[0001] Die Erfindung betrifft einen Fadenführer für Flachstrickmaschinen mit einem Fadenführerschlitten,
an dem ein Fadenführerarm befestigt ist, und mit einem an der Spitze des Fadenführerarms
angeordneten Fadenführernüsschen, dessen Abstand zum Kammspalt der Flachstrickmaschine
einstellbar ist.
[0002] Bei anspruchsvollen Stricktechniken muss der Abstand des Fadenführernüsschens zum
Kammspalt bis auf Bruchteile eines Millimeters genau eingestellt werden. Bisher wird
dies von Hand vorgenommen, indem eine Fixierschraube des Fadenführerarms am Fadenführerschlitten
gelöst und der Fadenführerarm mit dem Fadenführernüsschen von Hand in die gewünschte
Position verschoben wird. In dieser Position wird der Fadenführerarm festgehalten
und anschließend wieder die Fixierschraube angezogen. Dieses Einstellen des Abstands
des Fadenführernüsschens zum Kammspalt von Hand ist schwierig und sehr zeitaufwändig.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, einen Fadenführer zu
schaffen, bei dem die Einstellung des Abstands des Fadenführernüsschens zum Kammspalt
auf einfache Weise möglich ist.
[0004] Die Aufgabe wird mit einem Fadenführer für Flachstrickmaschinen mit einem Fadenführerschlitten,
an dem ein Fadenführerarm befestigt ist, und mit einem an der Spitze des Fadenführerarms
angeordneten Fadenführernüsschen, dessen Abstand zum Kammspalt der Flachstrickmaschine
einstellbar ist, gelöst, der dadurch gekennzeichnet ist, dass in den Fadenführerschlitten
mindestens ein Einstellelement integriert ist, mit dem die Position des Fadenführernüsschens
zum Kammspalt einstellbar ist.
[0005] Beim erfindungsgemäßen Fadenführer wird die Justierung des Abstands des Fadenführernüsschens
zum Kammspalt durch das Einstellelement, das unmittelbar in den Fadenführerschlitten
integriert ist, deutlich erleichtert. Es lassen sich mithilfe des mindestens einen
Einstellelements auch sehr viel genauere Positionierungen vornehmen als beim Verschieben
des Fadenführerarms von Hand.
[0006] Bei einer ersten Ausgestaltung kann das mindestens eine Einstellelement den Fadenführerarm,
der verschiebbar am Fadenführerschlitten gelagert ist, mittelbar oder unmittelbar
beaufschlagen. Dies ist dann von Vorteil, wenn das Fadenführernüsschen die Spitze
des Fadenführerarms bildet. Durch Verschieben des Arms wird damit auch das Nüsschen
mitbewegt.
[0007] Bei einer zweiten Ausgestaltung kann das mindestens eine Einstellelement das Fadenführernüsschen,
das bezüglich des Fadenführerarms beweglich angeordnet ist, mittelbar oder unmittelbar
beaufschlagen. Bei diesem Fadenführer ist der Fadenführerarm fest mit dem Fadenführerschlitten
verbunden, während das Fadenführernüsschen bezüglich des Fadenführerarms bewegt werden
kann. Hier lässt sich das Fadenführernüsschen durch das mindestens eine Einstellelement
vorzugsweise über Führungselemente, beispielsweise eine Leiste relativ zum Fadenführerarm,
verschieben.
[0008] Die erfindungsgemäßen Fadenführer können einfache Fadenführer sein, deren Fadenführerarm
keine Bewegung in oder entgegen der Bewegungsrichtung des Fadenführers ausführen kann.
Sie können jedoch auch als Intarsia- oder Plattierfadenführer ausgebildet sein, bei
denen der Fadenführerarm Bewegungen in oder entgegen der Bewegungsrichtung des Fadenführers
ausführen muss.
[0009] Als Einstellelemente kommen verschiedene Einrichtungen infrage. So kann das mindestens
eine Einstellelement beispielsweise eine Schraube sein. Durch Drehen an der Schraube
kann eine Änderung der Position des Fadenführernüsschens bewirkt werden, wobei die
Spitze der Schraube direkt auf den Fadenführerarm oder indirekt auf diesen oder auf
das Fadenführernüsschen einwirken kann. Über die Drehbewegung ist die Positionierung
des Fadenführernüsschens exakter möglich als über ein Verschieben des Fadenführerarms
von Hand. Außerdem hält der Fadenführerarm bzw. das Fadenführernüsschen in der eingestellten
Position und muss nicht in dieser von Hand festgehalten werden, bis eine Fixierschraube
die Position sichert.
