[0001] Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Nutzung der Druckdifferenzen von gas-, dampf-
oder flüssigförmigen Medien, durch Druckdelatation der Medien, das dadurch gekennzeichnet
ist, dass die zu entspannenden Medien ein System von in einem Gehäuse 17 an der Innenwand
des runden Gehäuses positionierten Schlauchstücke 10, mit einer Länge die mindestens
der von Gehäusewand 12 entspricht, über Einlassventile 5 und Auslassventile 9, die
die Abfolge der Schlauchstückebefüllung und Entleerung synchron regeln, derart passieren,
dass die Schlauchstücke reihenweise aufgebläht und delatiert werden und durch das
Aufblähen der Schlauchstücke eine auf einem Exzenter rotierende Walze 8 vorangetrieben
wird, die mit der Zenterwelle 3 korrespondiert und diese zum Rotieren bringt.
[0002] Aufgabe der Erfindung war es Energien nutzbar zu machen die ansonsten nicht genutzt
werden und häufig umweltbelastend in die Atmosphäre entweichen.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung wurde gelöst durch ein Gerät gemäß den Ansprüchen.
[0004] Das Gerät wird beispielhaft beschrieben mit der Bezugszeichenliste und den folgenden
Figuren 1 bis 7.
[0005] Die folgenden Figuren zeigen das erfinderische Gerät und dessen Funktion.
Figur 1 - zeigt das Gerät 1 in der beispielhaften Position A mit der exzentrisch rotierenden
Walze 8 in der partiellen Position "Mediumeinlass offen", "ediumauslass" zu. Die Figur
1 beschreibt mittels der Indices der Bezugszeichenliste das Gerät im Detail. Das unter
Druck befindliche Medium, Beispielsweise atmosphärische Luft, Dampf oder Wasser gelangen
über den Mediumeinlass-Stutzen 2, gesteuert über die Einlassventile 5, in die Schlauchstücke
10. Die Schlauchstücke blähen auf und verdrängen die exzentrisch rotierende Walze
8 mit deren aktiver Fläche und bringen diese zum rotieren. Durch die mit der Walze
8 korrespondierende zentrierte Rotationswelle 3, dem Rotor, wird die Rotationsenergie
auf diese übertragen. Die resultierende Rotationsenergie ist Proportional zum in die
Schlauchstücke 10 einströmenden Mediumdruck und zum optimalen Schlauchumfangkontakt,
nämlich der aktiven Fläche der exzentrisch rotierenden Walze 8. Je dichter die Schlauchpackung
im Gehäuse 17 und je umfang- und längengrößer die exzentrisch rotierende Walze 8 ist,
desto größer ist der Beitrag zur Leistung des Gerätes.
Figur 2 - zeigt einen Querschnitt des Gerätes 1 in der Null Grad Position mit nur
partieller Komprimierung des Schlauchstückes 10. Bei stärkerer Komprimierung durch
die exzentrische Walze 8 wäre die aktive Verdrängungsfläche größer.
Figur 3 - zeigt einen adäquaten Querschnitt des Gerätes 1 um 30 Grad versetzt. Der
Querschnitt zeigt die fortschreitende Deformierung der Schlauchstücke 10. Der Gegendruck
bewegt Walze 8 in Gegendruckrichtung.
Figuren 4 und 5 - zeigen beispielhafte Querschnitte der Ventilsituierungen in den
Positionen mit offenen Einlassventilen wie in Figur 4 und offenen Auslassventilen
wie in Figur 5.
Figur 6 - zeigt einen Querschnitt der Lagerung der zentrierten Rotationswelle 3 mit
der Lagerung 6 und den Schlauchstücken 10.
Figur 7 - zeigt eine Gerätversion mit Motorfunktion beispielhaft wie in Position B.
Die Funktionsweise ist adäquat zum Gerät der Figur 1, lediglich aufgrund der gerichteten
Medienströme sind die Einlass und Auslasspartien verändert. In einer Reihenversion
bestünde die Möglichkeit der weiteren Nutzung des Druckgefälles bis zum Atmosphärendruck
mittels Gerät der Figur 1.
