[0001] Die Erfindung betrifft eine Notbremseinrichtung für einen Fahrkorb bzw. eine Aufzugskabine
(nachfolgend pauschal: Aufzugskabine) nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aufzüge sind mit Brems- oder Fangeinrichtungen bzw. kombinierten Bremsfangeinrichtungen
ausgerüstet. Diese dienen dazu, die Aufzugskabine im Falle einer unzulässig hohen
Geschwindigkeit (sog. Übergeschwindigkeit), wie sie z. B. bei Steuerungsfehlern bei
Versagen des Antriebs bzw. seiner Bremse oder im Falle eines Tragseilbruchs auftreten,
mittels auf die Schienen einwirkender Friktionskörper abzubremsen bzw. im Rahmen der
zugelassenen Grenzwerte zum Stillstand zu bringen. Dabei werden unter Bremseinrichtungen
gemeinhin solche Einrichtungen verstanden, die eine Übergeschwindigkeit der Aufzugskabine
in aufwärtiger Richtung dadurch verhindern, dass die Aufzugskabine gegenüber den Schienen
so weit abgebremst wird, dass sie zum Stillstand kommt bzw. dass das Gegengewicht
am Ende der Fahrt ordnungsgemäß von den Puffern abgefangen werden kann - wodurch die
außerplanmäßige Fahrt der Kabine beendet wird. Demgegenüber werden als Fangeinrichtungen
üblicherweise solche Einrichtungen bezeichnet, die eine Übergeschwindigkeit in abwärtiger
Richtung verhindern und dabei, einmal ausgelöst, die Aufzugskabine auffangen, also
innerhalb eines kurzen Weges auf den Schienen festsetzen. Derartige Brems-, Fang-
und bidirektionale Bremsfangeinrichtungen werden nachfolgend der Einfachheit halber
ganz pauschal als "Bremseinrichtungen" bezeichnet.
[0003] Zusätzlich sind Aufzüge i. d. R. mit einer von der Bremseinrichtung im obigen Sinne
unabhängigen antriebsseitigen Bremse ausgerüstet. Diese zieht immer dann an, wenn
der Antrieb stromlos geschaltet ist - dies wird gemeinhin als Sicherheitskreis bezeichnet.
[0004] Die Aktivierung der Bremseinrichtung erfolgt bei bekannten Einrichtungen von einem
fix im Schacht oder Maschinenraum montierten Geschwindigkeitsbegrenzer. Dieser wird
bei einer Bewegung der Aufzugskabine in Rotation versetzt. Zu diesem Zweck ist ein
in sich geschlossenes Begrenzerseil vorgesehen, das einerseits beim Geschwindigkeitsbegrenzer
(normalerweise an der höchsten Stelle im Schacht) und anderseits bei einer Spannrolle
(normalerweise an der tiefsten Stelle im Schacht) umgelenkt wird. Das Begrenzerseil
ist an einer Stelle mit der Brems- bzw. Fangeinrichtung der Aufzugskabine verbunden,
sodass es bei einer Bewegung der Aufzugskabine mitgenommen wird. Bei einer zu hohen
Geschwindigkeit blockiert der Geschwindigkeitsbegrenzer das Begrenzerseil, wodurch
die Brems- bzw. Fangeinrichtung ausgelöst wird, sodass die Aufzugskabine zum Stillstand
gebracht wird.
[0005] Ein solcher Aufbau hat den Vorteil, dass er rein mechanisch funktioniert und daher
von Stromausfällen nicht beeinträchtigt werden kann. Er hat jedoch mehrere Nachteile.
Einerseits ist er störungsanfällig, eben weil er rein mechanisch funktioniert und
dabei auch einem spürbaren Verschleiß unterliegt, zumindest im Langzeitbetrieb. Aus
diesem Grunde ist die Auslösegeschwindigkeit, bedingt durch die trägen Massen eines
solchen Aufbaus, merklich von der Beschleunigung abhängig - bei Auftreten hoher Beschleunigungen
wird schon dann ausgelöst, wenn die Aufzugskabine erst eine wesentlich geringere Geschwindigkeit
erreicht hat. Wenn der Aufbau stark verschmutzt ist, wird er u. U. erst zu spät (d.
h. erst bei sehr stark überhöhter Geschwindigkeit) ausgelöst. Ein weiterer Nachteil
ist der relativ hohe Bauaufwand. Abgesehen von der eigentlichen Bremseinrichtung ist
ein über den gesamten Schacht umlaufendes Seil notwendig, das oben und unten geführt
sein muss und auch gespannt werden muss.
[0006] Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass diese mechanische Lösung von Hause aus
zunächst ausschließlich bei Überschreiten einer einzigen vorgegebenen Geschwindigkeit
reagiert und es daher nicht ohne besondere Maßnahmen möglich ist, für unterschiedliche
Abschnitte des Schachts unterschiedliche maximal zulässige Geschwindigkeiten der Aufzugskabine
vorzugeben. Dies ist bei heutigen Hochgeschwindigkeitsaufzügen oft nicht ausreichend.
Denn derartige Aufzüge fahren mit Geschwindigkeiten von z. B. 10 m/s. Sie müssen daher
rechtzeitig vor dem Erreichen des letzten Stockwerks (oben und unten) abgebremst werden.
Wenn sich die Aufzugskabine im ersten Stock in Abwärtsfahrt befindet, so ist auch
eine Geschwindigkeit von nur 5 m/s bereits zu hoch und sollte daher eine Notbremsung
auslösen.
[0007] Schließlich ist diese bekannte mechanische Lösung auch insoweit nachteilig, als sie
mit ihrem Seil entlang des gesamten Schachts Platz wegnimmt. Dies stört u. U. bei
der Ausführung von Aufzugskabinen mit über Eck angeordneten Kabinentüren, sowie bei
großflächig verglasten Panoramaaufzügen. Das durch den gesamten Schacht verlaufende
Seil des Geschwindigkeitsbegrenzers behindert zudem den Trend, die Schachtköpfe und
-gruben immer kleiner zu machen.
[0008] Um eine Notbremsung differenziert auslösen zu können, ist eine elektronische Lösung
besser geeignet. Es sind auch schon entsprechende Vorschläge gemacht worden. Durch
die gattungsbildende
US 5 020 640 wurde eine Bremseinrichtung für einen Aufzug bekannt, bei der die Geschwindigkeit
der Aufzugskabine mittels des Antriebsrades ermittelt wird, an dem das Tragseil abrollt.
[0009] Bei dieser bekannten Einrichtung ergibt sich das Problem, dass im Falle eines Seilbruchs
die Einrichtung versagt. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass (zumindest) eine
zusätzliche Leitung von der Aufzugskabine zum Maschinenraum benötigt wird, um die
Drehgeschwindigkeit des Antriebsrades zur Aufzugskabine zu übertragen. Schließlich
ist ein einfaches, einseitig am Tragseil mitlaufendes Antriebsrad auch insoweit nicht
ganz unproblematisch, als Schwierigkeiten bestehen, das Antriebsrad zu jeder Zeit
in wirklich zuverlässigem Eingriff mit dem Tragseil zu halten. Zudem eignet sich ein
am Tragseil mitlaufendes Antriebsrad allenfalls bedingt, um im langzeitigen Aufzugsbetrieb
mit der erforderlichen Genauigkeit weitere Aufgaben zu übernehmen, etwa eine präzise
Kontrolle der Aufzugskabinenposition. Denn das Tragseil kann im Laufe der Zeit einer
gewissen Längung unterliegen. Insbesondere kann es im Laufe der Zeit zu aufsummierendem
Schlupf zwischen dem Tragseil und dem von ihm angetriebenen Antriebsrad kommen.
[0010] Durch die
US 5 366 045 wurde ein Regalbediengerät bekannt, bei dem ein Tragarm auf einem Mast heb- und senkbar
gehalten ist und bei dem eine bei einer zu hohen Geschwindigkeit des Tragarms ansprechende
Bremseinrichtung vorgesehen ist. Dabei ist ein mit einem Tacho verbundenes Rad vorgesehen,
das an dem Mast anliegt. Dieser Tacho ist mit einer Einrichtung zur Erkennung einer
zu hohen Geschwindigkeit verbunden, die eine Bremseinrichtung aktiviert. Diese Lösung
ist für einen Aufzug nicht sicher genug. Es ist leicht möglich, dass auf das Rad Öl
oder Fett kommt, sodass dieses am Mast rutscht und somit auch im Falle eines Seilbruchs
der Tacho keine überhöhte Geschwindigkeit meldet. Auf Grund dessen ist auch die zusätzliche
Wahrnehmung weiterer Aufgaben, wie etwa der präzisen Positionskontrolle, recht problematisch.
[0011] Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine Notbremseinrichtung
der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, bei der eine zuverlässige Erfassung einer
eventuellen Übergeschwindigkeit der Aufzugskabine sichergestellt ist und die auch
im regulären Aufzugsbetrieb mit hoher Genauigkeit zur Steuerung bzw. Regelung der
Aufzugskabine beitragen kann.
[0012] Erfindungsgemäß wird dies bei einer Notbremseinrichtung der eingangs erwähnten Art
durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 erreicht. Durch die vorgeschlagenen
Maßnahmen ist sichergestellt, dass einerseits auch im Falle eines Seilbruchs die Geschwindigkeit
der Aufzugskabine erfasst werden kann, da deren Erfassung unabhängig vom Tragseil
ist. Vor allem aber ergibt sich durch die Anordnung von zwei Rädern, die jeweils allein
oder verdrehfest mit je einem weiteren Rad gekoppelt einen Detektor antreiben und
an einer, bevorzugt einer einzigen Führungsschiene anliegen, der Vorteil, dass Redundanz
gegeben ist, weil die Geschwindigkeiten der beiden Räder miteinander verglichen werden
können. Eine Notbremsung wird bereits dann ausgelöst, wenn nur ein Rad eine zu hohe
Geschwindigkeit meldet.
