(19)
(11) EP 2 040 937 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
30.03.2016  Patentblatt  2016/13

(21) Anmeldenummer: 07787166.3

(22) Anmeldetag:  06.07.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B44B 5/00(2006.01)
B41J 3/38(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2007/056883
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2008/003777 (10.01.2008 Gazette  2008/02)

(54)

PRÄGEVORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM PRÄGEN VON KARTEN

EMBOSSING APPARATUS, AND METHOD FOR EMBOSSING CARDS

INSTALLATION D'ESTAMPAGE ET PROCÉDÉ D'ESTAMPAGE DE CARTES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 07.07.2006 DE 102006031387

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
01.04.2009  Patentblatt  2009/14

(73) Patentinhaber: Mühlbauer GmbH & Co. KG
93426 Roding (DE)

(72) Erfinder:
  • GÖDECKE, Alexander
    93170 Bernhardswald-Pettenreuth (DE)
  • DIMPFL, Martin
    93462 Lam (DE)
  • HENZE, Tino
    93194 Walderbach (DE)
  • DOBLER, Christian
    93494 Waffenbrunn (DE)

(74) Vertreter: Schmidt, Steffen J. et al
Wuesthoff & Wuesthoff Patentanwälte PartG mbB Schweigerstrasse 2
81541 München
81541 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 142 635
DE-U1- 8 910 915
GB-A- 2 155 838
DE-B- 1 259 354
GB-A- 2 047 599
US-A- 2 207 966
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Prägevorrichtung zum Prägen und Bedrucken von Karten, insbesondere von Kunststoffkarten, wie z. B. Chipkarten, Identifikationskarten und dergleichen.

    [0002] Bei herkömmlichen Präge- und Bedruckungssystemen für Kunststoffkarten werden eine oder mehrere Trommeln verwendet, die mit mehreren Prägestempeln versehen sind. Die gesamten Trommeln werden gedreht, so dass einer der mehreren Prägestempel ausgewählt wird und über einem zu prägenden Bereich der Karte positioniert wird. Anschließend wird der ausgewählte Prägestempel auf die Karte gedrückt, so dass die Prägung vorgenommen wird.

    [0003] Derartige Prägesysteme haben in der Regel mehrere Nachteile. Beim Prägen von Karten entsteht ein hohes Vibrationsaufkommen, da das Gewicht der Trommel relativ gross ist und dies führt durch die Positionierung und Verdrehung der Trommel sowie deren Bewegung in Richtung der Karte für die Prägung zu Erschütterungen. Weiterhin kann aufgrund der Größe der Trommel nicht die gesamte Kartenbreite ausgenutzt werden, oder es entstehen durch Umpositionierungen mit Hilfe entsprechender Greifer Marken auf der Karte, die nicht erwünscht sind. Auch kann nicht der gesamte Oberflächenbereich der Karte geprägt werden, da für den Transport der Karten durch das Prägesystem eine bestimmte Randbreite ungeprägt bleiben muss.

    [0004] Weiterhin sind aus dem Stand der Technik plattenartige Prägevorrichtungen bekannt. So offenbart die DE 33 30 563 A1 eine Antriebsvorrichtung für eine Prägevorrichtung, bei der zwei sich in einem Ruheabstand gegenüberstehende Prägestempel relativ zueinander gegen eine dazwischen gehaltene Prägeplatte mit einem Prägedruck angepresst werden. Dabei werden die Prägestempel durch eine erste Antriebseinrichtung relativ zueinander längs des Verstellhubes herangeführt und durch eine zweite Antriebseinrichtung mit einem Prägedruck beaufschlagt.

    [0005] Aus der WO 2004/113054 A1 ist eine Prägevorrichtung zum Einprägen von Kenndaten in Kunststofferzeugnisse, insbesondere Behälter, bekannt, wobei in einem Gestell der Vorrichtung mindestens ein Prägestempel mit einer Prägeeinheit mit auswechselbaren Kenndateneinheiten längsverfahrbar geführt wird. In einem angehobenen Zustand des Prägestempels wird die Zu- und Abfuhr der zu prägenden bzw. geprägten Erzeugnisse ermöglicht und in einem abgesenkten Zustand die Prägung vorgenommen.

    [0006] Aus der DE 8910915 (U1) ist eine Vorrichtung zum Herstellen von Beschriftungen auf Metalloberflächen bekannt. Bei dieser Vorrichtung sind die Typen auf einem Typenträger in Zeilen und Spalten angeordnet. Der Typenträger ist parallel zu den Zeilen und Spalten verschiebbar an einem Gestell montiert und der Auswählmechanismus weist wenigstens zwei zur Verschiebung des Typenträgers parallel zu den Zeilen und Spalten bestimmte Antriebseinheiten auf, die jeweils aus wenigstens zwei miteinander gekoppelten digital steuerbaren Hubelementen bestehen, deren Hübe mit dem Abstand der Zeilen und Spalten in Beziehung stehen. Bei wenigstens einer Antriebseinheit entspricht der Hub des einen Hubelementes einem ganzzahligen Vielfachen des Hubes des anderen Hubelements. Die Hubelemente bestehen aus Zylindern oder aus Hubmagneten. Der Typenträger weist je vier Reihen und Spalten von Typen auf. Die Beschriftungsflächen der Typen liegen in einer Ebene.

    [0007] Aus der DE 1259354 B ist eine Prägemaschine zum Prägen von Buchstaben oder Zahlen auf einer Adressenplatte mit einer entsprechenden Anzahl von erhabenen und vertieften Stempeln bekannt. Die Stempel sind in zwei beiderseits eines Kanals einander gegenüberliegenden Kästen angeordnet, wobei zwischen ihnen in diesem Kanal der Prägeplattenträger verschiebbar ist und die Stempel über Zwischenorgane oder bewegliche Gleitstücke durch ein Greiforgan betätigbar sind. In den Stempelkästen sind die Stempel in Reihen und Kolonnen angeordnet und die Betätigungsanordnungen für die Stempel sind mit Tasten in der Art einer Schreibmaschinentastatur ausgebildet. Die Tasten sind mit Richtungsmitteln verbunden, die ihrerseits mit Verschiebeeinrichtungen für jedes ausgewählte Gleitstückpaar gegenüber jeder dieser Kolonnen verbunden sind, sowie mit Verriegelungen. Die Verriegelungen halten ausgewähltes Paar dieser Gleitstücke gegenüber einem Stempelpaar fest. Parallel zu den Reihen und Kolonnen eines beweglich in seiner Ebene in diesem Kanal angeordneten Adressenplattenhalters wirken Verschiebeanordnungen, welche der Auswahl der Stempel entsprechende Primärbewegungen ausführen sowie Sekundärbewegungen, welche diesen Primärbewegungen überlagert sind und zwei Amplituden aufweisen, deren eine einer bereits geprägten Zeilenzahl entspricht und deren andere der Anzahl der auf der in Arbeit befindlichen Zeile bereits geprägten Zeichen entspricht. Außerdem sind Verriegelungsanordnungen vorgesehen, durch welche der Plattenhalter in seiner Prägelage arretierbar ist, und schließlich mit Betätigungsorganen für die Greiforgane.

