[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement für Sicherheitspapiere, Wertdokumente
und dergleichen und betrifft insbesondere ein derartiges Sicherheitselement mit einer
mikrooptischen Moiré-Vergrößerungsanordnung. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren
zum Herstellen eines solchen Sicherheitselements, ein Sicherheitspapier sowie einen
Datenträger mit einem derartigen Sicherheitselement.
[0002] Datenträger, wie Wert- oder Ausweisdokumente, aber auch andere Wertgegenstände, wie
etwa Markenartikel, werden zur Absicherung oft mit Sicherheitselementen versehen,
die eine Überprüfung der Echtheit des Datenträgers gestatten und die zugleich als
Schutz vor unerlaubter Reproduktion dienen. Die Sicherheitselemente können beispielsweise
in Form eines in eine Banknote eingebetteten Sicherheitsfadens, einer Abdeckfolie
für eine Banknote mit Loch, eines aufgebrachten Sicherheitsstreifens oder eines selbsttragenden
Transferelements ausgebildet sein, das nach seiner Herstellung auf ein Wertdokument
aufgebracht wird.
[0003] Eine besondere Rolle spielen dabei Sicherheitselemente mit optisch variablen Elementen,
die dem Betrachter unter unterschiedlichen Betrachtungswinkeln einen unterschiedlichen
Bildeindruck vermitteln, da diese selbst mit hochwertigen Farbkopiergeräten nicht
reproduziert werden können. Die Sicherheitselemente können dazu mit Sicherheitsmerkmalen
in Form beugungsoptisch wirksamer Mikro- oder Nanostrukturen ausgestattet werden,
wie etwa mit konventionellen Prägehologrammen oder anderen hologrammähnlichen Beugungsstrukturen,
wie sie beispielsweise in den Druckschriften
EP 0 330 733 A1 oder
EP 0 064 067 A1 beschrieben sind.
[0004] Es ist auch bekannt, Linsensysteme als Sicherheitsmerkmale einzusetzen. So ist beispielsweise
in der Druckschrift
EP 0 238 043 A2 ein Sicherheitsfaden aus einem transparenten Material beschrieben, auf dessen Oberfläche
ein Raster aus mehreren parallel laufenden Zylinderlinsen eingeprägt ist. Die Dicke
des Sicherheitsfadens ist dabei so gewählt, dass sie in etwa der Fokuslänge der Zylinderlinsen
entspricht. Auf der gegenüberliegenden Oberfläche ist ein Druckbild registergenau
aufgebracht, wobei das Druckbild unter Berücksichtigung der optischen Eigenschaften
der Zylinderlinsen gestaltet ist. Aufgrund der fokussierenden Wirkung der Zylinderlinsen
und der Lage des Druckbilds in der Fokusebene sind je nach Betrachtungswinkel unterschiedliche
Teilbereiche des Druckbilds sichtbar. Durch entsprechende Gestaltung des Druckbilds
können damit Informationen eingebracht werden, die lediglich unter bestimmten Blickwinkeln
sichtbar sind. Durch eine bestimmte Ausgestaltung des Druckbilds können zwar auch
"bewegte" Bilder erzeugt werden. Das Motiv bewegt sich bei Drehung des Dokuments um
eine zu den Zylinderlinsen parallel laufende Achse allerdings nur annähernd kontinuierlich
von einem Ort auf dem Sicherheitsfaden zu einem anderen Ort.
[0005] Aus der Druckschrift
US 5 712 731 A ist die Verwendung einer Moire-Vergrößerungsanordnung als Sicherheitsmerkmal bekannt.
Die dort beschriebene Sicherheitsvorrichtung weist eine regelmäßige Anordnung von
im Wesentlichen identischen gedruckten Mikrobildern mit einer Größe bis zu 250 µm
auf sowie eine regelmäßige zweidimensionale Anordnung von im Wesentlichen identischen
sphärischen Mikrolinsen. Die Mikrolinsen-Anordnung weist dabei im Wesentlichen dieselbe
Teilung wie die Mikrobildanordnung auf. Wird die Mikrobildanordnung durch die Mikrolinsenanordnung
betrachtet, so werden in den Bereichen, in denen die beiden Anordnungen im Wesentlichen
im Register stehen, für den Betrachter eine oder mehrere vergrößerte Versionen der
Mikrobilder erzeugt.
[0006] Aus der Druckschrift
US 2002/0012447 A1 ist ein Sicherheitselement mit einer Moiréanordnung aus zwei Rastern bekannt, die
in Überlagerung ein Moiréintensitätsprofil erzeugen, wobei eines der Raster aus einem
Linsenarray bestehen kann. Des Weiteren können die einzelnen Motivelemente durch eine
Variation ihrer Größe und Form auch verschiedene Graustufen repräsentieren. Dadurch
kann aus den Mikromotivelementen ein Graustufenbild erzeugt werden kann.
[0008] Die Herstellung der Bildobjektraster erfolgt bei den bekannten Moiré-Vergrößerungsanordnungen
mit klassischen Drucktechniken oder auch mittels Prägetechniken mit verschiedenen
Weiterverarbeitungsschritten. Sowohl Druck- als auch geeignete Prägetechniken sind
allerdings mittlerweile allgemein am Markt verfügbar, so dass solche Moiré-Vergrößerungsanordnungen
von Fälschern relativ leicht nachgeahmt werden können.
[0009] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Nachteile des Standes
der Technik zu vermeiden und insbesondere ein Sicherheitselement mit einer mikrooptischen
Moiré-Vergrößerungsanordnung hoher Fälschungssicherheit anzugeben.
[0010] Diese Aufgabe wird durch das Sicherheitselement mit den Merkmalen des Hauptanspruchs
gelöst. Ein Verfahren zum Herstellen eines solchen Sicherheitselements, ein Sicherheitspapier
sowie ein Datenträger mit einem solchen Sicherheitselement sind in den nebengeordneten
Ansprüchen angegeben. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0011] Nach der Erfindung enthält ein gattungsgemäßes Sicherheitselement eine mikrooptische
Moiré-Vergrößerungsanordnung mit
- einem Motivbild, das aus einer planaren periodischen oder zumindest lokal periodischen
Anordnung einer Mehrzahl von Mikromotivelementen besteht, und
- einer planaren periodischen oder zumindest lokal periodischen Anordnung einer Mehrzahl
von Mikrofokussierelementen zur Moirevergrößerten Betrachtung der Mikromotivelemente
des Motivbilds.
