[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Wärmekraftmaschine zur Erzeugung von mechanischer
Energie mit einem ersten Zylinder und einem Arbeitszylinder in dem ein Arbeitskolben
bewegbar gelagert ist, wobei zwischen dem ersten Zylinder und dem Arbeitszylinder
zumindest eine Verbindung vorgesehen ist, über die ein Arbeitsmedium zwischen dem
ersten Zylinder und dem Arbeitszylinder austauschbar ist, und wobei eine Heizung zum
Beheizen des Arbeitsmediums im ersten Zylinder und eine Kühlung zum Kühlen des Arbeitsmediums
im ersten Zylinder vorgesehen sind, wobei zumindest ein zusätzlicher Zylinder vorgesehen
ist, welcher über ein absperrbares Ventil mit dem ersten Zylinder in Verbindung bringbar
ist, wobei durch Öffnen des Ventils eine Überströmmöglichkeit für das Arbeitsmedium
zwischen dem ersten Zylinder und dem zusätzlichen Zylinder bereitstellbar ist
[0002] Solche Wärmekraftmaschinen sind beim Stand der Technik z. B. als Stirling-Motoren
bekannt. Es handelt sich dabei um Wärmekraftmaschinen, in denen ein abgeschlossenes
Arbeitsmedium - meist ein Gas, wie Luft oder Helium - von außen an zwei verschiedenen
Stellen erhitzt und gekühlt wird, um mechanische Energie zu erzeugen. Die Stirling-Motoren
arbeiten in einem geschlossenen Kreisprozess und können mit einer beliebigen externen
Wärmequelle betrieben werden. Beim Stirling-Motor bleibt das Arbeitsmedium innerhalb
des Motors und wird nicht ausgetauscht. Das bedeutet, dass er abgesehen von einer
gegebenenfalls durch Verbrennung betriebenen externen Wärmequelle ohne die Emission
von Abgasen arbeitet. Der Arbeitskolben des Stirling-Motors treibt in der Regel über
ein entsprechendes Kurbelwerk eine Kurbelwelle an. Dies hat den Nachteil, dass nur
in einem kleinen Arbeitsbereich das maximale Drehmoment auf die Kurbelwelle übertragen
wird. Allgemein haben die Stirling-Motoren das Problem eines sehr geringen Wirkungsgrades.
Darüber hinaus ist die Ansteuerung in der Regel schwierig.
[0003] Aus der
EP 1 116 872 A1 ist eine Kaskade von in Serie geschalteten Stirling Einheiten bekannt, welche über
Rückschlagventile miteinander verbunden sind. Ähnliches zeigt auch die
US 3,248,870 A. Auch hier sind Rückschlagventile zwischen miteinander gekoppelten Stirling Einheiten
vorgesehen.
[0004] Im Sinne eines möglichst guten Wirkungsgrades wäre es günstig, eine möglichst eckige
Steuerung zu erreichen. Darunter ist zu verstehen, dass der Arbeitskolben in einem
oder zwei Totpunkten zum Stehen kommt und zwischen diesen Totpunkten ein möglichst
hohes und konstantes Drehmoment auf den jeweiligen Abtrieb überträgt. Bei bisher bekannten
Stirling-Motoren wird dies nicht erreicht, da der Arbeitskolben auch dann bewegt wird,
wenn er keine Arbeit leistet, was zwangsläufig zu Energieverlusten und damit zu einem
schlechten Wirkungsgrad führt.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, gattungsgemäße Wärmekraftmaschinen dahingehend zu verbessern,
dass ein besserer Wirkungsgrad erreicht werden kann.
[0006] Dies wird durch eine Wärmekraftmaschine gemäß des Patentanspruchs 1 erreicht.
[0007] Es ist somit vorgesehen, zusätzlich zum ersten Zylinder, in dem das Arbeitsmedium
erwärmt und gekühlt wird, einen zusätzlichen -vom Arbeitszylinder zu unterscheidenden
- Zylinder vorzusehen, welcher mit dem ersten Zylinder in Verbindung bringbar ist,
wobei zwischen den beiden Zylindern ein absperrbares Ventil vorgesehen ist, welches
geöffnet und geschlossen werden kann. Im offenen Zustand erlaubt das Ventil ein Überströmen
des Arbeitsmediums vom ersten Zylinder in den zusätzlichen Zylinder und in umgekehrter
Richtung. Es handelt sich dabei somit um einen Ventiltyp, der im geöffneten Zustand
sowohl ein Durchströmen in die eine Richtung als auch in die entgegengesetzte Richtung
zulässt. Dabei ist günstigerweise vorgesehen, dass diese Wegsamkeit mit dem darin
angeordneten absperrbaren Ventil direkt vom ersten Zylinder zum zusätzlichen Zylinder
führt, also ohne Zwischenschaltung des Arbeitszylinders. Durch das Öffnen des Ventils
ist es im Gegensatz zu herkömmlichen Stirling-Motoren möglich, ein plötzliches Abreißen
des Druckunterschiedes herbeizuführen. Dabei wird nach dem Öffnen des Ventils nicht
nur der Druck zwischen den beiden Zylindern sondern auch Temperatur und Masse zwischen
den beiden Druckbereichen der Wärmekraftmaschine verschoben. Hierdurch ist es möglich,
den Arbeitskolben zum Stillstand zu bringen, was die erwünschte, bezüglich des Wirkungsgrades
günstige eckige Steuerung ermöglicht. Darüber hinaus hat der Druckausgleich den Vorteil,
dass das kalte drucklose Arbeitsmedium in dem einen Zylinder durch das einströmende
unter Druck stehende und warme Arbeitsmedium aus dem anderen Zylinder vorgewärmt und
vorverdichtet wird, sodass beim anschließendem Aufheizen des Arbeitsmediums in den
erstgenannten Zylinder weniger Energie bzw. Wärme eingebracht werden muss. Der Massentransport
hat darüber hinaus den Vorteil, dass ein hoher Füllgrad im Zylinder erreicht wird.
