[0001] Die Erfindung betrifft einen Luftkanalbefeuchter, bei dem ein in einem durch Wandungen
begrenzten Kanal geführter Luftstrom befeuchtet und einem zu befeuchtenden Raum zugeführt
wird, wobei der Luftkanalbefeuchter einen Strömungserzeuger, insbesondere Ventilator,
sowie ein Befeuchtungsaggregat mit mindestens einer Kammer zur Aufnahme eines Befeuchtungsfluids,
insbesondere Wasser, und einer elektrischen Heizung, die zur Verdampfung des Befeuchtungsfluids
angesteuert werden kann, umfasst. Herkömmlicherweise wird der in der Kammer erzeugte
Dampf über ein Rohr in den Kanal des Luftkanalbefeuchters geleitet und dort vom Luftstrom
mitgerissen.
[0002] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen derartigen Luftkanalbefeuchter
energetisch und/oder regelungstechnisch noch zu verbessern.
[0003] Diese Aufgabe wird mit einem Luftkanalbefeuchter nach den Merkmalen des Anspruches
1 in vorrichtungstechnischer Hinsicht und mit den Merkmalen des Anspruches 17 in verfahrenstechnischer
Hinsicht gelöst.
[0004] Eine Kernüberlegung der vorliegenden Erfindung besteht darin, die mindestens eine
Kammer des Befeuchtungsaggregats zumindest teilweise, vorzugsweise komplett, innerhalb
des Kanals anzuordnen.
[0005] Dies bringt im Regelfall mehrere Vorteile: Zum einen muss der erhitzte Dampf nicht
über eine größere Strecke transportiert werden, was sich auf die Steuer- bzw. Regelbarkeit
des Luftkanalbefeuchters positiv auswirkt und gleichzeitig Gefahren durch die Führung
von heißem Dampf in Zuleitungen über eine größere Länge vermeidet.
[0006] Darüber hinaus ist die hier vorgeschlagene Lösung auch energetisch wesentlich günstiger,
da die zwangsläufig von der Kammer bzw. einer eventuellen Dampfführung abgegebene
Wärme komplett vom Luftstrom der zu befeuchtenden Luft abtransportiert, insbesondere
auch energetisch genutzt werden kann. Somit wird die Dampferzeugung ebenfalls im Kanal
bzw. im vom Luftstrom umströmten Bereich vorgenommen, so dass auch die mit der Dampferzeugung
anfallende Abwärme nicht außerhalb sondern innerhalb des Kanals anfällt.
[0007] Praktische Versuche haben gezeigt, dass die mit der Anbringung der Kammer im Kanal
einhergehende Querschnittsverringerung für den Luftstrom noch akzeptabel ist, gerade
wenn eine besonders bevorzugte langgestreckte Ausbildung der mindestens einen Kammer
gewählt wird.
[0008] Nach einem vorteilhaften Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst der Luftkanalbefeuchter
weiterhin eine Heizungssteuerung, wobei die Heizungssteuerung mit einer Befeuchtungskontrolleinrichtung
in Wirkverbindung steht, und wobei die Befeuchtungskontrolleinrichtung eine jeweils
geforderte Heizleistung über die Heizungssteuerung in Abhängigkeit von einem Raumfeuchtefühler
und/oder einem Kanalfeuchtefühler einstellt.
[0009] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist die mindestens eine Kammer von den
Wandungen des Kanals beabstandet angeordnet, so dass sie allseits von dem im Kanal
geführten Luftstrom umströmt wird.
[0010] Weiter bevorzugtermaßen ist die mindestens eine Kammer gegenüber der Längserstreckung
des Kanals so ausgerichtet, dass sie einen möglichst geringen Querschnitt des Kanals
einnimmt. Um den Wärmeverlust bei der Erhitzung des Befeuchtungsfluids trotz der neuartigen
Positionierung der Kammer im Kanal möglichst gering zu halten, erscheint es vorteilhaft,
die Kammer mit einer thermischen Isolierung zu umgeben.
[0011] In einer weiteren konkreten Ausgestaltung ist innerhalb der mindestens einen Kammer
ein Fühlstandssensor, insbesondere ein Niveausensor wirksam zur Erfassung des Füllstandes
des Befeuchtungsfluids in der Kammer.
