| (19) |
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(11) |
EP 2 043 795 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.03.2011 Patentblatt 2011/13 |
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Anmeldetag: 24.07.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT2007/000358 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/011648 (31.01.2008 Gazette 2008/05) |
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| (54) |
ANSCHLAGVORRICHTUNG FÜR EINE BIEGEPRESSE
STOP MECHANISM FOR A BENDING PRESS
DISPOSITIF DE BUTÉE POUR PRESSE À CINTRER
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
25.07.2006 AT 12592006
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.04.2009 Patentblatt 2009/15 |
| (73) |
Patentinhaber: Trumpf Maschinen Austria GmbH & CO. KG. |
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4061 Pasching (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- AUSTALLER, Alois
4661 Roitham (AT)
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| (74) |
Vertreter: Ofner, Clemens |
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Anwälte Burger & Partner
Rechtsanwalt GmbH
Rosenauerweg 16 4580 Windischgarsten 4580 Windischgarsten (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 079 138 US-A- 3 262 695
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WO-A-03/095125 US-A- 5 048 816
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Anschlagvorrichtung, wie sie im Oberbegriff des Anspruches
1 beschrieben ist.
[0002] Aus dem Dokument
WO 03/095125 A1 ist eine Anschlagvorrichtung als Hinteranschlag einer Fertigungseinrichtung für biegegeformte
Werkteile aus Platinen, insbesondere Blechplatinen, bekannt, die in einem Fingerträger
einen linear in zu einer Biegeebene senkrechten Richtung verstellbaren Anschlagfinger
lagert, welcher gegen die Wirkung einer Federanordnung beim Zuführen eines der Biegeumformung
zu unterziehenden Werkteils aus einer Ruhelage in eine, durch einen Fixanschlag begrenzten
Anschlaglage verstellt wird. Über ein Fühlerelement wird die eingenommene Anschlaglage
überwacht und über ein Steuersignal ein Programmablauf für den Umformvorgang freigegeben.
[0003] Aus dem Dokument
US 5,761,940 A1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung als Hinteranschlag einer Abkantpresse für
eine automatisiertes Zuführen eines einer Biegeumformung zwischen Biegewerkzeugen
zu unterziehenden Werkteils bekannt. Gemäß diesem Verfahren und der Vorrichtung sind
auf unabhängig voneinander, parallel zu einer durch die Biegewerkzeuge vorgegebenen
Biegeebene verfahren Anschlagträgern in Richtung der Biegeebene vorragende Anschlagfinger,
auf einem in zu einer Aufstandsfläche der Biegepresse senkrecht verlaufenden Achse,
schwenkbaren Winkelhebel angeordnet, wobei eine auf den Anschlagfinger eine Schwenkbewegung
hervorrufende Anschlagkraft mittels Kraftmesssensor gemessen wird und über Auswertung
des Messergebnis in einer Steuer- und Regeleinrichtung eine Endpositionierung des
Werkteils in Bezug auf die Biegeebene erfolgt.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es eine Anschlagvorrichtung für eine Biegepresse, insbesondere
Abkantpresse, zum Positionieren eines zwischen Biegewerkzeugen umzuformenden Werkteils,
zu schaffen bei der ein Verstellwiderstand eines Anschlagelementes in Abhängigkeit
von Werkteilparametern veränderbar ist.
[0005] Diese Aufgabe der Erfindung wird durch die im Anspruch 1 wiedergegebenen Merkmale
erreicht. Der überraschende Vorteil dabei ist, dass dadurch gleichzeitig mit dem automatisierten
Konfigurieren der Anschlagvorrichtung diese entsprechend vorgegebener Parameter für
den Umformvorgang eines vorgegebenen Werkteils eine Anpassung des werkteilabhängigen
Verstellwiderstandes des Anschlagelementes erfolgt, wodurch ein manueller Umrüstvorgang
eingespart und eine Fehlmanipulation wirkungsvoll vermieden wird.
[0006] Vorteilhaft sind dabei Ausbildungen nach den Ansprüchen 2 und 3, wodurch Ausführungsvarianten
erreicht werden.
[0007] Weitere vorteilhafte Ausbildungen beschreiben die Ansprüche 4 bis 6, wodurch ein
Positionieren des umzuformenden Werkteils auf Endanschlag in zwei Raumrichtungen mit
hoher Genauigkeit für eine qualitativ hochwertige Umformung erreicht wird.
[0008] Von Vorteil sind dabei die Ausbildungen nach den Ansprüchen 7 und 8, wodurch ein
hoher Automatisierungsgrad und damit eine Verringerung eines Umrüstaufwandes erreicht
wird.
[0009] Durch die im Anspruch 9 beschriebene vorteilhafte Weiterbildung wird eine zusätzliche
Justiermöglichkeit anlässlich einer Erstinbetriebnahme erreicht.
[0010] Durch die vorteilhaften Weiterbildungen wie in den Ansprüchen 10 bis 12 beschrieben,
wird eine Kombination der Rückhalteeinrichtung mit der durch die Federanordnung gebildeten
mechanischen Stelleinrichtung für die Rückführung des Anschlagelements aus einer Anschlaglage
in eine Ruhelage erreicht.
[0011] Vorteilhaft ist aber auch eine Ausbildung nach Anspruch 13, wodurch ein sehr kleiner
Aufbau für die Anschlagvorrichtung erreicht wird.
[0012] Die vorteilhaften Weiterbildungen gemäß den Ansprüchen 14 und 15 vereinfachen die
Ausgestaltung des Anschlagelements und wird dadurch eine exakte Positionierung des
Werkteils für den Umformvorgang erreicht.