Andererseits wird durch den Druckausgleich Wärme aus dem im zweitgenannten Zylinder
verbleibenden Arbeitsmedium abgeführt, was dort zusätzlich zu einer sehr raschen Druckverminderung
zu einer Vorkühlung führt, wodurch weniger Wärme aus dem Arbeitsmedium mittels der
Kühlung abgeführt werden muss. Insgesamt bleibt dem System Energie erhalten. Es muss
auf der einen Seite weniger Wärme zugeführt und auf der anderen Seite weniger Wärme
abgeführt werden. Insgesamt führt dies zu einer erheblichen Steigerung des Wirkungsgrades
der Wärmekraftmaschine. Darüber hinaus wird die negative Wirkung von Toträumen in
der Maschine durch die Vorverdichtung bzw. Vorentspannung deutlich vermindert.
[0008] Günstigerweise ist dabei vorgesehen, dass auch der zusätzliche Zylinder eine Heizung
zum Beheizen des Arbeitsmediums und eine Kühlung zum Kühlen des Arbeitsmediums aufweist.
[0009] Dabei sind sowohl der Begriff der Heizung als auch der der Kühlung sehr weit aufzufassen.
Es kann praktisch jede Kühl- bzw. Wärmequelle genutzt werden. Eine Beheizung aber
auch eine Kühlung kann z. B. durch entsprechende Heiz- oder Kühleinrichtungen erfolgen.
Es ist aber auch möglich, die Heizung oder die Kühlung durch die Umgebungstemperatur
der Wärmekraftmaschine zu realisieren, wenn andererseits durch eine entsprechende
Kühl- oder Heizeinrichtung die gewünschte Temperaturdifferenz bereitgestellt wird.
Als Kühlung kann z. B. eine an sich bekannte Wasserkühlung oder eine Luftkühlung vorgesehen
sein. Zum Beheizen kann eine beliebige Wärmequelle wie z. B. Abwärme von Kraftwerken,
Solarenergie o. dgl. verwendet werden. Ein besonderer Vorteil ist, dass die erfindungsgemäße
Wärmekraftmaschine schon bei vergleichsweise geringen Temperaturdifferenzen zwischen
warmer und kühler Seite aus Wärme mechanische Energie erzeugen kann. Die Temperaturdifferenz
zwischen Heizung und Kühlung beträgt günstigerweise zumindest 100° C. Die Wärmequelle
muss dazu in der Regel nicht modifiziert werden. Es reicht vollkommen aus, wenn die
erfindungsgemäße Wärmekraftmaschine an den (Ab-) Wärmeabgebenden Teil also quasi an
den Auspuff eines bestehenden Kraftwerks oder dergleichen angehängt wird.
[0010] Grundsätzlich ist darauf hinzuweisen, dass der Begriff des Zylinders im Sinne der
Erfindung sehr allgemein aufgefasst werden muss. Grundsätzlich handelt es sich dabei
um ein bis auf die nötigen Zu- und Ableitungen geschlossenes Behältnis, in dem sich
das Arbeitsmedium befindet. Auch wenn dies eine bevorzugte Ausführungsform ist, muss
der Zylinder im Sinne der Erfindung also nicht zwingend eine zylindrische Form haben.
[0011] Grundsätzlich ist es denkbar, das Arbeitsmedium im Zylinder und im zusätzlichen Zylinder
im Zuge des weiter unten erläuterten Arbeitszyklusses der Wärmekraftmaschine in jeweils
einem einzigen Volumenbereich abwechselnd zu heizen und zu kühlen. Dies ist aber in
der Regel mit Verlusten verbunden, da immer die zusätzliche Abkühlung und Wiederaufheizung
der das Arbeitsmedium umgebenden Trennwandungen konstruktionsbedingt notwendig ist.
Um dies zu vermeiden ist es günstiger, im Zylinder und/oder im zusätzlichen Zylinder
Teilbereiche vorzusehen, die permanent geheizt werden, und andere Teilbereiche vorzusehen,
die permanent gekühlt werden. Um das Arbeitsmedium im Zuge des Arbeitszyklus von einem
dieser Teilbereiche in den jeweils anderen Teilbereich verschieben bzw. verdrängen
zu können, ist es günstigerweise vorgesehen, den Zylinder und/oder den zusätzlichen
Zylinder als sogenannte Verdrängerzylinder mit einem jeweils darin bewegbar gelagerten
Verdrängerkolben auszuführen. Der Verdrängerkolben kann dann, wie an sich vom Stirling-Motor
bekannt, das Arbeitsmedium aus dem geheizten Teilbereich verdrängen und in den gekühlten
Teilbereich des jeweiligen Verdrängerzylinders verschieben und umgekehrt. Zur Zwischenspeicherung
von Wärme in den Verdrängerkolben können, wie an sich ebenfalls bekannt, sogenannte
Regeneratoren eingesetzt werden. Diese können in verschiedenen, aus dem Stand der
Technik bekannten Ausgestaltungsvarianten ausgeführt sein.
