[0001] Die Erfindung betrifft eine Perforationsvorrichtung, umfassend zumindest eine Stanzvorrichtung
für eine gegebenenfalls verformte Platte, ein Werkzeugunterteil mit einer Werkstückaufnahme,
die zumindest eine Durchbrechung aufweist, ein Werkzeugoberteil, das oberhalb der
Platte arretierbar ist und das zumindest einen Stanzstempel trägt, der auf der Kolbenstange
eines in einem Zylinder durch Einleitung eines druckbeauschlagbaren Strömungsmittels
hin- und herbewegbaren Kolbens angeordnet ist, wobei ein signalabgebender Sensor zur
Erfassung fehlerhafter Stanzvorgänge vorgesehen ist und wobei das Strömungsmittel
mit einem Arbeitsdruck beaufschlagbar ist, der genügt, um ein Stanzloch in der Platte
zu erzeugen.
Technisches Gebiet
[0002] Eine solche Perforationsvorrichtung wird z.B. für die Herstellung von Durchbrechungen
in den Trägerelementen der Innenverkleidungselemente von Kraftfahrzeugen benötigt,
um diese mit einem unmittelbar anliegenden Dekorationsstoff beziehen zu können. Gewöhnlich
werden derartige Dekorationsstoffe, die auch der Verbesserung der Haptik dienen können,
mit den Trägerelementen verklebt, wobei es insbesondere im Bereich von Hinterschneidungen
zu einer Blasenbildung kommen kann. Es besteht daher Wunsch, Durchbrechungen in dem
Trägerelementen zu erzeugen, durch die eingeschlossene Luftmengen bei. Bedarf entweichen
können.
Stand der Technik
[0003] Es ist bereits bekannt, solche Durchbrechungen mit Hilfe von Bohrern zu erzeugen.
Dies ist mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden.
[0004] Eine Perforationsvorrichtung der eingangs genannten Art ist aus der
DE 39 03 555 A1 bekannt. Sie erlaubt es, Stanzlöcher an schlecht einsehbaren Stellen von Karosserieblechen
zu erzeugen und dabei zugleich zu kontrollieren, ob das jeweils gewünschte Stanzloch
tatsächlich entstanden ist oder nicht. Dazu ist in der Spitze des Stanzstempels ein
Sensor angeordnet, der geeignet ist, Lichtreflexionen des Bleches oder einen Druckabfall
in einem aus dem Stanzstempel austretenden Strömungsmittel zu erfassen. Die jeweils
eingesetzten Sensoren sind allerdings so groß, um eine solche Vorrichtung beim auf
dem vorliegenden Gebiet anwenden zu können, weil sich die mit dem Stanzstempel erzeugten
Durchbrechungen auf der Oberseite des Dekorationsstoffes nach dessen Verklebung mit
dem Verstärkungselement erkennbar abbilden. Sie sind daher auf dem vorliegenden Anwendungsgebiet
nicht brauchbar.
Darstellung der Erfindung
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine solche Perforationsvorrichtung derart
weiter zu entwickeln, dass zuverlässig angezeigt wird, ob eine Lochung entstanden
ist oder nicht und dass es erlaubt, die Löcher so klein auszubilden, dass sie sich
nach der Verklebung des Dekorationsstoffes mit einem Verstärkungselement nicht auf
dessen Oberseite abbilden.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Perforationsvorrichtung nach dem Oberbegriff
durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 gelöst. Auf vorteilhafte Weiterbildungen
nehmen die Unteransprüche Bezug.
[0007] Die erfindungsgemäße Perforationsvorrichtung umfasst zumindest eine Stanzvorrichtung
für eine gegebenenfalls verformte Platte, sowie ein Werkzeugunterteil mit einer Werkstückaufnahme,
die zumindest eine Durchbrechung aufweist, ein Werkzeugoberteil, das oberhalb der
Platte arretierbar ist und das zumindest einen Stanzstempel trägt, der auf der Kolbenstange
eines in einem Zylinder durch Einleitung eines druckbeauschlagbaren Strömungsmittels
hin- und herbewegbaren Kolbens angeordnet ist wobei ein signalabgebender Sensor zur
Erfassung fehlerhafter Stanzvorgänge vorgesehen ist und wobei das Strömungsmittel
mit einem Arbeitsdruck beaufschlagbar ist, der genügt, um ein Stanzloch in der Platte
zu erzeugen, wobei das Strömungsmittel alternativ zu dem Arbeitsdruck mit einem Prüfdruck
beaufschlagbar ist, wobei der Prüfdruck auf einen Wert einstellbar ist, bei dem sich
der Stanzstempel der Stanzvorrichtung unter Vermeidung eines nennenswerten Eindringens
in die Oberfläche fest an die Platte anlegt und wobei der Sensor zur Erfassung der
sich dabei ergebenden Position des Kolbens geeignet ist und wobei das dabei erhaltene
Signal zur Bewertung des Stanzvorgangs verwendet wird.
