[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Komponente für ein Abgassystem mit einem
mehrteiligen Gehäuse und mindestens einem darin angeordneten und jeweils von einer
Montagematte umgebenen Katalysatorkörper und/oder Filterkörper sowie ein Verfahren
zur Herstellung einer solchen Komponente gemäss dem Oberbegriff des jeweiligen unabhängigen
Patentanspruchs.
[0002] Abgaskatalysatoren und Diesel-Partikelfilter sind speziell für die Automobilindustrie
unverzichtbar geworden. Sie umfassen typischerweise ein Gehäuse, in welchem ein Katalysatorkörper
und/oder ein Filterkörper - z.B. in Form eines Keramiksubstrats - angeordnet sind.
Um den Katalysatorkörper und/oder um den Filterkörper herum ist typischerweise eine
Montagematte (z.B. eine Intumeszenzmatte) gelegt, die den Katalysatorkörper und/oder
den Filterkörper umgibt, sodass der Spalt zwischen dem Katalysatorkörper und/oder
dem Filterkörper und dem Gehäuse von der Montagematte ausgefüllt wird. Das Gehäuse
kann dabei mehrere Gehäuseteile umfassen (beispielsweise zwei Gehäuseteile), die nach
dem Einbringen des von der Montagematte umgebenen Katalysatorkörpers und/oder Filterkörpers
in das eine Gehäuseteil miteinander verbunden werden, z.B. durch Schweissen oder durch
mechanische Verbindung.
[0003] Die Funktion der Montagematte besteht darin, den Katalysatorkörper und/oder den Filterkörper
an Ort und Stelle im Gehäuse zu halten, und zwar bei verschiedenen Temperaturen und
bei unterschiedlichem Lastbetrieb. Der Katalysatorkörper und/oder der Filterkörper
muss also sowohl bei kalten Temperaturen (also z.B. unmittelbar nach dem Start) als
auch bei warmen Temperaturen (also z.B. bei einer längeren Fahrt auf der Autobahn)
einerseits sicher an Ort und Stelle gehalten werden, andererseits darf die mechanische
Belastung des Katalysatorkörpers und/oder des Filterkörpers auch nicht zu gross werden,
um Beschädigungen des Katalysatorkörpers und/oder des Filterkörpers zu vermeiden.
Bei Verwendung einer Intumeszenzmatte (Quellmatte) als Montagematte muss also die
noch nicht aufgequollene Montagematte in der Lage sein, eine Verschiebung des Katalysatorkörpers
und/oder des Filterkörpers im Gehäuse zu verhindern, während sie bei der Erwärmung
aufquillt (und dabei stets in stärkerem Masse aufquillt als sich das Gehäuse bei der
Erwärmung dehnt) und einen festeren Sitz des Katalysatorkörpers und/oder des Filterkörpers
im Gehäuse bewirkt, wobei darauf zu achten ist, dass die Kräfte auf den Katalysatorkörper
und/oder den Filterkörper nicht so gross werden, dass der Katalysatorkörper und/oder
der Filterkörper beschädigt wird.
[0004] Bei der Herstellung eines Abgaskatalysators oder Diesel-Partikelfilters (mehrteiliges
Gehäuse) wird ein Katalysatorkörper und/oder ein Filterkörper mit einer Montagematte
umwickelt und anschliessend in ein erstes Gehäuseteil eingebracht. Durch Zufügen der
weiteren Gehäuseteile wird das Gehäuse zusammengesetzt und in einem weiteren Schritt
werden die Gehäuseteile miteinander verbunden, z.B. durch Schweissen oder durch mechanische
Verbindung, um ein Entweichen der Abgase zu verhindern.
[0005] Beim Zusammensetzen der Gehäuseteile kann es allerdings vorkommen, dass Teile der
Montagematte zwischen die einzelnen Gehäuseteile geraten und somit die Dichtheit des
Gehäuses beeinträchtigen.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Komponente für ein Abgassystem und
ein Verfahren zur Herstellung desselben vorzuschlagen, welche die vorstehend genannten
Nachteile nicht aufweisen und insbesondere zuverlässig ein dichtes Verschliessen des
Gehäuses ermöglichen.
