[0001] Die Erfindung betrifft eine Prägevorrichtung zum Prägen und Bedrucken von Karten,
insbesondere von Kunststoffkarten, wie z. B. Chipkarten, Identifikationskarten und
dergleichen.
[0002] Bei herkömmlichen Präge- und Bedruckungssystemen für Kunststoffkarten werden eine
oder mehrere Trommeln verwendet, die mit mehreren Prägestempeln versehen sind. Die
gesamten Trommeln werden gedreht, so dass einer der mehreren Prägestempel ausgewählt
wird und über einem zu prägenden Bereich der Karte positioniert wird. Anschließend
wird der ausgewählte Prägestempel auf die Karte gedrückt, so dass die Prägung vorgenommen
wird.
[0003] Derartige Prägesysteme haben in der Regel mehrere Nachteile. Beim Prägen von Karten
entsteht ein hohes Vibrationsaufkommen, da das Gewicht der Trommel relativ gross ist
und dies führt durch die Positionierung und Verdrehung der Trommel sowie deren Bewegung
in Richtung der Karte für die Prägung zu Erschütterungen. Weiterhin kann aufgrund
der Größe der Trommel nicht die gesamte Kartenbreite ausgenutzt werden, oder es entstehen
durch Umpositionierungen mit Hilfe entsprechender Greifer Marken auf der Karte, die
nicht erwünscht sind. Auch kann nicht der gesamte Oberflächenbereich der Karte geprägt
werden, da für den Transport der Karten durch das Prägesystem eine bestimmte Randbreite
ungeprägt bleiben muss.
[0004] Weiterhin sind aus dem Stand der Technik plattenartige Prägevorrichtungen bekannt.
So offenbart die
DE 33 30 563 A1 eine Antriebsvorrichtung für eine Prägevorrichtung, bei der zwei sich in einem Ruheabstand
gegenüberstehende Prägestempel relativ zueinander gegen eine dazwischen gehaltene
Prägeplatte mit einem Prägedruck angepresst werden. Dabei werden die Prägestempel
durch eine erste Antriebseinrichtung relativ zueinander längs des Verstellhubes herangeführt
und durch eine zweite Antriebseinrichtung mit einem Prägedruck beaufschlagt.
[0005] Aus der
WO 2004/113054 A1 ist eine Prägevorrichtung zum Einprägen von Kenndaten in Kunststofferzeugnisse, insbesondere
Behälter, bekannt, wobei in einem Gestell der Vorrichtung mindestens ein Prägestempel
mit einer Prägeeinheit mit auswechselbaren Kenndateneinheiten längsverfahrbar geführt
wird. In einem angehobenen Zustand des Prägestempels wird die Zu- und Abfuhr der zu
prägenden bzw. geprägten Erzeugnisse ermöglicht und in einem abgesenkten Zustand die
Prägung vorgenommen.
[0006] Aus der
DE 8910915 (U1) ist eine Vorrichtung zum Herstellen von Beschriftungen auf Metalloberflächen bekannt.
Bei dieser Vorrichtung sind die Typen auf einem Typenträger in Zeilen und Spalten
angeordnet. Der Typenträger ist parallel zu den Zeilen und Spalten verschiebbar an
einem Gestell montiert und der Auswählmechanismus weist wenigstens zwei zur Verschiebung
des Typenträgers parallel zu den Zeilen und Spalten bestimmte Antriebseinheiten auf,
die jeweils aus wenigstens zwei miteinander gekoppelten digital steuerbaren Hubelementen
bestehen, deren Hübe mit dem Abstand der Zeilen und Spalten in Beziehung stehen. Bei
wenigstens einer Antriebseinheit entspricht der Hub des einen Hubelementes einem ganzzahligen
Vielfachen des Hubes des anderen Hubelements. Die Hubelemente bestehen aus Zylindern
oder aus Hubmagneten. Der Typenträger weist je vier Reihen und Spalten von Typen auf.
Die Beschriftungsflächen der Typen liegen in einer Ebene.
[0007] Aus der
DE 1259354 B ist eine Prägemaschine zum Prägen von Buchstaben oder Zahlen auf einer Adressenplatte
mit einer entsprechenden Anzahl von erhabenen und vertieften Stempeln bekannt. Die
Stempel sind in zwei beiderseits eines Kanals einander gegenüberliegenden Kästen angeordnet,
wobei zwischen ihnen in diesem Kanal der Prägeplattenträger verschiebbar ist und die
Stempel über Zwischenorgane oder bewegliche Gleitstücke durch ein Greiforgan betätigbar
sind. In den Stempelkästen sind die Stempel in Reihen und Kolonnen angeordnet und
die Betätigungsanordnungen für die Stempel sind mit Tasten in der Art einer Schreibmaschinentastatur
ausgebildet. Die Tasten sind mit Richtungsmitteln verbunden, die ihrerseits mit Verschiebeeinrichtungen
für jedes ausgewählte Gleitstückpaar gegenüber jeder dieser Kolonnen verbunden sind,
sowie mit Verriegelungen. Die Verriegelungen halten ausgewähltes Paar dieser Gleitstücke
gegenüber einem Stempelpaar fest. Parallel zu den Reihen und Kolonnen eines beweglich
in seiner Ebene in diesem Kanal angeordneten Adressenplattenhalters wirken Verschiebeanordnungen,
welche der Auswahl der Stempel entsprechende Primärbewegungen ausführen sowie Sekundärbewegungen,
welche diesen Primärbewegungen überlagert sind und zwei Amplituden aufweisen, deren
eine einer bereits geprägten Zeilenzahl entspricht und deren andere der Anzahl der
auf der in Arbeit befindlichen Zeile bereits geprägten Zeichen entspricht. Außerdem
sind Verriegelungsanordnungen vorgesehen, durch welche der Plattenhalter in seiner
Prägelage arretierbar ist, und schließlich mit Betätigungsorganen für die Greiforgane.
[0008] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Prägevorrichtung zur Verfügung
zu stellen, die die Nachteile des Stands der Technik vermeidet, und die insbesondere
einen vibrationsfreien oder -reduzierten Betrieb erlaubt und eine größere zu prägende
Fläche auf den Karten ermöglicht.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die Prägevorrichtung nach Anspruch 1 sowie durch das Verfahren
zum Prägen von Karten gemäß dem nebengeordneten Anspruch 10 gelöst.
[0010] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
angegeben.