[0008] Die Trennung des Sensors von dem Stanzstempel ermöglicht es, ihn nahezu beliebig
klein gestalten und handelsübliche, nadeldünne Bauformen verwenden zu können. Dabei
geht die Erfindung aus von der Erkenntnis, dass es für den hier angestrebten Zweck
völlig genügt, anzuzeigen, ob noch alle Stanzstempel verfügbar sind oder nicht, denn
so lange die Stanzstempel verfügbar sind, entsteht bei dem Arbeitsdruck, der mindestens
das vierfache des Prüfdruckes beträgt, vorteilhaft mindestens das fünffache, in der
aus einem organischen Werkstoff bestehenden Platte von 1 bis 4 mm Dicke zwangläufig
ein Loch von hinreichender Strömungsdurchlässigkeit für das eventuell eingeschlossene
Gas oder ein Vakuum, das sicherstellt, dass der später aufgeklebte Dekorationsstoff
blasenfrei mit der Platte verblebbar ist. Ist demgegenüber zumindest ein Stanzstempel
abgebrochen, was geschehen kann, dann wird das Abbrechen dieses Stanzstempels zuverlässig
vor der Herstellung von weiteren Trägerelementen angezeigt, die fehlerhaft wären.
Der abgebrochene Stanzstempel kann dadurch rechtzeitig ersetzt und die Perforiervorrichtung
wieder fehlerfrei verwendet werden. Falls der Sensor mit einer Abschaltautomatik zusammenwirkt,
ist sogar sichergestellt, dass das Ersetzen des abgebrochenen Stanzstempels zuverlässig
durchgeführt wird und dass überhaupt keine fehlerhaften Teile mehr ausgeliefert werden
können.
[0009] Die Platte wird im Rahmen der weiteren Beschreibung in Hinblick auf das maßgebliche
Anwendungsgebiet der Erfindung als auch als Synonym für das Verstärkungselement verwendet.
Für die Rückführung des Stanzstempels in seine Ausgangslage kann das Strömungsmittel
in den die Rückseite des Kolbens begrenzenden Raum des Arbeitzylinders eingespeist
werden, wobei der Rückholdruck dem Arbeitsdruck entsprechen kann.
[0010] Die Stanzstempel können so klein gehalten werden, wie für den Stanzvorgang aus mechanischen
Gründen unbedingt erforderlich. Durchmesser von 0,5 bis 2,00 mm sind beim Perforieren
von üblichen Verstärkungselementen aus Polypropylen, ABS, Hartpappe oder Kombinationswerkstoffen
daraus problemlos erreichbar.
[0011] Als vorteilhaft hat es sich bewährt, wenn der Prüfdruck auf einen Wert von 0,5 bis
1,2 bar einstellbar ist. Bei einem so niedrigen Wert ist ein unerwünschtes Eindringen
in die Oberfläche des Verstärkungselements nicht zu befürchten und zugleich sichergestellt,
dass sich sämtliche Stanzstempel mit ihrer Vorderseite so fest an die Oberfläche anlegen,
dass für den Sensor erkennbar ist, ob ein Stanzstempel fehlt. In einem solchen Falle
verlagert sich der Kolben und die Kolbenstange in dem Zylinder um einen Wert von zumindest
8 mm, was sicher erkannt und angezeigt werden kann.
[0012] Besonders gut ist der Sensor vor denkbaren Fremdeinwirkungen innerhalb des Zylinders
geschützt. Seine bevorzugte Anbringensposition ist daher innerhalb des Zylinders.
