| (19) |
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(11) |
EP 2 047 487 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.05.2010 Patentblatt 2010/21 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.03.2008 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/053750 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/151861 (18.12.2008 Gazette 2008/51) |
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| (54) |
ÜBERSPANNUNGSSCHUTZGERÄT MIT IM THERMISCHEN ÜBERLASTFALL AKTIVIERTER MECHANISCHER
ABTRENNVORRICHTUNG
OVERVOLTAGE PROTECTION DEVICE WITH MECHANICAL ARRESTING DEVICE ACTIVATED IN THE CASE
OF THERMAL OVERLOAD
APPAREIL DE PROTECTION CONTRE LES SURTENSIONS AVEC UN SÉPARATEUR MÉCANIQUE ACTIVÉ
EN CAS DE SURCHARGE THERMIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
11.06.2007 DE 102007026852 10.09.2007 DE 102007042991
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.04.2009 Patentblatt 2009/16 |
| (73) |
Patentinhaber: Dehn + Söhne GmbH + Co. KG |
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92318 Neumarkt/Opf. (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- ZÄUNER, Edmund
92334 Berching/Pollanten (DE)
- WITTMANN, Georg
92283 Lauterhofen (DE)
- LUDEWIG, Sascha
92318 Neumarkt (DE)
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| (74) |
Vertreter: Meissner, Bolte & Partner |
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Anwaltssozietät GbR
Widenmayerstrasse 48 80538 München 80538 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 793 317 DE-A1- 4 437 122
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EP-A- 0 987 803 DE-U1- 9 305 796
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Überspannungsschutzgerät mit im thermischen Überlastfall
aktivierter mechanischer Abtrennvorrichtung, diese umfassend Anschlusselemente, welche
mittels federkraftbelastetem oder vorgespanntem Schieber von einer geschlossenen in
eine stromunterbrechende oder potentialtrennende Lage bewegbar sind und wobei die
geschlossene Position der Anschlusselemente von einem Lot oder thermisch lösbaren
Kleber gesichert ist.
[0002] Überspannungsschutzgeräte mit thermischer Abtrennvorrichtung gehören seit längerer
Zeit zum bekannten Stand der Technik. Aufgabe der Abtrennvorrichtung ist es, im Fall
einer unzulässigen Erwärmung der Überspannungsschutzeinheit, z.B. eines Varistors,
diesen vom Netz zu trennen, bevor eine Zerstörung des Ableiters eintritt.
[0003] Aus der
EP 0 987 803 B1 oder der
EP 0 905 839 B1 sind Abtrennvorrichtungen bekannt, die als massiver Schieber ausgebildet sind. Der
entsprechende Schieber steht unter Federvorspannung und schützt je einen Varistor
vor einer unzulässigen thermischen Aufheizung. Die Geschlossenposition der entsprechenden
Anschlusselemente wird von einem Lot gesichert. Dieses Lot ist der ständigen Federvorspannkraft,
die über den Schieber übertragen wird, ausgesetzt, was einen wesentlichen Nachteil
darstellt. Je nach der Leistungsfähigkeit, d.h. der gewünschten Stoßstromtragfähigkeit,
sind mehrere Abtrennvorrichtungen erforderlich, was einen kostenseitigen Nachteil
darstellt. Es hat sich darüber hinaus gezeigt, dass bei den zitierten Lösungen des
Standes der Technik beim Abtrennvorgang unter Bewegungsverlagerung des Schiebers Lotteilchen
unter Bildung von Lotfäden mitgerissen werden mit der Folge einer nicht ausreichenden
elektrischen Trennung.
[0004] Aus dem Gebrauchsmuster
DE 295 19 313 U1 ist ein Überspannungsschutzgerät mit einer Abtrennvorrichtung der thermischen Art
bekannt geworden, wobei über eine Trennwand die Abtrennvorrichtung vom eigentlichen
Varistor separat positioniert ist. Die dortige Abtrennvorrichtung verfügt nur über
eine geringe Stoßstromtragfähigkeit. Auch ist bei diesem Stand der Technik die Lotstelle
einer ständigen Federvorspannkraft ausgesetzt.
[0005] Bei der Zusammenschaltung mehrerer Abtrennvorrichtungen gemäß
EP 0 716 493 ist für jeden dort vorgesehenen Varistor eine separate Abtrennvorrichtung notwendig,
wobei sich sogar mehrere Abtrennvorrichtungen je Schutzpfad als erforderlich erweisen.
[0006] Aus dem Vorgenannten ist es daher Aufgabe der Erfindung, ein weiterentwickeltes Überspannungsschutzgerät
mit im thermischen Überlastfall aktivierter mechanischer Abtrennvorrichtung anzugeben,
wobei die insbesondere Lotverbindungsstelle der Anschlusselemente, die im Abtrennfall
geöffnet wird, nicht ständig der Einwirkung einer mechanischen kraftseitigen Belastung
unterliegen soll. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, dass die Anschlusselemente
der Abtrennvorrichtung so ausgeführt werden, dass sich eine hohe Stoßstromtragfähigkeit
ergibt und das Ziel besteht, den quasi Kontaktdruck für den Ableitvorgang durch den
Stoßstrom selbst zu produzieren.