[0012] Nach einem weiteren bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die mindestens
eine Kammer, im Betrieb vorzugsweise permanent, an ein Zufuhrsystem zur Zuführung
von Befeuchtungsfluid angeschlossen.
[0013] In einer nochmals bevorzugten Ausgestaltung umfasst das Zufuhrsystem ein oder mehrere
Aktuatoren, insbesondere Magnetventile, um einen Zufluss von Befeuchtungsfluid an
eine bestimmte Kammer zu ermöglichen.
[0014] Bei Vorsehen eines Füllstandssensors kann dieser bevorzugtermaßen direkt oder indirekt,
insbesondere über die Befeuchtungskontrolleinrichtung, mit dem der jeweiligen Kammer
zugeordneten Aktuator in Wirkverbindung stehen.
[0015] Die bevorzugtermaßen vorgesehene Heizungssteuerung kann eine Thyristorschaltung,
vorzugsweise mit einem 0V bis 10V Steuereingang oder eine einfache Ein-/Ausschaltung
(Zweipunktansteuerung), umfassen.
[0016] Bevorzugtermaßen ist die elektrische Heizung einer Kammer auf eine Maximalleistung
im Bereich zwischen 2 KW und 90 KW, vorzugsweise zwischen 5 KW und 70 KW ausgelegt.
Es handelt sich insofern um ein Verdampfungsaggregat, das für größere Befeuchtungsleistungen,
wie sie insbesondere für Fabrikhallen anfallen, ausgelegt ist.
[0017] Nach einem weiteren bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung weist die Kammer
in Richtung ihrer Längserstreckung ein stumpferes erstes Ende und ein im Vergleich
hierzu spitzeres zweites Ende auf. Diese nicht spiegelbildliche Ausbildung der jeweils
dem Luftstrom zu- bzw. abgewandten Endseiten der Kammer wird aus strömungsdynamischen
Gründen bevorzugt. Konkret kann das spitzere Ende dem Luftstrom zugewandt sein.
[0018] Nach einem weiteren bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung schließt sich an
die Kammer an ihrem oberen Bereich eine Dampflanze an, über die der erzeugte Dampf
aus der Kammer in den Kanal des Luftkanalbefeuchters austritt. Während bei herkömmlichen
Systemen, bei denen eine Kammer zur Dampferzeugung außerhalb des Kanals vorgesehen
ist, eine Dampfführung notwendigerweise gegeben sein muss, um den Dampf in den Kanal
zu leiten, wird es auch bei der hier vorgeschlagenen erfindungsgemäßen Anordnung bevorzugt,
eine Dampflanze vorzusehen, das heißt den Dampf kontrolliert aus der Kammer aus und
an vorbestimmten Orten innerhalb des Kanals in den Luftstrom einzubringen.
[0019] In einer Weiterbildung dieses Gedankens weist die Dampflanze bevorzugtermaßen eine
Mehrzahl voneinander beabstandeter Dampfauslässe auf. Der Dampf wird damit gezielt
räumlich verteilt ausgebracht.
[0020] In einer konkreten Ausgestaltung kann die Dampflanze einen vertikalen Arm, der sich
an die Kammer anschließt sowie einen sich an den vertikalen Arm anschließenden horizontalen
Arm aufweisen, an dem die Dampfauslässe ausgebildet sind.
[0021] Erfindungsgemäß wird weiter auch ein Verfahren zum Befeuchten eines in einem durch
Wandungen begrenzten Kanal geführten Luftstroms mittels eines Luftkanalbefeuchters
vorgeschlagen, wobei der Luftkanalbefeuchter einen Strömungserzeuger sowie ein Befeuchtungsaggregat
umfasst, wobei weiterhin die Befeuchtung über Verdampfen eines Befeuchtungsfluids
durch Erhitzen erfolgt und wobei die Erhitzung des Befeuchtungsfluids innerhalb des
Kanals vorgenommen wird.
