| (19) |
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(11) |
EP 2 035 587 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.02.2017 Patentblatt 2017/05 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.06.2007 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/005530 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/000396 (03.01.2008 Gazette 2008/01) |
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| (54) |
VERFAHREN UND ANLAGE ZUR HERSTELLUNG VON WARMBAND-WALZGUT AUS SILIZIUMSTAHL AUF DER
BASIS VON DÜNNBRAMMEN
A METHOD AND A SYSTEM FOR PRODUCING HOT-ROLLED STRIP SILICON STEEL BASED ON THIN SLABS
PROCÉDÉ ET DISPOSITIF DE PRODUCTION DE MATÉRIAU DE LAMINAGE DE FEUILLARDS À CHAUD
EN ACIER AU SILICIUM À BASE DE BRAMES FINES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
26.06.2006 DE 102006029589 01.02.2007 DE 102007005015
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.03.2009 Patentblatt 2009/12 |
| (73) |
Patentinhaber: SMS group GmbH |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHUSTER, Ingo
47877 Willich (DE)
- KLEIN, Christoph
57223 Kreuztal (DE)
- SUCKER, Mario
40470 Düsseldorf (DE)
- NEIFER, Heribert
46539 Dinslaken (DE)
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| (74) |
Vertreter: Klüppel, Walter |
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Hemmerich & Kollegen
Patentanwälte
Hammerstraße 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 771 596 EP-A1- 1 469 954 DE-A1- 10 060 950
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EP-A1- 0 835 944 EP-A2- 0 392 535 DE-C1- 4 311 150
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- WUPPERMANN C-D ET AL: "Merkblatt 401: Elektroband und -blech" STAHL-INFORMATIONS-ZENTRUM,
[Online] 2005, Seiten 1-23, XP002453405 DÜSSELDORF, DE ISSN: 0175-2006 Gefunden im
Internet: URL:http://www.stahl-info.de/schriftenverz eichnis/pdfs/MB401_Elektroband-und_blech.p
df> [gefunden am 2007-10-01]
- TSUN-HO LIN, HORNG-CHIH HSIEH, HUNG-CHANG CHANG: "An Overview of the production for
electric steel" März 2005 (2005-03), AISTECH 2005, PROCEEDINGS OF THE IRON & STEEL
TECHNOLOGY CONFERENCE VOLUME I , XP009090276 das ganze Dokument
- H. LITTERSCHEIDT, R. HAMMER, C. SCHNEIDER, R.W. SIMON, D. SENK, R. KOPP, B. HEHL:
"Bandgiessen nach dem Zwei-Rollen-Verfahren - Stand der Entwicklung bei der Thyssen
Stahl AG" STAHL UND EISEN, Bd. 111, Nr. 2, 1991, Seiten 61-66, XP001248700
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Anlage zur Herstellung von
Warmband (-vormaterial) aus Silizium-legierten Stählen zur Weiterverarbeitung zu kornorientierten
Blechen, wie beispielsweise Elektroblechen. Die Weiterverarbeitung ist nicht Gegenstand
der vorliegenden Erfindung; sie erfolgt in Kaltwalzwerken.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Verfahren und Anlagen der gattungsgemäßen
Art bekannt; es sei dazu beispielhaft auf die folgenden beiden Druckschriften verwiesen:
Verfahren und Anlagen zum Walzen von Bändern und Blechen aus der Gießhitze sind bekannt,
zum Beispiel beschrieben in Stahl & Eisen, Vol. 2, 1993, S. 37 ff. Bei der hier beschriebenen Anlage wird mittels einer Stranggießmaschine mit speziell
ausgestalteter Kokille eine Dünnbramme erzeugt, in Einzellängen unterteilt und zum
Temperaturausgleich einem Rollenherdofen zugeführt. Anschließend wird die Bramme auf
eine deutlich höhere Einlaufgeschwindigkeit der sich anschließenden Walzstrasse beschleunigt,
entzundert und der Walzstrasse zugeführt. Im stationären Produktionsbetrieb mit einer
Gießgeschwindigleit von 5,5 m/min erreicht die Dünnbramme den Rollenherdofen mit einer
Durchschnittstemperatur von 1080°C. Die Auslauftemperatur aus dem Rollenherdofen liegt
etwa bei 1100°C. Die für den Walzprozess notwendige Energie wird somit fast vollständig
aus der Wärmemenge gedeckt, die im gegossenen Strang enthalten ist. Im Walzwerk werden
die Temperaturen durch Veränderung der Walzengeschwindigkeit, durch Kühlung und aus
dem Walzenkontakt gesteuert, so dass sich eine Endwalztemperatur von 880°C einstellt.