[0007] Diese Aufgabe wird mit Hilfe der erfindungsgemässen Komponente für ein Abgassystem
gelöst, wie sie durch die Merkmale des unabhängigen Vorrichtungsanspruchs charakterisiert
ist. Vorteilhafte Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Komponente sind Gegenstand
der abhängigen Vorrichtungsansprüche. Insbesondere wird die Aufgabe durch eine Komponente
für ein Abgassystem gelöst, welche Mittel umfasst, die so ausgebildet und angeordnet
sind, dass sie nach dem Einbringen des jeweiligen von der Montagematte umgebenen Katalysatorkörpers
und/oder Filterkörpers in ein erstes Gehäuseteil beim Zusammensetzen des ersten Gehäuseteils
und der weiteren Gehäuseteile zu dem Gehäuse das Einklemmen der Montagematte zwischen
den Gehäuseteilen verhindern. Somit kann das Gehäuse zuverlässig dicht verschlossen
bzw. verbunden werden, da keine Teile der Montagematte zwischen die Gehäuseteile geraten
können, welche die Dichtheit des Gehäuses beeinträchtigen könnten.
[0008] Bei einem Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Komponente umfassen die Mittel
zum Verhindern des Einklemmens der Montagematte eine oder mehrere flexible Leitplatten,
die im Innenraum des ersten Gehäuseteils angeordnet sind, in welches der von der Montagematte
umgebene Katalysatorkörper und/oder Filterkörper eingebracht ist, bevor die Gehäuseteile
zusammengesetzt sind. Die eine oder mehreren flexiblen Leitplatten stehen aus dem
ersten Gehäuseteil in Richtung auf das bzw. die mit dem ersten Gehäuseteil zusammenzusetzenden
Gehäuseteil/Gehäuseteile vor. Sie verhindern, dass Teile der Montagematte zwischen
die einzelnen Gehäuseteile des mehrteiligen Gehäuses gelangen können. Insofern ist
sichergestellt, dass die einzelnen Gehäuseteile nach dem Zusammensetzen dicht miteinander
verbunden werden können. Alternativ wäre es auch denkbar, die Packung bestehend aus
Katalysatorkörper und/oder Filterkörper und der Montagematte mit einem Klebeband so
zu umwickeln, dass keine Teile der Montagematte zwischen die einzelnen Gehäuseteile
des mehrteiligen Gehäuses gelangen können.
[0009] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Komponente sind die
eine oder mehreren Leitplatten aus dem gleichen Material wie die Gehäuseteile hergestellt.
Es sind somit keine verschiedenen Materialien in der Produktion notwendig und auch
die Ausdehnung bei Erwärmung ist ähnlich.
[0010] Bei einem speziellen Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung sind
die eine oder mehreren Leitplatten an der Innenwand desjenigen Gehäuseteils befestigt,
in welches der von der Montagematte umgebene Katalysatorkörper und/oder Filterkörper
eingebracht ist, bevor die Gehäuseteile zusammengesetzt sind. Eine Befestigung der
Leitplatten an der Innenwand des ersten Gehäuseteils hat den Vorteil, dass die Leitplatten
bereits vorgefertigt an dem ersten Gehäuseteil vorhanden sind und nicht in einem zusätzlichen
Schritt beim Zusammensetzen des Gehäuses eingebracht werden müssen. Ausserdem verhindern
sie, dass beim Einbringen des von der Montagematte umgebenen Katalysatorkörpers und/oder
Filterkörpers keine Teile der Montagematte derart aus dem ersten Gehäuseteil hinausragen,
dass diese Teile beim Zusammensetzen der weiteren Gehäuseteile zwischen den einzelnen
Gehäuseteilen eingeklemmt werden.
[0011] Wiederum bei einem anderen Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Komponente
sind die eine oder mehreren Leitplatten an der Innenwand des ersten Gehäuseteils durch
Punktschweissen befestigt. Das Anbringen der Leitplatten mit Hilfe von Punktschweissungen
ist eine fertigungstechnisch zuverlässige und wenig aufwändige Art der Befestigung
der Leitplatten an der Innenwand des ersten Gehäuseteils. Grundsätzlich sind aber
auch andere Arten der Befestigung (z.B. Kleben, weitere Schweissmethoden, etc.) denkbar.
