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(11) |
EP 2 042 002 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.09.2015 Patentblatt 2015/36 |
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Anmeldetag: 16.05.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/004404 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/000317 (03.01.2008 Gazette 2008/01) |
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ANLAGE ZUR BEARBEITUNG EINES WERKSTÜCKS MIT UV-, NIR- ODER IR-STRAHLUNG
INSTALLATION FOR TREATING A WORKPIECE WITH UV, NIR OR IR RADIATION
INSTALLATION POUR LE TRAITEMENT D'UNE PIECE PAR UN RAYONNEMENT UV, NIR OU IR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR IT NL |
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Priorität: |
26.06.2006 DE 102006029252
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.04.2009 Patentblatt 2009/14 |
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Patentinhaber: |
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- AdPhos Innovative Technologies GmbH
83052 Bruckmühl (DE)
- KHS Corpoplast GmbH & Co. KG
22145 Hamburg (DE)
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Erfinder: |
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- BÄR, Kai, K., O.
83043 Bad Aibling (DE)
- WIRTH, Rolf
83052 Bruckmühl (DE)
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| (74) |
Vertreter: Heinze, Ekkehard et al |
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Meissner, Bolte & Partner GbR
Widenmayerstrasse 47 80538 München 80538 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 19 849 462 US-A- 4 789 771 US-A1- 2005 023 267
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US-A- 4 558 660 US-A- 6 054 687
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Bearbeitung eines Werkstücks mit UV-, NIR-
oder IR-Strahlung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie die Verwendung eines
hochreflektierenden flächigen Verbundmaterials in einer derartigen Anlage.
[0002] Zur thermischen Behandlung von Oberflächen, Bearbeitung von Materialien und Herstellung
von Verbundwerkstoffen werden im industriellen Umfeld vielfach Bestrahlungsverfahren
angewendet, bei denen das Bestrahlungsgut mit elektromagnetischer Strahlung mit einem
wesentlichen Wirkanteil im Bereich des nahen Infrarot (NIR), insbesondere im Wellenlängenbereich
zwischen 0,8 µm und 1,5 µm, beaufschlagt und so erwärmt wird. Strahlung im UV- oder
sichtbaren Bereich wird jedoch von vielen Materialien ebenfalls absorbiert und ruft
entsprechende thermische Wirkungen hervor. Beim Einsatz von UV-Strahlung für Bearbeitungszwecke,
etwa zum Trocknen der Druckfarbe auf schnelllaufenden Druckbildträgern oder zum Härten
spezieller Lackformulierungen, ist zudem neben oder vorrangig vor ihrer thermischen
Wirkung ihre vernetzungs-initialisierende Wirkung für bestimmte Polymere von Bedeutung.
[0003] Bekannt ist bspw. der Einsatz von Bestrahlungsanordnungen zum Trocknen von Lacken,
etwa Flüssig- oder auch Pulverlacken, auf Metall, Holz, Papier oder Kunststoffen,
vgl. die Patentschriften
DE 100 48 361 C1 oder
DE 101 08 926 C1 der Anmelderin. Auch zum Trocknen von Farben, Druckfarben, Lasuren oder Ölen wird
das beschichtete Substrat vielfach mit einer Strahlung beaufschlagt, die in die Beschichtung
und teilweise auch in das Substrat eindringt; für weitere Informationen hierzu sei
etwa auf das Patent
DE 100 38 896 B4 der Anmelderin verwiesen. Auch zur Streckblasformung von Kunststoffprodukten, bspw.
PET-Behältern, werden entsprechende Preforms mit Strahlung beaufschlagt; Details finden
sich etwa in der Patentschrift
DE 197 36 462 C2 der Anmelderin.
[0004] Bei der Realisierung von Applikationen von im nahen Infrarot arbeitenden Bestrahlungsanordnungen
werden vielfach Gegenreflektoren auf der der Strahlungsquelle abgewandten Seite des
Bearbeitungsgegenstandes und/oder Seitenreflektoren, ggfs. zur Ausbildung eines im
wesentlichen geschlossenen Strahlungsraumes, vorgesehen. Dies gilt insbesondere für
Applikationen zur Bestrahlung eines schnell geförderten Bearbeitungsgegenstandes,
wie einer Papierbahn, einer Kunststofffolie, eines Metallbandes, eines Elastomerprofiles
oder von Preforms o. ä. Hierdurch ergeben sich wesentliche Verbesserungen beim behandelten
Produkt und in der Prozessführung.
[0005] Die Reflektoren bilden Wandungen einer Bestrahlungszone bzw. eines Strahlungsraumes.