Es folgt eine langsame Abkühlung in der Kühlstrecke sowie ein sich anschließendes
Aufhaspeln.
[0003] Aus der
EP-A1-1 469 954 ist ein Verfahren und eine Anlage zur Herstellung von Warmband aus austhenitischen
nichtrostenden Stählen bekannt. Dabei wird das Gießprodukt einem Walzvorgang in einer
Walzstraße unterworfen und in einem zweiten Schritt einer Wärmebehandlung zur Verhinderung
einer Korrosionsanfälligkeit.
[0004] Die
EP 1 097 764 beschreibt eine Einrichtung und ein Verfahren zur Oberflächenbearbeitung eines kontinuierlich
gegossenen Stahlproduktes im warmen Zustand zur Beseitigung von Oberflächenfehlern,
Oberflächenverunreinigungen und dergleichen wobei Oberflächenbearbeitungen lange Standzeiten
bereitstellen sollen. Die zu bearbeitenden Teile werden vor dem Schritt der Oberflächenbearbeitung
einer Kühlung unterzogen.
[0005] Die
EP 0 392 535 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung eines kornorientierten Elektrobleches mit
den Schritten: Erwärmen, Warmwalzen und Wickeln. Anschließend wird das warmgewalzte
Blech nach Bedarf nochmals geglüht, und einem Kaltwalzprozess unterzogen. Das Kaltwalzen
ist in verschiedene Umformgrade aufgeteilt. Je nach Bedarf und Anwendung wird anschließend
noch einmal ein Zwischenglühen durchgeführt und das kaltgewalzte Blech einem Entkohlungsglühen
und einem letzten Fertigglühen unterzogen sowie einem anschließendem Warmwalzprozess.
[0006] Weiterhin ist in der
DE 31 50 946 eine Vorrichtung zum Entzundern eines von einer Stranggießanlage kommenden Stahlstranges
beschrieben, wobei dessen Gesamtoberfläche mit so wenig Wasser wie möglich vor der
Brennschneidemaschine entzundert wird.
[0007] Die Druckschrift
EP 0 0771 596 A1 beschreibt eine Produktionsanlage zum kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Auswalzen
von Warmband.
[0008] Mehrstufige Temperatur-Einstellsysteme zum Aufheizen eines Gießproduktes vor dessen
Eintritt in eine Walzstraße sind aus der
EP 1 469 954 bekannt.
[0009] Weiterhin ist aus der
EP 0 415 987 B2 ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Bandstahl oder Stahlblech aus
Dünnbrammen von ca. 50 mm Dicke bekannt, wobei die Dünnbrammen auf Bogenstranggießanlagen
mit horizontaler Auslaufrichtung hergestellt werden. Das Verfahren umfasst die Verfahrensschritte:
Walzen der Dünnbrammen nach der Erstarrung des Stranges in einem bogenförmigen Führungsschacht
bei Temperaturen von mehr als 1100°C, Abkühlen der Brammen während Strahlung oder
Entzundern, induktives Wiederaufheizen auf eine Temperatur von ca. 1100°C sowie Walzen
der Dünnbramme in mindestens einer Walzstrasse. Mittels des Erwärmens wird eine Temperatur
in der Bramme eingestellt, so dass sich an den Verformungseinrichtungen der Walzstrasse
ein Temperaturgefälle einstellt und zwar derart, dass beim Anstich in das letzte Walzgerüst
die Temperatur innerhalb der für eine gute Verformung noch ausreichenden Größenordnung
liegt. Hier ist bei einem dritten und letzten Walzgerüst der Walzstrasse die Walzguttemperatur
beispielsweise auf 988°C abgefallen und als Anstichtemperatur für den letzten Umformschritt
ausreichend. Das Walzgut verlässt das letzte Walzgerüst mit einer Temperatur von 953°C
oder weniger und wird danach bei noch weiter abgesenkter Temperatur in die gewünschten
Längen abgetrennt, gestapelt oder gehaspelt. Falls erforderlich, kann zwischen den
einzelnen Walzgerüsten eine oder mehrere Stufen einer induktiven Zwischenerwärmung
vorgesehen sein.
[0010] Beiden bekannten Verfahren ist gemeinsam, dass die Einlauftemperatur in die Fertigwalzstufe
so eingestellt wird, dass die festgelegte Endwalztemperatur eingehalten werden kann.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Wärmebehandlung bei Warmbandvormaterial
aus Silizium -legierten Stählen für die Weiterverarbeitung zu kornorientierten Blechen
dahingehend zu optimieren, dass in der Walzstraße eine gewünschte Endtemperatur und
damit ein gewünschtes Gefüge im Strang eingestellt werden kann.