[0012] Besonders bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sehen darüber hinaus vor, dass
anstelle des an sich bekannten Abtriebs über eine Kurbelwelle eine flexible Übertragungseinrichtung
z. B. in Form einer Kette oder eines Bandes vorgesehen ist, welche die Bewegung des
Arbeitskolbens auf zumindest ein Rad, vorzugsweise zwei Räder, überträgt. Diese Übertragungseinrichtung
ist günstigerweise auf einer Mantelfläche des Rades aufliegend um das Rad oder die
Räder bereichsweise herumgeführt. Hierdurch wird erreicht, dass über einen Großteil
des Hubes des Arbeitskolbens ein konstantes und maximal mögliches Drehmoment an dem
oder den Rädern erzeugt wird. Günstigerweise wird zumindest eine Lagerwelle eines
der Räder als Abtrieb genutzt und mit einem entsprechenden Getriebe in Verbindung
gebracht. Dabei ist es möglich die Wärmekraftmaschine selbst mit einer geringen Arbeitsgeschwindigkeit
laufen zu lassen, was Raum für entsprechend lange Zeitintervalle für den Wärmeaustausch
schafft. Höhere Drehzahlen bzw. schnellere Bewegungen können daraus dann durch entsprechende
Übersetzungsgetriebe erzeugt werden.
[0013] Als Arbeitsmedium werden günstigerweise Gase wie z. B. Luft eingesetzt. Es können
aber auch Flüssigkeiten als Arbeitsmedium verwendet werden. Günstig ist es, vor dem
ersten Aufheizen und Kühlen der Wärmekraftmaschine einen erhöhten Grunddruck im Arbeitsmedium
einzustellen. Dieser liegt je nach Größe der Wärmekraftmaschine günstigerweise zwischen
10 bar und 80 bar. Durch Aufbau dieses Grunddrucks ist besonders viel Masse an Gas
bzw. Arbeitsmedium im Kreislauf der Wärmekraftmaschine vorhanden.
[0014] Weitere Einzelheiten und Merkmale eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung
werden anhand der Fig. 1 bis 3 erläutert.
[0015] Zunächst wird dabei auf den Aufbau des gezeigten Ausführungsbeispiels eingegangen.
Anschließend wird ein Verfahren zum Betrieb dieser Wärmekraftmaschine erläutert.
[0016] Die in den Fig. dargestellte Wärmekraftmaschine weist einen ersten Zylinder in Form
des Verdrängerzylinders 1a und einen zusätzlichen Zylinder in Form des zusätzlichen
Verdrängerzylinders 1b auf. Beide Zylinder wie auch der Arbeitszylinder 6 sind mit
Arbeitsmedium gefüllt. In allen Fig. ist das erwärmte Arbeitsmedium gepunktet dargestellt.
Das gekühlte Arbeitsmedium ist durch Kreuze veranschaulicht. Zwischen den Verdrängerzylindern
1a und 1b ist eine direkte Überleitung für das Arbeitsmedium vorgesehen, welche durch
das Ventil bzw. Druckausgleichsventil 4 verschlossen und geöffnet werden kann. Im
geschlossenen Zustand ist ein Austausch von Arbeitsmedium zwischen den Verdrängerzylindern
1a und 1b über diese Wegsamkeit nicht möglich. Im geöffneten Zustand des Ventils 4
ist eine Überströmmöglichkeit für das Arbeitsmedium zwischen diesen beiden Zylindern
bereitgestellt. Das Ventil 4 kann grundsätzlich in verschiedensten an sich bekannten
Formen ausgeführt sein. In der gezeigten Darstellung ist es in Form eines Schiebers
realisiert, welcher von einem Aktuator 27 angetrieben wird. Der Aktuator 27 kann z.
B. elektrisch, elektromagnetisch, pneumatisch, hydraulisch oder durch einen anderen
Motor betrieben sein. Im oberen Bereich der beiden Verdrängerzylinder 1a und 1b sind
in diesem Beispiel von einander getrennte Heizungen 14 und 15 vorgesehen. Diese können
aber auch miteinander gekoppelt sein. Im gezeigten Ausführungsbeispiel wird jedenfalls
durch die Zuläufe 31 und 33 jeweils ein Heizmedium wie z. B. Warmwasser oder Wasserdampf
zugeführt. Der Abstrom aus den Heizungen 14 und 15 erfolgt über die Abläufe 32 und
34. Die zu nutzende Wärme kann z. B. durch Solarenergie, Abwärme o. dgl. bereitgestellt
werden. Es ist aber auch jede andere Art der Heizung möglich. Bei diesem Ausführungsbeispiel
ist jedenfalls der jeweils obere Teilbereich des Innenraums der Verdrängerzylinder
1a und 1b der jeweils geheizte Bereich.