[0013] Als zweckmäßig hat es sich erwiesen, wenn der Sensor in dem Zylinder dem Kolben gegenüberliegend
am oberen Ende am Zylinder angeordnet ist. An dieser Stelle ist eine Relativverlagerung
des Kolbens beim Einspeisen des Prüfdruckes, die einen fehlenden oder abgebrochenen
Stanzstempel signalisiert, besonders gut erkennbar. Falls an Stelle des Stanzstempels
eine spitze Nadel zur Anwendung gelangt, entsteht die gleiche Wirkung.
[0014] Der Sensor kann der oberen Stirnseite des Kolbens gegenüberliegend in dem Zylinder
angeordnet sein. Er ist dort bei eventuellen Störungen besonders leicht austauschbar.
[0015] Als Sensor kommen grundsätzlich alle Abstandssensoren in Betracht, die auf dem Markt
verfügbar sind. Als besonders geeignet haben sich wegen ihrer Zuverlässigkeit und
ihrer leichten Ansteuerbarkeit Induktionssensoren erwiesen.
[0016] Im allgemeinen umfasst die Perforationsvorrichtung eine Vielzahl von Stanzvorrichtungen,
die so über die Oberseite des Verstärkungselementes verteilt sind, dass ein unmittelbares,
blasenfreies Anliegen des Dekorationsstoffes beim nachfolgenden Aufkleben sicher ausgeschlossen
ist. Die einzelne Stanzvorrichtung hat dabei einen so geringen Querschnitt, dass die
gegenseitigen Abstände gering bemessen werden können. Auch kritische Hinterschneidungen
lassen sich so sicher kaschieren. Eventuell entstehende Grate zeigen zur Unterseite
und treten dort nicht störend in Erscheinung.
[0017] Die Stanzvorrichtungen sind der Oberfläche des zu perforierenden Verstärkungselements
in dem zu perforierenden Teilbereich im wesentlichen senkrecht zugeordnet. Hierdurch
wird eine sichere Perforation erreicht unter Vermeidung von unnötigen Risiken bezüglich
des Verbiegens oder des Abrechens von Stanzstempeln.
[0018] Die in den Stanzvorrichtungen enthaltenen Kolben-/Zylindereinheiten können im Betrieb
zeitverschoben mit dem Strömungsmittel druckbeauschlagbar sein, um die Kräfte zu vermindern,
die zugleich in dem Werkzeug wirksam sind. Die Größe der Zuhaltungen lässt sich so
vermindern. Die Ansteuerung der einzelnen Kolben-/Zylindereinheiten kann dabei in
einem sehr schnellen Rhythmus und gegebenenfalls überlappend erfolgen, um weiterhin
kurze Taktzeiten bei geringen Reaktionskräften zu erhalten.
[0019] Die Perforationsvorrichtung eignet sich vor allem zur Perforation eines dreidimensional
verformten Verstärkungselementes eines Innenverkleidungselementes eines Kraftfahrzeuges.
Kurzbeschreibung der Zeichnung
[0020] Eine beispielhafte Ausführung der Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
Sie wird nachfolgend näher erläutert.
[0021] Es zeigen:
Fig. 1 eine beispielhafte Perforationsvorrichtung in perspektivischer Ansicht von
oben.
Fig. 2 eine Stanzvorrichtung der in Fig. 1 gezeigten Perforationsvorrichtung in längsgeschnittener
Darstellung während der bestimmungsgemäßen Verwendung.