Entsprechende Anordnungen sind bspw. den Patenten
DE 198 07 643 C2 und
DE 198 57 044 C2 sowie den Offenlegungsschriften
DE 100 51 641 A1 und
DE 100 51 642 A1 der Anmelderin zu entnehmen. Die unveröffentlichte deutsche Patentanmeldung
10 2005 000 837.2 der Anmelderin beschreibt schließlich die spezielle Auskleidung eines Strahlungsraumes
mit kachel-artigen Reflektorplatten mit reflektierender Vorderseite und abstrahlender
Rückseite.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt angesichts dieses Standes der Technik die Aufgabe
zugrunde, eine weiter verbesserte Anlage der gattungsgemäßen Art anzugeben, welche
besonders einfach aufgebaut sein kann und mit hoher Energieeffizienz arbeitet.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Anlage mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Zweckmäßige
Fortbildungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand der hiervon abhängigen Ansprüche.
Im Kontext der Lösung dieser Aufgabe stehen ferner eine neue Verwendung gemäß Anspruch
10 sowie deren Ausgestaltungen in den hiervon abhängigen Ansprüchen.
[0008] Die Erfindung schließt den wesentlichen Gedanken einer bis an die Grenzen des praktisch
Machbaren getriebenen Verbesserung der Reflexionseigenschaften der Werkstückumgebung
ein, um bei bekannten Anlagen dort noch auftretende (und in der Summe durchaus erhebliche)
Energieverluste zu minimieren. Hierdurch wird es in überraschend hohem Maße möglich,
durch Mehrfachreflexionen auch eine vielfache Beaufschlagung des Werkstücks mit dort
noch nicht wirksam gewordenen Anteilen der Arbeitsstrahlung zu erreichen. Selbst bei
Werkstücken mit für die Arbeitsstrahlung ungünstigen Reflexionseigenschaften lassen
sich hierdurch Wirkungsgrade von über 40%, bezogen auf eine typische Werkstückbeschichtung,
von über 70% (thermisch) erzielen.
[0009] Die erfindungsgemäß mögliche erhebliche Steigerung des Anlagen-Wirkungsgrades erhöht
natürlich zum einen die Energieausbeute, sie schlägt sich aber auch deshalb in verringerten
Prozess- und damit Produktkosten nieder, weil sich die Kühleinrichtungen einer derartigen
Anlage geringer dimensionieren lassen oder auf besonders aufwändige Kühlungen (Flüssigkeitskühlung)
ggf. zugunsten weniger aufwendiger Kühlverfahren (Gebläseluftkühlung) verzichtet werden
kann.
[0010] Zur Umsetzung dieses Prinzips schließt die Erfindung weiter den Gedanken ein, die
Innenwandung einer Bestrahlungskammer mindestens zum überwiegenden Teil - bevorzugt
so vollständig als möglich - mit einem hochreflektierenden flächigen Verbundmaterial
auszukleiden, welches seine ausgezeichneten Reflexionseigenschaften auch bei der üblichen
hohen thermischen Belastung und im Anlagen-Dauerbetrieb behält. In diesem Sinne ist
ein Verbundmaterial vorgesehen, das auf einem Metallblech-Träger eine Beschichtung
mit einem Reflexionsgrad von 97,5% oder mehr für die UV-, NIR- oder IR-Strahlung und
hierauf eine transparente oxidische oder glasartige Korrosionsschutzschicht aufweist.
[0011] In einer ersten vorteilhaften Ausführung ist vorgesehen, dass der Träger des hochreflektierenden
flächigen Verbundmaterials aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung besteht. Aluminiumblech
eignet sich gut als Substrat für hochreflektierende Beschichtungen und für Bauelemente
mit dem hier in Rede stehenden Einsatzzweck auch wegen seiner hohen Wärmeleitfähigkeit,
günstigen Kosten und leichten Bearbeitbarkeit. Alternativ kommen aber auch Stahl-
oder Kupfer- oder für spezielle Anwendungen auch andere Metallbleche als Träger des
Verbundmaterials in Betracht.
[0012] Ein vorteilhaftes Beschichtungsmaterial mit besonders guten Reflexionseigenschaften
ist Silber mit hohem Reinheitsgrad, oder auch eine Silberlegierung (etwa mit Gold).
Wegen der Korrosionsneigung stellt eine Ag-Reflexionsschicht aber hohe Anforderungen
an die Qualität der überdeckenden Korrosionsschutzschicht, so dass auch eine Beschichtung
des Trägers mit Reinst-Aluminium als zweckmäßige Lösung anzusehen ist, insbesondere
bei Einsatz von AI-Blech als Träger. Das Aufbringen der Beschichtung auf den Träger
erfolgt in zweckmäßiger Weise mit bekannten Vakuum-Beschichtungsverfahren.
[0013] Da sich auch bei sehr hohem Reflexionsgrad - bevorzugt sind Werte von über 99% -
beim Einsatz von Höchstleistungs-Strahlern das Reflektormaterial in erheblichem Maße
erwärmt, ist vorteilhafterweise die Rückseite des Metallblech-Trägers zur verbesserten
Wärmeabstrahlung dunkel gefärbt, insbesondere geschwärzt. Dies begünstigt die Wärmeabstrahlung
vom Verbundmaterial bzw., in Verbindung mit einer Fluidstromkühlung der Rückseite,
auch die Wärmeableitung bzw. -konvektion von dort.
