Gebiet der Erfindung
Diskussion des Standes der Technik
[0002] Die Arbeiter- und Wenderwalzen einer Karde bedürfen einer intensiven Wartung, beispielsweise
um ihre Garnituren zu überarbeiten, oder sie müssen entsprechend der Art der zu verarbeitenden
Fasern gegen Walzen mit anderen Garnituren ausgetauscht werden. Dazu müssen diese
Walzen mit einem Kran aus dem Maschinengestell gehoben werden, weshalb es erforderlich
ist, das die Krempel umschließende Gehäuse zu öffnen, um die Walzen zugänglich zu
machen. Bei der bekannten Karde sind hierfür Abdecklappen und Seitentüren vorgesehen,
die an am Maschinengestell befestigten Portalen schwenkbar angebracht sind, dessen
Querträger oberhalb des Tambours über dessen Achse verläuft und einen Luftkanal trägt,
durch den hindurch Faserflug abgesaugt und Konditionierluft in den von dem Gehäuse
umschlossenen Arbeitsraum eingeleitet werden kann. Das Maschinengestell ist in mehrere
Sektionen unterteilt, die die u.a. Einlaufwalzen, Vortambour, Haupttambour und Abnehmer
halten und in einem Maschinenunterbau quer zur Achsrichtung der Tamboure gegeneinander
verfahrbar sind, um die Tamboure und andere Walzen leichter zugänglich zu machen,
jedoch stört das genannte Portal auch bei geöffneten Klappen den freien Zugang von
oben zu dem Arbeiter- und Wenderwalzenpaar, das direkt unter dem Querträger des Poratls
liegt.
[0003] Aus
DE 60 2005 000 750 T2 ist eine Karde bekannt, die ein haubenförmiges Gehäuse aufweist, das insgesamt oder
in teleskopisch ineinander verschiebbaren, starren Sektionen quer zu den Walzenachsen
der Karde verschiebbar ist, um das die Walzen haltende Maschinengestell insgesamt
freizulegen, sodass auch die ganz oben liegenden Arbeiter- und Wenderwalzenpaare für
einen Kran frei zugänglich werden. Bei dieser Karde muss beim Auseinanderfahren von
Kardensektionen das gesamte Gehäuse mit verschoben werden, und sie erfordert einen
zusätzlichen Platz neben der Karde, um das Gehäuse ausreichend weit verschieben zu
können, wenn die gesamte Karde im auseinander gefahrenen Zustand ihrer Sektionen freigelegt.
[0004] Aus
DE 1 139 413 B ist eine Walzenkrempel bekannt, bei der die Arbeiter- und Wenderwalzenpaare in zwei
nebeneinander angeordneten, in einem Maschinenunterbau beweglichen Maschinengestellen
gelagert sind, die beidseitig zweier übereinander in dem Maschinenunterbau gelagerter
Tamboure angeordnet sind und seitlich von den Tambouren weg verschiebbar sind. Hierdurch
werden die beiden Tamboure gut zugänglich. Ein Gehäuse ist in der Druckschrift nicht
dargestellt.
Übersicht über die Erfindung
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Krempel der eingangs genannten Art
anzugeben, die bei minimalem Platzbedarf seitlich neben der Krempel den Zugang zu
allen Arbeiter- und Wenderwalzenpaaren von oben erleichtert.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Die Erfindung löst die Portale von dem Maschinengestell, so dass durch Verschieben
von Maschinengestell und Portale gegeneinander der/die Tambour(e) jede Walze von oben
frei zugänglich gemacht werden kann. Weil die das Gehäuse im Wesentlichen bildenden
Elemente, nämlich die Klappen und Türen, weitgehend flach sind, ist ein Portal mit
den daran angelenkten Klappen und Türen im geöffneten Zustand derselben ein im Wesentlichen
flaches, d.h. scheibenförmiges Gebilde, das wenig Platz quer zur Achsrichtung der
Walzen einnimmt, was die Zugänglichkeit zu den Walzen schon von Hause aus erleichtert
und bei gegenseitiger Verstellung von Maschinengestell und Portal jede Walze von oben
frei zugänglich macht. Wegen dieser scheibenförmigen Gestalt eines "geöffneten Portals"
ist auch das mehr an Platzbedarf beim Auseinanderfahren der Sektionen einer mehrere
Sektionen enthaltenden Krempel gegenüber einer Konstruktion mit verfahrbaren starren
Hauben sehr vermindert.
