Hintergrund der Erfindung
Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf das Gebiet der Druckmaschinen,
insbesondere der Drucker, Plotter oder sonstiger automatischer Registrier-, Schreib-,
und Zeichenanlagen. Drucker, beispielsweise Tintendrucker, sind gekennzeichnet durch
selektives Aufbringen von Flüssigkeit, insbesondere eines Tintenstrahles auf ein Aufzeichnungsmaterial,
wobei der Tintendrucker ein Matrixdrucker sein kann, bei dem durch den gezielten Abschuss
bzw. das Ablenken kleiner Tintentröpfchen die Erzeugung eines Bildes auf einer Oberfläche
durch gesteuerte Positionierungen von Tintentröpfchen entsteht. Zum Aufbringen einer
Flüssigkeit für ein Schrift - oder Druckbild ist eine Flüssigkeitsversorgungseinheit
notwendig. Eine solche Flüssigkeitsversorgungseinheit besteht im Wesentlichen aus
einem Druckerschlitten, der parallel zur Druckzeileneinrichtung angeordnet ist und
traversierend zwischen den beiden Schlittenenden verfährt, während das dem Drucker
zugeführte Papier rechtwinklig zu dem Schlitten in Zeilenvorschubrichtung transportiert
wird. Der Druckerschlitten ist dabei Träger eines Druckkopfes, mindestens einer Tintenzuführnadel,
mindestens eines elektrischen Kontaktes und mindestens eines wechselbaren Behälters,
insbesondere eines Tintenbehälters, zur Aufnahme einer Flüssigkeit, welcher mit seinem
Versorgungsanschluss über eine Tintenzuführnadel mit dem Druckkopf in Verbindung steht.
Dem Tintenbehälter einer Flüssigkeitsversorgungseinheit kommt daher besondere Bedeutung
zu. Der Tintenbehälter enthält einen Tintenspeicherraum zum Speichern einer Flüssigkeit,
einen Anschlussstutzen für einen Versorgungsanschluss, eine Halterung mit Öffnung
zur Aufnahme einer Leiterplatte, eine oder mehrere Befestigungsmittel zum Verriegeln
des Tintenbehälters in der Aufnahmeöffnung eines Druckerschlittens und ist im Wesentlichen
als quaderförmiger Körper ausgebildet.
Hintergrund im Stand der Technik
[0002] Auswechselbare Behälter zur Aufnahme einer Flüssigkeit, vorzugsweise von Tinten,
der eingangs genannten Art sind aus dem Stand der Technik allgemein bekannt und werden
zur Tintenversorgung von Tintendruckern verwendet. Die häufigsten Tintendrucker in
der Praxis sind Serialdrucker, welche einen auswechselbaren Tintenbehälter aufnehmen
können. In dem Tintenbehälter ist hierzu üblicherweise mindestens ein Tintenspeicherraum
vorgesehen, in der die dem Tintendruckkopf zuzuführende flüssige Tinte gespeichert
ist. Die Kammern eines Tintenbehälters können dabei fluidmechanisch voneinander getrennt
sein, mit jeweils eigenen Tintenzuführ- und Tintenaufnahmeöffnungen oder in Strömungsverbindung
untereinander, mit gemeinsamen Tintenzuführ- und Tintenaufnahmeöffnungen ausgebildet
sein. Fluidmechanisch getrennte Tintenkammern kommen insbesondere in Tintenbehältern
für Farbtintenstrahldruckern, zur Aufnahme der unterschiedlichen Farbtinten, zur Anwendung.
Tintenbehälter mit einer einzigen Tintenkammer oder mit fluidmechansich untereinander
verbundenen Tintenkammern werden sowohl in Mono-, als auch in Farbtintenstrahldruckern
eingesetzt. Insbesondere in Farbtintenstrahldruckern können aber auch beide Tintenbehältertypen
gemeinsam eingesetzt werden, indem etwa ein getrennter Tintenbehälter für schwarze
Tinte und ein getrennter Tintenbehälter, mit beispielsweise drei Kammern für jeweils
eine Farbtinte, vorgesehen ist oder indem sowohl die schwarze Tinte, als auch beispielsweise
drei unterschiedliche Farbtinten in jeweils einem eigenen Tintenbehälter oder mehreren
fluidmechanisch verbundenen Tintenkammern vorgesehen sind.
[0003] Zum Betrieb eines Druckers werden eine oder mehrere Tintenbehälter in die druckerseitige
Aufnahmeöffnung eines Druckerschlittens eingesetzt, welche mitfahrend am Schlitten
vorgesehen sind.
[0004] Für eine funktionssichere Versorgung des Druckkopfes mit flüssiger Tinte, ist es
notwendig, dass der oder jeder Anschlussstutzen des Versorgungsanschlusses des Tintenbehälters
mit einer Tintenzuführnadel, welche mit dem Druckkopf in Verbindung steht, ordnungsgemäß
gekoppelt ist.
[0005] Eine ordnungsgemäße Kopplung des Tintenbehälters in der Aufnahmeöffnung des Druckerschlittens
wird dadurch erreicht, dass der Tintenbehälter in der vorgegebenen, definierten Einbaulage
der Aufnahmeöffnung des Druckerschlittens positioniert gehalten und vorzugsweise verriegelt
wird.
[0006] Ein in einem Aufnahmefach verriegelbarer Tintenbehälter ist beispielsweise der
DE 20 2004 001 248 U1 zu entnehmen. Bei dem offenbarten Tintenbehälter handelt es sich um einen quaderförmigen
Behälter, an welchem eine Verriegelungsvorrichtung mit einem Verriegelungsschnapper
in einem Scharnierabschnitt angeordnet ist. Diese Ausführungsform eines Tintenbehälters
mit Verriegelung zum Einsetzen in eine Aufnahmeöffnung eines Druckerschlittens eines
Tintenstrahldruckers ist sehr speziell und nicht für eine Vielzahl von unterschiedlichen
Aufnahmefächern von Druckerschlitten geeignet.
[0007] Ein weiteres Beispiel aus dem Stand der Technik ist in der
DE 203 20 978 U1 offenbart. Der dargestellte Tintenbehälter ist wieder quaderförmig ausgestaltet und
an seiner senkrechten Vorderwand ist ein elastischer Hebel und ein Führungsvorsprungsabschnitt
und an seiner Hinterwand ein Vorsprungsabschnitt angeordnet. Der Hebel und die verschiedenen
Vorsprungsabschnitte sorgen für einen verriegelten Sitz des Tintenbehälters in einer
Aufnahmeöffnung eines Druckerschlittens. Beim Einsatz oder Wechsel eines solchen Tintenbehälters
im Kartuschenhalter stellt sich heraus, das der Tintenbehälter nicht einfach im Kartuschenhalter
anbringbar und zum Austausch nicht einfach entnehmbar ist. Das Handling gestaltet
sich aufgrund der Ausführungsform sehr schwierig.