[0013] Ein weiterer Vorteil der von Anspruch 1 vorgeschlagenen Maßnahmen ist, dass für den
"Normalbetrieb" des Aufzuges, d. h. den Betrieb des Aufzuges mit einer Aufzugskabinengeschwindigkeit
innerhalb der maximal zugelassenen Kabinengeschwindigkeit, ohne wesentlichen Zusatzaufwand
präzise Informationen über die momentane Lage, Geschwindigkeit und/oder Beschleunigung
der Aufzugskabine zur Verfügung stehen.
[0014] Zweckmäßigerweise sind Mittel nach Anspruch 2 vorgesehen. Auf diese Art und Weise
können auf einfache Art und Weise Störungen erkannt werden, die sich aus Radlager-
oder Radverschleiß, aus einem Detektordefekt, einem Versagen der Spannfeder oder einer
Beeinträchtigung der Reibungsverhältnisse ergeben.
[0015] Die gemäß Anspruch 3 vorzusehenden Mittel erlauben eine noch feinfühligere Überwachung
der ordnungsgemäßen Funktion der Räder und ihrer Detektoren. Idealerweise werden regelmäßig
für jedes Rad die Detektorsignale gespeichert, so dass sich für jedes Rad eine mehr
oder minder eng gestützte Kurve ergibt. Nämlich eine Kurve, die für die ganz konkrete
Anlage den Verlauf des betreffenden Detektorsignals über die bisherige Betriebsdauer
der Anlage oder einen zeitlichen Teil davon zeigt. Diese Kurve erlaubt sowohl zuverlässige
Tendenzaussagen, wie etwa "zunehmender Verschleiß der Räder und dadurch abnehmender
Außendurchmesser" oder "zunehmende Verschmutzung der Räder/Lager", als auch die zuverlässige
Feststellung plötzlicher Ereignisse wie "Räder haben wegen zu starker Schmierung der
Schienen nach Service keinen zuverlässigen Reibschluss mehr". Weiterhin erlaubt die
Kurve aber auch eine fundierte Bewertung eventuell festgestellter "Ausreißer" bei
den Detektorsignalen.
[0016] Die von Anspruch 4 vorgesehenen vorteilhaften Mittel sorgen dafür, dass der Aufzugsbetrieb
im Falle einer Störung, die keine Übergeschwindigkeit ist, ordnungsgemäß beendet werden
kann, ohne dass die Aufzugskabine unkontrolliert hält.
[0017] Die von Anspruch 5 vorgesehene Verwendung einer Zugfeder, insbesondere einer auf
Zug wirkenden Schraubenfeder, widerspricht dem, was eigentlich für sicherheitsrelevante
Federn üblich ist. Denn sicherheitsrelevante Federn sind schulmäßig als Druckfedern
auszuführen. Dennoch ist die Verwendung einer Zugfeder hier vorteilhaft, weil dann
ein eventueller Bruch der Feder zuverlässiger zu erkennen ist. Bei einer Druckfeder
können sich unter Umständen die Windungen im Bereich der Bruchstelle zunächst ineinander
verhaken bzw. gegeneinander abstützen. Dadurch bleibt dann zunächst noch eine gewisse
Federkraft aufrechterhalten. Der Federbruch macht sich also unter ungünstigen Umständen
nicht sofort bemerkbar. Anders bei einer Zugfeder. Reißt die einzige Zugfeder (an
ihrer höchstbelasteten Stelle, der Einhängeöse) ab, dann verliert sie sofort vollständig
ihre Wirkung - was dann beim redundanten Einsatz zweier Räder sofort festzustellen
ist, da ein Rad schlagartig seinen Reibschluss verliert und damit das von ihm erzeugte
Signal ausfällt. Die Anomalie wird von der Notbremselektronik erkannt, entsprechende
Maßnahmen werden eingeleitet.
[0018] Die von Anspruch 6 vorgeschlagene vorteilhafte Anordnung der Räder relativ zueinander
und relativ zur Führungsschiene erhöht die Betriebs- bzw. Detektionssicherheit. Denn
anders als bei zwei Rädern, die an zwei unterschiedlichen Schienen (oder an weit voneinander
entfernten Stellen ein und derselben Schiene) angreifen, ist bei einer derartigen
Anordnung ausgeschlossen, dass es in irgendeiner Form durch erschütterungs-, toleranz-,
elastizitäts-, schwingungs- oder verwindungsbedingte Bewegungen der Aufzugskabine
quer zur Fahrtrichtung dazu kommen kann, dass zeitweilig sämtliche Räder in ihrem
Reibschluss zur Führungsschiene beeinträchtigt sind.
[0019] Die von Anspruch 7 vorgeschlagene Maßnahme ist gerade für ein redundantes System
aus zwei Rädern vorteilhaft. Dies, weil auch sie es ermöglicht, gleichermaßen einfach
wie zuverlässig festzustellen, dass ein Radsystem ausgefallen ist und damit die Redundanz
verloren gegangen ist. Auch wird der Fehler optisch sofort deutlich sichtbar.
[0020] Die von Anspruch 8 vorgeschlagene Dimensionierung der Räder stellt einen zuverlässigen
Reibkontakt zwischen Rad und Führungsschiene sicher. Dies insbesondere bei solchen
Aufzügen, deren Aufzugskabinen gegenüber ihren Führungsschienen gleitgeführt sind.
Denn es hat sich überraschenderweise herausgestellt, dass die Räder bei Verwendung
einer Gleitführung die zwangsläufig auf den Führungsschienen vorhandene Schmierstoffschicht
durchdringen können, wenn sie nur schmal genug sind - und zwar ohne dass die natürlich
entsprechend zu wählende Vorspannung, mit der die Räder gegen die Schiene zu pressen
sind, unpraktikabel hohe Werte annehmen muss. Je nach dem, welches Material für die
Räder bzw. deren Bereifung gewählt wird, kann der Abrollumfang der Räder messerförmige
Gestalt annehmen, wobei die Radbreite am Abrollumfang vorzugsweise auf 1,5 bis 4 mm
reduziert sein kann und zur Radnabe hin zunimmt.
[0021] Die von Anspruch 10 vorgeschlagene, vorzugsweise in Form eines kabinenfesten Akkus
vorgesehene autonome Energieversorgung der Notbremselektronik sichert den worst case
ab. Denn die Notbremselektronik ist so auch dann noch funktions- und über die ihr
zugeordneten elektromechanischen Aktuatoren (Relais und dergl.) handlungsfähig, wenn
aus irgendeinem Grunde momentan weder Speisestrom- noch Signalverbindung zur schachtfesten
Aufzugselektronik bzw. -steuerung besteht.
[0022] Die von Anspruch 11 vorgesehenen Mittel zur Kontrolle bzw. Kalibrierung der Aufzugskabinenpositionsbestimmung
erlauben es, die schon von Hause aus präzisen Detektorsignale über lange Zeit hinweg
zur präzisen Bestimmung der Aufzugskabinenposition einzusetzen. Die Aufzugskabinenposition
wird unter Zuhilfenahme der Aufzugselektronik autonom an Hand der Detektorsignale
ermittelt. Sobald allerdings an der (vorzugsweise einzigen) Referenzposition im Schacht
vorbeigefahren wird, erhält die Aufzugselektronik ein Referenzsignal. Dieses Referenzsignal
entspricht einer genau vorherbestimmten Position der Aufzugskabine im Schacht. Es
wird mit dem zugehörigen Momentanwert, der unter Heranziehung des Detektorsignals
bestimmt wurde, verglichen. Sobald sich eine unzulässig große Abweichung ergibt, wird
automatisch kalibriert, vorzugsweise während des nächsten Halts der Aufzugskabine.
Dann erfolgt die Positionsbestimmung wieder kabinenautonom. Auf diese Art und Weise
kann die Aufzugskabinenposition dauerhaft hochpräzise bestimmt werden. Und zwar ohne
dass erst umständlich über den ganzen Schacht hinweg von der Aufzugskabine aus feststellbare
Referenzmarkierungen gesetzt werden müssten.
[0023] Es ist zweckmäßig, wenn die Anordnung der beiden Räder gemäß Anspruch 18 erfolgt.
Durch die Vorspannung der Wippe durch die Feder, die auch relativ schwach sein kann,
wird eine relativ hohe Anpresskraft der beiden Räder erreicht. Bedingt ist dies durch
den Umstand, dass der lichte Abstand, der bei den Rollen nur wenig größer als die
Breite des Kopfes der Führungsschienen gewählt werden kann, und die Feder in einem
großen Abstand vom Drehpunkt der Wippe, der sich zweckmäßigerweise zwischen den beiden
Rädern befindet, angreifen kann. Hierdurch ergibt sich auf Grund des Momentengleichgewichts
eine entsprechend hohe Anpresskraft der Rollen an der Führungsschiene. Ein entscheidender
weiterer Vorteil dieser Anordnung ist, dass beide Räder zuverlässig mit der gleichen
Anpresskraft an die Führungsschiene angedrückt werden. Dies kann von Bedeutung sein,
soweit an Hand des Vergleichs der momentanen Drehzahlen der reibend von den Schienen
angetriebenen Räder eine Funktionskontrolle vorgenommen werden soll, und zwar insbesondere
auch bei mehr oder minder elastisch bereiften Rollen.
[0024] Durch die Merkmale des Anspruchs 19 ergibt sich der Vorteil, dass ein Durchrutschen
praktisch ausgeschlossen ist, da, wenn nur eines der über die Welle miteinander verbundenen
Räder durchrutscht, das andere die Welle antreibt, wo die Reibung für ein Rollen des
Rades ausreicht. Dadurch bleibt ein allfälliges Durchrutschen eines dieser Räder ohne
Einfluss auf die Erfassung der Geschwindigkeit der Aufzugskabine.
