[0001] Die Erfindung betrifft eine Fahrtreppe oder einen Fahrsteig mit einem Stufenband
mit Stufen bzw. mit einem Palettenband mit Paletten für den Transport von Personen
und/oder Gegenständen und einer mittels eines Balustradensockels gehaltenen Balustrade
mit Handlauf, wobei eine am Balustradensockel angeordnete Abweiservorrichtung das
Einklemmen von Körperteilen und/oder Gegenständen zwischen dem aus den einzelnen Stufen
bestehenden Stufenband und dem Balustradensockel verhindert. Die Abweiservorrichtung
ist an einem vertikalen Bereich des Balustradensockels angeordnet und umfasst ein
Grundprofil bzw. Abweiserprofil und eine Bürsteneinheit.
[0002] Fahreinrichtungen im Sinne der Erfindung, die auch als Fördereinrichtungen bezeichnet
werden können, sind Fahrtreppen und Fahrsteige mit einer Vielzahl von Tritteinheiten
bzw. Stufen oder Fahrsteigpaletten, die zu einem Endlosförderer verbunden sind. Benutzer
der Fahreinrichtungen stehen auf den Trittflächen der Stufen bzw. Paletten oder Tritteinheiten.
[0003] Ausführungsweise ist ein Spalt bzw. Luftspalt zwischen den Stufen (oder Paletten)
und einem vertikalen Bereich der Sockelbleche auf beiden Seiten der Fahreinrichtung
vorhanden. Um ein Einklemmen in diesem Spalt bzw. Luftspalt und/oder um das Eindringen
von Gegenständen zu verhindern, kommen üblicherweise sogenannte Sockelbürsten zum
Einsatz.
[0004] Aus der Patentschrift
US 6 131 719 ist eine Sicherheitseinrichtung bekannt geworden, die das Einklemmen zwischen dem
aus einzelnen Stufen bestehenden Stufenband und den Sockelblechen verhindert. Die
als Abweiser konzipierte Sicherheitseinrichtung besteht aus einem grossen Trägerprofil
und aus verschiedenen Bürstenelementen. Das am Balustradensockel angeordnete grosse
Trägerprofil weist stufenseitig eine profilierte Öffnung auf, in welche Öffnung die
Bürstenelemente einsetzbar sind. Ein Bürstenelement besteht aus einem Bürstenkörper,
der die Bürsten fasst. Der Bürstenkörper wird frontseitig (von der Stufenseite her)
in die profilierte Öffnung des grossen, robusten Trägerprofils eingeführt. Nach der
Montage des Bürstenelementes wird ein Keilelement vom einen Trägerprofilende her zwischen
die obere Wandung des grossen Trägerprofils und den Bürstenkörper eingeschoben, wobei
das Keilelement mit einer Rippe den Bürstenkörper festhält.
[0006] In Folgenden wird von
EP 1 262 441 als nächstliegendem Stand der Technik ausgegangen. In dieser Schrift ist eine Abweiservorrichtung
beschrieben, die an dem bzw. einem vertikalen Bereich des Balustradensockels angeordnet
ist und ein Abweiserprofil und eine Bürsteneinheit umfasst. Die Bürsteneinheit wird
bei der Montage seitlich in das massige, robuste, grossflächige Abweiserprofil eingesetzt.
[0007] Nachteilig bei den genannten Sicherheitseinrichtungen ist, dass die Montage aufwendig
und zeitintensiv ist. Andere Lösungen wiederum zeichnen sich dadurch aus, dass sie
einfacher zu montieren sind. Hier ist aber dann nachteilig, dass die Einfachheit der
Montage erkauft wurde durch einen nicht so robusten und stabilen Sitz der Sicherheitseinrichtung.