Ebenfalls denkbar ist ein Einklemmen der Leitplatten zwischen der Montagematte und
der Innenwand des ersten Gehäuseteils ohne Befestigung der Leitplatten an der Innenwand
des ersten Gehäuseteils. In der Praxis wird dies dadurch erreicht, dass die Leitplatten
in dem ersten Gehäuseteil festgehalten werden, bis der von der Montagematte umgebene
Katalysatorkörper und/oder Filterkörper eingebracht worden ist. Nun sind die Leitplatten
zwischen der Montagematte und der Innenwand des ersten Gehäuseteils festgeklemmt,
so dass das Gehäuse durch Anbringen der weiteren Gehäuseteils zusammengesetzt werden
kann und anschliessend die Gehäuseteile zu einem Gehäuse verbunden werden können.
[0012] Schliesslich umfasst die erfindungsgemässe Komponente bei einem weiteren Ausführungsbeispiel
zwei Katalysatorkörper oder zwei Filterkörper, oder einen Katalysatorkörper und einen
Filterkörper. Insbesondere die zuletzt genannte Kombination eines Katalysatorkörpers
und eines Filterkörpers in einem gemeinsamen Gehäuse ermöglicht die Herstellung kombinierter
Katalysator/Partikelfilter-Komponenten.
[0013] Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung einer Komponente für ein Abgassystem,
bei welchem mindestens ein von einer Montagematte umgebener Katalysatorkörper und/oder
Filterkörper in ein mehrteiliges Gehäuse eingebracht wird, umfasst die folgenden Schritte:
- Bereitstellen von Mitteln, die so ausgebildet und angeordnet sind, dass sie nach dem
Einbringen des jeweiligen von der Montagematte umgebenen Katalysatorkörpers und/oder
Filterkörpers in das erste Gehäuseteil beim Zusammensetzen der Gehäuseteile zu dem
Gehäuse das Einklemmen der Montagematte zwischen den Gehäuseteilen verhindern
- Einbringen des jeweiligen von der Montagematte umgebenen Katalysatorkörpers und/oder
Filterkörpers in das erste Gehäuseteil
- Zusammensetzen des ersten Gehäuseteils mit den weiteren Gehäuseteilen
- Verbinden der zusammengesetzten Gehäuseteile zu dem Gehäuse.
[0014] Vorteilhafte Varianten des erfindungsgemässen Komponente sind Gegenstand der abhängigen
Verfahrensansprüche. Deren Vorteile wurden jeweils bereits vorstehend bei der Erläuterung
der korrespondierenden abhängigen Vorrichtungsansprüche erwähnt.
[0015] So werden bei einer Verfahrensvariante als Mittel zum Verhindern des Einklemmens
der Montagematte eine oder mehrere flexible Leitplatten verwendet, die im Innenraum
desjenigen Gehäuseteils angeordnet sind, in welches der von der Montagematte umgebene
Katalysatorkörper und/oder Filterkörper eingebracht wird, bevor die Gehäuseteile zusammengesetzt
werden. Die eine oder mehreren flexiblen Leitplatten stehen aus dem Gehäuseteil in
Richtung auf das mit diesem Gehäuseteil zusammenzusetzende Gehäuseteil vor und werden
beim Zusammensetzen der Gehäuseteile gegen die Montagematte gedrückt.
[0016] Bei einer weiteren Verfahrensvariante sind die Leitplatten, die verwendet werden,
aus dem gleichen Material wie die Gehäuseteile hergestellt.
[0017] Bei einer speziellen Verfahrensvariante werden die eine oder mehreren Leitplatten
an der Innenwand des ersten Gehäuseteils befestigt.
Insbesondere werden bei einer weiteren
[0018] Verfahrensvariante die eine oder mehreren Leitplatten an der Innenwand des ersten
Gehäuseteils durch Punktschweissen oder auf andere geeignete Art und Weise (siehe
oben) befestigt oder werden, wie weiter oben beschrieben, ohne Befestigung an dem
ersten Gehäuseteil zwischen der Montagematte und der Innenwand des ersten Gehäuseteils
eingeklemmt.