[0011] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung weist eine Prägevorrichtung zum Prägen
von Karten, insbesondere Kunststoff-Karten, folgendes auf: eine Zuführeinheit zum
Zuführen einer Karte in einen Prägebereich; und
eine Prägeeinrichtung mit einer Prägematrix mit mehreren einzeln betätigbaren Prägestempeln,
wobei die Prägematrix in X- und/oder Y-Richtung verfahrbar ausgebildet ist, um einen
ausgewählten Prägestempel an einer zu prägenden Position in dem Prägebereich in X-
und/oder Y-Richtung zu positionieren, und wobei die Prägeeinrichtung weiterhin umfasst:
eine Stößeleinheit mit einem in Z-Richtung verfahrbaren Stößel zum Anfahren des betätigbaren
Prägestempels; eine Stelleinheit zum Verfahren der Prägematrix im Wesentlichen quer
zu einer Zuführrichtung in einer Querrichtung der Karte, um einen ausgewählten Prägestempel
abhängig von der zu prägenden Position mit Bezug auf die Querrichtung auf der Karte
zu positionieren; und ein Schlagwerk zum Bereitstellen einer Druckbeaufschlagung auf
den Stößel zum Prägen des Prägestempels auf eine in dem Prägebereich befindliche Karte,
wobei entweder das Schlagwerk ortsfest angeordnet ist, und der Stößel in X- und Y-Richtung
verfahrbar ist, oder das Schlagwerk verfahrbar angeordnet ist, und der Stößel und
das Schlagwerk in Y-Richtung miteinander gekoppelt sind, während der Stößel in X-Richtung
unabhängig vom Schlagwerk verfahrbar ist.
[0012] Weiterhin kann die Zuführeinheit parallel zueinander ausgerichtete Führungsnuten
aufweisen, entlang denen die Karte in Zuführrichtung transportierbar ist. Insbesondere
kann eine Transportvorrichtung vorgesehen sein, die einen Zahnriemen aufweist, der
Kartenfächer definiert, in denen die zu bedruckenden Karten eingelegt sind, um diese
durch Formschluss entlang der Zuführrichtung in den Führungsnuten der Zuführeinheit
zu transportieren.
[0013] Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann eine Druckbandeinheit vorgesehen
sein, die ein Druckband zwischen dem Prägestempel und der zu prägenden Position bereitstellt.
[0014] Vorzugsweise weist das Schlagwerk eine drehbare Kurvenscheibe auf, so dass abhängig
von einer Stellung der Kurvenscheibe der Stößel der Stößeleinheit mit einer Druckkraft
beaufschlagt wird. Weiterhin kann das Schlagwerk einen schwenkbaren Schlaghebel aufweisen,
der durch eine Drehbewegung der Kurvenscheibe verschwenkbar ist, so dass abhängig
von einer Stellung der Kurvenscheibe ein Abschnitt des Schlaghebels auf eine Druckplatte
einwirkt und so den Stößel der Stößeleinheit mit einer Druckkraft beaufschlagt. Erfindungsgemäß
ist das Schlagwerk ortsfest angeordnet, wobei der Stößel in X- und Y-Richtung verfahrbar
ist. In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform ist das Schlagwerk verfahrbar
angeordnet, wobei der Stößel und das Schlagwerk in Y-Richtung gekoppelt sind. In X-Richtung
ist der Stößel weiterhin unabhängig vom Schlagwerk verfahrbar.
[0015] Es können mehrere Zuführeinheiten vorgesehen sein, um Karten in entsprechende Prägebereiche
jedes Prägebereiches zuzuführen, wobei die Prägebereiche so angeordnet sind, dass
sie nacheinander durch die Prägematrix anfahrbar sind. Dabei können die Zuführeinheiten
so angepasst sein, dass sie im Wechsel eine zu prägende Karte im jeweiligen Prägebereich
bereitstellen.
[0016] Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist eine Steuereinheit vorgesehen,
um die Stellbewegungen der Prägematrix, der Stößeleinheit, der Zuführeinheit sowie
die Druckbeaufschlagung durch das Schlagwerk in aufeinander abgestimmter Weise zu
steuern.
[0017] Es kann eine weitere Prägeeinrichtung vorgesehen sein, die bezüglich des Prägebereichs
der Prägeeinrichtung gegenüber liegend angeordnet ist, und die weiterhin eine weitere
Prä-gematrix umfasst, die einzeln betätigbare weitere Prägestempel aufweist. Die weitere
Prägematrix ist verfahrbar ausgebildet, um einen ausgewählten der weiteren Prägestempel
an der zu prägenden Position in dem Prägebereich zu positionieren. Die Prägeeinrichtung
weist weiterhin eine weitere Stößeleinheit auf, die einen weiteren verfahrbaren Stößel
umfasst, um einen ausgewählten der betätigbaren weiteren Prägestempel anzufahren,
und weist weiterhin ein weiteres Schlagwerk zum Bereitstellen einer Druckbeaufschlagung
auf den weiteren Stößel der weiteren Stößeleinheit auf, wobei die Schlagwerke, Stößeleinheiten
und Prägematrizen so gekoppelt sind, dass sie gleichzeitig beidseitig eine Position
auf der Karte im Prägebereich mit einem Prägedruck beaufschlagen.
[0018] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zum Prägen einer Karte
in einem Prägebereich einer Prägevorrichtung vorgesehen, wobei die Prägevorrichtung
eine Prägematrix, einen Stößel und ein Schlagwerk umfasst, und wobei das Verfahren
folgende Schritte aufweist:
- Zuführen einer Karte in einen Prägebereich;
- Verfahren der Prägematrix mit mehreren einzeln betätigbaren Prägestempeln in X- und/oder
Y-Richtung, um einen ausgewählten Prägestempel an einer zu prägenden Position in dem
Prägebereich in X- und/oder Y-Richtung zu positionieren, wobei die Prägematrix im
Wesentlichen quer zu einer Zuführrichtung in einer Querrichtung der Karte verfahren
wird um einen ausgewählten Prägestempel abhängig von der zu prägenden Position mit
Bezug auf die Querrichtung auf der Karte zu positionieren;
- Anfahren des betätigbaren Prägestempels durch den in Z-Richtung verfahrbaren Stößel,
wobei entweder das Schlagwerk zum Bereitstellen einer Druckbeaufschlagung auf den
Stößel ortsfest bleibt, und der Stößel in X- und Y-Richtung verfahren wird, oder das
Schlagwerk verfahren wird, und der Stößel und das Schlagwerk in Y-Richtung miteinander
gekoppelt sind während der Stößel in X-Richtung unabhängig vom Schlagwerk verfahren
wird; und
- Druckbeaufschlagen des Stößels in Z-Richtung zum Prägen des ausgewählten Prägestempels
auf der in dem Prägebereich befindlichen Karte.