[0008] Aus der Schrift
US 6 425 472 ist eine am Balustradensockel einer Fahrtreppe angeordnete Abweiservorrichtung bekannt
geworden, die aus einem Bürstenträger mit Abweiserbürsten und aus einem am Balustradensockel
angeordneten Abweisersockel besteht. Die obere Kante des Bürstenträgers und die obere
Kante des Abweisersockels sind so ausgebildet, dass die beiden Kanten zusammen ein
Scharnier bilden, wobei die Kante des Bürstenträgers im Querschnitt hakenförmig ist
und die Kante des Abweisersockels im Querschnitt birnenförmig ist und der Haken auf
der Birne gleiten kann. Zur Montage der Abweiservorrichtung wird der Abweisersockel
am Balustradensockel festgemacht und danach der Bürstenträger an der oberen Kante
auf den Abweisersockel gesteckt und mit einer Drehbewegung um die Scharnierachse nach
unten geklappt.
[0009] Hier soll die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie in Anspruch 1 gekennzeichnet
ist, löst die Aufgabe, die Nachteile der bekannten Einrichtungen zu vermeiden und
eine Sicherheitseinrichtung zu schaffen, die einfach und rasch am Sockel der Fahrtreppe
anbringbar ist und trotzdem eine herausragende Stabilität und Festigkeit garantiert.
[0010] Eine erfindungsgemässe Fahrtreppe oder ein erfindungsgemässer Fahrsteig umfasst ein
Stufenband mit Stufen bzw. ein Palettenband mit Paletten und eine mittels eines Balustradensockels
gehaltene Balustrade mit Handlauf. Am Balustradensockel ist eine Abweiservorrichtung
angeordnet, um das Einklemmen zwischen den Stufen und dem Balustradensockel zu verhindern.
Die Abweiservorrichtung weist ein an dem bzw. einem vertikalen Bereich des Balustradensockels
angeordnetes Abweiserprofil und eine Bürsteneinheit auf. Das Abweiserprofil umfasst
Mittel zum leichten bzw. einfachen bzw. schnellen vertikalen Fügen oder Verbinden
der Bürsteneinheit mit dem Abweiserprofil.
[0011] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im Wesentlichen darin zu sehen,
dass eine wenig aufwendige Montage der Bürsteneinheiten möglich ist, wobei trotzdem
eine hohe Festigkeit bzw. Stabilität bzw. Robustheit erzielt wird. Falls ein Austausch
der Bürsteneinheiten notwendig ist, können die alten Bürsteneinheiten mit einfachen
Mitteln bzw. Werkzeugen entfernt bzw. getauscht werden und die neuen Bürsteneinheiten
können werkzeuglos auf das bestehende Abweiserprofil durch Einschnappen bzw. Einrasten
montiert werden. Mit der erfindungsgemässen Einschnappvorrichtung bzw. Einrastvorrichtung,
die durch vertikales Fügen oder Befestigen zusammengesetzt wird, kann ein Endlosabweiser
realisiert werden, der unabhängig ist von durch den Stufenlauf bzw. Palettenlauf vorbestimmten
Richtungsänderungen.
[0012] Bevorzugte Weiterbildungen der erfindungsgemässen Abweiservorrichtung und der Fahreinrichtung
sind durch die abhängigen Ansprüche definiert.
[0013] Die Erfindung wird im Folgenden an Hand von Beispielen und mit Bezug auf die Zeichnung
ausführlich beschrieben. Es zeigen :
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen Fahrtreppe;
- Fig. 2
- einen Schnitt entlang der Linie A-A der Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Ausschnitt B der Fahrtreppe bzw. Fahrsteiges mit einer ersten erfindungsgemässen
Sicherheitseinrichtung;
- Fig. 4
- einen Ausschnitt B der Fahrtreppe bzw. Fahrsteiges mit einer weiteren erfindungsgemässen
Sicherheitseinrichtung;
- Fig. 5
- einen Ausschnitt B der Fahrtreppe bzw. Fahrsteiges mit noch einer weiteren erfindungsgemässen
Sicherheitseinrichtung;
- Fig. 6
- die beiden Profile einer erfindungsgemässen Sicherheitseinrichtung im Schnitt, vor
dem vertikalen Ineinanderfügen;
- Fig. 7
- ein Bürstenprofil mit einer Linse als weitere Ausführungsform der Erfindung.
