(19)
(11) EP 2 038 484 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
14.10.2009  Patentblatt  2009/42

(21) Anmeldenummer: 07764879.8

(22) Anmeldetag:  27.06.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E02D 31/02(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2007/005675
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2008/000455 (03.01.2008 Gazette  2008/01)

(54)

FASSADENSTEIN ZUR ANORDNUNG AN EINEM ISOLIERTEN MAUERWERK

FACING BRICK TO BE PLACED ON INSULATED WALLS

PIERRE DE PAREMENT À METTRE EN PLACE SUR UN OUVRAGE DE MAÇONNERIE ISOLÉ


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 27.06.2006 DE 102006029804

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
25.03.2009  Patentblatt  2009/13

(73) Patentinhaber: MEA Bausysteme GmbH
86551 Aichach (DE)

(72) Erfinder:
  • ZEISELMAIR, Wolfgang
    86529 Schrobenhausen (DE)

(74) Vertreter: Wolff, Felix et al
Kutzenberger & Wolff Theodor-Heuss-Ring 23
50668 Köln
50668 Köln (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 10 018 862
US-A- 5 433 049
FR-A- 2 668 518
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Fassadenstein zur Anordnung an einem isolierten Mauerwerk, wobei das Mauerwerk insbesondere innerhalb des Erdreichs mittels eines flächigen Isoliermaterials bedeckt ist, sowie eine Isolierung für ein Mauerwerk mit einem das Mauerwerk zumindest teilweise, insbesondere innerhalb des Erdreichs bedeckenden, flächigen Isoliermaterial und mit einem oder mehreren Fassadensteinen.

    [0002] Es ist bekannt, Mauerwerke oder Teile von Mauerwerken, die sich innerhalb des Erdreichs befinden, mit einem flächigen Isoliermaterial gegen Feuchtigkeit zu schützen. Das flächige Isoliermaterial ist beispielsweise eine Noppen oder napfförmige Einprägungen aufweisende Folie, die eine Hinterlüftung des Isoliermaterials ermöglicht.

    [0003] Die Folie aus Isoliermaterial ragt dabei in der Regel aus dem Erdreich hervor, was optisch unvorteilhaft ist, so dass die Isolierung häufig derart gekürzt wird, dass sich der obere Rand nicht sichtbar im Bereich einer Pflasterung oder unter Schüttgut befindet. Nachteilig ist dabei, dass Feuchtigkeit und Schmutz zwischen Isoliermaterial und Mauerwerk eindringen können.

    [0004] Ein Fassadeustein gemäß des Oberbegriffs des Anspruchs 1 wird in der US-A-5433049 beschrieben.

    [0005] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Isolierung für ein Mauerwerk zur Verfügung zu stellen, welche die genannten Nachteile nicht aufweist.

    [0006] Gelöst wird die Aufgabe mittels eines Fassadensteins zur Anordnung an einem isolierten Mauerwerk, wobei das Mauerwerk insbesondere innerhalb des Erdreichs mit einem Isoliermaterial bedeckt ist, aufweisend ein im Wesentlichen ebenes Flächenelement und zumindest einen Abstandhalter, wobei der Abstandhalter im Wesentlichen rechtwinklig zu dem Flächenelement angeordnet ist und wobei der Abstandhalter einen ersten Bereich aufweist, der oberhalb des Isoliermaterials an das Mauerwerk anlegbar ist.

    [0007] Unter einem Mauerwerk ist im Sinne dieser Erfindung ist jedes beliebige, befestigte Bauwerk oder Bauwerkteil zu verstehen, welches sich zumindest teilweise bis in das Erdreich hinein erstreckt, insbesondere Fundamente sowie Keller- und Hauswände.

    [0008] Das Flächenelement ist dabei vorzugsweise im Wesentlichen parallel zu dem Mauerwerk, beispielsweise einer Hauswand, ausgerichtet. Vorzugsweise weist der erfindungsgemäße Fassadenstein mindestens zwei Abstandhalter auf, die zwischen dem Flächenelement und dem Mauerwerks angeordnet sind. Dadurch, dass die Abstandhalter mit dem ersten Bereich an dem Mauerwerk anliegen, ist ein Abstand zwischen dem Flächenelement und dem Mauerwerk festgelegt. Erfindungsgemäß liegt der erste Bereich des Abstandhalters oberhalb des Isoliermaterials an dem Mauerwerk an. Einprägungen, wie beispielsweise Noppen erlauben eine Hinterlüftung des Isoliermaterials. Ein oberer Rand des Isoliermaterials ragt in der Regel aus dem Erdreich heraus. Oberhalb dieses Randes liegt erfindungsgemäß der erste Bereich des Abstandhalters an.

