[0001] Die Erfindung betrifft eine Ventileinrichtung mit Softstartfunktion, also einer Funktion,
die sekundärseitig einen allmählichen, nicht schlagartigen Druckaufbau ermöglicht.
[0002] Aus der
DE 91 05 458 U1 ist eine derartige Ventileinrichtung bekannt, die über ein sich aus mehreren Einzelventilen
zusammensetzendes Softstartventil verfügt. Ein als Zweistellungsventil ausgebildetes
Absperrventil ist in die Verbindung zwischen einem mit einer Druckquelle verbundenen
Primärkanal und einem mit den zu versorgenden Verbrauchern verbundenen Sekundärkanal
eingeschaltet und kann die Verbindung wahlweise absperren (Grundstellung) oder freigeben
(Arbeitsstellung). Das Umschalten in die Arbeitsstellung wird innerhalb einer gewissen
Zeitspanne nach Betätigung eines Vorsteuerventils hervorgerufen, das in den Verlauf
eines das Hauptventil umgehenden Softstartkanals eingeschaltet ist, der außerdem über
Drosselmittel verfügt. Über einen Abzweig des Softstartkanals wird außerdem der im
Sekundärkanal herrschende Sekundärdruck dem Hauptventil als in Richtung der Arbeitsstellung
wirksamer Steuerdruck aufgeschaltet.
[0003] Ab Aktivierung des Vorsteuerventils wird der Sekundärkanal. über den Softstartkanal
gedrosselt mit Druckmedium aus dem Primärkanal gespeist. Somit findet im Sekundärkanal
ein allmählicher Druckanstieg statt. Hat der Sekundärdruck eine vorbestimmte Höhe
erreicht, schaltet das Hauptventil in die Arbeitsstellung, sodass anschließend der
Sekundärkanal über den größeren Strömungsquerschnitt des Hauptventils gespeist wird,
bis der Sekundärdruck letztlich die Höhe des Primärdruckes erreicht hat.
[0004] Bei der bekannten Ventileinrichtung kann ein beispielsweise auf Druckschwankungen
zurückzuführender kurzzeitiger Druckabfall im Sekundärkanal dazu führen, dass das
Hauptventil in die Grundstellung umschaltet und sich das System somit wieder eine
Zeitlang im Softstartmodus befindet. Dies kann zu erheblichen Funktionsbeeinträchtigungen
führen, weil die angeschlossenen Verbraucher vorübergehend nicht mit der notwendigen
Fluidmenge versorgt werden können. Des Weiteren ist ein relativ groß dimensioniertes
Vorsteuerventil notwendig, um den unter Umständen auch schon in der Softstartphase
erforderlichen erhöhten Durchfluss zu gewährleisten, was insgesamt zu großen Abmessungen
des Softstartventils führt.
[0005] Eine aus der
DE 20 2004 015 468 U1 bekannte Softstartvorrichtung ist ähnlich aufgebaut. Ein Absperrventil ist durch
den sich allmählich aufbauenden Sekundärdruck aus einer abgesperrten Grundstellung
in eine offene Arbeitsstellung umschaltbar. Der sekundärseitige Druckaufbau ist durch
eine Drosseleinrichtung vorgegeben, die in einen das Absperrventil umgebenden Softstartkanal
eingeschaltet ist. Gestartet wird die Vorrichtung durch gleichzeitige Betätigung zweier
weiterer in den Kanalverlauf eingeschalteter Ventileinrichtungen, über die auch eine
Entlüftung der Softstartvorrichtung möglich ist.
[0006] Die
US 5,669,422 offenbart ein Softstartventil mit einem zwischen drei Stellungen umschaltbaren Hauptventil.
Das Umschalten aus einer Grundstellung in eine Softstartstellung wird durch ein Vorsteuerventil
hervorgerufen. Das Umschalteten aus der Softstartstellung in eine Arbeitsstellung
bewirkt der sich allmählich aufbauende Sekundärdruck, der ab der Softstartstellung
ständig auf das Hauptventil einwirkt.
[0007] Eine solche Vorrichtung ist in
US 5337788 offenbart.
[0008] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Ventileinrichtung zu schaffen,
die eine zuverlässig arbeitende und dennoch kompaktbauende Softstartfunktion beinhaltet.
[0009] Diese Aufgabe wird mit einer Ventileinrichtung gelöst, die ein Softstartventil beinhaltet,
das Folgendes aufweist:
- ein zwischen einer Grundstellung, einer Softstartstellung und einer Arbeitsstellung
umschaltbares Hauptventil, das in der Grundstellung einen Sekundärkanal von einem
ein unter einem Primärdruck stehendes Druckmedium führenden Primärkanal abtrennt,
das in der Softstartstellung den Sekundärkanal über einen Drosselmittel enthaltenden
Softstartkanal hinweg mit dem Primärkanal verbindet, und das in der Arbeitsstellung
unter Umgehung der Drosselmittel eine Verbindung zwischen Sekundärkanal und Primärkanal
freischaltet, - ein zur Beeinflussung der Schaltstellung des Hauptventils vorgesehenes
Vorsteuerventil, bei dessen Betätigung ein fluidisches Vorsteuersignal erzeugt wird,
das eine erste Betätigungsfläche des Hauptventils beaufschlagt, um das Hauptventil
aus der Grundstellung in die Softstartstellung umzuschalten, und - ein durch den im
Sekundärkanal herrschenden Sekundärdruck betätigbares Umschaltventil, das bei einer
vorbestimmten Höhe des Sekundärdruckes das vom Vorsteuerventil erzeugte fluidische
Vorsteuersignal einer zweiten Betätigungsfläche des Hauptventils aufschaltet, um das
Hauptventil aus der Softstartstellung in die Arbeitsstellung umzuschalten.
[0010] Das Hauptventil des Softstartventils ist somit wenigstens als Dreistellungsventil
ausgebildet, das neben der Grundstellung und der Arbeitsstellung auch eine für die
Softstartphase verantwortliche Softstartstellung einnehmen kann. Während beim Stand
der Technik die Softstart-Fluidströmung durch das Vorsteuerventil hindurch und um
das Hauptventil herumgeführt ist, fließt sie erfindungsgemäß durch das Hauptventil
hindurch und erfordert keine unmittelbare Steuerung durch das Vorsteuerventil. Für
die diversen Schaltstellungen des Hauptventils verantwortlich ist das bevorzugt elektrisch
betätigbare Vorsteuerventil in Zusammenarbeit mit dem zusätzliche Umschaltventil.
Das vom Vorsteuerventil erzeugte fluidische Vorsteuersignal schaltet das Hauptventil
in die Softstartstellung. Hat nach einem gewissen Zeitraum der Sekundärdruck die gewünschte
Umschaltschwelle erreicht, bewirkt er eine dahingehende Betätigung des Umschaltventils,
dass das fluidische Vorsteuersignal einer weiteren Betätigungsfläche aufgeschaltet
wird, sodass das Hauptventil aus der Softstartstellung in die einen größeren Durchfluss
gewährleistende Arbeitsstellung umgeschaltet wird.
[0011] Bevorzugt ist das Umschaltventil fluidisch betätigbar, wobei ihm der Sekundärdruck
unmittelbar als Steuerdruck aufschaltbar ist. Das Umschaltventil kann hierbei zum
Beispiel nach Art einer Druckwaage arbeiten. Alternativ wäre auch eine nur mittelbare
Aktivierung des Umschaltventils durch den Sekundärdruck möglich, indem ein elektrisch
aktivierbares Umschaltventil eingesetzt wird, dessen Umschaltsignal unter Mitwirkung
eines Drucksensors oder Druckschalters generiert wird, der den Sekundärdruck erfasst.
Letzteres ermöglicht eine besonders einfache Variation der Umschaltschwelle.
[0012] Da der Sekundärdruck nicht unmittelbar selbst als Betätigungsdruck auf das Hauptventil
einwirkt, ergibt sich eine Entkopplung von dem die Umschaltkraft für das Hauptventil
liefernden Vorsteuersignal. Dadurch ist eine Verschaltung möglich, bei der sich während
der Arbeitsstellung im Primärkanal und/oder im Sekundärkanal auftretende Druckschwankungen
nicht auf die Schaltstellung des Hauptventils auswirken. Dies ermöglicht einen ungestörten,
kontinuierlichen Betrieb bis zum Abschalten des Vorsteuerventils.