[0012] Das Motivbild enthält dabei zwei oder mehr Teilbereiche mit sich in ihrem Kontrast
voneinander unterscheidenden Mikromotivelementen, wobei die Form der Teilbereiche
eine durch die Kontrastunterschiede der Mikromotivelemente erkennbare makroskopische
Bildinformation in Form von Zeichen, Mustern oder Codierungen bildet.
[0013] Die Erfindung beruht dabei auf dem Gedanken, durch eine kontrollierte individuelle
Variation des Kontrasts der Mikromotivelemente eine zusätzliche makroskopisch erkennbare
Bildinformation und damit ein Sicherheitsmerkmal höherer Stufe in das Sicherheitselement
zu integrieren. Wie aus der nachfolgenden Darstellung deutlich wird, lässt sich diese
makroskopische Bildinformation ohne zusätzliche Arbeitsschritte, wie etwa der Demetallisierung
metallischer Deckschichten, und damit besonders wirtschaftlich erzeugen.
[0014] Unter einer makroskopisch erkennbaren Bildinformation wird vorliegend eine ohne optische
Hilfsmittel mit bloßem Auge erkennbare Bildinformation verstanden. Vorzugsweise haben
sogar die Teilbereiche selbst jeweils Abmessungen von 0,1 mm oder mehr.
[0015] In einer ersten vorteilhaften Erfindungsvariante bilden die Umrisse der Teilbereiche
die makroskopische Bildinformation, während in einer zweiten ebenfalls vorteilhaften
Erfindungsvariante die Teilbereiche jeweils Bereiche gleicher Helligkeitsstufe in
einem Halbtonbild darstellen. Im letzteren Fall müssen nicht die Teilbereiche selbst,
sondern lediglich das durch sie gebildete Halbtonbild mit bloßem Auge erkennbar sein,
um eine makroskopische Bildinformation zu bilden.
[0016] Die Mikromotivelemente der Teilbereiche weisen jeweils dieselbe Form auf.
[0017] Die Kontrastunterschiede der Mikromotivelemente sind durch eine Variation der Strichbreite
und/oder der Strichtiefe und/oder der Farbe der Mikromotivelemente erzeugt.
[0018] Die Anzahl der auftretenden Kontrastabstufungen der Mikromotivelemente ist grundsätzlich
beliebig. Allerdings ist in vielen Fällen die makroskopische Bildinformation bei einer
geringen Anzahl an Kontrastabstufungen leichter erkennbar. Die Mikromotivelemente
in den Teilbereichen liegen daher vorzugsweise in zwei, drei, vier oder fünf Kontrastabstufungen
vor.
[0019] Die Kontrastübergänge zwischen benachbarten Teilbereichen können diskontinuierlich
sein, so dass sich der Kontrast von einem Teilbereich zum nächsten sprunghaft ändert.
Die Kontrastübergänge können aber auch kontinuierlich sein, um beispielsweise einen
sich langsam ändernden Kontrastverlauf zu erzeugen. Kontinuierliche Kontrastübergänge
schließen dabei insbesondere quasi-kontinuierliche Kontrastübergänge mit kleinen,
für das Auge nicht oder kaum wahrnehmbaren Konstrastunterschieden zwischen benachbarten
Teilbereichen ein.
[0020] In manchen Gestaltungen bietet es sich an, in zumindest einem Teilbereich den Kontrast
der Mikromotivelemente sehr gering zu halten. Im Extremfall kann der Kontrast der
Mikromotivelemente sogar verschwinden.
[0021] Die lateralen Abmessungen der Mikromotivelemente und der Mikrofokussierelemente liegen
vorzugsweise unterhalb von etwa 100 µm, bevorzugt zwischen etwa 5 µm und etwa 50 µm,
besonders bevorzugt zwischen etwa 10 µm und etwa 35 µm.
[0022] In einer Weiterbildung der Erfindung sind die Mikromotivelemente in den Teilbereichen
jeweils in Form eines Rasters angeordnet, wobei sich die Rasteranordnungen in verschiedenen
Teilbereichen in zumindest einem Rasterparameter, insbesondere in der Rasterweite,
der Rasterorientierung oder der Gittersymmetrie des Rasters unterscheiden.
[0023] In diesem Fall ist die Mikrofokussierelementanordnung vorzugsweise ebenfalls in Teilbereiche
unterteilt, in denen die Anordnung der Mikrofokussierelemente jeweils auf die Rasteranordnung
des zugehörigen Teilbereichs der Mikromotivelemente abgestimmt ist.
[0024] In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Sicherheitselements ist
die makroskopische Bildinformation in Durchsicht erkennbar.
[0025] Die Anordnung von Mikromotivelementen und die Anordnung von Mikrofokussierelementen
bilden zumindest lokal jeweils ein zweidimensionales Bravais-Gitter, wobei die Anordnung
von Mikromotivelementen und/oder die Anordnung von Mikrofokussierelementen ein Bravais-Gitter
mit der Symmetrie eines Parallelogramm-Gitters bildet.
[0026] Das Motivbild und die Anordnung von Mikrofokussierelementen sind zweckmäßig an gegenüberliegenden
Flächen einer optischen Abstandsschicht angeordnet. Die Abstandsschicht kann beispielsweise
eine Kunststofffolie und/ oder eine Lackschicht umfassen.
[0027] Die Mikrofokussierelemente der Moiré-Vergrößerungsanordnung können als transmissive,
refraktive oder diffraktive Linsen oder als eine Mischform dieser Linsentypen vorliegen.
Vorzugsweise sind sie durch nicht-zylindrische Mikrolinsen, insbesondere durch Mikrolinsen
mit einer kreisförmigen oder polygonal begrenzten Basisfläche gebildet. Die Anordnung
von Mikrofokussierelementen kann darüber hinaus mit einer Schutzschicht versehen sein,
deren Brechungsindex vorzugsweise um mindestens 0,3 von dem Brechungsindex der Mikrofokussierelemente
abweicht. Neben dem Schutz vor Umwelteinflüssen verhindert eine derartige Schutzschicht
auch, dass sich die Mikrofokussierelement-Anordnung leicht abformen lässt. Werden
die Mikrofokussierelemente etwa aus Lacken mit einem Brechungsindex von 1,2 bis 1,5
hergestellt, bieten sich als Schutzschichten beispielsweise mit Nanopartikeln aus
Titanoxid gefüllte Lacke an, die mit Brechungsindizes zwischen 1,7 und 2 kommerziell
erhältlich sind.