[0006] Der Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt in der Nutzung von ansonsten nicht genutzten
Energien. Das beanspruchte Gerät ist einfach produzierbar und unter Verwendung allgemein
gängiger Rohstoffe. Die eingesetzten und verwerteten Eingangsenergien sind umweltentlastent,
da üblicherweise nicht genutzt.
[0007] Die gezeigten Figuren sind beispielhaft und erweiterbar.
[0008] Leistungsoptimierend ist es, wenn Gehäuse 17 lückenlos mit der Anzahl von Schlauchstücken
10 derart bestückt ist und die Sehlauchstückeform sowie die Form der exzentrisch rotierenden
Walze 8 derart gestaltet sind, dass eine flüssige Lückenüberbrückung der Lücken 18
erfolgen kann, wie in Figur 5 gezeigt.
[0009] Je größer die Druckdifferenz zwischen Geräteinlass 2 und Gerätauslass 11, desto größer
ist die Rotationsleistung des Rotors 3.
Beim Fehlen einer Druckdifferenz zwischen Einlass zum Gerät und dem Austritt der Medien
aus dem Gerät erfolgt keine Rotationsbewegung. In einem solchen Falle sind keine weiteren
Absperrventile erforderlich.
[0010] Die Nutzung der Druckdifferenz mittels dem Gerät der Figur 7 erfolgt ebenfalls wenn
die Druckdifferenz nicht bis zum atmosphärischen Druck ausgenutzt wird, sondern zwischen
verschiedenen intermediären Druckniveaus stattfindet. In einem solchen Falle wirkt
das Gerät wie ein Motor mit Gehäuse 17 und Rotor 3.
[0011] Vorteilhafte Funktionsmerkmale des Gerätes sind noch die folgenden;
[0012] Die Ventilsteuerung erfolgt durch einfaches abklemmen der Schläuche wie mit 5 und
9 gezeigt.
[0013] Bei niedrigen Drücken erfolgt die Ventilsteuerung durch Lochscheiben.
[0014] Durch Verstellen der Steuerscheiben 4 und 12 kann die Drehrichtung gewechselt werden.
[0015] Durch Verstellen der Steuerscheiben 4 und 12 ist der vorhandene Schwung als Pumpfunktion
zu Druck wandelbar.
[0016] Durch entsprechende Ventilsteuerung das Gerät ausschließlich als Pumpe nutzbar ist.
[0017] Dass die Schläuche aufgrund ihrer Formstabilität ein zu pumpendes Medium ansaugen.
[0018] Bei Nutzung der Temperaturdifferenzen bei Rankine-Kreisläufen, beispielsweise, kann
das neue Gerät anstelle von üblichen Generatorturbinen eingesetzt werden. Im Rahmen
derartiger Kreisläufe erfolgt die Nutzung des Gerätes zur Produktion von Elektrizitäts-Strom,
als Generatorantrieb, beispielsweise bei der Gewinnung von Energie in den Bereichen
der Solar-, Erdwärme und Abwärmeenergienutzung.
[0019] Weiteres Nutzungsbeispiel des Gerätes als Motor ist aufgrund deren Leistungsstärke,
seinem hohen Wirkungsgrad und geringem Gewicht, die Abgasenergie von Verbrennungsmotoren
auch beispielsweise von Fahrzeugen, die in zusätzliche Antriebsenergie wandelbar ist.
Der Arbeitsbereich des Gerätes als Motor funktioniert im breiten Medientemperaturspektrum
von etwa -100 bis +250 Grad Celsius.
Das Gerät als Motor ist beispielsweise auch anstelle der Drossel von Kältemaschinen
effizienzsteigernd anwendbar mit Kältemittel als Medium.