[0014] Speziell in Verbindung mit einer Rückseiten-Kühlung, aber auch unabhängig hiervon
aus baulichen und wartungsseitigen Gründen ist ein Aufbau der Strahlungskammer von
Vorteil, bei dem das Verbundmaterial der Außenwandung der Bestrahlungskammer mit vorbestimmten
Abstand, insbesondere auf einer Tragkonstruktion montiert, vorgeblendet ist.
[0015] Im Interesse optimierter Gesamt-Reflexionseigenschaften ist es bevorzugt, dass die
Bestrahlungskammer optisch im Wesentlichen allseitig geschlossen ist. Wie bereits
weiter oben erwähnt, sollte sie zu diesem Zweck auch so vollständig als möglich mit
dem hier vorgeschlagenen Reflektormaterial ausgekleidet sein.
[0016] In einer Fortbildung dieses Gedankens ist vorgesehen, dass die Bestrahlungskammer
zur Bearbeitung eines durchlaufenden Werkstücks, insbesondere in Form eines Flächenkörpers
oder eines quasi-endlosen Bandes, einen an die Abmessungen des Werkstückes mit geringer
Toleranz angepassten Ein- und Auslaufbereich aufweist, denen optische Dichtmittel
zur Vermeidung von Strahlungslecks zugeordnet sind. Allein schon eine strikt an den
funktionswesentlichen bzw. vom Anwender geforderten Toleranzen orientierte Dimensionierung
des Ein- bzw. Auslaufbereiches sorgt für die Verringerung von Strahlungslecks. Zusätzlich
in diese Richtung wirkt das Vorsehen geeigneter "optischer Dichtmittel", insbesondere
einer Ein- und/oder Auslaufschräge oder -kurve aufweisen, die mindestens abschnittsweise
mit dem hochreflektierenden flächigen Verbundmaterial belegt oder verblendet ist.
[0017] Zur Realisierung optimaler Gesamt-Reflexionseigenschaften auch in verschiedenen Einsatz-Situationen
bzw. bei wechselnden Nutzeranforderungen ist weiter vorgesehen, dass der Ein- und/oder
Auslaufschräge oder -kurve Einstellmittel zur Einstellung ihres Neigungswinkels zugeordnet
sind und/oder die Ein- und/oder Auslaufschräge mehrere Abschnitte mit unterschiedlichem,
wahlweise separat einstellbarem Neigungswinkel aufweist.
[0018] Eine vorteilhafte Ausführung der oben erwähnten einfachen und kostengünstigen Kühlsysteme
besteht darin, dass die Bestrahlungskammer eine Gasumlaufkühlung aufweist, die die
Erzeugung und Führung eines Kühlgasstromes an einer Oberfläche des auskleidenden flächigen
Verbundmaterials, insbesondere dessen Rückseite, und nach Erwärmung des Gases über
eine Werkstückoberfläche umfasst. Hierdurch wird erreicht, dass nicht nur die Arbeitsstrahlung
als solche möglichst vollständig dem Werkstück zugeführt wird, sondern dass auch die
unvermeidlich im Reflektor in Wärme umgewandelten Strahlungsanteile der Erwärmung
des Werkstücks zugute kommen. Es versteht sich, dass eine bei entsprechenden Einsatzbedingungen
sinnvolle Alternative in einer Abführung der erwärmten Luft aus der Bestrahlungskammer
und in deren anderweitige Nutzung außerhalb der Kammer bestehen kann, etwa zu einer
Vorerwärmung des Werkstücks.
[0019] An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass in den anhängenden Ansprüchen und der
Beschreibung der Begriff "Werkstück" in seinem allgemeinsten Sinne eines Bearbeitungsobjektes
verstanden werden soll, also auch quasi-endlose Flächenkörper oder nicht formgebundene
Medien, etwa einen Teilchen- oder Flüssigkeitsstrom, einschließen soll. Weiter wird
darauf hingewiesen, dass bei der Benennung von UV-, NIR- oder IR-Strahlung der zwischen
diesen Bereichen liegende Bereich der sichtbaren Strahlung keineswegs ausgeschlossen
sein soll, sofern das sichtbare Licht im Bezug auf das Werkstück eine Bearbeitungsfunktion
hat.
[0020] Für gewisse Applikationen, bei denen im Verlaufe der Bestrahlung etwa Lösungsmittel
oder andere Bestandteile aus dem Werkstück bzw. einer darauf angeordneten Beschichtung
austreten, ist eine Ausführung der Anlage zweckmäßig, bei der in der Bestrahlungskammer
zwischen den Strahlern und/oder dem flächigen Verbundmaterial und dem Werkstück eine
für die eingesetzte UV-, NIR- und/oder IR-Strahlung hochtransparente Schutzscheibe
angeordnet ist. Die Schutzscheibe verhindert eine Verschmutzung der Strahler und/oder
des Reflektormaterials. Es versteht sich, dass sie dann selbstverschmutzt und in bestimmten
Abständen zu reinigen ist. Dies kann durch eine Kammerkonstruktion erleichtert werden,
bei der die Schutzscheibe herausnehm- oder -fahrbar oder durch Aufklappen o.ä. leicht
zugänglich ist. In Kombination hiermit, oder auch unabhängig hiervon, ist des Weiteren
ein Kammeraufbau vorteilhaft, bei dem das auskleidende hochreflektierende Verbundmaterial
mindestens abschnittsweise leicht gereinigt und/oder ausgetauscht werden kann. Konkrete
Konstruktionsmerkmale einer derartigen Bestrahlungskammer sind aber nicht Gegenstand
der vorliegenden Erfindung.