    [0008] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Prägevorrichtung zur Verfügung zu stellen, die die Nachteile des Stands der Technik vermeidet, und die insbesondere einen vibrationsfreien oder -reduzierten Betrieb erlaubt und eine größere zu prägende Fläche auf den Karten ermöglicht.

    [0009] Diese Aufgabe wird durch die Prägevorrichtung nach Anspruch 1 sowie durch das Verfahren zum Prägen von Karten gemäß dem nebengeordneten Anspruch 10 gelöst.

    [0010] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

    [0011] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung weist eine Prägevorrichtung zum Prägen von Karten, insbesondere Kunststoff-Karten, folgendes auf: eine Zuführeinheit zum Zuführen einer Karte in einen Prägebereich; und
    eine Prägeeinrichtung mit einer Prägematrix mit mehreren einzeln betätigbaren Prägestempeln, wobei die Prägematrix in X- und/oder Y-Richtung verfahrbar ausgebildet ist, um einen ausgewählten Prägestempel an einer zu prägenden Position in dem Prägebereich in X- und/oder Y-Richtung zu positionieren, und wobei die Prägeeinrichtung weiterhin umfasst:

    eine Stößeleinheit mit einem in Z-Richtung verfahrbaren Stößel zum Anfahren des betätigbaren Prägestempels; eine Stelleinheit zum Verfahren der Prägematrix im Wesentlichen quer zu einer Zuführrichtung in einer Querrichtung der Karte, um einen ausgewählten Prägestempel abhängig von der zu prägenden Position mit Bezug auf die Querrichtung auf der Karte zu positionieren; und ein Schlagwerk zum Bereitstellen einer Druckbeaufschlagung auf den Stößel zum Prägen des Prägestempels auf eine in dem Prägebereich befindliche Karte, wobei entweder das Schlagwerk ortsfest angeordnet ist, und der Stößel in X- und Y-Richtung verfahrbar ist, oder das Schlagwerk verfahrbar angeordnet ist, und der Stößel und das Schlagwerk in Y-Richtung miteinander gekoppelt sind, während der Stößel in X-Richtung unabhängig vom Schlagwerk verfahrbar ist.



    [0012] Weiterhin kann die Zuführeinheit parallel zueinander ausgerichtete Führungsnuten aufweisen, entlang denen die Karte in Zuführrichtung transportierbar ist. Insbesondere kann eine Transportvorrichtung vorgesehen sein, die einen Zahnriemen aufweist, der Kartenfächer definiert, in denen die zu bedruckenden Karten eingelegt sind, um diese durch Formschluss entlang der Zuführrichtung in den Führungsnuten der Zuführeinheit zu transportieren.

    [0013] Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann eine Druckbandeinheit vorgesehen sein, die ein Druckband zwischen dem Prägestempel und der zu prägenden Position bereitstellt.

    [0014] Vorzugsweise weist das Schlagwerk eine drehbare Kurvenscheibe auf, so dass abhängig von einer Stellung der Kurvenscheibe der Stößel der Stößeleinheit mit einer Druckkraft beaufschlagt wird. Weiterhin kann das Schlagwerk einen schwenkbaren Schlaghebel aufweisen, der durch eine Drehbewegung der Kurvenscheibe verschwenkbar ist, so dass abhängig von einer Stellung der Kurvenscheibe ein Abschnitt des Schlaghebels auf eine Druckplatte einwirkt und so den Stößel der Stößeleinheit mit einer Druckkraft beaufschlagt. Erfindungsgemäß ist das Schlagwerk ortsfest angeordnet, wobei der Stößel in X- und Y-Richtung verfahrbar ist. In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform ist das Schlagwerk verfahrbar angeordnet, wobei der Stößel und das Schlagwerk in Y-Richtung gekoppelt sind. In X-Richtung ist der Stößel weiterhin unabhängig vom Schlagwerk verfahrbar.

    [0015] Es können mehrere Zuführeinheiten vorgesehen sein, um Karten in entsprechende Prägebereiche jedes Prägebereiches zuzuführen, wobei die Prägebereiche so angeordnet sind, dass sie nacheinander durch die Prägematrix anfahrbar sind. Dabei können die Zuführeinheiten so angepasst sein, dass sie im Wechsel eine zu prägende Karte im jeweiligen Prägebereich bereitstellen.

    [0016] Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist eine Steuereinheit vorgesehen, um die Stellbewegungen der Prägematrix, der Stößeleinheit, der Zuführeinheit sowie die Druckbeaufschlagung durch das Schlagwerk in aufeinander abgestimmter Weise zu steuern.

    [0017] Es kann eine weitere Prägeeinrichtung vorgesehen sein, die bezüglich des Prägebereichs der Prägeeinrichtung gegenüber liegend angeordnet ist, und die weiterhin eine weitere Prä-gematrix umfasst, die einzeln betätigbare weitere Prägestempel aufweist. Die weitere Prägematrix ist verfahrbar ausgebildet, um einen ausgewählten der weiteren Prägestempel an der zu prägenden Position in dem Prägebereich zu positionieren. Die Prägeeinrichtung weist weiterhin eine weitere Stößeleinheit auf, die einen weiteren verfahrbaren Stößel umfasst, um einen ausgewählten der betätigbaren weiteren Prägestempel anzufahren, und weist weiterhin ein weiteres Schlagwerk zum Bereitstellen einer Druckbeaufschlagung auf den weiteren Stößel der weiteren Stößeleinheit auf, wobei die Schlagwerke, Stößeleinheiten und Prägematrizen so gekoppelt sind, dass sie gleichzeitig beidseitig eine Position auf der Karte im Prägebereich mit einem Prägedruck beaufschlagen.

