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EP 2 043 796 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.04.2010 Patentblatt 2010/16 |
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Anmeldetag: 23.07.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2007/001316 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/011871 (31.01.2008 Gazette 2008/05) |
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VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EIN- ODER BEIDSEITIG GERIPPTER SCHEIBEN
METHOD FOR PRODUCING PANELS RIBBED ON ONE OR BOTH SIDES
PROCÉDÉ DE FABRICATION DE PLAQUES ONDULÉES D'UN CÔTÉ OU DES DEUX CÔTÉS
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Priorität: |
26.07.2006 DE 102006034503
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.04.2009 Patentblatt 2009/15 |
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Patentinhaber: Acument GmbH & Co. OHG |
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56567 Neuwied (DE) |
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Erfinder: |
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- MAIER, Frank
73479 Ellwangen (DE)
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Vertreter: Beck, Alexander et al |
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Hansmann & Vogeser
Patent- und Rechtsanwälte
Maximilianstrasse 4b 82319 Starnberg 82319 Starnberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 426 895 GB-A- 2 068 494 US-A- 2 014 995
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DE-B- 1 272 869 GB-A- 2 098 525 US-A- 5 809 820
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein neuartiges Verfahren zur Herstellung ein-
und beidseitig gerippter Scheiben, also Scheiben mit einem Rippenprofil auf einer
oder beiden Seiten der Scheibe.
[0002] Solche einseitig und auch beidseitig gerippten Scheiben sind seit Jahren bekannt.
Insbesondere beidseitig gerippte Scheiben, wie sie beispielsweise in der
EP-B1-426 895 beschrieben sind, haben sich als gute Losdrehsicherungen bewährt.
[0003] Von Nachteil bei diesem Stand der Technik ist das verhältnismäßig aufwendige und
daher teure Fertigungsverfahren, welches bisher für diese Scheiben erforderlich war.
Allgemeine Praxis in der Serienfertigung dieser Teile ist das Prägen des Rippenprofils.
Bisher lässt sich nur durch Einsatz dieses Fertigungsverfahrens eine optimale Rippenkontur
erzielen, die für die gewünschte Sicherungsfunktion unbedingt erforderlich ist.
[0004] Dieser notwendige Aufwand bei der Serienfertigung gemäß dem Stand der Technik erhöht
die Herstellkosten wesentlich. Insbesondere bei Versuchsmustern und Prototypenteilen
sind die Werkzeugkosten so hoch, dass sie den Anwender abschrecken. Die Werkzeugkosten
für Versuchsmuster und Prototypenteile sind nämlich gemäß dem Stand der Technik nur
unwesentlich niedriger als die Kosten für die Herstellung von entsprechenden Serienwerkzeugen.
[0005] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung ein- und beidseitig
gerippter Scheiben anzugeben, welches erheblich preisgünstiger ist, und bei dem insbesondere
die Kosten bei der Herstellung von Versuchs- und Prototypenteilen deutlich geringer
sind.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass das Rippenprofil durch Walzen
hergestellt wird. Die Kontur kann entweder vorab im Rohmaterial als auch danach an
der glatten ausgestanzten Scheibe eingeprägt werden.
[0007] Besonders bevorzugt ist es dabei, wenn das Walzen des Rippenprofils auf dem Rohmaterial
der Scheiben erfolgt, und die Scheiben erst nach dem Walzen des Rippenprofils ausgestanzt
werden. Auf diese Weise kann mit einem einzigen Rollenpaar ein breites Spektrum an
Scheibenausführungen gefertigt werden. Gemäß dieser vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung lassen sich mit den gleichen Rollwerkzeugen unterschiedliche Scheibenausführungen
herstellen, bei denen Innen- und Außendurchmesser beliebig variiert werden können,
ohne dass es neuer Prägewerkzeuge, wie im Stand der Technik, bedarf.
[0008] Besonders bevorzugt ist es, das Rippenprofil durch Prägewalzen herzustellen.
[0009] Eine besonders effiziente Herstellmethode ergibt sich vorzugsweise dann, wenn das
Walzen des Rippenprofils durch zwei synchron laufende Rollen oder Rollensegmente erfolgt.
Es können Rollen(-paare) aber auch Rollensegmente zum Prägen eingesetzt werden.
[0010] Vorzugsweise kann die Vorlage für das Rippenprofil vertieft oder erhaben auf den
Walzrollen angebracht werden.
[0011] Erfindungsgemäß erfolgt die Fertigung der Rippscheiben durch Walzen des Profils.
Dabei erfolgt das Walzen vorzugsweise durch Prägewalzen. Die Werkzeuge und Vorrichtungen
für diesen erfindungsgemäßen Fertigungsprozess sind deutlich weniger aufwendig als
die für den Prägeprozess des Standes der Technik erforderlichen Werkzeuge und Vorrichtungen.
Beim Walzprozess werden nämlich bedingt durch die linienförmige Berührung zwischen
Walzen und Werkstück nur verhältnismäßig geringe Kräfte erforderlich. Vorzugsweise
kann dabei die Gestaltung des Rippenprofils durch zwei synchron laufende Rollen erfolgen.