[0008] Die Zugänglichkeit zu manchen der Walzen kann noch verbessert werden, wenn die Portale
schwenkbar gelagert sind, sodass sie ganz oder teilweise gekippt werden können. Dadurch
werden auch die weiter unten neben einem Tambour gelagerten Walzen besser zugänglich,
ohne dass ein Portal oder die betreffende Maschinensektion verfahren werden muss.
In einer Weiterbildung dieser Ausführungsform sind die Ständer des Portals teleskopisch
ausfahrbar, was die Zugänglichkeit der Walzen weiter verbessert. Das gilt insbesondere
für ein im Krempeleinlaufbereich befindliches Portal, wo ein teleskopisches Hochfahren
des Portals es ermöglicht, die höher ausgebildeten Krempelsektionen unter dem Portal
hindurch zu fahren.
[0009] Die bei Krempelgehäusen vorhandenen, in aller Regel verglasten Türen, die den Zugang
zum Arbeitsraum der Krempel von der Seite ermöglichen, sind bei der erfindungsgemäßen
Krempel an den Ständern der Portale angebracht und sind vorzugsweise Falttüren, um
den Platzbedarf im geöffneten Zustand der Türen zu verringern.
[0010] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen anhand von dort
dargestellten, bevorzugten Ausführungsformen einer Krempel näher erläutert.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0011]
- Fig. 1
- zeigt eine Krempel von der Seite mit geschlossenen Gehäuseklappen;
- Fig. 2
- zeigt die Krempel von Fig. 1 von der Seite mit geöffneten Gehäuseklappen;
- Fig. 3
- zeigt eine Krempel ähnlich Fig. 1 mit unabhängig verfahrbaren, die Klappen tragenden
Portalen im seitlich verfahrenen Zustand der Portale und geöffneten Klappen;
- Fig.4
- zeigt eine Krempel ähnlich Fig. 1 mit einem ortsfest gehaltenen und einem zusammen
mit einer Krempelsektion verfahrenen Portal in einem die Krempelsektionen auf gegenseitigen
Abstand gestellten Zustand der Krempel;
- Fig. 5
- zeigt eine Krempel ähnlich Fig. 1 mit einem unabhängig verfahrenen Portal und einem
zusammen mit einer Krempelsektion verfahrenen Portal in einem die Krempelsektionen
auf gegenseitigen Abstand gestellten Zustand der Krempel, und
- Fig. 6
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Portals mit daran gelagerten Klappen und
seitlichen Falttüren im geöffneten Zustand.
Detaillierte Erläuterung der Erfindung
[0012] Die Figuren 1 bis 5 zeigen verschiedene Ausführungsvarianten der Klappen haltenden
Portale in unterschiedlichen Stellungen derselben. Diese können unterschiedliche Varianten
einer Gehäusekonstruktion sein, können diese Varianten auch miteinander kombiniert
sein, d.h. die Figuren 1 bis 5 können auch für fünf unterschiedliche Zustände der
Portale und der von ihnen gehaltenen Klappen einer einzigen Gehäusekonstruktion stehen,
wie später noch erläutert wird.
[0013] Fig. 1 zeigt eine Krempel mit einem Vortambour 1 und einem Haupttambour 2, einer
zwischen diesen beiden Tambouren angeordneten Übertragungswalzengruppe 3 und zwei
am Haupttambour 2 übereinander angeordneten Abnehmerwalzen 4. Den beiden Tambouren
1 und 2 sind jeweils mehrere Arbeiter-/Wenderwalzenpaare 5 zugeordnet, die über der
oberen Hälfte des Tambourumfanges verteilt angeordnet sind. Die Tamboure 1 und 2,
die Übertragungswalzen 3 und die Abnehmerwalzen 4 sind in einem Maschinengestell gelagert,
das im dargestellten Beispiel in fünf Sektionen 6a bis 6e unterteilt ist, von denen
die die Tamboure 1 und 2 und die Übertragungswalzen 3 lagernden Sektionen im dargestellten
Beispiel in einem Maschinenunterbau 15 quer zur Achsrichtung der Tamboure horizontal
verfahrbar sind. Hierauf wird später noch eingegangen werden.