    [0018] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zum Prägen einer Karte in einem Prägebereich einer Prägevorrichtung vorgesehen, wobei die Prägevorrichtung eine Prägematrix, einen Stößel und ein Schlagwerk umfasst, und wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:
    • Zuführen einer Karte in einen Prägebereich;
    • Verfahren der Prägematrix mit mehreren einzeln betätigbaren Prägestempeln in X- und/oder Y-Richtung, um einen ausgewählten Prägestempel an einer zu prägenden Position in dem Prägebereich in X- und/oder Y-Richtung zu positionieren, wobei die Prägematrix im Wesentlichen quer zu einer Zuführrichtung in einer Querrichtung der Karte verfahren wird um einen ausgewählten Prägestempel abhängig von der zu prägenden Position mit Bezug auf die Querrichtung auf der Karte zu positionieren;
    • Anfahren des betätigbaren Prägestempels durch den in Z-Richtung verfahrbaren Stößel, wobei entweder das Schlagwerk zum Bereitstellen einer Druckbeaufschlagung auf den Stößel ortsfest bleibt, und der Stößel in X- und Y-Richtung verfahren wird, oder das Schlagwerk verfahren wird, und der Stößel und das Schlagwerk in Y-Richtung miteinander gekoppelt sind während der Stößel in X-Richtung unabhängig vom Schlagwerk verfahren wird; und
    • Druckbeaufschlagen des Stößels in Z-Richtung zum Prägen des ausgewählten Prägestempels auf der in dem Prägebereich befindlichen Karte.


    [0019] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

    Figuren 1 und 2 verschiedene perspektivische Ansichten einer Prägevorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung; Figur 3 eine Einzeldarstellung einer Zuführeinheit der Prägevorrichtung der Figuren 1 und 2;

    Figur 4 eine Einzeldarstellung einer Prägeeinheit der Ausführungsform der Figuren 1 und 2;

    Figur 5 eine Einzeldarstellung eines Schlagwerks der Ausführungsform der Figuren 1 und 2;

    Figur 6 eine Einzeldarstellung einer Stößeleinheit der Ausführungsform der Figuren 1 und 2;

    Figur 7 eine Einzeldarstellung einer Druckbandeinheit der Ausführungsform der Figuren 1 und 2;

    Figur 8 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Prägevorrichtung mit zwei Zuführeinheiten;

    Figur 9 eine Draufsicht auf die Ausführungsform der Figur 8;

    Figuren 10, 11 und 12 verschiedene Ansichten einer weiteren Ausführungsform einer Zuführeinheit für die erfindungsgemäße Prägevorrichtung.



    [0020] In den Figuren 1 und 2 sind perspektivische Ansichten einer Prägevorrichtung 1 gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Die Prägevorrichtung 1 umfasst ein Gehäuse 2, das den mechanischen Aufbau trägt. Die Prägevorrichtung 1 dient zum Prägen von Kunststoff karten, wie sie z. B. in Form von Chipkarten, Identifikationskarten und dergleichen in hohen Stückzahlen Verwendung finden.

    [0021] Die Prägevorrichtung 1 umfasst eine Zuführeinheit 3, über die die zu prägenden Karten in einer Zuführrichtung X in die Prägevorrichtung 1 hineinbewegt werden können, wo sie in einem Prägebereich 4 bedruckt werden. Durch ein weiteres Verfahren in Zuführrichtung X werden die Karten aus dem Prägebereich 4 der Prägevorrichtung 1 abgeführt.

    [0022] An dem Prägebereich 4 ist eine Prägeeinrichtung 5 gekoppelt, die ein Schlagwerk 6, eine Prägematrix 7 und eine Stößeleinheit 8 aufweist. Die Prägematrix 7 und die Stößeleinheit 8 sind so ausgebildet, dass sie im Wesentlichen quer zur Zuführrichtung X (vorzugsweise rechtwinklig zur Zuführrichtung X) über den Prägebereich 4 mit Hilfe einer entsprechenden Stelleinheit bewegt, um einen Prägestempel 41 (siehe Figur 4) der Prägematrix 7 über der dem Prägebereich 4 zugeführten Karte zu positionieren.

    [0023] Somit können die gewünschten Zeichen einzeln über der gewünschten Kartenposition angefahren und entsprechend geprägt werden. Andere Bewegungsabläufe sind auch denkbar, wobei sich die Relativbewegungen der in Xund Y-Richtung verfahrbaren Karte und Prägematrix 7 im wesentlichen in ihrer Geschwindigkeit unterscheiden. Je nach ortsfester oder verfahrbarer Auslegung des Schlagwerks 6 ist dabei der Kartenkörper sowohl in X- als auch in Y-Richtung verfahrbar.

    [0024] Die Prägematrix 7 wird mit Hilfe einer Matrixhalterung 10 entlang von Transportschienen 11 in Y-Richtung, d. h. in eine Querrichtung senkrecht zur Zuführrichtung X über den Prägebereich 4 bewegt, so dass sich der in der Prägematrix angeordnete Prägestempel in Y-Richtung an der zu bedruckenden Position befindet.

    [0025] Zwischen dem Prägestempel in der Prägematrix 7 und der zu bedruckenden Karte wird mit Hilfe einer ersten Druckbandeinheit 15 ein Druckband 16 zwischen Prägestempel 41 und zu bedruckender Karte entlang geführt, so dass es durch das Prägen auch gleichzeitig zu einem Bedrucken des durch den jeweiligen Prägestempel 41 definierten Prägesymbols kommt.

    [0026] Neben der Prägematrix 7 kann eine bezüglich dem Prägebereich 4 und der darin anordbaren zu bedruckenden Karte gegenüberliegende weitere Prägematrix 20 vorgesehen sein, die in entsprechender Weise mit dem Schlagwerk 6 gekoppelt ist, um auch eine Prägung bzw. Bedruckung auf einer Unterseite der zu bedruckenden Karte in dem Prägebereich 4 vornehmen zu können. Vorzugsweise ist die weitere Prägematrix 20 ebenfalls an der Matrixhalterung 10 angeordnet, so dass die Prägematrix 7 und die weitere Prägematrix 20 mit Hilfe der gemeinsamen Matrixhalterung 10 in Y-Richtung verfahren werden. Auf diese Weise werden die in den Prägematrizen 7, 20 angeordneten Prägestempel an der entsprechenden ausgewählten zu prägenden Position angeordnet, vorzugsweise beidseitig der zu prägenden Karte gegenüberliegend. Die zu prägenden Zeichen können dabei auch durch ein verfahrbares Schlagwerk (6) angefahren werden.

    [0027] In Figur 3 ist die Zuführeinheit 3 separat dargestellt. Die Zuführeinheit 3 dient zum Transport der zu bedruckenden Karte durch die Prägevorrichtung 1 in der Zuführrichtung X. Die Zuführeinheit 3 weist zwei Führungselemente 31, 32 auf, die parallel zueinander angeordnet sind, und aufeinander gegenüberliegenden Flächen jeweils eine Führungsnut 33, 34 aufweisen, durch die die zu bedruckende Karte beim Zuführen und beim Abführen gleitet. Die Führungsnuten 33, 34 weisen vorzugsweise eine Tiefe von 0,5 bis 2mm, insbesondere von 1 mm, auf. Die Führungselemente 31 , 32 verjüngen sich in einem Aufnahmebereich, so dass lediglich jeweils ein schmaler Steg, der die entsprechende Führungsnut 33, 34 trägt, verbleibt. Der Aufnahmebereich dient dazu, zu ermöglichen, dass die Prägematrix 7 quer zur Zuführrichtung X in den Prägebereich 4 und dicht über die Oberfläche einer darin befindlichen Karte verfahren werden kann.