[0022] Wie bereits weiter oben dargelegt, birgt die Erhitzung des Befeuchtungsfluids innerhalb
des Kanals eine Reihe entscheidender Vorteile, nämlich unter anderem den Vorteil,
dass der erhitzte Dampf nicht außerhalb des Kanals geführt bzw. transportiert werden
muss und dass sich eine Steuerung bzw. Regelung unmittelbarer vornehmen lässt. Darüber
hinaus erscheint die gewählte Vorgehensweise auch energetisch günstig, da die beim
Erhitzungsvorgang auftretende Abwärme nicht nur durch den Luftstrom im Kanal abgeführt,
sondern sogar im Rahmen der Klimatisierung vorteilhaft genutzt werden kann.
[0023] Die Erfindung wird nachstehend auch hinsichtlich weiterer Merkmale und Vorteile anhand
der Beschreibung von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Zeichnungen näher erläutert.
[0024] Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine Prinzipansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Luftkanal- befeuchters,
wobei das Befeuchtungsaggregat in einer Seitenansicht dargestellt ist;
- Fig. 2
- eine Prinzipschnittansicht mit Steuer- bzw. Regelungsschema einer Ausführungs- form
eines Luftkanalbefeuchters nach der Erfindung, insbesondere entsprechend der in Fig.
1 veranschaulichten Anordnung;
- Fig. 3
- eine Prinzipansicht einer abgewandelten Ausführungsform in einer Schnittansicht durch
den Kanal.
[0025] In Fig. 1 ist eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Luftbefeuchters
in einer schematischen Prinzipansicht veranschaulicht. Innerhalb eines durch Wandungen
20 begrenzten Kanals 11 ist ein möglichst laminarer Luftstrom geführt. Dieser Luftstrom
wird durch einen Strömungserzeuger 12, insbesondere durch einen oder mehrere Ventilatoren
erzeugt.
[0026] Erfindungsgemäß ist innerhalb des Kanals 11, bevorzugtermaßen auch von den Wandungen
20 beabstandet, eine Kammer 14 angeordnet, in der ein Befeuchtungsfluid erhitzt und
verdampft wird. Der Dampf des Befeuchtungsfluids wird aus der Kammer 14 über eine
Dampflanze 27, die einen vertikalen Arm 29 und einen horizontalen Arm 30 aufweist,
an den Luftstrom des Kanals 11 abgegeben. Zur Abgabe des Dampfes weist die Dampflanze
27 eine Mehrzahl von in geeignetem Abstand angeordneten Dampfauslässen 28 auf.
[0027] Die Kammer ist über Stützstreben 31 an Wandungen 20 des Kanals 11, insbesondere an
einer bodenseitigen oder deckenseitigen Wandung befestigt. Weiterhin ist an die Kammer
14 in der vorliegenden Ausführungsform ein Zuführsystem 23 angeschlossen, über das
sich Befeuchtungsfluid in flüssigem Zustand zum Ausgleich der durch die Verdampfung
verbrauchten Menge nachführen lässt. Eine in der Kammer 14 angeordnete Heizung 15
(vgl. Fig. 2) ist über eine elektrische Versorgungsleitung 32 mit einer Stromquelle
(nicht gezeigt) verbunden. Weiterhin sind an die Kammer 14 noch eine oder mehrere
Signalleitungen 33 geführt.
[0028] Aus strömungsdynamischen Gründen kann es sinnvoll sein, wenn die Kammer 14 assymetrisch
ausgebildet ist, nämlich ein dem Luftstrom abgewandtes stumpferes erstes Ende 25 sowie
ein dem Luftstrom zugewandtes spitzeres zweites Ende 26 aufweist.
[0029] Aufbau und Funktionsweise einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Luftkanalbefeuchters werden aus der Prinzipdarstellung nach Fig. 2 noch besser ersichtlich.
In dieser Darstellung ist die Kammer 14 in einer schematischen Schnittansicht dargestellt.