[0008] Gleiches trifft auf den erfindungsgemäßen Gegenstand eines verriegelbaren Tintenbehälters
aus der
DE 299 24 675 U1 zu.
[0009] Der Nachteil derartiger Ausführungsformen vorgenannter Tintenbehälter, wovon es im
Stand der Technik noch weitere Beispiele gibt, ist der relativ große quaderförmige
Körper, wodurch ein optimales Handling bei dem Einsetzen und der Entnahme eines Tintenbehälters
im Druckerschlitten verhindert wird. Des weiteren entspricht die Ausführungsform und
Anordnung der Verriegelungsvorrichtungen nicht einem vielseitig einsetzbaren Tintenbehälter.
[0010] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Tintenbehälter der eingangs
genannten Art zu schaffen, welcher die vorgenannten Nachteile der bekannten Anordnungen
vermeidet und eine technische Lösung anzugeben, die es ermöglicht, einen kostengünstigen
Tintenbehälter mit einfacher Funktionsgeometrie und geringer Baugröße herzustellen,
der eine funktionssichere Flüssigkeitsversorgung des Druckkopfes und eine Verriegelung
im Druckerschlitten optimal sicherstellt.
[0011] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den nachfolgenden Unteransprüchen und den nachfolgenden Beschreibungen.
Beschreibung der Erfindung
[0012] Um einen mit diesen Merkmalen der vorliegenden Erfindung ausgestatteten Behälter,
insbesondere einen Tintenbehälter zur Aufnahme einer Flüssigkeit, welcher in einem
Druckerschlitten eines Druckers zum lösbaren Anbringen geeignet ist, herzustellen,
wird erfindungsgemäß als Hauptziel die geometrische Neuausführung des Aufbaus eines
Tintenbehälters vorgeschlagen. Die Lösung der Aufgabe besteht darin, den Körper des
Tintenbehälters aus drei Seiten zu bilden, wobei zwei Seiten eine Vorder- und eine
Rückwand darstellen und die dritte Seite eine schmale nahtlos umlaufende Wand ist,
welche die vordere- und hintere Wand parallel beabstandet. Die drei so angeordneten
Wände bilden in etwa einen schmalen ovalen Hohlkörper, vorzugsweise elliptischen oder
kreisförmigen Hohlkörper, für den Tintenbehälter, wobei der Hohlkörper mindestens
einen Tintenspeicherraum zur Aufnahme einer Flüssigkeit, vorzugsweise bestehend aus
drei Kammern, aufweist. Enthält der Tintenspeicherraum mehrere Kammern, können diese
auch, über in der Rückwand angeordneten Kanälen, verbunden sein. Die schmale umlaufende
Wand des Tintenbehälters, welche die Vorder- und Rückwand parallel beabstandet, ist
Träger mehrerer, bzw. einer Vielzahl von verschiedenen Elementen, mindestens aber
eines Elementes. Die Elemente sind in unterschiedlichen Abständen verteilt auf dem
Umfang der schmalen Wand des Körpers des Tintenbehälters angeordnet. Bei den Elementen
handelt es sich um einen Versorgungsanschluss, bestehend aus einen Anschlussstutzen,
der über eine Tintenzuführnadel mit dem Druckkopf in Verbindung steht, um eine Halterung
mit Öffnung zur Aufnahme einer Leiterplatte, welche ein Speicherelement aufweisen
kann, indem Informationen bezüglich der verwendeten Flüssigkeit in dem Tintenbehälter
enthalten ist, um ein Befestigungsmittel, welches zur Verriegelung des Tintenbehälters
in einer Aufnahmeöffnung eines Druckerschlittens vorgesehen ist, um einen Abstandshalter,
welcher zur Positionierung des Tintenbehälters in der Aufnahmeöffnung des Druckerschlittens
vorgesehen ist, um eine Stütz- und Positioniereinrichtung, die oberhalb der quaderförmigen
Halterung und unterhalb des Handling-Griffes vorgesehen ist und ein Verdrehen des
Tintenbehälters in der Aufnahmeöffnung des Druckerschlittens vermeidet, und um einen
Griff zum leichteren Handling des Tintenbehälters beim Einstecken und Herausnehmen
aus der Aufnahmeöffnung des Druckerschlittens. Die vorteilhafte Anordnung einer Stütz-
und Positioniereinrichtung am Tintenbehälter, welche in etwa diagonal dem Abstandshalter
auf dem Ellipsenbogen gegenüber liegt und oberhalb der Halterung auf der schmalen
Wand angeordnet ist, überträgt, durch einen am Druckerschlitten vorhandenen Hebelmechanismus,
den notwendigen Druck auf den Tintenbehälter, um die unterhalb der Stütz- und Positioniereinrichtung
in der Halterung auf der Leiterplatte befindlichen Elektroden exakt zu positionieren.
Des Weiteren befindet sich auf dem Ellipsenbogen der schmalen Seitenwand des Tintenbehälters
ein Griff, welcher das Handling bei der Bestückung und der Entnahme des Behälters
in der Aufnahmeöffnung des Druckerschlittens wesentlich erleichtert.
[0013] Im Einzelnen ist der Tintenbehälter mit seinen, auf dem elliptischen Bogen der schmalen
Seitenwand angeordneten Elementen, so dimensioniert, dass dieser in verschiedene Aufnahmefächer
von Druckerschlitten lösbar einsetzbar ist.
[0014] Aufgrund der Vielzahl von verschiedenen Druckergeräten, gibt es vorteilhafterweise
aber drei Ausführungen von Tintenbehältern, die alle auf dem gleichen Prinzip eines
elliptischen Hohlkörpers beruhen, wobei eine Ausführungsform von Tintenbehälter die
Sonderform einer Ellipse annimmt und einen kreisförmigen Hohlzylinder bildet, an dessen
Umfang die benötigten und zuvor beschriebenen Elemente angeordnet sind.
[0015] Die Tintenbehälter können im Spritzgießverfahren ein- oder mehrteilig aus verschiedenen
Materialien, vorzugsweise Kunststoff, hergestellt sein.