[0028] Die Mikromotivelemente liegen bevorzugt in Form von Mikrozeichen oder Mikromustern
vor. Insbesondere können die Mikromotivelemente in einer Druckschicht vorliegen. Es
versteht sich, dass die Mikromotivelemente zur Erzeugung des Moire-Vergrößerungseffekts
weitgehend identisch sein müssen. Jedoch liegt auch eine langsame, insbesondere periodisch
modulierte Veränderung des Erscheinungsbilds der Mikromotivelemente und damit auch
der vergrößerten Bilder ebenfalls im Rahmen der Erfindung. Auch können einzelne oder
ein Teil der Mikromotivelemente mit Zusatzinformationen ausgestattet sein, die im
vergrößerten Moiré-Bild nicht in Erscheinung treten, die jedoch als zusätzliches Echtheitskennzeichen
eingesetzt werden können.
[0029] Die Gesamtdicke des Sicherheitselements liegt mit Vorteil unterhalb von 50 µm, was
sicherstellt, dass dieses für die Verwendung in Sicherheitspapier, Wertdokumenten
oder dergleichen gut geeignet ist.
[0030] Das Sicherheitselement selbst stellt bevorzugt einen Sicherheitsfaden, einen Aufreißfaden,
ein Sicherheitsband, einen Sicherheitsstreifen, einen Patch oder ein Etikett zum Aufbringen
auf ein Sicherheitspapier, Wertdokument oder dergleichen dar. In einer vorteilhaften
Ausgestaltung kann das Sicherheitselement einen transparenten oder ausgesparten Bereich
eines Datenträgers überspannen, beispielsweise einen Fensterbereich einer Banknote.
Dabei können auf unterschiedlichen Seiten des Datenträgers unterschiedliche Erscheinungsbilder
realisiert werden.
[0031] Die Erfindung enthält auch ein Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitselements
der oben beschriebenen Art mit einer mikrooptischen Moiré-Vergrößerungsanordnung,
bei dem ein Motivbild, das aus einer planaren periodischen oder zumindest lokal periodischen
Anordnung einer Mehrzahl von Mikromotivelementen besteht, und eine planare periodische
oder zumindest lokal periodische Anordnung einer Mehrzahl von Mikrofokussierelementen
so angeordnet werden, dass die Mikromotivelemente bei Betrachtung durch die Mikrofokussierelemente
vergrößert erkennbar sind, wobei das Motivbild mit zwei oder mehr Teilbereichen mit
sich in ihrem Kontrast voneinander unterscheidenden Mikromotivelementen derart ausgebildet
wird, dass die Form der Teilbereiche eine durch die Kontrastunterschiede der Mikromotivelemente
erkennbare makroskopische Bildinformation in Form von Zeichen, Mustern oder Codierungen
bildet.
[0032] Ein erfindungsgemäßes Sicherheitspapier für die Herstellung von Sicherheits- oder
Wertdokumenten, wie Banknoten, Schecks, Ausweiskarten, Urkunden oder dergleichen,
ist mit einem Sicherheitselement der oben beschriebenen Art ausgestattet. Das Sicherheitspapier
kann insbesondere ein Trägersubstrat aus Papier oder Kunststoff umfassen.
[0033] Die Erfindung enthält auch einen Datenträger, insbesondere einen Markenartikel, ein
Wertdokument oder dergleichen, mit einem Sicherheitselement der oben beschriebenen
Art. Das Sicherheitselement kann dabei insbesondere in einem Fensterbereich, also
einem transparenten oder ausgesparten Bereich des Datenträgers, angeordnet sein.
[0034] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert. Zur besseren Anschaulichkeit wird in den Figuren auf eine maßstabs-
und proportionsgetreue Darstellung verzichtet.
[0035] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Banknote mit einem eingebetteten Sicherheitsfaden
und einem über einem Durchsichtsbereich angeordneten Durchsichtssicherheitselement,
- Fig. 2
- schematisch den Schichtaufbau eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements im Querschnitt,
- Fig. 3
- in (a) das Motivbild eines nicht erfindungsgemäßen Sicherheitselements in Aufsicht,
in (b) das Erscheinungsbild des Sicherheitselements bei Betrachtung in Aufsicht und
in (c) das Erscheinungsbild des Sicherheitselements bei Betrachtung in Durchsicht,
- Fig. 4
- Mikromotivelemente in Ausschnitten aus Teilbereichen von Motivbildern, wobei (a) und
(b) den in Fig. 3(a) gezeigten Ausschnitten entsprechen, und (c) bis (e) Abwandlungen
des in (b) dargestellten Rasters zeigen,
- Fig. 5
- ein nicht erfindungsgemäßes Durchsichtssicherheitselement nach einem weiteren illustrierenden
Beispiel, wobei (a) eine schematische Aufsicht auf das Motivbild des Durchsichtssicherheitselements,
(b) den visuellen Eindruck bei Betrachtung des Motivbilds in Aufsicht und (c) den
visuellen Eindruck bei Betrachtung in Durchsicht zeigt, und
- Fig. 6
- den visuellen Eindruck bei Betrachtung eines nicht erfindungsgemäßen Sicherheitselements
nach einem weiteren illustrierenden Beispiel in Aufsicht.
[0036] Die Erfindung wird nun am Beispiel eines Sicherheitselements für eine Banknote erläutert.
Fig. 1 zeigt dazu eine schematische Darstellung einer Banknote 10, die mit zwei Sicherheitselementen
12 und 16 nach Ausführungsbeispielen der Erfindung versehen ist. Das erste Sicherheitselement
stellt dabei einen Sicherheitsfaden 12 dar, der an bestimmten Fensterbereichen 14
an der Oberfläche der Banknote 10 hervortritt, während er in den dazwischen liegenden
Bereichen im Inneren der Banknote 10 eingebettet ist. Das zweite Sicherheitselement
ist in Form eines Durchsichtssicherheitselementes 16 ausgebildet, das über einem Durchsichtsbereich
18, etwa einem Fensterbereich oder einer durchgehenden Öffnung der Banknote 10 angeordnet
ist.
[0037] Sowohl der Sicherheitsfaden 12 als auch das Durchsichtssicherheitselement 16 können
eine Moiré-Vergrößerungsanordnung mit einer zusätzlichen makroskopischen Bildinformation
nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung enthalten. Zunächst wird die prinzipielle
Funktionsweise erfindungsgemäßer mikrooptischer Moire-Vergrößerungsanordnungen mit
Bezug auf die Fig. 2 kurz erläutert.