[0019] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand der beigefügten
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figuren 1 und 2 verschiedene perspektivische Ansichten einer Prägevorrichtung gemäß
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung; Figur 3 eine Einzeldarstellung einer
Zuführeinheit der Prägevorrichtung der Figuren 1 und 2;
Figur 4 eine Einzeldarstellung einer Prägeeinheit der Ausführungsform der Figuren
1 und 2;
Figur 5 eine Einzeldarstellung eines Schlagwerks der Ausführungsform der Figuren 1
und 2;
Figur 6 eine Einzeldarstellung einer Stößeleinheit der Ausführungsform der Figuren
1 und 2;
Figur 7 eine Einzeldarstellung einer Druckbandeinheit der Ausführungsform der Figuren
1 und 2;
Figur 8 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Prägevorrichtung mit zwei
Zuführeinheiten;
Figur 9 eine Draufsicht auf die Ausführungsform der Figur 8;
Figuren 10, 11 und 12 verschiedene Ansichten einer weiteren Ausführungsform einer
Zuführeinheit für die erfindungsgemäße Prägevorrichtung.
[0020] In den Figuren 1 und 2 sind perspektivische Ansichten einer Prägevorrichtung 1 gemäss
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Die Prägevorrichtung
1 umfasst ein Gehäuse 2, das den mechanischen Aufbau trägt. Die Prägevorrichtung 1
dient zum Prägen von Kunststoff karten, wie sie z. B. in Form von Chipkarten, Identifikationskarten
und dergleichen in hohen Stückzahlen Verwendung finden.
[0021] Die Prägevorrichtung 1 umfasst eine Zuführeinheit 3, über die die zu prägenden Karten
in einer Zuführrichtung X in die Prägevorrichtung 1 hineinbewegt werden können, wo
sie in einem Prägebereich 4 bedruckt werden. Durch ein weiteres Verfahren in Zuführrichtung
X werden die Karten aus dem Prägebereich 4 der Prägevorrichtung 1 abgeführt.
[0022] An dem Prägebereich 4 ist eine Prägeeinrichtung 5 gekoppelt, die ein Schlagwerk 6,
eine Prägematrix 7 und eine Stößeleinheit 8 aufweist. Die Prägematrix 7 und die Stößeleinheit
8 sind so ausgebildet, dass sie im Wesentlichen quer zur Zuführrichtung X (vorzugsweise
rechtwinklig zur Zuführrichtung X) über den Prägebereich 4 mit Hilfe einer entsprechenden
Stelleinheit bewegt, um einen Prägestempel 41 (siehe Figur 4) der Prägematrix 7 über
der dem Prägebereich 4 zugeführten Karte zu positionieren.
[0023] Somit können die gewünschten Zeichen einzeln über der gewünschten Kartenposition
angefahren und entsprechend geprägt werden. Andere Bewegungsabläufe sind auch denkbar,
wobei sich die Relativbewegungen der in Xund Y-Richtung verfahrbaren Karte und Prägematrix
7 im wesentlichen in ihrer Geschwindigkeit unterscheiden. Je nach ortsfester oder
verfahrbarer Auslegung des Schlagwerks 6 ist dabei der Kartenkörper sowohl in X- als
auch in Y-Richtung verfahrbar.
[0024] Die Prägematrix 7 wird mit Hilfe einer Matrixhalterung 10 entlang von Transportschienen
11 in Y-Richtung, d. h. in eine Querrichtung senkrecht zur Zuführrichtung X über den
Prägebereich 4 bewegt, so dass sich der in der Prägematrix angeordnete Prägestempel
in Y-Richtung an der zu bedruckenden Position befindet.
[0025] Zwischen dem Prägestempel in der Prägematrix 7 und der zu bedruckenden Karte wird
mit Hilfe einer ersten Druckbandeinheit 15 ein Druckband 16 zwischen Prägestempel
41 und zu bedruckender Karte entlang geführt, so dass es durch das Prägen auch gleichzeitig
zu einem Bedrucken des durch den jeweiligen Prägestempel 41 definierten Prägesymbols
kommt.
[0026] Neben der Prägematrix 7 kann eine bezüglich dem Prägebereich 4 und der darin anordbaren
zu bedruckenden Karte gegenüberliegende weitere Prägematrix 20 vorgesehen sein, die
in entsprechender Weise mit dem Schlagwerk 6 gekoppelt ist, um auch eine Prägung bzw.
Bedruckung auf einer Unterseite der zu bedruckenden Karte in dem Prägebereich 4 vornehmen
zu können. Vorzugsweise ist die weitere Prägematrix 20 ebenfalls an der Matrixhalterung
10 angeordnet, so dass die Prägematrix 7 und die weitere Prägematrix 20 mit Hilfe
der gemeinsamen Matrixhalterung 10 in Y-Richtung verfahren werden. Auf diese Weise
werden die in den Prägematrizen 7, 20 angeordneten Prägestempel an der entsprechenden
ausgewählten zu prägenden Position angeordnet, vorzugsweise beidseitig der zu prägenden
Karte gegenüberliegend. Die zu prägenden Zeichen können dabei auch durch ein verfahrbares
Schlagwerk (6) angefahren werden.
[0027] In Figur 3 ist die Zuführeinheit 3 separat dargestellt. Die Zuführeinheit 3 dient
zum Transport der zu bedruckenden Karte durch die Prägevorrichtung 1 in der Zuführrichtung
X. Die Zuführeinheit 3 weist zwei Führungselemente 31, 32 auf, die parallel zueinander
angeordnet sind, und aufeinander gegenüberliegenden Flächen jeweils eine Führungsnut
33, 34 aufweisen, durch die die zu bedruckende Karte beim Zuführen und beim Abführen
gleitet. Die Führungsnuten 33, 34 weisen vorzugsweise eine Tiefe von 0,5 bis 2mm,
insbesondere von 1 mm, auf. Die Führungselemente 31 , 32 verjüngen sich in einem Aufnahmebereich,
so dass lediglich jeweils ein schmaler Steg, der die entsprechende Führungsnut 33,
34 trägt, verbleibt. Der Aufnahmebereich dient dazu, zu ermöglichen, dass die Prägematrix
7 quer zur Zuführrichtung X in den Prägebereich 4 und dicht über die Oberfläche einer
darin befindlichen Karte verfahren werden kann.