Ausführung der Erfindung
[0022] Die in Fig. 1 gezeigte Perforationsvorrichtung, umfasst zumindest eine Stanzvorrichtung
1 für eine gegebenenfalls verformte Platte 2, bei der es sich hier um eine Verstärkungselement
für die Seitenwandverkleidung des Innenraumes eines Kraftfahrzeuges handelt, ein Werkzeugunterteil
mit einer Werkstückaufnahme 3, die eine Durchbrechung 4 aufweist, ein Werkzeugoberteil
5, das oberhalb der Platte 2 arretierbar ist und das einen Stanzstempel 6 trägt, der
auf der Kolbenstange 7 eines in einem Zylinder 8 durch Einleitung eines druckbeauschlagbaren
Strömungsmittels hin- und herbewegbaren Kolbens 9 angeordnet ist, wobei ein signalabgebender
Sensor 10 zur Erfassung fehlerhafter Stanzvorgänge vorgesehen ist und wobei das Strömungsmittel
mit einem Arbeitsdruck beaufschlagbar ist, der genügt, um ein Stanzloch in der Platte
2 zu erzeugen. Dabei ist es vorgesehen, dass das Strömungsmittel alternativ zu dem
Arbeitsdruck mit einem Prüfdruck beaufschlagbar ist, wobei der Prüfdruck auf einen
Wert einstellbar ist, bei dem sich der Stanzstempel 6 der Stanzvorrichtung 1 unter
Vermeidung eines nennenswerten Eindringens an die Oberfläche 11 des Verstärkungselementes
2 anlegt, wobei der Sensor 10 zur Erfassung der sich dabei ergebenden Position des
Kolbens 9 geeignet ist und wobei das dabei erhaltene Signal zur Bewertung des Stanzvorgangs
verwendet wird. De Sensor stellt letztlich fest, ob der Stanzstempel 6 noch verfügbar
ist oder nicht: Ist er abgebrochen, dann entfernt sich der Kolben beim Anlegen des
Prüfdruckes soweit vom Sensor 10, dass dies als Fehler sicher erkannt und angezeigt
wird. Der fehlende Stanzstempel 6 kann daher rechtzeitig vor der weiteren Produktion
fehlerhafter Teile ersetzt werden. In Verbindung mit einer Abschaltautomatik ermöglicht
die Erfindung eine sogar ausschussfreie Produktion.
[0023] In Fig. 1 ist eine Vielzahl von Stanzvorrichtungen so über die Oberfläche des zu
perforierenden Verstärkungselementes verteilt, dass eine Blasenbildung beim Aufkaschieren
eines Dekorationsstoffs auf die Oberseite sicher vermieden wird. Die einzelnen Stanzvorrichtungen
sind daher bevorzugt im Bereich von Hinterschneidungen angeordnet. An die von den
Stanzvorrichtungen erzeugten Löcher können beim Kaschieren ein Vakuum anlegbar sein,
um den Dekorationsstoff beim Aufkaschieren in einen direkten Anlagekontakt an dem
Verstärkungselement zu bringen.
[0024] Der Prüfdruck ist auf einen Wert von 0,5 bis 1,2 bar einstellbar, zweckmäßig auf
einen Wert von 1 bar, während der Arbeitsdruck zumeist 6 bar beträgt. Derartige Drücke
sind in Druckluftnetzen überall verfügbar.
[0025] In Fig. 1 ist ferner zu erkennen, dass die Stanzvorrichtungen 1 der Oberfläche der
zu perforierenden Platte 2 in dem zu perforierenden Teilbereich im wesentlichen senkrecht
zugeordnet sind. Beschädigungen der Stanzstempel 6 wird dadurch vorgebeugt und eine
sichere Stanzung gewährleistet.
[0026] Die in den Stanzvorrichtungen 1 enthaltenen Kolben-/Zylindereinheiten 8.1 können
zeitverschoben mit dem Strömungsmittel druckbeaufschlagbar sein, um die Kräfte, die
beim Stanzprozess auf das Werkzeug einwirken, zu vermindern.
[0027] In Fig. 2 ist gezeigt, dass der Sensor 10 in dem Zylinder 8 angeordnet ist, und zwar
dem Kolben 9 gegenüberliegend am oberen Ende des Zylinders 8 und der oberen Stirnseite
des Kolbens 8 gegenüberliegend. Neben einer besonders zuverlässigen Funktion ist hierdurch
eine leichte Austauschbarkeit gewährleistet. Der Sensor 10 ist als Induktionssensor
ausgebildet.
[0028] Die Kolben-/Zylindereinheit ist mit dem Werkzeugoberteil 5 verschraubt und dadurch
sehr leicht austauschbar. Sie enthält am vorderen Ende der Kolbenstange 7 ein Gewinde,
auf das eine Überwurfmutter aufschraubbar ist mit einer Bohrung, durch die der Stanzstempel
6 hindurchführbar ist. Durch das Anziehen der Überwurfmutter ergibt sich eine feste
Anpressung des am hinteren Ende mit einer Verdickung versehenen Stanzstempels an das
vordere Ende der Zylinderstange 7 und dabei eine definierte Zuordnung zu dieser. Im
montierten Zustand wird der Stanzstempel 6 im vorspringenden Bereich Durch eine auf
den Zylinder 8 aufgeschraubte Führungshülse geführt, die ihn mit geringem Spiel umgibt
und sicherstellt, dass der Stanzstempel 6 nicht im gezeigten, zurückgezogenen Zustand
abgebrochen werden kann.
