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EP 2 047 951 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.11.2010 Patentblatt 2010/46 |
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Anmeldetag: 23.09.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Handwerkzeugmaschine mit einem Kurbelgetriebe
Manual machine tool with a crank drive
Machine-outil manuelle dotée d'un entraînement par manivelle
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
08.10.2007 DE 102007000827
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.04.2009 Patentblatt 2009/16 |
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Patentinhaber: HILTI Aktiengesellschaft |
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9494 Schaan (LI) |
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Erfinder: |
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- Fünfer, Josef
86343 Königsbrunn (DE)
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Vertreter: Wildi, Roland |
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Hilti Aktiengesellschaft,
Corporate Intellectual Property
Feldkircherstrasse 100
Postfach 333 9494 Schaan 9494 Schaan (LI) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 583 710 GB-A- 191 224 090
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DE-A1- 2 335 924
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezeichnet eine Handwerkzeugmaschine mit einer Pleuelstange und einer
axial drehbaren Kurbelwelle, insbesondere einen zumindest teilweise schlagenden Kombihammer
oder einen Meisselhammer nach dem Obergriff von Anspruch 1 und wie aus der
EP 0 583 710 A oder der
GB 24090 A bekannt.
[0002] Das Kurbelgetriebe dient zur Umsetzung der Rotationsbewegung in eine Hin- und Herbewegung
zum Antrieb des Erregerkolbens, der über eine Luftfeder den Schagkolben antreibt,
der den Schlag auf das Werkzeug erzeugt.
[0003] Üblicherweise sind die Pleuelstange und die, diese über einen exzentrischen Kurbelzapfen
antreibende, axial drehbare Kurbelwelle massiv ausgebildet, um eine hinreichende Bauteilsteifigkeit
und Bauteiffestigkeit zu erzielen.
[0004] Bei der Pleuelstange handelt es sich um ein stark (wechselnd) beschleunigtes Bauteil.
Eine Verringerung ihrer Masse führt somit zu Skaleneffekten in der Masseverringerung
bei anderen Bauteilen. Deshalb ist bspw. nach der
DE3910599 die Pleuelstange hohl ausgebildet.
[0005] Bei den rotierenden Bauteilen wie dem Läufer des antreibenden Elektromotors, der
Zahnräder des Getriebes und der Kurbelwelle hingegen trägt eine hohe Masse dieser
Teile zu einem hohen Rotationsträgheitsmoment bei, welches als solches wegen der gespeicherten
Rotationsenergie für den Gleichlauf prinzipiell erwünscht ist. Andererseits erhöht
eine hohe Masse, ohne einen Zusatznutzen zu erbringen, wie das bspw. bei der Leitung
des magnetischen Flusses im Läufer der Fall ist, die gesamte Maschinenmasse.
[0006] Nach der
DE3120834 ist eine auf einem Gehäusezapfen innengelagerte einstückige Kurbelwelle koaxial hohl
ausgebildet. Nach der
EP1355764 ist eine aussengelagerte einstückige Kurbelwelle vollständig koaxial hohl ausgebildet.
Um bei diesem vollständig koaxial hohl ausgebildeten Raumformen eine hinreichende
Bauteilsteifigkeit und Bauteilfestigkeit zu erzielen, beträgt die verbleibende Wandstärke
jeweils etwa ein Fünftel des Durchmessers.
[0007] Die Aufgabe besteht in der Verringerung der Maschinenmasse durch eine hohle, hinreichend
steife und feste Kurbelwelle.
[0008] Die Aufgabe wird im Wesentlichen durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0009] So weist eine Handwerkzeugmaschine ein Kurbelgetriebe mit einer Pleuelstange und
eine, die Pleuelstange an einem Kurbelzapfen lagernde, axial drehbaren Kurbelwelle
auf, die koaxial hohl ausgebildet und axial beidseitig geschlossen ist. Ein den Kurbelzapfen
tragender Kurbelteller ist hohl ausgebildet, wodurch die Bauteilmasse der Kurbelwelle
weiter verringert wird.