[0014] Fig. 1 zeigt eine Fahrtreppe 1, die eine erste Etage E1 mit einer zweiten Etage E2
verbindet. Die Fahrtreppe 1 weist einen aus Stufen 5 bestehendes Stufenband 4 auf.
Im Fall eines Fahrsteigs weist dieser ein aus Paletten bestehendes Palettenband auf.
Ein Handlauf 2.2 ist an einer Balustrade 2 angeordnet, die am unteren Ende mittels
eines Balustradensockels 3 gehalten wird. Der Balustradensockel 3 wird von einem Träger
der Fahrtreppe 1 bzw. des Fahrsteiges gestützt bzw. gehalten.
[0015] Im weiteren Beschreibungsverlauf wird anstelle des Begriffes "Fahrtreppe bzw. Fahrsteig"
lediglich "Fahrtreppe" verwendet, die Ausführungen gelten jedoch sinngemäss auch für
einen Fahrsteig.
[0016] In Fig. 1 ist angedeutet bzw. eingezeichnet, dass sich eine Abweiservorrichtung 6
bzw. Einklemmschutzvorrichtung 6 (auch als Bürsteneinheit oder Sockelbürste bezeichnet)
entlang der Fahrtreppe 1 erstreckt. Details und verschiedene Ausführungsformen dieser
Abweiservorrichtung 6 bzw. Einklemmschutzvorrichtung 6 werden im Zusammenhang mit
den weiteren Figuren beschrieben.
[0017] Fig. 2 zeigt einen Schnitt entlang der Linie A-A der Fig. 1. Der obere Teil der Fahrtreppe
1 zeigt den Vorlauf des Stufenbandes 4. Die Stufen 5 mit sichtbarem Stirnteil 5.1
(auch Setzstufe genannt) und Trittfläche 5.2 bilden eine Treppe. Der untere Teil der
Fahrtreppe 1 zeigt den Rücklauf des Stufenbandes 4 bzw. der Stufe 5, wobei die Trittfläche
5.2 nach unten gerichtet ist. An Auslegern angeordnete Stufenrollen sind mittels an
einem Träger angeordneten Führungen in der üblichen Art und Weise geführt. An einer
Stufenachse angeordnete Kettenrollen sind mittels weiterer am Träger angeordneten
Schienen bzw. Führungen geführt, wobei jede Stufenachse mit einer antreibbaren Förderkette
verbunden ist. Der Balustradensockel 3 weist stufenseitig ein vertikales Sockelblech
3.1 auf. Als Sicherheitseinrichtung ist eine Abweiservorrichtung 6 bzw. Einklemmschutzvorrichtung
6 vorgesehen, die das Einklemmen bzw. Einzwicken von Körperteilen und/oder Gegenständen
zwischen dem aus den einzelnen Stufen 5 bestehenden Stufenband 4 bzw. aus einzelnen
Paletten bestehenden Palettenband und dem Sockelblech 3.1 verhindert.
[0018] Fig. 3 zeigt den Ausschnitt B der Fig. 2 mit der erfindungsgemässen Abweiservorrichtung
6 bzw. Einklemmschutzvorrichtung 6, die ein Abweiserprofil bzw. Basisschalenprofil
bzw. Aufnahmeprofil bzw. Grundprofil 7 (auch als Basisprofil bzw. Bürstenhalterungsprofil
bezeichnet) und eine Bürsteneinheit 8 mit Bürsten 8.2 umfasst. Gemäss Erfindung handelt
es sich bei dem Aufnahmeprofil 7 bzw. Schalenprofil 7 quasi um ein Grundprofil bzw.