[0012] Die Aufgabe wird durch das in Anspruch 1 beanspruchte Verfahren gelöst.
[0013] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird erstmalig auf einfache Weise eine Einlauftemperatur
in die Fertigstrasse eingestellt, welche eine günstige Ausscheidungsmorphologie bei
dem Walzgut gewährleistet. Im Stand der Technik bekannte einstufige Temperatur-Einstellsysteme
sind nicht in der Lage, das Gießprodukt auf die für die Einstellung des hier gewünschten
/ erforderlichen Rekristallisationszustandes erforderlichen hohen Temperaturen von
vorzugsweise über 1250 °C Einlauftemperatur in die Walzstraße aufzuheizen. Die hohen
Temperaturen werden bei dem beanspruchten Verfahren vorteilhafterweise dadurch erreicht,
dass eine zweistufige Vorerwärmung des Gießproduktes, umfassend eine primärenergiebeheizte
und eine induktiv beheizte Stufe, durchgeführt wird. Die beanspruchte zweistufige
Wärmevorbehandlung hat weiterhin den Vorteil, dass sie das Gießprodukt nicht nur -
falls erforderlich - auf Temperaturen über 1250 °C, sondern auch auf niedrigere Einlauftemperaturen
aufheizen lassen, wenn dies zur Einstellung anderer gewünschter Gefüge- bzw. Rekristallisationszustände
erforderlich sein sollte; insofern ist das beanspruchte Verfahren sehr universell
einsetzbar.
[0014] Die Steuerung der Temperatur in der nachfolgenden Fertigwalzstrasse richtet sich
nach dem zu erreichenden Endgefüge und wird über eine Kombination von Walzgeschwindigkeit
und Nutzung von Zwischengerüstkühlungen eingestellt.
[0015] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung hinsichtlich des
Verfahrens wird die Endwalztemperatur (T
WE) und die Endwalzgeschwindigkeit des Walzgutes auf Werte eingestellt, bei denen keine
vollständige Rekristallisation des Stahles mehr erfolgt und das Walzgut wird nach
dem letzten
[0016] Stich in der Warmwalzstrasse von der Endwalztemperatur (T
WE) auf eine Temperatur (T
A) abgeschreckt, die die Einstellung bzw. Einfrierung eines gewünschten Rekristallistionszustandes
über die Banddicke sicherstellt. Dabei wird die Endwalztemperatur (T
WE) des Walzgutes auf Temperaturen von mindestens 950°C, vorzugsweise oberhalb von 1000°C,
eingestellt und anschließend, vorzugsweise im unmittelbaren Anschluss, das Walzgut
auf Temperaturen (T
A) von unterhalb 450 °C innerhalb von 10 s abgeschreckt.
[0017] Dabei wird eine vollständige Rekristallisation des Warmbandes unterdrückt. Durch
die Wahl der Haspeltemperatur lässt sich der Anteil des rekristallisierten Gefüges
über die Banddicke einstellen.
[0018] Nach einem weiteren Ausgestaltungsmerkmal der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen,
dass in der Vorwärmstufe die Temperatur des Gießproduktes auf Werte zwischen 1000
und 1100 °C eingestellt wird und dass in der sich anschließenden Intensivheizstufe
die Temperatur auf Werte von 1250 °C erhöht wird. Dabei wird in bevorzugter Ausgestaltung
die Vorwärmstufe in einem gas- oder ölbeheiztem Ofen und die sich anschließende Intensivheitstufe
in einer Induktionsheizstufe durchgeführt. Dies weist den besonderen Vorteil auf,
dass die Vorwärmung in einem Rollenherdofen stattfinden kann, während der Aufheizschritt
bis zu Temperaturen oberhalb 1200°C in eine induktive Heizzone verlagert wird. Damit
wird verhindert, dass der Rollenherdofen zu sehr belastet wird, was gegebenenfalls
zu seiner thermischen Zerstörung führen könnte.
[0019] Um die nachteilige Auswirkung einer stark erhitzten Primärzunderschicht auf die Oberflächenqualität
des Walzgutes zu vermeiden, wird die Brammenoberfläche entzundert. Hierzu wird nach
einem weiteren Ausgestaltungsmerkmal der vorliegenden Erfindung zwischen der Vorwärmstufe
und der Intensivheizstufe eine Entzunderung in einer Entzunderungseinrichtung durchgeführt.
Die Einstellung der Einlauftemperatur in die Fertigwalzstufe erfolgt also danach mittels
Induktionsheizstufe. Die Fertigwalzstufe kann dabei aus einer ein- oder mehrgerüstigen
Vorstaffel und einer mehrgerüstigen Endstaffel bestehen. Die Distanz zwischen diesen
beiden kann dabei durch einen Rollgang oder bezeizten Wärmetunnel überbrückt werden.