    [0028] Die Karte wird durch an den Führungselementen 31 , 32 angeordnete Transportrollen 35 angetrieben, die durch eine nicht gezeigte Antriebseinheit rotiert werden, um die Karte in Zuführrichtung X durch die Prägevorrichtung 1 zu bewegen. Die Transportrollen 35 sind vorzugsweise als Gummirollen ausgebildet und zumindest teilweise gefedert gelagert, um Höhendifferenzen beim Durchführen der Karte ausgleichen zu können und um eine bestimmte Auflagekraft zu gewährleisten, die zum Ausüben der Antriebskraft auf die Karten notwendig ist. Die einzelnen Achsen der Transportrollen 35 sind beispielsweise über Zahnriemen bzw. Zahnräder miteinander gekoppelt (nicht gezeigt). Die Antriebseinheit (nicht gezeigt) für die Transportrollen 35 ist vorzugsweise als Servomotor ausgebildet. Die Zuführeinheit 3 hat neben der Aufgabe des Zuführens und Abführens der zu prägenden Karte auch die Aufgabe einer Positionierung der Karte in X-Richtung, während die Positionierung der entsprechend ausgewählten Prägestempel 41 an der zu prägenden Position in Y-Richtung vornimmt.

    [0029] In Figur 4 ist eine Prägeeinheit 40 dargestellt, die eine U-förmige Matrixhalterung 10 aufweist, an deren Schenkeln die Prägematrix 7 und die weitere Prägematrix 20 angeordnet sind. Die gemeinsame Matrixhalterung 10 ist entlang der Transportschienen 11 in Y-Richtung verfahrbar, so dass die Prägematrix 7 über den Prägebereich 4 und die weitere Prägematrix 20 unter den Prägebereich 4 verfahrbar sind und so die zu prägende Karte zwischen sich aufnehmen können. Die Prägematrizen 7, 20 weisen jeweils in Führungslöchern geführte Prägestempel 41 auf, deren Stempelflächen (Flächen mit Erhebungen und Vertiefungen gemäss den zu prägenden Symbolen) sich einander gegenüber liegen und die z.B. in Stempelreihen und Stempelspalten angeordnet sind. Am gegenüberliegenden Ende der Stempelfläche jedes Prägestempels 41 befindet sich die Stößelfläche 42, die durch den Stößel 83 (siehe Figur 6) betätigt werden kann, um den ausgewählten Prägestempel 41 zu betätigen, so dass er eine dem Symbol auf der Stempelfläche entsprechende Prägung auf der zu prägenden Karte vornimmt. Des weiteren erweist es sich als zeitsparend, vollständige Matrixsätze gegeneinander auszutauschen als jeweils einzelne Prägestempel bzw.

    [0030] Buchstaben in einem Trommelsatz auszutauschen. Ebenfalls vorteilhaft ist die Verwendung einer automatischen Schriftsatzerkennung, beispielsweise für Matrixsätze in verschiedenen Sprachen.

    [0031] Einer der mehreren Prägestempel 41 der Prägematrizen 7, 20 kann durch ein jeweiliges Bewegen der Prägeeinheit 40 in Y-Richtung ausgewählt werden, indem eine Stempelreihe, in der sich der ausgewählte Prägestempel 41 befindet, in Y-Richtung an die Position auf der zu prägenden Karte positioniert wird und indem die Zuführeinheit 3 die X-Position der Karte entsprechend der zu bedruckenden Position in X-Richtung auswählt und anfährt, so dass der ausgewählte Prägestempel 41 exakt über der zu prägenden Position positioniert wird.

    [0032] In Figur 5 ist ein Ausschnitt aus der Prägevorrichtung 1 dargestellt, der das Schlagwerk 6 zeigt. Das Schlagwerk 6 weist eine Kurvenscheibe 61 auf, die über einen Schlagwerksantrieb 62 rotiert wird. Die Kurvenscheibe 61 ist mit einem jeweiligen ersten Abschnitt eines ersten Schlaghebels 63 und eines zweiten Schlaghebels 64 gekoppelt, so dass bei einem Antrieb des Schlagwerksantriebs Schwenkbewegungen der Schlaghebel 63, 64 ausgeübt werden. Die Schlaghebel 63, 64 sind an einem jeweiligen Schwenkpunkt 65 gelagert, so dass sich bei Drehung der Kurvenscheibe 61 zweite Enden der Schlaghebel 63, 64 aufeinander zu bewegen und anschliessend entweder durch die Kurvenscheibe 61 oder z. B. durch eine nicht gezeigte Feder wieder voneinander weg bewegt werden. Die zweiten Enden der Schlaghebel 63, 64 sind mit in senkrecht zur X- und Y-Richtung in Z-Richtung beweglichen Druckplatten 66 gekoppelt, die entsprechend der Bewegung der Schlaghebel 63, 64 aufeinander zu bewegt werden und bei Nachlassen des Drucks auf die Druckplatten 66 durch die Schlaghebel 63, 64 aufgrund einer (nicht gezeigten) Federanordnung wieder ineinander entgegengesetzte Richtungen gedrückt werden. Die Druckplatten 66 weisen jeweils eine Breite auf, die im Wesentlichen der Breite der Prägematrix 7 entspricht, so dass bei einem Verfahren der Stößel 83 der Stößeleinheit 8 diese in jedem Verfahrzustand durch die Druckplatten 66 beaufschlagt werden können. Anstelle der schwenkbaren Schlaghebel können auch zwei gekoppelte Kurvenscheiben vorgesehen sein, die direkt auf die Druckplatte einwirken. Die Kurvenscheiben können dabei einerseits mechanisch miteinander gekoppelt sein. Die Kurvenscheiben können auch mit getrennten Antrieben angesteuert werden, die mit Hilfe der Steuereinheit in zueinander synchronisierter oder in sonstiger geeigneter Weise ansteuerbar sind.