[0025] Durch die Merkmale des Anspruchs 20 ergibt sich der Vorteil, dass die Welle, die
zwei in verschiedenen Wippen gehaltene Räder verbindet, bei entsprechender Ansteuerung
des Betätigungsorgans über das Rohr die Bremseinrichtung aktivieren kann. Dies ist
also eine Art Servounterstützung, die die Energie aus den Rollen bezieht. Dabei kann
das Betätigungsorgan durch ein Solenoid gebildet sein, das im Auslösefall der Bremseinrichtung,
d. h. bei zu hoher Geschwindigkeit der Aufzugskabine, stromlos geschaltet wird, sodass
die Feder das Reibrad in eine Stellung bewegt, in der es mit dem mit der Welle drehfest
verbundenen Reibrad in Kontakt steht. Durch die exzentrische Lagerung des einen Reibrades
kommt es zum Verklemmen der beiden Reibräder, wodurch das U-Profil mit der Welle gekoppelt
ist und von dieser mitgenommen wird. Dadurch kommt es zur Verdrehung des Rohrs und
zur Aktivierung der Bremseinrichtung. Nachteilig ist bei dieser Lösung allerdings,
dass die Länge der Wellen und des Rohrs an die Breite der Aufzugskabine (bzw. den
Abstand der Führungsschienen) angepasst sein muss. Will man diesen Nachteil vermeiden,
kann man die Merkmale des Anspruchs 13 vorsehen. In diesem Falle können getrennte,
auf je eine Führungsschiene einwirkende Bremsen vorgesehen sein, die von Betätigungsorganen
gesteuert sind, die ihrerseits gemeinsam angesteuert werden.
[0026] Weitere Eigenschaften und Vorteile der erfindungsgemäßen Lösung werden vor dem Hintergrund
der Zeichnungen deutlich, an Hand derer nun verschiedene Ausführungsbeispiele der
erfindungsgemäßen Lösung erläutert werden. Dabei zeigen:
- Fig. 1a
- abstrakt den grundsätzlichen Aufbau des Systems im Hinblick auf den Informationsfluss;
- Fig. 1b
- abstrakt den grundsätzlichen Aufbau des Systems und die Positionierung der einzelnen
Systemkomponenten an der Aufzugskabine;
- Fig. 2
- eine Darstellung einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems (ohne
Bremseinrichtung, Aufzugsantriebseinheit und schachtfeste Aufzugselektronik);
- Fig. 3
- Details im Hinblick auf die Lagerung der Räder und ihre Vorspannung gegenüber der
Führungsschiene;
- Fig. 4a
- eine isonometrische Darstellung einer alternativen Rad- und Detektoreinheit für das
von Fig. 2 gezeigte System;
- Fig. 4b
- eine explodierte Darstellung der von Fig. 4a gezeigten, alternativen Rad- und Detektoreinheit
(ohne Spannfedern und Cantilever-Fortsätze dargestellt);
- Fig. 4c
- eine Darstellung der von Fig. 4b gezeigten, alternativen Rad- und Detektoreinheit
in zusammengebautem Zustand und in Interaktion mit der Führungsschiene;
- Fig. 4d
- eine Darstellung der von Fig. 4a gezeigten, alternativen Rad- und Detektoreinheit
in Draufsicht von oben;
- Fig. 5
- die redundante Gestaltung der Notbremselektronik und der ihr zugeordneten Aktuatoren;
- Fig. 6
- schematisch einen Detektor nach Fig. 1 in Verbindung mit einer servoartig wirkenden
Betätigungseinrichtung für eine Bremseinrichtung in axonometrischer Darstellung;
- Fig. 7
- einen Schnitt durch die Mitnahmeeinrichtung der Fig. 6;
- Fig. 8
- schematisch eine Auslöseeinrichtung für eine Bremseinrichtung;
- Fig. 9
- schematisch eine weitere Ausführungsform einer Auslöseeinrichtung für eine Bremseinrichtung.
Grundsätzlicher Aufbau des Systems:
[0027] Die Fig. 1 zeigt zunächst den grundsätzlichen Aufbau des Systems. Kabinenfest (also
mitfahrend) eingebaut ist zumindest eine, hier pauschal als Geschwindigkeitserfassung
bezeichnete Einheit aus den Rädern 9 und den hier in Form von Encodern ausgeführten
Detektoren 11 nebst zugehörigen Halterungen. Ebenfalls kabinenfest eingebaut ist eine
hier "Signalverarbeitung" genannte Notbremselektronik 13, die im Falle einer Übergeschwindigkeit
oder unzulässigen Beschleunigungen bzw. unkontrollierten Fahrkorbbewegungen das Signal
für eine Notbremsung gibt, die Auslöseeinheit, die die nötigen Kräfte aufbringt, um
die Brems- bzw. Fangeinrichtung zu aktivieren, und die Brems- bzw. Fangeinrichtung
selbst, die weiterhin pauschal als Bremseinrichtung bezeichnet wird. Schachtfest (also
im Schacht oder einem diesem zugeordneten Triebwerksraum) eingebaut ist die hier in
Fig. 1 als Aufzugssteuerung bezeichnete allgemeine Aufzugselektronik. Letztere wird,
vorzugsweise über die Notbremselektronik 13, per Hängekabel oder drahtlos mit den
von der Geschwindigkeitserfassung generierten Signalen versorgt. In einer anderen
Ausführungsvariante kann sie unter Umgehung der Notbremselektronik 13 auch direkt
mit der Geschwindigkeitserfassung in Verbindung stehen. Über die Aufzugselektronik
lassen sich bestimmte Funktionen der Notbremselektronik fernsteuern. Hierzu gehören
insbesondere die Aktivierung und Deaktivierung der Bremseinrichtung. Auf diese Art
und Weise lässt sich die Aufzugskabine gezielt blockieren und auch wieder in Bewegung
setzen (bei Verwendung einer durch Eigengewicht bzw. Anheben der Aufzugskabine wieder
lösbaren und dann elektromechanisch dauerhaft in gelüftete Position bringbaren Bremseinrichtung).
Dies ist z. B. im Zusammenhang mit der Gewährleistung von Schutzräumen relevant und
wird später noch erläutert.
[0028] Das System zeichnet sich durch eine Vielzahl von Maßnahmen aus, die Redundanz bewirken
bzw. die Betriebssicherheit erhöhen - und zwar sowohl im Hinblick auf ein sicheres
Aktivieren im Fehlerfall als auch im Hinblick auf ein sicheres Nicht-Aktivieren im
störungsfreien Normalbetrieb. Diese Maßnahmen sind bedeutsam, um das System auch als
Substitut für die bisherigen, rein oder weitestgehend mechanisch arbeitenden Notbremsen
tauglich zu machen.
Baugruppen aus Rädern und zugeordneten Detektoren (Geschwindigkeitserfassung):
[0029] Der Aufbau der in Fig. 2 Geschwindigkeitserfassung genannten Einheit ist in Fig.
2 bis 5 zu erkennen. Dabei zeigen die Fig. 2 und 3 ein erstes und die Fig. 4 und 5
ein zweites Ausführungsbeispiel der Geschwindigkeitserfassung genannten Einheit.
[0030] Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, weisen die Führungsschienen 2 einen über einen Steg
6 mit einem Schienenfuß 7 verbundenen Schienenkopf 8 auf.
[0031] Wie an Hand der Fig. 2 und 3 zu erkennen ist, liegen bei diesem ersten Ausführungsbeispiel
an beiden Seitenflächen des Schienenkopfes 8 - mit vorzugsweise einer hier nicht dargestellten,
friktionserhöhenden Beschichtung bzw. Bereifung versehene - Räder 9 an. Ein hier nicht
gezeigtes Anliegen der Räder derart, dass nur ein Rad an der Seitenfläche des Schienenkopfes
anliegt und das andere an dessen schmalen, um 90 Grad versetzten Stirnfläche, ist
denkbar, steht aber wegen Verzicht auf die entsprechenden Vorteile im Hintergrund.
Diese Räder 9 sind unabhängig von den Führungsrollen der Aufzugskabine, die sich auf
Grund der an ihnen anliegenden Lasten für die hier vorgesehene Funktionalität nicht
eignen. Die Räder sind bei diesem ersten Ausführungsbeispiel in einer Wippe 10 (siehe
auch insbes. Fig. 3) drehbar gehalten und drehfest mit je einem Detektor 11 verbunden.
Die Wippe 10 ist zwischen den beiden Rädern 9 um eine Achse 14 schwenkbar gehalten
und von einer Druckfeder beaufschlagt. Die Feder 15 ist an einem nicht dargestellten
Widerlager abgestützt und sorgt für eine Verdrehung der Wippe 10 und somit zu einer
Anpressung der Räder 9 an den beiden Seitenflächen 16 des Schienenkopfes 8.
[0032] Die Drehachse 14 der Wippe 10 liegt im Wesentlichen über der Längsachse des den Schienenkopf
8 bildenden Schienenabschnitts. Da der lichte Abstand zwischen den beiden Rädern 9
nur wenig größer als die Breite des Schienenkopfes 8 ist, und die Feder 15 in einem
größeren Abstand von der Achse 14 an der Wippe 10 angreift, ergibt sich eine entsprechende
Hebelwirkung. So kann auch mit einer relativ schwachen Feder 15 eine hohe und sehr
gleichmäßige Anpresskraft der Räder 9 erzielt werden.
[0033] Die in Fig. 2 gezeigten Detektoren 11 sind über Signalleitungen 12 mit der Notbremselektronik
13 zur Erkennung einer zu hohen Geschwindigkeit verbunden. Wie schon erwähnt, fährt
die Notbremselektronik 13 idealerweise mit der Aufzugskabine mit und arbeitet autonom
- sobald sie auch nur an einem Rad eine unzulässige Übergeschwindigkeit detektiert,
leitet sie unabhängig von der übrigen schachtfest angebrachten Aufzugselektronik die
Kabinenbremsung bis hin zum Kabinenfang ein. Auf diese Art und Weise wird ausgeschlossen,
dass sich eventuelle Fehler im Bereich des Hängekabels, über das die Elektronik der
Aufzugskabine mit der schachtfesten Aufzugselektronik kommuniziert, auf die Sicherheitsfunktion
auswirken können.