[0013] Gemäß den in den Ansprüchen 16 bis 20 beschriebenen Ausbildungen ist eine Feinjustierung
der Ruhe- und Anschlaglagen, sowohl die Linearverstellung des Anschlagelementes, wie
auch die Schwenkverstellung betreffend, durch eine einmalige Feinpositionierung bei
einer Erstinbetriebnahme möglich, wie auch zusätzlich einer Schwenkbewegung ein erhöhter
Widerstand entgegenzusetzender Stellbereich durch zumindest ein Rückhaltemittel einstellbar
ist um eine nicht beabsichtigte Schwenkbewegung zu vermeiden.
[0014] Gemäß der vorteilhaften Weiterbildung, wie im Anspruch 21 beschrieben, wird eine
Zustandsüberwachung der Schwenklage erreicht.
[0015] Schließlich sind auch die Ausbildungen nach den Ansprüchen 22 und 23 vorteilhaft,
wodurch eine exakte Begrenzung sämtlicher Endlagen erreicht und eine Endabstimmung
durch Vornahme einer Feinjustierung gewährleistet ist.
[0016] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand den in den Figuren gezeigten
Ausführungsbeispiele näher erläutert.
[0017] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Anschlagvorrichtung, geschnitten gemäß den Linien I-I in Fig.2;
- Fig. 2
- die Anschlagvorrichtung, geschnitten gemäß den Linien II-II in Fig.1;
- Fig. 3
- eine andere Ausbildung der Anschlagvorrichtung in Draufsicht;
- Fig. 4
- die Anschlagvorrichtung, geschnitten gemäß den Linien IV-IV in Fig.3;
- Fig. 5
- die Anschlagvorrichtung, geschnitten gemäß den Linien V-V in Fig. 3;
- Fig. 6
- eine weitere Ausbildung der Anschlagvorrichtung, geschnitten.
[0018] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters
können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder
erfmdungsgemäße Lösungen darstellen.
[0019] In den Fig. 1 und 2 ist eine Anschlagvorrichtung 1 zum Positionieren eines, durch
eine Biegeumformung zwischen einander gegenüber, in einem Tischbalken 2 und einem
relativ zu diesem verstellbaren Biegebalken 3 angeordneten Biegewerkzeugen 4, 5 umzuformenden
Werkteil 6, in einer nicht weiter dargestellten Abkantpresse, gezeigt.
[0020] Die Anschlagvorrichtung 1 bildet einen so genannten Hinteranschlag, der in Einlegerichtung
des Werkteils 6 - gemäß Pfeil 7 - hinter einer durch die Position der Biegewerkzeuge
4, 5 bestimmten Biegeebene 8 in einem Pressenraum 9, bevorzugt in drei Raumrichtungen
- gemäß Doppelpfeil 10 - verstellbar angeordnet ist.
[0021] Damit kann die Anschlagvorrichtung 1 entsprechend einer Bestückung des Tischbalkens
2 und Biegebalkens 3 in die erforderliche Position verstellt werden wobei für die
Verstellung nicht weiter gezeigte Antriebsvorrichtungen und Steuerungsmittel vorgesehen
sind und die Positionierung vielfach über Programmablauf für jeden unterschiedlichen
Biegevorgang automatisch erfolgt.
[0022] Die Anschlagvorrichtung 1 besteht aus einem, auf einer Linearführung 12 verfahrbaren
Anschlagtragschlitten 13, auf dem ein Anschlagträger 14 in Richtung der Biegeebene
8 ausragend befestigt ist und der in einer linearen Führungsanordnung 15 ein Anschlagelement
16 in einer zur Biegeebene 8 senkrechten Richtung verstellbar - gemäß Doppelpfeil
17 - zwischen einer, durch ein Anschlagmittel 18 begrenzten vorderen Ruhelage und
durch ein Anschlagmittel 19 begrenzten hinteren Anschlaglage verstellbar lagert.
[0023] Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Anschlagelement 15 nach dem Einlegen des
Werkteils 6 entgegen der Wirkung einer, durch eine Druckfeder 20 gebildeten Federanordnung
21, in seiner Anschlaglage auf Anschlag am Anschlagmittel 19, das einen einstellbaren
Festanschlag bildet. Der Werkteil 6 wird dazu beim Einlegevorgang gegen eine Anlagefläche
22 des Anschlagelementes 15 mit einer Stirnfläche 23 gedrückt bis die Anschlaglage
erreicht wird. Damit ist die Stirnfläche 23 exakt in einer zur Biegeebene 8 parallel
verlaufenden Anschlagebene 24 ausgerichtet um die Biegeumformung am Werkteil 6 exakt
parallel zur Stirnfläche 23 auszuführen.
[0024] Ein der Biegeebene 8 zugewandter Endbereich 25 des Anschlagelements 15 ist treppenförmig
abgestuft, wodurch eine senkrecht zur Biegeebene 8 ausgerichtete Auflagefläche 26
am Anschlagelement 15 gebildet ist. Dazu rechtwinkelig verlaufend ist eine weitere,
der Biegeebene 8 näher liegende Anlagefläche 25 für ein Anschlagen des Werkteils 6
ausgebildet, die zum Einsatz gelangt wenn die Stirnfläche 23 das Biegewerkzeug 4 nur
geringfügig überragt.