[0014] Die Karde hat ein Gehäuse, das die Umgebung der Karde gegen Faserflug und Lärm und
den Arbeitsraum der Karde gegen Umgebungseinflüsse schützt und es erlaubt, den Arbeitsraum
der Karde zu konditionieren, beispielsweise bestimmte Luftfeuchtigkeiten durch Zuführung
entsprechend aufbereiteter Luft einzustellen. Von diesem Gehäuse sind in Fig. 1 nur
die Tamboure 1 und 2 und deren Arbeiter-/Wenderwalzenpaare 5 an ihrer Oberseite abdeckende
Klappen 7a, 7b im geschlossenen Zustand und die Klappen 7a und 7b haltenden Tragstrukturen
dargestellt. Aus Übersichtlichkeitsgründen sind das Gehäuse seitlich vervollständigende
Wände, die in der Regel von beweglichen, zumeist verglasten Türen gebildet sind, nicht
dargestellt. Hierzu kann jedoch auf Fig. 6 verwiesen werden.
[0015] Wie Fig. 1 zeigt, sind die Klappen 7a und 7b jeweils an einem Portal gehalten, das
aus Ständern 8a, 8b bzw. 8c und einem jeweils zwei Ständer verbindenden Querträger
9a, 9b bzw. 9c besteht, siehe auch Fig. 6. Dabei ist das Portal 8c, 9c, das auf der
in Fig. 1 rechts gelegenen Abgabeseite des Haupttambours 2 angeordnet ist und eine
Schwenkklappe 7b trägt, Teil einer Sektion 6f des Maschinengestells, die je nach Maschinenkonstruktion
unbeweglich sein kann, oder auch nicht. Ein zweites, im Bereich zwischen den Achsen
vom Vortambour 1 und Haupttambour 2 angeordnetes Portal 8b, 9b befindet sich etwa
in Höhe der Abgabeseite des Vortambours 1. Dieses Portal 8b, 9b trägt an seinem oberen
Ende zwei Schwenkklappen 7a auf voneinander abgewandten Seiten.
[0016] Ein drittes Portal 8a, 9a ist an der Einlaufseite des Vortambours 1 angeordnet und
trägt an seinem oberen Ende eine einzelne Klappe 7b.
[0017] Die Klappen 7a und 7b sind derart dimensioniert, dass sie im geschlossenen Zustand
den Raum oberhalb der beiden Tamboure 1 und 2 schließen. Dieser Zustand ist in Fig.
1 dargestellt.
[0018] Der Raum um die Umfänge der Tamboure 1 und 2, einschließlich ihrer Arbeiter-/Wenderwalzenpaare
5 ist von Luftleiteinrichtungen umschlossen, die teilweise ortsfest im Maschinengestell
befestigt sind und im dargestellten Beispiel teilweise an den Klappen 7b befestigt
sind. Man erkennt in Fig. 1 als Luftleiteinrichtungen rohrförmige Luftkanäle 10, die
für den Anschluss an ortsfest gehaltenen Verbindungseinrichtungen vorgesehen sind,
die hier aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt sind und durch die hindurch
Fasern abgesaugt werden können und/oder konditionierte Luft zugeführt werden kann.
Die ortsfest gehaltenen Luftleiteinrichtungen sind im Wesentlichen Seitenwände, die
im geschlossenen Zustand der Klappen 7b mit den an den Klappen angebrachten Luftleiteinrichtungen
zusammenwirken, um den engeren Luftraum um die Tamboure 1 und 2 mit ihren Arbeiter-/Wenderwalzenpaaren
5 einzuschließen. Die Klappen 7a und 7b haben vorzugsweise Glasfüllungen oder Acrylglasfüllungen,
um den Raum um die Walzen von außen ungehindert einsehen zu können.
[0019] Fig. 2 zeigt die Anordnung von Fig. 1 im geöffneten Zustand der Klappen 7a und 7b.
Man erkennt, dass die im Scheitel der Tamboure 1 und 2 angeordneten Arbeiter-/Wenderwalzenpaare
5 und auch die diesen benachbarten Walzenpaare 5 nun von oben frei zugänglich sind.
Sie können daher mit Hilfe eines Krans unschwierig aus dem Maschinengestell gehoben
werden.
[0020] Die im Bereich unter den Querträgern der Portale befindlichen Walzenpaare sind im
dargestellten Beispiel weniger leicht zugänglich. Aus diesem Grunde ist gemäß Fig.
2 wenigstens das Portal 8b, 9b, das zwischen den beiden Tambouren 1 und 2 angeordnet
ist, im Bereich des Fußpunkts seiner Ständer 8b mittels eines Gelenks 11 unterteilt,
so dass die oberen Segmente der Ständer 8b zur Seite geschwenkt werden können.