[0034] Des Weiteren sind die in Fig. 2 gezeigten Detektoren 11 mit der schachtfest angebrachten
Aufzugselektronik verbunden und beliefern so auch die schachtfeste Aufzugselektronik
mit dem Detektorsignal (vgl. Fig. 1a), das von der Aufzugselektronik vielfältig genutzt
wird.
[0035] Im Rahmen einer hier nicht gezeigten, aber bevorzugten Modifikation dieses ersten
Ausführungsbeispiels ist vorgesehen, die Wippe 10 im Gegensatz zu dem, was bei sicherheitsrelevanten
Federn an sich üblich ist, nicht mittels einer Druckfeder zu spannen, sondern mittels
einer einzigen Zugfeder. Reißt die einzige Zugfeder (an ihrer höchstbelasteten Stelle,
der Einhängeöse) ab, denn verlieren die Rollen sofort ihren permanenten, definierten
Reibkontakt zur Schiene. Die Wippe fängt nun an zu flattern. Die Detektoren liefern
dann ein entsprechend anomales Signal. Die Anomalie wird von der Notbremselektronik
erkannt.
[0036] Eine für den Fall des Federversagens unter dem Gesichtpunkt der Redundanz verbesserte
Lösung bietet das zweite Ausführungsbeispiel an, das von den Fig. 4a bis 4c gezeigt
wird. Dieses zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem soeben beschriebenen
ersten Ausführungsbeispiel nur durch die Art und Weise, wie die Räder 9 gelagert und
vorgespannt sind. Ansonsten, d. h. im Hinblick auf die von den Fig. 4a bis c nicht
gezeigten Bauteile, entspricht die zweite Ausführungsform der soeben beschriebenen
ersten Ausführungsform.
[0037] Bei dieser zweiten Ausführungsform werden die Räder nicht an einer gemeinsamen Wippe
gelagert. Stattdessen ist jedes der beiden Räder 9 an einem eigenen Lenker 10L gelagert.
I Die beiden Lenker 10L sind ihrerseits fliegend an einem Lagerbock 53 gelagert und
zwar so, dass sie und die von ihnen drehbar gehaltenen Räder 9 jeweils in einer Ebene
liegen. Jeder der Lenker 10L ist mit einem Fortsatz 50 versehen, der über die Räder
9 hinausragt. An dem Fortsatz 50 greift jeweils eine Zugfeder 15z an, die den Lenker
10L in Richtung der Schienenoberfläche vorspannt und so die von ihm getragene Rolle
9 an die zugehörige Schienenoberfläche anpresst. Der Fortsatz 50 jedes Lenkers führt
zu einem "Cantilever"-Effekt, so dass auch hier jeweils eine verhältnismäßig schwache
Feder 15z ausreicht, um eine hohe Anpresskraft für das betreffende Rad 9 zu erzielen.
[0038] Die gemeinsame Lagerachse 51 der Lenker 10L ist so angeordnet, dass ein Lenker, dessen
Zugfeder 15z abgerissen ist, unter dem Einfluss der Schwerkraft aus der Position,
die er unter dem bisherigen Einfluss der Federspannung eingenommen hat, wegschwenkt.
Hierdurch wird das betreffende Rad 9 von der ihm zugeordneten Schienenoberfläche abgehoben
und kommt zum Stillstand, während das andere Rad 9 weiterarbeitet. Auf diese Art und
Weise wird ein eventueller Federbruch sofort festgestellt, die Detektoreinrichtung
insgesamt bleibt aber funktionstüchtig. Der Vollständigkeit halber ist noch anzumerken,
dass jeder Lenker 10L einen entsprechenden Anschlag 52 besitzt, der den Winkel, um
den der Lenker aufschwenken kann, begrenzt, vgl. Fig. 4b. Der Anschlag 52 verhindert
auf diese Art und Weise, dass der betreffende Lenker so weit nach unten schwenkt,
dass schließlich die andere Seite des Rades 9 doch wieder mit der Schiene in Kontakt
kommt und dadurch "außerplanmäßig" angetrieben wird.
Redundanz/Selbstüberwachung des Systems:
[0039] Die Räder 9, Detektoren 11 und die zugehörigen Schaltkreise der Notbremselektronik
13 sind wie folgt redundant bzw. selbstüberwachend ausgeführt:
Die Räder 9 liegen in unmittelbarer Nähe zueinander auf zwei unterschiedlichen Seiten
des Schienenkopfes 8 auf, wodurch bereits radseitig Redundanz gewährleistet ist. Denn
immer dann, wenn ein Rad 9 relativ zur Schiene tendenziell entlastet wird, wird das
andere Rad 9 tendenziell entsprechend stärker belastet und liefert daher seinerseits
auf jeden Fall ein korrektes Detektorsignal.
[0040] Redundanz besteht auch bezüglich der Detektoren 11, da jedem Rad 9 ein eigener Detektor
11 zugeordnet ist.
[0041] An Hand der Fig. 1b ist zu erkennen, dass auch die für die Auswertung des Detektor-
bzw. Encodersignals maßgeblichen Schaltkreise der Notbremselektronik 13 voll redundant
sind, d. h. es wird hier das Konzept zweier parallel arbeitender Auswerteelektroniken
mit unabhängiger Peripherie verfolgt. Denn jedem Detektor 11 ist innerhalb der Notbremselektronik
13 eine eigene Auswerteelektronik "uC1" bzw. "uC2" zugeordnet. Stellt mindestens eine
der beiden Auswerteelektroniken eine unzulässige, aber noch unterhalb der Übergeschwindigkeit
liegende Geschwindigkeit fest, dann schaltet sie den Antrieb sofort stromlos und setzt
den Aufzug in diese Art und Weise zum Zwecke der Fehlerbeseitigung durch externen
Eingriff still.
[0042] Überschreitet die Drehzahldifferenz der beiden Detektoren einen festgelegten Wert,
dann wird der Antrieb erst nach Erreichen der Halteposition in der nächsten Haltestelle
stromlos geschalten. Auf Grund dessen entfaltet nicht nur der Motor Bremswirkung,
sondern auch die antriebsseitige Bremse fällt ein, da sie nicht länger elektromagnetisch
in gelüfteter Stellung gehalten wird. Stellt auch nur eine der beiden Auswerteelektroniken
fest, dass sogar eine Übergeschwindigkeit eingetreten ist, dann wirkt sie (unabhängig
davon, was die andere Auswerteelektronik derweil tut) zusätzlich auf den mit "Tripcoils"
bezeichneten Schaltkreis ein und aktiviert so die eigentliche Bremseinrichtung, also
die Bremseinrichtung, mit der die Kabine an den Schienen gebremst wird.
[0043] Anzumerken ist noch, dass der Notbremselektronik ein (hier nicht zeichnerisch dargestellter)
Akku zur autonomen Energieversorgung im Notfall zugeordnet ist
[0044] Fehler innerhalb der Notbremselektronik werden erkannt, indem durch jeden Schaltungsteil
periodisch Testimpulse (also z. B. ein "simuliertes Detektorsignal", das an sich zu
einer bestimmten Aktion führen müsste) gesendet werden. Das Antwortsignal wird über
die Überwachungseinheit wieder an die betreffende Elektronik zurückgeführt, wodurch
die Funktionsfähigkeit durch Vergleich mit dem bei ordnungsgemäßem Funktionieren zu
erwartenden Antwortsignal beurteilt werden kann.
[0045] Fehler in den Aktuatoren, insbesondere den Elektromagneten bzw. Relais werden erkannt,
indem zum Zwecke der Überprüfung periodisch kurze Abschaltpulse zu dem betreffenden
Aktuator geleitet werden. Es wird Erd- und Kurzschluss erkannt.
[0046] Wird bei der periodischen Elektronik- oder Aktuatorprüfung ein (vermeintlicher) Fehler
entdeckt, dann wird das vermeintlich fehlerhafte Signal mindestens ein zweites Mal
eingelesen. Wird der Befund bestätigt, dann wird der Sicherheitskreis beim nächsten
planmäßigen Halt geöffnet und die Aufzugskabine so stillgesetzt.
Mehrfunktionale Nutzung mindestens eines Detektorsignals:
[0047] Die schachtfeste Aufzugselektronik nutzt das zuvor von der Notbremselektronik 13
verarbeitete oder auch unverarbeitete Detektorsignal im regulären Aufzugsbetrieb zum
einen zur präzisen Bestimmung der momentanen Fahrkorbposition, d. h. letztendlich
zur vollständigen oder partiellen Schachtkopierung:
Stehen, wie hier, permanent oder eng getaktet Informationen über die momentane Position
der Aufzugskabine zur Verfügung, dann lässt sich diese schnell und präzise in der
jeweiligen Haltestelle anlanden, d. h. so positionieren, dass das Fußbodenniveau des
Fahrkorbes und Stockwerksfußboden genau miteinander fluchten, also Stolperstellen
vermieden werden.
[0048] Die genauen Informationen über die momentane Position der Aufzugskabine werden auch
dazu herangezogen, um die Sicherheit beim Ein- und Aussteigen zu erhöhen, nämlich
um ein unbeabsichtigtes Wegschleichen der Aufzugskabine aus der ursprünglichen Landeposition
zu verhindern. Ein solches, mehr oder minder schnelles Wegschleichen erfolgt unter
dem Einfluss der Gewichtsdifferenz von Kabine und Gegengewicht, wenn die antriebsseitige
Bremse nicht ordnungsgemäß funktioniert und damit die Aufzugskabine nicht in Landeposition
festgesetzt ist. Sobald an Hand des Detektorsignals ein Wegschleichen um eine unzulässig
große Wegstrecke festgestellt wird, wird bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
die Bremseinrichtung aktiviert und das Wegschleichen der Aufzugskabine so beendet.