[0007] Um die Kosten von Überspannungsschutzgeräten in Grenzen zu halten, soll gemäß der
vorliegenden Erfindung ein Einsatz von Materialien, an die besondere elektrische,
thermische oder mechanische Anforderungen gestellt werden, nur an ausgewählten Stellen
erfolgen.
[0008] Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt gemäß der Merkmalskombination nach Patentanspruch
1, wobei die Unteransprüche mindestens zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen
darstellen.
[0009] Demnach ist die erfindungsgemäße Abtrennvorrichtung konstruktiv so ausgeführt, dass
die Zuführung zu den spannungsbegrenzenden Überspannungsschutzeinheiten, insbesondere
Varistoren, durch zwei vom Stoßstrom in gleicher Richtung durchflossene Leiterabschnitte
gebildet wird, die im Endbereich parallel verlaufen und in eine gemeinsame Verbindungsstelle,
die von einem Lot gesichert ist, übergehen.
[0010] Durch den parallelen Stromfluss und die damit verbundenen Kraftwirkungen im Stoßstromfall
ziehen sich die entsprechenden Abschnitte der Leiter bzw. Bügel an und bewirken zu
diesem Zeitpunkt die gewünschte Erhöhung der Kontaktkraft an der Lotverbindungsstelle.
[0011] Damit ist es möglich, die Lotstelle lediglich zur Fixierung der jeweiligen Abschnitte
der Bügel auszulegen. Dies gestattet es, die mechanische Dimensionierung der Lotstelle
auf ein absolutes Minimum zu beschränken und diese damit besonders thermisch sensibel
auszuführen. Die Lotstelle besitzt also nur eine sehr kleine Wärmekapazität. Der notwendige
Kontaktdruck für den Ableitvorgang wird gemäß der Erfindungslehre durch den Stoßstrom
selber produziert.
[0012] Die Anschlusselemente, welche aus einem Paar stromteilender metallischer Bügel bestehen,
können aus einem mechanisch weniger festen Material ausgeführt werden. Durch die Aufteilung
in die beiden parallelen Strombahnen kann die Dimensionierung der Leiterabschnitte
kostengünstiger erfolgen, da die Stromdichte halbiert wird.
[0013] Die Feder der Abtrennvorrichtung, deren Aufgabe darin besteht, im Fall des Aufschmelzens
der Lotstelle den Schieber zwischen die Strombahnen zu verlagern und damit den Stromkreis
zu unterbrechen, kann mit geringerer Federkraft ausgeführt werden, so dass eine niedrige
Dauerbelastung der Lotstelle die Folge ist.
[0014] Eine besonders positive symmetrische Gestaltung der Bügelabschnitte respektive der
gesamten Bügel gestattet eine zentrische und damit kraftneutrale Positionierung und
Führung des Schiebers durch diese. Eine z.B. keilförmige Ausführung des Schiebers
unterstützt den Abtrennvorgang direkt. Da der Schieber im Abtrennfall direkt in die
Lotstelle hinein fährt, werden negative Wirkungen beim Abtrennvorgang, z.B. die beim
Stand der Technik vorhandenen Lötfäden wirksam unterbunden und eine sichere, spannungsfreie
Trennung erreicht.
[0015] Gemäß dem Stand der Technik werden bei Überspannungsschutzgeräten mit Varistoren
letztere in ein Außengehäuse positioniert. Dabei werden die Varistoreinheiten mittels
Verguss oder Pulverbeschichtung elektrisch von anderen Komponenten isoliert. Die Varistoren
werden mit den jeweiligen Anschlusselementen als vorgefertigte Baugruppe in das Außengehäuse
eingesetzt. Bei dieser Variante des Standes der Technik wird ein Teil der elektrischen
und mechanischen Eigenschaften der Varistoreinheit, z.B. das Überlastverhalten im
Fehlerfall durch den besonders auszulegenden Werkstoff des Außengehäuses übernommen.
Es ist gemäß dem Stand der Technik also nicht ohne weiteres möglich, den kostengünstigsten
Werkstoff für das Außengehäuse zu nutzen, sondern es ist ein Werkstoff auszuwählen,
der z.B. hochtemperaturbeständig und nicht brennbar sein muss.
[0016] Um diesen Nachteil zu vermeiden, ist erfindungsgemäß vorgeschlagen, die Überspannungsschutzeinheiten,
insbesondere Varistoren, separat zu kapseln, d.h. diese in eine Gehäusekapselung einzubringen.
Dabei ist nur das Material dieser Gehäusekapselung an die besonderen Anforderungen
entsprechend auszuwählen.
[0017] Gemäß der Erfindung bestehen die Anschlusselemente aus einem Paar stromteilender
metallischer Bügel, deren zur Überspannungsschutzeinheit, z.B. einem Varistor, gerichtete
Enden parallel verlaufen und in ihrer Mitte die jeweilige Kontaktfahne der Überspannungsschutzeinheit
aufnehmen.