    [0009] Erfindungsgemäß weist der Fassadenstein eine Abdeckung auf, die einen Spalt zwischen dem Mauerwerk und dem Flächenelement bedeckt, so dass vorteilhaft das Eindringen von Fremdkörpern oder Tieren hinter das Flächenelement verhindert wird und ein optisch ansprechender oberer Abschluss des Fassadensteins gegeben ist. Die Abdeckung ist luft- und feuchtigkeitsdurchlässig ausgebildet, so dass die Hinterlüftung des Isoliermaterials und/oder ein Abfluss von Regenwasser ermöglicht wird.

    [0010] Der erfindungsgemäße Fassadenstein hat den Vorteil, dass der optisch unvorteilhaft wirkende Teil des Isoliermaterials, beispielsweise einer sogenannten Noppenfolie, welcher aus dem Erdreich hervorsteht, durch das Flächenelement verdeckt ist. Der oder die Abstandhalter halten das Flächenelement auf Abstand von dem Mauerwerk, so dass insbesondere ein Spalt zwischen dem Mauerwerk und dem erfindungsgemäßen Fassadenstein besteht, wodurch vorteilhaft die Hinterlüftung des Fassadensteins und insbesondere der Noppenfolie ermöglicht wird. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der erste Bereich jedes Abstandhalters nicht auf das Isoliermaterial, beispielsweise die Noppenfolie drückt, welche sonst beschädigt werden könnte, bzw. wodurch die Hinterlüftung eingeschränkt sein könnte.

    [0011] Vorzugsweise ist ein zweiter Bereich des Abstandhalters an das Isoliermaterial des Mauerwerks anlegbar. Der oder die Abstandhalter überdecken somit vorteilhaft den Randbereich des Isoliermaterials, wobei der erste Bereich oberhalb des Isoliermaterials an dem Mauerwerk anlegbar ist und der zweite Teil darunter an dem mit Isoliermaterial versehenen Mauerwerk anlegbar ist.

    [0012] Besonders bevorzugt verspringt der zweite Bereich gegenüber dem ersten Bereich in Richtung des Flächenelements. Dadurch weist der zweite Bereich des Abstandhalters vorteilhafterweise einen größeren Abstand zu dem Mauerwerk auf, so dass das Isoliermaterial, beispielsweise eine Noppenfolie, nicht durch das Anlegen des zweiten Bereichs beschädigt, beispielsweise gequetscht wird. So bleibt die Hinterlüftung des Isoliermaterials gegeben und das Isoliermaterial wird gleichzeitig durch den zweiten Bereich des Abstandhalters an dem Mauerwerk gehalten. Das Isoliermaterial kann mit dem Mauerwerk verbunden sein. Dies ist in der Regel jedoch nicht der Fall, da innerhalb des Erdreichs das Isoliermaterial durch das Gewicht des Erdreichs an das Mauerwerk gepresst wird.

    [0013] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Abstandhalter als Steg ausgebildet, der besonders bevorzugt im eingebauten Zustand senkrecht zur Erdoberfläche ausgerichtet ist, wobei der erste Bereich und der zweite Bereich beispielsweise stufenförmig ausgebildet sind. Ebenfalls besonders bevorzugt ist der Abstandhalter einstückig mit dem Flächenelement verbunden. Insbesondere ist das Flächenelement mit dem Abstandhalter als Gussteil aus Beton, insbesondere Polymerbeton hergestellt, welcher besonders vorteilhaft in einer gewünschten Farbe eingefärbt zur Verfügung gestellt werden kann.

    [0014] Die Abdeckung ist vorzugsweise ein Metallrost oder Lochblech, insbesondere aus Edelstahl gefertigt und so vorteilhafterweise unempfindlich, haltbar und ansprechend im Aussehen. Die Abdeckung ist besonders bevorzugt abnehmbar und/oder aufklappbar an dem Fassadenstein angeordnet, was vorteilhafterweise einen Zugang zu dem Spalt zwischen dem Mauerwerk und dem Flächenelement erlaubt.