Schliesslich werden bei einer weiteren
[0019] Verfahrensvariante zwei Katalysatorkörper oder zwei Filterkörper, oder ein Katalysatorkörper
und ein Filterkörper in das erste Gehäuseteil eingebracht, bevor das erste Gehäuseteil
mit den weiteren Gehäuseteilen zusammengesetzt und diese zu dem Gehäuse verbunden
werden.
[0020] Im folgenden werden die erfindungsgemässe Komponente und das erfindungsgemässe Verfahren
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen detaillierter beschrieben. Es zeigen
(im Schnitt):
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemässen Komponente
für ein Abgassystem
- Fig. 2
- einen Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1,
- Fig. 3
- den Ausschnitt III aus Fig. 2,
- Fig. 4
- einen Längsschnitt des ersten Gehäuseteils des Ausführungsbeispiels von Fig. 1 mit
angebrachten Leitplatten,
- Fig. 5
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Komponente für ein Abgassystem,
wobei das erste Gehäuseteil und das zweite Gehäuseteil als Halbschalen ("halfshells")
ausgeführt sind,
- Fig. 6
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Komponente für ein Abgassystem,
wobei das Gehäuse nach der Art eines Schuhbehälters ("shoebox") ausgeführt ist,
- Fig. 7
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Komponente für ein Abgassystem,
wobei das Gehäuse als Tourniquetgehäuse ("tourniquet") ausgeführt ist, und
- Fig. 8
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Komponente für ein Abgassystem,
wobei die Gehäuseteile mit einer Stumpfschweissung ("butt welded") verbunden werden.
[0021] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Komponente 1 für ein
Abgassystem mit einem ersten Gehäuseteil 10 und einem zweiten Gehäuseteil 11. Die
beiden Gehäuseteile umfassen nach aussen vorstehende Flansche 101 und 111, die zu
einem Gehäuse zusammengesetzt und an den jeweiligen Flanschen dicht miteinander verbunden
sind. Die Verbindung kann z.B. durch Schweissen erfolgen.
[0022] Fig. 2 zeigt die Komponente 1 von Fig. 1 im Schnitt gemäss der in Fig. 1 eingezeichneten
Linie II-II. Die obere Hälfte von Fig. 2 zeigt demzufolge eine Aufsicht auf das zweite
Gehäuseteil 11 und die untere Hälfte eine Innenansicht des ersten Gehäuseteils 10,
wobei der Katalysatorkörper 30 und der Filterkörper 31, die Montagematte 4, sowie
flexible Leitplatten 5 in dem ersten Gehäuseteil 10 angeordnet sind. Pfeil 2 zeigt
die Richtung des Abgasstromes. Zuerst werden der Katalysatorkörper 30 und der Filterkörper
31 mit der Montagematte 4 umwickelt und anschliessend in den Innenraum des ersten
Gehäuseteils 10 eingebracht. Die im Innenraum des ersten Gehäuseteils 10 bereits vorher
angebrachten flexiblen Leitplatten 5 (siehe Fig. 3 bzw. Fig. 4) verhindern, dass Teile
der Montagematte 4 aus dem Innenraum des Gehäuses, welches hier aus dem ersten Gehäuseteil
10 und dem zweiten Gehäuseteil 11 gebildet wird, herausragen und zwischen die Flansche
101 und 111 der beiden Gehäuseteile 10 und 11 geraten. Dies gilt entsprechend auch
für die andere Seite des Gehäuses. Somit wird gewährleistet, dass die beiden Gehäuseteile
10 und 11 dicht miteinander verschlossen werden können. Anschliessend werden die beiden
Gehäuseteile 10 und 11 dicht miteinander verbunden, indem z.B. die Flansche 101 und
111 miteinander verschweisst werden.
[0023] Fig. 3 zeigt in dem Ausschnitt III aus Fig. 2 die Anordnung des Katalysatorkörpers
30, der Montagematte 4 und der flexiblen Leitplatte 5 relativ zueinander, die allesamt
im Innenraum des ersten Gehäuseteils 10 angeordnet sind.