[0018] Die der Überspannungsschutzeinheit abgewandten Enden der Bügel schließen einen Freiraum
ein und sind miteinander verbunden. Diese Enden der Bügel besitzen darüber hinaus
einen Abschnitt für äußere Anschlussteile oder Anschlussklemmen.
[0019] Im Freiraum ist der bereits erwähnte Schieber mit Vorspannfeder eingesetzt, wobei
die Federvorspannung in Richtung Kontaktfahne der Überspannungsschutzeinheit orientiert
ist. Weiterhin ist entweder der Schieber eine Keilform besitzend ausgeführt und/oder
es besitzen Abschnitte der Bügel eine Schrägfläche, um bei Schieberbewegung eine Kraftkomponente
auf die parallel verlaufenden Enden der Bügel zu erzeugen derart, dass diese von der
Kontaktfahne weg bewegbar sind. Im Bereich der parallel verlaufenden Enden der Bügel
und der Kontaktfahne ist die mindestens eine Löt- oder Kleberverbindung ausgebildet.
[0020] Der Schieber besitzt bei einer Ausführungsform der Erfindung einen im Wesentlichen
ebenen Oberflächenabschnitt zur optischen Signalisierung der jeweiligen Schieberposition,
und zwar bezogen auf ein entsprechendes Fenster, das im Außengehäuse angeordnet ist.
[0021] Unterhalb dieses Oberflächenabschnitts des beweglichen Schiebers ist eine vom Schieber
freigebbare weitere Fläche zur optischen Signalisierung des Abtrennzustands vorgesehen.
Der Oberflächenabschnitt des Schiebers und diese weitere Fläche ist bevorzugt verschiedenfarbig
gestaltet.
[0022] Im beweglichen Schieber ist in Längsrichtung ein Hohlraum zur Aufnahme eines Endes
oder eines Abschnitts der Vorspannfeder befindlich. Darüber hinaus kann im Fuß des
Schiebers eine Führungsnut eingebracht sein, um ein Verkanten bei der auszuführenden
Bewegung zu verhindern.
[0023] Die parallel verlaufenden Enden der Bügel werden durch das Lot oder den Kleber lagefixiert.
Beim Abtrennvorgang jedoch streben diese Enden durch eine vorsehbare mechanische Eigenspannung
auseinander, was den Abtrennvorgang unterstützt.
[0024] Im Abtrennfall fährt der Schieber in den Lot- oder Kleberverbindungsbereich hinein
und durchdringt diesen Bereich zur Vermeidung von insbesondere Lötfäden, so dass eine
vollständige und sichere Abtrennung erreicht wird.
[0025] Der Schieber selbst besteht aus einem elektrisch isolierenden, insbesondere Kunststoffmaterial.
[0026] Wie bereits erläutert, ist die mindestens eine Überspannungsschutzeinheit in einer
Gehäusekapselung angeordnet, welche Öffnungen zur elektrischen Kontaktierung besitzt
und wobei der Schieber auf dieser Gehäusekapselung angeordnet wird. Die Gehäusekapselung
kann hierbei eine Schiene besitzen, die in die Führungsnut am Fuß des Schiebers eingreift.
[0027] Der Abschnitt der Bügel für den Anschluss von äußeren Klemmen oder weiteren Anschlussteilen
ist an der Gehäusekapselung befestigt oder stützt sich dort ab.
[0028] Mehrere Überspannungsschutzeinheiten, insbesondere Varistorscheiben, können in Parallelschaltung
innerhalb der Gehäusekapselung angeordnet werden.
[0029] Mehrere derartige Gehäusekapselungen mit darin befindlichen Überspannungsschutzeinheiten
und jeweils vorgesehenen Bügeln und Schiebern können in paralleler Lage zueinander
befindlich mit einem Sammelanzeigeelement in Verbindung stehen, um in einer logischen
ODER-Verknüpfung den möglichen Abtrennfall anzuzeigen.
[0030] Die Abschnitte für die äußeren Anschlussteile oder äußeren Anschlussklemmen sind
insbesondere zur kostengünstig realisierbaren Schraubkontaktierung ausgebildet und
weisen eine dementsprechende Abwinklung und gegebenenfalls eine oder mehrere Bohrungen
auf.
[0031] Die in der Gehäusekapselung jeweils befindlichen Überspannungsschutzeinheiten sind
in einem Reihenanschluss-Außengehäuse eingesetzt, das aus einem kostengünstigen Kunststoffmaterial
gefertigt werden kann.
[0032] Ergänzend besteht die Möglichkeit, innerhalb des Reihenanschlussgehäuses mindestens
einen Gasentladungsableiter in entsprechender elektrischer Verschaltung zu den weiteren
Überspannungsschutzeinheiten anzuordnen.
[0033] Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels sowie unter Zuhilfenahme
von Figuren näher erläutert werden.