    [0015] Ebenfalls bevorzugt ist die Abdeckung einstückig mit dem Flächenelement und/oder mit dem Abstandhalter ausgebildet, was eine besonders einfache und kostengünstige Herstellung erlaubt, insbesondere als Gussteil aus Polymerbeton.

    [0016] Die Abdeckung weist vorzugsweise zumindest auf der Seite, welche am Mauerwerk anliegt, ein Mittel zum Ableiten von Flüssigkeit auf, welches so geformt ist, dass die Flüssigkeit zwischen das Isoliermaterial und das Flächenelement rinnt. Dadurch wird in vorteilhafter Weise ein Eindringen von Feuchtigkeit zwischen dem Mauerwerk und dem Isoliermaterial verhindert. Das Mittel zum Ableiten ist insbesondere an der Abdeckung angeformt, beispielsweise als schräg angeordnetes Leitblech. Besonders vorteilhaft kann zumindest ein Rahmenteil der Abdeckung selbst schräg angeordnet sein, so dass beispielsweise Regenwasser von dem Mauerwerk weg geleitet wird. Bei einer abnehmbaren Abdeckung weisen vorzugsweise beide langen Seiten ein Mittel zum Ableiten von Flüssigkeiten auf, so dass ein versehentliches Einlegen der Abdeckung mit dem Mittel auf der wandabgeneigten Seite vorteilhaft verhindert wird.

    [0017] In einer vorteilhaften Ausführungsform weist der erfindungsgemäße Fassadenstein ein Verstellmittel auf, mit welchem der Abstand zwischen dem Mauerwerk und dem Flächenelement einstellbar ist. Dadurch ist eine Ausrichtung des Flächenelements, beispielsweise parallel zum Mauerwerk besonders vorteilhaft möglich. Insbesondere können Unebenheiten des Mauerwerks ausgeglichen werden, wodurch der erfindungsgemäße Fassadenstein besonders vorteilhaft auch bei sogenannten Altbauten verwendbar ist, die häufig keine geradlinigen Mauerwerke aufweisen.

    [0018] Der Fachmann versteht, dass eine Mehrzahl von erfindungsgemäßen Fassadensteinen entlang des Mauerwerks angeordnet werden kann. Das Flächenelement weist daher an seinen Stirnseiten Anschlussmittel zum Anschluss und/oder zur Höhenfixierung eines weiteren Flächenelements auf. Eine nachträgliche Höhenverschiebung, beispielsweise durch ein Absacken eines Fassadensteins, würde zu einem unvorteilhaften Aussehen führen, was in vorteilhafter Weise durch das Anschlussmittel verhindert wird. Besonders bevorzugt ist das Anschlussmittel an beiden Stirnseiten des Flächenelements eine beispielsweise etwa mittig angeordnete Nut. Erst nachdem die Ausrichtung der Fassadensteine erfolgt ist, werden je zwei Fassadensteine mittels eines Einsatzes in deren Nuten in ihrer Höhe zueinander fixiert.

    [0019] Ein weiterer Erfindungsgegenstand ist eine Isolierung für ein Mauerwerk mit einem das Mauerwerk zumindest teilweise, insbesondere innerhalb des Erdreichs bedeckenden, flächigen Isoliermaterial und mit einem oder mehreren erfindungsgemäßen Fassadensteinen, wobei die Fassadensteine in einem Randbereich des Isoliermaterials angeordnet sind und wobei das Flächenelement den Randbereich verdeckt. Der Fassadenstein bildet einen optisch ansprechenden Abschluss des Mauerwerks am Übergang in das Erdreich. Der erfindungsgemäße Fassadenstein ist dabei vorzugsweise teilweise innerhalb des Erdreichs angeordnet. Er verhindert vorteilhaft das Eindringen von Feuchtigkeit und/oder Fremdkörpern in den Zwischenraum zwischen Isoliermaterial und Mauerwerk.

    [0020] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert. Die Ausführungen sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen Erfindungsgedanken nicht ein.

    [0021] Die Figur 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Fassadenstein in einer perspektivischen Ansicht.

    [0022] Die Figur 2 zeigt im Schnitt die erfindungsgemäße Isolierung mit dem Fassadenstein gemäß Figur 1.