[0010] Durch die Ausbildung der Kurbelwelle als koaxial hohle, jedoch axial beidseitig geschlossene
Raumform bildet diese eine dreidimensional geschlossene Oberfläche aus (topologisch
ähnlich einer Kugeloberfläche). Dadurch wird im Vergleich zu den (topologisch) zweifach
axial offenen Raumformen bei gegebenem Material, gegebener Wandstärke und (bis auf
den axialen Abschluss) gegebener Raumform eine wesentliche Steigerung der Bauteilsteifigkeit
und Bauteilfestigkeit erzielt, bzw. eine Verringerung der Wandstärke und somit der
Bauteilmasse ermöglicht. Dies trägt zur Verringerung der Maschinenmasse bei.
[0011] Vorteilhaft ist die Kurbelwelle zweiteilig ausgebildet, insbesondere ist an dem zum
Kurbelzapfen gegenüberliegenden axialen Ende ein Pfropfen vorhanden, welcher die ansonsten
(topologisch) einfache offene Raumform der restlichen Kurbelwelle verschliesst, wodurch
sich letztere durch Innenhochdruckumformen (engl. Hydroforming) kostengünstig und
technologisch einfach herstellen lässt.
[0012] Vorteilhaft beträgt die Wandstärke der restlichen Kurbelwelle (bis auf den Pfropfen)
weniger als ein Zehntel des zugeordneten Wellendurchmessers, wodurch die Bauteilmasse
der Kurbelwelle weiter verringert wird.
[0013] Vorteilhaft ist der Kurbelzapfen selbst hohl ausgebildet, wodurch die Bauteilmasse
und Exzentrizität der Kurbelwelle weiter verringert wird.
[0014] Vorteilhaft sind auf der Kurbelwelle zwei zylindrische Lagerführungen ausgebildet,
denen weiter vorteilhaft jeweils ein Axialanschlag zugeordnet ist, wodurch (über je
ein zugeordnetes Radiallager) eine aussengeführte Lagerung im Gehäuse unterstützt
wird.
[0015] Vorteilhaft ist die Kurbelwelle axial zwischen den Lagerführungen radial verjüngt,
wodurch die Bauteilmasse der Kurbelwelle minimiert wird.
[0016] Die Erfindung wird bezüglich eines vorteilhaften Ausführungsbeispiels näher erläutert
mit:
Fig. 1 als Handwerkzeugmaschine
Fig. 2 als Kurbelwelle
[0017] Nach Fig. 1 weist eine drehende und schlagende Handwerkzeugmaschine 1 in Form eines
Kombihammers ein Kurbelgetriebe 2 zur Umsetzung der Rotationsbewegung eines Läufers
13 des Elektromotors 14 in eine Hin- und Herbewegung zum Antrieb des Erregerkolbens
3 auf, der über eine Luftfeder 4 den Schagkolben 5 antreibt, der über einen Döpper
6 den Schlag auf ein Werkzeug 7 in Form eines Bohrmeissels erzeugt. Das Kurbelgetriebe
2 weist eine Pleuelstange 8 und eine, diese über einen exzentrischen Kurbelzapfen
9 antreibende, axial drehbaren Kurbelwelle 10 auf, die in einem Radiallager 11 im
Gehäuse 12 geführt ist.
[0018] Nach Fig. 2 ist die zweiteilig ausgebildete Kurbelwelle 10 bezüglich einer Kurbelachse
A koaxial hohl ausgebildet und axial beidseitig geschlossen, wobei an dem zum Kurbelzapfen
9 gegenüberliegenden axialen Ende ein Pfropfen 15 vorhanden ist, welcher die ansonsten
einfach offene Raumform der restlichen Kurbelwelle 10 verschliesst. Die restliche
Kurbelwelle 10 ist dabei durch Innenhochdruckumformen aus einem rohrförmigen Rohling
(nicht dargestellt) aus einer Aluminiumlegierung hergestellt. Die Wandstärke W dieser
restlichen Kurbelwelle 10 beträgt weniger als ein Zehntel des zugeordneten Wellendurchmessers
D. Zudem ist der Kurbelzapfen 9 sowie ein diesen tragender Kurbelteller 16 selbst
hohl ausgebildet. Auf der Kurbelwelle 10 sind zwei axial beabstandete zylindrische
Lagerführungen 17 für Radiallager 11 (Fig. 1) ausgebildet, denen jeweils ein Axialanschlag
18 zugeordnet ist. Die Kurbelwelle 10 ist axial zwischen den Lagerführungen 17 radial
verjüngt.