[0028] Die Karte wird durch an den Führungselementen 31 , 32 angeordnete Transportrollen
35 angetrieben, die durch eine nicht gezeigte Antriebseinheit rotiert werden, um die
Karte in Zuführrichtung X durch die Prägevorrichtung 1 zu bewegen. Die Transportrollen
35 sind vorzugsweise als Gummirollen ausgebildet und zumindest teilweise gefedert
gelagert, um Höhendifferenzen beim Durchführen der Karte ausgleichen zu können und
um eine bestimmte Auflagekraft zu gewährleisten, die zum Ausüben der Antriebskraft
auf die Karten notwendig ist. Die einzelnen Achsen der Transportrollen 35 sind beispielsweise
über Zahnriemen bzw. Zahnräder miteinander gekoppelt (nicht gezeigt). Die Antriebseinheit
(nicht gezeigt) für die Transportrollen 35 ist vorzugsweise als Servomotor ausgebildet.
Die Zuführeinheit 3 hat neben der Aufgabe des Zuführens und Abführens der zu prägenden
Karte auch die Aufgabe einer Positionierung der Karte in X-Richtung, während die Positionierung
der entsprechend ausgewählten Prägestempel 41 an der zu prägenden Position in Y-Richtung
vornimmt.
[0029] In Figur 4 ist eine Prägeeinheit 40 dargestellt, die eine U-förmige Matrixhalterung
10 aufweist, an deren Schenkeln die Prägematrix 7 und die weitere Prägematrix 20 angeordnet
sind. Die gemeinsame Matrixhalterung 10 ist entlang der Transportschienen 11 in Y-Richtung
verfahrbar, so dass die Prägematrix 7 über den Prägebereich 4 und die weitere Prägematrix
20 unter den Prägebereich 4 verfahrbar sind und so die zu prägende Karte zwischen
sich aufnehmen können. Die Prägematrizen 7, 20 weisen jeweils in Führungslöchern geführte
Prägestempel 41 auf, deren Stempelflächen (Flächen mit Erhebungen und Vertiefungen
gemäss den zu prägenden Symbolen) sich einander gegenüber liegen und die z.B. in Stempelreihen
und Stempelspalten angeordnet sind. Am gegenüberliegenden Ende der Stempelfläche jedes
Prägestempels 41 befindet sich die Stößelfläche 42, die durch den Stößel 83 (siehe
Figur 6) betätigt werden kann, um den ausgewählten Prägestempel 41 zu betätigen, so
dass er eine dem Symbol auf der Stempelfläche entsprechende Prägung auf der zu prägenden
Karte vornimmt. Des weiteren erweist es sich als zeitsparend, vollständige Matrixsätze
gegeneinander auszutauschen als jeweils einzelne Prägestempel bzw.
[0030] Buchstaben in einem Trommelsatz auszutauschen. Ebenfalls vorteilhaft ist die Verwendung
einer automatischen Schriftsatzerkennung, beispielsweise für Matrixsätze in verschiedenen
Sprachen.
[0031] Einer der mehreren Prägestempel 41 der Prägematrizen 7, 20 kann durch ein jeweiliges
Bewegen der Prägeeinheit 40 in Y-Richtung ausgewählt werden, indem eine Stempelreihe,
in der sich der ausgewählte Prägestempel 41 befindet, in Y-Richtung an die Position
auf der zu prägenden Karte positioniert wird und indem die Zuführeinheit 3 die X-Position
der Karte entsprechend der zu bedruckenden Position in X-Richtung auswählt und anfährt,
so dass der ausgewählte Prägestempel 41 exakt über der zu prägenden Position positioniert
wird.
[0032] In Figur 5 ist ein Ausschnitt aus der Prägevorrichtung 1 dargestellt, der das Schlagwerk
6 zeigt. Das Schlagwerk 6 weist eine Kurvenscheibe 61 auf, die über einen Schlagwerksantrieb
62 rotiert wird. Die Kurvenscheibe 61 ist mit einem jeweiligen ersten Abschnitt eines
ersten Schlaghebels 63 und eines zweiten Schlaghebels 64 gekoppelt, so dass bei einem
Antrieb des Schlagwerksantriebs Schwenkbewegungen der Schlaghebel 63, 64 ausgeübt
werden. Die Schlaghebel 63, 64 sind an einem jeweiligen Schwenkpunkt 65 gelagert,
so dass sich bei Drehung der Kurvenscheibe 61 zweite Enden der Schlaghebel 63, 64
aufeinander zu bewegen und anschliessend entweder durch die Kurvenscheibe 61 oder
z. B. durch eine nicht gezeigte Feder wieder voneinander weg bewegt werden. Die zweiten
Enden der Schlaghebel 63, 64 sind mit in senkrecht zur X- und Y-Richtung in Z-Richtung
beweglichen Druckplatten 66 gekoppelt, die entsprechend der Bewegung der Schlaghebel
63, 64 aufeinander zu bewegt werden und bei Nachlassen des Drucks auf die Druckplatten
66 durch die Schlaghebel 63, 64 aufgrund einer (nicht gezeigten) Federanordnung wieder
ineinander entgegengesetzte Richtungen gedrückt werden. Die Druckplatten 66 weisen
jeweils eine Breite auf, die im Wesentlichen der Breite der Prägematrix 7 entspricht,
so dass bei einem Verfahren der Stößel 83 der Stößeleinheit 8 diese in jedem Verfahrzustand
durch die Druckplatten 66 beaufschlagt werden können. Anstelle der schwenkbaren Schlaghebel
können auch zwei gekoppelte Kurvenscheiben vorgesehen sein, die direkt auf die Druckplatte
einwirken. Die Kurvenscheiben können dabei einerseits mechanisch miteinander gekoppelt
sein. Die Kurvenscheiben können auch mit getrennten Antrieben angesteuert werden,
die mit Hilfe der Steuereinheit in zueinander synchronisierter oder in sonstiger geeigneter
Weise ansteuerbar sind.