[0021] Im Interesse des grundsätzlichen Zieles, die Arbeitsstrahlung möglichst vollständig
in das Werkstück einzuleiten, ist es von Vorteil, wenn die Schutzscheibe mindestens
auf der den Strahlern zuwandten Oberfläche mit einer für die eingesetzte UV-, NIR-
und/oder IR-Strahlung reflexmindernden Beschichtung versehen ist.
[0022] In einer konstruktiv besonders einfachen und somit auch besonders kostengünstigen
Ausführung der vorgeschlagenen Anlage ist vorgesehen, dass eine thermische Isolation
der Bestrahlungskammer mindestens überwiegend durch das hochreflektierende flächige
Verbundmaterial bewirkt wird. Dieses Konzept, welches auch als "light weight thermal
insulation" bezeichnet werden kann, wird also die Entkopplung zwischen thermisch hoch
belasteter Bestrahlungszone und vor hohen Temperaturen zu schützender Umgebung weitestgehend
durch die ausgezeichneten Reflexionseigenschaften der Bestrahlungskammer-Innenseite
erreicht, und auf den Einsatz voluminöser und weitgehend manuell zu verarbeitender
Wärmeisolierstoffe kann weitgehend verzichtet werden. Besonders gut gelingt dies,
wenn die thermische Isolation zur Wirkung des die Bestrahlungskammer auskleidenden
hochreflektierenden flächigen Verbundmaterials durch einen an dessen Oberfläche entlangstreichenden
Kühlgasstrom unterstützt wird. Aber auch ohne einen rückseitigen Kühlgasstrom, allein
durch Anordnung des Reflektormaterials mit Abstand zur Bestrahlungskammer-Außenwand,
lassen sich die vergleichsweise guten Wärmeisolationseigenschaften von Luft zur Realisierung
des erwähnten Leichtbau-Konzeptes nutzen.
[0023] Der extrem hohe Wirkungsgrad und die damit mögliche Leichtbau-Ausführung bedeuten,
dass die vorgeschlagene Vorrichtung eine geringe thermische Masse hat und daher besonders
schnell in ihrer Temperatur steuerbar ist. Andererseits erfordert die geringe thermische
Masse aber auch eine schnelle und hochpräzise Temperatursteuerung, um Temperaturschwankungen
des zugeführten Werkstücks oder der Umgebung ohne nachteilige Einflüsse auf die Qualität
des Endprodukts schnell kompensieren zu können. Daher ist zweckmäßiger Weise den Strahlern
eine im Wesentlichen trägheitslose Leistungssteuerung zur Einstellung einer Prozesstemperatur
in der Bestrahlungskammer zugeordnet.
[0024] Vorteile und Zweckmäßigkeiten der Erfindung ergeben sich im Übrigen aus der nachfolgenden
Erläuterung bevorzugter Ausführungsbeispiele und -aspekte der Erfindung anhand der
Figuren. Von diesen zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anlage in einer schematischen Längsschnittdarstellung,
- Fig. 2
- eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anlage in einer schematischen
Längsschnittdarstellung und
- Fig. 3
- eine Querschnittsdarstellung eines Ausführungsbeispiels des bei der erfindungsgemäßen
Anlage als Reflektor eingesetzten flächigen Verbundmaterials.
[0025] Fig. 1 zeigt schematisch eine Trocknungsanlage 1 zur Trocknung von Beschichtungen
auf einem schnell durchlaufenden Metallblech (Coil) 3 mittels naher Infrarotstrahlung,
die von bei hoher Strahlertemperatur oberhalb von 2900 K betriebenen Glühfaden-Halogenlampen
5 ausgesandt wird.
[0026] Die Anlage 1 umfasst eine Bestrahlungskammer 7, in der das Metallblech 3 durch drehende
Walzen 9 gelagert ist und die einen Einlaufbereich 11 und einen Auslaufbereich 13
hat, in denen keine Strahler angeordnet sind. Der Einlaufbereich 11 dient hier zugleich
als Vorwärmbereich, während der Auslaufbereich 13 als Nachtemperzone wirken kann.