[0020] Der Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt in der Nutzung von ansonsten nicht genutzten
Energien. Das beanspruchte Gerät ist einfach produzierbar und unter Verwendung allgemein
gängiger Rohstoffe. Die eingesetzten und verwerteten Energien sind umweltentlastent,
da es üblicherweise Energien sind, die ungenutzt entweichen.
Weiterer Vorteil ist die schmiermittelfreie Arbeitsweise des Gerätes, sowie die gefahrlose
Handhabung von brennbaren Medien.
Bezugszeichenliste
[0021]
- 1
- Erfinderisches Gerät
- 2
- Mediumeinlass-Stutzen
- 3
- Zentrierte Rotationswelle (Rotor)
- 4
- Exzenterscheibe zur Ventilsteuerung der Einlassventile
- 5
- Einlassventile
- 6
- Lager der Rotationswelle
- 7
- Exzenterscheibe für eine auf einem Exzenter exzentrisch rotierende Walze
- 8
- Auf einem Exzenter exzentrisch rotierende Walze
- 9
- Auslassventile
- 10
- Dehnbare flexible Schlauchstücke
- 11
- Mediumauslass in die Atmosphäre
- 12
- Ventilsteuerscheiben
- 13
- Mediumgefüllte Schlauchstücke
- 14
- Mediumentleerte Schlauchstücke
- 15
- Exzentrisch rotierende Walze in Nullposition
- 16
- Exzentrisch rotierende Walze in 30 Grad versetzter Rotation
- 17
- Gerätgehäuse
- 18
- Überbrückungslücke zwischen aufgeblähten Schlauchstücken
- 19
- Aufgeblähte Schlauchstück
- 20
- Entleerte Schlauchstücke
- 21
- Stator, wie im Motorfall (Gehäuse mit nicht rotierenden Teilen)
- A
- Gerätversion mit Mediumdruckgefälle bis Atmosphärendruck
- B
- Gerätversion als Motor mit partiell genutztem Druckgefälle
- C
- Schnitt Einlassventile
- D
- Schnitt Auslassventile
- E
- Schnitt Rotorlagerung
1. Gerät, zur Nutzung der Druckdifferenzen von gas-, dampf- oder flüssigförmigen Medien
durch Druckdelatation der Medien dadurch gekennzeichnet, dass die zu entspannenden Medien ein System von in einem Gehäuse (17), an der Innenwand
des Gehäuses positionierte Schlauchstücke (10), mit einer Länge, die mindestens der
des Gehäuses (17) entspricht, über die Einlassventile (5) und die Auslassventile (9),
die die Abfolge der Schlauchstückebefüllung und Schlauchstückeentleerung synchron
regeln, derart passieren, dass die Schlauchstücke (10) aufgebläht und delatiert werden
und durch das Aufblähen der Schlauchstücke eine auf einem Exzenter rotierende Walze
(8) vorangetrieben wird, die mit der Zenterwelle (3) korrespondiert und diese zum
rotieren bringt.
2. Anwendung des Gerätes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es durch partiell geminderte Druckdifferenzen der eingesetzten Medien nach gleichem
Funktionsprinzip, als Antrieb eines Rotationsmotors genutzt wird.
3. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilsteuerung durch das Zusammendrücken der Schlauchstücke erfolgt.
4. Gerät nach Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilsteuerung mittels Lochscheiben erfolgt.
5. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Verstellen der Steuerscheiben (4), (12) die Rotationsrichtung der Welle
(3) änderbar ist.
6. Gerät nach Anspüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass durch veränderbare Ventilesteuerung das Gerät (1) ausschließlich als Pumpe nutzbar
ist.
7. Anwendung des Gerätes, nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei Rankine-Kreisläufen, die Temperaturdifferenzen der das Gerät passierenden Medien
genutzt werden, an Stelle von Turbinen.
8. Anwendung des Gerätes, nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät im Rahmen von Rankine-Kreisläufen als Stromgeneratorantrieb genutzt wird,
zur Generierung von Solarenergie, Erdwärmeenergie und Abwärmeenergie.