| (19) |
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(11) |
EP 2 047 046 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.04.2010 Patentblatt 2010/17 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.07.2007 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/057524 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/009744 (24.01.2008 Gazette 2008/04) |
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| (54) |
VERSTÄRKUNGSELEMENT, VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINES DERARTIGEN VERSTÄRKUNGSELEMENTES
UND BAUTEIL, AUSGESTATTET MIT EINEM VERSTÄRKUNGSELEMENT
REINFORCING ELEMENT, METHOD FOR PRODUCING A REINFORCING ELEMENT OF THIS TYPE, AND
COMPONENT WHICH IS EQUIPPED WITH A REINFORCING ELEMENT
ÉLÉMENT DE RENFORT, PROCÉDÉ DE FABRICATION D'UN TEL ÉLÉMENT DE RENFORT ET COMPOSANT
DOTÉ D'UN ÉLÉMENT DE RENFORT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
21.07.2006 EP 06117647
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.04.2009 Patentblatt 2009/16 |
| (73) |
Patentinhaber: Sika Technology AG |
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6340 Baar (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- CLÉNIN, Reto
Hagenbuch (CH)
- VODERMAYER, Albert Maria
8305 Dietlikon (CH)
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| (74) |
Vertreter: Isler, Jörg et al |
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c/o Sika Technology AG
Intellectual Property Department
Tüffenwies 16-22
Postfach 8048 Zürich 8048 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-01/51736 JP-A- 11 293 788 JP-A- 2005 219 365 US-B1- 6 324 805
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WO-A-2004/029380 JP-A- 2005 105 685 US-A- 4 020 202
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verstärkungselement, wie es vorzugsweise zur Stabilisierung
und Verstärkung von Bauteilen an Bauten zum Einsatz kommen kann, ein Verfahren zur
Herstellung eines derartigen Verstärkungselementes sowie ein mit einem Verstärkungselement
ausgestattetes Bauteil.
Stand der Technik
[0002] Verstärkungselemente der hier in Rede stehenden Art sind einerseits bei einem Neubau
von erheblicher Bedeutung, um beispielsweise die Erdbebensicherheit des Gebäudes zu
gewährleisten. Andererseits können auch ältere Bauten nachträglich mit derartigen
Verstärkungselementen ausgestattet werden, weil ein zu verstärkendes Bauteil zum Beispiel
durch übergemässe Beanspruchungen Schäden aufweist, die behoben werden müssen. Dabei
ist es im Baubereich bekannt, zur Verstärkung von Bauteilen Werkstoffe mit hoher Zugfestigkeit
einzusetzen. Hierfür sind insbesondere faserverstärkte Kunststoffe geeignet. Diese
weisen neben der genannten hohen Zugfestigkeit auch ein sehr geringes Eigengewicht
auf und sind problemlos zu handhaben. Darüber hinaus lassen sich faserverstärkte Kunststoffe
sehr einfach verarbeiten. Ein nachträgliches Verstärken von Stahlbeton ist damit ohne
Schwierigkeiten möglich. Kohlefaserverstärkte Kunststoffe (CFK-Werkstoffe) können
zum Beispiel in Lamellenform zur Querverstärkung von Brücken, zur Nutzlasterhöhung
von Decken und zum Versteifen von Holzkonstruktionen dienen. Auch Stützen und Pfeiler
werden mit derartigen, nur wenige Millimeter dicken CFK-Lamellen gesichert.
[0003] Bekannt sind bei der Verarbeitung dieser kohlefaserverstärkten Kunststoffe sowohl
kreuzweise ausgerichtete Faserrichtungen als auch unidirektional, also gleichsinnig
ausgerichtete Faserverläufe. Neben einem einschichtigen Auftrag auf das zu verstärkende
Bauteil sind mehrlagige Anordnungen derartiger faserverstärkter Kunststofflamellen
bereits in Anwendung.
Andere Verstärkungselemente, wie Stahllaschen sowie Gewebe aus Kohle- oder Glasfasern
werden ebenfalls eingesetzt, um eine Stabilisierung oder Schubverstärkung der zu stabilisierenden
Bauteile zu erreichen. Allerdings weisen sämtliche bislang bekannten Systeme Nachteile
auf.
[0004] So ist die nachträgliche Stahlverstärkung von Bauteilen im Baubereich durch eine
sehr aufwändige Herstellung gekennzeichnet. Ferner ergeben sich hierbei zum Teil erhebliche
Korrosionsprobleme. Infolge des relativ hohen Gewichtes einer Stahlverstärkung sind
die Applikationen schwierig, das heisst, die Anpassung am Bauteil ist nicht ohne weiteres
möglich. Zudem ergeben sich optische Beeinträchtigungen durch derartige Stahlverstärkungen,
die bei bestimmten Bauteilen an Gebäuden unerwünscht sind.
[0005] Bei der Verwendung von CFK-Schubwinkeln zur Bauteilverstärkung hat sich herausgestellt,
dass dieses rohstoff- und energieintensive Material durch die bisher bekannten Methoden
nicht optimal eingesetzt werden kann. Ähnlich verhält es sich bei im Einsatz befindlichen
Gewebematerialien. Zudem müssen diese Materialien vielfach unter erheblichem Aufwand
nachträglich an dem Bauteil verankert werden. Eine derartige Verankerung wird zumeist
mittels zusätzlicher Stahlprofile vorgenommen, die an dem Bauteil befestigt werden
müssen und somit zusätzliche Arbeitsgänge erfordern.