[0034] Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine Explosivdarstellung einer in einer Gehäusekapselung befindli- chen Varistorscheibe,
wobei diese Baugruppe in einem Reihenan- schluss-Außengehäuse eingesetzt wird und
wobei zusätzlich ein Gasentladungsableiter in 1+1-Schaltung vorgesehen ist;
- Fig. 2
- eine Explosivdarstellung ähnlich derjenigen nach Fig. 1, jedoch mit insgesamt drei
Varistorscheiben, die jeweils in einer Gehäusekapse- lung befindlich sind, und mit
weiterhin vorgesehenem Gasentla- dungsableiter, alles wiederum eingesetzt in ein Reihenanschluss-
Außengehäuse;
- Fig. 3
- eine Detaildarstellung einer gekapselten Varistoreinheit mit erkenn- barer Abtrennvorrichtung;
- Fig. 4
- eine weitere Detaildarstellung der in der Gehäusekapselung befindli- chen Varistoreinheit,
wobei die Abtrennvorrichtung sich im nicht ausgelösten Zustand befindet;
- Fig. 5
- eine Darstellung ähnlich derjenigen nach Fig. 4, jedoch im ausge- lösten Zustand;
- Fig. 6
- eine Ansicht von unten auf die Gehäusekapselung mit erkennbarer Anschlussfahne der
Varistorscheibe und Anschlussteil, welches eine schlitzförmige Öffnung zur Aufnahme
der Anschlussfahne zum Zweck der Verlötung besitzt;
- Fig. 7
- eine Darstellung ähnlich derjenigen nach Fig. 6, jedoch mit zwei Varistorscheiben
innerhalb einer Gehäusekapselung;
- Fig. 8
- eine Darstellung ähnlich derjenigen nach Fig. 7, jedoch bereits mit Anschlusseinheit
und Anschlussklemmen sowie montiertem Gasent- ladungsableiter;
- Fig. 9
- eine mehrpolige Anordnung von mehreren in Gehäusekapselungen befindlichen Überspannungsableitern
mit Sammelschiene als Status- anzeige (siehe auch Fig. 2);
- Fig. 10
- eine mehrpolige Anordnung von mehreren in Gehäusekapselungen befindlichen Überspannungsableitern
mit Sammelschiene als Status- anzeige und erkennbarem Gehäuseabschnitt mit Sichtfenster,
das einen Blick auf das Sammelanzeigeelement ermöglicht;
- Fig. 11a und 11b
- eine Darstellung ähnlich derjenigen nach Fig. 10, jedoch mit einem im Bild linksseitig
abgetrennten Ableiter und entspre- chend verschobener Position des Sammelanzeigeelements;
- Fig. 12a und 12b
- eine Darstellung ähnlich derjenigen nach den Fig. 11a und 11b, jedoch mit dem mittig
angeordneten, im abgetrennten Zustand befindlichen Überspannungsableiter;
- Fig. 13a und 13b
- eine Darstellung ähnlich derjenigen nach den Fig. 11a bis 12b, wobei der im Bild rechts
oben angeordnete Ableiter sich in einem abgetrennten Zustand befindet, und
- Fig. 14a und 14b
- Darstellungen ähnlich derjenigen nach den Fig. 11a bis 13b, wobei alle Ableiter sich
im abgetrennten Zustand befinden.
[0035] Bei den Darstellungen gemäß den Fig. 1 und 2 nimmt ein Reihenanschluss-Außengehäuse
11 die Gehäusekapselung 6 mit darin befindlichen Varistorscheiben 7, 7' auf. An der
Oberseite der Gehäusekapselung 6 befindet sich die erfindungsgemäße Abtrennvorrichtung,
die als Abtrennelement einen Schieber 4 aufweist. Ein Paar von Bügeln 1, 1' ist als
metallisches Stanzbiegeteil ausgeführt, wobei die im Bild rechtsseitigen Enden der
Bügel einen im Wesentlichen parallelen Verlauf aufweisen. Darüber hinaus umschließen
die Bügel einen Freiraum zur Aufnahme des Schiebers 4 im montierten Zustand.
[0036] Die Bügel 1, 1' gehen in einen Abschnitt 12 zur Kontaktierung mit weiteren Elementen
13 über, wobei die Verbindung zwischen den Teilen 12 und 13 z.B. durch Verschrauben
realisiert werden kann.
[0037] Für die 1+1-Schaltung nach Fig. 1 ist noch ein Gasableiter 8 über entsprechende elektrische
Mittel kontaktiert und im Reihenanschluss-Außengehäuse 11 eingesetzt.
[0038] Gemäß der Fig. 2, die eine 3+1-Schaltung von insgesamt drei, jeweils in einer Gehäusekapselung
6 befindlichen Varistorgruppen 7, 7' umfasst, ist ein Sammelanzeigeelement 5 vorhanden,
das mit den Schiebern 4 in ODER-Verknüpfung wechselwirkt, d.h. entsprechend betätigbar
ist, so dass Ausfälle der Varistorgruppen 7, 7' entsprechend erkennbar sind.
[0039] Fig. 3 zeigt den Zustand des bereits mit der Abtrennvorrichtung vorkonfektionierten
Teils der Gehäusekapselung 6 einschließlich durch Schraubverbindung 10 angeschlossenen
Kontaktierungselement 13.
[0040] Der Varistor 7 wird in die unten offene Gehäusekapselung 6 eingeschoben, wobei die
Kontaktfahne 14 des Varistors 7 ihren Raum zwischen den beiden Bügelenden einnimmt.