[0038] Fig. 2 zeigt schematisch den Schichtaufbau eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements
20 im Querschnitt, wobei nur die für die Erläuterung des Funktionsprinzips erforderlichen
Teile des Schichtaufbaus dargestellt sind. Das Sicherheitselement 20 enthält eine
optische Abstandsschicht 22, deren Oberseite mit einer regelmäßigen Anordnung von
Mikrolinsen 24 versehen ist. Die Anordnung der Mikrolinsen 24 bildet dabei bereichsweise
jeweils ein Raster mit vorgewählten Rasterparametern, wie Rasterweite, Rasterorientierung
und Gittersymmetrie. Die Gittersymmetrie wird durch ein zweidimensionales Bravais-Gitter
beschrieben, wobei für die nachfolgende Erläuterung der Einfachheit halber von einer
hexagonalen Symmetrie ausgegangen wird, auch wenn das Bravais-Gitter nach der Erfindung
eine niedrigere Symmetrie und damit eine allgemeinere Form aufweist.
[0039] Auf der Unterseite der Abstandsschicht 22 ist eine Motivschicht 26 angeordnet, die
eine ebenfalls rasterförmige Anordnung gleichartiger Mikromotivelemente 28 enthält.
Auch die Anordnung der Mikromotivelemente 28 wird durch ein zweidimensionales Bravais-Gitter
mit einer vorgewählten Symmetrie beschrieben, wobei zur Illustration wieder eine hexagonale
Gittersymmetrie angenommen wird. Wie in Fig. 2 durch den Versatz der Mikromotivelemente
28 gegenüber den Mikrolinsen 24 angedeutet, unterscheidet sich das Bravais-Gitter
der Mikromotivelemente 28 in seiner Symmetrie und/oder in der Größe der Gitterparameter
geringfügig von dem Bravais-Gitter der Mikrolinsen 24, um den gewünschten Moiré-Vergrößerungseffekt
zu erzeugen.
[0040] Der Abstand benachbarter Mikrolinsen 24 ist vorzugsweise so gering wie möglich gewählt,
um eine möglichst hohe Flächendeckung und damit eine kontrastreiche Darstellung zu
gewährleisten. Die sphärisch oder asphärisch ausgestalteten Mikrolinsen 24 weisen
einen Durchmesser zwischen 5 µm und 50 µm, vorzugsweise lediglich zwischen 10 µm und
35 µm auf und sind daher mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Die Gitterperiode und
der Durchmesser der Mikromotivelemente 28 liegen dabei in derselben Größenordnung
wie die der Mikrolinsen 24, also im Bereich von 5 µm bis 50 µm, vorzugsweise von 10
µm bis 35 µm, so dass auch die Mikromotivelemente 28 selbst mit bloßem Auge nicht
zu erkennen sind.
[0041] Die optische Dicke der Abstandsschicht 22 und die Brennweite der Mikrolinsen 24 sind
so aufeinander abgestimmt, dass die Mikromotivelemente 28 sich in etwa im Abstand
der Linsenbrennweite befinden. Aufgrund der sich geringfügig unterscheidenden Gitterparameter
sieht der Betrachter bei Betrachtung des Sicherheitselements 20 von oben durch die
Mikrolinsen 24 hindurch jeweils einen etwas anderen Teilbereich der Mikromotivelemente
28, so dass die Vielzahl der Mikrolinsen insgesamt ein vergrößertes Bild der Mikromotivelemente
28 erzeugt.
[0042] Die resultierende Moiré-Vergrößerung hängt dabei von dem relativen Unterschied der
Gitterparameter der verwendeten Bravais-Gitter ab. Unterscheiden sich beispielsweise
die Gitterperioden zweier hexagonaler Gitter um 1%, so ergibt sich eine 100-fache
Moiré-Vergrößerung. Für eine ausführlichere Darstellung der Funktionsweise und Anordnungen
der Mikromotivelemente und der Mikrolinsen wird auf die ebenfalls anhängige deutsche
Patentanmeldung
10 2005 062 132.5 verwiesen, deren Offenbarungsgehalt insoweit in die vorliegende Anmeldung aufgenommen
wird.
[0043] Bei derartigen Moiré-Vergrößerungsanordnungen ist das Motivbild nun nach der Erfindung
mit zwei oder mehr Teilbereichen ausgebildet, die jeweils sich in ihrem Kontrast voneinander
unterscheidende Mikromotivelemente enthalten und deren Form eine durch die Kontrastunterschiede
der Mikromotivelemente erkennbare makroskopische Bildinformation in Form von Zeichen,
Mustern oder Codierungen bildet.
[0044] Fig. 3(a) zeigt dazu eine schematische Aufsicht auf das Motivbild 30 eines Durchsichtssicherheitselements
nach einem illustrierenden Beispiel, das in der vorstehend erläuterten Weise über
eine optische Abstandschicht 22 mit einem Mikrolinsenarray 24 verbunden ist. Das Motivbild
30 enthält eine Mehrzahl von Mikromotivelementen 36, 38 mit identischer Form, aber
lokal unterschiedlichem Kontrast. Der unterschiedliche Kontrast entsteht im Ausführungsbeispiel
dadurch, dass die Mikromotivelemente 36 in einem ersten Teilbereich 32 des Motivbilds
30 mit geringer Strichstärke ausgebildet sind, während die Mikromotivelemente 38 eines
zweiten Teilbereichs 34 mit großer Strichstärke ausgebildet sind.
[0045] Die Mikromotivelemente 36, 38 der beiden Teilbereiche sind mit identischer Form,
im Beispiel in Gestalt eines 5-zackigen Sterns, aber unterschiedlicher Strichdicke
ausgebildet. Entsprechend ergeben sich bei Betrachtung des Motivbilds 30 durch das
Mikrolinsenarray 24, wie sie in der Auflichtsituation der Fig. 3(b) dargestellt ist,
lokal unterschiedlich kontrastierende vergrößerte Bilder 46 bzw. 48. Bei einer angenommenen
100-fachen Moiré-Vergrößerung des Durchsichtssicherheitselements sind die Abmessungen
der Bilder 46, 48 dann 100-mal größer als die Abmessungen der Mikromotivelemente 36,
38.
[0046] Für den Betrachter sind bei der Auflicht-Betrachtungssituation der Fig. 3(b) zwei
sich überlagernde optische Effekte erkennbar:
Zum einen nimmt der Betrachter den Moiré-Vergrößerungseffekt mit vergrößerten Bildern
46, 48 der Mikromotivelemente 36, 38 wahr, der mit den von Moiré-Vergrößerungsanordnungen
bekannten Bewegungseffekten beim Verkippen des Sicherheitselements verbunden ist.
Beispielsweise können das Motivbild 30 und das Mikrolinsenarray 24 auf das Auftreten
eines orthoparallaktischen Bewegungseffekts ausgelegt sein, bei dem sich die vergrößerten
Bilder 46, 48 senkrecht zur Kipprichtung bewegen und nicht parallel zur Kipprichtung,
wie man intuitiv erwarten würde. Je nach Wahl der Brennweiten der Mikrolinsen 24 sowie
der Differenz der Gitterparameter können die Bilder 46, 48 auch vor oder hinter der
Bildebene des Sicherheitselements zu schweben scheinen.