    [0023] In der Figur 3 ist eine einstückige Ausführung des Fassadensteins mit Abdeckung perspektivisch dargestellt.

    [0024] In der Figur 4 ist eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fassadensteins dargestellt.

    [0025] In der Figur 1 ist ein erfindungsgemäßer Fassadenstein 1 perspektivisch dargestellt. An einem Flächenelement 2 sind auf einer der großflächigen Seiten zwei Abstandhalter 3 angeordnet. Der Fachmann versteht, dass die Seite, an der die Abstandhalter 3 angeordnet sind, im Einbauzustand des Fassadensteins 1 beispielsweise einer Hauswand zugewandt sind. Im Bereich einer Stirnseite 6 kann eine weiteres, insbesondere gleichartiges Flächenelement 2 eines weiteren Fassadensteins 1 stoßend angeordnet werden.

    [0026] Die hier nicht sichtbare, großflächige Seite des Flächenelements 2 ist insbesondere eine optisch ansprechende, glatte Fläche, die als Sichtblende dient. Das Flächenelement 2 ist vorzugsweise aus Polymerbeton gegossen. Dieser ist leicht zu verarbeiten und kann nach Wunsch eingefärbt sein, beispielsweise in der Farbe einer Fassade. Die Abstandhalter 3 können ebenfalls aus Polymerbeton bestehen und werden vorzugsweise einstückig mit dem Flächenelement 2 in einem Gießvorgang hergestellt.

    [0027] Die Abstandhalter 3 weisen eine Stufe auf, wodurch sie in einen ersten Bereich 4 und einen zweiten Bereich 5 geteilt sind. Erfindungsgemäß liegt der erste Bereich 4 an einem nicht dargestellten Mauerwerk an, während der zweite Bereich vorzugsweise einen Abstand zu dem Mauerwerk hat, in welchem ein Isoliermaterial 7 Platz findet, wie in der Figur 2 gezeigt ist.

    [0028] In der Figur 2 ist eine erfindungsgemäße Isolierung für ein Mauerwerk 8 dargestellt. Das Mauerwerk 8 kann ein beliebiges Bauwerk sein, welches hier nur teilweise schematisch dargestellt ist. Ein Isoliermaterial 7 schützt das Mauerwerk 8 vor dem Eindringen von Feuchtigkeit aus dem umgebenden Erdreich 10. Der Fachmann weiß, dass das Isoliermaterial 7 den gesamten, im Erdreich 10 befindlichen Teil eines Mauerwerks 8 umgeben kann. Das Isoliermaterial 7 weist Ausformungen 16 auf, die beispielsweise die Form von Noppen haben, so dass eine Hinterlüftung des Isoliermaterials 7, einer sogenannten Noppenfolie, möglich ist, wodurch auch die Wärmeisolierung des Mauerwerks 8 verbessert wird.

    [0029] Zu der erfindungsgemäßen Isolierung gehört auch der Fassadenstein 1, der hier in der Einbausituation an dem Mauerwerk 8 dargestellt ist. Dieser bildet einen optisch ansprechenden Abschluss einer oberen Kante des Isoliermaterials 7, welche aus dem Erdreich 10 herausragt. Gleichzeitig wird das Isoliermaterial 7 durch den Fassadenstein 1, der sich zum Teil wiederum bis in das Erdreich 10 erstreckt, an dem Mauerwerk 8 gehalten. So wird ein Eindringen von Schmutz und Wasser in den Zwischenraum zwischen Mauerwerk 8 und Isoliermaterial 7 vermieden.

    [0030] Durch den Abstandhalter 3 wird das Flächenelement 2 in einem Abstand von dem Mauerwerk 8 gehalten. Der erste Bereich 4 des Abstandhalters 3 liegt dabei oberhalb des Isoliermaterials 7 an dem Mauerwerk 8 an. Der zweite Bereich 5 des Abstandhalters 3 liegt dagegen an dem Isoliermaterial 7 an. Dadurch, dass der zweite Bereich 5 gegenüber dem ersten Bereich 4 von dem Mauerwerk 8 weg verspringt, bleibt ausreichend Platz für das Isoliermaterial 7. Dieses wird eng an dem Mauerwerk 8 gehalten, jedoch nicht gequetscht. Der Fachmann versteht, dass der Stufenabstand zwischen dem ersten Bereich 4 und dem zweiten Bereich 5 in etwa der Stärke des Isoliermaterials 7 inklusive der Ausformungen 16 entspricht.