[0016] Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen rein schematisch
dargestellt und werden nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- prinzipiell einen erfindungsgemäßen Tintenbehälter in perspektivischer Darstellung
und
- Figur 2
- in perspektivischer Ansicht eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Tintenbehälters
und
- Figur 3
- eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Tintenbehälters in perspektivischer
Darstellung.
[0017] Fig.1 zeigt in perspektivischer Ansicht eine vorteilhafte Ausführung eines erfindungsgemäßen
Tintenbehälters 1 in komplettierter Form nach gattungsbildender Art, wobei der Tintenbehälter
1 folgende Merkmale umfasst: eine Vorderwand 3, eine Rückwand 4 und eine Seitenwand
5, wobei die vordere- und die hintere Seitenwand 3,4 durch die Seitenwand 5 parallel
beabstandet sind. Die Vorderwand 3 und die Rückwand 4 entsprechen in ihrer Form einer
Ellipse und bilden mit der umlaufenden Seitenwand 5 einen Hohlkörper 2. Der Hohlkörper
2 entspricht einem flachen elliptischen Zylinder, welcher einen Tintenbehälter 1 bildet.
D.h., zwei kongruente Ellipsen, die in parallelen Ebenen liegen, bilden die Grund-
und Deckfläche bzw. die Vorder- 3 und Rückwand 4, wobei, technisch gesehen, die Vorderwand
3 auch die Rückwand 4, und umgekehrt die Rückwand 4 auch die Vorderwand 3 sein kann.
Der Tintenbehälter 1 enthält, zur Aufnahme einer Flüssigkeit, einen Tintenspeicheraum
6, der aus einer Kammer (nicht dargestellt), vorzugsweise drei Kammern, bestehen kann.
Der Tintenspeicherraum 6 ist über einen Versorgungsanschluss 11, der aus einem zylindrischen
Anschlussstutzen 7 besteht, in welchen eine Tintenzuführnadel eingreifen kann, mit
dem Druckerkopf (nicht dargestellt) verbunden. Der Anschlussstutzen 7 ist auf der
schmalen, umlaufenden Seitenwand 5 des Tintenbehälters 1 angeordnet und befindet sich
somit auf dem Ellipsenbogen der Vorder- 3 und Rückwand 4, wobei die Mittellinie des
zylindrischen Anschlussstutzens nicht senkrecht auf der schmalen, umlaufenden Seitenwand
5 steht.
[0018] Des Weiteren ist die, auf dem Ellipsenbogen 12 umlaufende Seitenwand 5 des Tintenbehälters
1, Träger von verschiedenen Elementen. Ein Element betrifft eine in etwa quaderförmige
Halterung 8, welche eine Öffnung 13 zur Aufnahme einer Leiterplatte (nicht dargestellt)
enthält. Die quaderförmige Halterung 8 ist an der schmalen, umlaufenden Seitenwand
5 angelenkt, wobei das freie Ende der Halterung 8 eine in etwa rechteckförmig ausgebildete
Öffnung 13, zur Aufnahme einer Leiterplatte, die ein Speicherelement enthalten kann,
aufweist. Aufgrund der Länge der Halterung 8 befindet sich die Öffnung 13, zur Aufnahme
der Leiterplatte, beabstandet vom Ellipsenbogen 12 der Seitenwand 5. Die Öffnung 13
ist derart gestaltet, dass diese das seitliche Einschieben einer Leiterplatte ermöglicht
und in der Endposition klemmt. Die untere Seite 14 der Halterung 8 entspringt dem
Nebenscheitelpunkt 17 der Ellipse, der Stelle, an der die Ellipse am wenigsten gekrümmt
und die kleine Halbachse der Ellipse am größten ist. Die im Nebenscheitelpunkt 17
an die Ellipse angelegte Tangente heißt Scheiteltangente, welche den Verlauf der unteren
Seite 14 der Halterung 8 vorgibt und parallel zur Mittenachse verläuft. Die untere
Seite 14 der Halterung 8 verläuft dabei parallel zur Bodenfläche der Aufnahmeöffnung
im Druckerschlitten (nicht dargestellt), wobei die Mittellinie des zylindrischen Anschlussstutzens
7 des Versorgungsanschlusses 11 wiederum senkrecht auf der unteren Seite 14 steht.
Des weiteren enthält die untere Seite 14 der Halterung 8 zwei Versorgungsanschlüsse
11',11", welche einen Zugang zu der jeweils einzelnen Kammer des Tintenspeicheraumes
6 haben, aber ohne Anschlussstutzen ausgebildet sind. Die Öffnung 13 der Halterung
8 ist ebenfalls senkrecht zur unteren Seite 14 und parallel zur Mittellinie des Anschlussstutzens
7 angeordnet. Daraus ergibt sich, dass die Leiterplatte parallel beabstandet zum Anschlussstutzen
7 verläuft und die durch die Halterung 8 in Längsrichtung gedachte Mittellinie, die
auch senkrecht auf der Oberfläche der Leiterplatte steht, orthogonal zur Mittellinie
des Anschlussstutzen 7 verläuft. Die Halterung 8 und der Anschlussstutzen 7 haben
ihren Ursprung an der schmalen Seitenwand 5, wobei das freie Ende der Halterung 8
und des Anschlussstutzens 7 von der schmalen Seite 5 abgewandt sind. Der Anschlussstutzen
7 ist, ortsmäßig betrachtet, in der Nähe vor dem Nebenscheitelpunkt 17 auf der Seitenwand
5 und somit vor der Halterung 8 angeordnet.
[0019] Ein weiteres Element betrifft ein Befestigungsmittel 9, welches zur Verriegelung
des Tintenbehälters 1 in der Aufnahmeöffnung eines Druckerschlittens benötigt wird.