Die Kammer 14 ist allseits durch eine thermische Isolierung 21 umschlossen, um den
bei der Erhitzung des Befeuchtungsfluids auftretenden Wärmeverlust möglichst gering
zu halten. In einem vom Befeuchtungsfluid überdeckten, vorzugsweise also in einem
unteren Bereich, ist eine elektrische Heizung 15 angeordnet, die über eine elektrische
Versorgungsleitung 32 mit einer Stromquelle in Verbindung steht. Die Heizleistung
der elektrischen Heizung 15 wird über eine zwischengeschaltete Heizungssteuerung 16
gesteuert, die als Thyristorschaltung ausgebildet sein kann. Die Thyristorschaltung
zur Steuerung der Leistung der elektrischen Heizung 15 weist selbst einen 0V bis 10V
Eingang zur Ansteuerung der Heizungssteuerung 16 durch eine Befeuchtungskontrolleinrichtung
17 auf. Die Befeuchtungskontrolleinrichtung 17 stellt das zentrale Steuer-und/oder
Regelorgan des hier vorgeschlagenen Luftkanalbefeuchters dar und steht in der vorliegenden
Ausführungsform mit einem Kanalfeuchtefühler 19 sowie einem Raumfeuchtefühler 18 in
Wirkverbindung. Aus den vom Kanalfeuchtefühler 19 bzw. Raumfeuchtefühler 18 ermittelten
Feuchtewerten kann die Befeuchtungskontrolleinrichtung 17 ermitteln, welche Heizleistung
der elektrischen Heizung 15 erforderlich ist, um eine gewünschte Sollbefeuchtung zu
erzielen. Meldet der Kanalfeuchtefühler 19 beispielsweise eine Übersättigung im Kanal
11 so wird die Heizleistung der elektrischen Heizung 15 stetig zurückgefahren. Liegt
die Raumfeuchte, die über den Raumfeuchtefühler 18 ermittelt wird, unter einem vorgegebenen
Sollwert, so wird die Befeuchtungsleistung durch Erhöhung der Heizleistung der elektrischen
Heizung 15 erhöht, soweit dies nicht zu einer Überfeuchtung im Kanal 11 führt.
[0030] Die Messsignale des Raumfeuchtefühlers 18 sowie des Kanalfeuchtefühlers 19 dienen
also dazu, innerhalb der Befeuchtungskontrolleinrichtung 17, der auch eine gewünschte
Sollfeuchte im Raum vorliegt, ein Stellsignal für die Heizungssteuerung 16 zu erzeugen.
Über dieses Stellsignal wird die Heizungssteuerung 16 so angesteuert, dass die elektrische
Heizung 15 die jeweils notwendige elektrische Heizenergie aufbringt.
[0031] Um durch die Verdampfung aus der Kammer entnommenes Befeuchtungsfluid nachzufüllen
ist ein bereits erwähntes Zufuhrsystem 23 vorgesehen, an das die Kammer 14 angeschlossen
ist. Wird als Befeuchtungsfluid Wasser, insbesondere einem Leitungsnetz entnommenes
Stadtwasser verwendet, so durchläuft dieses Befeuchtungsfluid zur Entsalzung zunächst
eine Osmoseanlage 34 und kann dann über eine Zuleitung 35 in die Kammer 14 gelangen.
Innerhalb der Zuleitung 35 ist ein der Kammer 14 zugeordneter Aktuator 24 vorgesehen,
der auf Anforderung der Befeuchtungskontrolleinrichtung 17 die Zufuhr von Befeuchtungsfluid
freigibt bzw. absperrt. Um den Flüssigkeitsstand innerhalb der Kammer 14 zu kontrollieren,
ist dort ein Füllstandssensor 22, der insbesondere als Niveausensor ausgebildet sein
kann, angeordnet. Der Fühlstandssensor 22 steht mit der Befeuchtungskontrolleinrichtung
17 in Wirkverbindung, so dass bei Abfallen des Füllstandes unter ein vorgegebenes
Niveau der Aktuator 24 geöffnet und neues Befeuchtungsfluid über einen vorbestimmten
Zeitraum bzw. bis ein oberes Flüssigkeitsniveau erreicht ist nachgefüllt wird.