[0027] Der Mittenbereich der Anlage, die eigentliche Bestrahlungskammer 7 hat in der dargestellten
Ausführung im Wesentlichen Trapezform mit einer zum durchlaufenden Metallblech 3 und
zur Boden-Wandung 7.1 parallelen Decken-Wandung 7.2 und in einem stumpfen Winkel zur
Boden-Wandung 7.1 geneigten stirnseitigen Wandungen 7.3. Der Ein- und Auslaufbereich
11, 13 sind in ihrer Durchlassweite knapp auf die für den schnellen Durchlauf des
Bleches 3 festgelegten Toleranzen abgestimmt, wobei die lichte Weite des Einlaufbereiches
11 aus einem weiter unten zu erläuternden Grund etwas größer bemessen ist als diejenige
des Auslaufbereiches 13. Die Oberseiten beider Bereiche sind geringfügig gegenüber
der Ebene des Blechs 3 geneigt.
[0028] Praktisch die gesamte Innenfläche der Bestrahlungskammer 7, wie auch die Oberseiten
des Ein- und Auslaufbereiches 11, 13 sind mit einem hochreflektierenden Flächenmaterial
15 ausgekleidet. Dieses ist durch eine geeignete Tragkonstruktion 17 von der Wandung
der Bestrahlungskammer 7 beabstandet angebracht, während es auf die oberen Wandungsabschnitte
des Ein- und Auslaufbereiches 11, 13 an Befestigungspunkten 19 direkt aufgelegt ist.
Auch in den Zwischenräumen zwischen den Walzen 9 ist, auf geeigneten Ständern 19,
das Reflektormaterial 15 vorgesehen.
[0029] Im Übergangsbereich zwischen dem Einlaufbereich 11 und der Bestrahlungskammer 7 ist
in der dortigen Stirnwand ein Lufteinlass 21 vorgesehen, über den Gebläseluft in den
Zwischenraum zwischen dem Reflektormaterial 15 und der Außenwand der Bestrahlungskammer
7 in der in der Figur mit Pfeilen bezeichneten Strömungsrichtung eingeblasen wird.
Nach Passieren der Rückseite der die Strahler 5 umgebenden und sich besonders stark
erwärmenden Abschnitte der Reflektorkonstruktion 15/17 gelangt die Luft, unterstützt
durch geeignete Formgebung der Reflektoreinheiten und eine (nicht dargestellte) Absaugeinrichtung
am äußeren Ende des Einlaufbereiches 11, auf die Oberfläche des Metallblechs 3 und
strömt entgegen dessen Laufrichtung zum Absaugpunkt am äußeren Ende des Einlaufbereiches
11. Sie bewirkt hierbei eine zusätzliche Erwärmung der Oberfläche des Bleches und
kühlt sich dabei selbst im Einlaufbereich 11 etwas ab.
[0030] Durch die nahezu vollständige Auskleidung aller Wandungsbereiche der Bestrahlungskammer
7 und der wichtigeren Abschnitte des Ein- und Auslaufbereiches 11, 13 mit dem Flächenmaterial
15 mit extrem guten und stabilen Reflexionseigenschaften, in Verbindung mit der engen
Bemessung des Ein- und Auslaufbereiches, gelingt eine herausragend effiziente Ausnutzung
der NIR-Strahlung der Strahler 5. Die thermische Effizienz der Anordnung wird durch
die Rückführung von hinter den Reflektorflächen entlangstreichender Kühlluft über
der Werkstückoberfläche zusätzlich erhöht. Zudem kann aufgrund der besonders wirksamen
Rückreflexion der Arbeitsstrahlung, in Verbindung mit der speziellen Kühlluftführung,
weitgehend auf eine spezielle Wärmeisolation der Bestrahlungskammer 7 verzichtet werden.
[0031] Fig. 2 zeigt als weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bearbeitungsanlage
eine hier mit der Ziffer 1' bezeichnete Abwandlung der Anlage 1 aus Fig. 1, zur Trocknung
und/oder Vernetzung einer Beschichtung auf einem Metallblech 3. Soweit diese Anlage
gleiche oder funktionell übereinstimmende Teile wie die Anlage 1 aufweist, sind diese
mit den gleichen Bezugsziffern wie in Fig. 1 bezeichnet und werden hier nicht nochmals
erläutert. Ein wesentlicher konstruktiver Unterschied besteht darin, dass die Bestrahlungskammer
7' bei dieser Ausführung gekrümmt an die Decken-Wandung angeformte (in der Figur nicht
gesondert bezeichnete) Stirnwandbereiche hat, ihre Wandung im oberen Bereich also
als Gewölbe 7.2' ausgeführt ist. Dieser Teil der Bestrahlungskammer ist mit direkt
auf der Wandung aufliegendem flächigen Reflektormaterial 15 verkleidet, welches an
Befestigungspunkten 19 mit der Wandung verbunden ist. Im Einlaufbereich 11' und Auslaufbereich
13' ist eine massive obere bzw. Deckenwand entfallen und lediglich frei aufgeständertes
flächiges Reflektormaterial 15 vorgesehen. Während dieses im Auslaufbereich 13' fest
angebracht ist, ist im Einlaufbereich 11' seine Neigung durch geeignete Stellmittel
23 verstellbar.