[0025] Der Anschlagträger 14 weist in einer zwischen den Führungsanordnungen 16 ausgebildeten
Ausnehmung ein Fühlerelement 27, z.B. einen Näherungssensor, auf, welcher mit einer
Stirnfläche 28 einer Stirnfläche 29 eines Basisteils 30 des Anschlagelements 15 zugewandt
ist und so eingestellt ist, dass die eingenommene Anschlaglage des Anschlagelementes
15 detektiert wird. Bevorzugt ist das Fühlerelement 27 in Richtung der Verstellbarkeit
gemäß - Doppelpfeil 15 - des Anschlagelements 15 am Anschlagträger 14 verstellbar
befestigt.
[0026] Weiter ist in der Ausnehmung eine Rückhalteeinrichtung 31, bestehend aus einer mit
elektrischer Energie aus einer Energiequelle 32 beaufschlagbare Magnetspule 33 mit
einem bolzenförmigen Spulen-Ankerkern 34 angeordnet, der die Magnetspule 33 in einer
Bohrung 36 mit einem Zylinderstift 37 durchragt und mit einem, dem Basisteil 30 des
Anschlagelements 15 einen mit der Stirnfläche 29 zusammenwirkenden Druckkopf 38 aufweist.
Zwischen dem Druckkopf 38 und der Magnetspule 33 wird der Zylinderstift 37 von der
vorgespannten Druckfeder 20 umfasst, wodurch das Anschlagelement 15 im Ruhezustand
in einer vorderen, d.h. der Biegeebene 8 zugewandten Ruhelage positioniert ist.
[0027] Der Zylinderstift 37 weist an einem dem Druckkopf 38 entgegen gesetzten Ende 39 einen
Stützflansch 40 auf der, sobald ein Magnetfeld hergestellt ist, an einer Stirnfläche
41 der Magnetspule 33 anliegt und damit in Abhängigkeit einer Magnetfeldstärke einen
variierbaren Widerstand einer Bewegung des Spulen- Ankerkernes 34 und damit einer
Bewegung des Anschlagelementes 15 entgegen setzt.
[0028] Auch wird mit einer ringförmigen, den Zylinderstift 37 überragenden Ringfläche eine
Abstützung des Spulen-Ankerkemes 34 auf der Stirnfläche 41 der Magnetspule 33 erreicht
und damit einen Verstellweg des Anschlagelements 15 über die festgelegte vordere Endlage
infolge der Wirkung der Druckfeder 20 zusätzlich zum Anschlagmittel 18 festlegt.
[0029] Die durch die Magnetspule 33 und den Spulen-Ankern 37 gebildete Rückhalteeinrichtung
31 kann nun einerseits, ein einer Anschlagbewegung des Anschlagelements - gemäß Pfeil
42 - entgegenzusetzender Widerstand durch die Vorspannkraft der Druckfeder 20 und
zusätzlich bei Bedarf durch Beaufschlagung der Magnetspule 33 mit Strom aus der Energiequelle
32 geregelt werden, wobei die Magnetfeldstärke durch Veränderung der Stromstärke oder
der Spannung regelbar ist.
[0030] Damit wird in Abhängigkeit einer von der Beschaffenheit des Werkteils 6 an der Abtreppung
des Anschlagelements 15, beim Zuführen des Werkteils 6, anwirkenden Reibkraft angepasster
Widerstand einer Verstellung des Anschlagelements 15 - gemäß Pfeil 42 - entgegengesetzt
und wird damit eine Verstellung des Anschlagelements 15, bevor es zu einer Anlage
des Werkteils 6 mit seiner Stirnfläche 23 an der Anlagefläche 22 kommt, auch bei einem
schweren Werkteil 6 oder bei einem hohen Reibungskoeffizienten infolge einer rauen
Oberfläche des Werkteils, wirkungsvoll verhindert. Werden jedoch leichte Werkteile,
oder Werkteile mit gleitfähigen Oberflächen insbesondere dünne, blanke Bleche einem
Biegeprozess unterzogen, kann auf die Wirkung der Rückhalteeinrichtung verzichtet
werden.
[0031] Die beschriebene Anschlagvorrichtung kommt als so genannter "Festanschlag" für ein
Ausrichten der Stirnfläche 23 des Werkteils 6 bei Zuführen gemäß einer "X-Achse" zur
Anwendung wobei das Anschlagelement 15 in der Anschlaglage gegen das Anschlagmittel
verstellt ist, bei der ein vorgesehener Abstand 43 der Biegeebene 8 von der Anschlagebene
24 erreicht ist. Überwacht wird dies vom Fühlerelement 27 über das bei Feststellung
der erreichten Anschlaglage des Anschlagelements 15 ein Steuersignal an eine Steuereinrichtung
der Abkantpresse zur Einleitung des Umformvorganges durch Ansteuerung von Antriebsmitteln
der Abkantpresse gestartet wird.
[0032] Da der Abstand 43 in Abhängigkeit des Werkteils 6 und damit einer vorgesehenen Abkanthöhe
eine unterschiedliche Größenordung aufweist, andererseits eine Distanz 44 zwischen
der Anschlagebene im eingefahrenen Zustand des Anschlagelements 15 und einer Längsmittelachse
der Linearführung 12 ein baulich vorgegebenes Maß aufweist, ist die Linearführung
12, auf welcher der Anschlagtragschlitten 13 verstellbar - gemäß Doppelpfeil 10 -
angeordnet ist, in zur Biegeebene 8 senkrechter Richtung verstellbar - gemäß Pfeil
10.