[0033] In Figur 6 ist die Stößeleinheit 8 detaillierter dargestellt. Die Stößeleinheit 8
weist einen ersten Stößelhalter 81 und einen zweiten Stößelhalter 82 auf, an deren
äusseren Ende jeweils der Stößel 83 angeordnet ist. Die Stößel 83 weisen eine den
Druckplatten 66 des Schlagwerks 6 zugeordnete Druckfläche 84 auf. Der Druckfläche
84 gegenüberliegend befindet sich jeweils eine Stößelfläche 85, die bei Ausüben eines
Schlags bzw. Drucks durch die Druckplatten 66 des Schlagwerkes 6 die Stößelfläche
42 des ausgewählten Prägestempels 41 der Prägeeinheit 40 aufschlägt und den Prägestempel
somit in Richtung der zu prägenden Karte in dem Prägebereich bewegt. Um den Stößel
83 von dem Prägestempel 41 wieder zu lösen, ist eine federelastische Lagerung des
Stößels 83 vorgesehen. Diese kann am äusseren Ende des jeweiligen Stößelhalters 81
, 82 in einer Führung für den Stößel 83 vorgesehen sein, oder der gesamte Stößelhalter
81 , 82 ist elastisch gelagert, so dass bei Beaufschlagen einer Kraft auf die jeweilige
Druckfläche 84 der Stößel 83 diese gegeneinander gedrückt werden und sich nach Wegnehmen
der Kraft die Stößel 83 wieder voneinander entfernen. Die Stößelhalter 81 , 82 bzw.
die Stößel 83 sind in zwei Richtungen verfahrbar. Die Stößelhalter 81, 82 sind in
Y-Richtung mit Hilfe eines ersten Stellmotors 86 und in X-Richtung mit Hilfe eines
zweiten Stellmotors 87 verfahrbar. Zum einen ist es notwendig, die Stößelhalter in
Y-Richtung zu verfahren, um verschiedene Positionen in Y-Richtung auf der Karte bedrucken
zu können. Weiterhin sind die Stößelhalter 81 , 82 auch in X-Richtung verfahrbar,
um Prägestempel 41 aus verschiedenen Stempelspalten der Prägematrix 7 auswählen zu
können.
[0034] Die Prägematrix 7 weist matrixförmig angeordnete separat betätigbare Prägestempel
41 auf, die durch den Stößel 83 der Stößeleinheit 8 einzeln selektiert und betätigt
werden können. Dies wird im Wesentlichen dadurch erreicht, dass die Prägematrix 7
und der Stößel 83 gegeneinander verfahrbar sind, so dass die Prägematrix 7 über dem
Prägebereich 4 so angeordnet ist, dass der ausgewählte Prägestempel 41 in der Prägematrix
7 an der zu prägenden Position angefahren wird und anschließend (oder gleichzeitig)
der ausgewählte Prägestempel 41 durch den Stößel 83 angefahren wird, so dass mit Hilfe
des Schlagwerks 6 der Stößel 83 mit einem Prägedruck beaufschlagt wird, der auf den
Prägestempel 41 wirkt, so dass die zu bedruckende Karte geprägt wird. Die Prägehöhe
bzw. -tiefe der zu prägenden Zeichen lässt sich vorteilhaft über die Wegänderung vom
Schlagwerk 6 (Hubänderung von Stößel verändert die Prägetiefe) bestimmen.
[0035] In Figur 7 ist die Druckbandeinheit 15 dargestellt, die das Druckband 16 bereitstellt,
das während des Prägens zwischen dem jeweiligen Prägestempel 41 und der zu prägenden
Fläche der Karte angeordnet ist. Die Druckbandeinheit 15 weist eine Vorratsrolle 71,
von der das Druckband 16 abgerollt wird, und eine Aufnahmerolle 72 auf, auf der das
verbrauchte Druckband aufgenommen wird. Für einen kompakten Aufbau der Druckbandeinheit
15 wird das Druckband 16 über mehrere Rollen 73 geführt. In Figur 8 ist eine weitere
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Prägevorrichtung dargestellt, wobei gleiche
Elemente oder Elemente gleicher Funktion mit gleichen Bezugszeichen versehen sind.
Neben der Zuführeinheit 3 ist auch eine weitere Zuführeinheit 25 vorgesehen, die zum
Beispiel im Wesentlichen identisch zur Zuführeinheit 3 ausgebildet ist und Karten
einem weiteren Prägebereich 26 zuführt. Die Zuführeinheiten 3, 25 sind vorzugsweise
parallel nebeneinander angeordnet. Die Prägeeinheit 40 ist im Wesentlichen so ausgebildet,
dass mit Hilfe der Transportschienen 11 die Prägeeinheit 40 sowohl über den Prägebereich
4, dem Karten durch die Zuführeinheit 3 zugeführt werden, als auch über den weiteren
Prägebereich 26, dem Karten durch die weitere Zuführeinheit 25 zugeführt werden, verfahren
werden kann.
[0036] Da das Prägen üblicherweise bei Stillstand der in dem Prägebereich befindlichen Karte
durchgeführt werden muss, kann bei Vorsehen von zwei Zuführeinheiten 3, 25 die Bestückung
des jeweiligen Prägebereiches 4, 26 abwechselnd erfolgen, so dass das Einziehen bzw.
Auswerfen der Karten in dem Prägebereich keinen bzw. nur einen geringeren Einfluss
auf den Durchsatz des Gesamtsystems hat. D. h. mit Hilfe der Prägeeinheit können abwechselnd
eine Karte in dem Prägebereich 4 und eine weitere Karte in dem weiteren Prägebereich
26 bedruckt werden, ohne dass für die Prägeeinheit Wartezeiten durch das Abführen
der bedruckten Karte und das Zuführen der nächsten zu bedruckenden Karte entstehen.
Es kann also schon eine neue Karte zugeführt werden, während eine vorangegangene noch
bearbeitet wird.
[0037] In Figur 9 ist eine Draufsicht auf die Ausführungsform der Figur 8 dargestellt. Es
wird deutlich, dass die Stößeleinheit 8 und die Prägeeinheit 40 in Y-Richtung verfahren
werden müssen, um sowohl Karten im Prägebereich 4 als auch weitere Karten im weiteren
Prägebereich 26 zu bedrucken.
[0038] Die Figuren 10, 11 und 12 zeigen verschiedene Ansichten einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung mit einer Zuführeinheit 90, bei der der Transport der Karten durch die
Führungsnuten 33, 34 nicht mit Hilfe von Transportrollen 35 sondern mit Hilfe eines
Zahnriemens 92 erfolgt. Der Zahnriemen ist zwischen den Seitenelementen 31 , 32 der
Zuführeinheit 3 angeordnet, und weist Mitnahmezähne 91 auf. Die Mitnahmezähne 91 definieren
Kartenfächer, in denen die Karten eingelegt werden und die so in definierter Weise
durch die Führungsnuten 33, 34 geführt werden, dass zu jedem Zeitpunkt die Position
der einzelnen Karten bekannt ist. Der Zahnriemen 92 ist vorzugsweise als Endlosriemen
ausgebildet, der durch eine geeignete Antriebseinrichtung 94, z.B. einen Schrittmotor,
über entsprechende Umlenkrollen 95 angetrieben wird. Auf diese Weise können die Karten
durch eine formschlüssige Kraftübertragung entlang der Zuführrichtung bewegt werden,
anstelle einer Kraftübertragung durch Reibung, wie sie bei der in Figur 3 gezeigten
Zuführeinheit durch die Transportrollen 35 durchgeführt wird. Es findet daher bei
dieser Ausführungsform keine Verschlechterung der Positioniergenauigkeit der Karten
aufgrund von Umwelteinflüssen, die den Reibwert der Rollen verändert, statt.