1. Eine Handwerkzeugmaschine mit einem Kurbelgetriebe (2) mit einer Pleuelstange (8)
und mit einer, die Pleuelstange (8) an einem Kurbelzapfen (9) lagernde, axial drehbaren
Kurbelwelle (10), wobei die Kurbelwelle (10) koaxial hohl ausgebildet ist, wobei die
Kurbelwelle (10) axial beidseitig geschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein den Kurbelzapfen (9) tragender Kurbelteller (16) hohl ausgebildet ist.
2. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurbelwelle (10) zweiteilig ausgebildet ist.
3. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem dem Kurbelzapfen (9) gegenüberliegenden axialen Ende der Kurbelwelle (10)
ein Pfropfen (15) vorhanden ist, welcher die ansonsten einfach offene restliche Kurbelwelle
(10) verschliesst.
4. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke (W) der hohlen Kurbelwelle (10) weniger als ein Zehntel des zugeordneten
Wellendurchmessers (D) beträgt.
5. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kurbelzapfen (9) selbst hohl ausgebildet ist.
6. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Kurbelwelle (10) zwei zylindrische Lagerführungen (17) ausgebildet sind.
7. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerführung (17) ein Axialanschlag (18) zugeordnet ist.
8. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurbelwelle (10) axial zwischen den Lagerführungen (18) radial verjüngt ist.
1. A hand-held power tool comprising a crank mechanism (2) with a connecting rod (8)
and an axially rotatable crankshaft (10) supporting the connecting rod (8) on a crank
pin (9), the crankshaft (10) being coaxially hollow and the crankshaft (10) being
axially closed on both sides, characterised in that a crank disc (15) bearing the crank pin (9) is hollow.
2. Hand-held power tool according to claim 1, characterised in that the crankshaft (10) is formed in two parts.
3. Hand-held power tool according to claim 2, characterised in that a plug (15) is provided at the axial end of the crankshaft (10) opposite the crank
pin (9) and closes the remaining part of the crankshaft (10) which would otherwise
simply be open.
4. Hand-held power tool according to one of claims 1 to 3, characterised in that the wall thickness (W) of the hollow crankshaft (10) is less than one teeth of the
associated shaft diameter (D).
5. Hand-held power tool according to one of claims 1 to 4, characterised in that the crank pin (9) itself is hollow.
6. Hand-held power tool according to one of claims 1 to 4, characterised in that two cylindrical bearing guides (17) are provided on the crankshaft (10).
7. Hand-held power tool according to claim 6, characterised in that an axial stop (18) is associated with the bearing guide (17).
8. Hand-held power tool according to claim 6 or claim 7, characterised in that the crankshaft (10) is radially tapered axially between the bearing guides (17).
1. Machine-outil manuelle avec un entraînement par manivelle (2) avec une bielle (8)
et avec un vilebrequin (10) axialement rotatif, supporté sur un maneton (9), le vilebrequin
(10) étant coaxialement creux, le vilebrequin (10) étant axialement fermé des deux
côtés, caractérisée en ce qu'un disque de bielle (16) supportant le maneton (9) est formé creux.
2. Machine-outil manuelle selon la revendication 1, caractérisée en ce que le vilebrequin (10) est formé en deux parties.
3. Machine-outil manuelle selon la revendication 2, caractérisée en ce qu'un bouchon (15) est présent sur l'extrémité axiale opposée au maneton (9) du vilebrequin
(10), ledit bouchon obturant le reste du vilebrequin (10) sinon simplement ouvert.
4. Machine-outil manuelle selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que l'épaisseur de paroi (W) du vilebrequin creux (10) est inférieure à un dixième du
diamètre d'arbre (D) correspondant.
5. Machine-outil manuelle selon l'une quel-5. Machine-outil manuelle selon l'une quelconque
des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le maneton (9) est formé en étant lui-même creux.
6. Machine-outil manuelle selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que deux guides de paliers cylindriques (17) sont formés sur le vilebrequin (10).
7. Machine-outil manuelle selon la revendication 6, caractérisée en ce qu'une butée axiale (18) est associée au guide de palier (17).
8. Machine-outil manuelle selon la revendication 6 ou 7, caractérisée en ce que le vilebrequin (10) est radialement réduit de manière axiale entre les guides de
paliers (17).

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