[0029] Die Kolben-/Zylindereinheit wird mit Druckluft beaufschlagt, und zwar sowohl für
die Vorwärts- als auch für die Rückwärtsbewegung und für die Einspeisung des Prüfdruckes.
[0030] Die Durchbrechungen 4 haben am oberen Ende einen größeren Durchmesser als die Stanzstempel
6. Er kann den Durchmesser der Stanzstempel um 50 bis 200 % übertreffen, um eine gegenseitige
Berührung zu vermeiden, wenn sich beim geneigten Eindringen der Stanzstempel in das
Verstärkungselement eine seitliche Ablenkung ergibt, was zum Abbrechen der Stanzstempel
5 führen kann. Andererseits ist eine zu große Ausbildung der Durchbrechungen nicht
sinnvoll, weil dies zum Federn des die Stanzstempel im Bereich der Durchbrechung umgebenden
Teile des Verstärkungselementes führen kann und als Folge davon einen qualitativ unbefriedigenden
Stanzprozess. In Richtung des unteren Endes kann der Durchmesser der Durchbrechungen
4 abgestuft oder kegelig erweitert sein, um eine Verstopfung durch die Stanzabfälle
zu vermeiden und die Durchbrechungen selbstreinigend zu erhalten.
1. Perforationsvorrichtung, umfassend zumindest eine Stanzvorrichtung (1) für eine gegebenenfalls
verformte Platte (2), sowie ein Werkzeugunterteil mit einer Werkstückaufnahme (3),
die zumindest eine Durchbrechung (4) aufweist, ein Werkzeugoberteil (5), das oberhalb
der Platte (2) arretierbar ist und das zumindest einen Stanzstempel (6) trägt, der
auf der Kolbenstange (7) eines in einem Zylinder (8) durch Einleitung eines druckbeauschlagbaren
Strömungsmittels hin- und herbewegbaren Kolbens (9) angeordnet ist, wobei ein signalabgebender
Sensor (10) zur Erfassung fehlerhafter Stanzvorgänge vorgesehen ist und wobei das
Strömungsmittel mit einem Arbeitsdruck beaufschlagbar ist, der genügt, um ein Stanzloch
in der Platte (2) zu erzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass das Strömungsmittel alternativ zu dem Arbeitsdruck mit einem Prüfdruck beaufschlagbar
ist, dass der Prüfdruck auf einen Wert einstellbar ist, bei dem sich der Stanzstempel
(6) der Stanzvorrichtung (1) unter Vermeidung eines nennenswerten Eindringens an die
Oberfläche (11) der Platte (2) anlegt, dass der Sensor (10) zur Erfassung der sich
dabei ergebenden Position des Kolbens (9) geeignet ist und dass das dabei erhaltene
Signal zur Bewertung des Stanzvorgangs verwendbar ist.
2. Perforationsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Prüfdruck auf einen Wert von 0,5 bis 1,2 bar einstellbar ist.
3. Perforationsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (10) in dem Zylinder (8) angeordnet ist.
4. Perforationsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (10) dem Kolben (9) gegenüberliegend am oberen Ende des Zylinders (8)
angeordnet ist.
5. Perforationsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (10) der oberen Stirnseite des Kolbens (8) gegenüberliegend in dem Zylinder
(8) angeordnet ist.
6. Perforationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (10) ein Induktionssensor ist.
7. Perforationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Vielzahl von Stanzvorrichtungen (1) umfasst.
8. Perforationsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stanzvorrichtungen (1) der Oberfläche der zu perforierenden Platte (2) in dem
zu perforierenden Teilbereich im wesentlichen senkrecht zugeordnet sind.
9. Perforationsvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Stanzvorrichtungen (1) enthaltenen Kolben-/Zylindereinheiten (8.1) zeitverschoben
mit dem Strömungsmittel druckbeaufschlagbar sind.