[0033] Auch ist eine weitere Ausbildung eines Festanschlages 47 zwischen dem Anschlagelement
15 und dem Anschlagträger 14 in unterbrochenen Linien gezeigt, der dadurch gebildet
wird, dass ein Fingerbereich 48 des Anschlagelements 15 eine größere Breite 49 aufweist,
als eine Breite 50 des Anschlagträgers 14, wodurch gegenüberliegende Stirnflächen
51, 52 des Fingerbereichs 48 und des Anschlagträgers 14 diesen Festanschlag 47 ausbilden,
der in diesem gezeigten Ausführungsbeispiel, im Gegensatz zu dem vorhergehend beschriebenen
Ausführungsbeispiel mit dem Festanschlag 19, nicht verstellbar ist.
[0034] Erwähnt wird weiters, dass die zuvor beschriebene Anschlagvorrichtung 1 bei Werkteilen
6 mit einer größeren Ausdehnung an der Abkantpresse paarweise zum Einsatz gelangen,
um eine größere Stützweite zwischen den Anschlagelementen 15 zu erreichen. Bei einer
derartigen Anordnung dienen die Fühlerelemente 27 der zueinander parallel zueinander
ausgerichteten Anschlagvorrichtungen 1 für eine Endjustierung des Werkteils 6, beispielsweise
an einem Greiferkopf einer Handlingachse zur Positionierung der Stirnfläche 23 des
Werkteils 6 exakt parallel zur Biegeebene 8. Wird die Stirnfläche 23 in einer Schräglage
zur Biegeebene 8 gegen den Endanschlag verfahren, erfolgt beispielsweise nur von einem
Fühlerelement 27 ein Signal an die Steuereinrichtung der Abkantpresse und erfolgt
eine Korrektur der Lage durch eine Drehbewegung des Greiferkopfes bis ein Signal des
Fühlerelements 27 der weiteren Anschlagvorrichtung 1 erfolgt. Ist dieser Zustand erreicht,
erfolgt die Zustellung in Richtung der "X-Achse" auf Endanschlag.
[0035] In den Fig. 3 bis 5 ist eine weitere Ausbildung der erfindungsgemäßen Anschlagvorrichtung
1 gezeigt. Die Anschlagvorrichtung 1 ist für das Positionieren des Werkteils 3 in
zwei zueinander rechtwinkelig verlaufenden Raumrichtungen, wie sie üblicherweise als
"X-Achse" und "Z-Achse" bezeichnet werden, vorgesehen. Dazu ist der Fingerbereich
48 des Anschlagelements 15 als Doppelfinger 54 ausgebildet. Dies ermöglicht ein Anschlagen
des Werkteils 6 an einem vorragenden Finger 55 mit einer Querseitenkante 56 und mit
einer Längsseitenkante 57 an einem weiteren Finger 58 wobei die Finger 55, 58 in einer
feststehenden Maßbeziehung zueinander stehen.
[0036] Für beide Raumrichtungen besteht eine unabhängige Verstellbarkeit des Anschlagelementes
15 aus der Ruhelage in die Anschlaglage. In Richtung der X-Achse ist das Anschlagelement
15 in der Führungsanordnung 16, die beispielsweise durch ein lineares Führungselement
59, z.B. Flachbahn-, Gleitführungs-, Rundstangenführungs- oder Kugelumlaufführungselement,
etc. gebildet ist, im Wesentlichen in zu der Biegeebene 8 senkrechter Richtung verstellbar.
In Richtung der Z-Achse wird die Verstellbarkeit durch eine Lagerung der Führungsanordnung
16 bzw. des Führungselementes 59 in einer Schwenklageranordnung 60 am Anschlagträgers
14 erreicht. Eine Schwenkachse 61 der Schwenklageranordnung 60 verläuft dabei parallel
zu der Biegeebene 8 und senkrecht zu der Auflagefläche 26 für den Werkteil 6 im Fingerbereich
48 des Anschlagelementes 15.
[0037] In beiden Raumrichtungen ist die Anschlaglage durch Festanschläge 62 vorgegeben,
die beispielsweise durch eine Begrenzung einer Führungslänge der Führungsanordnung
16 oder justierbar, z.B. mittels Stellschrauben, ausgebildet sein können.
[0038] Wie bereits in den vorhergehenden Beispielen beschrieben, werden die Anschlaglagen,
sowohl der Linearverstellung wie auch der Schwenkverstellung durch Fühlerelemente
27, z.B. Näherungssensoren, überwacht und bilden Referenzwerte für die Lage des Werkteils
6, welche in der Steuer- und Überwachungseinrichtung der Abkantpresse bzw. einem Datenspeicher
hinterlegt sind.
[0039] Für die Linearverstellung ist zusätzlich zu der, durch die Druckfeder 20 gebildeten
Federanordnung 21, durch welche das Anschlagelement 15 in der Ruhelage positioniert
ist, und die einen ersten Verstellwiderstand bewirkt, zur bedarfsweisen Erhöhung des
Verstellwiderstandes die bereits zu den vorhergehend Figuren beschriebene Rückhalteeinrichtung
31, mit der Magnetspule 33 und dem Spulen- Ankerkern 34, vorgesehen.
[0040] Für die Schwenkbewegung ist ebenfalls zusätzlich zu einer Druckfeder 20, beispielsweise
in Verbindung mit einem Anschlagmittel eine Federanordnung 63 als den Verstellwiderstand
bedarfsweise erhöhende Rückhalteeinrichtung 64 vorgesehen.