[0032] Eine Kühlluftzuführung befindet sich bei dieser Ausführung am Übergang zwischen der
Bestrahlungskammer 7' und dem Auslaufbereich 13' und ist hier mit 21' bezeichnet.
Wie durch den Verlauf der Pfeile dargestellt, strömt die Kühlluft hier im Wesentlichen
nur an der Oberfläche des Metallblechs 3 entlang zum Einlaufbereich 11' und wird dort
abgesaugt; eine Luftkühlung der Reflektorflächen 15 ist also hier nicht vorgesehen;
es können aber gesonderte (nicht dargestellte) Kühleinrichtungen für die Strahler
5 vorhanden sein.
[0033] Fig. 3 zeigt schematisch den Querschnitt einer Ausführungsform des zur Auskleidung
der Bestrahlungskammern eingesetzten hochreflektierenden Flächenmaterials 15. Dieses
ist auf einem AI-Blech 15a mit hoher Walzgüte durch Vakuum-Abscheidung einer Reinst-Al-Schicht
15b mit einer Reinheit von mindestens 99,99% und anschließender Abscheidung einer
hochtransparenten SiO
2-Schicht 15c auf der Reflexionsschicht 15b gebildet und auf der der Reflexionsschicht
15b gegenüberliegenden Oberfläche des Trägers 15a durch Anodisieren mit einer fest
haftenden schwarzen Schicht 15d versehen.
[0034] Die Ausführung der Erfindung ist nicht auf die hier dargestellten Konstruktionsbeispiel
und den dargestellten bevorzugten Aufbau des hochreflektierenden flächigen Verbundmaterials
beschränkt, sondern ebenso in einer Vielzahl von Abwandlungen möglich, die im Rahmen
fachgemäßen Handelns liegen. Insbesondere sollen sämtliche möglichen Kombinationen
der Merkmale der abhängigen Ansprüche als im Schutzbereich der Erfindung liegend angesehen
werden.
1. Anlage zur Bearbeitung eines Werkstücks mit UV-, NIR- oder IR-Strahlung, mit einer
Mehrzahl von UV-, NIR- und/oder IR-Strahlung emittierenden Strahlern (5) und mindestens
einer den Strahlern zugeordneten Reflexions fläche, mit
einer Bestrahlungskammer (7), die im überwiegenden Teil der Innenwandung mit einem
hochreflektierenden flächigen Verbundmaterial (15) ausgekleidet ist, das auf einem
Metallblech-Träger, insbesondere aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung, eine
Beschichtung mit einem Reflexionsgrad von 97,5% oder mehr für die UV-, NIR- oder IR-Strahlung
und hierauf eine transparente oxidische oder glasartige Korrosionsschutzschicht (15c)
aufweist, und dadurch gekennzeichnet, dass die Bestrahlungskammer optisch allseitig geschlossen ist und einen an die Abmessungen
des Werkstückes angepassten Ein- und Auslaufbereich aufweist, denen optische Dichtmittel
zur Vermeidung von Strahlungslecks zugeordnet sind.
2. Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Beschichtung des hochreflektierenden flächigen Verbundmaterials im Wesentlichen
aus Silber oder Reinst-Aluminium mit einer Reinheit von 99,99% oder mehr besteht.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die optischen Dichtmittel eine Ein- und/oder Auslaufschräge oder -kurve aufweisen,
die mindestens abschnittsweise mit dem hochreflektierenden flächigen Verbundmaterial
(15) belegt oder verblendet ist und/oder der Einstellmittel zur Einstellung ihres
Neigungswinkels zugeordnet sind und/oder die mehrere Abschnitte mit unterschiedlichem,
wahlweise separat einstellbarem Neigungswinkel aufweist.
4. Anlage nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbundmaterial (15) der Außenwandung der Bestrahlungskammer (7) mit vorbestimmtem
Abstand, insbesondere auf einer Tragkonstruktion montiert, vorgeblendet ist.
5. Anlage nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Bestrahlungskammer (7) eine Gasumlaufkühlung aufweist, die die Erzeugung und Führung
eines Kühlgasstromes an einer Oberfläche des auskleidenden flächigen Verbundmaterials,
insbesondere dessen Rückseite, und nach Erwärmung des Gases über eine Werkstückoberfläche
umfasst.
6. Anlage nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der Bestrahlungskammer (7) zwischen den Strahlern (5) und/oder dem flächigen Verbundmaterial
(15) und dem Werkstück eine für die eingesetzte UV-, NIR- und/oder IR-Strahlung hochtransparente
Schutzscheibe angeordnet ist, welche insbesondere mindestens auf der den Strahlern
zuwandten Oberfläche mit einer für die eingesetzte UV-, NIR- und/oder IR-Strahlung
reflexmindernden Beschichtung versehen ist.
7. Anlage nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine thermische Isolation der Bestrahtungskammer (7) mindestens überwiegend durch
das hochreflektierende flächige Verbundmaterial (15) bewirkt wird.