    [0031] Der erfindungsgemäße Fassadenstein 1 ragt über das Erdreich 10 und gegebenenfalls auch, wie dargestellt, über einen Bodenbelag 11, beispielsweise eine Pflasterung, hinaus. Das Eindringen von Wasser oder Fremdkörpern zwischen das Isoliermaterial 7 und das Mauerwerk 8 ist daher kaum möglich. Da das Isoliermaterial 7 durch den zweiten Bereich 5 des Abstandhalters 3 gegen das Mauerwerk 8 gedrückt wird, liegt es relativ eng an. Der Fachmann erkennt, dass Fremdkörper und Wasser, soweit diese überhaupt zwischen das Mauerwerk 8 und das Flächenelement 2 gelangen, zum weit überwiegenden Teil in den Zwischenraum zwischen Isoliermaterial 7 und Flächenelement 2 gelangen, was unschädlich ist. Zusätzlich verhindert eine Abdeckung 9, dass beispielsweise Laub in großer Menge oder Tiere eindringen können. Die Abdeckung 9 ist beispielsweise ein Rost oder Lochblech aus Edelstahl.

    [0032] In der Figur 3 ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fassadensteins 1 mit einstückig an dem Flächenelement 2 angeformter Abdeckung 9 dargestellt. Die Abdeckung 9 weist Öffnungen 13 auf, um die Hinterlüftung des Isoliermaterials zu gewährleisten. Der Fassadenstein 1 kann, wie dargestellt, mit dem Flächenelement 2, den gestuften Abstandhaltern 3, diese jeweils mit erstem Bereich 4 und zweitem Bereich 5, sowie der Abdeckung 9 einstückig gegossen werden, beispielsweise aus Polymerbeton.

    [0033] Außerdem ist an der Stirnseite 6 des Flächenelements 2 als Anschlussmittel 12 eine Nut eingeformt. Vorzugsweise weisen beide Stirnseiten der Flächenelemente 2 Nuten 12 auf. Diese werden, nachdem die Flächenelemente 2 ausgerichtet sind, durch ein Verbindungselement miteinander verbunden, und so gegeneinander in ihrer Höhe fixiert. Die Nuten 12 können hinterschnitten sein, wodurch der Verbund der Flächenelemente 2 untereinander verstärkt wird.

    [0034] In der Figur 4 ist der Fassadenstein 1 mit dem Flächenelement 2 und dem Abstandhalter 3 in einer schematischen Seitenansicht dargestellt. Eine Abdeckung 9 liegt beispielsweise auf den Abstandhaltern 3 auf. Auf der Seite, die dem Mauerwerk (siehe Figur 2) zugewandt ist, weist die Abdeckung 9 ein Mittel 14 zum Ableiten von Flüssigkeiten auf. Rinnt beispielsweise Regenwasser an dem Mauerwerk herab, oder fällt Regen auf die Abdeckung 9, so wird das Wasser, wie durch den Pfeil A dargestellt, abgelenkt und gelangt so zumindest zum überwiegenden Teil zwischen das Isoliermaterial 7 und das Flächenelement 2 und nicht zwischen das Mauerwerk und das Isoliermaterial 7. Das Mittel 14 kann, wie dargestellt, ein schräg angestellter Schenkel der Abdeckung 9 sein, was sowohl bei einer separaten Abdeckung 9 aus Metall, als auch bei einer gegossenen Betonabdeckung 9 möglich ist.

    [0035] Des Weiteren ist an dem Abstandhalter 3 ein Verstellmittel 15 angeordnet, welches dazu dient, den Abstand zwischen dem Flächenelement 2 und dem Mauerwerk zu verstellen. Insbesondere ältere Gebäude weisen häufig keine geradlinig verlaufenden Wände auf. Derartige Unebenheiten lassen sich mit dem Verstellmittel 15 vorteilhaft ausgleichen. Es kann sich bei dem Verstellmittel beispielsweise um eine Stellschraube handeln, die in ein Gewinde in dem Abstandhalter 3 eindrehbar ist. Das Gewinde ist beispielsweise ein in ein Sackloch eingesteckter Teflondübel.