[0017] Im unteren Bereich der beiden Verdrängerzylinder ist jeweils eine Kühlung 12 und
13 vorgesehen. Diese beiden Kühlungen sind miteinander gekoppelt. Das Kühlmedium wie
z. B. Kühlwasser tritt in diesem Ausführungsbeispiel durch den Zulauf 29 ein und durch
den Ablauf 30 wieder aus. Auch diese Art der Kühlung ist nur ein Ausführungsbeispiel.
Sie kann auch durch jede andere geeignete Art von Kühlung ersetzt werden.
[0018] In beiden Verdrängerzylindern 1a und 1b ist jeweils ein Verdrängerkolben 2a und 2b
vorgesehen. Diese sind im gezeigten Ausführungsbeispiel jeweils zwischen einer ersten
Position und einer zweiten Position auf und ab bewegbar. In einer dieser Positionen
verdrängen sie das Arbeitsmedium aus dem jeweils geheizten Bereich in den gekühlten
Bereich, in der entgegengesetzten Position verdrängen sie das Arbeitsmedium aus dem
jeweils gekühlten Bereich in den geheizten Bereich. Günstig ist es, den Verdrängerkolben
2a und den zusätzlichen Verdrängerkolben 2b jeweils über eine Aufhängung im Wesentlichen
frei hängend in den Verdrängerzylindern 1a bzw. 1b zu lagern. Dabei kann vorgesehen
sein, dass die beiden Verdrängerkolben 2a und 2b über ihre Aufhängungen miteinander
bezüglich ihrer Bewegbarkeit zwangsgekoppelt sind. Beide Verdrängerkolben 2a und 2b
besitzen vom Arbeitsmedium durchströmbare Überströmöffnungen 22. Diese verlaufen im
gezeigten Ausführungsbeispiel sowohl durch die Verdrängerkolben hindurch als auch
seitlich an ihnen vorbei. Die Überströmöffnungen 22 dienen dazu, dass beim Verschieben
der Verdrängerkolben 2a und 2b das Arbeitsmedium durch sie hindurch bzw. an ihnen
vorbei strömen kann. Wie an sich bei Stirling-Motoren bekannt und in dem Ausführungsbeispiel
gezeigt, ist es günstig, Regeneratoren 23 zur Zwischenspeicherung von Wärme vorzusehen.
Diese stehen bevorzugt mit den Überströmöffnungen 22 in wärmeleitender Verbindung.
Beim Stand der Technik sind für Stirling-Motoren verschiedenste Formen von Regeneratoren
bekannt. Auch für die erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiele können solche Arten von
Regeneratoren eingesetzt werden.
[0019] Im gezeigten Ausführungsbeispiel hängen die konstruktionsbedingt großen und schweren
Verdrängerkolben 2a und 2b zwangsgekoppelt über die Steuerkette 16 miteinander verbunden
in den stehenden Verdrängerzylindern 1a und 1b. Hierdurch kompensieren sie ihr Eigengewicht,
wodurch nur noch wenig Kraft zum Verschieben der Verdrängerkolben 2a und 2b aufgewendet
werden muss. Durch das freie Aufhängen gibt es auch so gut wie kein Anschlagen oder
Reiben der Verdrängerkolben 2a und 2b an den Zylindern 1a und 1b. Die Kolbenstangen
17 können sehr dünn ausgeführt werden, da ausnahmslos Zuglasten auftreten. Die Kolbenstangendichtungen
26 erzeugen nur wenig Reibung. Ein Aufschwimmen der Verdrängerkolben 2a und 2b kann
durch den hohen inneren Betriebsdruck nicht vorkommen. Durch die geschilderte Zwangskopplung
der Verdrängerkolben 2a und 2b und die dadurch erreichte Gewichtskompensation reicht
zum Bewegen der Verdrängerkolben ein vergleichsweise schwacher Antrieb 5 aus. Im gezeigten
Ausführungsbeispiel ist dieser - schematisch dargestellt - als pneumatischer Steuerzylinder
ausgebildet.
[0020] Beide Verdrängerzylinder 1a und 1b sind über die jeweiligen Leitungen 3a und 3b in
der Form mit dem Arbeitszylinder 6 verbunden, dass über die Verbindungsleitungen 3a
und 3b Arbeitsmedium aus den Verdrängerzylindern 1a und 1b in den Arbeitszylinder
6 strömen kann. Dabei trennen der im Arbeitszylinder 6 verschiebbar angeordnete Arbeitskolben
7 und der im Gegenzylinder 18 angeordnete Gegenkolben 8 und das geschlossene Ventil
4 die beiden Druckbereiche 19 und 20 voneinander. Der Arbeitskolben 7 ist als doppelt
wirkender Kolben ausgebildet, indem er im Arbeitszylinder 6 von zwei gegenüberliegenden
Seiten mit Arbeitsmedium beaufschlagbar ist. Die Bezugszeichen 24 und 25 bezeichnen
die beiden Totpunktlagen bzw. Umkehrpunkte des Arbeitskolbens 7. Zwischen diesen Punkten
ist er hin und her bewegbar. Der Arbeitskolben 7 ist, wie an sich bekannt, gegen die
Wandung des Arbeitszylinders 6 abgedichtet. Der Arbeitszylinder 6 ist günstigerweise
möglichst lang ausgebildet, um einen möglichst großen Hub des Arbeitskolbens zu ermöglichen.