Wie aus der Fig. hervorgeht, ist das Befestigungsmittel 9 ein Hebel. Der Hebel dient
als ein elastisch verformbares Halteteil und ist auf dem Ellipsenbogen 12 der schmalen
Seitenwand 5 angeordnet. Der Fußpunkt 19 des Befestigungsmittels 9 befindet sich nur
geringfügig oberhalb der waagerechten Mittellinie des elliptischen Hohlkörpers 2 und
in der Nähe eines Hauptscheitelpunktes 18, uzw. an dem Hauptscheitelpunkt 18, der
näher an dem Anschlussstutzen 7 des Versorgungsanschlusses 11 liegt, während an dem
gegenüberliegenden Hauptscheitelpunkt 18' sich oberhalb und unterhalb die Elemente
Halterung 8 und Stütz- und Positioniereinrichtung 15 befinden. Das Befestigungsmittel
9 besteht aus einem doppelten Hebelsystem und ist so auf der schmalen Seitenwand 5
des Tintenbehälters 1 angeordnet, dass ein Hebelarm 20, vom Fußpunkt 19 der Seitenwand
5 ausgehend, im weitesten Sinne entgegengesetzt der Richtung des Anschlussstutzens
7 weist, während der am Hebelarm 20 angelenkte Hebelarm 21 in etwa orthogonal auf
dem Hebelarm 20 angeordnet ist und in Richtung der Seitenwand 5 weist. Ungefähr auf
einem Drittel der Länge des Hebelarmes 20, vom Fußpunkt 19 aus betrachtet, ist der
Hebelarm 21 ausgebildet. Die Länge des Hebelarmes 21 entspricht in etwa der Länge
des ersten Drittels der Länge des Hebelarmes 20, bzw. der Länge des ersten Abschnittes
I 26 des Hebelarmes 20, wobei der erste Abschnitt I 26 des Hebelarmes 20 mit dem angelenkten
Hebelarm 21 zwei Schenkel eines Dreieckes bildet. Die beiden Schenkel sind ungefähr
durch einen rechten Winkel beabstandet. Bei der Betätigung des Hebelarmes 20 des Befestigungsmittels
9 in Richtung des Tintenbehälters 1 begrenzt der Hebelarm 21 den Weg des Hebelarmes
20. Der Weg des Hebelarmes 20 wird dadurch begrenzt, dass sich der Hebelarm 21 auf
der Seitenwand 5 abstützt. Liegt der Hebelarm 21 an der Seitenwand 5 an und wird der
elastische Hebelarm 20 weiter in Richtung Tintenbehälter 1 bewegt, ergibt sich ein
Schwenkpunkt, der oberhalb des ersten Abschnittes I 26, bzw. oberhalb des ersten Drittels
der Länge des Hebelarmes 20, also im zweiten und dritten Abschnitt 27,28 des Hebelarmes
20 liegt. Der Schwenkpunkt im zweiten und dritten Abschnitt 27,28 ergibt sich aufgrund
der elastischen Verformbarkeit des Hebels 20. Ungefähr am Ende des zweiten Abschnittes
II 27, also zu Beginn des dritten Abschnittes III 28, ist am Hebelarm 20 ein Rastmittel
22 in Form eines Rasthakens ausgebildet, welcher an der dem Hebelarm 21 abgewandten
Seite ausgebildet ist und nach außen weist. Der Rasthaken ist in ein korrespondierendes
Rastmittel, welches in der Aufnahmeöffnung des Druckerschlittens angeordnet ist, in
Eingriff bringbar und von diesem lösbar. Am freien Ende des Hebelarmes 20, bzw. am
Ende des Abschnittes III 28, kann eine Wulst 23 oder eine ähnliche Ausbildung zur
Verstärkung der Kante ausgebildet sein.
[0020] Zwischen den am Ellipsenbogen 12 auf der Seitenwand 5 angeordneten Elementen, Anschlussstutzen
7 und Befestigungsmittel 9, befindet sich ein Abstandshalter 10. Der Abstandshalter
10 wird durch einen Steg 24, der aus der Seitenwand 5 hervorgeht und an dessen Ende
sich ein Hohlzylinder 25 befindet, gebildet, wobei die Öffnungen des Hohlzylinders
25 in Richtung der Vorder- 3 und Rückwand 4 weisen. Die Mittellinie des auf dem Steg
24 angeordneten Hohlzylinders 25 verläuft parallel zur Seitenwand 5, wobei der Steg
24 in etwa orthogonal auf der Seitenwand 5 steht. Der Abstandshalter 10 ist, im Uhrzeigersinn,
oberhalb des Anschlussstutzens 7 des Versorgungsanschlusses 11 und unterhalb des Befestigungsmittels
9 und in etwa auf der Diagonalen gelegen, welche durch den Mittelpunkt des Tintenbehälters
1 und dem auf dem Ellipsenbogen 12 der Seitenwand 5 angeordneten Griff 16 verläuft.
Der Abstandshalter 10 hat die Aufgabe, den Tintenbehälter 1 im Aufnahmefach des Druckerschlittens
zu positionieren und eine Verschiebung des Tintenbehälters 1 in Richtung der Breite
des Tintenbehälters 1 zu verhindern.
[0021] Zur weiteren Positionierung des in der Aufnahmeöffnung eines Druckerschlittens lösbar
einbringbaren Tintenbehälters 1 ist der Tintenbehälter 1 vorteilhafterweise mit einer
weiteren Stütz- und Positioniereinrichtung 15 ausgestattet. Die Stütz- und Positioniereinrichtung
15 ist auf der schmalen Seitenwand 5, oberhalb der quaderförmigen Halterung 8 und
unterhalb des Griffes 16, angeordnet, wobei die Halterung 8 in etwa diagonal dem Abstandshalter
10 auf dem Ellipsenbogen 12 gegenüber liegt. Diese Stütz- und Positioniereinrichtung
15 überträgt, durch einen am Druckerschlitten vorhandenen Hebelmechanismus, den notwendigen
Druck auf den Tintenbehälter 1, um die unterhalb der Stütz- und Positioniereinrichtung
15 in der Halterung 8 auf der Leiterplatte befindlichen Elektroden exakt zu positionieren,
ohne dass auf die Elektroden eine Drehkraft einwirkt. Die Stütz- und Positioniereinrichtung
15 ist vorzugsweise innerhalb der Breite der Leiterplatte auf der Seitenwand 5 angeordnet.
D.h., die Breite der Stütz- und Positioniereinrichtung 15 ist wesentlich schmaler
ausgebildet, als die Breite der Seitenwand 5. Des weiteren ist die Stütz- und Positioniereinrichtung
15 relativ zentrisch zur Leiterplatte, aber nicht zentrisch auf der Seitenwand 5 angeordnet
und besteht aus zwei Streben 29,30, die zusammen mit der Seitenwand 5 ein Dreieck
bilden, wobei die Strebe I 29 mit der Strebe II 30 unter einem Winkel, kleiner 90
Grad, verbunden ist. Die Strebe 30 besitzt an der Außenseite des Dreiecks eine Abflachung
31, in Form einer ebenen Fläche 32, welche aufgrund der schmalen Strebe 30 aber relativ
klein ausfällt. Die Abflachung 31 dient in der Aufnahmeöffnung des Druckerschlittens
an einer korrespondierenden Fläche als Anlage. Die Strebe 29, welche den Druck durch
den Hebelmechanismus des Druckerschlittens aufnimmt, verläuft parallel zur unteren
Seite 14 der Halterung 8.