Basisprofil, das an einer vertikalen Fläche, vorzugsweise am Sockelblech 3.1, befestigt
ist.
[0019] Das Aufnahmeprofil 7 bzw. Schalenprofil 7 ist z.B. mittels einer Schraube 9 fest
mit dem Sockelblech 3.1 verbunden. Eine entsprechende, vorgefertigte Schraubenaufnahme
des Schalenprofils 7 bzw. Aufnahmeprofils 7 nimmt den Senkkopf bzw. Linsenkopf der
Schraube 9 auf. Es kann sich z.B. um eine Blechschraube 9 bzw. Bohrschraube bzw. Furchschraube
bzw. FDSfliesslochformende- Schraube bzw. Bohrspitz- Schraube handeln, die in das
Sockelblech 3.1 eingeschraubt ist. Alternativ können am Sockelblech 3.1 Käfigmuttern
angeordnet sein, um eine metrische Schraube 9 zu fassen. Blechschrauben 9 bzw. Bohrschrauben
bzw. Furchschrauben bzw. FDS- fließlochformende-Schrauben bzw. Bohrspitz- Schrauben,
respektive Käfigmuttern und Schrauben, sind entlang des gesamten Stufenbandes 4 in
bestimmten Abständen am Sockelblech 3.1 angeordnet.
[0020] Das Aufnahmeprofil 7 weist Befestigungsmittel bzw. Befestigungsteile zum vertikalen
Fügen bzw. vertikalen Verbinden der Bürsteneinheit 8 auf. Der Vorgang des vertikalen
Fügens bzw. vertikalen Verbindens ist in Fig. 6 durch einen in Fügerichtung weisenden
Pfeil angedeutet.
[0021] Gemäss Erfindung wird beim vertikalen Fügen oder Verbinden die Bürsteneinheit 8,
respektive ein entsprechender Abschnitt derselben, in eine untere Bürstenaufnahme
7.1 eingesetzt und dann wird die Bürsteneinheit 8, respektive ein entsprechender Abschnitt
derselben, in eine obere Einhakvorrichtung 7.2 eingehakt, die am Basisprofil 7 bzw.
Schalenprofil 7 vorgesehen ist.
[0022] Das Basisprofil 7 bzw. Schalenprofil 7 ist so ausgelegt, dass von oben auf die Abweiservorrichtung
6 bzw. Einklemmschutzvorrichtung 6 einwirkende Kräfte im Wesentlichen in die untere
Bürstenaufnahme 7.1 eingeleitet und von dort an das Sockelblech 3.1 übergeben bzw.
übertragen werden. Dabei sitzt die Bürsteneinheit 8 stabil und fest in der unteren
Bürstenaufnahme 7.1.
[0023] Die entsprechenden Befestigungsmittel bzw. Befestigungsteile zum vertikalen Fügen
sind vorzugsweise so realisiert, dass an dem Grund- bzw. Basisprofil 7 eine untere
Bürstenaufnahme 7.1 und eine obere Einhakvorrichtung 7.2, sowie an der Bürsteneinheit
8 entsprechende komplementäre Elemente vorgesehen sind.
[0024] Vorzugsweise ist die obere Einhakvorrichtung 7.2 zum manuellen und/oder schlagartigen
Einklicken der Bürsteneinheit 8 ausgelegt. Dadurch kann die Montage der Bürsteneinheit
8 am Abweiserprofil 7 ohne den Einsatz eines Werkzeuges bzw. Spezialwerkzeuges erfolgen.
[0025] Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der die Befestigungsmittel bzw.
Befestigungsteile zum vertikalen Fügen eine Nut 7.4 bzw. Verbindungsnut 7.4 mit vertikal
nach oben ragender Nase 7.1 umfassen (siehe Fig. 6). Diese Leiste bzw. Längsleiste
mit Nase bzw. Stehfeder bzw. Feder dient als untere Bürstenaufnahme und wird mit demselben
Bezugszeichen bezeichnet wie die Nase 7.1. An der Bürsteneinheit 8 ist eine komplementäre
Nut 8.4 vorgesehen (sieh Fig. 6) in welche die Nase 7.1 bzw. Feder 7.1 eingreift bzw.
einrastet.