[0006] Ein Verstärkungselement gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 wird in
WO 01/51736 A beschrieben.
Darstellung der Erfindung
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Verstärkungselemente zur Verstärkung von
Bauteilen bereitzustellen, welche die Nachteile bisheriger Verstärkungselemente vermeiden.
Darüber hinaus ist ein Verfahren anzugeben, das die Herstellung eines derartigen Verstärkungselementes
ermöglicht.
[0008] Die Erfindung löst diese Aufgabenstellung mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den sich jeweils anschliessenden Unteransprüchen
angegeben.
[0009] Die Fasern des Verstärkungselementes wird durch den Umformprozess kaum belastet und
gestreckt, so dass Vorschädigungen innerhalb des Verstärkungselementes wirksam vermieden
werden können. Das Verstärkungselement wirkt wie ein freies Zugglied ohne Verbund.
Es kann sowohl zur Vermeidung von Brüchen an Bauteilen im Baubereich eingesetzt werden,
als auch, um diese Bauteile vorsorglich vor Beschädigungen aufgrund sich einstellender
Alterungsprozesse zu schützen. Zudem ermöglicht das erfindungsgemässe Verstärkungselement
eine Erhöhung der Belastbarkeit der mit diesem Verstärkungselement ausgestatteten
Bauteile. Das Verstärkungselement ist flexibel einsetzbar und kann ohne grossen Aufwand
an den zu verstärkenden Bauteilen vorgesehen werden.
[0010] Durch dieses Verstärkungselement mit einem Umformbereich in einem spitzen Winkel
α werden die Fasern des Verstärkungselementes weniger geknickt respektive gestreckt
als bei der Herstellung herkömmlicher Schubwinkel welche mit einem Winkel α = 90°
hergestellt werden. Dadurch werden die Fasern, insbesondere hochmodulige Kohlenstoff-Fasern,
nicht vorgeschädigt. Der Unformprozess ist zudem einfacher als wenn die Profile mit
einem Winkel α = 90° hergestellt würden. Somit wird durch die erfindungsgemässen Verstärkungselemente
die Effizienz verbessert und ein System zur Verfügung gestellt, welche alle Vorteile
bezüglich Kosten und Materialeinsatz kombiniert.
[0011] Das erfindungsgemässe Verstärkungselement kann durch einen Umformprozess in die gewünschte
Form gebracht werden, bevor es an einem Bauteil befestigt wird. Somit steht ein Verstärkungselement
zur Verfügung, das unmittelbar auf das zu verstärkende Bauteil aufgelegt und mit diesem
verbunden werden kann.
[0012] Da das Verstärkungselement vorgefertigt werden kann, entsteht der Herstellungsaufwand
nicht in der Bauphase, also nicht vor Ort am Bauwerk, so dass sich hieraus in der
Bauphase erhebliche Zeit- und damit Kostenvorteile ergeben.
[0013] Das Profil kann gemäss einer Ausgestaltung der Erfindung ein Flachprofil, ein U-Profil,
ein T-Profil oder ein L-Profil sein. Massgeblich für die Wahl des Profils ist dabei
ausschliesslich die mittels des Verstärkungselementes zu erreichende Festigkeit sowie
die Anpassbarkeit an das zu verstärkende Bauteil.
[0014] In jedem Fall ist das Verstärkungselement unter einem Winkel α in Bezug auf die Längserstreckung
anbringbar und erfüllt damit den allgemeinen Erfindungsgedanken.
[0015] Als Bauteil im Sinne der vorliegenden Erfindung sind dabei insbesondere Tragwerke,
Teile von Tragwerken oder Unterzüge als Teile von Gebäuden im Baubereich zu verstehen.
Die genannten Unterzüge werden an Stahlbetondecken, Brückenträgern, beispielsweise
in Längs- und/oder Querrichtung vorgesehen und dienen zum Beispiel auch der Verstärkung
von Wandausbrüchen oder Wandöffnungen. Ebenso kann ein erfindungsgemässes Verstärkungselement
beim Versetzen von Stürzen, wie Fenster- oder Türstürzen, zum Einsatz kommen.
Die Vielfältigkeit der vorliegenden Anwendungsbereiche zeigt auch die Möglichkeiten
der Wahl unterschiedlicher Querschnitte eines derartigen Bauteils. So kann es einen
polygonalen oder zykloiden Querschnitte aufweisen.
[0016] Zur Verbesserung der Verbindung zwischen Verstärkungselement und zu verstärkendem
Bauteil, im Sinne einer hohen Dauerfestigkeit, kann das Verstärkungselement zumindest
an einem seiner Enden ein Verankerungsteil aufweisen. Dieses Verankerungsteil dient
einer zusätzlichen Befestigung des Verstärkungselementes an dem zu verstärkenden Bauteil.
[0017] Gemäss einer Ausgestaltung dieser Erfindung kann das Verankerungsteil von dem Querschnitt
des Profils ausgehend in einen polygonalen oder zykloiden Querschnitt übergehen. Somit
weist nicht nur das Profil selbst, sondern auch das Verankerungsteil einen polygonalen
oder zykloiden Querschnitt auf.