[0022] Zur leichteren Entnahme des Tintenbehälters 1 aus der Aufnahmeöffnung eines Druckerschlittens
wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, nicht, wie aus dem Stand der Technik bei quaderförmigen
Tintenpatronen bekannt, einen Ausnehmungsabschnitt bzw. eine Öffnung zum Eingriff
durch einen Daumen in einer senkrechten Wandoberfläche vorzusehen, sondern auf dem
Ellipsenbogen 12 einen Griff 16 anzuordnen. Der Griff 16 ermöglicht einerseits das
Erfassen des Tintenbehälters 1 mit zwei Fingern des Bedieners, was bei einer Öffnung
nicht möglich ist und andererseits das gewohnte Entnehmen des Tintenbehälters 1 mit
Hilfe des Daumens und beispielsweise des Zeigefingers. Der Zeigefinger liegt dabei
auf dem Hebelarm 20 des Befestigungsmittels 9 und der Daumen umfasst den Griff 16.
Wird der Hebelarm 20 von einem der Finger in Richtung der Seitenwand 5 bewegt, also
in Richtung des Tintenbehälters 1, verformt sich der elastische Hebelarm 20 des Befestigungsmittels
9 und das Rastmittel 22 gibt die Verbindung zum korrespondierenden Rastmittel im Druckerschlitten
frei. Der Tintenbehälter 1 verliert in der Aufnahmeöffnung des Druckerschlittens seinen
Halt und kann mit Hilfe des Griffes 16 entnommen werden. Der Griff 16, der oberhalb
der Stütz- und Positioniereinrichtung 15 auf der Seitenwand 5 angeordnet und in etwa
auf der Diagonalen gelegen ist, welche durch den Mittelpunkt des Tintenbehälters 1
und dem auf dem Ellipsenbogen 12 der Seitenwand 5 angeordneten Abstandshalter 10 verläuft,
kann in unterschiedlicher Form ausgebildet sein. Eine einfache Ausführungsform eines
Griffs 16 besteht aus einem einfach gebogenen Steg, dessen Richtung in etwa senkrecht
zur unteren Seite 14 angeordnet ist. Der Griff 16 der nicht die gesamte Breite der
Seitenwand 5 einnimmt und dessen Länge nicht über die Höhe des Tintenbehälters 1 hinaus
geht, wobei die größte Höhe des Tintenbehälters 1 durch einen Nebenscheitelpunkt 17'
auf dem Ellipsenbogen 12 bestimmt wird, kann weitere Ausführungsformen annehmen. Eine
weitere Ausführungsform eines Griffes 16 besteht aus einem "L"- förmigen Haken, wobei
der lange "L"-förmige Schenkel aus der ovalen Seitenwand 5 hervorgeht und der kurze
"L"- förmige Schenkel von der schmalen Seitewand 5 weg führt und in etwa parallel
zur Halterung 8 verläuft. Am freien Ende des kurzen "L"- förmigen Schenkels ist eine
Verdickung in Form einer Wulst angeordnet. Andere Ausführungsformen eines Griffes
16 am Tintenbehälter 1 zum Handling des Benutzers sind denkbar.
[0023] Die Reihenfolge der angeordneten Elemente auf der Seitenwand 5, welche die Vorder-
3 und Rückwand 4 auf einem Ellipsenbogen 12 umspannt, beginnt, im Uhrzeigersinn betrachtet,
und ausgehend von dem orthogonal zur Halterung 8 stehenden Anschlussstutzen 7, wobei
die Halterung 8 nach rechts weist, wie aus der Figur 1 ersichtlich, mit dem links
vom Anschlussstutzen 7 befindlichen Abstandshalter 10. An den Abstandshalter 10 schließt
sich das Befestigungsmittel 9 an. Auf das Befestigungsmittel 9 folgt der Griff 16,
an welchen sich die Stütz- und Positioniereinrichtung 15 anschließt. Nach der Stütz-
und Positioniereinrichtung 15 folgt die Halterung 8, welche Träger der Leiterplatte
ist. Die Elemente umspannen somit in bestimmten Winkelgrad- Abständen die 360 Grad
einer Ellipse. Beziehungsweise teilen die Elemente den Ellipsenbogen 12 mit Hilfe
zweier Schenkel in verschiedene Größen von Winkeln auf. Die Winkel haben ihren Ursprung
im gemeinsamen Koordinatenmittelpunkt und werden durch den jeweils auf dem Ellipsenbogen
liegenden zentrischen Fußpunkt der Elemente, in Rechtsdrehung gesehen, festgelegt.
Ein Winkel ist hier, geometrisch betrachtet, ein Teil der Ebene, die von zwei in der
Ebene liegenden Strahlen (Halbgeraden) mit gemeinsamem Anfangspunkt begrenzt wird.
Der gemeinsame Anfangspunkt der beiden Strahlen wird Ellipsenmittelpunkt genannt.
Die Strahlen heißen Schenkel des Winkels. Ein Winkel zwischen den Elementen wird also
durch drei Punkte festgelegt, von denen einer im Scheitel des Winkels liegt und die
beiden anderen auf je einem Schenkel des Winkels auf dem Ellipsenbogen 12. Der Winkelabstand
zwischen dem Anschlussstutzen 7 und dem Abstandshalter 10 ist beispielsweise durch
einen spitzen Winkel von ca. 20 bis 25 Grad gekennzeichnet, ein solcher Winkel, der
ebenfalls zwischen 20 bis 25 Grad beträgt, befindet sich auch zwischen dem Griff 16
und der Stütz- und Positioniereinrichtung 15. Zwischen dem Befestigungsmittel 9 und
dem Griff 16 ergibt sich ein stumpfer Winkel, im Bereich von 120 bis 130 Grad, sowie
zwischen der Stütz- und Positioniereinrichtung 15 und dem Anschlussstutzen 7 der ebenfalls
zwischen ca. 120 bis 130 Grad beträgt. Der Abstandswinkel zwischen der Halterung 8
und dem Anschlussstutzen 7 ist wiederum durch einen spitzen Winkel gekennzeichnet.
