[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Profilanordnung für Fenster, Türen, Fassaden
oder Lichtdächer, mit einem aus Profilen zusammengesetzten Rahmen, in welchem ein
Flächenelement, wie eine Glasscheibe, aufgenommen ist, wobei an zumindest einer Seite
des Rahmens an zwei einen Eckbereich des Rahmens ausbildenden Profilen jeweils eine
Glashalteleiste zur Festlegung des Flächenelements vorgesehen sind, und wobei zwischen
den Glashalteleisten und dem Flächenelement eine Glasdichtung angeordnet ist. Die
Erfindung betrifft des weiteren ein Dichtungselement zur Abdichtung der Stirnflächen
zweier Glashalteleisten in einem von zwei Profilen gebildeten Eckbereich eines Fenster-oder
Türrahmens.
[0002] Profilanordnungen für Fenster, Türen, Fassaden oder Lichtdächer der eingangs genannten
Art sind dem Prinzip nach aus dem Stand der Technik bekannt. Derartige Profilanordnungen
umfassen in der Regel einen aus mehreren Profilen zusammengesetzten Rahmen, der eine
Glasscheibe oder dergleichen Flächenelement umgibt. Die Profile sind häufig aus einem
Alumimium-Strangpressprofil gebildet und weisen im allgemeinen eine Außenschale, eine
Innenschale sowie Isolierstege aus Kunststoff zur Wärmeisolierung auf. An der Außenschale
der jeweiligen Profile ist üblicherweise ein Anschlag vorgesehen, in den eine Anlagedichtung
eingesetzt ist. Die Glasscheibe bzw. das Flächenelement liegt im montierten Zustand
umlaufend an dieser Anlagedichtung an.
[0003] Üblicherweise umfassen derartige Profilanordnungen ferner Glashalteleisten, die in
eine Nut des Profils eingesetzt oder andersartig mit dem Profil verbunden sind. An
der Glashalteleiste ist eine Glasdichtung angebracht, welche für eine Abdichtung zwischen
der Glashalteleiste einerseits und der Glasscheibe bzw. dem Flächenelement dient.
[0004] Bei derartigen Profilanordnungen besteht ein Problem darin, dass bei den auf der
Raum-und/oder Außenseite des Rahmens angebrachten Glashalteleisten häufig Undichtigkeiten
zwischen den Glashalteleisten und den zugeordneten Profilen vorliegen. Dadurch kann
Feuchtigkeit in den Glasfalzbereich bzw. Falzraum eindringen, was wiederum zu einer
Korrosion der einzelnen Komponenten der Profilanordnung und insbesondere zu einer
Herabsetzung der Wärmeisolierung führt.
[0005] Zwar ist es bekannt, beispielsweise zur Außenseite des Rahmens Dampfdruckausgleichsöffnungen
vorzusehen, welche zur Abführung der in den Falzraum eingedrungenen Feuchtigkeit dienen.
Derartige Dampfdruckausgleichsöffnungen sind allerdings oftmals im Querschnitt zu
klein dimensioniert. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn ein größerer Spalt zwischen
dem Profil und der Glashalteleiste vorhanden ist. Durch das Vorsehen von größer dimensionierten
Dampfdruckausgleichsöffnungen wird die Luftwechselrate zwischen dem Falzraum und der
Umgebungsluft erhöht, was einen negativen Einfluss auf die Wärmeisolierung hat.
[0006] Andererseits ist es aus dem Stand der Technik ebenfalls bekannt, zwischen den jeweiligen
Glashalteleisten und dem Profil weitere Dichtungen vorzusehen, mit welchen die Auflagefläche
bzw. Kontaktfläche zwischen den Glashalteleisten einerseits und dem Profil andererseits
abgedichtet werden soll. Auch wenn mit Hilfe derartiger Dichtungen gegebenenfalls
vorhandene Unebenheiten der Kontaktflächen der beiden Fensterbauteile ausgeglichen
werden können und somit in gewisser Weise auch eine verbesserte Wärmedämmung erzielbar
ist, besteht nach wie vor das Problem, dass auch mit diesen zusätzlichen Dichtungen
im Eckbereich der Glashalteleisten offene Gehrungen oder Stöße nicht oder nicht hinreichend
abgedichtet werden können. Durch diese offenen Gehrungen oder Stöße im Eckbereich
der Glashalteleisten kann nach wie vor Feuchtigkeit in den Falzraum eindringen, wodurch
die Wärmedämmung vermindert wird.
[0007] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Dichtungselement der eingangs
genannten Art anzugeben, welches eine zusätzliche Abdichtung insbesondere von offenen
Gehrungen oder Stößen im Eckbereich der Glashalteleisten gewährleistet.
[0008] Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist darin zu sehen, eine entsprechende
Profilanordnung der eingangs genannten Art bereitzustellen, die bei einfacher Montage
auch erhöhten Dichtungsanforderungen gerecht wird, wobei insbesondere auch offene
Gehrungen oder Stöße im Eckbereich der Glashalteleisten zusätzlich abgedichtet werden.
[0009] Die im Hinblick auf das Dichtungselement der vorliegenden Erfindung zugrunde liegenden
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Dichtungselement zur Abdichtung
der Stirnflächen zweiter Glashalteleisten in einem von zwei Profilen gebildeten Eckbereich
eines Fenster- oder Türrahmens als Eckelement ausgebildet ist, welches einen mit einem
der beiden den Eckbereich ausbildenden Profilen in Eingriff bringbaren ersten Abschnitt
und einen mit einem anderen der beiden den Eckbereich ausbildenden Profilen in Eingriff
bringbaren zweiten Abschnitt aufweist, und welches ferner einen mit dem ersten und
dem zweiten Abschnitt verbundenen Anschlagabschnitt umfasst, mit welchem die Stirnseiten
der beiden Glashalteleisten form- und/oder stoffschlüssig verbindbar sind.
[0010] Im Hinblick auf die Profilanordnung wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe
dadurch gelöst, dass die Profilanordnung der eingangs genannten Art ferner ein in
dem von den beiden Profilen ausgebildeten Eckbereich angeordnetes Dichtungselement
in Gestalt eines Eckelements aufweist, an welches die jeweiligen Stirnseiten der den
beiden Profilen zugeordneten Glashalteleisten im wesentlichen flächig anstoßen.