Die Lotstelle 3 fixiert dann die Kontaktfahne 14 mit den parallelen Enden der Bügel
1, 1'.
[0041] Die Draufsicht nach Fig. 4 lässt wiederum den Schieber 4 erkennen, welcher einen
Oberflächenabschnitt 15 aufweist, der sich farblich von einem darunter befindlichen
weiteren Flächenabschnitt 16 unterscheidet. Bei der nicht ausgelösten Situation gemäß
der Darstellung nach Fig. 4 deckt der Oberflächenabschnitt 15 den darunter befindlichen
Flächenabschnitt 16 nahezu vollständig ab.
[0042] In der ausgelösten Position nach Fig. 5 hat sich der Schieber 4 im Bild nach rechts
oben bewegt, so dass der weitere Flächenabschnitt 16, der z.B. in roter Farbe gehalten
ist, frei liegt und den Fehlerzustand repräsentiert.
[0043] Der Schieber 4 wird durch die Feder 2 und die frei werdende Federkraft bei Öffnung
der Lötverbindung in die gewünschte Schiebebewegung versetzt und durchdringt den Abschnitt
der Lotverbindung 3 (siehe Fig. 3). Im Inneren des Schiebers 4 ist ein Hohlraum 17
eingebracht, der einen Federabschnitt aufnimmt.
[0044] Die Fig. 6 und 7 zeigen die Unterseite der Gehäusekapselung 6 mit einem eingesetzten
Varistor (Fig. 6) bzw. in einer kompletten Befüllung mit zwei parallel geschalteten
Varistoren 7, 7', die im Bereich 9 durch Lötung mit einer Anschlussbrücke 18 in Verbindung
stehen.
[0045] Die Anschlussbrücke 18 dient gemäß der Darstellung nach Fig. 8 auch der Kontaktierung
und mechanischen Befestigung eines Gasentladungsableiters 8 und der Aufnahme von Schraubklemmteilen
19 für entsprechende Anschlussdrähte.
[0046] Gemäß Fig. 9, die eine mehrpolige Anordnung gekapselter Varistoreinheiten mit Statusanzeige
darstellt, ist ein Sammelanzeigeelement 5 so ausgeführt, dass dieses von jedem Schieber
einzeln angesteuert werden kann, und zwar im Sinne einer logischen ODER-Verknüpfung.
[0047] Mit Hilfe der Fig. 10 bis 14 sei die Wirkung des Sammelanzeigeelements mit Statusanzeige
näher erläutert.
[0048] In den Fig. 10, 11a, 12a, 13a und 14a ist jeweils ein Gehäuseabschnitt 20 gezeigt,
der ein Sichtfenster 21 aufweist.
[0049] Über das Sichtfenster 21 ist die Position des Sammelanzeigeelements 5, das sich unterhalb
des Sichtfensters 21 befindet, erkennbar. In einer Position gemäß der Darstellung
nach Fig. 10 ist im Sichtfenster 21 beispielsweise eine grüne Farbe erkennbar, die
der entsprechenden farblichen Kennzeichnung auf dem Sammelanzeigeelement 5 entspricht.
[0050] Wird z.B. ein Abtrennvorgang beim unteren, linksseitigen Überspannungsableiter gemäß
Fig. 11a vollzogen, findet eine Bewegung des Sammelanzeigeelements 5 in Pfeilrichtung
statt, d.h. der grün eingefärbte oder mit einer grünen Farbe versehene Teil des Sammelanzeigeelements
5 tritt aus dem Sichtfenster 21 heraus und es wird eine darunter liegende Farbe freigegeben,
bevorzugt die Farbe Rot, um einen Fehlerfall zu signalisieren.
[0051] Die Position des diesbezüglich verschobenen Sammelanzeigeelements 5 ist unter Weglassung
der Darstellung des Gehäuseabschnitts 20 jeweils in den Fig. 11b, 12b, 13b und 14b
dargestellt.
[0052] Die Beweglichkeit des Sammelanzeigeelements gewährleistet die gewünschte Verschiebeposition
im Abtrennfall auch bei einem vollzogenen Abtrennvorgang des mittleren Überspannungsableiters
(Fig. 12b) bzw. des in der Figur rechts oben dargestellten Überspannungsableiters
gemäß Fig. 13b oder beim Abtrennen sämtlicher Überspannungsableiter gemäß den Fig.