[0032] Schließlich kann noch ein Temperaturwächter 36 innerhalb der Kammer 14 angeordnet
sein, um bei Überschreiten einer vorgegebenen Maximaltemperatur, etwa wenn in einem
Störungsfall die elektrische Heizung 15 trotz eines zu niedrigen Füllstandes an Befeuchtungsfluid
betrieben wird, die Stromzufuhr für die elektrische Heizung 15 abzusperren. Bevorzugtermaßen
kann daher der Temperaturwächter 36 direkt, also auch unter Umgehung der Befeuchtungskontrolleinrichtung
17, auf die Heizungssteuerung 16 einwirken.
[0033] In Fig. 3 ist eine alternative Ausführungsform in einer Ansicht quer zum Kanal veranschaulicht.
In dieser Ausführungsform sind eine Mehrzahl von Kammern 14, hier konkret vier, innerhalb
des Querschnitts des Kanals 11 angeordnet, so dass verdampftes Befeuchtungsfluid an
vier Stellen parallel erzeugt werden kann. In der konkret veranschaulichten Ausführungsform
sind zwei Kammern 14 über Stützstreben 31 an einer bodenseitigen Wandung 20, zwei
weitere Kammern 14 über Stützstreben 31 an einer deckenseitigen Wandung befestigt.
[0034] Ein gemeinsames Zufuhrsystem 23 verzweigt sich in entsprechende Zuleitungen 35, die
direkt den Kammern 14 zugeordnet sind. Innerhalb dieser Zuleitungen 35 sind jeweils
den Kammern 14 zugeordnete Aktuatoren 24 angeordnet, so dass sich jede Kammer individuell
mit Befeuchtungsfluid beschicken lässt.
[0035] Weiterhin weist jede Kammer 14 eine elektrische Versorgungsleitung 32 auf, über die
die Heizleistung der jeweiligen Kammer 14 individuell eingestellt werden kann. Ebenso
ist jede Kammer 14 über Signalleitungen 33, die über jeweils getrennte Leitungen bzw.
in einem Bus- bzw. Multiplexsystem angelegt sind, mit der Befeuchtungskontrolleinrichtung
17 bzw. der Heizungssteuerung 16 verbunden.
[0036] Insofern kann jede Kammer 14 getrennt angesteuert werden, so dass es möglich ist,
in allen Kammern eine im Wesentlichen gleiche Dampfleistung zu einer gegebenen Zeit
zu erzeugen bzw. auch unterschiedliche Dampfleistungen in den Kammern zu erzeugen.
Insbesondere können im Teillastbetrieb auch einzelne Kammern komplett inaktiv sein
und erst dann aktiviert werden, wenn die Dampfleistung der bereits in Betrieb befindlichen
Kammern nicht ausreicht.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 11
- Kanal
- 12
- Strömungserzeuger
- 13
- Befeuchtungsaggregat
- 14
- Kammer
- 15
- Heizung
- 16
- Heizungssteuerung
- 17
- Befeuchtungskontrolleinrichtung
- 18
- Raumfeuchtefühler
- 19
- Kanalfeuchtefühler
- 20
- Wandungen
- 21
- Thermische Isolierung
- 22
- Füllstandssensor
- 23
- Zufuhrsystem
- 24
- Aktuator
- 25
- Erstes Ende
- 26
- Zweites Ende
- 27
- Dampflanze
- 28
- Dampfauslässe
- 29
- Vertikaler Arm
- 30
- Horizontaler Arm
- 31
- Stützstreben
- 32
- Elektrische Versorgungsleitung
- 33
- Signalleitung
- 34
- Osmoseanlage
- 35
- Zuleitung
- 36
- Temperaturwächter
1. Luftkanalbefeuchter, bei dem ein in einem durch Wandungen (20) begrenzten Kanal (11)
geführter Luftstrom befeuchtet und einem zu befeuchtenden Raum zugeführt wird, umfassend
einen Strömungserzeuger (12), insbesondere Ventilator,
sowie ein Befeuchtungsaggregat (13) mit
- mindestens einer Kammer (14) zur Aufnahme eines Befeuchtungsfluids, insbesondere
Wasser, und
- einer elektrischen Heizung (15), die zur Verdampfung des Befeuchtungsfluids angesteuert
werden kann,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mindestens eine Kammer (14) des Befeuchtungsaggregats (13) zumindest teilweise,
vorzugsweise komplett, innerhalb des Kanals (11) angeordnet ist.