[0013] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0014] Es ist zweckmäßig, das Hauptventil so auszulegen, dass es in seiner Grundstellung
eine druckmäßige Entlastung des Sekundärkanals bewirkt, bei pneumatischer Anwendung
also eine Entlüftung des Sekundärkanals hervorruft. Die Entlastung durch das Hauptventil
hindurch erübrigt die Verwendung eines separaten Entlüftungsventils oder eine Entlüftung
durch das Vorsteuerventil hindurch.
[0015] Die für die Schnelligkeit des Druckaufbaus im Sekundärkanal verantwortlichen Drosselmittel
sind in ihrer Drosselungsintensität zweckmäßigerweise einstellbar ausgebildet. Beispielsweise
enthalten die Drosselmittel eine in das Ventilgehäuse verstellbar eingeschraubte Drosselschraube.
[0016] Hauptventil, Vorsteuerventil und Umschaltventil sind vorzugsweise zu einer das Softstartventil
bildenden Baugruppe zusammengefasst. Dies vereinfacht die Handhabung bei Installation
und Deinstallation.
[0017] Bei dem Vorsteuerventil handelt es sich insbesondere um ein Magnetventil. Andere
elektrisch aktivierbare Ventile sind jedoch ebenfalls einsetzbar, beispielsweise Piezo-Ventile
oder elektrostatische Ventile.
[0018] Es ist zweckmäßig, wenn die beiden Betätigungsflächen des Hauptventils in die gleiche
Richtung weisen. Das Umschalten aus der Grundstellung in die Softstartstellung und
von der Softstartstellung in die Arbeitsstellung findet hierbei mit gleichgerichteten
Umschaltbewegungen statt, die insbesondere linearer Art sind.
[0019] Zweckmäßigerweise enthält das Hauptventil ein zur Vorgabe seiner Schaltstellungen
in einer entsprechenden Anzahl von Schaltstellungen positionierbares Hauptventilglied,
insbesondere in Gestalt eines Ventilschiebers. Zum Umschalten wirken die erste und
die zweite Betätigungsfläche jeweils antriebsmäßig mit dem Hauptventilglied zusammen.
[0020] Während die für das Umschalten in die Arbeitsstellung verantwortliche zweite Betätigungsfläche
vorzugsweise ortsfest am Hauptventilglied angeordnet ist, ist die für das Umschalten
in die Softstartstellung verantwortliche erste Betätigungsfläche zweckmäßigerweise
an einem bezüglich des Hauptventilglieds separaten Betätigungselement vorgesehen.
Dieses Betätigungselement ist vom Hauptventilglied derart entkoppelt, dass Letzteres
ohne Mitnahme des Betätigungselementes in die Arbeitsstellung umschaltbar ist. Während
also beim Umschalten von der Grundstellung in die Softstartstellung zweckmäßigerweise
beide Betätigungsflächen gemeinsam bewegt werden, bleibt beim Umschalten in die Arbeitsstellung
die erste Betätigungsfläche zurück, und die zweite Betätigungsfläche entfernt sich
von ihr.
[0021] Grund für den vorgenannten Bewegungsablauf ist zweckmäßigerweise das Vorhandensein
einer im Verstellweg des Betätigungselementes angeordneten Anschlagfläche, die die
Softstartstellung definiert.
[0022] Das Betätigungselement ist vorzugsweise als Betätigungskolben ausgebildet. Alternativ
wäre allerdings auch beispielsweise eine Realisierung als Betätigungsmembran denkbar.
[0023] Zweckmäßigerweise ist das Hauptventilglied durch eine bevorzugt mechanische Rückstellfedereinrichtung
in die Grundstellung vorgespannt. Nach dem Umschalten in die Softstartstellung ist
die Rückstellfedereinrichtung um einen gewissen Betrag komprimiert, wobei sich der
Komprimierungsgrad bis zum Erhalt der Arbeitsstellung noch weiter verstärkt. Nach
einer Deaktivierung des Vorsteuerventils sorgt die Rückstellfedereinrichtung für eine
Rückstellung des Hauptventilgliedes in die Grundstellung.
[0024] Die Beaufschlagung der ersten Betätigungsfläche mit dem Vorsteuerdruck erfolgt zweckmäßigerweise
direkt über einen von dem Vorsteuerventil beherrschten Vorsteuerkanal. Die Beaufschlagung
der zweiten Betätigungsfläche erfolgt zweckmäßigerweise über einen von dem Vorsteuerkanal
abgezweigten Umschaltkanal, in dessen Verlauf das Umschaltventil eingeschaltet ist,
welches in der Lage ist, den Umschaltkanal entweder abzusperren oder freizuschalten.
[0025] Das Umschaltventil enthält zweckmäßigerweise ein bewegliches Umschaltventilglied.
Dieses wird auf der Basis des Sekundärdruckes angesteuert und betätigt. Eine bei Bedarf
direkte Beaufschlagung durch den Sekundärdruck kann beispielsweise mittels eines Abgriffskanals
geschehen, der an den Sekundärkanal oder an den zwischen dem Sekundärkanal und den
Drosselmitteln verlaufenden Kanalast des Softstartkanals angeschlossen ist.
[0026] Die Ventileinrichtung kann ausschließlich aus dem Softstartventil bestehen. Das Softstartventil
kann als Einzelventil betrieben werden und beispielsweise auch als Einschaltventil
innerhalb eines zur Druckluftaufbereitung eingesetzten sogenannten Wartungsgerätes.
[0027] Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung enthält die Ventileinrichtung zusätzlich
zu dem Softstartventil einen das Softstartventil tragenden Fluidverteiler, der außerdem
noch mit mehreren Steuerventilen bestückt ist, die aus einem Verteiler-Speisekanal
des Fluidverteilers heraus gemeinsam mit Druckmedium versorgt werden. Das Softstartventil
ist in diesem Fall so installiert, dass sein Sekundärkanal mit dem Verteiler-Speisekanal
kommuniziert und somit ein kontrollierter Druckaufbau in dem Verteiler-Speisekanal
durchgeführt werden kann. Der Primärkanal kann hierbei mit einem zur Außenfläche des
Fluidverteilers ausmündenden Verteiler-Versorgungskanal verbunden sein, über den der
Anschluss der den Primärdruck liefernden Druckquelle stattfinden kann. Es besteht
jedoch auch die Möglichkeit, die Druckquelle unmittelbar an eine entsprechende Ausmündung
des Primärkanals am Softstartventil anzuschließen.
[0028] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert.
In dieser zeigen:
- Figur 1
- in perspektivischer Darstellung eine bevorzugte Ausführungsform der mit einem Softstartventil
ausgestatteten erfindungsgemäßen Ventileinrichtung,
- Figur 2
- die Ventileinrichtung aus Figur 1 im Bereich des Softstartventils im Querschnitt gemäß
Schnittlinie II-II, wobei das Hauptventil bei Einnahme der Grundstellung gezeigt ist,
- Figur 3
- eine Darstellung vergleichbar Figur 2, wobei das Hauptventil bei Einnahme der Softstartstellung
gezeigt ist, und
- Figur 4
- eine Darstellung vergleichbar der Figur 2, wobei das Hauptventil bei Einnahme der
Arbeitsstellung gezeigt ist.
[0029] In Figuren 2 bis 4 sind die innerhalb des Softstartventils verlaufenden Kanäle der
besseren Übersichtlichkeit wegen teilweise nur als gepunktete oder durchgezogene Linien
abgebildet. Die durchgezogenen Linien repräsentieren dabei Kanäle, die momentan unter
Druck stehen.
[0030] Die aus der Zeichnung ersichtliche, in ihrer Gesamtheit mit Bezugsziffer 6 bezeichnete
Ventileinrichtung ist als Ventilbatterie ausgebildet, die einen einstückigen oder,
vorzugsweise, modularen Fluidverteiler 7 enthält, der mit einer Mehrzahl von elektrisch
betätigbaren Steuerventilen 8 bestückt ist.
[0031] Die Steuerventile 8 sitzen auf in der Zeichnung von ihnen abgedeckten Bestückungsflächen,
an denen im Fluidverteiler 7 verlaufende Kanäle ausmünden, die mit den nicht weiter
ersichtlichen Ventilkanälen der Steuerventile 8 in an sich bekannter Weise verbunden
sind.