    [0033] In Figur 6 ist die Stößeleinheit 8 detaillierter dargestellt. Die Stößeleinheit 8 weist einen ersten Stößelhalter 81 und einen zweiten Stößelhalter 82 auf, an deren äusseren Ende jeweils der Stößel 83 angeordnet ist. Die Stößel 83 weisen eine den Druckplatten 66 des Schlagwerks 6 zugeordnete Druckfläche 84 auf. Der Druckfläche 84 gegenüberliegend befindet sich jeweils eine Stößelfläche 85, die bei Ausüben eines Schlags bzw. Drucks durch die Druckplatten 66 des Schlagwerkes 6 die Stößelfläche 42 des ausgewählten Prägestempels 41 der Prägeeinheit 40 aufschlägt und den Prägestempel somit in Richtung der zu prägenden Karte in dem Prägebereich bewegt. Um den Stößel 83 von dem Prägestempel 41 wieder zu lösen, ist eine federelastische Lagerung des Stößels 83 vorgesehen. Diese kann am äusseren Ende des jeweiligen Stößelhalters 81 , 82 in einer Führung für den Stößel 83 vorgesehen sein, oder der gesamte Stößelhalter 81 , 82 ist elastisch gelagert, so dass bei Beaufschlagen einer Kraft auf die jeweilige Druckfläche 84 der Stößel 83 diese gegeneinander gedrückt werden und sich nach Wegnehmen der Kraft die Stößel 83 wieder voneinander entfernen. Die Stößelhalter 81 , 82 bzw. die Stößel 83 sind in zwei Richtungen verfahrbar. Die Stößelhalter 81, 82 sind in Y-Richtung mit Hilfe eines ersten Stellmotors 86 und in X-Richtung mit Hilfe eines zweiten Stellmotors 87 verfahrbar. Zum einen ist es notwendig, die Stößelhalter in Y-Richtung zu verfahren, um verschiedene Positionen in Y-Richtung auf der Karte bedrucken zu können. Weiterhin sind die Stößelhalter 81 , 82 auch in X-Richtung verfahrbar, um Prägestempel 41 aus verschiedenen Stempelspalten der Prägematrix 7 auswählen zu können.

    [0034] Die Prägematrix 7 weist matrixförmig angeordnete separat betätigbare Prägestempel 41 auf, die durch den Stößel 83 der Stößeleinheit 8 einzeln selektiert und betätigt werden können. Dies wird im Wesentlichen dadurch erreicht, dass die Prägematrix 7 und der Stößel 83 gegeneinander verfahrbar sind, so dass die Prägematrix 7 über dem Prägebereich 4 so angeordnet ist, dass der ausgewählte Prägestempel 41 in der Prägematrix 7 an der zu prägenden Position angefahren wird und anschließend (oder gleichzeitig) der ausgewählte Prägestempel 41 durch den Stößel 83 angefahren wird, so dass mit Hilfe des Schlagwerks 6 der Stößel 83 mit einem Prägedruck beaufschlagt wird, der auf den Prägestempel 41 wirkt, so dass die zu bedruckende Karte geprägt wird. Die Prägehöhe bzw. -tiefe der zu prägenden Zeichen lässt sich vorteilhaft über die Wegänderung vom Schlagwerk 6 (Hubänderung von Stößel verändert die Prägetiefe) bestimmen.

    [0035] In Figur 7 ist die Druckbandeinheit 15 dargestellt, die das Druckband 16 bereitstellt, das während des Prägens zwischen dem jeweiligen Prägestempel 41 und der zu prägenden Fläche der Karte angeordnet ist. Die Druckbandeinheit 15 weist eine Vorratsrolle 71, von der das Druckband 16 abgerollt wird, und eine Aufnahmerolle 72 auf, auf der das verbrauchte Druckband aufgenommen wird. Für einen kompakten Aufbau der Druckbandeinheit 15 wird das Druckband 16 über mehrere Rollen 73 geführt. In Figur 8 ist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Prägevorrichtung dargestellt, wobei gleiche Elemente oder Elemente gleicher Funktion mit gleichen Bezugszeichen versehen sind. Neben der Zuführeinheit 3 ist auch eine weitere Zuführeinheit 25 vorgesehen, die zum Beispiel im Wesentlichen identisch zur Zuführeinheit 3 ausgebildet ist und Karten einem weiteren Prägebereich 26 zuführt. Die Zuführeinheiten 3, 25 sind vorzugsweise parallel nebeneinander angeordnet. Die Prägeeinheit 40 ist im Wesentlichen so ausgebildet, dass mit Hilfe der Transportschienen 11 die Prägeeinheit 40 sowohl über den Prägebereich 4, dem Karten durch die Zuführeinheit 3 zugeführt werden, als auch über den weiteren Prägebereich 26, dem Karten durch die weitere Zuführeinheit 25 zugeführt werden, verfahren werden kann.

    [0036] Da das Prägen üblicherweise bei Stillstand der in dem Prägebereich befindlichen Karte durchgeführt werden muss, kann bei Vorsehen von zwei Zuführeinheiten 3, 25 die Bestückung des jeweiligen Prägebereiches 4, 26 abwechselnd erfolgen, so dass das Einziehen bzw. Auswerfen der Karten in dem Prägebereich keinen bzw. nur einen geringeren Einfluss auf den Durchsatz des Gesamtsystems hat. D. h. mit Hilfe der Prägeeinheit können abwechselnd eine Karte in dem Prägebereich 4 und eine weitere Karte in dem weiteren Prägebereich 26 bedruckt werden, ohne dass für die Prägeeinheit Wartezeiten durch das Abführen der bedruckten Karte und das Zuführen der nächsten zu bedruckenden Karte entstehen. Es kann also schon eine neue Karte zugeführt werden, während eine vorangegangene noch bearbeitet wird.

    [0037] In Figur 9 ist eine Draufsicht auf die Ausführungsform der Figur 8 dargestellt. Es wird deutlich, dass die Stößeleinheit 8 und die Prägeeinheit 40 in Y-Richtung verfahren werden müssen, um sowohl Karten im Prägebereich 4 als auch weitere Karten im weiteren Prägebereich 26 zu bedrucken.

    [0038] Die Figuren 10, 11 und 12 zeigen verschiedene Ansichten einer weiteren Ausführungsform der Erfindung mit einer Zuführeinheit 90, bei der der Transport der Karten durch die Führungsnuten 33, 34 nicht mit Hilfe von Transportrollen 35 sondern mit Hilfe eines Zahnriemens 92 erfolgt. Der Zahnriemen ist zwischen den Seitenelementen 31 , 32 der Zuführeinheit 3 angeordnet, und weist Mitnahmezähne 91 auf. Die Mitnahmezähne 91 definieren Kartenfächer, in denen die Karten eingelegt werden und die so in definierter Weise durch die Führungsnuten 33, 34 geführt werden, dass zu jedem Zeitpunkt die Position der einzelnen Karten bekannt ist. Der Zahnriemen 92 ist vorzugsweise als Endlosriemen ausgebildet, der durch eine geeignete Antriebseinrichtung 94, z.B. einen Schrittmotor, über entsprechende Umlenkrollen 95 angetrieben wird. Auf diese Weise können die Karten durch eine formschlüssige Kraftübertragung entlang der Zuführrichtung bewegt werden, anstelle einer Kraftübertragung durch Reibung, wie sie bei der in Figur 3 gezeigten Zuführeinheit durch die Transportrollen 35 durchgeführt wird. Es findet daher bei dieser Ausführungsform keine Verschlechterung der Positioniergenauigkeit der Karten aufgrund von Umwelteinflüssen, die den Reibwert der Rollen verändert, statt.