[0024] Fig. 4 zeigt einen Längsschnitt des ersten Gehäuseteils 10 des Ausführungsbeispiels
von Fig. 1 mit den flexiblen Leitplatten 5, bevor der von der Montagematte umgebene
Katalysatorkörper und/oder der Filterkörper eingebracht wird. Die flexiblen Leitplatten
5 werden z.B. durch Punktschweissungen 6 an der Innenwand des ersten Gehäuseteils
10 befestigt. Die flexiblen Leitplatten 5 sind so gefertigt und angeordnet, dass sie
beim Verschliessen des Gehäuses bestehend aus dem ersten Gehäuseteil 10 und dem zweiten
Gehäuseteil, von diesem so umgebogen werden, dass sie sich dem Verlauf des zweiten
Gehäuseteils anschmiegen. Die flexiblen Leitplatten 5 sind bei dem hier gezeigten
Ausführungsbeispiel z.B. aus demselben Material wie die Gehäuseteile gefertigt.
[0025] Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Komponente
für ein Abgassystem, wobei das erste Gehäuseteil 10 und das zweite Gehäuseteil 11
als Halbschalen ("halfshells") ausgeführt sind. Die beiden Gehäuseteile umfassen nach
aussen vorstehende Flansche 101 und 111, die zu einem Gehäuse zusammengesetzt und
an den jeweiligen Flanschen dicht miteinander verbunden sind. Die Verbindung kann
z.B. durch Schweissen erfolgen. Das erste Gehäuseteil 10 und das zweite Gehäuseteil
11 umschliessen den von einer Montagematte 4 umgebenen Katalysatorkörper 30.
[0026] Fig. 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Komponente
für ein Abgassystem, wobei das Gehäuse nach Art eines Schuhbehälters ("shoebox") ausgeführt
ist. Das Gehäuse umfasst ein erstes Gehäuseteil 70 und ein zweites Gehäuseteil 71.
Das erste Gehäuseteil 70 und das zweite Gehäuseteil 71 umschliessen den von einer
Montagematte 4 umgebenen Katalysatorkörper 30. Das erste Gehäuseteil 70 und das zweite
Gehäuseteil 71 werden mit einer Schweissnaht zum Gehäuse verbunden.
[0027] Fig. 7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Komponente
für ein Abgassystem, wobei das Gehäuse als Tourniquetgehäuse ("tourniquet") ausgeführt
ist. Das Tourniquetgehäuse wird aus einem einzigen Gehäuseteil 80 geformt, welches
den von einer Montagematte 4 umgebenen Katalysatorkörper 30 umschliesst. Das Gehäuseteil
80 wird mit einer Schweissnaht zum Gehäuse verbunden.
[0028] Schliesslich zeigt Fig. 8 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen
Komponente für ein Abgassystem, wobei die Gehäuseteile mit einer Stumpfschweissung
("butt welded") verbunden werden. Das Gehäuse umfasst bei diesem Ausführungsbeispiel
ein einziges Gehäuseteil 90, welches den von einer Montagematte 4 umgebenen Katalysatorkörper
30 umschliesst. Das Gehäuseteil 90 wird mit einer Stumpfschweissnaht zum Gehäuse verbunden.
1. Komponente (1) für ein Abgassystem mit einem mehrteiligen Gehäuse (10, 11) und mindestens
einem darin angeordneten und jeweils von einer Montagematte (4) umgebenen Katalysatorkörper
(30) und/oder Filterkörper (31), dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel (5) umfasst, die so ausgebildet und angeordnet sind, dass sie nach dem
Einbringen des jeweiligen von der Montagematte (4) umgebenen Katalysatorkörpers (30)
und/oder Filterkörpers (31) in ein erstes Gehäuseteil (10) beim Zusammensetzen des
ersten Gehäuseteils (10) und der weiteren Gehäuseteile (11) zu dem Gehäuse das Einklemmen
der Montagematte (4) zwischen den Gehäuseteilen (10, 11) verhindern.