[0032] Die im Fluidverteiler 7 verlaufenden Kanäle enthalten einen sich längs des Fluidverteilers
7 erstreckenden Verteiler-Speisekanal 12 sowie zwei dazu parallele erste beziehungsweise
zweite Verteiler-Entlastungskanäle 13, 14. Diese Kanäle 12, 13, 14 stehen im Bereich
der erwähnten Bestückungsflächen mit jedem der Steuerventile 8 in Fluidverbindung.
Bei den Verteiler-Entlastungskanälen 13, 14 handelt es sich im Falle eines Betriebes
mit Druckluft um Entlüftungskanäle.
[0033] Von jedem Bestückungsplatz gehen ein den Fluidverteiler 7 durchsetzender erster und
zweiter Verteiler-Arbeitskanal 15, 16 ab, an die nicht weiter dargestellte Verbraucher
anschließbar sind, beispielsweise mittels Fluidkraft zu betätigende Antriebe. Die
Fluidbeaufschlagung der Verteiler-Arbeitskanäle 15, 16 wird von den Steuerventilen
8 vorgegeben, die über eine nur schematisch angedeutete, im Fluidverteiler 7 verlaufende
elektrische Signalübertragungseinrichtung 17 elektrisch ansteuerbar sind.
[0034] Der Fluidverteiler 7 ist zusätzlich zu den Steuerventilen 8 mit mindestens einem
Softstartventil 21 ausgestattet. Dessen bevorzugter Aufbau ist insbesondere aus Figuren
2 bis 4 ersichtlich. Es ist zweckmäßigerweise an einer außen am Fluidverteiler 7 befindlichen
Bestückungsfläche 18 in bevorzugt lösbarer Weise angebracht. Eine direkte Integration
in den Fluidverteiler 7 wäre jedoch ebenfalls möglich.
[0035] Die Bestückungsfläche 18 für das Softstartventil 21 schließt sich zweckmäßigerweise
an die Reihe nebeneinanderliegender Bestückungsflächen für die Steuerventile 8 an,
insbesondere in einer gemeinsamen Ebene liegend.
[0036] An der Bestückungsfläche 18 für das Softstartventil 21 befindet sich eine vergleichbare
Konstellation von Mündungen der im Fluidverteiler 7 verlaufenden Kanäle, wie an den
Bestückungsflächen für die Steuerventile 8. Somit kann die Bestückungsfläche 18 wahlweise
für die Bestückung mit einem Softstartventil 21 oder mit mindestens einem Steuerventil
8 genutzt werden. Bei Bedarf kann auch ein Adapter zwischengeschaltet werden.
[0037] Bei einer Bestückung mit einem Softstartventil 21 fungiert der eine Verteiler-Arbeitskanal
15 als Verteiler-Versorgungskanal 22, über den das für den Betrieb der Ventileinrichtung
benötigte Druckmedium von außen her zuführbar ist. Der Verteiler-Versorgungskanal
22 endet an der der Bestückungsfläche 18 entgegengesetzten Seite mit einer Einspeiseöffnung
23 zu einer gut zugänglichen Außenfläche des Fluidverteilers 7. An diese Einspeiseöffnung
23 kann mittels geeigneter Befestigungsmittel eine Fluidleitung angeschlossen werden,
die eine Verbindung zu einer Druckquelle herstellt, welche das erwähnte Druckmedium
liefert. Das eingespeiste Druckmedium steht unter einem von der Druckquelle oder einem
dieser nachgeschalteten Druckregler vorgegebenen Druck, der im Folgenden als Primärdruck
bezeichnet sei.
[0038] Bei entsprechender Ausgestaltung des Softstartventils 21 könnte auch der andere Verteiler-Arbeitskanal
16 alternativ oder zusätzlich als Verteiler-Versorgungskanal 22 eingesetzt werden.
[0039] Mit Hilfe des Softstartventils 21 ist es möglich, bei Inbetriebnahme der Ventileinrichtung
6 einen langsamen, sanften Druckaufbau in dem die Steuerventile 8 versorgenden Verteiler-Speisekanal
12 hervorzurufen. Der Verteiler-Speisekanal 12 wird nicht in konventioneller Weise
direkt über eine Anschlussöffnung von einer Außenfläche des Fluidverteilers 7 her
mit Druckmedium versorgt, sondern aus dem Verteiler-Versorgungskanal 22 über das Softstartventil
21 hinweg.
[0040] Das Softstartventil 21 ist funktionell in mehrere Einzelventile unterteilt, die jedoch
unter Bildung des Softstartventils 21 zu einer einheitlich handhabbaren Baugruppe
zusammengefasst sind. Das Softstartventil 21 enthält in diesem Sinne ein Hauptventil
24, ein Vorsteuerventil 25 und ein Umschaltventil 26.
[0041] Aktiviert wird das Softstartventil 21 durch das Vorsteuerventil 25, das zum einen
direkt und zum anderen, unter Zwischenschaltung des Umschaltventils 26, indirekt fluidisch
auf das Hauptventil 24 einwirken kann, um jeweils eine von insgesamt drei möglichen
Schaltstellungen des Hauptventils 24 vorzugeben. Das Vorsteuerventil 25 ist vom elektrisch
betätigbaren Typ und verfügt über eine elektrische Schnittstelle 27, über die es mit
den erforderlichen elektrischen Betätigungssignalen versorgt werden kann. Abweichend
von der beim Ausführungsbeispiel vorgesehenen, von der elektrischen Signalübertragungseinrichtung
17 unabhängigen elektrischen Versorgung des Vorsteuerventils 25, kann dieses bei einer
abgewandelten Ausführungsform auch an die elektrische Signalübertragungseinrichtung
17 angeschlossen sein.
[0042] Das Hauptventil 24 verfügt über ein längliches Ventilgehäuse 28, in dem ein länglicher,
eine Ventilgliedaufnahme 32 definierender Hohlraum ausgebildet ist. Die Ventilgliedaufnahme
32 enthält ein längliches, in Richtung seiner Längsachse 31 linear verschiebbares
Hauptventilglied 33. Mit der hieraus resultierenden, durch einen Doppelpfeil angedeuteten
Umschaltbewegung 34 kann das Hauptventilglied 33 und mithin das Hauptventil 24 zwischen
insgesamt drei noch näher zu erläuternden Schaltstellungen umgeschaltet werden. Das
Hauptventilglied 33 ist insbesondere nach Art eines Ventilschiebers konzipiert.
[0043] Durch in der Ventilgliedaufnahme 32 gehäusefest angeordnete Abdichtmittel 35, die
beispielhaft aus mehreren mit axialem Abstand zueinander angeordneten ringförmigen
Dichtelementen bestehen, welche das Hauptventilglied 33 koaxial umschließen, wird
die Ventilgliedaufnahme 32 in eine Mehrzahl axial aufeinanderfolgender Abschnitte
36a, 36b, 36c unterteilt, von denen jeweils ein das Ventilgehäuse 28 durchsetzender
Ventilkanal abgeht. Diese Ventilkanäle beinhalten einen mit dem Verteiler-Versorgungskanal
22 kommunizierenden Primärkanal 1, einen mit dem Verteiler-Speisekanal 12 kommunizierenden
Sekundärkanal 2 und einen innerhalb des Ventilgehäuses 28 mit dem Sekundärkanal 2
verbundenen Softstartkanal 3. Die Verbindung mit dem Verteiler-Versorgungskanal 22
und dem Verteiler-Speisekanal 12 geschieht dadurch, dass Primärkanal 1 und Sekundärkanal
2 zu einer außen am Ventilgehäuse 28 angeordneten Installationsfläche 37 ausmünden,
mit der das Softstartventil 21 an die Bestückungsfläche 18 angesetzt ist. Die Kanalmündungen
an der Installationsfläche 37 sind so verteilt, dass sie zuordnungsrichtig mit den
Kanalmündungen der Verteilerkanäle fluchten.
[0044] Der mit dem Primärkanal 1 kommunizierende erste Abschnitt 36a der Ventilgliedaufnahme
32 liegt axial zwischen dem mit dem Sekundärkanal 2 kommunizierenden zweiten Abschnitt
36b und dem mit dem Softstartkanal 3 kommunizierenden dritten Abschnitt 36c.
[0045] In den Verlauf des Softstartkanals 3 sind Drosselmittel 38 eingeschaltet. Sie begrenzen
den Fluidurchfluss durch den Softstartkanal 3 entsprechend der vorgegebenen Drosselungsintensität.