    [0039] Es ist eine Steuereinheit (nicht gezeigt) vorgesehen, die die einzelnen Antriebe und Bewegungen gemäß vorgegebenen zu prägenden Symbolen koordiniert. So wird die Antriebseinheit der Zuführeinheit 3, die Verfahrbewegung der Prägematrizen 7, 20, die Verfahrbewegung der Stößeleinheit 8 sowie die Betätigung des Schlagwerks 6 gemäss einer aufeinander abgestimmten Abfolge von Bewegungen angesteuert. Bei dem Einziehen einer Karte wird diese in den Prägebereich 4 verfahren und abhängig von dem zu druckenden Symbol, d.h. von der Position des ausgewählten zu verwendenden Prägestempels 41 auf der Prägematrix 7 positioniert. Anschliessend wird die Prägematrix 7 in Y-Richtung über den Prägebereich 4 verfahren, dass der ausgewählte Prägestempel 41 über der zu prägenden Position positioniert wird. Gleichzeitig oder in zeitlicher Nähe dazu wird die Stößeleinheit 8 angesteuert, dass die Stößel über (in Z-Richtung) dem ausgewählten Prägestempel 41 angeordnet wird. Die Betätigung des Schlagwerks 6 erfolgt in der Regel zyklisch und wird so angepasst, dass der Druck über die Druckplatten 66 auf die Stößel 83 erfolgt, sobald die Positionierungen der Karte, der Matrix und der Stößel 83 abgeschlossen sind.

    [0040] Die Trennung von Prägestempeln 41 und Schlagwerk 6 mit Hilfe der Stößeleinheit 8 verringert die Vibrationen beim Betrieb der Prägevorrichtung.


    Ansprüche

    1. Prägevorrichtung (1) zum Prägen von Karten, insbesondere Kunststoff-Karten, aufweisend:

    - eine Zuführeinheit (3) zum Zuführen einer Karte in einen Prägebereich (4); und

    - eine Prägeeinrichtung mit einer Prägematrix (7) mit mehreren einzeln betätigbaren Prägestempeln (41), wobei die Prägematrix (7) in X- und/oder Y-Richtung verfahrbar ausgebildet ist, um einen ausgewählten Prägestempel (41) an einer zu prägenden Position in dem Prägebereich (4) in X- und/oder Y-Richtung zu positionieren, und wobei die Prägeeinrichtung weiterhin umfasst:

    -- eine Stößeleinheit (8) mit einem in Z-Richtung verfahrbaren Stößel (83) zum Anfahren des betätigbaren Prägestempels (41);

    -- eine Stelleinheit zum Verfahren der Prägematrix (7) im Wesentlichen quer zu einer Zuführrichtung in einer Querrichtung der Karte, um einen ausgewählten Prägestempel (41) abhängig von der zu prägenden Position mit Bezug auf die Querrichtung auf der Karte zu positionieren; und

    -- ein Schlagwerk (6) zum Bereitstellen einer Druckbeaufschlagung auf den Stößel (83) zum Prägen des Prägestempels (41) auf eine in dem Prägebereich (4) befindliche Karte, dadurch gekennzeichnet, dass entweder das Schlagwerk (6) ortsfest angeordnet ist, und der Stößel (83) in X- und Y-Richtung verfahrbar ist, oder das Schlagwerk (6) verfahrbar angeordnet ist, und der Stößel (83) und das Schlagwerk (6) in Y-Richtung miteinander gekoppelt sind, während der Stößel in X-Richtung unabhängig vom Schlagwerk verfahrbar ist.


     
    2. Prägevorrichtung (1) nach Anspruch 1, wobei die Zuführeinheit (3) parallel zueinander ausgerichtete Führungsnuten (33, 34) aufweist, entlang denen die Karte in Zuführrichtung transportierbar ist.
     
    3. Prägevorrichtung (1) nach Anspruch 2, wobei eine Transportvorrichtung vorgesehen ist, die einen Zahnriemen (92) aufweist, der Kartenfächer definiert, in denen die zu bedruckende Karte eingelegt ist, um diese durch Formschluss entlang der Zuführrichtung in den Führungsnuten (33, 34) der Zuführeinheit (90) zu transportieren.
     
    4. Prägevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei eine Druckbandeinheit (15) vorgesehen ist, die ein Druckband (16) zwischen dem Prägestempel (41) und der zu prägenden Position bereitstellt.
     
    5. Prägevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Schlagwerk (6) mindestens eine drehbare Kurvenscheibe (61) aufweist, so dass abhängig von einer Stellung der Kurvenscheibe (61) ein Abschnitt der Stößel (83) der Stößeleinheit (8) mit einer Druckkraft beaufschlagt wird.
     
    6. Prägevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei mehrere Zuführeinheiten (3, 25) vorgesehen sind, um Karten in entsprechende Prägebereiche (4, 26) jedes Prägebereiches zuzuführen, wobei die Prägebereiche (4, 26) so angeordnet sind, dass sie nacheinander durch die Prägematrix (7) anfahrbar sind.
     
    7. Prägevorrichtung (1) nach Anspruch 6, wobei die Zuführeinheiten so angepasst sind, dass sie im Wechsel eine zu prägende Karte im jeweiligen Prägebereich (4) bereitstellen.
     
    8. Prägevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei eine Steuereinheit vorgesehen ist, um Stellbewegungen der Prägematrix (7), der Stößeleinheit (8), der Zuführeinheit (3) sowie die Druckbeaufschlagung durch das Schlagwerk (6) in aufeinander abgestimmter Weise zu steuern.
     
    9. Prägevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei eine weitere Prägeeinrichtung vorgesehen ist, die bezüglich des Prägebereichs der Prägeeinrichtung gegenüber liegend angeordnet ist, und die weiterhin umfasst: eine weitere Prägematrix (20), die einzeln betätigbare weitere Prägestempel umfasst, wobei die weitere Prägematrix (20) verfahrbar ausgebildet ist, um einen ausgewählten der weiteren Prägestempel an der zu prägenden Position in dem Prägebereich (4) zu positionieren; einen weiteren Stößel (83), um einen ausgewählten der betätigbaren weiteren Prägestempel anzufahren; und ein weiteres Schlagwerk zum Bereitstellen einer Druckbeaufschlagung auf den weiteren Stößel (83), wobei die Schlagwerke, Stößel und Prägematrizen (7, 20) so gekoppelt sind, dass sie gleichzeitig beidseitig eine Position auf der Karte im Prägebereich (4) mit einem Prägedruck beaufschlagen.
     