8. Anlage nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
außer der Auskleidung mit dem hochreflektierenden flächigen Verbundmaterial (15) und
wahlweise einem Kühlgasstrom keine thermische Isolierung der Bestrahlungskammer vorgesehen
ist.
9. Anlage nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
den Strahlern (5) eine im Wesentlichen trägheitslose Leistungssteuerung zur Einstellung
einer Prozesstemperatur in der Bestrahlungskammer (7) zugeordnet ist.
10. Verwendung eines hochreflektierenden flächigen Verbundmaterials (15), das auf einem
Metallblech-Träger eine Beschichtung mit einem Reflexionsgrad von 97% oder mehr für
UV-, NIR- oder IR-Strahlung und hierauf eine transparente oxidische oder glasartige
Korrosionsschutzschicht (15c) aufweist, in einer Anlage gemäß einer der Ansprüche
1 bis 9 zur Bearbeitung eines Werkstücks mit UV-, NIR- und/oder IR-Strahlung.
11. Verwendung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Metallblech-Träger des flächigen Verbundmaterials (15) aus Aluminium oder einer
Aluminiumlegierung besteht.
12. Verwendung nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Beschichtung des flächigen Verbundmaterials (15) im Wesentlichen aus Silber oder
aus Reinst-Aluminium mit einem Reinheitsgrand von 99,99% oder mehr besteht.
13. Verwendung nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rückseite des Metallblech-Trägers dunkel gefärbt, insbesondere geschwärzt, ist.
14. Verwendung nach einem der Ansprüche 10 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
das flächige Verbundmaterial (15) einer Außenwandung einer mit UV-, NIR-und/oder IR-Strahlern
(5) bestückten Bestrahlungskammer (7) in vorbestimmtem Abstand vorgeblendet ist.
1. Installation for processing a workpiece with UV, NIR or IR radiation, having a plurality
of UV, NIR and/or IR radiation emitting emitters (5) and at least one reflection surface
associated to said emitters, comprising
an irradiation chamber (7) lined in the major part of the inner wall with a highly
reflecting planar composite material (15) which exhibits, on a metal sheet carrier
of in particular aluminum or an aluminum alloy, a coating having a reflectance of
97.5% or more for the UV, NIR or IR radiation, and a transparent oxidic or vitreous
corrosion protection layer (15c) thereon, and characterized in that the irradiation chamber is optically closed on all sides and has an inlet and outlet
area which arw adapted to the dimensions of the workpiece and to which optical sealing
means are associated to prevent radiation leakages.
2. Installation according to claim 1,
characterized in that
the coating of the highly reflecting planar composite material essentially consists
of silver or ultra-pure aluminum having a purity of 99.99% or more.
3. Installation according to claim 1 or 2,
characterized in that
the optical sealing means comprise an inlet and/or outlet slant or curve which at
least in a portion is coated or veneered with the highly reflecting planar composite
material (15) and/or to which adjusting means are associated for adjusting the inclination
angle thereof and/or which comprises a number of portions having different, optionally
separately adjustable inclination angles.
4. Installation according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the composite material (15) is superimposed on the outer wall of the irradiation chamber
(7) at a predefined spacing, in particular mounted on a support structure.
5. Installation according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the irradiation chamber (7) exhibits a closed-circuit gas cooling comprising the generating
and guiding of a cooling gas flow on a surface of the lining planar composite material,
in particular the rear side thereof, and after heating the gas, across a workpiece
surface.
6. Installation according to any one of the preceding claims,
characterized in that
in the irradiation chamber (7), between the emitters (5) and/or the planar composite
material (15) and the workpiece, a protective pane that is highly transparent for
the applied UV, NIR and/or IR radiation is disposed which is especially provided with
a reflection reducing coating for the applied UV, NIR and/or IR radiation at least
on the surface facing the emitters.
7. Installation according to any one of the preceding claims,
characterized in that
thermal insulation of the irradiation chamber (7) is at least mainly effected by the
highly reflecting planar composite material (15).
8. Installation according to claim 7,
characterized in that
except for the lining with the highly reflecting planar composite material (15) and
optionally a cooling gas flow, no further thermal insulation of the irradiation chamber
is provided.
9. Installation according to any one of the preceding claims,
characterized in that
an essentially highly responsive power control is associated to the emitters (5) for
setting a process temperature within the irradiation chamber (7).
10. Use of a highly reflecting planar composite material (15) which comprises, on a metal
sheet carrier, a coating having a reflectance of 97% or more for the UV, NIR or IR
radiation, and a transparent oxidic or vitreous corrosion protection layer (15c) thereon,
in an installation according to any one of claims 1 to 9 for processing a workpiece
with UV, NIR and/or IR radiation.
11. Use according to claim 10,
characterized in that
the metal sheet carrier of the planar composite material (15) consists of aluminum
or an aluminum alloy.
12. Use according to claim 10 or 11,
characterized in that
the coating of the planar composite material (15) essentially consists of silver or
ultra-pure aluminum having a purity of 99.99% or more.