Günstig ist es, wenn dieser maximal mögliche Hub des Arbeitskolbens 7 im Arbeitszylinder
6 zumindest das zwanzigfache, vorzugsweise das bis zu fünfzigfache, des maximalen
Durchmessers der inneren Öffnungsweite des Arbeitszylinders beträgt. Bevorzugt ist
somit ein Bohrungs- zu Hubverhältnis im Bereich zwischen 1:20 und 1:50 vorgesehen.
Es ist dabei an Längen des Arbeitszylinders von zumindest 2m und mehr gedacht. Das
Arbeitsvolumen im Arbeitszylinder beträgt günstigerweise ca. 10% bis 50% des vom Arbeitsmedium
insgesamt auszufüllenden Volumens der Wärmekraftmaschine. Der Arbeitszylinder 6 ist
im gezeigten Ausführungsbeispiel in der Form ausgelegt, dass der Arbeitskolben 7 einen
möglichst langen Hub machen kann und vergleichsweise langsam bewegt wird (z. B. 2m/Sec.),
dabei aber auf einem Großteil seines Hubes eine konstante Kraft und damit ein konstantes
Drehmoment auf die Räder 10 und 11 überträgt. Bei einer solch geringen Kolbengeschwindigkeit
würden die Wickelverluste bei einem Abtrieb über eine - beim Stand der Technik in
der Regel verwendete - Kurbelwelle und dem sehr gleichmäßigen Arbeitsdruck deutlich
über 40% betragen. Zudem wäre eine wirklich eckige Steuerung ohne den hier realisierbaren
Stillstand des Arbeitskolbens nicht möglich, weil auch für das Verschieben der Verdrängerkolben
2a und 2b Zeit gebraucht wird. Diese Nachteile eines Kurbelwellenabtriebs sind durch
den hier gezeigten Kettentrieb vermieden. Die Masse und die Geschwindigkeit der beweglichen
Teile im Arbeitszylinder 6 sind so gering, dass unmittelbar nach dem Absetzen des
Druckunterschiedes zwischen den Druckbereichen 19 und 20 der Arbeitskolben 7 alleine
durch die Reibung der notwendigen Dichtungen oder Kolbenringe zum Stillstand kommt.
[0021] Um die Bewegung des Arbeitskolbens in die gewünschte Form mechanischer Energie möglichst
effektiv umwandeln zu können, ist der Arbeitskolben 7 im hier gezeigten Ausführungsbeispiel
mit einer flexiblen Übertragungseinrichtung zwangsgekoppelt, welche die Bewegung des
Arbeitskolbens 7 auf die Räder 10 und 11 überträgt. Die flexible Übertragungseinrichtung
ist im gezeigten Ausführungsbeispiel als eine Kette 9 ausgebildet. Diese kann aber
auch durch ein Band o. dgl. ersetzt sein. Günstig ist es dabei, wenn die Übertragungseinrichtung
bei den auf sie einwirkenden Kräften keine relevante Dehnung erfährt. Die Übertragungseinrichtung
liegt auf den Mantelflächen 37 der Räder 10 und 11 bereichsweise auf und ist so um
die Räder 10 und 11 herumgeführt. Dabei sollte die Übertragungseinrichtung so gespannt
sein, dass kein Schlupf entsteht. Im gezeigten Ausführungsbeispiel entspricht der
Abstand zwischen dem Punkt 38, auf dem die Übertragungseinrichtung auf die Mantelfläche
37 des jeweiligen Rades 10 oder 11 auftrifft, und dem Punkt 39, an dem die Übertragungseinrichtung
die Mantelfläche 37 des jeweiligen Rades 10 oder 11 verlässt, im Wesentlichen dem
Durchmesser des jeweiligen Rades 10 oder 11. Im Wesentlichen ist dabei in diesem Sinne
zu verstehen, dass der genannte Abstand zumindest 90%, vorzugsweise zumindest 95%,
des Raddurchmessers beträgt. Der in der Übertragungseinrichtung bzw. Kette 9 vorgesehene
Gegenkolben 8 ist eine Dichtung im Gegenzylinder 18, die im Wesentlichen der Trennung
der beiden Druckbereiche 19 und 20 dient. Der Gegenkolben 8 ist vorzugsweise mit der
Kette 9 zwangsgekoppelt und entsprechend dem Hub des Arbeitskolbens 7 im Gegenzylinder
18 hin und her bewegbar. Der minimale Durchmesser des Gegenzylinders 18 wird von der
erforderlichen Dicke der Übertragungseinrichtung bzw. der Kette 9 bestimmt, welche
sich wiederum aus der Zugkraft des Arbeitskolbens 7 ergibt.
[0022] Der Abtrieb der Bewegung des Arbeitskolbens 7 bzw. der Kette 9 erfolgt über zumindest
eine der beiden Wellen 21 der Räder 10 oder 11. Hierzu kann die jeweils als Abtrieb
dienende Welle 21 mit einem entsprechenden Getriebe gekoppelt sein. Dies kann z. B.
zur Über- oder Untersetzung der Rotationsgeschwindigkeit dienen. Es kann aber z. B.
