüllen
mit Weichmachern, aber auch als zu wenig beständig gegenüber Ethanol angesehen werden,
während die dynamische Druckdichte als hervorragend angesehen wird. Auf der anderen
Seite wird die dynamische Druckdichte von wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien
gemäß Vergleichsbeispiel 3 als eindeutig zu gering charakterisiert. Einzig wärmeempfindliche
Aufzeichnungsmaterialien gemäß des erfindungsgemäßen Beispiels 2 überzeugen hinsichtlich
Empfindlichkeit und Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen. Auch wird eine ausreichend
große Bestempelbarkeit und Entwertbarkeit festgestellt.
[0043] Das obige erfindungsgemäße Beispiel sowie die beiden Vergleichsbeispiele belegen,
dass erfindungsgemäße wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterialien die an sie gestellten
Anforderungen überzeugend erfüllen können.
1. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit einem Substrat sowie einer Farbbildner
und Farbakzeptoren enthaltenden wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht,
dadurch gekennzeichnet, dass
■ die Farbbildner ausgesucht sind aus der Liste, umfassend: 3-diethylamino-6-methyl-7-Anilinofluoran,
3-dibutylamino-6-methyl-7-Anilinofluoran, 3-(N-methyl-N-propyl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran,
3-(N-ethyl-N-isoamyl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran, 3-(N-methyl-N-cyclohexyl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran,
3-(N-ethyl-N-tolyl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran und 3-(N-ethyl-N-tetrahydrofuryl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran,
■ die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht zwei Farbakzeptoren aufweist, das sind:
N-(p-toluensulphonyl)-N'-3-(p-toluensulphonyl-Oxyphenyl)-harnstoff gemäß der folgenden
Formel (1):

sowie eine Harnstoff-Urethan-Verbindung gemäß der folgenden Formel (2):

■ wobei das auf Gew.-% in der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht bezogene Verhältnis
der beiden Farbakzeptoren N-(p-toluensulphonyl)-N'-3-(p-toluensulphonyl-Oxy-phenyl)-hamstoff
gemäß Formel (1) zu der Harnstoff-Urethan-Verbindung gemäß Formel (2) in einem Bereich
von 10 : 1 bis 1 : 1 liegt.
2. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die dynamische Druckdichte eines Thermoprobeausdruckes, ausgeführt mit einem Thermodruckkopf
bei einer Auflösung von 300 dpi und einer Energie pro Flächeneinheit von 9 mJ/mm2, in einem Bereich von 0,91 bis 1,03 ODU liegt.
3. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Patentansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die prozentuale Beständigkeit eines Thermoprobeausdruckes, ausgeführt mit einem Thermodruckkopf
bei einer Auflösung von 300 dpi,
- gegenüber einer 25%-tigen Ethanollösung in einem Bereich von 91,5% bis 96,5% liegt,
- gegenüber Wasser in einem Bereich von 95,5% bis 99,5% liegt,
- gegenüber Weichmacher (TESP®-Grafik-Film 57331) in einem Bereich von 90,5% bis 95,5% liegt.
4. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufzeichnungsschicht eine Weiße in einem Bereich von 79 bis 85 % bei Verwendung
von Licht ohne UV-Anteil, gemessen nach ISO 2469 / ISO 2470 unter Verwendung von D65-Licht
bei einem Betrachtungswinkel von 8°, aufweist.
5. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufzeichnungsschicht eine Weiße in einem Bereich von 87 bis 93 % bei Verwendung
von Licht mit UV-Anteil, gemessen nach ISO 2469 / ISO 2470 unter Verwendung von D65-Licht
bei einem Betrachtungswinkel von 8° aufweist.
6. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Substrat und der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht eine pigmentierte
Zwischenschicht ausgebildet ist.
7. Verwendung eines wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials mit einem Substrat sowie
einer Farbbildner und Farbakzeptoren enthaltenden wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht
als Ticket bzw. als Fahrschein, wobei
■ die Farbbildner ausgesucht sind aus der Liste, umfassend: 3-diethylamino-6-methyl-7-Anilinofluoran,
3-dibutylamino-6-methyl-7-Anilinofluoran, 3-(N-methyl-N-propyl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran,
3-(N-ethyl-N-isoamyl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran, 3-(N-methyl-N-cyclohexyl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran,
3-(N-ethyl-N-tolyl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran und 3-(N-ethyl-N-tetrahydrofuryl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran,
■ die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht zwei Farbakzeptoren aufweist, das sind:
N-(p-toluensulphonyl)-N'-3-(p-toluensulphonyl-Oxyphenyl)-harnstoff gemäß der folgenden
Formel (1):

sowie eine Harnstoff-Urethan-Verbindung gemäß der folgenden Formel (2):

■ wobei das auf Gew.-% in der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht bezogene Verhältnis
der beiden Farbakzeptoren N-(p-toluensulphonyl)-N'-3-(p-toluensulphonyl-Oxy-phenyl)-hamstoff
gemäß Formel (1) zu der Harnstoff-Urethan-Verbindung gemäß Formel (2) in einem Bereich
von 10 : 1 bis 1 : 1 liegt.