[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lärmschutzwand mit wenigstens einem Hohlraumresonator.
[0002] Gattungsgemäße Lärmschutzwände sind hinlänglich aus dem Stand der Technik bekannt
und können von unterschiedlichster Ausgestaltung sein, um den jeweiligen Anforderungen
gerecht zu werden. Meist werden solche Lärmschutzwände entlang von Straßen, insbesondere
Autobahnen, aufgestellt, um den durch die auf der Straße fahrenden Fahrzeuge erzeugten
Lärm abzuschirmen, damit beispielsweise Anwohner in der näheren Umgebung einer solchen
Straße nicht durch den Lärm belästigt werden. Statt der erwähnten Fahrzeuge als Lärmquellen
können beispielsweise auch Kältemaschinen, Generatoren oder Ähnliches Lärmquellen
sein, die es, beispielsweise in Industriegebieten, abzuschirmen gilt.
[0003] Beispielhaft sei das Gebrauchsmuster
DE 295 12 787 U1 erwähnt, welches eine Lärmschutzeinrichtung aus flachen, eine Vielzahl von Resonatoren
aufweisenden Bauelementen aufweist, die zu einer lärmschluckenden Anordnung miteinander
kombiniert sind, wobei die verschiedenen Resonatoren auf verschiedene Frequenzbereiche
ansprechen. Die vorbekannte Lärmschutzeinrichtung kann in einem relativ großen Frequenzbereich
wirksam den im Straßenbereich erzeugten Lärm abschirmen.
[0004] Nachteilig bei den herkömmlichen Lärmschutzwänden ist, dass diese zur Steigerung
der Effektivität meist einen relativ komplizierten und somit kostenintensiven Aufbau
aufweisen, der zudem keine Anpassung der Lärmschutzwandausgestaltung an die jeweiligen
Gegebenheiten vor Ort ermöglicht.
[0005] Daher ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Lärmschutzwand bereitzustellen,
die einfach und kostengünstig herstellbar sowie an die jeweiligen Gegebenheiten vor
Ort anpassbar ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Lärmschutzwand nach Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Lärmschutzwand sind in den Unteransprüchen offenbart.
[0007] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Hohlraumresonator ein Großraumbehälter ist.
[0008] Unter Großraumbehältem im Sinne der Erfindung sind insbesondere Frachtcontainer wie
beispielsweise Überseecontainer und ISO-Container zu verstehen. Diese werden, vorzugsweise
nachdem Sie als Transportmittel ausgedient haben, zur Ausbildung der erfindungsgemäßen
Lärmschutzwand verwendet. Dadurch ist nicht nur eine sehr kostengünstige Lärmschutzwand
herstellbar, sondern es kann eine Lärmschutzwand bereitgestellt werden, die auf einfache
Art und Weise aufstellbar ist und zudem eine Konstruktion und Stabilität aufweist,
welche teure Baumaßnahmen, wie etwa eine Tiefgründung oder Ähnliches, unnötig macht.
Ein entsprechender Großraumbehälter kann einfach zu dem jeweiligen Einsatzort in der
Nähe einer Lärmquelle transportiert und abgestellt werden. Die Erfindung ermöglicht
somit einen kostengünstigen und dennoch effektiven Lärmschutz. Ein Großraumbehälter
im Sinne der Erfindung ist weiterhin ein Behälter jedweder Art, der nicht ein Frachtcontainer
im vorbeschriebenen Sinne sind, diesem aber hinsichtlich Form und Größe ähnelt. Ein
solcher Behälter kann kostengünstig, beispielsweise aus Metallblechen und -profilen,
hergestellt werden.
[0009] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Großraumbehälter quaderförmig
ausgebildet, was sich insbesondere positiv auf den Aufwand auswirkt, welcher für das
Aufstellen der Lärmschutzwand erforderlich ist. Als Spezialfall der quaderförmigen
Ausbildung ist auch die kubische Form für einen Großraumbehälter denkbar, und letztendlich
soll auch eine im Querschnitt trapezförmige Ausgestaltung eines Großraumbehälters
nicht ausgeschlossen werden. Diese eckigen Ausgestaltungen sorgen dafür, dass der
einzelne Großraumbehälter eine einfach stapelbare Einheit bildet, die mit gleichartigen
Einheiten zur Ausbildung einer entsprechend größeren Lärmschutzwand verwendet werden
kann.
[0010] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass gegenüberliegend
angeordnete Wände des quaderförmig ausgebildeten Großraumbehälters untereinander einen
Abstand von wenigstens 1m, vorzugsweise wenigstens 1,5m aufweisen. Durch diese großvolumige
Ausgestaltung des Großraumbehälters und somit des Hohlraumresonators ergibt sich ein
Resonanzverhalten, das zur Abschirmung von relativ tiefen Frequenzen (z.B. Lärm durch
langsam laufende Dieselmotoren) gut geeignet ist. Dabei ist in diesem liefen Frequenzbereich
erfindungsgemäß etwa eine Schalldämmung von bis zu 20 dB realisierbar.
[0011] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist wenigstens eine
Wand des quaderförmig ausgebildeten Großraumbehälters zumindest teilweise aus einem
biegeweichen Material ausgebildet. Diese Ausgestaltung bringt insbesondere den Vorteil,
dass gerade Schwingungen im tieffrequenten Bereich von dem Großraumbehälter gut aufgenommen
werden. Die Wand selbst gerät in Schwingung, wenn sie durch Schallwellen niedriger
Lärm-Frequenzen angeregt wird. Die stark gedämpften Wandschwingungen bewirken eine
effektive Schallabsorption.
[0012] Im Zuge der vorliegenden Erfindung wird es weiter als vorteilhaft erachtet, wenn
die Resonanzfrequenz des Großraumbehälters im Bereich von 50 Hz bis 250 Hz liegt.
Dies wird insbesondere durch die großvolumige Ausgestaltung des Großraumbehälters
sowie durch die vorbeschriebene Verwendung von biegeweichen Materialen für wenigstens
eine Wand des Großraumbehälters ermöglicht. Beispielsweise kann durch die relativ
niedrigen Resonanzfrequenzen des Großraumbehälters beziehungsweise des Hohlraumresonators
erfolgreich eine Abschirmung von Lärm erfolgen, welcher z.B. durch LKW-Motoren erzeugt
wird.
[0013] Es wird weiter vorgeschlagen, dass in dem Großraumbehälter wenigstens ein Dämpfungselement
und/oder zumindest ein Reflexionselement angeordnet sind. Diese Elemente dienen der
Verbesserung der Dämpfungseigenschaften des Großraumbehälters, wobei sich insbesondere
durch die unterschiedliche Ausgestaltung, Anzahl und Anordnung dieser Elemente in
dem Großraumbehälter eine Anpassung der Resonanzfrequenz des entsprechenden Hohlraumresonators
an die jeweiligen Anforderungen realisieren lässt. Denkbar ist auch, weitere Schallschluckelemente
und/oder Abschottungen im Innenraum des Großraumbehälters anzuordnen, um insbesondere
die Schalldämmung im niedrigen Frequenzbereich zu verbessern.
[0014] Nach weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist die Position des Reflexionselementes
innerhalb des Großraumbehälters variierbar, wodurch zumindest der vorbeschriebene
Effekt der Anpassung des Großraumbehälters hinsichtlich der Resonanzfrequenzen an
die jeweiligen Anforderungen erfolgen kann.
[0015] Gemäß einem weiteren Vorschlag weist die Lärmschutzwand ein Fundament auf, auf dem
der Großraumbehälter angeordnet ist. Das Fundament kann beispielsweise als Streifenfundament
sein. Somit kann die Lärmschutzwand ohne das Erfordernis einer Tiefgründung im Umfeld
einer Lärmquelle angeordnet werden. Der Großraumbehälter kann zur Herstellung der
Lärmschutzwand einfach auf dem Fundament abgestellt und ggf. auf diesem verankert
werden kann.
[0016] Um die Lärmschutzeigenschaften der Lärmschutzwand weiter zu verbessern, ist vorgesehen,
dass im oberen Bereich der Lärmschutzwand ein Wellenbrecher angeordnet ist. Dieser
Wellenbrecher dient der Verminderung von Beugungseffekten der Schallwellen gerade
in tiefen Frequenzbereichen, wobei der Wellenbrecher eine Phasenverschiebung und Brechung
der auf ihn treffenden Schallwellen bewirkt. Durch diese Ausgestaltung der Lärmschutzwand
wird somit insgesamt eine maximale Abschirmung von insbesondere tiefen Frequenzen
erzeugt. Der Schall wird von den als Hohlraumresonatoren dienenden Großraumbehältern
absorbiert. Zusätzlich wird der Schall an einem Entweichen über die Lärmschutzwand
hinweg gehindert.
[0017] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Wellenbrecher verschwenkbar
an der Lärmschutzwand angeordnet. Dies ermöglicht eine Anpassung der Lärmschutzwand
an die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort. Beispielsweise bestehen unterschiedliche
Anforderungen bei nah am Straßenverlauf oder fern vom Straßenverlauf angeordneten
Lärmschutzwänden, und zwar weil der lärmende Schall je nach Abstand zwischen Lärmquelle
und Lärmschutzwand unter verschiedenen Winkeln auf die Lärmschutzwand auftrifft. Die
Verschwenkung kann beispielsweise mittels mechanischer, pneumatischer oder elektromotorischer
Einrichtungen erfolgen, deren Steuerung mit einer geeigneten Steuereinrichtung durchgeführt
werden kann.
[0018] Weiter ist vorgesehen, dass die Lärmschutzwand ein Fixiermittel aufweist, mit dem
die jeweilige Position des Wellenbrechers fixierbar ist. Diese Ausgestaltung ist bei
der verschwenkbaren Anordnung des Wellenbrechers an dem Großraumbehälter erforderlich,
wobei der Wellenbrecher zunächst in eine zur Lärmabschirmung optimale Position verschwenkt
und anschließend mittels des Fixiermittels dort festgelegt wird. Für das Fixiermittel
sind unterschiedliche Ausgestaltungen denkbar, welche geeignet sind, eine Fixierung
der Position des Wellenbrechers derart vorzunehmen, dass auch beispielsweise bei Sturm
oder anderen äußeren Einflüssen eine Lärmschutzwand mit hoher Stabilität und geeigneter
Konstruktion gegeben ist.
[0019] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der Wellenbrecher
wenigstens einen Resonator auf. Auch dieser Resonator kann beispielsweise als Hohlraumresonator
ausgebildet sein und dient dazu, dass durch den Wellenbrecher nicht nur eine Phasenverschiebung
und Brechung des auf ihn treffenden, lärmenden Schalls erzeugt wird, sondern dass
gleichzeitig auch eine Dämpfung des auftreffenden Schalls beziehungsweise eine Absorption
entsprechender Schallwellen erfolgen kann, was sich weiter positiv auf die Lärmschutzeigenschaften
der Lärmschutzwand auswirkt.
[0020] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung weist der Wellenbrecher mehrere Resonatoren
mit verschiedenen Resonanzfrequenzen auf, um Schallwellen und den damit verbundenen
Lärm in einem möglichst großen Frequenzbereich absorbieren bzw. dämpfen zu können.
[0021] Des Weiteren ist es von Vorteil, wenn der Resonator des Wellenbrechers auf seiner
der Lärmquelle zugewandten Seite eine Lochung und/oder Schlitzung aufweist. Auch diese
Ausgestaltung dient der weiteren Verbesserung der Dämpfungs- bzw. Absorptionseigenschaften
des Wellenbrechers und somit der Lärmschutzwand. Durch die jeweilige Anzahl an Löchern
oder Schlitzen in der der Lärmquelle zugewandten Seite des Resonators kann eine Anpassung
der Lärmschutzeigenschaften des Wellenbrechers und somit der Lärmschutzwand an die
jeweiligen Gegebenheiten vor Ort erfolgen.
[0022] Es wird weiter vorgeschlagen, dass mehrere selbsttragende Hohlraumresonatoren vorgesehen
sind, die über- und nebeneinander angeordnet sind und so die Lärmschutzwand bilden.
Dadurch ist eine Lärmschutzwand im Wesentlichen beliebiger Größe unter Verwendung
einer Vielzahl von Hohlraumresonatoren gleichsam als "Bausteine" realisierbar. Es
finden vorzugsweise auf einfache Art und Weise stapelbare Hohlraumresonatoren Verwendung,
wie sie beispielsweise durch quaderförmig ausgebildete Großraumbehälter, nämlich ISO-Container
oder Überseecontainer der oben erwähnten Art, gegeben sind.
[0023] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Lärmschutzwand eine Fassade aufweist, die an
dem Großraumbehälter beziehungsweise der Lärmschutzwand befestigbar ist. Eine solche
Fassade kann beispielsweise in Form einer Begrünung. Beplankung mit Leichtbauelementen
oder Bespannung mit Leinwänden, Folien oder Ähnlichem erfolgen, was sich einerseits
positiv auf die Optik der Lärmschutzwand und andererseits positiv auf deren Lärmschutzeigenschaften
auswirkt. Auch ist denkbar, dass Solarelemente als Verkleidungselemente an der Lärmschutzwand
angeordnet werden, falls dieses gewünscht ist.
[0024] Gemäß einer sinnvollen Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lärmschutzwand ist vorgesehen,
dass die Großraumbehälter an einer Seite offen sind, in der Weise, dass die Lärmschutzwand
ein Lagerregal bildet. Auf diese Weise kann der von der vergleichsweise dicken Lärmschutzwand
benötigte Platz vorteilhaft als Lagerfläche genutzt werden. Die Lagerung erfolgt dabei
ähnlich wie bei einem herkömmlichen Hochregallager.
[0025] Mit der vorliegenden Erfindung wird somit eine Lärmschutzwand vorgeschlagen, welche
ein Höchstmaß an Effektivität aufweist und zudem auf einfache Art und Weise sowie
kostengünstig herstellbar ist. Dabei sind unterschiedlichste Kombinationen der vorgenannten
Merkmale denkbar, um eine entsprechend an die jeweiligen Begebenheiten vor Ort optimal
angepasste Lärmschutzwand bereitstellen zu können.
[0026] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand der Figur beschrieben.
Dabei zeigt
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Lärmschutzwand.
- Fig.2
- eine schematische Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfin- dungsgemäßen
Lärmschutzwand.
[0027] Der Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel für die erfindungsgemäße Lärmschutzwand 1
in Seitenansicht zu entnehmen, bei dem drei Hohlraumresonatoren in Form von Großraumbehältern
2 übereinander angeordnet sind. Bei den Großraumbehältern handelt es sich um ISO-Container
üblicher Konstruktion. Der unterste Großraumbehälter 2 ist auf einem Streifenfundament
3 angeordnet, wobei die Füße 4 des unteren Großraumbehälters 2 in das Fundament 3
eingelassen sind, um eine angemessene Verbindung zwischen dem Fundament 3 und dem
unteren Großraumbehälter 2 zu erzeugen. Ebensogut können die Füße 4 auf dem Fundament
3 aufstehen und dort verankert sein. Die beiden darüber angeordneten Großraumbehälter
2 sind auf einfache Art und Weise auf den unteren Großraumbehälter 2 aufgestellt,
was den einfachen Aufbau und den damit verbundenen geringen Aufstellaufwand verdeutlicht.
[0028] Auf der einer Lärmquelle zugewandten Seite der Lärmschutzwand 1 (in Fig. 1 links)
ist an der Oberkante der Lärmschutzwand 1 ein Wellenbrecher 5 verschwenkbar angeordnet.
Die Verschwenkung des Wellenbrechers 5 kann hier über ein Gelenk 6 erfolgen, über
das der Wellenbrecher 5 mit dem oberen Großraumbehälter 2 der Lärmschutzwand 1 verbunden
ist. Durch diese verschwenkbare Anordnung des Wellenbrechers 5 an dem oberen Großraumbehälter
2 beziehungsweise an der Lärmschutzwand 1 kann der Winkel zwischen der der Lärmquelle
zugewandten Seite der Großraumbehälter 2 und der der Lärmquelle zugewandten Fläche
des Wellenbrechers 5 so variiert werden, dass eine optimale Abschirmung des durch
die Lärmquelle erzeugten Lärms erfolgen kann und möglichst kein Lärm nach oben über
die übereinander gestapelten Großraumbehälter 2 entweicht. Hierbei wird insbesondere
ausgenutzt, dass von dem Wellenbrecher 5 ausgehende Schallwellen mit den übrigen Schallwellen
destruktiv interferieren, um eine maximale Lärmreduktion zu realisieren.
[0029] Das Fixiermittel, mit dem der Wellenbrecher 5 in der jeweils optimalen Position fixierbar
ist, ist in dieser Ausführung als Seil oder Draht 7 ausgebildet, welches beziehungsweise
welcher an dem dem Großraumbehälter 2 fernen Ende des Wellenbrechers 5 befestigt ist.
Das Seil beziehungsweise der Draht 7 wird über eine Umlenkrolle 8, welche an der Oberkante
der der Lärmquelle abgewandten Seite der Lärmschutzwand 1 angeordnet ist, Richtung
Boden umgelenkt und weist an seinem unteren Ende einen Anker 9 auf, mit dem dieses
Ende des Seils beziehungsweise des Drahts 7 im Bereich des Bodens mit oder an geeigneten
Mitteln befestigt werden kann, wodurch die Fixierung des Wellenbrechers 5 in der jeweils
eingenommenen Position erfolgt.
[0030] In der gezeigten Ausführungsform weist der Wellenbrecher 5 vier Resonatoren 10 auf,
welche als Hohlraumresonatoren unterschiedlicher Größe ausgebildet sind, die sich
in ihren Resonanzfrequenzen derart unterscheiden, dass eine Absorption beziehungsweise
eine Dämpfung des Lärms über einen relativ großen Frequenzbereich erfolgen kann.
[0031] Bei dem in der Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Großraumbehälter 2,
und entsprechend die gesamte Lärmschutzwand 1 einseitig offen, so dass diese als Lagerregal
genutzt werden kann. Die Lärmschutzwand 1 kann bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
von rechts her mit zu lagerndem Gut, beispielsweise mittels eines Gabelstaplers, beladen
werden. Es sind zur Abteilung des zur Lagerung vorgesehenen Raumes Trennwände 11 im
Inneren der Großraumbehälter 2 vorgesehen. Die Trennwände 11 bilden zusammen mit den
Außenwänden an der linken Seite sowie an der Ober- und Unterseite der Behälter 2 die
Hohlraumresonatoren aus. Diese sind mit einem schallschluckenden Material 12 ausgefüllt.
Die Trennwände 11 können zur Optimierung der schalldämmenden Eigenschaften geschlitzt
und/oder gelocht ausgebildet sein.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Lärmschutzwand
- 2
- Großraumbehälter
- 3
- Fundament
- 4
- Fuß
- 5
- Wellenbrecher
- 6
- Gelenk
- 7
- Draht
- 8
- Umlenkrolle
- 9
- Anker
- 10
- Resonator
- 11
- Trennwand
- 12
- schallschluckendes Material
1. Lärmschutzwand (1) mit wenigstens einem Hohlraumresonator, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraumresonator ein Großraumbehälter (2) ist.
2. Lärmschutzwand (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Großraumbehälter (2) quaderförmig ausgebildet ist.
3. Lärmschutzwand (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass gegenüberliegend angeordnete Wände des quaderförmig ausgebildeten Großraumbehälters
(2) untereinander einen Abstand von wenigstens 1 m aufweisen.
4. Lärmschutzwand (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Wand des quaderförmig ausgebildeten Großraumbehälters (2) zumindest
teilweise aus einem biegeweichen Material ausgebildet ist.
5. Lärmschutzwand (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Resonanzfrequenz des Hohlraumresonators im Bereich von 50 Hz bis 250 Hz liegt.
6. Lärmschutzwand (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Großraumbehälter (2) wenigstens ein Dämpfungselement und/oder zumindest ein
Reflexionselement angeordnet sind bzw. ist.
7. Lärmschutzwand (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Position des Reflexionselementes innerhalb des Großraumbehälters (2) variierbar
ist.
8. Lärmschutzwand (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens ein Fundament (3), auf welchem der Großraumbehälter (2) angeordnet ist.
9. Lärmschutzwand (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen im oberen Bereich der Lärmschutzwand (1) angeordneten Wellenbrecher (5).
10. Lärmschutzwand (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Wellenbrecher (5) verschwenkbar an der Lärmschutzwand (1) angeordnet ist.
11. Lärmschutzwand (1) nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch ein Fixiermittel, mit dem die jeweilige Position des Wellenbrechers (5) fixierbar
ist.
12. Lärmschutzwand (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Wellenbrecher (5) wenigstens einen Resonator aufweist.
13. Lärmschutzwand (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Wellenbrecher (5) mehrere Resonatoren mit untereinander verschiedenen Resonanzfrequenzen
aufweist.
14. Lärmschutzwand (1) nach einem der Ansprüche 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Resonator auf seiner einer Lärmquelle zugewandten Seite eine Lochung und/oder
Schlitzung aufweist.
15. Lärmschutzwand (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lärmschutzwand durch mehrere selbsttragende Hohlraumresonatoren gebildet ist,
die über- und nebeneinander angeordnet sind.
16. Lärmschutzwand (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Fassade, die an dem Großraumbehälter (2) befestigbar ist.
17. Lärmschutzwand (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Großraumbehälter (2) an einer Seite offen sind, in der Weise,
dass die Lärmschutzwand (1) ein Lagerregal bildet.
18. Verwendung eines stapelbaren Großraumbehälters, insbesondere eines Fracht- oder ISO-Containers,
als Hohlraumresonator für eine Lärmschutzwand.