[0047] Der zweite optische Effekt wird durch die makroskopische Variation des Kontrasts
der Moiré-vergrößerten Bilder 46, 48 in den Teilbereichen 32 bzw. 34 gebildet. Dieser
optische Effekt führt zur Darstellung einer, bezogen auf die Ebene des Sicherheitselements,
ortsfesten makroskopischen Bildinformation, die im Beispiel durch den in Fig. 3(b)
deutlich erkennbaren Umriss des Buchstabens "A" gebildet ist.
[0048] Wird das Motivbild 30 des Durchsichtssicherheitselements andererseits durch die Mikromotivelementanordnung
betrachtet, wie in Fig. 3(c) als Durchlichtsituation dargestellt, so ist nur der ortsfeste
Kontrastunterschied der Teilbereiche 32 und 34 erkennbar. Ein Moiré-Vergrößerungseffekt
tritt bei dieser Betrachtungssituation nicht auf, für den Betrachter ergibt sich somit
der Bildeindruck eines dunklen Buchstabens "A" vor hellem Hintergrund, wie in Fig.
3(c) gezeigt.
[0049] Anstelle oder zusätzlich zur Strichbreite kann auch die Strichtiefe und/ oder die
Farbe der Mikromotivelemente in den Teilbereichen variiert werden, um eine unterschiedliche
Kontrastwirkung zu erhalten. Neben diskontinuierlichen Kontrastübergängen mit einer
sprunghaften Änderung des Kontrasts können auch kontinuierliche Kontrastübergänge
verwirklicht werden, beispielsweise durch eine kontinuierliche Zunahme oder Abnahme
der Strichbreite der Mikromotivelemente.
[0050] Die Anzahl der unterschiedlichen Kontrastabstufungen in einem Motivbild ist prinzipiell
beliebig. Eine begrenzte Anzahl von Kontrastabstufungen führt aber in vielen Anwendungsfällen
zu einer leichteren Erkennbarkeit der makroskopischen Information, so dass gegenwärtig
Gestaltungen mit zwei bis fünf Kontrastabstufungen bevorzugt sind.
[0051] In den Teilbereichen 32,34, in denen sich die Mikromotivelemente im Kontrast voneinander
unterscheiden, können zusätzlich auch die Raster, in denen die jeweiligen Mikromotivelemente
angeordnet sind, unterschiedlich ausgebildet sein, wie anhand der Fig. 4 illustriert.
[0052] Die Figuren 4(a) und 4(b) zeigen dabei zunächst nochmals die Mikromotivelemente 36
bzw. 38 in den Ausschnitten 42 bzw. 44 der Fig. 3(a), die beide für die Erläuterung
der Einfachheit halber in einem nicht erfindungsgemäßen Raster mit hexagonaler Gittersymmetrie
angeordnet sind. Bei gleich bleibender Gestaltung der Rasteranordnung im Teilbereich
32 (Fig. 4(a)) können die Mikromotivelemente 38 des Teilbereichs 34 dann beispielsweise
in einem hexagonalen Raster größerer Rasterweite angeordnet werden, wie in Fig. 4(c)
dargestellt, in einem hexagonalen Raster gleicher Rasterweite, aber unterschiedlicher
Orientierung, wie in Fig. 4(d) gezeigt, oder in einem Raster mit anderer, beispielsweise
nicht erfindungsgemäßer quadratischer Gittersymmetrie, wie in Fig. 4(e) gezeigt. Selbstverständlich
kann auch mehr als ein Rasterparameter gleichzeitig variiert werden.
[0053] Die Rasteranordnung der zugehörigen Mikrolinsen 24 ist zweckmäßig auf die Rasteranordnung
der Mikromotivelemente 36,38 in den jeweiligen Teilbereichen abgestimmt. Durch die
Variation der Rasterparameter kann so die oben beschriebene ortsfeste Kontrastvariation
durch einen weiteren optischen Effekt erweitert werden, nämlich durch eine Variation
des primären Moiré-Vergrößerungseffekts in den verschiedenen Teilbereichen 32,34.
Beispielsweise kann der in Fig. 3 das Innere des Buchstabens "A" darstellende Teilbereich
34 eine andere Moire-Vergrößerung aufweisen als der Teilbereich 32, so dass die Motivelemente
dort nicht nur mit anderem Kontrast, sondern auch in anderer Vergrößerung erscheinen.
In einer anderen Variante können sich die Bewegungseffekte in den Teilbereichen 32,34
voneinander unterscheiden, so dass sich die vergrößerten Bilder 46, 48 beim Verkippen
des Sicherheitselements in den Teilbereichen 32, 34 in verschiedene Richtungen bewegen.
[0054] Ein weiteres Beispiel eines Durchsichtssicherheitselements ist in Fig. 5 dargestellt,
wobei Fig. 5(a) eine schematische Aufsicht auf das Motivbild 50 des Durchsichtssicherheitselements
zeigt, Fig. 5(b) den visuellen Eindruck bei Betrachtung des Motivbilds 50 in Aufsicht
und Fig. 5(c) den visuellen Eindruck bei Betrachtung in Durchsicht darstellt.
[0055] Das Motivbild 50 enthält eine Mehrzahl von Mikromotivelementen 62, 64, 66 mit identischer
Form, im Ausführungsbeispiel in Gestalt eines 5-zackigen Sterns, aber lokal unterschiedlicher
Strichdicke und damit lokal unterschiedlichem Kontrast. In einem ersten Teilbereich
52 sind die Mikromotivelemente 62 mit sehr geringer Strichstärke ausgebildet, während
die Mikromotivelemente 64 bzw. 66 in dem Teilbereich 54 bzw. 56 mit mittlerer bzw.
großer Strichstärke ausgebildet sind. Die jeweils Mikromotivelemente gleicher Strichstärke
enthaltenden Teilbereiche sind im Ausführungsbeispiel der Fig. 5 nicht zusammenhängend
und sind zur Veranschaulichung daher mit einer engen Schraffur gefüllt (Teilbereich
56), einer weiten Schraffur gefüllt (Teilbereich 54) bzw. nicht schraffiert (Teilbereich
52).