Vorzugsweise sind sie in ihrer Drosselungsintensität verstellbar ausgebildet, sodass
die Durchflussrate des Softstartkanals 3 variabel vorgegeben werden kann.
[0046] Exemplarisch enthalten die Drosselmittel 38 eine von einer Außenfläche des Ventilgehäuses
28 her zugängliche Drosselschraube 38a.
[0047] Der innerhalb der Abschnitte 36a, 36b, 36c liegende Längenabschnitt des Hauptventilgliedes
33 bildet einen mit den Abdichtmitteln 35 kooperierenden Steuerabschnitt 42. Er ist
in seiner Längsrichtung abgestuft und enthält abwechselnd angeordnete Bereiche größeren
und kleineren Durchmessers. Je nachdem, ob ein Bereich größeren Durchmessers oder
ein Bereich kleineren Durchmessers auf gleicher axialer Höhe mit einem der Dichtelemente
angeordnet ist, werden die jeweils axial beidseits des entsprechenden Dichtelementes
angeordneten Abschnitte der Ventilgliedaufnahme 32 voneinander abgetrennt oder fluidisch
miteinander verbunden.
[0048] An den Steuerabschnitt 32 schließt sich auf der Seite des dritten Abschnittes 36c
ein Antriebsabschnitt 43 des Hauptventilgliedes 33 an. An diesem greift eine Rückstellfedereinrichtung
44 an, die das Hauptventilglied 33 in Richtung einer aus Figur 2 ersichtlichen Grundstellung
vorspannt.
[0049] Die Rückstellfedereinrichtung 44 ist bevorzugt als Druckfedereinrichtung ausgebildet,
die den Antriebsabschnitt 43 zweckmäßigerweise koaxial umschließt. Sie stützt sich
einenends - in der Zeichnung mit ihrem rechten Ende - am Ventilgehäuse 28 ab und andernends
- mit ihrem in der Zeichnung links liegenden Ende - am Hauptventilglied 33. Somit
ist das Hauptventilglied 33 durch die Federkraft ständig, in der Zeichnung nach links
gerichtet, beaufschlagt.
[0050] Unter Ausführung seiner Umschaltbewegung 34 kann das Hauptventilglied 33 wahlweise
in der aus Figur 2 ersichtlichen Grundstellung, in der aus Figur 3 ersichtlichen Softstartstellung
oder in der aus Figur 4 ersichtlichen Arbeitsstellung positioniert werden. Diese Stellungen
unterscheiden sich in einer unterschiedlichen Verschaltung der Ventilkanäle 1, 2,
3 durch den Steuerabschnitt 42.
[0051] In der aus Figur 2 ersichtlichen Grundstellung ist der Sekundärkanal 2 vom benachbarten
Primärkanal 1 abgetrennt. Der Primärkanal 1 führt, wie der ständig mit ihm kommunizierende
Verteiler-Versorgungskanal 22, ein unter dem Primärdruck stehendes Druckmedium.
[0052] Von Vorteil ist es, wenn der Sekundärkanal 2 in der Grundstellung mit einem Entlastungskanal
4 des Hauptventils 33 verbunden ist. Wird als Druckmedium Druckluft eingesetzt, wie
dies beim Ausführungsbeispiel der Fall ist, bildet der Entlastungskanal 4 einen zu
einer Außenfläche des Ventilgehäuses 28 ausmündenden Entlüftungskanal, an den ein
Schalldämpfer 45 angeschlossen sein kann.
[0053] Es ist zweckmäßig, wenn der Entlastungskanal 4 in koaxialer Verlängerung der Ventilgliedaufnahme
32 an einer Stirnseite des Ventilgehäuses 28 ausmündet. Alternativ oder zusätzlich
besteht auch die Möglichkeit, den Entlastungskanal 4 so zu der Installationsfläche
37 zu führen, dass er mit einem der Verteiler-Entlastungskanäle 13 oder 14 kommuniziert
und eine zusätzliche oder ausschließliche Druckentlastung über den Fluidverteiler
7 stattfinden kann.
[0054] Der Primärkanal 1 ist in der Grundstellung auch von dem Softstartkanal 3 abgetrennt.
[0055] In der Softstartstellung steht der Sekundärkanal 2 ausschließlich über den Softstartkanal
3, und somit über die Drosselmittel 38 hinweg, mit dem Primärkanal 1 in Verbindung.
Die Verbindung wird zwischen dem ersten und dritten Abschnitt 36a, 36c freigeschaltet.
Eine direkte Verbindung zwischen Primärkanal 1 und Sekundärkanal 2, unter Umgehung
des Softstartkanals 3, liegt nicht vor. Der Sekundärkanal 2 ist außerdem auch vom
Entlastungskanal 4 abgetrennt.
[0056] In der aus Figur 4 ersichtlichen Arbeitsstellung schließlich liegt über die beiden
direkt miteinander verbundenen ersten und zweiten Abschnitte 36a, 36b der Ventilgliedaufnahme
32 eine direkte Verbindung zwischen Primärkanal 1 und Sekundärkanal 2 vor, unter Umgehung
der Drosselmittel 38 und mithin des Softstartkanals 3. Es ist jedoch möglich, die
Verbindung über den Softstartkanal 3 als parallele Verbindung zusätzlich beizubehalten,
wie dies beim Ausführungsbeispiel der Fall ist. Über die direkte Verbindung ist ein
höherer Fluiddurchfluss zwischen Primärkanal 1 und Sekundärkanal 2 möglich als über
den Softstartkanal 3.
[0057] Der Entlastungskanal 4 ist in der Arbeitsstellung weiterhin von allen anderen Ventilkanälen
abgetrennt.
[0058] Zu dem Hauptventil 24 gehören eine erste (46) und eine zweite (47) Betätigungsfläche,
die jeweils antriebsmäßig mit dem Hauptventilglied 33 zusammenwirken.
[0059] Die erste Betätigungsfläche 46 befindet sich an einem bezüglich des Hauptventilgliedes
33 eigenständigen Betätigungselement 48, das exemplarisch nach Art eines Betätigungskolbens
ausgebildet ist und das axial im Anschluss an den Antriebsabschnitt 43 des Hauptventilgliedes
33 in der Ventilgliedaufnahme 32 aufgenommen ist. Die erste Betätigungsfläche 46 weist
axial vom Hauptventilglied 33 weg, in der Zeichnung nach links.
[0060] Das Betätigungselement 48 ist in Richtung der Längsachse 31 des Hauptventilgliedes
33 gleitverschieblich in einer vom Endabschnitt der Ventilgliedaufnahme 32 gebildeten
Aufnahmekammer 52 untergebracht. Mit deren Umfangswandung steht es in Dichtkontakt.
Die Stirnflächen der Aufnahmekammer 52 bilden eine dem Hauptventilglied 33 zugewandte
erste Anschlagfläche 53 und eine entgegengesetzt orientierte zweite Anschlagfläche
54 für das Betätigungselement 48, die dessen Verstellweg begrenzen.
[0061] Anstelle als Betätigungskolben könnte das Betätigungselement 48 beispielsweise auch
als Betätigungsmembran ausgeführt sein.
[0062] Die zweite Betätigungsfläche 47 ist axial fest am Hauptventilglied 33 angeordnet.
Sie macht daher jede Linearbewegung des Hauptventilgliedes 33 mit. Sie weist in die
gleiche Richtung wie die erste Betätigungsfläche 46, vorliegend also weg vom Steuerabschnitt
42.
[0063] Bevorzugt befindet sich die zweite Betätigungsfläche 47 an der dem Betätigungselement
48 zugewandten Stirnfläche des Hauptventilgliedes 33. Beim Ausführungsbeispiel ist
dies der Fall.
[0064] Wenn das Hauptventilglied 33 linear verlagert wird, kann es mit seinem die zweite
Betätigungsfläche 47 aufweisenden Endabschnitt in die Aufnahmekammer 42 eintauchen
(Figur 2). Darüber hinaus kann das Hauptventilglied 33 die aus Figuren 3 und 4 hervorgehenden
Stellungen einnehmen, bei denen es komplett aus der Aufnahmekammer 52 herausgefahren
ist und sich sein die zweite Betätigungsfläche 47 aufweisender Endabschnitt in einem
sich an die Aufnahmekammer 52 anschließenden Längenabschnitt 55 der Ventilgliedaufnahme
32 befindet, deren Querschnitt geringer ist als derjenige der Aufnahmekammer 52. Dementsprechend
ist die zweite Betätigungsfläche 47 zweckmäßigerweise kleiner als die erste Betätigungsfläche
46.