[0039] Es ist eine Steuereinheit (nicht gezeigt) vorgesehen, die die einzelnen Antriebe
und Bewegungen gemäß vorgegebenen zu prägenden Symbolen koordiniert. So wird die Antriebseinheit
der Zuführeinheit 3, die Verfahrbewegung der Prägematrizen 7, 20, die Verfahrbewegung
der Stößeleinheit 8 sowie die Betätigung des Schlagwerks 6 gemäss einer aufeinander
abgestimmten Abfolge von Bewegungen angesteuert. Bei dem Einziehen einer Karte wird
diese in den Prägebereich 4 verfahren und abhängig von dem zu druckenden Symbol, d.h.
von der Position des ausgewählten zu verwendenden Prägestempels 41 auf der Prägematrix
7 positioniert. Anschliessend wird die Prägematrix 7 in Y-Richtung über den Prägebereich
4 verfahren, dass der ausgewählte Prägestempel 41 über der zu prägenden Position positioniert
wird. Gleichzeitig oder in zeitlicher Nähe dazu wird die Stößeleinheit 8 angesteuert,
dass die Stößel über (in Z-Richtung) dem ausgewählten Prägestempel 41 angeordnet wird.
Die Betätigung des Schlagwerks 6 erfolgt in der Regel zyklisch und wird so angepasst,
dass der Druck über die Druckplatten 66 auf die Stößel 83 erfolgt, sobald die Positionierungen
der Karte, der Matrix und der Stößel 83 abgeschlossen sind.
[0040] Die Trennung von Prägestempeln 41 und Schlagwerk 6 mit Hilfe der Stößeleinheit 8
verringert die Vibrationen beim Betrieb der Prägevorrichtung.
1. Prägevorrichtung (1) zum Prägen von Karten, insbesondere Kunststoff-Karten, aufweisend:
- eine Zuführeinheit (3) zum Zuführen einer Karte in einen Prägebereich (4); und
- eine Prägeeinrichtung mit einer Prägematrix (7) mit mehreren einzeln betätigbaren
Prägestempeln (41), wobei die Prägematrix (7) in X- und/oder Y-Richtung verfahrbar
ausgebildet ist, um einen ausgewählten Prägestempel (41) an einer zu prägenden Position
in dem Prägebereich (4) in X- und/oder Y-Richtung zu positionieren, und wobei die
Prägeeinrichtung weiterhin umfasst:
-- eine Stößeleinheit (8) mit einem in Z-Richtung verfahrbaren Stößel (83) zum Anfahren
des betätigbaren Prägestempels (41);
-- eine Stelleinheit zum Verfahren der Prägematrix (7) im Wesentlichen quer zu einer
Zuführrichtung in einer Querrichtung der Karte, um einen ausgewählten Prägestempel
(41) abhängig von der zu prägenden Position mit Bezug auf die Querrichtung auf der
Karte zu positionieren; und
-- ein Schlagwerk (6) zum Bereitstellen einer Druckbeaufschlagung auf den Stößel (83)
zum Prägen des Prägestempels (41) auf eine in dem Prägebereich (4) befindliche Karte,
dadurch gekennzeichnet, dass entweder das Schlagwerk (6) ortsfest angeordnet ist, und der Stößel (83) in X- und
Y-Richtung verfahrbar ist, oder das Schlagwerk (6) verfahrbar angeordnet ist, und
der Stößel (83) und das Schlagwerk (6) in Y-Richtung miteinander gekoppelt sind, während
der Stößel in X-Richtung unabhängig vom Schlagwerk verfahrbar ist.
2. Prägevorrichtung (1) nach Anspruch 1, wobei die Zuführeinheit (3) parallel zueinander
ausgerichtete Führungsnuten (33, 34) aufweist, entlang denen die Karte in Zuführrichtung
transportierbar ist.
3. Prägevorrichtung (1) nach Anspruch 2, wobei eine Transportvorrichtung vorgesehen ist,
die einen Zahnriemen (92) aufweist, der Kartenfächer definiert, in denen die zu bedruckende
Karte eingelegt ist, um diese durch Formschluss entlang der Zuführrichtung in den
Führungsnuten (33, 34) der Zuführeinheit (90) zu transportieren.
4. Prägevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei eine Druckbandeinheit
(15) vorgesehen ist, die ein Druckband (16) zwischen dem Prägestempel (41) und der
zu prägenden Position bereitstellt.
5. Prägevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Schlagwerk (6) mindestens
eine drehbare Kurvenscheibe (61) aufweist, so dass abhängig von einer Stellung der
Kurvenscheibe (61) ein Abschnitt der Stößel (83) der Stößeleinheit (8) mit einer Druckkraft
beaufschlagt wird.
6. Prägevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei mehrere Zuführeinheiten
(3, 25) vorgesehen sind, um Karten in entsprechende Prägebereiche (4, 26) jedes Prägebereiches
zuzuführen, wobei die Prägebereiche (4, 26) so angeordnet sind, dass sie nacheinander
durch die Prägematrix (7) anfahrbar sind.
7. Prägevorrichtung (1) nach Anspruch 6, wobei die Zuführeinheiten so angepasst sind,
dass sie im Wechsel eine zu prägende Karte im jeweiligen Prägebereich (4) bereitstellen.
8. Prägevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei eine Steuereinheit vorgesehen
ist, um Stellbewegungen der Prägematrix (7), der Stößeleinheit (8), der Zuführeinheit
(3) sowie die Druckbeaufschlagung durch das Schlagwerk (6) in aufeinander abgestimmter
Weise zu steuern.
9. Prägevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei eine weitere Prägeeinrichtung
vorgesehen ist, die bezüglich des Prägebereichs der Prägeeinrichtung gegenüber liegend
angeordnet ist, und die weiterhin umfasst: eine weitere Prägematrix (20), die einzeln
betätigbare weitere Prägestempel umfasst, wobei die weitere Prägematrix (20) verfahrbar
ausgebildet ist, um einen ausgewählten der weiteren Prägestempel an der zu prägenden
Position in dem Prägebereich (4) zu positionieren; einen weiteren Stößel (83), um
einen ausgewählten der betätigbaren weiteren Prägestempel anzufahren; und ein weiteres
Schlagwerk zum Bereitstellen einer Druckbeaufschlagung auf den weiteren Stößel (83),
wobei die Schlagwerke, Stößel und Prägematrizen (7, 20) so gekoppelt sind, dass sie
gleichzeitig beidseitig eine Position auf der Karte im Prägebereich (4) mit einem
Prägedruck beaufschlagen.
10. Verfahren zum Prägen einer Karte in einem Prägebereich (4) einer Prägevorrichtung
(1), wobei die Prägevorrichtung eine Prägematrix (7), einen Stößel (83) und ein Schlagwerk
(6) umfasst, und wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:
- Zuführen einer Karte in den Prägebereich (4);
- Verfahren der Prägematrix (7) mit mehreren einzeln betätigbaren Prägestempeln (41)
in X- und/oder Y-Richtung, um einen ausgewählten Prägestempel (41) an einer zu prägenden
Position in dem Prägebereich (4) in X- und/oder Y-Richtung zu positionieren, wobei
die Prägematrix (7) im Wesentlichen quer zu einer Zuführrichtung in einer Querrichtung
der Karte verfahren wird, um einen ausgewählten Prägestempel (41) abhängig von der
zu prägenden Position mit Bezug auf die Querrichtung auf der Karte zu positionieren;
- Anfahren des betätigbaren Prägestempels (41) durch den in Z-Richtung verfahrbaren
Stößel (83), wobei entweder ein Schlagwerk (6) zum Bereitstellen einer Druckbeaufschlagung
auf den Stößel (83) ortsfest bleibt, und der Stößel (83) in X- und Y-Richtung verfahren
wird, oder das Schlagwerk (6) verfahren wird, und der Stößel (83) und das Schlagwerk
(6) in Y-Richtung miteinander gekoppelt sind während der Stößel in X-Richtung unabhängig
vom Schlagwerk verfahren wird; und
- Druckbeaufschlagen des Stößels (83) in Z-Richtung zum Prägen des ausgewählten Prägestempels
(41) auf der in dem Prägebereich (4) befindlichen Karte.
1. Embossing apparatus (1) for embossing cards, in particular plastic cards, comprising:
- a feed unit (3) for feeding a card into an embossing region (4); and
- an embossing device comprising an embossing matrix (7) having a plurality of individually
actuatable embossing dies (41), wherein the first embossing matrix (7) is designed
to be displaceable in the X and/or Y direction in order to position in the X and/or
Y direction a selected embossing die (41) at a position that is to be embossed in
the embossing region (4), and wherein the embossing apparatus further comprises:
-- a plunger unit (8) comprising a plunger (83) displaceable in Z direction for moving
forward the actuatable embossing die (41);
-- an actuator for displacing the embossing matrix (7) essentially transversely to
a feed direction in a transverse direction of the card in order to position a selected
embossing die (41) on the card with reference to the transverse direction in a manner
dependent on the position that is to be embossed; and
-- striking mechanism (6) for applying pressure to the plunger (83) for embossing
a card in the embossing region (4) by means of the embossing die (41),
characterized in that
either the striking mechanism (6) is arranged in a fixed position and the plunger
(83) is able to be displaced in the X and Y directions or the striking mechanism (6)
is displaceably arranged and the plunger (83) and the striking mechanism (6) are coupled
with each other in the Y direction, while the plunger is displaceable in the X direction
independently from the striking mechanism.
2. The embossing apparatus (1) according to claim 1, wherein the feed unit (3) has guide
grooves (33, 34) which are oriented parallel to each other and along which the card
can be transported in the feed direction.
3. The embossing apparatus (1) according to claim 2, wherein a transport apparatus is
provided which comprises a toothed belt (92) which defines card compartments in which
the card to be printed is placed, in order to transport said card by means of a form
fit along the feed direction in the guide grooves (33, 34) of the feed unit (90).
4. The embossing apparatus (1) according to one of claims 1 to 3, wherein a printing
tape unit (15) is provided which provides a printing tape (16) between the embossing
die (41) and the position that is to be embossed.
5. The embossing apparatus (1) according to one of claims 1 to 4, wherein the striking
mechanism (6) comprises at least one rotatable cam disc (61) so that a section of
the plungers (83) of the plunger unit (8) is acted upon by a pressure force in a manner
dependent on a position of the cam disc (61).
6. The embossing apparatus (1) according to one of claims 1 to 5, wherein a plurality
of feed units (3, 25) are provided for feeding cards into corresponding embossing
regions (4, 26) of each embossing region, wherein the embossing regions (4, 26) are
arranged such that they can be approached successively by the embossing matrix (7).
7. The embossing apparatus (1) according to claim 6, wherein the feed units are adapted
such that they alternately provide a card that is to be embossed in the respective
embossing region (4).
8. The embossing apparatus (1) according to one of claims 1 to 7, wherein a control unit
is provided for controlling adjustment movements of the embossing matrix (7), the
plunger unit (8) and the feed unit (3) and also the application of pressure by the
striking mechanism (6) in a manner adapted to one another.
9. The embossing apparatus (1) according to one of claims 1 to 8, wherein a further embossing
device is provided which is arranged opposite the embossing device with respect to
the embossing region and which furthermore comprises: a further embossing matrix (20)
which comprises individually actuatable embossing dies, wherein the further embossing
matrix (20) is designed in a displaceable manner in order to position a selected embossing
die of the further embossing dies at the position that is to be embossed in the embossing
region (4); a further plunger (83) for moving forward a selected embossing die of
the actuatable further embossing dies; and a further striking mechanism for applying
pressure to the further plunger (83), wherein the striking mechanism, plungers and
embossing matrices (7, 20) are coupled in such a way that they apply an embossing
pressure to a position on the card in the embossing region (4) from both sides simultaneously.
10. A method for embossing a card in an embossing region (4) of an embossing apparatus
(1), wherein the embossing apparatus comprises an embossing matrix (7), a plunger
(83) and a striking mechanism (6), and wherein the method comprises the following
steps:
- feeding a card into the embossing region (4);
- displacing an embossing matrix (7) comprising a plurality of individually actuatable
embossing dies (41) in the X and/or Y direction for positioning a selected embossing
die (41) at a position to be embossed in the embossing region (4), wherein the embossing
matrix (7) is displaced essentially transversely to a feed direction in a transverse
direction of the card in order to position a selected embossing die (41) on the card
with reference to the transverse direction in a manner dependent on the position to
be embossed;
- actuating the actuatable embossing die (41) by the plunger (83) that is displaceable
in the Z direction, wherein either the striking mechanism (6) for applying pressure
on the plunger (83) remains stationary and the plunger (83) is displaced in the X
and Y directions or the striking mechanism (6) is displaced and the plunger (83) and
the striking mechanism (6) a coupled with each other in the Y direction, while the
plunger is displaced in the X direction independently from the striking mechanism,
and
- applying pressure to the plunger (83) in the Z direction for embossing the selected
embossing die (41) on the card in the embossing region (4).