[0056] Die Teilbereiche 52, 54, 56 stellen jeweils Bereiche gleicher Helligkeitsstufe in
einem Halbtonbild, wie etwa einem Portrait, dar. Dabei genügen oft bereits drei Helligkeitsstufen,
entsprechend den Tonwerten Weiß, Grau und Schwarz, um ein für das menschliche Auge
gut erkennbares Halbtonbild zu erzeugen. Die Abmessungen des Halbtonbilds liegen im
makroskopischen Bereich, das Motivbild 50 stellt also eine mit bloßem Auge erkennbare
Bildinformation dar. Entsprechend sind die mit beispielsweise etwa 30 µm wesentlich
kleineren Mikromotivelemente 62, 64,66, wie bei der Fig. 3(a), nur in vergrößerten
Ausschnitten der Teilbereiche 52, 54, 56 dargestellt.
[0057] Bei der Betrachtung des Sicherheitselements in Aufsicht treten gleichzeitig zwei
optische Effekte auf, wie in Fig. 5(b) illustriert. Einerseits ist für den Betrachter
ein Moiré-Vergrößerungseffekt mit vergrößerten Bildern 72, 74, 76 der Mikromotivelemente
und den bereits erwähnten Bewegungseffekten erkennbar. Darüber hinaus ist durch die
makroskopische Variation des Kontrasts der Moiré-vergrößerten Bilder 72, 74, 76 in
den Teilbereichen 52, 54, 56 auch ein Halbtonbild zu erkennen. Dieses bildet eine
ortsfeste makroskopische Bildinformation, die bei einer Verkippung des Sicherheitselements,
anders als die einzelnen vergrößerten Bilder 72, 74, 76, keine relative Bewegung ausführt.
[0058] Bei der Betrachtung des Sicherheitselements in Durchsicht tritt kein Moiré-Vergrößerungseffekt
auf, dabei ist vielmehr ausschließlich der ortsfeste Kontrastunterschied der Teilbereiche
52, 54, 56 und damit das Halbtonbild W erkennbar. Für den Betrachter ergibt sich ein
Bildeindruck, wie in Fig. 5(c) dargestellt.
[0059] Bei dem weiteren Beispiel der Fig. 6 enthält ein Sicherheitselement 80 ein Motivbild
mit Mikromotivelementen, die neben unterschiedlichen Kontrasten auch unterschiedliche
Formen aufweisen. Mit Bezug auf den in Fig. 6 gezeigten Bildeindruck bei Betrachtung
des Sicherheitselements in Aufsicht enthält ein erster Teilbereich 82 Mikromotivelemente
einer ersten Form (Stern) und mit einer geringen Strichstärke. Ein zweiter Teilbereich
84 enthält Mikromotivelemente derselben Form (Stern) mit einer großen Strichstärke.
Ein dritter Teilbereich 86 enthält Mikromotivelemente einer zweiten Form (Symbol)
mit einer geringen Strichstärke, während ein vierter Teilbereich 88 Mikromotivelemente
der zweiten Form (Symbol) mit einer großen Strichstärke enthält.
[0060] Der erste und zweite Teilbereich 82, 84 und der dritte und vierte Teilbereich 86,
88 bilden mit ihren Umrissen eine makroskopische Bildinformation, im Ausführungsbeispiel
die Buchstabenfolge "PL".
[0061] Bei der Aufsichtbetrachtung des Sicherheitselements 80 ergeben sich die beiden bereits
im Zusammenhang mit der Fig. 3 geschilderten Effekte, wobei sich zusätzlich die vergrößerten
Bilder der Mikromotivelemente in den Teilbereichen der Buchstaben "P" (Teilbereiche
82, 84) und "L" (Teilbereiche 86, 88) unterscheiden. Im Durchlicht ist dagegen wegen
des Fehlens des Moiré-Vergrößerungseffekts keines der Mikromotivelemente zu erkennen,
die Buchstabenfolge "PL" erscheint bei gleichem Kontrastunterschied der beteiligten
Mikromotivelemente einheitlich dunkel vor hellem Hintergrund.
1. Sicherheitselement für Sicherheitspapiere, Wertdokumente und dergleichen mit einer
mikrooptischen Moire-Vergrößerungsanordnung mit
- einem Motivbild, das aus einer planaren periodischen oder zumindest lokal periodischen
Anordnung einer Mehrzahl von Mikromotivelementen besteht, und
- einer planaren periodischen oder zumindest lokal periodischen Anordnung einer Mehrzahl
von Mikrofokussierelementen zur Moirévergrößerten Betrachtung der Mikromotivelemente
des Motivbilds,
wobei das Motivbild zwei oder mehr Teilbereiche mit sich in ihrem Kontrast voneinander
unterscheidenden Mikromotivelementen enthält, und wobei die Form der Teilbereiche
eine durch die Kontrastunterschiede der Mikromotivelemente erkennbare makroskopische
Bildinformation in Form von Zeichen, Mustern oder Codierungen bildet und wobei die
Kontrastunterschiede der Mikromotivelemente durch eine Variation der Strichbreite
und/oder der Strichtiefe und/oder der Farbe der Mikromotivelemente erzeugt sind, wobei
die Mikromotivelemente der Teilbereiche jeweils dieselbe Form aufweisen, wobei die
Anordnung von Mikromotivelementen und die Anordnung von Mikrofokussierelementen zumindest
lokal jeweils ein zweidimensionales Bravais-Gitter bilden,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung von Mikromotivelementen und/oder die Anordnung von Mikrofokussierelementen
ein Bravais-Gitter mit der Symmetrie eines Parallelogramm-Gitters bilden.
2. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilbereiche jeweils Abmessungen von 0,1 mm oder mehr haben.
3. Sicherheitselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umrisse der Teilbereiche die makroskopische Bildinformation bilden.
4. Sicherheitselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilbereiche jeweils Bereiche gleicher Helligkeitsstufe in einem Halbtonbild
darstellen.
5. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikromotivelemente in den Teilbereichen in zwei, drei, vier oder fünf Kontrastabstufungen
vorliegen.
6. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontrastübergänge zwischen benachbarten Teilbereichen kontinuierlich oder diskontinuierlich
sind.
7. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontrast der Mikromotivelemente in zumindest einem Teilbereich sehr gering ist.
8. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die lateralen Abmessungen der Mikromotivelemente und der Mikrofokussierelemente unterhalb
von etwa 100 µm, bevorzugt zwischen etwa 5 µm und etwa 50 µm, besonders bevorzugt
zwischen etwa 10 µm und etwa 35 µm liegen.
9. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikromotivelemente in den Teilbereichen jeweils in Form eines Rasters angeordnet
sind und sich die Rasteranordnungen in verschiedenen Teilbereichen in zumindest einem
Rasterparameter, insbesondere in der Rasterweite, der Rasterorientierung oder der
Gittersymmetrie des Rasters, unterscheiden und bevorzugt die Mikrofokussierelementanordnung
in Teilbereiche unterteilt ist, in denen die Anordnung der Mikrofokussierelemente
jeweils auf die Rasteranordnung des zugehörigen Teilbereichs der Mikromotivelemente
abgestimmt ist.
10. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die makroskopische Bildinformation in Durchsicht erkennbar ist.
11. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Motivbild und die Anordnung von Mikrofokussierelementen an gegenüberliegenden
Flächen einer optischen Abstandsschicht angeordnet sind.
12. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikrofokussierelemente durch nicht-zylindrische Mikrolinsen, insbesondere durch
Mikrolinsen mit einer kreisförmigen oder polygonal begrenzten Basisfläche, gebildet
sind.
13. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikromotivelemente in Form von Mikrozeichen oder Mikromustern vorliegen.
14. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement ein Sicherheitsfaden, ein Aufreißfaden, ein Sicherheitsband,
ein Sicherheitsstreifen, ein Patch oder ein Etikett zum Aufbringen auf ein Sicherheitspapier,
Wertdokument, Markenartikel oder dergleichen ist und bevorzugt in einem Fensterbereich
des Sicherheitspapiers, Wertdokuments, Markenartikels oder dergleichen angeordnet
ist.
15. Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitselements mit einer mikrooptischen Moiré-Vergrößerungsanordnung,
bei dem ein Motivbild, das aus einer planaren periodischen oder zumindest lokal periodischen
Anordnung einer Mehrzahl von Mikromotivelementen besteht, und eine planare periodische
oder zumindest lokal periodische Anordnung einer Mehrzahl von Mikrofokussierelementen
so angeordnet werden, dass die Mikromotivelemente bei Betrachtung durch die Mikrofokussierelemente
vergrößert erkennbar sind, wobei das Motivbild mit zwei oder mehr Teilbereichen mit
sich in ihrem Kontrast voneinander unterscheidenden Mikromotivelementen derart ausgebildet
wird, dass die Form der Teilbereiche eine durch die Kontrastunterschiede der Mikromotivelemente
erkennbare makroskopische Bildinformation in Form von Zeichen, Mustern oder Codierungen
bildet, wobei die Kontrastunterschiede der Mikromotivelemente durch eine Variation
der Strichbreite und/oder der Strichtiefe und/oder der Farbe der Mikromotivelemente
erzeugt werden, wobei die Mikromotivelemente der Teilbereiche jeweils dieselbe Form
aufweisen, wobei die Anordnung von Mikromotivelementen und die Anordnung von Mikrofokussierelementen
zumindest lokal jeweils ein zweidimensionales Bravais-Gitter bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung von Mikromotivelementen und/oder die Anordnung von Mikrofokussierelementen
ein Bravais-Gitter mit der Symmetrie eines Parallelogramm-Gitters bilden.
16. Sicherheitspapier für die Herstellung von Sicherheits- oder Wertdokumenten, wie Banknoten,
Schecks, Ausweiskarten, Urkunden oder dergleichen, das mit einem Sicherheitselement
nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 14 ausgestattet ist und bevorzugt ein Trägersubstrat
aus Papier oder Kunststoff umfasst.
1. A security element for security papers, value documents and the like, having a micro-optical
moire magnification arrangement having
- a motif image that consists of a planar periodic or at least locally periodic arrangement
of a plurality of micromotif elements, and
- a planar periodic or at least locally periodic arrangement of a plurality of microfocusing
elements for the moire-magnified viewing of the micromotif elements of the motif image,
the motif image including two or more sub-regions having micromotif elements that
differ from each other in their contrast, and the shape of the sub-regions forming
a macroscopic piece of image information, in the form of characters, patterns or codes,
that is perceptible due to the contrast differences in the micromotif elements, and
wherein the contrast differences in the micromotif elements are produced by a variation
in the line width and/or the line depth and/or the color of the micromotif elements,
wherein the micromotif elements of the sub-regions each exhibit the same shape, the
arrangement of micromotif elements and the arrangement of microfocusing elements each
forming, at least locally, a two-dimensional Bravais lattice,
characterized in that the arrangement of micromotif elements and/or the arrangement of microfocusing elements
form a Bravais lattice having the symmetry of a parallelogram lattice.
2. The security element according to claim 1, characterized in that the sub-regions each have dimensions of 0.1 mm or more.
3. The security element according to claim 1 or 2, characterized in that the contours of the sub-regions form the macroscopic piece of image information.
4. The security element according to claim 1 or 2, characterized in that the sub-regions each depict regions of identical brightness level in a halftone image.
5. The security element according to at least one of claims 1 to 4, characterized in that the micromotif elements are present in the sub-regions in two, three, four or five
contrast gradations.
6. The security element according to at least one of claims 1 to 5, characterized in that the contrast transitions between adjacent sub-regions are continuous or discontinuous.
7. The security element according to at least one of claims 1 to 6, characterized in that the contrast of the micromotif elements is very low in at least one sub-region.
8. The security element according to at least one of claims 1 to 7, characterized in that the lateral dimensions of the micromotif elements and the microfocusing elements
are below about 100 µm, preferably between about 5 µm and about 50 µm, particularly
preferably between about 10 µm and about 35 µm.
9. The security element according to at least one of claims 1 to 8, characterized in that the micromotif elements in the sub-regions are each arranged in the form of a grid
and the grid arrangements in different sub-regions differ in at least one grid parameter,
especially in the line screen, the grid orientation or the lattice symmetry of the
grid, and preferably that the microfocusing element arrangement is subdivided into
sub-regions in which the arrangement of the microfocusing elements is coordinated
in each case with the grid arrangement of the associated sub-region of the micromotif
elements.
10. The security element according to at least one of claims 1 to 9, characterized in that the macroscopic piece of image information is perceptible in transmission.
11. The security element according to at least one of claims 1 to 10, characterized in that the motif image and the arrangement of microfocusing elements are arranged at opposing
surfaces of an optical spacing layer.
12. The security element according to at least one of claims 1 to 11, characterized in that the microfocusing elements are formed by non-cylindrical microlenses, especially
by microlenses having a circular or polygonally delimited base area.
13. The security element according to at least one of claims 1 to 12, characterized in that the micromotif elements are present in the form of microcharacters or micropatterns.
14. The security element according to at least one of claims 1 to 13, characterized in that the security element is a security thread, a tear strip, a security band, a security
strip, a patch or a label for application to a security paper, value document, branded
article or the like, and is preferably arranged in a window region of the security
paper, value document, branded article, or the like.