[0020] Um die Oberflächenqualität weiterhin zu verbessern, ist nach einem weiteren Ausgestaltungsmerkmal
der vorliegenden Erfindung vorgesehen, dass nach der Intensivheizstufe eine weitere
Entzunderung in einer zweiten Entzunderungsstufe durchgeführt wird.
[0021] Im Übrigen ist vorgesehen, zusätzlich oder allein zu den genannten Entzunderungen
bereits vor dem Rollenherdofen eine Entfernung des Zunders durchzuführen, um die Rollen
des Ofens vor Zunderanwachsungen und damit die Brammenunterseite vor unerwünschten
Markierungen zu schützen und den Wärmeübergang in die Bramme zu verbessern.
[0022] Die der Erfindung zu Grunde liegende oben genannte Aufgabe wird weiterhin durch die
in Anspruch 7 beanspruchte Anlage gelöst. Bezüglich der sich dabei ergebenden Vorteile
wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf die oben beschriebenen Vorteile des erfindungsgemäßen
Verfahrens verwiesen.
[0023] Bei der erfindungsgemäßen Anlage ist vorgesehen, dass die Einrichtung zum Abkühlen
des Walzgutes Komponenten zum Abschrecken des Walzgutes auf Temperaturen unterhalb
von 450 °C umfasst.
[0024] Es empfiehlt sich nach einem weiteren Ausgestaltungsmerkmal der vorliegenden Erfindung,
dass die Warmwalzstrasse als kompakte Fertigstrasse ausgebildet ist. Nach einem dazu
alternativen Ausgestaltungsmerkmal ist vorgesehen, dass die Warmwalzstrasse in wenigstens
eine Vor- und wenigstens eine Endwalzstaffel aufgeteilt ausgebildet ist.
[0025] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und aus der nachfolgenden Beschreibung, in der die in den Figuren dargestellten Ausführungsformen
der Erfindung näher erläutert werden. Dabei sind neben den oben angeführten Kombinationen
von Merkmalen auch Merkmale allein oder in anderen Kombinationen erfindungswesentlich.
[0026] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Anlage zur Durchführung des erfindungsgmäßen Verfahrens.
[0027] Fig. 1 zeigt eine Anlage 1 zur Herstellung von Walzgut in Form von Blechen oder Bändern
aus Silizium-legiertem Stahl zur Weiterverarbeitung zu kornorientierten Blechen, wie
beispielsweise Elektroblechen, welche ohne zwischenzeitliche Abkühlung auf Raumtemperatur
wärmebehandelt und gewalzt werden, so dass danach das Walzgut mit gewünschten Gefügeeigenschaften
zur Verfügung steht. Die Anlage 1 umfasst eine Stranggießanlage 1a. Der endabmessungsnah
gegossene Strang in Form eines Gießproduktes 2 wird vor dem Rollenherdofen 3 mit Hilfe
einer Schere 4 in Brammen geschnitten, welche dann aus der Gießhitze kommend direkt
in den Rollenherdofen 3 eintreten, um auf Temperaturen von 1000 bis 1100°C erwärmt
zu werden bzw. einen Temperaturausgleich zu erfahren. Bei den Brammen handelt es sich
vorzugsweise um Dünnbrammen mit einer Dicke von bis zu 120 mm. Die erwärmten Brammen
durchlaufen danach vorzugsweise eine Entzunderungseinrichtung 5 und laufen anschließend
in eine Intensivheizstufe 6 ein. Hier werden die Brammen in einem kurzen schnellen
Erwärmungsprozess auf Einlauftemperaturen von 1100 bis 1300°C, vorzugsweise über 1250°C
aufgeheizt. Die Vorwärmstufe 3 wird dabei in einem gas- oder ölbeheiztem Ofen wie
einem Rollenherdofen 3 und die sich anschließende Intensivheitstufe 6 in einer Induktionsheizstufe
durchgeführt. Die Intensivheizstufe 6 muss dabei ausgebildet sein, um eine Einlauftemperatur
T
ein des Gießproduktes 2 in das Walzwerk von mehr als 1200°C zu gewährleisten. Die Vorwärmstufe
3 und die Intensivheizstufe 6 bilden ein Temperatur- Einstellsystem 7. Die Mittel
zur Durchführung der Wärmebehandlung umfassen die Vorwärmstufe 3, die Intensivheizstufe
6 sowie Zwischengerüstkühleinrichtungen 10.