[0041] Diese besteht aus einem, an der schwenkbaren Führungsanordnung 16 bzw. einer das
Führungselement 59 aufweisende Schwenkbasis 65, durch eine Druckfeder 66 federbelastet
anwirkenden Druckbolzen 67, wobei die Federkraft der Druckfeder 66 mittels einer Stellschraube
68 einstellbar ist.
[0042] Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel kann diese Rückhalteeinrichtung 64, in Tandemausführung,
mit zwei parallelen Druckbolzen 67 und jeweils einer Druckfeder 66 zum Einsatz gelangen,
wodurch eine mehrstufige Einstellung des Verstellwiderstandes erreicht wird z.B. dreistufig
wenn unterschiedlich starke Druckfedern zur Anwendung gelangen.
[0043] Es wird noch darauf verwiesen, dass auch diese beschriebene Anschlagvorrichtung 1,
mit den Anschlagsmöglichkeit in zwei Raumrichtungen, bevorzugt paarweise zur Positionierung
des Werkteils 6 an einer Biegepresse zum Einsatz gelangt und dass die Positionierung
der Anschlagvorrichtung bevorzugt automatisiert erfolgt. Bei einem paarweisen Einsatz
erfolgt üblich eine Ausrichtung des Werkteils 6 in der sog. Z- Achse nur an einer
der Anschlagvorrichtungen 1 wobei in X- Achse beide herangezogen werden und mit den
Messergebnissen der Fühlerelemente 27 ein exaktes Ausrichten des Werkteils 6 in Bezug
auf eine vorgegebene Biegelinie, die auch nicht zwingend parallel zur Biegeebene 8
verlaufen muss, erreicht wird.
[0044] In der Fig. 6 ist eine weitere Ausbildung der Anschlagvorrichtung 1 gezeigt bei der
die Rückhalteeinrichtung 31 beispielsweise durch ein mit einem Druckmedium, z.B. Druckluft,
Drucköl etc. bevorzugt über ein Druckregelorgan 70 mit variierbaren Druck aus einer
Versorgungsleitung 71 beaufschlagbares Stellmittel 72, im gezeigten Ausführungsbeispiel
durch einen Druckzylinder, gebildet ist. Der Druckzylinder ist am Anschlagträger 14
befestigt in zur Verstellrichtung des Anschlagelementes 15 parallel ausgerichteten
Wirkrichtung und weist bevorzugt eine durchgehende Kolbenstange 73 auf die dem Anschlagelement
15 zugewandt mit dem Druckkopf 38 versehen ist. Im ausragenden weiteren Endbereich
ist die Kolbenstange 73 zwecks Hubbegrenzung mit einer Stellmutter 74 versehen. Durch
die Anordnung einer die Kolbenstange 73 umfassenden Druckfeder 75 zwischen dem Druckkopf
38 und einer Stirnfläche des Zylindermantels des Druckzylinders wird eine einer Verstellung
des Anschlagelementes 15 entgegen wirkende Vorlast in Abhängigkeit der Federdimensionierung
erreicht. Bedarfsweise, insbesondere bei einem größeren Auflagegewicht des Werkteils
6 wird, um einer vorzeitigen, reibungsbedingten Verstellung des Anschlagelementes
14 entgegen zu wirken im Druckzylinder durch Zufuhr des Druckmediums ein Druck aufgebaut,
der bedarfsgerecht mittels des Regelorgans 70 regelbar ist.
[0045] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mit umfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mitumfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereich beginnen mit
einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder
weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1 oder 5,5 bis 10.
[0046] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten der Anschlagvorrichtung
wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten
Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen
der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit
aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können
des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt.
[0047] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus der Anschlagvorrichtung diese bzw. deren Bestandteile teilweise unmaßstäblich
und/ oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
Bezugszeichenaufstellung
[0048]
- 1
- Anschlagvorrichtung
- 2
- Tischbalken
- 3
- Biegebalken
- 4
- Biegewerkzeug
- 5
- Biegewerkzeug
- 6
- Werkteil
- 7
- Pfeil
- 8
- Biegeebene
- 9
- Pressenraum
- 10
- Dopperlpfeil
- 11
- 12
- Linearführung
- 13
- Anschlagtragschlitten
- 14
- Anschlagträger
- 15
- Anschlagelement
- 16
- Führungsanordnung
- 17
- Doppelpfeil
- 18
- Anschlagmittel
- 19
- Anschlagmittel
- 20
- Druckfeder
- 21
- Federanordnung
- 22
- Anlagefläche
- 23
- Stirnfläche
- 24
- Anschlagebene
- 25
- Anlagefläche
- 26
- Auflagefläche
- 27
- Fühlerelement
- 28
- Stirnfläche
- 29
- Stirnfläche
- 30
- Basisteil
- 31
- Rückhalteeinrichtung
- 32
- Energiequelle
- 33
- Magnetspule
- 34
- Spulen-Ankerkern
- 35
- 36
- Bohrung
- 37
- Zylinderstift
- 38
- Druckkopf
- 39
- Ende
- 40
- Stützflansch
- 41
- Stirnfläche
- 42
- Pfeil
- 43
- Abstand
- 44
- Distanz
- 45
- Längsmittelachse
- 46
- 47
- Festanschlag
- 48
- Fingerbereich
- 49
- Breite
- 50
- Breite
- 51
- Stirnfläche
- 52
- Stirnfläche
- 53
- Stellmittel
- 54
- Doppelfinger
- 55
- Finger
- 56
- Querseitenkante
- 57
- Längsseitenkante
- 58
- Finger
- 59
- Führungselement
- 60
- Schwenklageranordnung
- 61
- Schwenkachse
- 62
- Festanschlag
- 63
- Federanordnung
- 64
- Rückhaltemittel
- 65
- Schwenkbasis
- 66
- Druckfeder
- 67
- Druckbolzen
- 68
- Stellschraube
- 69
- 70
- Druckregelorgan
- 71
- Versorgungsleitung
- 72
- Stellmittel
- 73