[0026] Die genannten Befestigungsmittel bzw. Befestigungsteile können vorteilhafterweise
eine obere Einhakvorrichtung 7.2 am Basisschalenprofil bzw. Aufnahmeprofil bzw. Grundprofil
7 und einen entsprechend nach unten weisenden Haken 8.3 bzw. Eingreifer 8.3 an der
Bürsteneinheit 8 umfassen. Dieser nach unten weisenden Haken 8.3 bzw. Eingreifer 8.3
greift beim vertikalen Fügen bzw. vertikalen Verbinden unter die obere Einhakvorrichtung
7.2 (z.B. in Form eines Widerhakens). Um das Einklicken bzw. Einschnappen zu ermöglichen,
sind/ist entweder die obere Einhakvorrichtung 7.2 und/oder der Haken 8.3 bzw. Eingreifer
8.3 teilelastisch ausgeführt.
[0027] Das Aufnahmeprofil 7 besteht vorzugsweise aus endlosgefertigtem Material wie beispielsweise
Stahl, Aluminium, Kupfer, NIROSTA vorzugsweise in Form eines Stahl-Strangpressprofils
bzw. Ziehprofils. Es kann aber auch ein Stahl- bzw. Aluminium- bzw. Kupfer- bzw. NIROSTA-
oder Kunststoffprofil bzw. Spritzgiessprofil als Basisprofil 7 bzw. Grundprofil 7
dienen.
[0028] Um die Sicherheit der Fahrteinrichtung weiter zu erhöhen und das Risiko des Einklemmens
zu reduzieren, können in die Abweiservorrichtung 6 bzw. Einklemmschutzvorrichtung
6 gemäss Erfindung Leuchtmittel 10 integriert sein. Vorzugsweise sind diese Leuchtmittel
10 so ausgelegt, dass sie sich entlang der Förderrichtung bzw. Förderlänge bzw. Förderstrecke
der Fahrtreppe oder des Fahrsteiges erstrecken. Einerseits kann der Benutzer der Fahreinrichtung
durch diese Massnahme vor dem Spalt bzw. Luftspalt, der von der Abweiservorrichtung
6 bzw. Einklemmschutzvorrichtung 6 verdeckt wird, gewarnt werden. Ausserdem können
dadurch die Stufen oder Paletten beleuchtet werden, was z.B. Fehltritte bzw. Fehlschritte
verhindern hilft.
[0029] Besonders als Leuchtmittel 10 bevorzugt sind LED bzw. Leuchtdioden, die oberhalb,
entlang der Einklemmschutzvorrichtung 6 bzw. Abweiservorrichtung 6 angeordnet sind.
Vorzugsweise sitzen diese Leuchtdioden auf einer Leiterplatte, die starr oder flexibel
sein kann. Diese Leiterplatte samt Leuchtdioden kann in den Körper der Bürsteneinheit
8 integriert sein, wie in Fig. 4 und Fig. 5 gezeigt. Als Leuchtdioden können Halbleiterdioden
oder z.B. auch organische Leuchtdioden (OLED) eingesetzt werden.
[0030] In Fig. 4 ist angedeutet, dass die Leuchtdiode, die als Leuchtmittel 10 dient, in
Richtung der Bürste 8.2 ihre Leuchtkraft bzw. ihr Licht L abstrahlt.
[0031] Die Leuchtmittel 10 können aber auch, wie in Fig. 5 gezeigt, nach oben und in Richtung
der Bürste 8.2 ihr Licht abstrahlen.
[0032] Besonders bewährt hat sich auch eine Ausführungsform, bei der eine längliche Elektrolumineszenzfolie
in die Bürsteneinheit 8 integriert ist.