[0028] Nach dem Durchlaufen der Intensivheizstufe 6 wird das Gießprodukt 2 nochmals entzundert
(zweite Entzunderungsstufe 8) und in eine Warmwalzstrasse 9a oder 9b eingeführt. Die
Warmwalzstrasse 9a oder 9b kann eine kompakte Fertigstrasse 9a darstellen oder in
eine Vor- und eine Endwalzstaffel 9b aufgeteilt sein. Die Anzahl der Gerüste in jeder
der beiden Teilstaffeln ist nicht festgelegt.
[0029] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist nun vorgesehen, dass zur Einstellung der
Endwalztemperatur T
WE eine Einlauftemperatur T
ein des Gießproduktes 2 in die Warmwalzstrasse 9a oder 9b des Walzwerkes von mindestens
1200 °C, bevorzugt oberhalb von 1250°C, durch eine mehrstufige Wärmebehandlung eingestellt
wird, wobei das Gießprodukt aus der Gießhitze kommend direkt der Wärmevorbehandlung
zu geführt wird. Die mehrstufige Wärmevorbehandlung erfolgt mit dem Temperatur-Einstellsystem
7, welches die Vorwärmstufe 3 zum Vorwärmen des Gießproduktes 2 und die Intensivheizstufe
6 zur Einstellung der Einlauftemperatur T
ein des Gießproduktes 2 in die Warmwalzstrasse umfasst. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
wird die Endwalztemperatur T
WE und die Endwalzgeschwindigkeit des Walzgutes auf Werte eingestellt, bei denen keine
vollständige Rekristallisation des Stahles mehr erfolgt. Das Walzgut wird nach dem
letzten Stich in der Warmwalzstrasse im Rahmen einer Wärmenachbehandlung von der Endwalztemperatur
T
WE auf eine Temperatur T
A abgeschreckt, wodurch der gewünschte Rekristallistionszustand des Walzgutes am Ende
der Warmwalzstraße über die Banddicke sicherstellt wird. Dabei wird die Endwalztemperatur
T
WE des Walzgutes auf Temperaturen von mindestens 950°C, vorzugsweise oberhalb von 1000°C,
eingestellt, und anschließend wird das Walzgut auf Temperaturen T
A von unterhalb 450 °C innerhalb von 10 s, abgeschreckt. Fig. 1
[0030] Bei der Wärmenachbehandlung nach dem Walzen handelt es sich um eine Kombination aus
einer Schnellkühleinrichtung 12 und normalen Kühlbalken mit Wasserkühlung 13. Das
abgekühlte Walzgut wird nachfolgend auf einer Haspeleinrichtung 14 aufgewickelt.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 1
- Anlage zur Herstellung von Warmband
- 1a
- Stranggießanlage
- 2
- Gießprodukt (Strang)
- 3
- Einrichtung zum Vorwärmen (Rollenherdofen)
- 4
- Schere
- 5
- Entzunderungseinrichtung
- 6
- Intensivheizstufe
- 7
- Temperatur- Einstellsystem
- 8
- zweite Entzunderungsstufe
- 9a
- kompakte Fertigstrasse als Warmwalzstrasse
- 9b
- Vor- und Endwalzstaffel der Warmwalzstrasse
- 10
- Zwischengerüstkühleinrichtung
- 11
- Einrichtung zum Abkühlen (Kühlstrecke)
- 12
- Schnellkühleinrichtung
- 13
- Kühlbalken mit Wasserkühlung
- 14
- Haspeleinrichtung
1. Verfahren zur Herstellung von Warmband-Walzgut aus einem Gießprodukt, beispielsweise
einer Dünnbramme, wobei das Gießprodukt (2) in einem ersten Schritt einer Wärmevorbehandlung
unterzogen wird und in einem zweiten Schritt das vorerwärmte Gießprodukt einem Walzvorgang
in einer Warmwalzstrasse unterworfen wird; und wobei das Walzgut auf diese Weise in
einen im Hinblick auf die spätere Weiterverarbeitung geeigneten Rekristallisationszustand
bei einer gewünschten Endwalztemperatur (TWE) überführt wird, und die Endwalztemperatur (TWE) des Walzgutes auf Temperaturen von mindestens 950°C, vorzugsweise oberhalb von 1000°C,
eingestellt wird, und
dass das Gießprodukt (2) im Rahmen der Wärmevorbehandlung zur Einstellung der Endwalztemperatur
(TWE) des Walzgutes in der Warmwalzstrasse zumindest eine Vorwärmstufe (3) und eine Intensivheizstufe
(6) durchläuft und auf diese Weise auf eine Einlauftemperatur (Tein) von mindestens 1200 °C für den Einlauf in die Warmwalzstrasse (9a oder 9b) vorerwärmt
wird, und dass vor der Vorwärmstufe (3) eine Entzunderung in einer Entzunderungseinrichtung