[0010] Das mindestens eine Einstellelement kann aber auch ein Schwenkhebel sein, dessen
Schwenkbewegung in eine Vertikalbewegung des Fadenführerarms und/oder des Fadenführernüsschens
übersetzt wird.
[0011] Auch Kulissenschieber lassen sich als Einstellelemente einsetzen. Diese können eine
Steuerkurve enthalten, die an einem Bolzen angreift, der unmittelbar oder mittelbar
mit dem Fadenführerarm oder einer Verbindungsleiste zum Fadenführernüsschen verbunden
ist, und dadurch die Bewegung des Fadenführernüsschens auslöst.
[0012] Bei einer weiteren möglichen Ausgestaltung kann das mindestens eine Einstellelement
eine Exzenterscheibe sein. Die Exzenterscheibe kann dabei einen Vorsprung aufweisen,
an dem sie von Hand gedreht werden kann. Die Drehbewegung wird in eine Vertikalbewegung
des Fadenführerarms und/oder des Fadenführernüsschens umgesetzt.
[0013] Damit sich die einmal eingestellte Position des Fadenführernüsschens nicht selbsttätig,
beispielsweise durch Erschütterungen der Maschine verändern kann, ist es zweckmäßig,
wenn die Position des Fadenführernüsschens feststellbar ist.
[0014] Eine solche Fixierung der eingestellten Position lässt sich begünstigen, wenn mit
dem mindestens einen Einstellelement die Position des Fadenführernüsschens in einer
Richtung entgegen der Kraft einer Feder einstellbar ist.
[0015] Bei einer möglichen Ausgestaltung kann das mindestens eine Einstellelement eine Schraube
sein, die den Fadenführerarm oder das Fadenführernüsschen beaufschlagt, wobei die
Position des Fadenführernüsschens durch Selbsthemmung der Schraube fixierbar ist.
Diese Lösung benötigt wenig Einbauraum und ist einfach zu bedienen.
[0016] Die Fixierung der einmal eingestellten Position des Fadenführernüsschens kann jedoch
auch über Klemmung, beispielsweise durch eine Fixierschraube, die auf den Fadenführerarm
oder auf ein Verbindungselement zum Fadenführernüsschen wirkt, erfolgen.
[0017] Auch eine Verrastung kann zur Sicherung der Position des Fadenführernüsschens eingesetzt
werden. Dazu können an den Einstellelementen Verzahnungen angebracht sein, die mit
entsprechenden Verzahnungen am Fadenführerschlitten oder am Fadenführerarm zusammenwirken.
[0018] Weiter ist es von Vorteil, wenn an dem mindestens einen Einstellelement und/oder
am Fadenführerschlitten eine Skalierung vorgesehen ist. Damit lassen sich die Fadenführer
besonders rasch auf unterschiedliche Strickbedingungen einstellen. Eine einmal als
besonders vorteilhaft ermittelte Position des Fadenführernüsschens kann jederzeit
exakt reproduziert werden.
[0019] Die beigefügte Zeichnung erläutert verschiedene Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Fadenführer und deren Eigenschaften.
[0020] Es zeigen:
- Fig. 1a, 1b
- eine Vorderansicht und eine Schnittansicht eines Fadenführers nach dem Stand der Technik;
- Fig. 2a, 2b
- eine Vorderansicht und eine Schnittansicht eines ersten erfindungsgemäßen Fadenführers;
- Fig. 3a, 3b
- eine Vorderansicht und eine Schnittansicht eines zweiten erfindungsgemäßen Fadenführers;
- Fig. 4a, 4b
- eine Vorderansicht und eine Schnittansicht eines dritten erfindungsgemäßen Fadenführers;
- Fig. 5a, 5b, 5c
- eine Vorderansicht und eine Schnittansicht eines vierten erfindungsgemäßen Fadenführers;
- Fig. 6a, 6b
- eine Vorderansicht und eine Schnittansicht eines fünften erfindungsgemäßen Fadenführers;
- Fig. 7a, 7b
- eine Vorderansicht und eine Schnittansicht eines ersten erfindungsgemäßen Fadenführers
mit beweglichem Fadenführernüsschen;
- Fig. 8a, 8b
- eine Vorderansicht und eine Schnittansicht eines weiteren erfindungsgemäßen Fadenführers
mit beweglichem Fadenführerarm;
- Fig. 9a, 9b
- eine Vorderansicht und eine Schnittansicht eines weiteren erfindungsgemäßen Fadenführers
mit beweglichem Fadenführernüsschen.