    Bezugszeichen:



    [0036] 
    1
    Fassadenstein
    2
    Flächenelement
    3
    Abstandhalter
    4
    Erster Bereich
    5
    Zweiter Bereich
    6
    Stirnseite
    7
    Isoliermaterial
    8
    Mauerwerk
    9
    Abdeckung
    10
    Erdreich
    11
    Bodenbelag
    12
    Anschlussmittel
    13
    Öffnungen
    14
    Mittel zum Ableiten
    15
    Verstellmittel
    16
    Ausformungen



    Ansprüche

    1. Fassadenstein (1) zur Anordnung an einem mittels eines Isoliermaterials (7) isolierten Mauerwerk (8), aufweisend ein im Wesentlichen ebenes Flächenelement (2) und zumindest einen Abstandhalter (3), wobei der Abstandhalter im Wesentlichen rechtwinklig zu dem Flächenelement (2) angeordnet ist und wobei der Abstandhalter (3) einen ersten Bereich (4) aufweist, der oberhalb des Isoliermaterials (7) an das Mauerwerk (8) anlegbar ist, wobei der Fassadenstein (1) eine Abdeckung (9) aufweist, die im Gebrauchszustand einen Spalt zwischen dem Mauerwerk (8) und dem Flächenelement (2) bedenkt, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (9) luft- und feuchtigkeitsdurchlässig ausgebildet ist.
     
    2. Fassadenstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandhalter (3) einen zweiten Bereich (5) aufweist, der an das Isoliermaterial (7) des Mauerwerks (8) anlegbar ist.
     
    3. Fassadenstein nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Bereich (5) gegenüber dem ersten Bereich (4) in Richtung des Flächenelements (2) verspringt.
     
    4. Fassadenstein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandhalter (3) als Steg ausgebildet ist, der vorzugsweise einstückig mit dem Flächenelement (2) verbunden ist, insbesondere als Gussteil aus Polymerbeton.
     
    5. Fassadenstein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (9) ein Metallrost oder Lochblech ist, vorzugweise aus Edelstahl, wobei die Abdeckung (9) insbesondere abnehmbar und/oder aufklappbar an dem Fassadenstein (1) angeordnet ist.
     
    6. Fassadenstein nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (9) einstückig mit dem Flächenelement (2) und/oder mit dem Abstandhalter (3) ausgebildet ist, vorzugsweise.als Gussteil aus Polymerbeton.
     
    7. Fassadenstein nach einem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (9) zumindest auf der Seite, welche im Gebrauchszustand am Mauerwerk (8) anliegt, ein Mittel (14) zum Ableiten von Flüssigkeit aufweist, welches so geformt ist, dass die Flüssigkeit zwischen das Isoliermaterial (7) und das Flächenelement (2) rinnt.
     
    8. Fassadenstein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er ein Verstellmittel (15) aufweist, mit welchem der Abstand zwischen dem Mauerwerk (8) und dem Flächenelement (2) einstellbar ist.
     
    9. Fassadenstein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenelement (2) an seinen Stirnseiten (6) Anschlussmittel (12) zum Anschluss und/oder zur Höhenfixierung eines weiteren Flächenelements aufweist.
     
    10. Isolierung für ein Mauerwerk (8) mit einem das Mauerwerk zumindest teilweise, insbesondere innerhalb des Erdreichs (10) bedeckenden, flächigen Isoliermaterial (7) und mit einem oder mehreren Fassadensteinen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Fassadensteine (1) in einem Randbereich des Isoliermaterials (7) angeordnet sind und wobei das Flächenelement (2) den Randbereich verdeckt.
     


    Claims

    1. Facing brick (1) for arranging on a masonry wall (8) insulated by means of an insulating material (7), comprising a substantially flat planar element (2) and at least one spacer (3), wherein the spacer is arranged substantially at a right angle to the planar element (2), wherein the spacer (3) has a first region (4) which can be placed against the masonry wall (8) above the insulating material (7), and wherein the facing brick (1) has a covering (9) which in the use state covers a gap between the masonry wall (8) and the planar element (2), characterized in that the covering (9) is designed to be air- and moisture-permeable.
     
    2. Facing brick according to Claim 1, characterized in that the spacer (3) has a second region (5) which can be placed against the insulating material (7) of the masonry wall (8).
     
    3. Facing brick according to Claim 2, characterized in that the second region (5) is set back with respect to the first region (4) in the direction of the planar element (2).
     