14a und 14b.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 1, 1'
- Leiterabschnitt / Bügel
- 2
- Feder
- 3
- Lotstelle
- 4
- Schieber
- 5
- Sammelanzeigeelement
- 6
- Gehäusekapselung
- 7, 7'
- Varistoren
- 8
- Gasentladungsableiter
- 9
- Verbindungselemente
- 10
- Schraubverbindung
- 11
- Reihenanschluss-Außengehäuse
- 12
- Abschnitt
- 13
- Kontaktierungselement
- 14
- Kontaktfahne
- 15
- Oberflächenabschnitt
- 16
- Flächenabschnitt
- 17
- Hohlraum
- 18
- Anschlussbrücke
- 19
- Schraubklemmteil
- 20
- Gehäuseabschnitt
- 21
- Sichtfenster
1. Überspannungsschutzgerät mit
- einer Überspannungsschutzeinheit, diese umfassend eine Kontaktfahne (14), und
- einer im thermischen Überlastfall aktivierten mechanischen Abtrennvorrichtung, diese
umfassend Anschlusselemente,
- welche mittels federkraftbelastetem oder vorgespanntem Schieber (4) von einer geschlossenen
in eine stromunterbrechende oder potentialtrennende Lage bewegbar sind und
- wobei die geschlossene Position der Anschlusselemente von einem Lot oder thermisch
lösbaren Kleber gesichert ist,
wobei weiterhin
- die Anschlusselemente aus einem Paar stromteilender metallischer Bügel (1, 1') bestehen,
deren zur Kontaktfahne (14) gerichteten Enden parallel verlaufen,
- zwischen diesen parallel verlaufenden Enden der beiden Bügel (1, 1') die Kontaktfahne
(14) angeordnet ist,
- die der Kontaktfahne (14) abgewandten Enden der Bügel (1, 1'), einen Freiraum einschließend,
miteinander verbunden sind und einen Abschnitt (12) für äußere Anschlussteile oder
Anschlussklemmen besitzen,
- im Freiraum der Schieber (4) mit einer Vorspannfeder (2) eingesetzt ist, wobei die
Federvorspannung in Richtung Kontaktfahne (14) der Überspannungsschutzeinheit orientiert
ist, weiterhin
- der Schieber (4) eine Keilform und/oder Abschnitte des Bügels (1, 1') eine Schrägfläche
aufweisen, um bei Schieberbewegung eine Kraftkomponente auf die parallel verlaufenden
Enden der Bügel (1, 1') zu erzeugen, so dass diese von der Kontaktfahne (14) weg bewegbar
sind und dass im Bereich der parallel verlaufenden Enden der Bügel (1, 1') und der
Kontaktfahne (14) die Löt- oder Kleberverbindung ausgebildet ist.
2. Überspannungsschutzgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schieber (4) einen ebenen Oberflächenabschnitt (15) zur optischen Signalisierung
der jeweiligen Schieberposition aufweist.
3. Überspannungsschutzgerät nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
unterhalb des Oberflächenabschnitts (15) des beweglichen Schiebers (4) eine vom Schieber
(4) freigebbare weitere Fläche zur optischen Signalisierung des Abtrennzustands vorgesehen
ist.
4. Überspannungsschutzgerät nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
im beweglichen Schieber (4) in Längsrichtung ein Hohlraum (17) zur Aufnahme eines
Endes der Vorspannfeder (2) befindlich ist.
5. Überspannungsschutzgerät nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Fuß des Schiebers (4) eine Führungsnut eingebracht ist.
6. Überspannungsschutzgerät nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die parallel verlaufenden Enden durch das Lot oder den Kleber lagefixiert sind, beim
Abtrennvorgang jedoch durch eine mechanische Eigenspannung auseinanderstreben.
7. Überspannungsschutzgerät nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Bügel (1, 1') symmetrisch ausgeführt sind.
8. Überspannungsschutzgerät nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Abtrennfall der Schieber (4) in den Lot- oder Kleberverbindungsbereich (3) hineinfährt
und diesen Bereich zur Vermeidung von insbesondere Lotfäden durchdringt.
9. Überspannungsschutzgerät nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schieber (4) aus einem elektrisch isolierenden Material besteht.
10. Überspannungsschutzgerät nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Überspannungsschutzeinheit aus einem oder mehreren Varistoren (7, 7') besteht.
11. Überspannungsschutzgerät nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mindestens eine Überspannungsschutzeinheit in einer Gehäusekapselung (6) angeordnet
ist, welche Öffnungen zur elektrischen Kontaktierung besitzt und wobei der Schieber
(4) auf dieser Gehäusekapselung (6) angeordnet ist.
12. Überspannungsschutzgerät nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich der Abschnitt (12) für äußere Anschlussklemmen der Bügel (1, 1') an der Gehäusekapselung
(6) abstützt oder dort befestigt ist.
13. Überspannungsschutzgerät nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere Überspannungsschutzeinheiten in Parallelschaltung innerhalb der Gehäusekapselung
(6) angeordnet sind.
14. Überspannungsschutzgerät nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere Gehäusekapselungen (6) mit darin befindlichen Überspannungsschutzeinheiten
und jeweils vorgesehenen Bügeln (1, 1') und Schiebern (4) mit einem Sammelanzeigeelement
(5) in Verbindung stehen, um in einer logischen ODER-Verknüpfung den möglichen Abtrennfall
anzuzeigen.
15. Überspannungsschutzgerät nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abschnitte (12) für äußere Anschlussteile oder Anschlussklemmen zur Schraubkontaktierung
ausgebildet sind.
16. Überspannungsschutzgerät nach einem der Ansprüche 11 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
die in der Gehäusekapselung (6) befindlichen Überspannungsschutzeinheiten in einem
Reihenanschluss-Außengehäuse (11) eingesetzt sind.