[0021] Fig. 1 zeigt einen Fadenführer 510 nach dem Stand der Technik. Er weist einen Fadenführerschlitten
1 auf, an dem ein Fadenführerarm 3 in einer Nut 11 in vertikaler Richtung entlang
des Doppelpfeils 32 verschiebbar gelagert ist. An der Spitze des Fadenführerarms 3
ist ein Fadenführernüsschen 300 mit einer Fadenöse 303 angeordnet.
[0022] Die vertikale Positionierung des Fadenführerarms 3 mit dem an seiner Spitze angeordneten
Fadenführernüsschen 300 erfolgt über eine in der Schnittansicht der Fig. 1b gezeigten
Abdeckplatte 2, die mithilfe einer Klemmschraube 40 in der Nut 11 fixierbar ist. Die
Abdeckplatte 2 umfasst den Schaft der Klemmschraube 40 mit einer Bohrung 21. Der unterhalb
der Abdeckplatte 2 angeordnete Fadenführerarm 3 weist ein Langloch 31 auf, durch das
die Schraube 40 hindurchgeführt ist. Somit kann der Fadenführerarm 3 bezüglich der
Klemmschraube 40, die in einem Gewinde 112 im Fadenführerschlitten 1 verankert ist,
in vertikaler Richtung verschoben werden.
[0023] Die stricktechnisch erforderliche Position des Fadenführernüsschens 300 zu einem
durch eine strichpunktierte Linie angedeuteten Kammspalt 200 der hier nicht weiter
dargestellten Flachstrickmaschine, wird eingestellt, indem die Klemmschraube 40 gelöst
und der Fadenführerarm 3 von Hand in Richtung des Doppelpfeils 32 bewegt wird, bis
der gewünschte Abstand des Fadenführernüsschens 300 zum Kammspalt 200 erreicht ist.
Durch Anziehen der Klemmschraube 40 wird diese Position des Fadenführernüsschens 300
dann fixiert.
[0024] Das unmittelbare Ergreifen des Fadenführerarms 3 und sein Verschieben in der Nut
11 zur Einstellung der Position des Fadenführernüsschens 300 auf Bruchteile eines
Millimeters genau ist ausgesprochen schwierig und zeitaufwändig. In der Regel muss
mehrfach nachkorrigiert werden.
[0025] In Fig. 2 ist nun ein erster erfindungsgemäßer Fadenführer 100 dargestellt, der eine
einfachere Verstellung des Fadenführernüsschens 300 zum Kammspalt 200 erlaubt. Er
ist vom Aufbau dem Fadenführer 510 aus Fig. 1 sehr ähnlich und weist ebenfalls einen
Fadenführerschlitten 1, einen Fadenführerarm 3 sowie ein Fadenführernüsschen 300 auf.
Zur Verstellung der Position des Fadenführernüsschens 300 ist eine Einstellschraube
4 vorgesehen. Diese Schraube 4 ist mit einem Bund 41 im Fadenführerschlitten 1 drehbar
gelagert und in ein Gewinde eines Einstellstücks 2 eingeschraubt.
[0026] Im Fadenführerschlitten 1 ist eine Nut 12 angeordnet, in der das Einstellstück 2
verschiebbar gelagert ist. Das Einstellstücks 2 wiederum weist eine Nut 23 auf, in
der der Fadenführerarm 3 gelagert ist, wobei er mit einer Bohrung 31 einen runden
Vorsprung 21 des Einstellstücks 2 umfasst. Auf diese Weise wird bei einer Verschiebung
des Einstellstücks 2 in den Richtungen des Doppelpfeils 32 durch Drehen an der Schraube
4 automatisch auch der Fadenführerarm 3 mit dem Fadenführernüsschen 300 mit verschoben.
[0027] Im Bereich der Nut 12 weist der Fadenführerschlitten 1 einen Durchbruch 11 auf. In
diesen Durchbruch 11 ragt ein Segment 22 des Einstellstücks 2, in dem das Gewinde
für die Einstellschraube 4 angeordnet ist, hindurch.
[0028] Zur Fixierung der einmal eingestellten Position des Fadenführernüsschens 300 ist
eine Klemmschraube 5 vorgesehen, die durch ein Langloch 13 im Fadenführerschlitten
1 hindurchragt und in ein Gewinde im runden Vorsprung 21 des Einstellstücks 2 eingeschraubt
ist. Zur Einstellung der Position des Fadenführernüsschens 300 wird die Klemmschraube
5 gelöst. Sobald die gewünschte Position erreicht ist, wird die Klemmschraube 5 angezogen
und dadurch das Einstellstücks 2 mit dem Fadenführerschlitten 1 verspannt.
[0029] Fig. 3 stellt eine alternative Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Fadenführers
101 dar, der wieder einen Fadenführerschlitten 1, einen Fadenführerarm 3, ein Fadenführernüsschen
300 sowie ein Einstellstück 2 zur Veränderung der Position des Fadenführerarms 3 und
damit des Fadenführernüsschens 300 aufweist. Die Einstellung der Position des Fadenführernüsschens
300 erfolgt wieder über eine Einstellschraube 4, die in ein Segment 22 des Einstellstücks
2 eingeschraubt ist. Im Gegensatz zum Fadenführer 100 ist hier jedoch keine Klemmschraube
5 zur Fixierung der Position des Fadenführernüsschens 300 vorgesehen. Die Fixierung
erfolgt vielmehr über mindestens eine Feder 5, die das Einstellstücks 2 und damit
die Einstellschraube 4 mit ihrem Bund 41 ständig gegen den Fadenführerschlitten 1
drückt. Dadurch ergibt sich an den Gewindegängen der Einstellschraube 4 eine Selbsthemmung.
Eine selbstständige Verstellung des Fadenführerarms 3 ist dadurch ausgeschlossen.
[0030] In Fig. 4 ist ein weiterer Fadenführer 102 dargestellt, bei dem das Einstellelement
4 für das Fadenführernüsschen 300 keine Einstellschraube mehr ist sondern ein Schwenkhebel.
Der Schwenkhebel 4 ist in einer Ausnehmung 11 des Fadenführerschlittens 1 angeordnet
und um eine Drehachse 60 schwenkbar am Fadenführerschlitten 1 gelagert. Zur Betätigung
weist der Schwenkhebel 4 einen Bolzen 42 auf, der über die Frontseite des Fadenführerschlittens
1 vorsteht. Die Schwenkbewegung des Schwenkhebels 4 wird in eine vertikale Verschiebebewegung
entlang des Doppelpfeils 32 des Fadenführerarms 3 und damit des Fadenführernüsschens
300 mittels eines Einstellstücks 2 übertragen, das mit einem Vorsprung 22 in ein Langloch
41 des Schwenkhebels 4 eingreift. Das Einstellstück 2 ist wieder vertikal verschieblich
in einer Nut 12 des Fadenführerschlittens 1 gelagert. Der Fadenführerarm 3 wiederum
ist in einer Nut 21 des Einstellstücks 2 gelagert und durch Umgreifen des Vorsprungs
22 des Einstellstücks 2 mit einer Bohrung 31 und eines weiteren runden Vorsprungs
23 des Einstellstücks 2 mit einer Bohrung 33 am Einstellstücks 2 fixiert.
[0031] Durch Verschwenken des Schwenkhebels 4 in den Richtungen des Doppelpfeils 43 wird
das Einstellstück 2 und damit auch der Fadenführerarm 3 mit dem Nüsschen 300 vertikal
verschoben, wobei sich der Vorsprung 22 des Einstellstücks 2 innerhalb eines Langlochs
14 im Fadenführerschlitten 1 bewegt. Ist die gewünschte Position des Fadenführernüsschens
300 erreicht, so wird diese Position durch eine Klemmschraube 5 fixiert, die durch
ein Langloch 13 im Fadenführerschlitten 1 geführt und in ein Gewinde im Vorsprung
23 des Einstellstücks 2 eingeschraubt ist.
[0032] Der in Fig. 5 gezeigte Fadenführer 103 weist ebenfalls wieder einen Fadenführerschlitten
1, einen Fadenführerarm 3 mit an der Spitze angeordneten Fadenführernüsschen 300 sowie
ein Einstellstück 2 für den Fadenführerarm 3 auf. Zur Verstellung der Position des
Fadenführernüsschens 300 in Bezug auf den Kammspalt 200 ist hier jedoch ein Kulissenschieber
4 vorgesehen, der innerhalb einer Ausnehmung 11 im Fadenführerschlitten 1 horizontal
in den Richtungen des Doppelpfeils 44 bewegbar ist. Der Kulissenschieber 4 weist eine
Steuerkurve 41 in Form eines schräg verlaufenden Langlochs 41 auf. In dieses Langloch
41 ragt ein Vorsprung 22 des Einstellstücks 2 hinein, der außerdem durch ein Langloch
14 im Fadenführerschlitten 1 hindurchragt. Das Einstellstück 2 ist in einer Nut 12
des Fadenführerschlittens 1 verschiebbar gelagert. Es weist eine Nut 21 auf, in der
der Fadenführerarm 3 gelagert ist und mit zwei Bohrungen 31, 33 die Vorsprünge 22
und 23 des Einstellstücks 2 umfasst und dadurch am Einstellstück 2 fixiert ist.
[0033] Die Fixierung der relativen Lage des Kulissenschiebers 4 zum Fadenführerschlitten
1 und damit auch die Position des Fadenführernüsschens 300 wird durch einen Rastschieber
5 bewirkt, der eine Verzahnung 51 trägt, die mit einer Verzahnung 42 am Kulissenschieber
4 zusammenwirkt. Wird der Rastschieber 5 an einem Vorsprung 52 entgegen der Kraft
einer Druckfeder 8 bewegt, löst sich seine Verzahnung 51 aus der Verzahnung 42 des
Kulissenschiebers 4, sodass dieser an einem Vorsprung 43 in den Richtungen des Doppelpfeils
44 bewegt werden kann. Diese horizontale Bewegung überträgt sich durch den im Langloch
41 geführten bolzenförmigen Vorsprung 22 des Einstellstücks 2 in eine Vertikalbewegung
des Fadenführerarms 3 und des Fadenführernüsschens 300. Sobald die gewünschte Position
des Fadenführernüsschens 300 erreicht ist, wird der Vorsprung 52 des Rastschiebers
5 losgelassen, wodurch dieser aufgrund der Federkraft der Druckfeder 8 wieder mit
der Verzahnung 42 des Kulissenschiebers 4 in Eingriff gebracht wird. Dadurch ist die
eingestellte Position des Fadenführernüsschens 300 fixiert.
[0034] Beim Fadenführer 103 wird die gesamte Einstellmechanik durch eine Platte 66 am Fadenführerschlitten
1 abgedeckt, die mit Schrauben 7 befestigt ist. Die Platte 66 weist lediglich Aussparungen
auf, durch die die Vorsprünge 43 und 52 hindurchragen.
[0035] Zur Erleichterung der Einstellung der gewünschten Position des Fadenführernüsschens
300 weist der Fadenführer 103 eine in Fig. 5c gezeigte Skalierung auf. Fig. 5c ist
eine Detailansicht des Fadenführers 103 in Richtung des Pfeils x in Fig. 5a. Sie verdeutlicht,
dass der Kulissenschieber 4 an der Oberseite einer Nase 45 eine Markierung 46 aufweist.
Diese Markierung 46 bewegt sich während des Verschiebens des Kulissenschiebers 4 entlang
einer Skala 16, die sich auf der Oberseite 15 des Fadenführerschlittens 1 befindet.
Die Skala 16 ist so eingeteilt, dass die Verschiebung des Kulissenschiebers 4 von
einem Teilungsstrich zum nächsten einem vorgegebenen Bewegungsweg des Fadenführerarms
3 in den Richtungen des Doppelpfeils 32 entspricht.
[0036] Eine solche Skalierung, wie sie am Fadenführer 103 vorgesehen ist, kann selbstverständlich
auch an allen anderen erfindungsgemäßen Fadenführern vorgesehen werden. Vorzugsweise
ist die Skalierung dabei an der Oberseite des Fadenführerschlittens angebracht, wo
sie während der Verstellung des Fadenführernüsschens 300 sehr gut eingesehen werden
kann.
[0037] In Fig. 6 ist ein weiterer Fadenführer 104 mit einem Fadenführerarm 3, an dessen
Spitze ein Fadenführernüsschen 300 angeordnet ist, gezeigt. Die Einstellung des Abstands
des Fadenführernüsschens 300 zum Kammspalt 200 erfolgt hier mittels einer Exzenterscheibe
4, die mit einer Bohrung 41 versehen ist, mit der sie an einem Vorsprung 13 (Fig.
6b) des Fadenführerschlittens 1 in den Richtungen des Doppelpfeils 44 drehbar gelagert
ist. Zur Einleitung der Drehbewegung ist ein Betätigungsvorsprung 43 an der Exzenterscheibe
4 vorgesehen, der durch eine Ausnehmung 14 im Fadenführerschlitten 1 hindurchragt.
[0038] Der Fadenführerschlitten 1 weist außerdem auf seiner Rückseite eine Nut 12 für ein
Einstellstück 2 auf, das mit einer Ausnehmung 22 die Exzenterscheibe 4 umfasst. Der
Fadenführerarm 3 ist in einer Nut 21 des Einstellstücks 2 gelagert und umfasst mit
Bohrungen 31, 33 bolzenförmige Vorsprünge 23, 24 des Einstellstücks 2 und ist damit
an diesem fixiert. Wird die Exzenterscheibe 4 in den Richtungen des Doppelpfeils 44
gedreht, wird dadurch eine Bewegung des Fadenführerarms 3 mit dem Fadenführernüsschen
300 in den Richtungen des Doppelpfeils 32 zum Kammspalt 200 hin oder von diesem weg
bewirkt.
[0039] Zur Fixierung der Position des Fadenführerarms 3 mit dem Fadenführernüsschen 300
ist ein Rasthebel 5 vorgesehen, der eine Verzahnung 51 aufweist, die in eine Verzahnung
42 an der Exzenterscheibe 4 eingreift. Der Rasthebel 5 ist auf einer am Fadenführerschlitten
1 angeordneten Achse 60, die beispielsweise durch eine Schaftschraube gebildet sein
kann, schwenkbar gelagert. Eine Druckfeder 7 drückt die Verzahnung 51 des Rasthebels
5 gegen die Verzahnung 42 der Exzenterscheibe 4. Zum Lösen des Rasthebels 5 weist
dieser einen Vorsprung 52 auf, mit dessen Hilfe er entgegen der Kraft der Druckfeder
7 verschwenkt werden kann, bis seine Verzahnung 51 mit der Verzahnung 42 der Exzenterscheibe
4 außer Eingriff kommt. Die Exzenterscheibe 4 kann dann gedreht werden, bis die gewünschte
Position des Fadenführernüsschens 300 erreicht ist.
[0040] Der in Fig. 7 gezeigte Fadenführer 105 weist einen fest mit dem Fadenführerschlitten
1 verbundenen Fadenführerarm 3 auf. Dafür ist das Fadenführernüsschen 301 relativ
zum Fadenführerschlitten 1 in den Richtungen des Doppelpfeils 32 verschiebbar. Hierzu
ist ein Einstellstück 2 vorgesehen, das in einer Nut 12 des Fadenführerschlittens
1 längs verschiebbar geführt ist. Am Einstellstück 2 ist eine Nut 23 vorgesehen, in
der eine Verbindungsleiste 31 zum Fadenführernüsschen 301 befestigt ist. Das Fadenführernüsschen
301 wird bei seiner Verschiebebewegung durch den Eingriff der Schenkel 33, 33' des
feststehenden Fadenführerarms 3 in Nuten 302, 302' des Fadenführernüsschens 301 seitlich
geführt.
[0041] Die Verstellung des Fadenführernüsschens 301 erfolgt beim Fadenführer 105 wieder
mittels einer Einstellschraube 4, die mit ihrem Bund 41 drehbar im Fadenführerschlitten
1 gelagert und in ein Gewinde des Einstellstücks 2 in dessen Segment 22 eingeschraubt
ist. Die Stellung der Einstellschraube 4 beeinflusst die Höhenposition des Einstellstücks
2 und damit über die Verbindungsleiste 31 auch die Höhenposition des Fadenführernüsschens
301.
[0042] Zur Fixierung der einmal eingestellten Position des Fadenführernüsschens 301 ist
eine Klemmschraube 5 vorgesehen, die durch ein Langloch 13 im Fadenführerschlitten
1 hindurchragt und in ein Gewinde in einem Vorsprung 24 des Einstellstücks 2 eingeschraubt
ist. Beim Anziehen der Klemmschraube 5 verspannt diese das Einstellstück 2 mit dem
Fadenführerschlitten 1.
[0043] Fig. 8 zeigt nun einen Fadenführer 106, bei dem im Gegensatz zu den Fadenführern
100 - 105 die Stellung des Fadenführernüsschens 300 in Bezug auf den Kammspalt 200
während der Fadeneinlage durch den Fadenführer 106 in die Nadeln der Strickmaschine
eine andere ist als in der Außertätigkeitsposition des Fadenführers 106.
[0044] Die Verstellung des Fadenführerarms 3 von der Außertätigkeitsposition in die Tätigkeitsposition
und umgekehrt erfolgt über ein Führungsstück 6, das in einer Nut 12 des Fadenführerschlittens
1 vertikal verschiebbar gelagert ist und in dem ein Einstellstück 2 für den Fadenführerarm
3 angeordnet ist. Das Führungsstück 6 ragt mit einem Segment 61 durch einen Durchbruch
11 im Fadenführerschlitten 1 nach außen und nach oben. An der Oberseite des Segments
61 sind Auflaufschrägen 62 vorgesehen, die von einem nicht dargestellten Fadenführermitnehmer
beaufschlagt werden, um den Fadenführerarm 3 und das Fadenführernüsschen 300 in Richtung
des Pfeils 33' in seine Tätigkeitsposition zu bringen. Nach der Beaufschlagung durch
den Fadenführermitnehmer leitet mindestens eine Druckfeder 7 die Bewegung des Führungsstücks
6 und damit des Fadenführerarms 3 mit dem Fadenführernüsschen 300 in Richtung des
Pfeils 33 in die Außertätigkeitsposition ein, indem sie sich mit einem Ende am Fadenführerschlitten
1 abstützt und mit ihrem anderen Ende auf das Segment 61 des Führungsstücks 6 einwirkt.
[0045] Zur Einstellung des Abstands des Fadenführernüsschens 300 zum Kammspalt 200 in der
Tätigkeitsposition des Fadenführers 106, d. h. bei der Fadeneinlage, ist wieder ein
Einstellelement in Form einer Einstellschraube 4 vorgesehen, die den Fadenführerarm
3 in den Richtungen des Doppelpfeils 32 bewegt, damit sich das an der Spitze des Fadenführerarms
3 angeordnete Fadenführernüsschen 300 dem Kammspalt 200 nähern oder sich von ihm entfernen
kann. Die Einstellschraube 4 greift dazu am Einstellstück 2 an, das in einer Nut 63
des Führungsstücks 6 längsverschiebbar geführt und formschlüssig mit dem Fadenführerarm
3 verbunden ist, indem Bohrungen 31, 34 des Fadenführerarms 3 Vorsprünge 21, 22 des
Einstellstücks 2 umgreifen. Die Einstellschraube 4 ist drehbar im Führungsstück 6
gelagert und durch einen Bolzen 8 fixiert, der in das Führungsstück 6 eingepresst
ist und in einen ringförmigen Einstich 41 an der Schraube 4 eingreift. Das Gewinde
42 der Einstellschraube 4 greift in ein Gewinde 23 des Einstellstücks 2 ein. Ein Drehen
an der Einstellschraube 4 bewirkt somit eine Relativverstellung des Einstellstücks
2 und damit des Fadenführerarms 3 mit dem Nüsschen 300 gegenüber dem Führungsstück
6.
[0046] Zur Fixierung der eingestellten Position des Fadenführernüsschens 300 zum Kammspalt
200 ist eine Feder 9 vorgesehen, die sich am Führungsstück 6 abstützt und das Einstellstücks
2 und damit die Einstellschraube 4 mit ihrem Einstich 41 an den Bolzen 8 drückt, der
starr mit dem Führungsstück 6 verbunden ist. Dadurch entsteht eine Selbsthemmung der
Einstellschraube 4, sodass sich diese aus ihrer durch Drehen erreichten Position nicht
mehr selbsttätig verstellen kann.
[0047] Fig. 9 schließlich zeigt einen weiteren Fadenführer 107, bei dem der Fadenführerarm
3 fest mit dem Fadenführerschlitten 1 verbunden ist. Im Gegensatz zum Fadenführer
105 aus Fig. 7 ist hier jedoch das Fadenführernüsschen 301 von einer Tätigkeitsposition
in eine Außertätigkeitsposition und umgekehrt verstellbar. In der Tätigkeitsposition
kann der Abstand des Fadenführernüsschens 301 zum Kammspalt 200 wieder mittels eines
Einstellelements, hier ebenfalls einer Einstellschraube 4, auf den stricktechnisch
günstigsten Abstand eingestellt werden.
[0048] Die Verstellung des Fadenführernüsschens 301 zwischen der Tätigkeitsposition und
der Außertätigkeitsposition erfolgt über ein in einer Nut 12 des Fadenführerschlittens
1 vertikal verschiebbar angeordnetes Führungsstück 6, das mit einem Segment 61 durch
einen Durchbruch 11 des Fadenführerschlittens 1 nach außen und oben ragt. Das Segment
61 weist an seinem oberen Ende Auflaufschrägen 62 auf, die von einem nicht dargestellten
Fadenführermitnehmer beaufschlagt werden, um das Fadenführernüsschen 301 in Richtung
des Pfeils 33' in seine Tätigkeitsposition zu bringen. Im Führungsstück 6 ist in einer
Nut 63 ein Einstellstück 2 längsverschiebbar geführt, an dem eine Verbindungsleiste
31 zum Fadenführernüsschen 301 fest angeordnet ist. Mit dem Führungsstück 6 wird somit
auch das Fadenführernüsschen 301 mit bewegt.
[0049] Nach der Beaufschlagung durch den Fadenführermitnehmer leitet mindestens eine Druckfeder
7 die Bewegung des Führungsstücks 6 und damit über die Verbindungsleiste 31 die Bewegung
des Fadenführernüsschens 301 in Richtung des Pfeils 33 in die Außertätigkeitsposition
ein, wobei sich die Druckfeder 7 mit einem Ende am Fadenführerschlitten 1 abstützt
und mit ihrem anderen Ende auf das Segment 61 des Führungsstücks 6 einwirkt.
[0050] Zur Einstellung des Abstands des Fadenführernüsschens 301 zum Kammspalt 200, während
sich das Fadenführernüsschen 301 in Tätigkeitsposition befindet, kann die Position
des Einstellstücks 2 relativ zum Führungsstück 6 mithilfe einer Einstellschraube 4
verändert werden. Dazu ist die Einstellschraube 4 im Führungsstück 6 drehbar gelagert
und fixiert, indem ein Bolzen 8, der in das Führungsstück 6 eingepresst ist, in einen
ringförmigen Einstich 41 der Einstellschraube 4 eingreift. Das Gewinde 42 der Einstellschraube
4 ist in ein Gewinde 23 des Einstellstücks 2 eingeschraubt. Entsprechend der Drehbewegung
der Einstellschraube 4 bewegt sich daher das Einstellstück 2 und damit auch das Fadenführernüsschen
301 in den Richtungen des Doppelpfeils 32 zum Kammspalt hin oder von diesem weg.
[0051] Auch die Einstellschraube 4 des Fadenführers 107 ist selbst gehemmt, indem eine Feder
9 vorgesehen ist, die sich mit einem Ende am Führungsstück 6 abstützt und das Einstellstück
2 nach oben drückt, wodurch die Einstellschraube 4 mit ihrem Einstich 41 an den Bolzen
8 gedrückt wird, der starr mit dem Führungsstück 6 verbunden ist. Die Position der
Einstellschraube 4 ist somit in jeder beliebigen Stellung automatisch fixiert.
1. Fadenführer für Flachstrickmaschinen mit einem Fadenführerschlitten (1), an dem ein
Fadenführerarm (3) befestigt ist, und mit einem an der Spitze des Fadenführerarms
(3) angeordneten Fadenführernüsschen (300, 301), dessen Abstand zum Kammspalt (200)
der Flachstrickmaschine einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Fadenführerschlitten (1) mindestens ein Einstellelement (4) integriert ist,
mit dem die Position des Fadenführernüsschens (300, 301) zum Kammspalt (200) einstellbar
ist.
2. Fadenführer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Einstellelement (4) den Fadenführerarm (3), der verschiebbar
am Fadenführerschlitten (1) gelagert ist, mittelbar oder unmittelbar beaufschlagt.
3. Fadenführer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Einstellelement (4) das Fadenführernüsschen (301), das bezüglich
des Fadenführerarms (3) beweglich angeordnet ist, mittelbar oder unmittelbar beaufschlagt.
4. Fadenführer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Einstellelement (4) eine Schraube ist.
5. Fadenführer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Einstellelement (4) ein Schwenkhebel ist.
6. Fadenführer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Einstellelement (4) ein Kulissenschieber ist.
7. Fadenführer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Einstellelement (4) eine Exzenterscheibe ist.
8. Fadenführer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Position des Fadenführernüsschens (300, 301) feststellbar ist.
9. Fadenführer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem mindestens einen Einstellelement (4) die Position des Fadenführernüsschens
(300, 301) in einer Richtung entgegen der Kraft einer Feder (8, 9) einstellbar ist.
10. Fadenführer nach Anspruch 4 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Einstellelement (4) eine Schraube ist, die den Fadenführerarm
(3) oder das Fadenführernüsschen (300, 301) beaufschlagt, wobei die Position des Fadenführernüsschens
(300, 301) durch Selbsthemmung der Schraube fixierbar ist.
11. Fadenführer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Position des Fadenführernüsschens (300, 301) durch Klemmung fixierbar ist.
12. Fadenführer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Position des Fadenführernüsschens (300, 301) durch Verrastung fixierbar ist.
13. Fadenführer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass an dem mindestens einen Einstellelement (4) und/oder am Fadenführerschlitten (1)
eine Skalierung vorgesehen ist.