[0021] Fig. 2 zeigt nämlich auch die Möglichkeit, die die schwenkbare Lagerung eines Portals
eröffnet. Sie zeigt einen seitwärts geneigten Zustand des zwischen den beiden Tambouren
1 und 2 angeordneten Portals 8b, 9b. Es ist aus der Senkrechten soweit verschwenkt,
dass der Bereich zwischen den beiden Tambouren 1 und 2 von oben vollkommen frei zugänglich
ist. Wie in der Zeichnung durch das entsprechende Gelenk 11 am Fußpunkt der Ständer
8a des seitlich zum Vortambour 1 angeordneten Portals 8a, 9a angedeutet ist, kann
auch dieses Portal 8a, 9a verschwenkt werden, um den Einlaufbereich des Vortambours
1 von oben besser zugänglich zu machen.
[0022] Fig. 3 zeigt eine alternative Lösung für das Zugänglichmachen der Tamboure von oben.
Bei dieser Ausführungsform sind die beiden Portale 8a, 9a und 8b, 9b, die im Einlaufbereich
des Vortambours 1 bzw. zwischen Vortambour 1 und Haupttambour 2 angeordnet sind, auf
Schienen 12 quer zur Achsrichtung der Tamboure 1 und 2 im Maschinenunterbau 15 verfahrbar.
Fig. 3 zeigt den Zustand, in dem die vorgenannten Portale nach links verfahren sind,
so dass die Tamboure 1 und 2 und alle Arbeiter/Wenderwalzenpaare 5 von oben frei zugänglich
sind.
[0023] Die beispielhafte Krempel ist in mehrere Sektionen unterteilt, die auf Schienen 13
quer zur Achsrichtung der Walzen gegeneinander verfahrbar sind. In den Fig. 1 sind
die Trennstellen, an denen das Maschinengestell in Sektionen 6a bis 6f unterteilt
ist, mit den Bezugszeichen A, B, C, D und E hervorgehoben. Fig. 4 zeigt einen Zustand,
in die Sektionen 6a bis 6e des Maschinengestells auf den Schienen 13 nach links und
dabei unter Bildung gegenseitiger Abstände aus der in Fig. 1 gezeigten Arbeitsstellung
verschobene sind, sodass sich jeweils ein Zwischenraum zwischen den Sektionen 6a bis
6f ergibt. Das Portal 8a, 9a ist mit der ersten Sektion 6a auf seinen eigenen Schienen
12 mit verfahren worden, während das Portal 8b, 9b an seinem ursprünglichen Platz
verblieben ist. Man erkennt, dass alle Walzen von oben frei zugänglich sind. Die oberen
Arbeiter/Wenderwalzen-paaare 5 des Haupttambours 2 sind bei geeigneter Position des
Haupttambours 2 ebenfalls von oben frei zugänglich. Alternativ kann vorgesehen sein,
auch das im Betrieb zwischen Vortambour 1 und Haupttambour 2 stehende Portal verfahrbar
auszubilden und bei Wartungsarbeiten auf den Schienen 12 zur Seite zu schieben, was
in Fig. 5 dargestellt ist.
[0024] In all diesen Zuständen der Krempel ist durch die Tatsache, dass die Klappen 7a und
7b in eine Öffnungsstellung verschwenkt werden können, und durch die gegenseitige
Verschiebbarkeit von Maschinengestell und Portalen an jeder Stelle die Möglichkeit
gegeben, an die Walzen der Krempel leicht heran zu kommen.
[0025] Man kann, wie schon erwähnt, sogar ins Auge fassen, insbesondere die Ständer 8a und
8b der Portale 8a, 9a und 8b, 9b teleskopisch auszuführen, um den Raum unter den Portalen
zu vergrößern, damit das Wartungspersonal einen erleichterten Zugang zu den zu wartenden
Maschinenelementen erhält und um höhere Maschinensektionen unter diesem Portal hindurch
in den Zeichnungen nach links zu fahren oder das Portal über höhere Maschinensektionen
in den Zeichnungen nach rechts zu verschieben
[0026] In den Zeichnungen sind als Luftleiteinrichtungen nur rohrförmige Kanäle 10 dargestellt,
die im Schließzustand der Klappen 7b mit am Maschinenunterbau oder damit fest verbundenen
Bauelementen fest montierten Abschnitten der Luftleiteinrichtungen gekoppelt sind.
Diese Kanäle 10 haben Öffnungen, die gegen die ihnen gegenüber liegenden Walzen gerichtet
sind. Die Öffnungen können aus einem langen Schlitz oder aus mehreren verteilt angeordneten
Löchern bestehen, durch die Fasern angesaugt bzw. Luft gegen die Walzen gerichtet
werden kann.