    10. Verfahren zum Prägen einer Karte in einem Prägebereich (4) einer Prägevorrichtung (1), wobei die Prägevorrichtung eine Prägematrix (7), einen Stößel (83) und ein Schlagwerk (6) umfasst, und wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:

    - Zuführen einer Karte in den Prägebereich (4);

    - Verfahren der Prägematrix (7) mit mehreren einzeln betätigbaren Prägestempeln (41) in X- und/oder Y-Richtung, um einen ausgewählten Prägestempel (41) an einer zu prägenden Position in dem Prägebereich (4) in X- und/oder Y-Richtung zu positionieren, wobei die Prägematrix (7) im Wesentlichen quer zu einer Zuführrichtung in einer Querrichtung der Karte verfahren wird, um einen ausgewählten Prägestempel (41) abhängig von der zu prägenden Position mit Bezug auf die Querrichtung auf der Karte zu positionieren;

    - Anfahren des betätigbaren Prägestempels (41) durch den in Z-Richtung verfahrbaren Stößel (83), wobei entweder ein Schlagwerk (6) zum Bereitstellen einer Druckbeaufschlagung auf den Stößel (83) ortsfest bleibt, und der Stößel (83) in X- und Y-Richtung verfahren wird, oder das Schlagwerk (6) verfahren wird, und der Stößel (83) und das Schlagwerk (6) in Y-Richtung miteinander gekoppelt sind während der Stößel in X-Richtung unabhängig vom Schlagwerk verfahren wird; und

    - Druckbeaufschlagen des Stößels (83) in Z-Richtung zum Prägen des ausgewählten Prägestempels (41) auf der in dem Prägebereich (4) befindlichen Karte.


     


    Claims

    1. Embossing apparatus (1) for embossing cards, in particular plastic cards, comprising:

    - a feed unit (3) for feeding a card into an embossing region (4); and

    - an embossing device comprising an embossing matrix (7) having a plurality of individually actuatable embossing dies (41), wherein the first embossing matrix (7) is designed to be displaceable in the X and/or Y direction in order to position in the X and/or Y direction a selected embossing die (41) at a position that is to be embossed in the embossing region (4), and wherein the embossing apparatus further comprises:

    -- a plunger unit (8) comprising a plunger (83) displaceable in Z direction for moving forward the actuatable embossing die (41);

    -- an actuator for displacing the embossing matrix (7) essentially transversely to a feed direction in a transverse direction of the card in order to position a selected embossing die (41) on the card with reference to the transverse direction in a manner dependent on the position that is to be embossed; and

    -- striking mechanism (6) for applying pressure to the plunger (83) for embossing a card in the embossing region (4) by means of the embossing die (41),

    characterized in that
    either the striking mechanism (6) is arranged in a fixed position and the plunger (83) is able to be displaced in the X and Y directions or the striking mechanism (6) is displaceably arranged and the plunger (83) and the striking mechanism (6) are coupled with each other in the Y direction, while the plunger is displaceable in the X direction independently from the striking mechanism.
     
    2. The embossing apparatus (1) according to claim 1, wherein the feed unit (3) has guide grooves (33, 34) which are oriented parallel to each other and along which the card can be transported in the feed direction.
     
    3. The embossing apparatus (1) according to claim 2, wherein a transport apparatus is provided which comprises a toothed belt (92) which defines card compartments in which the card to be printed is placed, in order to transport said card by means of a form fit along the feed direction in the guide grooves (33, 34) of the feed unit (90).
     
    4. The embossing apparatus (1) according to one of claims 1 to 3, wherein a printing tape unit (15) is provided which provides a printing tape (16) between the embossing die (41) and the position that is to be embossed.
     
    5. The embossing apparatus (1) according to one of claims 1 to 4, wherein the striking mechanism (6) comprises at least one rotatable cam disc (61) so that a section of the plungers (83) of the plunger unit (8) is acted upon by a pressure force in a manner dependent on a position of the cam disc (61).
     
    6. The embossing apparatus (1) according to one of claims 1 to 5, wherein a plurality of feed units (3, 25) are provided for feeding cards into corresponding embossing regions (4, 26) of each embossing region, wherein the embossing regions (4, 26) are arranged such that they can be approached successively by the embossing matrix (7).
     
    7. The embossing apparatus (1) according to claim 6, wherein the feed units are adapted such that they alternately provide a card that is to be embossed in the respective embossing region (4).
     
    8. The embossing apparatus (1) according to one of claims 1 to 7, wherein a control unit is provided for controlling adjustment movements of the embossing matrix (7), the plunger unit (8) and the feed unit (3) and also the application of pressure by the striking mechanism (6) in a manner adapted to one another.
     
    9. The embossing apparatus (1) according to one of claims 1 to 8, wherein a further embossing device is provided which is arranged opposite the embossing device with respect to the embossing region and which furthermore comprises: a further embossing matrix (20) which comprises individually actuatable embossing dies, wherein the further embossing matrix (20) is designed in a displaceable manner in order to position a selected embossing die of the further embossing dies at the position that is to be embossed in the embossing region (4); a further plunger (83) for moving forward a selected embossing die of the actuatable further embossing dies; and a further striking mechanism for applying pressure to the further plunger (83), wherein the striking mechanism, plungers and embossing matrices (7, 20) are coupled in such a way that they apply an embossing pressure to a position on the card in the embossing region (4) from both sides simultaneously.
     
    10. A method for embossing a card in an embossing region (4) of an embossing apparatus (1), wherein the embossing apparatus comprises an embossing matrix (7), a plunger (83) and a striking mechanism (6), and wherein the method comprises the following steps:

    - feeding a card into the embossing region (4);

    - displacing an embossing matrix (7) comprising a plurality of individually actuatable embossing dies (41) in the X and/or Y direction for positioning a selected embossing die (41) at a position to be embossed in the embossing region (4), wherein the embossing matrix (7) is displaced essentially transversely to a feed direction in a transverse direction of the card in order to position a selected embossing die (41) on the card with reference to the transverse direction in a manner dependent on the position to be embossed;

    - actuating the actuatable embossing die (41) by the plunger (83) that is displaceable in the Z direction, wherein either the striking mechanism (6) for applying pressure on the plunger (83) remains stationary and the plunger (83) is displaced in the X and Y directions or the striking mechanism (6) is displaced and the plunger (83) and the striking mechanism (6) a coupled with each other in the Y direction, while the plunger is displaced in the X direction independently from the striking mechanism, and

    - applying pressure to the plunger (83) in the Z direction for embossing the selected embossing die (41) on the card in the embossing region (4).