17. Überspannungsschutzgerät nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
die in den jeweiligen Gehäusekapselungen (6) befindlichen Überspannungsschutzeinheiten
als scheibenförmige Varistoren (7, 7') ausgebildet sind, wobei innerhalb des Reihenanschluss-Außengehäuses
(11) zusätzlich mindestens ein Gasentladungsableiter (8) angeordnet ist.
1. Overvoltage protection device, comprising
- an overvoltage protection unit, said overvoltage protection unit comprising a contact
lug (14), and
- a mechanical separating device which is activated in the case of thermal overload,
said mechanical separating device comprising connection elements,
- which can be moved by means of a spring-loaded or pretensioned slider (4) from a
closed position to a position in which current is interrupted or voltage is cut off,
and
- wherein the closed position of the connection elements is ensured by a solder or
a thermally detachable adhesive,
wherein further
- the connection elements consist of a pair of current-dividing metallic brackets
(1, 1') whose ends, which are directed towards the contact lug (14), extend in parallel,
- the contact lug (14) is arranged between these ends, which extend in parallel, of
the two brackets (1, 1'),
- the ends of the brackets (1, 1'), which are turned away from the contact lug (14),
are connected to each other by enclosing a free space and have a section (12) for
external connection components or connection terminals,
- the slider (4) is inserted with a pretensioned spring (2) in the free space, wherein
the spring tension is oriented in the direction of the contact lug (14) of the overvoltage
protection unit, wherein further
- the slider (4) has a wedge shape and/or sections of the bracket (1, 1') have an
inclined surface in order to generate a force component on the parallel ends of the
brackets (1, 1') when the slider moves, so that these can be moved away from the contact
lug (14) and that the solder or adhesive connection is formed in the area of the parallel
ends of the brackets (1, 1') and the contact lug (14).
2. Overvoltage protection device according to claim 1,
characterized in that
the slider (4) has a planar surface section (15) for visually signalizing the respective
position of the slider.
3. Overvoltage protection device according to claim 1 or 2,
characterized in that
another surface exposable by the slider (4) for visually signalizing the separated
state is provided underneath the surface section (15) of the movable slider (4).
4. Overvoltage protection device according to one of the preceding claims,
characterized in that
a hollow space (17) for receiving one end of the pretensioned spring (2) is located
in the movable slider (4) in the longitudinal direction.
5. Overvoltage protection device according to one of the preceding claims,
characterized in that
a guiding groove is incorporated in the foot of the slider (4).
6. Overvoltage protection device according to one of the preceding claims,
characterized in that
the parallel ends are fixed with respect to their position by the solder or the adhesive,
while they move away from each other during the separation process due to a mechanical
internal stress.
7. Overvoltage protection device according to one of the preceding claims,
characterized in that
the brackets (1, 1') are designed symmetrically
8. Overvoltage protection device according to one of the preceding claims,
characterized in that
in the event of a separation the slider (4) moves into the solder or adhesive connection
area (3) and penetrates through this area so as to avoid in particular solder strings.
9. Overvoltage protection device according to one of the preceding claims,
characterized in that
the slider (4) is made of an electrically insulating material.
10. Overvoltage protection device according to one of the preceding claims,
characterized in that
the overvoltage protection unit is formed of one or more varistors (7, 7').
11. Overvoltage protection device according to one of the preceding claims,
characterized in that
the at least one overvoltage protection unit is arranged in a housing encapsulation
(6) which has electrical contact openings and wherein the slider (4) is arranged on
this housing encapsulation (6).
12. Overvoltage protection device according to claim 11,
characterized in that
the section (12) for external connection terminals of the brackets (1, 1') is supported
by the housing encapsulation (6) or is fixed to the same.
13. Overvoltage protection device according to claim 11 or 12,
characterized in that
several overvoltage protection units are connected in parallel inside the housing
encapsulation (6).
14. Overvoltage protection device according to one of claims 11 to 13,
characterized in that
several housing encapsulations (6) with overvoltage protection units located therein
and respectively provided brackets (1, 1') and sliders (4) are connected to a collective
display element (5) so as to display the possible case of separation in a logic OR
operation.
15. Overvoltage protection device according to one of the preceding claims,
characterized in that
the sections (12) for external connection components or connection terminals are designed
as screw contacts.
16. Overvoltage protection device according to one of claims 11 to 15,
characterized in that
the overvoltage protection units located in the housing encapsulation (6) are inserted
into an outer series connection housing (11).
17. Overvoltage protection device according to claim 16,
characterized in that
the overvoltage protection units each located in the respective housing encapsulations
(6) are designed as disc-shaped varistors (7, 7'), wherein at least one gas discharge
arrester (8) is additionally arranged in the external series connection housing (11).