- Kolbenstange
- 74
- Stellmutter
- 75
- Druckfeder
1. Automatische, über eine Steuer- und Regeleinrichtung einer Biegepresse, insbesondere
Abkantpresse, positionierbare Anschlagvorrichtung (1) zum Positionieren eines, durch
eine Biegeumformung zwischen einander gegenüber in einem Tischbalken (2) und einem
relativ zu diesem verstellbaren Biegebalken (3) angeordneten Biegewerkzeugen (4, 5)
umzuformenden Werkteil, mit einem Anschlagtragschlitten (13) und mit einem auf dem
Anschlagtragschlitten (13) in zu einer durch die Biegewerkzeuge (4, 5) gebildeten
Biegeebene (8) im Wesentlichen senkrechten Richtung ausragenden Anschlagträger (14)
und einem in einer zur Biegeebene (8) senkrecht verlaufenden Führungsanordnung (16)
relativ zum Anschlagträger (14) zwischen einer der Biegeebene (8) zugewandten Ruhelage
und einer dazu distanzierten Anschlaglage entgegen der Wirkung einer Federanordnung
(21) verstellbaren, einen Fingerbereich (48) ausbildenden Anschlagelement (15) und
mit zumindest einem die Anschlaglage des Anschlagelementes (15) detektierenden Fühlerelement
(27) z.B. Näherungssensor, einer Anschlagbewegung des Anschlagelementes (15) in die
Anschlaglage eine einen erhöhten Verstellwiderstand entgegen setzende Rückhalteeinrichtung
(31) vorgesehen ist, wobei dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhalteeinrichtung mit der Steuer- und Regeleinrichtung leitungsverbunden,
zuschalt und regelbare ist.
2. Anschlagvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhalteeinrichtung (31) am Anschlagträger (14) angeordnet ist.
3. Anschlagvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhalteeinrichtung (31) am Anschlagelement (15) angeordnet ist.
4. Anschlagvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsanordnung (16) für das Anschlagelement (15) am Anschlagträger (14) bevorzugt
über eine Sehwenklageranordnung (60) schwenkbar gelagert ist und die Rückhalteeinrichtung
(31) aufweist.
5. Anschlagvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Führungselement (59) der Führungsanordnung (16) und die Rückhalteeinrichtung
(31) auf einer Schwenkbasis (65) der Schwenklageranordnung (60) angeordnet sind.
6. Anschlagvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schwenkachse(61) der Schwenklageranordnung (60) parallel zu der Biegeebene (8)
und senkrecht zu einer Auflagefläche (26) des Anschlagelementes (15) verläuft.
7. Anschlagvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhalteeinrichtung (31) durch eine mit elektrischer Energie aus einer Energiequelle
beaufschlagbare Magnetspule (33) und einem am Anschlagelement (15) entgegen der Anschlagbewegung
anwirkenden bolzenförmigen Spulen-Ankerkern (34) gebildet ist.
8. Anschlagvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine von der Magnetspule (33) erzeugte Magnetfeldstärke regelbar ist.
9. Anschlagvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetspule (33) in einem Auflagermittel in zu einer Verstellrichtung des Anschlagelementes
(15) parallel verlaufenden Richtung positionierbar ist.
10. Anschlagvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckfeder (20) der Federanordnung (21) in zur Anschlagbewegung entgegen gesetzten
Richtung vorgespannt zwischen einem einer Anlagefläche (25) am Anschlagelement (15)
zugewandten Druckkopf (38) des Spulen-Ankerkernes (34) und der Magnetspule (33) angeordnet
ist.
11. Anschlagvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Spulen-Ankerkern (34) an einem dem Druckkopf (38) entgegen gesetzten Ende mit
einem sich an einer Stirnfläche (41) der Magnetspule (33) entgegen der Wirkung der
Druckfeder (20) abstützenden Stützflansch (40) versehen ist.
12. Anschlagvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützflansch (40) in Richtung einer Länge des Spulen-Ankerkerns (34) verstellbar
auf diesem befestigt ist.
13. Anschlagvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhalteeinrichtung (31) durch ein mit einem Druckmedium z.B. Druckluft, Drucköl
etc. beaufschlagbares Stellmittel (72), z.B. Druckzylinder, Zugzylinder etc., gebildet
ist.
14. Anschlagvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein der Biegeebene (8) zugewandter Fingerbereich (48) des Anschlagelementes (15)
als Doppelfinger (54) ausgebildet ist.
15. Anschlagvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Doppelfinger (54) zwei zueinander rechtwinkelig verlaufende Anschlagebenen ausbildet
wovon eine Anschlagebene parallel zu der Biegeebene (8) ausgerichtet ist.
16. Anschlagvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schwenkbewegung des Anschlagelementes (15) in Anschlaglage begrenzend ein verstellbares
Anschlagmittel am Anschlagträger (14) angeordnet ist.
17. Anschlagvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkbewegung entgegen wirkend das Anschlagmittel mit einem durch die Druckfeder
(21) vorgespannten Stellmittel versehen ist.
18. Anschlagvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkbewegung entgegen wirkend zusätzlich zum Anschlagmittel zumindest ein
Rückhaltemittel (64) am Anschlagträger (15) oder der Schwenkbasis (65) angeordnet
ist.
19. Anschlagvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückhaltemittel (64) durch einen in einem Gehäuse linear geführten und über eine
Druckfeder (66) vorgespannten Druckbolzen (67) gebildet ist.
20. Anschlagvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Federkraft der Duckfeder (66) verstellbar ist.
21. Anschlagvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Anschlagträger (14) oder dem Anschlagelement (15) ein die Anschlaglage der Schwenkbewegung
detektierendes Führungselement (27), z.B. Näherungssensor angeordnet ist.
22. Anschlagvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Anschlagträger (14) und dem Anschlagelement (15) oder der Schwenkbasis,
bevorzugt einstellbare, Festanschläge (62) zur Begrenzung der Schwenkbewegung in Ruhelage
und Anschlaglage angeordnet sind.
23. Anschlagvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsanordnung (16) mit den Stellweg des Anschlagelementes (15) einstellbar
begrenzenden Anschlagmitteln (18, 19) versehen ist.
1. Automatic stop device (1) which can be positioned by means of a control and regulating
device of a bending press, in particular an edging press, for positioning a workpiece
to be shaped by a bending deformation between bending tools (4, 5) arranged opposite
one another in a table bar (2) and a bending bar (3) adjustable relative thereto,
with a stop support slide (13) and with a stop support (14) on the stop support slide
(13) projecting in a direction substantially perpendicular to a bending plane (8)
formed by the bending tools (4, 5) and a stop element (15) which is adjustable in
a guiding arrangement (16) running perpendicular to the bending plane (8) relative
to the stop support (14) between a position of rest facing the bending plane (8) and
a stop position spaced apart therefrom against the action of the spring arrangement
(21) and forms a finger section (48) and with at least one sensor element (27) detecting
the stop position of the stop element (15), e.g. a proximity sensor, and a switchable
and controllable retaining device (31) is provided, which opposes an increased adjusting
resistance of a stop movement of the stop element (15) in the stop position, characterised in that the retaining device is connected to the control and regulating device.
2. Stop device (1) as claimed in claim 1, characterised in that the retaining device (31) is arranged on the stop support (14).
3. Stop device (1) as claimed in claim 1, characterised in that the retaining device (31) is arranged on the stop element (15).
4. Stop device (1) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the guiding arrangement (16) for the stop element (15) is mounted pivotably on the
stop support (14) preferably by means of a pivot bearing arrangement (60) and comprises
the retaining device (31).
5. Stop device (1) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that a guiding element (59) of the guiding arrangement (16) and the retaining device (31)
are arranged on a pivot base (65) of the pivot bearing arrangement (60).
6. Stop device (1) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that a pivot axis (61) of the pivot bearing arrangement (60) runs parallel with the bending
plane (8) and perpendicular to a bearing surface (26) of the stop element (15).
7. Stop device (1) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the retaining device (31) is formed by a magnet coil (33) which can be exposed to
electrical energy from an energy source, and a bolt-like coil armature core (34) acting
on the stop element (15) against the stop movement.
8. Stop device (1) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the strength of the magnetic field generated by the magnet coil (33) can be controlled.
9. Stop device (1) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the magnet coil (33) can be positioned in a bearing means in a direction running
parallel with an adjustment direction of the stop element (15).
10. Stop device (1) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that a compression spring (20) of the spring arrangement (21) is arranged pre-stressed
in a direction opposite to the stop movement between a pressure head (38) of the coil
armature core (34) and the magnet coil (33) facing a bearing surface (25) on the stop
element (15).
11. Stop device (1) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the coil armature core (34) is provided at one end opposite the pressure head (38)
with a support flange (40) supported on an end face (41) of the magnet coil (33) opposite
the action of the compression spring (20).
12. Stop device (1) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the support flange (40) is secured adjustably in the direction of the length of the
coil armature core (34) on the latter.
13. Stop device as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the retaining device (31) is formed by an adjusting means (72) supplied with a pressure
medium e.g. compressed air, pressure oil etc., e.g. pressure cylinder, traction cylinder
etc.
14. Stop device (1) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that a finger section (48) of the stop element (15) facing the bending plane (8) is designed
in the form of a double finger (54).
15. Stop device (1) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the double finger (54) forms two stop planes running at right angles to one another,
one stop plane being aligned parallel with the bending plane (8).
16. Stop device (1) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that an adjustable stop means is provided on the stop support (14) and restricts the pivoting
movement of the stop element (15) into a stop position.
17. Stop device (1) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that acting against the pivot movement, the stop means is provided with an adjusting means
that is pre-tensioned by the compression spring (21).
18. Stop device (1) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that acting against the pivot movement in addition to the stop means, at least one retaining
means (64) is arranged on the stop support (15) or the pivot base (65).
19. Stop device (1) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the retaining means (64) is formed by a pressure bolt (67) guided linearly in a housing
and pre-tensioned by a compression spring (66).
20. Stop device (1) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that a spring force of the compression spring (66) is adjustable.
21. Stop device (1) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that on the stop support (14) or the stop element (15), a guiding element (27), e.g. a
proximity sensor, detecting the stop position of the pivoting movement is arranged.
22. Stop device (1) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that between the stop support (14) and the stop element (15) or the pivot base, preferably
adjustable fixed stops (62) are arranged for restricting the pivoting movement into
a position of rest and a stop position.
23. Stop device (1) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the guiding arrangement (16) is provided with stop means (18, 19) restricting in
an adjustable manner the adjustment path of the stop element (15).