[0018] Zur weiteren Verbesserung der Verbindungsmöglichkeit zwischen dem Verstärkungselement
und dem zu verstärkenden Bauteil ist es darüber hinaus sinnvoll, wenn das Verankerungsteil
mehrgliedrig ausgeführt wird. Mehrgliedrig bedeutet hierbei, dass das Ende des Verankerungsteiles
in einzelne Segmente oder Abschnitte unterteilt wird oder im einfachsten Fall zumindest
eine Ausnehmung aufweist. Dies kann genutzt werden, um beispielsweise ein Befestigungselement
aufzunehmen oder ein solches Befestigungselement durch die somit gebildeten Öffnungen
oder Ausnehmungen hindurch zu führen.
[0019] Dementsprechend wird weiterhin vorgeschlagen, dass das Verankerungsteil eine zu der
Aufnahme oder Durchführung eines Befestigungselementes geeignete Geometrie aufweist.
Im Sinne der Erfindung kann ein Befestigungselement ein Dübel, eine Schraube, ein
Niet oder ein ähnliches Mittel darstellen. Dieses muss lediglich geeignet sein, eine
lösbare oder dauerhaft feste Verbindung zwischen dem Verstärkungselement und dem zu
verstärkenden Bauteil im Bereich des Verankerungsteiles zu erzeugen.
[0020] In einer anderen Verbindungsart ist das Verankerungsteil in eine Ausnehmung des Bauteils
einsetzbar. Diese zwar mit einem geringfügigen Mehraufwand verbundene Verbindungsvariante
zwischen Verstärkungselement und zu verstärkendem Bauteil ermöglicht eine sehr stabile
und dauerhaft feste Verbindung der genannten Bauteile. Allerdings ist es hierfür erforderlich,
in dem zu verstärkenden Bauteil eine entsprechende Ausnehmung vorzusehen, in die das
Verankerungsteil eingreifen kann.
[0021] Um eine den auftretenden Belastungen gerecht werdende Verbindung zwischen dem Verstärkungselement
und dem zu verstärkenden Bauteil zu erzeugen, ist es von besonderem Vorteil, zwischen
diesen Elementen eine stoffschlüssige Verbindung herzustellen. Eine stoffschlüssige
Verbindung kann dabei beispielsweise eine Klebeverbindung sein. Wird das Verstärkungselement
aus thermoplastischem oder duroplastischem Matrixharz erzeugt, so ist dieses im Rohzustand
flüssig und verfestigt sich bei oder nach der Verarbeitung. Das Matrixharz wird auf
das zu verstärkende Bauteil aufgetragen und verbindet sich stoffschlüssig mit diesem,
indem es aushärtet. Die so geschaffene Verbindung ist witterungsbeständig und entspricht
den an das zu verstärkende Bauteil gestellten Anforderungen.
[0022] Bevorzugt wird das Verstärkungselement durch hochmodulige Kohlenstofffasern gebildet,
wobei die Faserrichtung des Verstärkungselementes unidirektional ausgerichtet sein
kann.
[0023] Als Verstärkungselement kann ein FRP-Element (Fibre-Reinforced-Polymer-Element) zum
Einsatz kommen. Entsprechend einer weiteren Ausgestaltung ist das Verstärkungselement
ein FRP-Zugelement oder ein FRP-Schubwinkel. Diese vorgenannten Ausführungsvarianten
des Verstärkungselementes ermöglichen die eingangs bereits beschriebenen Vorteile,
dass das Verstärkungselement vor Aufbringung auf das zu verstärkende Bauteil gefertigt
werden kann und nicht erst an der Baustelle beziehungsweise am Bauteil erzeugt werden
muss.
[0024] Um die an das zu verstärkende Bauteil gestellten Anforderungen optimal erfüllen zu
können, besteht das Verstärkungselement insbesondere aus Kohle-, Glas-, Aramit- oder
Basaltfasermaterial mit einem hohen Exa-Wert und hoher Zugfestigkeit.
[0025] Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung eines Verstärkungselementes ist durch
folgende Verfahrensschritte gekennzeichnet:
- 1. Herstellung eines faserverstärkten Profils, vorzugsweise eines Flachprofils,
- 2. Umformung des Profils, so dass dieses mindestens einen Umformbereich aufweist,
wobei die Umformung des Umformbereiches mittels partieller thermischer Erhitzung des
Umformbereiches erfolgt und wobei der Umformbereich in einem Schnitt der Profilebene
mit einer gedachten senkrecht auf der Profilebene stehenden Ebene liegt, wobei diese
senkrecht auf der Profilebene stehende Ebene in einem spitzen Winkel α gegen die Längsrichtung
des Profils verdreht ist.
[0026] Die Vorfertigung des Verstärkungselementes im Sinne des vorgenannten Verfahrens weist
die Vorteile auf, dass eine faserschonende Bearbeitung des Faserverbundwerkstoffes
möglich wird. Somit stellen sich keine Beschädigungen des Profils ein und dieses erfüllt
im Vergleich mit bekannten Lösungen wesentlich höhere Festigkeitsanforderungen. Damit
sind folglich höhere Stabilisierungswirkungen des zu verstärkenden Bauteils erreichbar,
als dies bei bekannten Ausführungen der Fall ist.
[0027] Gemäss einem weiteren Vorschlag wird darüber hinaus davon ausgegangen, dass wenigstens
ein Verankerungsteil an zumindest einem Ende des Verstärkungselementes angeformt wird.
Die Anformung kann dabei in einem oder in mehreren aufeinander folgenden Arbeitsschritten
erfolgen. Somit wird das Verankerungsteil unmittelbar aus dem Verstärkungselement
herausgearbeitet. Es ergibt sich eine einheitliche Stoffstruktur, was sich insgesamt
positiv auf die Festigkeitswerte des Verstärkungselementes auswirkt.