durchgeführt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Herstellung von Silizium-legierten Stählen zur Weiterverarbeitung zu kornorientierten
Blechen, wie beispielsweise Elektroblechen, die Steuerung der Temperatur in der Walzstraße
(9a und 9b) über eine Kombination der Walzgeschwindigkeit und Nutzung von Zwischengerüstkühleinrichtungen
(10) eingestellt wird, wobei nach dem Warmwalzen das Walzgut auf Temperaturen (TA) von unterhalb 450 °C innerhalb von 10 s abgeschreckt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Endwalztemperatur (TWE) und die Endwalzgeschwindigkeit des Walzgutes auf Werte eingestellt wird, bei denen
keine vollständige Rekristallisation des Stahles mehr erfolgt und das Walzgut nach
dem letzten Stich in der Warmwalzstrasse von Endwalztemperatur (TWE) auf eine Temperatur (TA) abgeschreckt wird, welche eine Einfrierung des am Ende der Warmwalzstraße eingestellten
gewünschten Rekristallistionszustandes über der Banddicke sicherstellt.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Vorwärmstufe (3) die Temperatur des Gießproduktes (2) auf Werte zwischen 1000
und 1100 °C eingestellt wird und dass in der sich anschließenden Intensivheizstufe
(6) die Temperatur auf Werte von 1250 °C erhöht wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorwärmstufe (3) in einem gas- oder ölbeheiztem Ofen und die sich anschließende
Intensivheizstufe (6) in einer Induktionsheizstufe durchgeführt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Vorwärmstufe (3) und der Intensivheizstufe (6) eine Entzunderung in
einer Entzunderungseinrichtung (5) durchgeführt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass nach der Intensivheizstufe (6) eine weitere Entzunderung in einer zweiten Entzunderungsstufe
(8) durchgeführt wird.
7. Anlage (1) zur Herstellung von Warmband-Walzgut für eine spätere Weiterverarbeitung
zu kornorientierten Blechen, durch Anwendung des Verfahrens nach einem der Patentansprüche
1 bis 6, wobei die Anlage umfasst:
eine Stranggießanlage (1a) zur Herstellung des Gießproduktes (2);
ein Temperatur-Einstellsystem (7) zum Vorwärmen des Gießproduktes; sowie ein dem Temperatur-Einstellsystem
(7) nachgeschaltetes Walzwerk (9a oder 9b), wobei das Temperatur-Einstellsystem (7)
und das Walzwerk (9) dazu dienen, das Gießprodukt (2) in das Walzgut mit einem im
Hinblick auf die spätere Weiterverarbeitung geeigneten Rekristallisationszustand bei
einer bestimmten Endwalztemperatur (TWE) zu überführen, wobei
das Temperatur-Einstellsystem (7) zum Einstellen der Endwalztemperatur (TWE) des Walzgutes in der Walzstrasse eine Vorwärmstufe (3) zum Vorwärmen des Gießproduktes
(2) und eine Intensivheizstufe (6) zum Intensivaufheizen des Gießproduktes (2) auf
eine Einlauftemperatur (Tein) in die Warmwalzstrasse oberhalb von 1200 °C, bevorzugt oberhalb von 1250 °C umfasst,
und vor der Vorwärmstufe (3) eine Entzunderungseinrichtung vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Einrichtung zum Abkühlen (11) des Walzgutes Komponenten zum Abschrecken des Walzgutes
auf Temperaturen unterhalb von 450 °C innerhalb von 10 Sekunden umfasst, und das Walzgut
in Form von Silizium-legierten Stählen, wie beispielsweise Elektroblechen, ausgebildet
ist, und das Warmwalzwerk (9a, 9b) Zwischengerüstkühleinrichtungen (10) umfasst, und
die Zwischenkühleinrichtungen (10) in Kombination mit der Walzgeschwindigkeit zur
Steuerung der Endwalztemperatur (T
WE) dienen.
8. Anlage nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Warmwalzstrasse als kompakte Fertigstrasse (9a) ausgebildet ist.
9. Anlage nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Warmwalzstrasse in wenigstens eine Vor- und wenigstens eine Endwalzstaffel (9b)
aufgeteilt ausgebildet ist.