Die Rippenkontur kann sowohl vertieft als auch erhaben auf den Walzrollen angebracht
sein. Anschließend an den Walzprozess erfolgt das Ausstanzen der Scheiben. Dadurch
können aus dem gleichen, bereits mit den erforderlichen Rippen versehenen Material
Scheiben mit beliebigem Innen- und Außendurchmesser hergestellt werden. Dies kann
für die kostengünstige Fertigung kleiner Mengen genutzt werden. Bei großen Serien
werden die Scheibenprofile mehrfach nebeneinander angeordnet, um so den Materialverbrauch
zu minimieren. Eine weitere Fertigungsmöglichkeit ergibt sich, indem die Scheiben
zunächst ausgestanzt werden und dann lagerichtig einem Profilrollenpaar zugeführt
werden.
[0012] Gemäß dem Stand der Technik werden bisher ausschließlich auf Prägemaschinen gefertigte
Rippscheiben produziert. Erfindungsgemäß werden aufgrund der linienförmigen Berührung
der Walzen erheblich geringere Kräfte benötigt. Daher können kleinere Produktionsmaschinen
zum Ausstanzen verwendet werden und die Herstellkosten sind deutlich niedriger. Der
erzielte Preisvorteil wird den Anwender der Teile motivieren, dieses Sicherungssystem
verstärkt zu verwenden.
[0013] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Fertigungsverfahrens ist eine gleichmäßigere
Rippenkontur auf beiden Seiten der Sicherungsscheiben, sofern beidseitig gerippte
Scheiben hergestellt werden sollen. Während bei geprägten, beidseitig gerippten Scheiben
auf einer Seite die Rippenkontur vollkommen abgerundet ist, ist aufgrund des Prägeprozesses
auf der Gegenseite eine geringe Abplattung des Rippenradius zu erkennen. Diese Abplattung
kann zwar gemäß dem Stand der Technik innerhalb der geforderten Toleranzgrenzen gehalten
werden. Dennoch führt dies bei der Montage zu geringen Streuungen. Bei der erfindungsgemäß
gewalzten Ausführung der beiderseitig gerippten Scheiben ist das Rippenprofil auf
beiden Seiten gleich gut gerundet.
[0014] Besonders deutlich zeigt sich dieser Kostenvorteil bei der Herstellung von Versuchs-
und Prototypenteilen.
[0015] Mit dem erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren kann mit einem einzigen Rollenpaar
ein breites Spektrum an Scheibenausführungen gefertigt werden. Mit den gleichen Rollwerkzeugen
können unterschiedliche Scheibenausführungen erzeugt werden, wobei Innen- und Außendurchmesser
der Scheiben beliebig variiert werden können.
1. Verfahren zur Herstellung ein- und beidseitig gerippter Scheiben, also Scheiben mit
einem Rippenprofil auf einer oder beider Seiten der Scheibe, wobei die Scheiben aus
einem geeigneten Rohmaterial ausgestanzt werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Rippenprofil durch Walzen hergestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Walzen des Rippenprofils entweder auf dem Rohmaterial der Scheiben erfolgt, und
die Scheiben erst nach dem Walzen des Rippenprofils ausgestanzt werden oder das Walzen
des Rippenprofils nach dem Ausstanzen der Scheiben erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rippenprofil durch Prägewalzen hergestellt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Walzen des Rippenprofils durch zwei synchron laufende Rollen oder Rollensegmente
erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorlage für das Rippenprofil vertieft oder erhaben auf den Walzrollen oder Rollensegmenten
angebracht wird.
1. A method for the production of disks ribbed on one side and on both sides, i.e disks
having a rib profile on one or on both sides of the disk, wherein the disks are punched
out from a suitable raw material, characterized in that the rib profile is produced by rolling.
2. A method according to claim 1, characterized in that the rolling of the rib profile either is performed on the raw material of the disks
and the disks only after the rolling of the rib profile are punched out or that the
rolling of the rib profile is performed after the punching out of the disks.
3. A method according to claim 1 or 2, characterized in that the rib profile is produced by roll embossing.
4. A method according to claim 1, 2 or 3, characterized in that the rolling of the rib profile is performed by two synchronously running rolls or
roll segments.
5. A method according to claim 1, 2, 3 or 4, characterized in that the pattern for the rib profile is provided on the rolling rolls or roll segments
indented or raised.
1. Procédé pour fabriquer des rondelles nervurées sur un côté et sur les deux côtés,
donc des rondelles avec un profil nervuré sur un côté ou les deux côtés de la rondelle,
les rondelles étant découpées dans un matériau brut approprié, caractérisé en ce que le profil nervuré est fabriqué par laminage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le laminage du profil nervuré s'effectue sur le matériau brut des rondelles, et les
rondelles ne sont découpées qu'après le laminage du profil nervuré ou bien le laminage
du profil nervuré intervient après le découpage des rondelles.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le profil nervuré est fabriqué par moletage.
4. Procédé selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que le laminage du profil nervuré s'effectue par deux rouleaux ou segments de rouleau
fonctionnant de façon synchrone.
5. Procédé selon la revendication 1, 2, 3 ou 4,
caractérisé en ce que le modèle pour le profil nervuré est placé en creux ou en surélévation sur les rouleaux
de laminage ou les segments de rouleau.
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