[0024] In Fig.2 wird in perspektivischer Ansicht eine weitere vorteilhafte Ausführung eines
erfindungsgemäßen Tintenbehälters 41, ebenfalls in kompletter Form nach gattungsbildender
Art eines wechselbaren Behälters zur Aufnahme einer flüssigen Tinte, aufgezeigt. Der
Tintenbehälter 41, gemäß der Figur 2, entspricht im Wesentlichen dem Prinzip des Tintenbehälters
1 nach Figur 1. Die Angaben zum Tintenbehälter 41 der Fig.2 können daher größtenteils,
bzw. im Wesentlichen, wie zuvor in Fig.1 zum Tintenbehälter 1 beschrieben, entnommen
werden. Nachstehend werden daher nur die Unterschiede des Tintenbehälters 41 zum Tintenbehälter
1 aufgezeigt. D.h., der Tintenbehälter 41 umfasst ebenfalls eine Vorderwand 43, eine
Rückwand 44, welche beide in Ihrer Form einer Ellipse entsprechen und einer Seitenwand
45, wobei die vordere- und die hintere Seitenwand 43,44 durch die Seitenwand 45 parallel
beabstandet sind und mit der umlaufenden Seitenwand 45 einen Hohlkörper bilden, der
einen Tintenspeicherraum 46 enthält, der mindestens aus einer Tintenkammer besteht.
Auch die umlaufende Seitenwand 45 auf dem Ellipsenbogen 52 der Vorder- 43 und Rückwand
44 ist wiederum Träger der verschiedenen Elemente. Die Elemente bestehen ebenfalls
aus dem Anschlussstutzen 47 des Versorgungsanschlusses 51, der Halterung 48, dem Befestigungsmittel
49, dem Griff 56, der Stütz- und Positioniereinrichtung 55 und dem Abstandshalter
50. Nur die Reihenfolge der auf dem Ellipsenbogen 52, bzw. am Umfang der Seitenwand
45 angeordneten Elemente, im Uhrzeigersinn, hat sich geändert. Durch die Änderung
der Anordnung der Elemente verändert sich die Geometrie bzw. auch die Größe der Ellipse.
An Stelle des Abstandshalters 50 (in Fig.1, 10) befindet sich jetzt die quaderförmige
Halterung 48 (in Fig.1, 8), wobei der Abstandshalter 50 in etwa an der vorigen Stelle
der Halterung 48 angeordnet ist. Im Prinzip haben diese beiden Elemente ihren Platz
getauscht. Der Winkelabstand zwischen dem Anschlussstutzen 47 und der Halterung 48
entspricht einem spitzen Winkel. Eine weitere Änderung betrifft die Größe der Halterung
48. Der Tragarm der Halterung 48 beginnt wiederum im Nebenscheitelpunkt 57 und ist
verkürzt ausgebildet, wodurch die Öffnung 53 (in Fig.1,13), zur Aufnahme der Leiterplatte,
nicht mehr vom Ellipsenbogen 52 der Seitenwand 45 beabstandet ist, sondern direkten
Kontakt mit der Seitenwand 45 besitzt. D.h., dass die vordere Fläche der Halterung
48, welche die Öffnung 53 enthält, einerseits orthogonal zur unteren Seite 54 steht
und andererseits im Hauptscheitelpunkt 58 ausläuft. Die Halterung 48 ist somit vollständig
an die Seitenwand 45 integriert.
[0025] Im Anschluss an die Öffnung 53 folgt auf dem Ellipsenbogen 52 der Seitenwand 45 das
Befestigungsmittel 49, welches identisch der Ausführung des Befestigungsmittels 9,
gemäß der Fig.1, ausgebildet ist, wobei der Winkelabstand zwischen dem Anschlussstutzen
47 und dem Befestigungsmittel 49 auch ungefähr dem gleichen Winkelabstand der Elemente
7,9, gemäß der Figur 1, entspricht und der Fußpunkt 59 in der Nähe und oberhalb des
Hauptscheitelpunktes 58 der Ellipse angeordnet ist.
[0026] Im Anschluss an das Befestigungsmittel 49 folgt auf der Seitenwand 45 der Griff 56,
an welchen sich, in Rechtsdrehung betrachtet, die Stütz- und Positioniereinrichtung
55 anschließt. Die Stütz- und Positioniereinrichtung 55 besteht, entgegen der Ausführung
gemäß der Figur 1, nicht aus zwei Streben 29,30, welche an der Seitenwand 5 angeordnet
sind, sondern aus einer ebenen Fläche 60, die in der Nähe des auf der Symmetrieachse
liegenden Brennpunktes die Symmetrieachse orthogonal schneidet und dient der gleichen
Funktion.
[0027] Im Anschluss an die Stütz- und Positioniereinrichtung 55 folgt in gleicher Ausführung,
gemäß der Figur 1, der Abstandshalter 50 und daran der Versorgungsanschluss 51. In
der Figur 1 befindet sich der Anschlussstutzen 7 des Versorgungsanschlusses 11 relativ
weit, durch zwei Versorgungsanschlüsse 11',11", von der Leiterplatte entfernt, wohingegen
der Versorgungsanschluss 51, gemäß der Figur 2, sich in unmittelbarer Nähe der Leiterplatte
befindet. Die beiden Versorgungsanschlüsse 51',51" befinden sich jetzt zwischen dem
Anschlussstutzen 47 und Abstandshalter 50.
[0028] Die dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Tintenbehälters 61 ist der perspektivischen
Darstellung der Fig.3 zu entnehmen. Auch hier entspricht die Ausführungsform des Tintenbehälters
61 im Wesentlichen dem Prinzip der Ausführungsform des Tintenbehälters 1 nach Figur
1. Der wesentliche Unterschied des Tintenhalters 61 aus der Figur 3 zu den beiden
Tintenbehältern 1 und 41, gemäß der Figur 1 und 2, besteht einerseits darin, dass
die elliptische Form der Tintenbehälter 1 und 41 verlassen und die Sonderform des
Kreises gewählt wurde, woraus sich ein flacher kreisförmiger Zylinder ergibt und andererseits
aus der Anordnung der Halterung 68 am Kreisbogen 72 der Seitenwand 65. D.h., zwei
kongruente Kreise, die in parallelen Ebenen liegen, bilden die Grund- und Deckfläche,
bzw. die Vorder- 63 und Rückwand 64 des Tintenbehälters 61, welche durch eine Seitenwand
65 beabstandet sind. Die Vorder- 63 und Rückwand 64 bilden mit der umlaufenden Seitenwand
65 einen Hohlkörper 62, der einen Tintenraum 66 aufweist, der aus mindestens einer
Tintenkammer bestehen kann.