über entsprechende Schwungmassen auch vorgesehen sein, mittels des Getriebes die diskontinuierliche
Bewegung des Arbeitskolbens 7 in eine kontinuierliche Rotations- oder Linearbewegung
zu übersetzen. Darüber hinaus kann das Getriebe auch eine Gleichrichterfunktion wahrnehmen,
welche die Hin- und Herbewegung des Arbeitskolbens 7 und damit auch der Kette 9 in
eine gleichsinnige Rotations- oder Linearbewegung übersetzt. Geeignete Getriebe sind
beim Stand der Technik bekannt, sodass eine gesonderte Darstellung dieser Getriebe
hier entfallen kann.
[0023] Optional kann am Arbeitszylinder 6 die hier dargestellte Arbeitszylinderheizung 28
vorgesehen sein. Sie hat im gezeigten Ausführungsbeispiel einen Zulauf 35 und einen
Ablauf 36 für ein entsprechendes Heizmedium und dient der zusätzlichen Erwärmung des
Arbeitsmediums im Arbeitszylinder 6.
[0024] Im Folgenden wird ein Verfahren zum Betrieb der gezeigten Wärmekraftmaschine erläutert.
Dabei wird von ihrem Zustand gemäß Fig. 1 aus gegangen. In diesem Zustand ist der
Verdrängerkolben 2a im Verdrängerzylinder 1a in seiner oberen Position bzw. Endlage
und isoliert den warmen Teilbereich. Im Verdrängerzylinder 1b ist die Stellung zwangsläufig
umgekehrt. Hier ist das Arbeitsmedium aus dem gekühlten Teilbereich vom Verdrängerkolben
2b vollständig in den Teilbereich der Heizung 15 verdrängt. Das Druckausgleichsventil
4 ist in diesem Zustand geschlossen. Im doppelt wirkenden Arbeitszylinder 6 ist der
doppelt wirkende Arbeitskolben 7 kurz vor dem ersten Totpunkt 24 im Druckbereich 19.
Die Bewegungsrichtung des Arbeitskolbens 7 ist durch den im Arbeitszylinder 6 abgebildeten
Pfeil dargestellt. Das unter erhöhter Temperatur und Druck stehende Arbeitsmedium
bewegt den Arbeitskolben 7 so lange nach links, bis dieser den ersten Tot- bzw. Umkehrpunkt
24 erreicht, in welchem der Arbeitskolben 7 zum Stillstand kommt. Das bei herkömmlichen
Stirling-Motoren nicht mögliche plötzliche Abreißen des Druckunterschiedes zwischen
den beiden Druckbereichen 19 und 20 wird durch das Öffnen des Druckausgleichsventils
4 bewirkt und ermöglicht den Stillstand des Arbeitskolbens 7. Dies ist in Fig. 2 dargestellt.
Durch das Öffnen des Druckausgleichsventils 4 wird nicht nur Druck sondern auch Temperatur
und Masse zwischen den Druckbereichen 19 und 20 verschoben. Ein Teil des unter Druck
stehenden heißen Arbeitsmediums aus dem Verdrängerzylinder 1b wird in den Verdrängerzylinder
1a befördert bzw. geblasen, was neben dem Druckausgleich, welcher den Arbeitskolben
7 zum Stillstand bringt, auch das kalte drucklose Arbeitsmedium im Verdrängerzylinder
1a vorwärmt und vorverdichtet. Durch die rasche Abkühlung und den damit verbundenen
Volumenverlust des heißen Arbeitsmediums aus dem Verdrängerzylinder 1b beim Eintreten
in das kalte Arbeitsmedium im Verdrängerzylinder 1a wird ein hoher Füllgrad erreicht.
Zusätzlich wird aber auch eine innere Abkühlung und ein Druckverlust im Verdrängerzylinder
1b bewirkt, welcher zusätzlich leistungssteigernd ist. Die auf diese Weise in den
neuen Arbeitstakt eingebrachte Energie hat schon gearbeitet und müsste ohne den durch
das Ventil 4 möglichen Druckausgleich bis auf den in den Regeneratoren 23 speicherbaren
Teil der Wärme über die Kühlung 13 ausgetragen werden. Nach Erreichen des Druckausgleichs
wird das Druckausgleichsventil 4 geschlossen. Es befinden sich jetzt je nach Grunddruck
und Temperaturunterschied bis über 75% des gesamten in der Wärmekraftmaschine befindlichen
Arbeitsmediums im kalten Bereich des Verdrängerzylinders 1a. Die dadurch im heißen
Verdrängerzylinder 1b jetzt fehlende Wärme muss weder von den Regeneratoren 23 noch
von der Kühlung 13 ausgetragen werden. Die nun folgende Kühlung des schon entspannten
Mediums im Verdrängerzylinder 1 b führt zu einem leistungssteigernden erheblichen
Unterdruck gegenüber dem Grunddruck. Jetzt erst wird die Bewegung der Verdrängerkolben
2a und 2b über den Steuerzylinder 5, die Steuerkette 16 und die Kolbenstangen 17 eingeleitet.