1. Method of producing hot-strip rolling material from a cast product, for example a
thin slab, wherein the cast product (2) is subjected to a heat pretreatment in a first
step and the preheated cast product is subjected to a rolling process in a hot-rolling
train in a second step, wherein the rolling material is in this way transferred to
a recrystallisation state, which is suitable with respect to later further processing,
at a desired final rolling temperature (TWE), and the final rolling temperature (TWE) of the rolling material is set to temperatures of at least 950° C, preferably above
1,000° C, wherein the cast product (2) within the scope of the heat pretreatment for
setting the final rolling temperature (TWE) of the rolling material in the hot-rolling train runs through at least one preheating
stage (3) and intensive heating stage (6) and in this way is preheated to an entry
temperature (Tein) of at least 1,200° C for entry into the hot-rolling train (9a or 9b) and wherein
descaling is carried out in a descaling device ahead of the preheating stage (3),
characterised in that
for producing silicon-alloyed steels for further processing to form grain-oriented
sheets such as, for example, magnetic steel sheets the control of the temperature
in the rolling train (9a and 9b) is set by way of a combination of rolling speed and
use of intermediate stand cooling devices (10), wherein after hot rolling the rolling
material is quenched to temperatures (TA) of below 450° C within 10 seconds.
2. Method according to claim 1, characterised in that the final rolling temperature (TWE) and the final rolling speed of the rolling speed of the rolling material are set
to a value in which complete recrystallisation of the steel no longer takes place
and the rolling material after the last pass in the hot-rolling train is quenched
from final rolling temperature (TWE) to a temperature (TA) which ensures freezing of the desired recrystallisation state, which is set at the
end of the hot-rolling train, over the strip thickness.
3. Method according to one of claims 1 and 2, characterised in that in the preheating stage (3) the temperature of the cast product (2) is set to values
between 1,000 and 1,100° C and that in the subsequent intensive heating stage (6)
the temperature is increased to values of 1,250° C.
4. Method according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the preheating stage (3) is carried out in a gas-heated or oil-heated furnace and
the subsequent intensive heating stage (6) in an induction heating stage.
5. Method according to any one of claims 1 to 4, characterised in that descaling in a descaling device (5) is carried out between the preheating stage (3)
and the intensive heating stage (6).
6. Method according to any one of claims 1 to 5, characterised in that after the intensive heating stage (6) a further descaling is carried out in a second
descaling stage (8).
7. Plant (1) for producing hot-strip rolling material for later further processing to
form grain-oriented sheets, through use of the method according to any one of claims
1 to 6, wherein the plant comprises:
a continuous casting plant (1 a) for producing the cast product (2);
a temperature setting system (7) for preheating the cast products; and
a rolling mill (9a or 9b) downstream of the temperature setting system (7), wherein
the temperature setting system (7) and the rolling mill (9) serve the purpose of transferring
the cast product (2) into the rolling material with a recrystallisation state, which
is suitable with respect to later further processing, at a specific final rolling
temperature (TWE), wherein the temperature setting system (7) comprises, for setting the final rolling
temperature (TWE) of the rolling material in the rolling train, a preheating stage (3) for preheating
the cast product (2) and an intensive heating stage (6) for intensive heating of the
cast product (2) to an entry temperature (Tein) in the hot-rolling train above 1,200° C, preferably above 1,250° C, and a descaling
device is provided in front of the preheating stage (3);
characterised in that
a device (11) for cooling the rolling material comprises components for quenching
the rolling material to temperatures below 450° C within 10 seconds and the rolling
material is constructed in the form of silicon-alloyed steels such as, for example,
magnetic steel plates, and the hot-rolling mill (9a, 9b) comprises intermediate stand
cooling devices (10), which serve in combination with the rolling speed for controlling
the final rolling temperature (T
WE).
8. Plant according to claim 7, characterised in that the hot-rolling train is constructed as a compact finishing train (9a).
9. Plant according to claim 7, characterised in that the hot-rolling train is constructed to be divided into at least one pre-rolling
echelon and at least one final rolling echelon (9b).