15. A method for manufacturing a security element having a micro-optical moire magnification
arrangement, in which a motif image that consists of a planar periodic or at least
locally periodic arrangement of a plurality of micromotif elements, and a planar periodic
or at least locally periodic arrangement of a plurality of microfocusing elements
are arranged such that the micromotif elements are perceptible in magnification when
viewed through the microfocusing elements, wherein the motif image having two or more
sub-regions having micromotif elements that differ from each other in their contrast
are developed in such a way that, due to the contrast differences in the micromotif
elements, the shape of the sub-regions forms a perceptible macroscopic piece of image
information in the form of characters, patterns or codes, and wherein the contrast
differences in the micromotif elements are produced by a variation in the line width
and/or the line depth and/or the color of the micromotif elements, wherein the micromotif
elements of the sub-regions each exhibit the same shape, the arrangement of micromotif
elements and the arrangement of microfocusing elements each forming, at least locally,
a two-dimensional Bravais lattice, characterized in that the arrangement of micromotif elements and/or the arrangement of microfocusing elements
form a Bravais lattice having the symmetry of a parallelogram lattice.
16. A security paper for manufacturing security or value documents, such as banknotes,
checks, identification cards, certificates or the like, that is furnished with a security
element according to at least one of claims 1 to 14, and preferably comprises a carrier
substrate composed of paper or plastic.
1. Elément de sécurité pour papiers de sécurité, documents de valeur et similaires avec
un dispositif d'agrandissement microoptique de type moiré avec
- une image à motif qui est composée d'un dispositif planaire périodique ou au moins
localement périodique d'une pluralité d'éléments à micromotif, et
- un agencement planaire périodique ou au moins localement périodique d'une pluralité
d'éléments de micro-focalisation pour l'observation à agrandissement de moiré des
éléments à micromotif de l'image à motif,
l'image à motif contenant deux parties de zone ou plus avec des éléments à micromotif
se différenciant les uns des autres dans leur contraste et la forme des parties de
zone formant une information en image macroscopique identifiable par les différences
de contraste des éléments à micromotif sous la forme de signes, de motifs ou de codifications
et les différences de contraste des éléments à micromotif étant produites par une
variation de la largeur de trait et/ou de la profondeur de trait et/ou de la couleur
des éléments à micromotif, les éléments à micromotif des parties de zone comportant
respectivement la même forme, le dispositif des éléments à micromotif et le dispositif
des éléments de micro-focalisation formant au moins localement, respectivement un
réseau de Bravais bidimensionnel,
caractérisé en ce que l'agencement des éléments à micromotif et/ou l'agencement d'éléments de micro-focalisation
forment un réseau de Bravais avec la symétrie d'une grille en parallélogramme.
2. Elément de sécurité selon la revendication 1, caractérisé en ce que les parties de zone ont respectivement des dimensions de 0,1 mm ou plus.
3. Elément de sécurité selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les contours des parties de zone forment l'information en image macroscopique.
4. Elément de sécurité selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les parties de zone représentent respectivement des zones de même niveau de luminosité
dans une image en demi-teinte.
5. Elément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les éléments à micromotif dans les parties de zone existent en deux, trois, quatre
ou cinq dégradés de contraste.
6. Elément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les transitions de contraste entre les parties de zone voisines sont continues ou
discontinues.
7. Elément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le contraste des éléments à micromotif est très faible dans au moins une partie de
zone.
8. Elément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les dimensions latérales des éléments à micromotif et des éléments de micro-focalisation
se situent en dessous d'environ 100 µm, de préférence entre 5 µm et environ 50 µm,
de façon particulièrement préférée entre environ 10 µm et environ 35 µm.
9. Elément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les éléments à micromotif dans les parties de zone sont respectivement disposés sous
la forme d'une grille et les dispositifs de grille dans les différentes parties de
zone se différencient dans au moins un paramètre de grille, en particulier dans la
largeur de grille, l'orientation de grille ou la symétrie de grille du réseau et le
dispositif d'éléments de micro-focalisation est de préférence subdivisé en parties
de zone dans lesquelles le dispositif des éléments de micro-focalisation est respectivement
ajusté sur le dispositif de grille de la partie de zone correspondante des éléments
à micromotif.
10. Elément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'information en image macroscopique est identifiable en transparence.
11. Elément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'image à motif et le dispositif des éléments de micro-focalisation sont disposés
sur des surfaces opposées d'une couche de compensation optique.
12. Elément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que les éléments de micro-focalisation sont formés par des microlentilles non cylindriques,
en particulier par des microlentilles avec une surface de base de forme circulaire
ou limitée de manière polygonale.
13. Elément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que les éléments à micromotif existent sous la forme de microsignes ou micromotifs.
14. Elément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que l'élément de sécurité est un fil de sécurité, un fil de déchirement, une bande de
sécurité, un ruban de sécurité, une pastille ou une étiquette à appliquer sur un papier
de sécurité, un document de valeur, un article de marque ou un objet similaire et
de préférence dans une zone de fenêtre du papier de sécurité, du document de valeur,
de l'article de marque ou de l'objet similaire.
15. Procédé destiné à réaliser un élément de sécurité avec un dispositif d'agrandissement
microoptique de type moiré pour lequel une image à motif, qui est composée d'un dispositif
planaire périodique ou au moins localement périodique d'une pluralité d'éléments à
micromotif et un dispositif planaire périodique ou au moins localement périodique
d'une pluralité d'éléments de micro-focalisation sont disposés de telle manière que
les éléments à micromotif sont identifiables en agrandissement par observation à travers
les éléments de micro-focalisations, l'image à motif étant constituée de deux parties
de zone ou plus avec des éléments à micromotif se différenciant les uns des autres
dans leur contraste de telle manière que la forme des parties de zone constitue une
information en image macroscopique identifiable par les différences de contraste des
éléments à micromotif sous la forme de signes, de motifs ou de codifications, les
différences de contraste des éléments à micromotif étant produites par une variation
de la largeur de trait et/ou de la profondeur de trait et/ou de la couleur des éléments
à micromotif, les éléments à micromotif des parties de zone comportant respectivement
la même forme, le dispositif des éléments à micromotif et le dispositif des éléments
de micro-focalisation formant au moins localement, respectivement un réseau de Bravais
bidimensionnel, caractérisé en ce que l'agencement des éléments à micromotif et/ ou l'agencement d'éléments de micro-focalisation
forment un réseau de Bravais avec la symétrie d'une grille en parallélogramme.
16. Papier de sécurité pour la fabrication de documents de sécurité ou de valeur, comme
les billets de banque, les chèques, les cartes d'identité, les documents ou éléments
similaires, qui est doté d'un élément de sécurité selon au moins l'une des revendications
1 à 14 et de préférence un substrat de support en papier ou matière plastique.