[0027] Bei ausreichend großer Beweglichkeit der Maschinensektionen kann auf die Schwenkbarkeit
der Portale verzichtet werden, auch wenn man diese ortsfest hält, sodass dann die
Maschinensektionen in eine Lage gebracht werden können, in der die zu wartenden Walzen
von oben mit einem Kran frei zugänglich sind. Diese Ausführungsart ist in den Zeichnungen
nicht dargestellt, jedoch für den Fachmann anhand dieses Hinweises aus den Fig. 4
und 5 leicht verständlich.
[0028] Fig. 6 zeigt in perspektivischer Darstellung das im Betrieb zwischen Vortambour 1
und Haupttambour 2 stehende Portal, bestehend aus den Ständern 8b und dem Querträger
9b. Es ist in Schienen 12 verschiebbar dargestellt. Auf die Darstellung von Gelenken
zur seitlichen Verschwenkung dieses Portals (siehe Fig. 2) wurde hier verzichtet.
An dem Querträger 9b am oberen Ende der Ständer 8b sind die Klappen 7a schwenkbar
angebracht, hier aus Rahmen bestehend gezeigt, die von Glas- oder Acrylglasplatten
ausgefüllt sind, um den Arbeitsraum der Krempel auch von oben einsehen zu können.
An den Ständern sind weiterhin seitlich Falttüren 14 angebracht, die in Fig. 6 im
geöffneten Zustand dargestellt sind und ebenfalls aus Rahmen mit Glas- oder Acrylglasfüllungen
bestehen. Der Querträger kann ggf. einen Luftführungskanal tragen oder selbst bilden.
[0029] Man erkennt aus der Zusammenschau der Figuren 1 bis 5, dass alle beschriebenen Varianten
der Stellungen der Portale und Maschinensektionen in einer einzigen Ausführungsform
vereinigt sein können. Daher zeigen alle Zeichnungen dieselben Elemente, wenngleich
diese auch in einigen Zeichnungen, in deren Erläuterung solche Elemente nicht aufscheinen,
nicht enthalten sind.
1. Krempel mit wenigstens einem Tambour (1, 2), der in einem Maschinengestell (6a - 6f)
drehbar gelagert ist, das in einem Maschinenunterbau (15) quer zur Achsrichtung des
Tambours (1, 2) verfahrbar ist, und mehreren dem Tambour (1, 2) zugeordneten, in dem
Maschinengestell (6a - 6e) gelagerten Arbeiter- und Wenderwalzen (5), und mit einem
Gehäuse, das wenigstens ein sich über das Maschinengestell (6a - 6f) erstreckendes
Portal (8, 9) aufweist, an dem wenigstens eine um eine horizontale, sich parallel
zu den Walzen (5) erstreckende Achse schwenkbare Klappe (7) sowie seitlich um vertikale
Achsen schwenkbare Zugangstüren (14) angeschlagen sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Portal (8, 9) unabhängig von dem Maschinengestell (6a - 6f) in dem Maschinenunterbau
(15) angebracht ist.
2. Krempel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Portal (8, 9) in dem Maschinenunterbau (15) unabhängig von dem Maschinengestell
(6a - 6e) quer zur Achsrichtung der Walzen (5) verschiebbar gehalten ist.
3. Krempel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Portal (8, 9) Ständer (8) hat, die jeweils ein um eine zur Achse des Tambours
(1, 2) parallele Achse (11) schwenkbares Segment haben.
4. Krempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Portal (8b, 9b) zwei Klappen (7a) auf einander abgewandten Seiten gelagert
sind.
5. Krempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Portale (8, 9) Ständer (8) hat, die teleskopisch ausfahrbar
sind.
6. Krempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie Luftleiteinrichtungen hat, die ortsfest gehaltene erste rohrförmige Teilabschnitte
aufweisen, die mit den an den Klappen (7b) angebrachten zweiten Teilabschnitten (10)
im geschlossenen Zustand der Klappen (7b) gekoppelt sind.
7. Krempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass von den an den Klappen (7b) angebrachten zweiten Teilabschnitten der Luftleiteinrichtungen
wenigstens einer ein rohrförmiger Kanal (10) ist, der in Richtung auf einen Tambour
(1, 2) geöffnet ist.
8. Krempel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (10) einen gegen den Tambour (1, 2) gerichteten Schlitz aufweist.
9. Krempel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (10) mehrere im Abstand zueinander angeordnete, gegen den Tambour (1, 2)
gerichtete Öffnungen aufweist.