13. Use according to any one of claims 10 to 12,
characterized in that
the rear side of the metal sheet carrier is colored dark, in particular blackened.
14. Use according to any one of claims 10 to 13,
characterized in that
the planar composite material (15) is superimposed at a predefined spacing on an outer
wall of an irradiation chamber (7) equipped with UV, NIR and/or IR emitters.
1. Installation pour le traitement d'une pièce à usiner par rayonnement UV, NIR ou IR,
comprenant une pluralité d'émetteurs (5) émettant un rayonnement UV, NIR et/ou IR
et au moins une surface de réflexion associée à l'un des émetteurs,
comprenant
une chambre d'irradiation (7) qui est revêtue, dans la majeure partie de la paroi
intérieure, d'un matériau composite plat hautement réfléchissant (15) qui présente,
sur un support en tôle métallique, en particulier en aluminium ou un alliage d'aluminium,
un revêtement d'un indice de réflexion de 97,5 % ou plus pour le rayonnement UV, NIR
ou IR et, par-dessus celui-ci, une couche oxyde ou vitreuse transparente de protection
contre la corrosion (15c), et caractérisée en ce que la chambre d'irradiation est fermée des tous côtés et présente une zone d'entrée
et une zone de sortie adaptées aux dimensions de la pièce à usiner et auxquelles sont
associés des éléments d'occlusion optiques destinés à éviter les fuites de rayonnement.
2. Installation selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le revêtement du matériau composite plat hautement réfléchissant est composé essentiellement
d'argent ou d'aluminium ultra-pur d'une pureté de 99,99 % ou plus.
3. Installation selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
les éléments d'occlusion optiques présentent une pente ou courbe d'entrée et/ou de
sortie qui est garnie ou parée, au moins par sections, du matériau composite plat
hautement réfléchissant (15) et/ou à laquelle sont associés des moyens de réglage
pour le réglage de son angle d'inclinaison et/ou qui présente plusieurs sections à
angle d'inclinaison différent, réglable séparément à titre facultatif.
4. Installation selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le matériau composite (15) de la paroi extérieure de la chambre d'irradiation (7)
est placé en amont à une distance prédéterminée, en particulier en étant monté sur
une structure portante.
5. Installation selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la chambre d'irradiation (7) présente un refroidissement au gaz en circuit fermé qui
comprend la production et le guidage d'un flux de gaz de refroidissement sur une surface
du matériau composite plat de garnissage, en particulier sur sa face arrière, et après
réchauffement du gaz via une surface de pièce à usiner.
6. Installation selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que,
dans la chambre d'irradiation (7), entre les émetteurs (5) et/ou le matériau composite
plat (15) et la pièce à usiner, est disposée une vitre de protection hautement transparente
pour le rayonnement UV, NIR et/ou IR utilisé, laquelle est pourvue en particulier,
au moins sur la surface tournée vers les émetteurs, d'un revêtement antireflet pour
le rayonnement UV, NIR et/ou IR utilisé.
7. Installation selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
une isolation thermique de la chambre d'irradiation (7) est provoquée au moins en
majeure partie par le matériau composite plat hautement réfléchissant (15).
8. Installation selon la revendication 7,
caractérisée en ce que,
hormis le garnissage au moyen du matériau composite plat hautement réfléchissant (15)
et à titre facultatif un flux de gaz de refroidissement, aucune isolation thermique
de la chambre d'irradiation n'est prévue.
9. Installation selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
une commande de puissance sensiblement à réaction rapide est associée aux émetteurs
(5) pour le réglage d'une température de processus dans la chambre d'irradiation (7).
10. Utilisation d'un matériau composite plat hautement réfléchissant (15) qui présente,
sur un support en tôle métallique, un revêtement d'un indice de réflexion de 97 %
ou plus pour rayonnement UV, NIR ou IR et, par-dessus celui-ci, une couche oxyde ou
vitreuse transparente de protection contre la corrosion (15c), dans une installation
selon l'une des revendications 1 à 9 pour le traitement d'une pièce à usiner par rayonnement
UV, NIR et/ou IR.
11. Utilisation selon la revendication 10,
caractérisée en ce que
le support en tôle métallique du matériau composite plat (15) est composé d'aluminium
ou d'un alliage d'aluminium.
12. Utilisation selon la revendication 10 ou 11,
caractérisée en ce que
le revêtement du matériau composite plat (15) est composé essentiellement d'argent
ou d'aluminium ultra-pur d'un indice de pureté de 99,99 % ou plus.
13. Utilisation selon l'une des revendications 10 à 12,
caractérisée en ce que
la face arrière du support en tôle métallique est colorée de manière foncée, en particulier
noircie.
14. Utilisation selon l'une des revendications 10 à 13,
caractérisée en ce que
le matériau composite plat (15) d'une paroi extérieure d'une chambre d'irradiation
(7) équipée d'émetteurs UV, NIR et/ou IR (5) est placé en amont à une distance prédéterminée.

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