1. Appareil de protection anti-surtension, comprenant
- une unité de protection anti-surtension, celle-ci comprenant une patte de contact
(14), et
- un dispositif de séparation mécanique activé en cas de surcharge thermique, celui-ci
comprenant des éléments de raccordement,
- qui sont déplaçables au moyen de curseurs (4) chargés par la force d'un ressort
ou précontraints, depuis une position fermée jusque dans une position qui interrompt
le courant ou qui coupe le potentiel, et
- la position fermée des éléments de raccordement est assurée par un agent de brasage
ou une colle qui se détache par voie thermique, et dans lequel
- les éléments de raccordement sont formés par une paire d'arceaux métalliques (1,
1') qui interrompent le courant, dont les extrémités tournées vers la patte de contact
(14) s'étendent parallèlement,
- la patte de contact (14) est agencée entre ces extrémités parallèles des deux arceaux
(1, 1'),
- les extrémités des arceaux (1, 1') détournées de la patte de contact (14) sont reliées
l'une à l'autre en enfermant un espace libre, et elles possèdent un tronçon (12) pour
d'autres parties de raccordement ou bornes de raccordement,
- le curseur (4) avec un ressort de précontrainte (2) est mis en place dans l'espace
libre, la précontrainte du ressort étant orientée en direction de la patte de contact
(14) de l'unité de protection anti-surtension, et en outre
- le curseur (4) présente une forme en coin et/ou des tronçons de l'arceau (1, 1')
présentent une surface oblique, afin d'engendrer, lors d'un mouvement du curseur,
une composante de force sur les extrémités parallèles des arceaux (1, 1'), de sorte
que celles-ci sont déplaçables en éloignement de la patte de contact (14), et en ce
que la liaison brasée ou collée est réalisée dans la zone des extrémités parallèles
des arceaux (1, 1') et de la patte de contact (14).
2. Appareil de protection anti surtension selon la revendication 1, caractérisé en ce que le curseur (4) présente un tronçon de surface plan (15) pour la signalisation optique
de la position respective du curseur.
3. Appareil de protection anti-surtension selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'une autre surface destinée à la signalisation optique de l'état de séparation et susceptible
d'être libérée par le curseur (4) est prévue au-dessous du tronçon de surface (15)
du curseur mobile (4).
4. Appareil de protection anti-surtension selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'une cavité (17) est ménagée en direction longitudinale dans le curseur mobile (4)
pour la réception d'une extrémité du ressort de précontrainte (2).
5. Appareil de protection anti-surtension selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'une gorge de guidage est ménagée dans le pied du curseur (4).
6. Appareil de protection anti-surtension selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les extrémités parallèles sont fixées en position par l'agent de brasage ou par la
colle, mais lors de l'opération de séparation, elles tendent à s'écarter du fait d'une
tension mécanique propre.
7. Appareil de protection anti-surtension selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les arceaux (1, 1') sont réalisés symétriques.
8. Appareil de protection anti-surtension selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que dans le cas de séparation, le curseur (4) se déplace en pénétrant dans la zone de
la liaison brasée ou collée (3) et traverse cette zone pour éviter en particulier
des fils d'agent de brasage.
9. Appareil de protection anti-surtension selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le curseur (4) est en un matériau électriquement isolant.
10. Appareil de protection anti-surtension selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'unité de protection anti-surtension est composée d'un ou plusieurs varistor(s)
(7, 7')
11. Appareil de protection anti-surtension selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que ladite au moins une unité de protection anti-surtension est agencée dans un boîtier
d'encapsulage (6) qui possède des ouvertures pour la mise en contact électrique, et
dans lequel le curseur (4) est agencé sur ce boîtier d'encapsulage (6).
12. Appareil de protection anti-surtension selon la revendication 11,
caractérisé en ce que le tronçon (12) destiné à d'autres bornes de raccordement des arceaux (1, 1') est
soutenu ou fixé sur le boîtier d'encapsulage (6).
13. Appareil de protection anti-surtension selon la revendication 11 ou 12,
caractérisé en ce que plusieurs unités de protection anti-surtension sont agencées suivant un branchement
en parallèle à l'intérieur du boîtier d'encapsulage (6).
14. Appareil de protection anti-surtension selon l'une des revendications 11 à 13,
caractérisé en ce que plusieurs boîtiers d'encapsulage (6) avec les unités de protection anti-surtension
qui s'y trouvent, et les arceaux (1, 1') et les curseurs (4) respectivement prévues
sont connectés à un élément d'affichage collectif (5) afin d'indiquer le cas de séparation
éventuel dans un chaînage logique de type "OU".
15. Appareil de protection anti-surtension selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les tronçons (12) destinés à d'autres pièces de raccordement ou bornes de raccordement
sont réalisés en vue d'une mise en contact vissée.
16. Appareil de protection anti-surtension selon l'une des revendications 11 à 15,
caractérisé en ce que les unités de protection anti-surtension qui se trouvent dans le boîtier d'encapsulage
(6) sont mises en place dans un boîtier extérieur (11) pour le raccordement en série.
17. Appareil de protection anti-surtension selon la revendication 16,
caractérisé en ce que les unités de protection anti-surtension qui se trouvent dans les boîtiers d'encapsulage
(6) respectifs sont réalisées sous forme de varistors (7, 7') en forme de disque,
et au moins un protecteur à décharge de gaz (8) est agencé en supplément à l'intérieur
du boîtier extérieur (11) pour le raccordement en série.
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