1. Installation d'estampage (1) destinée à l'estampage de cartes, en particulier de cartes
plastiques, comprenant :
- une unité d'acheminement (3) destinée à acheminer une carte vers une zone d'estampage
(4), et
- un dispositif d'estampage équipé d'une matrice d'estampage (7) comportant plusieurs
poinçons d'estampage (41) individuellement actionnables, cette matrice d'estampage
(7) étant réalisée mobile dans la direction X et/ou dans la direction Y pour amener
un poinçon d'estampage (41) sélectionné jusqu'à une position à estamper située dans
la zone d'estampage (4), et l'installation d'estampage comprenant en outre :
-- un ensemble pilon (8) pourvu d'un pilon (83) mobile dans la direction Z et destiné
à la mise en mouvement du poinçon d'estampage actionnable (41),
-- une unité de réglage pour déplacer la matrice d'estampage (7) sensiblement perpendiculairement
à une direction d'acheminement, dans une direction transversale de la carte, pour
positionner sur la carte, par rapport audit sens transversal, un poinçon d'estampage
(41) sélectionné en fonction de la position à estamper, et
- un outil de frappe (6) destiné à appliquer une pression sur le pilon (83) pour permettre
l'estampage par poinçon d'une carte se trouvant dans la zone d'estampage (4), caractérisé en ce que soit l'outil de frappe (6) est disposé d'une manière stationnaire, et le pilon (83)
est alors mobile dans la direction X et dans la direction Y, soit l'outil de frappe
(6) est disposé mobile, et le pilon (83) et l'outil de frappe (6) sont alors couplés
l'un à l'autre dans la direction Y, tandis que le pilon est mobile dans la direction
X, indépendamment de l'outil de frappe.
2. Installation d'estampage (1) selon la revendication 1, ladite unité d'acheminement
(3) présentant des gorges de guidage (33, 34) alignées parallèlement les unes aux
autres, le long desquelles la carte peut être transportée dans la direction d'acheminement.
3. Installation d'estampage (1) selon la revendication 2, un dispositif de transport
étant prévu, lequel dispositif présente une courroie crantée (92) définissant des
compartiments dans lesquels la carte à imprimer est placée pour que celle-ci soit
transportée par complémentarité de forme le long du sens d'acheminement, dans lesdites
gorges de guidage (33, 34) de l'unité d'acheminement (90).
4. Installation d'estampage (1) selon l'une des revendications 1 à 3, une unité à bande
d'impression (15) étant prévue, laquelle unité met à disposition une bande d'impression
(16) entre le poinçon d'estampage (41) et la position à estamper.
5. Installation d'estampage (1) selon l'une des revendications 1 à 4, l'outil de frappe
(6) présentant au moins une came (61) rotative si bien qu'une pression est appliquée
sur une section du pilon (83) de l'ensemble pilon (8), en fonction de la position
de la came (61)
6. Installation d'estampage (1) selon l'une des revendications 1 à 5, plusieurs unités
d'acheminement (3, 25) étant prévues pour acheminer des cartes vers des zones d'estampage
(4, 26) correspondantes pour chaque zone d'estampage, les zones d'estampage (4, 26)
étant disposées de manière à pouvoir être parcourues les unes après les autres par
la matrice d'estampage (7).
7. Installation d'estampage (1) selon la revendication 6, les unités d'acheminement étant
ajustées de sorte à amener à tour de rôle une carte à estamper jusqu'à la zone d'estampage
correspondante (4).
8. Installation d'estampage (1) selon l'une des revendications 1 à 7, une unité de commande
étant prévue pour commander de manière coordonnée les mouvements de positionnement
de la matrice d'estampage (7), de l'unité pilon (8) et de l'unité d'acheminement (3)
ainsi que l'application de la pression par l'outil de frappe (6).
9. Installation d'estampage (1) selon l'une des revendications 1 à 8, une installation
d'estampage supplémentaire étant prévue, laquelle installation est disposée à l'opposé
par rapport à la zone d'estampage de l'installation d'estampage et laquelle comprend
en outre : une matrice d'estampage supplémentaire (20) qui comporte des poinçons supplémentaires
actionnables individuellement, cette matrice d'estampage supplémentaire (20) étant
réalisée mobile pour positionner dans une position à estamper, dans la zone d'estampage
(4), un poinçon d'estampage (41) sélectionné parmi les poinçons supplémentaires ;
un pilon (83) supplémentaire pour mettre en mouvement un des poinçons sélectionné
parmi les poinçons actionnables supplémentaires ; et un outil de frappe supplémentaire
destiné à appliquer une pression sur le pilon (83) supplémentaire, les outils de frappe,
les pilons et les matrices d'estampage (7, 20) étant couplés de manière à appliquer
simultanément et de part et d'autre une pression d'estampage à une position sur la
carte, dans la zone d'estampage (4).
10. Procédé pour estamper une carte dans une zone d'estampage (4) d'une installation d'estampage
(1), cette installation d'estampage comprenant une matrice d'estampage (7), un pilon
(83) et un outil de frappe (6), et le procédé comportant les étapes suivantes :
- l'acheminement d'une carte vers la zone d'estampage (4),
- le déplacement dans la direction X et/ou dans la direction Y de la matrice d'estampage
(7) comportant plusieurs poinçons d'estampage (41) individuellement actionnables pour
positionner dans la direction X et/ou dans la direction Y, dans une position à estamper
dans la zone d'estampage (4), un poinçon d'estampage (41) sélectionné, la matrice
d'estampage (7) étant déplacée sensiblement perpendiculairement à une direction d'acheminement,
dans un sens transversal de la carte, pour positionner sur la carte, par rapport audit
sens transversal, un poinçon d'estampage (41) sélectionné, en fonction de la position
à estamper,
- la mise en mouvement du poinçon d'estampage (41) actionnable, par le biais du pilon
(83) mobile dans la direction Z, soit l'outil de frappe (6) destiné à appliquer une
pression sur le pilon (83) restant stationnaire, et le pilon (83) étant alors mobile
dans la direction X et dans la direction Y, soit l'outil de frappe (6) étant mobile,
et le pilon (83) et l'outil de frappe (6) étant alors couplés l'un à l'autre dans
la direction Y, tandis que le pilon est déplacé dans la direction X, indépendamment
de l'outil de frappe, et
- l'application d'une pression sur le pilon (83) dans la direction Z pour estamper
à l'aide du poinçon (41) sélectionné la carte se trouvant dans la zone d'estampage
(4).