[0065] Solange das Hauptventilglied 33 in die Aufnahmekammer 52 hineinragt, ist eine in
Richtung der Umschaltbewegung 34 orientierte Kraftübertragung zwischen Hauptventilglied
33 und Betätigungselement 48 möglich. Diese beiden Teile liegen jedoch nur lose aneinander
an, sodass lediglich drückende Stellkräfte übertragbar sind. Dies schafft andererseits
für das Hauptventilglied 33 die Möglichkeit, von dem Betätigungselement 48 abzuheben
und sich von diesem zu entfernen, wobei sich dann gleichzeitig der Abstand zwischen
den beiden Betätigungsflächen 46, 47 verändert.
[0066] Jedenfalls verfügt das Hauptventilglied 33 über eine dem Betätigungselement 48 zugewandte
und insbesondere von der Stirnfläche des Hauptventilgliedes 33 gebildete Beaufschlagungsfläche
56, die durch das Betätigungselement 48 mechanisch beaufschlagbar ist.
[0067] Die oben erwähnte Rückstellfedereinrichtung 44 ist örtlich zwischen einerseits den
beiden Betätigungsflächen 46, 47 und andererseits dem Steuerabschnitt 42 auf dem Antriebsabschnitt
43 des Hauptventilgliedes 33 untergebracht.
[0068] Zur Vereinfachung der Montage der Rückstellfedereinrichtung 44 kann das Hauptventilglied
33 mehrteilig ausgeführt sein. Bevorzugt verfügt es an seinem dem Betätigungselement
48 zugewandten Endabschnitt über ein aufgestecktes und insbesondere aufgepresstes,
bevorzugt hülsenförmiges Kopfstück 57, an dem sich die Rückstellfedereinrichtung 44
abstützen kann und das unter Vermittlung einer von ihm getragenen ringförmigen Dichtung
58 in dem Längenabschnitt 55 der Ventilgliedaufnahme 32 gleitverschieblich gelagert
ist. Das Kopfstück 57 kann zumindest einen Abschnitt der zweiten Betätigungsfläche
47 aufweisen.
[0069] Das Betätigungselement 48 unterteilt die Aufnahmekammer 52 in eine auf der dem Hauptventilglied
33 entgegengesetzten Seite liegende erste Betätigungskammer 62 und eine auf der dem
Hauptventilglied 33 zugewandten Seite liegende zweite Betätigungskammer 63. Die erste
Betätigungskammer 62 ist gegenüberliegend dem Betätigungselement 48 durch die erste
Anschlagfläche 53 begrenzt. Die zweite Betätigungskammer 63 verfügt axial gegenüberliegend
des Betätigungselementes 48 über eine von der zweiten Anschlagfläche 54 gebildete
starre Begrenzungswand und außerdem über eine axial bewegliche Begrenzungswand, die
von dem Hauptventilglied 33 beziehungsweise dessen zweiter Betätigungsfläche 47 gebildet
ist. Bei entsprechender Stellung des Hauptventilgliedes 33 kann sich somit die zweite
Betätigungskammer 63 ein Stückweit in den Längenabschnitt 55 hinein erstrecken, wie
dies aus Figur 4 ersichtlich ist.
[0070] Ein von dem mit dem Primärkanal 1 verbundenen zweiten Abschnitt 36b der Ventilgliedaufnahme
32 abzweigender fluidischer Vorsteuerkanal 64 mündet andernends in die erste Betätigungskammer
62. In den Verlauf dieses Vorsteuerkanals 64 ist das Vorsteuerventil 65 eingeschaltet,
sodass der Vorsteuerkanal 64 in einen mit dem Primärkanal 1 kommunizierenden Vorsteuer-Speisekanal
64a und einen mit der ersten Betätigungskammer 62 kommunizierenden Vorsteuer-Arbeitskanal
64b unterteilt ist.
[0071] Bei dem Vorsteuerventil 25 handelt es sich insbesondere um ein 3/2-Wegeventil, das
in der Lage ist, den Vorsteuer-Arbeitskanal 64b entweder mit dem Vorsteuer-Speisekanal
64a oder mit einem zur druckmäßigen Entlastung dienenden Vorsteuer-Entlüftungskanal
65 zu verbinden. Letzterer kann über das Gehäuse des Vorsteuerventils 25 unmittelbar
zur Atmosphäre ausmünden, wie dies beim Ausführungsbeispiel der Fall ist. Möglich
ist allerdings auch eine Entlüftung über einen im Fluidverteiler 7 verlaufenden Verteiler-Entlüftungskanal.
[0072] Das Umschaltventil 26 enthält ein bevorzugt linear, gemäß Doppelpfeil 66 bewegliches
Umschaltventilglied 67. Eine bevorzugt mechanische Federeinrichtung 68 erzeugt eine
Federkraft, durch die das Umschaltventilglied 67 in Richtung einer in Figuren 2 und
3 vorliegenden Ausgangsstellung vorgespannt ist. Die Ausgangsstellung ist durch die
Anlage des Umschaltventilgliedes 67 an einer gehäusefesten Anschlagfläche 72 vorgegeben.
Anstelle der mechanischen Federeinrichtung 68 könnte auch eine Gasfedereinrichtung,
insbesondere eine Luftfedereinrichtung, eingesetzt werden.
[0073] Gemeinsam mit dem es umschließenden Gehäuseabschnitt begrenzt das Umschaltventilglied
67 axial eine Steuerkammer 73, die über einen das Softstartventil 21 durchsetzenden
Abgriffskanal 74 ständig mit dem Sekundärkanal 2 verbunden ist. Diese Verbindung kann
direkt erfolgen oder durch einen Anschluss des Abgriffskanals 74 an den zwischen den
Drosselmitteln 38 und dem Sekundärkanal 2 verlaufenden Kanalast des Softstartkanals
3.
[0074] Somit herrscht in der Steuerkammer 73 ständig der aktuelle Sekundärdruck. Dieser
übt auf das Umschaltventilglied 67 eine der Federkraft der Federeinrichtung 68 entgegengesetzte
Umschaltkraft F
u aus.
[0075] Das Umschaltventil 26 ist in der Lage, den Fluiddurchgang durch einen Umschaltkanal
75 zu steuern, über den der Vorsteuer-Arbeitskanal 64b mit der zweiten Betätigungskammer
63 verbunden ist. In der Ausgangsstellung des Umschaltventilgliedes 67 ist die Verbindung
unterbrochen. Ist das Umschaltventilglied 67 durch eine ausreichend hohe Umschaltkraft
F
U in die aus Figur 4 ersichtliche Umschaltstellung verlagert, ist der Fluiddurchgang
durch den Umschaltkanal 75 freigegeben.
[0076] Eine typische Betriebsweise der Ventileinrichtung 6 stellt sich wie folgt dar.
[0077] Es sei angenommen, dass das Vorsteuerventil 25 deaktiviert ist und sich das Hauptventilglied
33 in der Grundstellung befindet. Dadurch ist der Sekundärkanal 2 und mithin der mit
diesem verbundene Verteiler-Speisekanal 12 drucklos. Über die Einspeiseöffnung 23
wird unter einem Primärdruck stehendes Druckmedium eingespeist, das auch in dem Vorsteuer-Speisekanal
64a anliegt. Die beiden Betätigungskammern 62, 63 sind über das Vorsteuerventil 25
entlüftet. Dieser Grundzustand geht aus Figur 2 hervor.
[0078] Zum Einschalten der Ventileinrichtung 6 wird das Vorsteuerventil 25 über ein zugeführtes
elektrisches Steuersignal betätigt. Das Vorsteuerventil 25 öffnet den Durchgang durch
den Vorsteuerkanal 64, sodass ein dem Primärdruck entsprechendes fluidisches Vorsteuersignal
in die erste Betätigungskammer 62 eingespeist wird und die erste Betätigungsfläche
46 beaufschlagt. Durch die hieraus resultierende Stellkraft wird das Betätigungselement
48 bis zur Anlage an der zweiten Anschlagfläche 54 verlagert, wobei es das Hauptventilglied
33 unter Überwindung der Federkraft der Rückstellfedereinrichtung 44 mitnimmt. Hat
das Betätigungselement 48 die zweite Anschlagfläche 54 erreicht, befindet sich das
Hauptventilglied 33 in der aus Figur 3 ersichtlichen Softstartstellung.