2. Komponente (1) für ein Abgassystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Verhindern des Einklemmens der Montagematte (4) eine oder mehrere
flexible Leitplatten (5) umfassen, die im Innenraum des ersten Gehäuseteils (10) angeordnet
sind, in welches der von der Montagematte (4) umgebene Katalysatorkörper (30) und/oder
Filterkörper (31) eingebracht ist, bevor die Gehäuseteile (10, 11) zusammengesetzt
sind, wobei die eine oder mehreren flexiblen Leitplatten (5) aus dem ersten Gehäuseteil
(10) in Richtung auf das bzw. die mit dem ersten Gehäuseteil (10) zusammenzusetzenden
Gehäuseteil/Gehäuseteile (11) vorstehen.
3. Komponente (1) für ein Abgassystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder mehreren Leitplatten (5) aus dem gleichen Material wie die Gehäuseteile
(10, 11) hergestellt sind.
4. Komponente (1) für ein Abgassystem nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder mehreren Leitplatten (5) an der Innenwand desjenigen Gehäuseteils (10)
befestigt sind, in welches der von der Montagematte (4) umgebene Katalysatorkörper
(30) und/oder Filterkörper (31) eingebracht ist, bevor die Gehäuseteile (10, 11) zusammengesetzt
sind.
5. Komponente (1) für ein Abgassystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder mehreren Leitplatten (5) an der Innenwand des ersten Gehäuseteils (10)
durch Punktschweissen (6) befestigt sind.
6. Komponente (1) für ein Abgassystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei Katalysatorkörper (30) oder zwei Filterkörper (31), oder einen Katalysatorkörper
(30) und einen Filterkörper (31) umfasst.
7. Verfahren zur Herstellung einer Komponente (1) für ein Abgassystem, bei welchem mindestens
ein von einer Montagematte (4) umgebener Katalysatorkörper (30) und/oder Filterkörper
(31) in ein mehrteiliges Gehäuse (10, 11) eingebracht wird, mit den folgenden Schritten:
- Bereitstellen von Mitteln, die so ausgebildet und angeordnet sind, dass sie nach
dem Einbringen des jeweiligen von der Montagematte (4) umgebenen Katalysatorkörpers
(30) und/oder Filterkörpers (31) in das erste Gehäuseteil (10) beim Zusammensetzen
der Gehäuseteile (11) zu dem Gehäuse das Einklemmen der Montagematte (4) zwischen
den Gehäuseteilen (10, 11) verhindern
- Einbringen des jeweiligen von der Montagematte (4) umgebenen Katalysatorkörpers
(30) und/oder Filterkörpers (31) in das erste Gehäuseteil (10)
- Zusammensetzen des ersten Gehäuseteils (10) mit den weiteren Gehäuseteilen (10,
11)
- Verbinden der zusammengesetzten Gehäuseteile (10, 11) zu dem Gehäuse.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Mittel zum Verhindern des Einklemmens der Montagematte (4) eine oder mehrere
flexible Leitplatten (5) verwendet werden, die im Innenraum desjenigen Gehäuseteils
(10) angeordnet sind, in welches der von der Montagematte (4) umgebene Katalysatorkörper
(30) und/oder Filterkörper (31) eingebracht wird, bevor die Gehäuseteile (10, 11)
zusammengesetzt werden, wobei die eine oder mehreren flexiblen Leitplatten (5) aus
dem Gehäuseteil (10) in Richtung auf das mit diesem Gehäuseteil (10) zusammenzusetzenden
Gehäuseteils (11) vorstehen und beim Zusammensetzen der Gehäuseteile (10, 11) gegen
die Montagematte (4) gedrückt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitplatten (5), die verwendet werden, aus dem gleichen Material wie die Gehäuseteile
(10, 11) hergestellt sind.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder mehreren Leitplatten (5) an der Innenwand des ersten Gehäuseteils (10)
befestigt werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder mehreren Leitplatten (5) an der Innenwand des ersten Gehäuseteils (10)
durch Punktschweissen (6) befestigt werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Katalysatorkörper (30) oder zwei Filterkörper (31), oder ein Katalysatorkörper
(30) und ein Filterkörper (31) in das erste Gehäuseteil (10) eingebracht werden, bevor
das erste Gehäuseteil (10) mit den weiteren Gehäuseteilen (10, 11) zusammengesetzt
und diese zu dem Gehäuse verbunden werden.