10. Verwendung der Perforationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 zur Perforation
des Verstärkungselementes (2) eines Innenverkleidungselementes eines Kraftfahrzeuges.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Verfahren zum Erkennen, ob bei einer Perforationsvorrichtung ein Stempel fehlt, bei
dem die Perforationsvorrichtung zumindest eine Stanzvorrichtung (1) für eine gegebenenfalls
verformte Platte (2) sowie ein Werkzeugunterteil mit einer Werkstückaufnahme (3) umfaßt,
die zumindest eine Durchbrechung (4) aufweist, ein Werkzeugoberteil (5), das oberhalb
der Platte (2) arretierbar ist und das zumindest einen Stanzstempel (6) trägt, der
auf der Kolbenstange (7) eines in einem Zylinder (8) durch Einleitung eines druckbeauschlagbaren
Strömungsmittels hin- und herbewegbaren Kolbens (9) angeordnet ist, wobei ein signalabgebender
Sensor (10) zur Erfassung fehlerhafter Stanzvorgänge vorgesehen ist und wobei das
Strömungsmittel mit einem Arbeitsdruck beaufschlagbar ist, der genügt, um ein Stanzloch
in der Platte (2) zu erzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass das Strömungsmittel alternativ zu dem Arbeitsdruck mit einem Prüfdruck beaufschlagt
wird, wobei der Prüfdruck auf einen Wert eingestellt wird, bei dem sich der Stanzstempel
(6) der Stanzvorrichtung (1) unter Vermeidung eines nennenswerten Eindringens an die
Oberfläche (11) der Platte (2) anlegt, der Sensor (10) die sich dabei ergebende Position
des Kolbens (9) erfasst und bei dem das so erhaltene Signal zum Erkennen verwendet
wird, ob bei der Perforationsvorrichtung ein Stempel fehlt.
2. Perforationsvorrichtung, umfassend zumindest eine Stanzvorrichtung (1) für eine gegebenenfalls
verformte Platte (2), sowie ein Werkzeugunterteil mit einer Werkstückaufnahme (3),
die zumindest eine Durchbrechung (4) aufweist, ein Werkzeugoberteil (5), das oberhalb
der Platte (2) arretiert ist und das zumindest einen Stanzstempel (6) trägt, der auf
der Kolbenstange (7) eines in einem Zylinder (8) durch Einleitung eines druckbeauschlagten
Strömungsmittels hin- und herbewegten Kolbens (9) angeordnet ist, wobei ein signalabgebender
Sensor (10) zur Erfassung fehlerhafter Stanzvorgänge vorgesehen ist, wobei das Strömungsmittel
mit einem Arbeitsdruck beaufschlagt ist, der genügt, um ein Stanzloch in der Platte
(2) zu erzeugen und wobei das Strömungsmittel alternativ zu dem Arbeitsdruck mit einem
Prüfdruck beaufschlagbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Prüfdruck auf einen Wert eingestellt ist, bei dem sich der Stanzstempel (6) der
Stanzvorrichtung (1) unter Vermeidung eines nennenswerten Eindringens an die Oberfläche
(11) der Platte (2) anlegt, dass der Sensor (10) die sich dabei ergebende Position
des Kolbens (9) erfasst, dass das dabei erhaltene Signal zur Bewertung des Stanzvorgangs
verwendet wird, dass der Sensor (10) der oberen Stirnseite des Kolbens (8) gegenüberliegend
am oberen Ende in dem Zylinder (8) angeordnet ist.
3. Perforationsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Prüfdruck auf einen Wert von 0,5 bis 1,2 bar einstellbar ist.
4. Perforationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (10) ein Induktionssensor ist.
5. Perforationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Vielzahl von Stanzvorrichtungen (1) umfasst.
6. Perforationsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stanzvorrichtungen (1) der Oberfläche der zu perforierenden Platte (2) in dem
zu perforierenden Teilbereich im wesentlichen senkrecht zugeordnet sind.
7. Perforationsvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Stanzvorrichtungen (1) enthaltenen Kolben-/Zylindereinheiten (8.1) zeitverschoben
mit dem Strömungsmittel druckbeaufschlagbar sind.
8. Verwendung der Perforationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7 zur Perforation
des Verstärkungselementes (2) eines Innenverkleidungselementes eines Kraftfahrzeuges.