[0079] Das bisher noch die Ausgangsstellung einnehmende Umschaltventilglied 67 hält hierbei
die zweite Betätigungskammer 63 von dem Vorsteuerkanal 64 abgetrennt.
[0080] Beginnend mit dem Umschalten in die Softstartstellung beginnt eine eine gewisse Zeit
andauernde Softstartphase. Diese ist dadurch gekennzeichnet, dass über den freigeschalteten
Softstartkanal 3 mit gedrosseltem Durchfluss Druckmedium in den Sekundärkanal 2 einströmt,
sodass der darin herrschende Sekundärdruck allmählich ansteigt. Der Gradient des Druckanstieges
lässt sich über die Einstellung der Drosselmittel 38 variieren.
[0081] Über den Abgriffskanal 74 steht der aktuelle Sekundärdruck auch in der Steuerkammer
73 des Umschaltventils 26 an. Mit zunehmendem Anstieg des Sekundärdruckes steigt dementsprechend
die Umschaltkraft F
U, was so lange keine Auswirkung zeitigt, solange ein durch die Federeinrichtung 68
definierter Schwellwert nicht erreicht ist.
[0082] Ist dieser Schwellwert erreicht, endet die Softstartphase. Die Umschaltkraft Fu ist
nun ausreichend groß, um das Umschaltventilglied 67 in die aus Figur 4 ersichtliche
Umschaltstellung zu verlagern, was zur Folge hat, dass das fluidische Vorsteuersignal
über den nun geöffneten Umschaltkanal 75 hindurch auch in der zweiten Betätigungskammer
63 und mithin in der zweiten Betätigungsfläche 47 ansteht. Als Folge hiervon verlagert
sich das Hauptventilglied 33 weiter bis in die aus Figur 4 ersichtliche Arbeitsstellung,
wobei das Betätigungselement 48 an Ort und Stelle verharrt. Da der Querschnitt des
Längenabschnittes 55 kleiner ist als derjenige der ersten Betätigungskammer 62, wirkt
an dem Betätigungselement 48 eine Differenzkraft, die es in Anlage an der zweiten
Anschlagfläche 54 hält.
[0083] Durch das Umschalten in die Arbeitsstellung wird der Sekundärkanal 2 über den durch
das Hauptventilglied 63 freigeschalteten großen Strömungsquerschnitt mit Druckmedium
versorgt, sodass der Sekundärdruck in kürzester Zeit die Höhe des Primärdruckes erreicht.
[0084] Beim Ausführungsbeispiel wird der im Sekundärkanal 2 herrschende Druck dem Umschaltventil
26 unmittelbar als die Umschaltkraft liefernder Steuerdruck aufgeschaltet. Alternativ
besteht jedoch auch die Möglichkeit, das Umschaltventil 26 elektrisch betätigbar auszubilden,
wobei das elektrische Umschaltsignal unter Mitwirkung eines Drucksensors oder Druckschalters
erzeugt wird, der den Sekundärdruck erfasst.
[0085] Um in die Grundstellung zurückzukehren, ist lediglich das Vorsteuerventil 25 abzuschalten,
sodass der Vorsteuer-Arbeitskanal 64b entlüftet wird. Die Rückstellfedereinrichtung
44 verlagert dann das Hauptventilglied 33 in die Grundstellung zurück.
[0086] Die Federeinrichtung 68 ist zweckmäßigerweise hinsichtlich ihrer Federkraft einstellbar
ausgebildet. Hierzu kann ein Drehknopf 76 oder eine andere geeignete Handhabe vorhanden
sein.
[0087] Ein Vorteil des geschilderten Ventilaufbaus liegt in der Unempfindlichkeit des Softstartventils
gegenüber Druckschwankungen im Primärkanal 1 oder Sekundärkanal 2. Sollte wegen eines
Druckabfalls die Umschaltkraft F
U so weit absinken, dass das Umschaltventil 26 in die Ausgangsstellung umschaltet,
wirkt sich dies auf die Arbeitsstellung des Hauptventilgliedes 33 nicht aus, weil
das in der zweiten Betätigungskammer 63 befindliche Vorsteuerfluid eingesperrt bleibt
und nicht entweichen kann.
[0088] Die Ventileinrichtung 6 lässt sich sowohl mit gasförmigen als auch mit flüssigen
Medien betreiben. Bevorzugt kommt Druckluft zur Anwendung.
1. Ventileinrichtung mit Softstartfunktion, mit einem Softstartventil (21), das Folgendes
aufweist:
- ein zwischen einer Grundstellung, einer Softstartstellung und einer Arbeitsstellung
umschaltbares Hauptventil (24), das in der Grundstellung einen Sekundärkanal (2) von
einem ein unter einem Primärdruck stehendes Druckmedium führenden Primärkanal (1)
abtrennt, das in der Softstartstellung den Sekundärkanal (2) über einen Drosselmittel
(38) enthaltenden Softstartkanal (3) hinweg mit dem Primärkanal (1) verbindet, und
das in der Arbeitsstellung unter Umgehung der Drosselmittel (38) eine Verbindung zwischen
Sekundärkanal (2) und Primärkanal (1) freischaltet,
- ein zur Beeinflussung der Schaltstellung des Hauptventils (24) vorgesehenes Vorsteuerventil
(25), bei dessen Betätigung ein fluidisches Vorsteuersignal erzeugt wird, das eine
erste Betätigungsfläche (46) des Hauptventils (24) beaufschlagt, um das Hauptventil
(24) aus der Grundstellung in die Softstartstellung umzuschalten, und
- ein durch den im Sekundärkanal (2) herrschenden Sekundärdruck betätigbares Umschaltventil
(26), das bei einer vorbestimmten Höhe des Sekundärdruckes das vom Vorsteuerventil
(25) erzeugte fluidische Vorsteuersignal einer zweiten Betätigungsfläche (47) des
Hauptventils (24) aufschaltet, um das Hauptventil (24) aus der Softstartstellung in
die Arbeitsstellung umzuschalten.
2. Ventileinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sekundärkanal (2) in der Grundstellung des Hauptventils (24) mit einem Entlastungskanal
(4) verbunden ist.
3. Ventileinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drosselmittel (38) in ihrer Drosselungsintensität einstellbar ausgebildet sind.
4. Ventileinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Hauptventil (24), das Vorsteuerventil (25) und das Umschaltventil (26) zu einer
Baugruppe zusammengefasst sind.
5. Ventileinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorsteuerventil (25) ein Magnetventil ist.
6. Ventileinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Betätigungsflächen (46, 47) in die gleiche Richtung weisen.
7. Ventileinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die drei Schaltstellungen des Hauptventils (24) durch entsprechende Schaltstellungen
eines beweglichen Hauptventilgliedes (33) vorgegeben sind, wobei die erste und die
zweite Betätigungsfläche (46, 47) jeweils ausgebildet ist, um antriebsmäßig mit dem
Hauptventilglied (33) zusammenzuwirken.
8. Ventileinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Betätigungsfläche (46) an einem bezüglich des Hauptventilgliedes (33) separaten
Betätigungselement (48) ausgebildet ist, das bei Beaufschlagung durch das fluidische
Vorsteuersignal unter Mitnahme des Hauptventilgliedes (33) bis zur Anlage an einer
die Softstartstellung vorgebenden Anschlagfläche (54) verlagerbar ist, wobei sich
das Hauptventilglied (33) von dem Betätigungselement (48) entfernt, wenn es anschließend
durch die Fluidbeaufschlagung der zweiten Betätigungsfläche (47) bis in die Arbeitsstellung
weiterbewegt wird, wobei das Betätigungselement (48) zweckmäßigerweise axial im Anschluss
an das linear verschiebbare Hauptventilglied (33) angeordnet ist und in einer lediglich
die Übertragung drückender Stellkräfte erlaubenden Weise lose am Hauptventilglied
(33) anliegt.
9. Ventileinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (48) kolbenartig ausgebildet ist.
10. Ventileinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Betätigungsfläche (47) fest am Hauptventilglied (33) angeordnet ist.
11. Ventileinrichtung nach Anspruch 10 in Verbindung mit einem der Ansprüche 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass sich die zweite Betätigungsfläche (47) von der ersten Betätigungsfläche (46) entfernt,
wenn das Hauptventil (24) aus der Softstartstellung in die Arbeitsstellung umgeschaltet
wird.
12. Ventileinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, gekennzeichnet durch eine das Hauptventilglied (33) in die Grundstellung vorspannende Rückstellfedereinrichtung
(44), die zweckmäßigerweise axial zwischen einerseits den beiden Betätigungsflächen
(46, 47) und andererseits dem die Schaltstellungen vorgebenden Steuerabschnitt (42)
des Hauptventilgliedes (33) koaxial auf dem Hauptventilglied (33) angeordnet ist.
13. Ventileinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Betätigungsfläche (46) eine erste Betätigungskammer (62) begrenzt, die
mit einem das fluidische Vorsteuersignal liefernden, von dem Vorsteuerventil (25)
gesteuerten Vorsteuerkanal (64) kommuniziert.
14. Ventileinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Betätigungsfläche (47) eine zweite Betätigungskammer (63) begrenzt, die
mit einem Umschaltkanal (75) kommuniziert, der mit einem das fluidische Vorsteuersignal
liefernden, von dem Vorsteuerventil (25) gesteuerten Vorsteuerkanal (64) kommuniziert
und in dessen Verlauf das Umschaltventil (26) eingeschaltet ist.
15. Ventileinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Umschaltventil (26) ein durch eine Federkraft in eine Ausgangsstellung vorgespanntes
Umschaltventilglied (67) aufweist, das entgegengesetzt zu der Federkraft von einer
von dem im Sekundärkanal (2) herrschenden Sekundärdruck abhängigen Umschaltkraft beaufschlagt
ist, und das zweckmäßigerweise den Fluiddurchgang durch einen Umschaltkanal (75) steuert,
der einenends mit dem fluidischen Vorsteuersignal des Vorsteuerventils beaufschlagt
ist und andernends zu der zweiten Betätigungsfläche (47) führt, derart, dass der Fluiddurchgang
in der Ausgangsstellung des Umschaltventilgliedes (67) abgesperrt und bei aufgrund
Erreichens eines Sekundärdruckes vorbestimmter Höhe in eine Umschaltstellung ausgelenktem
Umschaltventilglied (67) freigegeben ist.
16. Ventileinrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkraft von einer mechanischen, in ihrer Federkraft insbesondere einstellbaren
Federeinrichtung (68) geliefert wird.
17. Ventileinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der im Sekundärkanal (2) herrschende Sekundärdruck dem Umschaltventil (26) unmittelbar
selbst als zum Hervorrufen der Umschaltkraft dienender Steuerdruck aufgeschaltet ist.
18. Ventileinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, gekennzeichnet durch einen mit mehreren Steuerventilen (8) ausgestatteten Fluidverteiler (7), der einen
Verteiler-Speisekanal (12) und mindestens einen Verteiler-Entlastungskanal (13, 14)
enthält, die jeweils mit den Steuerventilen (8) in Fluidverbindung stehen, und der
mit dem Softstartventil (21) bestückt ist, wobei der Sekundärkanal (2) mit dem Verteiler-Speisekanal
(12) und der Primärkanal (1) mit einem zur Außenfläche des Fluidverteilers (7) ausmündenden
Verteiler-Versorgungskanal (22) verbunden sind.
19. Ventileinrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidverteiler (7) über eine Mehrzahl von Bestückungsflächen verfügt, von denen
jeweils zwei den Fluidverteiler (7) durchsetzende Verteiler-Arbeitskanäle (15, 16)
ausgehen und die zweckmäßigerweise zumindest teilweise wahlweise mit einem Steuerventil
(8) oder mit einem Softstartventil (21) bestückbar sind, wobei mindestens ein Verteiler-Arbeitskanal
(15), im Falle der Bestückung der zugeordneten Bestückungsfläche mit einem Softstartventil
(21), als Verteiler-Versorgungskanal (22) nutzbar ist.
1. Valve unit with soft start function, with a soft-start valve (21) which has the following:
- a main valve (24) switchable between an initial position, a soft start position
and an operating position and which in the initial position separates a secondary
passage (2) from a primary passage (1) conducting a pressure medium under primary
pressure, in the soft start position connects the secondary passage (2) with the primary
passage (1) via a soft start passage (3) containing restrictor means (38), and in
the operating position bypasses the restrictor means (38) to isolate a connection
between the secondary passage (2) and the primary passage (1),
- a pilot valve (25) provided to influence the control position of the main valve
(24) and which on actuation generates a fluidic pilot signal which pressurises a first
actuating face (46) of the main valve (24) in order to switch the main valve (24)
from the initial position into the soft start position, and
- a switching valve (26) which may be actuated by the secondary pressure prevailing
in the secondary passage (2) and which, at a predetermined level of the secondary
pressure, impresses the fluidic pilot signal generated by the pilot valve (25) on
to a second actuating face (47) of the main valve (24), in order to switch the main
valve (24) from the soft start position into the operating position.
2. Valve unit according to claim 1 characterised in that, in the initial position of the main valve (24), the secondary passage (2) is connected
to a relief passage (4).
3. Valve unit according to claim 1 or 2, characterised in that the restrictor means (38) are designed with an adjustable restriction intensity.
4. Valve unit according to any of claims 1 to 3, characterised in that the main valve (24), the pilot valve (25) and the switching valve (26) are combined
in one assembly.
5. Valve unit according to any of claims 1 to 4, characterised in that the pilot valve (25) is a solenoid valve.
6. Valve unit according to any of claims 1 to 5, characterised in that the two actuating faces (46, 47) face in the same direction.
7. Valve unit according to any of claims 1 to 6, characterised in that the three control positions of the main valve (24) are preset by corresponding control
positions of a movable main valve member (33), wherein the first and second actuating
face (46, 47) are each designed for driving interaction with the main valve member
(33).
8. Valve unit according to claim 7, characterised in that the first actuating face (46) is provided on an actuating element (48) separate from
the main valve member (33) and which when acted on by the fluidic pilot signal may
be shifted, accompanied by the main valve member (33), until it makes contact with
a stop face (54) which presets the soft start position, wherein the main valve member
(33) is removed from the actuating element (48) when it is then moved on into the
operating position through fluidic pressurisation by the second actuating face (47),
wherein the actuating element (48) is expediently located axially following the linearly
movable main valve member (33) and fits up loosely against the main valve member (33)
in a manner which only allows the transfer of pressing control forces.
9. Valve unit according to claim 8, characterised in that the actuating element (48) is in a piston-like form.
10. Valve unit according to any of claims 7 to 9, characterised in that the second actuating face (47) is fixed rigidly to the main valve member (33).
11. Valve unit according to claim 10 in combination with any of claims 8 or 9, characterised in that the second actuating face (47) is removed from the first actuating face (46) when
the main valve (24) is switched from the soft start position into the operating position.
12. Valve unit according to any of claims 7 to 11, characterised by a resetting spring device (44) which expediently biases the main valve member (33)
into the initial position and which is expediently located coaxially on the main valve
member (33), axially between on the one hand the two actuating faces (46, 47) and
on the other hand the control section (42) of the main valve member (33) which presets
the control positions.
13. Valve unit according to any of claims 7 to 12, characterised in that the first actuating face (46) bounds a first actuating chamber (62) which communicates
with a pilot passage (64) supplying the pilot signal and controlled by the pilot valve
(25).
14. Valve unit according to any of claims 7 to 13, characterised in that the second actuating face (47) bounds a second actuating chamber (63) which communicates
with a switching passage (75) which communicates with a pilot passage (64) supplying
the pilot signal and controlled by the pilot valve (25), and in the course of which
the switching valve (26) is inserted.
15. Valve unit according to any of claims 1 to 14, characterised in that the switching valve (26) has a switching valve member (67) biased by a spring force
into an initial position and, opposite to the spring force, is acted on by a switching
force dependent on the secondary pressure prevailing in the secondary passage (2),
and expediently controls the passage of fluid through a switching passage (75) which
at one end is acted upon by the fluidic pilot signal of the pilot valve, and at the
other end leads to the second actuating face (47) in such a way that the passage of
fluid is blocked in the initial position of the switching valve member (67), and is
allowed with the reaching of a predetermined level of secondary pressure which deflects
the switching valve member (67) into a switching position.
16. Valve unit according to claim 15, characterised in that the spring force is supplied by a mechanical spring device (68) with in particular
adjustable spring force.
17. Valve unit according to any of claims 1 to 16,characterised in that the secondary pressure prevailing in the secondary passage (2) is itself directly
applied to the switching valve (26) as the control pressure used to generate the switching
force.