Bei einem anderen, hier nicht durch Figuren erläuterten Ausführungsbeispiel ist an
der Aufzugskabine mindestens eine zusätzliche, elektrisch zu betätigende Zangenbremse
üblicher Bauart vorgesehen, die nicht als Bremseinrichtung im o. g. Sinne, sondern
als zusätzliche Betriebsbremse dient, um die Aufzugskabine während ihres Aufenthalts
in der Haltestelle festzusetzen.
[0049] Sofern, wie bei diesem Ausführungsbeispiel, eine vorlaufende Türöffnung vorgesehen
ist, wird das Detektorsignal gleichzeitig auch verwendet, um sehr genau den richtigen
Zeitpunkt zu bestimmen, zu dem mit der voreilenden Türöffnung begonnen werden kann,
weil die Aufzugskabine gerade so weit vor der Türöffnung gelandet ist, dass gefahrlos
mit dem voreilenden Öffnen der Türen begonnen werden kann.
[0050] Das Detektorsignal wird bei diesem Ausführungsbeispiel auch zur Gewährleistung des
erforderlichen Schutzraums bei Wartungsarbeiten verwendet. Sobald die Aufzugselektronik
das Signal erhält, dass sich Personen im Schacht befinden (etwa weil eine der Schachttürverriegelungen
signalisiert, dass die Schachttür zu einem Zeitpunkt geöffnet wurde, in dem sich die
Aufzugskabine nicht in Landeposition vor der betreffenden Schachttüröffnung befand),
überwacht sie die Fahrkorbposition und verhindert, dass der Fahrkorb in eine Position
gefahren wird oder unbeabsichtigt in eine Position kriecht, in der der Schutzraum
beeinträchtigt ist. Zur vorläufigen Schutzraumabsicherung wird die Aufzugskabine dann
durch gezieltes Auslösen der Bremseinrichtung in einer Position festgesetzt, in der
eine endgültige Schutzraumabsicherung erfolgen kann, indem entweder die Kabine oder
das Gegengewicht formschlüssig festgelegt werden - durch Stützen, Verriegelungsbolzen
oder dergleichen.
[0051] In Fällen, in denen der Fahrkorb in Fang gegangen ist oder steckengeblieben ist und
eine Notbefreiung erforderlich wird, ermöglicht das Detektorsignal eine schnelle und
sehr genaue Lokalisierung des Fahrkorbes, was die Notbefreiung gerade in vielgeschossigen
Gebäuden vereinfacht - insbesondere auch die Notbefreiung im Brandfall, in denen den
Rettungskräften nur extrem wenig Zeit zur Verfügung steht, um sich (ggf. auch mit
schwerem Gerät) Zugang zu den Eingeschlossenen zu verschaffen.
[0052] Auch im Rahmen der Treibfähigkeitsprüfung bei Seilaufzügen wird das Detektorsignal
genutzt. Denn mittels des Detektorsignals kann auch ohne Betreten des Schachts oder
Blickkontakt zu den maßgeblichen Aufzugskomponenten sehr genau festgestellt werden,
ob das Tragseil die Aufzugskabine nach oben bewegt, solange das Gegengewicht auf den
zusammengedrückten Puffern ruht. Desweiteren ist an Hand des Detektorsignals im Rahmen
der Abnahme des Aufzuges auch zu erkennen, ob der Aufzug die Förderhöhe einhält.
[0053] Schließlich kann mittels des Detektorsignals auch sehr einfach die Funktion bzw.
die Wirksamkeit der Bremseinrichtung getestet werden. Die Bremseinrichtung wird zu
diesem Zweck testweise ausgelöst. An Hand des Detektorsignals kann dann festgestellt
werden, ob und wie effektiv die Bremswirkung eintritt bzw. nach welcher Strecke die
Aufzugskabine durch Fang zum Stillstand kommt.
[0054] Hier nicht gezeigt, aber im Rahmen des erörterten Ausführungsbeispiels optional vorgesehen,
ist eine Kontrolle bzw. ein Abgleich des Detektorsignals mittels mindestens einer
im Schacht angebrachten Referenzmarkierung. Immer wenn die Aufzugskabine die Referenzmarkierung
(z. B. in Form eines tastend oder berührungslos arbeitenden Kontakts) passiert, wird
ein zusätzliches Positionssignal erzeugt. Dies wird zum Zweck der Kontrolle und/oder
periodischen Kalibrierung des Detektorsignals herangezogen, d. h. mit dem ihm zeitlich
entsprechenden Momentansignal mindestens eines Detektors 11 verglichen.
[0055] Zum Zweiten nutzt die Elektronik das Detektorsignal auch zur Bestimmung der momentanen
Geschwindigkeit der Aufzugskabine, um so eine systematische Steuerung bzw. Regelung
der Geschwindigkeit der Aufzugskabine vorzunehmen.
[0056] So werden je nach Fahrhöhe unterschiedliche Geschwindigkeitswerte realisiert und
gehalten - indem in einem Fahrhöhenbereich, der weit genug von der untersten und obersten
Endposition der Aufzugskabine entfernt ist, hohe Fahrgeschwindigkeiten zugelassen
werden. Dies ist insbesondere in vielgeschossigen Gebäuden von Vorteil, wenn die Aufzugskabine
ohne Zwischenstopp zu einer weit entfernt liegenden Haltestelle unterwegs ist. Erhöhte
Fahrgeschwindigkeiten in diesem Sinne sind Fahrgeschwindigkeiten in einer Größenordnung,
die im Bereich der Endpositionen der Aufzugskabine, z. B. bei Annäherung an die unterste
Haltestelle, nicht zulässig wären, weil im Falle eines plötzlichen Kontrollverlusts
in diesem Bereich nicht mehr gewährleistet wäre, dass die am Schachtboden angeordneten
Puffer die Aufzugskabine mit einer noch vertretbaren Verzögerung abfangen. Wird hingegen
auf die erfindungsgemäße Art und Weise sichergestellt, dass die Aufzugskabine den
puffernahen Schachtbereich vor der untersten Haltestelle ohnehin nur noch mit verringerter
Geschwindigkeit befährt, kann zugleich auch die Pufferhöhe (d. h. der Weg, um den
die Puffer im Falle eines Aufpralls nachgeben) reduziert werden. Sinngemäß Gleiches
gilt bei Annäherung an die oberste Haltestelle.
[0057] Um in Abhängigkeit von der Fahrhöhe unterschiedliche Geschwindigkeitswerte realisieren
zu können, wird das Detektorsignal zugleich dazu herangezogen, um für verschiedene
Schachtbereiche verschiedene Grenzwerte vorzugeben, bei deren Überschreiten eine unzulässig
hohe oder gar eine unzulässige Übergeschwindigkeit vorliegt und folglich Bremsmaßnahmen
vom Abschalten des Antriebes bis hin zum Fang der Aufzugskabine eingeleitet werden
müssen. Im Idealfall, so auch im vorliegenden Ausführungsbeispiel, gibt die Notbremselektronik
13 die momentanen Grenzwerte in Abhängigkeit vom Detektorsignal (d. h. in Abhängigkeit
von der Position der Kabine) autonom vor und teilt diese dann der schachtfest angebrachten
Aufzugselektronik mit, so dass eine Synchronisierung gewährleistet ist. Für Aufwärts-
und Abwärtsfahrt können unterschiedliche Grenzwerte für die jeweilige unzulässig hohe
Geschwindigkeit bzw. die jeweilige Übergeschwindigkeit vorgegeben werden.
[0058] Schließlich wird das Detektorsignal zur schrittweisen Reaktion auf unvorhergesehene
Geschwindigkeiten herangezogen. Dies, indem bei zu hoher Geschwindigkeit schon vor
Erreichen der Übergeschwindigkeit, bei der die Bremseinrichtung ausgelöst wird, zunächst
der Antrieb stromlos gesetzt wird, wodurch die dem Antrieb zugeordnete Bremse zur
Wirkung kommt und im Regelfall zusammen mit dem stromlosen Motor die Aufzugskabine
so weit abbremst, dass die Übergeschwindigkeit gar nicht erst erreicht wird. Erst
wenn dies nicht hilft, wird, sobald das Detektorsignal nun sogar das Erreichen der
Übergeschwindigkeit signalisiert, die Bremseinrichtung ausgelöst.
[0059] Zum Dritten nutzt die Elektronik das Detektorsignal auch zur Bestimmung der momentanen
Beschleunigung der Aufzugskabine. Auf diese Art und Weise kann ein eventueller Störungszustand,
der sich in einer Überbeschleunigung zeigt, erkannt werden, noch bevor eine Übergeschwindigkeit
erreicht wird, so dass eine sehr frühzeitige Einleitung von Gegenmaßnahmen möglich
ist.
[0060] Abschließend ist festzustellen, dass der Rahmen der Erfindung selbstverständlich
nicht verlassen wird, wenn das Detektorsignal über die Gewährleistung der Notbremsfunktion
hinaus nur zur einzelnen der vorgehend genannten Zwecke herangezogen wird.
Optionale Servounterstützung des Auslösens der Bremseinrichtung:
[0061] Bei der Ausführungsform nach der Fig. 6 liegen an jeder der beiden Führungsschienen
2 je zwei Räder 9 an, die in Wippen 10 gehalten sind. Dabei sind je zwei an verschiedenen
Führungsschienen 2 anliegende Räder 9 über jeweils eine Welle 17, 17' miteinander
drehfest verbunden, die jeweils von einem Detektor 11 umgeben ist. Dabei geben diese
Detektoren 11 z. B. bei jeder Umdrehung der Welle 17 einen Impuls ab. Die Welle 17'
ist dabei von einem Rohr 18 umgeben, das in zwei Teilrohre 18', 18" unterteilt ist,
wobei diese beiden Teilrohre 18', 18" über ein U-Profil 19 miteinander verbunden sind.
Dabei sitzt ein Detektor 11 zwischen den beiden Schenkeln des U-Profils 19.
[0062] Wie aus der Fig. 7 im Detail zu ersehen ist, ist zwischen den Schenkeln des U-Profils
19 ein Reibrad 22 drehfest auf der Welle 17' angeordnet. Dieses wirkt mit einem weiteren
Reibrad 20 zusammen, das in axialer Richtung unverschiebbar, jedoch drehbar auf einer
Schubstange 21 gehalten ist. (Alternativ dazu kann natürlich auch die Schubstange
21 drehbar sein, dann kann das Reibrad 20 fest auf der Schubstange 21 angebracht sein.)
Diese Schubstange 21 durchsetzt die beiden Schenkel des U-Profils 19 und ist in einem
Solenoid 23 gehalten, das über Steuerleitungen 24 mit der Einrichtung 13 (siehe Fig.
6) verbunden und von dieser gesteuert ist. Weiters wirkt auf die Schubstange 21 (siehe
Fig. 7) eine Feder 25 (die als Druckfeder ausgebildet ist) ein, die an der Außenseite
des einen Schenkels des U-Profils 19 und an einer Schulter 26 der Schubstange 21 abgestützt
ist. In der dargestellten, dem Normalbetrieb entsprechenden Stellung des Reibrades
20 ist das Solenoid 23 erregt und hält das Reibrad 20 gegen die Kraft der Feder 25
außer Eingriff mit dem Reibrad 22. Dadurch verbleibt das Rohr 18 in seiner Lage. Wird
jedoch das Solenoid 23 entregt, z. B. auf Grund der Erfassung einer zu hohen Geschwindigkeit
der Aufzugskabine (oder auch im Falle eines Ausfalls der Stromversorgung und der Notstromversorgung),
so bewirkt die Feder 25 eine Verschiebung der Schubstange 21 nach rechts, wodurch
das Reibrad 20 in Kontakt mit dem Reibrad 22 kommt und von diesem in Drehung versetzt
wird. Da das Reibrad 20 exzentrisch gehalten ist, kommt es zu einem Verklemmen des
Reibrades 20, da der Abstand zwischen der Welle 17' und der Schubstange 21 auf den
kleinsten Abstand zwischen der Mantelfläche des Reibrades 20 und dessen exzentrischer
Drehachse ausgelegt ist. Dadurch wird das U-Profil 19 mitgenommen und daher das Rohr
18 verdreht. Da das Rohr 18 bzw. die Teilrohre 18' und 18" mit Hebeln 27 (siehe Fig.
3) fest verbunden sind, die ihrerseits mit Lenkern 28 verbunden sind, die auf eine
nicht dargestellte Bremseinrichtung einwirken, die an den Führungsschienen 2 angreifen,
wird in diesem Fall die Bremseinrichtung aktiviert und die Aufzugskabine abgebremst.
[0063] In der Fig. 8 ist eine weitere Ausführungsform einer Auslöseeinrichtung für eine
Bremseinrichtung schematisch dargestellt. Dabei ist eine Welle 30 vorgesehen, die
mit einem Ansatz 31 starr verbunden ist, der mit einem Elektromagneten 23' zusammenwirkt
und auf den eine Aktivierungsfeder 32 einwirkt. An den beiden Enden ist die Welle
30 mit Hebeln 27 verbunden, die mit Lenkern 28 verbunden sind, die auf die nicht dargestellte
Bremseinrichtung einwirken. Solange der Elektromagnet erregt ist, verbleiben die Welle
30 und damit die Hebel 27 in einer Lage, in der die Bremseinrichtung nicht aktiviert
wird und außer Funktion bleibt. Wird der Elektromagnet 23' entregt, so bewirkt die
Aktivierungsfeder 32 ein Verdrehen der Welle 30 und damit auch der Hebel 27, wodurch
in weiterer Folge die Bremseinrichtung aktiviert wird und die Aufzugskabine angehalten
wird. Bei der Ausführungsform nach der Fig. 9 ist an dem einen Schenkel 40 eines um
die Achse 42 schwenkbaren Winkelhebels 41 ein Ansatz 31 befestigt, der mit einem Elektromagneten
23' zusammenwirkt und an welchem eine Aktivierungsfeder 32 angreift. Dabei wirken
der Elektromagnet 23' und die Aktivierungsfeder 32 in einem Normalabstand von der
Achse auf dessen Ansatz 31 ein. Dadurch kommt es zu einem entsprechenden Verdrehen
des Winkelhebels, wenn der Elektromagnet 23' entregt wird, und der zweite Schenkel
43 des Winkelhebels 41 aktiviert die nicht dargestellte Bremseinrichtung. Dabei sind
bei der Ausführungsform nach der Fig. 6 im Bereich einer jeden Führungsschiene 2 Winkelhebel
41 angeordnet, wobei die beiden Elektromagnete 23' gemeinsam angesteuert werden.
[0064] Abschließend ist noch anzumerken, dass die Erfindung selbstverständlich auch für
solche Aufzugssysteme zum Einsatz kommen kann, bei denen mehrere Aufzugskabinen im
Eingangs definierten Sinne in einem Schacht verkehren - ohne dass die Erfindung verlassen
wird.
1. Aufzug mit einer Aufzugskabine, die in einem Schacht an Führungsschienen (2) geführt
wird, einer Elektronik u. a. zur Fahrtsteuerung oder -regelung und einer Notbremseinrichtung
zur Verhinderung von Übergeschwindigkeiten der Aufzugskabine, wobei die Notbremseinrichtung
eine Bremseinrichtung und eine Detektoreinrichtung (9, 11) umfasst, deren Signal bei
Eintritt von Übergeschwindigkeit der Aufzugskabine die Bremseinrichtung betätigt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Detektoreinrichtung (9, 11) mindestens zwei Räder (9) umfasst, die an einer Führungsschiene
(2) anliegen und von denen jedes jeweils einen Detektor (11) antreibt, dessen Signal
ein Maß für den Drehwinkel bzw. die Drehzahl des betreffenden Rades ist, und die Elektronik
so ausgelegt ist, dass sie die Detektorsignale mehrfunktional verwertet, indem mindestens
ein Detektorsignal während des Betriebes des Aufzuges innerhalb des zugelassenen Geschwindigkeitsbereichs
zur Bestimmung mindestens einer den weiteren Betriebsablauf der Aufzugsanlage beeinflussenden
Weg-, Geschwindigkeits- und/oder Beschleunigungsgröße der Aufzugskabine herangezogen
wird und indem die Elektronik die Bremseinrichtung betätigt, sobald zumindest einer
der Detektoren (11) mit seinem Detektorsignal eine Übergeschwindigkeit der Aufzugskabine
außerhalb des zugelassenen Geschwindigkeitsbereichs meldet.
2. Aufzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, die die Funktion der Detektoren überwachen, indem die Detektorsignale
der verschiedenen Detektoren, die vorzugsweise als Encoder ausgeführt sind, miteinander
daraufhin verglichen werden, ob sie in unzulässigem Maß voneinander abweichen.
3. Aufzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um, zumindest in bestimmten Intervallen, die Detektorsignale
zu speichern und spätere Detektorsignale mit dem oder den gespeicherten Detektorsignalen
zu vergleichen, um so Erkenntnisse über den aktuellen Zustand bzw. die aktuelle Arbeitsweise
der Rollen zu gewinnen.
4. Aufzug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um bei Feststellung einer unzulässigen Abweichung der Detektorsignale
oder einer unzulässigen Absolutgröße der Detektorsignale die begonnene Fahrt beim
nächsten planmäßigen Halt zu beenden.
5. Aufzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Räder (9), vorzugsweise jedes einzelne der Räder, mittels einer bevorzugt als
Schraubenfeder ausgeführten Zugfeder (15z) reibschlüssig an die zugeordnete Oberfläche
der betreffenden Schiene angepresst werden.
6. Aufzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einer einzigen Führungsschiene zwei Räder (9, 9) derart anliegen, dass ein Rad
auf einer Seite des Schienenkopfes (8) und das andere Rad auf der gegenüberliegenden
Seite des Schienenkopfes (8) abrollt, bevorzugt auf gleicher Höhe wie das erste Rad,
so dass eine durch Erschütterungen, Elastizitäten, Toleranzen und dgl. bedingte Entlastung
des einen Rades (9) relativ zu der Fläche, auf der es abrollt, eine verstärkte Belastung
des anderen Rades (9) relativ zu der Fläche, auf der es abrollt, zur Folge hat, so
dass der Fall einer gleichzeitigen Entlastung beider Räder (9, 9) ausgeschlossen ist.
7. Aufzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes einzelne der Räder (9) mittels eines entsprechenden Lenkers (10L) so gelagert
ist, dass es bei Versagen der Feder (15z), die es reibschlüssig an die ihm zugeordnete
Oberfläche (18) der Schiene anpresst, unter dem Einfluss einer Rückholfeder oder bevorzugt
der Schwerkraft von der ihm zugeordneten Oberfläche der Schiene wegschwenkt und so
den reibschlüssigen Kontakt zur Schiene verliert.
8. Aufzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite jedes Rades in Richtung seiner Drehachse gering ist, indem sie weniger
als 30 % und idealerweise weniger als 20 % der Breite der Führungsmittel (quer zur
Fahrtrichtung der Aufzugskabine gesehen) beträgt, die die Aufzugskabine an der betreffenden
Oberfläche der Schiene führen.
9. Aufzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Detektor (11) innerhalb der Notbremselektronik (13) eine eigene, von der Elektronik
eines anderen Detektors unabhängige Auswerteelektronik nebst zugehörigen Aktuatoren
zugeordnet ist, so dass bei Feststellung eines unzulässigen Fahrzustandes unabhängig
von der restlichen Elektronik und deren Aktuatoren zumindest die Bremseinrichtung
betätigt werden kann, bevorzugt die Bremseinrichtung und, unabhängig davon, der Sicherheitskreis.
10. Aufzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Notbremselektronik (13) mit einer autonomen Energieversorgung ausgerüstet ist,
vorzugsweise in Form eines Akkumulators.
11. Aufzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens an einer Stelle im Schacht Mittel an der Aufzugskabine und im Schacht
vorgesehen sind, die an einer genau bestimmten Referenzposition der Aufzugskabine
ein entsprechendes Signal generieren, das zum Zwecke der periodischen Kontrolle und/oder
Kalibrierung der Aufzugskabinenpositionsbestimmung mit mindestens einem Detektorsignal
bzw. dem daraus abgeleiteten Positionssignal verglichen wird.
12. Aufzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronik mindestens ein Detektorsignal zur Bestimmung der momentanen Fahrkorbposition
beim Landen heranzieht, zum Zwecke der präzisen Positionierung der Aufzugskabine und/oder
zur Beeinflussung der vorlaufenden Türöffnung.
13. Aufzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronik mindestens ein Detektorsignal zur Überwachung der Position der Aufzugskabine
während der Durchführung von Wartungsarbeiten am Aufzug heranzieht, um so den vorgeschriebenen
Schutzraum zu gewährleisten, wobei die Elektronik vorzugsweise so ausgelegt ist, dass
sie die Bremseinrichtung / Fangeinrichtung betätigt, sobald die Aufrechterhaltung
hinreichenden Schutzraums bedroht ist.
14. Aufzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronik mindestens ein Detektorsignal im Rahmen der Treibfähigkeitsprüfung
heranzieht, um festzustellen, ob sich die Aufzugskabine nach oben bewegt, solange
das Gegengewicht auf den Puffern ruht.
15. Aufzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronik mindestens ein Dekodersignal als Größe für die momentane Geschwindigkeit
der Aufzugskabine heranzieht, um so je nach Fahrhöhe bzw. Entfernung von Schachtkopf
und -grube unterschiedliche Fahrt- und/oder Maximalgeschwindigkeiten der Aufzugskabine
vorzugeben.
16. Aufzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronik mindestens ein Dekodersignal zur abgestuften Auslösung eines Sicherheitskreises
und anschließend der Bremseinrichtung heranzieht.
17. Aufzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronik mindestens ein Dekodersignal als Größe für die momentane Beschleunigung
der Aufzugskabine heranzieht und bei Überschreiten der Maximalbeschleunigung agiert.
18. Aufzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Räder (9) an einer schwenkbar gehaltenen Wippe (10) zu beiden Seiten einer
Führungsschiene (2) gelagert sind, wobei die Wippe (10) von einer und bevorzugt zwei
Federn (15) vorgespannt ist.
19. Aufzug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass an zwei einander gegenüberliegenden Führungsschienen (2) jeweils zwei in Wippen (10)
gelagerte Räder (9) anliegen, wobei je zwei an verschiedenen Führungsschienen (2)
anliegende Räder (9) über Wellen (17, 17') miteinander verbunden sind.
20. Aufzug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine der zwei Wellen (17') in einem Rohr (18) geführt ist, das mit der Bremseinrichtung
in Verbindung steht, wobei dieses Rohr (18) unterbrochen und die beiden einander zugekehrten
Enden der beiden Teilrohre (18'18") des Rohres (18) über ein U-Profil (19) miteinander
drehfest verbunden sind, in dessen Schenkel eine Schubstange (21) gelagert ist, die
von einer Feder (25) beaufschlagt ist und von einem mit der Einrichtung (13) zur Steuerung
der Bremseinrichtung verbundenen Betätigungsorgan (Solenoid 23) entgegen der Wirkung
der Feder (25) verschiebbar ist, wodurch ein auf der Schubstange (21) exzentrisch
gelagertes, axial unverschiebbar gehaltenes Reibrad (20) mit einem auf der Welle (17')
sitzenden weiteren Reibrad (22) in Kontakt bringbar ist.
21. Aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremseinrichtungen für die beiden Führungsschienen über getrennte Ansteuereinrichtungen
gesteuert sind, wobei die Betätigungsorgane (Elektromagnete 23') der Ansteuereinrichtungen
gemeinsam von der Einrichtung (13) zur Steuerung der Bremseinrichtung angesteuert
sind.
1. An elevator with a elevator car guided in a shaft on guide rails (2), an electronic
system, inter alia for controlling and regulating travel, and an emergency braking
device for preventing excessive speeds of the elevator car, wherein the emergency
braking device comprises a braking device and a detector device (9, 11) whose signal
actuates the braking device upon an excessive speed of the elevator car being reached,
characterized in that the detector device (9, 11) comprises at least two wheels (9) which rest against
a guide rail (2) and each of which drives one detector (11), respectively, whose signal
is a measure for the rotary angle or rotational speed of the respective wheel, and
the electronic system is configured in such a way that it utilizes the detector signals
in a multi-functional manner by at least one detector signal being used, during the
operation of the elevator within the permitted speed range, for determining at least
one of the distance, speed and/or acceleration quantities of the elevator car that
affect the further course of the operation of the elevator system, and by the electronic
system actuating the braking device as soon as at least one of the detectors (11)
reports with its detector signal an excessive speed of the elevator car outside the
permitted speed range.
2. The elevator according to claim 1, characterized in that means are provided that monitor the function of the detectors by the detector signals
of the various detectors, which are preferably configured as encoders, being compared
with one another as to whether they deviate from one another to an inadmissible extent.
3. The elevator according to any one of the preceding claims, characterized in that means are provided to store the detector signals at least in certain intervals and
to compare later detector signals with the stored detector signal or signals, in order
thus to obtain information on the current state or the current operation of the rollers.
4. The elevator according to claim 2, characterized in that means are provided for stopping the initiated travel at the next scheduled stop upon
detection of an inadmissible deviation of the detector signals or of an inadmissible
absolute quantity of the detector signals.
5. The elevator according to any one of the preceding claims, characterized in that the wheels (9), preferably each individual one of the wheels, are pressed in a frictional
fit against the associated surface of the respective rail by means of a tension spring
(15z) preferably configured as a helical spring.
6. The elevator according to any one of the preceding claims, characterized in that two wheels (9, 9) rest against a single guide rail in such a way that one wheel rolls
on one side of the rail head (8) and the other wheel rolls on the opposite side of
the rail head (8), preferably on the same level as the first wheel, so that a load
relief of the one wheel (9) relative to the surface on which it rolls, which is caused
by percussions, elasticities, tolerances and the like, results in an increased load
on the other wheel (9) relative to the surface on which it rolls, so that the case
of a simultaneous load relief of both wheels (9, 9) is excluded.
7. The elevator according to any one of the preceding claims, characterized in that each individual one of the wheels (9) is mounted by means of a corresponding control
arm (10L) in such a way that, in the event of a failure of the spring (15z) that presses
it in a frictional fit against the rail's surface (18) associated with it, it pivots
away from the rail's surface associated with it under the influence of a return spring
or preferably gravity, and thus loses the frictional contact to the rail.
8. The elevator according to any one of the preceding claims, characterized in that the width of each wheel in the direction of its axis of rotation is small by being
less than 30 %, and ideally less than 20 %, of the width of the guiding means (seen
transverse to the direction of travel of the elevator car) that guide the elevator
car on the respective surface of the rails.
9. The elevator according to any one of the preceding claims, characterized in that each detector (11) within the electronic emergency braking system (13) is allocated
its own electronic evaluation system with associated actuators that is independent
of the electronic system of another detector, so that when an inadmissible state of
travel is detected, at least the braking device, preferably the braking device and,
independently of that, the safety circuit, can be actuated independently of the rest
of the electronic system and its actuators.
10. The elevator according to any one of the preceding claims, characterized in that the electronic emergency braking system (13) is equipped with an autonomous power
supply, preferably in the form of a rechargeable battery.
11. The elevator according to any one of the preceding claims, characterized in that in at least one location in the shaft, means are provided on the elevator car and
in the shaft that generate at a precisely determined reference position of the elevator
car a corresponding signal which is compared with at least one detector signal or
the position signal derived therefrom, for the purpose of periodically checking and/or
calibrating the elevator car position determination.
12. The elevator according to any one of the preceding claims, characterized in that the electronic system uses at least one detector signal for determining the current
cage position upon landing, for the purpose of precisely positioning the elevator
car and/or for influencing the opening in advance of the door.
13. The elevator according to any one of the preceding claims, characterized in that the electronic system uses at least one detector signal for monitoring the position
of the elevator car while maintenance work is being carried out on the elevator, in
order thus to ensure the prescribed safety space, with the electronic system preferably
being configured in such a way that it actuates the braking device / catching device
as soon as the maintenance of sufficient safety space is threatened.
14. The elevator according to any one of the preceding claims, characterized in that the electronic system uses at least one detector signal within the context of the
traction check in order to determine whether the elevator car moves upwards as long
as the counterweight rests on the buffers.
15. The elevator according to any one of the preceding claims, characterized in that the electronic system uses at least one decoder signal as a quantity for the current
speed of the elevator car in order thus to set different travel and/or maximum speeds
of the elevator car depending on the height of travel or the distance from the shaft
head and the shaft pit.
16. The elevator according to any one of the preceding claims, characterized in that the electronic system uses at least one decoder signal for the staggered triggering
of a safety circuit and then of the braking device.
17. The elevator according to any one of the preceding claims, characterized in that the electronic system uses at least one decoder signal as a quantity for the current
acceleration of the elevator car and acts upon the maximum acceleration being exceeded.
18. The elevator according to any one of the preceding claims, characterized in that the two wheels (9) are mounted on a pivotably supported rocker bar (10) on both sides
of a guide rail (2), the rocker bar (10) being biased by one and preferably two springs
(15).
19. The elevator according to claim 10, characterized in that two wheels (9) mounted in rocker bars (10), respectively, rest against two opposite
guide rails (2), wherein two wheels (9) resting against different guide rails (2),
respectively, are interconnected via axles (17, 17').
20. The elevator according to claim 11, characterized in that one of the two axles (17') is guided in a pipe (18) connected to the braking device,
wherein this pipe (18) is interrupted and the two ends of the partial pipes (18',
18") of the pipe (18) that face each other are non-rotatably interconnected via a
U-profile (19), in whose leg a push rod (21) is mounted that is loaded by a spring
(25) and can be displaced against the action of the spring (25) by an actuating organ
(solenoid 23) connected to the device (13) for controlling the braking device, whereby
a friction wheel (20), which is eccentrically mounted on the push rod (21) and retained
in an axially non-displaceable manner, can be brought into contact with another friction
wheel (22) seated on the axle (17').
21. The elevator according to any one of the claims 1 to 11, characterized in that the braking devices for the two guide rails are controlled via separate controlling
devices, with the actuating organs (electromagnets 23') of the controlling devices
being jointly controlled by the device (13) for controlling the braking device.
1. Ascenseur comportant une cabine d'ascenseur qui est guidée sur des rails de guidage
(2) dans une cage, une unité électronique destinée entre autres à la commande ou à
la régulation du fonctionnement et un dispositif de frein de secours pour empêcher
des vitesses excessives de la cabine d'ascenseur, le dispositif de frein de secours
comprenant un dispositif de freinage et un dispositif de détection (9, 11) dont le
signal actionne le dispositif de freinage lors de l'apparition d'une vitesse excessive
de la cabine d'ascenseur, caractérisé en ce que le dispositif de détection (9,11) comprend au moins deux roues (9) qui s'appuient
contre un rail de guidage (2) et dont chacune entraîne un détecteur (11) dont le signal
est une valeur pour l'angle de rotation ou la vitesse de rotation de la roue correspondante,
et l'unité électronique est conçue de manière à exploiter les signaux du détecteur
de façon multifonctionnelle en utilisant, pendant le fonctionnement de l'ascenseur
à l'intérieur de la plage de vitesse admissible, au moins un signal du détecteur pour
déterminer au moins l'une des valeurs de course, de vitesse et/ou d'accélération de
la cabine d'ascenseur, influençant la poursuite du déroulement du fonctionnement de
l'installation d'ascenseur, et du fait que l'unité électronique actionne le dispositif
de freinage dès qu'au moins l'un des détecteurs (11) signalise de par son signal une
vitesse excessive de la cabine d'ascenseur à l'extérieur de la plage de vitesse admissible.
2. Ascenseur selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu des moyens qui surveillent le fonctionnement des détecteurs en comparant
mutuellement les signaux des différents détecteurs réalisés de préférence sous forme
d'encodeur pour savoir s'ils s'écartent les uns des autres d'une valeur inadmissible.
3. Ascenseur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu des moyens pour mémoriser les signaux des détecteurs au moins à des intervalles
déterminés et pour comparer des signaux ultérieurs avec le ou les signaux mémorisés
des détecteurs, afin d'acquérir ainsi des connaissances sur l'état actuel ou sur le
fonctionnement actuel des rouleaux.
4. Ascenseur selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'il est prévu des moyens pour mettre fin à la course commencée au prochain arrêt régulier,
lorsqu'un écart inadmissible des signaux des détecteurs ou une valeur absolue inadmissible
des signaux des détecteurs est constaté(e).
5. Ascenseur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les roues (9), de préférence chacune des roues individuelles, sont pressées par coopération
de friction contre la surface associée du rail correspondant au moyen d'un ressort
de traction (15z) réalisé de préférence sous forme de ressort hélicoïdal.
6. Ascenseur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que deux roues (9, 9) s'appuient contre un unique rail de guidage de telle sorte qu'une
roue roule sur un côté du champignon de rail (8) et l'autre roue roule sur le côté
opposé du champignon de rail (8), de préférence à la même hauteur que la première
roue, de sorte qu'une décharge de l'une de roues (9), causée par des secousses, des
élasticités, des tolérances et similaires, par rapport à la surface sur laquelle elle
roule, provoque une charge plus importante de l'autre roue (9) par rapport à la surface
sur laquelle elle roule, de sorte que le cas d'une décharge simultanée des deux roues
(9, 9) est exclue.
7. Ascenseur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que chacune des roues individuelles (9) est montée au moyen d'un bras correspondant (10L)
de telle sorte que lors d'une défaillance du ressort (15z) qui la presse par coopération
de friction contre la surface (18) du rail qui lui est associée, elle bascule en éloignement
de la surface du rail qui lui est associée sous l'influence d'un ressort de rappel
ou de préférence sous l'influence de la gravité, pour ainsi perdre le contact en coopération
de friction avec le rail.
8. Ascenseur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la largeur de chaque roue est faible en direction de son axe de rotation en faisant
moins de 30 % et idéalement moins de 20 % de la largeur des moyens de guidage (vus
transversalement à la direction de course de la cabine d'ascenseur) qui guident la
cabine d'ascenseur sur la surface correspondante du rail.
9. Ascenseur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'à l'intérieur de l'unité électronique de frein de secours (13), une propre unité électronique
d'évaluation comprenant les actionneurs correspondants et indépendante de l'unité
électronique d'un autre détecteur est associée à chaque détecteur (11), de sorte que
lorsqu'un état de fonctionnement inadmissible est constaté, au moins le dispositif
de freinage, de préférence le dispositif de freinage et indépendamment de celui-ci
le circuit de sécurité, peut/peuvent être actionné(s) indépendamment du reste de l'unité
électronique et de ses actionneurs.
10. Ascenseur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité électronique de frein de secours (13) est équipée d'une alimentation en énergie
autonome, de préférence sous la forme d'un accumulateur.
11. Ascenseur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins à un endroit dans la cage, des moyens sont prévus sur la cabine d'ascenseur
et dans la cage, qui génèrent un signal correspondant dans une position de référence
précisément déterminée de la cabine d'ascenseur, signal qui est comparé à au moins
un signal de détecteur ou au signal de position qui en est dérivé, en vue d'un contrôle
et/ou calibrage périodique de la détermination de position de la cabine d'ascenseur.
12. Ascenseur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité électronique utilise au moins un signal de détecteur pour déterminer la position
instantanée de la cabine lors de l'arrivée à l'étage, en vue d'un positionnement précis
de la cabine d'ascenseur et/ou pour influencer l'ouverture avancée de porte.
13. Ascenseur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité électronique utilise au moins un signal de détecteur pour surveiller la position
de la cabine d'ascenseur pendant l'exécution de travaux d'entretien sur l'ascenseur,
afin d'assurer ainsi l'espace de protection prescrit, l'unité électronique étant conçue
de manière à actionner le dispositif de frein / dispositif de captage dès que le maintien
d'un espace de protection suffisant est menacé.
14. Ascenseur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité électronique utilise au moins un signal de détecteur dans le cadre du contrôle
de la capacité d'entraînement, afin de constater si la cabine d'ascenseur se déplace
vers le haut tant que le contrepoids repose sur les tampons.
15. Ascenseur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité électronique utilise au moins un signal de décodeur en tant que grandeur
pour la vitesse instantanée de la cabine d'ascenseur, afin de définir ainsi, en fonction
de la hauteur de course et de la distance au sommet de cage et à la fosse de cage,
différentes vitesses de course et/ou vitesses maximales de la cabine d'ascenseur.
16. Ascenseur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité électronique utilise au moins un signal de décodeur pour le déclenchement
gradué d'un circuit de sécurité et ensuite du dispositif de freinage.
17. Ascenseur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité électronique utilise au moins un signal de décodeur en tant que grandeur
pour l'accélération instantanée de la cabine d'ascenseur et en ce qu'elle agit lors du dépassement de l'accélération maximale.
18. Ascenseur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les deux roues (9) sont montées de part et d'autre d'un rail de guidage (2) sur une
bascule (10) tenue basculante, la bascule (10) étant précontrainte par un, de préférence
par deux ressorts (15).
19. Ascenseur selon la revendication 10, caractérisé en ce que deux roues (9) montées dans des bascules (10) s'appuient sur deux rails de guidage
(2) opposés l'un à l'autre, et deux roues (9) respectives s'appuyant contre différents
rails de guidage (2) sont reliées l'une à l'autre vis des arbres (17,17').
20. Ascenseur selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'un des deux arbres (17') est mené dans un tube (18) qui est en liaison avec le
dispositif de freinage, ce tube (18) étant interrompu et les deux extrémités tournées
l'une vers l'autre des deux parties (18', 18") du tube (18) sont reliées solidairement
en rotation l'une à l'autre via un profilé en U (19) dans les branches duquel est
montée une bielle de poussée (21) qui est sollicitée par un ressort (25) et qui peut
être animée d'une translation par un organe d'actionnement (solénoïde 23), relié au
dispositif (13) destiné à commander le dispositif de frein, à l'encontre de l'effet
du ressort (25), et une roue de friction (20) retenue de façon axialement immobile
et montée excentriquement sur la bielle de poussée (21) est susceptible d'être amenée
en contact avec une autre roue de friction (22) calée sur l'arbre (17').
21. Ascenseur selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que les dispositifs de frein pour les deux rails de guidage sont commandés par des dispositifs
de pilotage séparés, les organes d'actionnement (électroaimants 23') des dispositifs
de pilotage étant pilotés conjointement par le dispositif (13) destiné à commander
le dispositif de frein.