[0011] Die mit der erfindungsgemäßen Lösung erzielbaren Vorteile liegen auf der Hand. Durch
das Vorsehen eines derartigen als Eckelement ausgebildeten Dichtungselements wird
eine zusätzliche Abdichtung insbesondere im Eckbereich der Glashalteleisten bereitgestellt,
so dass auch ursprünglich offene Gehrungen oder Stöße im Eckbereich der Glashalteleisten
wirkungsvoll abgedichtet werden können. Dadurch wird verhindert, dass über den von
zwei Profilen ausgebildeten Eckbereich eines Fenster- und Türrahmens Feuchtigkeit
in den Falzraum eindringen kann. Es handelt sich also um eine leicht zu realisierende
aber dennoch effektive Lösung, mit welcher trotz einer einfachen Montage auch erhöhten
Dichtigkeitsanforderungen Sorge getragen wird.
[0012] Durch das Vorsehen des als Eckelements ausgebildeten Dichtungselements in dem von
den beiden Profilen ausgebildeten Eckbereich kann, wenn das Eckelement einen mit einem
der beiden den Eckbereich ausbildenden Profilen in Eingriff bringbaren ersten Schenkelabschnitt
und einen mit einem anderen der beiden den Eckbereich ausbildenden Profilen in Eingriff
bringbaren zweiten Schenkelabschnitt aufweist, dieses Eckelement sicher im Eckbereich
fixiert werden. Diese beiden Schenkelabschnitte sind vorzugsweise mit einem Anschlagabschnitt
verbunden. Der Anschlagabschnitt bildet eine Anschlagfläche aus, an welcher die jeweiligen
Stirnseiten der beiden den Profilen zugeordneten Glashalteleisten form- und/oder stoffschlüssig
anstoßen. Somit kann auch in dem Eckbereich des Profils eine sichere Abdichtung erreicht
werden, um ein Eindringen von Feuchtigkeit in den Falzraum zu verhindern. Ebenso wird
verhindert, dass eingedrungenes Wasser durch offene Gehrungen oder Stöße im Eckbereich
der Glashalteleisten auslaufen kann.
[0013] Vorzugsweise ist dabei vorgesehen, dass die beiden Schenkelabschnitte des Eckelementes
in eine Nut oder Aufnahme an dem zugeordneten Profil einsetzbar sind, so dass das
Eckelement in eine Richtung senkrecht zur Scheibenebene sicher abgestützt ist.
[0014] Um zu erreichen, dass auch größere Unebenheiten in der Kontaktfläche zwischen dem
Anschlagabschnitt des Eckelements und der anstoßenden Stirnseite der Glashalteleiste
im Eckbereich des Fenster- oder Türrahmens sicher ausgeglichen werden können, kann
das Eckelement zusätzlich ein vorzugsweise elastisches Dichtelement aufweisen, welches
am Anschlagabschnitt des Eckelements angeordnet ist. Dieses vorzugsweise elastische
Dichtelement gewährleistet auch bei größeren Unebenheiten in der Kontaktfläche eine
zuverlässige Abdichtung des Eckbereiches. Das am Anschlagabschnitt angeordnete Dichtelement
ist entweder in eine beispielsweise am Anschlagabschnitt des Eckelements eingebrachte
Nut einzuziehen, oder andersartig am Eckelement sicher zu befestigen. Hierzu wäre
es beispielsweise denkbar, das Dichtelement zur Abdichtung der Kontaktflächen der
an den Anschlagabschnitt des Eckelements anstoßenden Stirnseiten der Glashalteleisten
als Dichtband oder als ein auf den Anschlagabschnitt des Eckelements aufgeklebtes
Dichtelement auszuführen. Selbstverständlich kann hierfür aber auch ein geschäumtes
Dichtmaterial zum Einsatz kommen.
[0015] Die beiden Schenkelabschnitte des Eckelementes, welche mit den jeweiligen den Eckbereich
ausbildenden Profilen verbunden sind, sind vorzugsweise in eine Nut des zugeordneten
Profils eingesetzt. Denkbar hierbei ist es, dass die Schenkelabschnitte des Eckelements
dazu zumindest einen Fußabschnitt aufweisen, der in eine am Profil ausgebildete Nut
eingefügt ist. Diese in den jeweiligen Profilen vorgesehene Nut dient vorzugsweise
nicht nur dazu, den entsprechenden Schenkelabschnitt (Fußabschnitt) des Eckelementes
aufzunehmen, sondern auch gleichzeitig zur Halterung der entsprechend zugeordneten
Glashalteleiste. Die Glashalteleiste kann hierfür ebenfalls einen Fußabschnitt aufweisen,
der in die am Profil ausgebildete Nut eingefügt ist. Grundsätzlich ist es denkbar,
die jeweiligen Fußabschnitte der Glashalteleiste und der Schenkelabschnitte des Eckelementes
komplementär zur Querschnittsformgebung der Nut des Profils auszubilden. Alternativ
hierzu kommt zur Fixierung des Eckelements bzw. der Glashalteleiste aber auch eine
Lösung in Frage, bei welcher ein Halteelement vorgesehen ist, das zwischen der am
Profil ausgebildeten Nut und dem Fußabschnitt des Eckelementes bzw. der Glashalteleiste
eingesetzt ist.
[0016] Das über den ersten und zweiten Schenkelabschnitt in dem von den beiden Profilen
gebildeten Eckbereich des Fenster- oder Türrahmens sicher fixierte Eckelement dient
somit zur Überbrückung dieses Eckbereiches, um insbesondere das Aneinanderstoßen der
Stirnseiten (Gehrungen) der beiden Glashalteleisten im Eckbereich zu verhindern. Die
Kontaktfläche zwischen den Gehrungen der im Eckbereich unmittelbar aneinander stoßenden
Glashalteleisten ist in der Regel, beispielsweise aufgrund von Unebenheiten der Kontaktflächen
an den jeweiligen Stirnseiten der Glashalteleisten, nicht spaltfrei auszubilden.
[0017] Wenn erfindungsgemäß der Eckbereich mit dem als Eckelement ausgebildeten Dichtungselement
überbrückt und somit das unmittelbare Aneinanderstoßen der jeweiligen Stirnseiten
der beiden Glashalteleisten im Eckbereich umgangen wird, sind in einfacher Weise offene
Gehrungen oder Stöße im Eckbereich der Glashalteleisten vermeidbar. Es ist ersichtlich,
dass bei der erfindungsgemäßen Lösung, wonach in dem von zwei Profilen ausgebildeten
Eckbereich das Eckelement als zusätzliches Dichtungselement angeordnet ist, die jeweiligen
Stirnseiten der beiden Glashalteleisten, die form- und/oder stoffschlüssig an dem
Anschlagabschnitt des Eckelements anstoßen, eine entsprechend angepasste Gehrung aufweisen
müssen.
[0018] Wie bereits angedeutet, wird das Eckelement vorzugsweise an den beiden den Eckbereich
ausbildenden Profilen fixiert, indem die beiden Schenkelabschnitte des Eckelementes
beispielsweise in eine an den jeweiligen Profilen vorgesehene Nut eingreifen. Diese
Nut dient gleichzeitig zur Fixierung der den Profilen zugeordneten Glashalteleisten,
so dass der Einsatz des erfindungsgemäßen Eckelements als zusätzliche Eckabdichtung
in einer Profilanordnung nicht eine Abänderung der den Fenster- oder Türrahmen ausbildenden
Profile erfordert. Die mit der erfindungsgemäßen Lösung erzielbare zusätzliche Abdichtung
insbesondere im Eckbereich der Glashalteleisten ist somit ohne konstruktive Änderungen
an den Profilen realisierbar; lediglich die an den jeweiligen Stirnseiten der Glashalteleisten
ausgebildeten Gehrungen sind an den Anschlagabschnitt entsprechend angepasst auszuführen.
[0019] Um die bereits angedeutete Überbrückung des Eckbereiches der Glashalteleisten mit
dem Eckelement zu erreichen, und um insbesondere das Auftreten offener Gehrungen oder
Stöße im Eckbereich der Glashalteleisten zu verhindern, ist es bevorzugt, dass das
Eckelement einen im Querschnitt V-förmigen Grundkörper aufweist. Die beiden Schenkelseiten
des Grundkörpers dienen dabei zur Fixierung des Eckelements an den beiden den Eckbereich
ausbildenden Profilen, und zwar indem sie in Eingriff mit der bereits erwähnten Nut
der beiden den Eckbereich ausbildenden Profile stehen. Es handelt sich bei dem Eckelement
somit um einen in den Eckbereich einsetzbaren dreidimensionalen Körper, der aus Gründen
der Wärmeisolierung vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial gebildet ist. Die Befestigung
bzw. Fixierung dieses dreidimensionalen Körpers im Eckbereich erfolgt vorzugsweise
durch Aufklippsen der beiden Schenkelseiten des Grundkörpers in die jeweiligen Nuten
der an den beiden den Eckbereich ausbildenden Profile. Durch dieses Aufklippsen werden
die an den Schenkelseiten des Grundkörpers vorgesehenen Fußabschnitte in einen (vorzugsweise
lösbaren) Eingriff mit den entsprechenden Nuten an den Profilen gebracht.
[0020] Vorzugsweise ist die Dimensionierung des Eckelements an die jeweilige Größe der Glashalteleisten
angepasst, so dass im Eckbereich die Glashalteleisten mit dem Eckelement bündig überbrückt
werden. Gleichzeitig sollte das Eckelement so ausgeführt sein, dass die Deckfläche
des Grundkörpers, welche in dieselbe Richtung zeigt wie die einem Innenraum zugewandte
Seite des Profils, und welche von außen sichtbar ist, bündig mit der dem Innenraum
zugewandten Seite der jeweiligen Glashalteleisten ist. Somit kann bewirkt werden,
dass bei einer mit dem erfindungsgemäßen Eckelement ausgerüsteten Profilanordnung
dieses Eckelement von außen nicht weiter auffällt. Demnach kann ein hochwärmedämmender
Fenster- oder Türrahmen bereitgestellt werden, bei dem durch die Verwendung des Eckelementes
das Einströmen von Raumluft in den Glasfalzraum wirkungsvoll vermieden wird, wobei
äußerlich die mit dem Eckelement vorgesehene zusätzliche Abdichtung nicht erkennbar
ist.
[0021] Für eine besonders sichere Fixierung des Eckelementes einerseits und der jeweiligen
an dem Eckelement anstoßenden Glashalteleisten andererseits relativ zueinander ist
es bevorzugt, wenn das Eckelement ferner Befestigungsmittel aufweist, mit welchen
die Glashalteleisten der beiden den Eckbereich ausbildenden Profile vorzugsweise an
ihren jeweiligen Stirnseiten in Eingriff bringbar sind. Denkbar hierbei wäre es beispielsweise,
an bzw. auf dem Anschlagabschnitt des Eckelementes, also an dem Abschnitt des Eckelementes,
an welchem die Stirnseiten der beiden Glashalteleisten anstoßen, einen Fuß- bzw. Rastabschnitt
vorzusehen, der in eine an dem jeweiligen Profilen angeordnete Nut oder entsprechend
zu dem Rastabschnitt komplementär ausgebildete Einrichtung eingreift. Bei dieser bevorzugten
Weiterbildung sind die Glashalteleisten somit nicht nur mit dem zugehörigen Profil
verbunden, sondern auch vorzugsweise an ihren jeweiligen Stirnseiten mit dem Eckelement
selber.
[0022] Damit gegebenenfalls vorhandene Undichtigkeiten zwischen der Auflagefläche des Eckelementes
und den jeweiligen Profilabschnitten verhindert werden können, was sich negativ auf
die Wärmeisolierung auswirken kann, ist es bevorzugt, wenn zwischen den beiden Schenkelabschnitten
des Eckelementes, mit denen das Eckelement an den jeweiligen Profilen befestigt ist,
und den zugeordneten Profilen ein weiteres Dichtelement zur Abdichtung der Kontaktfläche
zwischen dem Eckelement und dem Rahmen vorgesehen ist. Denkbar hierbei wäre es, dass
dieses weitere Dichtelement, welches zur Abdichtung der Kontaktfläche zwischen dem
Eckelement und dem Rahmen dient, in eine an dem Fußabschnitt des Eckelementes vorgesehene
Nut eingezogen ist. Selbstverständlich kommen hier aber auch andere Realisierungen
für die Befestigung des Dichtelementes in bzw. an der Kontaktfläche zwischen dem Eckelement
und dem Rahmen in Frage.
[0023] Um zu erreichen, dass bei der erfindungsgemäßen Profilanordnung nicht nur durch das
Vorsehen des als Eckelement ausgebildeten Dichtelements eine Abdichtung in dem von
zwei Profilen gebildeten Eckbereich bewirkbar ist, sondern auch ein gegebenenfalls
vorhandener (geringer) Spaltraum zwischen den jeweiligen Profilen und den zugeordneten
Glashalteleisten abgedichtet werden kann, um somit das Eindringen jedweder Feuchtigkeit
in den Falzraum wirkungsvoll zu verhindern, ist es bevorzugt, wenn zwischen dem Glashalteleisten
und den zugeordneten Profilen ein weiteres Dichtelement zur Abdichtung des Innenraumes
zwischen dem Flächenelement und dem Rahmen vorgesehen ist. Dieses weitere Dichtelement
kann beispielsweise in eine Nut in der Glashalteleiste eingezogen sein und mit einer
leichten Komprimierung an eine Anlagefläche des Profils anliegen. Selbstverständlich
sind hier aber auch andere Ausführungsformen denkbar.
[0024] Es ist ersichtlich, dass das bei der Profilanordnung gemäß der vorliegenden Erfindung
vorgesehene Eckelement einerseits die Funktion der Überbrückung der Glashalteleisten
im Eckbereich übernimmt, um das Auftreten offener Gehrungen oder Stößen zwischen den
jeweiligen Stirnseiten der beiden Glashalteleisten zu verhindern. Andererseits kommt
dem Eckelement auch eine Stützfunktion zu, da dieses an der Anlagefläche am Anschlagabschnitt
die Stirnseiten der beiden Glashalteleisten abstützt. Insbesondere werden durch das
Vorsehen des Eckelementes im Eckbereich zwischen den beiden Glashalteleisten diese
Glashalteleisten in eine Richtung senkrecht zur Scheibenebene vorgespannt, was eine
Kraftabstützung gewährleistet.
[0025] Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass das als Eckelement ausgebildete Dichtelement
gemäß der vorliegenden Erfindung ohne aufwendiges Werkzeug im Eckbereich eines Fenster-
oder Türrahmens montiert werden kann, um somit eine verbesserte Wärmedämmung zu erzielen.
Die jeweiligen Stirnseiten der beiden Glashalteleisten liegen vorzugsweise mit einer
leichten Komprimierung an dem Anschlagabschnitt des Eckelementes an und gewährleisten
eine dauerhafte Abdichtung der Glashalteleisten in dem Eckbereich.
[0026] Die erfindungsgemäße Profilanordnung eignet sich für Fenster, Türen, Fassaden oder
Lichtdächer, bei welchen eine zusätzliche Abdichtung des Innenraumes zwischen dem
Flächenelement (Glasscheibe) und dem Rahmen vorgesehen ist.
[0027] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels mit
Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Ausschnitt einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Profilanordnung
in einer perspektivischen Explosionsdarstellung;
- Fig. 2
- die in Fig. 1 dargestellte Profilanordnung aus einer anderen perspektivischen Sicht;
- Fig. 3
- einen Ausschnitt der bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Profilanordnung
im zusammengebauten Zustand;
- Fig. 4
- den Ausschnitt gemäß Fig. 3 in einer Draufsicht; und
- Fig. 5a - 5g
- das bei der bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Profilanordnung verwendete
Eckelement in Einzeldarstellung aus unterschiedlichen Perspektiven.
[0028] In Fig. 1 und Fig. 2 ist jeweils der Eckbereich einer bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Profilanordnung in einer perspektivischen Explosionsdarstellung
gezeigt. In Fig. 3 ist das als Eckelement 10 ausgebildete Dichtungselement dargestellt,
welches bei der dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Profilanordnung
in dem Eckbereich einzusetzen ist.
[0029] Die Profilanordnung eignet sich insbesondere für Fenster, Türen, Fassaden oder Lichtdächer
oder dergleichen Einrichtungen. Sie umfasst einen aus mehreren Profilen 2, 2' zusammengesetzten
Rahmen, in welchem ein Flächenelement 6, wie etwa eine Glasscheibe, aufnehmbar ist.
Die jeweiligen Profile 2, 2', welche den die Glasscheibe 6 umlaufenden Rahmen 1 zusammensetzen,
sind jeweils beispielsweise aus einem Aluminium-Strangpressprofil gebildet und weisen
eine Innenschale 3, 3', eine Außenschale 4, 4' sowie Isolierstege 5, 5' auf, welche
vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial gebildet sind und die jeweiligen Innenschalen
3, 3' mit den Außenschalen 4, 4' verbinden.
[0030] An den Außenschalen 4, 4' der jeweiligen Profile 2, 2' sind jeweils ein Anschlag
22 vorgesehen, in den eine Anlagedichtung bzw. Glasdichtung 8' eingesetzt ist. Im
montierten Zustand liegt diese Glasdichtung 8' mit einer gewissen Vorspannung umlaufend
an der Glasscheibe 6 an und dient sowohl zum Halten der Glasscheibe 6 als auch zum
Abdichten des Falzraumes.
[0031] Wie dargestellt, umfasst die Profilanordnung gemäß der bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ferner Glashalteleisten 7, 7', die im montierten Zustand
mit den zugeordneten Profilen 2, 2', und im einzelnen mit den jeweiligen Innenschalen
3, 3' der Profile 2, 2' verbunden sind. Der montierten Zustand der Profilanordnung
ist in Fig. 4 dargestellt.
[0032] Für die Fixierung der Glashalteleisten 7, 7' an den zugeordneten Profilen 2, 2',
weisen die Glashalteleisten 7, 7' jeweils einen Fußabschnitt 24 auf, der in der dargestellten
Ausführungsform in eine an der jeweiligen Innenschale 3, 3' des zugeordneten Profils
2, 2' angeordnete Nut 14, 14' einfügbar ist. Obwohl in den Zeichnungen nicht dargestellt,
ist es zur Fixierung der Glashalteleisten 7, 7' an den zugeordneten Profilen 2, 2'
selbstverständlich auch denkbar, ein Halteelement vorzusehen, welches beispielsweise
zwischen der an der Innenschale 3, 3' des Profils 2, 2' angeordneten Nut 14, 14' und
dem jeweiligen Fußabschnitt 24 der Glashalteleisten 7, 7' eingesetzt ist.
[0033] Die Glashalteleisten 7, 7' weisen jeweils einen im montierten Zustand in Richtung
der Glasscheibe 6 zeigenden Schenkelabschnitt 25 auf, an welchem eine Glasdichtung
8 eingesetzt ist. Diese Glasdichtung 8 sorgt für eine Abdichtung zwischen der jeweiligen
Glashalteleiste 7, 7' und der Glasscheibe 6 und dient des weiteren zum Aufbringen
einer Gegenkraft, die der mit dem Anschlag 22 und der Glasdichtung 8' von der Außenseite
des Rahmens 1 auf die Glasscheibe 6 aufgebrachte elastische Pressung entgegenwirkt,
so dass die Glasscheibe 6 sicher zwischen dem Schenkelabschnitt 25 der Glashalteleiste
7, 7' und dem Anschlag 22 der Außenschale 4, 4' verspannt ist.
[0034] Um zu erreichen, dass die Auflagefläche zwischen den jeweiligen Glashalteleisten
7, 7' und den zugeordneten Profilen 2, 2' bzw. Innenschalen 3, 3' abgedichtet ist,
liegt bei der bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Profilanordnung ein
Dichtelement 20 zwischen den jeweiligen Glashalteleisten 7, 7' und den zugehörigen
Profilen 2, 2' vor. Dieses Dichtelement 20, welches also zur Abdichtung des Innenraumes
(Falzraumes) zwischen der Glasscheibe 6 und dem Rahmen 1 dient, kann beispielsweise
in eine am Fußabschnitt 24 der Glashalteleiste 7, 7' vorgesehene Nut 21 eingezogen
sein und sollte zur möglichst optimalen Abdichtung des Falzraumes 23 mit einer leichten
Komprimierung an einer Anlagefläche des Profils 2, 2' anliegen.
[0035] Die erfindungsgemäße Lösung zeichnet sich dadurch aus, dass auch in den von jeweils
zwei Profilen 2, 2' gebildeten Eckbereichen des Rahmens 1 eine optimale Isolierung
gewährleistet ist, so dass auch über die jeweiligen Eckbereiche des Rahmens 1 kein
Luftwechsel zwischen dem Glasfalzraum und der äußeren Umgebung auftreten kann. Hierzu
wird bei der Montage der erfindungsgemäßen Profilanordnung in den jeweiligen von jeweils
zwei Profilen gebildeten Eckbereichen ein als Eckelement ausgebildetes Dichtungselement
10 eingesetzt. Dieses Dichtungselement bzw. Eckelement 10 dient zur Überbrückung der
im Eckbereich üblicherweise aneinanderstoßenden Stirnseiten S, S', der Glashalteleisten
7, 7', welche den beiden den Eckbereich auszubildenden Profilen 2, 2' zugeordnet sind.
[0036] Wie es insbesondere anhand der Figuren 3 und 4 zu entnehmen ist, welche jeweils einen
Ausschnitt der bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Profilanordnung im
zusammengebauten Zustand zeigen, lässt sich durch die Verwendung des Eckelements 10
verhindern, dass in dem von den beiden Profilen 2, 2' ausgebildeten Eckbereich die
jeweiligen Stirnseiten S, S' der beiden den Profilen 2, 2' zugeordneten Glashalteleisten
7, 7' unmittelbar aneinander anstoßen, was in der Regel mit Undichtigkeiten verbunden
ist. Mit dem Eckelement 10 wird somit das Auftreten offener Gehrungen oder Stöße im
Eckbereich der Glashalteleisten 7, 7' wirkungsvoll verhindert, so dass an allen Seiten
des Fensters umlaufend eine optimale Abdichtung gewährleistet ist.
[0037] Wie es den Figuren 3 und 4 weiter zu entnehmen ist, schließt die Deckfläche 17 des
Eckelementes 10 bündig an den jeweiligen zu der Innenseite des Rahmens 1 zeigenden
Flächen der Glashalteleisten 7, 7' an. Ebenfalls geht die Deckfläche 17 des Eckelementes
10 bündig in die in Richtung Innenseite des Rahmens 1 zeigende Fläche der jeweiligen
Innenschalen 3, 3' der den Eckbereich ausbildenden Profile 2, 2' über.
[0038] Mit dem Eckelement 10 als zusätzliche Eckenabdichtung kann somit eine hochwärmedämmende
Profilanordnung bereitgestellt werden, die sich in ihrem äußeren Erscheinungsbild
nicht von den herkömmlichen Profilanordnungen unterscheidet.
[0039] Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die Figuren 5a bis 5g im einzelnen auf das
Eckelement 10 eingegangen, welches gemäß der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Profilanordnung zur Abdichtung der Stirnflächen S, S' der beiden
Glashalteleisten 7, 7' in dem von den beiden Profilen 2, 2' gebildeten Eckbereich
des Rahmens 1 zum Einsatz kommt. Die Figuren 5a bis 5g zeigen das bei der bevorzugten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Profilanordnung verwendete Eckelement jeweils
in einer Einzeldarstellung und aus unterschiedlichen Perspektiven.
[0040] Wie es insbesondere der Fig. 5g zu entnehmen ist, weist das Eckelement 10 einen im
Querschnitt im wesentlichen dreiecksförmigen Grundkörper auf, der genau in den von
den beiden Profilen 2, 2' gebildeten Eckbereich des Rahmens 1 einsetzbar ist. Die
beiden Schenkelseiten 11, 12 des Grundkörpers liegen dabei an den jeweiligen den Eckbereich
ausbildenden Profilen 2, 2' an, und im einzelnen an den jeweiligen Innenschalen 3,
3' dieser Profile 2, 2' an. Die Schenkelseiten des im Querschnitt dreieckförmigen
Grundkörpers bilden erste und zweite Schenkelabschnitte 11, 12 des Eckelementes 10,
die zur Befestigung des Eckelementes 10 an den jeweiligen Profilen 2, 2' dienen.
[0041] Im einzelnen weisen die beiden Schenkelseiten bzw. Schenkelabschnitte 11, 12 des
Eckelementes 10 entsprechende Fußabschnitte 16, 16' auf, die jeweils in Eingriff mit
der entsprechenden an den beiden Profilen 2, 2' angeordneten Nut 14, 14' bringbar
sind. Denkbar hierbei ist es, die Fußabschnitte 16, 16' der Schenkelabschnitte 11,
12 des Eckelementes 10 entsprechend komplementär zu der Querschnittsformgebung der
am Profil 2, 2' angeordneten Nut 14, 14' auszubilden, so dass die Verbindung zwischen
den jeweiligen Schenkelabschnitten 11, 12 des Eckelementes 10 und den beiden den Eckbereich
ausbildenden Profilen 2, 2' über eine formschlüssige Rastverbindung erfolgt. Bei dieser
Ausführungsform ist es somit möglich, das Eckelement 10 in die jeweiligen Eckbereiche
des Rahmens 1 einzuklippsen.
[0042] Die an den Profilen 2, 2' angeordnete Nuten 14, 14', welche zur Aufnahme der an den
Schenkelabschnitten 11, 12 vorgesehenen Fußabschnitte 16, 16' und somit zur Fixierung
des Eckelementes 10 in einem Eckbereich des Rahmens 1 dienen, übernehmen des weiteren
die bereits angesprochene Funktion der Aufnahme der jeweiligen Fußabschnitte 24 der
Glashalteleisten 7, 7'.
[0043] Um zu erreichen, dass die Kontaktfläche zwischen den Schenkelabschnitten 11, 12 des
Eckelementes 10 und den Profilen 2, 2' abgedichtet ist, ist vorzugsweise ein weiteres
Dichtelement 19 zwischen den jeweiligen Schenkelabschnitten 11, 12 des Eckelementes
10 und den zugeordneten Profilen 2, 2' zur Abdichtung der Kontaktfläche zwischen dem
Eckelement 10 und dem Rahmen 1 vorgesehen. Dieses weitere Dichtelement 19 kann hierzu
beispielsweise in eine (in den Zeichnungen nicht explizit dargestellt) Nut in dem
ersten und/oder zweiten Schenkelabschnitt 11, 12 des Eckelementes 10 eingezogen sein.
In struktureller und funktioneller Hinsicht kann somit das zur Abdichtung der Kontaktfläche
zwischen dem Eckelement 10 und dem Rahmen 1 vorzugsweise vorzusehende weitere Dichtelement
19 ähnlich oder identisch zu dem bereits erwähnte Dichtelement 20 ausgeführt sein,
welches zur Abdichtung des Falzraumes zwischen den jeweiligen Glashalteleisten 7,
7' und den zugeordneten Profilen 2, 2' bzw. Innenschalen 3, 3' vorgesehen ist.
[0044] Das Eckelement 10 weist ferner einen Anschlagabschnitt 13 auf, welcher ausweislich
beispielsweise der Fig. 3 mit dem ersten und zweiten Schenkelabschnitt 11, 12 verbunden
ist. Im montierten Zustand stoßen die jeweiligen Stirnseiten S, S' der beiden den
Profilen 2, 2' zugeordneten Glashalteleisten 7, 7' an diesen Anschlagabschnitten 13
vorzugsweise mit einer leichten Komprimierung im wesentlichen flächig an. Dadurch
wird eine spaltfreie Verbindung zwischen den Stirnseiten S, S' der beiden Glashalteleisten
7, 7' und dem Anschlagabschnitt 13 des Eckelementes 10 gewährleistet.
[0045] Bevorzugt ist es, wenn in bzw. an der Kontaktfläche zwischen dem Anschlagabschnitt
13 des Eckelementes 10 und den an den Anschlagabschnitt 13 anstoßenden Stirnseiten
S, S' der beiden Glashalteleisten 7, 7' ein zusätzliches Dichtelement 15 angeordnet
ist, um eine möglichst luftdichte Abdichtung des Stoßbereiches zwischen den beiden
Stirnseiten S, S' der Glashalteleisten 7, 7' einerseits und dem Eckelement 10 andererseits
zu gewährleisten. Dieses zusätzliche Dichtelement 15 kann beispielsweise in eine (in
den Zeichnungen nicht explizit dargestellte) Nut in dem Anschlagabschnitt 13 eingezogen
sein.
[0046] Demnach ist es ersichtlich, dass durch das Vorsehen des Eckelementes 10 in dem Eckbereich
des Rahmens 1 die beiden üblicher Weise aneinanderstoßenden Glashalteleisten 7, 7'
überbrückt werden können, wobei gleichzeitig eine Isolierung zwischen den Stirnseiten
S, S' der Glashalteleisten 7, 7' und der Anschlagfläche 13 des Eckelementes 10 gewährleistet
wird. Dadurch kann wirkungsvoll verhindert werden, dass über den Eckbereich des Rahmens
1 Feuchtigkeit in den Falzraum eindringen kann.
[0047] Den Figuren 5a bis 5g ist des weiteren zu entnehmen, dass am Anschlagabschnitt 13
des Eckelementes 10 des weiteren ein Befestigungsmittel 18 in Gestalt einer Rastnase
vorgesehen ist, mit welchem die beiden Glashalteleisten 7, 7' der beiden den Eckbereich
ausbildenden Profile 2, 2' an ihren jeweiligen Stirnseiten S, S' in Eingriff bringbar
sind, um eine sichere Fixierung der Glashalteleisten 7, 7' und des Eckelementes 10
untereinander zu gewährleisten.
[0048] In der dargestellten Ausführungsform ist das Profil 2, 2' aus einem wärmegedämmten
Aluminiumprofil gebildet. Selbstverständlich ist es aber auch denkbar für den Rahmen
1 Kunststoff- oder auch Holzprofile oder Profile aus einem anderen Material einzusetzen.
[0049] Des Weiteren ist es selbstverständlich auch denkbar, dass anstelle des Vorsehens
eines festen Anschlages 22 an einer Seite des Profils 2, 2' auch beidseitig eine montierbare
Glashalteleiste 7, 7' vorgesehen werden kann.
[0050] Die gezeigten Glashalteleisten 7, 7' werden über einen formschlüssigen Eingriff ihrer
Fußabschnitte 24 in die am Profil 2, 2' vorgesehenen Nut 14, 14' fixiert. Es ist im
Rahmen der Erfindung selbstverständlich auch möglich, andere Befestigungsmittel zu
verwenden, beispielsweise Schrauben, Nägel, Rastmittel oder andere Spann- und Halteeinrichtungen.
Bezugszeichenliste
[0051]
- 1
- Rahmen
- 2, 2'
- Profil
- 3, 3'
- Innenschale
- 4, 4'
- Außenschale
- 5, 5'
- Isoliersteg
- 6
- Flächenelement/Glasscheibe
- 7, 7'
- Glashalteleiste
- 8, 8'
- Glasdichtung
- 9
- Nut für Glasdichtung
- 10
- Dichtungselement/Eckelement
- 11
- erster Schenkelabschnitt des Eckelements
- 12
- zweiter Schenkelabschnitt des Eckelements
- 13
- Anschlagabschnitt des Eckelements
- 14, 14'
- Nut am Profil
- 15
- Dichtelement
- 16, 16'
- Fußabschnitt der Schenkelabschnitte 11, 12
- 17
- Deckfläche des Eckelements
- 18
- Befestigungsmittel des Eckelements
- 19
- Dichtelement
- 20
- Dichtelement
- 21
- Nut zur Aufnahme des Dichtelementes 20
- 22
- Anschlag
- 23
- Falzraum
- 24
- Fußabschnitt der Glashalteleisten
- 25
- Schenkelabschnitt der Glashalteleiste
- S, S'
- Stirnseite der Glashalteleiste
1. Profilanordnung für Fenster, Türen, Fassaden oder Lichtdächer, mit einem aus Profilen
(2, 2') zusammengesetzten Rahmen (1), in welchem ein Flächenelement (6), wie eine
Glasscheibe, aufgenommen ist, wobei an zumindest einer Seite des Rahmens (1) an zwei
einen Eckbereich des Rahmens (1) ausbildenden Profilen (2, 2') jeweils eine Glashalteleiste
(7, 7') zur Festlegung des Flächenelements (6) vorgesehen sind, und wobei zwischen
den Glashalteleisten (7, 7') und dem Flächenelement (6) eine Glasdichtung (8) angeordnet
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Profilanordnung ferner ein in dem von den beiden Profilen (2, 2') ausgebildeten
Eckbereich angeordnetes Dichtungselement aufweist, welches als ein Eckelement (10)
ausgeführt ist, an das die jeweiligen Stirnseiten (S, S') der den beiden Profilen
(2, 2') zugeordneten Glashalteleisten (7, 7') im wesentlichen flächig anstoßen.
2. Profilanordnung nach Anspruch 1, wobei
das Eckelement (10) einen ersten Schenkelabschnitt (11), der im Eckbereich mit dem
ersten Profil (2; 2') der beiden den Eckbereich ausbildenden Profile verbunden ist,
und einen zweiten Schenkelabschnitt (12) aufweist, der im Eckbereich mit dem zweiten
Profil (2'; 2) der beiden den Eckbereich ausbildenden Profile verbunden ist, und wobei
das Eckelement (10) ferner einen mit dem ersten und zweiten Schenkelabschnitt (11,
12) verbundenen Anschlagabschnitt (13) aufweist, an welchem die jeweiligen Stirnseiten
(S, S') der den beiden Profilen (2, 2') zugeordneten Glashalteleisten (7, 7') anstoßen.
3. Profilanordnung nach Anspruch 1 oder 2, wobei
die beiden den Eckbereich ausbildenden Profile (2, 2') jeweils eine Nut (14, 14')
aufweisen, in welche die zugeordnete Glashalteleiste (7, 7') einerseits und ein Schenkelabschnitt
(11, 12) des Eckelements (10) andererseits eingesetzt sind.
4. Profilanordnung nach Anspruch 3, wobei
das Eckelement (10) einen im Querschnitt im wesentlichen V-förmigen Grundkörper aufweist,
wobei die beiden Schenkelseiten des Grundkörpers den ersten und zweiten Schenkelabschnitt
(11, 12) des Eckelements (10) bilden und jeweils in Eingriff mit der Nut (14, 14')
eines der beiden den Eckbereich ausbildenden Profile (2, 2') stehen.
5. Rahmenanordndung nach Anspruch 4, wobei
jeder der beiden Schenkelseiten (11, 12) des Grundkörpers zumindest einen Fußabschnitt
(16, 16') aufweist, der mit der Nut (14, 14') des zugeordneten Profils (2, 2') in
Eingriff steht.
6. Profilanordnung nach Anspruch 4 oder 5, wobei
die Deckfläche (17) des Grundkörpers zumindest teilweise von außen sichtbar ist und
dieselbe Richtung zeigt wie die einem Innenraum zugewandte Seite des Profils (2, 2').
7. Profilanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
das Eckelement (10) ferner Befestigungsmittel (18) aufweist, mit welchen die Glashalteleisten
(7, 7') der beiden den Eckbereich ausbildenden Profile (2, 2') vorzugsweise an ihren
jeweiligen Stirnseiten (S, S') in Eingriff bringbar sind.
8. Profilanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
das Eckelement (10) ein Dichtelement (15) aufweist, welches am Anschlagabschnitt (13)
derart angeordnet ist, um die Kontaktflächen der an den Anschlagabschnitt (13) anstoßenden
Stirnseiten (S, S') der Glashalteleisten (7, 7') abzudichten.
9. Profilanordnung nach Anspruch 8, wobei
das Dichtelement (15) in eine Nut an dem Anschlagabschnitt (13) eingezogen ist und
mit einer leichten Komprimierung an einer Anlagefläche der jeweiligen Stirnseiten
(S, S') der den beiden Profilen (2, 2') zugeordneten Glashalteleisten (7, 7') anliegt.
10. Profilanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, wobei
zwischen den ersten und zweiten Schenkelabschnitten (11, 12) des Eckelements (10)
und den zugeordneten Profilen (2, 2') ein weiteres Dichtelement (19) zur Abdichtung
der Kontaktfläche zwischen dem Eckelement (10) und dem Rahmen (1) vorgesehen ist.
11. Profilanordnung nach Anspruch 10, wobei
das weitere Dichtelement (19) zur Abdichtung der Kontaktfläche zwischen dem Eckelement
(10) und dem Rahmen (1) in eine Nut in dem ersten und/oder zweiten Schenkelabschnitt
(11, 12) des Eckelements (10) eingezogen ist.
12. Profilanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
zwischen den Glashalteleisten (7, 7') und den zugeordneten Profilen (2, 2') ein weiteres
Dichtelement (20) zur Abdichtung des Innenraumes zwischen dem Flächenelement (6) und
dem Rahmen (10) vorgesehen ist.
13. Profilanordnung nach Anspruch 12, wobei
das weitere Dichtelement (20) zur Abdichtung des Innenraumes zwischen dem Flächenelement
(6) und dem Rahmen (1) in eine Nut (21) in der Glashalteleiste (7, 7') eingezogen
ist und mit einer leichten Komprimierung an einer Anschlagfläche des Profils (2, 2')
anliegt.
14. Profilanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die Glashalteleisten (7, 7') an einer einem Innenraum zugewandten Seite des Profils
(2, 2') angeordnet sind.
15. Dichtungselement zur Abdichtung der Stirnflächen (S, S') zweier Glashalteleisten (7,
7') in einem von zwei Profilen (2, 2') gebildeten Eckbereich eines Fenster- oder Türrahmens
(1), wobei das Dichtungselement als Eckelement (10) ausgeführt ist, welches einen
ersten Schenkelabschnitt (11), der in dem Eckbereich mit einem der beiden den Eckbereich
ausbildenden Profilen (2; 2') in Eingriff bringbar ist, einen zweiten Schenkelabschnitt
(12), der in dem Eckbereich mit einem anderen der beiden den Eckbereich ausbildenden
Profilen (2'; 2) in Eingriff bringbar ist, und einen mit dem ersten und zweiten Schenkelabschnitt
(11, 12) verbundenen Anschlagabschnitt (13) aufweist, mit welchem die Stirnseiten
(S, S') der beiden Glashalteleisten (7, 7') form- und/oder stoffschlüssig verbindbar
sind.
16. Eckelement nach Anspruch 15, welches ferner ein Dichtelement (15) aufweist, das am
Anschlagabschnitt (13) angeordnet ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Profilanordnung für Fenster, Türen, Fassaden oder Lichtdächer, mit einem aus Profilen
(2, 2') zusammengesetzten Rahmen (1), in welchem ein Flächenelement (6), wie eine
Glasscheibe, aufgenommen ist, wobei an zumindest einer Seite des Rahmens (1) an zwei
einen Eckbereich des Rahmens (1) ausbildenden Profilen (2, 2') jeweils eine Glashalteleiste
(7, 7') zur Festlegung des Flächenelements (6) vorgesehen sind, und wobei zwischen
den Glashalteleisten (7, 7') und dem Flächenelement (6) eine Glasdichtung (8) angeordnet
ist, wobei die Profilanordnung ferner ein in dem von den beiden Profilen (2, 2') ausgebildeten
Eckbereich angeordnetes Dichtungselement aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Dichtungselement als Eckelement (10) ausgeführt ist, welches einen im Querschnitt
im wesentlichen dreiecksförmigen Grundkörper aufweist, der genau in den von den beiden
Profilen (2, 2') gebildeten Eckbereich einsetzbar ist und einen Anschlagabschnitt
(13) aufweist, an den die jeweiligen Stirnseiten (5, 5') der den beiden Profilen (2,
2') zugeordneten Glashalteleisten (7, 7') im wesentlichen flächig anstoßen.
2. Profilanordnung nach Anspruch 1, wobei
das Eckelement (10) einen ersten Schenkelabschnitt (11), der im Eckbereich mit dem
ersten Profil (2; 2') der beiden den Eckbereich ausbildenden Profile verbunden ist,
und einen zweiten Schenkelabschnitt (12) aufweist, der im Eckbereich mit dem zweiten
Profil (2'; 2) der beiden den Eckbereich ausbildenden Profile verbunden ist, und wobei
der Anschlagabschnitt (13) des Eckelements (10) mit dem ersten und zweiten Schenkelabschnitt
(11, 12) verbunden ist.
3. Profilanordnung nach Anspruch 1 oder 2, wobei
die beiden den Eckbereich ausbildenden Profile (2, 2') jeweils eine Nut (14, 14')
aufweisen, in welche die zugeordnete Glashalteleiste (7, 7') einerseits und ein Schenkelabschnitt
(11, 12) des Eckelements (10) andererseits eingesetzt sind.
4. Rahmenanordndung nach Anspruch 3, wobei
jeder der beiden Schenkelseiten (11, 12) des Grundkörpers zumindest einen Fußabschnitt
(16, 16') aufweist, der mit der Nut (14, 14') des zugeordneten Profils (2, 2') in
Eingriff steht.
5. Profilanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die Deckfläche (17) des Grundkörpers zumindest teilweise von außen sichtbar ist und
in dieselbe Richtung zeigt wie die einem Innenraum zugewandte Seite des Profils (2,
2').
6. Profilanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
das Eckelement (10) ferner Befestigungsmittel (18) aufweist, mit welchen die Glashalteleisten
(7, 7') der beiden den Eckbereich ausbildenden Profile (2, 2') vorzugsweise an ihren
jeweiligen Stirnseiten (S, S') in Eingriff bringbar sind.
7. Profilanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
das Eckelement (10) ein Dichtelement (15) aufweist, welches am Anschlagabschnitt (13)
derart angeordnet ist, um die Kontaktflächen der an den Anschlagabschnitt (13) anstoßenden
Stirnseiten (S, S') der Glashalteleisten (7, 7') abzudichten.
8. Profilanordnung nach Anspruch 7, wobei
das Dichtelement (15) in eine Nut an dem Anschlagabschnitt (13) eingezogen ist und
mit einer leichten Komprimierung an einer Anlagefläche der jeweiligen Stirnseiten
(S, S') der den beiden Profilen (2, 2') zugeordneten Glashalteleisten (7, 7') anliegt.
9. Profilanordnung nach Anspruch 2, wobei
zwischen den ersten und zweiten Schenkelabschnitten (11, 12) des Eckelements (10)
und den zugeordneten Profilen (2, 2') ein weiteres Dichtelement (19) zur Abdichtung
der Kontaktfläche zwischen dem Eckelement (10) und dem Rahmen (1) vorgesehen ist.
10. Profilanordnung nach Anspruch 11, wobei
das weitere Dichtelement (19) zur Abdichtung der Kontaktfläche zwischen dem Eckelement
(10) und dem Rahmen (1) in eine Nut in dem ersten und/oder zweiten Schenkelabschnitt
(11, 12) des Eckelements (10) eingezogen ist.
11. Profilanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
zwischen den Glashalteleisten (7, 7') und den zugeordneten Profilen (2, 2') ein weiteres
Dichtelement (20) zur Abdichtung des Innenraumes zwischen dem Flächenelement (6) und
dem Rahmen (10) vorgesehen ist.
12. Profilanordnung nach Anspruch 11, wobei
das weitere Dichtelement (20) zur Abdichtung des Innenraumes zwischen dem Flächenelement
(6) und dem Rahmen (1) in eine Nut (21) in der Glashalteleiste (7, 7') eingezogen
ist und mit einer leichten Komprimierung an einer Anschlagfläche des Profils (2, 2')
anliegt.
13. Profilanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die Glashalteleisten (7, 7') an einer einem Innenraum zugewandten Seite des Profils
(2, 2') angeordnet sind.
14. Dichtungselement zur Abdichtung der Stirnflächen (S, S') zweier Glashalteleisten
(7, 7') in einem von zwei Profilen (2, 2') gebildeten Eckbereich eines Fenster- oder
Türrahmens (1), wobei das Dichtungselement als Eckelement (10) ausgeführt ist, welches
einen ersten Schenkelabschnitt (11), der in dem Eckbereich mit einem der beiden den
Eckbereich ausbildenden Profilen (2; 2') in Eingriff bringbar ist, einen zweiten Schenkelabschnitt
(12), der in dem Eckbereich mit einem anderen der beiden den Eckbereich ausbildenden
Profilen (2'; 2) in Eingriff bringbar ist, und einen mit dem ersten und zweiten Schenkelabschnitt
(11, 12) verbundenen Anschlagabschnitt (13) aufweist, mit welchem die Stirnseiten
(S, S') der beiden Glashalteleisten (7, 7') form- und/oder stoffschlüssig verbindbar
sind.
15. Eckelement nach Anspruch 14, welches ferner ein Dichtelement (15) aufweist, das am
Anschlagabschnitt (13) angeordnet ist.