18. Valve unit according to any of claims 1 to 17 characterised by a fluid distributor (7), equipped with several control valves (8) and containing
a distributor feed passage (12) and one or more distributor relief passages (13, 14),
each in fluidic connection with the control valves (8), and also equipped with the
soft-start valve (21), wherein the secondary passage (2) is connected to the distributor
feed passage (12), and the primary passage (1) to a distributor supply passage (22)
leading to the outer surface of the fluid distributor (7).
19. Valve unit according to claim 18, characterised in that the fluid distributor (7) has a multiplicity of mounting faces, from which originate
in each case two distributor operating passages (15, 16) passing through the fluid
distributor (7) and expediently capable of being equipped in part either with a control
valve (8) or a soft-start valve (21) wherein, in the case in which the assigned mounting
face is equipped with a soft-start valve (21), at least one distributor operating
passage (15) may be used as the distributor supply passage (22).
1. Ensemble distributeur à fonction de démarrage progressif avec une soupape de démarrage
progressif (21), qui présente les éléments suivants :
- une soupape principale (24) commutable entre une position de base, une position
de démarrage progressif et une position de travail, qui sépare dans la position de
base un canal secondaire (2) d'un canal primaire (1) conduisant un agent de pression
mis sous une pression primaire, qui relie dans la position de démarrage progressif
le canal secondaire (2) au canal primaire (1) par le biais d'un canal de démarrage
progressif (3) contenant des moyens d'étranglement (38) et qui libère dans la position
de travail une liaison entre le canal secondaire (2) et le canal primaire (1) en contournant
les moyens d'étranglement (38),
- une soupape pilote (25) prévue pour influencer la position de commutation de la
soupape principale (24), lors de l'actionnement de laquelle un signal pilote fluidique
est généré, qui sollicite une première surface d'actionnement (46) de la soupape principale
(24) pour commuter la soupape principale (24) de la position de base à la position
de démarrage progressif, et
- une soupape de commutation (26) actionnable par la pression secondaire régnant dans
le canal secondaire (2), qui, lorsque la pression secondaire est à une valeur prédéfinie,
relie le signal pilote fluidique généré par la soupape pilote (25) à une deuxième
surface d'actionnement (47) de la soupape principale (24) pour commuter la soupape
principale (24) de la position de démarrage progressif à la position de travail.
2. Ensemble distributeur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le canal secondaire (2) est relié à un canal de décharge (4) lorsque la soupape principale
(24) est dans la position de base.
3. Ensemble distributeur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les moyens d'étranglement (38) sont réalisés de sorte à pouvoir régler leur intensité
d'étranglement.
4. Ensemble distributeur selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la soupape principale (24), la soupape pilote (25) et la soupape de commutation (26)
sont regroupées en un bloc.
5. Ensemble distributeur selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la soupape pilote (25) est une électrovanne.
6. Ensemble distributeur selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les deux surfaces d'actionnement (46, 47) sont dirigées dans le même sens.
7. Ensemble distributeur selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les trois positions de commutation de la soupape principale (24) sont prédéterminées
par des positions de commutation correspondantes d'un organe de soupape principale
mobile (33), la première et la deuxième surface d'actionnement (46, 47) étant réalisées
respectivement pour coopérer par entraînement avec l'organe de soupape principale
(33).
8. Ensemble distributeur selon la revendication 7, caractérisé en ce que la première surface d'actionnement (46) est réalisée au niveau d'un élément d'actionnement
(48) séparé par rapport à l'organe de soupape principale (33), qui peut être déplacé
en cas de sollicitation par le signal pilote fluidique en entraînant l'organe de soupape
principale (33) jusqu'à ce qu'il s'applique contre une surface de butée (54) prédéfinissant
la position de démarrage progressif, dans lequel l'organe de soupape principale (33)
s'éloigne de l'élément d'actionnement (48), lorsqu'il continue ensuite à être déplacé
par la sollicitation fluidique de la deuxième surface d'actionnement (47) jusqu'à
la position de travail, dans lequel l'élément d'actionnement (48) est agencé de manière
appropriée axialement à la suite de l'organe de soupape principale (33) déplaçable
de manière linéaire et s'appuie de manière lâche contre l'organe de soupape principale
(33) d'une manière permettant simplement la transmission d'efforts de commande de
poussée.
9. Ensemble distributeur selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'élément d'actionnement (48) est réalisé en forme de piston.
10. Ensemble distributeur selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que la deuxième surface d'actionnement (47) est disposée fixement au niveau de l'organe
de la soupape principale (33).
11. Ensemble distributeur selon la revendication 10 en relation avec l'une des revendications
8 ou 9, caractérisé en ce que la deuxième surface d'actionnement (47) s'éloigne de la première surface d'actionnement
(46) lorsque la soupape principale (24) est commutée de la position de démarrage progressif
à la position de travail.
12. Ensemble distributeur selon l'une des revendications 7 à 11, caractérisé par un dispositif à ressort de rappel (44) qui précontraint l'organe de la soupape principale
(33) dans la position de base et est disposé de manière avantageuse axialement entre
d'une part les deux surfaces d'actionnement (46, 47) et d'autre part la section de
commande (42), prédéfinissant les positions de commutation, de l'organe de la soupape
principale (33) coaxialement sur l'organe de la soupape principale (33).
13. Ensemble distributeur selon l'une des revendications 7 à 12, caractérisé en ce que la première surface d'actionnement (46) délimite une première chambre d'actionnement
(62), qui communique avec un canal pilote (64) commandé par la soupape pilote (25)
et fournissant le signal pilote fluidique.
14. Ensemble distributeur selon l'une des revendications 7 à 13, caractérisé en ce que la deuxième surface d'actionnement (47) délimite une deuxième chambre d'actionnement
(63), qui communique avec un canal de commutation (75), lequel communique avec un
canal pilote (64) commandé par la soupape pilote (25) et fournissant le signal pilote
fluidique et dans le cheminement duquel est insérée la soupape de commutation (26).
15. Ensemble distributeur selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que la soupape de commutation (26) présente un organe de soupape de commutation (67)
précontraint dans une position de initiale par un effort de ressort, qui est sollicité
de manière opposée à la force de ressort par une force de commutation dépendant de
la pression secondaire régnant dans le canal secondaire (2) et qui commande de manière
avantageuse le passage de fluide par un canal de commutation (75), qui est sollicité
d'un côté avec le signal pilote fluidique de la soupape pilote et conduit de l'autre
côté à la deuxième surface d'actionnement (47) de telle sorte que le passage de fluide
est bloqué dans la position initiale de l'organe de soupape de commutation (67) et
est libéré lorsque l'organe de soupape de commutation (67) est déplacé dans une position
de commutation du fait qu'une pression secondaire de valeur prédéterminée est atteinte.
16. Ensemble distributeur selon la revendication 15, caractérisé en ce que la force de ressort est fournie par un dispositif à ressort (68) mécanique dont la
force de ressort est en particulier réglable.
17. Ensemble distributeur selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisé en ce que la pression secondaire régnant dans le canal secondaire (2) est reliée directement
à la soupape de commutation (26) sous forme de pression de commande servant à générer
la force de commutation.
18. Ensemble distributeur selon l'une des revendications 1 à 17, caractérisé par un distributeur de fluide (7) doté de plusieurs soupapes de commande (8), qui contient
un canal d'alimentation du distributeur (12) et au moins un canal de décharge du distributeur
(13, 14), qui sont respectivement en relation fluidique avec les soupapes de commande
(8), le distributeur étant équipé de la soupape de démarrage progressif (21), le canal
secondaire (2) étant relié au canal d'alimentation du distributeur (12) et le canal
primaire (1) étant relié à un canal d'approvisionnement du distributeur (22) débouchant
sur la surface extérieure du distributeur de fluide (7).
19. Ensemble distributeur selon la revendication 18, caractérisé en ce que le distributeur de fluide (7) dispose d'une pluralité de surfaces à équiper desquelles
partent respectivement deux canaux de travail du distributeur (15, 16) traversant
le distributeur de fluide (7) et qui peuvent être équipées de manière avantageuse
au moins en partie au choix d'une soupape de commande (8) ou d'une soupape de démarrage
progressif (21), au moins un canal de travail du distributeur (15), dans le cas où
la surface à équiper associée est équipée d'une soupape de démarrage progressif (21),
pouvant être utilisé comme canal d'alimentation du distributeur (22).