2. Luftkanalbefeuchter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Luftkanalbefeuchter weiterhin eine Heizungssteuerung (16) umfasst, wobei die
Heizungssteuerung (16) mit einer Befeuchtungskontrolleinrichtung (17) in Wirkverbindung
steht, und wobei die Befeuchtungskontrolleinrichtung (17) eine jeweils geforderte
Heizleitung über die Heizungssteuerung (16) in Abhängigkeit von einem Raumfeuchtefühler
(18) und oder einem Kanalfeuchtefühler (19) einstellt.
3. Luftkanalbefeuchter nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mindestens eine Kammer (14) von den Wandungen (20) des Kanals (11) beabstandet
angeordnet ist, so dass sie allseits von dem im Kanal (11) geführten Luftstrom umströmt
wird.
4. Luftkanalbefeuchter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mindestens eine Kammer (14) langgestreckt ausgebildet ist.
5. Luftkanalbefeuchter nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mindestens eine Kammer (14) gegenüber dem Kanal (11) so ausgerichtet ist, dass
sie einen möglichst geringen Querschnitt des Kanals (11) einnimmt.
6. Luftkanalbefeuchter nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mindestens eine Kammer (14) von einer thermischen Isolierung (21) umgeben ist.
7. Luftkanalbefeuchter nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass innerhalb der mindestens einen Kammer (14) ein Füllstandssensor (22), insbesondere
ein Niveausensor, wirksam ist zur Erfassung des Füllstandes des Befeuchtungsfluids
in der Kammer (14).
8. Luftkanalbefeuchter nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mindestens eine Kammer (14), an ein Zufuhrsystem (23) zur Zuführung von Befeuchtungsfluid
angeschlossen ist.
9. Luftkanalbefeuchter nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zufuhrsystem (23) ein oder mehrere Aktuatoren (24), insbesondere Magnetventile,
umfasst, um einen Zufluss von Befeuchtungsfluid an eine bestimmte Kammer (14) zu ermöglichen.
10. Luftkanalbefeuchter nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Füllstandsensor (12) einer Kammer (14) direkt oder indirekt, insbesondere über
die Befeuchtungskontrolleinrichtung (17) mit dem der Kammer (14) zugeordneten Aktuator
(24) in Wirkverbindung steht.
11. Luftkanalbefeuchter nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Heizungssteuerung (16) eine Thyristorschaltung, vorzugsweise mit einem 0 bis
10V Steuereingang, umfasst.
12. Luftkanalbefeuchter nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die elektrische Heizung (15) einer Kammer (14) je nach Befeuchtungsanforderung auf
eine Maximalleistung im Bereich zwischen 2 KW und 90 KW, vorzugsweise zwischen 5 KW
und 70 KW, ausgelegt ist.
13. Luftkanalbefeuchter nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kammer (14) in Richtung ihrer Längserstreckung ein stumpferes erstes Ende (25)
und ein spitzeres zweites Ende (26) aufweist.
14. Luftkanalbefeuchter nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich an die Kammer (14) in ihrem oberen Bereich eine Dampflanze (27) anschließt,
über die der erzeugte Dampf aus der Kammer (14) in den Kanal (11) austritt.
15. Luftkanalbefeuchter nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dampflanze (27) eine Mehrzahl von Dampfauslässen (28) aufweist.
16. Luftkanalbefeuchter nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dampflanze (27) einen vertikalen Arm (29), der sich an die Kammer (14) anschließt,
sowie einen sich an den vertikalen Arm (29) anschließenden horizontalen Arm (30) aufweist,
an dem die Dampfauslässe (28) ausgebildet sind.
17. Verfahren zum Befeuchten eines in einem durch Wandungen (20) begrenzten Kanal (11)
geführten Luftstroms mittels eines Luftkanalbefeuchters, wobei der Luftkanalbefeuchter
einen Strömungserzeuger (12) sowie ein Befeuchtungsaggregat (13) umfasst,
wobei die Befeuchtung über Verdampfen eines Befeuchtungsfluids durch Erhitzen erfolgt,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Erhitzung des Befeuchtungsfluids innerhalb des Kanals vorgenommen wird.