[0029] Die Reihenfolge aber der auf der Seitenwand 65 angeordneten Elemente, ausgehend vom
Anschlussstutzen 67 des Versorgungsanschlusses 71, entspricht, im Uhrzeigesinn betrachtet,
der Reihenfolge wie in Figur 2 angegeben. Auf den Anschlussstutzen 67 des Versorgungsanschlusses
71 folgt die Halterung 68 mit einer Öffnung 73 zur Aufnahme einer Leiterplatte, an
welche sich das Befestigungsmittel 69 anschließt. Im Anschluss an das Befestigungsmittel
69 folgen der Griff 76, die Stütz- und Positioniereinrichtung 75 und der Abstandshalter
70.
[0030] Wie zuvor erwähnt, ist die Anordnung der Halterung 68 gegenüber den Halterungen 8,48
der Figur 1 und 2 unterschiedlich ausgeführt. Die untere Seite 74 der Halterung 68
ist relativ identisch mit der unteren Seite 54 der Halterung 48 der Figur 2, bis auf
den Unterschied, dass der Anschlussstutzen 67 sich jetzt auf der Position des Versorgungsanschlusses
71' befindet und dadurch bedingt weiter von der Öffnung 73, welche die Leiterplatte
aufnimmt, entfernt ist. In der Figur 2 ist der Anschlussstutzen 47 des Versorgungsanschlusses
51 in unmittelbarer Nähe zur Öffnung 53 und nicht, wie in Figur 3, durch den Versorgungsanschluss
71 weiter beabstandet. Aufgrund dessen, dass der Anschlussstutzen 67 auf dem Versorgungsanschluss
71' angeordnet ist, ist der Abstand des Anschlussstutzen 67 zum Abstandshalter 70
verringert und zwischen dem Abstandshalter 70 und dem Anschlussstutzen 67 befindet
sich nur noch ein Versorgungsanschluss 71".
[0031] Die untere Seite 74 ist derart an den Kreisbogen 72 der Seitenwand 65 angeordnet,
dass sie auf der Linie einer Kreissehne verläuft, welche parallel zur Mittenachse
und parallel zur Bodenfläche der Aufnahmeöffnung im Druckerschlitten, (nicht dargestellt),
steht. Die Höhe zwischen der Kreissehne und dem Kreisbogen 72, also die Segmenthöhe
des Kreissegmentes, entspricht in etwa einem fünftel des Radius.
[0032] Eine weitere Änderung gegenüber dem Tintenhalter 1 und 41 wurde an der Stütz- und
Positioniereinrichtung 75 vorgenommen. In der Figur 1 besteht die Stütz- und Positioniereinrichtung
15 im Prinzip aus zwei Streben 29,30, welche an der Seitenwand 5, oberhalb des Hauptscheitelpunktes
18', angeordnet sind. In der Figur 2 hingegen besteht die Stütz- und Positioniereinrichtung
55 aus einer ebenen Fläche 60, die ebenfalls an der Seitenwand 5, und rechtwinklig
zur unteren Seite 54, angeordnet ist. Die ebene Fläche 60 befindet sich, gegen den
Uhrzeigersinn gesehen, oberhalb des Abstandshalters 50. In der Figur 3 besteht der
Abstandshalter 70 aus dem aus der Figur 1 und 2 bekannten Steg 24 und dem daran angeordneten
Hohlzylinder 25, aber kombiniert mit einer daran angeschlossenen Stütz- und Positioniereinrichtung
75. Die Stütz- und Positioniereinrichtung 75 bildet mit dem Abstandshalter 70 eine
gemeinsame Vorrichtung 77, welche aus dem bekannten Abstandshalter 70 und drei Streben
78,79,80 besteht. Die Strebe 78 ist dabei mit dem Abstandshalter 70 verbunden und
verläuft parallel zur unteren Seite 74. Die Funktion der Strebe 79, die sich an die
Strebe 78 orthogonal anschließt, entspricht, der Funktion der ebenen Fläche 32 und
der ebenen Fläche 60 der Stütz- und Positioniereinrichtung 15,55 und verläuft parallel
zur Öffnung 73, welche eine Leiterplatte aufnimmt. Die Strebe 79 dient somit in der
Aufnahmeöffnung des Druckerschlittens als Anlage an einer korrespondierenden Fläche.
Die Vorrichtung 77 erfüllt damit verschiedene Aufgaben. Eine erste Aufgabe besteht
darin, mit dem Vorrichtungsteil des Abstandshalters 70 den Tintenbehälter 61 im Aufnahmefach
des Druckerschlittens zu positionieren und eine Verschiebung des Tintenbehälters 61
in Richtung der Breite des Tintenbehälters 61 zu verhindern. Eine weitere Aufgabe
besteht darin, mit dem Vorrichtungsteil der Stütz- und Positioniereinrichtung 75 eine
Verschiebung des Tintenbehälters 61 in Richtung der Länge des Tintenbehälters 61 zu
verhindern und eine exakte Positionierung der auf der Leiterplatte befindlichen Elektroden
zu dem korrespondierenden Kontaktmechanismus im Druckerschlitten zu erreichen. Dazu
ist die Strebe 79, mit der rechtwinklig dazu angeordneten Strebe 80, die mit der Seitenwand
65 in festen Kontakt steht, verbunden.
[0033] Das Befestigungsmittel 69 aus der Figur 3 erfüllt die gleiche Funktion, wie das Befestigungsmittel
9 und 49 aus der Figur 1 und 2, auch wenn die Ausführungsform des Befestigungsmittels
69, gemäß der Figur 3, nicht identisch mit der Ausführungsform des Befestigungsmittels
9 und 49, entsprechend der Figur 1 und 2, ist.