[0028] Als Umformprozesse für die Erzeugung des Umformbereiches des Verstärkungselementes
kommen Handlaminieren, Vakuum-Back-Molding, Heisspressen, Thermoformen, Pressformen,
Wickeln oder ein Tape-Legeverfahren zum Einsatz.
[0029] Besondere Vorteile hinsichtlich der Festigkeitseigenschaften ergeben sich gemäss
einer Weiterentwicklung des zuvor genannten Verfahrens auch dadurch, dass die einzelnen
Schichten des insgesamt mehrschichtig ausgeführten Verstärkungselementes diskontinuierlich
oder kontinuierlich übereinander geschichtet und unter Einfluss von Temperatur und
Druck miteinander verpresst beziehungsweise gemeinsam geformt werden, um anschliessend
durch einen Abkühlungsvorgang das fertige Verstärkungselement zu erzeugen.
[0030] Eine besonders vorteilhafte Verwendungsmöglichkeit eines erfindungsgemässen Verstärkungselementes,
wie es zuvor eingehend näher beschrieben wurde, lässt sich für ein Tragwerk, ein Tragwerksteil
oder einen Unterzug eines Bauwerkes angeben.
[0031] Demgemäss ist auch ein Bauteil mit einem erfindungsgemässen Verstärkungselement Gegenstand
der Erfindung, wobei das Verstärkungselement bezogen auf die Längserstreckung des
Bauteils unter einem Winkel α an dem Bauteil befestigt ist. Verstärkungselement und
Bauteil sind gemäss einer Ausgestaltung dieses Bauteils stoffschlüssig miteinander
verbunden. Die stoffschlüssige Verbindung kann durch die dem faserverstärkten Kunststoff
inhärente Klebewirkung oder einen separaten Klebewerkstoff erzeugt werden.
[0032] Ein erfindungsgemässes Bauteil mit einem Verstärkungselement ist auch dadurch gekennzeichnet,
dass das Verstärkungselement zumindest ein an dem Verstärkungselement vorhandenes
Verankerungsteil aufweist und über dieses Verankerungsteil mittels eines Befestigungselementes
eine Verbindung zwischen dem Verstärkungselement und dem Bauteil gebildet wird. Diese
Verbindung kann eine lösbare oder eine dauerhaft feste Verbindung sein.
[0033] Ebenso ist es entsprechend einer Ausgestaltung möglich, dass das Bauteil mit dem
Verstärkungselement zumindest ein an dem Verstärkungselement vorhandenes Verankerungsteil
aufweist, das in eine Ausnehmung des Bauteils einsetzbar ist.
[0034] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten Merkmale der Erfindung nicht nur
in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder
in Alleinstellung verwendbar sind, ohne dabei den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Ebenso liegt es im Rahmen der Erfindung, eine mechanische Umkehr der Funktionen der
einzelnen mechanischen Elemente der Verbindung zu bewirken.
[0035] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die zugehörigen Zeichnungen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0036] Im folgenden werden anhand der Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung näher
erläutert. Gleiche Elemente sind in den verschiedenen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0037] Es zeigen:
- FIG 1A:
- Ein erfindungsgemässes Verstärkungselement in Form eines Flachprofils als Rohteil;
- FIG 1B:
- Ein erfindungsgemässes Verstärkungselement in Form eines Flachprofils als Roh- und
Fertigteil;
- FIG 2:
- Einen Stadienplan zur Herstellung eines anderen erfindungsgemässen Verstärkungselementes
aus einem Rundprofil;
- FIG 3:
- Die Erzeugung eines weiteren erfindungsgemässen Verstärkungselementes, das aus zwei
Rundprofilen hergestellt wird;
- FIG 4:
- Ein weiteres Verstärkungselement mit einem speziell geformten Verankerungsteil;
- FIG 5:
- Ein Bauteil, ausgestattet mit einem erfindungsgemässen Verstärkungselement.
[0038] Es sind nur die für das unmittelbare Verständnis der Erfindung wesentlichen Elemente
gezeigt.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0039] In der
Figur 1A ist ein Verstärkungselement als Rohteil schematisch dargestellt. Das Rohteil ist
ein Flachprofil 1 aus einem sogenannten Prepreg auf Basis von thermoplastischen oder
duroplastischen Matrizes erzeugt. Der Faserverlauf ist bei einem derartigen Bauteil
bevorzugt unidirektional. Das gezeigte Profil 1 weist einen Umformbereich 2 auf. Dieser
Umformbereich ist in einem Winkel α gegenüber der Längsrichtung des Profiles 1 verdreht.
Der Umformbereich 2 ist dabei so definiert, dass er der Schnitt der Profilebene mit
einer gedachten, senkrecht auf der durch das Profil gebildeten Profilebene stehenden
Ebene ist, wobei diese senkrecht auf der Profilebene stehende Ebene im Winkel α gegen
die Längsrichtung des Profils und somit der allfälligen unidirektionalen Fasern verdreht
ist. Der Winkel α ist dabei ein spitzer Winkel und liegt im Bereich von 20 bis 70°,
bevorzugt im Bereich von 30 bis 60°, besonders bevorzugt im Bereich von 40 bis 50°,
meist bevorzugt 45°.
[0040] In der
Figur 1B ist ein Stadienplan zur Herstellung einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemässen
Verstärkungselementes dargestellt. Zunächst wird ein als Flachprofil erzeugtes Profil
1 aus einem sogenannten Prepreg auf Basis von thermoplastischen oder duroplastischen
Matrizes erzeugt. Der Faserverlauf ist bei einem derartigen Bauteil bevorzugt unidirektional.
Das gezeigte Profil 1 weist einen Umformbereich 2 auf, der durch eine lokale kurzzeitige
Erhitzung entsteht. Somit kann ein lokal begrenzter Abschnitt in seinen Materialeigenschaften
geändert werden, um dadurch das um α geneigte FRP-Profil zu erzeugen. Die einzelnen
Schichten des Prepregs können diskontinuierlich oder kontinuierlich übereinander geschichtet
und unter dem Einfluss von Temperatur und Druck miteinander verpresst beziehungsweise
zu einem einteiligen Bauteil geformt werden. Sofern eine Erwärmung stattgefunden hat,
ist eine abschliessende Abkühlung erforderlich.
[0041] Darüber hinaus ist die Verwendung von unidirektional verstärkten thermoplastischen
Flachprofilen als Ausgangsmaterialien zu erwähnen, die nur im vorgesehenen Krümmungsbereich
erwärmt und entsprechend umgeformt werden. Die Höhe der Erwärmungstemperatur wird
dabei so eingestellt, dass die Kunststoffmatrix lokal und zeitlich begrenzt aufweichen
kann, wobei der Erweichungszustand bis in einen Verflüssigungsbereich erfolgen kann.
Nach der Umformung des Flachprofils zu dem um α geneigten FRP-Schubwinkel erfolgt
eine kurzzeitige Abkühlung, so dass das Profil 1 in seiner Endposition verbleibt und
so unmittelbar auf das zu verstärkende Bauteil aufgebracht werden kann.
[0042] Durch den so erzeugten Schubwinkel mit einem spitzen Winkel α werden die Fasern des
Verstärkungselementes weniger geknickt respektive gestreckt als bei der Herstellung
herkömmlicher Schubwinkel welche mit einem Winkel α = 90° hergestellt werden. Dadurch
werden die Fasern, insbesondere hochmodulige Kohlenstoff-Fasern, nicht vorgeschädigt.
Der Unformprozess ist zudem einfacher als wenn die Profile mit einem Winkel α = 90°
hergestellt würden. Somit wird durch die erfindungsgemässen Verstärkungselemente die
Effizienz verbessert und ein System zur Verfügung gestellt, welche alle Vorteile bezüglich
Kosten und Materialeinsatz kombiniert.
[0043] Eine andere Variante zur Erzeugung eines erfindungsgemässen Verstärkungselementes
ist als Stadienplan in der
Figur 2 detailliert gezeigt. Als Ausgangsmaterialien für diesen FRP-Schubwinkel mit spitzen
Winkel α und mit einem umgeformten Verankerungsteil 4 dienen bevorzugt unidirektional
verstärkte thermoplastische Rundprofile, welche die gleiche Querschnittsfläche wie
das Endprodukt aufweisen. Derartige Rundprofile werden mit Ausnahme des Verankerungsteils
nochmals erwärmt und zu einem Flachprofil gepresst. Das Profil 1 im linken Bildteil
der Figur 2 stellt dabei das Rundprofil als Rohteil und das Profil 1 in der Mitte
der Figur 2 das bereits gepresste Flachprofil mit dem noch unverformten Verankerungsteil
4 dar. Anschliessend wird nur in dem hierfür vorgesehenen Umformbereich 2 eine lokale
Erwärmung für eine begrenzte Zeit vollzogen, so dass der Umformbereich 2, gemäss der
dritten Darstellung auf der rechten Seite in Figur 2, auf das vorgegebene Winkelmass
umgeformt werden kann. Die Temperatur sowie die Druckverhältnisse werden während der
Umformung derartig eingestellt, dass sich die Kunststoffmatrix für einen begrenzten
Zeitraum in dem Umformbereich 2 erweichen beziehungsweise verflüssigen lässt. Nach
der Verformung des Umformbereiches 2 erfolgt die Abkühlung des Profils 1. Abschliessend
wird das Verankerungsteil
4 in seine endgültige Form gebracht. Bei dem Beispiel der Figur 2 ist im letzten, unteren
Bildteil der Ausschnitt A vergrössert gezeigt. Hier ist erkennbar, dass das zunächst
einem zykloiden Querschnitt aufweisende Verankerungsteil 4 nunmehr in eine flache
Form gepresst wurde.
[0044] Wie aus der Darstellung der
Figur 3 ersichtlich ist, kann das erfindungsgemässe Verstärkungselement insgesamt auch aus
zwei einzelnen Rundprofilen 1.1 und 1.2 erzeugt werden. Dabei bieten sich unterschiedliche
Vorgehensweisen an.
[0045] So kann zunächst zwischen den Rundprofilen 1.1 und 1.2 ein schichtweises Auftragen
von flachen Streifen des Faserverbundwerkstoffes erfolgen, so dass insgesamt das in
der Mitte der Figur 3 gezeigte Flachprofil 1 erzeugt wird, das lediglich an seinen
Enden zwei fingerartige Verankerungsteile 4.1 und 4.2 aufweist. Zwischen diesen fingerartigen
Verankerungsteilen 4.1 und 4.2 ist eine für das Befestigungselement 5 vorgesehene
Ausnehmung 6 vorhanden. Nachdem dieses Flachprofil 1 erzeugt wurde, erfolgt wie bereits
bei den zuvor genannten Ausführungsvarianten eingehend beschrieben, eine lokale und
zeitlich begrenzte Erwärmung des Umformbereiches 2, so dass das Profil 1 im Bereich
dieses Umformbereiches 2 in seine Endlage gebracht werden kann. Das erfindungsgemässe
Verstärkungselement ist mit wenigen Verfahrensschritten einfach und unkompliziert
herstellbar.
[0046] Eine weitere Variante besteht darüber hinaus darin, die ursprünglichen Rundprofile
1.1 und 1.2 durch einen entsprechend geeigneten Umformvorgang in ein Flachprofil 1
zu überführen. Dabei kann eine Erwärmung vorgesehen werden.
[0047] Die besondere Gestaltung des Verstärkungselementes gemäss
Figur 4 besteht darin, dass das Verankerungsteil 4 einen kreisrunden Querschnitt aufweist.
Darüber hinaus wurde dieses Verankerungsteil 4 in Bezug auf das Profil 1, welches
in Figur 4 bereits im Bereich des Umformbereiches 2 umgeformt wurde, nochmals abgeknickt,
sodass sich ein mehrfach gekrümmtes Profil 1 ergibt. Das heisst, hier weist das Profil
1 einen zweiten Umformbereich 2, der in der Figur 4 nicht näher bezeichnet wurde,
auf.
[0048] Einen Anwendungsfall für die vorliegende Erfindung zeigt beispielhaft die
Figur 5. Darin ist ein Bauteil 3, das vorliegend aus einem einfachen, im Querschnitt rechteckigen
Balken besteht, mit einem erfindungsgemässen Verstärkungselement versehen. Das Verstärkungselement
besteht aus dem Profil 1 und zwei Verankerungsteilen 4.1 und 4.2. Diese Verankerungsteile
4.1 und 4.2 sind bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel in Ausnehmungen des Bauteils
3 eingebracht und darin verankert. Das Profil 1 weist jeweils in Bezug auf die Längserstreckung
des zu verstärkenden Bauteils 3 den gleichen Winkel α auf wie der Umformbereich 2.
Dieser genannte Winkel bezieht sich jeweils auf die Längserstreckung der mit dem Verstärkungselement
versehenen Seitenfläche des zu verstärkenden Bauteils 3.
Bezugszeichenliste
[0049]
- α
- Winkel
- 1, 1.1, 1.2
- Profil
- 2
- Umformbereich
- 3
- Bauteil
- 4, 4.1, 4.2
- Verankerungsteil
- 5
- Befestigungselement
- 6
- Ausnehmung
1. Verstärkungselement, insbesondere Schubwinkel, bestehend aus einem Profil (1, 1.1,
1.2) aus faserverstärktem Material mit einem Umformbereich (2), wobei das Profil (1,
1.1, 1.2) eine Profilebene mit einer darin liegenden Längsrichtung definiert und wobei
das Profil (1, 1.1, 1.2) in diesem Umformbereich (2) verformt ist und damit das Verstärkungselement
dreidimensional ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Umformbereich (2) in einem Schnitt der Profilebene mit einer gedachten senkrecht
auf der Profilebene stehenden Ebene liegt, wobei diese senkrecht auf der Profilebene
stehende Ebene in einem spitzen Winkel(α)gegen die Längsrichtung des Profils (1, 1.1,
1.2) verdreht ist.
2. Verstärkungselement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das der Winkel (α) im Bereich von 20 bis 70°, bevorzugt im Bereich von 30 bis 60°,
besonders bevorzugt im Bereich von 40 bis 50°, liegt.
3. Verstärkungselement nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Profil (1, 1.1, 1.2) ein Flachprofil, ein U-Profil, ein T-Profil oder ein L-Profil
ist.
4. Verstärkungselement nach einem der zuvor genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verstärkungselement an zumindest einem seiner Enden ein Verankerungsteil (4, 4.1,
4.2) aufweist, wobei insbesondere das Verankerungsteil (4, 4.1, 4.2) von dem Querschnitt
des Profils (1, 1.1, 1.2) in einen polygonalen oder cycloiden Querschnitt übergeht.
5. Verstärkungselement nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verankerungsteil (4, 4.1, 4.2) mehrgliedrig ist, und/oder dass das Verankerungsteil
(4, 4.1, 4.2) eine zur Aufnahme oder Durchführung eines Befestigungselementes (5)
insbesondere eines Dübels, einer Schraube oder eines Nietes, geeignete Geometrie aufweist.
6. Verstärkungselement nach einem der zuvor genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verstärkungselement aus thermoplastischem oder duroplastischem Matrixharz besteht.
7. Verstärkungselement nach einem der zuvor genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verstärkungselement durch hochmodulige Kohlenstoff-Fasern und/oder Kohle-, Glas-,
Aramid- oder Basaltfasermaterial mit hohem ExA-Wert und hoher Zugfestigkeit gebildet
wird.
8. Verstärkungselement nach einem der zuvor genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Faserrichtung des Verstärkungselementes unidirektional ausgerichtet ist.
9. Verstärkungselement nach einem der zuvor genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verstärkungselement ein Schubwinkel ist.
10. Verfahren zur Herstellung eines Verstärkungselementes nach einem der vorstehend genannten
Ansprüche,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
- Herstellung eines Profils (1, 1.1, 1.2) aus faserverstärktem Material, vorzugsweise
eines Flachprofils,
- Umformung des Profils (1, 1.1, 1.2), so dass dieses mindestens einen Umformbereich
(2) aufweist, wobei die Umformung des Umformbereiches (2) mittels partieller thermischer
Erhitzung des Umformbereiches (2) erfolgt und wobei der Umformbereich (2) in einem
Schnitt der Profilebene mit einer gedachten senkrecht auf der Profilebene stehenden
Ebene liegt, wobei diese senkrecht auf der Profilebene stehende Ebene in einem spitzen
Winkel α gegen die Längsrichtung des Profils (1, 1.1, 1.2) verdreht ist.
11. Verfahren zur Herstellung eines Verstärkungselementes nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Verankerungsteil (4, 4.1, 4.2) an zumindest einem Ende des Verstärkungselementes
angeformt wird.
12. Verwendung eines Verstärkungselementes nach einem der Ansprüche 1 bis 9 für ein Tragwerk,
ein Tragwerksteil oder einen Unterzug eines Bauwerkes.
13. Bauteil mit einem Verstärkungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Bauteil (3) einen polygonalen oder cycloiden Querschnitt aufweist.
14. Bauteil nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verstärkungselement bezogen auf die Längserstreckung des Bauteils (3) unter dem
Winkel (α) an dem Bauteil (3) befestigt ist, wobei der Winkel (α) im Bereich von 20
bis 70°, bevorzugt im Bereich von 30 bis 60°, besonders bevorzugt im Bereich von 40
bis 50°, liegt.
15. Bauteil nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verstärkungselement stoffschlüssig mit dem Bauteil (3) verbunden ist.
16. Bauteil nach einem der Ansprüche 13 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verstärkungselement zumindest ein an dem Verstärkungselement vorhandenes Verankerungsteil
(4, 4.1, 4.2) aufweist und über dieses Verankerungsteil (4, 4.1, 4.2) mittels eines
Befestigungselementes (5) eine Verbindung zwischen Verstärkungselement und Bauteil
(3) gebildet ist, wobei insbesondere das zumindest eine an dem Verstärkungselement
vorhandene Verankerungsteil (4, 4.1, 4.2) in eine Ausnehmung (6) des Bauteiles (3)
einsetzbar ist.
1. Reinforcing element, in particular a shear connector, comprising a profile (1, 1.1,
1.2) of fibre reinforced material, with a forming region (2), the profile (1, 1.1,
1.2) defining a profile plane with a longitudinal direction lying therein and the
profile (1, 1.1, 1.2) being deformed in this forming region (2), and the reinforcing
element consequently being of a three-dimensional form, characterized in that the forming region (2) lies in an intersection of the profile plane with an imaginary
plane perpendicular to the profile plane, this plane that is perpendicular to the
profile plane being rotated at an acute angle (α) with respect to the longitudinal
direction of the profile (1, 1.1, 1.2).
2. Reinforcing element according to Claim 1, characterized in that the angle (α) lies in the range from 20 to 70°, preferably in the range from 30 to
60°, particularly preferably in the range from 40 to 50°.
3. Reinforcing element according to Claim 1 or 2, characterized in that the profile (1, 1.1, 1.2) is a flat profile, a U profile, a T profile or an L profile.
4. Reinforcing element according to one of the aforementioned claims, characterized in that the reinforcing element has an anchoring part (4, 4.1, 4.2) at at least one of its
ends, the anchoring part (4, 4.1, 4.2) particularly graduating from the cross section
of the profile (1, 1.1, 1.2) into a polygonal or cycloidal cross section.
5. Reinforcing element according to Claim 4, characterized in that the anchoring part (4, 4.1, 4.2) is multimembered, and/or in that the anchoring part (4, 4.1, 4.2) has a geometry suitable for receiving or passing
through a fastening element (5), in particular a dowel, a screw or a rivet.
6. Reinforcing element according to one of the aforementioned claims, characterized in that the reinforcing element consists of a thermoplastic or thermosetting matrix resin.
7. Reinforcing element according to one of the aforementioned claims, characterized in that the reinforcing element is formed by high modulus carbon fibres and/or carbon, glass,
aramid or basalt fibre material with a high ExA value and high tensile strength.
8. Reinforcing element according to one of the aforementioned claims, characterized in that the direction of the fibres of the reinforcing element is unidirectionally oriented.
9. Reinforcing element according to one of the aforementioned claims, characterized in that the reinforcing element is a channel shear connector.
10. Method for producing a reinforcing element according to one of the aforementioned
claims,
characterized by the following method steps:
- production of a profile (1, 1.1, 1.2) from fibre reinforced material, preferably
a flat profile,
- forming of the profile (1, 1.1, 1.2), so that it has at least one forming region
(2), the forming of the forming region (2) taking place by means of partial thermal
heating of the forming region (2) and the forming region (2) lying in an intersection
of the profile plane with an imaginary plane perpendicular to the profile plane, this
plane that is perpendicular to the profile plane being rotated at an acute angle α
with respect to the longitudinal direction of the profile (1, 1.1, 1.2).
11. Method for producing a reinforcing element according to Claim 10, characterized in that at least one anchoring part (4, 4.1, 4.2) is formed onto at least one end of the
reinforcing element.
12. Use of a reinforcing element according to one of Claims 1 to 9 for a load-bearing
structure, part of a load-bearing structure or a joist of a building.
13. Component with a reinforcing element according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the component (3) has a polygonal or cycloidal cross section.
14. Component according to Claim 13, characterized in that the reinforcing element is fastened to the component (3) at the angle (α) with respect
to the longitudinal extent of the component (3), the angle (α) lying in the range
from 20 to 70°, preferably in the range from 30 to 60°, particularly preferably in
the range from 40 to 50°.
15. Component according to Claim 13 or 14, characterized in that the reinforcing element is integrally connected to the component (3).
16. Component according to one of Claims 13 to 15, characterized in that the reinforcing element has at least one anchoring part (4, 4.1, 4.2) present on
the reinforcing element and this anchoring part (4, 4.1, 4.2) is used to form a connection
between the reinforcing element and the component (3), by means of a fastening element
(5), the at least one anchoring part (4, 4.1, 4.2) that is present on the reinforcing
element particularly being insertable into a clearance (6) in the component (3).
1. Elément de renforcement, en particulier cale de poussée, constitué d'un profilé (1,
1.1, 1.2) en matériau renforcé par des fibres, avec une zone de déformation (2), le
profilé (1, 1.1, 1.2) définissant un plan de profilé avec une direction longitudinale
dans celui-ci, et le profilé (1, 1.1, 1.2) étant déformé dans cette zone de déformation
(2), et l'élément de renforcement étant réalisé de ce fait sous forme tridimensionnelle,
caractérisé en ce que
la zone de déformation (2) se situe dans une intersection du plan de profilé avec
un plan imaginaire perpendiculaire au plan de profilé, ce plan perpendiculaire au
plan de profilé étant tourné d'un angle aigu (α) par rapport à la direction longitudinale
du profilé (1, 1.1, 1.2).
2. Elément de renforcement selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'angle (α) se trouve dans une plage de 20 à 70°, de préférence dans une plage de
30 à 60°, et particulièrement préférablement dans une plage de 40 à 50°.
3. Elément de renforcement selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le profilé (1, 1.1, 1.2) est un profilé plat, un profilé en U, un profilé en T, ou
un profilé en L.
4. Elément de renforcement selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de renforcement présente au moins sur l'une de ses extrémités une partie
d'ancrage (4, 4.1, 4.2), la partie d'ancrage (4, 4.1, 4.2) se prolongeant notamment
depuis la section transversale du profilé (1, 1.1, 1.2) en une section transversale
polygonale ou cycloïde.
5. Elément de renforcement selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
la partie d'ancrage (4, 4.1, 4.2) est en plusieurs parties et/ou en ce que la partie d'ancrage (4, 4.1, 4.2) présente une géométrie adaptée pour recevoir ou
pour faire passer un élément de fixation (5), notamment une cheville, une vis ou un
rivet.
6. Elément de renforcement selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de renforcement se compose d'une résine matricielle thermoplastique ou duroplastique.
7. Elément de renforcement selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de renforcement est formé par des fibres de carbone de module élevé et/ou
par un matériau en fibres de carbone, de verre, d'aramide ou de basalte avec une valeur
ExA élevée et une grande résistance à la traction.
8. Elément de renforcement selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'orientation des fibres de l'élément de renforcement est unidirectionnelle.
9. Elément de renforcement selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de renforcement est une cale de poussée.
10. Procédé de fabrication d'un élément de renforcement selon l'une quelconque des revendications
précédentes,
caractérisé par les étapes de procédé suivantes :
- fabrication d'un profilé (1, 1.1, 1.2) en matériau renforcé par des fibres, de préférence
d'un profilé plat,
- déformation du profilé (1, 1.1, 1.2) de telle sorte que celui-ci présente au moins
une zone de déformation (2), la déformation de la zone de déformation (2) s'effectuant
au moyen d'un chauffage thermique partiel de la zone de déformation (2) et la zone
de déformation (2) se trouvant dans une intersection du plan de profilé avec un plan
imaginaire perpendiculaire au plan de profilé, ce plan perpendiculaire au plan de
profilé étant tourné d'un angle aigu (α) par rapport à la direction longitudinale
du profilé (1, 1.1, 1.2).
11. Procédé de fabrication d'un élément de renforcement selon la revendication 10,
caractérisé en ce
qu'au moins une partie d'ancrage (4, 4.1, 4.2) est formée à au moins une extrémité de
l'élément de renforcement.
12. Utilisation d'un élément de renforcement selon l'une quelconque des revendications
1 à 9 pour un bâti porteur, un poste porteur ou un entrait d'une maçonnerie.
13. Composant comprenant un élément de renforcement selon l'une quelconque des revendications
1 à 9,
caractérisé en ce que
le composant (3) présente une section transversale polygonale ou cycloïde.
14. Composant selon la revendication 13,
caractérisé en ce que
l'élément de renforcement est fixé au composant (3) par rapport à l'étendue longitudinale
du composant (3), suivant un angle (α), l'angle (α) étant dans une plage de 20 à 70°,
de préférence dans une plage de 30 à 60°, et particulièrement préférablement dans
une plage de 40 à 50°.
15. Composant selon la revendication 13 ou 14,
caractérisé en ce que
l'élément de renforcement est connecté par liaison de matière au composant (3).
16. Composant selon l'une quelconque des revendications 13 à 15,
caractérisé en ce que
l'élément de renforcement présente au moins une partie d'ancrage (4, 4.1, 4.2) prévue
sur l'élément de renforcement, et par le biais de cette partie d'ancrage (4, 4.1,
4.2), une connexion entre l'élément de renforcement et le composant (3) est établie
au moyen d'un élément de fixation (5), l'au moins une partie d'ancrage (4, 4.1, 4.2)
prévue sur l'élément de renforcement pouvant notamment être insérée dans un évidement
(6) du composant (3).
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