     


    Revendications

    1. Installation d'estampage (1) destinée à l'estampage de cartes, en particulier de cartes plastiques, comprenant :

    - une unité d'acheminement (3) destinée à acheminer une carte vers une zone d'estampage (4), et

    - un dispositif d'estampage équipé d'une matrice d'estampage (7) comportant plusieurs poinçons d'estampage (41) individuellement actionnables, cette matrice d'estampage (7) étant réalisée mobile dans la direction X et/ou dans la direction Y pour amener un poinçon d'estampage (41) sélectionné jusqu'à une position à estamper située dans la zone d'estampage (4), et l'installation d'estampage comprenant en outre :

    -- un ensemble pilon (8) pourvu d'un pilon (83) mobile dans la direction Z et destiné à la mise en mouvement du poinçon d'estampage actionnable (41),

    -- une unité de réglage pour déplacer la matrice d'estampage (7) sensiblement perpendiculairement à une direction d'acheminement, dans une direction transversale de la carte, pour positionner sur la carte, par rapport audit sens transversal, un poinçon d'estampage (41) sélectionné en fonction de la position à estamper, et

    - un outil de frappe (6) destiné à appliquer une pression sur le pilon (83) pour permettre l'estampage par poinçon d'une carte se trouvant dans la zone d'estampage (4), caractérisé en ce que soit l'outil de frappe (6) est disposé d'une manière stationnaire, et le pilon (83) est alors mobile dans la direction X et dans la direction Y, soit l'outil de frappe (6) est disposé mobile, et le pilon (83) et l'outil de frappe (6) sont alors couplés l'un à l'autre dans la direction Y, tandis que le pilon est mobile dans la direction X, indépendamment de l'outil de frappe.


     
    2. Installation d'estampage (1) selon la revendication 1, ladite unité d'acheminement (3) présentant des gorges de guidage (33, 34) alignées parallèlement les unes aux autres, le long desquelles la carte peut être transportée dans la direction d'acheminement.
     
    3. Installation d'estampage (1) selon la revendication 2, un dispositif de transport étant prévu, lequel dispositif présente une courroie crantée (92) définissant des compartiments dans lesquels la carte à imprimer est placée pour que celle-ci soit transportée par complémentarité de forme le long du sens d'acheminement, dans lesdites gorges de guidage (33, 34) de l'unité d'acheminement (90).
     
    4. Installation d'estampage (1) selon l'une des revendications 1 à 3, une unité à bande d'impression (15) étant prévue, laquelle unité met à disposition une bande d'impression (16) entre le poinçon d'estampage (41) et la position à estamper.
     
    5. Installation d'estampage (1) selon l'une des revendications 1 à 4, l'outil de frappe (6) présentant au moins une came (61) rotative si bien qu'une pression est appliquée sur une section du pilon (83) de l'ensemble pilon (8), en fonction de la position de la came (61)
     
    6. Installation d'estampage (1) selon l'une des revendications 1 à 5, plusieurs unités d'acheminement (3, 25) étant prévues pour acheminer des cartes vers des zones d'estampage (4, 26) correspondantes pour chaque zone d'estampage, les zones d'estampage (4, 26) étant disposées de manière à pouvoir être parcourues les unes après les autres par la matrice d'estampage (7).
     
    7. Installation d'estampage (1) selon la revendication 6, les unités d'acheminement étant ajustées de sorte à amener à tour de rôle une carte à estamper jusqu'à la zone d'estampage correspondante (4).
     
    8. Installation d'estampage (1) selon l'une des revendications 1 à 7, une unité de commande étant prévue pour commander de manière coordonnée les mouvements de positionnement de la matrice d'estampage (7), de l'unité pilon (8) et de l'unité d'acheminement (3) ainsi que l'application de la pression par l'outil de frappe (6).
     
    9. Installation d'estampage (1) selon l'une des revendications 1 à 8, une installation d'estampage supplémentaire étant prévue, laquelle installation est disposée à l'opposé par rapport à la zone d'estampage de l'installation d'estampage et laquelle comprend en outre : une matrice d'estampage supplémentaire (20) qui comporte des poinçons supplémentaires actionnables individuellement, cette matrice d'estampage supplémentaire (20) étant réalisée mobile pour positionner dans une position à estamper, dans la zone d'estampage (4), un poinçon d'estampage (41) sélectionné parmi les poinçons supplémentaires ; un pilon (83) supplémentaire pour mettre en mouvement un des poinçons sélectionné parmi les poinçons actionnables supplémentaires ; et un outil de frappe supplémentaire destiné à appliquer une pression sur le pilon (83) supplémentaire, les outils de frappe, les pilons et les matrices d'estampage (7, 20) étant couplés de manière à appliquer simultanément et de part et d'autre une pression d'estampage à une position sur la carte, dans la zone d'estampage (4).
     
    10. Procédé pour estamper une carte dans une zone d'estampage (4) d'une installation d'estampage (1), cette installation d'estampage comprenant une matrice d'estampage (7), un pilon (83) et un outil de frappe (6), et le procédé comportant les étapes suivantes :

    - l'acheminement d'une carte vers la zone d'estampage (4),

    - le déplacement dans la direction X et/ou dans la direction Y de la matrice d'estampage (7) comportant plusieurs poinçons d'estampage (41) individuellement actionnables pour positionner dans la direction X et/ou dans la direction Y, dans une position à estamper dans la zone d'estampage (4), un poinçon d'estampage (41) sélectionné, la matrice d'estampage (7) étant déplacée sensiblement perpendiculairement à une direction d'acheminement, dans un sens transversal de la carte, pour positionner sur la carte, par rapport audit sens transversal, un poinçon d'estampage (41) sélectionné, en fonction de la position à estamper,

    - la mise en mouvement du poinçon d'estampage (41) actionnable, par le biais du pilon (83) mobile dans la direction Z, soit l'outil de frappe (6) destiné à appliquer une pression sur le pilon (83) restant stationnaire, et le pilon (83) étant alors mobile dans la direction X et dans la direction Y, soit l'outil de frappe (6) étant mobile, et le pilon (83) et l'outil de frappe (6) étant alors couplés l'un à l'autre dans la direction Y, tandis que le pilon est déplacé dans la direction X, indépendamment de l'outil de frappe, et

    - l'application d'une pression sur le pilon (83) dans la direction Z pour estamper à l'aide du poinçon (41) sélectionné la carte se trouvant dans la zone d'estampage (4).


     




    Zeichnung





























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente