[0001] Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder zum Verbinden mit einem Gegensteckverbinder,
wobei der Steckverbinder eine Aufnahme für einen Gehäuseabschnitt des Gegensteckverbinders
aufweist und ein Sekundärvernegelungselement umfasst, das in einer Entriegelstellung
ein Verbinden des Gegensteckverbinders mit dem Steckverbinder verhindert.
[0002] Ein solcher Steckverbinder ist aus der
DE 10 2004 026 665 A1 bekannt. Der Steckverbinder umfasst einen Schieber, der quer zu einer Längsachse
verschiebbar an einem Gehäuse des Steckverbinders geführt ist. Der Schieber weist
ein Halteelement auf, das über eine Stirnfläche des Steckverbinders vorsteht. In einer
ersten Stellung, in der der Schieber Kontaktelemente, die in Aufnahmekammern des Steckverbinders
gehalten sind, nicht verriegelt, ist der Halteabschnitt derart angeordnet, dass beim
Versuch, einen Gegenstecker mit dem Steckverbinder zu verbinden, der Gegenstecker
gegen den Halteabschnitt anläuft, so dass ein Verbinden verhindert wird. In einer
zweiten Stellung ist der Halteabschnitt in eine Position verschoben, in der ein Verbinden
ermöglicht wird, da der Gegenstecker nicht gegen den Halteabschnitt anstößt.
[0003] Aus der
EP 1 073 153 A2 ist ein Steckverbinder für Kontaktbuchsen bekannt, wobei an dem Gehäuse des Steckverbinders
Sekundärverriegelungselemente angeformt sind, die mittels eines Filmscharniers schwenkbar
sind. Die Sekundärverriegelungselemente stehen über eine Außenfläche des Steckverbinders
vor, wenn sie sich in einer Entriegelungsstellung befinden. In dieser Stellung kann
der Steckverbinder nicht in eine Aufnahme eines Gegensteckverbinders eingeschoben
werden, da die Sekundärverriegelungselemente gegen eine Stimfläche einer Aufnahmewandung
anstoßen. Wenn die Sekundärverriegelungselemente in eine Verriegelungsstellung überführt
werden, schließen diese bündig mit der Außenfläche des Steckverbinders ab, so dass
der Steckverbinder in die Aufnahme des Gegensteckverbinders eingeschoben werden kann.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Steckverbinder mit einer Aufnahme
für einen Gegensteckverbinder bereitzustellen, der zumindest ein Sekundärverriegelungselement
aufweist, das in einer Entriegelstellung ein Verbinden des Gegensteckverbinders mit
dem Steckverbinder verhindert.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Steckverbinder, zum Verbinden mit einem
Gegensteckverbinder, umfassend
ein Gehäuse, das einen ersten Gehäuseabschnitt mit Aufnahmekammern für Kontaktelemente
und einen zweiten Gehäuseabschnitt mit einer Aufnahme für einen Gehäuseabschnitt des
Gegensteckers aufweist,
mindestens ein Sekundärverriegelungselement,
das zwischen einer Entriegelstellung und einer Verriegelstellung schwenkbar am Gehäuse
angebracht ist,
das einen Riegelabschnitt aufweist, der in der Verriegelstellung des Sekundärverriegelungselements
in zumindest eine Aufnahmekammer hineinragt, und
das einen Sperrabschnitt aufweist, der in der Entriegelstellung ein vollständiges
Verbinden des Gegensteckverbinders mit dem Steckverbinder verhindert und in der Verriegelstellung
des Sekundärverriegelungselements ein vollständiges Verbinden zulässt, gelöst.
[0006] Somit wird eine Lösung bereit gestellt, die auch bei einem schwenkbar am Gehäuse
des Steckverbinders vorgesehenen Sekundärverriegelungselement gewährleistet, dass
in der Entriegelstellung ein Verbinden des Gegensteckverbinders mit dem Steckverbinder
verhindert wird. Ein Schieber ist nicht erforderlich.
[0007] Hierbei ist der Sperrabschnitt vorzugsweise derart angeordnet, dass der Gegensteckverbinder
beim Verbinden mit dem Steckverbinder mit einer Stirnfläche gegen den Sperrabschnitt
anstößt und somit ein Verbinden des Gegensteckverbinders mit dem Steckverbinder verhindert.
[0008] Das Sekundärverriegelungselement ist in Form einer Wippe zwischen dem Riegelabschnitt
und dem Sperrabschnitt schwenkbar am Gehäuse angebracht. Somit bewegt sich der Sperrabschnitt
in entgegengesetzter Richtung als der Riegelabschnitt beim Überführen des Sekundärverriegelungselements
aus der Entriegelstellung in die Verriegelstellung. Vorzugsweise ist hierbei das Sekundärverriegelungselement
über ein Filmscharnier mit dem Gehäuse einstückig und schwenkbar verbunden. Somit
ist die Herstellung besonders einfach und die Montage eines separaten Bauteils nicht
erforderlich.
[0009] Der Sperrabschnitt ist vorzugsweise derart angeordnet, dass dieser in der Entriegelstellung
des Sekundänrerriegelungselements in die Aufnahme des Gehäuses hineinragt. Somit ist
eine einfache Möglichkeit gegeben, um den Sperrabschnitt in der Entriegelstellung
dort anzuordnen, wo der Gegensteckverbinder eingeschoben werden muss. Somit ist gewährleistet,
dass der Gegensteckverbinder mit einem Gehäuseabschnitt gegen den Sperrabschnitt anstößt,
wenn versucht wird, diese mit dem Steckverbinder zu verbinden.
[0010] Vorzugsweise ist in der Verriegelungsstellung des Sekundärverriegelungselements der
Sperrabschnitt außerhalb der Aufnahme des Gehäuses angeordnet. Somit ist die Aufnahme
frei von Hindernissen, so dass der Gegensteckverbinder in die Aufnahme eingeschoben
werden kann. Eine andere Möglichkeit könnte darin bestehen, dass der Sperrabschnitt
sich an eine Innenwandung der Aufnahme anlegt und beim Verbinden des Gegensteckverbinders
mit dem Steckverbinder in eine Ausnehmung des Gegensteckverbinders aufgenommen wird.
Somit wäre der Sperrabschnitt zwar noch weiterhin in der Aufnahme vorhanden, jedoch
würde er nicht gegen eine Fläche des Gegensteckverbinders anstoßen. Der erste Gehäuseabschnitt
des Steckverbinders weist eine die Aufnahme begrenzende Stirnfläche auf, über die
der Sperrabschnitt vorsteht.
[0011] In dem ersten Gehäuseabschnitt des Gehäuses sind die Aufnahmekammern parallel zu
einer Längsachse angeordnet.
[0012] Die Kontaktelemente können ausgehend von einer Rückseite des Gehäuses jeweils in
eine Aufnahmekammer einsteckbar sein. Hierbei können die Kontaktelemente in einer
vollständig eingeschobenen Endstellung mit einem Kontaktabschnitt aus dem Gehäuseabschnitt
in die Aufnahme hineinragen. Dabei ragen sie über die Stirnfläche hinaus.
[0013] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Riegelabschnitt des mindestens einen Sekundärverriegelungselements
mindestens einen Riegelvorsprung aufweist, der in der Verriegelstellung in zumindest
eine der Aufnahmekammern hineinragt und eine Riegelfläche eines vollständig eingeschobenen
Kontaktelements hintergreift, um ein Herausziehen des Kontaktelements zu verhindern,
wobei bei einem nicht vollständig eingeschobenen Kontaktelement beim Überführen des
Sekundärverriegelungselements aus der Entriegelstellung in Richtung der Verriegelstellung
der Riegelvorsprung gegen einen Halteabschnitt des Kontaktelements anstößt und ein
Überführen des Sekundärverriegelungselements in die Verriegelposition verhindert.
[0014] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Hierin zeigt
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Steckverbin- ders mit einem
Gegensteckverbinder, wobei Sekundärverriegelungsele- mente sich in einer Entriegelstellung
befinden,
- Figur 2
- eine perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Steckverbinders und des Gegensteckverbinders
gemäß Figur 1, wobei sich die Sekundär- verriegelungselemente in einer Verriegelstellung
befinden,
- Figur 3
- einen Längsschnitt durch den Steckverbinder und den Gegensteckverbin- der gemäß Figur
1, wobei der Längsschnitt durch den Sperrabschnitt zweier Sekundärverriegelungselemente
führt,
- Figur 4
- einen Längsschnitt gemäß Figur 3 mit den Sekundärverriegelungselemen- ten in der Verriegelstellung.
- Figur 5
- einen Längsschnitt durch den Steckverbinder und den Gegensteckverbin- der gemäß Figur
1, wobei der Längsschnitt durch das Filmscharnier zwei- er Sekundärverriegelungselemente
in ihrer Entriegelstellung führt, und
- Figur 6
- eine vergrößerte perspektivische Darstellung der Sekundärverriegelung und
- Figur 7
- eine vergrößerte perspektivische Darstellung der Sekundärverriegelung, wie sich diese
gegen den Gegensteckverbinder abstützt.
[0015] Die Figuren 1 und 2 zeigen beide perspektivische Ansichten eines erfindungsgemässen
Steckverbinders 1 und eines Gegensteckverbinders 2 und werden im folgenden zusammen
beschrieben. Figur 1 zeigt hierbei den Gegensteckverbinder 2 in einem nicht vollständig
mit dem Steckverbinder 1 verbundenen Zustand und Figur 2 in einem vollständig verbundenen
Zustand.
[0016] Der Steckverbinder 1 umfasst ein Gehäuse 3, welches entlang einer Längsachse L in
einen ersten Gehäuseabschnitt 4 und einen zweiten Gehäuseabschnitt 5 funktional getrennt
ist. In dem ersten Gehäuseabschnitt 4 befinden sich parallel zur Längsachse L angeordnete
Aufnahmekammern 13 für hier nicht dargestellte Kontaktelemente. Der erste Gehäuseabschnitt
4 geht in den zweiten Gehäuseabschnitt 5 über, welcher eine Aufnahme 6 für den Gegensteckverbinder
2 bildet. Der zweite Gehäuseabschnitt 5 ist in Form einer Buchse gestaltet, in die
ein vorderer Gehäuseabschnitt eines Gehäuses 7 des Gegensteckverbinders 2 einführbar
ist. Das Gehäuse 7 des Gegensteckverbinders 2 weist ebenfalls parallel zur Längsachse
L angeordnete Aufnahmekammern 8 für hier nicht dargestellte Kontaktelemente auf. Die
Kontaktelemente des Steckverbinders 1 sind als Kontaktstecker ausgebildet und ragen
aus ihren jeweiligen Aufnahmekammern 13 in die Aufnahme 6 hinein. Die Kontaktelemente
des Gegensteckverbinders 2 sind als Kontaktbuchsen ausgebildet, die innerhalb des
Gehäuses 7 des Gegensteckverbinders 2 angeordnet sind. In der in Figur 1 dargestellten
nicht vollständig verbundenen Position des Gegensteckverbinders 2 sind die Kontaktstecker
nicht mit den Kontaktbuchsen in Kontakt getreten. In der in Figur 2 dargestellten
vollständig verbundenen Position des Gegensteckverbinders 2 sind die Kontaktstecker
mit den Kontaktbuchsen in Verbindung getreten, wobei die Kontaktstecker in die Aufnahmekammern
8 des Gegensteckverbinders 2 hineinragen, wobei die Aufnahmekammern 8 des Gegensteckverbinders
2 in Öffnungen einer Stirnfläche 16 des Gehäuses 7 münden.
[0017] An dem Gehäuse 3 des Steckverbinders 1 sind vier Sekundärverriegelungselemente 9,
9', 9" angeordnet, von denen drei in der perspektivischen Darstellung erkennbar sind.
Die Sekundärverriegelungselemente 9, 9', 9" sind identisch oder spiegelbildlich zueinander
ausgebildet. Da deren Funktion identisch ist, wird diese im folgenden anhand eines
der Sekundärverriegelungselemente 9 erläutert.
[0018] Zwei der Sekundärverriegelungselemente 9, 9' sind auf einer Seite des Gehäuses 3
um eine erste Schwenkachse S1 schwenkbar befestigt. Die beiden anderen Sekundärverriegelungselemente
9" sind auf einer abgewandten Seite des Gehäuses 3 schwenkbar um eine zweite Schwenkachse
S2 am Gehäuse 3 befestigt. Die beiden Schwenkachsen S1, S2 kreuzen die Längsachse
L in Abstand und in einem rechten Winkel zu dieser.
[0019] Das Sekundärverriegelungselement 9 ist über ein Filmscharnier 17 an dem Gehäuse 3
befestigt. Es weist einen Riegelabschnitt 10 und einen Sperrabschnitt 11 auf, wobei
der Riegelabschnitt 10 auf einer Seite der ersten Schwenkachse S1 und der Sperrabschnitt
11 auf der anderen Seite der ersten Schwenkachse S1 angeordnet ist, so dass sich eine
Art Wippe ergibt. Das Sekundärverriegelungselement 9 lässt sich um die erste Schwenkachse
S1 zwischen einer in Figur 1 dargestellten Entriegelstellung und einer in Figur 2
dargestellten Verriegelstellung schwenken. In der Entriegelstellung ist der Riegelabschnitt
10 weiter von der Längsachse L entfernt, als in der Verriegelstellung. Da der Riegelabschnitt
10 und der Sperrabschnitt 11 wippenartig gestaltet sind, befindet sich der Sperrabschnitt
11 in der in Figur 1 dargestellten Entriegelstellung näher zur Längsachse L, als in
der in Figur 2 dargestellten Verriegelstellung.
[0020] An dem Riegelabschnitt 10 ist ein parallel zur ersten Schwenkachse S1 verlaufender
Riegelvorsprung 12 vorgesehen. Der Riegelvorsprung 12 greift in der Verriegelstellung
in mehrere Aufnahmekammern 13 des Steckverbinders 1 ein. Hierzu ist in dem Gehäuse
3 des Steckverbinders 1 eine parallel zur ersten Schwenkachse S1 angeordnete Nut 18
vorgesehen, die bis in die Aufnahmekammern 13 reicht. Wie später noch gezeigt wird,
hintergreift der Riegelabschnitt 12 in der Verriegelstellung je Aufnahmekammer 13
eine Riegelfläche des jeweiligen Kontaktelements, so dass dieses nicht aus der jeweiligen
Aufnahmekammer 13 herausgezogen werden kann.
[0021] In der in Figur 1 dargestellten Entriegelstellung befindet sich der Riegelvorsprung
12 nicht innerhalb der Aufnahmekammern 13, so dass das Sekundärverriegelungselement
9 die Kontaktelemente nicht verriegelt. Grundsätzlich besteht jedoch eine primäre
Verriegelung der Kontaktelemente innerhalb der Aufnahmekammern 13, so dass diese grundsätzlich
noch in den Aufnahmekammern 13 gehalten sind.
[0022] In der Entriegelstellung des Sekundärverriegefungselements 9 befindet sich ein freies
Ende 14 des Sperrabschnitts 11 des Sekundärverriegelungselements 9 innerhalb der Aufnahme
6 des Steckverbinders 1. Hierzu ist in dem zweiten Gehäuseabschnitt 5 des Gehäuses
3 ein Durchbruch 15 vorgesehen, der von außen in die Aufnahme 6 hineinreicht. Der
Sperrabschnitt 11 ragt daher in der Entriegelstellung des Sekundärverriegelungselements
9 durch den Durchbruch 15 in die Aufnahme 6 hinein. Das freie Ende 14 ist derart angeordnet,
dass der Gegensteckverbinder 2 mit einer Stirnfläche 16 des Gehäuses 7 gegen das freie
Ende 14 des Sperrabschnitts 11 anläuft, wenn versucht wird, den Gegensteckverbinder
2 mit dem Steckverbinder 1 zu verbinden. Somit wird verhindert, dass der Steckverbinder
1 mit dem Gegensteckverbinder 2 verbunden werden kann, wenn die Sekundärverriegelungen
9, 9', 9" am Steckverbinder 1 nicht in ihre Verriegelstellung überführt wurden.
[0023] In der in Figur 2 dargestellten Entriegelstellung befinden sich die Sperrabschnitte
11 außerhalb der Aufnahme 6, so dass das Gehäuse 7 des Gegensteckverbinders 2 vollständig
mit einem vorderen Abschnitt in die Aufnahme 6 eingeschoben werden kann, so dass die
Kontaktelemente in Verbindung gebracht werden.
[0024] Figur 3 zeigt einen Längsschnitt des Steckverbinders 1 und des Gegensteckverbinders
2 gemäß der Figuren 1 und 2, wobei schematisch ein Kontaktelement in Form eines Kontaktsteckers
dargestellt ist. Das Verriegelungselement 9 befindet sich in Figur 3 in der Entriegelstellung,
ebenso wie das Verriegelungselement 9". Der Riegelvorsprung 12 ist daher außerhalb
der Aufnahmekammern 13 angeordnet. Ferner befindet sich das freie Ende 14 des Sperrabschnitts
11 innerhalb der Aufnahme 6, wobei die Stirnfläche 16 des Gehäuses 7 des Gegensteckverbinders
2 gegen das freie Ende 14 anläuft und nicht vollständig verbunden werden kann. Es
ist zudem erkennbar, dass das Kontaktelement 19 des Steckverbinders 1 nicht in eine
Aufnahmekammer 8 des Gegensteckverbinders 2 eintauchen konnte, so dass kein Kontakt
zwischen den Kontaktelementen 19 des Steckverbinders 1 und den Kontaktelementen 19
des Gegensteckverbinders 2 gegeben ist.
[0025] Figur 4 zeigt denselben Längsschnitt wie Figur 3, wobei sich die Sekundärverriegelungselemente
9, 9" in ihrer Verriegelstellung befinden. Der Riegelvorsprung 12 des Sekundärverriegelungselements
9 befindet sich nun innerhalb der Aufnahmekammer 13 und hintergreift eine Riegelfläche
21 des Kontaktelements 19, so dass ein Herausziehen des Kontaktelements 19 aus der
Aufnahmekammer 13 verhindert ist. Der Gegensteckverbinder 2 ist vollständig mit einem
vorderen Gehäuseabschnitt in der Aufnahme 6 des Steckverbinders 1 angeordnet. Es ist
zu sehen, dass das Kontaktelement 19 nun in eine Aufnahmekammer 8 des Gegensteckverbinders
2 hineinragt, so dass ein Kontakt mit einem hier nicht dargestellten Kontaktelement
des Gegensteckverbinders 2 gewährleistet ist.
[0026] Im Längsschnitt ist zudem erkennbar, dass der Sperrabschnitt 11 des Sekundärerriegelungselements
9 über eine Stirnfläche 20 des Gehäuses 3 des Steckverbinders 1 vorsteht, wobei der
Sperrabschnitt 11 in der in Figur 3 dargestellten Entriegelstellung des Sekundärverriegelungselements
9 weiter von der Stirnfläche 20 vorsteht, als das Kontaktelement 19, um sicherzustellen,
dass die Kontaktelemente 19 des Steckverbinders 1 und die des Gegensteckverbinders
2 nicht in Kontakt gebracht werden können.
[0027] Die Figur 5 zeigt ebenfalls einen Längsschnitt durch den Steckverbinder 1 und den
Gegensteckverbinder 2 im Bereich des Filmscharniers 17, wobei das Sekundärverriegelungselement
9 in der Verriegelstellung dargestellt ist.
[0028] Figur 6 zeigt eine vergrößerte Darstellung des erfindungsgemäßen Sekundärverriegelungselements.
Zu erkennen ist, dass an dem freien Ende 14 des Sperrabschnitts 11 eine Kerbe 22 vorgesehen
ist. Wie in Figur 7 ersichtlich ist, stützt sich der Gegensteckverbinder 2 mit einer
Wand 23 gegen das freie Ende 14 ab. Die Wand weist eine parallel zur Längsachse L
verlaufende seitliche Ausnehmung 24 auf, so dass die Wand 23 in diesem Bereich schmaler
ausgeführt ist, als z. B. in einem Bereich oberhalb des freien Endes 14 gemäß Figur
7. Das freie Ende 14 stützt sich mit der Kerbe 22 gegen die Wand 23 ab, so dass die
Wand 23 im Bereich der Ausnehmung 24, d.h. in dem Bereich, der dünner ausgebildet
ist, in die Kerbe 22 eingreift. Somit taucht auch das freie Ende 14 mit Bereichen
seitlich der Kerbe 22 in die Ausnehmung 24 ein. Hierdurch wird gewährleistet, dass
bei dem Versuch, den Gegensteckverbinder 2 in die Aufnahme 6 einzuschieben, ein Überführen
der Sekundärverriegelungselemente 9 aus der in Figur 7 dargestellten Entriegelstellung
in die Verriegelstellung verhindert wird, da die Sperrabschnitte 11 sicher gehalten
sind.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- Steckverbinder
- 2
- Gegensteckverbinder
- 3
- Gehäuse des Steckverbinders
- 4
- erster Gehäuseabschnitt
- 5
- zweiter Gehäuseabschnitt
- 6
- Aufnahme
- 7
- Gehäuse des Gegensteckverbinders
- 8
- Aufnahmekammer
- 9
- Sekundärverriegelungselement
- 10
- Riegelabschnitt
- 11
- Sperrabschnitt
- 12
- Riegelvorsprung
- 13
- Aufnahmekammer
- 14
- freies Ende
- 15
- Durchbruch
- 16
- Stirnfläche
- 17
- Filmscharnier
- 18
- Nut
- 19
- Kontaktelement
- 20
- Stirnfläche
- 21
- Riegelfläche
- 22
- Kerbe
- 23
- Wand
- 24
- Ausnehmung
- L
- Längsachse
- S1
- erste Schwenkachse
- S2
- zweite Schwenkachse
1. Steckverbinder (1) zum Verbinden mit einem Gegensteckverbinder (2), umfassend
ein Gehäuse (3), das einen ersten Gehäuseabschnitt (4) mit Aufnahmekammem (13) für
Kontaktelemente (19) und einen zweiten Gehäuseabschnitt (5) mit einer Aufnahme für
einen Gehäuseabschnitt des Gegensteckverbinders (2) aufweist,
mindestens ein Sekundärverriegelungselement (9),
das zwischen einer Entriegelstellung und einer Verriegelstellung schwenkbar am Gehäuse
(3) angebracht ist,
das einen Riegelabschnitt (10) aufweist, der in der Verriegelstellung des Sekundärverriegelungselements
(9) in zumindest eine Aufnahmekammer (13) hineinragt, und
das einen Sperrabschnitt (11) aufweist, der in der Entriegelstellung ein vollständiges
Verbinden des Gegensteckverbinders (2) mit dem Steckverbinder (1) verhindert und in
der Verriegelstellung des Sekundärverriegelungselements (9) ein vollständiges Verbinden
zulässt.
2. Steckverbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sperrabschnitt (11) derart angeordnet ist, dass der Gegensteckverbinder (2) beim
Verbinden mit dem Steckverbinder (1) mit einer Stirnfläche (16) gegen den Sperrabschnitt
(11) anstößt, um ein Verbinden des Gegensteckverbinders (2) mit dem Steckverbinder
(1) zu verhindern.
3. Steckverbinder nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sekundärverriegelungselement (9) zwischen dem Riegelabschnitt (10) und dem Sperrabschnitt
(11) schwenkbar am Gehäuse angebracht ist.
4. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sekundärverriegelungselement (9) über ein Filmscharnier (17) mit dem Gehäuse
(3) einstückig und schwenkbar verbunden ist.
5. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sperrabschnitt (11) in der Entriegelstellung des Sekundärverriegelungselements
(9) in die Aufnahme (6) des Gehäuses (3) hineinragt.
6. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sperrabschnitt (11) in der Verriegelungsstellung des Sekundärverriegelungselements
(9) außerhalb der Aufnahme (6) des Gehäuses (3) angeordnet ist.
7. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Gehäuseabschnitt (4) eine die Aufnahme (6) begrenzende Stirnfläche (20)
aufweist, über die der Sperrabschnitt (11) vorsteht.
8. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmekammern (13) parallel zu einer Längsachse (L) des Gehäuses angeordnet
sind.
9. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass Kontaktelemente (19) ausgehend von einer Rückseite des Gehäuses (3) jeweils in eine
Aufnahmekammer (13) einsteckbar sind.
10. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktelemente (19) in einer vollständig eingeschobenen Endstellung mit einem
Kontaktabschnitt aus dem ersten Gehäuseabschnitt (4) in die Aufnahme (6) ragen.
11. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Riegelabschnitt (10) des mindestens einen Sekundärverriegelungselements (9) mindestens
einen Riegelvorsprung (12) aufweist, der in der Verriegelstellung in zumindest eine
der Aufnahmekammern (13) hineinragt und eine Riegelfläche (21) eines vollständig eingeschobenen
Kontaktelements (19) hintergreift, um ein Herausziehen des Kontaktelements (19) zu
verhindern, wobei bei einem nicht vollständig eingeschobenen Kontaktelement (19) beim
Überführen des Sekundärverriegelungselements (9) aus der Entriegelstellung in Richtung
der Verriegelstellung der Riegelvorsprung (12) gegen einen Halteabschnitt des Kontaktelements
(19) anstößt und ein Überführen des Sekundärverriegelungselements (9) in die Verriegelposition
verhindert.