1. Dispositif de butée automatique (1) pouvant être positionné par une installation de
commande et de régulation d'une presse à cintrer, en particulier presse à plier pour
le positionnement d'une pièce à déformer par un cintrage entre des outils de cintrage
opposés (4, 5) disposés dans un sommier de table (2) et un sommier à cintrer (3) ajustable
relativement à celle-ci, avec un chariot de support de butée (13) et avec un support
de butée (14) faisant saillie sur le chariot de support de butée (13) dans une direction
sensiblement perpendiculaire à un plan de cintrage (8) formé par les outils de cintrage
(4, 5), et un élément de butée (15) déplaçable dans un agencement de guidage (16)
s'étendant perpendiculairement au plan de cintrage (8), relativement au support de
butée (14), entre une position de repos orientée vers le plan de cintrage (8) et une
position de butée espacée de celle-ci contre l'effet d'un agencement de ressort (21),
réalisant une zone de doigt (48), et avec au moins un élément de détection (27), par
exemple capteur de proximité, détectant la position de butée de l'élément de butée
(15), où est prévue une installation de retenue (31) opposant à un mouvement de butée
de l'élément de butée (15) dans la position de butée une plus grande résistance de
déplacement, caractérisé en ce que l'installation de retenue est reliée à l'installation de commande et de régulation
de manière commutable et réglable.
2. Dispositif de butée (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'installation de retenue (31) est disposée au support de butée (14).
3. Dispositif de butée (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'installation de retenue (31) est disposé à l'élément de butée (15).
4. Dispositif de butée (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'agencement de guidage (16) pour l'élément de butée (15) est logé au support de
butée (14) de préférence d'une manière pivotante par un agencement de palier de butée
(60) et présente l'installation de retenue (31).
5. Dispositif de butée (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un élément de guidage (59) de l'agencement de guidage (16) et l'installation de retenue
(31) sont disposés sur une base de pivotement (65) de l'agencement de palier de pivotement
(60).
6. Dispositif de butée (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un axe de pivotement (61) de l'agencement de palier de pivotement (60) s'étend parallèlement
au plan de cintrage (8) et perpendiculairement à une face d'application (26) de l'élément
de butée (15).
7. Dispositif de butée (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'installation de retenue (31) est formée par une bobine magnétique (33) pouvant
être chargée en énergie électrique d'une source d'énergie et d'un noyau d'induit de
bobine en forme de boulon (34) agissant à l'élément de butée (15) contre le mouvement
de butée.
8. Dispositif de butée (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une force de champ magnétique produite par la bobine magnétique (33) est réglable.
9. Dispositif de butée (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la bobine magnétique (33) peut être positionnée dans un moyen d'appui dans une direction
s'étendant parallèlement à une direction de déplacement de l'élément de butée (15).
10. Dispositif de butée (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un ressort de pression (20) de l'agencement de ressort (21) est disposé d'une manière
précontrainte dans la direction opposée au mouvement de butée entre une tête de pression
(38) du noyau d'induit de bobine (34) orientée vers une face de butée (25) à l'élément
de butée (15) et la bobine magnétique (33).
11. Dispositif de butée (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le noyau d'induit de bobine (34), à une extrémité opposée à la tête de pression (38),
est muni d'une bride d'appui (40) s'appuyant à une face frontale (41) de la bobine
magnétique (33) contre l'effet du ressort de pression (20).
12. Dispositif de butée (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la bride d'appui (40) est fixée dans la direction d'une longueur du noyau d'induit
de bobine (34) d'une manière déplaçable sur celle-ci.
13. Dispositif de butée selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'installation de retenue (31) est formée par un moyen de positionnement (72), par
exemple, vérin de pression, vérin de traction, etc., chargé par un milieu de pression,
par exemple air comprimé, huile comprimée etc.
14. Dispositif de butée (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une zone de doigts (48) de l'élément de butée (15) orientée vers le plan de cintrage
(8) est réalisée comme doigt double (54).
15. Dispositif de butée (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le doigt double (54) réalise deux plans de butée s'étendant perpendiculairement l'un
à l'autre, dont un plan de butée est orienté parallèlement au plan de cintrage (8).
16. Dispositif de butée (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un moyen de butée déplaçable, délimitant un mouvement de pivotement de l'élément de
butée (15) dans la position de butée est disposé au support de butée (14).
17. Dispositif de butée (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moyen de butée, s'opposant au mouvement de pivotement, est muni d'un moyen de
positionnement précontraint par le ressort de pression (21).
18. Dispositif de butée (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, s'opposant au mouvement de pivotement, additionnellement au moyen de butée, au moins
un moyen de retenue (64) est disposé au support de butée (15) ou à la base de pivotement
(65).
19. Dispositif de butée (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moyen de retenue (64) est réalisé par un boulon de pression (67) guidé linéairement
dans un boîtier et précontraint par un ressort de pression (66).
20. Dispositif de butée (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une force de ressort de pression (66) est réglable.
21. Dispositif de butée (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est disposé au support de butée (14) ou à l'élément de butée (15) un élément de
guidage (27), par exemple capteur d'approche, détectant la position de butée du mouvement
de pivotement.
22. Dispositif de butée (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que sont disposés entre le support de butée (14) et l'élément de butée (15) ou la base
de pivotement, des butées fixes (62), de préférence réglables, pour délimiter le mouvement
de pivotement en position de repos et en position de butée.
23. Dispositif de butée (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'agencement de guidage (16) est muni de moyens de butée (18, 19) délimitant d'une
manière réglable le chemin de positionnement de l'élément de butée (15).
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