[0033] Die Elektrolumineszenzfolie eignet sich besonders, da sie ein sogenannter Lambertstrahler
ist. Das bedeutet, dass die Leuchtdichte der von der Oberfläche ausgehenden Strahlung
von jeder Seite betrachtet gleich ist. Das Licht strahlt aus der Folie fast einfarbig
und sehr gleichmäßig ab. Dadurch ist es für den Benutzer der Fahrtreppe weithin und
sehr gut sichtbar und erkennbar.
[0034] Die Elektrolumineszenzfolie kann als flächenhaftes Leuchtmittel 10 in Folienform
angesehen werden. Sie ist in einer bevorzugten Ausführungsform dünner als ein bis
drei Millimeter und lässt sich wie Papier biegen. Sie leuchtet homogen ohne Blendpunkte
und kann, bei geeigneter Ansteuerung in einem Steuerungskasten 12 (sieh Fig. 1) gedämmt
werden. Die Elektrolumineszenzfolie zeigt keine Wärmeentwicklung und verbraucht wenig
Energie, dies ist ein enormer wirtschaftlicher Vorteil. Die Lebensdauer ist sehr hoch.
[0035] Die Leuchtfolien können in Rollenform und in Längen bis zu 100 Meter angeliefert
werden. Dadurch lässt sich die benötigte Länge einfach konstruieren bzw. bewerkstelligen,
ein Vorkonfektionieren ist vorteilhaft und machbar.
[0036] Die Leuchtfolien haben den Vorteil, dass sie als Lambertstrahler selbst durch Rauch
oder Nebel gut sichtbar sind, was im Brandfalle sehr gut zur Unfallverhütung beiträgt
und einen großer Sicherheitsvorteil für die Benutzer darstellt.
[0037] Vorzugsweise können individuelle Formen (Beschriftung, Symbole, Logos und Markennamen)
in die Leuchtfolie integriert werden.
[0038] Vorzugsweise werden Leuchtmittel 10 eingesetzt, die Licht in Grün- und Blautönen
abgeben, um die Benutzer der Fahrtreppe 1 nicht zu blenden.
[0039] Um die Integration von Leuchtmitteln 10 zu ermöglichen, ist entweder das gesamte
Bürstenprofil 8.1 transparent ausgeführt, oder es ist mindestens derjenige Teil transparent
ausgeführt, durch den das Licht L austreten soll bzw. kann.
[0040] In Fig. 7 ist eine weitere Ausführungsform eines Bürstenprofils 8.1 gezeigt, bei
der eine Linse 10.1 vorgesehen ist, um das austretende Licht L auszustrahlen und/oder
aufzufächern, je nach Wunsch.
[0041] Die Kabel 11 bzw. Lichtkabeln 11 bzw. Stromkabeln 11 werden angeordnet, wie in Fig.
1 angedeutet und die Ansteuerung kann in einem Anschlusskasten 12 bzw. Steuerungskasten
12 untergebracht werden. Vorzugsweise wird der Anschlusskasten 12 bzw. Steuerungskasten
12 an einer leicht zugänglichen Stelle, zu Servicezwecken bzw. Inspektionszwecken,
plaziert bzw. installiert.
[0042] Das Integrieren von Leuchtmitteln 10 ermöglicht das gezielte Ausleuchten der Fördereinrichtung
bzw. der Fahreinrichtung und erhöht damit die Sicherheit der Benutzer.
[0043] Je nach Bedarf kann die Bürsteneinheit 8 abgelängt, das heisst in kürzeren Längsabschnitten
bzw. Teilabschnitten, oder endlos montiert werden.