[0034] Der Tintenbehälter 61, gemäß der Figur 3, entspricht einem kreisförmigen Zylinder,
wobei die Form des Tintenbehälters 61 auch einen elliptischen Zylinder, (nicht dargestellt),
annehmen kann. Ist der Tintenbehälter 61 aus einem elliptischen Zylinder gebildet,
bestehen zwei Möglichkeiten der Anordnung der Halterung 68 an dem Ellipsenbogen der
Seitenwand 65. In einer ersten Ausführung verläuft die untere Seite 74 der Halterung
68 auf einer Ellipsensehne, in der Nähe des Nebenscheitelpunktes, senkrecht zur kleinen
Halbachse der Ellipse. In einer weiteren Ausführung verläuft die untere Seite 74 der
Halterung 68 auf einer Ellipsensehne, in der Nähe des Hauptscheitelpunktes, senkrecht
zur großen Halbachse. In beiden Ausführungsformen sind die Elemente in der gleichen
Reihenfolge am Umfang des Ellipsenbogens der Seitenwand 65, wie in der Figur 3 aufgezeigt,
angeordnet und erfüllen die gleichen Funktionen. Nur die Größe der Abmessungen der
Elemente kann sich von den Abmessungen der Elemente gemäß der Figur 3 unterscheiden.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- Tintenbehälter
- 2
- Hohlkörper
- 3
- Vorderwand
- 4
- Rückwand
- 5
- Seitenwand
- 6
- Tintenspeicherraum
- 7
- Anschlussstutzen
- 8
- Halterung
- 9
- Befestigungsmittel
- 10
- Abstandshalter
- 11,11' 11"
- Versorgungsanschluss
- 12
- Ellipsenbogen
- 13
- Öffnung
- 14
- untere Seite
- 15
- Stütz- u. Positioniereinrichtung
- 16
- Griff
- 17,17'
- Nebenscheitelpunkt
- 18,18'
- Hauptscheitelpunkt
- 19
- Fußpunkt
- 20
- Hebelarm I
- 21
- Hebelarm II
- 22
- Rastmittel
- 23
- Wulst
- 24
- Steg
- 25
- Hohlzylinder
- 26
- Abschnitt I
- 27
- Abschnitt II
- 28
- Abschnitt III
- 29
- Strebe I
- 30
- Strebe II
- 31
- Abflachung
- 32
- ebene Fläche
- 41
- Tintenbehälter
- 42
- Hohlkörper
- 43
- Vorderwand
- 44
- Rückwand
- 45
- Seitenwand
- 46
- Tintenspeicherraum
- 47
- Anschlussstutzen
- 48
- Halterung
- 49
- Befestigungsmittel
- 50
- Abstandshalter
- 51,51'51"
- Versorgungsanschluss
- 52
- Ellipsenbogen
- 53
- Öffnung
- 54
- untere Seite
- 55
- Stütz- u.Positioniereinrichtung
- 56
- Griff
- 57
- Nebenscheitelpunkt
- 58
- Hauptscheitelpunkt
- 59
- Fußpunkt
- 60
- ebene Fläche
- 61
- Tintenbehälter
- 62
- Hohlkörper
- 63
- Vorderwand
- 64
- Rückwand
- 65
- Seitenwand
- 66
- Tintenspeicherraum
- 67
- Anschlussstutzen
- 68
- Halterung
- 69
- Befestigungsmittel
- 70
- Abstandshalter
- 71,71',71"
- Versorgungsanschluss
- 72
- Kreisbogen
- 73
- Öffnung
- 74
- untere Seite
- 75
- Stütz- u.Positioniereinrichtung
- 76
- Griff
- 77
- Vorrichtung
- 78
- Strebe I
- 79
- Strebe II
- 80
- Strebe III
1. Flüssigkeitsversorgungseinheit für eine Druckmaschine, insbesondere für einen Drucker,
Plotter oder sonstige automatische Registrier-, Schreib- und Zeichenanlage, im Wesentlichen
bestehend aus einem Schlitten, wobei der Schlitten Träger eines Druckerkopfes, mindestens
einer Tintenzuführnadel, mindestens eines elektrischen Kontaktes und mindestens eines
wechselbaren Behälters ist, insbesondere eines Tintenbehälters, welcher über die Tintenzuführnadel
mit dem Druckerkopf in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass der Tintenbehälter (1) aus drei Seiten, gebildet wird, wobei zwei Seiten eine Vorder-
(3) und eine Rückwand (4) darstellen und die dritte Seite eine schmale umlaufende
Wand (5) ist, welche die vordere- (3) und hintere Wand (4) parallel beabstandet.
2. Flüssigkeitsversorgungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die drei Wände (3,4,5) einen Hohlkörper (2) bilden.
3. Flüssigkeitsversorgungseinheit nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper (2) einem flachen elliptischen oder kreisförmigen Zylinder entspricht.
4. Flüssigkeitsversorgungseinheit nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper (2) mindestens einen Tintenspeicheraum (6) zur Aufnahme einer Flüssigkeit
aufweist.
5. Flüssigkeitsversorgungseinheit nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die auf einem Ellipsenbogen (12) umlaufende Wand (5) des Tintenbehälters (1) Träger
mehrerer Elemente, mindestens eines Elementes ist.
6. Flüssigkeitsversorgungseinheit nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente, in unterschiedlichen Abständen verteilt, auf dem Umfang der schmalen
Wand (5) des Körpers (2) des Tintenbehälters (1) angeordnet sind.
7. Flüssigkeitsversorgungseinheit nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente einen Versorgungsanschluss (11), eine Halterung (8), ein Befestigungsmittel
(9), einen Abstandshalter (10), eine Stütz- und Positioniereinrichtung (15) und einen
Griff (16) umfassen.
8. Flüssigkeitsversorgungseinheit nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Versorgungsanschluss (11) aus einem zylindrischen Anschlussstutzen (7) gebildet
ist.
9. Flüssigkeitsversorgungseinheit nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (8) quaderförmig ausgebildet ist und eine Öffnung (13) zur Aufnahme
einer Leiterplatte enthält.
10. Flüssigkeitsversorgungseinheit nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel (9) ein Hebel ist, welcher als elastisches verformbares Halteteil
ausgebildet und aus zwei Hebelarmen (20,21) besteht, wobei am Hebelarm 20 ein Rastmittel
(22) angeordnet ist.
11. Flüssigkeitsversorgungseinheit nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandshalter (10) durch einen an einem Steg (24) angeordneten Hohlzylinder
(25) gebildet wird.
12. Flüssigkeitsversorgungseinheit nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Stütz- und Positioniereinrichtung (15) aus zwei Streben (31,32) gebildet ist,
welche mit der Seitenwand (5) ein Dreieck bilden.
13. Flüssigkeitsversorgungseinheit nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Griff (16) aus einem Steg oder "L"- förmigen Haken gebildet ist.