1. Procédé pour la fabrication d'un produit de laminage sous la forme d'une bande chaude
à partir d'un produit de coulée, par exemple d'une brame mince, dans lequel on soumet
le produit de coulée (2) dans une première étape à un prétraitement thermique et,
dans une deuxième étape, on soumet le produit de coulée qui a fait l'objet d'un prétraitement
thermique à un processus de laminage dans un train de laminoir à chaud, et dans lequel
on transfère le produit de laminage de cette manière à un état de recristallisation
approprié lorsqu'on prend en compte la transformation ultérieure à une température
finale de laminage désirée (TWE), et on règle la température finale de laminage (TWE) du produit de laminage à des températures d'au moins 950 °C, de préférence supérieures
à 1000 °C, et on fait passer le produit de coulée (2), dans le cadre du prétraitement
thermique pour le réglage de la température finale de laminage (TWE) du produit de laminage dans le train de laminoir à chaud, au moins par une étape
de préchauffage (3) et par une étape de chauffage intense (6) et on le soumet de cette
manière à un préchauffage à une température d'entrée (Tein) d'au moins 1200 °C pour l'entrée dans le train de laminoir à chaud (9a ou 9b), et
on procède, avant l'étape de préchauffage (3), à un décalaminage dans un dispositif
de décalaminage, caractérisé en ce que, pour la fabrication d'aciers alliés au silicium à des fins de transformation ultérieure
pour obtenir des tôles à grains orientés, comme par exemple des tôles magnétiques,
on procède au réglage de la température dans le train de laminoir (9a ou 9b) via une
combinaison de la vitesse de délaminage et d'une utilisation de mécanismes intermédiaires
de refroidissement des cages de laminoir (10), dans lequel, après le laminage à chaud,
on soumet le produit de laminage à une trempe à des températures (TA) inférieures à 450 °C, dans un laps de temps de 10 secondes.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on règle la température finale de laminage (TWE) et la vitesse finale de laminage du produit de laminage à des valeurs auxquelles
on n'assiste plus à une recristallisation complète de l'acier, et on soumet le produit
de laminage, après la dernière coulée, dans le train de laminoir à chaud à une trempe
en passant de la température finale de laminage (TWE) à une température (TA) qui garantit un gel de l'état de cristallisation désiré réglé à la fin du train
de laminoir à chaud, via l'épaisseur de la bande.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que, dans l'étape de préchauffage (3), on règle la température du produit de coulée (2)
à des valeurs entre 1000 et 1100 °C, et en ce que, dans l'étape de chauffage intense (6) qui y fait suite, on élève la température
à des valeurs de 1250 °C.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'on met en oeuvre l'étape de préchauffage (3) dans un four chauffé au gaz ou au fuel,
et l'étape de chauffage intense (6) qui y fait suite, dans une étape de chauffage
par induction.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'on met en oeuvre, entre l'étape de préchauffage (3) et l'étape de chauffage intense
(6), un décalaminage dans un dispositif de décalaminage (5).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'on met en oeuvre, après l'étape de chauffage intense (6), un décalaminage supplémentaire
dans un deuxième dispositif de décalaminage (8).
7. Installation (1) pour la fabrication d'un produit de laminage sous la forme d'une
bande chaude pour une transformation ultérieure dans le but d'obtenir des tôles à
grains orientés, via l'application du procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 6, l'installation comprenant :
une installation de coulée continue (1a) pour la fabrication d'un produit de coulée
(2) ;
un système de réglage de la température (7) pour le préchauffage du produit de coulée;
ainsi qu'un laminoir (9a ou 9b) monté à la suite du système de réglage de la température
(7), le système de réglage de la température (7) et le laminoir (9) servant à convertir
le produit de coulée (2) en produit de laminage présentant un état de recristallisation
approprié lorsqu'on prend en compte la transformation ultérieure, à une température
finale de laminage déterminée (TWE), le système de réglage de la température (7) pour le réglage de la température finale
de laminage (TWE) du produit de laminage dans le train de laminoir comprenant une étape de préchauffage
(3) pour le préchauffage du produit de coulée (2) et une étape de chauffage intense
(6) pour le chauffage intense du produit de coulée (2) à une température d'entrée
(Tein) dans le train de laminoir, supérieure à 1200 °C, de préférence supérieure à 1250
°C. et un dispositif de décalaminage étant prévu avant l'étape de préchauffage (3),
caractérisé en ce qu'un mécanisme pour le refroidissement (11) du produit de laminage comprend des composants
pour la trempe du produit de laminage à des températures inférieures à 450 °C dans
un laps de temps de 10 secondes, et le produit de laminage est réalisé sous la forme
d'aciers alliés au silicium, comme par exemple des tôles magnétiques, et le laminoir
à chaud (9a, 9b) comprend des mécanismes intermédiaires (10) de refroidissement des
cages et les mécanismes intermédiaires (10) de refroidissement des cages servent,
en combinaison avec la vitesse de délaminage, au réglage de la température finale
de laminage (TWE).
8. Installation selon la revendication 7, caractérisée en ce que le train de laminoir à chaud est réalisé sous la forme d'un train de finition compact
(9a).
9. Installation selon la revendication 7, caractérisée en ce que le laminoir à chaud est réalisé d'une manière telle qu'il est subdivisé en au moins
une table d'entrée de laminage et en au moins une table de sortie de laminage (9b).

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In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur
- Stahl & Eisen, 1993, vol. 2, 37 ff- [0002]