Hierfür können auch andere gewichtsausgleichende Konstruktionen wie z. B. Kipphebel
eingesetzt werden. Schon nach weniger als 20% des Hubweges der Verdrängerkolben 2a
und 2b wird ausreichend Druckunterschied erzeugt um den Arbeitskolben 7 wieder in
Richtung der zweiten Totpunktlage 25 des Druckbereichs 20 in Bewegung zu setzen. Ohne
den Druckausgleich über das Ventil 4 könnte frühestens nach 50% des Hubweges der Verdrängerkolben
2a und 2b überhaupt erst ein Druckausgleich und damit Bewegung des Arbeitskolbens
7 stattfinden. Darüber hinaus wird durch die gezeigte Ausführungsform die negative
Wirkung von Totraum in der Maschine durch die Vorverdichtung bzw. Vorentspannung deutlich
vermindert. Die maximal dem Temperaturunterschied entsprechende Arbeitsdruckdifferenz
und damit auch die Leistung der Wärmekraftmaschine werden verdoppelt.
[0025] Fig. 3 zeigt den Zeitpunkt, zu dem die Verdrängerkolben 2a und 2b ihre gegenüberliegenden
Endlagen erreicht haben. Zu diesem Zeitpunkt hat der Arbeitskolben 7 je nach Bauart
bereits 10% bis 20% seines Hubweges zwischen seinen Tot- bzw. Umkehrpunkten 24 und
25 abgefahren. Die Wärmetauschflächen in den Verdrängerzylindern 1a und 1b haben je
nach Bauart ca. 2 bis 5 Sekunden, also mehr als hundert mal so lange wie bei herkömmlichen
Stirling-Serientypen, Zeit gehabt, um auch geringe Temperaturunterschiede wirkungsvoll
zu übertragen. Die einsetzende kontinuierliche Volumendehnung schiebt den Arbeitskolben
7 annähernd gleichmäßig voran, bis kurz vor Erreichen des zweiten Totpunktes 25 das
Druckventil 4 wieder geöffnet und ein neuer Arbeitstakt eingeleitet wird.
[0026] Die Zeitpunkte zum Öffnen des Druckausgleichsventils 4 können durch hier nicht explizit
eingezeichnete Sensoren bestimmt werden, welche erfassen, wann der Arbeitskolben 7
eine entsprechende Position kurz vor dem jeweiligen Totpunkt 24 oder 25 erreicht hat.
Das Schließen des Ventils 4 wie auch der richtige Zeitpunkt zum Bewegen der Verdrängerkolben
2a und 2b kann in Abhängigkeit dieses Zeitpunktes wie z. B. durch Vorgabe entsprechender
Zeitdifferenzen vorgegeben werden. Es ist aber auch eine Druckmessung in den Druckbereichen
19 und/oder 20 zur Bestimmung dieser Zeitpunkte möglich.
[0027] Durch Öffnen des Ventils 4 zu dem genannten Zeitpunkt im Arbeitszyklus strömt nun
unter Druck und erhöhter Temperatur stehendes Arbeitsmedium vom Verdrängerzylinder
1a a in den Verdrängerzylinder 1b, also in die im Vergleich zu der in Fig. 2 dargestellten
Situation umgekehrte Richtung. Entsprechend wird dann nach Schließen des Ventils 4
und Einleitung der Bewegung der Verdrängerkolben 2a und 2b wieder eine Bewegung des
Arbeitskolbens 7 in Richtung des ersten Totpunktes 24 eingeleitet. Es findet somit
ein der Abfolge gemäß der Fig. 1 bis 3 spiegelbildlich entgegengesetzter Bewegungsablauf
statt, bis wieder die Situation gemäß Fig. 1 erreicht wird.
[0028] Die Stehzeit des Arbeitskolbens 7 in seinen Totpunkten 24 und 25 beträgt dabei ca.
1/10 der Zeit, in der er einen seiner Hübe auf dem Weg zwischen den beiden Totpunkten
24 und 25 ausführt. Wie beim Stirling-Motor bleibt das Arbeitsmedium bzw. Gas innerhalb
der Wärmekraftmaschine und wird nicht ausgetauscht. Die gezeigte Wärmekraftmaschine
produziert selbst somit keine Abgase oder Emissionen.
[0029] Abschließend wird noch darauf hingewiesen, dass in dem geschlossenen Kreislauf des
erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels natürlich auch mehr als nur ein Arbeitszylinder
vorgesehen sein kann. So ist es durchaus möglich, mehrere Arbeitszylinder z. B. parallel
zueinander anzuordnen und mit den Verdrängerzylindern 1a und 1b zu verbinden.