    4. Facing brick according to one of the preceding claims, characterized in that the spacer (3) is formed as a rib which is preferably connected in one piece to the planar element (2), in particular as a casting of polymer concrete.
     
    5. Facing brick according to one of the preceding claims, characterized in that the covering (9) is a metal grating or perforated plate, preferably made of stainless steel, wherein the covering (9) is arranged on the facing brick (1) in particular in such a way that it can be removed and/or swung open.
     
    6. Facing brick according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the covering (9) is formed in one piece with the planar element (2) and/or with the spacer (3), preferably as a casting of polymer concrete.
     
    7. Facing brick according to one of the preceding claims, characterized in that the covering (9) comprises, at least on the side which bears against the masonry wall (8) in the use state, a means (14) for channelling off liquid that is formed in such a way that the liquid runs between the insulating material (7) and the planar element (2).
     
    8. Facing brick according to one of the preceding claims, characterized in that it comprises an adjustment means (15) by means of which the distance between the masonry wall (8) and the planar element (2) can be adjusted.
     
    9. Facing brick according to one of the preceding claims, characterized in that the planar element (2) is provided at its end faces (6) with connection means (12) for the connection and/or for the vertical fixing of a further planar element.
     
    10. Insulating system for a masonry wall (8) comprising a planar insulating material (7), which at least partially covers the masonry wall, in particular within the ground (10), and one or more facing bricks (1) according to one of the preceding claims, wherein the facing bricks (1) are arranged in an edge region of the insulating material (7) and wherein the planar element (2) conceals the edge region.
     


    Revendications

    1. Bloc de façade (1) destiné à être placé sur une maçonnerie (8) isolée au moyen d'un matériau isolant (7) et présentant un élément plat (2) essentiellement plan et au moins un écarteur (3),
    l'écarteur étant disposé essentiellement à la perpendiculaire de l'élément plat (2) et l'écarteur (3) présentant une première partie (4) qui peut être placée sur la maçonnerie (8) au-dessus du matériau isolant (7), le bloc de façade (1) présentant un recouvrement (9) qui, en situation d'utilisation, recouvre l'interstice entre la maçonnerie (8) et l'élément plat (2),
    caractérisé en ce que
    le recouvrement (9) est perméable à l'air et à l'humidité.
     
    2. Bloc de façade selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'écarteur (3) présente une deuxième partie (5) qui peut être placée contre le matériau isolant (7) de la maçonnerie (8).
     
    3. Bloc de façade selon la revendication 2, caractérisé en ce que la deuxième partie (5) déborde de la première partie (4) en direction de l'élément plat (2).
     
    4. Bloc de façade selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'écarteur (3) est configuré comme nervure reliée de préférence d'un seul tenant à l'élément plat (2) et est en particulier configuré comme pièce coulée en béton polymère.
     
    5. Bloc de façade selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le recouvrement (9) est une grille métallique ou une tôle perforée, de préférence en acier allié, le recouvrement (9) étant disposé sur le bloc de façade (1) de manière pouvoir en particulier être enlevé et/ou relevé.
     
    6. Bloc de façade selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le recouvrement (9) est formé d'un seul tenant avec l'élément plat (2) et/ou avec l'écarteur (3) et est de préférence configuré comme pièce coulée en béton polymère.
     
    7. Bloc de façade selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins sur son côté qui, en situation d'utilisation, repose contre la maçonnerie (8), le recouvrement (9) présente un moyen (14) d'évacuation de liquide configuré de telle sorte que le liquide se déverse entre le matériau isolant (7) et l'élément plat (2).
     
    8. Bloc de façade selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il présente un moyen d'ajustement (15) qui permet d'ajuster l'écartement entre la maçonnerie (8) et l'élément plat (2).
     
    9. Bloc de façade selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que sur son côté frontal (6), l'élément plat (2) présente des moyens de raccordement (12) qui permettent de raccorder et/ou d'immobiliser en hauteur un autre élément plat.
     
    10. Isolation de maçonnerie (8), qui présente un matériau isolant (7) plat qui recouvre au moins en partie la maçonnerie, en particulier à l'intérieur du sol (10), et dotée d'un ou plusieurs blocs de façade (1) selon l'une des revendications précédentes, les blocs de façade (1) étant disposés sur une bordure du matériau isolant (7) et l'élément plat (2) recouvrant la bordure.
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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