[0044] Ein besonderer Vorteil der vertikal verbundenen bzw. vertikal gefügten Sockelbürsten
6 bzw. Einklemmschutzvorrichtung 6 liegt in der leichten Montierbarkeit und in der
besseren Aufnahme der Belastungen und Kräfte. Ausserdem lässt sich die Bürstenaufnahme
7.1 und das Aufnahmeprofil 7 solider und robuster ausführen. Weiterhin wird durch
den Widerhaken 7.2 ein sattes Einrasten der Bürsteneinheit 8 bzw. des Bürstenprofils
8.1 gewährleistet.
[0045] Besonders bevorzugt ist eine Bürsteneinheit 8, die aus Kunststoff, z.B. im Spritzgiessverfahren
bzw. Extrusionsverfahren, hergestellt wurde. Vorzugsweise werden beim Herstellen die
Bürsten 8.2 in die Bürsteneinheit 8 integriert, aber auch ein nachträgliches beborsten
ist möglich und denkbar und machbar.
[0046] Wie beschrieben, lässt sich die Erfindung auf Fahrtreppen und Fahrsteige gleichermassen
anwenden.
1. Fahrtreppe (1) oder Fahrsteig mit einem Stufenband (4) mit Stufen (5) bzw. Palettenband
mit Paletten und einer mittels eines Balustradensockels (3) gehaltenen Balustrade
(2) mit Handlauf (2.2), wobei eine am Balustradensockel (3) angeordnete Abweiservorrichtung
(6) das Einklemmen zwischen den Stufen bzw. Paletten und dem Balustradensockel (3)
verhindert, wobei die Abweiservorrichtung (6) ein an einem vertikalen Bereich (3.1)
des Balustradensockels (3) angeordnetes Aufnahmeprofil (7) und eine Bürsteneinheit
(8) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Aufnahmeprofil (7) Befestigungsmittel bzw. Befestigungsteile (7.1, 7.2) zum vertikalen
Fügen und/oder vertikalen Verbinden der Bürsteneinheit (8) aufweist und an dem Aufnahmeprofil
(7) eine untere Bürstenaufnahme (7.1) und eine obere Einhakvorrichtung (7.2) und an
der Bürsteneinheit (8) entsprechende komplementäre Elemente (8.3, 8.4) vorgesehen
sind, wobei die Bürsteneinheit (8) mit dem Aufnahmeprofil (7) verbindbar ist, indem
die Bürsteneinheit (8) in die untere Bürstenaufnahme (7.1) eingesetzt und dann in
die obere Einhakvorrichtung (7.2) eingehakt wird.
2. Fahrtreppe (1) oder Fahrsteig nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die obere Einhakvorrichtung (7.2) zum manuellen Einklicken der Bürsteneinheit (8)
ausgelegt ist.
3. Fahrtreppe (1) oder Fahrsteig nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel zum vertikalen Fügen eine Leiste mit vertikal nach oben ragender Nase
umfasst, die als untere Bürstenaufnahme (7.1) dient.
4. Fahrtreppe (1) oder Fahrsteig nach einem der vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel eine obere Einhakvorrichtung (7.2) umfassen, unter die beim vertikalen
Fügen und/oder vertikalen Verbinden ein nach unten weisender Widerhaken (8.3) der
Bürsteneinheit (8) bzw. Bürstenprofil (8.1) greift.
5. Fahrtreppe (1) oder Fahrsteig nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass Leuchtmittel (10) in die Abweiservorrichtung (6) integriert sind, wobei sich die
Leuchtmittel (10) entlang der Förderlänge bzw. Förderstrecke der Fahrtreppe (1) oder
des Fahrsteiges erstrecken.
6. Fahrtreppe (1) oder Fahrsteig nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leuchtmittel (10) in die Bürsteneinheit (8) integriert sind.
7. Fahrtreppe (1) oder Fahrsteig nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei den Leuchtmitteln (10) um Leuchtdioden oder um ein Elektrolumineszenzband
handelt.
8. Fahrtreppe (1) oder Fahrsteig nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bürsteneinheit (8) abgelängt oder endlos am Balustradensockel (3) anbringbar
ist.