Legende zu den Hinweisziffern:
[0030]
- 1a
- Verdrängerzylinder
- 1b
- Verdrängerzylinder
- 2a
- Verdrängerkolben
- 2b
- Verdrängerkolben
- 3a
- Verbindungsleitung
- 3b
- Verbindungsleitung
- 4
- Ventil
- 5
- Steuerzylinder
- 6
- Arbeitszylinder
- 7
- Arbeitskolben
- 8
- Gegenkolben
- 9
- Kette
- 10
- Rad
- 11
- Rad
- 12
- Kühlung
- 13
- Kühlung
- 14
- Heizung
- 15
- Heizung
- 16
- Steuerkette
- 17
- Kolbenstange
- 18
- Gegenzylinder
- 19
- Druckbereich
- 20
- Druckbereich
- 21
- Lagerwelle
- 22
- Durchtrittsöffnung
- 23
- Regenerator
- 24
- erster Totpunkt
- 25
- erster Totpunkt
- 26
- Kolbenstangendichtung
- 27
- Aktuator
- 28
- Arbeitszylinderheizung
- 29
- Zulauf
- 30
- Ablauf
- 31
- Zulauf
- 32
- Ablauf
- 33
- Zulauf
- 34
- Ablauf
- 35
- Zulauf
- 36
- Ablauf
- 37
- Mantelfläche
- 38
- Punkt
- 39
- Punkt
1. Wärmekraftmaschine zur Erzeugung von mechanischer Energie mit einem ersten Zylinder
und einem Arbeitszylinder (6) in dem ein Arbeitskolben (7) bewegbar gelagert ist,
wobei zwischen dem ersten Zylinder und dem Arbeitszylinder (6) zumindest eine.Verbindung
vorgesehen ist, über die ein Arbeitsmedium zwischen dem ersten Zylinder und dem Arbeitszylinder
(6) austauschbar ist, und wobei eine Heizung (14) zum Beheizen des Arbeitsmediums
im ersten Zylinder und eine Kühlung (12) zum Kühlen des Arbeitsmediums im ersten Zylinder
vorgesehen sind, wobei zumindest ein zusätzlicher Zylinder vorgesehen ist, welcher
über ein absperrbares Ventil (4) mit dem ersten Zylinder in Verbindung bringbar ist,
wobei durch Öffnen des Ventils (4) eine Überströmmöglichkeit für das Arbeitsmedium
zwischen dem ersten Zylinder und dem zusätzlichen Zylinder bereitstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (4) in einem offenen Zustand ein Überströmen des Arbeitsmediums vom ersten
Zylinder in den zusätzlichen Zylinder und in umgekehrter Richtung vom zusätzlichen
Zylinder in den ersten Zylinder erlaubt.
2. Wärmekraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Heizung (15) zum Beheizen des Arbeitsmediums im zusätzlichen Zylinder und eine
Kühlung (13) zum Kühlen des Arbeitsmediums im zusätzlichen Zylinder vorgesehen sind.
3. Wärmekraftmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Zylinder ein Verdrängerzylinder (1a) ist, in dem ein Verdrängerkolben (2a)
bewegbar gelagert ist.
4. Wärmekraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zusätzliche Zylinder ein zusätzlicher Verdrängerzylinder (1b) ist, in dem ein
zusätzlicher Verdrängerkolben (2b) bewegbar gelagert ist.
5. Wärmekraftmaschine nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdrängerkolben (2a) und der zusätzliche Verdrängerkolben (2b) jeweils über
eine Aufhängung im Wesentlichen frei hängend im Verdrängerzylinder (1a) bzw. im zusätzlichen
Verdrängerzylinder (1b) gelagert sind.
6. Wärmekraftmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdrängerkolben (2a) und der zusätzliche Verdrängerkolben (2b) über ihre Aufhängungen
miteinander bezüglich ihrer Bewegbarkeit zwangsgekoppelt sind.
7. Wärmekraftmaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im und/oder am Verdrängerkolben (2a) und/oder im und/oder am zusätzlichen Verdrängerkolben
(2b) vom Arbeitsmedium durchströmbare Überströmöffnungen (22) vorhanden sind.
8. Wärmekraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im und/oder am Verdrängerkolben (2a) und/oder im und/oder am zusätzlichen Verdrängerkolben
(2b) zumindest ein Regenerator (23) zur Zwischenspeicherung von Wärme vorgesehen ist,
welcher vorzugsweise mit den gegebenenfalls vorhandenen Überströmöffnungen (22) in
wärmeleitender Verbindung steht.
9. Wärmekraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitskolben (7) im Arbeitszylinder (6) von zwei gegenüberliegenden Seiten mit
Arbeitsmedium beaufschlagbar ist.
10. Wärmekraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine zumindest bereichsweise flexible Übertragungseinrichtung, vorzugsweise eine
Kette (9) oder ein Band, zur Übertragung der Bewegung des Arbeitskolbens (7) auf zumindest
ein Rad (10, 11), vorzugsweise zwei Räder (10,11), vorgesehen ist.
11. Wärmekraftmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die flexible Übertragungseinrichtung zur Übertragung der Bewegung des Arbeitskolbens
(7) bereichsweise auf einer Mantelfläche (37) des Rades (10, 11) oder der Räder (10,
11) aufliegend um das Rad (10, 11) oder die Räder (10,11) herumgeführt ist.
12. Wärmekraftmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen dem Punkt (38), auf dem die Übertragungseinrichtung auf die
Mantelfläche (37) des jeweiligen Rades (10, 11) auftrifft, und dem Punkt (39), an
dem die Übertragungseinrichtung die Mantelfläche (37) des jeweiligen Rades (10,11)
verlässt, im Wesentlichen dem Durchmesser des jeweiligen Rades (10, 11) entspricht.
13. Wärmekraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der maximal mögliche Hub des Arbeitskolbens (7) im Arbeitszylinder (6) zumindest
das Zwanzigfache, vorzugsweise das bis zu Fünfzigfache, des maximalen Durchmessers
der inneren Öffnungsweite des Arbeitszylinders (6) beträgt.
14. Wärmekraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass als Arbeitsmedium ein Gas, vorzugsweise Luft, vorgesehen ist.